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Das Shaqiri-Dilemma

Annette Fetscherin am Mittwoch den 22. Juni 2011

In der heimischen Super League ist er die Attraktion der letzten Monate, aber auch international erregt Xherdan Shaqiri immer mehr Aufsehen. Trotz unzähliger Medienberichte bleibt uns Aussenstehenden etwas immer verborgen: Was geht in dem jungen Kerl vor, der in diesen Tagen mit diversen Topvereinen Europas in Verbindung gebracht wird? Was würden Sie an seiner Stelle tun?

Vieles, was geschrieben und erzählt wird, ist heisse Luft. Dem FC Basel liegt kein konkretes Angebot für sein Supertalent vor. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Wichtigste aller Entscheidungen getroffen werden muss: bleiben oder gehen?

Sich in Xherdan Shaqiri hineinzuversetzen verlangt einem einiges ab. Es prasselt im Moment sehr viel auf das junge Supertalent ein, dass man in seiner Situation aus Reflex einfach nur den Kopf einziehen möchte. An ihm aber scheint das abzuprallen. Er macht den Eindruck, dass er sich absolut wohl in seiner Haut fühlt.

Im Kosovo geboren, ist Shaqiri völlig integriert in der Schweiz. Er fühlt sich als Basler, ohne dabei seine Wurzeln zu vergessen: Die Frechheit und Unverfrorenheit, die vielen Immigranten (zu Unrecht) negativ ausgelegt wird, weiss er auf extrem erfrischende und erfolgreiche Art einzusetzen.

Auch neben dem Platz geht seine Lebensfreude manchmal mit ihm durch, sprudelt in den Interviews über. Das macht ihn sehr sympathisch, denn gleichzeitig ist er niemals unüberlegt. Er weiss inzwischen auch ganz genau, was er NICHT sagen darf.

Stellen Sie sich vor, sie müssten immer im Hinterkopf abwägen: Welche Aussagen darf ich auf keinen Fall machen, weil sie für extremen Wirbel sorgen würden? Von welchem Gespräch darf ich dieser Person jetzt nichts erzählen? Und stellen Sie sich vor, sie wären dabei erst 19 Jahre alt.

«Ich versuche, gelassen zu bleiben», meint Xherdan Shaqiri. Möglich ist die erfolgreiche Bewältigung dieses schmalen Grates dank einem professionellen Umfeld. Eng begleitet und auch mal an der kurzen Leine gehalten, wird Shaqiri von der sportlichen Führung des FCB um Bernhard Heusler und Georg Heitz. Mit viel Geschick schulen sie die jungen Spieler sorgfältig.

Als Xherdan aus einer Emotion heraus einmal etwas Unüberlegtes über die Lippen rutschte, rief der Medienchef des FC Basel jeden einzelnen Journalisten an und bat, den jungen Spieler zu schützen. «Bitte druckt diese Passage nicht ab, das bringt niemandem etwas.» Das ist genau die Art von Unterstützung, die ein Ausnahmetalent braucht.

Xherdan hat Glück, dass er von seiner Familie viel Gutes mit auf den Weg bekommen hat. «Ich bin sehr stolz auf meine Eltern, sie haben mich zu einer respektvollen Person erzogen», meint er und schüttelt gut gelaunt und freundlich jedem Journalisten die Hand.

Ich jedenfalls weiss, wie ich handeln würde, wenn ich an der Stelle des Basler Wirbelwindes wäre. Ich würde auf eben dieses Umfeld hören, das mich schon so weit gebracht hat. Ich würde versuchen, die Geduld nicht zu verlieren und in Basel bleiben. Ein, zwei oder notfalls auch drei Jahre. Solange, bis das Angebot eines wirklichen Top-Clubs kommt. Mit weniger muss sich einer wie Xherdan Shaqiri nicht zufrieden geben.

