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Tami zur A-Nati!?

Annette Fetscherin am Mittwoch den 29. Juni 2011


Die Diskussion, ob Hitzfeld die U-21-Helden zu Olympia führen soll, ist müssig. Das ist einzig und allein Pierluigi Tamis Aufgabe. Wollen wir aber den Spiess mal umdrehen: Was wäre, wenn Tami die A-Nationalmannschaft übernehmen würde?

Diese, zugegebenermassen etwas provozierende Forderung, ist die eigentlich logische Schlussforderung nach der U-21-EM. In Dänemark hat Pierluigi Tami auf der ganzen Linie überzeugt. Er lässt seine Jungs frechen, offensiven Fussball spielen und erobert damit die Herzen der Fans – im wahrsten Sinne des Wortes – im Sturm. Plötzlich macht das Mitfiebern mit den rotweissen Fussballsternen wieder richtig Freude.

Der Erfolg von Tami kommt natürlich nicht von ungefähr. Der Tessiner ist ein akribischer Analytiker und menschlich sehr korrekt. Dank seinem Fachwissen kann er immerzu authentisch sein und auch unpopuläre Entscheide ruhig und sachlich begründen. Und ja, es gab unangenehme Gespräche zu führen, auch an der U-21-EM. Moreno Costanzo, der trotz grossen Leistungsausweises praktisch nicht zum Zug kam, ist nur ein Beispiel. Genau da zeigt sich auch eine wichtige Qualität des Trainers: Pierluigi Tami ist es gelungen, die Harmonie in der Mannschaft jederzeit zu wahren, weil sein Draht zu den Spielern hervorragend ist. Jahrelang Juniorenmannschaften zu trainieren, kann der beste Jungbrunnen sein.

Man könnte sich fragen, was schwieriger ist: Gegen Spanien einen historischen Sieg einzufahren, oder gegen Spanien zu verlieren und trotzdem als Sieger der Herzen zurückzukehren?

Doch so einfach ist die Gleichung nicht. Pierluigi Tami konnte mit seiner U-21 nur gewinnen. Keinerlei Druck lastete auf seinen Schultern und für den Underdog ist es immer einfach, frech aufzuspielen. Bei Ottmar Hitzfeld und der A-Nationalmannschaft ist die Situation dagegen um einiges verzwickter. Mit einem hervorragenden Renommee als einer der allerbesten Vereinstrainer überhaupt, ging Hitzfeld mit der Übernahme der Schweizer Nationalmannschaft bewusst ein Risiko ein. Es war klar, dass er hier keine ganz grossen Erfolge feiern würde, keine Pokale stemmen. Im Gegenteil, es gab plötzlich enorm viel zu verlieren für den zweifachen Welt-Trainer. Unter diesem Aspekt herrscht natürlich ein anderes Klima in einer Mannschaft. Die Unbeschwertheit fehlt.

Trotzdem überzeugt Hitzfeld durch Persönlichkeit und Leistung. Daher sollte die Forderung vielleicht anders lauten: Pierluigi Tami zum Nationaltrainer – ja, aber erst nach der Ära Hitzfeld. Wenn die heutigen U-21-Burschen so richtig in der A-Nati einschlagen, wäre es auch Zeit für den grossen Aufstieg des gewissenhaften Mannes an der Seitenlinie. Denn dies ist die Generation von Pierluigi Tami. Mit dieser kann kaum einer so umgehen wie er, mit dieser kann er weiter wachsen. Dass er das Zeug zum grossen Trainer hat, hat der Vize-Europameister-Macher eindrücklich bewiesen.

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33 Kommentare zu “Tami zur A-Nati!?”

