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Blatters lächerliche «Revolution»

Mämä Sykora am Samstag den 10. Dezember 2011


Wie sagte doch Sepp Blatter vor einigen Jahren, als das Gespräch auf Profischiedsrichter und Torkameras fiel? «So etwas kann man nicht machen, sonst verliert der Fussball sein menschliches Antlitz, die Spontaneität und hat keine Emotion mehr. Solange ich hier bin, werde ich dafür sorgen, dass dies nicht geschieht.» Nun gibt sich der FIFA-Präsident plötzlich – und einmal mehr – als Retter des Fussballs und verkündet die baldige Einführung exakt dieser umstrittenen Neuerungen.

Seltsam, denn noch wenige Monate vor der WM in Südafrika hatten sich die Regelhüter des Weltverbandes vehement gegen den Einsatz von technischen Hilfsmitteln ausgesprochen. «Wir waren uns alle einig, dass die Technik nicht Einzug in den Fussball halten darf. Es ist unser Wunsch, dass der Fussball menschlich bleibt, denn das macht seine Schönheit aus», sagte etwa der Brite Patrick Nelson, Mitglied des International Football Association Board (IFAB), das über Regeländerungen entscheidet. Sein Landsmann Jonathan Ford setzte gar noch einen drauf: «Strittige Entscheidungen sind doch gerade das Schöne an diesem Sport.»

Woher kommt denn diese plötzliche Kehrtwendung? Was ist seither passiert, dass nun auf einmal alle geschlossen hinter der Neuerung stehen? Eine entscheidende Rolle spielten zwei Daten: Der 27. Juni 2010 und der 2. Dezember 2010. Im Juni sprang ein Knaller von Frank Lampard im WM-Achtelfinale Deutschland-England deutlich hinter der Linie auf. Das Tor wurde aber aberkannt und auf der Insel schrie man nach der Torkamera. Und im Dezember schockte die FIFA England mit der Vergabe der WM 2018 nach Russland statt ins siegessichere Königreich. Seither trägt das Mutterland des Fussballs einen Kleinkrieg mit Blatters Weltverband aus und lässt keine Gelegenheit aus, Stimmung gegen den Walliser zu machen. Erst war es die Korruptionsdebatte im Anschluss an die Vergabe der WM, bei der viele Köpfe – freilich mit Ausnahme dessen von König Sepp – rollten, kürzlich wurde eine mediale Schlammschlacht angezettelt, weil die FIFA den Engländern verboten hatte, im Freundschaftsspiel gegen Spanien Mohnblüten auf dem Trikot zu tragen, um den Kriegsopfern zu gedenken.

Es war also höchste Zeit für Blatter, sich mit den Briten wieder besser zu stellen. Er hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass er keine Probleme damit hat, seine Meinung von einem Tag auf den nächsten zu ändern, so lange es zu seinem Vorteil ist. Im eingangs erwähnten Gespräch hat er beispielweise angekündigt, mit Sicherheit spätestens 2006 abzutreten. Von seinen tollen angekündigten Regeländerungen wie etwa weniger Spieler auf dem Feld, damit nicht so gut verteidigt werden kann (2006), grössere Tore (1996) und natürlich knappere Höschen im Frauenfussball (2004) kam er ebenfalls schnell wieder ab.

Nun gibt er sich aus taktischen Gründen unterwürfig und reumütig, um nicht die Unterstützung der Briten zu verlieren, wohl wissend, dass die Einführung von Torkameras und Profischiedsrichtern keineswegs eine «Revolution» ist. Ob Profis tatsächlich besser pfeifen, wird sich erst noch weisen müssen, und die so oft geforderte Torkamera ist gelinde gesagt ein Witz. Millionen wurden bereits in die Entwicklung dieser Technologie gebuttert, die in der gesamten WM-Historie in gerade mal zwei Fällen in 1479 (!) Spielen Klärung hätte schaffen können.

Wenn schon Revolution, dann richtig: Regelmässig für Ärger sorgen nämlich nicht strittige Torentscheide, sondern Offsides, Schwalben und Fouls. Dafür braucht es keine zusätzliche teure Technik, denn die Spiele werden ohnehin von unzähligen Kameras begleitet. Es wäre also ein Leichtes, Ungerechtigkeiten aus der Welt zu schaffen, indem man bei grossen Turnieren jedem Team – analog zum Tennis – 3 «Challenges» gibt. Nach einer unschlüssigen Szene kann der Captain vom Unparteiischen verlangen, sich an der Seitenlinie die Bilder im TV anzuschauen, um danach klar entscheiden zu können. Dabei gingen höchstens jene Minuten verloren, die jetzt durch unnötiges Reklamieren und Lamentieren draufgehen. DAS wäre eine Revolution.

Die Hoffnung darauf, dass so etwas bald eingeführt wird, ist schwindend klein. Es sei denn, Blatter verkracht sich demnächst mit einem anderen einflussreichen Landesverband, der sich genau diese Neuerung wünscht.

