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Welcher Trainer muss zuerst gehen?

Annette Fetscherin am Dienstag den 27. September 2011

Das erste Viertel der Meisterschaft ist gespielt und wir gehen in die Phase, wo zum ersten Mal die Trainerstühle so richtig heiss werden. Wer sich jetzt mit seinem Team noch in den Kellerregionen der Tabelle befindet, hat definitiv einen missratenen Saisonstart eingezogen und dürfte als Trainer nicht mehr ganz so ruhig schlafen.

Doch was bringen sie denn, die scheinbar so unumgänglichen Trainerwechsel, sobald der Erfolg für kurze Zeit ausbleibt? Blicken wir doch mal zurück auf die letzte Spielzeit. Nur vier Clubs haben letzte Saison ihren Trainer über die ganzen 36 Runden behalten. Das waren Basel, Zürich, Thun und GC. Zwei davon dürften jetzt mit Urs Fischer und Ciriaco Sforza zumindest angeschlagen sein. Doch die Verantwortlichen werden es sich gut überlegen, etwas zu verändern, denn im letzten Jahr wurde mit keinem einzigen Trainerwechsel in der ganzen Liga das angestrebte Ziel erreicht!

Betrachten wir mal die Absteiger AC Bellinzona und FC St. Gallen. Die Tessiner schickten gleich zwei Coaches in die Wüste, zogen aber am Schluss selbst den Kürzeren und mussten sich aus der obersten Liga verabschieden. Der FC St. Gallen blieb nach der Entlassung von Uli Forte auf dem letzten Rang und stieg sang und klanglos in die Challenge League ab.

Luzern und Xamax visierten die Europa-League-Qualifikation an. Doch die Zentralschweizer fielen nach der Entlassung von Rolf Fringer sogar noch um einen Rang zurück, und aus war’s mit dem europäischen Geschäft. Auch Neuenburg musste trotz zwei Trainerentlassungen die internationalen Träume begraben und kämpfte nur noch um den Ligaerhalt.

Nur der FC Sion verbesserte sich mit der Verpflichtung von Laurent Roussey um einen Rang. Die angestrebte Champions-League-Qualifikation lag trotzdem ausser Reichweite. Ziel auch verfehlt. Warum also zittern immer und immer wieder die Hände der Clubbosse, sobald die Erfolglosigkeit und damit der Druck steigt? Bei Xamax-Besitzer Bulat Tschagajew scheint es sinnlos zu sein, nach dem «Wieso» zu fragen. Willkür herrscht in Neu-Tschetschenien Neuenburg. Doch, wie sieht es mit den anderen Vereinen aus? Wem wird Ihrer Meinung nach, liebe Steinpässler, zuerst der Geduldfaden reissen?

Denken Sie, dass Ciriaco Sforza, der ewige Optimist, bald seine Koffer packen muss? Oder überzeugt er mit seinen neusten Aussagen, dass er jetzt ritterlich gegen den Abstieg kämpfen werde, die Clubleitung nochmals?

Verliert der FC Zürich trotz aller gegenteiligen Beteuerungen den Glauben an Urs Fischer? Der achte Tabellenrang ist doch nicht unbedingt das Gefilde, in dem sich Ancillo Canepa wohlfühlt.

Oder wird es Martin Rueda zum Verhängnis, dass er im Léman-Derby nicht über einen Punkt heraus kam? Wer hat Eurer Meinung nach eine weitere Chance verdient, wer soll seinen Sessel räumen?

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31 Kommentare zu “Welcher Trainer muss zuerst gehen?”

  1. Auguste sagt:

    hmm…, in einer richtigen liga würde urs fischer gefeuert. aber was kann er dafür, dass der fcz gegen bayern antreten musste und den spielern ihre grenzen schonungslos aufgezeigt wurden. das muss man erst wieder aus den köpfen rauskriegen. wahrscheinlich rücken die eher noch ein bisschen enger zusammen und kuscheln weiter – jetzt, wo es bald noch zugiger und frostiger wird im letzi als sonst um diese jahreszeit.

    sforza entlassen? welche sekte, die etwas auf sich hält, wendet sich gegen ihre lichtgestalt? ein absurder gedanke.

    xamax und sion haben sich doch längst aus dem rationalen abgemeldet. die “kopfschüttel-marke” liegt bei diesen vereinen schon lichtjahre zurück. trainer im chaos? wer dort unterschreibt, den schreckt der tod schon lange nicht mehr.

    lausanner auftritte in der super league sind immer “shots to nothing” wie es im snooker heisst. wenn’s gelingt toll – wenn nicht, auch nicht so schlimm, die chance war eh minim. dort sollte man geld für spieler ausgeben und nicht für trainer.

    ansonsten ist über allen asl-gipfeln relative ruh, und süsse träume von silbernem beherrscht die szenerie in bern, basel, luzern und sion.