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41 Kommentare zu “Das Shaqiri-Dilemma”

  1. Kraft sagt:

    Na ja, Shaqiri sagte kürzlich im Interview: “Man sollte erst ins Ausland, wenn man sich in der SL etabliert hat, wenn man bereit ist. Ich bin bereit.” Daher denke ich mal, dass er, bei einem Angebot eines guten Vereins, sprich Top 5 in Buli oder PL wechseln würde. Es erübrigt sich ohnehin zu überlegen, was ich oder Sie, Frau Fetscherin, tun würden, denn wir können uns die Situation nicht realistisch vorstellen.

    • adi sagt:

      Top5 PL? Das ich nicht lache. Hätte er dermassen viel Talent, wäre er dort schon unter Vertrag. Die Frage wird für Ihn eher sein: guter BuLi-Klub oder irgendwo im PL-Mittelmass rumdümpeln und mehr verdienen.

      • Kraft sagt:

        Hmm, lachen soll ja gesund sein, adi. Alledings ersetzt es leider nicht Sachkompetenz und es schafft sie auch nicht. Zwar bilden die Top 5 PL Vereine auch Talente aus, aber ein beträchtlicher Anteil wird gekauft. Und das meist nachdem sie das 19 Altersjahr weit überschritten haben. Zum Beispiel Hernandez, Valencia, Nani, nur um einige ManU Spieler zu nennen, da der Verein ja angeblich an Shaq interessiert sein soll. Dabei haben eben dieses ManU und Arsenal noch die meisten Spieler aus dem eigenen Nachwuchs im Kreise der Topclubs. Die anderen verstärken sich noch deutlich häufiger auf dem Markt.

    • Martin Locher sagt:

      Top 5 in Buli oder PL sind Topklubs.

  2. Henseler F. sagt:

    Ich bin genau der Meinung von Frau Fetscherin. Ich würde mich ganz eng vom FC Basel und vor allem von Vizepräsident Heusler beraten lassen und dann gehen, wenn

    A: Das Angebot sehr, sehr gut ist
    B: Auch der FCB damit gut leben kann, dass man gut auseinander geht.

    Alles andere wäre nur dumm. Guter Blog!

  3. Hans Moser sagt:

    Zu einem Topclub wechseln ist eine Sache, da aber auch wirklich spielen wieder eine andere (siehe J.Vogel bei Milan). Von daher: lieber noch ein Jahr mit Basel Champions League SPIELEN und dann denn nächsten Schritt machen.

    • Peter Yves Meili sagt:

      Wie um Himmels willen kann man Shaqiri mit Vogel vergleichen? Shaqiri ist der talentierteste Fussballer, den die Schweiz je gehabt hat. Vogel hingegen war lediglich für ein gutes Stellungsspiel sowie Alibipässe bekannt.

  4. Gloor sagt:

    Ich denke Xherdan ist von seinen Qualitäten überzeugt und ist nicht zu übermütig auf sein kompetentes Umfeld zu hören. Folgende Faktoren dürften für ihn entscheidend sein:
    – er spielt nächste Saison CL
    – wechselt er erst in einem Jahr, wird er woanders dann ein noch höheres Gehalt erhalten als bei einem Wechsel jetzt
    – er spielt in einer der besten Basler Mannschaften seit langem (personell und fussballerisch)
    – Trainer und Umfeld setzten alles auf die Karte “Jugend”
    – er hat Mitspieler die auch seine Freunde sind, mit ihm bei den Auswahlen spielten und sich talentmässig auf Augenhöhe bewegen

    Ich gehe davon aus, dass Xherdan frühestens im Winter-Transferfenster Basel verlassen wird.

  5. Voni sagt:

    hatten Sie auch schon diesen Tagtraum, wo man sich überlegt was man alles mit dem Lottogewinn kaufen würden, denn man am nächsten Tag erhält?

    So etwa sieht die Gedankenwelt eines jungen Sportlers aus, wenn das grosse Geld winkt, und in diesem Moment verliert jeder die Rationalität. Und wenn nicht Shaqiri dann sein Berater. Und leider werden dann oft die falschen Entscheidungen getroffen, aber wer verzichtet schon freiwillig auf einen Lottogewinn, nur mit der Hoffnung in 2 Wochen nochmals einen 6er zu landen, dann aber mit Jackpot?

