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Eine neue Zeitrechnung

Thomas Kobler am Montag den 2. September 2013
FCB-Spieler Taulent Xhaka während des Spiels gegen Ludogorez, 27. August 2013. (Keystone/Georgios Kefalas)

Die Qualifikation für die CL-Gruppenphase spült viel Geld in die Kasse: FCB-Spieler Taulent Xhaka (M.) während des Spiels gegen Ludogorez, 27. August 2013. (Keystone/Georgios Kefalas)

Mit dem Sieg des FCB am vergangenen Dienstag begann für den Schweizer Fussball eine neue Zeitrechnung:  post Ludo(gorez). Die rund 20 Millionen aus der anstehenden Champions-League-Gruppenphase, die sich im Erfolgsfall noch deutlich erhöhen könnten, verschaffen dem Club vom Rheinknie eine nie dagewesene Beinfreiheit. Er hat Geld, viel Geld, und die hiesigen Konkurrenten haben praktisch keins. Einige unter ihnen nicht einmal ein – aus ihrer Sicht – zukunftstaugliches Stadion oder tragfähiges Konzept. Blickt man noch etwas weiter voraus, könnte sich der Graben zwischen den Baslern und dem Rest der Liga sogar noch weiter verbreitern und vertiefen. Die Konsequenzen daraus sogar «Undenkbares» bewirken.

Falls der FCB diese Saison auch den Meistertitel erringen würde, könnte die Konstellation, dass die Schweiz auf Platz 13 der relevanten UEFA-Länderwertung liegt, dazu führen, dass sich der Schweizer Meister durch Nachrücken auf 12 direkt für die nächste Champions-League-Gruppenphase qualifizieren würde. Vorausgesetzt der europäische Champion 2013/14 erreicht in seiner Liga ebenfalls einen der Plätze, die zur direkten Qualifikation für den nächsten Wettbewerb berechtigen. Wieder hätte man einen ähnlichen Betrag auf sicher. Mit Blick auf die üblichen Verdächtigen ist diese Wahrscheinlichkeit  fast schon Sicherheit. Damit liesse sich theoretisch die teuerste Basler Mannschaft aller Zeiten zusammenstellen und finanzieren. Die nationale Konkurrenz in der jetzigen Form bliebe wohl auf Jahre abgeschlagen und relativ aussichtslos hinter dem FCB zurück.

In Fussball-Zürich wären die zu erwartenden Erschütterungen so stark, dass wahrscheinlich sogar die Mauer zwischen dem FCZ und dem GCZ nicht nur ins Wanken käme, sondern sehr wahrscheinlich massiv zu bröckeln begänne. Alleine käme man wohl mit den verfügbaren finanziellen Mitteln praktisch nie mehr in die Nähe des Meistertitels. Die «undenkbare» Fusion würde unausweichlich, um nicht in der Bedeutungslosigkeit oder sogar ganz zu verschwinden. Am Ende schaffen wirtschaftliche Realitäten immer Tatsachen – überholte Traditionen oder Emotionen hin oder her.

Der Basler Mohamed Salah im Zweikampf mit YB-Spieler Scott Sutter, 1. September 2013. (Keystone/ Gerogios Kefalas)

Wie lange wird YB noch mit Basel mithalten können? Im Bild: Der Basler Mohamed Salah im Zweikampf mit YB-Spieler Scott Sutter, 1. September 2013. (Keystone/ Gerogios Kefalas)

Beim gestrigen Gegner Young Boys wäre man wieder gezwungen massiv aufzurüsten, um künftig der letzte halbwegs ernsthafte Widersacher der Basler zu bleiben. Nur mit der Fähigkeit Schweizer Meister zu werden, und dann auch in der Champions League ab und an direkt die Gruppenphase und die damit einhergehenden Prämien zu erreichen, liessen sich grössere und äusserst riskante Investitionen in den Berner Fussball überhaupt rechtfertigen. Alle andern Vereine müssten sich damit abfinden, bestenfalls um die Europa-League-Plätze zu spielen, was der Gesamtattraktivität der Liga bei der Vermarktung – SRF-Stichwort «Dorftheater» – gewiss nicht weiter zuträglich wäre.

