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Randsportart für immer

Mämä Sykora am Samstag den 2. Juli 2011


In Deutschland läuft seit einer Woche die 6. Weltmeisterschaft der Frauen. Der Hype im Gastgeberland ist riesig, mit grossen Anstrengungen versucht man, das «Sommermärchen» von 2006 zu wiederholen. Die Stadien sind gut gefüllt, die «Bundeselfen» starteten mit zwei Siegen und nicht wenige hoffen darauf, dass das Turnier ein grosser Schritt zum endgültigen Durchbruch des Frauenfussballs sein wird.

Fest steht: Frauenfussball ist immer mehr verbreitet. Nahmen an der Qualifikation für die erste WM 1991 noch 45 Nationen teil, waren es dieses Mal schon über doppelt so viele. In jedem Verband stieg die Anzahl der Aktiven explosionsartig, die Strukturen wurden allerorts verbessert. Und dennoch ist man weit davon entfernt, sich nicht mehr zu den Randsportarten zählen zu müssen.

Ein Grund dafür, warum sich dies hierzulande auch nicht so bald ändern wird, ist das «Unihockey-Phänomen», wie ich es nennen würde. Unihockey ist die Sportart mit den drittmeisten Lizenzierten, dennoch ist das öffentliche Interesse äusserst gering. Wie der Frauenfussball hat das Unihockey Mühe, sich in der Sportberichterstattung gegen die etablierten Sportarten einen Platz zu erkämpfen. Und die Parallelen gehen noch weiter: Die allermeisten Unihockeyaner lieben zwar ihren Sport, interessieren sich aber kaum für das Geschehen in den Spitzenvereinen. Nach dem Spiel wird am Stammtisch über Fussball und Eishockey geredet, von den landesweit Besten ihres Sports kennen die wenigsten mehr als eine Handvoll.

Gleich verhält es sich beim Frauenfussball. Hand aufs Herz: Wer kennt mehr als drei Schweizer Nationalspielerinnen? Selbst aktive Kickerinnen haben Mühe, diese aufzuzählen. Auch wenn sich die Qualität des Schweizer Frauenfussballs seit dem ersten Länderspiel von 1970 extrem verbessert hat, schauen die meisten noch immer viel lieber den Männern zu. Das entscheidende WM-Playoff-Spiel gegen England lockte im September gerade mal 1800 Zuschauer ins Stadion. Und als Vorbilder geben die Teilnehmerinnen der laufenden WM fast ausschliesslich männliche Stars an.

Dass es in Deutschland gelingt, dennoch die Euphorie zu schüren, muss nicht erstaunen. Die Hoffnung auf einen Titel ist mehr als berechtigt, und einen Erfolg gemeinsam zu erleben, scheint bei unseren Nachbarn ein grosses Bedürfnis zu sein. Während Martin Schmitts kurz währender Siegesserie im Skispringen lockte selbst diese ewige Randsportart Menschenmengen an. Mit einem Imagewandel versucht der Frauenfussball nun, langfristig ein Thema zu bleiben. Neu soll Frauenfussball auch sexy sein. Birgit Prinz als Barbie, busenbetonte Shirts und erotische Fotos im «Playboy». Wenn auch dieser Versuch fehlschlägt, besteht die Gefahr, dass sich Sponsoren wieder anderem zuwenden und die Entwicklung ins Stocken gerät.

Eine Frauen-WM mag als Event in einer Hochburg funktionieren, auf nachhaltig gesteigertes Interesse zu hoffen ist indes optimistisch. Für die meisten Fussballfans ist die Flut an Spielen der Männer in Meisterschaft, Cup, Europacup, EM, WM und Nachwuchsturnieren jetzt schon kaum zu bewältigen, da bleibt kein Platz für noch mehr Fussball. Und wenn nicht einmal die Geschlechtsgenossinnen hinschauen, dann muss man vermuten, dass Frauenfussball für immer eine Randsportart bleiben wird.

Lesen Sie zum Thema auch: Feminismus, Sport-BHs  und Trikottausch.

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76 Kommentare zu “Randsportart für immer”

  1. Thomas Luchs sagt:

    “und einen Erfolg gemeinsam zu erleben, scheint bei unseren Nachbarn ein grosses Bedürfnis zu sein.” Das sehe ich genauso.
    Frauenfussball beschränkt sich – ironischerweise ähnlich wie das Fussballinteresse der meisten Frauen – auf die wenigen Grossanlässe, die in zu den richtigen Zeiten an den richtigen Orten stattfinden. Erinnert an Curling, Bogenschiessen und Rudern an den olympischen Spielen. Ich bin trotzdem Pro Frauenfussball: Besser sie spielen Fussball, als in Einkaufszentren und an Bahnhöfen herumzulungern und Leute anzupöbeln.

  2. Herdenmann sagt:

    Dieser Anlass wird gerade Deutschland von den Medien sehr gepusht. Die wollen die WM von 2006 toppen. Die Kommentare in den Deutschen Onlinezeitungen (Zeit, Spiegel) sind aber eher ernüchternd, was der Boom oder Hype anbelangt

  3. Marie Huysman sagt:

    Für euch Schweizer mag das ja zutreffen, dass ihr den Frauenfussball als Randsportart empfindet. Bis 1992 galten Frauen bei euch ja allgemein noch als Randgruppe, und wenn selbst beim Männerfussball sich nur höchstens 10.000 in eure Stadien verirren, während in Deutschland sogar Spiele wie Nigeria gegen Kanada 30.000 Fans anlocken, dann verwundert solch ein Artikel wirklich nicht, vielmehr zeugt er von einer allgemeinen Hinterwäldner-Mentalität, die ja nicht nur in diesem Bereich zu konstatieren ist.

    • lorenz sagt:

      Es ist nun mal wie es ist und der Frauenfussball wird sich in einem überladenen Feld von Sportarten bei den Konsumenten nicht durchsetzen.Das hat nichts mit der Schweiz und Deutschland zu tun,auch Zuschauervergleiche bringen nichts.Es fehlt schlicht die Zeit neben all den Topsportarten auch noch den Frauenfussball zu huldigen.

    • Mämä Sykora sagt:

      Frau Huysman, Sie vergleichen ein Männer-Meisterschaftsspiel in der Schweiz (7 Mio. Einwohner) mit einem WM-Spiel der Frauen in Deutschland (80 Mio. Einwohner). Vielleicht ist das nun wieder Hinterwäldlerisch, aber die deutsche Frauen-Bundesliga – die Liga des amtierenden Weltmeisters und eine der stärksten weltweit – hatte 2010/11 einen Zuschauerschnitt von 833, weshalb ich auch weiterhin sagen würde, dass Frauenfussball eine Randsportart ist, selbst in Ihrem Land.

