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Abschied von der Schweizer Nati

Mämä Sykora am Mittwoch den 16. November 2011

Jahrelang habe ich kein Spiel der Schweizer Nati im eigenen Land verpasst. Egal ob Qualispiel gegen Albanien in Genf oder Freundschaftsspiel gegen die USA in Basel. Es waren längst nicht nur gute Auftritte dabei, besonders die Testspiele waren selten ansehnlich. Dennoch habe ich mich nur selten gefragt, warum ich mir das antue. Das Team machte Freude und hatte offensichtlich selber auch welche. Mehr wünsche ich mir gar nicht.

Ich gebe zu: Das Spiel gestern gegen Luxemburg habe ich mir nicht mal mehr im TV angeschaut. Seit Hitzfelds Amtsantritt fiebere ich kaum mehr mit, beim Zuschauen empfinde ich lediglich noch Langweile oder grossen Ärger. Das Feuer ist erloschen. Und dies hat nicht einmal mit den fehlenden Resultaten zu tun. Ich erwarte von der Nati nicht, dass sie sich für alle grossen Turniere qualifiziert. Mir ist nun mal wichtiger, dass ich das Gefühl habe, dass sie alles aus sich herausholt und zumindest Leidenschaft und einen gewissen Mut zum Risiko an den Tag legt.

Allein auf weiter Flur: Natifans beim Test gegen die Ukraine in Genf. (Bild: Keystone)

Allein auf weiter Flur: Natifans beim Test gegen die Ukraine in Genf am 17. November 2010. (Bild: Keystone)

Mit dieser Haltung stehe ich anscheinend nicht alleine. Normalerweise sollte das Stadion von kollektivem Freudentaumel heimgesucht werden, wenn sich die Schweiz soeben für die WM qualifiziert hat. Als im Oktober 2009 die Nati in Basel gegen ambitionslose und unmotivierte Israelis, die erst noch durch einen Platzverweis dezimiert worden sind, ein grauenhaftes 0:0 über die Zeit rettete, herrschte nach dem Schlusspfiff eine eigenartige Stille, vereinzelte Pfiffe waren gar zu hören. Freude sieht anders aus. Man war zwar an der WM, aber mit solchen Auftritten macht doch selbst eine WM keinen Spass.

Die schlimmsten Befürchtungen wurden denn auch in Südafrika bestätigt. Seither hat sich die Situation gar noch verschlimmert. Hitzfeld – nicht gewohnt, solchen Gegenwind zu spüren – reagiert oft gereizt auf Kritik. Seine Taktik, die fast schon in Stein gemeisselt ist und keine Anpassungen auf den jeweiligen Gegner vorsieht, funktioniert gegen die Grossen einigermassen gut, Partien gegen gleichwertige oder unterlegene Mannschaften hingegen waren allesamt fürchterlich.

Für Hitzfeld ist die Kritik an seinem Stil und den Auftritten der Nati völlig unbegründet. Er redet lieber den Gegner stark. Luxemburg habe sich weiterentwickelt und sei längst kein Prügelknabe mehr. Das sagt er über eine Nationalmannschaft mit nur einem einzigen Profi und die ab 1995 zwölf lange Jahre ohne einen einzigen Sieg blieb! Bei allem Respekt: So einen Gegner muss man einfach von A bis Z dominieren. Punkt. (Die Frage, was zur Hölle es bringen soll, ein Jahr vor dem nächsten Pflichtspiel auswärts bei einem Fussballzwerg anzutreten, was ganze 852 Zuschauer anlockt, muss anderswo behandelt werden.)

Schweizer Natifans verzeihen vieles. Selbst eine Niederlage gegen einen Underdog könnte man akzeptieren, wenn man denn wenigstens sagen könnte, sie sei unverdient und man hätte sich Chancen im Minutentakt erarbeitet. Wenn das Tempo hoch wäre und Druck erzeugt würde. 1956 etwa spielte die UdSSR an den Olympischen Spielen gegen Indonesien und kam trotz 27 Eckbällen und 68 Torschüssen nicht über ein 0:0 hinaus. Kann mal vorkommen, aber der Zug zum Tor war offensichtlich zu erkennen damals. Doch davon ist die Schweizer Nati momentan meilenweit entfernt.

Im Februar steht das Freundschaftsspiel in Bern gegen Argentinien an. Das heisst, man sieht da Messi, Pastore und Agüero. Aber eben leider auch die Schweizer Nati. Für mich ist das Grund genug, nicht hinzufahren. Ich will mir solche Spiele, wie sie Hitzfelds Truppe nun seit drei Jahren abliefert, nicht mehr länger antun. Zum Glück gibt’s noch die U-21, die so auftritt, wie ich mir das auch bei den Grossen wünschen würde. Vor zehn Jahren sorgte die U-21 schon mal für Furore, während die A-Nati eher biederen Fussball zeigte. Der Aufschwung kam, als Köbi Kuhn die U-21 zugunsten der A-Nati aufgab. Ein Wechsel, den ich auch jetzt – mit Pierluigi Tami – sehr begrüssen würde.

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128 Kommentare zu “Abschied von der Schweizer Nati”

  1. Auguste sagt:

    hmm…, gegen luxemburg kann man auch verlieren.

  2. Florin Schieber sagt:

    wiao schreib die fetscherin keine beiträge mehr?

  3. Pippo sagt:

    wie wahr..

  4. Roli sagt:

    Bin mit Mämä selten einer Meinung. Aber heute: zum 100% und nochmals zu 100% und nochmals zu 100%…

    • josé bütler sagt:

      mämä, du hast es auf den punkt gebracht!!! bin, ob du es glaubst oder nicht zu 100% mit dir einverstanden. hitzfeld ist der totengräber der nati!!!

  5. Pat sagt:

    Mit dem Artikel wieder mal die Polemik ausgepackt?! So werden die Grenzen zum Boulevard fliessend. Ich kann ja verstehen, dass man sich provokativ äussert um auch die Leute abzuholen. Aber von einem Journalisten erwarte ich grundsätzlich schon etwas mehr als Stammtisch-Parolen zu verbreiten.

    Gehen wir das Thema also etwas sachlicher an. Vorneweg: bei Nationalmannschaft nun den Deckel drauf zu tun und die WM2014 abzuschrieben halte ich für falsch. Für das ist grundsätzlich das Potential dieser Spieler einfach zu gut.
    (ich denke, dass sehen wir alle)
    Ich kann aber verstehen, dass man sich ab solchen Freundschaftspielen als Zuschauer nervt. Nur für den Trainer sind solche Spiele wichtig um die Mannschaft zu formen. Und dies braucht es, da wir einen grossen Umbruch hatten. Wir spielen jetzt praktisch mit einer neuen Mannschaft. Darum ist die A-Nationalmannschaft auch nicht mit der U21 zu vergleichen.

    Dass sich Hitzfeld gegen gewisse Kritik von “Journalisten” wehrt kann ich verstehen. Ihm wird vorgeworfen, dass er unkreativ und defensiv spielen lässt sowie, dass er nicht auf Junge baut. Alle diese Vorwürfe stimmen so nicht. Er hatte weder bei GC (z.B. Alain Sutter, Sforza ) noch bei Dortmund (z.B. Chapuisat, Lars Ricken) und Bayern (z.B. Schweinsteiger, Owen Hargreaves) immer nur Routiniers, sondern auch junge Spieler. (welche auch spielten) Und destruktiv waren die Spiele dieser Clubs auch nicht alle, wenn ich mich recht erinnere?!

    Hitzfeld hat den Haufen von Köbi 2008 übernommen und musste zuerst die “Wohlfühloase” aufräumen. Er war von Anfang an unter Druck. Zuerst in der WM-Quali. Danach mit den Rücktritten. Nun baut er ein neues Team auf. Da kann noch nicht alles klappen. Gar nicht möglich. 10-20 Tagen, wo diese Mannschaft nach den Rücktritten zusammen war bisher. Zudem kommen immer wieder Verletze in einem überdurchschnittlichen Masse dazu. (Weiss auch nicht, warum dass bei uns so ist)

    Normalerweise braucht es dafür Jahre um ein Team zu haben, dass sich für die EM oder WM qualifiziert. (Ausser bei D oder BR etc. vielleicht nicht)
    Ottmar wird es mit diesen guten jungen Spielern schaffen. So wie er schon vieles geschafft hat, dass man ihm zuerst nicht zugetraut hat.
    Und seine Schutzbehauptung, welche er manchmal tätigt: “die Schweiz habe zuwenig gute Spieler”, braucht er gar nicht.
    Geben wir diesem Team eine Chance und lassen es entwickeln. Schauen wir kommendes Jahr wie es läuft. Und der Argentinien-Match wird ein ganz anderes Spiel…

    • Orlando sagt:

      Guter Beitrag, sehe ich auch so, wobei ich nicht ganz sicher bin, ob die aktuelle Mannschaft wirklich ein derart grosses Potential hat, vor allem in der Angriffsauslösung fehlt es doch immer noch ganz gewaltig.
      Aber die Talente in den U-Auswahlen lassen immerhin auf bessere Zeiten hoffen.

    • David Gasser sagt:

      Danke Pat für diesen Comment. Sehe ich 1 zu 1 auch so. Jetzt ist es für alle “Experten” dermassen einfach zu kritisieren.. Dass Hitzfeld vorgeworfen wird, er kann keine jungen, nicht-fertigen Spieler entwickeln ist ein Witz. Wie soll das den ein Nationaltrainer machen, der die Spieler so wenig sieht und mit ihnen arbeiten kann. Mich nervt einfach, dass nun alle aus ihren Löchern hervorkriechen und einen Mann wie Hitzfeld so unfundiert kritisieren. Klar ist, dass die Mannschaft eine Entwicklung nehmen muss, wenn die Qualifikation zur Weltmeisterschaft gelingen soll. Aber ich traue diese Entwicklung der Mannschaft und den Spielern, die von der U21 nachkommen werden, zu.
      PS.: Wer Messi nicht sehen will, ist hier eh falsch..

    • Romi sagt:

      Wir werden mit Hitzfeld lange schauen, und es kommt nichts.

    • josé bütler sagt:

      meine herren pat, orlando und gasser: habt ihr keinen stolz? was hitzfeld mit unserer nati macht ist unter jeder s..! defensiv, rück- und querpässe, lustlos, lethargisch … es gäbe tausend adjektive um die nati unter hitzfeld zu beschreiben. er soll einfach gehen, weit weg und uns ch-fussballfans in ruhe lassen.
      die jungs sollen endlich mal frech drauf los spielen, freude am tschutten haben dürfen, ohne dass der general mürrisch jedem eins hinter die ohren gibt, wenn er den gegnerischen strafraum betritt. gerne zitiere ich karlhein rummenigge: fussball ist keine mathematik!!! habe fertig und die katze ist im sack ;o)

      • Pat sagt:

        Frech drauflos gespielt haben Sie ja auch schon gemacht.. letztes: England-Spiel.
        Auch die Heispiele gegen Bulgarien (oder letztes Jahr gegen Wales) war ok.
        Ich finde grundsätzlich nicht, dass es mehr miese Spiele gibt unter Hitzfeld als beispielsweise noch unter Köbi.
        ..da haben einige, welche dies meinen, wohl einen etwas vernebelten oder romantischen Blick in die Vergangenheit.

        Aber es ist sicher so, dass es gegen gute Gegner der Mannschaft besser läuft als gegen Schlechtere..
        Das Spiel machen müssen, war leider noch nie die Stärke der Schweiz.. oder steh ich jetzt total falsch..?!
        Das kommt auch von den Spielertypen her, wir Schweizer haben halt mehr solide Arbeiter als Künstler.
        Aber es gibt 1-2 junge Spieler, welche vielleicht mal grösse Künstler werden.

        Ich habe schon etliche miese Freundschaftspiele gesehen, auch lange vor der Hitzfeldära.
        Wenn das Team eingespielter ist, sieht auch der Fussball dann besser aus.

        Schön spielen ist immer das eine, sich qualifizieren, das andere. Wir haben uns in den letzten 10 Tuniere 5 mal qualifiziert.
        Dazu waren wir 1x als Ausrichter dabei. Das können nicht viele Nationen von sich behaupten (mal abgesehen von den Grossen) Und das obwohl wir immer relativ viele Verletzte haben oder Stammspieler welche aus der Form fallen.
        Trotzdem kriegen wir vom Potential her immmer wieder eine vernünftige Mannschaft auf den Platz. Man kanns auch so sehen…
        Wir werden uns für 2014 qualifizieren. Da bin ich mir sicher. Auch weil neben dem Potential der Spieler wir den richtigen Trainer dafür haben.