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48 Kommentare zu “Blatters lächerliche «Revolution»”

  1. Fiona sagt:

    Ich denke es ist einfach Zeit das Sepp seinen chapeu nimmt und abdankt. Es ist zeit zu gehen, und er krallt isch mit eisener Faust an seinem Stuhl fest. Wenn er weitermacht wird der schaden am Sport Ireparabel.

    • danny sagt:

      Das sehe ich genauso. Sepp Blatter ist für mich das grösste Fragezeichen in diesem Verband. Die Frage ist einfach was danach kommt. Ofen gesagttraue ich es der FIFA nicht zu ihren Laden in Ordnung zu bringen. Die ganzen Korruptionsaffären usw. Für mich ist auch der Steuer-Status dieses Vereins mehr als nur stossend. Ich selbst würde auch in kauf nehmen das die FIFA wegzieht denn die FIFA hat doch etwas gemein mit all den pauschalbesteuerten: Alle drohen mit Wegzug, bleiben dann aber trotzdem hier.

      • manuela sagt:

        Blatter isch eifaach peinlich….

        • Pedro sagt:

          Ach Manuela, es geht dir also nicht um die Sache , sondern nur ums “fremdschaemen”?
          Die FIFA ist ein Apparat in dem man “Vetterli-Wirtschaft” praktisch nicht unterbinden kann, da sie fast alle Voelker und Kulturen beinhaltet. Wer hat mehr Mitglieder, die FIFA oder die UNO? Richtig: die FIFA hat 203 angeschlossene Nationalverbaende, die UNO 193 Staaten die Mitglieder sind. Und wo Menschen an der Spitze sind, menschelt es halt. Dies dem Blatter anzulasten ist nicht gerade fair. Meiner Meinung nach spielt es ueberhaupt keine Rolle WER an der Spitze steht, niemand kann diesen Haufen wirklich KONTROLLIEREN. Es geht anscheinend nur darum, dass es kein Schweizer sein soll?!?

  2. Eukalyptus sagt:

    «Strittige Entscheidungen sind doch gerade das Schöne an diesem Sport.»
    Solch einen Schwachsinn hab ich noch selten gehört! Das benachteiligte Team fühlt sich unfair behandelt und fragt sich wie’s wohl sonst ausgefallen wäre. Auf der anderen Seite kann ein fairer Sportsmann einen Sieg der durch einen offensichtlichen Fehler zustande gekommen ist wohl kaum richtig geniessen. Genau gleich (wenn nicht noch schlimmer) sieht’s dann in den jeweiligen Fanlagern aus.

    Blatter lanciert mehr und mehr zum Clown. Zwar bin ich ein Befürworter von Torkameras, aber wer sich zuerst dermassen als Hardliner gibt und dann wie aus dem Nichts seine Meinung um 180 Grad ändert kann einfach nicht ernst genommen werden.

  3. Das Schlimme ist, es kommt nichts Besseres nach!!

    Ob es ein Platini – für mich noch die grössere Enttaüschung -, ein Beckenbauer – was interessieren mich die Worte von gestern -, oder sonst so ein Selbsterwählter, keiner nimmt es mit der Wahreheit so genau! Jeder schaut doch nur für sich und nicht für den Sport- sprich Fussball!!

    Um auf den S. Blatter zurückzukommen, lassen wir ihne reden den Abdul bla bla lässt grüssen!

  4. Frank Müller sagt:

    Einer der wirklichen Gründe von Unmut im Sport ist das Gefühl von Ungerechtigkeit. Diese Art von Emotionen schürt auch immer wieder zu wüsten Szenen auf und ums Spielfeld, weil das Gerechtigkeitsgefühl verletzt ist, das fast alle Menschen haben. Man fühl sich ungerecht behandelt, wenn ein Tor fälschlicherweise gegeben oder fälschlicherweise nicht gegeben wird, wenn ein Spieler oder die ganze Mannschaft wegen eines Nicht-Fouls fälschlicherweise bestraft oder wegen eines Fouls fälschlicherweise nicht bestraft wird. Bin völlig gleicher Meinung wie Sykora, dass es meistens um Offsides oder Fouls geht. Die Idee von 3 Challenges in wichtigen Spielen mit Kameras finde ich sehr gut und wäre wirklich revolutionär! Es hat sich im Tennis gezeigt, dass diese Art von Emotionen fast völlig verschwunden sind, geblieben sind die wahren Emotionen um tolle Spielzüge, Punkte, Spannung und Intensität. Vielleicht würde das auch die Emotionen um Hooliganismus beruhigen, wer weiss. Wann brodelt es am meisten? Wenn sich die Hooligans ungerecht behandelt fühlen, und das passiert meistens bei falschen Entscheiden… Man sollte Sepp Blatter dafür verantwortlich machen!

  5. Guido Sautner sagt:

    10 Roger Federers können den Image Schaden von Sepp Blatter für die Schweiz nicht aufheben.

  6. gion-duri mengold sagt:

    die zeit nach blatter kommt bald, die jungen werden die torkameras zulassen, genau wie im icehockey.

    • sepp z. sagt:

      so miserabel blatter als könig auch ist, die jungen werden genauso machtbesessen und gierig sein.
      es geht schliesslich nicht um fussball, sondern um geld, um milliarden.

