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Das ist die beste WM-Gruppe für die Schweiz

Fabian Ruch am Mittwoch den 4. Dezember 2013

Am Freitag blickt die Sportwelt gebannt nach Brasilien, wenn die Vorrundengruppen der WM 2014 ausgelost werden. Die Schweiz ist nach ihren starken Resultaten zuletzt bekanntlich in Topf 1 eingeteilt – und kann damit den Weltgrössen Brasilien und Spanien, Deutschland und Argentinien aus dem Weg gehen. Zumindest in der Vorrunde. Dennoch drohen natürlich bereits in den ersten Partien starke Kontrahenten. Wir stellen ein paar besonders interessante Gruppen vor.

Und so sehen die Töpfe aus:

Topf 1: Brasilien, Spanien, Deutschland, Argentinien, Kolumbien, Belgien, Schweiz, Uruguay.
Topf 2: Algerien, Kamerun, Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria, Chile, Ecuador.
Topf 3: Australien, Iran, Japan, Südkorea, Costa Rica, Honduras, Mexiko, USA.
Topf 4: Holland, Italien, England, Portugal, Griechenland, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Russland, Frankreich.

Zur Erklärung: Im Topf 4 stehen neun europäische Teams, eines wird zu Beginn in Topf 2 gelost. Es können nicht mehr als zwei europäische Teams in einer Gruppe und nicht zwei südamerikanische Teams in der gleichen Gruppe sein.

Die Hammergruppe für die Schweiz: Chile, USA, Portugal.

In dieser sehr attraktiven Gruppe wäre die Schweiz kaum Favorit. Sie ist 8. der FIFA-Weltrangliste und würde auf den 4. (Portugal), den 14. (USA) und den 15. (Chile) treffen! Die Portugiesen waren an Turnieren zuletzt meistens stark. Und wenn der famose Cristiano Ronaldo seine sensationelle Form konservieren kann, wird er als aktuell bester Spieler der Welt auch an der WM in Galaverfassung sein. Die USA sind an Weltmeisterschaften stets ein unangenehmer Gegner. Und die Chilenen liegen der Schweiz nicht, an der letzten WM verlor die Mannschaft von Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld in der Vorrunde in einer emotionalen Begegnung 0:1. Für Zündstoff wäre gesorgt. Mit Arturo Vidal von Juventus sowie Alexis Sanchez von Barcelona stehen zwei absolute Weltklassespieler im chilenischen Team.

Die schwierigste Gruppe für die Schweiz: Elfenbeinküste, Mexiko, Italien.

Noch schwieriger als die zuvor beschriebene Hammergruppe wäre ein Treffen mit der Elfenbeinküste, Mexiko und Italien. Die Elfenbeinküste ist die beste afrikanische Mannschaft, gespickt mit Starspielern wie Yaya Touré von Manchester City, Gervinho (AS Roma) oder dem früheren YB-Angreifer Seydou Doumbia (ZSKA Moskau). Aber der alternde, einflussreiche Star Didier Drogba wird an der WM 36 Jahre alt sein. Kann er seine Landsleute auch leistungsmässig noch ein letztes Mal dirigieren? Die Mexikaner wiederum zitterten sich erstaunlicherweise Richtung WM 2014, dabei sind sie neben den USA das klar beste und grösste Team Mittel- und Nordamerikas. Es fehlt im mexikanischen Team zwar an den ganz grossen Namen, aber in der Auswahl stehen viele Talente. Zudem kennt die mexikanische Mannschaft die klimatischen Bedingungen in Brasilien bestens – wie auch die Elfenbeinküste. Und Italien schliesslich ist Italien. Die Squadra Azzurra ist an Weltmeisterschaften meistens sehr schwierig zu bezwingen. Der smarte Nationalcoach Cesare Prandelli wird die Italiener an der WM ziemlich weit führen.

Die beste Gruppe für die Schweiz: Ecuador, Honduras, Griechenland.