  1. Severin Brunner sagt:

    Ist schon lange meine Meinung, dass die Schweiz unbedingt Insider als Trainer brauchen. Weil die die Schweizer Mentalitäten am besten einschätzen können (ja ich meine die von Schweizerin und Secondos). Köbi Kuhn war der Beweis dafür. Wenn die Spieler das beste Zutrauen zum Trainer haben, kommt dabei das beste Resultat heraus, und das haben sie am ehesten, wenn der Trainer aus dem eigenen Lager kommt. Dabei bleibe ich.

  2. Hans Zoss sagt:

    Pierluigi würde für das Halbe Salär zumindest die gleichen “Leistungen” wie OH erbringen.

  3. Marthaler Patrick sagt:

    Junge Insider-Trainer, junge Spieler: So geht das heute im Fussball. Siehe Dortmund.

    • Auguste sagt:

      hmm…, jürgen klopp ist ein ziemlicher spezialfall. er konnte in mainz, trotz misserfolgen wie knapp verpasstem aufstieg, über die jahre ziemlich ungestört reifen und wechselte zu einem verein, der vor einem totalen neuanfang stand, dessen ausgang selbst für die insider völlig unklar war. dass er über einen grossen fussballsachverstand und eine ungewöhnliche persönlichkeit verfügt, konnte jeder bei seinen experten-auftritten im fernsehen live sehen.

  4. Side Show sagt:

    Dies würde sicherlich für eine kontinuierliche Arbeit innerhalb der Nationalmannschaft bedeuten. Der Bruch durch Hitzfeld war in der A-Nati zu spüren. Er lässt seine Philosophie spielen und hat nicht auf die bereits verinnerlichten Werte der Nachwuchsausbildung in der Schweiz gesetzt. Köbi hat dies gemacht und je nach Gegner die Taktik leicht geändert. Bei Tami dürfte dies ähnlich sein. Zudem glaube ich das Tami sich nicht von grossen Namen und den Medien unter Druck setzten lässt.

    Hitzfeld ist ein grosser Vereinstrainer und ein grosser Taktiker. Ob dies für die Schweiz das richtige ist, wird sich noch zeigen. Hitzfeld wächst erst so langsam in seine Rolle rein. Wahrscheinlich zu spät. Die restliche Qualifikation würde ich daher als Aufbauprogramm für die Jungen nutzten, ohne die wirklichen Leistungsträger zu vergraulen. Die Jungen können Erfahrung sammeln und die gestandenen in ihre Führungsrolle wachsen. Sollte es mit viel Glück doch noch reichen, umso besser.

  5. Paul Meier sagt:

    Ich schliesse mich der Meinung von Pascal Zuberbühler an: Zwischen einer U-21 und der A-Nationalmannschaft gibt es doch noch einen rechtgrossen Unterschied und zwar nicht nur zwischen der Leistung von Y. Sommer und P. Zuberbühler, sondern auch zwischen O. Hitzfeld und P.L.Tami, bei allem Respekt.

    • Pedro sagt:

      Sorry aber dieser Meinung bin ich gar nicht. Es ist mMn eher so dass OH einen Vorteil hat, da die Spieler taktisch noch reifer sind und seine Anweisungen besser befolgen koennen (muessten). Es mag sein, dass Spanien A nochmals eine Klasse besser ist wie unsere A-Nati und unsere U21 weniger weit weg von Spaniens U21 ist.
      Wenn man die Spielphilisophie anschaut dann hat Tami die gleiche wie Kuhn. Bei Hitzfeld jedoch habe ich das Gefuehl er laesst fuer sein Renomee spielen, sprich: ER will kein Risiko eingehen, weil eine Niederlage IHM als Big-Trainer-Legende schaden koennte. Hitzfeld hat es meiner Meinung nach nicht geschafft die Schweiz besser zu machen, es war eher ein Rueckschrittseit der Ära von King Kuhn.
      Und genau das werfe ich OH vor. Es ERWARTET ja nun wirklich keiner mit ein wenig Fussball Sachverstand, dass die Schweiz Weltmeister wird (hoffen ja!!!). Ich sehe bei ihm einfach nicht, dass die CHler auf das Feld gehen mit dem unbedingten Willen zu gewinnen. Es scheint mir sie gehen jeweils aufs Feld um nicht zu verlieren (und ev. geht ja einer rein wie gegen Spanien an der WM).
      Deshalb mein Wunsch an OH, lass offensiver spielen, lieber 1x oder 2x 😉 0:5 verlieren als 5x 1:0 auf die Muetze bekommen.

