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Der wahre Newcomer des Jahres

Annette Fetscherin am Donnerstag den 11. August 2011


Von der Challenge League in die Bundesliga in 15 Monaten. Sie halten das für unmöglich? Timm Klose hat letzte Woche mit dem 1. FC Nürnberg die ersten Einsatzminuten in der höchsten Deutschen Liga bestritten und damit das Gegenteil bewiesen. Der Mann, von dem bis vor kurzem nur der Nachname irgendwie bekannt vorkam, konnte ausserdem gestern zum ersten mal das Trikot der Schweizer Fussballnationalmanschaft überstreifen.

Vor über 15 Jahren verbrachten Timm Klose und sein bester Freund, ein gewisser Eren Derdiyok, jede freie Minute auf der Schützenmatte, dem Zuhause der Old Boys Basel. Zurück nach Hause ging es erst, wenn Mama Klose über die Strasse zum Essen rief. Die Worte: «Ich will Profi-Fussballer werden» hingen auf einem Plakat über dem Bett von Timm Klose und erinnerten ihn Tag für Tag an sein grosses Ziel. Fussballerisch trennten sich die Wege von Eren und Timm. Timm spielte bei den Old Boys Basel und den FCB-Junioren als Mittelfeldspieler und Stürmer. Doch im Sommer 2009 ging in Basel viel drunter und drüber. Die Ära Gross ging zu Ende, bei Rot-Blau herrschte eine turbulente Zeit. Timm Klose musste einsehen, dass ihm bei seinem absoluten Herzensclub keine Chance gegeben werden würde. Über seinem Bett prangte aber immer noch das selbstgemachte Plakat und dazu hatte er ein zweites hochgenagelt: «Ich will bei der nächsten EM dabei sein.»

Zwei Jahre später ist beides Realität geworden. Timm Klose wählte den Weg über den FC Thun in der Challenge League, stieg in die Super League auf und entwickelte sich ausserordertlich gut weiter. Er spielte eine beeindruckende U-21-EM und hätte beinahe den Titel geholt. Was war geschehen? Timm Klose hatte, noch zu Basler Zeiten, selbst entschieden, seine offensiven Ambitionen aufzugeben und wurde Innenverteidiger. Die Position lag ihm besser und das langsame Angewöhnen an den Spielrhythmus in der Challenge League liess den 23-Jährigen aufblühen.

Als nach einer gelungenen Super-League-Saison der 1. FC Nürnberg an die Tür klopfte, ging für den Deutsch-Schweizerischen Doppelbürger ein Traum in Erfüllung. Durch das Verletzungspech seines direkten Konkurrenten auf einen Stammplatz in der Mannschaft, konnte Klose am vergangenen Wochenende in Berlin vor 60‘000 Fans sein Bundesliga-Debut geben und auch gleich den ersten Sieg feiern.

Doch wo war eigentlich der FC Basel, als eines seiner Kücken diesen rasanten Aufstieg durchmachte? Im letzten Winter fanden Gespräche zwischen den beiden Parteien statt, der FCB zeigte Interesse, den Innenverteidiger zurückzuholen. Doch man konnte ihm keine grosse Hoffnung auf einen Stammplatz machen. Und weg war Timm Klose. Gut möglich, dass die Basler bald wehmütig nach Nürnberg blicken, hat doch Radoslav Kovac nicht gerade eingeschlagen wie eine Bombe.

«Jetzt habe ich zwei Söhne in der Nationalmannschaft», sagte Eren Derdiyoks Mutter freudestrahlend zu Timm Klose, als sie von seinem Nati-Aufgebot erfuhr. Die beiden allerbesten Freunde von der Schützenwiese, sind in der Nationalmannschaft wieder vereint. Und wenn Timm Klose jetzt wieder ein Plakat zur Motivation übers Bett hängen würde, würde er die folgenden Worte wählen: «Ich will mit der Schweizer Nationalmannschaft ein grosses Turnier spielen.» Auch wenn die Chancen im Hinblick auf die nächste Europameisterschaft sehr gering sind: Timm Klose wird zielstrebig seinen Weg gehen und versuchen.