      • Martin Locher sagt:

        Sehr gute Antwort Mämä. Die Frauenfussball-WM lockt so viele Zuschauer an, weil sie ein In-Event ist, der in Spitzenstadien stattfindet. Auch die Wahl der Austragungsorte war optimal. In Bayern, nicht München, sondern Augsburg. Im Ruhrgebiet nicht Dortmund oder “auf Schalke”, sondern Bochum. Frankfurt ist eine weltbekannte Stadt, aber fussballerisch eher eine Randnotiz. In Frankfurt hatte es schon American Football für kurze Zeit zu etwas mehr als einem Randsport geschafft. Ideal, dass dort das Finale stattfinden wird.

    • Mephisto sagt:

      @Huysman: Vergleichen sie bitte nicht Aepfel mit Birnen und sehen sie der Realität ins Auge! Frauenfussball ist nur eine Randerscheinung. Das heisst aber nicht, dass viele Menschen keinen Respekt vor der Leistung der Frauenfussballerinnen hätten. Es interessiert einfach kaum Jemanden. That’s it!

    • Martin sagt:

      Durch dummes Gerede über die Schweiz wird die Tatsache auch nicht beseitigt, dass der Inhalt des Artikels voll und ganz zutrifft.

    • Silvie Blake sagt:

      Mit solch einem Hype die Massen zu organisieren scheint nur in Deutschland möglich zu sein. Man will ja überall dabeisein, bei den Schweizern kann man zum Glück nicht im gleichen Masse die Leute manipulieren.

    • Thomas Gerber sagt:

      Lieber Hinterwäldler als weltfremd… Nächste Saison würde ich gerne mit Ihnen die Sportschau, das aktuelle Sportstudio, Sport 1 und alle Bezahlsender schauen, denn Frauenfussball wird dann auch in Deutschland wieder fernsehmässig zur absoluten Randsportart zählen… Ich gehe sogar jede Wette ein, dass in unserem Land letzte Saison im Verhältnis zum Männerfussball mehr Frauenfussball gezeigt wurde, aber auch der im Promillebereich. Und das wird nach der WM auch in Deutschland so sein…

    • Matthias Steiner sagt:

      Da ist man wohl einer kickenden Walküre aus dem grosse Kanton zu nahe getreten. Die Deutschen bejubeln den Frauenfussball nur, weil er im Moment relativ erfolgreich ist, und weil er propogandamässig gepusht wird. Das ist wahrhaft hinterwäldlerisch.

    • n.v. sagt:

      In der Schweiz ist ein Schnitt von 10’000 Zuschauern nicht einer Randsportart zuzuordnen. Liebe Marie dir fehlt es an Weitsicht und an (Nicht-) Wissen was rund um Deutschland abläuft. Für mich ist jemand wie Du mit Deiner Kurzsichtigkeit ‘Hinterwäldnerisch’. Du kannst doch die Schweiz nicht mit den Deutschen vergleichen (Einwohner, Anzahl Medien, Sponsoren etc). Fussball in der Schweiz ist etabliert, das schon seit über 100 Jahren, das Interesse ist noch zunehmend. Frauenfussball wir insgesamt eine Randsportart bleiben, wobei ich es sehr begrüsse wenn Frauen Sport treiben, das macht auch Frauenbodys sexy…!

    • kurt abächerli sagt:

      liebe frau huysman, auch wenn sie sich mit dem namen als holländerin ausgeben, sind sie sicher deutsche, wahrscheinlich ein mann und arbeiten im hinterwäldlerland. jetzt verstehe ich ihre frustration…

  4. Daniel Fürst sagt:

    Hand aufs Herz
    ist der Tagi – Baz in der Lage über diese WM zu berichten?
    oder gibt es nur dumme Blogs wo dieser Sport als abartig beschrieben wird.

    Ich habe noch keine Spielreportage sehen können

    • Martin Locher sagt:

      Die meisten die sich für die Gruppenspiele der Damen-WM begeistern können, schauen sich diese im Fernsehen an. Ich zum Beispiel tu es und vergleiche die Leistungen mit den Spielen der männlichen U17-WM, welche ebenfalls nicht mehr als eine Randnotiz wert ist. Das fussballerische Niveau der beiden Weltmeisterschaften ist vergleichbar. Die U17-WM dürfte sogar für die Masse interessanter sein, da man dort vielleicht einen zukünftigen Weltstar sehen kann.

      • aaron tukulu sagt:

        ich wette, der frauenweltmeister verliert gegen JEDES team der u17 wm…

        • Martin Locher sagt:

          “Das fussballerische Niveau der beiden Weltmeisterschaften ist vergleichbar.” Dieser Satz sollte eigentlich lauten: Das fussballerische Niveau der beiden Weltmeisterschaften ist, aufgrund der parallelen TV-Präsenz, sehr gut vergleichbar.

  5. Joachim sagt:

    Mein Gott, was für ein Artikel… wenn die Schweiz erfolgreicher spielt, dann schaut auch die ganze Schweiz zu und es entsteht auch hierzulande ein Hype. Ich denke nicht, dass dies ein Deutschland Problem ist. Lobt doch lieber mal die Entwicklung im Frauenfussball und schaut Euch an was die letzten 10 Jahre erreicht wurde, dann macht Ihr allen Schweizer Fussballerinnen Mut diesen Sport zu betreiben. Wenn in Deutschland etwas gut läuft und erfolgreich ist, dann ist es für viele in der Schweiz immer noch ein Problem. Klar, bei solchen Artikeln… wo nehmen wir denn unsere Meinung her ? Gut ist nur: Neid, ist immer noch die wertvollste Anerkennung !

    • Martin Locher sagt:

      Es betreiben auch sehr viele Menschen Laufsport (Marathon, Halbmarathon, Bergläufe ect). Trotzdem sind Topathleten meist nur kurz eine Notiz wert. Nur wenige Anlässe werden von vielen Zuschauern besucht. Frauenfussball ist aktuell in Mode. Ich vergleiche das jeweils mit Frauen-Baseball und Frauen-Basketball in den USA. Die Basketball-Liga z.B., lockt nicht wirklich Zuschauer an. Es geht seit Jahren eher abwärts. Der Frauenfussball-Boom wird auch irgendwann abflachen, weil die Masse realisieren wird, dass das sportliche Niveau der Top-Frauenteams nicht für die 2 oder 3 höchsten Männerligen reichen würde. Was schaut man sich also an? Das lokale Frauenteam oder das Männerteam in der nahen Umgebung? Die meisten Leute werden sich dann wohl für das sportlich bessere Team entscheiden. Genau so wie es im Männersport Ausnahmen gibt, wird es auch einige Orte geben, an welchen sich ein Frauenteam die Zuschauergunst erarbeiten wird. Das werden aber nur wenige Teams sein und deshalb wird aller Voraussicht nach Frauenfussball auch eine Randsportart bleiben. Das zu behaupten ist keine Beleidigung des Frauenfussballs, sondern einfach eine Nennung von Fakten. Wenn die Schweiz erfolgreich Fraunefussball spielt, schauen die Leute die Spiele der Nati an, nicht jedoch Ligaspiele. Oder gehen Sie nun Juniorenfussballspiele schauen, weil die Schweizer Junioren an verschiedenen Junioren Turnieren brillieren?