    • Mämä Sykora sagt:

      Pat, dies ist ein Blog, in dem eine Meinung vertreten wird. Es ist kein möglichst objektiver Bericht, sondern der Text legt lediglich meine Ansicht dar. Und mir persönlich macht die Nati absolut keinen Spass mehr. Das sind keine «Stammtisch-Parolen» und auch nicht boulevardesk, sondern lediglich eine Empfindung: nämlich meine. Die will ich niemandem aufzwingen und auch keine Kampagne gegen irgendwas starten.
      Zu deinen Argumenten: Hitzfelds Arbeit mit den Vereinen muss man natürlich würdigen, das heisst aber nicht automatisch, dass man auch mit seiner Arbeit als Natitrainer zufrieden sein muss. Es ist ja etwas völlig anderes, wenn man keine Spieler mehr einkaufen kann sondern mit bestehendem Material arbeiten muss. Dass einer mit Borussia oder Bayern nicht destruktiv spielen lässt, ist wohl jedem klar. Warum sollte man auch, wenn die Qualität der Spieler stimmt?
      Die «Wohlfühloase» unter Köbi Kuhn hat uns immerhin viele attraktive Spiele, grosse Siege und die Qualifikation für drei Endrunden eingebracht. Und das mit wirklich mutigem Fussball, auch wenn viele Leute anscheinend das Gefühl haben, man müsse Kuhns Amtszeit auf das Ukraine-Spiel reduzieren. Aufgeräumt hat Hitzfeld übrigens gar nicht, ausser Hakan Yakin zurückgestuft. Der Rest ging aus freien Stücken. Der Umbau ist nicht von Hitzfeld gewollt oder geplant, sondern er wurde ihm aufgezwungen nach den vielen Rücktritten.

      • Pat sagt:

        Ok, in dem Fall habe “den Blog” wohl falsch interpretiert. Ich ging halt davon aus, dass auch in einem solchen Blog – in der Baz oder Tagi – die Themen auf eine andere Art angegangen werden als im Boulevard. D.h. dass man trotz seiner Meinung Fairness etc. walten lässt. Und ich finde Aussagen wie: “Er redet den Gegner stark”, “mit solchen Auftritten macht doch selbst eine WM keinen Spass” oder “Ich will mir solche Spiele, wie sie Hitzfelds Truppe nun seit drei Jahren abliefert, nicht mehr länger antun” und “Ein Wechsel, den ich auch jetzt – mit Pierluigi Tami – sehr begrüssen würde” etc.
        gehen für mich schon etwas in Richtung unfundierte Stimmungsmache. Und die Wirkung dieser dürfen sich Medienschaffende auch bewusst sein. Für mich kann man in einer fairen Beurteilung (z.B. des Trainers) die Tatsache des Umbruchs nicht ausser Acht lassen.

        Bei der WM nach dem Spanien-Spiel haben wir noch alle gejubelt und ich fand auch, dass die Schweizer Fans glücklich waren, dass man sich noch für diese WM 2010 qualifiziert hat.
        Ob die grossen Spiele auf der Wohlfühoase gründen, weiss ausser den Spielern wohl niemand. Offenbar war aber nach dem Trainerwechsel das Team nicht bereit, sodass man gegen den gleichen Gegner (gegen welchen man gestern mit einer Juniorentruppe gewonnen hat), damals verloren hat. Draufhin hat Hitzfeld gleich mehrere Spieler nicht mehr aufgeboten, was für mich schon etwas wie “aufräumen” ist.

        Den mutigen Fussball unter Köbi Kuhn, welchen Du ansprichst, wurde aus meiner Sicht vorallem vor und an der WM 2006 gespielt. Aber auch da reduziert sich das auf ein paar Spiele. Oder z.B. das Irland-Spiel zu Hause zur Quali EM 2004 war toll. Die Barragespiele gegen die Türkei waren gut. (daheim mehr als dann auswärts) Oder die Gruppenspiele an der WM2006. Aber auch in dieser (Köbi-Hoch-)Zeit (04-06) gabs etliche nicht so tolle Spiele. Und die letzten 2 Jahre der Aera kann man gleich ganz vergessen. Also wenn Du jetzt wegen miesen Spielen, die Nationalmannschaft nicht mehr sehen willst, hättest Du “diesen Punkt” eigentlich schon lange vor der Aera Hitzfeld erreichen müssen.

        Und abschliessend gesagt, finde ich nicht, dass der Umbruch jetzt O.Hitzfeld total aufgezwungen wurde. Er hatte nicht mehr viele Möglichkeiten, klar, aber er hätte sicher auch noch ein paar routiniertere Spieler aufbieten können. Er hat sich aber für die Jungen entschieden und die ins kalte Wasser geworfen. Ausser im Sturm hatte er keine Wahl. Aber wenn 4 von 5 Stürmern aufhören, wirds für jede Mannschaft irgendwann schwierig.

        • Rolf Wegmann sagt:

          Ich möchte weder zum gestrigen Spiel gegen Luxemburg noch zu den vorherigen Spielen unter O.H. gross Stellung beziehen, denn die Leistungen sprechen schon genug für sich… (verloren gegen u.a. gegen die Grosskaliber wie Australien, Costa Rica, Luxemburg, Wales, Montenegro etc.). Nur eine Bemerkung sei erlaubt, was ich als grosser Bayern-Fan durchaus beurteilen kann, auch als Bayern-Trainer war die oberste Maxime von O.H. Fussball, welcher sich resultatmässig auszahlen musste. Von grossartiger Offensive und Spektakel konnte keine Rede sein, ausser einer seiner Stars wollte wieder mal auf sich aufmerksam machen. Von daher darf man sich durchaus die Frage stellen, ob O.H. der richtige Trainer für eine solch junge Mannschaft ist. Ich glaube ehrlich gesagt nicht daran, weder seine bisherige Trainerkarriere noch seine Ansichten von Fussball geben Anlass dazu. Das taktische Korsett passt einfach nicht zu dieser Truppe und gewisse taktische Anpassungen je nach Gegner scheinen hierzulande ein Fremdwort zu sein.
          Ich würde diese Truppe, die notabene über den einen oder anderen sehr guten Spieler verfügt, gerne mal unter einem jungen wilden Trainer à la Klopp, Tuchel, etc. sehen. Emotionen, Geilheit auf Siege, mal was Unerwartetes versuchen, solche Dinge scheinen den Schweizern offensichtlich fremd zu sein. Leider aber ist aber eben der Markt an jungen, innovativen Trainern in der Schweiz, die über das nötige Vertrauen verfügen dürften, auch nicht wirklich vorhanden, deshalb hängt man weiterhin am früher erfolgreichen “Alten”.

        • Rolf Wegmann sagt:

          Sorry… noch ein Nachtrag zu meiner vorherigen Antwort.. was mich schon immer – nicht erst seit dem Amtsantritt von O.H. – extrem nervt ist diese ewige Schönrednerei nach solchen Spielen. Unglaublich, da bleibt mir immer nur das Kopfschütteln. Sind wir mal offen und ehrlich… solche Partien wie gegen Holland (trotz Achtungs-0:0) oder Luxemburg sind doch einfach nur erbärmlich und die will auch niemand sehen. Lieber verliere ich mal 3:4, aber mit Herz und Vollgas und dann ist danach auch niemand verärgert darüber. Und da ich nun ein ganz klein wenig in Fahrt gekommen bin… wer will denn schon CHF 80.00 für einen Tribünenplatz im Joggeli bezahlen für diesen Schrott? Leistung und Preise gehen bei uns schon seit langem getrennte Wege, aber die Verantwortlichen wundern sich, wenn die Stadien schlecht besucht sind. Was übrigens ganz extrem für die Super League gilt, aber das wäre dann ein anderes Thema… Kannst dich dem mal annehmen Mämä…Schönen Abend!

        • max sagt:

          Lieber Pat, Du willst es weniger “boulevardesk”? Gut. Welche Entwicklung hat denn Deiner Meinung nach die Mannschaft unter Hitzfeld gemacht? Wann zuletzt hast Du eine schnelle Angriffsauslösung gesehen? Wann einen Rythmuswechsel? Wann ein konsequentes Pressing? Da wäre doch Luxemburg ein idealer Gegner gewesen. Die Laufwege der in der Offensive überraschen die eigene Mannschaft regelmässig mehr als den Gegner. Das Passspiel ist unterirdisch, man sehnt sich geradezu nach den Alibipässen eines Vogel zurück. Denn die kamen wenigstens an. Was hältst Du von den stehenden Bällen/Flanken? Siehst Du da irgendwo eine positive Entwicklung? Wie beurteilst Du denn die Geschlossenheit der Mannschaftsteile insbesondere in der Offensive? Siehst Du die Lücken dort nicht? Sobald es offensiv auch nur etwas schneller geht, klafft regelmässig ein Loch zwischen der Mitte und dem Angriff. Hast Du Dir (und auch da war das Luxemburgspiel ein besonders schönes Beispiel) mal dass Spiel ohne Ball angesehen? Wieviele Möglichkeiten hatte denn da der ballführende Spieler?
          Hitzfeld mag irgendwann einmal ein guter Klubtrainer gewesen sein. Ein guter Nationaltrainer war er zu keiner Sekunde. Er schadet der Mannschaft weit mehr als es Köbi Kuhn (den ich auch nicht als guten Trainer in Erinnerung halte) je getan hatte. Wenn Spieler nach desaströsen Vorstellungen von “einer guten ersten Halbzeit” sprechen (Xhaka/Luxemburg) oder die böse UEFA für den Misserfolg verantwortlich machen(Lichtsteiner/Wales) dann stimmt etwas in der Realitätswahrnehmung in der Mannschaft nicht mehr. Und das, lieber Pat ist das schlimmste, was einer Mannschaft passieren kann.

          • josé bütler sagt:

            DASCH EMOL E GOHL!!! da spricht ein fachman, vom scheitel bis zu sohle!!! KOMPLIMENT max, jeder abschnitt, jeder satz, jedes wort, jede silbe, ja sogar jeder buchstabe entspricht zu 100% der realität, die wir leider bei jedem nati-spiel unter hitzfeld erleiden und erdulden müssen, habe fertig. max hat die katze aus dem sack gelassen!
            SCHWEIZER FUSSBALL-FANS VEREINIGT EUCH! hitzfeld muss weg!

          • Pat sagt:

            at Max: Deinem Statement halte ich natürlich mit Vergnügen dagegen.

            Die Erscheinungen (Rythmuswechsel, Pressing, Laufwege etc.) deuten ja gerade darauf hin, dass die Mannschaft noch nicht eingespielt ist. Und das sich Spieler bei dem Spiel nicht selbst zerfleischen ist ja auch klar und würde ausser Unruhe auch gar nichts bringen. Ich sehe die positive Entwicklung dahin gehend, dass einige Spiele schon mal nicht so übel waren (England, Bulgarien, Holland), für das dass die noch nicht so lange zusammenspielen. Die Spieler sowie die Mannschaft haben Potential. Das es zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht durchgängig klappt und dann auch teilweise scheisse aussieht, gehört bei einem solchen Umbruch dazu.

            Entgegen einiger Meinungen hier drin, bin ich der Ansicht, dass sich nach der Ausgangslage nach 2 Spielen in der
            letzten Quali für die WM nur sehr wenige Trainer sich mit dem Team noch qualifiziert hätten. Und dieser Umstand macht O.Hitzfeld auch zu einem guten Nationaltrainer. Wobei es für mich nur erfolgreiche oder wenig/nicht erfolgreiche Trainer gibt und nicht den guten National- oder Clubtrainer) Des weiteren hat er Spanien geschlagen, was vor ihm noch keiner geschafft hat. Man kanns auch so sehen.
            Auf jeden Fall ist die Zeit für ein abschliessendes Urteil über diese neue & junge Mannschaft noch nicht gekommen.

          • xyxyxy sagt:

            @Pat – soviel Scheuklappen hab ich ja noch nie gesehen – gegen Spanien: das war schieres Glück. So gewann auch Kazan gegen Barcelona. So etwas kommt im Fussball vor, ist aber nicht weiter der Rede wert, was ja dann die Spiele gegen Chile und Honduras gezeigt haben.
            Nein, die Nati hat seit Köbi nie mehr richtig überzeugt. Nicht allein OHs Schuld, zugegeben, aber OH bringt die Mannschaft definitiv nicht vorwärts und Zeit genug hatte er.

