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Was der Fussball vom Schwingen lernen kann

Fabian Ruch am Mittwoch den 4. September 2013
Schwingfest

Faire Sportler, friedliche Fans: Florian Gnaegi (l.) und Bruno Gisler vor Zuschauern am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf. (Bild: Urs Flüeler/Keystone)

Am Wochenende war die Sportschweiz im Schwingfieber. Und weil das Eidgenössische Schwingfest medial breit abgedeckt und prächtig vermarktet wurde, vergass auch wirklich kaum jemand, darüber zu reden. Es ist faszinierend, wie es ein traditionsreicher Anlass geschafft hat, auch dank Grosssponsoren den Sprung in die Moderne zu realisieren – und doch seine alten Werte nicht unbedingt verraten zu haben. Deshalb ist Schwingen gerade sehr in Mode.

Schwingen ist eigentümlich, spannend, cool. Was also kann der Fussball als weltweit mit Abstand beliebteste Sportart davon lernen? Nun, zum Beispiel: Die Berner können wichtige Duelle gewinnen, tatsächlich! Was aber am Wochenende eigentlich gar nicht so schwierig schien, denn das waren ja in Burgdorf in Wahrheit eher Berner Meisterschaften mit ein paar Gästen als Füllmaterial fürs Teilnehmerfeld. Doch lassen wir regionale Sticheleien. Es soll hier darum gehen, dass der Fussball gut daran tut, dem Schwingsport genau zuzuschauen.

Denn: Demut, Bescheidenheit, Bodenständigkeit können nie schaden. Die besten Schweizer Fussballer fahren als 20-Jährige im neuesten Ferrari vor. Es sei ihnen gegönnt. Aber ist das nötig? Die besten Schweizer Schwinger gehen ins Wirtshaus auf dem Land und essen ein deftiges Schnitzel am Stammtisch. Zum Beispiel. Schwinger wirken meistens sympathisch, sie sind geerdet, Fussballer wirken manchmal abgehoben, sie sind von den Marktpreisen früh verdorben oder zumindest verführt. Und man kann es ihnen nicht einmal übel nehmen. Schwinger umarmen sich nach einem Kampf innig, sie gratulieren einander, sie schütteln sich fair die Hände, helfen dem Verlierer vom Boden hoch, schütteln ihm das Sägemehl vom Rücken. Fussballer foulen, reklamieren, motzen, suchen die Schwalbe im Strafraum und das versteckte Mätzchen im Zweikampf. Oft jedenfalls.

Natürlich ist Fussball ein grossartiger Sport – trotz aller unangenehmer Begleiterscheinungen. Und doch tat es am Wochenende mal wieder gut, beim Schwingen zu sehen, wie es eben auch gehen kann. Und welche Werte wichtig sind. Selbstverständlich geht es auch im Schwingen hinter den Kulissen mit Ellbogeneinsatz um die Verteilung der Gelder – und darum, wie die Zukunft gestaltet werden soll. Das wird ein interessanter Richtungsstreit.

Aber irgendwie ist der Sport im Schwingen reiner. Fussball kann ein Kontrastprogramm sein. Bei Basel–YB beispielsweise dagegen suchten am Sonntag die üblichen Verdächtigen bei Körperkontakt im Strafraum sofort den Elfmeter. Man kann das clever nennen. Oder unsportlich. Schwinger würden das kaum tun. Sie würden weiterlaufen. Oder dem Schiedsrichter sagen, es sei kein Penalty gewesen, wenn sie dieses Gefühl hätten.

Warum aber ist das so? Wieso geht es im Schwingsport meistens derart viel fairer zu und her? Klar, es ist deutlich weniger Geld im Spiel. Und vielleicht liegt es ja auch an der Herkunft und Erziehung der Sportler. Wobei: Dieses Terrain verlassen wir gleich wieder, es ist glitschig, und man will ja nicht den Vorwurf hören, man sei rassistisch. Weil man das bestimmt nicht ist. Aber ein bisschen mehr Ehrlichkeit, Fairness, Souveränität würde manchem im Fussballgeschäft nicht schaden.

Und besonders eklatante Unterschiede sind bei den Zuschauern auszumachen. Im Fussball gibt es leider immer wieder Chaoten, Prügler, Hooligans. Im Schwingen geht es rustikal und gesittet, freundlich und friedlich zu und her. Hunderttausende reisten am Wochenende nach Burgdorf und wieder nach Hause, von Zwischenfällen hörte man nichts. Die Veranstalter mussten die Fangruppen nicht trennen, sie mussten nicht sündhaft teure Sicherheitskonzepte erstellen, sie mussten nicht einmal besonders viel Wachpersonal anstellen. Warum auch? Es gibt ja – unter normal denkenden Menschen – auch keinen Grund, an einer Sportveranstaltung zu randalieren oder gar irgendwelche Pyros zu zünden.

Die Deppen unter den Fussballfans, welche die Stadien immer wieder als Bühne für Dummheiten benutzen, sollten besonders genau hinsehen, wenn ein Schwingfest auf dem Programm steht. Mit 50’000 Zuschauern alleine im Stadion wie am Wochenende. Aber ohne Pyros. Ohne Schlägereien. Ohne Ärger, Unruhe, Ausschreitungen. So ist das. Wären alle Fussballfans wie die Schwingfreunde, müsste man sie auch nicht mit einem mühsamen Hooligan-Konkordat kontrollieren.

