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Nach Oeri die Sintflut?

Mämä Sykora am Samstag den 13. August 2011


«Ohne Gigi habt ihr keine Chance», war jahrelang ein beliebter Fangesang unter gegnerischen Fans bei Partien gegen Branchenprimus FCB. Gerne wurde an Stammtischen behauptet, der Basler Erfolg sei nur dank den Millionen der Roche-Erbin möglich. Gigi Oeri wurde zwar stets als «FCB-Mäzenin» bezeichnet, dabei ging aber oft vergessen, dass die abtretende Präsidentin auf keinen Fall mit ehemaligen Vereinspräsidenten und Geldgebern wie Sven Hotz (FCZ), Werner H. Spross (GC) oder Gilbert Facchinetti (Xamax) zu vergleichen war.

Während die Herren der alten Schule regelmässig ihre private Schatulle öffneten, um ihren geliebten Verein zu unterstützen und Fehlbeträge auszugleichen, ohne dass jemals eine reelle Hoffnung bestand, dieses Geld dereinst wieder zurückzuerhalten, operierte Gigi Oeri nach rein wirtschaftlichen Überlegungen. Sie investierte und erwartete dafür auch Gewinne – ganz so, wie es in der «richtigen» Geschäftswelt eben üblich ist. Die FC Basel Marketing AG, an der Oeri 2002 eine Mehrheitsbeteiligung übernahm, liefert seit 1997 eine Defizitgarantie, dafür erhielt die AG im Gegenzug sämtliche Transferrechte. Ein sehr gutes Geschäft, denn der Erfolg des FCB ermöglichte einige lukrative Verkäufe. Alleine die 10 teuersten Transfers der Oeri-Aera – darunter Caicedo, Delgado, Inkoom, Rakitic und Atouba – spülten 60 Millionen Franken in die Kassen. Damit liessen sich die wenigen Fehleinkäufe wie César Carignano leicht verschmerzen.

Mit dem finanziellen Rückhalt der Defizitgarantie kann der FCB mehr riskieren als andere Vereine. Mathieu Jaus, Finanzchef des Vereins, gab zu: «Wir würden gewisse Entscheide nicht so fällen, wenn wir nicht wüssten, dass im Hintergrund keine Frau Oeri wäre.» Er kann nicht nur auf dem Transfermarkt mit grösserer Kelle anrühren, sondern kann auch die höchsten Löhne der Schweiz bezahlen und damit begehrte Spieler eher halten. Dank dieser Konstellation, gepaart mit der Begeisterung der Bevölkerung, wurde der amtierende Meister zur Nummer Eins im Land.

Doch keine Medaille ohne Kehrseite. Wer viel Geld hat, von dem kann auch viel verlangt werden. Zwischen 1998 und 2006 haben sich die Personalkosten des Vereins verfünffacht, leistet sich der Verein doch nicht nur viele Mitarbeiter (168), sondern gleich mehrere kickende Grossverdiener. Zudem wird ein Verein wie der FCB immer viel mehr Ablöse (und Lohn) für einen Spieler bezahlen müssen, als wenn das Interesse von einem finanzschwächeren Klub aus käme. Die stetig steigenden Ausgaben unter Kontrolle zu halten, gelang dem FCB in jüngster Zeit nicht mehr.

2009 resultierte ein Verlust von nahezu 10 Millionen Franken, im letzten Jahr gab es trotz dem Geldesel Champions League lediglich einen winzigen Gewinn von 200’000 Franken. Nicht alle Ausgaben waren unvermeidbar. So verlängerte Oeri unverständlicherweise den Vertrag mit dem damals schon umstrittenen Trainer Christian Gross Ende 2008 vorzeitig, nur um ihn ein halbes Jahr darauf zu entlassen, was eine saftige Abgangsentschädigung nach sich zog.