  7. giuri sagt:

    Über unseren Walliser Verbandsmonarchen müssen wir nicht mehr diskutieren.

    Allerdings, @Mämä: So sehr ich für die Einführung moderner Hilfsmittel bin, so sehr glaube ich auch, dass das mit den “Challenges” ungleich schwieriger ist als im Tennis (wo es dann einfach Punkt XY oder replay the point ist) oder im Football (wo Spielzüge etwa vier Sekunden dauern), etc. Wenn offside gepfiffen wird, der Stürmer mit dem Ball aufs Tor zurennen könnte, jetzt aber abbrechen muss, dann die Challenge kommt, sich herausstellt, dass es kein offside war, dann was? Müssen sich alle exakt so hinstellen wie zuvor und der Stürmer rennt wieder aufs Tor zu? Was wenn jemand one-touch aus angeblicher Offside-Position einen gefährlichen Pass spielt und sich zuerst “erchallengen” muss, den Pass aus korrekter Position gespielt zu haben? Bekommt er dann einen Freistoss aus derselben Position, während sich die ganze Verteidigung sammeln kann? Mit passivem Abseits fange ich jetzt gar nicht an.

    Ich glaube, das ist nicht so einfach zu lösen.

    • Mämä Sykora sagt:

      Es ist klar, dass mit solchen Challenges eher die verteidigende Mannschaft geschützt werden kann, das ist klar. Das ist für mich aber auch das deutlich wichtigere. Ein Tor ist endgültig, während bei einem fälschlicherweise gepfiffenen Abseits «nur» die Chance auf ein Tor dahin ist. Natürlich könnte man zusätzliche Möglichkeiten der Spielfortsetzung überlegen, aber ich denke nicht, dass sich eine davon als praktikabel erweisen würde. Vielleicht ev. ein Freistoss aus vorgegebener Distanz?

      Wie gesagt finde ich es aber am wichtigsten, dass keine Mannschaft mehr mit irregulären Toren bestraft wird. Und das könnte man damit umsetzen. Und gleichzeitig diesen unmöglichen Schwalben EInhalt gebieten.

      • Sebastian sagt:

        @Mämä
        Selbst beim xfachen anschauen der Wiederholung ist es oft unmöglich zu erkenne ob eine Berührung stattfand oder nicht.
        Ich bin ganz klar gegen technische Hilfsmittel. Fehlentscheide gehören genauso zum Fussball wie ein schlecht geschossener Elfmeter. Jedoch müssen Profischiedsrichter her, obwohl ich die Schiedsrichterleistungen in den grossen europäischen Ligen Grundsätzlich gut finde. Die Fehlerquote ist sehr klein und jeder der mal selber ein Fussballspiel pfeiffen “musste” weiss wie extrem schwer das ist.

        • Eric sagt:

          Wie hätte man das im Fall von Ajax am Mittwoch handhaben können? Beide Tore von Ajax als gültig erklären nach Betrachten der TV-Bilder oder auch Freistösse?

    • Mike S. sagt:

      Abseits: Warum nicht einfach das Abseits komplett abschaffen?!
      Es wird viel spannender und dynamischer. Es werden mehr Tore fallen. Für Zuschauer ein Genuss 🙂 Keine Mannschaft kann sich mehr beschweren. Es gibt keine Fehlentscheide mehr deswegen!

      Torkamera: Hmm, ich finde den Aufwand nicht gerechtfertigt. Ich schätze mal, nur jedes 1000-te (vermeintliche) Tor ist ein Fehlentscheid. Wofür den technischen Aufwand? Was machen kleine Vereine? Da verdienen doch nur wieder die grossen Fussballausstatter dran (A…, N…)

      Schwalben und Fouls: Da bin ich ganz klar für eine Art des elektronischen Beweises. Das nimmt ja überhand mit den Schwalben und verdeckten Attacken. 3 Challenges finde ich da ne super Idee!

  8. pascal Lischer sagt:

    Kann mir jemand sagen, wie das mit den Challenges im Fussball funktionieren soll. Im Tennis kann man bei einer Fehlentscheidung den Punkt der anderen Partei geben. Ok. Aber was soll es bringen, wenn ein Schiedsrichter ein Offside abpfeift und dies dann anschliessend per Challenge bewiesen wird, dass dieser Pfiff falsch war. Kriegen dann die Gelacktmeierten ein Schoggeli als Trost?

    • Martin Locher sagt:

      Wenn Schoggi, dann nur Schweizer Schoggi. Das haben wir in einem anderen Blog schon mal gelernt 😉

      Abseits nicht mehr abpfeifen, der Linienrichter soll die Fahne heben. Szene wird aber zu Ende gespielt. Gibt es Eckball oder Tor, kann man, falls gewuenscht, das Video konsultieren.

  9. de philippe sagt:

    bin genau der gleichen meinung wie lischer und giuri. vielleicht können challenges etwas bringen, sie sind aber sicher nicht das mittel um offside-diskussionen aus der welt zu schaffen. da finde ich den weg in profiligen konsequent auf profi-schiedsrichter (und assistenten!) zu setzen viel besser und vielleicht auch revolutionärer. zumal es bei passivem offiside auch ermessensspielraum der refs gibt. das kann nicht durch technik ersetzt werden. wichtiger wäre, dass es beim allerwichtigsten in diesem sport – tor oder nicht tor – keine diskussionen mehr gibt. ob mit torkamera und challenges oder chip im ball ist mir egal.

