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Hilft nur Repression gegen Fan-Gewalt?

Thomas Renggli am Mittwoch den 11. Mai 2011

Wenn heute Abend der FC Zürich den Erzrivalen aus Basel empfängt, werden unweigerlich die Erinnerungen an den 13. Mai 2006 wach. Damals feierte Zürich dank Filipescus Tor in der 93. Minute das spektakuläre Comeback – und den ersten Meistertitel nach 25 Jahren. Der Showdown im St.-Jakob-Park ist aber auch als «Schande von Basel» in die Geschichte eingegangen. Frustrierte FCB-Fans lösten noch auf dem Platz schwere Krawalle aus, verhinderten die geordnete Pokalübergabe – und entfachten eine grosse Debatte über Gewalt und Sicherheit in den Super-League-Stadien.

Ein Thema, das aktueller ist denn je – wie praktisch jedes Wochenende mit ernüchternder Deutlichkeit sichtbar wird. 5. März 2011: Nach dem Auswärtsspiel gegen die Grasshoppers verprügeln YB-Fans im Extrazug nach Bern fünf Transportpolizisten und nötigen diese, in Langenthal auszusteigen. 3. April: Ein Anhänger des FC St. Gallen wirft in Schlieren eine Petarde aus dem Fan-Zug und verfehlt einen Kinderwagen nur knapp. Ein Vater und sein Baby müssen ins Spital. 1. Mai: Nach der Jahrhundert-Pleite in Neuenburg randalieren St. Galler Fans in der Maladière – reissen Stühle aus der Verankerung und schleudern sie aufs Spielfeld.

Diese zufällige Aufzählung spiegelt eine bedauernswerte Tatsache. Die Gewaltexzesse im Umfeld von Super-League-Spielen haben in dieser Saison stark zugenommen. Gegenüber der SonntagsZeitung sagt Marco Cortesi, der Medienchef der Stadtpolizei Zürich: «In der ganzen Rückrunde der Saison 2009/2010 kam es zu Sachschäden bei acht Spielen. In der selben Periode dieser Saison sind es schon doppelt so viel – vier Runden vor Schluss.»

Die Erklärungsversuche der Vereinsverantwortlichen tönen immer gleich: «Bei den Randalierern handelt es sich um eine kleine Minderheit, die den Fussball als Ventil missbraucht – und ihre Gewaltbereitschaft auch an anderen Massenveranstaltungen auslebt.»

Sind die wöchentlichen Ausschreitungen also ein Missstand, der als gesellschaftliches Problem bezeichnet werden muss, dem die Vereine hilflos ausgeliefert sind? Kaum. Klubs und Liga kennen ihre Kundschaft – sie hätten die Möglichkeit, mit rigoroseren Kontrollmechanismen die «schwarzen Schafe» vom Stadion fernzuhalten und auch am Gang zu den Auswärtsspielen (bzw. der Fahrt im Extrazug) zu hindern. Die heiss diskutierte Einführung des «Fan-Passes» zur Registrierung der Matchbesucher wird wohl eher früher als später umgesetzt werden. Denn das von den Fans immer wieder beanspruchte Recht auf «Selbstregulierung» hat faktisch versagt. Alle Chaoten lassen sich davon nicht «befrieden».

Es fällt aber auch auf, dass nicht alle das Übel an gleicher Stelle orten: Roger Schneeberger, Generalsekretär der Polizeidirektoren-Konferenz sagt: «Klubs und Liga haben offensichtlich zu früh an eine Trendwende geglaubt und bei der Bekämpfung der Gewalt nachgelassen.» Als Beispiel führt er die Reduktion der Bussen für Pyros auf. «Es ist ein völlig falscher Ansatz, Bussen zu senken, wenn das Abbrennen von Feuerwerkskörpern noch nicht zurückgegangen ist.»