«In der Schweiz ist mit Fussball kein Geld zu verdienen. Das einzige, was man zurückbekommt, sind Emotionen», sagte Gigi Oeri schon 2004. Damals traf das noch nicht zu. Sie war die perfekte Ergänzung für einen aufstrebenden Fussballverein mit besten Voraussetzungen. Dank ihr wurde aus einem ehemals Grossen im Schweizer Fussball wieder die beste Adresse. Sie hat aus einem von der Begeisterung lebenden, aber schlecht geführten Verein ein bestens funktionierendes Konstrukt im modernen Profifussball gemacht. Ein Wirtschaftsunternehmen. Doch die Goldgräberzeit ist vorbei, der Aufschwung verebbt. Nun braucht es neue Konzepte, wie der Riese FCB weiterhin seine Stellung behalten kann. Personalkosten senken und gleichzeitig weiterhin erfolgreich zu sein, um stets Champions League spielen zu können: Keine leichte Aufgabe. Dass Gigi Oeri just in diesem Moment abspringt, hinterlässt nach ihrer ansonsten vorbildlichen und erfolgreichen Regentschaft einen etwas schalen Nachgeschmack.

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43 Kommentare zu “Nach Oeri die Sintflut?”

  1. Ray Winter sagt:

    “Dass Gigi Oeri just in diesem Moment abspringt, hinterlässt nach ihrer ansonsten vorbildlichen und erfolgreichen Regentschaft einen etwas schalen Nachgeschmack.”

    Wäre das “ansonsten” ein kluger und auch respektvoller Artikel geworden, den der Blogger mit diesen letzten Satz nachhaltig zerstört hat.
    Darf ich auf die gesundheitlichen Gründe hinweisen, die auch anklangen. An der fortwährenden Loyalität, auch der finanziellen, habe ich gestern keinen Augenblick gezweifelt. Mich besorgt der Gesundheitszustand der Frau, die sich 13 Jahre lang für den FCB (und andere Projekte) auch mit physischem Einsatz zerrissen hat. Da hinterlässt eher der Beitrag vom Mämä den schalen Beigeschmack. Die Abschiedsvorstellung von Gigi vermittelt eher einen melancholischen, wenn nicht gar besorgniserregenden Eindruck.

    • Hugo Basel sagt:

      Kann ich Ihnen nur Recht geben. Es ist nicht ganz klar was der Initiant dieses Artilkel bezweckt. He, der Club hat soeben die CL direktqualifikation geschaft ! Es kann keinen geeignerten Moment geben als dieser. Aber eben…ist nicht zu glauben was gewisse Neider auch jetzte noch rauslassen…es war ganz off. an dieser Prä. dass mit der Gesundheit von Frau Oeri eigiges im Argen liegt….! Danke Frau Oeri für diesen FCB der noch JAHRE die Liga bestimmen wird ALLEN Niedern zum Trotz ! Und das Wichtigte: Gute BESSERUNG und alles GUTE GIGI !!!!!!!!

    • Susan sagt:

      Dieser letzte Satz finde ich auch völlig daneben! Man sieht auf dem Bild wie bleich und noch schmaler Frau Oeri geworden ist – solche Aussagen hat sie wirklich nicht verdient!
      Liebe Frau Oeri, passen Sie gut auf sich auf und werden Sie schnell wieder gesund. Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute und eine baldige Genesung!!!

    • Dudli Urs sagt:

      Selten einen so treffenden und wohlformulierten Kommentar gelesen. War schon beim ersten Bild von Frau Oeri “schockiert” über ihren Gesichtsausdruck, so kennt man diese charmante Powerfrau gar nicht. In diesem Sinne auch von Zürcher Seite, alles Gute für die Zukunft, Frau Oeri.

  2. Hans Zoss sagt:

    Ich würde nicht gerade sagen, ohne Oehri die Sintflut, aber der FCB wird inskünftig auf den Planet der real existierenden Realität zurückgebunden. Nun haben wenigsten 4 – 5 Klubs in etwa die gleichen finanziellen Möglichkeiten. Für eine Nivellierung des CH-Fussballs sicher eine gerechte Sache, fürs internationale Geschäft ein Rückschritt.

  3. n.v. sagt:

    Danke Gigi Oeri, du hast deinen Job gut gemacht. Der FCB ist ein Vorzeigeclub. Du hast dem Schweiuzer Fussball einen weiteren positiven Schub gegeben. Schade dass Du nun gehst. Alles Gute und viel Gesundheit wünscht aus Zürich.