    • Leo Nauber sagt:

      A propos Journalist: Es gibt solche, denen sind die Vermögensverhältnisse des Schiedsrichters das Wichtigste. S.R.2

  6. Ueli sagt:

    Leider hat niemand den Mut, zu diesem nunmehr offensichtlichen Fehlentscheid zu stehen und die Konsequenzen zu ziehen, damit nicht weitere verlorene 3-4 Jahre bilanziert werden müssen. Diesmal hat Mämä wirklich absolut Recht, den Nagel auf den Kopf getroffen.

    • Mike Kaufmann sagt:

      Es ist ja bekannt das die schweizer nati gegen gewisse underdogs mühe hat, das spiel zu diktieren. denoch bin ich der meinung wie es möglich ist, das ein inler bei napoli woche für woche eine gute leistung an den tag bringt und bei der nati nur wie 5.liga spieler spielt. der umbruch in der nati hätte nicht nur mit den jungen spielern folgen sollen, sondern auch den trainer! hitzfeld war ein erfolgreicher club trainer gewesen sein, aber das bedeutet nicht, das er auch ein guter nati trainer ist. die resultate und das mühsame gekicke auf dem feld zeigt es einmal mehr, das der sfv total versagt hat als es um den renten vertrag mit o.h ging. ich wünsche mir einen jungen nati trainer der auf offensive steht und dann bin ich überzeugt, falls die nati dann noch verliert, werden es die (letzten) fans der nati verzeihen da zumindest attaraktiven fussball gespielt wurde. vielleicht würde ein petkovic der nati gut tun !!¨

  7. Frank Meister sagt:

    Treffender als M. Sykora kann man es leider nicht formulieren !!

  8. GEORG sagt:

    Mämä, nicht aufregen! Die 1. Mannschaft des Dorfvereins wo ich wohne, kriegt auch keine 1000 Zuschauer zusammen, wenn sie spielt (sie ist allerdings auch nicht die Nati, sondern in der 2. Liga). Aber Spass bei Seite. Ich hab’s mir bis zur 20. Minute angetan und schaltete dann auf einen anderen Sender um – wenigstens habe ich das Tor nicht verpasst. Eigentlich bringt “jammern” ja überhaupt nichts – besser wäre es, Lösungen für die Zukunft aufzuzeigen! Doch, ist das unsere Aufgabe, haben wir die Möglichkeit Aenderungen herbei zu führen? Wohl eher nicht. Bleibt also nur die Kritik und die müssen sich die Verantwortlichen schon gefallen lassen, denn – wie sagte Mahias Hüppi – …«Unter dem Strich – so geht es ja nicht».

  9. Blauwiis sagt:

    Das war wirklich ein Grottenkick! Für mich ist unerklärlich, wie zweifellos gut ausgebildete und talentierte Fussballer solche Spiele abliefern können. Vermutlich ist man einfach schon zu verwöhnt, bezieht in den Vereinen z.T. Spitzengehälter und ist nur noch bereit, sich für den Arbeitgeber kompromisslos einzusetzen. Die Nationalmannschaft ist nur noch Prestige, aber keine Motivation mehr. Quo vadis? Wer weiss, aber so sicher nicht an eine WM oder EM. Schade. Warum sind wir nur so genügsam…

  10. Martin Locher sagt:

    Ich habe mir 10 Minuten Luxemburg – Schweiz angetan und mich danach anderen Dingen gewidmet.

    Warum sollte man sich Luxenburg – Schweiz ansehen, wenn nebenbei Montenegro gegen Tschechien in der Barrage spielt? Zumindest bis zum 0-1 für die Tschechen war dies eine viel spannendere Angelegenheit. Kurz danach begann mit Portugal – Bosnien ein weiteres Barragesspiel.

    Es wäre schön, wenn die Nationalmannschaft mutigeren Fussball spielen würde, den man sich ansehen kann. Alleine die Aufstellung deutete auf das wiederum gleiche Defensivkonzept hin. Das muss aufhören. In so einem Wurstspiel, muss einfach etwas ´Neues probiert werden.

    Ich empfehle eine OCCUPY FEUSISBERG Bewegung!

    • Urs R. sagt:

      Martin,
      danke für den Lacher des Tages ” OCCUPY FEUSISBERG Bewegung” – i really like that one !!

    • josé bütler sagt:

      lieber martin, deine idee ist gar nicht mal so abwegig! ich habe mir auch schon überlegt, ob man nicht mal bei einem trainingslager deine demo veranstalten sollte. ich denke, über facebook hätte man schnell, sehr schnell, eine ordentliche anzahl leute beisammen. die schweiz brodelt, wir fussballfans haben die schnauze gestrichen voll. was meinst du? ;o)

      • Martin Locher sagt:

        Schön, dass euch mein Spruch gefallen hat.

        PS:
        ich habe die Schnauze nicht voll, sondern schau mir einfach andere Spiele an. Wie ich in einem Kommentar zu einem anderen Blog hier schon mal geschrieben habe, kann man, meiner Meinung nach, eh viel zu viel Fussball schauen. Aktuell bin ich also fast beruhigt, dass ich die Schweizer Länderspiele getrost ignorieren kann.

        • josé bütler sagt:

          martin, jetzt enttäuscht du mich aber! du musst kämpfen, nicht den kopf ins loch, ähh, in den sand stecken!

  11. Jürg Münger sagt:

    Dem bleibt nichts anzufügen.

    • Hans vom Hübel sagt:

      Doch, eines noch: Inler als Nati-Captain ist eine Schande!

      • de philippe sagt:

        das, Herr von Hübel, ist ein ziemlich unqualifizierter Beitrag. Inler ist vielleicht der Beste, den wir je hatten. Nur ist er halt ein Abräumer von Welklasseformat und nicht ein nur schon überdurchschnittlicher Spielmacher, den wir dringend nötiger hätten. Absolut integer, ein Vorbild an Fairness und auch neben dem Platz immer konzentriert auf die Aufgabe. Ach ja, ein Blender ist er halt auch nicht. Nicht schlimm.

  12. Marius Stefani sagt:

    Alle Blogger haben eigentlich recht. Das Potenzial ist da, der erfahrene Coach ist da, die für die notwendige Entwicklung nutzbare Zeit ist da. Aber nicht da ist ein gewisses Feuer, das über dieses erstickende Spielsystem hinweg wirkt. Die Nati spielt vergleichbar mit YB, steril, einfallslos, gefühlte Ewigkeiten hintenherum, dazu gespickt mit technischen Unzulänglichkeiten. Gerne gebe ich als Fan der Mannschaft Kredit (einmal mehr), aber bitte mehr Courage!

  13. Steffu sagt:

    wenn man sich anschaut, was der klose gestern gegen holland abgezogen hat, könnte man neidisch werden!! nun, ich denke, dass ohne wirklichen spielmacher kein spiel zu machen ist. und da klafft seit längerem eine lücke. praktisch alle erfolgreichen mannschaften haben eine starke nummer 10, torgefährlich, unberechenbar, kreativ. wir leider nicht……deshalb guten mutes in die wm-quali, wir haben wenig bis nichts zu verlieren. aber bitte mit einem anderen trainer. er schaut immer soooo traurig aus, dabei ist es ja nur ein spiel 🙂

    • Martin Locher sagt:

      Wir haben auch einen Klose. Nur ist der halt Verteidiger und somit wäre auch die Hitzfeldsche Maurertaktik erklärbar. So das Thema wäre nun abgehakt. wenden wir uns wieder den wichtigen Dingen im Leben zu. Nämlich meiner Mittagspause 🙂

  14. Dustin Peters sagt:

    Grundsätzlich gleicher Meinung Mämä, allerdings mit Einschub, dass die grottenschlechten, uninspirierten Auftritte schon unter Kuhn angefangen haben. Denke die Prio bei den Spielern liegen eindeutig nur beim jeweiligen Club und das 1. Ziel ist es, sich bei der Nati nicht zu verletzen.
    Und dann kommt wohl noch dazu, dass die Spieler in den Medien viel stärker gemacht werden als sie wirklich sind. Sprich die Erwartungshaltung ist zu gross. Aber ein bisschen mehr rennen, wäre wohl nicht zu viel verlangt…

  15. ball sagt:

    wie wärs mit einer realitischen einschätzung nach konsultation der realen gegebenheiten, sprich die qualität der einzelnen fussballer zu berücksichtigen?
    wir haben nach-wie-vor auf dem platz (startelf) lediglich 6 stammspieler aus den europäischen (top-)ligen. die da sind: inler, dzemaili, lichtsteiner, benaglio, von bergen, klose – davon sind 3 verteidiger und 1 ist torhüter – also nicht gerade DAS team, um internationale ansprüche bezgl. torproduktion zu stellen. dies wollten wir mit den einschlägig bekannten Topstürmern der jüngsten vergangenheit jeweils auch; nur die realität sah dann stets anders aus…., nicht?
    zudem muss festgehalten werden, dass auch die luxemburger ihre schnürsenkel binden können und den ball treffen; also ich meine es war ein niveaugerechtes spiel, analog NL vs CHF, nur mit rollentausch wo die CH Nati den Platz der NL einnahm und LUX denjenigen von CH.

    trotzdem hofft “ball” stets auf packendere austragungen

  16. Markus Schürch sagt:

    Ich denke es ist zu einfach alles dem Trainer in die Schuhe zu schieben.
    Wenn der Trainer hoch professionelle Anforderungen ans Team stellt welche die Spieler nicht umsetzen wollen(können) ist nicht der Trainer der allein schuldige….
    Sind wir doch ehrlich,wir haben keinen einzigen Top Spieler!!
    Viele spielen zwar in den grossen Ligen aber sind in den Teams auch nur Mitläufer und keine Leader.
    Fast alle Spieler haben Ihre persönlichen Ziele schon erreicht obwohl sie fast alle noch jung sind.
    Die Ziele definieren sich so,Profi werden in der Super League,Europäische Wettbewerbe,Sprung in die Nati,Transfer in eine Grosse Liga und vielleicht mal etwas gewinnen…
    Der Olypische Gedanke dabei sein ist alles wird hochprofessionell gelebt.
    Es ist viel einfacher bei einem Top Club als Nummer 15 und Mitläufer auf der Gehaltsliste zu sein als bei einem kleinen Club Verantwortung zu übernehmen. Ja nicht schwerer arbeiten als nötig lautet hier das Motto….
    Alle Spieler haben eine hervoragende Ausbildung genossen was sich bei den erfolgreichen Junioren Auswahlen zeigt,da ist die nötige Leidenschaft für das Spiel und erreichen von den Anfangs erwähnten Zielen noch präsent.
    Leider stellt sich bei den meisten schon bald eine Sättigung ein weil die persönlichen Ziele erreicht wurden. Der Karriereplan ist ja erfüllt!!!
    Aus diesem Grund sehen wir solche Auftritte unserer Nati,weil sie sich in ihren Clubs hinter den wirklichen Stars Tag für Tag verstecken können,welche leider alle keinen Schweizerpass haben….
    Jeder Spieler weiss ganz genau was von ihm verlangt wird um auf diesem Niveau bestehen zu können,doch wissen allein reicht auch im Fussball nicht aus,nur die Umsetzung ist entscheidend und das ist eine Frage des Charakters.
    Genügend ist nicht gut genug und dabei sein ist doch nicht alles….
    Wir hoffen auf bessere Zeiten!!!

  17. Christian K. sagt:

    Bis jetzt gab es 13 Europameisterschaften. 2mal qualifizierte sich die Schweizer-Nati für die Meisterschaft und einmal durfte sie mitmachen weil die Schweiz (und Österreich) Gastgeber war(en). Wir sollten uns riesig freuen, wenn wir uns mal qualifizieren und nicht allzu enttäuscht sein, wenn es nicht klappt. Man findet schnell eine andere Mannschaft, der man an der EM helfen kann.

  18. Patrick Ronner sagt:

    …dass Hüppi und A. Suter dann aber noch über eine Viertelstunde einen solchen Grottenkick “analysieren” können, grenzt schon an geistige Masturbation.

  19. Placebo Domingo sagt:

    ich bin ein kind der trostlosen natijahren (70-/80-er-Jahre) und deshalb finde ich, wir klönen auf hohem niveau (nach etlichen endrunden-qualis).
    testspiele schaue ich mir seit jahren nicht mehr an (fehlendes engagement, neue ideen probieren, neue spieler, zwei verschiedene teams pro halbzeit – ergo keine aussagekraft). gegen luxemburg zu testen macht aber sinn, da die schweiz in der nächsten quali ähnliche gegner (hinten reinstehen und so) gegenüberstehen –> also keine panik.
    die auftritte unter hitzfeld sind gar berechnend – ja nicht verlieren, deshalb defensiv; kein risiko; blutarm –> nur, er hat bis jetzt fast immer (letzte quali ausgeschlossen) recht bekommen. und wäre nicht die 93. minute in montenegro (gegen england) gewesen, wer weiss…
    was aber genauso fehlt, sind die exploits einzelner arivierter spieler. wann – ausser gegen england – hat barnetta eigentlich gut gespielt, wann bringt inler endlich die leistung, die ihn in italien unbestritten machen, trifft derdiyok das tor überhaupt?
    hoffen wir, dass sich die jungen genauso weiter entwickeln wie bisher, denn dann kanns nur wieder aufwärts gehen.