  10. antonio B. sagt:

    ich wage zu behaupten, dass vorher Firmen diese Technologie geliefert hätten, welche irgendwie nicht mit der Fifa ein ‘agreement’ hatten. in der Zwischenzeit haben die Fifa-favorisierten Unternehmungen eigene Produkte entwickelt und alle ‘Vetterlis’ können jetzt viel KOHLE machen. wetten, dass die auserwählte Firma aus dem Oberwallis stammen wird?

  11. Martin Locher sagt:

    Die ganze Torkamera-Scheisse hat dazu gefuehrt, dass ich mir Basel-ManU nicht angeschaut habe. Wuesste nicht weshalb ich einen Sport schauen sollte, der derartig daemliche Entscheide umsetzt.

    Die Torkamera wird nicht mal in einem Promille aller Spiele benoetigt, wei auch die Statistik von Mämä zeigt. Das rechtfertigt nie und nimmer den betriebenen Aufwand.

    Krawalle, Mafia, Spielbetrug und und und… irgendwie kein Wunder, dass ich immer weniger Tschuttimätche schaue.

  12. urs bilger sagt:

    nun denn; ist nicht alles, was blatter mit seinem korrupten fifa verein, der schon längstens aus der schweiz geschmissen gehört, lächerlich ?

  13. Mäsi sagt:

    Das Challenge-System fände ich top! Und soll keiner sagen, der Spielfluss gehe flöten! Welcher Spielfluss? Jener, der nie durch lamentieren, simulieren und Zeit schinden abhanden kommt? Pha!
    Vor allem gibt ein Challenge-System weitere Spannung ins Spiel.

    Weiter fänd’ ich auch eine effektive Spielzeit sinnvoll. Was ist eigentlich der Grund, dies NICHT zu tun? Soll halt die Spielzeit auf 2 x 30 Minuten reduziert werden, aber dann ist auch das ewige Schinden zu Ende. Im Eishockey gibt’s nichts vergleichbares.
    (Kennt jemand eine Statistik, die aufführt, wie viel effektiv gespielt wird in diesen 90+ Minuten?)

  14. Werner Staub sagt:

    Da wird sich mit allem Klimbim gar nicht viel ändern. Blatter hin oder her, die Nachfolger können es auch nicht besser richten. Fussball hat immer mit diesen Fehlentscheiden gelebt, ja leben müssen. Nur heute ist sehr viel Kohle im Spiel. Und nur in den Spielen, in denen es um Kohle geht (oder Titel) könnte man die Installationen einrichten. Und was ist mit allen anderen abertausenden von Spielen jedes Wochenende auf der ganzen Welt? Also lasst es doch so wie es ist – oder ämmel fast!

  15. P. "Lumpi" Meier sagt:

    Mal abgesehen von inhaltlichen Einwänden, wie sie giuri (10. Dez., 12:07) genannt hat: Wo will man mit solchen Challenges anfangen bzw. aufhören? Beispiel Schweiz: In der (haha) Challenge League? Als Fan eines erst aufgestiegenen Clubs weiss ich, dass es auch da sehr schnell um sehr viel gehen kann. Weiss jetzt wirklich nicht, wie viele Matches dort noch fernsehtechnisch “produziert” werden. Ist die FIFA dann nicht mehr zuständig? Von den neuen 1. Ligen (Promotion und Classic) ganz zu schweigen. Die FIFA ist ja sehr reich geworden. Ich hätte nichts dagegen, wenn sie der grossen Fussballwelt die geforderte Technologie (auch den Chip-Ball?) zur Verfügung stellen würde. Ein “normaler” offizieller Turnierball kostet ja mittlerweile 170 Taler oder mehr 😉 Diese (genau, Mämä!) lächerliche Revolution ist ähnlich gut gemeint wie die Idee mit den grösseren Toren. Dann schmelzen wir die alten halt weltweit wieder ein und lassen sie neu giessen, damit auch wirklich überall wieder regelkonform gespielt werden kann. Wär’ wirklich toll, wenn es so einfach wäre. Im Eishockey gibt es kaum Offside-Diskussionen. Wieso nicht mal eine Angriffszone ins Auge fassen, in der man sich den Ball frei zuspielen kann, wenn man sie regelkonform passiert hat? Aber dann gehen ja die Diskussionen wieder los, ob das Passieren der Zone wirklich regelkonform war 😀 Ach, ich liebe diesen Sport!

  16. Jürg Studer sagt:

    Wieso nicht einfch die Abseitsregel aufheben? Die 20 Spieler welche sich heutzutage auf einer Breite ca. 30-40 Metern bewegen, würden sich dann über den ganzen Platz verteilen. Ich glaube kaum, dass es ohne Abseits zu kick and rush kommt. Jeder Spieler hätte mehr Platz um sich zu entfalten. Die 2 Linienrichter könnten als Torrichter eingesetzt werden. Ja, und wieso nicht wie Eishockey die Konsultation ab TV bei strittigen Szenen (Tor, Nicht-Tor, Tätlichkeiten). Wie vieles, sollte die Fifa mal eine U-irgendwas WM ohne Abseits spielen lassen.

