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Fussball sucht Stadion

Simon Zimmerli am Freitag den 20. September 2013
GC-Spieler Toko köpfelt den Ball, 29. August 2013. (Keystone/Salvatore Di Nolfi)

Eine Stadt mit zwei Super-League-Vereinen braucht ein Fussballstadion: GC-Spieler Toko köpfelt den Ball, 29. August 2013. (Keystone/Salvatore Di Nolfi)

Es Fuessballstadion in dr sälbschternannte Hauptstadt koschtet halt doch alli  Wält,
da zahlt mr am Carlos lieber no bitz meh Sagggäld.
So luegt mr wiiterhiin uf Tartaanbahn und lääri Sitz und frisst e Huft vom Rind,
bis alli Ziircher Clubs us dr Super League verschwunde sind. 

So oder ähnlich hallt es am 11. März aus einem dunklen Basler Keller, wo die Glaybaasler Fotzelschnitten oder die Muttänzer Trommelpeter Schnitzelbänke zum Besten geben. Die tobenden und schadenfreudigen Basler Fasnächtler sind aber das kleinste Problem. Hier geht es um weit mehr. Um die Existenz zweier Traditionsvereine.

Dass sich nun die Fifa kurz vor der Abstimmung einschaltet und das Stadionprojekt befürwortet, sorgt bei mir eher für Beunruhigung denn für Zuversicht. Das sieht für mich nämlich ganz danach aus, als könnte es knapp werden und sich die Fifa deshalb in einer Feuerwehrübung auch noch verpflichtet fühlt, die Werbetrommel zu rühren. Weiter dürfte die Unterstützung von Sepp Blatter zum Stadionprojekt etwa so hilfreich sein wie das Ja des Armeechefs zur Gripen-Abstimmung.

Nicht ohne Grund steht in meinem Kurzbeschrieb, dass ich meine schönste Saison im Jahre 2006/07 im Hardturmstadion erleben durfte. Klar, der FC Zürich wurde zum zweiten Mal in Serie Schweizer Meister und im stadioninternen Stübli neben unseren Plätzen gab es auch während der Hochrisikospiele ein kühles Bier (aus der Flasche!). Ein weiteres Plus war der ewige Süden – ein kleines Grüppchen hartgesottener Fans –, der drei Meter unter uns spielte und den Linienrichter bei heiklen Offsidesituationen freundlich aber bestimmt unterstützte. Es gab keine Gelegenheit, Augenkontakt mit dem Securitas-Hund aufzunehmen, der auf der Stabhochsprunganlage auf fliegende Würste wartete. Nach dem Spiel trippelten wir zufrieden über den Rasen, um mit Lucien Favre vor der Garderobe über Pouga abzulästern. «Pouga? Er ‘at keine Füsse, er ‘at nur Kopf.» Das Schönste an dieser Saison war allerdings, dass wir Fans einen grossen Anteil an diesem Meistertitel hatten. Wir haben den FC Zürich in einem nie dagewesenen Ambiente zum Meistertitel gepeitscht. Die Stimmung war geladen und die Gegner fürchteten den Hardturm. Zumindest bei Heimspielen des FC Zürich.

Schon das Abstimmungsergebnis über das Hooligan-Konkordat war für mich schockierend. 85,5 Prozent haben diese kantonale Vorlage angenommen, obwohl nie etwas passiert ist, was mit dieser Vorlage hätte verhindert werden können. Der Fussball oder die Fussballfans gelten als Steuergeldverschleuderer und deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass auch das Zürcher Stadionprojekt verworfen wird.

Hafenkräne, Kunststoffkühe und Velowege, da öffnet der Stadtzürcher gerne seine Brieftasche, aber wenn es darum geht, ein Stück Zürcher Fussballkultur am Leben zu erhalten ist, es vorbei mit der Grosszügigkeit.

Liebe Stadtzürcherinnen, liebe Stadtzürcher, bitte legt ein Ja in die Urne – wenn Ihr nicht schon brieflich abgestimmt habt – und lasst uns nicht zum Gespött werden als Grossstadt ohne eigenes Fussballstadion.