  20. Raphael Correcher sagt:

    Nun, ich sehe es gleich wie Mämä. Luxemburg IST und bleibt ein Fussballzwerg und müsste rein nominell von der Schweiz vorgeführt werden. Irgendwie verstehe ich auch nicht, was Hitzfeld mit seiner taktischen Ausrichtung gegen eine derartig unterklassige Mannschaft erreichen will. Ich habe mir in einem Anfall akuten Masochismus den gestrigen Match bis nach dem ergurkten 1:0 angetan (nur so nebenbei: ein solches Spiel als Sportreporter kommentieren zum müssen ist quasi die Höchststrafe). Danach umgeschaltet auf Deutschland – Niederlande. Und siehe da: DA WURDE RICHTIG TOLLER ANGRIFFSFUSSBALL zelebriert (Endresultat: 3:0)…
    PS: Deutschland ist – neben Spanien – ganz klar und zu Recht einer der grossen Kandidaten für den Titelgewinn der Europameisterschaft 2012.

  21. Dominik H. sagt:

    Ob Trainer die Hauptschuld trägt, stell ich so mal in Frage. Sicher ist, als Zuschauer spürt man bei der Nati keine Aufbruchsstimmung wie damals noch bei good ol’ Köbi. Zudem, es scheint der Mannschaft an echten Typen zu mangeln, die den Karren auch mal aus dem Dreck ziehen und wenn es sein muss den eigenen Mitspielern mal Feuer unterm Hintern machen. Bei dieser sehr faul wirkenden Truppe verstehen ich langsam, warum ein Alex Frei mit seinem teils ungesunden Ehrgeiz seinen Platz hat räumen müssen.

    Gibts Positives zu verzeichnen? Gelson Fernandes wirkte als einziger Schweizer gestern lebendig. Well… that’s it.

    • Hans vom Hübel sagt:

      Einverstanden. Ohne Zweifel kann man Hitzfelds Defensivtaktik hinterfragen. Aber von den Spielern seber kommt eben auch nichts. Inler ist eines Captains undwürdig. Barnetta müsste längst ein Leistungsträger sein. Gerade Letzterer ist ein Paradebeispiel eines ewigen Talents. War er als Junger ein Lichtblick mit seiner Dynamik und seinem Einsatz, ist davon nur wenig übrig geblieben. Heute sind seine Auftritte mehrheitlich unglücklich; Stockfehler reihen sich an Fehlpässe. Aber gibt’s Häme und Pfiffe deswegen? Startet der Blick ne Hetzkampagne? Nein – Barnetta ist halt so ein netter und sympathischer! Doch die Netten bringen uns nicht weiter, es sind die “Arschlöcher” wie Alex Frei, die den Unterschied machen. Doch diese vergrault man und jagt sie zum Teufel.
      Der einzige, der einigermassen Feuer im Arsch hat ist Lichtsteiner – und der ist halt trotz allem technisch eher limitiert…

      Mit Fabian Frei und Granit Xhaka besteht immerhin Hoffnung für’s kreative/offensive Mittelfeld. Und wenn Stocker wieder fit ist und Shaqiri mehr Konstanz in seine Leistungen bringt, haben wir durchaus ein konkurrenzfähiges Team.

      Nein ich rede nicht vom FCB 😉 (Aber Deutschland macht’s vor)

  22. Ruedi Z. sagt:

    Das gestrige Spiel gegen Luxemburg war von erbärmlicher “Qualität”, Angsthasenfussball, ein trostloses Gekicke und ein Rückpassfestival, ohne jegliches Konzept. Hitzfeld ist definitiv kein geeigneter Trainer unserer Fussballnationalmannschaft. Die Jungen können bestimmt besser fussballspielen, aber sie sind offenbar im starren System des Trainers gefangen. Noch ist (höchste) Zeit, für die Qualifikationsspiele zur Fussball-WM einen fähigen Trainer zu engagieren.

  23. Henry sagt:

    Die Nati spielt, wie der Trainer an der Linie und im Training agiert. Kein Lachen, keine Freude, kein positives Engagement. Hitzfeld hat seine Karriere hinter sich und sein Vertrag wurde viel zu früh verlängert. Was Testspiele mit unmotivierten Spielern gegen Mannschaften wie Lichtenstein und Luxemburg bringen, weiss nur er selbst. Dabei wird nicht einmal etwas versucht, sondern die Mannschaft spielt auch da mit einem Stürmer, mit viel Ballkontrolle und damit für den Zuschauer denkbar unattraktiv. Da ist es kein Wunder, dass keine Zuschauer mehr die Nati sehen wollen. Fussball ist eben doch keine Mathematik.

  24. Renato sagt:

    Sorry, aber soll diese Kritik: Die Schweiz hat zurzeit keine Spieler, die in einer Topliga eine tragende offensive Rolle spielen. Dies hat auch Hitzfeld gemerkt, daher setzt er auch das Prinzip Hoffnung (junge Spieler). Das Problem ist, dass diese Spieler die Erwartungen (noch) nicht erfüllen. Da hilft auch kein System- oder Trainerwechsel. Die Spieler mit CH Pass werden dadurch auch nicht besser.

  25. Raphael sagt:

    So langweilig und ohne Leidenschaft die Schweiz jeweils spielt, so langweilig redet Ottmar an der Pressekonferenz, kurz gesagt: Bei so einem sinnlosen Testspiel gegen Amateure schläft einem ab dem Anblick der Nati das Gesicht ein.

  26. Ich meine Träumen darf man immer………………

    Erster Schritt; Per sofort(!!!) eine Umstruktuierung des SFV von Oben bis Unten
    Zweiter Schritt; Hitzfeld – wenn wir Glück haben – inkl. Inler, gehen ebenfalls per sofort!!
    Dritter Schritt; Pier Luigi Tami kommt!!

    Der Clou ist, es bleibt beim Träumen!!

  27. DAM sagt:

    Bei aller Kritik darf man eines nicht vergessen: Wären es zwei Quali-Spiele gewesen, hätten wir aus den zwei Auswärtsspielen bei den Niederlanden und in Luxembourg 4 Punkte geholt und wären somit absolut im Soll!

    • Mämä Sykora sagt:

      Bei allem Optimismus hätte die Schweiz wohl gegen ein anderes Holland gespielt, wäre es ein Ernstkampf gewesen.

      • DAM sagt:

        Kann schon sein. Nur müsste dann auch gelten, dass die Schweiz anders gespielt hätte, wäre das Spiel gegen Luxembourg ein Ernstkampf gewesen?
        Die Schweiz ist für die Niederlande, was Luxembourg für uns ist, nämlich ein kleiner Gegner gegen den ein Sieg absolut Pflicht ist.

        • Mämä Sykora sagt:

          Für die Holländer ist ein Testspiel gegen einen kleinen Gegner drei Tage vor einem Spiel gegen Deutschland absolut unwichtig. Da wäre nicht mal eine Niederlage von Bedeutung gewesen. Zudem haben die Holländer niemandem etwas zu beweisen und brauchen keine Wiedergutmachung. Sie standen im WM-Finale und haben sich souverän für die EM qualifiziert. Man weiss, was die Mannschaft könnte, wenn sie denn wollte. Das ist bei den Schweizern nicht so. Den Auftritt in Luxemburg habe ich zwar wie erwähnt nicht mal verfolgt, aber anscheinend passt er bestens zu dem auch in Ernstkämpfen gezeigten.

          • DAM sagt:

            “Für die Holländer ist ein Testspiel gegen einen kleinen Gegner drei Tage vor einem Spiel gegen Deutschland absolut unwichtig.”
            Die Pfiffe der niederländischen Zuschauer zeigen dann aber doch, dass es eben nicht für alle ganz unwichtig war. Und wenn für die Fussballer und den Verband das Spiel unwichtig ist, weshalb setzte man dieses dann überhaupt an? Dasselbe gilt übrigens auch für Luxembourg – Schweiz. Für unsere Nati ist das so ziemlich das undankbarste was der Verband tun konnte. Es gab in diesem Spiel für die Schweiz rein gar nichts zu gewinnen, aber sehr viel zu verlieren, wie man ja auch an den Reaktionen hier im Blog deutlich sieht.

          • xyxyxy sagt:

            Die Holländer sind ja ebenfalls total von der Rolle.
            War eine Sackmiese Leistung von denen.
            0:3 gegen Deutschland – das rückt unser 0:0 in ein etwas anderes Licht.
            Das heisst wir könnten gegen D ein 0:4 erwarten.

            Mannschaften die nur 1:0 gegen Luxemburg gewinnen, fehlt eben die Qualität und wenn es eine Runde höher geht, gehen sie sang und klanglos unter. (z.B. gegen Montenegro, dass in der Barrage gegen Tschechien keine Chance hattte)
            hört auf zu Träumen!

  28. kurt abächerli sagt:

    die schweizer nati kann nicht die reha-klinik für deutsche trainer mit burn-out sein. sonst holen wir noch vogts und matthäus – die haben auch kein konzept. die analysen von othi gehen mir sowas von auf den nerv, dass ich gegen den eigentlich netten herrn eine richtige aggression entwickelt habe. und wenn ich die körpersprache von einigen nati-spielern richtig interpretiere, geht es den spielen (aus anderen gründen) auch so.

  29. Bidu sagt:

    Also dieses Spiel gestern, war etwas vom jämmerlichsten, was ich den letzten Jahren gesehen habe! Kein Feuer, kein Ehrgeiz und jeder hatte seine Gedanken schon wieder bei seinem Club und der kommenden Aufgaben in der Meisterschaft.

    Wie kann man einen solchen Auftritt bloss schön reden, lieber Ottmar? Mir schwant für die WM Quali böses, sehr böses. Ausser Norwegen wird jeder Gegner gegen die Schweiz hinten rein stehen. Und jeder Coach der Schweizer Gegner, weiss wie man gegen die Schweiz spielen muss und das die Schweiz nicht fähig ist, ein Spiel zu machen und einen “kleinen” Gegner zu dominieren.

    Und Ottmar, wird von seinem System bestimmt nicht abkommen, darum muss er weg!

    • Ricco Krebs sagt:

      Das Hitzfeld auf seinem System hocken bleibt befürchte ich eben auch.. Wann ein System mit einem Stürmer dann braucht man einen Knipser in der Spitze.. Namen von Weltklasseleuten wie Gomez, Higuain oder Van Persie fallen mir da ein. Das ist Derdiyok nicht, Frei wäre so einer gewesen.
      Einfach den Vertrag nicht verlängern, trotzdem traue ich der Nati die Quali in dieser Gruppe zu. Schlussendlich ist ja positiv, dass die Schweiz nun bereits dreimal in Folge zu-Null spielte.

  30. Mario sagt:

    Es fällt äusserst unangenehm auf: In letzter Zeit meinen sämtliche Journalisten aus der CH, incl. jene vom SF-TV, es sei ihre Aufgabe die Spiele unserer Nati, oder auch ASL-Spiele zu analysieren. Sogar Sportkommentatoren werden zu “Experten” und werden gebeten von Kollegen ihren Senf auch noch dazu zu geben, obwohl es einzig und allein ihre Aufgabe wäre zu kommentieren und auch das möglichst neutral. Der Nati-Trainer wird in der Halbzeitpause inquisitorisch befragt ! Statt, dass man zu seiner Nati steht, in guten wie in schlechten Zeiten, wird sie ständig klein geredet und geschrieben. Objektive, faire Berichterstattung wäre angebracht und nichts anderes und eine anständige mediale Unterstützung für unsere Nati. Lasst endlich das penetrante Dreinreden sein und lasst mal endlich den Trainer seine Arbeit tun……

    • Mämä Sykora sagt:

      Darf ich fragen, wie denn deiner Ansicht die mediale Begleitung der Nati aussehen sollte? Sollen sich Journalisten einfach die Spiele anschauen und alles unkommentiert lassen? Wenn die Leistungen nicht stimmen, ist nun mal auch die objektivste Beurteilung noch eine negative. Ein Natitrainer ist am exponiertesten, weil ihm die ganze Schweiz bei der Arbeit zuschaut und jede Entscheidung, jedes Aufgebot kritisch angeschaut und kommentiert wird. Das war immer so und wird immer so bleiben. In allen Ländern.

