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Reifeprüfung bestanden

Mämä Sykora am Donnerstag den 23. Juni 2011

Es brauchte einen Geniestreich in der Verlängerung, diesen kurzen Antritt und den perfekt platzierten Schuss des bis dahin eher glücklos kämpfenden Ademir Mehmedi, um gegen zähe Tschechen den Finaleinzug sicher zu stellen. Es war wahrlich kein schönes Spiel, teilweise gar der vielen taktischen Fouls wegen ein eher hässliches, doch es brachte schliesslich doch noch den verdienten Sieger hervor.

Die Tschechen taten kaum etwas fürs Spiel, liessen jedoch kaum Chancen zu und waren in der Verlängerung einige Male nahe dran am «Lucky Punch». Sie waren der erwartet unangenehme Gegner. Auf den Masseur der Schweizer wartet einige Arbeit, um die durch die vielen harten Attacken entstandenen Blessuren zu pflegen. Es sind Andenken an ein Spiel, das für das Team von Pierluigi Tami eine Art Reifeprüfung darstellen kann.

Der Gegner war stärker als die Gruppengegner, und diesmal konnten die Schweizer nicht von einer frühen Führung profitieren, die so vieles einfacher macht. Shaqiris Kreise wurden früh gestört, bis auf den Pfostenschuss konnte er kaum Akzente setzen. Hochstrasser vermochte Xhaka nicht vergessen machen und Emeghara offenbarte selbst für seine Verhältnisse schwere technische Mängel. Es spricht für die jungen Eidgenossen, dass sie dennoch keine Nervosität aufkommen liessen, obwohl es nicht mehr so flüssig lief wie noch in der Gruppenphase. Die Mannschaft liess sich durch die vielen Fouls (40 waren es!), von denen mehr hätten mit Gelb bestraft werden sollen, nicht aus dem Konzept bringen. Sie hatten die notwendige Geduld, um auf die Gelegenheit zu warten, und vor allem waren sie selbstbewusst genug, um zu wissen, dass diese sich früher oder später bieten würde.

Die Schweiz wäre nicht die erste Mannschaft gewesen, die ein solches Spiel, in dem man in vielen Belangen überlegen war, doch noch verloren hätte. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit und in der ersten Halbzeit der Verlängerung hätte durchaus auch Yann Sommer das goldene Tor kassieren können, doch die überragende Abwehr mit den starken Koch und Berardi aussen sowie Klose und Rossini innen überstand auch diese heiklen Phasen.

Eine Mannschaft, die ein solches Spiel gewinnt, hat Respekt verdient. Tamis Jungs bewiesen, welche Reife in ihnen steckt und dass sie auch in heiklen Situationen kühlen Kopf bewahren können. Das sind Charakterzüge, die es braucht, um den ganz grossen Coup landen zu können. Am Samstag wartet mit Spanien ein Gegner von anderem Kaliber. Doch der grosse Favorit hat bereits Nerven gezeigt im heutigen Halbfinale. Die «Rojita» wird aber auch im Finale das Spiel machen, auf die Schweizer wartet dann die zweite Reifeprüfung: War sie in den bisherigen Partien stets die spielbestimmende Mannschaft, wird sie in Aarhus aus wenigen Möglichkeiten das Beste machen müssen. Den Tschechen ist dies heute nicht gelungen, der Schweizer U21 ist es nach dem heutigen Erfolg durchaus zuzutrauen. Die Olympiateilnahme, die im Fussball ja wahrlich keine Bedeutung hat, kann für den aktuellen Jahrgang nicht genug sein. Sie will – wie schon die U17 im Jahre 2002 – in Dänemark einen EM-Titel feiern können.

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41 Kommentare zu “Reifeprüfung bestanden”

  1. michael basler sagt:

    aha. jetzt auf einmal diese töne. wie war das noch mal mit der klar schwächeren gruppe der schweizer herr sykora?!!? obwohl mit den spaniern ja fussballer und zum glück nicht die holzhacker im final stehen, wären bis in die 89min. beide mannschaften aus besagter gruppe im finale. immerhin alle miesepeter mit nur einem blauen auge davongekommen :)))))
    gratulation dem ganzen team und hopp schwiiz

    • Daniel Odermatt sagt:

      Ich will ja nicht kleinlich wirken, aber ganz genau genommen war die Schweiz in Minute 89 noch nicht in Führung, Herr Basler.