      • Meier Paul sagt:

        Kann mich Ihrer Meinung durchaus (weitgehend) anschliessen. Wir dürfen einfach nicht vergessen, dass zwischen allen U-21 und A Teams ein gewaltiger Unterschied herrscht. So gut Shakiri gespielt haben mag, als Beispiel, muss man doch sagen, dieser jugendliche Eigensinn, der ihn sehr oft daran hinderte den besser postioerten Kollegen anzuspielen und sich weiter zu tanken, hätte in einem A-Team keinen Platz. Unter all den jungen Kollegen war cdas durchaus ok.
        Ich glaube allerdings nicht, dass O.H. für sein Ego spielen lässt, dazu ist er eine viel zu reife Persönlichkeit. Es mag deshalb Sinn machen, dass wir realisieren/wahrnehmen, während Dekaden nicht an WM-Endrunden dabei gewesen zu sein und dass es für die kleine Schweiz keine Schande darstellt, hin und wieder zu fehlen.

  6. Karl Eigenmann sagt:

    Für mich ist es eh unverständlich, dass Hitzfeld noch immer Trainer der A-Nati ist; nach so vielen Blamagen, schlechten, z.T. unwürdigen Spielen und seinem Unvermögen den “Stall” zeitgerecht auszumisten usw.. Jene die immer behaupt(et)en, dass die Schweiz eben nicht über genügend Spielerpotenzial für das Kaliber Hitzfeld biete, müssen spätestens seit dieser U21-EM über ihre Bücher. Es ist nicht das mangelnde Potenzial an guten Spielern, sondern Hitzfeld’s Ignoranz, dieses zu erkennen und zu fördern. Ein Beispiel dafür ist wohl Rossini, den er gegen Uruguay schon fast verheizte. Tami könnte wirklich alles mitbringen, um auch mit der A-Nati Erfolg, im Sinne von Siegen und attraktivem Fussball, zu haben. Tami soll unser Batista werden! Gut gebrüllt Frau Fetscherin!

    • Sven F sagt:

      hahahah das ist ja geil 🙂
      Immer wird von Hitzfeld gefordert er solle junge Spieler bringen. Als er mit Jonathan Rossini einen neuen brachte und dieser damals mit betonung auf damals die Leistung nicht brachte heisst es jetzt man hätte in verheizt. Wissen Sie eigentlich was Sie da schreiben.

      • Karl Eigenmann sagt:

        Denke schon Sven F: Rossini spielte die ersten 45 Minuten da stand es noch 1:1 – dann kam von Bergen für Rossini und die Schweiz verlor noch 1:3. So wenig Leistung brachte Rossini also nicht! Mit verheizt meinte ich: einen so jungen Spieler in seinem ersten Spiel gegen eine der weltbesten Offensive auflaufen zu lassen… das ist nicht geil 😀

  7. otti sagt:

    oh ist der beste trainer der welt und wir sollten froh sein ihn zu haben. tamis leistungen sind super aber ob das auch bei der a-nati so wäre wage ich stark zu bezweifeln. es ist ein grosser unterschied ob man mit jungen talentierten hungrigen spieler arbeitet oder mit bestandenen profis (“stars”)….

    so wie es ist läufts doch gut auch wenn sich die a-nati mal wieder nicht für eine endrunde qualifizieren kann. das ist für die schweiz eh keine selbstverständlichkeit und das haben viele sogenante experten einfach vergessen…