    • xyxyxy sagt:

      Mario – das Problem der Schweiz ist, dass sie viel zu freundlich ist und selbst nach Niederlagen und blamagen Leistungen immer noch alles schön redet. Eigentlich ein sympathischer Charakterzug, aber sehr schlecht, wenn man an die Spitze möchte.

      Hören sie mal den Deutschen zu, da wird selbst noch nach einem Sieg alles mögliche mit harten Worten kritisiert.
      Wenn unsere Jungs mit mehr Glück als Verstand gewinnen, wird das Team jeweils gleich in den Himmel gelobt.

      Und der Unterschied? Die einen bestehen, wenn es darauf ankommt. Die anderen eben nicht.
      Nein Mamä hat recht. Wir hatten alle genug Geduld und Goodwill, es reicht jetzt wirklich.

  31. Ricco Krebs sagt:

    Grundsätzlich gerade etwas gar viel Schwarz-Malerei.. Aber eigentlich auf den Punkt gebracht. Hitzfelds destruktiven Fussball geht mir auf den Sack. Wieso spielt man in einem Testspiel gegen LUXEMBURG 90 Minuten lang nur mit einem Stürmer?? Klar wir haben nicht wirklich viele valable Offensivleute, u.a. weil wir den Besten in die Wüste pfiffen, aber es sollte doch noch irgendwo Qualität vorhanden sein..

  32. Roberto al dente sagt:

    Die Situation erinnert ein wenig an einen alten Österreicher – Witz.

    Hitzfeld nach dem Spiel. OK Jungs, wir müssen nochmal ganz von vorne anfangen! Dies – hebt den Ball – ist der Ball.

    Ein Spieler, nach einer Weile: Darf ich den nochmal sehn’ ?

    P.S. …dafür wurde wenigstens im Spiel Deutschland – Holland einiges geboten 🙂

  33. Andy Dreyer sagt:

    Mämä, was soll dieser Käse?? Das Team wurde verjüngt, wie das von allen Seiten gefordert wurde. Logisch, dass es jetzt etwas Zeit braucht um sich zu finden und automatismen zu erschaffen. Die WM-Quali fängt erst in einem Jahr an, da bleibt noch genügend Zeit um ein Team aufzubauen.

    • Röfe sagt:

      War gestern doch tatsächlich als Auslandschweizer (F) im Stadion in Luxemburg. Habe selten die Möglichkeit ein Länderspiel der CH-Nati anzuschauen. Dass die Stimmung wie das Wetter bitterkalt waren, kann man nur bestätigen. Und ehrlich gesagt, war ich vom Gesamteindruck her auch enttäuscht von “meiner” Nati. Wenn die Ersatzspieler beim Einwechseln eher herumscherzen, und zweideutige Gesten machen als ob sie auf das Spielfeld pissen würden, da löscht es mir ehrlich ab. Deshalb aber zu sagen, es sei alles die Schuld des Trainers ? Es müsste wohl auch unterstrichen werden, dass es wohl vom Verband eine höchst unglückliche Entscheidung war ein solches Auswärtsspiel an einem Wochentag in einem fussballerischen Niemandsland durchzuführen !
      Von einigen wenigen Spielern habe ich doch auch Einsatz gesehen, und das ist mir als bodenständiger CH-Natifan oft wichtiger als der Erfolg. Degen kommt mir da mit ein paar Aktionen in den Sinn, Benaglio hatte sicher leider zuviel zu tun, war aber präsent. Alain Nef, für mich sehr seriös beim Aufwärmen, ging auch in den wenigen Minuten auf dem Platz konsequent zur Sache. Was kann man von einem Spieler wie Rüfli erwarten ? Sicher nicht dass das Spiel komplett umgekrempelt wird, ganz uninterressant ist dieser Spieler jedoch nicht. Zu den wenigen positiven Punkten möchte ich doch auch noch erwähnen, dass einige Spieler sich bei der Handvoll Schweizerfans bedankten, inklusive Abgabe von Trikots…
      Ein Wort noch zum Gegner, welcher von vielen CH-Fans offensichtlich für immer als “Kanonen-Futter” angesehen wird : genau so kleine Gegner schalten manchmal die teuer bezahlten “Stars” der “Super-League” auch aus, sprich Überraschungen im Cup. Da war auch gestern viel böses geckicke zu sehen, wegschlagen des Balles, unvermögen in der Angriffsauslösung – aber auch ein paar überraschende Spielzüge. Dass der Torhüter bei mindestens zwei Aktionen der CH wirklich sehr gut reagiert hat, darf auch nicht vergessen werden. Klar ist, diese Mannschaft wird sich wohl nie für ein grosses Turnier qualifizieren – es wird aber wohl immer wieder vorkommen, dass sogennante “Grosse” – und manchmal selbsternannte Grosse – gegen Luxemburg Probleme kriegen.
      So erging es übrigens auch der französischen Nati, welche zwar gegen Luxemburg in der Quali auch auswärts gewann, aber auch mit etlichen Mühen. Ich wage zu behaupten, dass nach dem Argentinien-Spiel wieder andere Stimmen zu hören sind… könnte sein dass dann die Defensive wieder gelobt wird. Vom Stürmerproblem werden wir wohl jedoch noch einige Zeit reden. Und in diesem Sinne glaube ich dass einige Kommentare in die richtige Richtung zielen : wir haben als CH einfach nicht das gleiche Potential und können nicht erwarten eine Truppe wie Holland, Deutschland oder Spanien aufzustellen. Was macht das schon ? So nebenbei bemerkt : auch Topteams wie Spanien oder Argentinen haben im Moment eher Mühe zu gewinnen…
      Aber eines ist klar : diesen Mannschaften schaut man gerne zu ! Die eigene Nati unterstützt man jedoch auch aus ein klein bisschen Nationalstolz – mit Respekt für jeden Gegner… oder nicht ?

  34. Veronika Moser sagt:

    Es liegt zu aller allerletzt am Trainer.
    Wenn ein Inler als Stütze des Teams bezeichnet wird, na dann gute Nacht. Einen grösseren Antifussballer habe ich seit Jahrzehnten nicht mehr auf unseren Plätzen rumtraben sehen.
    Ich weiss nicht wieso wir alle davon überzeugt sind, immer überall automatisch dabei sein zu müssen…. Diese WM und Euro-Jahre waren Ausnahmen, die nie nie zur Regel werden können, dafür stimmt einfach zu viel nicht.
    Unprofessioneller Verband, kein Teamgeist, Egoismus, ja sogar das Rausekeln und Denunzieren verdienter Natispieler aus reinem Neid und Missgunst – nein, solch eine Nati will ich nicht sehen.
    Schon seit langem habe ich daher der Nati abgeschworen und unterstütze die Deutschen, auch wenn ich anfangs nur Kopfschütteln erntete. Doch wer wirklich leidenschaftlichen, ehrlichen Fussball sehen will, muss eben über die Grenze nach Norden schauen. Europameister 2012 – es kann nur Deutschland sein.

    • josé bütler sagt:

      liebe verena, es ist ganz allein, die verantwortung des trainers!
      du kritisierst inler als antifussballer, ja dann liegt es an hitzfeld, diesen antifussballer auf die bank zu setzen! wir fans sind nicht überzeugt, immer überall dabei sein zu müssen. england war klar die nummer eins, aber die barrage MUSS in dieser gruppe pflicht sein oder wenigstens eine finalissima im letzten spiel. aber nicht mal dies haben wir geschafft! ob der verband unprofessionell ist, kann ich nicht beurteilen, die nachwuchsförderung des sfv IST sehr professionell! die vorzeitige vertragsverlängerung mit hitzfeld, wars eher nicht ;o) kein teamgeist, egoismus, etc. dafür muss ein trainer sorgen. ein trainer ist verantwortlich für die zusammensetzung des teams, er muss die jungs motivieren, zusammenschweissen, teambuilding betreiben, etc. deine aussage mit deutschland kann ich nur unterstützen. lange jahre hats mir gegraust ab der spielweise der deutschen, aber jetzt, mit özil, götze, khedira, klose, mir läuft das wasser im mund zusammen wenn ich ans spiel gegen holland denke. und da gings ums prestige, ist ja sozusagen ein derby.

      • DAM sagt:

        @Veronika Moser
        betr. “Antifussballer” Inler: Die Erfolge unter Köbi Kuhn hingen nicht zuletzt mit Johann Vogel zusammen, der von vielen als Antifussballer schlecht hin angesehen wird. Damals genügte es aber, dass er die Defensive stabil hielt, für die Offensive waren andere zuständig. Genau dasselbe gilt für Inler bei Napoli. Beider gleichzeitig (spirch Defensive organisieren und gleichzeitig offensive Impulse setzten) können nur extrem wenige Weltklasse-Spieler (z.B. Schweinsteiger, Xavi) und in der Schweiz gibt es nunmal halt keinen davon.

        @jose bütler
        Jetzt widersprichst du dir aber selbst. Bei unserer Nati, wo’s schlecht läuft schiebst du die alleinige Verantwortung auf den Trainer. Bei den Deutschen hebst du die grandiosen Spieler hervor, deren Trainer Jogi Löw erwähnst du aber mit keinem Wort. Ich gehe jede Wette ein, dass Hitzfeld mit der deutschen Nationalelf ebenfalls Erfolg hätte, Löw hingegen mit der Schweizer Nati keinen Blumentopf gewinnen würde.

        • josé bütler sagt:

          @dam:
          ich beziehe mich in meinem kommentar auf die spielweise der deutschen. lange jahre haben die deutschen mit viel einsatz ihre erfolge erzielt, es war nicht sonderlich schön anzusehen. jetzt aber, wird offensiv, schnell und kreativ gespielt. die philosophie ist eine andere. achtung, fertig, los! ich bin überzeugt, mit einem anderen trainer, einer anderen spielphilosophie, einer anderen mentalität im team, wäre für uns mehr möglich als zur zeit. wie die erfolge der nachwuchsabteilungen zeigen, haben wir gute spieler zur verfügung. “man” muss er nur RICHTIG umsetzen! keiner erwarter regelmässige qualifikationen für grosse turniere. aber dass wir wenigstens vor dem letzten spiel noch eine chance auf die quali haben, dass wir ein team auf dem platz haben, dass begeisterung, freude, spass, leidenschaft, enthusiasmus, teamgeist, etc. ausstrahlt, all dies dürfen wir doch von unserer nati erwarten, oder nicht???

        • Auguste sagt:

          hmm…, gökan inler ist gewiss kein anti-fussballer. da haben sie vollkommen recht, dam. er ist international ein prima sechser und dann am besten, wenn man ihn genau diese rolle spielen lässt. spektakuläres wie von schweinsteiger, xavi oder in zukunft von kroos oder sahin darf man da einfach nicht erwarten.

          löw hatte auch eine gehörige portion glück. van gaal setzte schweinsteiger endlich auf der richtigen position ein und erkannte das genial unberechenbare im spiel des offensiv-derwisches müller. oezil’s stern ging gerade im richtigen moment auf, khedira nutzte die chance seines lebens und manuel neuer zeigte der welt, dass ein guter torhüter auch ein verdammt guter libero sein kann. gott, wie ich es liebe, dieser mannschaft bei der arbeit zuzusehen.

  35. Orlando sagt:

    Fakt ist doch, dass wir momentan einfach nicht genügend Qualität in der Mannschaft haben, um einen anderen, offensiveren Stil spielen zu können, da hilft auch kein Trainerwechsel.
    Hinten haben wir ausser Klose und Ferati keinen, der einen wirklich anständigen ersten Pass spielen kann. Von den Aussenverteidigern kommen (Ausnahme Rodriguez) 8 von 10 Flanken nicht bis in den Strafraum und im Mittelfeld spielt ein vom Trainer mangels Alternativen zum Spielgestalter verdonnerter Ausputzer, dem die benötigte Kreativität weitgehend fehlt. Den Sturm können wir getrost weglassen, weil er im Moment nicht stattfindet.
    Ich bin auch kein Fan des Hitzfeld’schen Defensiv-Sicherheits-Fussball, aber ich denke, er hat rasch gesehen, dass mit dieser Mannschaft im Moment nur auf diese Art einigermassen erfolgreich gespielt werden kann, dass es nicht schön anzusehen ist, steht ausser Frage. Ein Lichtblick sind sicher die Jungen wie Xhaka, Shaqiri, Mehmedi, Rodriguez und Frei (Stocker nicht zu vergessen, wenn er fit ist), allerdings brauchen die noch Zeit und Erfahrung, bis sie wirklich konstant auf diesem Level spielen können.