  6. Severin Brunner sagt:

    Ich glaube eher, dass das Problem ist, dass die WM in Deutschland stattfindet. Sorry liebe Deutsche Mitbürger ! Aber in Deutschland steht Fussball weit oberhalb von Gott und Schöpfung. Wenn man ein Länderspiel gewinnt, seien es die Damen oder die U13-Nationalmannschaft, dann stimmt das Selbstbewusstsein der Nation. Wenn man eines verliert, ist es am Boden. Deshalb sind Spiele gegen die Deutschen immer auch Kampfspiele. Wenn dann die Nigerianerinnen den Kampf gegen Deutschland aufnehmen und umso härter agieren, dann stört dass die Deutsche Fussball-Seele. Deutschland im Heimatland derart ranzunehmen ? Unanständig ! Während der Messe hat man demütig zu sein.

    • Hans Meiser sagt:

      Herr Brunner, lassen sie mich ihr Gedächtnis etwas auffrischen. Vor Kurzem stand da eine Manschaft von Männern unter 21 Jahren in einer recht populären Sportart im Finale der Europmeisterschaft. Da waren die Medien völlig zurückhaltend und von einem Sieg in diesem Finale wurde nie gesprochen und am Flughafen hat man die Verlierer dann mit Teer und Federn empfangen… Sorry lieber Schweizerischer Herr Brunner, bei euch ist das noch schlimmer.

    • Georg Rees sagt:

      Die deutschen Spiele als reine Kampfspiele zu beurteilen ist leider schon Vergangenheit. Interessanter ist doch Fakt, dass die U23-WM in ihrem Land ein Hype war, war zufällig in ihrem Land zu Urlaub. Der Blick und selbst seriöse Zeitungen brachten die Spiele auf der Titelseite, während das Interesse in den Stadien in Dänemark gegen Null tendierte. Ich glaube kaum, dass eine Vorrundenspiele einer Deutschen U23 bei Bild auf die Titelseite schaffen würde und weder ARD und ZDF würden die Spiele zur Hauptsendezeit live bringen.

      Aber abgesehen von einer sehr hohen latenten Deutschfeindlichkeit in ihrem Lande, sollten sie doch froh, dass die Deutschen mit ihren Nationalmannschaften mitfiebern und seit 60 Jahren auf keine andere Ideen mehr kommen. Ich glaube auch kaum, dass wir Deutschen Probleme mit einer harten Gangart haben. Aber das Spiel der Nigerianerinnen hatte mit Fussball nichts zu tun.

      Noch eine andere Anmerkung, während Gott und die Schöpfung eine Glaubesfrage sind. Ist Fussball eine Realität und mir ist jedes Land der Welt lieb, dass Realitäten über Glauben setzt.

      • Mämä Sykora sagt:

        Ich nehme an, Sie sprechen von der U21-EM. Es ist nicht verwunderlich, dass die EM hierzulande ein Thema war und die Deutschland gar nicht. Selbst wenn sich Deutschland qualifiziert hätte, wäre das noch keine Euphorie wert gewesen, schliesslich erwartet man es von sämtlichen deutschen Auswahlen, dass sie sich für die jeweiligen Endrunden qualifizieren. Für die kleine Schweiz, fussballerisch lediglich ein Nebendarsteller, ist es bereits ein Erfolg, zu den besten 8 Nationen zu gehören. Wenn es sogar bis ins Endspiel reicht, ist es nur logisch, dass sämtliche Medien dieses Ereignis als sehr wichtig einstufen. Zudem sind jeweils auch sämtliche Vorrundenspiele der deutschen U21 im Fernsehen zu sehen. Vielleicht nicht auf ARD und ZDF, aber das hat vor allem damit zu tun, dass es in Deutschland deutlich mehr Sender gibt, während bei uns nur SF infrage kommt.

        • Georg Rees sagt:

          Entschuldigen sie den Fauxpas, natürlich meinte ich U21 WM und es sollte auch nicht despektierlichen gegenüber der Schweiz gemeint sein, aber es Fakt, dass die Stadien bei dieser Frauen WM voll sind und auch sehr viele hochkarätige Sponsoren vorhanden sind. Es ist wahrscheinlich ein Trend, den man(n) auch nicht mehr stoppen wird, da Frauen als Konsumenten und auch Werbeempfänger positiv besetzt sind. Der Faruenvereinssport mag noch eine Weile hinterherhinken, aber der Etat von Frankfurt hat die 1 Millionen Euro überschritten und die Differenz zu kleinsten Superleague-Etat wird immer kleiner

          • Mämä Sykora sagt:

            U21 stimmt schon mal, es war allerdings eine EM. Wie im Artikel geschrieben funktioniert eine Frauen-WM in Deutschland sowohl als Event wie auch für die Sponsoren, die mediale Aufmerksamkeit ist gross, wenn auch – wie ein Kommentarschreiber hier anmerkte – weniger auf die Spiele selber gerichtet. Aber bleiben die Sponsoren und das Interesse auch, wenn kein solches Grossereignis ansteht? Es ist aber zu bezweifeln, ob die WM in 4 Jahren in Kanada ein ähnlich grosser Anlass sein wird. Und um aus dem Schattendasein herauszutreten genügt es für eine Sportart nicht, wenn eine Mannschaft finanzstark ist und Zuschauer anzieht (Schnitt: 1900).

  7. Hans Bär sagt:

    Das ist doch alles eine grosse Mache. In D lobhudeln sie die Damen weiss Gott wohin. Im Station feiert sich das Publikum selbst, das sagt eigentlich schon alles! Die Frauen spielen einen netten, herzigen Fussball und das ist auch gut so, mehr aber nicht. Fankult muss über Jahre wachsen, muss in der ganzen Art zu denken und zu leben verankert sein. Das wird der Frauenfussball nie erreichen! (HB, FCB Fan seit 1965 )

  8. Thomas Gerber sagt:

    Genaus so ist es… Wen interessiert eine U17 WM, wenn die Schweiz nicht daran teilnimmt und gar ins Finale kommt? Genau so ist es mit dem Frauenfussball…. und wird es in den nächsten Jahren mit Sicherheit bleiben.