Und was denken Sie? Was kann der Fussball vom Schwingen lernen? Und warum sind Schwingfeste so viel friedlicher?

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84 Kommentare zu “Was der Fussball vom Schwingen lernen kann”

  1. Emilio sagt:

    Ja, und nach Beendigung der Veranstaltung sieht der Platz des Schwingfestes nicht wie ein Schlachtfeld aus – mit Bergen von Abfall, der einfach liegen gelassen wird.

    • Roger sagt:

      Doch! 25 Tonnen wurden um 04.00 Uhr Sonntag weggeräumt, damit man am Morgen wieder einigermassen “sauber” durchs Festgelände kam.

      • roger sagt:

        Lieber Roger! – Ich, auch Roger, war als Helfer beim ESAF und hatte wirklich lange Tage. Unter uns gesagt: Es waren nicht 20’000 Leute die (wie rund ums Wankdorf, nach jedem Spiel, fast 10 Tonnen Müll liegenlassen!) sondern 100’000. – In “meinem” Zelt hatte es auch Zeug am Boden, aber bei weitem weniger schlimm als z.B. am Gurtenfestival. – Merke: Es gibt immer etwas auszusetzen. Deshalb geht unser schönes Land auch immer mehr den Bach ab…..

      • Fred Niederer sagt:

        Falsch Roger, die 25 To ist die gesamte Abfallmenge, also auch diejenige aus den offiziellen Kübel, Containern, Restaurants, ….. wieviel davon verstreut herumlag ist nicht bekannt, wird aber nur ein Bruchteil sein.

  2. Markus sagt:

    ….und nicht zu vergessen: mit oder trotz verkauften ca. 300’000 Liter Bier! Vom Kaffee fertig und Wein wollen wir schon gar nicht reden.

    • Keller56 sagt:

      Schade eigentlich nur ,dass von den 52000 Zuschauern 2/3 nie am an Schwingfest gehen, nur ans ESAF weil Sie von Sponsoren eingeladen werden.Auch hier eindeutig sehen und gesehen werden. Viele Schwingerfreunde erhalten dadurch keine Eintittskarte.Man sehe nur die Grösse des VIP Zeltes am ESAF. Ist das der richtige Weg.??

      • Markus sagt:

        Stimmt so nicht ganz: 31000 Eintrittskarten gingen an die Schwingklubs und wurden via diese an die Mitglieder verkauft, 4000 gingen in den offiziellen vorverkauf und 17000 blieben beim OK. Und wenn es nicht so wäre, hätten “nur” 20’000 Zuschaer Platz, da gar keine solch grosse Tripüne gebaut werden könnte.

      • Kurt sagt:

        Über 30000 Tickets gingen an den Eid. Schwingverband und dieser war glaube ich nicht Sponsor. Finde es schade dass immer wieder viele Unwahrheiten verbreitet werden!!!!!

  3. moxieman sagt:

    Ein noch besseres Beispiel zum vergleichen wäre Rugby – geht ebenso hart zur Sache wie beim Schwingen. Kein Gejammer, keine Schwalben, keine Diskussionen mit dem Schiedsrichter, Superstimmung im Stadion.

  4. Edgar sagt:

    Wie war das vor 3 Jahren in Frauenfeld? Zitat Blick: “Nachwehen vom Schwingfest in Frauenfeld. Zu viel ging in die Brüche: Festbänke, Traditionen – und die gelassene Atmosphäre, die Schwingfeste ausmacht”, daraus hat auch der Tagi einen Artikel gemacht. Wie war das vor ein paar Dekaden? Das Fernsehen hat Pyro im Fernsehen bejubelt als “fantastische Stimmung” und nun krähen alle Medien dagegen.

    • Rüdiger sagt:

      Wer sich an den Medien orientiert ist halt selber Schuld. Wer schon beides besucht hat (Fussballmatch und eine Schwinget), kann sehr gut unterscheiden und braucht nicht die Medien…

      • Buschbrenner sagt:

        Ganz einfach: Schwingen findet ja nicht nur alle 3 J. am Eidg. statt, sondern an vielen Schwingfesten an fast jedem WE. Das Eidg. alle 3 Jahre stellt also so etwas wie die WM (alle 4J) im Fussball dar. Wenn wir nun die jeweils letzen beiden Turniere heranziehen waren beim Schwingen an 50% davon (Frauenfeld) Randale. Dei beiden Fussball-WM Finals (etwas mehr als nur 52’000 Zuschauer) gingen jedoch ohne die geringste Beanstandungen über die Bühne! Ergo: Die Schwingerfans sollen sich mal ein Beispiel an den wunderbaren Fussballfans nehmen Herr Ruch! Wie sie sehen, sie vergleichen hier Ä. mit B..

        • urs sagt:

          Danke Herr Buschbrenner, manchmal werden Themen medial schon eigenartig aufbereitet.

        • Moser sagt:

          Neee! Derjenige, der Äpfel mit Birnen vergleicht sind Sie Herr/Frau Buschbrenner!
          Währenddem Sie die beiden Spiele als Massstab ins Feld führen wo vielleicht mehr als 52’000 Leute da sind, aber womöglich 0 Fans anwesend waren (weil die meisten Tix für Cüpli-Saufer und Sessel-Furzer weggehen), dazu rigoroseste Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, nehmen Sie den wohl einzigen Schwing-Anlass, der Züge von Randalen zeigte.
          Die ganzen restlichen (friedlichen) Schwingfeste lassen sie aus, genau so wie alle Meisterschaftsspiele an denen es vor- oder nachher chlöpft.
          Bitte noch einmal nachdenken!