      • hans sagt:

        er meint ja auch nicht die schweiz, sondern weissrussland!

      • Daniel Schneebeli sagt:

        Randnotiz: vielleicht war die Referenz ja eher auf das zweite Halbfinalspiel – in dem die Weissrussen bis in die 89. Minute führten?!?

        Ich will ja nicht kleinlich wirken…

      • Ruedi sagt:

        Nein, aber Weissrussland gegen Spanien im anderen Halbfinale.

        • Daniel Odermatt sagt:

          In der 89. Minute des Spanien-Spiels war die Schweiz genauso wenig im Final wie in der 89. Minute des Schweizer Spiels. Es ist eine raum-zeitlich unverrückbare, objektive Wahrheit dass Weissrussland und die Schweiz zu überhaupt keinem Zeitpunkt gemeinsam qualifiziert gewesen wären. Wenn schon Pedanterie, dann machen wir es richtig, oder?

  2. Albert Inglin sagt:

    Ich frage mich schon, woher der Blogschreiber seine Fussballweisheiten nimmt. Vor ein paar Tagen (in der Gruppenphase) wurde geschrieben, dass die Schweiz Europameister werden kann, dann meinte Herr Sykora in einem Blog dass die Schweiz sowieso in der “B-Gruppe” – d.h. eine Klasse schlechter – eingeteilt war und dass ab dem Halbfinale die wirklich schweren Gegner warten. Nun gut, ich habe heute zwei Halbfinale gesehen, wo jeweils eine Mannschaft versucht hat (Spanien vielleicht ein bisschen intensiver und überzeugender als die Schweiz) das Spiel zu machen und der Gegner sich nur hinten reingestellt und auf Abwarten gespielt hat. Gemäss Ihren Ausführungen hätte eigentlich Tschechien das Spiel machen und auch gewinnen müssen. Und Spanien? Die haben fast 90 Minuten gebraucht – sind über 50 Minuten einem Rückstand nachgerannt – um ein Tor gegen Weissrussland zu erzielen.
    Die “Rojita” wird im Finale das Spiel machen. Mal abwarten und auch nur wenn man es zulässt. Und wenn Spanien angreift, wird die Schweiz mehr Raum für ihre Angriffe haben. So wie die U21 bis jetzt gespielt hat, wird sie kaum das gleiche machen wie die Nati letztes Jahr in Südafrika: hinten reinstehen und auf einen Lucky Punch warten. Für mich sind die Spanier auch Favorit -zwar nicht mehr so überzeugend nach dem heutigen Spiel – aber trotzdem sind sie Favorit. Und das kann der Schweiz nur recht sein.
    Und Ihnen rate ich, in Zukunft mehr dem runden Leder nachzurennen, als solche unseriösen Blogs zu schreiben.

    • Mämä Sykora sagt:

      Um das hier zu präzisieren: In besagtem Artikel stand nirgends, dass die Schweiz schwächer sei als die Mannschaften der Gruppe B, sondern dass die Gegner der Schweizer nicht die Qualität der Mannschaften aus Gruppe B hatten. Und das würde ich auch nach den Halbfinals so behaupten. Die Tschechen waren stärker als Dänemark, Island und Weissrussland, auch wenn sie sich keinen Schönheitspreis verdient haben heute. Dass sie das Spiel machen würden, das hingegen habe ich bestimmt nicht erwartet (vgl. letzter Blog: «Die Stärken der Tschechen»)
      Dass sich Spanien heute so abgemüht hat mit den Weissrussen hat mich indes überrascht. Gewonnen haben sie ja dann doch noch, und besser war sie allemal. Aber spätestens seit dem WM-Coup der grossen Schweizer über Spanien wissen wir, dass nicht immer der gewinnen muss, der das Spiel macht und sich Chancen erarbeitet. Spanien hatte 75% Ballbesitz und nur einen einzigen Schuss aufs Tor zugelassen, und wäre dennoch fast rausgeflogen. Macht Mut für die Schweiz.

