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Der neue Optimismus bei GC

Mämä Sykora am Montag den 25. Juli 2011


Die letzten zwei Saisons will man bei den Grasshoppers möglichst schnell vergessen. Erst machte man sich zum Gespött der Fussballschweiz, indem man innig mit dem Hochstapler Volker Eckel flirtete, in der vergangenen Spielzeit musste der stolze Rekordmeister bis zuletzt um den Klassenerhalt bangen und drohte in der finanziellen Not gar mit dem Wegzug in die Provinz.

Die grössten Gefahren wurden gemeistert: Dank einem souveränen Schlussspurt konnte GC die Klasse halten und in der Stadionfrage kam die Stadt dem Verein mit einer Mietreduktion um nahezu 50 Prozent entgegen. Ein weiterer Erfolg wurde im März vermeldet, als der neu formierte «Owners Club» während drei Saisons jeweils mindestens 4 Millionen Franken garantierte.

Gemessen an den Ansprüchen ist dieses Geld lediglich ein Tropfen auf den heissen Stein. Dennoch erwartet der Owners Club, dass GC bis in drei Jahren wieder mindestens um Platz 3 spielt. Der neue Präsident Roland Leutwiler geht sogar noch einen Schritt weiter und will 2014 Meister werden. Ein hochtrabendes Ziel, weil der Verein weiterhin am Nachwuchskonzept festhalten wird.

Rund ein Dutzend Spieler verliess die Mannschaft auf diese Saison, ebenso viele kamen neu hinzu, allesamt ablösefrei. Obwohl mit Voser, Salatic und Rennella auch drei Leistungsträger abwanderten, gibt man sich optimistisch. Alain Sutter, bei GC neu als Berater tätig, sieht im Kader «viel Qualität», und selbst der ansonsten sehr zurückhaltende Ciriaco Sforza prognostizierte, dass ihm die Neuzugänge – namentlich Daniel de Ridder – sehr bald viel Freude bereiten werden.

Eben jener De Ridder flog gestern gegen Thun schon nach zwölf Minuten vom Feld und leitete damit die Niederlage ein. Nach gerade mal zwei Spieltagen – einem glücklichen Sieg gegen Aufsteiger Lausanne und der Klatsche im Berner Oberland – ist es noch zu früh, um die Qualität der Mannschaft richtig einschätzen zu können, zumal ihr nach so vielen Transfers Zeit gegeben werden sollte, um sich zu finden. Entscheidend für das Erreichen des Ziels, einen Platz im Mittelfeld zu ergattern, dürfte bei GC sein, ob die wenigen verbliebenen erfahrenen Kräfte die Jungen führen können. Und dahinter muss ein grosses Fragezeichen gesetzt werden. Der alternde Abwehrchef Smiljanic fällt oft aus und absolvierte letztes Jahr nur rund die Hälfte der Spiele, wann und ob Ricardo Cabanas wieder zur Verfügung stehen wird ist unklar, und Unglücksrabe Davide Callà stolpert von einer schweren Verletzung in die nächste. Andere Leitfiguren hat GC nicht mehr.

Als GC in der Rückrunde der Saison 2009/10 jene phänomenale Aufholjagd lancierte, die es noch auf Platz 3 geführt hat, beklagte man ebenfalls viele Ausfälle, die von den jungen Talenten wie Ben Khalifa, Zuber oder Toko mehr als nur gut vertreten wurden. Doch damals stärkte und leitete die Achse aus Routiniers und Klassefussballern wie Smiljanic, Salatic, Cabanas und Zarate die Nachwuchstruppe und ermöglichte erst diesen Höhenflug. Die Talente sind auch in dieser Saison wieder gut vertreten. Viele der jungen GC-Kicker haben durchaus das Zeug für eine grosse Karriere. Aber ob diese Jugendlichkeit, gepaart mit den vielen Zuzügen, von denen die meisten eher Ergänzungs- als Führungsspieler sind, dafür reicht, um in dieser Saison bereits am Europacup schnuppern zu dürfen?

Der unaufgeregte Coach Sforza, der selbst den schwächsten Auftritten noch Gutes abgewinnen kann und immer ein lobendes Wort parat hat, um den Druck von der jungen Truppe zu nehmen, ist jedenfalls mit Sicherheit der ideale Trainer für dieses Projekt. Es wäre ihm, dem Verein und der ganzen Fussballschweiz zu gönnen, wenn der optimistische Plan aufgehen würde und man sich mittelfristig wieder nach oben orientieren könnte. Denn auch im Owners Club sammelt es sich wesentlich leichter Geld, wenn es sportlich gut läuft.