Das ist die einfachste Gruppe für die Schweizer. Gegen Ecuador, Honduras und Griechenland wäre ein Weiterkommen in die Achtelfinals als Gruppensieger Pflicht. Aber: An der letzten WM kamen die Schweizer gegen Honduras nicht über ein 0:0 hinaus. Und die Griechen spielen zwar nicht mehr so defensiv und sind nicht mehr so unbequem wie vor ein paar Jahren – aber sie setzten sich zuletzt in der Barrage souverän und stilsicher gegen die Rumänen durch. Dennoch wäre diese angenehme Gruppe der letzte Beweis dafür, dass der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld bei Auslosungen (und auch sonst im Fussball) oft vom Glück begünstigt wird.

Die attraktivste Gruppe für die Schweiz: Kamerun, Australien, Holland.

Darauf könnte man sich ein halbes Jahr freuen. Gegen Kamerun mit Weltstar Samuel Eto’o, gegen das tolle Riesenland und Reiseland Australien – sowie gegen die Holländer mit ihren Offensivkünstlern wie Arjen Robben und Robin van Persie. Und: Selbst in dieser Gruppe wäre Rang 2 für die Schweiz gewiss zu erreichen.

Die unattraktivste Gruppe für die Schweiz: Algerien, Iran, Bosnien-Herzegowina.

Langweiliger geht es nicht. Und gewaltig unter Druck wäre die Schweiz als Favorit auch noch. Diese Auslosung wäre zwar möglicherweise sportlich interessant, aber sie wäre mehr ein Graus denn ein Traum.

Die Hammergruppe: Brasilien, Holland, Mexiko, Italien!

Man stelle sich vor: Italien (oder Holland) wird in Topf 2 gelost – und dann zu Brasilien und Mexiko und Holland (oder Italien) gezogen. Ein Weltmeisterkandidat würde in dieser Konstellation sicher bereits in der Vorrunde ausscheiden. Und Gastgeber sowie Topfavorit Brasilien wäre sofort heftig gefordert. Mit so einer Gruppe würde die Weltmeisterschaft vom ersten Tag an auf Hochtouren laufen.

Und was finden Sie? Wer sind Ihre Wunschgegner für die Schweiz? Was wäre unangenehm? Und wie sieht Ihre Hammergruppe aus?

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24 Kommentare zu “Das ist die beste WM-Gruppe für die Schweiz”

  1. Jerry sagt:

    Ghana, Japan und Italien. Das waere eine Topgruppe bei der ein Weiterkommen im Bereich de moeglichen liegt. Ghana(Viertelfinal 2010) und Japan(Asiatischer Rekordmeister) liegen im Bereich des Machbaren. Gegen gute Europaer allen voran Italien spielt die Schweiz meisst sehr gut.

    • Bosei sagt:

      Alle unterschätzen die Japaner massiv und nennen Mexiko als bestes Team aus dem Topf. Habt ihr die letzten Spiele der Blue Samurais gsehen? Sie sind noch unkonstant aber ein 2-2 gegen Holland (wo sie offen mitspielten) und ein 3-2 Sieg gegen Belgien ist doch bemerkenswert. Unter Zaccheroni haben sie ein extrem schnelles flüssiges Passspiel entwickelt. https://www.youtube.com/watch?v=8-lNs5q2z1M

      • Tom sagt:

        Ich kann Bosei nur zustimmen. Wenn Spieler wie Honda bei der WM in guter Form sind würde ich nicht gegen Japan spielen wollen.

        Einige YB-Fans ohne Kenntnis der japanischen Liga rümpften über einen Neuzugang aus der J-2 die Nase, mittlerweile hat der Spieler einen bekannten Namen: Kubo hat bei YB gezeigt, wie gut das Niveau des japanischen Klubfussballs geworden ist (wohlgemerkt zweite Liga).