Wo Rauch ist, ist bekanntlich auch Feuer. Aber das Abbrennen von Feuerwerk – sofern es in geordneten Bahnen verläuft – ist definitiv nicht das Hauptproblem in der Schweizer Krawall-Debatte. Pyros gehören in vielen Ländern zum Fussball wie die Handschuhe zum Torhüter. Hooligans hingegen haben weder ein Interesse am Fussball noch an der Fankultur. Genau deshalb sind sie so schwer greifbar. Nur eine enge Kooperation zwischen Polizei und Klubs könnte daran etwas ändern.

So unsympathisch es für viele tönen mag – vermutlich muss man (wie in Deutschland) der Polizei die Stadiontüren öffnen, um das Problem nachhaltig in den Griff zu kriegen. Oder haben Sie eine bessere Idee?

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167 Kommentare zu “Hilft nur Repression gegen Fan-Gewalt?”

  1. Michael sagt:

    Echte Hooligans prügeln sich nach dem Kodex ohne das Dritte zu schaden kommen. So lange dies irgendwo auf einer Wiese passiert und niemals einer der Kontrahenten das Gefühl hat am nächsten Tag bei der Arbeit zu fehlen, den Arzt zu rufen oder sonst irgendwo um Hilfe zu bitten, ist mir das schlichtweg egal. Für die anderen gilt nur eines: Repression! Da sich aber meistens Schreibtisch-Polizisten vor dem Stadion darum kümmern müssen, kneifende Einsatzleiter das sagen haben und “Andere” nur darauf warten eine Welle von Disziplinarverfahren loszutreten, ist es egal was ein Klub dazu sagen. Die Gesetze um dieser Minderheit (und es ist eine Minderheit!) entgegen zu treten sind da. Es fehlt einzig am Willen diese anzuwenden und bei der Angst den Job zu verlieren oder zumindest selbst unter die Räder zu kommen.

    • Delat Roll sagt:

      Fussball + Gewalt ist leider dasselbe wie Butter + Brot.

      Danke Fans.

      Hilft nur noch Gewalt? Ja. Gewalt, hohe Geld und Freiheitsstrafen, einfach ganz allgemein eine Behandlung die ihnen würdig ist: Nämlich die von Kriminellen.

      • Reto Stäpfli sagt:

        orientieren Sie sich mal, was kriminiell bedeutet. keiner der Fussballfans ist kriminell, selbst Chaoten die randalieren, prügeln, wüten oder pyro zünden sind nicht kriminell.

        • Auguste sagt:

          hmm…, reto stämpfli, bevor sich die letzten 3 hirnzellen auch noch verabschieden – das randalieren, prügeln und wüten unter “fussball-fans” führt nicht selten zu straftatbeständen, die im strafgesetzbuch geregelt sind – also kriminelle handlungen sind. die täter sind kriminelle, auch wenn sie sich mit schal und vereinstrikot tarnen.

        • B. Igoscht sagt:

          Herr Stämpfli

          bitte korrigieren sie mich wenn ich falsch liege, aber Kriminell ist doch wer strafrechtliche Tatbestände erfüllt?

          Also Randale = Sachbeschädigung = Kriminell
          Also Prügeln = Köperverletzung = Kriminell

          Wütend bin ich manchmal während/nach einem Match auch und was ich so auf den Platz mööge ist dann wohl Beleidung.

          Pyro = gemäss Stadionordnung nicht erlaubt, diesen Vertrag sind Sie eingegangen wenn Sie eine Abi/Ticket gekauft haben.

          • xyxyxy sagt:

            Herr Stämpfli
            genau solche heuchlerischen Rechtfertigungen sind das Letzte was wir brauchen. Diese Primitiven sollten mit aller Härte nachhaltig bestraft werden und von jedem echten Fan und Verein geächtet werden.
            Wer Freude an Krieg und Schlägereien hat, soll entweder zur Fremdenlegion oder sich fern ab von Zivilisation bei Nacht und Nebel den Schädel einschlagen. Aber bitte Stadioneinrichtungen, Passanten, Angestellte etc. in Ruhe lassen.
            Es ist eine Schande, dass wir Steuerzahler immense Summen aufwenden müssen, wegen solchem Abschaum.

