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Die Möchtegern-Spielerfrau

Annette Fetscherin am Montag den 6. Juni 2011
Ihre Jagd war offensichtlich von Erfolg gekrönt und liess keine gesundheitlichen Schäden zurück: Spielerfrauen der Arminia Bielefeld.

Ihre Jagd war offensichtlich von Erfolg gekrönt und liess keine sichtbaren gesundheitlichen Schäden zurück: Spielerfrauen der Arminia.

An einem eiskalten Wintertag in Thun mache ich eine Entdeckung, die mir das Blut in den Adern gefrieren lässt. Eine wunderschöne Frau trägt ihren Luxuskörper zur Schau. Endlos lange Beine in fast durchsichtigen Leggins. Dazu eine schicke Jeansjacke. Wir sind im Fussballstadion bei gefühlten minus 10 Grad. Ich schlottere in Winterjacke und UGG Boots und kann ihren Anblick kaum ertragen.

Die Lady ohne Temperaturempfinden gehört der modernsten Gattung der Frauen an, die man aktuell in den Schweizer Stadien trifft. Ich nenne sie die Möchtegern-Spielerfrau. Aus ihrer Optik rennen da unten auf dem Rasen zwei Dutzend durchtrainierte Testosteronbolzen auf dem Präsentierteller herum. Einer von ihnen könnte ihr den Weg zum nationalen B-Promi ebnen und das ist es wert, dafür eine Lungenentzündung zu riskieren.

Früher war das Schema trivialer. In Fussballstadien tummelten sich nur zwei Sorten von weiblichen Geschöpfen. Da waren diejenigen, die vom Vater zum Fan erzogen worden waren und sich mit den Jahren zu wahren Expertinnen entwickelten. Mit Fanshirts voller Unterschriften mischten sie sich unter die männlichen Kollegen und fielen da nicht durch ihr weibliches Äusseres, sondern vor allem durch ihre laute Röhre auf. Dass man Fussball schaut, aber niemals totdiskutiert, während das Spiel noch läuft, haben diese Damen nie begriffen.

Angenehmer waren da schon diejenigen, die ihre fussballbegeisterten Männer ins Stadion begleiteten. Sie verstanden nichts davon, was sich auf dem Rasen abspielte. Aber sie wussten, dass es besser ist, 90 Minuten lang die Klappe zu halten. Während des Spiels verkamen sie zu Anhängseln und das völlig freiwillig. Als Gegenleistung setzte sich ihr Mann am nächsten Abend mit ihnen aufs Sofa und liess eine kitschige Schnulze von Rosamunde Pilcher über sich ergehen. Ein lohnendes Geschäft für beide Seiten.

Einen Vorteil hat die Möchtegern-Spielerfrau: Sie bringt frischen weiblichen Wind ins Stadion. Sie sieht gut aus und ist sich nicht zu schade, 90 Minuten plus Nachspielzeit dafür durchzufrieren. Eigentlich ist sie auf die knackigen Fussballerhaxen fixiert, doch so ganz nebenbei erweist sie damit den männlichen Stadionbesuchern einen grossen Gefallen. Denn, was will das Männerherz mehr, als Fussball zu schauen und ganz nebenbei die Aussicht auf endlos lange Beine in durchsichtigen Leggins zu geniessen?!

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31 Kommentare zu “Die Möchtegern-Spielerfrau”

  1. kurt abächerli sagt:

    hilfe, ein sommerloch in frauen-hand. da wünscht man sich ja fast hr. renggli zurück…

    • DaniZüri sagt:

      Einfach mal nichts schreiben tut nicht weh, Herr Abächerli. Probieren Sie’s mal.

    • dave zen sagt:

      das dann doch wieder nicht!

    • Max Power sagt:

      herr abächerli, weshalb lesen sie denn überhaupt diesen blog? sie scheinen ihr sommerloch auch füllen zu wollen, also eine win-win-situation. dieses”möchtegern-fussballfrauen”-thema musste auch mal angeschnitten werden, danke frau fetscherin.