  4. chicoré sagt:

    Bis auf den letzten Satz ein ziemlich guter Artikel, Aber eben. Hinterlässt einen schalen Nachgeschmack.

  5. alessandro portmann sagt:

    Was heisst da “nach Oeri die Sintfut”? Mme Oeri hat grossartiges geleistet,mit Herzblut und Begeisterung. Im Gegensatz zu Nobelclubs wie GC hat sie aber ihr Haus für danach “bestellt”: Ihr Nachfolger ist ein Glückstreffer ebenso wie der jetzige Trainer.Mit der Gründung eines Centers für den Nachwuchs mit Ihrer pers. Beteiligung an demselben legt Frau Oeri nun das Fundament für einen längerfristigen, positiven Erfolg. Grossartig. Many thanks Mme Oeri!

  6. Burger sagt:

    From the usa: Miss Oeri many thanks for your great job. You was, are and will always be a great Swiss soccer lady.

    I love european soccer and the fc basle is a part from this european soccer dream.

    claude

  7. Amgwerd sagt:

    Danke Gigi für alles!!

  8. FCZ-Andy sagt:

    Finde wirklich auch, Frau Oeri hat ein guter Job in Basel gemacht, Geld hin oder her. Bevor sie kam war der FCB wirklich am Rande des Abgrund, nicht nur finanziell, sondern auch sportlich. Auch wenn wir (bis heute Abend !) in letzter Zeit immer “untendurch” mussten, freue ich mich über ein sportlich starkes Basel. Was wäre denn die Liga ohne die grossen Duelle Zürich gegen Basel? Also Frau Oeri, auch ein Dank aus Zürich von einem FCZ Fan und sorry, wenn das Glück sich heute umschlägt. 🙂

  9. E. Cerf sagt:

    “Alles hat eine Ende, nur die Wurst hat deren zwei” dichtete schon Wilhelm Busch, und so ist es auch mit Gigo Oeri. In Basel wird gemunkelt, Frau Oeri sei schon seit längerer Zeit krank, die gestrigen Bilder zeigen eine schwer gealterte, zierliche Frau, die hinter dicker Brille ohne ein Lächeln in eine ungewisse Zukunft blickt. Der FCB schuldet Gigi Oeri und ihrem Mann Andreas tiefen Dank. Dass der FCB heute so erfolgreich dasteht und finanziell nicht darben muss wie der FCZ, ist ihr grosser Verdienst. Auch die Nati profitierte jahrelang von Top-FCB-Kickern, die dank ihrem Engagement gross wurden. Nun tritt sie bald zurück und hinterlässt eine grosse Lücke. Der Nachfolger Heusler ist fiinanziell beurteilt im Vergleich zu ihr ein kleiner Gartenzwerg. 2009 bügelte Gigi Oeri ohne mit der Wimper zu zucken 9 Mio Defizit aus ihrer Handtasche aus. Insgesamt dürfte Gigi Oeri 22 Mio in den FCB gebuttert haben, als Fond perdu! Der Gerechtigkeit halber soll nicht unerwähnt bleiben, dass der schon lange verstorbene FCZ-Präsi Edy Nägeli bestimmt ebenso viel über all die Jahre für seinen blau/weissen ZH-Verein hinblätterte. Auch der verstorbene Mäzen Spross Senior, der Gartenkönig von ZH, verlochte viele Millionen in GC, meistens ohne Erfolg, wohlgemerkt! Tempi passati, der FCB muss ab nächstes Jahr den Gürtel enger schnallen, falls die CL nicht erreicht wird. Schon diese Saison buk der FCB kleinere Weggli, der gute Goalie Constanzo musste gehen, weil er zu teuer wurde. Es sei denn, ein/e Andere/r ersetzt nahtlos Frau Oeri. Aber soviele Multi-Millionäre oder gar Milliardäre wie im Falle der kleinen zierlichen Deutschen aus Schopfheim gibt es in BS/BL auch wieder nicht. Wenn wirklich in Basel jemand die Brieftasche zückt, dann eher für das Theater oder sonstige kulturelle Anlässe. (Tattoo) Fussball exisitiert ini den allermeisten Köpfen der Reichen nur als Randsportart, Golf und Tennis (Federer) zählen viel viel mehr. Leider. Da gäbe es in ZH sicher viel mehr reiche Leute mit einem immensen Vermögen, als in BS/BL.