  5. willimann ruedi sagt:

    Ja das habe ich mir als Fussballer auch gesagt. Wie ist es möglich das sich 200 000 Schweizer an einem Schwingfest nur freuen können und es geniessen dabei zu sein. U N G L A U B L I C H !!!!! Ja Fans und Fussballer macht euch mal Gedanken warum und wieso es bei euch nicht klappt!! Die Antworten sind zum Teil oben schon beschrieben. Ich auf jeden Fall habe schon früh fest gestellt das es viele andere Sportarten gibt die ebenso normal ablaufen wie ein Schwingfest. Warum nur können die FANS????? beim FUSSBALL nicht NORMAL sein. Zu meiner Zeit gab es 18000 Allmendbesucher und 4 Securitas.Fest pur

  6. Ein herrlicher Blog. Genau so ist es. Und dem Fussball täte ein klein wenig Ehrlichkeit nur gut. Das muss aber bei den Zuschauerinnen und Zuschaunern anfangen. Und wenn jeder Selbstverantwortung übernimmt und keine Gehässigkeiten und Pyros mehr duldet, wird sich das eine odere andere von selber regeln. Man stelle sich vor, am Sonntag hätte ein Berner-Anhänger eine Pyro angezündet… die anderen Berner hätten sie einfach gelöscht und ihn zurechtgewiesen…
    Hinschauen und Verantwortung übernehmen bedeutet das!!!!

    • Holger S sagt:

      Einfach gelöscht…muha Herrlich Herr Dummermuth…selten so gelacht.

      • Paolo Igger sagt:

        Verantwortung übernehmen? Selbstjustiz. Ist es tatsächlich an mir, als unbbescholtener Fussballfan, dass ich in die Kurve steige, und versuche einem zündelnden Ultra die Fackel aus der Hand zu nehmen?
        Selbstverständlich weise ich Randalierer oder Rassisten zurecht. Aber ich versuche mich nicht als Kurvendetektiv aufzuspielen und die Fackelzünder ausfindig zu machen. Das ist schlicht nicht meine Aufgabe.
        Und kommen Sie mir jetzt nicht damit, dass in in diesem Fall die Konsequenzen (Konkordat) hat über mich ergehen lassen muss. Das Problem ist der Generalverdacht für alle Fans!

        • Roger sagt:

          Das Problem, Herr Igger, ist, dass die Fanverbände immer am fordern sind. Leider sind sie nie am vorleben. – Wenn jeder Mensch sich an die minimalsten Höflichkeitsregeln halten würde, dann gäbe es die Probleme, die mie dem Kokordat gelöst werden sollen, nicht. – Oder behaupten Sie, dass man nicht als Fan in einem Zug fahren kann, ohne andere Zugfahrer aufs übelste belästigen zu müssen? Oder ist es nötig, sich vor/während/nach dem Spiel gegenseitig zu verprügeln (Liste beliebig verlängerbar)?? – Wenn Sie diese Fragen mit NEIN beantworten, dann haben Sie etwas mehr begriffen als die anderen…

  7. Mickie sagt:

    “….auch keinen Grund, an einer Sportveranstaltung zu randalieren oder gar irgendwelche Pyros zu zünden.”

    Wieder einer der Pyros und Gewalt gleichsetzt, resp. in diesem völlig verkorksten Satz, Pyros sogar als noch schlimmer als Gewalt bezeichnet. Bitte erklären Sie mir doch den Zusammenhang zwischen Pyros und Gewalt. Ich persönlich mag Pyros, sie gehören zum Fussball wie die Butter aufs Brot. Aber gewalttätig bin ich deswegen nicht. Oder wollen Sie was anderes behaupten?

    Ps. Beim Skispringen z.B. werden auch Pyros gezündet, Ausschreitungen gibt es deswegen nicht.

    • Roland Wegner sagt:

      Sie treffen mit Ihrem Kommentar voll ins Schwarze! Bin gleicher Meinung.

      • Rüdiger sagt:

        Dann mietet doch einen Fleck, wo ihr alles gesetzeskonform durchführen könnt punkto Pyros. Ich glaube dass alle auf die Pyros verzichten könnten, wenn es hiesse “Match oder Pyros”. Da wäret ihr schnell alleine da mit eurem Verlangen nach Pyros zünden. Perfid allen etwas aufzuzwingen zu wollen. Aber eben Schläger/Hools wollen den Daumen auch nicht aus dem Ar… ziehen und eine Sporthalle mit Ring mieten, wo sie sich richtig professionell auf die Fresse geben könnten. Wäre zuviel Aufwand und gewisse bekämen wohl nur auf den Rand (was halt in der Gruppe nicht so leicht passieren kann).Feige Bubis

        • Roland Wegner sagt:

          Genau so einer wie Sie, Rüdiger, kennt den Unterschied zwischen Gewalt und Pyro nicht. 1. August-, Weihnachts- und Sylvester-Feuerwerk (alle unfallfrei, wie alle Jahre) lassen grüssen. An diesen Tage lassen Kretti und Pletti Feierwerk los und keiner störts…