      • Hanspeter sagt:

        Ich sehe die Japaner und Südkoreaner als klar stärkere Teams als die Aussies und Iran. Gegen die zwei starken Asiaten, die sich auch an der WM 2010 für die Achtelsfinals qualifiziert haben, wird es für jeden Gegner nicht einfach.

  2. Manuel sagt:

    Ich höre immer wieder Chile…! Vergesst Chile…die sind zu stark…sie sind viel stärker als 2010. Frankreich/England, Ecuador und Iran…Die Engländer sind für mich absolut machbar. Die Liga ist nur so stark wegen den Ausländern. Gleiches gilt für Frankreich. Ecuador ist auf Augenhöhe und gegen den Iran sollte man gewinnen.

  3. Cristian sagt:

    Ich hoffe auf die hier genannte attraktivste Gruppe. Schweiz-Australien, das wär sicher eine super Party auf dem Fedsquare! Gruss aus Melbourne

  4. B. Tertre sagt:

    Ich möchte ein afrikanisches Team, am liebsten Ghana, und Australien für das Spektakel und die Party. Dazu Italien mit grosser Klappe vor dem Spiel und kleinlautem Abgang und Schimpfis gegen den Schiri nach dem Spiel.Vergnügliche Spiele und Emotionen wären garantiert.

    • Fabio B. sagt:

      Als Italiener kann ich dir versichern: Italien hat seit geraumer Zeit keine grosse Klappe vor Spielen, die Schweizer Nato wird in italienischen Medien zudem stets sehr gelobt. Wenn, dann sind die nördlichen Nachbarn die mit der grosser Klappe vor den Spielen. Kann ich dir als Italiener ebenfalls bestätigen (und meist bringt es Glück).

  5. Raymond Allaman sagt:

    Um die Schlagzeile von The Sun nach der Gruppenauslosung für die WM 2010 zu rezyklieren:

    E ngland
    A lgerien
    S chweiz
    Y ankees

    • Marcel Claudio sagt:

      Na ja – die Engländer und ihre Boulevardblätter kann man ja nicht wirklich ernst nehmen…ein Titel bei der Heim-WM 1966 und sonst gar nix mehr…nicht mal mehr einen verlorenen Final…

      Von 1930-38 nahmen sie vor lauter Arroganz gar nicht an diesem Restweltturnier teil und dann 1950 gab es erst mal eine oberpeinliche 1:0 Niederlage gegen den damaligen Fussballzwerg USA…

      Auch 2014 werden die es nicht viel weiter als in die Viertelfinals schaffen!
      Vielleicht klappt es ja 2026, dass sie wieder mal eine Heim-WM bekommen und dann vielleicht…..

  6. Emir Kobilic sagt:

    Interessant! In Bosnien und Herzegowina ist die Schweiz Wunschgegner! Die Schweiz wäre gegen Bosnien ein Favorit nur auf dem Papier. Die Tor-Maschine Dzeko-Ibisevic würden sich riesig freuen auf wackelige Schweizer-Abwehr.

    • Pedro sagt:

      Die Schweiz ist für alle der Wunschgegner aus Topf 1. Ist ja logisch, als Weltranglisten schwächstes Team, bzw Brasilien ist zwar hinter uns aber auch nur weil sie keine Ernstkämpfe hatten. 😉

  7. Franz Mueller sagt:

    Wenn die CH wieder so Losschwein hat, wie bei der WM-Ausscheidung, dann gehts ins 1/8 Final. Wenn nicht, und davon gehe ich aus, hängen die Trauben (zu) hoch für die CH. Es sei denn, der schlaue Fuchs Hitzfeld bringt die richtige Mannschaft, ohne verletzte Stammspieler und Formschwache, die im Ausland bloss den Hintern auf der Ersatzbank polieren. So oder so, die CH muss mächtig auftrumpfen, sonst ist die weite Reise nach Brasilien von kurzer Dauer. Fähig ist dazu ist diese Mannschaft, wenn sie denn will und auch kann, abwarten und Tee trinken.