  36. Thomas Luchs sagt:

    Exakt meine Meinung. Ok, das England-Spiel fand ich unterhaltsam und zum ersten Mal seit langem kam wieder mal sowas wie Mitfieber auf. Leider eine Ausnahme. Vorher und nachher eigentlich nur Hafenkäse. Einmal bin ich sogar eingeschlafen (!) und bei anderen Spielen habe ich themenfremde Gespräche geführt. Und hätte ich gestern früher bemerkt, dass Sport 1 das Bosnien-Spiel überträgt, hätte ich sogar umgeschalten. Sowas ist mir in den gut zwei Jahrzehnten, in denen ich die Nati ziemlich angefressen verfolgte, nicht mal ansatzweise passiert.

  37. Heinz Specker sagt:

    Ich bin kein Fussballexperte aber manchmal mag ich es, einem guten Spiel zu zuschauen und finde es ganz ok. Aber ich frage mich wieso solche – notabene – Jungs! soviel verdienen sollen, keine Leistung zeigen, als ‘Idole’ gelten, und das für noch Jüngere. Und dies in einem ‘Sport’, der einem oft für längere Zeit verletzt und im ‘Alter’ – so ab 30! – einen als halben oder ganzen Krüppel zurück lässt! Ich bin gegen eine öffentliche Förderung eines solchen ‘Sports’ und finde, die ganze Sache ist total überbewertet. Von den Schiebereien mal ganz abzusehen.

  38. Tobi W. sagt:

    Der lustlose Grottenkick, den wir Spiel für Spiel von der Nati vorgetischt bekommen, geht ganz klar zu Lasten von O. Hitzfeld. Wer bestimmt die Taktik, wer stellt den Kader zusammen??? Richtig… der Trainer. Nicht Mämä Sykora, auch nicht Tobi W. schon gar nicht Kubilay T. oder der liebe Gott… es ist Ottmar Hitzfeld.

    Mit diesem Bunker-Fussball, immer nur auf Sicherheit bedacht, erobert man nicht die Herzen der Fussball-Nation. Mir wäre lieber die Schweiz würde erfrischenden Angriffsfussball spielen und dann vielleicht ab und an eine Niederlage mehr einfahren. Wir sind eine kleine Fussball-Nation mit guten Einzelspielern. Dabei automatisch eine EM- oder WM-Qualifikation vorauszusetzen wäre über das Ziel geschossen. Das verlangt aber auch niemand mit einem einigermassen gesunden Fussball-Verstand!

    Herr Hitzfeld WAR einmal ein guter Vereinstrainer. Seither hat sich aber vieles im Fussball geändert. Herr Hitzfeld ist nicht mehr zeitgemäss. Punkt. Ich finde ihn sehr sympathisch und ich möchte eigentlich nicht, dass er den Verband unfreiwillig verlassen muss. Darum soll er uns erlösen und von sich aus gehen. Grosser Respekt vor seinem Leistungsausweis als Vereinstrainer, aber was genug ist, ist genug!

  39. Nino sagt:

    Die Schweiz ist nicht so schlecht wie sie spielt, aber seit Hitzfeld Trainer ist, ist auch jegliches Feuer erloschen. Die spielen frischfröhlich in fast jedem Spiel einen völligen Stiefel runter. Wenn die Schweiz das Spiel machen muss, es kommt nichts. Gegen Luxenburg hätte ich nach 15 – 30 Minuten bereits die ersten (Straf-) Auswechslungen wegen Arbeitsverweigerung einzelner Spieler vorgenommen, nur schon um endlich die längst fälligen Zeichen zu setzen! Ich bleibe dabei, Hitzfeld hat einen Rentenvertrag, er selber hat eine super Vergangenheit, aber seit dem Abgang bei Bayern München ist er so abgebrannt wie die Schweiz gegen Luxenburg gespielt hat. So nicht, es gibt keine Entschuldigung, basta!

  40. Hans Herbst sagt:

    Der Verband zahlt dem OH eben eine gute Rente. Und als Trainer-Rentner darf er ja auch nicht mehr allzu sehr auffallen, denn Aktive haben keinen Anspruch auf Rente.
    Offensichtlich ist er immer noch ein guter Pädagoge, denn es gelingt ihm, seinen eigenen Rentner-Rhythmus auf die Spieler zu übertragen. Altersweisheit lebt er vor, und die bedeutet vor allem: Ehrfurcht vor dem Gegner – und dabei immer fair bleiben: Wer den kleinen nicht ehrt, ist des grossen nicht wert. Haben es die gut bezahlten Möglichkeiten denn nötig, sich auf dem Platz auf Kosten eines kleinen Gegners zu profilieren? Haben sie in ihren Vereinen nicht genug Gelegenheit? Wo denn anders auf der Welt als in der Schweiz, wo die UN ihre Menschenrechtsorganisation hat und das Rote Kreuz residiert, wird man Fussball-Fans finden, denen die Ehrfurcht vor dem Gegner das Wichtigste an einem Fussballspiel ist. OH wir danken Dir, dass Du unser Innerstes so gut verstehst.

  41. algren sagt:

    Beckenbauer hätte wohl gesagt: “Ich weiss nicht, was das war… Fussball war’s jedenfalls nicht.”

  42. FCZ-Andy sagt:

    Die Nati spiegelt nur das wieder, was wir in 36 Runden Gurkenliga sehen. Ich habe fertig!

  43. micha sagt:

    Man kann über den Schweizer Fussball klagen, wir haben nicht genügend gute Spieler etc .Stimmt möglicherweise alles. Aber Fakt ist auch: Unter Hitzfeld wird, unbesehen des Gegners, einer äusserst defensiven Spielweise gefrönt. Der Fokus liegt auf dem Verhindern von Chancen, nicht auf dem Erspielen. Eine solch defensive, mit Konterfussball kombinierte Spielweise ist vielleicht gegen stärkere Gegner angezeigt, gegen schwächere schlicht unverständlich. Es ist nicht wirklich resultatorientierter Fussball, sondern verkrampfter Angstfussball. Eigentlich nur gegen England und Holland in den drei Hitzfeld-Jahren eine abweichende, eine optimistisch Orientierung. Der Grund ist im System und in der Auswahl der Spieler zu suchen. Aus der Defensive/defensivem Mittelfeld kommt quasi nie ein öffnender Pass, zuwenig konstruktiver Aufbau. Alibil-fussball und Fehlpässe dominieren. Und vorne fehlt es an Bindegliedern, welche die Stürmer in Abschlussposition bringen können. Systematisch wurde früher Hakan Yakin geschnitten, obwohl der einzige, der damals eine Nr. 10 sein konnte. Dafür wurde Frei als Spielmacher verheizt, eine Rolle, für die er nichts bringt. Es ist nicht eine nackte Katastrophe, aber enttäuschend und im Kern wiklich ungenügend. Bleibenden Eindruck wird Herr Hitzfeld so nicht hinterlassen.

  44. Paul Summermatter sagt:

    Kommt ja ein wenig überraschend nachdem Sikora den Schweizer Fussball zum A-TEAM erkor. Richtig ist, dass Hitzfelds
    Truppe gerade mal 2 gute Spiele in 4 Jahren hatte gegen England und Holland. Offensiv ist das eine biedere Truppe, Typen wie Granit Shaka oder Mehmedi sind physisch nicht in der Lage auf diesem A Team Niveau zu spielen. Beide haben gegen Luxembourg Fehlpässe serienweise fabriziert.
    Hitzfelds Querpass Orgien Taktik funktioniert nicht mehr, dass hat man mittlerweile selbst bei Bayern München gemerkt.

    Wenn der CH Fussballverband 4 Mio für Hitzfeld verbrennt ist das seine Sache. Die Mannschaft wird gnadenlos abschiffen in der WM- Quali.

    • Mämä Sykora sagt:

      Da wäre ich aber neugierig drauf, wann und wo ich die Schweizer Nati oder den Schweizer Fussball als A-klassig bezeichnet habe.

    • Martin Locher sagt:

      Physische Schwächen = Fehlpässe. Ich erinnere an den kolumbianischen Haarprachts-Standfussballer Valderama und widerlege diese These.

  45. de philippe sagt:

    Bin absolut einverstandent Mamä. Hitzfeld hat sicher mehr Kredit verdient als wohl jeder andere. Mangels Entwicklung des Teams und selbstredend fehlenden Resultaten hat er den aber mehr als verspielt. Die Behauptung, ohne die CS als Hauptsponsor der Nati und ihres Super-Testimoninals Hitzfeld, wäre dieser nicht mehr beim SFV angestellt, kann man wohl schon längst nicht mehr als Polemik abtun.

  46. Marc O. sagt:

    Habe mir gestern aus Neugier über Marcel Kollers Debüt als Ösi-Teamchef mal das Spiel der Österreicher gegen die Ukraine angeschaut. Unsere Nachbarn haben – wieder mal – verloren. Allerdings war ich von Ihrer Spielweise absolut positiv überrascht: Viel Kreativität und Tempo, Pressing und Aggressivität, so die Ukrainer über weite Strecken dominiert. Auswärts in Kiew wohlverstanden. Mit viel Pech dann leider verloren. Bin überzeugt, dass wir nicht das schlechtere Spielermaterial als die Ösis haben, folglich müsste man sowas auch von der Schweizer Nati erwarten können. Bei allem Verständnis für den Neuaufbau; diese latente Lustlosigkeit lässt sich damit kaum erklären. Irgendwie ist da schon der “Wurm” drin …

    • Nino sagt:

      Stimmt schon, die Ösis beobachte ich auch schon länger. Die spielen nicht schlecht, verlieren jedoch dauernd wegen mangelnder Effizienz im Abschluss, meistens unglücklich und unverdient. Die Schweizer punkten trotz aller Kritik wenigstens noch. Bei den Ösis ist schon länger der Wurm drin, vielleicht schaffen die es jetzt mit Koller nun auch noch zu gewinnen. Die Schweizer mit den schwankenden Leistungen geben mir Rätsel auf, vor allem weils sie sich dem jeweiligen Niveau des Gegners nur gut anpassen können aber selber nicht im Stande sind Akzente zu setzen und dem Gegner ein Spiel überzeugend aufzuzwingen. Liegt es vielleicht an Hitzfeld, der Angsthasenfussball spielen lässt um ja nicht zu verlieren?

    • DAM sagt:

      @Marc O.
      Dank diesem schönem Fussball war Österreich in den letzten Jahren ja auch Stammgast an Welt- und Europameisterschaften. Wie, das stimmt nicht? Ist aber schade. Mal im Ernst: Am Ende des Tages zählt doch im Fussball nur das Ergebnis und da stehen wir Schweizer halt in der Regel immer noch besser da, als unsere östlichen Nachbarn.

      • Marco O. sagt:

        @DAM
        Moment mal, mein Guter, es ging mir überhaupt nicht drum, die Österreicher zu glorifizieren, ist mir auch klar, dass die ganze Sache ohne erfolgreiche Resultate wenig Sinn macht. Andrerseits sind die Resultate irgendwo dann auch eine Folge der Spielweise und des Engagements. Dass man die jeweiligen Endrunden im Fokus hat und anstrebt, ist klar. Dass man nach lustlosen und verknorzten Freundschafts- und Qualifikationsspielen am Turnier nicht auf einmal Traumfussball spielen kann, ist aber auch logisch. Wenn ich lese, dass Spieler Mühe haben, sich für ein Freundschaftsspiel in Luxem-burg zu motivieren, habe ich auch Mühe. Tut mir leid, aber da ist der Trainer gefragt. Wenn OH dann nach den beiden letzten Freundschaftsspielen sagt, er sei mit total 4 Punkten zufrieden oder in Luxemburg habe nur das erlösende zweite Tor gefehlt, dann wirft das für mich einige Fragen auf.

  47. Ueli sagt:

    Wenn sie guten Fussball schauen wollen, zappen sie doch auf den ARD. Dort spielen die Deutschen….

  48. karl friedrich sagt:

    das weiss ich schon lange … ch-nationalteam ist tabu für mich und meine zeit vergeude ich nicht mit ihm . es lebe der FCB ! ! !