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35 Kommentare zu “Der neue Optimismus bei GC”

  1. Marthaler Patrick sagt:

    Was GC gestern gezeigt hatte, mit diesen Fehlpässen in der Angriffsauslösung in der eigenen Platzhälfte…das war katastrophal, juniorenmässig. Also gestern hat da bei GC was Grundsätzliches nicht gestimmt. Erreicht Sforza die Spieler noch?

    • Habe beide Spiele von GC live gesehen. Es war bereits im ersten Spiel beängstigend wie viele Fehler produziert wurden. Im ersten Match hatten wir einfach ein unverdientes riesen Glück mit den 2 Toren. Aber gestern gings dann nicht auf. Da muss schleunigst was am Selbstvertrauen verändert werden. Die Unsicherheit der Jungs ist bis weit über die Stadionmauern zu spüren.

    • P. R. sagt:

      Ich glaube, man muss diese Spiele mit der nötigen Vorsicht analysieren. Wenn man 80 Minuten lang in Unterzahl spielt, dann ist jenes Spiel einfach nicht so aussagekräftig, da hätte jede andere Mannschaft die gleiche Mühe an den Tag gelegt. Die Saison ist noch zu jung, um den Teufel an die Wand zu malen.

    • Peter Locher sagt:

      Ich frage mich ob Sie selber mal Fussball gespielt haben… Der Aufbau einer neuen Mannschaft braucht mehr als ein paar Wochen Vorbereitungs-Zeit. Und dies ist leider wieder nötig nach den vielen Abgängen. GC wird realistisch betrachtet vermutlich wieder vor allem gegen den Abstieg kämpfen müssen, denn die Konkurrenz schläft nicht, hat aufgerüstet. Meiner Ansicht nach ist ein Platz von 6-8 realistisch diese Saison, ein Platz 5 bereits sehr gut. Ohne Sforza wäre GC bereits abgestiegen. Sforza war Leistungsträger und Führungsspieler in der Bundesliga und auch in Italien, sein Leistungsausweis ist unbestritten (bei Fachleuten). Und ich hatte in den letzten Jahren stark den Eindruck, dass er sich als Mensch (u. Trainer) stark weiterentwickelt hat. Lasst Sforza und das junge Team arbeiten, unqualifizierte Motzereien sind fehl am Platz. Abgerechnet wird Ende Saison. Schade ist einfach, dass man nicht mehr Geld generieren kann um bessere Transfers zu tätigen.

      • Marcel sagt:

        Gut gesprochen Herr Locher. 100% einverstanden. Leider wird uns Sforza, wenn nicht bald Schritten nach vorn zu verbuchen sind, bald verlassen. Übel nehmen könnt ich es ihm nicht. Bezüglich Weiterentwicklung als Mensch möcht ich das mal so anmerken: Sforza war schon immer ein sehr spezieller, überaus intelligenter Mensch. Sein ‘Problem’ ist sein sehr selbsticheres Auftreten, schon in jungen Jahren. Schweizer münzen dies schnell in Arroganz um obwohl sie eigentlich genau diese Eigenschaft bei ausländischen Fussballern immer hervorheben.

  2. chris sagt:

    Alle die gestern dabei waren und es auch am TV gesehen haben, fragen Sie heute an Ihrer Arbeit – “was wäre wenn ich jetzt auch meine Arbeit verweigern würde” . Hätte ich dann easy meinen Arbeitskollegen oder Chef im Büro der sagt – “die ganze Sache hat doch auch was positives, jetzt wissen wir alle wo wir stehen und was wir tun müssen”. Man mich regt das so auf!

    Ciri … man triggere das endlich mal in die GC Köpfe hinein. Seckle mueme halt …

  3. Marco sagt:

    Mann muss doch den neuen Spieler auch noch Zeit geben sich anzuklimatisieren ans neue Umfeld. GC wird dieses Jahr eine markant stärkere Rolle in der Liga einnehmen als letztes Jahr. Die “Jungen” wie Emeghara, Toko oder Abrashi haben bereits Erfahrungen in der Nati oder U21 sammeln können und sind reifer. Zudem wurde die Manschaft punktuell gut verstärkt. Ich denke auch, dass Frank Feltscher GC noch viel Freude bereiten wird.