      • michael basler sagt:

        Ohne direkten Vergleich sind das alles rein hypotetische Behauptungen! Nur weiter Haare in der Suppe suchen. Die Schweiz steht im Final, und falls sie diesen gewinnt, kann man ja die These aufstellen das die Schweizer Gruppe klar die stärkere war. Alles Auslegungssache!! Die beiden stärksten Mannschaften sind im Final, die beiden härtesten im kleinen Final.
        Viel mehr zu erwähnen wäre doch mal, dass dies – ob FCZ oder FCB – EINE Mannschaft und verschworene Truppe ist! Dies wünschte ich mir bei den Schweizer Fäns auch eines Tages!!

  3. H. Landolt sagt:

    Gratulation an die jungen wilden Schweizer!
    Auch wenn der Finaleinzug nicht ohne Glück erreicht wurde, letztlich ist der Sieg verdient, ich erinnere da nur noch an den Pfostenschuss.
    Eines ist klar, jedes Team versucht seine Linie durchzuziehen, die einen erfolgreicher als andere. Ein erfolgreiches Team muss aber auch in der Lage sein, auf Situationen zu reagieren, sei es ein Rückstand oder ein unerwarteter (früher) Führungstreffer oder auch eine Dezimierung des Teams. Aber: Jedes Team kann nur so gut spielen, wie es der Gegner zulässt! Zu einem sehr guten Match gehören nun mal 2 gute Teams, die beide mitspielen. Da zeigen sich dann die grossen Teams! Die bisherige Leistung der jungen Schweizer ist schlicht super, der Final sensationell, das Hauptziel (Olympia) erreicht. Was jetzt kommt ist Zugabe.
    Ich hoffe einfach auf ein besseres Spiel als das der A-Nati gegen Spanien, auch wenn dieses 1-0 gewonnen wurde.
    Erinnert sei auch daran, bis jetzt hat das CH-Team nicht ein Goal kassiert. (Als einziges Team) Das ist doch auch eine Leistung, ohne hinten rein zu stehen, versteht sich, bei fast 2 geschossenen Goals im Durchschnitt, und das an einem Endrunden-Turnier!
    Einfach nur freuen jetzt und auf den Final hoffen.
    Viel Spass und viel Glück dem Team.

  4. Stef sagt:

    Das Spiel war taktisch hochstehend.
    Wenn die beiden Abwehrreihen (inkl. Mittelfeld) halt wenig bis gar keine Fehler machen – dann fehlen halt auch die Torraumszenen. Mir hats trotzdem gefallen – und zwar wesentlich besser als das genannte Ukraine-Spiel…. =)

    (Und das liegt nicht nur am Resultat)

  5. Fredi Moser sagt:

    Die Schweizer dürfen nur ja nicht den Fehler machen wie die ‘grossen’ Deutschen in Südafrika. In den Gruppenspielen und bis zum Halbfinal erfrischenden Offensivfussball. Dann gegen Spanien im Halbfinale sind sie erstarrt wie das Kaninchen vor der Schlange statt weiterhin ‘ihr’ Spiel zu spielen.
    Darum: Vorwärts liebe Schweizer! Zeigt eurer kreatives Offensivspiel wie bisher! Egal, wenns dann drei Kisten gibt. Wenn ihr auch zwei geschossen habt, wars wenigstens ein tolles Spiel. Lieber so untergehen, als hinten versuchen, mit 11 Mann dicht zu machen, um dann (wie die Weissrussen) in der 89. Minute doch noch ein Tor zu kassieren.

  6. Martin sagt:

    Es war wirklich nicht ihr bestes Spiel, aber gute Mannschaften erkennt man daran, dass sie schlecht spielen (können) und dennoch gewinnen! Trotzdem, an den Standart-Situationen müssen sie unbedingt noch arbeiten, diese “schnell und kurz” gespielten Freistösse waren allesamt nichts. Warum ist eigentlich Rodriguez (im WM Team dabei) nicht dabei? Der kann Präzisions-Freistösse treten und ist ein toller Links-Def., schade. Noch zum anderen Halbfinal, was war den das mit den BLR? Die liegen zurück und stehen noch immer hinten rein, als müssten Sie einen Vorsprung verteidigen. Ich lachte mich kaputt!

