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Existiert Klubtreue eigentlich noch?

Thomas Renggli am Samstag den 21. Mai 2011


Im Schweizer Fussball geht’s drunter und drüber. Auf wie neben dem Spielfeld. In den letzten Wochen und Monaten schalten sich je länger je mehr Nebengeräusche an der Personalfront in den sportlichen Alltag ein. Paiva zu GC. Ianu flirtet mit YB. Costanzo muss den FCB verlassen. Dafür kommt Fabian Frei zurück – bevor er mit St. Gallen (gegen Basel) den Ligaerhalt schaffen will.  Shaqiri nach Deutschland? Stocker ebenfalls? Der FCZ sortiert in der wirtschaftlichen Schadensbegrenzung zuerst Rochat und Hassli aus – und macht mittlerweile die Zusammensetzung der halben Mannschaft von der Teilnahme an der Champions League abhängig.

Im Zentrum steht eine alte, aber brandaktuelle Frage: Wie sehr hat ein Spieler den Kopf noch bei der Sache, wenn er genau weiss, dass er in der nächsten Saison einem anderen Klub dient?

Am Donnerstag platzt Urs Fischer ob der largen Einstellung seiner Spieler im Training der Kragen: «Das ist eine Katastrophe. Jeder spielt nur für sich», poltert er auf der Allmend Brunau, dass sich selbst die Wanderer im Aufstieg zum Üetliberg irritiert umsehen. «Null Ordnung. Ein Sauhaufen». Drei Tage vor dem kapitalen Spiel in Luzern verhalten sich vermeintliche Leistungsträger wie Schönbächler, Philippe Koch, Beda oder Rodriguez, als sei die Meisterschaft schon vorbei. Dabei besitzt ihr Arbeitgeber noch immer Chancen auf den wichtigsten Meistertitel der Schweizer Fussball-Geschichte (verbunden mit der direkten Champions-League-Qualifikation und Einnahmen von 25 Millionen Franken).

Liegt es daran, dass Rodriguez vom Interesse aus Möchengladbach gehört hat – oder sich Beda an seine Ausstiegsklausel erinnert, die aber nur greift, wenn sich der FCZ nicht für die Gruppenphase eines internationalen Wettbewerbs qualifiziert? Treffen Fischers Worte ins Schwarze? Denkt wirklich jeder nur an sich selber? Sind Vereinstreue und Loyalität nur leere Floskeln?

Der zahlende Zuschauer, der (etwa beim FCZ) dazu gedrängt wird, die Saisonkarte zwecks Sicherstellung der Liquidität schon im April zu verlängern, muss sich geprellt vorkommen. Er kauft eine Verpackung, deren Inhalt er erst im August wirklich kennt.

Plötzlich drängen sich andere Fragen auf: Ist für Globetrotter wie Beda oder Teixeira der FCZ mehr als nur eine Durchgangsstation zurück in die grosse Fussballwelt? Schlägt das Herz von Dudar wirklich für YB? Sind Stocker und Shaqiri nur Basler für den Moment? Meint ein Spieler das Vereinsemblem, wenn er beim Torjubel auf seine Brust zeigt – oder verweist er eigentlich auf sein Bankkonto?

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62 Kommentare zu “Existiert Klubtreue eigentlich noch?”

  1. Richi sagt:

    Das nennt man Profi-Fussball! So what?

    • roman sagt:

      anscheinend ist das noch nicht bei allen angekommen…

      btw. gibt es eigentlich noch firmentreue? lehre in einem betrieb, karriere im gleichen betrieb bis zum CEO und danach…
      oh moment, wir hatten ja vor einigen jahren einen superbanker mit einer solchen karriere…

  2. Albert Seiler sagt:

    Sobald es um einen Stellenwechsel geht, sind wir doch alle – Fussballer wie auch Normalsterbliche, Kader und Manager – Charakterlumpen. Man erledigt wohl seine Arbeit, aber grosse Projekte oder neue Geschäfte reisst doch niemand mehr vor dem Absprung an. Tschuldigung, wenn ich von mir auf andere schliesse.

    • Roli sagt:

      Absolut Herr Seiler, stimme zu. Zusätzlich zu beachten ist die verkürzte potentielle Zeit “Karriere” zu machen. Häufigere Wechsel sind in diesem Sinn nur logisch wenn wir den Vergleich zu den Normalsterblichen nochmals herbeiziehen. Und letztlich sollten wir einsehen: Von der Superleague spricht in Europa niemand, basta!

      • sepp z. sagt:

        die mehrheit der normalsterblichen angestellten kennt den begriff loyalität noch.
        in der tat aber predigt die ideologie des neoliberalismus seit 2-3 jahrzehnten die bedeutungslosigkeit aller werte ausser geld.
        (there is no such thing as society etc… thatcher)
        diese stupiden dogmen werden aber vor allem vom kader nach unten vorgelebt.
        bin mal gespannt, wenn der hinterletzte schweizer auf alle werte pfeift: auf die schweiz, auf den arbeitgeber, auf die nachbarn.. was dann noch übrigbleibt von der heutigen gesellschaft.
        nun ja. zurück zum fussball.