    • josé bütler sagt:

      lieber otti, ottmar hitzfeld hatte als vereinstrainer sehr grosse erfolge, dass ist unbestritten. wenn ich aber die auftritte und resultate der a-nati sehe, kann ich nicht sagen, wir sollten froh sein ihn zu haben.
      hitzfeld lässt einen auf sicherheit basierenden, unansehlichen fussball spielen, dazu noch erfolglos. spiele, in denen es um punkte ging, wie gegen honduras, montenegro oder bulgarien, waren eine echte katastrophe. die philosophie des sfv, offensiv, dynamisch, in der zone, wird von hitzfeld nicht gelebt. es würde sinn machen, wenn jeweils ein trainer der schon mehrere jahre beim sfv angestellt ist, auch die a-nati übernehmen würde, so wie es bei köbi kuhn der fall war. mit hitzfeld hat ein sogenannter startrainer die nati übernommen, der kein insider war, das resultat sehen wir jetzt. wenn alle altersstufen nach den gleichen grundsätzen trainieren und spielen und dann in der a-nati kommt ein trainer der eine eigende taktik umsetzt, ist dies nicht optimal.

    • Faese sagt:

      OH ist einer der besten VEREINStrainer der Welt, die Nationalmannschaft ist definitiv was andere. Er hätte es wie Arno del Curto machen sollen und sich von der Nationalmannschaft fernhalten. Vielleich liegt es ihm nicht, die Spieler nicht das ganze ja betreuen zu können. Und eigentlich sieht man, das er bis jetzt nur mit Starteams erfolgreich war. Dort kann man auch so defensiv spielen lassen, und einer seiner Stars hat dann einen guten Moment und entscheiden das Spiel. Leider passt dies für die Schweiz nicht. Die Schweiz wird wohl nur mit dem System von Dortmund erfolgreich sein: freches, frühes Pressing (Verteidigung beginnt im Sturm; Gruss an Alex Frei!), schnelles Aufbauspiel (das überschätzte Spanien Spiel hat man auch nur durch einen Konter gewonnen) und den Drang nach vorne. Gute Spieler hätten wir, aber nur als agressives, offensives Kollektiv kann man als Fussballzwerg wie die Schweiz wirklich was reissen.
      OH ist wohl einer der Besten, aber vielleicht passt er einfach nicht zur Schweizer Nationalmannschaft!

      • DAM sagt:

        @Faese
        “Und eigentlich sieht man, das er bis jetzt nur mit Starteams erfolgreich war”
        Ich kann diesen Mist nciht mehr hören / sehen. In jeder Diskussion über OH kommt jemand daher der das behauptet. Und diese Aussage ist schlicht nicht wahr. Oder bezeichnen Sie den damaligen SC Zug oder den FC Aarau etwa als Starteam? Ausserdem: Als Hitzfeld zu Borussia Dortmund kam, waren diese eine mittelmässige Bundesliga-Mannschaft. Gegangen ist er als Meister, Champions League- und Weltpokal-Sieger.

  8. Thomas Luder sagt:

    Es ist einfacher mit Kindern umzugehen wie mit “Kindsköpfen”. Mehr oder weniger alle Schweizer Auswahlen spielen das gleiche System. Der Offensivbereich dieses Systems, die Angriffsauslösung und der Übergang des Mittelfeldes zum Sturm wurden Jahrelang vernachlässigt. Mit “Kindsköpfen” lässt sich höchstens ein systemtreues Spiel aufbauen. Daher denke ich Hitzfeld zu den “Kindsköpfen” und Tami zu den Kindern ist der richtige Entscheid.