    • Martin Locher sagt:

      Die Weissrussen waren fix und alle. Schlichtweg zu müde um noch zu reagieren. Wenn man derart an die Wand gespielt wird und trotzdem erst nach 89 Minuten einen Gegentreffer erhält, verdient man kein hämisches Gelächter, sondern Respekt. Im gegensatz zu anderen Teams (England z.B.) hat BLR das Maximum rausgeholt. Und vielleicht gelingt denen ja gegen Tschechien gar noch ein weiteres Kunststück.

  7. Daniel Nipkow sagt:

    Habe ich einen anderen Match geschaut? … und Shaqiri war Drehscheibe, Initiator, gefährlicher Schütze und wirklich nicht vom Ball zu trennen – Weltklasse!

    • Daniel Odermatt sagt:

      Wenn der Shaqiri nochmals auf den Gegenspieler aufläuft, strauchelt, liegen bleibt und die Hände verwirft, steig ich in den Flieger und geh ihm eins tätschen.

    • alois egelseder sagt:

      Sehe ich auch so. Die Tschechen haben Shaqiri zwar gut abgeschirmt, aber er war dennoch Initiator und Agiator Nummer 1 im Schweizer Spiel. Grässlich war vor Allem der Auftritt des Herrn Emeghara, ich war doch sehr erstaunt, dass dieser Herr über 90 Minuten lang auf dem Platz rumstolpern durfte. Auch wenn er ultraschnell ist, was nützt ihm das, wenn er keinen Ball im ersten oder manchmal auch zweiten Versuch vernünftig verarbeiten kann? Zurück zur Sache, Shaqiri war Dreh- und Angelpunkt, quasi jede Aktion über ihn wurde gefährlich.

      • Franz sagt:

        Emeghara hat leider grosse technische Mängel und ist auch nicht besonders abschlussstark. Seine Schnelligkeit überfordert aber die meisten Gegenspieler, was zu Freistössen und Penaltys führt. Dies ist nicht zu unterschätzen.

        • Dani K sagt:

          Leider nützt diese eine und einzige Qualität, die Emeghara hat, nämlich Freistösse rausholen, nicht viel. Die Schweizer haben aus den Standardsituationen rein gar nichts rausgeholt, weil sie im Schnitt einen halben bis ganzen Kopf kleiner als die Tschechen waren.
          Das war aber der einzige schwache Punkt gestern. Beeindruckend, wie die Mannschaft nie die Geduld verloren hat, die von Beginn weg vorhandene Dominanz während des Spiels laufend gesteigert hat. Und Mehmedi sah man kaum je im Abschluss, aber er hat 114 Minuten lang aufs übelste eingesteckt ohne mit der Wimper zu zucken, wenn er selber mal gefoult hat, hat er sich noch entschuldigt, und dann ein kurzer, entscheidender Augenblick und schon steht es 1:0. Beeindruckend.

      • Matthias sagt:

        Emeghara ist technisch tatsaechlich nicht der beste. Allerdings hat er mit seiner Schnelligkeit wohl mehr Freistoesse rausgeholt als jeder andere Schweizer. In einem Spiel gegen Spanien, wo er hoffentlich mehr Raum vorfinden wird, kann er seine Schnelligkeit hoffentlich noch mehr ausspielen. Dass er aber technisch noch massiv zulegen muss, ist aber voellig unbestritten

    • Kurt Stierli sagt:

      Shaqiri sorgt für so viel Betrieb, dass er meist 2-3 Mann auf sich zieht, so schafft er Freiräume für seine Mitspieler. Wenn er jetzt noch sein rechtes Bein wirkungsvoll einsetzt ist er absolute europäische Spitzenklasse. Mir ist auch aufgefallen dass die Abwehrarbeit der U21 schon bei den Stürmern anfängt, Emeghara und Mehmedi haben vorne extrem gut gearbeitet, den Gegner jeweils schon im Spielaufbau kurz nach dem eigenen Sechzehner gestört und zu Fehlern verleitet. (Weissrussland)
      Der Erfolg dieser Mannschaft ist erarbeitet und hochverdient.