Der gestrige vier Minuten netto dauernde Konkurrenzkampf um die Herrschaft in der Super League gab einen ersten Vorgeschmack. Möglicherweise eines der letzten Spiele, in dem die beiden Teams mit einigermassen gleichwertigen Spielern aufeinander losgehen konnten. Tritt das oben Skizzierte ein, dann gibt es für den FCB in naher Zukunft nur noch internationale Herausforderungen – alles Hiesige würde dann nur noch zu Pflichtterminen, die es so ökonomisch wie möglich abzuhaken gälte. Die nächste Stufe der Basler Zielsetzungen wäre dann die Fähigkeit, regelmässig die europäischen Finalrunden zu erreichen und das mit Chancen.

Wird der mögliche Quantensprung des FCB die Fussball-Landschaft hierzulande bald umpflügen, Sportsfreunde?

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54 Kommentare zu “Eine neue Zeitrechnung”

  1. Martin Feld sagt:

    Nun ja, so linear und einfach wird das kaum ueber die Buehne gehen…siehe letztes Jahr: Da ist GC knapp am Double vorbei, von Null auf Hundet, mit deutlich kleinerem Budget und jungen Spielern. Voellig unerwartet. Zudem: Spieler sind Menschen, wie auch Trainer und Clubleitung, und keine Roboter.

  2. Rudinho sagt:

    Wie hats gestern in der Muttenzerkurve geheissen: “Ihr im Saagmähl, mir ufem Rase”. Ich hoffe das bleibt noch lange so und Geld wird vieles möglich machen. Aber auch GC hat es bspw. mit den damals besten Schweizer Spielern in die Auf-/Abstiegsrunde geschafft. Geld ermöglicht vieles aber eine funktionierende Mannschaft garantiert es nicht.

    • Ruedi Meyer sagt:

      GC ist sogar einmal abgestiegen, weil der legendäre Fredy Bickel im letzten Spiel einen Penalty verschoss. Sie haben dann mit dem selben Kader in der Nationalliga B sämtliche spiele gewonnen, sind logischerweise postwendend wieder aufgestiegen um ebenfalls postwendend Schweizermeister zu werden.

      Der ebenso legendäre FCZ-Präsident “Stùmpè-Näägèli”, vor dem ich als FCB-Fan immer grosse Achtung hatte, wollte ja seinerzeit Zürich-United gründen. Der damalige Bonzen-Club Grasshoppers Club Zürich, war sich jedoch dafür zu schön.

  3. E. Schönbächler sagt:

    War das jetzt Kaffeesatzlesen oder haben Sie in ihre Glaskugel geschaut Herr Kobler?

    • TK sagt:

      Natürlich Kaffeesatzlesen, E. Schönbächler. Die Glaskugel-Akrobaten schreiben fast alle für die “Glückspost” und das wäre mir dann doch zu analytisch und zu nahe bei den Tatsachen.

    • TK sagt:

      Kaffeesatzlesen mit Aszendent Grasshopper, Herr Schönbächler.

  4. Peter Egli sagt:

    Diese Kluft ist ja nichts Neues – fast in jeder Europäischen Liga ist das ja schon so, nur sind es da 2 oder mehrere Klubs die dieser Elite zugehören. Real/Barca, Bayern, ManU/City/Chelsea/Arsenal, Juve/Milan etc. Mit der Zeit wird es dann wahrscheinlich zu einer Europa Liga führen, der diese Klubs angehören, die viel attraktiver ist als sich mit der zweiten Garnitur im eigenen Land zu messen. So ähnlich wie in der NHL und allen anderen Amerikanischen Sportarten, wo Mannschaften nicht mehr Auf- oder Absteigen.