Timm Klose ist für mich der wahre Newcomer des Jahres, seine Entwicklung ist ungleich grösser als die vieler anderer Talente. Sind Sie auch meiner Meinung? Wem würden Sie die Auszeichnung verleihen?

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64 Kommentare zu “Der wahre Newcomer des Jahres”

  1. Experte sagt:

    Die Leistung von Tim Klose an der U21 EM ist derjenigen von Shaqiri und Mehmedi gleichzusetzen! Ich denke in wir haben bald einen IV vom Kaliber Patrick Müller (in ca. 5-6 Jahren).

    • Severin Brunner sagt:

      Sein Stil passt mir zwar nicht unbedingt. Aber man muss sagen, dass er sicherlich Potential hat.

    • Beat Gasser sagt:

      Werte Expertin: da lehnen Sie sich aber weit aus dem Fenster und bitte, dass Sie am 11. August 2016 zu dieser Aussage Stellung nehmen!

      Wieviele sind schon an den Vorschuss-Lorbeeren gescheitert!? Wieviele junge, talentierte Spieler hat O. Hitzfeld in den letzten 3 Jahren “eingesetzt” und haben schlussendlich wirklich wesentliches erreicht? Die wenigsten, aber man hat damit dafür gesorgt, dass sie nicht an andere Nationen abwandern à la Petric. Gerade Spieler wie Klose werden bald in ihren Vereinen die Ersatzbank drücken, aus welchen Gründen auch immer, und Shaqiri, sollte er nach Bayern gehen, wäre trotz seiner Klasse, bei diesem Kader ein regelmässiger Strafbank-Drücker.

      Ich weiss nicht an was es liegt aber einer der Gründe in den ausländischen Ligen ist immer, dass dort die Ober-Übungsleiter sehr schnell wechseln, und junge Spieler die dem abtretenden Trainer ins Konzept gepasst haben sind beim Nachfolger schlichtweg unerwünscht mit jeweils der billigen Aussage “entspricht nicht meiner Fussballphilosophie”. Es wird diesen Spielern zuwenig Zeit gelassen, man erwartet Wunderdinge innerhalb den ersten 3-5 Partien, wenn nicht, dann ruft die Bank. Ben Kahlifa wäre da wohl in der Lage davon ein Lied zu singen.

      Weiss nicht genau wieviele CH-Nationalspieler im Ausland in den Top-Ligen verpflichtet sind, spielen tun jedoch die wenigsten mehr als 50 % der Partien der jeweiligen nationalen Saisons. Ja die Spieleragenten sind tüchtig am verdienen, machen alles, dass diese jungen Talente einen “Jungenwunsch” sich erfüllen können, und schlussendlich landen sie wieder im Auffangbecken der AXPO-LEAGUE!

      Ich traue Shaqiri viel zu aber nicht in München, für mich passt er in die englische Premier League – seine Mimik, wie er sich bewegt, wie er schaltet und waltet, das passt auf die Insel. Und das sage ich ein überzeugter Nicht FC Basel Fan!

      • DAM sagt:

        @Beat Gasser
        Ich kann ihrem Beitrag nur zustimmen.
        Ergänzen möchte ich aber noch, dass sich meiner Meinung nach die wirklich ganz grossen Talente immer durchsetzten werden, ganz egal welchen Weg sie wählen. Von den jungen Schweizern gehört übrigens momentan wohl keiner in diese Kategorie…

    • Geni Meier sagt:

      Absolut einverstanden. Bei Shaqiri stelle ich jedoch einiges in Frage. Er verträgt den Medienrummel schlecht, überschätzt sich im internationalen Kontext ungemein, obschon er fraglos Qualitäten hat. Ein Wechsel in die Bundes- oder in eine adequate Liga bringt für unsere Spieler nur etwas, wenn sie wirklich spielen. Klose scheint mir von den Dreien am meisten Charakterstärke und die objektivste Einschätzung seiner Qualitäten zu haben. Der Vergleich mit Patrick Müller ist in dieser Hinsicht nicht schlecht. Hoffentlich nicht erst mit 29 Jahren!