    • Mäsi sagt:

      Bisschen gar kurzsichtig, eine solche Situation mit einem rein zufälligen Lottogewinn zu vergleichen…

  6. Matthias M. sagt:

    Ich kann den Satz schon langsam nicht mehr hören. “Er sollte noch ein Jahr in der Schweiz bleiben”. und nach einem Jahr hört man denselben Satz nochmal und nochmal und nochmal. Und irgendwan ist der Spieler dann plötzlich zu alt um ins Ausland zu wechseln. Wieso hat man in der Schweiz immer das Gefühl, der entsprechende Spieler sollte noch abwarten, bis das Angebot eines Topklubs kommt? Wieso soll er nicht bei einem kleineren Klub in der Bundesliga oder Premier League Erfahrungen sammeln? Dort würde er jede Woche ein- oder zweimal vor 30 – 90’000 Zuschauern spielen. Und wenn er in diesem Klub die Leistung bringt, dann ist ein Wechsel zu einem Topklub schnell vollbracht. Es gibt genügend Beispiele von Spielern, die zu früh ins Ausland gewechselt haben (Burki und ev. Seferovic, Ben Khalifa). Es gibt aber auch Beispiele von Spielern, die vermutlich eher zu spät gewechselt haben und genauso gibt es Beispiele von Spielern die früh gewechselt haben und sich durchgesetzt haaben. Die Schweizer Nati und die U-21 sind voll mit solchen Beispielen (Barnetta, Ziegler, Lichtsteiner, Sendereos, Djourou etc. etc.). Ein Shaqiri würde sich im Ausland sicher durchsetzen. Vielleicht nicht grad bei ManU oder Barcelona, aber bei den meisten anderen Klubs. Nun, noch ein Jahr in der Schweiz würde ihm vermutlich auch nicht schaden. Ich hoffe einfach, dass er aus dem Bauch heraus entscheidet und sich nicht von irgendwelchen Beratern zu etwas überreden lässt, das vor allem für diese selbst die grössten Vorteile bringt.

    • Chris Castelmur sagt:

      Genau. Ich will nicht sagen, ob er noch ein oder zwei Jahre in der Schweiz spielen soll, aber wenn er geht, lieber zu einem PL oder BuLi Mittelklasseclub, wo er aber Spielpraxis bekommt und Verantwortung tragen kann. Darum geht es. Aber eben, die Versuchung, für mehr Geld in den Reserven eines DER Top Clubs zu spielen, ist halt auch gross… Mol luaga… :o)
      Alles gute für die weitere Karriere Xherdan!

  7. Mark Willi sagt:

    Beim FCB bleiben macht in meinen Augen keinen Sinn…Ins Ausland gehen und zwar so schnell wie möglich. In der Schweiz gibt es nur die Möglichkeit, zum FC Sion zu wechseln…das wäre der einzige Club, der einen Aufstieg darstellen würde

    • Saner sagt:

      Grosser Fussballkenner? Wohl ein CC Fan!

    • Teddy Baey sagt:

      Ins Ausland zu wechseln – von mir aus. Aber zum FC Sion? Haben Sie etwas sehr viel Fendant getrunken, werter Herr?
      Ich hoffe natürlich, er bleibt uns noch lange erhalten, ich freue mich an jedem Spiel über seine Art, Fussball zu spielen.

    • d. siegmann sagt:

      fc sion….? wenn schon grad zum fc winterthur!

      • Mark Willi sagt:

        Sion ist die einzige Schweizer Mannschaft die in Europa konkurrenzfähig ist! Sonst niemand!

  8. Jürg Studer sagt:

    Soll Xherdan mal die Vorrunde der CL spielen. Entweder spricht dann (fast) niemand mehr von ihm, oder aber, der aktuelle Preis (sorry, die Spieler sind ja weder Sklaven noch eine Ware) vervielfacht sich. In der CL trennt sich die Spreu vom Weizen. Aber der Kerl wird sich auch international durchsetzen. Die Klasse eines Paul Scholes (ex ManU) hat er sicher.