    • Fritz sagt:

      Das hoffe ich als FCB-Fan ehrlich gesagt nicht. Ich finde es auch heute noch reizvoller Basel-Zürich zu sehen, als Basel-Chelsea. Ich habe da bedeutend mehr Emotionen…
      Ich finde es schon toll auch mal Top Clubs bei uns zu sehen und zu schauen wie sich die Jungs dann schlagen. Auf die dauer aber ist das langweilig. Ein Teil der Attraktion des FCB ist für mich die Rivalität mit meinen Freunden aus Bern, Zürich und St.Gallen…

      • Peter Egli sagt:

        Mir gefällt eine ausgeglichene Schweizer Liga auch besser, aber wenn dann eine Mannschaft wie Basel so dominant wird, dass sie 80-90% dieser Spiele gewinnt, ist das vielleicht aus Sicht der FCB-Fans noch lustig, aber wohl weniger für die Freunde aus Bern und Zürich. Noch sind wir nicht soweit, aber diese neue ‘Zeitrechnung’ scheint unaufhaltsam wenn das gute Geld das Sagen hat.

  5. Dave sagt:

    Alle sagen immer, es sei super für den Schweizer Fussball, dass Basel sich für die CL qualifiziert. Ich sage schon lange, dass es in erster linie einzig und allein für den FCB gut ist und nicht für alle anderen. Im Gegenteil: wie im Arktikel beschrieben, wird Basel mächtiger und mächtiger, dank den sportlichen Erfolgen kommt auch das viele Geld, das haben sie sich ja auch verdient. Das Problem ist dann aber eben, dass sie keine Konkurrenz mehr haben. Leider sehe ich so für die attraktivität der Liga nur schwarz! Das ist dann die Kehrseite der Medaille.

    • Daniel Hofstetter sagt:

      Die Früchte dafür, dass Basel seit Jahren erfolgreich international Tätig ist, dürfen nun auch andere Vereine davon profitieren. Stellen Sie sich vor, YB, oder der FCZ könnte sich als gesetzte Mannschaft durch die CL quali kämpfen. Andere Clubs müssen sich das langsam erarbeiten. Das GC in diesem Jahr ungesetzt durch die Quali musste war ein grosser Nachteil. In diesem Jahr können 3 schweizer Mannschaften daran “arbeiten”, dass wir künftig immer 1 Mannschaft sicher in der CL haben und die 2. evtl. mit guten Voraussetzungen dir Quali bestreiten darf. Das muss die Zukunft sein!

      • sepp z. sagt:

        und der st.gallen hats geschafft, gegen eine mannschaft die ein x-faches budget hat. soviel zum alleinseligmachenden geld…

    • Peter sagt:

      Nun, wenn man sich bewusst ist, dass der FCB vor noch nicht all zu langer Zeit in der seinerzeitigen Nationalliga B gespielt hat, dann kann dies andern Klubmannschaften auch Mut geben. Was es braucht, um erfolgreich zu sein, sind vier Dinge: 1. Ein tolles Fussballstadion 2. Einen langfristig-orientierten Geldgeber (beim FCB war und ist das Gigi Oeri) 3. Eine professionelle Geschäftsleitung (keine Einzelpersonen/Selbstdarsteller) 4. Eine lokale Fussballkultur, die garantiert, dass an jedem Spieltag 20 – 30’000 Zuschauer ins Stadion kommen. – YB und FCZ/GC könnten das evtl. auch erreichen…

  6. Sophia sagt:

    Viel Geld und die Möglichkeit, teure Spieler zu kaufen machen noch lange keine gute Mannschaft aus. Die Chemie unter den Spielern muss stimmen. Die Lust, zusammen etwas zu reissen.., . Wenn dann noch individuelle Qualitäten und Erfahrung dazu kommen, und eine intelligente Clubführung, die weise Entscheidungen trifft und die Finanzen klug verwaltet, sind nach oben (fast) keine Grenzen gesetzt. Aber diese Mischung ist nicht einfach hinzubekommen.
    Das Problem beim FCB ist, dass jedes Jahr die besten Spieler weggekauft werden und sich die Mannschaft immer wieder neu finden muss.

    • James sagt:

      Genau das wird beim FCB eben gesucht und umgesetzt: die richtige Mischung, damit die bestmögliche Mannschaft entsteht. Dass bei solchen Versuchen etwas schief gehen kann (siehe Fall Bobadilla), ist nur menschlich. Auch wenn dem FCB die guten Spieler weggekauft werden, spielt die Mannschaft seit x Jahren IMMER um die Meisterschaft und ist in den letzten 5 Jahren international dabei (sei es in der CL oder dann in der EL).