  2. Oliver Schärli sagt:

    Ganz klar: Hakan Yakin. Er hatte den Mut, beim FC Basel und bei YB klein anzufangen und hat es nun im jugendlichen Alter geschafft, sich beim FC Luzern einen Stammplatz zu erobern. Wer hätte noch vor zwei Jahren an diese Entwicklung geglaubt? Damit aber nicht genug: Yakin ist es gelungen, sich erfolgreich aus der Nati zu spielen. Grosse Erfolge, wie jenen gestern gegen den Fussballgigant Liechtenstein, überlässt er selbstlos anderen. Stattdessen widmet er sein aufblühendes Talent ganz dem FC Luzern. Wetten, dass Haki bald beim FC Barcelona anheuert?

    • josé bütler sagt:

      @schärli oli: mein lieber (sch)oli, richtig gelungen, dein kommentar! immer schön feste draufhauen auf den hakan yakin. ist da jemand neidisch auf die fussballerischen fähigkeiten unserer nr. 10? er wurde schweizer meister, cupsieger in der schweiz und in der türkei, torschützenkönig in der schweiz, wurde zweimal fussballer des jahres und hat 87 länderspiele für die schweiz absolviert, ich denke, etwas mehr respekt wäre angebracht!

      • Max sagt:

        @ josé bütler

        bitte nehmen sie sich selbst nicht sooooo ernst wie es die familie yakin es praktiziert. leider kann die ganze schweiz (inkl. LUZERN, ich bin luzerner) über den hatschi lachen, ausser er selbst. leider trägt dies nicht gerade zu seiner popularität bei. ein bisschen selbstironie hat noch keinem geschadet….

    • Geni Meier sagt:

      Soll wohl witzig sein? Oder sind Sie vom “Blick”? Wissen Sie, wer der einzige Nati-Spieler war, der an der EM 2008 Tore erzielt hat? Vom fussballerischen Können ist Yakin auch heute noch unbestritten die Nr. 1 in der Schweiz. Dass er physisch nicht mehr über mehr als eine halbe Spieldauer mithalten kann ist vom Alter her verständlich aber kein Argument, ihn in wichtigen Spielen nicht als Joker einzusetzen. In Spanien wäre die Gelegenheit dazu gewesen. Hitzfeld liebt Yakin nicht. Daher gab er ihm keine Minuten-Chance. Lieber setzte er auf defensive Niederlagen.

  3. Manfred R. sagt:

    Timm Klose zu Basel. Leider passt er zur Zeit noch nicht ganz in unser Spielsystem aber seine Zeit im Rotblauen Trikot wird kommen…

    • Morris sagt:

      Als würde Klose von der Bundesliga wieder in die Super League wechseln. Jeder Klub in der Bundesliga ist besser als der FCB 😉

      • Hani au Morris sagt:

        @Morris: wieso nicht? wieviele spieler aus der bundesliga sind wieder in die super league zurückgekehrt??? und es hat ja niemand gesagt, dass dies gleich in den nächsten jahren der fall sein wird. klose wird bestimmt seine karriere beim fcb beenden und sie lügen strafen!

        • Fredi Moser sagt:

          Aber klar! Wie Streller, Frei & Co.
          Den Lebensabend verbringt man beim FC Basel. Hat’s darum im St. Jakob Park ein Altersheim?