  9. Karl Eigenmann sagt:

    Vielleicht kommt der Hype bei unseren Nachbarn eben daher, dass sie unter (fussballerischem) “Erfolgsentzug” leiden. 1954, 1974 und 1990 und nun auf einmal mehr als 20 Jahre seit dem letzten WM-Titel! Die Deutschen laufen Gefahr ihr im 54 gewonnenes Selbstvertrauen: “Wir sind (wieder) wer!” zu verlieren. Die Aussichten bei den Männern sind eher düster, da es selbst für sie vermessen wäre, zu glauben, in Brasilien Weltmeister werden zu können – also nochmals sieben lange Jahre warten, um dann VIELLEICHT in Russland 2018 zu gewinnen??? Es wächst eine deutsche Generation heran, die nicht mehr weiss wie es ist, Fussballweltmeister zu sein. Da müssen nun die Frauen in die Bresche springen, um das nationale (Fussball-) Selbstbewusstsein wieder zu stärken… 😉 Ich muss gestehen, ausser Marta und Prinz kenne ich wirklich keine weiteren Namen im Frauenspitzenfussball…

    • Jupp Matthiesen sagt:

      Erfolgsentzug? Wir feiern auch zweite und dritte Plätze als Erfolg. Und übrigens:
      Bei 15 Weltmeisterschaftsteilnahmen seit 1954 siebenmal im Finale, dreimal Weltmeister und viermal Vize und vier dritte Plätze, also elf von 15 mal ganz oben.
      Bei 10 Europameisterschaftsteilnahmen seit 1972 dreimal Europameister und dreimal Vize, also 6 von 10 mal ganz oben.
      Noch Fragen?

      • roger pellaux sagt:

        @Jupp Matthiesen: Seh ich auch so, und aktuell EM-Vice und WM-Dritter, das ist doch nicht schlecht, da würde jeder Schweizer vor Stolz platzen.

        • Norbert Günther sagt:

          ps: die schweizer wären dann die besten, die sympathiegewinner und moralischen sieger des turniers 😉

      • Karl Eigenmann sagt:

        Her Matthiesen, ist evtl. Ihre verschobene Realitätswahrnehmung von “ganz oben” nicht ein Symptom des genannten Entzuges (vielleicht tönt Erfolgshunger ja besser)? Ihr olympischer Sportsgeist ist jedoch sehr sympathisch. Ich wollte auch die wirklich beeindruckenden Leistungen der DFB-Auswahl, der vergangenen 60 Jahre nicht schmälern. Auch kann ich es nur erahnen, aber ob man gewinnt oder “bloss” Zweiter wird, sind doch zwei Paar Schuhe, was die Befriedigung anbelangt. So fand ich den zweiten Platz der U21-Nati ja einen schönen Erfolg, aber wirklich gefeiert habe ich das nicht, obschon es einer der grössten Erfolge überhaupt war. Ich bitte um Erleuchtung; wenn nicht der Erfolgshunger, was ist es dann, was in Deutschland die Leute zu Tausenden an die Frauenspiele treibt? Ist es tatsächlich der qualitativ hochstehende Fussball, das packende Spektakel?

  10. Paul Summermatter sagt:

    Frauenfussball ist vollquatsch – eine rein virtuelle Show. Wer sich mal den Fitnessstand vom Frauenvolleyball
    Kuba/Russland/Brasilien/China mit Frauenfussball vergleicht weiss sofort was Sache ist.
    Durchschnittszuschauerzahlen im Deutschen Frauenbundesligafussball unter 1000. Weniger als GC kann nie
    Spitzenklasse sein.

  11. Dan Rifter sagt:

    Der Vergleich zum Unihockey triffts ziemlich gut ..

    Hab mir zum Feierabend eigentlich jeden Abend ein WM-Spiel angeschaut. Die Spiele gefällig, aber das Motto ist irgendwie “Nicht schlecht für Frauen” und das kanns ja irgendwie nicht sein .. dauernd lange Bälle ins Nirgendwo, Schwierigkeiten bei der Ballannahme, etc. etc.

    Immerhin lohnt es sich den Schwedinnen, Neuseeländerinnen und Engländerinnen zuzuschaun .. und Frau Laudehr find ich auch pretty 😀

    • lorenz sagt:

      stimmt genau,das motto ‘nicht schlecht für frauen’ ersetzt am ende aber die erwartung auf ein unerhaltsames fussballspiel nicht.

  12. David Mugglin sagt:

    @Mämä: Interessant wäre der Hinweis auf die Halbfinalquali bei der EM U19 (knappe Niederlage gegen die späteren Siegerin Deutschland) gewesen. Die beste Schweizer Fussballerinnengeneration scheint erst noch zu kommen. Des Weiteren ist die Feststellung betreffend Randsportart nicht exklusiv. Interessanter erscheint mir die nicht weg zu diskutierende Fortschritte beim Frauenfussball innerhalb von zwanzig Jahren. Für diese Fortschritte brauchten die Männer vierzig Jahre.
    @Locher: Die U17-WM stellt mit Sicherheit das höhere Niveau, doch um das geht es nicht. Zwischen Frauen- und Männerfussball zu vergleichen ist der falsche Ansatz.
    @Eigenmann: Stand heute ist Deutschland neben Spanien der grosse Favorit auf die WM’ 14.

    • giuri sagt:

      @Mugglin: Neben Spanien der grosse Favorit? Die Deutschen haben eine gute Mannschaft, aber 1. HINTER Spanien würde ich in einer gewissen Deutlichkeit meinen (s.a. die U21, Deutschland nicht mal an der EM, Spanien mit der nächsten Barça-Generation, Mata, Lopes etc.) und 2. hat in Amerika noch nie ein europ. Land gewonnen, was wohl nicht reiner Zufall ist. Brasilien zu Hause und auch ein Argentinien, das aus seinem Talent endlich etwas macht sehe ich auch vorne. Die Deutschen sind immer ein Anwärter, klar, aber 2014 wohl kaum erster – und um auf das Thema zurückzukommen, halte ich Herrn Eigenmanns These darum gar nicht für so falsch. Junge Deutsche heute haben keine Erinnerung an ’90, 21 Jahre lang nicht Weltmeister, das war man seit 1954 nicht mehr.