      • Franz sagt:

        Roli, dein letzter Satz trifft zu. Nur fragt man sich, ob es denn nötig ist, immer wieder Grossverdiener aus dem Ausland zu holen, die eben auch zur Erhöhung der Klubdefizite beitragen. Namen wurden von Herrn Renggli genannt. Die Ausbildung in der Schweiz ist anerkannt gut, besonders bei FCB, FCZ, GC, aber auch kleinere Vereine, auch in der Challenge League investieren viel. Weil die SL eine zu kleine Liga ist und viele Plätze zudem von ausländischen Spielern besetzt sind, versauern viele talentierte Junge in der Challenge League oder der 1. Liga oder gehen viel zu früh ins Ausland. Eine sehr schlechte Rolle spielen natürlich auch die geldgierigen Vermittler, die den jungen Spielern und ihren Familien den Kopf verdrehen. Der Schweizer Fussball hat ein Führungsproblem – Namen: die Bosse von FCB, FCZ und YB und der Chef der SL, Herr Isoz.

  3. Gian Müller sagt:

    Scott Chipperfield, seit 2001 beim FC Basel.
    Stocker wird sicher nicht vor Januar 2012 wechseln, da schwer verletzt. Und wenn man bedenkt, dass sein Stern 2008 aufging beim FCB und er noch ziemlich jung ist, dann kann man ihm keinen Vorwurf bei einem Wechsel machen! Schliesslich soll ejder, der das Potential und Zeug für eine grosse Liga hat, auch diese Chance wahrnehmen!
    Shaqiri ist ein Jahrhunderttalent, ihm kann man einen Wechsel nach 2 Saisons als FCB-Profi auch nicht verübeln. Denke bei einer CL-Quali wird er im Winter wohl gehen und das kann man ihm auch nicht verübeln.

    • DAM sagt:

      Meiner Meinung nach ist Stocker besser als Shaqiri, auch wenn letzterer von den Medien immer und immer wieder hochgejubelt wird. In den entscheidenden Spielen (z.B. 2mal Finalissima gegen YB) war es bisher stets Stocker und nicht Shaqiri der die Akzente setzte und genau das zeihcnet einen grossen Spieler eben aus.

  4. Geni Meier sagt:

    Dass die Spieler ihre eigenen Interessen wahrnehmen ist recht. Die Clubs scheren sich einen Deut um Spieler, die aus Verletzungsgründen Leistungseinbrüche zeigen oder die Karriere gar abbrechen müssen. Während eines Spiels für den aktuellen Club geben die Spieler – auch im eigenen Interesse – sicherlich das Beste, wie ein “normaler” Arbeitnehmer auch.
    Die hauptsächlichen “Brandstifter” und Unruheherde sind die Spielervermittler.

    • Diniss sagt:

      Das stimmt nicht uneingeschränkt. Die Clubs schauen schon zu ihren Spielern, auch wenn sie verletzt oder lange krank sind. Beispiele? Ivan Ergic beim FCB oder Yassine Chikhaoui beim FCZ. Die beiden Spieler haben ihren Clubs lange Zeit krank oder verletzt gefehlt, und trotzdem wurden sie nicht abgeschoben.
      Aber ich gebe Ihnen Recht, die Spielervermittler oder andere Einflüsterer sind die Brandstifter

  5. micha sagt:

    Sie vermischen wie häufig verschiedene Dinge. Super-League Klubs, selbst Spitzenklubs, können für ambitionierte und gute junge Fussballer nur Durchgangsstationen sein, auf dem Sprung in eine Spitzenliga. Vom Charakter her ist die Super-League eine Ausbildungsliga. Das Problem ist, dass das Karussell viel zu schnell dreht, und viel zu früh und häufig gewechselt wird.
    Verschiedene Faktoren tragen dazu bei: Die kurze Einkommenszeit für einen Fussballprofi, die instabile Vertragssituation seit dem Bosman-Urteil, die häufig amateurhafte Klubführung mit Trainerwechseln und überzogenen und wenig nachhaltigen Ansprüchen. Ganz schlimm in diesem Zusammenhang ist auch der Einfluss der Spielerberater, der häufige Klubwechsel aufgrund des Bezahlmodells favorisiert. Schliesslich gehört auch eine massive Selbstüberschätzung vieler junger Spieler dazu, die als halbfertige Fussballer einfach noch nicht reif sind für eine Spitzenliga.
    Ein Spieler wie Texeira hat effektiv Chancen in einer Spitzenliga, die vielen FcZ Jünglinge dagegen sollten erst mal stabile Leistungen über zwei drei Saisons zeigen, bevor an einen Wechsel ins Ausland nur zu denken ist. Viel zu viele begabte Fussballer sind am verfrühten Auslandwechsel gescheitert bzw. zerbrochen, und sind bestenfalls als Durchschnittsspieler wieder zurückgekommen.