          • Rüdiger sagt:

            Es sind sie und ihresgleichen, welche immer schön wegschauen und damit die wahren Gewalttäter schützen. Aber hauptsache man kann ungestört bengalische Feuerwerk ablassen (ein Tool aus der Schifffahrt). Ergo man kann sicherlich mit den Füssen ein Auto steuern. Es funktioniert, aber es ist und bleibt ein blöde Idee (wie das zünden von Pyros in einer Menschenmenge). Und ich möcht ja mal all diejenigen persöhnlich sehen, die da mit Kretti/Pletti und Bünzli herumwerfen. Ich denke die meisten wäre bünzliger als ich…

        • Yumiko sagt:

          Am 1. August und anderen offiziellen Feiern ist die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen erlaubt, in Stadien nicht; die in den Stadien i.d.R. verwendeten Pyros dürften zudem nicht “zu Vergügungszwecken” verwendet werden. Es liegt an uns, die wir diese gesetzlichen Grundlagen geschaffen oder von den vorgängigen Generationen übernommen haben, diese Gebote und Verbote auch wieder zu hinterfragen, wenn sie nicht mehr sinnvoll erscheinen. Und das dürfte man meiner Meinung nach hier durchaus mal tun: Mir gefallen Pyros, sie schaffen Stimmung – am 1. August und im Stadion.

          • Roland Wegner sagt:

            Rüdiger: mich als Schützer von Gewalttätigen und Wegschauer zu bezeichnen (ohne mich zu kennen) ist ein grenzenlose Frechheit.

    • Dustin Peters sagt:

      Vielleicht nicht gewalttätig, aber gefährlich sind die Dinger allemal…Irgenwann wird mal eine Katastophe passieren, aber Du wirst es wohl auch dan nicht einsehen. Und NEIN: Pyros gehört nicht zum Fussball. Im Fussball geht es um 22 Männer die das Runde ins Eckige hauen wollen. Die Fans auf den Rampen können zwar auch zu einem schönen Erlebnis beitragen, sind aber NICHT die Hauptdarsteller (auch das haben leider einige vergessen)

    • Markus sagt:

      Seit wann gehören Pyros zum Fussball wie die Butter aufs Brot? Waren sie schon Mal in England an einem Spiel (immerhin das Mutterland des Fussballs). Zünden sie doch Mal dort eine Pyro oder in der Münchner Allianz-Arena – wünsch guten Flug aus dem Stadion!

    • spoter sagt:

      ich auch.und es war eine helle Freude beim Schwingfest zuzusehen

  8. Sportkrücke sagt:

    Ganz ehrlich: fast jede Sportart ist besser als Fussball, was die Sozialkompetenz der Spieler und Zuschauer betrifft. Da kann man fast jede Sportart nehmen, insbesondere auch Mannschaftssportarten. Als Beispiel sei Oskar Wilde zitiert:

    “Rugby is a game for barbarians played by gentlemen. Football is a game for gentlemen played by barbarians.”

    • Daniel Adler sagt:

      Precisely. Je härter die Sportart, desto aggressiver die Fans :-). But frankly, ein Vergleich zwischen Profi-Fussball und einem Eidgenössischen Schwingest ist sehr schwierig. Ich war mal an einem Schwingfest und bin vor Langeweile fast eingeschlafen. Da wird einfach stundenlang rumgesessen und viel getrunken und das Publikum ist auch gefühlte 60+. Viel Folklore und Schweizer Tradition, Heimatgefühle und heile Welt. Der Schwingkampf wird schnell zur Nebensache und richtige Spannung und Stimmung existiert auch nicht und alle haben sich lieb. Kann nicht mit Fussball verglichen werden. Sorry.

  9. Hans Nötig sagt:

    Diese Polemik von wegen Fussball und den bösen, immer präsenten und nicht zu stoppenden Hooligans ist kaum mehr auszuhalten. Fällt den gelangweilten Journalisten langsam nichts mehr besseres ein? Ah nein, die Carlos Geschichte ist ja langsam auch abgelutscht.
    Apropos Schwingen: Wie war das vor drei Jahren in Frauenfeld? Wurde da nicht auch das halbe Festgelände zerstört? Ausserdem hinkt ihr vergleich gewaltig. Im Fussball gibt es 2’000’000 Zuschauer pro Jahr und nicht nur 50’000. Im vergleich zu dieser überwältigende Zahl passiert auch im Fussball herzlich wenig.

  10. Yumiko sagt:

    Fussball ist ein Abbild unserer komplexen Gesellschaft – Schwingen hingegen Heimatverklärung. Gewaltphänomene um Fussballveranstaltungen verfügen über ein normales gesellschaftliches Mass, aber die Berichterstattung in den Medien ist deutlich überspitzt. Schwingen wird hingegen derart verklärt, dass selbst der Journalist offenbar bereits vergessen hat, was damals über das Schwingfest in Frauenfeld berichtet wurde über Schlägereien, zerstörtes Mobiliar, zerschlagene Bierflaschen. Verbreiten Sie doch da keine Märchen!

  11. hannes sagt:

    …kommt dazu, das KEIN einziger Entscheid der Schiedsrichter im Schwingsport in Frage gestellt wird! Es herrscht ein respektvoller Umgang! Sehr beeindruckend.