      • Hans Josef sagt:

        wer ist jetzt kriminell… der fan oder die sicherheitskräfte? und jetzt sagt bloss nicht die deltas müssen so reagieren, das ist absoluter schwachsinn! die videoaufnahme werden ausgewertet und basler an den pranger gestellt, die deltas die man in den videos prügeln sieht werden laufen gelassen. gerechtigkeit wo?

        http://www.youtube.com/watch?v=CRLCYyHIpOI

  2. Hans sagt:

    Jeder der diese Saison an Fussballspielen war, weiss das die Gewalt stark zurück gegangen ist.
    Schade dass sie jetzt ebenfalls auf den Propagandazug der KKJPD aufspringen.

    • jan sagt:

      genau!
      1. irgendwie wäre es auch mal mal an der zeit explizit zu erwähnen, wieviele spiele gewaltfrei waren!
      2. wieso soll die polizei ins stadion, wenn IM stadion nichts mehr passiert?
      3. Herr Renggli, wenn alles so schlimm wäre, wie die KKJPD und alle sicherheitsverantwortlichen beahaupten, dann gibt es bei jedem spiel mehrere tote und schwerverletzte. die stadien sind NUR mit gewaltbereiten menschen gefüllt, deren ziel es ist sich jedes wochenende spitalreif zu prügeln und jedes wochenende MUSS scheinbar ein völlig demoliertes stadion neu aufgebaut werden. sämtliche bahnhöfe wo fussballzuschauer ankommen MÜSSEN an jedem wochenende bewacht werden wie ein hochsicherheitstrakt für schwerstverbrecher…. herr renggli es wäre doch mal wieder angebracht, wenn sie sich in ein stadion begeben und nicht fussball vom schreibtisch aus beuurteilen!

    • Fritz Henning sagt:

      Wird nicht passieren, denn es sind genau die Medien, auch der liebe Tagi, die genau das suchen. Weil leider am 1. Mai nicht spassiert ist stürzen sich die Journis jetzt wie die Fliegen auf den Kuhdung ans FCZ-Basel spiel und hoffen das es etwas zu berichten gibt. Dass die feinen Herren Journis genau der KKJPD eine Steilvorlage bieten ist denen egal. Die auflage muss stimmen und es würde auch keinem Politiker oder KKJPD Mitglied in den Sinn kommen sich ein Bild vor Ort zu machen wenn am nöchsten Tag im 20min, Plick, NZZ und Tagi alles steht was dieser wissen muss. Aber leider nicht wissen will das der Schreiberling genau auf diese Situation wartete um darüber zu berichten.
      Steht doch mal vor einem Spiel zum Beispiel beim Horber rum und seht Euch das an. NICHTS aber auch gar nichts geht ab. Alle trinke, essen und diskutieren.
      So nen Hals kriege ich ob der verfälschten Informationen bezüglich der CH Fussballspiele.

      • Pascal sagt:

        Aha, also Friede-Freude-Eierkuchen? Die 10 Millionen Fr. Schäden, welche bei der SBB jährlich auf Grund von Fussball und Hockey Randalen entstehen sind frei erfunden? Glauben Sie, dass das Polizeiaufgebot an jedem “Risikospiel” (mittlerweile sind ja schon 3. Liga Spiele am ausarten = RIsikospiel) den Steuerzahlen nichts kostet? Ich meine die Allgemeinheit muss nicht für eine hinrlose Minderheit bezahlen. Man müsste die Clubs in leeren Stadien spielen lassen, dann würde was gehen. Wetten?

        • Fritz Henning sagt:

          Wetten nicht. Siehe Deutschland (Kreis und Regional Ligen), Holland und die unteren Ligen in “Good old England”. Dort ist es w irklich gefärhlich. Und mal im ernst, das Problem wird immer bestehen. Also muss man sich damit best möglich arrangieren. Wenn nicht gibt es nur repression als MIttel. Aber wie heisst es so schön? Actio = reactio. Wollen wir das? Glaube kaum jemand. Und im schlimmsten Falle sind dann Randale beim Schwimmen, Badminton oder gar Schwingen möglich.