  8. Patrick Marthaler sagt:

    Es ist eine Sensation, dass die Schweiz im Final ist. Gegen die Nachwuchsmannschaft des aktuellen Europa- und Weltmeisters. Das ist einfach genial und eine Freude. Ein absoluter Meilenstein im Schweizer Fussball. Schweiz-Spanien, Leute, im Final. Nicht im ersten Vorrundenspiel. Gratulation.

    Wobei ich die Spanier als stärker einschätze, aber eine Überraschung ist möglich. Der Sieg am Samstag ist mir jetzt gar nicht so wichtig. Der Einzug ins Final und die Teilnahme an Olympia ist schon Sensation genug.

  9. Hanspeter Elmer sagt:

    Das Spiel war wirklich taktisch geprägt. Man merkte beiden Seiten an, dass sie auf keinen Fall das erste Tor des Spieles erhalten wollten und haben sich darum in erster Linie auf die Sicherung der Defensive verlegt. Für die Schweiz war es wirklich ein schweres Spiel, da die Tschechen wenig bis gar nichts für die Offensive getan haben und die Raumaufteilung und die Doppelung der Gegner wirklich sehr gut funktioniert haben. Man hat es bei Shaquiri gesehen: Hatte er den Ball, hatte er auch mindestens zwei Gegenspieler bei sich. Wo ich dem Blogschreiber uneingeschränkt Recht geben muss, ist bezüglich der gelben Karten. Der Schiedsrichter hätte das überharte Einsteigen der Tschechen unterbinden müssen. Dass es da nicht Verletzte gegeben hat, ist einzig dem Zufall zuzuschreiben.

    Ich hoffe, dass die Schweizer auch im Fiinal ihr Spiel spielen und sich nicht hinten reinstellen. Die Spanier haben mir defensiv nicht den besten Eindruck gemacht. Vor allem der Torhüter mit seinen Ausflügen scheint mir ein Schwachpunkt in der spanischen Mannschaft zu sein, was aber nichts nützt, wenn man nie vor das gegnerische Tor kommt.

  10. Beat Sommer sagt:

    Eigentlich ein guter Kommentar. Was mich einzig stört, ist die Aussage “Olympia hat keine Bedeutung”! Es mag sein, dass dass olympische Fussballturnier nicht mit eine WM mithalten kann, aber nur schon an Olympia dabeisein zu können, hat für jeden einzelnen Spieler einen unendlich grossen Wert.

    • Pascal Fröhlich sagt:

      Und dies kann vielleicht nur von Vorteil sein wenn andere Länder das Olympische Fussballturnier nicht soooo ernst nehmen und wir nur davon profitieren können. Ich denke nicht, dass diese jungen Wilden es sich nehmen lassen wollen an Olympia teilzunehmen. 84 Jahre nach der letzten Teilnahme ist schon nur das Dabeisein eine grosse Bühne. Ich hoffe nur dass die Trainer hier dann ein gewisses Verständnis entgegenbringen, Verletzungsgefahr hin oder her. Es ist ein einmaliges Erlebnis und das soll man jungen Spielern nicht wegnehmen. Oder wie hätte Herr Fink früher reagiert wenn man ihm einen Traum zerstört? Hopp Schwiiz! Bring en Hei!

  11. Ronny sagt:

    Es war kein wirklich schönes Spiel, dies mag wohl vor allem daran liegen, dass Tschechien eine so defensive Spielweise an den Tag gelegt hatte, dass man es fast nicht mehr mitansehen konnte! Erinnerungen werden wach an die EM 2004 als ein blockendes und destruktiv spielendes Griechenland den EM-Titel holte. So einen Fussball will man nicht sehen. Ich selber bin Tscheche und muss sagen, dass die Schweiz es verdient hat weiter zu kommen! Denn so eine tschechische Mannschaft gehört nicht in den Final. Zu deren Verteidigung will ich aber festhalten, dass diese Mannschaft gestern, ein Schatten seiner selbst war. Es hatte nichts mehr mit den Spielen der Qualifikation zu tun. Selbst in der Gruppenphase war dieses Team nicht wirklich überzeugend und man kann sich nicht immer auf Fortuna verlassen. Ich gratuliere der Schweizer Truppe zum verdienten Sieg. Zu den Kommentaren von Herrn Sykora, gelbe Karten hätte es auf beiden Seiten mehrere geben müssen. Und man sollte auch nicht vergessen, dass es in der Verlängerung durchaus einen Penalty für Tschechien geben konnte, zwar wäre dieser kleinlich gewesen, aber nichts desto trotz, es gibt so einige Schiedsrichter, die diesen gepfiffen hätten. Aber das Glück war auf der Seite der tüchtigeren Mannschaft. Zum anderen möchte ich hier auch noch festhalten, da der Begriff “Osteuropäer” in den vergangen Artikeln häufiger gefallen ist. Wenn Sie Herr Sykora Tschechien als Osteuropaer definieren, dann ist dies politisch geprägt und hängt mit der Zeit des kalten Krieges zusammen, also keine so schöne Zeit. Das mag hier zwar keinen interessieren, aber ich will es mal gesagt haben. Mitteleuropäer wäre geographisch gesehen, die korrekte Bezeichnung. Besten Dank!