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43 Kommentare zu “Fussball sucht Stadion”

  1. Mäse sagt:

    Ich würde ja gerne eine JA in die Urne legen. Aber eben für ein Fussballstadion, dass der Stadt Zürich gebührt. Aber sicher nicht für einen ‘Angst Cervelat Grill’ für 19’000 Nasen. Da sind mir 38’000 Beine schon lieber… 🙂 Baut verdammt nochmal ein Stadion wo man auch Länderspiele sehen kann. Mir grauts davon, Schweiz-Luxembourg oder andere Kaliber im Hardturm zu sehen. Dieses Stadion hat eine lange, ehrwürdige Geschichte. Ich habe darin Spiele wie GC-Real, GC-Ajax und ähnliches gesehen und jetzt soll ich die Stars aus Liechtenstein, Luxembourg oder Estland sehen?

    • Noldi sagt:

      Ehrwürdige Geschichte. Wenn interessiert das denn noch. Immer die gleiche Leier. Wir waren mal…, wir hatten mal…, Rekordmeister… FCZ und GC pfeifen finanziell aus dem letzten Loch und da wird ein neues Stadion, welches mit 19 000 oder mit 30 000 Plätzen sowieso nur immer zu einem Drittel gefüllt sein auch nicht bringen. Höchstens Lärm, Gestank und Krawalle, und das in einem Wohngebiet. Fusionieren, das ist früher oder später die einzigste Lösung.

      • Fussballfreund sagt:

        UND? Ob fusioniert oder nicht – es braucht immer noch ein FUSSBALL Stadion!
        Danke!

        • Maiko Laugun sagt:

          @Fussballfreund: Braucht? Wer sagt denn, dass es ein Fussball-Stadion braucht? Etwa die bestenfalls 5000 Schnäuze die sich jeweils auf den Rängen verlieren? Und dafür soll der Steuerzahler aufkommen? Für diese kleine Anzahl genügt das bestehende Kombi-Stadion Letzigrund. Es war immerhin (trotz Anpassungen) EM tauglich. Es war übrigens eine Fussball-EM und keine Leichtathletik-EM.

        • Röschu sagt:

          Fusionieren = mehr Mittel = längerfristig Erfolg = mehr Zuschauer = mehr Stimmung = mehr Erfolg = mehr Geld = mehr Sponsoren =…..ein neues Stadion! Aber bitte in dieser Reihenfolge!

      • Mäse sagt:

        Aha, und mit Fusionieren gibts keinen Lärm, keinen Gestank und keine Krawalle. Interessante Theorie. Ob die beiden Klubs finanziell aus dem letzen Loch pfeifen, ist relativ irelevant, da ich mir sicher bin, dass Du lieber Noldi das garantiert nicht weisst. Oder machst Du die Bücher dort?

    • Rudolf Fischer sagt:

      Das mehrheitlich privat finanzierte Grossprojekt mit ueber 30’000 Sitzplaetzen wurde 2003 vom Stimmbuerger angenommen. Der demokratische Wille wurde dann ja bekanntlich von Anwohnern zermuerbt. Wenn sie jetzt immer noch auf ein Grossprojekt hoffen und nicht JA stimmen, dann entscheiden sie sich leider gegen den Fussball in Zuerich.

      • Mäse sagt:

        Das ist richtig Herr Fischer. Ich lebe aber im Ausland, von daher würde ich mich der Stimme so oder so enthalten.

    • Rudolf Fischer sagt:

      In dem sogenannten “Wohngebiet” stand schon 78 Jahre lang ein Stadion! Das neue Projekt wurde unter Einbezug der Anwohner geplant. Mit 2xJA kommen auch noch die Wohnungen dazu. Was hat eine Fusion mit dieser Abstimmung zu tun? Mit solch einer koennen sie sich ja gleich fuer die Abschaffung des Zuercher Profifussballs einsetzen. Die Fussballclubs pfeifen u.a. finanziell aus dem letzten Loch, weil sie im Leichtathletikstadion nicht rentabel wirtschaften koennen (und die Leichtathleten koennen ihre Infrastruktur wegen dem Fussball nicht richtig nutzen).

      • Rolf sagt:

        Sie pfeifen aus dem letzten Loch, weil sich Zürich nicht zwei ”Spitzen”-Vereine leisten kann. Haben Sie das Gefühl in einem neuen Stadion würden doppelt so viele Zuschauer kommen und es wäre dann rentabler? Zürich hat kein Interesse an zwei Fussballvereinen, das zeigen doch schon seit Jahren die Zuschauerzahlen. Vergleicht auch nicht immer Zürich mit Basel. Basel tickt anders und die Stadt lebt für den Fussball.