        • Geni Meier sagt:

          schon möglich. Beim FCB beenden zur Zeit besonders zwei Spieler ihre Karriere, da sie in keiner vernünftigen Liga mehr eine Chance haben. Zudem bezahlt der FCB fast nocht wie die Bundesliga. Klose wäre ja dumm, wenn er als Fussballrentner nicht noch die FCB-AHV beziehen würde.

        • Jack Lüscher sagt:

          Die Heimkehrer in der CH kommen weil sie im Ausland nicht mehr genügen. Genauso mit den alten ausländischen Stars! Die Schweizer Ligen sind nach wievor gut fürs “Altenbrot”, die anderen gehen ins Ausland oder bleiben dort.

      • Karl Eigenmann sagt:

        Das glaube ich nicht Morris…

      • Buschbrenner Rudi sagt:

        Genau. Und Sie glauben an den Weihnachtsmann!

    • DAM sagt:

      @Manfred R.
      Wäre ich Timm Klose würde ich garantiert nicht zu jenem FCB zurückkehren, der mir, als ich noch unbekannter war nicht mal eine Chance gegeben hat.

      “Leider passt er zur Zeit noch nicht ganz in unser Spielsystem”
      Timm Klose ist Innenverteidiger und ich stelle mir nun die Frage bei welchem Spielsystem es denn keine Innenverteidiger braucht.

      Wobei… da fällt mir ein, dass man beim FCB zuletzt manchmal tatsächlich das Gefühl hatte, dass da keine Innenverteidigung auf dem Platz stand.

      • Buschbrenner Rudi sagt:

        Genau. Deshalb wir der FCB ja auch kontinuierlich Meister…..

        • DAM sagt:

          @Buschbrenner Rudi
          1. Das “zuletzt” bezog sich vor allem auf das Spiel gegen Sion. Wer behauptet die FCB-Innenverteidigung habe am letzten Samstag funktioniert hat wohl das Spiel nicht gesehen.

          2. Kontinuerlich Meister wurde der FCB bestimmt nicht aufgrund seiner soliden Defensive. Dennoch waren die Meistertitel absolut verdient, da man in der Offensive unglaubliche Qualität und (in der Schweiz sehr selten!) auch Effektivität besitzt.

  4. Der Klose hat mir letztes Jahr schon ganz gut bei Thun gefallen. Letzten Samstag war er einer der besten auf dem Feld. Hertha kam genau einmal in die Nähe des Sechzehners! Klose köpfelte alles weg. Kompliment. Schade für den FCB, dass man diesen talentierten Spieler weggab.

    • Hopp Züri sagt:

      Ich fand Klose auch schon über eine längere Zeit toll, dachte vor zwei Jahren schon, der könnte ev. noch für den FCZ interessant werden. So ists auch gut (immerhin ist er nun kein Konkurrent mehr 🙂 ). Ein sympathischer Fussballer, dem ich viel Erfolg wünsche.

  5. off.side sagt:

    gut, dass ihn hitzfeld eingesetzt und damit für die schweiz reserviert hat. löw wird sich eines tages ärgern. schliesslich ist klose doppelbürger…

    • Mario sagt:

      zählen testspiele auch dazu? ich meinte dies gilt nur für “richtige” spiele. quali oder turniere…

      • Pat sagt:

        Ja das wäre für ihn wohl sowieso das beste wenn er bei der BRD spielen könnte. In der CH Nati wird er eh, wie alle anderen die man stehts hochjubelt, zum Rohrkrepierer..

        • DAM sagt:

          Bleibt nur das Problem, dass er für die deutschen Nationalmannschaft wohl gar nie aufgeboten würde. Die Konkurrenz für die Position des Innenverteidigers ist bei unserem nördlichen Nachbarn nämlich beachtlich.