    • pedrito sagt:

      Ich bin nicht ganz der Meinung, dass junge Spieler zu frueh ins Ausland wechseln. Ich denke hier gibt es kein “Patentrezept”, sondern das ist individuell zu sehen. Einige sind zu frueh dran, andere jedoch nicht. Meiner Meinung nach kommt hier das Spruechlein: was Haenschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, zur Anwendung. Grundsaetzlich sollten schon junge Spieler an das hoechste Niveau gefuehrt werden. So wie bei uns “Normalos”, ist es doch auch bei Fussballern. Einige machen nach der Schule oder der Lehre weiter, andere arbeiten zuerst und beschreiten danach einen weiteren Bildungsweg. Und… seien wir doch ehrlich, wenn du 10x so viel verdienen kannst ist das ja auch verstaendlich.

  6. bruno sagt:

    ist doch wohl klar, dass jedermann/frau für einen anfänglichen stellenwechsel nur die kohle gilt…also ich würde auch meinen job wechseln, wenn ich das mehrfache meines jetzigens salärs verdienen könnte…liegt doch in der natur des menschen, vor allem bei sportlern..

  7. Rolf Basel sagt:

    Was hat dieser Artikel in der BaZ zu suchen?! Frei, Huggel, Streller…da habt ihr eure Clubtreue, die würden nicht mehr wechseln auch wenn es Premier League wäre. Lieber in Basel eine Ikone, als ein Durchschnittsspieler in England.

    Newsnetz ist zu zürichlastig.

    • bruno sagt:

      frei, huggel, streller ! da hat sich ja nur frei duchgesetzt…die beiden andern waren doch nur mittläufer 2ter wahl

    • Marc sagt:

      Die genannten Spieler haben ja auch “Rentenverträge”. Im Ausland nimmt die keiner mehr und in der Schweiz kriegen sie nirgens einen besseren Vertrag. Da ist Klubtreue einfach!

    • n.v. sagt:

      Frei, Huggel, Streller bei Basel, = Win Win Situation. Die Spieler sind zufriedenstellend entlöhnt, in Basel fühlen sie sich wohl, in Basel dürfen Sie spielen, in Basel sind Sie Leistungsträger, was wiederum dem FCB sportlich nützt. Ein Auslandtransfer dieser Spieler lohnt sich nur in eine Spitzenliga. Dort sind sie Ausländer, müssen also besser als Einheimische sein. Dies führt zu Leistungsdruck, kann zu verkrampfter Spielweise führen, dann auf die Ersatzbank. Der Spieler fühlt sich nicht mehr wohl, im Ausland einsam und verlassen, die Spieler geraten ausser Form und stehen unter Kritik. Die Spieler müssen gewichten, will ich eine Situation wie in Basel oder ausserordentlich viel Lohn, dafür Unzufriedenheit als Risiko. Bei diesen Dreien, ist der FCB die beste Lösung!

      • Sandra Borner sagt:

        Ich bin FCB-Fan, aber diese Aussage ist lächerlich – waren doch alle u.a. schon in der Bundesliga tätig 🙂 Jetzt sind sie “alt” fürs Fussball-Geschäft und können gar nirgends mehr hinwechseln… Im Gegenteil, Huggel sollte ans Aufhören denken und auch Streller und Frei werden ihre Karriere beim FCB beenden…
        Für die Jungen ist es toll, können sie sich beim FCB durchsetzen – nur ist dann auch klar, dass sie den Sprung ins Ausland wagen…
        Spielt man bei einem Team wie Xamax oder Bellinzona, ist ja wohl auch klar, dass man gerne in einen Verein in der Schweiz wechseln möchte, der z.B. international spielt und wo man auch mehr verdient…
        Ist man beim Verein verwurzelt, weil man auch in der Region gross geworden ist, die Ausbildung absolviert hat und schon als Kind Fan war, ist das Herz ganz bestimmt auch nach einem Wechel noch dort verankert…

    • Geni Meier sagt:

      “…..die würden nicht mehr wechseln”.Das ist ja wirklich ein Fasnachtsscherz!! Die drei wissen genau, dass sie nur in der Schrottliga der Schweiz eine Chance haben und sonst nirgends mehr!

    • DAM sagt:

      Sie bezeichnen allen ernstes Frei als Vereinstreu. Jener Fei also der gefühlt schon bei der Hälfte aller ASL-Clubs, sowie in Frankreich und Deutschland spielte? Ausserdem bin ich der festen Überzeugung, dass bei anderen Stärkeverhältnissen (fussballerisch, vor allem aber auch wirtschaftlich) Frei sofort bei einem anderen Club unterschreiben würde.