  2. Peter sagt:

    Ja Herr Zimmerli, alles Ansichtssache. Zürich ist keine Fussballstadt und wird auch in einem neuen Stadion mit lächerlichen 19 000 Plätzen nur immer zu Hälfte gefüllt sein. Eine Grossstadt mit einem Mini-Stadion, toll. Früher oder später wird einer dieser beiden Spitzenvereine aus finanziellen Gründen von der Bildfläche verschwinden oder am Tabellenende rumtümpeln. Die Lösung: Fusionieren. Auch wenn es der eine oder andere GC/FCZ-Fan nicht gerne hört. Dann kann man auch ein grösseres Stadion planen.

    • DAM sagt:

      @Peter
      Ihre Gedankengänge sind mir schleierhaft. Sie sagen selbst, dass das Stadion jeweils wohl nur zur Hälfte gefüllt sein wird und denoch fordern sie ein grösseres Stadion?

    • sebastian herzog sagt:

      An einem Fussballmatch sitzt der Banker neben dem Maurer, der Firmenchef neben dem Pöstler, der Rentner neben dem Lehrling, und alle sind vereint durch das blau-weisse Trikot ihr Lieblingsmannschaft. Man trifft alte Freunde und lernt neue kennen. Nur weil zu diesem bunten Mix auch 30 assoziale gehören, kann ich gewisse Kommentare hier nicht verstehen. ich habe grosses unverständnis für leute die hier einfach etwas behaupten und mich als Kriminellen bezeichnen. 2x JA am Sonntag!

  3. Paul Würgler sagt:

    Dass in der Vergangenheit Steuergelder verschleudert worden sind, darf doch nicht Grund dafür sein, weitere 200 Mio in den Sand zu setzen. Wir zahlen heute schon bei jedem Match für die Polizeieinsätze, für die Sachbeschädigungen, die Reinigung der verkotzten Sanitäranlagen und horrende Eintrittspreise für eine meist dürftige Kickerei. Kommt dazu, dass die Spielbesuche einigen wenigen vorbehalten sind. “Normale” Bürger und Familien mit Kindern trauen sich schon gar nicht mehr ins Stadion. Gewinne privatisieren (Stichwort Bier), Kosten sozialisieren. 200 Mio für einen Hooliganspielplatz? Nie!

    • Hansruedi Hugentobler sagt:

      Jetzt mal sachlich bleiben, Würgler: Ich würde mich durchaus als “normalen Bürger” sehen und gehe seit Jahren regelmässig mit meinen Kindern an Spiele im Letzigrund. Bin noch nie in eine gefährliche Situation geraten. Die Polizeikosten sind v.a. wegen der medialen Hysterie so hoch (selbst wenn z.B. Thun mit ca. 100 Fans anreist, hat es ein Grossaufgebot unserer Freunde und Helfer vor Ort). In einem neuen Stadion würde es sicher mehr Zuschauer geben und die Stimmung wäre sowieso besser. Wer im weitesten Sinn Sympathien für den zürcher Fussball hat, muss ja stimmen!

    • Fussballfreund sagt:

      @Würgler: Die Stadtkasse ist eh leer, also wird das mit einem Kredit finanziert – die 9Mio Miete pro Jahr reichen locker für Zinsen und Amortisation
      – aber leider scheint das niemand von den Gegnern begreifen zu wollen!

  4. Daniel Degen sagt:

    Schon lustig, wie der Letzigrund bei der Eröffnung vor der EM noch als ein Bijou, eines der schönsten Stadien, etc. betittelt wurde. Damals schien es allen Recht zu sein, heute taugt es nichts mehr.

    Natürlich ist das Stadion kein Fussballstation und den Zürcher Clubs wäre Letzteres zu gönnen, wieso jedoch der Steuerzahler für die Kosten aufkommen soll, bleibt mir ein Rätsel. Hätte die Bevölkerung in Basel das Stadion zahlen müssen, wäre eine Abstimmung wohl auch dort bachab geschickt worden.

    • Raymond Allaman sagt:

      Wer erzählen Sie denn da, Herr Degen? Der Letzigrund musste mit millionenteuren Anpassungen (bspw. mobile Zusatztribünen auf der Tartanbahn) für die EM fussballtauglich gemacht werden. Es wurde zudem von Anfang klar gemacht, dass der Letzigrund nur vorübergehend als Stadion für GC und den FCZ dienen soll, da allen bewusst war, dass es nicht als Fussballstadion taugt.