    • andy sagt:

      Gelungene Zusammenfassung @ auguste. U.Fischer fehlt die Ausstrahlung (Charisma), am Spielfeldrand schreit er meist ” chömed jungs!” hat aber selbst einen Luk wie ein Junge.Auch F.Bickel scheint im nervösen Ruhestand, bei A.Canepa ist die Mimik bereits auf Resignation geschaltet, wie jeher muss man(n) ein wenig Maso sein, uden FCZ zu ertragen.Sforza wurde zum Juniorentrainer degradiert auf dem Versuchsfeld in Niederhasli, immerhin ist GC z.Zt. nicht beneidenswert.

      • Peter sagt:

        Die Herren Canepa und Bickel haben Urs Fischer keinen Gefallen getan als sie ihn zum Cheftrainer befördert haben. Ich glaube nicht dass er die Mannschaft weiter bringt, wie er in der letzten Spielzeit die Big Points vergeben hat war schon fast tragisch. Die Meisterschaft wird nie mehr so leicht zu gewinnen sein wie es vergangene Saison möglich gewesen wäre. Die Mannschaft hat Qualität, aber mit Urs Fischer wird sie nie Erfolg haben, unter ihm wird es immer wieder zu solchen Disziplinlosigkeiten kommen wie im Spiel gegen die Young Boys. Es ist den Verantwortlichen des FC Zürich hoch anzurechnen das sie zu ihrem Trainer stehen, aber früher oder später werden sie sich von ihm trennen müssen.

        • Christian sagt:

          Ich glaube heute braucht ein guter Coach neben einer Trainerlitzen auch ein Diplom in Psychiatrie.
          Die Chemie muss stimmen, es braucht eine gewisse Widerspieglung. Trainer Spieler und umgekehrt.
          Zurzeit hat der FCL diese Balance sehr gut im Griff.
          Ich traue Urs Fischer eindeutig mehr zu als Sforza. FCZ hat grosse Konstanzprobleme und ein Trainerwechsel wäre, in meiner Meinung ein Fehler.

          Persönlich bin ich ein Lausanne-Fan, habe mich sehr über den Wiederaufstieg sehr gefreut. (Besuche oft LS-Spiele) Seit der neuen Saison sind 3 der 4 Mittelfeldspieler weg, es wurden Spieler über Youtube gekauft sowie Ehemalige von Sion und Xamax.
          Resultat: Team-Geist total verloren. Somit irrt Rueda herum.
          Als Lausanner ist es mir äusserst schwierig über Genf gut zu reden. Aber Servette hat zumindest nicht blöd eingekauft. Sie haben 3-4 Spieler neu hinzu bekommen und langsam in der Gruppe integriert. Die Balance ist geblieben.

  2. josé bütler sagt:

    ich weiss nur eins: murat yakin wird es nicht sein ;o) es grüsst der souveräne tabellenleader vom pilatus

    • Auguste sagt:

      hmm…, felix magath würde wahrscheinlich alles darum geben, so einen hügel in der nähe zu haben.

    • Luggi sagt:

      Es kommen wieder andere Zeiten und zwar bestiimmt.

    • Heinz Durrer sagt:

      Tabellenleader in der Hinrunde, Luzern (und Anhang) sollten doch noch wissen, dass man sich davon nichts kaufen kann? Wann war das nochmals? Ah ja genau, letzte Saison, noch gar nicht lange her.

      • josé bütler sagt:

        lieber heinz, ich denke man kann die ausgabe 2011/12 des fc luzern nicht mit der letztjährigen equipe vergleichen. das aktuelle team hat eine ganz klare struktur, ein system das greift, kurz gesagt, die handschrift von murat yakin! zudem wurde die mannschaft mit gezielten transfers verstärkt: sarr, hyka, winter, stahel, etc. ich habe ja nicht behauptet, dass wir uns “damit” etwas kaufen können. ich habe nur geschrieben, dass muri nicht der erste trainer sein wird, der in dieser saison entlassen wird. es grüsst der souveräne tabellenleader vom pilatus ;o)

      • Mäsi sagt:

        Solange ich mir dadurch ein T-Shirt mit der Aufschrift ‘Wintermeister’ kaufen kann, bin ich zufrieden.