      • Clemens Zwibel sagt:

        Nein, Testspiele ”zählen” nicht.
        off.side hat bloss keine Ahnung…

  6. Roli sagt:

    Schlaues Kerlchen! Hat nicht gleich nach dem ersten U-xx-Einsatz einen vermeindlich grossen Vertrag bei einem der europäischen Grossclubs unterschrieben. Der gezielte, bewusste Weg über die Challange-League hat’s gebracht. Nur spielen bringt die Jngs weiter – in der 3. Reihe auf der Ersatzbank der Grossclubs zu sitzen bringt ausser Geld halt keine Perspektiven.

  7. Theo Zehnder sagt:

    Die Verantwortlichen des FC.Basel werden sich in den Hintern beissen wenn sie sehen was Klose bei der EM Endrunde
    geleistet hat ! In der Bundesliga hatte er auch einen guten Einstand…Klose hat nur den Fehler gemacht dass er viel zu früh den
    Vertrag in Nürnberg unterschrieben hat, da hätte er nach der EM ganz andere Angebote aus der Premier League bekommen,der
    klar besten Liga !

    • DAM sagt:

      @Theo Zehnder
      “Klose hat nur den Fehler gemacht dass er viel zu früh den Vertrag in Nürnberg unterschrieben hat, da hätte er nach der EM ganz andere Angebote aus der Premier League bekommen, der klar besten Liga !”
      Im Gegenteil! In Nürnberg kann Klose auch tatsächlich spielen, sich ans höhere Niveau der Bundesliga gewöhnen und sich so weiterhin entwickeln. Für den nächsten Schritt, einen Wechsel zu einem Top-Verein, bleibt ihm noch viel Zeit und wenn er ihn schliesslich wagt, wird er es aufgrund seiner Erfahrungen auf Bundesliga-Niveau einfacher haben als bei einem “direkten” Wechsel.

  8. Roland WE sagt:

    ich hab es auch ned verstanden warum man so ne gurke wie den kovac holt und ein ned ein juwel wie klose. Was er kann hat man spätestens an der u21 em gesehen.

  9. Andreas Helfenstein sagt:

    Ich hatte das Glück und Vergnügen, Timm Klose am vergangenen Samstag in Berlin live zu sehen. Seine Leistung war beeindruckend, aber nicht überraschend. Er hat nahtlos dort angeknüpft, wo er mit der U21 aufgehört hat. Weiter so, ein wirklich tolles Talent! Ich mag es ihm gönnen.

  10. Mario sagt:

    Kann man so unterschreiben. Unglaublich Zweikampfstark der Junge. Hatte einen super 1. Spieltag, bei SPOX zum Mann des Spiels gewählt. Das wird nicht lange dauern bis er der Chef der Abwehr wird. Senderos und Djourou sind an Hüftsteifigkeit wohl kaum zu überbieten.

    • Pedro sagt:

      @Mario
      Danke! Danke! Endlich einmal einer der meine Aussagen unterstuetzt! 😉
      Und ich kann Frau Fetscherin in ihrer Ansicht nur unterstuetzen, zumal es Abwehrspieler in der oeffentlichen Wahrnehmung nicht einfacher haben. Auch bei der EM hat er Rossini in den Schatten gestellt.

  11. Marcel sagt:

    Absolut zutreffend. Aber er ist halt nicht so extrovertiert und spektakulär wie der XS oder der Mehmedi. Der ‘Experte’ oben hat den richtigen Vergleich gefunden. Patrick Müller – für mich nach Sforza der beste schweizer Fussballer der neueren Zeit.

  12. Chris sagt:

    Er kommt gerade zur rechten Zeit, weil Djourou und Senderos zwei grosse Risikofaktoren sind und auf höchsten Niveau schlichtweg nicht (mehr) genügen.

  13. Renato Ghidini sagt:

    Liebe Frau Fetscherin,

    Im Prinzip ein gut recherchierter Artikel, um so bedauerlicher, dass Sie am Ende des Artikels Ihrem Zürchertrauma erliegen und die Schützenmatte in Schützenwiese umtaufen!