  4. Erich sagt:

    Bisher schaffte es Sforza schlussendlich immer, GC vor dem Abstieg zu retten. Ob das andere Trainer mit einer solchen jungen Mannschaft, die zudem über jeden Sommer immer wieder die Leistungsträger abgeben musste auch geschafft hätte, wage ich zu bezweifeln. Es kann allerdings nicht das langfristige Ziel von GC sein, gegen den Abstieg spielen zu müssen. Bei den aktuellen finanziellen Möglichkeiten wird es GC realistischerweise aber nicht über das Mittefeld hinaus schaffen. Der glückliche Sieg gegen Lausanne zeigte denn auch wie die gestrige katastrophale zweite Halbzeit, dass dieser Sommer und Herbst wohl einmal mehr im Zeichen des Neuaufbaus steht und weiterhin Geduld gefragt ist. Ich wünsche mir auch, dass diese Strategie auf absehbare Zeit belohnt wird.

    • Dens Rott sagt:

      Ja das stimmt, er hat es einmal geschafft. In der ersten Saison (2009/2010) hatten wir aber nichts mit dem Abstieg zu tun

  5. Steven Winter sagt:

    Hey Chris, Hey Patrick

    Ciri äussert sich vor den Medien stets gelassen und schützt seine Spieler. Das ist auch gerade Notwendig bei einem jungen Kader. Die jungen Spieler sollen sich aufs Fussballspielen konzentrieren, und sich nicht von den Medien zerfleischen lassen. Deshalb stellt sich Ciri schützend vor seine Mannschaft – zumindest gegen Aussen.
    Was in der Kabine gesagt wird, wissen wir nicht. So wie ich Ciri jedoch “kenne”, wird er in der Kabine einen ganz anderen Ton anschlagen.

    • chris sagt:

      Ja du hast recht Steven. In der Kabine macht es Ciri anders. Danke für den guten Blog. Gruss Chris

  6. Peter Huber sagt:

    Wie soll einer der sich auf solch dämliche Art eine rote Karte abholt und dem Schiri gar keine andere Wahl lässt als ihn unter die Dusche zu schicken, zu einem Vorbild für die Jungen werden?

    • Mäsi sagt:

      Gute Frage! Je nach Groesse des Spielers kann er durch eine professionelle Reaktion durchaus seine Vorbildfunktion wahrnehmen. Sozusagen als schlechtes Beispiel voran gehen und sich dann ‘zum Wohle der Mannschaft selbst bestrafen’ (Mannschaft zum Essen einladen oder sich sonstwie freiwillig in den Dienst des Teams stellen). Jaja, ich weiss… da verlange ich wohl zu viel vom Durchschnittsfussballer – will damit nur sagen, dass es moeglich waere und vielleicht gibt es ja doch die eine oder andere ‘gute Seele’ im Fussballbusiness.

  7. Auguste sagt:

    hmm…, der triftigste grund für optimimus im gc dürfte an den gestaden des neuenburger sees liegen. 0 : 5 torverhältnis, zero points, zero trainer und eine mannschaft die, wenn sie nicht schon total resigniert hat ob der verhältnisse dort, nur vollgepumpt mit anti-depressiva am arbeitsplatz erscheint. das totale aus für xamax wäre nur mit sehr viel geld zu verhindern – aber einen vertrag unterschreiben dort doch nur noch die hoffnungslosesten oder grenzdebile. der abstiegsplatz scheint vergeben – gut für gc!

    über alles andere zu mutmassen halte ich für völlig verfrüht. gc startet wieder mal eine saison bei null und erst die rückrunde wird wieder zeigen, auf welchen niemandsland-schlussrang ciriaco sforza die mannschaft diesmal bringen wird. ohne zuverlässigen goalgetter sind europa-qualifikationen einfach nicht zu erreichen! das ist ein hoffnungsloses unterfangen – wie schwer ist das zu verstehen?

    • Mäsi sagt:

      Bei Xamax wird wohl zwangslaeufig die Konstanz Einzug halten, weil ihr Spielerkontingent fuer diese Saison schon bald ausgeschoepft ist. Wenn ich mich nicht irre, duerfen sie noch 2 Auslaender verpflichten/einsetzen. Vermute aber, dass diese Info nicht bis Grosny durchgedrungen ist… 🙂

      Hier die Quelle:
      http://www.football.ch/sfl/cm/Xamax%202.pdf

      Xamax darf zwar noch etliche Schweizer einsetzen, doch ob sich das irgendeiner antun will?