  7. Fritz sagt:

    Nun ja, ich denke nicht, dass die Kluft noch derart viel grösser wird. Fakt ist, dass Basel nun die letzten Jahre dank Transfererlösen und CL/EL auch wirtschaftlich stabil dasteht. Basel hat aber auch ein Strukturdefizit von 10 Millionen. Letztlich bedeutet dieses Geld eine Absicherung um in weniger erfolgreichen Zeiten nicht in finanzielle Nöte zu geraten (siehe FCZ).
    Wenn man Heusler hört und die Mannschaften des FCB der letzten 4 Jahre studiert sieht man, dass massvoll investiert wurde. Das Geld garantiert nicht den Titel sondern, dass Basel jedes Jahr um selbigen spielen kann.

  8. Rudi Buchmann sagt:

    Das klingt alles nach Neid. Es ist doch überhaupt noch nicht klar, ob der FCB wieder Meister wird. Auf jeden Fall freue ich mich auf die CL.

  9. Daniel sagt:

    Das Beste, das dem Schweizer Fussball passieren koennte, ist ein Anschluss an die verschiedenen Ebenen der Bundesliga. Konkurrenz belebt das Geschaeft und bringt neue finanzielle Mittel

  10. Peter Waldner sagt:

    Ein wohl bedeutender Teil des Geldes geht in die Ausbildung der Jugend. Der “Campus” steht, aber jetzt muss er mit “Leben” gefüllt werden; das kostet erst einmal. Dann wird es immer so bleiben, dass der FCB eine Art “Durchlauferhitzer” für junge, talentierte Spieler sein wird, der – wie gehabt – jedes Jahr sozusagen “das Rad neu erfinden” muss. Insofern ist die Schlussfolgerung im Artikel wohl sehr übertrieben; letztlich wird dem FCB auch in Zukunft der Erfolg nicht geschenkt – vielmehr dürfte er von ihm gejagt werden!

  11. UpTheArse sagt:

    Schlechtester Steilpassblog den ich bis heute gelesen habe, falls dies wirklich Ernst gemeint ist. Dass die Gleichung Geld=Erfolg nicht aufgeht dürfte jedem Fussball Kenner bekannt sein. Dafür braucht es noch andere Variablen wie Stabilität im Verein, Transferpolitik, Nachwuchsförderung, Trainer, Teammischung, etc. Basel hat die richtigen Variablen mit Hilfe von Oeris Geld eingesetzt (im Gegensatz zum FCZ und YB). Und nur allein deswegen wird Basel schwer zu schlagen sein in mittlerer Zukunft. Aber im Fussball kann es schnell gehen, alles ist möglich und dass ist das schöne am Fussball!

    • Quassler sagt:

      Sagen wir geld und ein gutes management…schauen sie mal bayern, barca, real, manu, … an… Es sind immer dieselben clubs … Diejenigen mit den relativ sehr grossen budgets

  12. Thomas Bieri sagt:

    Tönt auf den ersten Blick schrecklich. Ob es aber so kommt ist fraglich. Schliesslich müssen die zusammengekauften Spieler auch miteinander funktionieren. Und dann muss das Geld auch noch geschickt angelegt werden. Gab schon einige Beispiele, wo CL Teilnehmer aus kleineren Ländern (z. B. Norwegen) das Geld mit vollen Händen ausgaben und plötzlich nichts mehr da war.

    Und mehr Geld kann ein Fluch sein. Will GC Spieler X kaufen, kostet dieser 1 Mio. Zeigt YB sein Interesse, dann steigt sein Preis auf 2 Mio. Sobald aber der “reiche” FC Basel kommt, werden dann plötzlich 5 Mio verlangt…

    • Steiger Arthru sagt:

      Thun und der FCZ waren auch in der CL, doch nachhaltig investiert wurden die Millionen nicht. Beim FCZ ist neben dem Nichts sogar noch ein Finanzloch übrig geblieben. Anscheinend läuft beim FCB eben doch das Eine oder Andere anders und besser.