  2. Auguste sagt:

    hmm…, nichts gegen den weiblichen blinkwinkel auf das schönste spiel der welt, aber genausowenig wie herrn blatters krisenverdrängung hinsichtlich seines korrupten saftladens (crisis – what is crisis?), verdrängt auch der blick auf die blendende form dieser spielerfrauen die aktuellen tatsachen nicht, dass die nati gegen ein bescheidenes england einen unglaublichen und wohl auch etwas glückhaften zwei tore vorsprung noch vergeigen konnte, oder dass die meisten schweizer spieler keine ahnung von geometrie haben, und sie deshalb dem ballführenden kameraden im spielaufbau abspielwinkel zumuten, für die man eigentlich das fussgelenk eines raùl, beckenbauers oder xabi haben müsste.

    vielleicht sollte der ehemalige mathe-lehrer, hitzfeld, das schwergewicht in den länderspielvorbereitungen von den runden objekten auf die eckigen verschieben und sich fragen, warum nur einer der jüngsten in der mannschaft ein tempo-dribbling gefolgt von einem präzisen, kurzen zuspiel oder schuss beherrscht.

  3. josé bütler sagt:

    hmmm … sehr interessanter blog. wie wäre es, mal die u21 unter die lupe zu nehmen, bald ist ja em.

  4. Markus Somm sagt:

    Reichlich sexistisch dieser Beitrag!

    • Auguste sagt:

      hmm…, könnte man so sehen, wären da nicht die stolz vorgeführten tops mit eindeutiger aufschrift.

      • bitta sagt:

        und wahr. wie sonst ist es zu erklären, dass bei basketballspielen, volleyballspielen in der pause immer ein paar halbnackte frauen herumtanzen, selbst wenn es um frauenvolley geht? hab jedenfalls noch nie gesehen, dass irgendwo knackige, spärlich bekleidete männer die pause füllen..

    • Winti Dave sagt:

      Oh ja! Unvergessen der Auftritt der männlichen “Beerleaders” in Winterthur! Noch nie habe ich ein ganzes Stadion so lachen sehen… Herrlich!
      Auftritt ab 1:10 sehenswert! (http://www.youtube.com/watch?v=-NMDXIOZbIU)

  5. Sascha Trabelsi sagt:

    Super interessanter Blog. Es ist sehr erfreulich das ein Mitglied des weiblichen Geschlechts endlich auf diesen Missstand aufmerksam macht: Frauen, (Spielerfrauen, Boxenluder, Ex- Missen, amtierende Missen, Assistentinnen etc..) welche es nur auf die ökonomische Potenz des Mannes abgesehen haben und diese mit zur Schaustellung Ihrer weiblichen Attribute anziehen.
    Die Chance auf ein Leben in dem kein eigenes Einkommen erwirtschaftet werden muss oder die wirtschaftliche Absicherung mit einer gezielten Scheidung ermöglicht werden kann, lässt Rocksäume höher steigen und den Push-up Umsatz bei Beldona in die Höhe schnellen. Wie können wir unsere Fussballer, Formel 1 Piloten, Spitzensportler und zukünftigen Wirtschaftskapitäne vor diesen Goldgräberinnen und Ex-Missen schützen.

  6. Arsène Grichblai sagt:

    Würden sich Männer während dem Fussball für Frauen interessieren, wir wären alle Brasilien-Fans. Get over it.

  7. hans urlich schwyzer sagt:

    fussball ist eben doch ein frauensport!

  8. tina sagt:

    1. nicht jeder weibliche fussballfan sieht aus wie ein scb fan
    2. es gibt auch sehr gut aussehende weibliche fans die etwas davon verstehen

    • Thomas S. sagt:

      zu Punkt 2: du meinst vom Frauenfussball… da gebe ich gerne zu, dass ich als Mann davon absolut nichts verstehe!

      • Kathy sagt:

        @Tina: Ziel ist wohl, dass wir Blogleserinnen verjagt werden und Annette sich alleine mit den Jungs hier vergnügen kann.