      • Auguste sagt:

        hmm…, sie irren sich nicht mäsi. dieses verb ist übrigens ein verbotenes wort rund um xamax. ich bin ja gespannt, wie “bulat der schreckliche” die quadratur des kreises – trainer mit sfl-lizenz und affinität zu tschetschenischen oligarchenlaunen – lösen will.

        wie es auch kommt, der neue wird den zweifelhaften ruf, der käuflichste trainer westlich des dnjeprs zu sein, nie mehr loswerden und dann werden wir auch wissen, wieviel ein rückgrat in der sfl kostet.

    • micha sagt:

      Gute Überlegung. Xamax nimmt den Druck von den anderen Klubs, gibt ihnen Zeit, sich zu finden ohne sofort Punkte gewinnen zu müssen im Abstiegskampf. Der Rest hingegen ist nicht einfach: Es scheint, dass die Spitze diese Saison deutlich breiter sein wird, und weniger schwache Gegner als letzte Saison als Punktelieferanten dienen können. Es dürfte schwieriger werden, unter die ersten fünf/sechs zu kommen.

  8. Kahn sagt:

    GC hat sich dämlich angestellt. Haben aber trotzdem 3 Punkte in 2 Spielen geholt. Was vor Jahren mit Cabanas und Smijlanic gemacht worden ist – diese mit langfristigen Verträgen auszustatten (10 Jahre Smiljanic……..) mit einem hohen Lohnniveau, dass ist unverständlich. Tja und wenn man dann noch den Goali Bürki hochjubelt für die Nati und dass dieser besser sei als Yan Sommer, dann ist das auch nicht förderlich.

  9. Domenico sagt:

    GC ging einmal mehr total blauäugig in die neue Saison. Kaum ist das Überleben (vorübergehend) gesichert, trötet man schon wieder vom Anschluss an die Spitze. Aufwachen, bitte! Die Mannschaft hat die Qualität keineswegs, man wird wieder mit dem Abstieg zu tun haben, wenn es die Welschen nicht vorher lüpft. Und wenn man weiter in die Zukunft schaut, siehts noch schlimmer aus. Wer will denn Spieler von einer Mannschaft aus dem Tabellenkeller kaufen? Wie soll denn Geld hereinkommen? Und warum sollen die neuen Geldgeber weiter einschiessen, wenn es nix zu holen gibt? GC kann froh sein, wenn es sich noch ein paar Jahre in der Super League halten kann. Mehr ist nicht drin.

  10. Hans Meyer sagt:

    Ist ja jetzt nicht das erste Mal, dass GC auch nach miserablen Leistungen gute Miene zum bösen Spiel macht.
    Und wenn sie jetzt gewonnen hätten und erster wären, würde wohl der ganze Verein diese Arroganz ausstrahlen, die die Spieler von Zürich im Spiel gegen Servette gezeigt haben.
    Die beiden Zürcher Vereine schwanken momentan wohl zwischen Licht und Schatten. Hoffen wir auf Mittwoch.

  11. Richard N. sagt:

    Gerade mal 2 Spiele (in Worten “zwei”) sind gespielt und schon wird wieder das Ende von GC heraufbeschworen. De Auftritt am Mittwoch kam dem eines Meisterschafts-Favoriten gleich: Schwach gespielt, aber brutal effizient und dennoch gewonnen. Den Auftritt gestern kann man wohl nicht als Massstab nehmen. 80 Minuten auf Kunstrasen in Unterzahl gegen einen Gegner der ohne Sanktionen überhart eingestiegen ist. Da sieht wohl jede spielerisch starke Mannschaft schlecht aus. Habe FCZ-Servette und Basel-Xamax im TV gesehen. Da gibt’s wohl auch auf anderen Plätzen einiges zu tun! Zur Erinnerung: GC hat jetzt nach 2 Spielen schon gleich viel Siege wie letzte Saison nach 12 Runden.

  12. Hannes Estermann sagt:

    Empfehle allen GC Fans Ruhe zu bewahren.Es kommt wie es kommen muss-wie weiss niemand.
    Anderseits sollte einmal akzeptiert werden ; GC ist nur noch eine Worthülse mit sehr grosser Vergangenheit-mehr nichts !
    Die Zeiten wo mit hunderten Millionen in einem Jahrzehnt herum geworfen wurden (n.b.höchst wahrscheinlich alles sauber verdientes Geld ) ist Schnee von vorgestern !
    Aber lieber ein zu Bescheidenheit gezwungenes GC als ein undurchsichtiger Club Namens XAMAX.