  9. Long sagt:

    Hitzfeld zu O2014 als Trainer, das hat doch der Blick geschrieben. Das nimmt niemand wirklich ernst, war nur zum Stopfen des Sommerlochs.
    Auf dem Verband wurde immer rumgehackt, wenn die Nati wieder mal Grottengekicke ablieferte, aber die Erfolge der U Mannschaften sprechen eine deutlich positive Sprache fuer den Verband. Ich finde diese Entwicklung extrem gut und richtig. Kleine Verbaende wie CH haben kein Budget fuer grosse Einkaeufe, daher muesen wir stark in den Nachwuchs investieren.

    • de philippe sagt:

      was wollen sie denn für einkäufe tätigen? fernando torres und mesut özil mit einem millionenbudget anlocken…? zur erinnerung: die schweiz leistet sich einen der teuersten nationaltrainer weltweit!

    • Side Show sagt:

      Kein Budget für grosse Einkäufe? Was willst Du einkaufen?
      Investitionen in den Nachwuchs, ich dachte es gibt kein Geld?

      Sorry, aber ist etwas irreführend!

    • Peter Imhof' sagt:

      Da stimme ich Ihnen nur teilweise zu. Seit Jahren spielt die Nati KEINEN attraktiven Fussball mehr. Und nehmen wir die Resultate an EM oder WM, sehe ich eigentlich nur den Sieg gegen die Spanier an der WM 2010 als positiv. Aber dieser Sieg war ja alles andere als souverän, schön und/oder verdient…
      Der Verband hat es verpasst, Hitzfeld nach dem Scheitern zu der EM-Quali zu ersetzen. Es ist höchste Zeit für einen Wandel. Der Coach und auch viele Spieler müssen ersetzt werden! Wenn die U21 nun Erfolg hat, ist dies ein gutes Zeichen für unsere Nachwuchsarbeit. Da bin ich der gleichen Meinung wie Sie. Aber sobald die “Jungen” auf dem Schritt in die Nati sind, werden Ihnen “Auslandprofis” vor die Nase gesetzt (die in Ihren Klubs kaum zu Einsätze kommen) und so den Platz wegnehmen. Ich befürchte, dass nun nach diesem U21-Erfolg wieder ein Vacuum entstehen wird. Ein Kuhn oder eben Tami kennt die Spieler sehr genau und weiss um ihre Eigenschaften. Es wäre also nützlich, wenn Tami kurz- resp. mittelfristig der Trainer der CH-Nati wird.

  10. Werner Urech sagt:

    Mit Köbi Kuhn ist genau das Gleiche geschehen. Als U-Trainer hatte er plötzlich wieder die gleichen Spieler in der A-Nati. Spieler die er bestens kannte und auch nach vorne brachte, ohne leider die ganz grossen Erfolge feiern zu können. Bei der WM 2006 wurde ihm die mangelnde Erfahrung zur Last gelegt. Nur die Erfahrung von Hitzfeld hat in Südafrika nichts gebracht. Ich denke, Tami ist eine sehr gute Option zur Hitzfeld-Nachfolge.

    • Franz sagt:

      Wollen wir doch die KK-Ära nicht verklären. An wirklich grosse Spiele erinnere ich mich jedenfalls nicht, die Endrunden waren ein Desaster. Erfolge und guten Fussball gabs unter Hodgson. Ganz unbefangen gegenüber seinen U-21-Schützlingen war KK ja auch nicht gerade (Frei etc.), was zu Konflikten führte. OH ist zwar eine klare Fehlbesetzung, weil er ein Klubtrainer ist. Auch Favre ist ein solcher Typ Trainer. Tami als A-Trainer, das wäre doch mit etlichen Risiken verbunden. Bei allem grossen Respekt vor der Leistung seiner Mannschaft in Dänemark: Wer kannte ihn vorher? Abwarten und schauen, wer sich sonst noch aufdrängen könnte. OH darf ja noch einige Zeit weiterwursteln.

      • DAM sagt:

        @Franz
        “Erfolge und guten Fussball gabs unter Hodgson”
        da stimme ich Ihnen zu. Es ist aber hinzuzufügen, dass die damalige Mannschaft sozusagen unsere “goldene” Generation auf dem Zenit ihres Könnens war.