    • Ruedi sagt:

      Da wäre ich vorsichtig. Alex Ferguson hat kürzlich gesagt, Paul Scholes sei der beste Spieler gewesen, der je unter ihm gespielt hat. So weit ist Shaqiri wohl noch nicht. Aber ich denke auch, dass er die Klasse hat, sich längerfristig bei einem internationalen Topverein durchzusetzen.

    • DAM sagt:

      Meiner Meinung nach wurde Paul Scholes genauso unterschätzt, wie Shaqiri überschätzt wird.

    • Auguste sagt:

      hmm…, wenn shaqiri die klasse von paul scholes erreichen würde, wäre er ein grosser.

  9. herbern sagt:

    Alle die sagen, dass nur ein Wechsel zu einem Top-Klub Sinn mache, möchte ich daran erinnern,
    dass Ciriaco Sforza zuerst nach Kaiserslautern und erst von dort zu Bayern München ging und
    dass Stephane Chapuisat zuerst nach Uerdingen und erst von dort zu Dortmund ging!

    Klar sind Hannover, Mainz, Nürnberg, Köln oder auch der HSV nicht stärker als Basel, aber sie dürften Xherdan Shaqiri einen Stammplatz im grossen Schaufenster Bundesliga garantieren. Bei Bayern hingegen müsste er erst einmal an Robben, Ribery oder Thomas Müller vorbeikommen…

  10. Christianström sagt:

    Obwohl ich grundsätzlich die Vorbehalte gegenüber unüberlegten und vorschnellen Auslandtransfers wie beispielsweise bei Nassim Ben Khalifa teile, bin ich der Meinung, dass im Fall Shaqiri die Situation eine andere ist. Shaqiri hat jetzt zwei Saisons Super League und eine Champions League-Kampagne gespielt. Er ist in dieser Zeit zweimal Meister und einmal Cupsieger geworden und gehört bereits in der vergangenen Saison zu den unbestrittenen Leistungsträgern in seinem Verein. Zudem ist er bereits Stammspieler in der A-Nati und war in der Vorrunde der laufenden U21-EM in der Lage sämtlichen Spielen den Stempel aufzudrücken.

    Es ist meiner Meinung nach nicht weiter überraschend, dass im sein Umfeld rät in Basel zu bleiben – nicht zuletzt aus Eigeninteresse. Die Frage ist einfach, ob sich Shiqiri in der Schweiz wirklich noch in ähnlichem Tempo weiterentwickeln kann wie bisher. Er ist mit dermassen viel Talent gesegnet, dass er in der Super League eine gute Rolle spielen kann, ohne wirklich an die Leistungsgrenze gehen zu müssen. Doch nur das ständige Suchen und Verschieben dieser Leistungsgrenze, und nicht das bisschen Star-Spielen in der Schweiz (inklusive den ständigen Lobeshymnen von Newsnetz und dem Blick), kann ihn zu einem internationalen Top-Spieler machen. Daher steht für mich fest, dass Shaqiri spätestens nach dem zu erwartenden Basler Out in der Champions-Leauge in der Winterpause den Wechsel in die Bundesliga oder nach England zu einem ambitionierten und gut geführten Club wagen muss – allerdings nicht direkt zu einem der absoluten Megaclubs wie ManU und ähnlichen.

  11. Auguste sagt:

    hmm…, wer bei einem cl teilnehmer und in der nationalmannschaft stammspieler ist, steht nicht unter zugzwang. eine weitere saison beim fcb unter thorsten fink wäre seinem markwert kaum abträglich – im gegenteil. das einzige, was er nicht machen darf, ist zu einem mittelmässigen, ausländischen verein zu wechseln. seine spielweise kommt in offensiv ausgerichteten mannschaften, die schnell nach vorne spielen können, am besten zur geltung. die findet man eher unter den spitzen-teams.