  13. Armando sagt:

    Naja. Grundsätzlich sind für die Schweiz ja zwei CL-Plätze vorhanden. GC hätte mit etwas mehr selbstvertrauen gegen Lyon diesen Schritt auch machen können. Das würde bedeuten, dass Grundsätzlich zwei Mannschaften von den Geldern der CL profitieren würden, sofern man gegen ausländische Topclubs spielt wie man das ja auch teilweise gegen Basel macht. Ohne Angnst vor der eigenen Leistung. Und würde sich die restlichen Clubs der Schweiz auch regelmässig für die EL qualifizieren würde mehr Geld in die Kasse kommen und man hätte mehr Selbstvertrauen im Kampf gegen die “Grossen” aus Europa.

  14. Reto B. sagt:

    Nun, das europäische Geschäft ist Segen und Fluch zugleich. Die zusätzlichen Millionen dürfen auch eingesetzt werden um ein breiteres Kader zu kaufen. Momentan ist Basel ja nicht weit vorne und erster. Und im Fussball kommt es manchmal ganz anders als man denkt. Zumindest der Cup bleibt immer interessant. Und nicht zuletzt muss man festhalten, dass sich Basel dies zum allergrössten Teil selbst erarbeitet hat, die Punkte aufm UEFA Koeffizient kommen hauptsächlich vom Rheinknie. Und sie werden schon nicht Meister, wartet auf die 93. Minute… Gruess us Züri

  15. Chris Chelios sagt:

    Ist ja schon seit Jahren so. Ob die Kluft jetzt 20, 30 oder 40 Mio. beträgt, spielt dann auch keine grosse Rolle mehr. Irgendwann wird auch diese Zeit ein Ende haben und ein anderer Klub wird das Ruder übernehmen. Mit dem Kaffeesatz lesen ist es im Fussball sowieso so eine Sache. Oder ist das nicht der selbe Blogger der schon nach dem 2. Spieltag wusste, wer in der NLA diese Saison oben und unten spielt? Und meinte der FCSG wäre dann im Fall im unteren Teil 🙂

  16. Fritz Mauti sagt:

    Bravo FC-BASEL…ihr zeigt der Schweiz wo’s durchgeht wobei ich Euch erinnern moechte, dass das MARKETING bei soviel Geld und guten Spielern sehr wichtig ist. Der FC-BASEL in der Zeit von Helmut Benthaus war ebenfall’s gut und ich hoffe und vertraue das des FC-BASEL sich diesmal besser Vermarktet! Was die anderen CH-Club’s machen…nehmt euch ein Beispiel und INVESTIERT in die Jugend!

    • Mäse sagt:

      GC hatte jahrelang die beste Jugendabteilung der Schweiz, hat als erster Club das Profitum eingerichtet, hat als erster Klub die Fussballlehre eingeführt etc. Und dann beging man Fehler…

  17. Sam Müller sagt:

    Glücklicherweise gewinnt im Fussball nicht immer der, der über grössere finanzielle Mittel verfügt. Basel setzt die vorhandenen Mitel gut ein – man wird auch weiterhin Transfergewinne generieren (müssen). Die anderen Vereine können von Basel noch das eine oder andere lernen. Wobei unsere Liga in meinen Augen derzeit stärker ist als je zuvor. SG und Thun haben es geschafft, mit geringen Mitteln breite (!!!) Kader zusammen zu stellen. Die Kader von YB, Zürich und GC sind auch konkurrenzfähig. Ich freue mich auf eine spannende Saison 2013/2014.

  18. Marcel Claudio sagt:

    Ist ja auch kein Wunder läuft es jezt so gut – hat doch der FCB die gleichen Clubfarben wie Club Atletico San Lorenzo de Almagro aus Argentinien – dem Lieblingsclub von Papst Franziskus – der dort Ehrenmitglied ist. Rot-blau sind die auserwählten Farben.
    Und wie der Papst hat der FC Basel einen guten Draht zur Jugend – man merkt es an den Talenten an, die beim FCB (und dann in der Welt) den Durchbruch schaffen.
    Wie durch ein Wunder wurde gestern das Spiel Basel – YB im Fussballkanal Gol TV in Südamerika live gezeigt!!!
    Ein Verein wo Christen, Moslems & Juden friedlich zusammen Erfolge feiern!