    • Thomas M. sagt:

      Was hat das mit einem Zürchertrauma zu tun, wenn man das verwechselt? Ich glaube, das Zürchertrauma haben eher Sie. Die Schützenwiese ist übrigens in Winterthur.

    • Morris sagt:

      Umso bedauerlicher, Herr Ghidini, dass Sie ein Baslertrauma haben.

      • Marc Leber sagt:

        Liebe Frau Fetscherin, liebe Fussballkenner, -könner (wohl eher nicht jene von Zürich)
        Die Schützenmatte ist für uns Basler eine Legende, sie mit etwas anderem von wo auch immer zu verwechseln, gleicht einem Sakrileg… Nichtsdestotrotz, es sei Ihnen verziehen, der Bericht an sich ist toll… und die Kommantare hier einfach um Welten geistreicher als in der Zürcher Zeitung mit Namen “Blick”. Timm Klose wird, das steht fest, zu seinem Herzensclub kommen. Jeder aus der Region Basel kam eines Tages zurück. Die Liebe zu dieser Stadt und seinem Verein ist immer stärker. Dies mein Beitrag, auf jetzt. Mann, dieser Blog ist einfach geil.

        • Petter vom Kübel sagt:

          Und der Tages-Anzeiger mit dem zürcher Wappen im Logo ist keine zürcher Zeitung??Wenn ihr solch ein problem mit Zürich habt wieso lest ihr dann eine zürcher Zeitung?

          • Toby sagt:

            Dieser Blog erscheint auf mehreren Homepages, u.a. derjenigen der Basler Zeitung. Also gaanz ruhig und nicht solch pauschale, von Kantönligeist geprägten Rundumschläge bitte..

          • Hanspeter Ratsch sagt:

            Tun wir nicht. Aber bazonline.ch/tagesanzeiger.ch/bernerzeitung.ch/derbund.ch sind alle von newsnetz.ch geschrieben und daher tauchen auch überall die gleichen Artikel + Kommentare auf. Ausser regionale Nachrichten natürlich.

          • Fritz sagt:

            Tut mir leid Petter aber die BaZ steht noch immer für die Baslerzeitung und damit es nun auch bei Ihnen ankommt: die BaZ und der Tagi betreiben das Onlineportal gemeinsam…. sodass sie als Zürhcer und ich als Basler auf demselben Blog landen 😉

            Frau Fetscherin sei hiermit herzlich zum nächsten Heimspiel des legendären BSC Old Boys Basel auf der Schützenmatte eingeladen! Der Trainer der ersten Mannschaft heisst übrigens Massimo!!!! Ja genau der 😉

        • Annette Fetscherin sagt:

          Auch hier die Entschuldigung dafür, dass ich Euer “Sakrileg” umgetauft habe! Ich bin nicht wie Timm Klose daneben aufgewachsen, aber der Respekt ist trotzdem da! Sorry 🙂

    • Annette Fetscherin sagt:

      Lieber Herr Ghidini
      Da haben Sie recht, mein Fehler mit der Schützenmatte! Aber am Zürchertrauma liegt es kaum, da ich keine Zürcherin bin. Trotzdem entschuldige ich mich bei allen Baslern dafür, dass ich ihr “Sakrileg” umgetauft habe!

  14. mf aus I sagt:

    hallo chris
    everton und arsenal sind tatsächlich kleine provinzklubs und die premier league ist eh auch eine gurkenliga, deshalb genügen senderos und djourou für unsere weltklasse nati schon lange nicht mehr.

    • Mario sagt:

      mal sehen wer von beiden auch wirklich zum einsatz kommt. in den 6 EL Spielen von fulham haben sich hughes und senderos immer abgewechselt, hangeland immer durchgespielt. letzterer scheint daher gesetzt, senderos kämpft mit hughes um den zweiten platz. djourou wurde auch immer mal wieder ein und ausgewechselt, das ist aber normal bei wenger. trotzdem glaube ich, sollten squilacci und vermaelen fit sein, werden diese bevorzugt.