        Und es tut einfach gut. Die Mannschaft hat Freude gemacht – den Moment zu geniessen wuerde vielen anderen auch gut tun.

        Ein (Teil-)Erfolg ist doch nur dann wirklich schoen, wenn er nicht zur Gewohnheit wird.

      • DAM sagt:

        Der Unterchied zur letzten Saison sollte auch für Sie offensichtlich sein. Unter Fringer war die Offensive das Ein und Alles. Um zu gewinnen, brauchte es dann in der Regel auch 3-4 Tore. Unter Yakin in dieser Saison hingegen kommt der Erfolg aus einer guten Organisation und einer sehr starken Abwehr. Der FCL ist sehr viel schwerer zu schlagen als letzte Saison und deshalb bin ich zuversichtlich, dass es in dieser Saison auch im Frühling so weitergehen kann. Und sonst konnte ich wenigstens die Hinrunde so richtig geniessen, das ist doch auch schon mal was…

  3. Thomas Bernauer sagt:

    Man muss genau hinschauen: Erreicht der Trainer die Mannschaft noch? Trifft er die richtigen Massnahmen? Setzen die Spieler diese um? Machen Führungsspieler, was sie wollen? Wenn dem so ist, muss ein Präsident schnell die Reissleine ziehen.

  4. micha sagt:

    Fischer und Sforza haben ihren Job bisher gut gemacht, sind jetzt in einer Krise. Sforza hat schon mehrmals gezeigt, dass er solche Situationen meistern kann. Die Gründe für die Krise sind aber unterschiedlich:
    Beim FcZ ist das Kader praktisch identisch mit letztem Jahr, das Team wie auch einzelne Schlüsselspieler enttäuschen einfach auf ganzer Linie. Personelle Weichenstellungen im Spielerbereich für nächstes Jahr scheinen mir da mehr angemessen. Bei GC ist die Qualität des Kaders klar geringer als letztes Jahr, zudem der einzige gefährliche Stürmer Hals über Kopf nach Frankreich transferiert worden. Bei GC würde ich die Verantwortlichkeiten für die bis jetzt recht erfolglosen Transfers genauer anschauen. Bei Lausanne ist einfach das Kader zu schwach.

    • Yves sagt:

      Treffende analyse.

    • Nick Schmid sagt:

      Was ich nicht begreife: GC befindet sich bezüglich Budget eher im vorderen Mittelfeld. Wieso wird da immer über eine junge Mannschaft und fehlendes Geld gejammert? Verdienen die alten Nostalgie-Stars (Callà, Smiljanic, Cabanas, Vallori) und der Trainer derart viel, dass für den Rest nichts übrig bleibt?

  5. KayDee sagt:

    hmmmm meiner Meinung nach müsste wohl Urs Fischer die Segel streichen. Es scheint nicht der Fall zu sein dass er seine
    Spieler noch genügend motivieren kann, aber eben das ist nur ein Eindruck von aussen.
    Sonst wird es wohl Martin Ruede schwer haben bei Lausanne ja und bei Xamax werden vermutlich noch einige Trainer verbrannt diese Saison;-)

  6. RG sagt:

    Ich setze klar auf Rueda. Er hat kaum Punkte gewonnen und sich gemäss Medienberichten mit dem Präsidum verkracht. Verliert Lausanne am Wochenende in Sion, muss Rueda gehen…egal, wie schlecht der Kader ist. So funktioniert das Geschäft!

  7. Gerhard Tubandt sagt:

    Die Hände der Clubbosse zittern, weil es beim Fussball auch ums Geld geht. Und oft sind die Clubbosse diejenigen, die die Vereine mit Geld füttern. Wenn dann der Erfolg ausbleibt, wechselt man halt den Trainer. Denn genau das schreiben die Journalisten ja immer wieder herbei… Bloss nützt ein neuer Trainer nichts, wenn die Spieler nichts taugen. Der Wechsel bringt nur dann etwas, wenn das Team auch Potenzial hat (s. Favre und Gladbach). Sforza wird im Übrigen bleiben können. Für den Job einen Ersatz zu finden, dürfte schwierig werden…

    • DAM sagt:

      Gladbach ist doch eben gerade das Beispiel, dass ein Trainerwechsel eben doch etwas bewirken kann. Er arbeitet mit praktisch den gleichen Spielern, die unter Frontzek abgeschlagen Tabellenletzter waren.