      • Peter Heil sagt:

        und nicht zu vergessen, dass in ZH eigentlich ein anderes Stadion für die EM-Spiele angedacht war….der heutige Letzi wurde dann wohl eher aus einer Notsituation heraus für die EM umgebaut damit sich die Stadt nicht gänzlich der Lächerlichkeit preisgeben musste weil sonst die EM-Spiele sonstwo aber nicht in ZH stattgefunden hätten.

  5. Maiko Laugun sagt:

    Die Mehrheit der Bürger hat nichts gegen den Fussball. Die Mehrheit der Bürger hat etwas gegen die Schein-Demokratie. Abstimmungen sind zu Vorabklärungen verkommen. Der Wille wird nicht direkt umgesetzt, weil erst nachher noch Einsprachen möglich sind. Das ist das Problem. Vorlagen sollten erst vors Volk kommen, wenn zuvor alle Abklärungen und Rekursmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Dann kann eine Abstimmung auch direkt mit Ja oder Nein umgesetzt werden. Das Volk sagte Ja – und das Stadion steht nach Jahren noch immer nicht. Und nun soll wieder abgestimmt werden? Es wird ein NEIN geben!

  6. Rüdiger Heinz sagt:

    Der Titel für die zwei Zürcher Vereine wird bald einmal lauten. FUSSBALLCLUBS SUCHEN SPONSOREN. Wir haben ein Stadion und das reicht.

    • FCZ-Andy sagt:

      Dann verkaufen wir doch auch gleich das Hallenstadion und alle andern Kulturstätte an Private und Spekulanten, denn wir haben ja ein Multifunktionsstadion und das reicht. Man, man, man! Es wird endlich Zeit, dass die zwei Zürcher Fussball Vereine ein wirkliches FUSSBALLSTADION bekommen. Fussballclubs suchen immer Sponsoren, Herr Rüdiger.

  7. Thomas Hinderling sagt:

    Aus eigenem Interesse werde ich ein JA in die Urne legen – nicht, weil GC oder das Stadtklübli ein Stadion mit 20000 Plätzen benötigen. Für beide würde auch locker eine 10000-Arena a la Thun genügen. Aber es ist wirklich ein Horror, die Auswärtsspiele vom FCSG im Letzigrund schauen zu müssen. Null Ambiance. Dazu kommt, dass ein Eintrittspreis von fast 70 Franken nicht nur viel, sondern eine absolute Frechheit ist. Vielleicht wird das ja dann wenigstens im neuen Hardturm besser. Also, JA stimmen, trotz den immensen Kosten. Für den CH-Fussball.

  8. Thomas Wanner sagt:

    YF Juventus spielt auch sehr guten Fussball; das kann man im Juchhof 1 oder im Utogrund faszinierend aus der Nähe erleben. Und wenn 20’000+ alles aus der Nähe sehen wollen, wirz ohnehin gefährlich. Keine 200+ Mio. für ein Stadion.

  9. Mischu Liechti sagt:

    Wir haben unser Stadion auch nicht von der Stadt München geschenkt bekommen, sondern mit einer Beteiligung von 1860 München und einem wohlgesinnten Umfeld bauen können.Das scheint mir das Hauptproblem zusein. Ex GC FAN. Mit den besten Wünschen für ein schönes Fußballstadion.
    FC.Bayern Fan Mischu.

  10. Diego Müller sagt:

    es wird ja immer wieder davon gesprochen, dass im Letzi keine Stimmung aufkommen kann, da eine Leichtathletikbahn zwischen Feld und Sitzplätzen bestehe. Ich möchte nur daran erinnern, dass in Napoli auch eine solche existiert und trotzdem eine höllische Stimmung herrscht. kanns sein, dass es schlussendlich am Zürcher Fan liegt und nicht am Stadion, dass alle sich über die fehlende Stimmung beklagen???

    • Wishaw Thomas sagt:

      Ach Diego – schau dir die beiden Stadien GENAU an, danach denkst du bitte an die Eigenschaften des Schalls!
      Danke.

    • Raymond Allaman sagt:

      Das Stadion in Neapel ist eine Bruchbude sondergleichen und eines Vereines wie Napoli nicht würdig. Von einer “höllischen Stimmung” habe ich am am vergangenen Mittwoch nichts gespürt. Vielmehr habe ich mir ausgemalt, welche Stimmung geherrscht hätte, würde Napoli in einem Fussballstadion spielen. Tatsache ist jedenfalls, dass in Hamburg, Köln, Bremen, Stuttgart, Frankfurt, München, Düsseldorf und Gelsenkirchen (Schalke) in den vergangenen Jahren die Stadien mit Tartanbahn durch reine Fussballstadien ersetzt wurden und die Zuschauerzahlen massiv zunahmen.