  13. fredy sagt:

    ist sforza wirklich so einmalig und perfekt für gc, wie das hier fast unisono geschrieben wird?

    nun ja, bisher hat er mit beschränkten mitteln und hauptsächlich mit spielern, die bereits vor ihm da waren, das minimalziel ligaerhalt erreicht. zwischendurch hat er phasenweise sogar ganz ansehnlichen fussball spielen lassen. das wars dann aber auch schon.

    auf diese saison hin standen sforza dann aber doch bedeutend mehr mittel zur verfügung als bisher (owners club). zudem hatte er auch bei den transfers das alleinige sagen. wenn die mannschaft nun wieder in die gleichen schwierigkeiten kommt wie in den letzten zwei saisons, dann dürfte man ihm doch schon auch mal kritische fragen stellen.

    zum beispiel, weshalb ein spieler wie izet hajrovic, dessen fortschritte im frühling 2011 doch fast schon unheimlich waren, nicht oder nur spärlich eingesetzt wird?

    weshalb sogar dem gc sonst sehr freundlich gesinnte medien bereits nach zwei runden ein grosses fragezeichen hinter die transfers dieses sommers setzen?

    oder, weshalb ein klub wie der fc thun, mit seinem recht bescheidenen budget, oder auch ein aufsteiger wie lausanne sport, dem gc spielerisch derart zusetzen können?

    oder bin ich der einzige hier, der das so sieht?

    • Dustin Peters sagt:

      ja

    • DAM sagt:

      Nein, Sie sind nicht der einzige der meint, man dürfte auch mal etwas kritischer sein im Umgang mit Sforza.
      Ausserdem erinnert mich das alles so ziemlich an Sforzas Zeit beim FC Luzern. 2 Saisons lang hat er damals das Minimalziel Nicht-Abstieg erreicht. In der dritten Saison musste er dann nach wenigen Spielen gehen, weil der FCL bereits wieder in grosser Abstiegsgefahr schwebte. Der Rest ist bekannt: Rolf Fringer machte in 1 1/2 Jahren aus dem abgeschlagenen Tabellenletzten einen Teilnehmer der EL-Quali.

      • Kraft sagt:

        Das klingt nett, blendet aber aus, dass der FCL in der Zeit auch den einen oder anderen Spieler mit klingendem Namen verpflichtet hat (Yakin, Gygax, Veskovac…).

        • Mäsi sagt:

          Aendert wenig an der Tatsache, dass Fringer mit Sforzas Scherbenhaufen noch den Ligaerhalt geschafft hat…

          Zudem wurde Veskovac von Sforza aus der Challenge League geholt (genauso wie Sally Sarr nun) und war nur einer von Sforzas beinahe dutzend Transfers in dieser Zeit. Fast alle versanken im Niemandsland.

  14. Petar sagt:

    Hallo ihr Lieben
    Wieso muss ich immer wieder das gleiche in den Medien lesen. Vor der Sommerpause, während der Sommerpause und jetzt also auch nach der Sommerpause. Wir kennen mitlerweile die Strukturen des GCs. Wir wissen nun wirklich das Teamstützen abgewandert sind. Und das Sforza optimistisch in die Zukunfr sieht kennen wir bereits.
    Wieso wird nicht objektiv über die Anfangsszene berichtet. Wie sie sich wirklich zugetragen hat? Wieso haben alle Presseleute einen Kopfstoss erkennen können (ein Stoss ist mehr als nur eine Berührung)? Wieso wird nichts über die Schauspielkunst im Berneroberland berichtet? Wieso wird nicht Andrist sondern de Ridder so angepranger? Und wieso kann sich der Schiedsrichter hier so einfach aus der Affaire ziehen?? Ist es nicht Aufgabe der Medien über solche Angelegenheiten zu berichten? Auch was sich in Sion zugetragen hat ist unwahrscheinlich! Die Leistung des Unparteischen war in beiden Patien matchentscheidend und das sollte auch so komuniziert werden!!

    • DAM sagt:

      Allenfalls hätte man auch für den Thun-Spieler, der mit seinem groben Einsteigen die ganze Situation ausgelöst hat Rot geben können. Über die rote Karte für den GC-Akteur müssen wir nun aber wirklich nicht diskutieren. Zunächst hat er den 2.Thun Spieler (Andrist?) am Bein nach unten gezogen, dann einen Kopfstoss zumindest angedeutet und da selbst der Versuch strafbar ist, kann der Schiri gar nicht anders als die Rote Karte zu zeigen.