  8. Ruedi Brander sagt:

    Fischer und Sforza machen sicher einen guten Job. Beide arbeiten mit einer jungen Mannschaft, deren Zeit sicher noch kommen wird. GC hat den Fehler gemacht, Emeghara, DEN Mann in der Offensive abzugeben.
    Man soll die beiden Trainer arbeiten lassen!
    Wenn einer gefährdet ist, dann Rueda. In Lausanne hat er nach dem Aufstieg einiges falsch gemacht!
    Xamax und Sion sind nicht ernst zu nehmen, was dort läuft ist jenseits von Gut und Böse. Diese Vereine sollten von der Presse (und den Fans) ignoriert und boikottiert werden.

    • Nick Schmid sagt:

      “Fischer und Sforza machen sicher einen guten Job. Beide arbeiten mit einer jungen Mannschaft, deren Zeit sicher noch kommen wird.” – GC wird sich in der Challenge League Zeit nehmen, wenn die so weitermachen. Beim FCZ stellt sich Ende Saison die Frage, wie schmerzhaft für Canepa der Griff an die Brieftasche ist, wenn er wieder mal ein Loch stopfen muss. Zeit hat nun mal niemand, dafür ist die Saisonvorbereitung da.

  9. kurt abächerli sagt:

    weil von den hier kritisierten gar nicht viel mehr erwartet wurde – ausser von fischer, und der hat nach meiner meinung auch keinen schlechten job gemacht – tippe ich auf murat yakin. beim einbruch der erfolgsserie (die bei einer mannschaft, die über ihre verhältnisse lebt, früher oder später kommen wird) liegenbald die nerven blank, wenn platz um platz verloren geht. remember last year.

    • Mäsi sagt:

      Wenn du also die Situationen des FCL in letzter und dieser Saison vergleichst, dann darf angenommen werden, dass der neue Trainer Lucien Favre oder Sir Alex Ferguson heissen wuerde – und dann koennten wir glaub gut damit leben.

  10. Duncan Hawke sagt:

    Ein neuer Coach kann durchaus was bewegen. Siehe Favre in Gladbach!
    Der Trainer hat enormen Einfluss auf die Mannschaft. Nicht zuletzt weil er entscheidet, wer, wie, wo mit
    welcher Aufgabe spielt! Oft wird gesagt, dass der Trainer selber keine Tore schiessen kann. Schon so, aber ein Trainer kann beispielsweise einen klassischen MS auch als RF einsetzen, nur weil er das Gefühl hat,
    der Junge hat genau die geforderten Veranlagung und Fanken schlägt er auch wie kein zweiter im Team. Nur fühlt der Spieler sich auf der Position nicht wohl, verzweifelt, weil er nicht gut spielt und wird dann irgendwann wegen fehlender Resultate auf die Bank gesetzt.
    Kommt immer wieder vor. (Auch da kann man Gladbach vor Favre als Beispiel nehmen)
    Bei den besagten Clubs in der Schweiz, allen vor an GC und Lausanne fehlt vor allem die Qualität. Bei GC fehlen wichtige Spieler und die, die es nun richten sollen waren nie gut genug und sind nun zu allem Übel auch noch verunsichert (Paiva gegen Xamax). Ich kenne die Saisonziele von GC nicht. Bei Lausanne kann ich mir aber alles andere als den Ligaerhalt mit min. Ziel Barrage-Platz nicht vorstellen. Dieses ist durchaus auch weiterhin realistisch. Eine Mannschaft wird immer die letzte sein, aber Lausanne ist nicht hoffnungslos abgeschlagen. Nur 2 Punkte auf GC.
    Am weitesten das Ziel verfehlt hat wohl der FCZ.
    Da könnte ein neuer Trainer in meinen Augen am meisten wirken, da die Mannschaft über die notwenidige Klasse verfügt, sich aber anscheinend mit Fischer nicht mehr wohl fühlt. Ich finde Fischer glaubt selber nicht mehr so richtig an die Wende, sondern hofft mehr auf einen glücklichen Befreiungsschlag der Mannschaft. Das merken natürlich wiederum die Spieler. Fischer hat für mich teilweise einen ähnlichen Gesichtsausdruck wie Oenning bekommen und dessen Werdegang beim HSV ist ja bekannt.