      • David Mugglin sagt:

        @Giuri. Nun, vor zwei Jahren holte der DFB in allen drei Juniorenkategorien (U17/U19/U21) den EM-Titel. Hätte der DFB effektiv höchste Priorität der EM-Teilnahme 11 gesetzt, sie wären dabei gewesen. Ausbildung und erfolgreiche Resultate sind bekanntlich nicht gute Freunde. Deshalb sei zu dem Kader der DFB-Auswahl für die letzten Junispiele gesagt, dass 12 (in Worten zwölf!) Spieler mit dabei waren, welche in Dänemark spielberechtigt gewesen wäre. Die Kontinent-These ist eine Spielerei. Argentinien und Brasilien gehöre mit ihrem Talentbecken immer zum Favoritenkreis. Fakt ist aber das Deutschland 2002, 2006, 2010 ohne je einmal in Favoritenrolle gewesen zu sein, immer unter die ersten drei kam. Somit ist auch die These Eigenmanns relativiert. Wichtig sind eben Erfolgserlebnisse, wie jene in den letzten Jahren, dazu kommt der EM-Titel von 96, da war der Weltklassetorwart Neuer bereits zehn Jahre.

        • giuri sagt:

          @Mugglin: Gut, was die Statistiken zu den deutschen U-Mannschaften betrifft wissen Sie eindeutig mehr als ich, wenn das so ist, glaube ich Ihnen das durchaus; was die Kontinent-These betrifft, finde ich “Spielerei” doch etwas drastisch. Im Sport, wo (zum Teil auch zu Recht) so oft “psychologische Faktoren” oder “Momentum” etc. beschworen werden, sind solche Aspekte nicht unbedingt völlig unwichtig. Ich sage nicht, NIEEMALS könne ein europäisches Team in Amerika gewinnen (die Brasilianer schafften das Umgekehrte ja auch), aber wenn von 17 EUR-/AME-WM’s 16 an ein Team vom selben Kontinent gehen, ist das zumindest eine Quote. Was die Deutschen Erfolge betrifft, sicher, die Mannschaft war die letzten drei Mal gut (und 2010 gar schön zum Zusehen), aber Silber und Bronze sind halt an WM’s seeehr weit von Gold und Pokalen entfernt. Also, ich weiss nicht, wer 1930 das Finale gegen Uruguay verlor…(96 stimmt natürlich, ich habe mich nur auf WM bezogen)

  13. giuri sagt:

    Ich sehe das ähnlich wie der Autor. Der Hype wirkt für mich ein wenig krampfhaft, teils sommerlochbedingt, teils Resultat einer gewissen Political Correctness und teils Resultat von diesem Sommermärchen-Mythos, mit dem die Deutschen schon ihre Handballmannschaft gepusht haben (“Wintermärchen”). Fakt ist für mich, dass der Niveauunterschied der Geschlechter im Fussball sehr gross bleibt – in Sportarten wie Volleyball, Tennis oder Leichtathletik ist es viel interessanter, Frauenspiele/-wettkämpfe zu schauen, beim Fussball erkennt der CL-EPL-WM-etc.-geübte Zuschauer (oder die Zuschauerin) trotz allen Verbesserungen in den letzten Jahren schnell einen Riesen-Klassenunterschied. Ich habe Deutschland-Nigeria geschaut und fand es schlicht und einfach langweilig. Dass sich die Fussballerinnen jetzt ausziehen, um Aufmerksamkeit zu bekommen, halte ich für eine Kapitulation vor einer Sportart, die aus verschiedenen Gründen eine Männerdomäne ist und bleiben wird.

    • Mathias sagt:

      ja, der Hype ist ziemlich gewollt (und unfair).

      ein Sommer-Märchen zu erwarten (und zu pushen), ist einfach nur unfair den Damen gegenüber. Aber die Entwicklung des Frauen-fussball über die letzten Jahre ist schon beeindruckend.

      zum Thema nackerte Fussballerinnen:
      – ja, die Mädels sind hübsch
      ABER:
      – keine dieser Nackschen ist bei der WM dabei (sind wohl alle maximal in der U21)

      ich hatte mir zwei Spiele ausgeschaut, wo ich gerne im Stadion bei wäre… keine Chance, jeweils ausverkauft schon vor WM-Beginn.

      gebt den Mädels doch mal ne Chance. dann schaun mer in 10 Jahren nochmal auf die Entwicklung und das Niveau.

      • Matthias Steiner sagt:

        Frauenfussball ist eine Beleidigung, und zwar für richtige Frauen und den Fussballsport. Da wird der Ball mit beiden Händen durch den Strafraum getragen (ohne Pfiff), und reihenweise über den Ball gesäbelt. Fussball ist ein todernster Männerkampfsport, gewürzt mit Taktik, ja, Taktik meine Damen. Das hier ist was für Gleichberechtigung-um-jeden-Preis Gutmenschen und Emma Leserinnen. Das nimmt (ausser bei den Deutschen) niemand wirklich ernst.

  14. HpRick sagt:

    Was das Frauenschwingen kann, kann der Frauenfusball allemal. Immherin ist es den Frauen gelungen mit technisch, anständigem 4-Liga Niveau, Stadien mit 70´000 Zuschauern zu füllen und TV Live Spiele in über 10 Ländern zu gewährleisten, allemal ein Anfang…..!!!!

  15. Moser sagt:

    Fussball ist und bleibt männersache!

    • fufi sagt:

      und Denken ist und bleibt Frauensache!

      Oder hab ich da – als Mann – falsch gedacht?

      🙄

      • Matthias Steiner sagt:

        Nach Ihrer Theorie, als Mann, scheinen Sie für sich selbst, tatsächlich recht zu haben. honny soit qui mal y pense.

  16. Pat McAllister sagt:

    Ist schon witzig. Kaum macht man auf negative Aspekte dieser WM aufmerksam springen die Leute auf und sehen plötzlich auch viel negatives. Vorher war natürlich auch alles bene. Mit dem Abschreiben beim Spiegel alleine ist es eben auch nicht getan..

  17. fufi sagt:

    $1. Randsportarten sind Sportarten, die von den Medien nur am Rand oder gar nicht erwähnt werden.
    $2. Randsportarten sind Sportarten, mit denen sich – siehe 1 – KEIN GELD machen lässt.
    $3. Solange $1 und $2 gelten, bleiben Randsportarten Randsportarten!

    Seitenweise Vor-, Rück und was für -schauen über 2. und 3. Liga Fussball – mit Trikot-Werbung und Bildern, übrigens!
    SM im Turmspringen oder in der “Nordischen Kombination” (zum Beispiel) ist eine Mikro-Rand-Notiz wert – aber auch nur, wenn’s noch Platz hat auf der Seite! Obwohl HochleistungsathletInnen mit Trainings, wo jeder 2. Liga-Tschütteler schon beim Hörensagen sich ausgekotzt fühlen täte!

    Aeltere Semester mögen sich vielleicht noch an den “Marktwert” von Biathlon erinnern, so vor 20,30 Jahren?