        • marcel finn sagt:

          Lieber Pascal.
          In der Tat die Kosten der SBB entsprechen nicht ganz der Wahrheit! Diese 10 Mio sind der Gesamtaufwand der SBB für alle Extrazüge über das ganze Jahr und nicht der Sachschaden. Und von den Einnahmen wird gar nie erst ein Wort erwähnt! Ziemlich dreisst nicht?
          Aber so funktionieren die Medien und das System gegen die Fussballfans. Es werden Lügen und Halbwahrheiten verbreitet. Diejenigen, die wirklich interessiert sind suchen nach der Wahrheit, was in unserem Informationszeitalter eigentlich kein Problem darstellt.
          Doch die meisten interessiert es eigentlich gar nicht. Sie haben lediglich zuviel Zeit um sich über etwas zu empören und meinen überall Mitspracherecht zu geniessen.

  3. beat buerki sagt:

    sie sind nicht sehr genau in ihren ausführungen. wo geschehen denn die meisten vorfälle? sicher nicht IN den stadien. also nutzt es nichts, dort polizei rein zu lassen. vorallem vor der tatsache, das gerade in deutschland die gewalttätigkeit auch wieder ansteigt.

    basel zeigt ja eigentlich, wie es gehen kann. alle von ihnen aufgezählten vorfälle in diesem jahr kamen gerade NICHT von basel. dort scheint sich die fanarbeit und die offenheit eines heusslers bezahlt zu machen.

    es ist natürlich eine illusion zu glauben, das gerade der fussball eine keimfreie zone wird, wenn es in der gesamten gesellschaft immer mehr gewalt gibt oder auch immer mehr extreme forderungen zu deren eindämmung.

    und vorallem, man sollte endlich eine lösung in der pyroauseinandersetzung finden. in österreich hat man es gemerkt, in deutschland wird es diskutiert, man sollte pyro im fansektor und nur da, wieder legalisieren. dann kann man endlich fans und chaoten trennen. stattdessen werfen wir einen, der eine fackel vernünftig zündet, sie abbrennen lässt und somit niemanden gefährdet (ja, das ist tatsächlich möglich) nicht in den gleichen topf, wie einen gewalttäter. das würde viel helfen um die situation zu beruhigen.

    und, polizei und politik sollen einen schritt auf die fans zu machen. der respekt wird steigen und die vorfälle abnehmen. wie gesagt, basel, insbesondere herr heussler, haben bewiesen, dass dies klappt.

    • Hopp Züri sagt:

      Ich kann Ihnen bei den meisten Punkten zustimmen. Ob es in den Stadien Polizisten braucht, kann diskutiert werden. Jedoch nützen schwache Securitas auch nicht wirklich viel. Ich war am Cupspiel YB-FCZ und musste im Familiensektor so ziemlich unten durch: betrunkenen Jugendliche YB-Fans, alte Männer die auf mich wie auch meine Kinder losgingen und keine der U20-Securitas-Frauen konnte oder wollte einschreiten, waren eigentlich inexistent. Beim Verlassen des Stadions wurden wir nicht zurückgehalten oder geführt… mussten aber zum Parkplatz, also in die Gegenrichtung. Nebst Anschreien lassen wurde mein Sohn wiederum von einem “Fan” auf dem Kopf geschlagen, nachdem ihm die Mütze (nein, keine FCZ-Mütze!) weggenommen wurde. Meine Kinder sind zwischen 10 und 14. Also, noch ist nicht alles im Griff, auch im Stadion nicht.
      Beim letzten FCZ-FCB-Match bin ich ausnahmsweise über die Hohlstrasse angereist. Kaum aus dem Bus, sind 5 oder 6 Männer ohne FCB-Kleider und nur am Dialekt erkennbar, sofort auf Züri-Fans los. Die Polizei war da nicht wirklich präsent. Was macht man nun in einer solchen Situation?
      Insgesamt habe ich weder Angst und muss sagen, gerade in der SK und um den Letzigraben ist es kein Problem zu sein. Mich wundert nur, dass die Gewalttäter nicht gefasst werden. Im Übrigen bin ich ein Verfechter des Anstandes: ich verbiete auch meinen Kindern in Sprechchöre mit Fäkaliensprache einzustimmen. Pyro finde ich auch: sofort wieder einführen, wenn auch kontrolliert, Böller jedoch nicht, die sind zu gefährlich.
      Ach ja, ich habe dem YB-Management geschrieben. Bis heute keine Reaktion! Was wollen die Klubs, Anstand?
      Freue mich und hoffe auf ein schönes Fussballspiel heute Abend! Und ja, ich hoffe, der FCZ machts. Vom mir aus auch im letzten Spiel… 🙂