    • DAM sagt:

      Da muss ich ihnen widersprechen. Genau das Gegenteil ist meiner Meinung nach der Fall. Shaqiri sollte zu einem Mittelfeldclub in einer Top-Liga wechseln. Dort hat er viel bessere Chancen zu Einsätzen zu kommen als bei den absoluten Top-Teams und kann sich somit an das höhere Tempo / Niveau der neuen Liga gewöhnen. Der Wechsel zu einem der ganz grossen Clubs wäre dann der übernächste Schritt.

      • Auguste sagt:

        hmm…, dam, ich denke nicht dass shaqiri auch bei einem grossen club nicht zum einsatz käme. wer ihn kauft, kauft ihn nicht wegen seines potentials – er kauft ihn, weil er ähnliche wirkung und qualität wie ein junger podolski oder robben ins spiel einer mannschaft bringt. den setzt man nicht auf die bank – der muss tore schiessen, um die ablösesumme zu rechtfertigen.

        ob es dann jemals für den ganz grossen vertrag reichen wird – wer weiss? – aber ein trainer, der so einen spieler nicht einsetzt, sollte mit seinem team besser um die meisterschaft mitspielen, sonst könnte er schnell mal in erklärungsnotstand geraten.

  12. Sepp Meier sagt:

    Ein guter Blog von Ihnen – weiter so! Weiter so! Hätte das nicht gedacht. Aber auch ich lasse mich gerne weiter von Ihnen überraschen.

  13. Franz sagt:

    Frau Fetscherin, bei allem Respekt vor Ihrer Ansicht, er solle noch zwei, drei Jahre in der Schweiz bleiben: Was bringt das dem Spieler? Was ist, wenn die Champions League für den FCB im Winter bereits Vergangenheit sein sollte? Die Super League ist einfach zu wenig gut, um ein Talent wie Shaqiri vorwärtszubringen. Bleiben bedeutet Stagnation. In den Topligen spielen schon 18-Jährige. Shaqiri ist bald 20. Er sollte bereits im Sommer wechseln, gute Angebote sind gewiss vorhanden. Gut heisst, die Aussicht auf einen Stammplatz muss realistisch sein. Naheliegend sind BL-Klubs der oberen Tabellenhälfte, auch die PL. Klar ist, dass ihm Basel das nicht gerade nahelegt. Aber es ist seine Karriere. Der Spieler muss entscheiden, ob er sich den Schritt in ein völlig neues Umfeld zutraut. Es geht ja nicht nur ums Fussballerische.

    • Hägar sagt:

      Bin eigentlich ganz Ihrer Meinung, möchte aber noch einige weitere Punkte anbringen, die m.E. bei einem allfälligen Wechsel ins Ausland in Bezug auf Nachhaltigkeit zusätzlich berücksichtigt werden müssen:

      – Konkurrenzkampf in grösseren Ligen bringt einen Spieler weiter, wenn er mit dem damit einhergehenden Druck und sonstigen schwierigen Umständen umgehen kann (Medien-Schlammschlachten, Star-Allüren, Verlockungen des grossen Geldes, mangelnde soziale Kontrolle,…). Ob Shaq mit seinen 20 Lenzen dazu bereit ist oder nicht kann wohl nur sein engstes Umfeld beurteilen. Ansonsten lauert für einen jungen Menschen in diesen Punkten durchaus auch eine Gefahr, der er hier in BS, wo sein ganzes Umfeld ist, nicht derart ausgessetzt ist.