  12. Auguste sagt:

    hmm…, schwingen ist ja die fortsetzung des ritterlichen turnier-wettstreits in andern hosen. dem kampf mann gegen mann wohnt bei aller brutalität ja immer auch eine gewisse ritterlichkeit und viel schicksalhaftes inne. fussball dagegen ist das brachiale aufeinanderloslassen zweier horden, angefeuert von weiteren – üblicherweise – in kurven-formation aufgereihter horden. ein wunderbarer circensischer zeitvertreib, aber ohne viel ritterliches. oder fühlten sie sich schon mal ritterlich mit einer bratwurst und einem becher bier in händen? schwingervolk sind die wahren “kings of kotletts”.

  13. Magnus Svensson sagt:

    Da stimme ich 100%ig zu. Es werden im Schwingen auch keine Schiedsrichterentscheide in Frage gestellt. Auch die Einteilung, welche doch recht subjektiv gemacht wird, gab keinen Anlass zur (negativen) Diskussion. Hochachtung dem Schwingen!

    • Auguste sagt:

      hmm…, wenn du auf dem rücken mit über 100 kg auf dir drauf im sagmehl liegst, sind alle fragen beantwortet. vielleicht liegt es ja auch daran?

      • Markus sagt:

        @August: Nur liegt man nicht immer mit über 100 kg drauf auf dem Rücken, bzw. bleibt so liegen. Manchmal geht es sehr schnell und es ist nicht sooooo klar und eindeutig ob einer mit beiden Schultern unten war oder nicht.

  14. Sportfreund sagt:

    Der Unterscheid liegt vorallem daran, dass das Schwingen keine Sportart ist, die Massentauglich ist und daher ja auch nur alle 3 Jahre einem breiteren Publikum vorgestellt wird. Dabei geht es 90% der Leute ja gar nicht ums Schwingen, da man eh nichts sieht im “Stadion”. Und es sind vorallem Leute, welche sich sonst kaum aus dem Haus oder eigenen Dorf trauen.
    2013 Eigentlich O.K. leider war das Ganze nur eine Aebi Show. Wäre Schwingen überall mit echter Meisterschaft jedes Wochenende, hätte wir Doping, Krawalle, etc. etc. ähnlich wie im Eishockey, welches zum Glück auch nicht ganzjährig ist.

    • Schwingfreund sagt:

      Wenn ich Ihren Kommentar so lese, muss feststellen, dass Sie nie an einem Schwingfest waren. Ich darf Ihnen versichern, dass die Sicht von den Tribünen der Arena sehr gut ist. 90% der Leute geht es wohl ums Schwingen, sonst wäre das Stadion nicht voll. Uebrigens findet Schwingen an jedem Wochenende vom Frühling bis Herbst statt und überall geht es friedlich zu. Es gibt zwar keine Meisterschaft, aber wenn Sie sich für Schwingen interessieren würden, wüssten Sie das es eine Punkte Rangliste gibt, welche wöchentlich angepasst wird und zum Ende des Jahres der beste Schwinger einen Preis erhält.

    • Berner Urs sagt:

      Hallo Sportfreund. Schwingen findet ALLE Wochenende statt. Landesweit sind sogar wesentlich mehr Schwingfeste als Fussballmeisterschaftsrunden. Nicht Massentauglich? Gibt es je an einem Fussballspiel in der Schweiz über 50’000 Zuschauer? 900’000 Zuschauer am TV?

      • Sportfreund sagt:

        + @Schwingfreund
        Natürlich ist es nicht Massentauglich. Es gibt nur regional ein paar Austragungen. Nur alle 3 Jahre kommt für knapp 2 Tage etwas davon im Fernsehen. 2/3 der Eintritte waren von Sponsoren, der Rest der Jugendlichen ging einfach ein eine grosse Bierschwemme. Dann kennt niemand die Regeln und diese werden sogar direkt am Turnier vor dem letzten Entscheidenden Gang so gemacht dass noch ein bisschen Spannung aufkommen kann. — Was sollte daran die Masse interessieren ??? Da ist sogar Dart interessanter !!! Da auch da fast nur Grosse und Dicke mitmachen und komisch angezogen sind.

        • Sponge sagt:

          @Sportfreund
          Nur Grosse und Dicke?! Dir ist schon bewusst, dass die meisten Schwinger bessere Athleten als die schweizer Profifussballer sind. Wahrscheinlich nicht! 90 Minuten irgendwelchen schönfrisierten Weicheiern zuzuschauen finde ich persönlich auch nicht extrem spannend.

        • Schwingfreund sagt:

          Lieber Sportfreund
          2/3 der Karten gehen an die Mitglieder der Schwingerverbände in der Schweiz und nicht an Sponsoren. Sponsoren haben nur rund 7000 Karten erhalten. Wer sich für das Schwingen interessiert kennt die Regeln und diese nicht auch nicht schwer, das sollten sogar Sie verstehen. Es hat 2013; 53 Schwingfeste gegeben, da können Sie nicht von ein paar regionalen Austragungen reden. Zumal 20 davon einen Zuschauer Durchschnitt von 3000 haben. Was das Fernsehen betrifft SRF Sportpanorama berichtet jeden Sonntag über ein Schwingfest. TELE 1 bringt jeden Sonntag nach den Nachrichten 30min.