      • Kahn sagt:

        Diese Aussage kommt von Dir und nicht von Ales Frei. Er hat eine super Karriereplanung gemacht. In der Schweiz gross geworden, Aporten abverdient, dann nach Frankreich / Rennes , dann nach Deutschland BVB und nun in die Schweiz zum FCB. Und Du unterstellt ihm dass er nicht Clubtreu ist oder sonst was. Zuerst denken, dann schreiben. Danke.

  8. Marc sagt:

    Ein Fussballer hat 10 – 12 Jahre Zeit sein Geld zu verdienen um für sein Leben abgesichert zu sein. Er hat nur ein finanzielles Interesse. Möglichst hoher Grundlohn und dazu Prämien. Eine Teilnahme an einem lukrativen Wettbewerb oder ein Aufgebot in die Nati sind daher fast zwingend um finanziell erfolgreich zu sein. Diesen Ansprüchen wird ein Spieler logischerweise alles andere unterordnen. Wenn er die Chance hat woanders mehr zu verdienen oder aber er die Möglichkeit sieht bei einem anderen Club bessere Chance der fussballerischen Entwicklung zu haben, wird er diese immer wahrnehmen. Er unterscheidet sich im Karrieremodell nicht von einem Investmentbanker! Loyalität endet meist bereits am Ende der Vorstellungspressekonferenz eines neuen Vertrages. Ist das durch, steht das Eigeninteresse schnell wieder im Vordergrund. Ausnahmen bestätigen die Regel!

  9. S.Frei sagt:

    Untreue ist ja vorallem in Zürich verbreitet. Schaut mal nach Basel. Oder zum BvB. Allein schon der Artikel über Zürich als bedeutenste Fussballstadt der Schweiz.( Überraschenderweise nachdem sich Basel im Meischterschaftsrennen wieder besser positioniert hatte). Was für eine blau-weisse gefärbte Story^^

    • Walti sagt:

      Welch ein komischer Kommentar. Ist der etwa aus Basel???

    • pedrito sagt:

      ich kenne die Situation ja nicht genau in Basel, moechte jedoch die Behauptung aufstellen, dass Basel die besten Loehne bezahlt in der Schweiz, da ist es ja nur logisch, dass Spieler gerne in Basel bleiben bzw gerne zu Basel wechseln. Wenn man mehr als 10 Jahre zurueckschaut ist auch in Basel die Klubtreue nicht ausgepraegter gewesen, wie bei anderen Klubs, auch wenn ein Maissen oder Tanner laenger dort gespielt haben, was aber auch in Zuerich der Fall wahr.
      Es ist doch einfach eine Zeiterscheinung. Und das gilt auch fuer einen BvB. siehe Sahin.

      • Kahn sagt:

        Gebe Dir recht. Ein Spieler muss nicht die ganze Karriere beim selben Club spielen, so wie wir heute nicht mehr 40 Jahre bei der gleichen Firma arbeiten. Die Zeit hat geändert, jeder hat ein Recht zu tun und zu spielen wo er will. Und trotzdem, Spieler wie Streller, Frei, Huggel welche aufgewachsten sind (es gibt sicherlich auch in anderen Vereinen solche Beispiele) kommen oft gerne zu Ihren Wurzeln zurück.

    • Egli sagt:

      Was hat denn Basel sportlich zu bieten ausser einem Fussballclub?

      Zürich hat 2, noch 2 Handballclubs, ein Unihockeyclub, ein Eishockeyclub und ein Frauenvolleyballclub die alle Spitze sind!
      Da verteilen sich halt die Zuschauer…

      • MIchi Schmid sagt:

        So ein Mist! Basel und auch YB haben mehr Zuschauer als alle von DIr genannten Vereine Zusammen, dabei selber zusammen nicht annähernd so viele Einwohner. Und Bern hat auch noch den SCB…
        Der Fussball ist in Zürich einfach nicht in gleicher Art verankert, durch alle Schichten, wie in Basel, da kannst Du noch so oft von American Football und anderen “Zuschauermagneten” reden.

  10. n.v. sagt:

    Wir leben im Heute. Heute gilt Angebot und Nachfrage sowie aus Sicht der Clubs, ‘nur die Leistung zählt’. Keine Leistung- der Spieler wird wie eine Ware aussortiert. Die Clubs sind heute Wirtschaftsunternehmen im Unterhaltungsbereich. Der Club ist dem Spieler nicht treu, warum soll der Spieler dem Club treu bleiben, zudem ist das Verfalldatum eines Spielers in etwa nach 10 Jahren. Ich verstehe die Clubs und die Spieler, wenn beide innert Verfalldatum das Beste für sich rausholen wollen. Seltene Ausnahmen bestätigen die Regel.