      – Auch ein Wegzug ins Ausland (gleichbedeutend mit dem Zurücklassen genau desjenigen Umfelds, das einen Spieler vielleicht wirklich stark macht) muss nicht für jeden die nachhaltigste Lösung sein…

  14. Mano sagt:

    Das Problem eines Shaqiri-Transfers zu einem grösseren Verein wird die Ablöseforderung des FCB sein. Sorry, für einen Shaqiri 15Mio Franken zu verlangen, ist absolut hirnrissig. Welcher Bundesligaverein ausser Bayern könnte es sich leisten einen Shaqiri für soviel Geld zu verpflichten?? Für 15Mio erhält man definitiv bessere “fertige” Spieler auf dem Markt. Wäre man in Basel mit 5-7Mio zufrieden wäre es bereits was anderes. Dass die grossen Premier League Klubs keinen Shaqiri verpflichten wollen, bevor er wirklich was gerissen hat, kann ich verstehen. Man beachte: Nuri Sahin, einer der Eckpfeiler der Dortmunder Meistermannschaft, hat gerade für 13Mio von Dortmund nach Madrid gewechselt.

    • Kahn sagt:

      5 Millionen Euro – heutiger Kurs = 6 Millionen CHF ist klar zuwenig. Dzemili wechselt für 11 Millionen innerhalb Itaien.
      Ich denke der Zeitpunkt kann der SPieler nur bedingt festlegen. Wenn ein Angebot von einem Club kommt wo sich der SPieler vorstellen kann zu spielen und der FC Basel entsprechend Einnahmen hat, dann ist der richtige Zeitpunkt.

  15. Nach dem genialen Pfostenschuss von heute abend wird er zusätzliche Angebote bekommen. Xherdan weitere Jahre in der Schweiz? Ein Wunschtraum! Thorsten Fink, Alex Frei und Valentin Stocker hin oder her – Shaq needs a different attack ! (übrigens: wer selbst wieder mal Fussball spielen will – Spontacts App herunterladen)

  16. Franz Melliger sagt:

    Stimmt, die verlangte Ablöse ist wirklich ein Problem. Ausser Topclubs oder russischen Vertretern kann das niemand bezahlen. Ich hoffe schwer, dass er schlussendlich nicht bei Donezk oder dergleichen landet.

    Aber die ganz grossen Clubs sind doch noch eine Nummer zu gross für Shaqiri. Bei Bayern, Manu, Real und Co. würde er kaum Spielzeit bekommen. Am besten wäre wohl ein Club à la Leverkusen oder Wolfsburg. Guter Verein, viel Geld dank Sponsor und dennoch nicht die Leistungsdichte wie bei den Topclubs.

    Zu Sahin. Der war nur so billig, weil er eine festgelegte Ablösesumme im Vertrag hatte. Die wurde eingefügt, als er noch nicht so gut war. Ansonsten hätte der ganz sicher das doppelte gekostet.

    • Mano sagt:

      sieht man jetzt wieder: Angeblich bemüht sich die AS Roma sehr um Shaqiri, wollen 6Mio Euro für ihn bezahlen, aber Basel will 10!! Legt dem Jungen doch keine Steine in den Weg. Italien halte ich momentan für den richtigen Schritt für einen Jungen. Nicht die beste, aber eine gute Liga um sich weiter zu entwickeln. Im letzten Jahr hat Shaq nur gegen eine wirklich grosse Mannschaft gespielt und das waren die Bayern. In Italien hätte er in der Liga Gegner wie Inter, AC, Juve, Napoli, die Derbys gegen Lazio und bei der AS sind sie gerade an einem Umbruch, das wäre genau der richtige Moment für einen wie Shaqiri.

  17. SUSI Streller sagt:

    Der Final der U21 war bestes Zeugnis dafür, dass der Spieler dringend ins Ausland gehört. Ansonsten ist anzunehmen, dass weitere Spiele mit dieser extravaganten und unbeherschten Art folgen. Er ist meiner Meinung nach nicht der Typ der sich im Status Star verbessern wird. Insofern sollte er zu einem Club wo er sich kurzfristig durchsetzt aber deutlich grössere Stars vorhanden sind, um in deren Windschatten zu reifen (AS Roma). Derzeit ist der junge Mann in der Schweiz medial zu stark gehypt (nicht zu Unrecht). In der Buli, PL, SA, wäre er ein Talent wie andere auch und müsste wie alle anderen Talente in Training und Spiel an die Leistungsgrenze… nicht wie derzeit in der Schweiz.