    • Mämä Sykora sagt:

      Es würde meiner Meinung nach ziemlich sicher zu einem Kick&Rush kommen. Wofür wird dann das Mittelfeld noch gebraucht, wenn es das Abseits nicht mehr gibt? Warum den Ball mühsam über 60 Meter nach vorne treiben, wenn man ihn einfach nach vorne schlagen kann, wo im gegnerischen Strafraum 5 Verteidiger 5 Stürmern gegenüber stehen? Bevor man diesen Vorschlag bei einer «U-irgendwas-WM» testet, kann man ihn in einem Selbstversuch im Training mal ausprobieren. Man wird schnell feststellen, dass es kein schönes Spiel ist und auch keinen Spass machen wird.

  17. Christian Rauffhagel sagt:

    Eigentlich bin ich sehr für ein Mechanismus wie die CHALLENGE. Allerdings gibt es einen wichtigen Punkt den man beachten muss: während es beim Tennis um ganz klare Entscheidungen geht (aus oder nicht aus), sind beim Fussball diverse Kriterien entscheidend (Abseits, Foul, Handspiel usw.). Wie wir alle wissen sind diese Regeln nicht immer 100% eindeutig und haben in vielen Fällen Spielraum für Interpretation und sind Meinungsabhängig, d.h. nicht vollständig objektiv entscheidbar. D.h. selbst bei Zeitlupe (oder gerade dann) werden Entscheide noch heikler und lassen sich gar nicht mehr rechtfertigen. Das Regelbuch müsste komplett neu und fundamental überarbeitet werden, damit die Regeln nur noch schwarz-weiss Entscheide ohne Polemik zulassen. Hier aber stösst der moderne Fussball mit seiner Dynamik, taktischen Ausarbeitungen, Perfektionierung von Spielzügen und das alles im Rampenlicht modernster Technik an eine Grenze, die kaum klar zu ziehen ist.

  18. Roman Fenner sagt:

    Eine Revolution wäre wenn der König enthauptet werden würde! Kleiner Scherz … Im Ernst, Schwalben sollten auch nachträglich mit Spielsperren und hohen Bussen geahndet werden können. Genauso hinterhältige Attacken, Fouls oder irreguläre Tore. Würde dies geschehen bekäme man diese leider immer noch zuvielen unfairen Spieler in den Griff. Das gäbe auch den vielgescholtenen Schiedsrichtern einen schlagkräftigen Prügel in die Hand.

  19. Pedro sagt:

    Sorry Mämä, was fuer ein bloeder Vorschlag! Immer dieses elende Gejammer ueber Benachteiligung und Schiri-Fehlentscheide. Macht ein Schiri einen Fehler profitiert eine Mannschaft und das gegnerische Team leidet darunter. Wie schon des oefteren erwaehnt gleichen sich die Fehler ueber eine Saison etwa aus. Habe es noch nie erlebt, dass eine bevorteilte Mannschaft reklamiert.
    Aber man koennte Schiedsrichter vor Anfeindungen schuetzen indem man Wiederholungen, bei Offside Entscheiden, am Fernsehen verbietet, haelt sich ein Land nicht daran wird es von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen, ob es nun Wiederholungen aus der eigenen Meisterschaft zeigt oder aus einer Fremden. So wuerden die Entscheide etwa 50:50 kommentiert, je nachdem fuer welche Mannschaft man ist.
    Wenn etwas gemacht werden kann ist es, dass der 4.Offizielle anstelle neben dem Spielfeld, in der Regie-Kabine sitzt und dem Schiri via Headset mitteilt, dass es eben KEIN Tor war, dies sollte in der Zeit zwischen dem Tor und bis sich alle wieder aufgestellt haben locker moeglich sein. Umgekehrt waere es sogar auch moeglich, auch wenn dann das laufende Spiel unterbrochen werden muesste und alle in dieser Zeit erfolgten Aktionen nichtig waeren.
    Ausserdem ist zu sagen, dass die Meisten sich an den Englaendern ein Vorbild nehmen sollten, da in deren Meisterschaft, weder die Rudelbildung um den Schiri, noch Schwalben, noch das elende “am Boden waelzen, von den Zuschauern toleriert wird. Es waere an der Zeit, dass wir Live-Zuschauer im Stadion auch die eigenen Spieler mit einem Pfeifkonzert strafen sollen wenn sie eine “Flugshow” bieten oder einen auf “sterbenden Schwan” machen.
    Fussball ist ein Sport den nur richtige Maenner und keine Tussies professionell ausueben sollten.
    Ich habe fertig!!!