    • sepp z. sagt:

      oft genug gehört ein sogenannt lokal verankerter club einem drogenhändler oder mafiaboss aus einer russischen republik oder sonstwem dieses formats. man kann die klubs in der tat mit wirtschaftsunternehmen vergleichen.
      von den spielern da grosse ethische statements und engagements zu verlangen, wäre wohl etwas viel verlangt. nicht zuletzt auch, weil fussballer nicht als die grossen intellektuellen und denker gelten…

  11. Walti sagt:

    Ob Zürich, Basel oder YB. Klubtreue gibt es schon lange nicht mehr. Geld regiert auch den Fussball. Leider!!!!!!

  12. Peter sagt:

    Warum ist es erstaunlich, wenn Sportler das machen, bei gewissen Kaderleuten ist das doch normal… Da wird mit Kündigung gedroht, sobald man ein Promille weniger Bonus bekommt als bei der Konkurrenz – und die Firmen nicken und bestätigen, dass die teuersten Mitarbeiter die Besten sein müssen…

  13. Andreas sagt:

    Rengglis Fragestellung ist genauso naiv wie viele Kommentare hier. Profi-Fussball ist schon lange Teil der Unterhaltungsindustrie. We sich wundert, dass sich Profis dementsprechend verhalten, ist, wie gesagt, einfach naiv.

    • René Baron sagt:

      Im Gegensatz zu von Einzelkämpfern dominierten Unterhaltungsindustrie reüssiert erfolgreicher Fussball je länger je mehr NUR noch durch die Mannschaftsleistung (Auch ein Messi wäre nichts ohne seine ebenfalls auf seinem Niveau spielenden Kollegen). Der Vergleich mit der Unterhaltungsindustrie hinkt somit und liegt vermutlich nur deshalb bei Vielen Lesern auf der Hand, weil es halt einfacher ist einzelne Spieler zu diskutieren als ganze Mannschaften – dieser Blog inklusive …

  14. Lukas Rau sagt:

    Preisgekrönter Essay zum Thema von Richard Reich, der jahreland für die NZZ eine Sportkolumne geschrieben hat: “Elf Fremde müsst ihr sein”, in seinem Buch Ovoland. Auch sonst ganz unterhaltsam, das Buch. Zwar schon zehn Jahre her, aber aktueller denn je.

  15. Dens Rott sagt:

    Ich finde es schade das Ricardo Cabanas nicht erwähnt wurde. Er ist der Inbegriff für Club Treue!

    • Anja sagt:

      Na gut aber auch nur weil er sich in Guingamp keine Vertragsverlängerung bekam oder sich nicht komplett durchsetzte sonst würde das wohl auch anders aussehen. 😉

      Ach was heisst Clubtreue? Wie lange dauert sowas? Müssen es 18 Jahre sein, die mit Höhen und Tiefen durchlebt wurden wie bei Holger Stanislawski, oder das Urgestein Thomas Schaaf in Bremen? Ich freue mich wenn der Nachwuchs sich im heimischen Team durchsetzt und dann nach gereifter Zeit den Club ins Ausland verlassen kann um dort neue Impulse und neue Eindrücke zu lernen. Wenn dann später eine Konstellation entsteht wie sie gerade bei Basel der Fall ist, dann würde ich sagen, dass macht einen Teil der Clubtreue aus und wer weiss welcher Spieler irgendwann wieder bei Basel oder sonstwo in ihrem Jugendclub wieder auftaucht.

      • Sigi Tobler sagt:

        Clubtreue in Sachen Cabanas beudetet für mich, dass er sich trotz eines finanziell besseren Angebotes vom FCZ, für eine rückkehr zu GC entschieden hat und somit nicht um den Titel spielen konnte.

  16. Auguste sagt:

    hmm…, clubtreue fängt mit der vertragslaufzeit an und hört mit ihr auf. mehr kann unter profis (club und spieler) realistischerweise nicht verlangt werden – weniger ist schlichtwegs unprofessionell.

  17. Roland Külling sagt:

    Warum sollen sich Fussballer anders als Manager verhalten?

  18. René Baron sagt:

    Spieler wie Windfahnen sind für jeden Club zu teuer. Drum – als Scout und Sportchef würde ich vor allem jetzt ganz genau hinschauen und mich für die nächste Saision vor allem mit Spielern umgeben, denen ich vertrauen kann, nicht nur Spass im Job sondern vor allem Spass am Spiel zu haben und deshalb bereit sind, im Team etwas auf die Beine zu kriegen, was nur längerfristig in einem stabilen Umfeld zu erreichen ist. Hütchenspiele bringen nur den Einzelspieler voran, aber kein herausragendes Team hervor.

    • n.v. sagt:

      @Lieber René, dies ist leider nur Theorie und nicht realisierbar.

      • René Baron sagt:

        Barcelona und Dortmund beweisen das Gegenteil !

        • n.v. sagt:

          Auch bei Barcelona und Dortmund bleiben die Spieler nicht nur aus Spass. Beispiel Barcelona, mit Geld lässt sich alles erkaufen, indem man beispielsweise dem Spieler langfristig eine finanziell abgesicherte Perspektive vertraglich zusichert. Das ist erkaufte Klubtreue, nicht ‘wirkliche’ Klubtreue, von dem in diesem Blog gesprochen wird.