  15. Berner Urs sagt:

    Wahrlich beeindruckend wie da über 50’000 Zuschauer friedlich beisammen sein können! Pfiffe werden sofort gestoppt. Das Sackmesser muss nicht eingezogen werden bei den Eingängen. Kann also benutzt werden für zum Käse, Wurst und Speck schneiden. Ohne Angst, dass es sonst wie gebraucht würde! Da sind die wahren Werte einer Sportveranstaltung im Vordergrung.

  16. Berner Urs sagt:

    Und noch zur Fairness. Wo sieht man solche sportliche Gesten? Beispiel? Chrigu Stucki’s Gratulation nach seiner Niederlage-
    Zenger Nick bei seinem “Sieg” gegen Bieri, 2 Sekunden nach Gangende. Sofort winkt er ab und signalisiert dem Publikum dass sein Wurf ausserhalb der Zeit erfolgte. Stellt Euch ein Fussballer vor…. der ein Tor schiesst, 2 Sekunden nach Abpfiff….
    Ich sah auch keine ausflippende Schwinger bei der Notenvergabe nach einem Gang, wen diese nicht seinen Vorstellungen entsprach. Einfach grossartige Fairness!

  17. Patrick sagt:

    Nur mal am Rande: man kann als Gegenbeispiel zum Fussball auch mal den Schützensport erwähnen. Bei den kantonalen Schützenfesten oder z.B. dem Feldschiessen geht es äussert friedlich und diszipliniert zu, obwohl tausende von Frauen und Mänern mit Gewehren (!!) zugegen sind. Keine Randaliererei, keine Streitereien und keine Diebstähle. Aber da der Schiesssport heutzutage nicht mehr salonfähig ist, wird darüber nie berichtet.

    • Markus sagt:

      Was ist daran Sport? Sport setzt für mich eine minimale körperliche Betätigung voraus, die leichte Krümmung des Zeigefingers und das anschliessende Bierstemmen zähle nicht dazu. Ausser man fährt mit dem Rad zum Schiessstand, das gibt Bonuspunkte.

  18. Christian Zimmermann sagt:

    Lieber Herr Ruch

    Sie scheinen an Altsheimer zu leiden, wenn Sie behaupten an Schwingfesten kommt es nie zu Randale und ungesittetem Verhalten!

    Beispielsweise am Eidgenössischen Schwingfest 2010 in Frauenfeld wurde übelst gewütet und hunderte von Festbänken gingen zu Bruch!
    http://www.blick.ch/news/schweiz/ostschweiz/das-eidgenoessische-hat-ein-nachspiel-id57894.html

    Bitte lassen Sie doch die billige Polemik auf Kosten der Fussballfans!

    Fakt ist Schweizer Fussballstadien sind sehr sicher und Ausschreitungen die absolute Ausnahme!
    Wenn es zu unschönen Zwischenfällen kommt, dann am Eingang!

    • K Venic sagt:

      Fakt ist, dass mich die Fussballspiele in Zürich jedes Jahr einiges an Steuerfränkli kosten, da ein riesiger Sicherheitsapparat für jedes Spiel bereitgestellt werden MUSS ….

      • Holger S sagt:

        Das ESAF kostet die öffentliche Hand ca 4 Millionen Franken. So viel dazu….

      • Pedro sagt:

        Na, Herr Venic, klar kosten die Polizisten etwas, allerdings, -wie war der Betrag, 80 Millionen? Die das Opernhaus jährlich kosten? Das heisst sie sponsern jedem Operhausbesucher das Ticket mit mehreren Hundert wenn nicht Tausenden von Franken. DAS zahlen sie gerne? Der Pereira hatte einen Lohn von 1 Million Franken. Das zahlten Sie gerne?
        Übrigens, nur bei den Hochrisikospielen gegen Basel und GC (als FCZler) ist wirklich ein Grossaufgebot anwesend, gegen Thun, Lausanne, etc. sind nicht wirklich viele Polizisten vor Ort.

  19. Dampf Hans sagt:

    ich mag schwingen sehr, besuche regelmässig feste und war auch in burgdorf zwei tage zugegen. gleichzeitig mag ich fussball, habe ein saisonabi und fahre wann immer möglich an die auswärtsspiele meines teams. die beiden sportarten bezüglich zuschauern zu vergleichen resp. gegeneinander auszuspielen ist schlicht hirnrissig und die ewigen vergleiche nerven in etwa so stark, wie wenn vorgemacht wird, dass das hooligankonkordat ein zielführendes mittel ist. dass rein vom verhalten auf dem platz die fussballer den schwingern durchaus das eine oder andere abschauen könnten, da gehe ich aber einig.

    • Chris Chelios sagt:

      Danke für diesen Beitrag. Mir geht dieses Gegeneinander Ausspielen zweier grundverschiedener Sportarten, welches neuerdings nach jedem Eidgenössischen praktiziert wird, sowas von auf die Nerven. Man kann Äpfel und Birnen nun mal schlecht vergleichen und mancher wäre erstaunt wieviele Fans beide Sportarten verfolgen. In 3 Jahren dürfen wir uns dann das Geplärre von Neuem anhören.

