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Für unsere Nati kanns nur ein Sturm-Duo geben

Thomas Renggli am Mittwoch den 29. September 2010
Jubeln hoffentlich auch bald gemeinsam wieder für die Nati: FCB-Topstürmer Streller und Frei (r.).

Jubeln hoffentlich auch bald wieder gemeinsam für die Nati: FCB-Topstürmer Streller und Frei (r.).

«Fussball ist ein Spiel, bei dem 22 Spieler 90 Minuten lang einem Ball nachrennen und am Ende gewinnen immer die Deutschen.» Der Auftritt von Bayern München im St.Jakob-Park hat die legendären Worte des englischen Ex-Internationalen Gary Lineker mit schmerzvoller Deutlichkeit in Erinnerung gerufen. Für einmal ist die Adhoc-Analyse des Basler Trainers Thorsten Fink auch am Tag danach noch gültig: «Wir hatten Pech.»

So ärgerlich die Basler Niederlage gegen den deutschen Meister auch war, sie könnte für den Schweizer Fussball in diesem Herbst kurzfristig positive Signalwirkung haben – falls Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld in der 18. Minute genau hingeschaut hat. Es war der grosse Auftritt von Alex Frei – mit einem Schuss, der an die besten Zeiten des Nationalmannschafts-Captains im internationalen (Klub-)Fussball erinnerte. Dieser Treffer hätte mehr verdient als auf den Papierbergen der Uefa-Statistiken als Randnotiz zu landen.

Können im Umgang mit den Medien ganz charmant sein: Streller, Frei.

Können im Umgang mit den Medien ganz charmant sein: Streller, Frei.

Freis Abschluss war grossartig. Die Vorbereitung von Marco Streller war Weltklasse. Wie der schlaksige Stürmer seinem Partner den Ball mit dem Absatz auflegte, zeugte von blindem Verständnis, perfekter Intuition und einem Gefühl fürs Spiel, das auf diesem Tempo in der Schweiz ganz selten zu sehen ist. Vor allem machte die Entstehung des Treffers klar: Nur in Verbindung mit Marco Streller verkörpert Alex Frei noch jene Klasse, die er für sich in Anspruch nimmt. Der Rekordtorschütze braucht seinen kongenialen Nebenmann, um international noch Akzente setzen zu können.

Damit ist die Frage nach der einzig richtigen Sturmbesetzung der Schweizer Nationalmannschaft fürs kapitale EM-Qualifikationsspiel in Montenegro vom 8. Oktober vorzeitig beantwortet: Neben Frei muss Streller auflaufen. Wer ja sagt zu Frei, sagt auch ja zu Streller. Missverständnisse ausgeschlossen.

Streller und Frei kennen sich seit der Kindheit.

Vertraut: Streller und Frei kennen sich seit der Kindheit.

Und noch eine andere Personalie dürfte sich für Hitzfeld gestern Abend endgültig geklärt haben – diejenige von Xherdan Shaqiri. In dieser Verfassung ist die grösste Zukunftshoffnung im Schweizer Fussball schon ein Trumpf-Ass für die Gegenwart. Shaqiris Punch, die ansatzlosen Schüsse und explosiven Rushes brachten die Bayern-Defensive immer wieder in höchste Schwierigkeiten.

Und Hitzfeld kennt zweifellos auch das richtige Rezept, um den 18-jährigen Youngstar vom «Valentin-Stocker-Virus» zu befreien. Das permanente Lamentieren und Händeverwerfen nach jeder umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung ist unnötig, unsympathisch und kontraproduktiv. Das müsste sich eigentlich schon bis an den Rhein herumgesprochen haben.

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9 Kommentare zu “Für unsere Nati kanns nur ein Sturm-Duo geben”

  1. brennio sagt:

    Das Tor war absolute Weltklasse und ich hoffe nur, die beiden ballern uns gegen Montenegro aus der Krise. Wobei ich skeptisch bin, weil die beiden so verletzungsanfällig sind.

  2. h4456treffer sagt:

    Und hinter den beiden Yakin! Hitzfeld soll mutig aufstellen. Das mit den beiden 6ern, das bringts doch überhaupt nichts. Und Inler hat Leistungsschwankungen und Schwegler fehlen noch ein, zwei Jährchen.

  3. Christian sagt:

    Auch ich bin der Meinung dass die 3 Basler Streller, Frei und Shaqiri in der aktuellen Form unbedingt zu bringen sind gegen Montenegro. Im ZM bleibt zu hoffen das Dzemaili wieder zu alter Form zurückfindet. Schwegler als auch Margairaz sind leider kein valabler Ersatz für Huggel.

  4. ball sagt:

    kurzfristig ja, langfristig nein

  5. Bebbi2010 sagt:

    Ganz meine Meinung. Und Stocker gehört ebenfalls in die Startelf! Vorne Yakin, Frei, Streller, Shaqiri und Stocker und die Schweiz punktet!

  6. Saibot Bob sagt:

    Deshalb haben sie aus ihre vielen Chancen ja auch 3 Tore gemacht…

  7. josé bütler sagt:

    gegen montenegro wünsche ich mir eine dynamische und offensive schweizer nati. obwohl ich kein fcb fan bin, plädiere ich für einen fcb-block in der offensive. auf den seiten shaq und stocker, in der mitte mit der nr. 10 yakin (fcl) oder sein legitimer nachfolger m. costanco (yb), davor die beiden stürmer frei und streller. ich appeliere an othmar hitzfeld endlich mit dem schwachsinn, zwei 6er aufzustellen, aufzuhören!!! ein quer- und rückpassspieler reicht vollkommen, ob es denn inler, dzemaili oder schwegler ist, spielt keine rolle! von einem motivator wie hitzfeld erwarte ich, dass er eine mannschaft auf den platz bringt, die kämpft, die aggressiv spielt und einen siegeswillen an den tag legt, dass man spürt, dass die jungs stolz sind, das kreuz auf der brust tragen zu dürfen! weiter erwarte ich von hitzfeld, dass er aufhört zu jammern und alles negativ zu kommunizieren, von wegen wir haben keine offensivspieler, wenn man sie, wie gegen honduras auf der bank lässt und eine angsthasenaufstellung ins match schickt, ja dann geht halt der schuss hinten raus …
    jetzt fahren wir nach montenegro, treten selbstbewusst auf und holen die ersten drei punkte, schluss und aus!

  8. Arantes do Nascimento sagt:

    mein kommentar wurde ja bereits veröffentlicht. Von wegen Fantasienamen:
    h4456treffer, ball, Bebbi2010 oder Salbot Bob sind keine offensichtlich richtige Namen.
    Und beleidigend ist das nicht, wenn ich als FCZ-Fan Fischer vorwerfe, das sein Nichtbesuch bei Basel-GC – kanns auch am Fernsehen sehen – wenig professionell daherkommt. Einen Match an der Glotze zeigt die Kameraführung des Fernsehen. Will ich ein Spiel mit allem drum und dran verfolgen, Stellungspiel der einzelnen, Aufbau der Mannschaft usw. muss ich im Stadion anwesend sein.

  9. Igor Neuffer sagt:

    Frei schadet dem Mannschaftsgefüge mehr als das er nützt. Er duldet neben ihm niemanden, ausser er stammt ebenfalls vom FCB. Seine Zeit ist schon länger abgelaufen. Er wird sich wieder verletzen, wieder ein halbes Jahr fehlen. Und somit die Qualifikation – noch mehr – gefährden.

    Aber von Hitzfeld erwarte ich nicht mehr viel Mutiges. Hier sitzt das zweite Problem.