  10. M. Bättiger sagt:

    Naja, Frau Oeri hat in erster Linie das Geld ihres Mannes ausgegeben und sich dafür feiern lassen.

    • Manuela sagt:

      @M. Bättiger: So what? Sie hätte es ja auch für sich selbst ausgeben und Designer-Kleider und Schmuck kaufen können….

    • n.v. sagt:

      Sie hätte es auch ander ausgeben können 🙂

      • Pedro sagt:

        Nun wenn man obigen Artikel liest, dann hat Frau Oeri zwar Geld in den Verein gesteckt (und nicht wenig) aber anscheinend ueber die Mehrheitsbeteiligung an der FC Basel Marketing AG welche ja eben die Defizitgarantie gegeben hat, eben auch Geld aus den Transfers der Spieler erhalten. Dies duerfte zwar immer noch ein Minusgeschaeft gewesen sein, aber nicht so extrem wie unsereins vielleicht annimmt.
        Ausserdem hat sie meinen Infos nach (von Basel Fans) all dieses Geld in den neuen Campus gesteckt, welcher wieder dafuer Sorgen wird, dass der FCB mit gutem Nachwuchs versorgt wird. Und da Basel sich damit nicht verschuldet weird denen das Los von GC erspart bleiben.
        Hoffen wir FCZ Fans mal, dass unser Verein mit dem neuen Zentrum (hoffentlich bald einmal) den Weg von Basel nimmt und nicht wie GC endet.

    • Anton Schindelholz sagt:

      Ich glaube kaum dass Sie Geld für den FCB ausgegeben hat ohne Absprache mit Ihrem Mann.

      • n.v. sagt:

        Genau, Gigi hat jeweils gewartet bis ihr Mann in die Ferien reiste und dann das Konto geplündert, dann ist sie sofort in den St.Jakob Park gerast und hat dort das Geld verteilt. Zu Hause hat sie dann vor dem Briefkasten gewartet und alle Belege verschwinden lassen, dies über 10 Jahre lang und ist dann krank geworden

    • yorgi sagt:

      der Mann hat das Geld auch nur von seinen Eltern geerbt. Das ist keine grössere Leistung.

  11. Stürmer sagt:

    Die gesundheitlichen Probleme von Frau Oeri hält der Herr Sykora offensichtlich nicht für so schlimm und ignoriert sie einfach… Schade!

  12. Hannes Estermann sagt:

    Betreffend Geschmack.Es kann so angesehen werden.
    Anderseits weiss man im internen FCB Kreis über ihre sehr angeschlagene Gesundheit.
    Wahrscheinlich ist alles ein Mix davon.Trotz allem ,es ist eine feine und geachtete Dame -auch ausserhalb der FCBwelt.
    Der FCB wird es schwer haben diesen evtl.möglichen finanziellen Ausfall zu schultern.Denn der berüchtigte Basler
    Finanzhaienteich (der sog, Daigg ) lockert sein Schatulle viel eher für bedeutende Kunst – Wissenschaft und Zoo.
    Was für die Allgemeinheit auch sinnvoller ist. Sie war eine Ausnahme in vielen Dingen-aber eine auf angenehme Art.

    • Pedro sagt:

      Betr. Daigg.
      Ja, unter anderem dass dieses Geld in Zuerich verdient wird mit den Abzockern von Grossbanken… siehe Ospel.

  13. Marcel S sagt:

    Basel wurde schon vor der Aera Oehri Meister und wird es auch nachher wieder werden…

  14. Stone Al sagt:

    Ich sehe das so, dass diese vielen Millionen eh nur aus den überteuerten Medikamenten, wie wir sie in der CH kaufen müssen, erwirtschaftet worden sind. Also eben doch der “Pillenklub”. Mit fremdem Geld könnte ich auch grosszügig sein!