  15. Kraft sagt:

    Dem Blogbeitrag von Mamä ist eigentlich nichts beizufügen. Ausser vielleicht, dass die durchschnittliche Qualität des Kaders etwas höher einzuschätzen ist als letzte Spielzeit.
    Und, ich sage es wahrscheinlich zum 100 Mal, solange das Stadion nicht steht, wird niemand dem GCZ die finanziellen Mittel bereitstellen, um sich die nötige Erfahrung und Qualität einzukaufen, die es braucht, um in der SL um den Titel mitspielen zu können. Daher geht es in den nächsten 5 Jahren darum, sich im Mittelfeld zwischen Platz 6 und 4 zu halten. Das klingt schrecklich für den Rekordmeister, ist aber leider realistisch.

  16. Peter Imhof' sagt:

    Die Mannschaft hat sicher (noch) nicht die Qualität, um vorne mitzuspielen. Das dauert Jahre, bis ein homogenes Team mit Jungen Spielern geformt wird. Trotzdem ist es erfreulich und bemerkenswert, wie es Sforza versteht, das positive Denken den Jungen zu vermitteln. Um ehrlich zu sein, habe ich Sforza wegen seiner Art nie gemocht. Sei es als Profi bei Bayern, Lautern, GC oder in der Nati. Ich muss aber gestehen, dass er als Trainer einen Top-Job macht und sicher hervorragend “schlägt”. Eigentlich ein Glücksfall für GC. Es wäre aber wünschenswert, wenn künftig (finanziell) gute Transfers mit entsprechender Qualität getätigt werden könnten, um den Klub wieder nach vorne zu bringen.

    • Mäsi sagt:

      Meine Worte, Peter.

      Einzig bei Luzern in der 3. Saison hat er mir als Trainer nicht gefallen. Seine Transfers waren miserabel (oder zumindest, wie er mit diesen dann gearbeitet hat).

  17. Henry sagt:

    Gegen Sforza als Trainer ist nun wirklich nichts einzuwenden, er ist ein Grlücksfalll für GC. Abstriche sind jedoch zu machen bei seinen Transfers. Die so hoch gepriesenen De Ridder und Bertucci sind möglicherweise gratis übernommen worden, entsprechend haben sie in den beiden Spielen bisher auch gespielt. Ich sehe auch diese Jahr die Situation nicht gerade rosig. Letztes Jahr wurde zumindest gut gespielt, einzig der Abschluss fehlte, diese Saison konnte auch die Spielweise bisher in keiner Hinsicht befriedigen. GC ist in meinen Augen schwächer einzustufen als letzte Saison. Salatic als ruhender Pol in der Defensive ist nicht ersetzt worden.

    • Kraft sagt:

      DDR und Bertucci sind gerade erst in der Schweiz angekommen. Ersterer hat zweifellos die Qualität, um Spiele alleine zu entscheiden, letzterer muss wie die meisten Brasilianer, sich erst an Taktik und Spielweise in der Schweiz gewöhnen. Wenn man gesehen hat wie Bertucci gegen Hertha BSC bisweilen 2-3 Spieler schwindlig gespielt hat, dann kann man durchaus Hoffnung haben. Und, Henry, wenn Sie nach 2 Spielen sagen, dass die Mannschaft spielerisch nicht genügt, dann sollten sie häufiger die ersten 2 Saisonspiele von Topmannschaften anschauen. Kein Team beginnt eine Saison mit blindem Verständnis. Salatic wurde durch Landeka ersetzt. Ausserdem können Abrashi und Toko diese Position ebenfalls spielen. Abrashi ist in meinen Augen talentierter als Vero.

      Das wirkliche Problem sehe ich im Sturm. Nicht weil Paiva schlecht wäre, sondern weil in einem 4-1-4-1 (oder 4-2-3-1), das Sforza spielen lässt, der Stossstürmer entweder gross sein muss, um die hohen Bälle zu verarbeiten, oder dann eben keine hohen Bälle gespielt werden dürfen, sondern über Kurzpassspiel mit den Flügeln der Stürmer eingesetzt werden muss. Genau das hat GC bisher nicht gemacht. Das muss sich ändern, sonst läuft sich Paiva die Lunge aus dem Leib ohne je einen Ball zu sehen.