  19. Michi sagt:

    Was müssen eigentlich die anderen Schweizer Clubs machen, dass in diesem Blog mal nicht nur von Basel und den Zürcher Vereinen geschrieben wird? Die CL gewinnen?

  20. sepp z. sagt:

    lieber einen schweizer verein, der international mithalten kann als keinen.
    und der praktisch alles richtigmacht.
    könnte ja sein, dass viel geld reingesteckt wird (yb, sion) und es trotzdem schiefläuft.
    also ich bin zufrieden mit dem fcb.

  21. Michi sagt:

    un im Übrigen stehen die CL-Millionen sowieso in keinem Verhältnis mehr. Die CL ist kaum 20mal so gut wie die EL, die Prämien aber schon.

  22. Kevin sagt:

    Beispiel Bundesliga von fast Pleite zu 2 Meisterschaften

  23. Mäse sagt:

    Im Grossen und Ganzen gehe ich einig mit dem Kommentar. Ausser: Auch wenn der FCB noch soviel Geld hat, die grossen Stars lassen sich dadurch nicht in die Schweiz locken. Ich gehe daher davon aus, dass man auf diesem Niveau stagniert, was ja zwar immer noch reicht in dieser Liga.

  24. Muri der Magier sagt:

    Bin froh sind all die Yakin Hasser in der letzten Woche ruhig gestellt worden. Der Erfolg gibt Yakin recht – nach Vogels Abgang hat er 9 Punkte aufgeholt und ist Meister geworden, eine Super Euro League hingekriegt – und jetzt gibts zur Belohnung noch die Revanche gegen Chelsea – diesmal sogar mit Mou! Und einen Cupfinal nach Penalties zu verlieren ist keine Schande.
    .
    In der Meisterschaft sieht es jetzt ja auch schon wieder ganz gut aus, das Kader ist gut und Vale bleibt auch.
    .
    Yakin ist noch jung und er lernt noch dazu – z.B. jetzt dann in der CL – Schlitzohrig genug ist er ja

  25. Peter Stäuble sagt:

    Bin ja absoluter FCB-Fan und wenns um den Meistertitel geht, sagt mein Sohn jeweils: Du gönnst den anderen aber auch gar nichts!!
    Ich wäre in diesem Jahr mit einem 2. Platz für den FCB auch zufrieden. Dann wäre z.B. YB direkt für CL qualifiziert. Der FCB als gesetzter Verein könnte sich dann über die Quali in die CL spielen. Das würde sonst kaum ein anderes ungesetztes CH-Team schaffen.
    Dann hätten wir 2 Teams in der CL. Wer ist auch dafür??

    • Marcel Claudio sagt:

      Nein nein nein – die berner Mutzen können nicht einen 27jährigen Winterschlaf abhalten, dann irgendwie Meister werden und dann meinen ohne Anstrengung an den süssen Töpfen der CL naschen zu können – das geht nun mal gar nicht!
      .
      Ich bin für das Pentacampeonato des FCB (5 Titel in Folge) – und der zweitplatzierte soll sich die CL verdienen müssen (so wie das der FCB auch muss(te))

  26. Drüstu sagt:

    Ach was! Basel wird sich hüten, sich plötzlich einen noch viel teureren Kader zu leisten! Bei den Transfers, ja. Das spült wieder Geld zurück, im Normalfall bei Basel. Bei den Löhnen? Das wäre fatal, wenn einmal der Erfolg ausbleiben sollte! Die Meisterschaft wird doch nicht immer klar entschieden, was die letzten Jahre zeigten, obschon der FCB auf dem Papier alles dominierte. Dazu kommt noch ein weiterer Faktor, der hier unreflektiert blieb: Die Fünfjahreswertung ist doch kein Lift, der nur nach oben zieht!