    • Pedro sagt:

      …und somit all jene welche “Schweizer Medis” kaufen den Erfolg von Basel mitfinanziert haben. Gehoert mir jetzt ein Teil von Streller? 😀

    • Ray Winter sagt:

      Al, hast Du nicht mitbekommen, dass Frau Oeri in der Summe der 10 Jahre KEIN Geld verloren hat. Das ist anhand der Jahresrechungen und der Transferbilanzen klar nachgewiesen. So muss man auch die Fans der Gegner enttäuschen: nichts
      ist mit gleich langen Spiessen. Pillenklub ist der FCB allenfalls wegen Trikot-Sponsor NOVARTIS. Es bleibt mittelfristig alles beim alten, jedenfalls wenn der Meisterkübel und die CL Quali auch im nächsten Frühling in Basel bleiben. Ein 30 Mio Budget reicht um den CH-Fussball zu beherrschen.

  15. Auguste sagt:

    hmm…, präsidenten kommen und gehen – was bleibt ist ihr vermächtnis. frau oeris rücktritt ist so beispielhaft wie ihr wirken an der spitze des fcb und hinter den kulissen. sie hat, notabene als frau, in der schweizer fussballandschaft etwas geschaffen, was weit über basel hinaus nachhall gefunden hat, aber andernorts nicht annähernd mit dem selben erfolg umgesetzt werden konnte, auch wenn dort ebenfalls mit nicht unbeträchtlichen finanziellen mitteln operiert wurde.

    gigi oeri war weit mehr als die “stille reserve im entmüdungsbecken” von der wohl jeder fussballclub träumen würde. auch wenn sie eine garantie für den operativen “unglücksfall”, der im fussball leider nur allzu häufig vorkommt, abgab, waren es doch ihre ziele und blau-roten fussballträume, die aus dem fcb höchstleistungen herauskitzelten – angefangen vom stürmerstar bis zum “glepfer-brater” beim neuen st. jakobspark. es zeichnet grosse führungspersönlichkeiten und erfolgreiches wirken aus, dass sich das umfeld verpflichtet fühlt, mit seinem eigenen einsatz etwas zurückgeben zu wollen. die erfolge des fcb in der ära oeri sind beredtes zeichen dafür.

    auch wenn dieser sommer gedanken an eine sintflut dann und wann aufkommen liess, denke ich nicht, dass die neue, alte führung des fc basel ihre vorteilhafte ausgangsposition leichtfertig aufs spiel setzen wird. kapitän oeri hat zwar die brücke verlassen am vergangenen freitag, aber bis der campus des fcb steht, wird sie dem fcb weiterhin aktiv erhalten und sichtbarer ansporn bleiben, so es ihre gesundheit hoffentlich zulässt.

    ich bin zwar nur ein unbeteiligt zuschauender web-clown, aber ich wünsche der scheidenden präsidentin alles gute.

    kapellmeister! tusch, bitte!

    • Max Schlauer sagt:

      schöner Kommertar!
      Kompliment!! 🙂

    • Thomas S. sagt:

      @ Auguste: Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können, aber bei den vielen unverbesserlichen Basel-Erfolgsneidern wird wohl auch solches keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Die pflegen lieber ihre Anti-FCB-Attitüde weiter. Dennoch: Gigi Oeri, Sie haben einen fantastischen Job an der Spitze des besten und professionellsten Schweizer Fussball-Klubs gemacht und verdienen einen Ehrenplatz in den Annalen der Klubgeschichte.

    • Hans vom Hübel sagt:

      Ein wahrlich erhabener Beitrag. Cheers!

  16. Roland WE sagt:

    Dass Gigi Oeri just in diesem Moment abspringt, hinterlässt nach ihrer ansonsten vorbildlichen und erfolgreichen Regentschaft einen etwas schalen Nachgeschmack.
    Aha
    Wenn man sich die bilder von gigi anschaut wird einem angst un bange. Das sie alles andere als gesund ist, dazu braucht man kein arzt zu sein. Ich bin auch 100% sicher das ihre gesundheit der einzige grund ist, das sie abtritt.