    Vielleicht sollten sich die “RandsportlerInnen” eben doch beraten lassen, von Nella Martinetti, zum Beispiel, oder Dieter “Yello” Meier?
    Sponsored by Carl Hirschmann, vielleicht!

    🙁

    Hochahtungsvollst grüsse ich alle RandsportartlerInnen!
    😛

  18. Martin Kreidel sagt:

    Ob Frauenfußball eine Randsprotart bleibt oder nicht, sollte zunächst einmal abgewartet werden. Die WM hat ja erst begonnen. Nicht abgewartet werden muß hingegen die – auch hier wieder gezeigte – leicht zu schubladisierende schweizer Reaktion auf alles, wobei man selbst nichts verloren hat. Sei es Frauenfußball, WM 2010, EM 2008: International gesehen spielt die Schweiz im Fußball vor allem eine Randrolle, wenn überhaupt. Begeisterung, Feiern, Massenveranstaltungen mit Stimmung, alles Fehlanzeige. Hier reicht es allenfalls zum Zerkratzen von Autos mit D-Schild nach einem Sieg der deutschen Mannschaft und zu peinlich primitiven Kommentaren voller Neid in inkompetenten Blogs. Wer hier wieder von “den Deutschen”, irgendwelchem Siegestaumel und “wir sind wieder wer” schwafelt, dem ist die deutsche Realität wohl so fremd wie bereits das Nachbardorf. “Erfolg gemeinsam erleben”, ganz genau darum geht es, es ist der einzige Satz des Autors, dem ich zustimmen kann. Ich habe mir die Spiele der Frauen im TV angesehen und selbstverständlich spielen sie nicht so gut wie die Männer, aber darum geht es eben nicht. Es scheint mir eher eine Mentalitätsfrage zu sein, genauer gesagt ein Mentalitätsproblem der Schweiz. Wie ist sonst zu erklären, daß nur in der Schweizer Presse keine Gelegenheit ausgelassen wird, Erfolge von Deutschen und Erfolge in Deutschland madig zu machen und schlecht zu reden. In keinem anderen Teilnehmerland ist so etwas zu beobachten. Man wünschte sich, es wäre nicht so banal, doch leider ist es das. Außer Komplexen und Neid hat man hier zum Thema nichts zu bieten.

    Wenn die Frauen-WM zu Ende ist und wir sind nicht Weltmeister: Ja und? Wenn Frauenfußball auch künftig nur eine Randsportart ist: Ja und? Noch immer konnten wir uns dann für eine großartige Veranstaltung begeistern und Feiern, noch immer haben wir wie immer gut organisiert und noch immer heben wir uns entschieden belanglosere Anlässe für ein etwaiges Sommerloch auf. Es wird zwar nichts daran ändern, daß in der Schweiz Deutschland von manchen Ewiggestrigen als Nazi-Reich und von weniger Ewiggestrigen als verarmtes Hartz IV-Empfänger-Land mit billigen Einkaufsmöglichkeiten ennet der Grenze betrachtet wird und man auch weiterhin in Blogs ablästert, aber auf der Straße den Mund nicht aufkriegt, aber auch das bleibt dann Euer Problem.

    • Thomas Gerber sagt:

      Ich war am Männerpokalfinale in Berlin. Tolle Stimmung, tolle Show, schwaches Spiel… aber: manchmal schauerte es mich ab soviel Gemeinsamkeit und wenn dann noch Sieg gebrüllt wird, dann bin ich froh, ist der Schweizer Massenbewegungen gegenüber grundsätzlich skeptisch.
      Aber dem Blogger ging es gar nicht um Deutschland, seine Geschichte und seine Phänomene, sondern um die Tatsache, dass zwar immer mehr Frauen gerne und gut Fussballspielen, dass das Interesse am Frauenfussball medien- aber auch zuschauermässig marginal bleiben wird.
      Zuletzt noch eine Frage an Martin Kreidel persönlich: Was ist das für ein Land, in dem Millionen von Einwohnern auswandern möchten und Hunderttausende es jährlich machen? Irgendwas kann da nicht stimmen. Tolle Stimmung und Erfolg gemeinsam erleben scheinen da nicht zu genügen…

      • Mathias sagt:

        @Thomas Gerber

        Thema Auswandern: warum nicht? warum nicht mal das Land verlassen.
        die Schweiz hat da ja auch eine gute Tradition (Reisläuferei). Wo ist das Problem: Schweizer verlassen doch auch ihr Land. (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Auslandschweizer) Ich werd wohl bald wieder gen Norden ziehn.

        Ich habe kein Problem, dass Schweizer stolz sind auf ihr Land und ihre Erfolge. Nur die Minderwertigkeitskomplexe… nerven

    • Eva sagt:

      Auf den Punkt gebracht, Martin. Allerdings hat das Herummaulen der selbsternannten Richter über die Lebensfreude anderer auch einen wunderbaren Unterhaltungswert.

    • Daniel Odermatt sagt:

      Herr Kreidel, ich gönne Ihnen Ihre Empörung über diesen unsäglich diskriminierenden Artikel aufrichtig. Aber den Deutschen ist immerhin die öffentliche Aufmerksamkeit gewiss, ich bin lizenzierter Unihockeyaner, wie soll ich mich erst fühlen?

    • Herr F. sagt:

      Sie haben irgendwie ein grundsätzliches Problem mit dem Verhältnis zwischen Schweizern und Deutschen. Irgendwas muss da mal gewaltig schief gelaufen sein. Wurde ihr Auto mal zerkratzt? Das klommt nämlich immer wieder in Ihren Kommentaren. Ich bin der Meinung, dass die Zuwanderung für die Schweiz notwendig und positiv ist. Ich bin auch häufig genervt, wenn ich Kommentare im Tagi lese.

      Allerdings bin auch der Meinung, dass man dem Gastland gegenüber ein gewisses Mass an Sympathie und eine minimale Integrationsbereitschaft aufbringen sollte. Wenn man sich aber nur immer negativ und gehässig äussert, sollte man wenigstens so fair sein die Konsequenzen zu ziehen. Oder was ist der Grund, dass Sie weiterhin in diesem furchtbaren Land leben? Wenn Sie meinen, dass Sie auf die Vorteile welche die Schweiz bietet nicht verzichten wollen, dann verzichten Sie wenigstens auf ihre beleidigenden Kommentare.

      • Eva sagt:

        Jawohl, es sollte das Privileg der Gastgeber bleiben, ihre Gäste zu beleidigen. Dann wird auch letztlich der Tourismus zu einer “Randsportart für immer”.

  19. fufi sagt:

    Stellt euch mal vor:
    Da fahren 200 “Gümmeler” während 3 Wochen durch Frankreich. Begleitet von 15 Motorrädern und 30 Autos.
    Wer möchte sich denn für diese Spinner interessiern?