  11. matthias sagt:

    Glaube mir Simon, eh Herr Zimmerli, wir Basler betrachten dass ganze wehmütig und nicht schadefreudig. Bei der letzten Heimniederlage gegen den FcZ habe ich mich irgendwie für die Zürcher gefreut, und auch um mich herum schien sich niemand wirklich ob der Niederlage aufzuregen. Ja soweit ist es gekommen! Eine starke Zürcher Konkurrenz ist wichtig für die ganze Schweiz, insbesondere für uns. Es fehlt an Leidenschaft, an dem gewissen Etwas, ohne Zürcher die um die Meisterschaft spielen. Ja bei GC wird toll gearbeit aber es ist eben nicht der FcZ. Wer will sich schon vor Heugumpern fürchten?

    • Peter Heil sagt:

      aber vor Novartis Kopfwehtabletten soll man sich dann fürchten oder was…dämliche Polemik Mättu…äh Matthias

  12. John Schnyer sagt:

    Es ist einfach peinlich wie engstirnig leider leider einige denken. Was macht eine Stadt aus ? Was gehört dazu ?
    Kultur kostet Geld, Parkanlagen kosten Geld, Spazierwege kosten Geld. Wir können auch einfach nichts mehr machen was nicht unbedingt notwendig ist und zusehen wie die Stadt immer weniger attraktiv ist für Einwohner und Besucher.
    Wollen wir das wirklich, auch all die welche hier nein sagen wegen der Kosten ?

  13. StanleyZH sagt:

    Das immer die Fussball Unwissenden einfach etwas behaupten ohne es zu wissen ist das Schlimmste.
    Ein “echtes” modernes Fussballstadion zieht automatisch mehr Zuschauer an, siehe Statistik z.B FCSG, die Stimmung ist um ein vielfaches besser als im Letzi und das nicht nur wegen der Tartarbahn, sondern auch wegen des sinnlosen offenen Baukonzept oberhalb der Tribüne, wo der ganze Schall im Nirgendwo verschwindet. Die Eingänge sind peinlich und kaum breiter als eine Wohnungstüür. Also ich war mehrmals in Dortmund bei 86000 Zuschauer und war schneller im Stadion als jemals im Letzi mit 10000.

  14. J. Wiss sagt:

    Wann endlich fusionieren die beiden Zürcher-Clubs zu einem grossen, potenten Club, der ein Stadion dann vielleicht auch füllen kann? Wenn weiter jeder für sich so dahin wurstelt, wird es nie etwas mit einem Auftritt auf europäischer Bühne und solange das grösste Problem separate Zugänge für die beiden zürcherischen Fan-Clubs resp. Hooligans ist, brauchen wir auch kein neues Stadion.

    • Rudolf Fischer sagt:

      Ob ein grosses Stadion alle 2 Wochen oder ein kleines Stadion jede Woche gefuellt ist, macht nicht wirklich ein Unterschied. Zuerst muessten sie aber mal die Leute auftreiben, die nach einer Fusion noch ins Stadion kaemen. Dass sie die “Fan-Clubs” mit “Hooligans” gleichsetzen, spricht fuer sich. Gegen letztere konnten sie ja erst kuerzlich an die Urne. V.a. geht es am Sonntag nicht um Fusionen und Pyros, sondern um ein Kredit fuer ein angemessenes Stadion und guenstigen Wohnraum!

  15. Marcel Senn sagt:

    Was so Fussballstadien bewirken können hat man gestern in St. Gallen und Thun wieder mal gesehen – sind beide über sich hinaus gewachsen und haben gesiegt! Und wie das Europaabenteuer der beiden Zürcher Clubs endete wissen wir ja zur Genüge – villeicht wäre es mit einem reinen Fussballstadion anders gekommen…

    • Josef Hammer sagt:

      Nur, mit 10 000 Zuschauer im Schnitt (in Thun sind es weniger) wird eine Mannschaft auf die Dauer keine Stricke zerreissen. Ich möchte die Leistung gestern der beiden Clubs nicht schmälern, auf die Dauer wird sich das auf die Meisterschaft wegen der Doppelbelastung auswirken, weil sich diese Clubs keine teuren Reservespieler leisten können. War in der Vergangenheit immer so. Ausnahme der FC Basel, der aber auch letzte Saison der Doppelbelastung Tribut zollen musste.