          • pedrito sagt:

            Die einzige Konstante ist die Veraenderung! Und: Ausnahmen bestaetigen die Regel!
            Da haben wir alles… 😉

  19. roger sagt:

    Scott Chipperfield “fussballerisch” ein Vorbild in jeder Beziehung (jedenfalls soweit ich das aus der Ferne beurteilen kann)

    • Sandra Borner sagt:

      Scott Chipperfield ist top! 10 Titel in 10 Jahren – und auf dem Platz immer ein Vorbild und Kämpfer! Nicht umsonst ist er in Basel einer der bliebtesten Spieler – da kann Alex Frei noch soviele Tore schiessen, das wird ihm nie gelingen – diese Verbundenheit der Fans zu einem Spieler sind aussergewöhnlich! Gänsehaut-Feeling pur als er nach einer langer Verletzung gegen Ende des Spiels eingewechselt wurde und sich das GANZE Joggeli von den Stühlen erhob, um zu singen und klatschen…

  20. Gerhard Tubandt sagt:

    Ich finde diesen Blog ebenfalls sehr naiv. Klubtreue gibt es plus-minus seit Uwe Seelers Zeiten nicht mehr. Natürlich spekulieren junge, talentierte Schweizer auf einen Wechsel ins Ausland. Das aber hat auch die Nati weiter gebracht. Denn wenn alle Schweizer immer in der heimischen Gurken-Liga geblieben wären, hätten sie sich auch nie steigern können. Ich finde persönlich, dass ein talentierter Spieler auch danach streben sollte weiterzukommen.

  21. Marash sagt:

    was heisst hier nur in der Schweiz? Die ganze Clubwelt leidet doch unter dem “Hü-Hott, heute hier morgen dort”-Syndrom, das uns die Gesellschaft diktiert… die Untreue der Fussballer zu Clubs widerspiegelt nur unsere Zeit: Hektik, Unverbindlichkeit, Schnelllebigkeit… irgendwann wird sich der Mensch hoffentlich wieder auf das Wesentliche im Leben besinnen…

    • Franz sagt:

      Genau. Häufig stellen sich diese Klubwechsel nicht mal kurzfristig als erfolgreich heraus. Beispiele: Elmer, Esteban, Seoane, Zambrella, Seferovic, Ben Khalifa, Hochstrasser, die Reihe liesse sich endlos verlängern. Grossklubs v.a. in England und Italien sind doch völlig frei von Moral, dafür ist Geld in rauen Mengen vorhanden. Die holen Jahr für Jahr Dutzende sog. Talente im Bewusstsein, dass sich dabei von 20 jungen Spielern im besten Fall einer durchsetzt. Das kommt immer noch günstiger, als 40 Mio. für einen “fertigen” Star auszugeben. Wer auf der Strecke bleibt, und das sind fast alle, wird entsorgt. Viele Klubwechsel geschehen aus rein kurzfristigen finanziellen Überlegungen und sind deshalb eigentliche Karrierekiller.

  22. Franz Melliger sagt:

    Das Wort Untreue ist viel zu negativ in diesem Zusammenhang. Wieso sollte ein Spieler, der das Talent für eine bessere Liga hat, diese nicht nutzen?
    Messi wäre auch nicht zum derzeit besten Fussballer geworden, wenn er Zeit seines Lebens in seinem ersten Club in Argentinien geblieben wäre. Dies gilt auch für alle anderen Stars. Manche Fans hätten Elber vermutlich bis zum Karriereende in Zürich sehen wollen. Aber kann irgendjemand sagen, dass es nicht die richtige Entscheidung war, in die Bundesliga und später nach München zu wechseln? So hat der Mann grossen Erfolg und grossen Verdienst erlangt. In Zürich zu bleiben, wäre doch dunn und Talentverschwendung gewesen.

    Die meisten Journalisten beginnen übrigens auch nicht mei Tagi, NZZ o.ä. Sie schreiben für kleine Provinzblätter. Und wenn dann plötzlich das Angebot des TA kommt, sind sie selbstverständlich schnell weg. Vielleicht ist auch der gute Herr Renggli seiner ersten Zeitung/Zeitschrift nicht immer treu gewesen?

    Wieso von Fussballern, die ohnehin eine viel kürzere Karriere haben, etwas anderes erwarten? Über Vereinstreue kann man von mir aus sprechen, wenn einer ohnehin unglaublich viel verdient und zudem auch Chancen auf höchsten sportlichen Erfolg hat. Wenn also jemand bei Barca spielt, so kann man als Fan m.E. Vereinstreue erwarten. 😉

  23. Debi sagt:

    Clubtreue
    Messi:)

  24. DAM sagt:

    Vereinstreue? – Ja, die gibt es noch: Giggs, Scholes, Casillas, Totti, Buffon, Del Piero, Gerrard, Xavi um einige zu nennen, die mir auf Anhieb einfallen. Dass alle bei “grossen” Clubs spielen istwohl kein Zufall.