  11. Herr Fetscherin sagt:

    Die Diskussion Hitzfeld/Tami wurde ja nur von den Medien aufgebracht, speziell von einem Medium. Verbandsintern ist völllig klar, dass Tami die Mannschaft an die Olympiade führt was ja auch richtig ist. Reine Medienluftblase.

    Man sollte jetzt aber Tami auch nicht zu sehr in den Himmel loben, er hat in seiner bisherigen Trainerkarriere vor der U21 keine Stricke zerrissen und mit dieser Mannschaft hätten die meisten Trainer Erfolg.

  12. Pitliboy sagt:

    Nein, hört doch auf. Tami hat ein gutes Turnier gemacht, mehr aber auch nicht! Ihm gehört sicherlich die Zukunft. Aber wie der Tagi doch so schön schrieb, Tami hatte keinen allzu grossen Druck auf diese EM hin. Ich bin auch nicht mehr uneingeschränkt für Hitzfeld (ich war schon zu seinen Bayern-Zeiten nie für ihn), da er keinen schönen Fussball spielt, weder bei den Bayern noch mit der Schweiz! Und mit der Schweiz war und ist er auch nicht sonderlich erfolgreich (da schliesse ich die verpatzte Südafrika-WM mit ein)! Bei der momentanen Quali-Gruppe auf die EM 2012 hin müsste die Schweiz doch schon längst genügend Punkte Vorsprung haben, das Schiffchen bald in den Quali-Hafen zu führen und so vor Teams wie Montenegro und Wales zu liegen. Die Bulgaren sind auch längst nicht mehr jenes solide Team wie 1994 als sie in den USA Deutschland aus dem Turnier warfen!

    Aber Hitzfeld zum jetzigen Zeitpunkt, einfach aus einer momentanen, kurzlebigen Euphorie heraus durch Tami zu ersetzen, wäre total blauäugig! Lassen wir dem Tami sein EM-Glück und geben wir Hitzfeld die Rehabilitationschance auf die kommenden WM-Quali-Spiele hin (die EM-Qualifikation ist eh wahrscheinlich schon vorbei.

    Pitliboy

  13. Ashiro Moto sagt:

    Na ja, wenn Schlüsselspieler ihre Leistungen nicht bringen, dann ist das nur bedingt auf den Nationaltrainer abzuschieben. Das Spiel gegen England hat dies deutlich gemacht. Obwohl auf dem Papier eine schwächere Schweizer Mannschaft antrat, hat sie mit mehr Herzblut gespielt als die erfahrenen und eventuell mit sich selbst zu sehr beschäftigten Spieler (z.B. Alex Frei, Marco Streller).

    Natürlich kann man einem Trainer den Vorwurf machen, solche Spieler überhaupt aufzustellen. Jedoch wer ihre Leistungen im Club anschaut, wird nicht um solche Spieler herum kommen. Weshalb sie im Nationalteam ihre Stärken nicht ausspielen können bzw. konnten, darauf wissen wohl nur dies Herren die Antwort. Am Vertrauen in des Trainers und am Spielsystem kann es wohl kaum gelegen haben.

    Wenn man jetzt Köbi Kuhn hoch lobt und Otmar Hitzfeld als Versager titelt, dann hat man vergessen, dass mit Ausnahme der Barrage-Spiele gegen die Türkei auch unter Köbi Kuhn kein Spiel gegen ein im FIFA Ranking besser klassiertes Team gewonnen wurde. Natürlich, die Blamagen wie gegen Luxemburg blieben damals aus, aber das wird auch unter Otmar Hitzfeld ein seltener Ausrutscher bleiben.

    Man kann jetzt natürlich Argumentieren, dass Bulgarien hätte geschlagen werden müssen. Doch leider ist die Schweizer in solchen Spielen nie gegen eine Niederlage gefeit, speziell, wenn es im Kader leicht brodelt und Schlüsselspieler allzu sehr mit sich selbst beschäftigt sind.