    • Markus Nil sagt:

      Ja, ganze 12000 Zuschauer in St. Gallen und 7000 in Thun, mit Kunstrasen. Sie meinen im Ernst, dass das mit dem Stadion zu tun hat? Finanziell mit dem Rückspiel (Flug, Unterkunft etc.), ein Minusgeschäft. Und was hat das Stadion in Chelsea mit der Heimniederlage des Weltkasseteams gegen den FCB zu tun?

  16. Armando sagt:

    Naja, nur ein neues Stadion wird nicht für das Überleben eines oder beider Clubs sorgen. Ein Abstieg ist womöglich auch nicht verkehrt (siehe FCSG).
    Bisher konnte mir noch niemand erklären, wieso dieses Stadion überlebenswichtig ist. Oder müssen die beiden Clubs etwa keine Gebühren für die Nutzung bezahlen?
    Was mich stört ist, dass man Real für den Kauf von Bale an den Pranger stellt, weil seit Jahren keine Steuern bezahlt werden. Wenn es jedoch darum geht, dass der Steuerzahler einem Club ein Stadion spendiert alles kein Problem sein soll.

  17. Basler sagt:

    Verse in Dialekt zu verfassen ist nicht jedermanns Sache, im fremden Dialekt unmöglich, Herr Zimmerli. Schwerer wiegt jedoch die Vermutung, dass die Basler missgünstig sein sollen. Nein: Baut bitte endlich ein anständiges Fussballstadion in Zürich! Das gibt positive Impule für die Vereine. Hoffentlich kommt es bald wieder zu hochstehenden Duellen, mal mit diesem, mal mit jenem Sieger. Was in Thun und St. Gallen geleistet wird, ist doch ermutigend. Bei allem Stolz auf den FCB, eine Rivalität in aller Freundschaft ist einfach spannender.

  18. Armando sagt:

    Schon mal die Stadion-Finanzierung durchgesehen? Der Stadionaufwand (Miete/Personal) liegt bei -14.6 Mio. Einnahmen (nicht Miete) geschätzt 3.3 Mio. und Einnahmen Miete ca. 3-5 Mio., der Kanton übernimmt einen jährlichen maximal Verlust von 8.3 Mio.
    Die Vereine sind mit je 12.5% beteiligt, dürften hier jedoch keine Einnahmen generieren. Die Stadt jedoch jährlich 6-8 Mio. verlieren.
    FCZ hat einen Schnitt von 10‘500 und GCZ einen Schnitt von 8‘500. Bei Durchschnittlichen Preisen von 100 (alle Sektoren) ergibt das einen Bruttogewinn von 7 Mio. für FCZ und 5.2 Mio. für GCZ.
    Steuergeschenk?

  19. Pedro sagt:

    Vor der EM wurde versprochen, der Letzigrund würde zu einem Leichtathletik- und Event-Stadion umgebaut und der Fussball erhält ein eigenes Stadion. Dazumal waren alle dafür und jetzt???
    Aber Opern finanzieren alle gerne, Jahr für Jahr…

  20. Andy Fussballer sagt:

    Ich bin zwar in Zürich nicht stimmberechtigt, würde aber JA stimmen. Aber nur dem Fussball zuliebe und weil ich finde die beiden Vereine trifft keine Schuld am Debakel um das erste Projekt. Und das ist meiner Ansicht nach die eigentliche Sauerei hier, die Tatsache, dass man ein komplett privat finanziertes Stadion, mit Einwilligung des Volkes, hätte haben können aber wegen ein paar Verhinderer soll jetzt der Steuerzahler für den “Schaden” aufkommen müssen. Das werden einfach falsche Anreize geschaffen und es wundert nicht, dass viele Leute wohl ein NEIN aus Trotz einlegen werden.

  21. Pedro sagt:

    Tja, das wars dann wohl.
    Ich werde keinen Rappen mehr in der Stadt ausgeben, sollen doch diejenigen Stadtkreise die das Stadion abgelehnt haben schauen wie die Steuergelder hereinkommen.
    Übrigens, reicht ja wohl das Berhard Theater aus, baut es ein wenig um, dann kann das Opernhaus als Asylunterkunft verwendet werden, zur Not kann ja auch mal eine Arie im Kongresshaus aufgeführt werden.