  27. Drüstu sagt:

    Die Fünfjahreswertung ist im Gegenteil so angelegt, dass zahlreiche Ligen hinter den Topligen zu regelrechten Liftmannschaften werden. Sollte Basel als Erster beispielsweise direkt in die Gruppenphase und der Zweite in die letzte Runde (oder vorletzte), wo ungleich stärkere Gegner warten, dann fehlen plötzlich die Punkte und bald fängt man wieder unten an, bis das schlechte Jahr verjährt ist (also sechs Jahre her ist) … Ich sehe da keine Gefahr, dass die Liga noch einseitiger wird, aber auch keine, dass der FCB sich nun plötzlich stupide übernimmt.

  28. C. Schaedler sagt:

    Man darf hierbei auch nicht vergessen, dass durch die Erfolge von Basel der internationale Fussbal immer mehr Anreiz für andere Schweizer Vereine bietet, sich eine gute Ausgangslage am Ende der Saison zu verschaffen. Der Meistertitel wäre mit einer direkten Quali. in die Gruppenphase bereits 20 Mil. wert und somit ein Ansporn von Teams wie GC oder YB sich den Titel zu holen. Und sollte Basel weiterhin erfolgreich sein, wird sich dies weiter nach unten verschieben und die anderen Clubs mit besseren int. Qualif. in die EL oder CL ausstatten. Ich denke man darf das nicht ganz so schwarz sehen…

  29. TK sagt:

    Geld mag keinen Erfolg garantieren, aber es fördert ihn beträchtlich. Konkret, welcher andere CH-Club hätte es sich leisten können, Bobadilla mit einem zünftigen Abschreiber als untrainierbar verkaufen zu können, das Risiko zu nehmen, den auch nicht ganz billigen, und in der Bundesliga nicht wirklich überzeugenden, Sio verpflichten zu können und immer noch genug in der Kasse zu haben, um – falls Sio keine Tore geschossen hätte – noch einmal nachzulegen. Und das nicht im billigsten Segment. Davon können die andern nur träumen – das sind die Fakten. Und dass Stocker lieber bleibt – auch.

    • Bruno Lauener sagt:

      Aha, und was willst du uns damit sagen? Das ist wieder eine typische Meinung aus der Restschweiz die nur bis an den Tellerrand geht. Wenn es nach euch gehen würde dann wäre ja der FCB an allem Schuld. Aber der FCB hat eben die letzten Jahre sehr gut gearbeitet. Dazu gehört auch dass man Leute wie ein Frau Oeri ins Boot holen konnte. Es muss doch das Ziel sein, dasselbe im eigenen Club auch fertig bringen zu können. Tarurig ist noch das Club’s wie YB das Geld seit Jahren haben aber nichts daraus machen.

  30. Phil sagt:

    Eine sehr einfache Sicht, der Dinge, Herr Kobler. Vor allem aber dingt mit jeder Zeile etwas ganz deutlich durch: Neid. Typisch schweizer Bünzli. Natürlich hilft es dem FCB, wenn er Geld verdient und sich damit national und international konkurrenzfähig verstärken kann. Aber anstatt es dem FCB zu neiden, sollten sich die andern Klubs endlich auch mal dazu aufmachen, Europa zu erobern. Einfach nur geil, was St. Gallen und Thun unlängst geleistet haben. Ich mag ihnen die Millionen gönnen. Von Herzen. und für eine starke SL. Die auch in Europa mittun kann.

    • TK sagt:

      Einfachheit und Klarheit sind zwei Seiten der selben Medaile, Phil. Zufällig erschien gestern auf FAZ.net der Bundesliga-Kommentar “Station einer Spaltung” von Michael Horeni, den ich nicht als vom Neid zerfressenen Sportjournalisten betrachten würde. Unabhängig von einander kommen wir zu gar nicht unähnlichen Schlüssen – er geht einfach den Weg über Schalke, um die Verhältnisse in den Champions League-Kreisen der Bundesliga etwas zu beleuchten. Und seine Sicht der Dinge ist definitiv nicht von Schweizer Bünzlitum beeinträchtigt. Lesenswerte Lektüre.