  25. Mägge sagt:

    Solange es im Portemonaie stimmt bleibt jeder Spieler seinem Club treu. Aber Hand auf’s Herz, wenn ich bei meinem Arbeitgeber z.B. CHF 240’000 im Jahr verdiene und an einem anderen Ort für den gleichen Job CHF 1’200’000 bekomme, wer würde da nicht Wechseln? Geld regiert die Welt, auch die Fussballwelt! Ausnahme Scott Chipperfiled

  26. Mäsi sagt:

    Da Blatt laesst sich auch wenden: Die Clubs lassen genauso ihre Spieler fallen, wenn die Leistung nicht mehr stimmt oder er nicht mehr ganz ins Konzept passt (z.B. Lambert beim FCL, Raul, der bei Real abgeschoben wurde, Rintannen, der die Flyers verlassen muss – all diese Spieler haetten Clubtreue gezeigt! Um ein paar Beispiele zu nennen… oder denkt mal an die armen Spieler/Trainer in Sion…).

    Fuer mich bedeutet Clubtreue, wenn es fuer einen Spieler auf entsprechendem Niveau ‘nur einen Club’ gibt. Wenn einer im Ausland neue Perspektiven sieht, gibt es keinen Grund, diese nicht anzunehmen – einer derartigen Chance trauert man sonst ewig nach. (Welches Alter dazu ideal ist, ist ein anderes Thema.)
    Starke Spieler, die im Herbst ihrer Karriere wieder zu ihrem Stammverein wechseln, finde ich sehr sympathisch. Wenn aus finanzielle Gruenden Spieler den Verein wechseln muessen, kann durchaus ‘neue Clubtreue’ entstehen. Im Endeffekt ist es auch Aufgabe des Vereins, dass sich der Spieler mit dem Verein identifizieren kann. Wenn der Spieler sieht, dass er nur als ‘Asset’ angesehen wird, kann er sich unmoeglich mit dem Verein identifizieren und es wird wohl kaum zu Clubtreue kommen. Vieles hat auch mit der Identifikation in der Region zu tun – wieso nicht wieder in der Region spielen, wo man seine Freunde hat, wo man aufgewachsen ist?

    Allgemein sollte das Thema differenzierter betrachtet werden. Renggli’s pauschalisierende Beispiele bringen nichts. Jeder Fall ist anders und Paradebeispiele fuer Clubtreue sind fuer mich Lustrinelli (er wollte zu Bellinzona, obwohl in der FCL haette behalten wollen), Nuzzolo (der hatte einige Interessenten), Esteban (der die Challenge League bei Servette der SL vorzieht und denen nun womoeglich zum Aufstieg verhelfen kann), Renggli (kam zurueck, als der FCL wieder in der SL spielte), Frei [auch wenn ich ihn nicht mag] (nahm Lohneinbussen in Kauf, obwohl er in der BL noch gut haette mithalten koennen).

    Bei Top-Vereinen von Clubtreue zu sprechen, ist fast ein Witz… Wahre Clubtreue zeigt sich, wenn’s dem Verein schlecht geht.

  27. andy sagt:

    Auf Island wird Klubtreue noch Grossgeschrieben, obwohl die Vulkanausbrüche nicht unbedingt entwicklungsfördernd sind.
    Auch Red Star Zürich ist ein gutes Beispiel, die tragen den roten Stern auf dem Herzen und nicht auf der Zunge.

  28. Franz Melliger sagt:

    @ Mäsi

    “Fuer mich bedeutet Clubtreue, wenn es fuer einen Spieler auf entsprechendem Niveau ‘nur einen Club’ gibt. Wenn einer im Ausland neue Perspektiven sieht, gibt es keinen Grund, diese nicht anzunehmen – einer derartigen Chance trauert man sonst ewig nach.”

    Genau so sehe ich es auch. Es ist nicht schwer, bei Barca dem Club treu zu bleiben. Als Talent bei einem Super League Club sieht das aber schon etwas anders aus. Wer da ernsthaft diese völlig unterschiedlichen Situationen miteinander gleichsetzt, der hatte wohl einfach gerade kein besser Thema zur Hand. Oder will einfach provozieren, wer weiss.

    • DAM sagt:

      @ Ich stimme mit der genannten Definition nicht ganz überein.
      Für mich bleibt ein wirklich treuer Spieler bei seinem Club, ganz egal was passiert. In diesem Zusammenhang sind vor allem ein Spieler wie Del Piero erwähnenswert, die für sein Juventus sogar in der Serie B gespielt hat.
      Weiter beeinhaltet Clubtreue für mich eben auch, dass die eigenen Interessen ein Stück weit hinter die Interessen des Clubs zurückgestellt werden. Hier ist Totti ein gutes Beispiel, der immer bei der AS Roma geblieben ist und sich somit wohl selbst die Chance genommen hat einmal einen internationalen Clubtitel zu gewinnen.