        @Redaktion: Es wäre sehr nett, wenn mal ein Kommentar von mir durchkommt.

  9. Armin sagt:

    Eigentlich wollte ich hier selten, dafür mit fachspezifisch hochstehenden Beiträgen brillieren :-)) Nun gut, diese Strategie ist für mich Laie eh energieaufwendig, für die neue Kolumnistin darf ich das Konzept zum Glück schon wieder sausen lassen und mich emotional äussern: go Annette go!! Super Schreibstil, super Schalk! Im Namen einer schweigenden Zunft: wir liiiiieben das! Lass Dich von den Läckerlis und Abächerlis nicht anmachen. Du hast mehr Fussballsachverstand als manch andere am Spielfeldrand, welche den Spieren das Mikrofon vor die Nase halten. Lass Dir von den Miesepetern, für welche sich das Spiel innerhalb 90min. plus Nachspielzeit und auf 70 x 110m abspielt, nicht die Perspektive rauben! Freue mich auf was da kommt!

    • robert holzwart sagt:

      sorry armin, aber du bist nicht wir. ich liebe das nicht, ich liebe fussball und ob hier silikonbusen, fdp-wähler, revolutionärer aufbruch zuschauen ist mir gleich. ich schaue auf den platz.

      • Armin sagt:

        tja robert, darum auch ‘…einer schweigenden zunft’ und nicht ‘…der schweigenden zunft’ 😉 hoffe, du siehst in deinem lieblingsstadion vom wurst- und bierstand aus auf den platz. btw: der mit fdp und revolutionärer aufbruch ist weltklasse!

  10. Rolf Schumacher sagt:

    Muss mal wieder ein Fussballspiel anschauen gehen, unbedingt; wegen dem Spiel versteht sich. Spiel? Ja wegen dem Spiel in viellerlei Hinsicht. Alles ist Spiel. Spielerfrau sucht Spielmann auf dem Spielplatz. Spielmann spielt abgekartetes Spielchen für dunkle Spielmänner. Spielmann spielt viel zuviel Karten, um Spielfrauen zu imponieren. Spielmann täuscht zu hartes Spiel vor und fällt. Anderer Spielmann verschiesst erschummelten Freispielball meterweit über den Kasten des Spielwarte mitten in die pochenden Herzen der Spielfrauen. Spielball fällt auf Spielball beide sind glücklich.
    Pfiff, Schluss Ende der Spielzeit, verschwitzte Spielmänner, wechseln grusige Spielleibchen, Spielfrauen weinen vor Wonne und dann watscheln die nackten Spielbrustkörbe an den durchsichtig bis aufs Bein durchgefrohrenen Leginsspielbeine vorbei, alle Spielbälle sind trotz der Kälte …..
    Spiel aus fertig.
    Homo ludens

  11. andy sagt:

    Spielerfrau ist ein moderner Beruf sowie Nageldesignerin oder Kleintier-Bäuerin.

  12. Urs Gubser sagt:

    wir wissen ja alle was diese frauen wirklich wollen. irgend einen zahlungskräftigen typen an land ziehen der dann ein halbes leben lang ihre materialistischen wünsche finanziert. ich für mich sehe wenigstens den vorteil am fussballmatch noch ein paar scharfe kurven zu sehen falls das spiel langweilig ist. 😉

  13. Hanspeter Elmer sagt:

    Es kann ja jede Frau selber entscheiden, wie sie ihr Einkommen generieren will. Wenn sie sich als Fussballerfrau prostituieren will, dann ist das ihre freie Entscheidung. Den Wenigsten ist wahrscheinlich bewusst, dass die Chance als Wanderpokal von zweitklassigen Spielern zu enden grösser ist, als eine Spielerfrau eines erstklassigen Fussballers zu werden. Es ist ein bisschen wie Lotto spielen, nur der Einsatz ist bedeutend höher.