  49. paddy sagt:

    Es wird auch zu viel erwartet von der Schweizer Nati! Wir sind ein kleines Land und deshalb können wir nicht jährlich gute Fussballer “produzieren”. Ich glaube der Druck der Fans und der Medien ist zu gross für die (junge) Mannschaft, deshalb kommt es solchen Spielen wie in der EM-Quali und gegen Luxemburg.
    Aus meiner Sicht sind die Freundschaftsspiele nicht sehr sinnvoll. Es hat Eindruck, dass es zu viele sind und das sie die Spieler eher als Verletzungsgefahr betrachten als Ehre für ihr Land aufzulaufen.
    Und auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt wieder verbal gelüncht werde: Ein Land wie die Schweiz kann es sich nicht leisten einen Spieler vom Kaliber eines Alex Frei aus der Nati zu ekeln. Aus meiner Sicht ein Mitgrund für die verpasste EM.

    • josé bütler sagt:

      chabis!!!

      • paddy sagt:

        Was für eine konstruktive Antwort…..!

        • josé bütler sagt:

          @paddy: ich werde also mein “chabis” konstruktiv erklären: es wird zu viel erwartet von der schweizer nati? was heisst zu viel? ich habe erwartet, dass man sich in der em-quali für die barrage qualifiziert, hinter england notabene. aber “man” hat es nicht mal in die finalissima geschafft, sprich, man hatte vor dem letzten spiel nicht mal mehr die chance sich für das barragespiel zu qualifizieren, ich denke, da ist mein “chabis” berechtigt, oder? wir sind ein kleines land, das stimmt ;o) aber wie die juniorenauswahlen des sfv zeigen, können wir durchaus “jährlich” gute fussballer “produzieren”, das zweite “chabis”. bezüglich druck, druck haben die spieler in den clubs auch, die meisten spielen ja im ausland und so richtig “jung” ist die nati erst seit dem spiel in england. und diese jungen sind teilweise übrigens u17 weltmeister und haben im final dem druck von 64’000 nigerianischen fans standgehalten. also kein argument, sprich “chabis”. freundschaftsspiele sind nötig, um das team einzuspielen, zumal wir ja an der em nicht mit dabei sind, also ist deine aussage, dass freunschaftsspiele nicht sehr sinnvoll sind, “chabis”. bezüglich frei, er wurde von ein paar wenigen ausgepfiffen, was ich sehr verurteile, aber hat dann mimosenhaft den rücktritt gegeben, dies als captain und während einer quali! dass wir auf alex frei nicht verzichten können, sieht man ja jetzt. zufrieden?

          • paddy sagt:

            Ja, danke für deine Ausführung!
            Du hast recht, dass sie sich in dieser Gruppe hätten für die Barage qualifizieren solldn (müssen)
            Das mit dem Druck stimmt nich, denn in den Clubs haben sie (meistens) erfahrene Spieler im Team die die Mannschaft führen. Ich sehe momentan keinen solchen Spieler in der Nati.
            Es ist auch falsch, alles an Hitzfeld auszumachen.
            Manche Spieler schwanken zu sehr zwischen im Club top, in der Nati flop. (Bspl.: Inler, Xhaka, Lichtsteiner)

            P.S.: Es waren nicht nur ein paar die gepfiffen haben! (Falls doch waren es sehr laute “Pfeifen”)

    • Nino sagt:

      @paddy: Von wegen kleinem Land, ich sehe das ganz anders. Ein kleines Land wie Holland ist Nr. 2 der Welt, wenn alle wollten, was Holland kann, könnten wir doch auch schaffen, davon bin ich überzeugt! Wir machen vieles richtig, aber es ist zu prüfen was die Holländer (oder auch andere vergleichbare Länder) noch besser als wir machen! Nicht zu vergessen sind die Fortschritte in den letzten 10-15 Jahren mit EM-, WM Qualifikationen und guten Erfolgen in Europa- und CL sowie auch beim Nachwuchs, es wird auch zuviel schwarz gemalt und es ist nicht alles negativ! Momentan haben wir halt einen kleinen Hänger und wenn es dann wieder aufwärts geht ist alles wieder super!

      • paddy sagt:

        Danke Nino
        Damit bestätigst gerade eine meiner Thesen: 1.Der Druck ist zu gross.
        Du hast sicher nicht Unrecht, wenn du die Fortschritte der letzten Jahre anschaust. Aber momentan sehe ich in diesem Kader kein zweites Holland! Ich würde die WM 2014 nicht abschreiben (für mein Geschmack etwas populistisch Herr Sykora) aber es wird schwierig.
        Aus meiner Sicht, ist die gute Jugendarbeit vor allem auch den grösseren Vereinen zu verdanken (FCB, FCZ, GCZ & YB) und nicht nur dem SFV.

        • Nino sagt:

          @paddy: Bei den Holländern ist der Druck auch gross, vielleicht noch grösser. Bitte lese genau, die Schweiz ist (noch) kein zweites Holland, ich sagte nur dass Holland auch ein kleines Land ist, so wie die Schweiz und wir Schweizer eigentlich das gleiche wie Holland erreichen könnten, falls wir analysieren was Holland besser/anders macht. Die Jugendarbeit muss auf einem erfolgreichen Konzept basieren, welches alle Schweizer Clubs anwenden sollen.

  50. kurt abächerli sagt:

    Wieso kein Occupy Stadion and Reclaim the National Team! Geht man die Kommentar-Spalten der Online-Medien durch, merkt man klar, dass der Wind gedreht hat. Was wäre, wenn nicht Familien zum Picnic sondern Fans das Stadion beim Spiel gegen Argentinien füllen und mit geeigneten Aktionen OH einen Rücktritt nahe legen. Das kann man nicht ignorieren. Remember: Drei respektive zwei pfeiffende Fans haben Frei und Streller aus der Nati vertrieben! Kommt alle. (Ich war bisher auch erst an einem Nati-Match und das 2006 in Germany).

  51. Pat sagt:

    @kurt a.: Wenn dieses Posting ernst gemeint ist, ist es wegen Leuten wie Dir genau richtig, dass die Schweiz nicht an die EM fährt. Solche “Fans” haben keine WM- oder EM-Teilnahme verdient. Stattdessen sollen doch so Nationen wie die Iren an die Turniere gehen. Die freuen sich noch, dass sie dabei sind. Egal ob das eigene Team wie Brasilien spielt oder nicht.

    • josé bütler sagt:

      kurt hat dieses posting sehr ernst gemeint und meine unterstützung hat er. und wir sind nicht alleine, wir sind viele, sehr viele. und ich war schon an sehr vielen nati-spielen ;o)

      • Pat sagt:

        Sorry Jose, aber Dein Posting-BeifallGeklatsche&wir-sind-viele-also-haben-wir-recht-Getue ist nur noch peinlich.
        Das muss ich Dir nun sagen auch wenn diese Art und Weise der Formulierung mich gleichzeitig in die Ecke drückt, welche ich verurteile.

        • kurt abächerli sagt:

          lieber herr pat, wieso so aggressiv. das ist ein demokratisches vorgehen. wenn du im history meine posts anschaust, merkst du vielleicht, dass ich OH schon seit jeher als fehlbesetzung kritisiert habe. ich bin ein grosser fussball fan und habe angst, dass uns dieser abgelöschte querpass-trainer um jahrzehnte zurückwirft. was bisher geboten wurde, ist schlicht eine katastrophe. selbst der sieg gegen spanien, war unansehlich und der gestolperte siegtreffer zufällig. sorry ich wiederhole mich. also: grundmenge aller fans ohne pat (auch so sind wir 99%) auf ins stadion…

  52. Auguste sagt:

    hmm…, der zeitpunkt, um zu einem schlüssigen urteil über othmar hitzfeld zu gelangen, ist noch zu früh. gewiss, die nati löst mit ihrem spiel keine begeisterung aus, aber das war in der vergangenheit auch nicht viel anders und wenn es anders war, dann bestätigte die ausnahme die regel.

    stand heute kann der nati-trainer auf einen kader zurückgreifen, der eigentlich gut genug sein müsste, um einen barrage-platz in der quali für ein grosses turnier zu spielen. mehr wäre wunschdenken. es liegt nun an hitzfeld, eine neue mannschaft zu formen, die auch die eine oder andere umstellung oder verletzung verkraften kann und darüber nicht gleich funktionsuntüchtig wird.

    ob die aufgabe von einem andern trainer besser gelöst werden könnte, ist zum jetzigen zeitpunkt auch nicht gewiss und deshalb drängt sich ein wechsel auf der nati-trainerposition im moment nicht auf. man könnte allerdings mannschaft und trainer besser unterstützen, wenn man ihnen testspiele gegen gegner organisiert, die ein gewisses mass an konzentration erfordern. alles was mit “L” anfängt, gehört da definitiv nicht dazu.

  53. Roy sagt:

    ich habe eigentlich keine meinung zu hitzfeld – aber,
    im 1. jahr habe ich noch praktisch alle partien der nati am TV verfolgt – freunde, fleisch, chips, nüssli, bier.
    im 2. jahr habe ich noch die spannenden spiele gegen gleichstarke oder stärkere teams am TV verfolgt – freunde (nicht mehr viele) chips und bier
    jetzt im 3. jahr schaue ich gar keine spiele mehr am TV (auch nicht im stadion) und esse nur noch fleisch, chips und nüssli und treffe die freunde auf ein bier in einer bar, wo man die spiele nicht überträgt.

    p.s. ich bin ein fussballbegeisterter – schaue schweizer clubfussball, stadiongänger, zwischendurch mal ein bundesliga spiel oder der primera division – aber hitzfeld? schon lange nicht mehr….

  54. Anja sagt:

    Nun ich hab gegen Luxemburg auch eine sehr schwache Leistung gesehen, aber für mich wurde da nur bestätigt, was der Schweizer Nati ein Stück weit verlorengeht, ich blicke für mich zurück und sehe eine Mannschaft die an der WM 06 als Gruppenerster sich für das 1/8 Finale hätte qualifizieren können. Dann passierte das Spiel gegen die Ukraine und dies war nicht das erste mal, dass eine Schweizer Mannschaft zwar mit Druck aber nicht mit der Favoritenrolle umgehen konnte. Danach ging für die Schweiz die EM 08 Quali los, zum vergleichsweise dümmsten Moment. Es gab nichts nach dem Ukraine Spiel an dem man sich im Masstab hätte hochhangeln können, nein im Gegenteil, Testspiele waren angesagt, herumprobieren und auf den ersten Ernst-Einsatz warten. Wirklich aufschlussreich waren auch diese Testspiele unter Köbi nicht, da fing es schon an, dass die Schweiz sich ihren Bogen Richtung Minimalisierung vorzeichnete. Und auf einmal war er da, der langersehnte Moment im Joggeli bei der EM 08 und trotzdem fehlte für mich dort nicht nur ein Kaptän, sondern die Kollektivleistung die ich zum Beispiel im Stade de France in Paris 2005 erleben durfte, mir war als ob die Schweizer Nati ein weiteres Testspiel gegen Tschechien absolvieren würde, so nach dem Motto “lasst uns doch erst einmal im Wettbewerb ankommen, den wir ausrichten”. Das dies zuwenig war von ALLEN rächte sich ja schnell. Mehr muss man dazu nicht sagen. Dann kam der Trainerwechsel. Angekündigt teilweise wie die Neugeburt von “Messias Beckenbauer”Das multiple Talent. Tja und doch kehrte keine Ruhe ein, doch durften wir die “Schande gegen Luxemburg” erleben und so weiter und so fort. Nebst dem aber eine U-17 WM feiern und miterleben wie eine U-21 sich heranmausert. Trotzdem, es gab viele Nebengeräusche, schon auch in der WM Quali und einige Unstimmigkeiten und die lasse ich nicht nur an den Spielern von einzelnen Regionen festmachen, da ist für mich schon mal der Verband stärker gefordert, denn es kann nicht sein, dass es medial oder auch polemisch festgemacht wird, wer denn einen Heldenstatus erntet und wer den Schwarzen Peter. Weiter im Text, die WM in Südafrika habe ich eigentlich genau mit den gleich gemischten Gefühlen erwartet wie die EM 08, denn im Vorfeld lief einfach zuviel schief und wenn es nur Kleinigkeiten waren, aber es summierte sich. Und ich fand nicht dass das Team mitsamt Trainer und Staff parat war diese Aufgabe zu meistern. Nun seit Südafrika haben wir Fans, Verantwortliche und Spieler eine Achterbahn hinter uns gebracht, deren Anfang in Köln 06 genommen hat und damit möchte ich nicht mal das Penaltyschiessen in den Vordergrund stellen sondern, dass für mich damals bis heute das Schweizer Team sich so schwer tut, als das bessere Team sich ins Spiel zu bringen. Warum funktioniert das nicht, das müsste mal hinterfragt werden. Denn kämpfen können sie schon die Schweizer nur ein Spiel an sich reissen, zu diktieren und den Tarif durchzugeben, da fehlt es und da fehlt es für mich einerseits im Team aber auch beim Trainer. Nur zum sagen gegen Chile, gegen Honduras hätte ich viel schneller die Abwerhkette aufgegeben, hätte viel mehr Kräfte ins Mittelfeld gestellt und offensiver gespielt, denn ehrlich gesagt, “Scheiss drauf” wenn schon untergehen, dann aber mit fliegenden Fahnen und nicht mit einer Taktik die auf die Sicherheit des Systems baut. Das Team müsste doch auch mal die Möglichkeit haben, voll angreifen zu können und die Defensive ein Stück weit ausser Acht zu lassen. Nun gut, ich bin und fühle mich der Schweizer Nati nun mal sehr verbunden, ich möchte und will sie nicht im Stich lassen, ich hoffe die Schweizer Nati lässt und alle auch nicht im Stich. In diesem Sinne Kantonsübergreifend ein Herzliches Hopp Schwiiz