  17. Hans Saurenmann sagt:

    Frau Oeri besten Dank fuer die geleisteten Dienste fuer den Schweizer Fussball, Basel ist ein schwieriges Plaster, Es Gruessli us Cape Canaveral ein Zueri supporter

  18. Müller Peter sagt:

    Lieber Herr Sykora

    Das ist alles ein bisschen sehr konstruiert: Es beginnt schon mit dem ersten Abschnitt? Spross ein romantischer Mäzen? Spross hat jeden Franken, den er invesierte von Gut/Gerber wieder zurückbekommen….
    Und Oeri: Sie hat Geld verdient? Nun ja, sie “schenkt” Heusler quasi die Aktien. Das geht so alles nicht so ganz auf

    • Mämä Sykora sagt:

      Herr Spross ist leider mittlerweile verstorben, man wird als nie mehr eruieren können, was seine Absichten gewesen sind. Man kann sich aber sicher sein, dass Herr Spross nicht darauf spekuliert hat, sein eingeschossenes Geld dereinst wieder zu bekommen. Erst sehr spät sicherte er sich für seine Investitionen auch Transferrechte, damit wenigstens nicht alles Geld verloren war. Dass er darauf bestand, nach seinem Rückzug ausbezahlt zu werden, hatte wohl vor allem damit zu tun, dass er sich komplett mit der neuen Führung Gut/Gerber/Albers/Widmer verstritten hatte, wobei letzterer sogar die Dreistigkeit besass, Spross zu drohen, er würde den Verein untergehen lassen, wenn Spross nicht auf einen Grossteil seiner Forderungen verzichten würde. (Nachzulesen in seinem Buch «Mein Weg nach ganz oben»)
      Zum zweiten Punkt: Ohne genaue Einsicht in die Transfers zu haben, würde ich doch sagen, dass Oeri eine Weile lang zumindest mit dem FCB Geld verdient hat. Nur gelangen in den letzten Jahren – wie im Artikel erwähnt – keine solchen Transfers mehr, während die Löhne extrem stiegen. Durch das Ausgleichen des Defizits ging wohl ein grosser Teil des Gewinn wieder drauf – wenn nicht noch mehr.

      • Florian Raz sagt:

        Sehr geehrter Herr Sykora,

        ich mag grundsätzlich Ihre fundierten Analysen und vor allem das Magazin zwölf. Aber bei diesem Blog-Eintrag muss ich Ihnen zweimal grundsätzlich widersprechen:

        1. Weshalb sollte der Rücktritt einen schalen Beigeschmack hinterlassen?
        Irgendwann einmal musste die Ära Oeri enden. Wann aber ist der Zeitpunkt dazu besser, als wenn die Mannschaft garantiert in der Gruppenphase der Champions League ist und wenn dazu bereits ein grosser Transfer abgewickelt werden konnte, der noch nicht in die letzte Jahresrechnung eingeflossen ist (Inkoom, ca. 8 Mio Fr.)? Dazu kommen die “stillen Reserven”, wenn ich das mal so nennen darf, Namens Shaqiri, Stocker und G. Xhaka, die eher früher als später aus eigenem Antrieb Transfergelder generieren werden. Bis 2013 wird sich der FCB sogar ohne sportlichen Erfolg über Wasser halten können.
        Zudem wird derzeit auf den Sportanlagen der FCB-Campus gebaut, dessen Bau alleine gegen 20 Mio. Fr. kosten wird. Frau Oeri steht mit ihrer Stiftung nicht nur für den Bau gerade, sondern auch für den späteren Betrieb. Womit kein zweiter “Fall GC” eintreten sollte. Bei den Hoppers frisst der Campus ja Mittel, die es für die erste Mannschaft bräuchte.