    • Mämä Sykora sagt:

      Stimmt, die Fehler und Benachteiligungen gleichen sich im Laufe einer Saison aus. Hier geht es aber nicht um Änderungen in Meisterschaften, sondern bei Endrunden. Und da reicht, wenn es dumm läuft, ein Schiri-Fehlentscheid, um aus dem Turnier zu fliegen, während auf allen Fernsehbildern zu sehen ist, dass es ein Fehler war. Und das ist meines Erachtens nicht zeitgemäss. Die technischen Mittel sind nun mal da und aufgrund von denen machen sich alle Millionen TV-Zuschauern ihre Meinung, nur der Schiri ist der einzige, der sie nicht herbeiziehen darf. So macht er sich zu einem vielgehassten Mann, während die FIFA sich hinter ihn stellen muss und die Ereignisse totschweigt (Henrys Hands gegen Irland wird bei der FIFA zu einem «Tor aus dem Getümmel», Lampards Tor gegen Deutschland fand gar nicht statt). Deine Lösung – auf der ganzen Welt Wiederholungen bei Offsideentscheiden zu verbieten – hilft nur in einem Fall (Offside) und ist logischerweise nicht umzusetzen, denn die TV-Anstalten müssen sich von den Landesverbänden wohl keine Vorschriften machen lassen.
      Zur Premier League: Da hat sich das Bild aber auch sehr stark gewandelt! Schwalben sind auch dort mittlerweile häufig und auch die belieben Bodenwälzer.

      • Pedro sagt:

        Zur PL, OK da wirst du besser Bescheid wissen. Trotzdem koennte das Publikum viel erreichen, wenn es gewisse Sachen nicht zulaesst bzw. seinen Unmut dazu kundtut.
        Das mit den TV anstalten wuerde sich sicherlich geben da diese die Rechte den Verbaenden abkauft und diese gewisse Vorschriften ganz sicher erlassen duerfen. Richtig? (an der Endrunde in Deutschland haben sich die Medien auch darauf geeinigt keine negativen Berichterstattungen zuzulassen, sehe dies als Beweis dafuer, dass es funktionieren koennte.)
        Und mit dem 4. Offiziellen der an einer ENDRUNDE in der Regie sitzt und den Schiri auf dem Platz ueberstimmen kann waere dieses Problem auch behoben. Der 4. muss z.B. auch nicht namentlich erwaehnt werden.
        Ich sehe die Argumente nicht enkraeftet.

        • Mämä Sykora sagt:

          Selbst an der WM in Deutschland wurden sämtliche strittigen Entscheidungen gezeigt. Jede TV-Anstalt wird sich zu Recht auf den Standpunkt stellen, wenn sie schon Millionen für die Rechte bezahlen, hätten ihre Zuschauer auch das Recht zu erfahren, ob es Offside gewesen sei oder nicht. Wenn sie das nicht mehr dürften, würden sie wohl nur deutlich weniger für die Rechte bezahlen. Und damit würden sich die Landesverbände ihre eigenen Vereine zu Feinden machen…
          Das mit dem 4. (oder 5.) Offiziellen ist an sich eine gute Idee, auch wenn es die Autorität des Schiris doch arg untergräbt. Wenn er bei jeder Falschentscheidung – vom Out-Ball über das Offside bis zum nicht gepfiffenen Hands im Mittelfeld – eingreift, dann stockt der Spielfluss schon ziemlich. Deshalb würde ich es lieber sehen, wenn lediglich dann eine Entscheidung überprüft wird, wenn es die vermeintlich benachteiligte Mannschaft verlangt. Und auch dann nur mit Mass – eben z. B. drei Mal pro Spiel.

          • Pedro sagt:

            Ich als stuerer Bock, bestehe natuerlich auf meinem Standpunkt. ;-). Ich will auch nicht dass JEDE Entscheidung in Frage gestellt wird, dies waere in einem Briefing abzumachen. Jedoch waere der 4. eben auch ein (wichtiger und offizieller) Schiedsrichter, einfach nicht auf dem Platz. (Damit koennten gute Schiri’s auch mit 50 noch ein Spiel ueberwachen und muessten nicht mit 45 in Rente.) Und das mit den Entscheiden ob Offside oder nicht > Youtube laesst gruessen, es wuerde ebenfalls herauskommen! UNd da die TV Anstalten ja nicht bloed sind kann jederzeit ein Mitarbeiter das Filmchen online laden. Ich denke die TV Anstalten wuerden nicht weniger bezahlen, da es denen ja ums Geschaeft geht und mit Werbung die Kohle wieder hereingeholt werden soll, aendert sich fuer die nur die Nachbetrachtung. Ev. wuerde es sogar ein Sinneswandel geben, dass eben NICHT DER SCHIRI fuer eine NIederlage verantwortlich ist, sondern die eigenen Spieler die zuwenig fuer den Sieg aufgewendet haben. (ja ja ein frommer Wunsch, ich weiss).
            Du siehst ein Test waehrend irgeneiner U-EM / WM waere allenfalls wirklich sinnvoll. 😀

  20. bärnfän sagt:

    “Wenn schon Revolution, dann richtig: Regelmässig für Ärger sorgen nämlich nicht strittige Torentscheide, sondern Offsides, Schwalben und Fouls. Dafür braucht es keine zusätzliche teure Technik, denn die Spiele werden ohnehin von unzähligen Kameras begleitet. Es wäre also ein Leichtes, Ungerechtigkeiten aus der Welt zu schaffen, indem man bei grossen Turnieren jedem Team – analog zum Tennis – 3 «Challenges» gibt.”