  11. Peter Imhof' sagt:

    Es genügt nicht, wenn beim FCZ ein “mister nice guy” an der Linie steht. Fischer muss seine Erfahrungen auf solchem Niveau als Trainer erst machen. Meiner Meinung nach hat die Klubführung in der Transferpolitik völlig versagt. Es wäre an der Zeit, wenn der Sportchef beim FCZ in Frage gestellt wird!
    Und Sforza? Er kämpft mit allen Mitteln die er hat gegen das “Prinzip Profifussball”. GC hat kaum Transfers getätigt, der beste Stürmer hat den Klub verlassen und die Jungen sammeln Woche für Woche neue (negative) Erfahrungen. Que vadis? Ich bin davon überzeugt, dass Sforza im Moment (noch) der richte Mann an der Linie ist. Sollte sich die Situation bis zur Winterpause nicht eindeutig verbessern, wird er mit Bestimmtheit ersetzt werden müssen. In einer solchen Situation wäre das “Schönreden” ein fataler Fehler für GC.

  12. tanner sagt:

    hei kurt
    wie liegen die nerven bei dir?
    such mal ne mannschafft, die eine bessere spiele/gegentor differenz hat als die defensiven luzerner.
    ich glaub die werden es diese spielzeit zu was bringen. habe diese saison zweimal zugesehen, nicht wirklich sexy, aber sehr effektiv.
    remember 1989

  13. E. Schönbächler sagt:

    Wenn ein Trainer entlassen wird stellt sich immer die Frage wer ihn ersetzt. Ein erfahrener Schweizer Trainer ohne Job (z.B. Fringer oder Forte), eine vereinsinterne Lösung, ein junger Tainer z. B. aus der Challenge League oder jemand aus dem Ausland der unseren Fussball nicht so gut kennt. Alle Möglichkeiten beinhalten Chancen und Risiken. Bei GC sehe ich momentan niemanden als Ersatz für Sforza. Die Grasshoppers haben (leider) nicht mehr den klingenden Namen wie noch vor fünf, sechs Jahren. Rolf Fringer und Marcel Koller feierten mit GC zwar Titel aber wurden auch später (in der Folgesaison!) entlassen. Sie werden wohl keine besondere Lust auf ein neues Engagement beim Rekordmeister haben. Und Marcel Koller träumt ja immer noch von einem neuen Job in der Bundesliga. Am ehesten könnte ich mir als neuen GC-Trainer Ulli Forte, Martin Andermatt oder gar Martin Rueda (sofern er in Lausanne entlassen wird) vorstellen. Aber ob sie aus dem ziemlich chaotisch zusammengestellten Kader mehr herausholen können ist fraglich. Schon in Luzern hinterliess Sforza mit seiner ziemlich speziellen Transferpolitik ein Chaos.
    Meiner Meinung nach ist Urs Fischer der richtige Trainer für den FCZ. Seine jungen Spieler sind wegen der fehlenden Sommerpause nicht mehr frisch und einigen sind wohl auch die Lobeshymnen der Medien in den Kopf gestiegen. Aber spätestens nach der Winterpause (und dem einen oder anderen Transfer der den Konkurrenzkampf belebt) ist mit den Stadtzürchern wieder zu rechnen.
    Ich tippe deshalb auf Martin Rueda der als erster Trainer gehen muss.
    (Die Vorgänge in Neuenburg und Sitten können natürlich die Ereignisse beeinflussen. Ein allfälliger Zwangsabstieg von Xamax oder diverse Forfaitniederlagen von Sion würden natürlich die anderen Mannschaften im Kampf gegen den Abstieg bevorteilen. Doch ich hoffe dass auch in dieser Chaos-Saison alle Entscheide auf dem grünen Rasen fallen und nicht am grünen Tisch.)

  14. Martin Locher sagt:

    Update hierzu. Bei Xamax wurde in dieser Saison noch kein Trainer entlassen.

    Der Erste war gemäss Bulat keiner. 🙂

    Der Zweite, Joaquín Caparrós, wurde offenbar, wie ich nun nach Caparrós Vertragsunterschrift bei Malllorca erfahren habe, nicht entlassen, sondern ist zurückgetreten.

  15. Hans Saurenmann sagt:

    Den einzigen Lichtblick fuer den FCZ war die Entscheidung die Niederlage gegen GC zu akzeptieren, das gibt mir Hoffnung das das Kader in der Winterpause ausgemistet wird, und eventuell Bickel entlassen wird, und Fischer konsequent weiterarbeiten kann. Rueda scheint mir am meisten gefaehrdet, Sion und Xamax kann man nicht Ernst nehmen, die werden zuerst Haare lassen. Luzern scheint staerker zu sein, YB ist eine Gurkenmannschaft und Gross erinnert an Hitzfeld, der ueber kurz oder lang ueber die Klinge springen wird. Durch die beiden Clowns in Neuenburg und Wallis wird GC und Lausanne ueberleben, was mich aufrichtig freut, Lausanne war frueher immer eine Reise wert!! uebrigen Sion auch!!