      Abschliessend möchte ich auch noch festhalten, dass es überall, unabhängig vom Niveau, Spieler gibt, die von treue überhaupt nichts zu halten scheinen (Tevez wechselte von ManU zu ManCity, Neuer wird zu den Bayern wechseln (und hat dafür sogar eine Ohrfeige eines Schalke-Fans kassiert))

      • Mäsi sagt:

        Gerade wie ich Clubtreue verstehe, wuerde ich die auch einem Neuer attestieren. Dass er bei einem Wechsel einen weiteren Schritt machen kann, ist offensichtlich – und ein wenig Egoismus finde ich absolut in Ordnung.

        Ueberspitzt gesagt, muesste dann gemaess deinem Verstaendnis von True ja jeder Fussballer bei seinem Lokalverein bleiben. Dann waere ein Zanni ewig beim SC Buochs geblieten. Ein Spieler hat im Herbst und nach seiner Karriere die Moeglichkeit, seinen ‘Verein der Treue’ zu unterstuetzen/helfen.
        Spieler X ist z.B. bei seinem Lieblingsverein in der Challenge League, verdient jedoch kaum was und arbeitet noch 50%. Jetzt kommt ein Verein, der dir ein vielfaches des Bisherigen bezahlt und du kannst zudem gegen attraktivere Gegner spielen. Du koenntest dein noch-Hobby zum Beruf machen. Wuerdest du sowas rein aus Klubtreue ablehnen?

        Jene Clubtreue, die du ansprichst, das sind fuer mich bereits ‘Club-Legenden’ oder ‘Clubfiguren’. Deine genannten Beispiele finde ich sehr gut und rechne das diesen Spielern hoch an. Jedoch spielen die bei Vereinen, von denen sie wissen, dass sie die Tradition kaum fallen laesst und bald wieder mit internationalen (Teil-)Erfolgen zu rechnen ist. Auch hat glaub Del Piero bereits einen CL-Titel gefeiert. Haette er gleich gehandelt, wenn er sich damit diese Moeglichkeit verbaut haette?

        Grundsatzlich muss man Fall zu Fall fuer sich beurteilen. Wieso wechselt jemand? Wieso will jemand bleiben? Etc…

  29. Franz Melliger sagt:

    Gerade Neuer als Negativbeispiel hinzustellen, finde ich nicht korrekt. Wie lange war er denn bei Schalke? Zählt es denn nichts, wenn einer während ca. 10 Jahren treu war? Nur weil er einfach in einem Club spielen möchte, der um die Meisterschaft und in der CL spielen will, kann man doch nicht sagen, er halte gar nichts von Treue.
    Vielmehr war er sehr lange bei Schalke, wenn man bedenkt, wie talentiert er ist. Die wenigsten Spieler bleiben so lange bei einem Club wie er. Tevez kann ich ja gelten lassen, aber wie man Neuer zum Paradebeispiel für Untreue hochstilisieren möchte, bleibt mir schleierhaft.

    Totti ist allerdings ein sehr gutes Beispiel für einen Spieler, der offensichtlich wirklich mit seinem Club verheiratet ist. Del Piero etwa konnte sich den Abstieg schon leisten, da er ja ohnehin alles gewonnen hat. Ähnlich wie bei Gerrard, der ja selbst sagte, er bliebe bei Liverpool, wenn sie die CL gewinnen würden. Da fällt es natürlich etwas leichter, wenn man sowohl sportlich als auch finanziell alles erreicht hat.

    Zum Schluss möchte ich noch anfügen, dass Club-Treue in meinen Augen ohnehin etwas überbewertet wird. Ist ein Totti etwa das bessere Vorbild als Neuer, nur weil Ersterer nie den Club gewechselt hat? Oder anders gefragt, würde man einen Vorgesetzten mehr respektieren, wenn er noch nie in einer anderen Firma gearbeitet hätte? Meiner Meinung nach kann man da nicht so pauschalisieren. Totti etwa ist für mich ein völlig unsympathischer Typ (Treter, Spucker) und kein gutes Vorbild. Er mag seinem Club treu geblieben sein, aber man darf das nicht zu sehr glorifizieren. Möglicherweise ist ihm halt sein privates Umfeld oder was auch immer extrem wichtig (anscheinend können er und seine Mutter ja nicht voneinander getrennt sein…).
    Zum einen also wissen wir nie genau, wieso jemand immer bei seinem Club bleibt. Und zum anderen ist es für mich ohnehin kein Qualitätsmerkmal per se, nur weil jemand “clubtreu” ist. Es spielen da zu viele Faktoren mit als das man pauschalisieren könnte.