    Wer so etwas schreibt hat keine Ahnung von diesem Sport und soll sich etwas Weicheres suchen! Schon nur der Gedanke daran schmerzt innerlich.

  21. Auguste sagt:

    hmm…, ich wette jeden betrag, dass das konterfei dieses “revoluzzers” nie auf t-shirts und poster prangen wird. aber eine überlebensgrosse (ab ca. 160 cm) bronzestatue wird möglicherweise die laufwege im fifa-headquarter etwas unterbinden und das präsidenten- bzw. portrait des vetternwirtschaftlichen führers in jedem büro wird er möglicherweise noch hinkriegen bis er zum rücktritt aus dem gebäude getragen werden wird.

    das obige foto belegt es: “ische sepp” ist eine wahre zierde und gehört angekettet.

    • Pedro sagt:

      Unter wem wuerde die ganze FIFA revolutioniert werden? Wer waere fuer das Amt am Besten? Joao Havelange war ja sooo viel besser.

  22. Dominic sagt:

    Meiner Ansicht nach wäre es an der Zeit, dass sich der Fussball endlich wieder an seine Wurzeln und damit auch an seinen “Bruder” Rugby (egal ob Union oder League) erinnert. Konkret könnte der Fussball folgendes vom Rugby lernen und übernehmen:

    1. Es ist nur noch den beiden Captains erlaubt mit dem Ref zu sprechen. Alle anderen Spieler haben den Mund zu halten und sich auf ihr Spiel zu konzentrieren. Zuwiderhandlungen werden konsequent mit Gelb bestraft. Dies würde unnötige Diskussionen, Streitereien und Lamentieren unterbinden.

    2. Wenn ein Spieler (angeblich) verletzt am Boden liegt, muss er ausserhalb des Spielfelds gepflegt werden. Sodann muss er 10 Minuten draussen bleiben, bis er wieder eingreifen darf. Dies würde das ständige Simulieren und Zeitschinden verunmöglichen.

    3. Torkameras sollten eingeführt werden. Dabei sollte man sich auch hier am Rugby orientieren, denn das Spiel ähnelt dem Fussball ja sehr und zeigt, dass solche Unterbrüche auch möglich sind, ohne dass die Zeit gestoppt wird. Zudem würde durch die Erfüllung der beiden erstgenannten Punkte die Zeit nicht wirklich in die Länge gezogen bzw. das Spiel nicht unnötig verlängert werden. Die Zeit wie bspw. beim Hockey zu stoppen erachte ich aber als “falsche” Massnahme, dies passt schlicht nicht zum Fussball und würde ihn zu sehr verändern/entwurzeln.

    4. Das Schiedsrichterwesen muss zwingend professionalisiert werden. In einigen Ländern (GB) ist dies ja zum Glück bereits der Fall. Es ist mir unerklärlich, dass noch heute die mit Abstand populärste Sportart des Planeten oftmals von Halbprofis gepfiffen wird (wie z.B. eine WM, notabene der grösste Sportanlass der Welt)!

    Alle diese 4 Massnamen sind im Grunde nur kleine Veränderungen. Deshalb sind sie kostengünstig und sollten problemlos umzusetzen sein. Ich glaube aber, dass die Wirkungen gross wären und dem vielbeschworenen Fairplay wirklich dienen würden. Dafür könnte man sich dann auch das Geld für teure “Respekt”-Kampagnen für die Schiedsrichter im Fernsehen sparen.

  23. Auguste sagt:

    hmm…, dass die hüter des fussballs, eines spiels notabene, das dadurch entschieden wird, wie oft das spielgerät in vollem umfange die torlinie zwischen den pfosten überschritten hat, sich bis heute noch nicht durchringen konnte, die längst verfügbaren, technischen hilfsmittel dafür einzusetzen, deutet darauf hin, dass es mit der individuellen- und der schwarmintelligenz der fifa nicht allzu weit her sein kann.

    wenn man das geschehen in fussballverbänden und -ligen ein wenig verfolgt, nötigt einem die restistenz des spiels gegen all die planlosen funktionärswidrigkeiten höchsten respekt ab. fussball wird es wohl immer geben – funktionäre aber leider auch.

  24. Sebastian sagt:

    meine Meinung. dazu sollte aber noch zwei weitere ànderungen kommen: als Spielzeit soll nur gezählt werden, wenn der Ball auch gespielt wird. Unterbricht der Schiedsrichter das Spiel oder hält ein Torhüter den Ball in der Hand, wird die Zeit gestoppt/unterbrochen. Zudem sollte es nur dem Captain und dem Trainer einer Mannschaft erlaubt sein, mit dem Schiedsrichter zu kommunizieren, jeder andere Feldspieler wird sofort mit gelb verwanrnt, wenn er mit dem Schiedsrichter versucht Kontakt aufzunehmen.