    Tja, da geben wir doch noch eine 10 km lange Werbekolonne dazu, namal 50 Töff, wovon 10 mit Kamera ausgestattet, namal 100 Autos, wovon mindestens 50 mit so schaurig wichtigen VIP’s beladen, und noch ein paar Helis und Flächenflugzeuge, wegen dem TV.
    Und – schwuppdiwupp – ein ungeheuer wichtiges Grossereignis!
    Und wenn’s denn mal nicht’s wichtiges darüber zu sagen geben täte, labern wir doch einfach vom Doping!

    SO geht das!

    🙁

    Attention: fufi ist Radsport-Fan!

  20. Fränzi sagt:

    Mir gefällt die Fussball WM der Frauen sehr. Spannend, schön und erweiternd. Ich liebe unser Nachbarland Deutschland für diese WM !! Die Schweiz etwas traurig, dass sie nicht mitspielen kann/darf, dafür nörgelt und meckert sie umso besser.

  21. Peter Büchi sagt:

    Ich habe dem Frauen-Fussball eine Chance gegeben, mehrere Matches der Frauen-WM angeschaut – und wurde enttäuscht. Ich fand das Niveau der besten Frauschaften (Japan, Deutschland) nicht höher als wenn ich mir ein Spiel des FC Lignières (4. Liga) anschaue.

    • Martin Locher sagt:

      Das Gefälle der Teamniveaus ist bedenklich. Ich frage mich welche Clowns auf die Idee gekommen sind, dass man die Frauenfussball-WM nochmals vergrössern soll. Einige Teams sind aber taktisch wirklich gut organisiert. Dass Frauen athletisch nicht mit den Männern mithalten können ist klar. Deshalb sind die Spiele langsamer, die Schüsse weniger hart. Rein sportlich gesehen ist die aktuelle Aufmerksamkeit deshalb nicht gerechtfertig. Dasselbe könnte man jedoch auch bei jedem Grand Slam Turnier des Tennis behaupten. Die Damen-Championnesse (gibts dieses Wort? lol) würde jeweils die 1. Runde im Männerturnier nur mit Glück überstehen. Trotzdem ist Frauentennis “in aller Munde”…

  22. Franz Melliger sagt:

    Das Niveau der Frauen-WM ist wirklich nicht besonders gut. Technisch und taktisch in Ordnung, aber es fehlt Geschwindigkeit und Athletik. Das wird sich auch nicht ändern, solange die Frauen Frauen bleiben dürfen.

    Dass es eine Frauen-WM gibt, finde ich gut, die Ladies sollen auch auf höchstem Niveau Fussball spielen dürfen, wenn ihnen danach ist. Nur müsste man das Ganze nicht so künstlich aufblähen meiner Meinung nach. Wie schon mehrfach angetönt, die die Frauen-WM ist eigentlich viel zu gross und im Zentrum steht nicht mehr der Sport.

  23. Philipp sagt:

    Habe nach dem Lesen dieses Artikels einen kleinen Selbstversuche gemacht. Wie viele WM-Teilnehmerinnen kenne ich beim Namen? Spontan fielen mir nur Birgit Prinz und Marta ein. Okay, ich weiss noch, dass die deutsche Trainerin mit Nachnamen Neid heisst, wobei einem dieser Name wohl auch einfacher im Gedächtnis haften bleibt als so mancher anderer.

  24. Markus Schneider sagt:

    Fussball ist und bleibt eine Sache für Schwachköpfe aus der gesitigen Unterschicht.

    • Hans Meiser sagt:

      @Schneider. Eigentlich müsste ihr Kommentar von der Redaktion als Spam gelöscht werden. Aber ihre Rechtschreibkompetenz darf man der Öffentlichkeit nicht vorenthalten. Sie als männlicher Fussball-Macho haben das Eigentor des Jahres selbst geschossen. Ihrem “gesitigen” Horizont sei dank! 🙂

    • Marco Webber sagt:

      Aus der “gesitigen” Unterschicht? Schreiben zu lernen wäre sinnvoller gewesen, als grundlos abzuheben und so viele Leute zu beleidigen.
      Ich finde Frauenfussball übrigens ebenfalls langweilig. Genau wie Fussball, Handball, Unihockey, Schwingen, Hornussen und auch sonst alles ausser Eishockey. Trotzdem stört mich diese WM nicht im Geringsten.

  25. Rolf Bänziger sagt:

    Ok, gebe zu, ich kenne keine Schweizer Nationalspielerin. Doch die Gegegnfrage sei erlaubt: kennt ihr einen Schweizer Spieler? Nein, ich meine nicht diejenigen, welche rasch, rasch eingürgert wurden, weil sie sportlichen Wert haben. Rechtsgleichheit wäre eigentlich eine erstrebenswerte CH- Tugend, nicht? Aber eben Sportler und ausländische Multimillionäre sind eben gleicher. Querpass, Schuss und Eigentor!

    • Mämä Sykora sagt:

      Ich befürchte, Sie meinen diesen Kommentar in vollem Ernst. All diese ausländischen Multimillionäre aus Bürgerkriegsgebieten! Und alle diese talentierten Fussballer, die nur eingebürgert wurden, weil sie schon in jüngsten Kindesalter ins Land gekommen sind und breitestes Schweizerdeutsch sprechen! Kein Sportler wird schneller eingebürgert als andere Antragssteller. Vielleicht kennen Sie den Fall von Josip Drmic vom FCZ? Geboren und aufgewachsen in Bäch (SZ), durfte er nicht an die U17-WM in Nigeria reisen, weil er im Einbürgerungstest eine Nachbargemeinde von Freienbach nicht kannte. Gesuch abgelehnt, Begründung: Drmic sei «zu Zürich-orientiert». Ganz abgesehen davon, dass der Kommentar null und nichts mit dem Thema des Artikels zu tun hat, ist er – wie Sie geschrieben haben – ein klassisches Eigentor.

      • fufi sagt:

        @Mämä

        Wo du recht hast hast du recht!

        Erinnere mich aber an einen gewissen Umberto Barberis. Glaub, der wurde damals ganz schaurig schnell Schweizer, weil die Nati so einen wie ihn eben ganz, ganz dringend brauchte?

        Lass mich gerne eines anderen belehren!

        😉

        • Mämä Sykora sagt:

          Ich kenne die genauen Umstände bei Barberis auch nicht genau, aber so «schaurig schnell» kann es auch nicht gewesen sein. Denn Barberis wurde 1952 in Sion geboren, aber erst 1976 eingebürgert.

