Logo

Becks und Co. online

Annette Fetscherin am Freitag den 7. Oktober 2011
So betritt man David Beckhams Welt: Homepage von Davi Beckhm.

So betritt man Becks World: Homepage von Davi' Beckh'm.

Nach dem Internetranking der Schweizer Nati-Spieler folgt heute die Steilpass-Bewertung der Webseiten internationaler Fussballer.

David Beckham

Auf meiner Stöbertour quer durch den grünen Kunstrasen des Internets fühle ich mich eindeutig von Englands A-Promi David Beckham am besten unterhalten. Auch wenn seine Homepage eigentlich nur das Deckblatt für die Facebook-Seite ist. Wenn man ihn nicht «liked», bleibt einem auch der Inhalt verwehrt. Es sind also nur Fans erwünscht. Da hab ich mich also mal zu seinem Freund gemacht und schon springt mir als erstes sein neuer Töff ins Auge. Männer und Statussymbole. Dann aber finde ich etwas, das mich den Hut ziehen lässt: Ein pures Stück Selbstironie, das bei so viel Prominenz enorm wohltuend ist. Unbedingt angucken: Seinen Auftritt in der Ellen DeGeneres Show. David promotet, als Verkäufer getarnt, sein eigenes Parfum. Brilliant und zum Kugeln. (Für Facebook-Verweigerer auch auf Youtube.)

Lionel Messi

Grösster Fussballer gleich grösste Internetseite? Bei Lionel Messi gibts für diese Gleichung ein «Jein». Irgendwie passt die Page zu ihm: Nicht pompös, aber einfach nur nett und irgendwie genial. Messi landet nicht wegen einem ausserordentlichen Inhalt auf dem zweiten Platz, sondern weil die Details erfrischend anders und lebensfroh sind. Zu jeder Rubrik im Inhaltverzeichnis gibt es die passende Musik. Auch der spanische Fussballkommentator kriegt seinen Auftritt, wenn man die Boxen aufdreht. Lesenswert ist vor allem die Rubrik «Did you know?». Da gibt’s kleine Häppchen an Leo-Anekdoten. So zum Beispiel, dass er mit zehn Jahren 1.27 m gross war, oder dass seine Oma Celia die Erste war, die mit ihm Fussball gespielt hat.

Thomas Müller

Einen ganz grossen Sympathiebonus erhält bereits die Adresse von Müllers Seite: Esmuellertwieder.de kommt sympathisch und bodenständig daher. Passend zu Thomas’ Notiz: «Ich geniesse… die Ruhe der Natur, im bayerischen Oberland, den Schweinebraten von meiner Oma und unerkannt durch die Strassen zu gehen.» Auch wenn auf dieser Seite nicht alles blinkt und hupt, Thomas Müller bietet seinen Fans ein authentisches Bild von sich selbst. Die Rubrik «Privates» bringt keine weltbewegenden Neuheiten, aber kleine Zückerchen für den Anhänger. Viel mehr braucht es ja gar nicht. Was ganz klar fehlt, ist die Aktualität. Keine News und keine persönlichen Betrachtungen der jüngsten Ereignisse.

Andres Iniesta

Das gefällt mir: Andres Iniesta führt tatsächlich einen Blog. Endlich riecht es ein bisschen nach persönlicher Note. Leider ist der letzte Eintrag schon etwas alt und datiert vom 21. Mai 2011. Vorher schien er aber regelmässig in die Tasten gegriffen zu haben. Es besteht also noch Hoffnung, dass Andres wieder bloggt. Der Weg, bis man den Blog gefunden hat, ist allerdings lang und beschwerlich. Das sieht zwar alles ganz ansprechend aus, aber der User fühlt sich auf dieser Seite doch ziemlich orientierungslos. Blog Hopp – Page Flop.

Cristiano Ronaldo

Wenn von den ganz grossen Namen des internationalen Fussballs die Rede ist, darf natürlich auch der portugiesische Supergockel nicht fehlen. Seine Homepage sieht zwar im ersten Augenblick sehr stylisch aus. Ehrlich gesagt war ich aber nicht ganz sicher, ob mein Computer etwas überfordert war mit der Anzeige, oder ob ich es war. Viele Tweets rasen da umher, werden gross und bewegen sich dann nicht mehr. Wie nur kann ich jetzt die obersten lesen? Die typischen Website-Inhalte mit Rubriken wie Fotos, News, Biographie etc. fehlen ganz. So richtig eröffnet sich die Welt des CR7 einem nur über Twitter, Facebook oder Myspace. Wer sich damit anfreunden kann, befindet sich mit wenigen Clicks im Ronaldo-Paradies.

Gerne hätte ich Ihnen auch über die persönlichen Seiten eines Xabi Alonso, eines Mesut Özil, eines Wayne Rooney und anderer Stars berichtet. Doch da gibt es alles zwischen «coming soon» und «diese Homepage ist noch in Arbeit, ich bitte um Geduld». Nun gut, das Internet ist ja auch erst kürzlich erfunden worden. Lassen wir den Jungs doch etwas Zeit.

P.S. Die Domain www.waynerooney.com kann man übrigens noch kaufen. Vielleicht weiss ja einer von Euch Steilpässlern etwas Kreatives damit anzufangen?!