      • Pascal sagt:

        @ Mario: Ist so nicht ganz korrekt: Djourou war letzte Saison mit Koscielny eine, insbesondere in der Hinrunde, überraschend starke Stamm-IV. Gegen Schluss hat JD dann abgebaut und Kos zugelegt, weshalb letzterer nun wohl erst mal mit Vermaelen die IV bilden wird. Squillaci jedoch war ein reiner Unsicherheitsfaktor und in der Vorbereitung, wo jeder IV nur jeweils eine HZ spielen durfte, hat jeder der anderen drei mit ihm an der Seite schlecht ausgesehen. Sogar Wenger dürfte das nun (hoffentlich) aufgefallen sein…JD ist somit 3. IV im Kampf um den Platz neben TV, sofern nicht noch einer (z.B. Cahill) kommt, und dürfte, besonders gegen “Rugby-Teams”, wegen seiner Kopfballstärke zu genug Einsätzen kommen

    • christoph fischer sagt:

      wieso everton? senderos spielt bei fulham. also lassen sie es mf aus l, wenn sie die premier league nicht kennen.

  15. MFUTI sagt:

    Nürnberg ist genau der perfekte Club für Tim Klose. Es ist kein Barcelona oder Manchester United, welche definitiv eine Nummer zu grosse wären für unseren Tim aber es ist ein Budesliga Verein, der möglicherweise im oberen Viertel der Bundesliga seinen Platz finden wird. Es wäre somit falsch, den FC Nürnberg als “kleinen” Club zu verschmähen. Ein Timmy Simmons, der immerhin 6 Jahre Captain bei PSV Eindhoven war, wäre nicht zu Nürnberg gekommen, wenn es ein Club ohne Ambitionen und Erfolgsmöglichkeiten ist. Das selbe gilt für den tschechischen Hoffnungsträger Thomas Pekhart. Ich glaube fest daran, dass Nürnberg die Überraschung der Bundesliga werden könnte und wer weiss, vielleicht spielt unser Tim Klose schon bald in der Europa League mit.

    • Auguste sagt:

      hmm…, “der club” ist meiner meinung nach eher ein abstiegskandidat in dieser spielzeit. mit dem totalverlust der offensivspieler ekici, gündogan und schieber hat er alles verloren, was ihn letzte saison nach vorne gebracht hat. das saisonauftaktspiel gegen hertha war zwar ein grauenvoller kick von beiden teams, aber dennoch, mit einer solch harmlosen offensive, wie sie nürnberg im moment auf den platz schickt, steht eher abstiegskampf im vordergrund und nicht die europa league. das muss allerdings nicht schlecht sein für timm klose, der gewiss genügend gelegenheiten bekommen wird, sich als verteidiger zu profilieren. mal sehen wie er sich neben dem andern innenverteidiger shooting-star der letzten saison, philipp wollscheid, schlagen wird. die beiden könnten eine der besten innenverteidigungen der bundesliga werden, was im abstiegskampf noch gold wert sein könnte. in den superlativ der autorin mag ich zu diesem zeitpunkt allerdings noch nicht einstimmen.

      • Truman sagt:

        @Auguste,meinst Du wirklich? Wenn man bedenkt,dass der FCN zahlreiche Siege auch ohne die Verlezten Gündogan und Schieber eingefahren hat,in der Rückrunde,glaube ich schon,dass dieser Verein nicht gegen den Abstieg spielt,und mit all diesen jungen und hungrigen Spielern wird auch Timm Klose ein Teil eines funktionierenden Mannschaftsgefüge sein,daß ihn mit Sicherheit nach vorne bringen wird.