    • josé bütler sagt:

      wow anja, sehr fundierter kommentar! und ähm, tönt vielleicht ein bisschen überheblich, aber dass er von einer frau ist, wertet ihn gleich nochmal um ein mehrfaches auf, grosses kompliment!
      du schreibst, ich zitiere: ich blicke für mich zurück und sehe eine Mannschaft die an der WM 06 als Gruppenerster sich für das 1/8 Finale hätte qualifizieren können. kleine korrektur meinerseits: die schweiz HAT sich für das 1/8 finale qualifiziert und ist dann leider gegen die ukraine ausgeschieden. bezüglich em 08 hast du recht, es war nicht gerade erbaulich, was köbis truppe an der heim-em bot. bezeichnend war für mich, dass hakan yakin, erst verschmäht, dann der erfolgreichste schweizer spieler der em wurde. ich finde es heikel, wenn du die aktuelle situation der nati in zusammenhang stellst zu ereignissen die sich 2006 in köln abgespielt haben oder dort ihren anfang genommen haben. ich denke, es gibt gute und schlechte phasen in einem team. auch ich leide mit leib und seele mit der nati mit, darum ärgere ich mich ja auch so, über den aktuellen zustand. mit diesen spielern muss mehr möglich sein! ich hoffe wir werden bald wieder bessere zeiten erleben, wobei ich mit dem aktuellen trainer eher skeptisch bin.

  55. Guillaume Savioz sagt:

    Ich begreife einfach nicht warum die Schuld immer auf den Trainer abgewälzt wird Ottmar Hitzfeld ist ein guter Trainer aber auch er ist nicht Gott. An den schlechten Resultaten ist für mich nicht er sondern die Spieler schuld. Wir sollten auch einsehen, dass die Schweiz nicht ein so grosses Fussball Talent hat wie Spanien oder Holland etc. Meines erachtens ist ein Trainerwechsel genauso wenig von nöten wie ein Umbau des ganzen SFV.

    • josé bütler sagt:

      mein lieber “güome”: es ist doch schön, dass es leute gibt, die mit unserem trainer zufrieden sind. ich meine, ottmar ist wirklich ein guter trainer, der erfolg ist da, die spieler entwickeln sich weiter, man sieht klar seine handschrift bezüglich, laufwege, eingeübte spielsituationen, standards, er wirkt entspannt und souverän im auftritt, es gibt also keinen grund etwas zu ändern. mit gott zu vergleichen war vielleicht etwas voreilig vom blick, aber ein gottähnliches wesen ist er allemal. und ja, die resultate, die wahrheit die ja bekanntlich auf dem platz “ist”, da sind natürlich die spieler schuld, richtig. und ja, die schweiz “hat” nicht so ein grosses fussball talent .. also mir kommen die tränen!

  56. Martin Locher sagt:

    Ich habe gestern lange darüber nachgedacht, die oben spasshaft erwähnte Aktion Occupy Feusisberg als Facebookgruppe ins Leben zu rufen. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dagegen entschieden.

    Vielleicht machen wir uns das Ganze nämlich auch etwas zu einfach. Man darf nicht vergessen, dass die Schweizer Mannschaft lange an einer WM-Endrunde kein einziges Gegentor erhalten hat. Also eine wirklich Klasse Abwehrleistung. Mit solcher Defensivarbeit lassen sich Spiele mit wenig erzielten Toren gewinnen. Da die Schweiz keine wirklich gute Offensive zu bieten hat, ist dies vielleicht auch die einzige Möglichkeit den Platz siegreich zu verlassen.

    Welche Schweiz Spieler taugen dauerhaft für Eckbälle, Freistösse, Flanken, Tore, entscheidende Pässe zu Toren, …? Ich sehe da aktuell nicht wirklich viel Qualität.

    Ob es Sinn macht gegen Luxemburg eine andere Taktik zu spielen bezweifle ich mittlerweile. Denn was gegen diesen Zwergenstaat klappt, muss nicht gegen bessere Teams funktionieren. Also wäre die Erkenntnis auch wieder mit neuen Fragen verbunden gewesen. Die Spieler müssen sich auf dem Platz finden und jede gemeinsame Spielminute kann helfen Automatismen zu finden.

    Einen Grund für ein Länderspiel ins Stadion zu gehen, sehe ich aktuell trotzdem nicht. Wenn Euch die Leistung der Nationalmannschaft nicht gefällt, schaltet einfach den TV ab und macht was Sinnvolleres. Beispielsweise Staubsaugen oder Karaoke singen 😉

  57. Salvatore sagt:

    Mämä, du sprichts mir aus der Seele.

    Die Nati wird nie die Qualität an Spielern haben wie die Deutschen oder andere grosse Nationen. Deshalb wird die Quali für die grossen Turniere nie selbstverständlich und daher nicht der Massstab für die Zufriedenheit der Fans sein.

    Ich wünsche mir einfach ein Nati, die das Herz in die Hand nimmt und versucht, jedes Spiel zu gewinnen. Das ist ALLES!

    Als Ottmar kam, dachte ich wie viele andere auch, dass ein Schritt nach Vorne gemacht wird. Stattdessen müssen wir seither eine Nati anschauen, welche jeglichles Herzblut vermissen lässt.

    Leider gibt es nur eine Lösung: OTTMAR RAUS!!!

  58. Natalie sagt:

    Ich werde unsere Nati weiterhin unterstützten, wäre ja noch schöner, wenn man sich verabschiedet, weil die Zeiten nicht so gut sind. Treue und Loyalität auch in schwierigen Zeiten! Oder werden dann alle diejenigen, die sich verabschieden, plötzlich wieder “Fans”, wenns besser läuft? Wäre ja der reinste Hohn…
    Warum jetzt Mämä die Zeit unter Köbi Kuhn verherrlicht, ist mir schleierhaft.
    Der EM-Auftritt im eigenen Land war unterirdisch und die Quali geschenkt. Die Freundschaftsspiele zur Vorbereitung waren grösstenteils “Grottenkicks”.
    Die WM in Deutschland verlief ordentlich dank Siegen gegen ein Togo mit Material- und Streikproblemen, ein Südkorea, das auch schon besser aufgetreten ist und ein Unentschieden in einem relativ lahmen Spiel gegen Frankreich. Das Spiel gegen die Ukraine gehörte ja dann mit zu den schwächsten und uninspiriertesten Matches der ganzen WM. Und die EM 2008…? Die Erinnerungen sind so schlecht, dass man sie wohl verdrängen muss und deshalb das Gefühl hat, die Schweiz sei unter Köbi Kuhn ein Knaller gewesen… Natürlich gab es auch gute Momente und gute Matches, aber es gab auch viel, viel Schatten in jener Zeit!
    Die Vergangenheit wird halt gerne glorifiziert, damit man seine Frustration über die Gegenwart besser rechtfertigen kann.

    • Mämä Sykora sagt:

      Vielleicht würde es sich lohnen, die Köbi-Zeit nochmals anzuschauen. Souveräne Quali für die EM 04 (vor Russland und inkl. 2 Siegen gegen Irland), unglücklicher Auftritt in Portugal (in 2 von 3 Spielen rot kassiert), starke WM-Quali, als Gruppensieger für die Achtelfinals qualifiziert inkl. hochverdientem Unentschieden gegen den späteren Finalisten (der gegen die «auch schon besseren Südkoreaner» nur ein Remis hinkriegte), dann das Aus gegen die Ukraine, bei der die Schweiz keineswegs Favorit war und das ein extrem schwieriger Gegner ist/war. Dieses Spiel wird ständig herbeigezogen, weil es wahrlich nicht attraktiv war. Ja, das war es nicht, wie fast alle Spiele mit der Ukraine. Sie war bestens besetzt, stets hervorragend eingestellt, neutralisierte sämtliche Gefahren des Gegners und lauerte stets auf Konter. Alle Voraussetzungen für einen harzigen Match.
      Dann die EM 08: «Unterirdisch» war das bestimmt nicht. Klar, nach zwei Spielen schon ausgeschieden, das ist keine Glanzleistung. Aber gegen Tschechien und vor allem gegen die Türkei spielte die Mannschaft einen offensiven, attraktiven Fussball und erspielte sich viele Torchancen. Ungenügend war, dass in diesen Spielen jeden Chance des Gegners zu einem Tor führte. Mir persönlich ist es lieber, so auszuscheiden – auch wenn es bitter ist – als mit drei unansehnlichen Spielen weiterzukommen. Da sind die Geschmäcker nun mal verschieden.

  59. Mike Ribary sagt:

    Ich habe mir das Spiel auch angeschaut, ich muss sagen leider auch angeschaut… Es war ein Gurkenspiel der extra Klasse, es kamm mir vor wie ein Spiel in der Challenge League z.B. Wohlen gegen Delemont. Was mich auch aufgeregt hat die 2 Experten im Fernsehen, Hüppi und Suter haben das Team wohl ein wenig kritisiert, aber an Ottmar Hitzfeld hatten sie nichts auszusetzen. Dann hört man immer wieder es sei eine junge Mannschaft und sie brauche Zeit, gerade bei einer jungen Mannschaft sollte wenigstens der Einsatz und der Wille und die Freude da sein. Ich habe schon vor einiger Zeit im Tagi geschrieben die vorzeitige Vertragsvelängerung mit Hitzfeld war ein Fehler, und heute muss ich sagen es war ein riesiger Fehler wo wir noch einige Jahre darunter leiden.

  60. Hans Vogt sagt:

    Hallo Mike
    Gehe mit dir einig. Wenn ich da an die Auftritte unter Roy Hodgson denke, tun mir die Augen weh. Nein, das tue ich mir schon lange nicht mehr an. Jeder Fussballinteressierte weiss, dass Hitzfeld ein grosser Taktiker ist, aber begeisternder Fussball liess er nie spielen. Schade. Mein Vorschlag: Befördert P.L. Tami zum Chefcoach und Hitfeld hinauf zum Chief Representant.

  61. ueli sagt:

    zu Hitzfeld’s verteidigung: die Misere, dass die Schweiz keinen Fussball mehr auf den Rasen bringt, dauert schon zwei Jahre länger an. seit wm 2006 ist der wurm drin. an derselbigen ist man wenigstens defensiv noch extrem gut gestanden, nachher war’s nur noch ein Graus. Der letzte Auftritt, an dem man einen halbwegs passablen Gegner wirklich dominiert hat, ist das 2:0 Heimspiel in der Barrage gegen die Türkei. Hitzfeld hat bewiesen, dass er der Falsche ist, um den Knoten zu lösen – und es wär sehr schade, wenn die ganzen talentierten Generationen an dem alten, deutschen Mann zu Grunde gehen würden…

  62. Andi sagt:

    Zwei Worte:

    Hitzfeld raus!

  63. josé bütler sagt:

    hitzfeld wird bleiben, damit müssen wir leben! ich hoffe er bleibt nicht beratungsresistent, wie die letzen drei jahre. wie man defensiv solide spielt und trotzdem offensiv akzente setzen kann, hat brussia dortmund am sa in münchen bewiesen. pressing in der gegnerischen platzhälfte, blitzartiges umstellen von defensiv auf offensiv und schon sind die hochgelobten münchner an ihre grenzen gestossen. ein gratis-tipp an hitzfeld, vielleicht mal, statt mit hoeness ein glas rotwein, mit kloppo ein bier trinken gehen ;o) junge wilde haben wir in der nati, genau so wie in dortmund!!!

    http://www.ftd.de/sport/:bayern-bvb-0-1-goetze-macht-die-liga-wieder-spannend/60131605.html