  12. Ben sagt:

    Stimme mit dem Kommentar (fast) überein. Im Nachhinein ist es aus meiner Sicht sogar so, dass die Schweizer Gruppe qualitativ tatsächlich wohl etwas schwächer war. Nur hat man das nicht einfach so vorhersehen können, immerhin waren hier Mannschaften dabei die sog. Grosse wie Deutschland oder Italien ausgeschaltet haben. Dem Schweizer Team zuzuschauen macht aber enorm Freude! Man merkt dass sie überzeugt sind etwas erreichen zu können. Ausserdem haben sie eine für Schweizer Mannschaften untypische Tugend, sie glauben auch noch an den Sieg wenns eine Zeit lang nicht klappt. Shaquiri ist zentraler Angelpunkt im Mittelfeld, enorm präsent und sicher in der Ballbehandlung. Defensiv stehen die Schweizer sehr sicher und Lustenberger vor der Abwehr ist für mich eine absolute Topnummer! Einzig Hochstrasser (er hätte aus meiner Sicht mehr Impulse gegen vorne geben sollen) und Emeghara (zwar blitzschnell aber nicht wirklich ballsicher) fielen in diesem starken Kollektiv leicht ab. Im Finale kommt ja aber Xhaka zurück, ich traue diesem Team den Finalsieg zu. Aber egal wie es rauskommt, einer Schweizer Fussballmannschaft zuzuschauen hat schon lange nicht mehr soviel Spass gemacht!

  13. Henseler F. sagt:

    Diese U21-Nati ist eine Sensation!!! Eigentlich sollte pure Freude herrschen.

    • Marc N. sagt:

      Richtig! Ich freue mich und finde es toll! Am meisten freut mich aber, dass die U21-Mannschaft den Klubfussball ausblenden kann. Es scheint hier ein gutes Team zusammenzuwachsen, nicht nur mit den “Ausländern” sondern auch zwischen Spielern aus der SL und v.a. der ewigen Konkurrenten! Das braucht die Schweiz – ein Team!
      Hopp Schwiiz!

  14. Andreas Brätscher sagt:

    Herr Sykora, bitte geben Sie sich mehr Mühe beim Schreiben Ihrer Artikel. Die sind leider langweilig und ohne jeglichen Pepp im Schreibstil und kommen einfach 0815 daher. Das sind keine Blogs, sondern farblose Artikel, ohne Witz und guten Formulierungen und vorallem ohne Meinung. Eben oben aufgeführt ein normaler Matchbericht, zuvor eine magere Analyse eines Tschechen-Teams, das sowieso nur begrenzt interessiert und den Inhalt zum “vor dem grossen Sprung”-Artikel habe ich in x anderen Artikeln zuvor auch schon gelesen. Fragen Sie doch mal Ihre Blog-Kollegin Frau Fetscherin. Sie hilft Ihnen sicher, sich zu verbessern. Über ihre Ansichten kann man sicherlich diskutieren. Sie aber hat eine Meinung, schreibt die pointiert und gibt uns Lesern somit Diskussionsansatz.

    • w. siegrist sagt:

      Herr Brätscher, bitte geben Sie sich mehr Mühe beim Schreiben Ihrer Kommentare. Die sind leider langweilig und ohne jeglichen Pepp im Schreibstil und kommen einfach 0815 daher. Das sind keine Kommentare, sondern farbloses negatives Geschwafel, ohne Witz und gute Formulierungen und vor allem ohne Meinung.
      Kommt Ihnen das bekannt vor?