      • Phil sagt:

        Ich mag jetzt nicht den ganzen FAZ-Artikel lesen, TK. Aber etwas Falsche, mit etwas anderem Falschen zu rechtfertigen gelingt idR nicht. Schadet denn die Vorherrschaft Bayerns der BL? Nein, im Gegenteil. Sie hebt die Qualität an, weil auch andere hoch wollen. Wettbewerb hebt das Niveau in der Regel an. Nur wo kein Wettbewerb ist, da ist Stagnation oder gar Rückschritt. es ist mir einfach zu einfach immer nur den Erfolg anderer für den eigenen Misserfolg verantwortlich machen zu wollen. Die SL-Vereine sollen sich endlich dem Wettbewerb stellen und Gas geben.Für guten Fussball und eine starke SL

  31. Bruno Lauener sagt:

    Das Problem ist ja nicht die gute Arbeit beim FCB, sondern wie himmletraurig bei Clubs wie GC,FCZ oder YB gewirtschaftet wird..

    • Kahn sagt:

      Bruno, genau aus dieser Sicht muss man es sehen. YB hat x-Jahre alles kaputt gemacht was man aufgebaut hatte. GC vor vielen Jahren auch aber diese sind nun auf einem guten Weg sich vorne festzusetzen. Der FCZ da mach ich ein Fragezeichen, sind meines Erachtens vom Präsidenten abhängig. Sion wird nichts. Bei all den anderen Mannschaften wie Luzern, St Gallen etc. muss einfach mehr Geld reinkommen ansonsten werden diese immer eine Lift- Mannschaft sein zwischen Rang 3-6. Wenn der FC Basel in dieser Saison Meister werden sollte, ja dann ist die Differenz zu allen anderen Mannschaften schon gross

    • Phil sagt:

      Absolut korrekt, Bruno! Solange gewisse Vereine von stümperhaften narzistischen Präsis geführt werden, kommen die nicht weiter. Oder nur mal für einen kurzen Augenblick. FCZ und Sion sind da die Paradebeispiele. Von Nachhaltiger und professioneller Klubführung sind die Meilenweit entfernt. Und leider sind sie selber Schuld. Der FCB kann da nichts dafür.

  32. Raphael Wyss sagt:

    in Ihrem Gedankenspiel haben Sie die Möglichkeit nicht mit einbezogen, dass aus der Direktqualifikation des FC Basel und den Europa League Plätzen eine noch bessere Platzierung in der 5-Jahreswertung herausschauen könnte und damit die Möglichkeit für 2 Vereine, in der Championsleague anzutreten (bzw die Quali zu bestreiten).

  33. James sagt:

    The winner takes it all. So ist es im Sport.

    Ich hoffe aber, dass dadurch nicht irgendwelche Herren auf die Idee kommen, GC und FCZ zu fusionieren. Diese Rechnung kann bei Fussballclubs nicht aufgehen. 1 und 1 ergibt hier nicht 2 (das heisst einen doppelt so grossen Club mit doppelt so hohem Budget), sondern führt zu einem neuen Club, der sich mit einem ähnlichen Budget herumschlagen muss wie die Vorgänger einzeln. Zusätzlich muss er sich noch auf die Suche nach einer neuen Identität und einer neuen Fan-Basis begeben. Also 1 und 1 ergibt höchstens 1.

  34. James sagt:

    Aber schade, dass man in Zürich nicht den Mut hat, ein richtiges Stadion zu bauen (30’000 Plätze oder ähnlich). Vielleicht ist dieses zu Beginn nicht zu füllen, aber vielleicht mit einem langfristigen Aufbau. Und dann wäre dann die Basis da, Basel wieder herauszufordern. (Nothing lasts forever!)

    • Andi Meier sagt:

      Naja, 30’000 sind wohl ein bisschen übertrieben. Ich bin zwar schon überzeugt davon, dass mehr Zuschauer in ein echtes Fussballstadion kommen würden, aber so viele werden es höchstens bei Spitzenspielen. Damit die Heimspiele der Zürcher Clubs wieder rentabel werden, muss ein neues Stadion aber auch immer eine gewisse Auslastung erreichen. Ein Stadion für 20’000, dass immer gut gefüllt ist, ist für die Stimmung und die Finanzen besser, als ein Stadion für 30’000, dass immer halb leer ist.