  20. René Grossenbacher sagt:

    Wer sich – aus dem Gleichgewicht gebracht – hinfallen lässt hat ein kleineres Unfallrisiko, als jener welcher sich auf Teufel komm raus auf den Beinen halten will. Kein Schiedsrichter ist in der Lage mit Sicherheit zu sagen ob es ein Foul war oder nicht. Was ist zu tun? Im angenommenen Fall, dass der Schiri ein Foul pfeift obwohl es keines war, sollte der gestürzte Spieler dem Unparteiischen signalisieren, dass es nicht gefoult wurde. Natürlich ohne Konsequenzen mit “Gelb” oder “Rot”. Solche Sportlichkeit wäre im Schwingen wohl möglich oder gar gegeben und würde dem Fussball wohl anstehen.

  21. Petter sagt:

    Die heutigen Situation ist so, weil zuviel Geld im Spiel ist. Die Spiele der 1. Liga Promotion weisen frappante Ähnlichkeiten mit einem Schwingfest auf,weil es nun mal um den Sport und nicht um das Geld geht.
    Sozusagen kann man nur festhalten, dass die Initiative 1:12 entgegen den Anweisungen von Herrn Sepp angenommen werden sollte.

    • Paul Müller sagt:

      Hier irgendwelche Analogien zur pubertärsozialistischen 1:12 Initiative zu suchen, die den Geist des 19. Jahrhunderts atmet, ist doch eher peinlich.

      Schlimm, dass man überhaupt ernsthaft über 1:12 diskutiert – diese Initiative hat eine Abfuhr in der Grössenordnung von mind. 80% und eigentlich ein mediale Ignoranz verdient, nichts anderes.

  22. Philipp Schaller sagt:

    Ein Stadion voll Bauern und Möchtegernbauern – kuschlig und ulkig, aber ausserhalb dieses alle paar Jahre inszinierten Spektakels hat das mit der Schweiz wenig zu tun.

  23. Hans Füglistaller sagt:

    Peinlich, Herr Ruch, peinlich.
    Was Sie da alles probieren hineinzuinterpretieren. Keine Schlägereien? Ja genau, in Frauenfeld 2010 gab es natürlich keine Schlägereien, keine Randale nichts. Peinlich.

  24. DAM sagt:

    Nur mal am Rande: Der Modus bzw. das Regelwerk im Schwingsport ist teilweise schlicht kurios.

    Man stelle sich folgendes vor:
    Der FCB führt eine Runde vor Meisterschaftsende uneinholbar mit 4 Punkten Vorsprung auf YB. Nun wird beschlossen, dass der FCB die letzte Runde nicht bestreiten darf und YB somit die Gelegenheit hat wieder bis auf 1 Punkt heranzukommen. Danach kommt es zu einer Finalissima zwischen dem FCB und YB um den Meistertitel.

    Undenkbar im Fussball, aber Tatsache am Schwingfest vom letzten Wochenende (mit Sempach als FCB und Stucki als YB).

  25. Tarn sagt:

    Und die Schlägereien in der Nacht vom Freitag auf Samstag welche ich aus sicherer Distanz beobachtet habe? Aha, alles friedlich? Naja… Wenn man etwas vergleicht und in einem Text veröffentlicht müsste es schon der Wahrheit entsprechen und die ist da nicht zu 100% niedergeschrieben. Aber von diesem Verfasser überrascht mich nichts mehr… Vermutlich war er zu dieser Uhrzeit bereit zu Hause im Bett und freute sich diebisch dass er mal wieder gegen die Fussballfans “schiessen” darf!!

  26. michael sagt:

    bei dieser anfrage werden äpfel mit birnen verglichen. allein schon die zielrichtung dieser sportart ist unterschiedlich. beim fussball geht es um geld, viel geld und beim schwingen um die ehre. allein diese faszinierenden 10sec nachdem stucki verloren hat machten deutlich, was schwingen für eine sonderstellung hat. soetwas findet man nirgends sonst wo. weiter spielen beim fussball immer nur 2 mannschaften. es fällt leicht für die einen oder nicht für die anderen zu sein. beim schwingen dagegen hats viele teams. Geschwungen wird in so einem Umfang alle 3 Jahre, Fussball ist fast täglich.

  27. Markus sagt:

    Nun Herr Ruch der Artikel ist interessant aber ev. auch etwas überzogen. Schlägereien unter Besoffenen gibt es auch am Schwingfest wie hier treffend schon geschrieben wurde. Und wie war das noch einmal im Schlussgang als man die Zuschauer ermahnen musste nicht zu pfeiffen? Wie war im Tagi zu lesen der Knatsch der Verbände mit Strafanzeigen und Gezicke? Der Schwingsport wird durch den Kommerz verdorben. Schon heute gibt es Neid und Missgunst und dieser dürfte nicht weniger werden wenn es immer mehr Profisportler unter den Schwinger gibt und viel Geld im Umlauf ist…

  28. Christoph Meier sagt:

    Wie war das schon wieder? Vor 3 Jahren am Eidgenössischen Schwingfest in Frauenfeld gab es eine Massenschlägerei, die seinesgleichen im Fussball sucht und bisher nicht gefunden hat… Selten dämlicher Artikel!!

    • Dustin Peters sagt:

      Was für eine Massenschlägerei?????
      Ja es gingen Bänke und Tische zu Bruch darauf kann und darf man nicht stolz sein. Letztendlich richten sogen. Fussballfans in der CH bei 5000 Matchbesuchern den grösseren Schaden an….