  14. Bernasconi sagt:

    Genau, Sig. Tami wäre wohl der Richtige (oder ein anderer Schweizer wie z.B. M.Favre, Hr. Gross, Hr. Sforza oder warum nicht Hr. Yakin). Betreffend Herrn O.H. entscheidet nicht der SFV, sondern der SuperSponsor Credit Suisse, welcher ja auch zusätzlich persönlicher Sponsor von Herrn O.H. ist. Got the message? Es lässt sich sooo gut CS Werbung machen mir dem SuperClubTrainer Herrn O.H. Man hätte den Vertrag mit Herrn O.H. gar nie verlängern sollen. Er ist kein Verbandstrainer. Wie die CH-Kicker bis jetzt (ausgenommen England) gespielt haben oder spielen MUSSTEN ist schlich eine Zumutung und da ist der Trainer der Alleinschuldige!

    • DAM sagt:

      Nun ja. Wer war denn bei den schlechten Spielen dabei und beim England-Spiel nicht mehr? OH oder einige Spieler?

  15. Kraft sagt:

    Stimme Frau Fetscherin im Prinzip vollständig zu. OH hat es nicht nur wegen seines Renommées und seines Erfolgs, das Erreichen einer Endrunde sollte in der Schweiz immer noch als Erfolg betrachtet werden, sondern auch wegen seiner offenbar frisch erwachten Risikobereitschaft, siehe England Spiel, verdient, dass man ihn seinen Vertrag erfüllen lässt. Danach halte ich es aber für durchaus sinnvoll, wieder einen ehemaligen Nachwuchstrainer einzubauen. Der letzte Versuch war in Bezug auf Teilnahmen an Turnieren jedenfalls durchaus gelungen. Und ja, Tami scheint die sehr nützliche Fähigkeit zu haben, verstimmte und frustrierte Spieler so in die Mannschaft zu integrieren, dass diese nicht auseinanderbricht.

  16. Eric Cerf sagt:

    Gewiss hat Hitzfeld als Natitrainer bisher nicht viel erreicht. Es war unverständlich und nicht nachvollziehbar, dass der SFV den Vertrag mit ihm bis 2014 verlängerte, trotz so vielen Misserfolgen. Persönlich finde ich, dass leider Pier-Luigi Tami damals noch nicht zur Verfügung stand, weil er ein unbeschriebenes Blatt war. Jetzt wissen wir alle, wie gut der Mann coachen kann und wie akribisch er die Gegner unter die Lupe nimmt. Durchaus ein valaber Ersatz für den angeschlagenen Hitzfeld, der nur noch hoffen kann, dass seine U-21 Spieler Emeghara und Mehmedi ihn aus der Pfanne hauen. Auch der Lusti und Rossini muss er sobald als möglich bringen, dafür andere aussortieren. Shaquiri hats es ja bereits vorgemacht.

  17. Kurt Baltisberger sagt:

    Sehr guter Blogbeitrag mit einem Fehler am Schluss: “Trotzdem überzeugt Hitzfeld durch Persönlichkeit und Leistung.” Welche Leistung? Ja, vor 10 Jahren feierte er grosse Siege, aber das ist Vergangenheit (ansonsten wäre er von Bayern nicht entlassen worden). An der WM ausser einem Glückssieg im ersten Spiel nichts erreicht, die Qualifikation ist vermutlich vermasselt. Und Persönlichkeit? Hitzfeld wirkt ausgebrannt und müde, ist taktisch nicht mehr auf dem neusten Stand.

    • DAM sagt:

      Ich bin überzeugt die Bayern wären die letzten Jahre mit OH besser gefahren als mit Klinsmann und van Gaal. Und übrigens OH verliess Bayern München als Double-Gewinner.