    • Benny sagt:

      Und was ist den mit den Basler Fans die nach dem verlorenen Cup-Viertelfinal aufs Spielfeld gerannt sind und dort, übrigens klar am TV ersichtlich, Gegner umgetreten haben? Basel hat das gleiche Problem wie alle anderen auch.

      • Massimo sagt:

        @Benny. Ev. ist Ihnen die Vorgeschichte entgangen/nicht bekannt. Die Basler stürmten erst aufs Feld, als Bieler Fans ihrerseits schon auf selbigem waren und vor dem Basler Block den Kasper machten. Da muss man sich nicht wundern, wenn eine Gegenreaktion kommt.

        • Stefan sagt:

          @Massimo:
          Klar, wieder einmal sind die anderen Schuld, irgend jemand provoziert doch immer…
          Wir sollten mit all den Ausreden endlich mal aufhören und für unser Verhalten gerade stehen!

          • Massimo sagt:

            @Stefan. Meine Statement ist keine Schuldzuweisung oder Ausrede für irgendwas. Es ist aber unsachlich, eine Aktion isoliert in den Raum zu stellen und zu beurteilen, und dabei die Vorgeschichte auszublenden (was in diesem Falle nicht mal der ‘Blick’ machte). Die Vorgeschichte erklärt das Verhalten, entschuldigt oder befürwortet es nicht. Aber Differenziertheit ist halt nicht gefragt, bzw. zu anstrengend.

        • Benny sagt:

          @Massimo: Und am Match FCZ-FCB haben wohl auch die Verkäufer in den Frittenbuden im Letzi den Kasper gemacht und drum wurden völlig zurecht Ihre Stände geplündert und zerlegt? Oder muss man das auch irgendwie im grösseren Zusammenhang betrachten?

      • beat buerki sagt:

        dort wurde auf provokation von einigen biel-fans eingegangen. nicht das ich das gut fände oder verharmlosen will. aber dort bekamen genau die eine schlägerei, die sie auch wollten. auf beiden seiten. und unbeteiligte wurden nicht getroffen. dann ist es mir als “normaler fan” vollkommen egal. ob die jetzt im boxkeller oder im stadion kämpfen wollen, solange niemand anderes betroffen ist, völlig in ordnung.

        das spielfeld wurde dort übrigens von bielern gestürmt, weil sie freude hatten. das mag ich ihnen sogar gönnen, schliesslich haben sie grossartiges geleistet. das sind grundehrliche emotionen, die etwas ausser kontrolle geraten sind. aber viele bieler werden diese emotionen nie vergessen und zehren noch lange davon. das ist fussball, das ist das tolle daran. und es hat da ja grundsätzlich niemanden gestört. also soll man da halt auch mal ein auge zudrücken. es käme doch keiner auf die idee, die bieler feldstürmer alle zu verhaften und ihnen lebenslanges stadionverbot zu geben, oder?

  4. andy sagt:

    Eine Depot-“Gebühr” ca.CHF 8.- auf den Ticketpreis addieren für Fangruppen, Fans. Bleibt der Sicherheitsaufwand bescheiden im Rahmen eines “Nicht-Risikospiels” haben die Fans, Fangruppierungen, das Recht den Depotpreis rückzufordern mit Coupon als Beleg. Dies sollte ein Anreiz sein.