  29. Suter Marcel sagt:

    Ich bin, auch als bodenständiger/eher konservativer Mensch, kein grosser Schwingfan. Aber ich finde es super-das solche Grossanlässe im allgemeinen auch OHNE Probleme über die Bühne gehen. Ein Überlegungsfehler ist aber in diesem Artikel passiert: es muss klar zwischen Mannschaftssport+Einzelsport unterschieden werden.Bspw. beim Tennis gibts auch keine Ausschreitungen wenn Federer verliert/gewinnt.Der Fussball-Fan ist Fan eines Klubs+nicht eines Einzelnen Spielers (die wechseln ja laufend). Die Identifikation ist ungleich höher(+normalerweise lebenslang!!), die Rivalität (bspw.ZH-BS)hoch usw.

  30. Hans Schuler sagt:

    Die Trainer und Sportchefs im Fussball und Eishockey sollten sich das Verhalten gegenüber den Schiedsrichtern im Schwingsport zu Gemüte führen. Was Sie vorführen spottet jeglicher Vernunft und Anstand und ist das Spegelbild für das Benehmen der ganzen Mannschaft.

    • E. Schönbächler sagt:

      Die allermeisten Trainer und Sportchefs im Fussball und Eishockey verhalten sich gegenüber den Schiedsrichtern anständig. Und auch im Schwingsport gibt es ab und zu heftige Diskussionen um die Notengebung oder Knatsch zwischen den Funktionären (z. B. der Streit zwischen E. Schläpfer und seinem Neffen J. Abderhalden).

  31. Armando sagt:

    Schöner Ansatz, aber nicht zu vergleichen. Fussball ist ein Mannschaftssport. Im Tennis oder ähnlichem (Einzelsport) sind Ausschreitungen auch nicht die Regel. Im Teamsport (Fussball, Eishockey, Volleyball, etc.) hingegen schon. Die Verbundenheit und Emotion zu einem Athleten ist nicht die gleiche wie die zu einer Institution (Verein). Auch innerhalb ist das der Fall. Wird mein Mitspieler gefoult ist es nicht gleich wie wenn man meine Königin im Schach schlägt. Es kommt nicht die gleiche Emotion auf. Möchte hiermit aber jegliches Fehlverhalten von Zuschauern oder Spielern nicht entschuldigen.

    • Dustin Peters sagt:

      Glaub mir Armando, Schwingen ist mehr Team-Sport, als es auf den 1. Blick scheint…

    • E. Schönbächler sagt:

      Volleyball und Ausschreitungen? Da muss aber die Zürcher Polizei für die morgen startende Frauen-EM Verstärkung anfordern… Am besten bei der Schweizergarde im Vatikan.

  32. dominik fischer sagt:

    Wer stellt sich denn im Fussball gegen die überbordende Kommerzialisierung?
    Wenn man sich vielleicht ein ganz klein wenig mit der Thematik befassen würde, käme man darauf, dass es die Fans in den Kurven sind und würde sogar zum Schluss kommen, dass die Pyros auch ein Ausdruck gegen diese Entwicklung sind, in der man sich vorschreiben lassen muss wann man wie und wo brav zu applaudieren hat. Aber das wäre ein wenig viel verlangt. Ich habe übrigens gar nichts gegen Schwingen, zumal ich auch schon aus Schwingerkreisen selbst kritische Stimmen zum Eidgenössischen als Party- Sauffest gehört habe.

  33. Daniel Castro sagt:

    Wie könnt ihr bloss Fussball- und Schwingerfans vergleichen. Ein Fussballfan fiebert das ganze Jahr hindurch mit seiner Mannschaft. Geht durch dick und dünn und das über Jahre hinaus. Die Beziehung ist viel intimer, wie in einer Partnerschaft. Und wie es halt so ist in einer Partnerschaft, fliegen halt mal die Fetzen.
    Und nur weil ein paar unreife, halbstarke Möchtegern-Hooligans immer wieder ausrasten, muss sich jetzt der Fussball am Schwingen ein Vorbild nehmen?

  34. Georg Stamm sagt:

    Der Fussball könnte vom Schwingen extrem viel lernen. Das wird aber nicht passieren. Denn Fussballer wird man hauptsächlich, weil man schnell Kohle machen will. Und die Fussballwelt wird durch korrupte Leute dirigiert und manipuliert. Und Millionen spielen mit. Weshalb also etwas ändern, verbessern ?

  35. Pedro sagt:

    Grundsätzlich gehe ich ja einig mit dem Komentar des Schreibers. Trotzdem sollte nicht jeder meinen an einem Schwingfest sei alles Friede, Freude, Eierkuchen. Wie schon mehrfach erwähnt gibt es auch an einem Schwingfest Schlägereien, Pöbeleien etc.

    Es ist ähnlich wie bei der WM in Deutschland, die Medien verschweigen Randale und Schlägereien an einem Schwingfest. An einem Fussballspiel wird aber aus einem Furz ein Giftgasangriff, rufen und schreien wird als immer als Pöbelei ausgelegt, egal was gerufen wird und die Polizisten vor Ort wollen auch endlich mal einem eins aufs Maul geben.

  36. Maiko Laugun sagt:

    Ich stelle mir gerade vor, wie Trottel von Fussball Hooligans zur Strafe ins Sägemehl geschickt und dort z.B. von einem Stucki mit seinen 150 Kg Gewicht zu Boden gedrückt werden und dann wochenlang mit mindestens geprellten Rippen keinen Unfug mehr anstellen könnten. Zu schön, dieser Gedanke!