  8. Rafael Blattner sagt:

    Da die Schweiz gegen schwächer eingestufte Mannschaften nur einen Chnorz zusammenspielt und oft gegen grosse Teams toll auftrumpfen, bin ich mir nicht sicher, ob mir Underdogs oder WM-Favoriten in der Gruppe lieber wären…

  9. Beat sagt:

    Bei allem Patriotismus und verrückten und ungeduldigen Fussballfan bis die WM endlich beginnt, jeder neutraler Betrachter weiss das die Schweiz nicht in Topf 1 gehört, daher würde ich mich hüten mit Wertungen, jedes Spiel muss gespielt werden egal wie attraktiv der Gegner ist. Aber mal unabhänging von diesem betrachtet man die Fussballvergangenheit spielte die Schweiz gegen attraktivere Gegner besser als gegen die “Kleinen”. Deshalb wäre eine gesunde Mischung gut.

  10. Gottmar Hitzfeld sagt:

    Die ausgeglichenste Gruppe:

    Schweiz, Japan, Elfenbeinküste, Kroatien.

    Und apropos Todesgruppe – aufgrund der Setzliste sind an diesem Turnier gleich mehrere Todesgruppen gleichzeitig möglich. Das kann für viel Zündstoff schon in den Gruppenspielen sorgen. So wäre z.B. folgendes Szenario gleichzeitig möglich.

    Deutschland, England, Kamerun, Chile.

    Brasilien, Italien, Japan, Frankreich.

    Argentinien, Holland, USA, Elfenbeinküste.

    Am besten natürlich gleich in einer Tableau-Hälfte. Damit die Schweiz in der Gruppe Schweiz, Griechenland, Honduras, Ecuador im Achtelfinal auf den zweiten der Gruppe Kolumbien, Iran, Algerien, Bosnien trifft… :)))

  11. DK sagt:

    Ein ist klar: die Schweiz ist das Wunschlos von 24 Mannschaften (den je 8 Teams von Topf 2, 3 und 4) …

  12. Pedro sagt:

    Ich möchte Kamerun, Australien, England.
    IEinfach attraktive Gegner. Wer will denn schon gegen Honduras, Iran oder Algerien spielen…
    Topf 4 ist ja noch nicht gegeben, da wird noch eine Mannschaft in Topf 2 zugelost.
    Und das Auslosungsprozedere ist ja so kompliziert, da eigentlich Teams aus der gleichen Qualizone nicht einander zugelost werden können (Ausnahme Europa). Also ist die Möglichkeit gross, dass wir auf Chile oder Ecuador treffen, da diese nicht auf die SA-Teams aus Topf 1 treffen können.

  13. ak sagt:

    England, England, England; die sind machbar, weil der FCB ManU, Tottenham und Chelsea geschlagen hat. Und ja: das kann man sehr wohl vergleichen! 🙂

  14. Torres sagt:

    Nach der letzten WM ist es eigenltich müssig, sich irgendwelche Gegner für die Schweizer zu erhoffen. Da hat den besten mit viel Massel besiegen können, gegen den mittleren verloren und mit der Qualifikation vor Augen nur ein klägliches Remis gegen Honduras zustande gebracht.
    Zwar habe auch ich mit England, Australien und Ecuador meine Favoriten, aber viel wichtiger wäre es mir, dass der liebe Otti diesmal auf der grössen aller Fussballbühnen etwas attraktiveren Fussball spielen lässt, bevor er in den Ruhestand kehrt.

  15. Andy Fussballer sagt:

    Das mit Topf 1 wird wohl nicht wirklich ein Vorteil sein. Die Schweiz hat schon immer mehr Mühe gehabt gegen die sog. Kleinen, siehe WM 2010. Bei dieser Mannschaft ist das noch ausgeprägter. Also lieber ein paar starke Gegner wie z.B. Frankreich oder Holland, da ist man dann Aussenseiter. Klar ist, dass die Schweiz für alle Topf 2, 3 u. 4 Teams der Wunschgegner aus Topf 1 ist….