      Herr Sykora, ich schätze ihre Blogs aussergewöhnlich, m.E. verfügen Sie über ein sehr breites und fundiertes Wissen bez. Fussball, welches ich sehr schätze. Selten lese ich in der Schweiz Artikel auf einem so hohen fachlichen Niveau!

  15. kurt abächerli sagt:

    taktisch und technisch gut gespielt gratulation. so wie koch und mehmedi gespielt haben, werde ich noch zum fcz-fan 😉
    aber in allen spielen ist mir aufgefallen, wie die schweizer spieler körperlich meist krass unterlegen sind. und dass dies bei kopfbällen, ecken immer zu heissen szenen führen kann. oft hat man das gefühl das schweizerli in laufduellen weggedrückt weden könnne. auch ist es jeweils nicht sehr erfolgsversprechend, wenn eigene eckbälle hoch auf den ersten pfosten gebracht werden etc. sind wir die neuen technik-zwerge?

    • Auguste sagt:

      hmm…, bin grad wieder von draussen zurück – nein, es liegt definitiv kein schwarzer schnee.

  16. Karl Eigenmann sagt:

    Fantastisch!!! Diese Jungs machen Spass und haben Spass. Jetzt ist es mir auch egal, sollte sich die A-Nati nicht für die EM qualifizieren. Ich finde, dass die Olympia-Quali (noch) nicht hoch genug einschätzt wird. Dabei ist keine andere schwieriger und die Spiele werden allesamt in Fussballtempeln abgehalten. Schon 2008 waren die Fussballspiele an Olympia echte Knüller und fussballerische Leckerbissen. Leider zum Missfallen der FIFA/UEFA, da sie dabei halt keinen Rappen abkriegen. Der SFV wird nun hoffentlich die Meisterschaft entsprechend dem “Olympia-Programm” anpassen und die Spieler ihre Freigabe erhalten. Am Samstag ist nun alles möglich. Die Spanier werden eher über- die Schweizer eher unterschätzt und das ist gut so! Erreichte überhaupt schon mal eine Mannschaft den Final einer Endrunde ohne Gegentreffer? Herr Sykora, Sie als Statistik-Jongleur können mir da sicher eine Antwort geben?

    • Mämä Sykora sagt:

      Das habe ich gestern aus Neugierde auch nachgeschaut. Eine richtige Endrunde gibt es ja erst seit 1996, ohne Gegentreffer ins Endspiel kam 1998 Spanien. Allerdings startete das Turnier damals mit den Viertelfinals, Spanien holte mit drei 1:0-Siegen den Titel. Seit der aktuelle Modus gespielt wird, ist es bislang noch keiner Mannschaft gelungen, ohne Gegentreffer ins Finale einzuziehen.

      • Karl Eigenmann sagt:

        Besten Dank – so gesehen sind die Jungs in bester Gesellschaft und die besagte Statistik soll als gutes Omen gelten.

    • Mäsi sagt:

      Wäre aber nicht das erste Mal, dass eine Schweizer Mannschaft ohne Gegentreffern eine Endrunde beenden würde. 😉

  17. Martin Locher sagt:

    Timm Klose war für mich gestern überragend. Als er mal kurz verletzt draussen war, haben seine Defensivkollegen kaum eine Anspielstation gefunden. Er war meist der Verteidiger welcher hinten die Bälle rausgespielt hat. Ich freue mich auf Samstag. Dann kommt für ihn und die restliche Schweizer Abwehr die echte Reifeprüfung. Aufgrund dessen, dass die Schweiz im Mittelfeld über mehr Spielwitz verfügt wie Weissrussland, kann können sie sogar eine Sensation schaffen.

  18. Auguste sagt:

    hmm…, endlich ist mir eingefallen, an wenn mich shaqiri erinnert, wenn er aus 18m anklopft:

    youtube: woody woodpecker – the screwball

  19. hampi sagt:

    Diese U21 Truppe begeistert, der Multi Kulti Mix ist perfekt !
    Gehen wir alle nächstes Jahr nach England um sie zu unterstützen , das wird eine Party !