      • Kraft sagt:

        Wie leider auch all die Kommentare Eigentore sind, die sich völlig unsachgemäss mit den ‘Schweizern’, den ‘Deutschen’ oder dem Verhältnis der beiden Nationen beschäftigen. Liebe Deutsche Mitbürger, Mamä Sykoras Beitrag war keinesfalls beleidigend gemeint, sondern rein deskriptiv. Wenn Ihr derart empfindlich auf seine Sätze reagiert, dann liegt das wohl eher am mangelnden Verständnis schweizerischer Kommunikation als an ‘latenter Deutschfeindlichkeit’ des Blog-Verfassers. Eigentlich kein Grund, mit dem verbalen Zweihänder in die Schlacht zu ziehen, oder? Das wirkt sonst ein bisschen frustriert und das habt Ihr doch nicht nötig.

  26. n.v. sagt:

    Die Euphorie in Deutschland für Frauenfussball ist vergleichbar mit der Euphorie der Deutschen für Tennis als Boris Becker noch Erfolge für die Deutschen feiern konnten. Heute ist kein neuer Boris Becker in Sicht, die Deutschen spielen erfolgloses Tennis und in den Medien hat Tennis nur noch in den Randnotizen seinen Platz. Dem Frauenfussball droht das gleiche Schicksahl.

  27. Nicole Kasper sagt:

    Es kommt wohl sehr darauf an, welche Brille man trägt. Ein Journalist oder Medienmann/Frau schaut naturgemäss auf das, was sich auf Titelseiten verkaufen lässt. Öffentlichkeit scheint dass zu sein, was sich in Medien abspielt.- Weit gefehlt! Die Welt ändert sich in diesen Jahren, Menschen nehmen endlich ihr Leben selbst in die Hand und organisieren sich, auch an den Medien vorbei! Wenn diese den Zug der Zeit nicht verstanden haben, dann ist das deren eigenes Problem. Auch in unserem Land gibt es längst sportliche Massenphänomene, über die bisher in den Zeitungen nichts oder nur sehr wenig zu lesen ist. Menschen walken, tanzen, gehen zur Gymnastik, sind in Schützenvereinen organisert, jassen, kegeln und und und. Einige haben eben Spass am Fussball, betreiben das auch leistungsmässig. Es spricht in dem Fall für Deutschland, wenn man einem “Randphänomen” einmal gebührende Aufmerksamkeit und Medienpräsenz einräumt. Immerhin manchen Frauen mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus, sind vollberechtigte Wählerinnen, verfügen mittlerweile über enorme Kaufkraft. Sie organisieren sich, betont weiblich und auch anders. Das ist gut so.
    Ganz abgesehen davon muss auch daran erinnert werden, dass das männliche Sommermärchen 2006 vor allem davon gelebt hat, dass auf einmal auch Frauen auf den Tribünen und Fanmeilen mitgejubelt haben. Ansonsten wäre die Stimmung wohl auf dem Niveau deutsch-bajuvarischer Bierzeltmentalität in sich selbst erstickt.
    Männerfussball ist seit einem halben Jahrhundert längst zum kommerziellen Zirkus degeneriert. Selbst auf untersten Ebenen heben Gladiatoren ihr Selbstwertgefühl, indem sie die Hand aufhalten. Im Spitzenfussball tut man alles, damit man auf möglichst viele Vorstellungen kommt. Kein Wunder, dass es vor allem die Fernsehbiere sind, die diese Veranstaltungen ins Wohnzimmer bringen. Soviel Fussball-Einerlei kann man nach getaner Arbeit auch nur im Bier ertrinken.
    Ich bin froh, dass der Frauenfussball an das erinnert, was Fussball eigentlich ist: ein Spiel. Ein Spiel, das eigentlich Spass machen soll, Spass am Gelingen und an der Leistung. Nicht Tabellenrechnerei, nicht Religionersatz, nicht organisierte Rauferei und mutwillige Zerstörerei.

  28. Herr F. sagt:

    Diese WM ist eine richtige Slapstick Veranstaltung. Mich erinnert das zweilen sehr stark an regionalen Junioren Fussball beginnend bei den Schiedsrichterinnen über die Torhüterinnen bis zum mit zwangsrekrutierten Schulklassen gefüllten Publikum. Das Schlimmste ist, dass das noch 2 Wochen? so weiter geht bis Deutschland endlich Weltmeister ist. In seltenen Fällen sieht man aber auch schöne Sachen die einen an Fussball erinnern.
    Ich hätte erwartet, dass das Niveau viel höher ist.

  29. Motz, motz, motz sagt:

    Ok, wir sind langsamer im 100-Meter-Sprint, flitzen keinen Hundsschopf hinunter und sind vielleicht auf dem Schwebebalken besser. Aber please: lasst uns diese Frauen-WM, wir lieben sie! Ich zieh mir wenn möglich jedes Spiel rein und bin begeistert. Ich spiele selber Fussball und für mich ist dieses Niveau niemals erreichbar, ich schau diese Matchs voller Bewunderung an. Aber sei es von den Medien (Hype? Wenn ja, dann negativ) oder Macho-Bloggschreibern gibts nur Gemotze und Gestänker. Sind wir zurück in den 60-Jahren gelandet? Wir werden niemals so WAHNSINNIG GUT wie ein Mann Fussball spielen, aber wir werden es tun, ob es euch passt oder nicht.

  30. Chris sagt:

    Frauenfussball ist eine Sportart und wie bei vielen Sportarten ist es so, dass man sie mag oder eben nicht. Dementsprechend schaut man sie oder eben nicht. Warum müssen gewisse Kommentatoren immer so negativ über etwas schreiben, dass sie nicht interessiert? Behaltet doch Eure negative Meinung für euch und schaut einfach nicht hin. Nicht jeder kann alles gut finden, aber jeder hat das Recht den Sport auszuüben der ihm/ihr gefällt. Und auch beim Frauenfussball steckt viel Arbeit und Training dahinter und es gibt viele Frauen, die eine Sportart ausüben weil sie ihr gefällt und weil es ihr Spass macht. Und wenn es halt Fussball ist, dann sollen sie auch spielen dürfen und ja, auch an einer WM. Leistung soll belohnt werden und wenn es im TV gezeigt wird, ist das zumindest eine Anerkunng der geleisteten Vorarbeit und des Trainings. Das viel Frauensportarten nur als Randnotiz gelten ist nicht zuletzt den Männern zuzuschreiben, die eben alles negativ bewerten was ihnen nicht passt. Seit doch mal etwas toleranter denen gegenüber die auch viel leisten für ihre Sportart.

  31. CCCP sagt:

    Fussball ist eine Frauensportart, Männer spielen Rugby, ich hoffe doch, dass beide populär werden mögen wie es der jetzige “Fussball” ist.

  32. josé bütler sagt:

    träum weiter! rugby ist was für barbaren!