    • unnötig sagt:

      Super Idee wenn ca. 95% der “Fangruppenmitgleider” eine Saisonkarte haben…

      • andy sagt:

        Die Saisonkartenbesitzer machen bestimmt weniger Aerger, die Tickets, welche an das Gastteam gehen oder im Familysektor sich reinschmugeln schon eher. Zuschauer 22800 im Letzi, davon 7000 Saisonkarteninhaber, 14800 Tickets im Verkauf ist das unnötig ein Depot zu verlangen ? im Sektor A gibts kaum Ausschreitungen usw.

  5. Diniss sagt:

    Ein Patentrezept gibt es nicht. Die Selbstregulierung der Fans scheint nicht, oder nur ansatzweise zu funktionieren und es wäre an der Zeit, auch von den Fanclubs, einmal andere Lösungsversuche zu akzeptieren und zu unterstützen. Denn die Mehrheit der Fans in und ausserhalb der Fanclubs ist friedlich, ist um des Fussballs Willen im Stadion und nicht an Randalen interessiert. Auch dank den bisherigen Bemühungen funktioniert in den Stadien funktioniert, mit Ausnahmen, Einiges schon gut. Ausserhalb der Stadien sieht das etwas anders aus.
    So oder so, ist das Problem eigentlich ein Gesellschaftliches. Es hat mit dem allmählichen Verfall von Moral, Ehre, Respekt und Toleranz zu tun und das nicht nur innerhalb der Fussballfan-Szene – siehe diverse Prügelattacken jeweils am Wochenende. An den Fussball-Massenveranstaltungen wird es aber jeweils deutlicher, weil mehr Leute beteiligt und betroffen sind.

  6. Remo Schnellmann sagt:

    Saisonkarten wegnehmen und vor deren Augen verbrennen sowie bis Mittwoch inhaftieren und unter Beobachtung ein Telefonat an den Arbeitgeber warum man bisher fehlte. Ist in unserem Täterschutzstaat kaum zu bewerkstelligen.

    • beat buerki sagt:

      sie fordern also, dass gesetze bewusst gebrochen werden, leute ohne verurteilung bestrafen, sie sozial ins offside zu stellen? sie sind also gegen unsere verfassung, gegen die rechte von jedem bürger auf ein gerechtes verfahren?

      und wer bezahlt dann die sozialkosten? wer bezahlt die arbeitslosenrente oder die sozialhilfe, wenn man so verfährt wie sie wollen?

      • DAM sagt:

        @beat burki
        Sie fordern also, dass einer der am Wochenende das Leben eines anderen, unschuldigen Menschen gefärdet, am Montag wieder weiterarbeiten kann, als wäre nichts gewesen?

        • Jean Jacques Jean sagt:

          Beat fordert doch lediglich, dass unsere Verfassung und unsere Gesetze eingehalten werden sollen. Was fordern Sie?

        • Reto Stäpfli sagt:

          als unschuldiger in fussball-krawalle zu geraten ist aber sehr sehr schwer. die wollen das ja unter sich.

          • beat buerki sagt:

            nein, es ist nicht schwer. z.b. in bern, wenn ich auf die stehplätze will, werde ich danach vor dem stadion in einem zaungehege eingesperrt und muss damit rechnen mit tränengas und gummischrot beschossen zu werden. wenn ich dann reklamiere, werde ich runter geputzt, ich müsse damit rechnen. womit frage ich mich da, damit dass ich von der polizei aus illegal kurzer distanz auf kopfhöhe eine gummischrot abbekomme, an einem ort den ich nicht verlassen kann?