      • Pedro sagt:

        Na dann wollen wir doch hoffen, dass wenigstens der Albert fuer Tore sorgen wird, das kaeme der Schweiz hoffentlich auch zugute. 😉

  16. Timmi sagt:

    Da kann ich leider nicht zustimmen. Klar, er hat es mit einem rasanten Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Viele reiben sich jetzt auch verwundert die Augen, da sie den Namen kaum je gehört haben und schon spielt er für den 1. FCN… Aber: Auch dieser Auslandwechsel kam wohl zu früh: Kloses Chancen, sich in der BL durchzusetzen sind gering, wie zB diese kompetente Einschätzung zeigt: http://www.kurzpass.ch/Fussball/Ausland/stammplatzchancen.html.

  17. stephan sagt:

    Annettes Beitrag gefällt, da er einen bescheidenen, aber ungemein wertvollen Spieler ins Rampenlicht des Schweizer Weltfussballs rückt. Denn wie heisst es sonst so treffend: “Der Poet im eigenen Land gilt nichts.” So muss das vom FCB verkannte und verschmähte Talent Klose denn im grossen Kanton seine Brötchen verdienen und es ist ihm zu gönnen, dass dort die Semmeln etwas dicker gebacken werden. Nürnberg ist weder ManU noch Barcelona, aber verglichen mit dem FCB dieser Vorrunde immer noch ein Aufstieg. Majstorovic und Delgado fehlen einfach. Und Fink macht mit Abraham den gleichen Fehler wie einst Gross mit Giménez und Derdyjok: Er lässt ihn auf dem Bänklein schmoren, weil dieser mit einem Wechsel ins Ausland liebäugelt. Wäre es nicht professioneller, mit den besten Spielern zu spielen, die man hat, solange man sie noch hat?
    Herzlichen Gruss an alle von einem, der mal neben der Schützenmatte wohnte und Annettes Artikel trotzdem spitze findet!

    • Mäsi sagt:

      Ein Mannschaftsgefuege kann sehr fragil sein. Gerade die Innenverteidigung muss eingespielt sein. Daher ist es nur richtig, jenen Spielern das Vertrauen zu geben, die voraussichtlich die ganze Saison Seite an Seite verteidigen werden. Lieber dadurch am Anfang ‘lernen’ als mitten in der Saison, wenn ein Stammverteidiger (Abraham) ploetzlich weg ist.

  18. Eukalyptus sagt:

    Timm Klose hat sehr wohl einen beachtlichen Weg hinter sich & spielt ganz gross auf. Zum “wahren Newcomer des Jahres” macht es ihn deshalb trotzdem nicht. Schliesslich hat er nicht in der Champions League gespielt, “erst” einen (ruhigen, einflusslosen) Einsatz in der A-Nati, & steht nicht auf den Zetteln etlicher Topclubs.

  19. Schorsch sagt:

    Zitat: “dass ihm bei seinem absoluten Herzensclub keine Chance gegeben werden würde”
    Wie waer’s denn mit “dass er bei seinem Herzensclub keine Chance erhalten würde”?

  20. Beat sagt:

    Habe auch das Gefühl die Verantwortlichen beim FCB haben nicht die beste Falle gemacht. Zwei ehemalige FCB SPieler (Ferati und Klose) spielen wunderbar auf, nur leider nicht beim Stammclub. Dafür hat man teure ausländische IV welche, wenn überhaupt nur gleichwertig sind. Ferati wurde zu lange hingehalten beim FCB, da hat er dann seinen eignen Weg gesucht und Klose ebenso. Dies zeigt auch wie reif die beiden sind…schade dass so gute Leute nicht beim FCB spielen! Falls es so weitergeht wird die Nationalmannschaft dann das Ex-FCB Duo als Stammspieler vereinen!

  21. Beat Birchler sagt:

    ja,auch aus meiner Sicht hat der Tim Klose die Wertung gewonnen. was er in den letzten 2 Jahren geleistet hat ist hervorragend. Mach weiter so …. es ist eine Freude deine Karriere zu verfolgen