  25. Wishaw Thomas sagt:

    Lieber Mämä … man kann auch alles “nur” auf den Sepp abwälzen. Die Britischen Verbände sind nicht unschuldig!
    Die Regeln und Änderungen werden von folgenden Verbänden bestimmt:

    -The Football Accociation (England) – 1 Stimme
    -The scottish Football Associstion (Schottland) – 1 Stimme
    -The Football Association of Wales (Wales) – 1 Stimme
    -Irish Football Association (Irland) -1 Stimme

    -Federation Internationale de Football Association (FIFA) – 4 Stimmen

    Selbstverständlich werden bei Regeländerungen keine Abstimmungsresultate kommuniziert.
    Wir wissen nicht, wer für welche Änderungen stimmt – meistens sind die Briten sehr konservativ!
    Wahrscheinlich hätten wir die Torkamera schon, wenn nicht die Briten wären. (Wembley-Tor).
    Letzte WM hats die Engländer erwischt und nun kommt die Kamera……..ein bisschen eigenartig!
    Auch ich bin ein Kritiker von Sepp, aber er alleine kann keine Regelsänderung (nach Diktatoren art) “durchboxen”!

    Freundlicher Gruss
    Thomas Wishaw

    • Wishaw Thomas sagt:

      @alle Fussball-liebhaber inkl. Journalisten:
      es würde sich für jeden Einzelnen lohnen, einmal das FIFA Regelwerk (Google) zu lesen. Ihr werdet staunen und es macht Euch zu besseren “Experten”. (lesen bildet) ….der Nachteil ist: man merkt, dass viele Fernseh- und Zeitungsjournalisten wenig Ahnung von Fussballregeln haben…….ausge. natürlich Mämä Sykora 😉

      Freundlicher Gruss
      Thomas Wishaw

    • Mämä Sykora sagt:

      Lieber Thomas

      Es ist ja nicht so, dass ich dem Sepp die Regeländerungen in die Schuhe schiebe. Ich finde ja die Torkamera ohnehin unnütz. In seinem Fall stösst mir eher diese 180°-Wendung auf. Es ist ja nicht seine erste…

      Nachtrag zur IFAB: Die Abstimmungsresultate müssen auch gar nicht kommuniziert werden. Denn das Prozedere verlanngt, dass die FIFA-Stimmen nicht aufgeteilt werden dürfen. Also entweder alle Ja oder alle Nein. Die Briten hingegen haben die freie Wahl. Für eine Regeländerung sind 6 Stimmen erforderlich, d.h. ohne die FIFA-Vertreter geht es nicht, allerdings auch nicht ohne eben mindestens zwei Briten. Es ist anzunehmen, dass die FIFA-Vertreter so stimmen, wie es ihr Chef «verlangt». Also wenn Blatter die Einführung der Torkamera angündigt, werden diese bestimmt nicht dagegen votieren. In diesem Fall hat er die Briten sowieso auf seiner Seite. Mir kommt es – wie geschrieben – so vor, als offeriere er diese Torkamera den Briten als Zückerchen, als eine Art Wiedergutmachung oder Friedensangebot. Oder warum war er all die Jahre so vehement dagegen und nun plötzlich so dafür?

      • Wishaw Thomas sagt:

        Lieber Mämä

        genau das hatte ich angedeutet, dass die Briten wahrscheinlich (wir wissen es beide nicht) das Zünglein an der Waage sind.
        Vielleicht waren ja vorher alle dagegen und seit der letzten WM siehts anders aus. … auch die nicht Vergabe der WM an die Insel, hat natürlich seinen Teil dazugetragen. – da gebe ich dir recht! Vielleicht handelte er auch im Sinne des Gremiums. Wenn alle dafür sind, nur aber Sepp dagegen, muss er die Haltung des Greniums trotzdem verteidigen. – ist wahrscheinlich nicht der Fall ….könnte aber sein.
        Anwort auf deine letzte Frage könnte sein, dass die “älteren Semester” im Grenium + Blatter, ganz einfach mühe mit Veränderungen haben. ….(oder Arbeitsscheu kombiniert mit Geldgier)

        Über grössere Tore und weniger Spieler hat man darüber nachgedacht und nicht gesagt es wird kommen.
        Bei den Frauen”fussball”hosen habe ich keine Ahnung!…..jaja zurück zum fussball jetzt. 😉

        Welche andern 180°-Wendungen meinst du noch?
        …. Danke für deinen Einsatz und die Anwort.
        ps. hast du das FIFA Regelwerk gelesen?

  26. Pascal Lischer sagt:

    Wenn schon, dann richtige Technik: Ball, Spieler erhalten Chips. Abseits, Überschreiten der (Tor-)linien werden nicht mehr vom Schiedsrichter, sondern vom Computer berechnet und gemeldet (nettes Hupi z.B.). Das sollte mit der heutigen Technik kein Problem mehr sein. Der Schiedsrichter muss sich einzig noch auf die Fouls konzentrieren und dient weiterhin als Blitzableiter der Spieler und Zuschauer – denn den Computer anzumachen wäre dann schon etwas komisch, oder? Schöne neue Welt.

    • hans sagt:

      definitv die beste Methode! Videobeweis ist Unsinn und würde den Spielfluss enorm stören. Fussball ist nicht Eishockey.