    Anstatt mit dem Finger auf diese Frauen zu zeigen, sollte man eher mal die Moral und Ethik von gewissen Spielern ins Visier nehmen. Wenn ich da erfahren muss, dass ein John Terry die Frau eines Mitspielers beglückt oder ein Ryan Giggs während 8 Jahren ein Verhältnis mit der Frau seines Bruders hatte, könnte ich schlicht einfach kotzen. Und hätten wir in der Schweiz auch so eine aggressive Presse, würden hier genauso viele solcher Fälle ans Tageslicht kommen. So hätte die englische Presse sicher nicht locker gelassen, bis sie in Erfahrung gebracht hätte, wieso ein Domenico Pittis mitten in der Saison zum Stadtrivalen wechselt, ohne dass der Spieler oder einer der beiden Klubs eine einigermassen nachvollziehbare Begründung geliefert hat.

    Und das ist das wirklich Bedenkliche an der Sache: Dass sich gewisse Sportler nicht im Klaren sind, dass sie eine Vorbildfunktion haben. Dass man einfach alles – Entschuldigung für den Ausdruck – nageln muss, was sich bewegt und einigermassen aussieht, egal ob man andere damit verletzt und ganze Familien zerstört. Solche charakterlosen Lumpen sollte man nie mehr für eine Nationalmannschaft aufbieten und es wäre zu hoffen, dass sie auch als Werbeträger untragbar geworden sind und sich somit einen Grossteil ihrer Einnahmen ans Bein streichen müssen.

    • Pedro sagt:

      Du hast ja Recht, trotzdem ist dazu zu sagen: Es gehoeren immer zwei dazu und die Frau macht in der Regel freiwillig mit 😀

    • E.H.Roth sagt:

      Vorbildfunktion? Braucht es da nicht eine bestimmte zutat wie Hirn?

    • Bebbi sagt:

      Jetzt aber mal halblang.

      Wieso ist es verwerflich, wenn eine Frau sich einen erfolgreichen, durchtrainierten, gutverdienenden, Mann sucht (der womöglich auch noch lustig ist)? Und warum soll ein erfolgreicher Fussballer nicht eine gutaussehende Freundin haben?

      Hier von “Prostitution” zu sprechen, ist nicht nur anmassend, sondern auch komplett weltfremd. Erfolgreiche Männer haben schöne Frauen, das ist schon beinahe ein Naturgesetz, und das nicht nur im Sport. Daran können auch selbsternannte Moralapostel wie Sie nichts ändern. Mir scheint da der Neid der Besitzlosen durchzuschimmern.

      Wenn einzelne Spielerfrauen etwas dümmlich daherkommen: Dann wird es auch beim betreffenden Spieler mit der Intelligenz nicht allzu weit her sein, und dann ist das doch eine gute Kombination. Ob sich ein Spieler und seine Frau/Freundin nur sexuell verstehen oder tiefgründige Gespräche führen, das geht doch nur die beiden etwas an. Und nicht zuletzt ist Fussball Showbusiness, da passt ein wenig Glamour in der Form einer Ex-Vize-Miss doch prima hin.

      Dass Männer ihre Frauen und Frauen ihre Männer betrügen, und dass das auch mal mit dem Schwager oder mit der Frau eines Freundes passieren kann, ist ebenfalls nichts neues, und beileibe nichts, was es nur im Sport gäbe. Bei Otto Normalverbraucher interessiert es ausser den Beteiligten einfach keinen.

      Und von wegen Vorbildfunktion: Nein, für mich sind Fussballer keine Vorbilder. Sie sind Fussballer und ich liebe sie für das, was sie können: Fussballspielen. Sie sollen (als Sportler) nicht daran gemessen werden, mit wem sie ins Bett gehen, welche Musik sie hören oder welche Partei sie wählen.

      Und wenn wir grad dabei sind: Ich will den meisten Fussballern auch nicht dabei zuhören, wie sie Phrasen dreschen und sich im Dickicht der deutschen Sprache verheddern. Darum mein Vorschlag für ein Blogthema: Die unsäglichen Interviews mit Fussballern!

  14. Roman Cotti sagt:

    wunderschöne Männer tragen ihren Luxukörper lieber in der Natur zur schau… http://www.diegobarberi.com