« Zur Übersicht

10 Kommentare zu “Becks und Co. online”

  1. E. Schönbächler sagt:

    Entschuldigen Sie bitte Frau Fetscherin dass ich nicht zu Ihrem Thema Fussballer-Webseiten schreibe.

    Die ganzen Probleme im Schweizerklubfussball bedrohen nun unsere Nationalmannschaften und Vereine im Europacup. Ein Ausschluss unserer Mannschaften von den laufenden Wettbewerben durch die UEFA und FIFA kann leider nicht mehr ausgeschlossen werden. Jetzt muss der SFV handeln!

    Fall Sion: Die sechs neuen Sion-Spieler werden sofort bis zur Winterpause gesperrt. Im neuen Jahr sind sie wieder spielberechtigt. Die bisherigen Sion-Resultate in Cup und Meisterschaft bleiben bestehen. Sion zieht seine diversen Einsprüche und Klagen zurück und nimmt diese Saison nicht am Europacup teil. Sollte Christian Constantin bis zum 20. Oktober diesem Kompromiss nicht zustimmen werden alle bisherigen Matches von Sion annulliert und das Team bis Ende Saison aus der Super League ausgeschlossen. In der nächsten Spielzeit dürfte Sitten in der Challenge League den Spielbetrieb wieder aufnehmen.

    Fall GC-FCZ: Das abgebrochene Zürcher Derby ist nicht zu wiederholen und mit 0:0 ohne Punkte zu werten. Dazu sollen beide Mannschaften je ein Geisterspiel austragen müssen und beim darauffolgenden Heimmatch nur Kindern bis 12 Jahre, Frauen und Männern ab 50 Jahren Zutritt gewähren.

    Fall Xamax: Falls Xamax bei den Unterlagen für die Lizenzierung betrogen hat (oder vom neuen Präsidenten betrogen wurde) sind Ende Saison 15 Punkte abzuziehen. (Die erspielten Resultate bleiben gültig.)

    Unser Fussballverband muss nun handeln und den gordischen Knoten zerschlagen. Sonst droht dem gesamten Schweizer Fussball Ungemach.

  2. Auguste sagt:

    hmm…, auch wenn 20minuten die letzte zeitung, ein zwei stunden alter mcdonald’s cheeseburger ohne fries die letzte mahlzeit, michele bachmann die letzte frau, lada die letzte überlebende automarke wär und gc wieder ein stadion hätte – ich glaub, ich würde selbst dann nicht freiwillig auf die website eines fussballers clicken – na ja, vielleicht doch, wenn die alle eine rubrik hätten: zitate (was ich sagte…und was ich eigentlich meinte).

  3. Buschbrenner Rudi sagt:

    Obwohl ich jedes Wochenende im Stadion anzutreffen bin und mit dem FCB auch durch ganz Europa reise – also durchaus fussballinteressiert bin – käme es mir nie in den Sinn, eine HP eines Fussballers zu besuchen. Aber Danke für die Inputs!

  4. Martin Locher sagt:

    Wenn eine englische Zeitung schon in diese Richtung titelt, darf ich auch:

    Via Twitter (@waynerooney) kann man Wayne Rooney ja schon beschimpfen, deshalb braucht er eigentlich nicht noch eine eigene Webseite. Wenn er sich jedoch trotzdem eine zulegen will, sollte er diese in Finnland registieren. Wobei das .fi dann nicht für Finnland, sondern für fucking idiot stehen würde…

    PS: Ihr solltet unten noch die Richtlinien korrigieren… Korrekt wäre: “Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren, die ehrverletzender sind, als Rooneys rote Karte :-)”

    • Martin Locher sagt:

      Und grad als ich wieder zu Twitter zurückkehre finde ich diesen Tweet (der nur in Englischer Sprache Sinn macht) von @cconnelly92: “@waynerooney mate, my mates fifas broke was just wondering if your dad would have a look at it? Heard he’s good at fixing football games”

  5. josé bütler sagt:

    hmm …, wieder mal ein super thema, meine sehr geehrten damen und herren! da verspielt unsere nati am fr. 7. oktober 2011 die letzte chance für die em-quali und wir schreiben hier über solchen quatsch, sorry, aber so bringts es nöd!!!

    • josé bütler sagt:

      danke mämä, “zurück zum mittelmass” ist ein sehr guter blog-eintrag ;o)

    • Martin Locher sagt:

      Sali José,

      Bitte bedenke, dass es auch Leute – wie mich z.B. – gibt, denen die EM-Nichtqualifikation der Schweizer Nati piepäfüdläwurscht (= vollkommen egal) ist.

      Es ist durchaus interessant, dass nicht alle Fussball-Weltstars über eine eigene Homepage verfügen. Man muss sich über die Gründe wundern. Ich bin nun fast sicher, dass ich definitiv gegen die Blogregeln verstossen würde, wenn ich meine realen Gedanken über Rooney dä Muhni äussern würde.

  6. Bula Warren sagt:

    Ich gerne in, Ergebnis in I genau das ich gesucht werden verwendet entdeckt. Sie haben meine 4 Tage langen Jagd zu Ende! Und glückliches Neues Jahr.

  7. danny sagt:

    Was aber allen Seiten die ich besucht habe gemein ist, ist der veraltete Falsh Standard den die Leute einsetzen. Da verdienen diese Spieler doch Millionen und können sich dann nicht einmal einen anständigen Webauftritt leisten. Pfui!