        2. Frau Oeri mag eine komplizierte und streitbare Persönlichkeit sein, aber Geld hat sie mit dem FCB keines gemacht.
        Die FCB Holding AG, die 75% der Aktien der FCB 1893 AG (also des 1. Teams plus Nachwuchs) besitzt, und die zu 90 % Gigi Oeri gehörte, hat eine einzige Aufgabe: Die Übernahme der Defizite der FCB 1893 AG. Hätte Gigi Oeri Gewinn machen wollen, hätte sie ihre 90 % der Holding-Aktien gewinnbringend an irgendwen verkauft – oder sie hätte die rund 7 Millionen, die noch in der Holding liegen, abgeschöpft. Hat sie aber nicht (hat sie übrigens mit einem Blick auf das Vermögen ihres Mannes auch gar nicht nötig). Im Gegenteil: 2005 schenkte sie dem FCB 5 Millionen aus ihrem Privaten Vermögen. Und 2009 übernahm sie sämtliche Kosten, die aus der Entlassung Christian Gross’ entstanden ebenfalls persönlich. Noch einmal geschätzte 5 Millionen bei zwei Jahren Vertrag, die Gross noch hatte.
        Wenn Sie Interesse an den Transfererlösen des FCB haben, empfehle ich Ihnen die Geschäftsberichte des FCB: http://www.fcb.ch/Verein/FormulareundDokumente

        So, ich hoffe, ich bin nicht besserwisserisch rübergekommen.

        Mit freundlichen Grüssen
        Florian Raz

  19. Alexandra Hengartner sagt:

    Auf Bild 3 sieht sie schaurig nachdenklich, ja traurig, aus… Bin richtig erschrocken!
    Diese 12 Jahre waren sicher auch nicht immer einfach für sie, auch wenn aus sportlicher Sicht sehr erfolgreich.
    Sich in dieser Männerdomäne durchzusetzen – notabene mit “nicht ganz einfachen” Menschen wie C. Gross zusammenzuarbeiten – und zu spüren, dass man von den eigenen Fans trotz des investierten Geldes geduldet, aber nicht geliebt wird, geht wahrscheinlich mit der Zeit an die Substanz…
    Sicher war vieles, was sie den Medien gegenüber äusserte, nicht immer glücklich formuliert (sie erwähnte z.B. mal, das die jährlichen Investitionen in etwa der Dividende ihres Mannes entsprächen; dass es ihr grundsätzlich egal sei, wer “unter ihr” Präsident im Verein sei; dass Hakan Y. keine Lücke hinterlässt, dafür sei er zu klein etc.). Meiner Meinung nach war/ist es nicht einfach, sie sympathisch zu finden, aber ich ziehe den Hut vor ihren Leistungen und ihrer Leidenschaft für den FCB (bin kein Fan). Ich wünsche ihr gute Gesundheit und viel Freude mit dem Campus.

  20. Buschbrenner Rudi sagt:

    Leider verfügt der Verfasser dieses Artikel über sehr wenig Kenntnisse…was mit dem letzten Satz in einem traurigen Höhepunkt mündet! Umso erfreulicher sind die teilweise profunden und objektiven Kommentare!

  21. Felix Berger sagt:

    Frau Oeri wünsche ich für die Zukunft nur das Beste – vor allem mit ihrem verdienstvollen Campus – was jedoch die vergangenen erfolgreichen Jahre des FCB anbelangt – sollten wir uns an einen gewissen Herrn René C. Jäggi erinnern – der damals nämlich den Grundstein des Erfolgs der letzten Jahre mit seinen klugen Entscheidungen “Gross/Oeri etc.” gelegt hat – also hat sich wie so oft im wirklichen Leben naives Geld dank genialer Idee zum Erfolg vereint – also sei die Frage erlaubt – ob auf einem vermeintlichen FCB-Denkmal möglicherweise nicht die verdienstvollsten Namen eingraviert sind.

  22. DAM sagt:

    Bin ich der Einzige, der denkt, dass sich in Basel gar nicht so viel ändern wird, wie jetzt alle denken? Das operative Geschäft wurde doch bereits seit 2009 von Heusler ausgeführt und auch wenn Oeri nicht mehr Präsidentin ist, so hat sich doch immer noch Geld genung um es dem FCB in allfälligen Nöten zukommen zu lassen.

  23. Marc Cavegn sagt:

    Auch wenn mir der FC Basel der unsympathischte Fussball-Klub in der Schweiz ist, so muss man zugestehen, dass Frau Oeri dem Klub viel gegeben hat.
    Wenn man die Bilder sieht, dann kommt man automatisch darauf, dass die Gesundheit hier der Hauptgrund war. Jedenfalls wünsche ich von hier Frau Oeri alles Gute und hoffe, dass es ihr gesundheitlich bald wieder besser geht.