          • Tobias Ramseier sagt:

            Fragen Sie das beispielsweise mal die 40 YB-Fans, die gestern auf einer Treppe sitzend festgenommen wurden, weil (Zitat eines Polizisten) “ein Zeichen nach dem Vorfall in Ostermundingen” gesetzt werden solle. Oder fragen Sie das mal die Personen, die im Restaurant Espenmoos lediglich das Spiel im TV schauen wollten und danach erst früh-morgens den Polizeiposten verlassen konnten. Fragen Sie das mal die 400 Personen im Extrazug von Basel nach Zürich, die den ganzen Tag ohne auf die Toilette zu dürfen mit Kabelbindern in provisorischen Gefangenenlagern festgehalten wurden und dadurch ihr bezahltes Spiel verpassten – währenddem sich die Hooligans einige hundert Meter entfernt eine der wohl populärsten Kämpfe geliefert haben. Es ist überhaupt nicht schwer, zufällig am falschen Ort zu sein und bei der Polizei zu landen, die dann keineswegs nur so nett und höflich ist, wie sich das Herr und Frau Schweizer von ihrer “Kuschel-Polizei” und “Kuschel-Justiz” vorstellen. Ich kann Ihnen versichern, dass da mitunter ganz unbescholtene Bürger auf ein Aggressionslevel gehisst werden, dass vorher gar nicht denkbar war.

        • beat buerki sagt:

          ja, genau das tu ich. denn so sind unsere gesetze. wir verlangen von den chaoten, dass sie sich an unsere gesetze halten, wie sollen wir das tun, wenn wir das nicht tun?

          wir verlangen von den zuwanderern, dass sie sich uns anpassen und unsere gesetze akzeptieren, wie können wir das fordern, wenn wir uns nicht daran halten?

          wenn sie wirklich fordern, dass gewisse leute anders behandelt werden als andere, nur weil sie zu einer bestimmten gruppe gehören, ohne gerichtsverhandlung betraft werden sollen, und genau das werden sie, wenn sie dem arbeitgeber berichten sollen, dass sie im gefängniss sind, dann sind sie schnell auf einer stufe mit herren wie ghadaffi und noch schlimmeren.

          jemand der verlangt, dass für fussballfans, jugendliche, muslimen, linke, polizisten, banker, basler, zürcher, ausländer oder schweizer andere gesetze gelten sollten als für andere gruppen, macht sich in meinen augen des verrats an den idealen der schweiz schuldig.

          • Reto Stäpfli sagt:

            bürki: sie können nicht geschehenes Unrecht mit weiterem Unrecht ins Gleichgewicht bringen. Fussballfans haben Rechte wie alle anderen Menschen auch, egal ob sie schuldig oder unschuldig sind.

          • DAM sagt:

            @beat buerki
            Bitte drängen Sie mich hier nicht in eine rassistische Ecke, bezeichnen Sie mich nicht als Verräter und auch dass Sie mich auf eine Stufe mit Ghadaffi stellen wollen, finde ich nicht wirklich nett…
            Ich verlange keineswegs, dass Personen aufgrund Ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe anders behandelt bzw. bestraft werden sollen. Alle Personen sollen aufgrund Ihrer Handlungen und Taten beurteilt werden. Und wer einen anderen Menschen gefährdet, soll dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Es ist mir völlig egal ob es sich um Fussballfans, Linke, Ausländer oder was auch immer handelt.

            Wichtig ist mir nur eines: Die (potentiellen) Opfer sollen geschützt werden und nicht die Täter!!! Und in der Schweiz geht die momentane Tendenz leider hin zum Schutz der Täter.

        • marcel finn sagt:

          @DAM
          Nimmt mich also schon wunder wie Sie jetzt auf die Gefährdung eines fremden, unschuldigen Lebens kommen? Und was heisst Gefährdung des Lebens? Das ist eine subjektive Wahrnehmung jedes einzelnen.

          Beim Thema Fussballfans denken die wenigsten Mitbürger mit dem Kopf und lassen sich von emotionalen Kampagnen voller Halbwahrheiten die Meinung bilden.
          Fussballfans kämpfen ohne Lobby gegen die Willkür des Staates und der Medien.

        • PS sagt:

          @ DAM

          Die unbeteiligten Leute gefährden allenfalls ihre Gesundheit. Man muss sich aber auch nicht in solchen Kreisen bewegen. Grundsätzlich sind die meisten “Gaffer”. Jeder weiss, welche Orte an einem Fussball- oder Eishockeyspiel zu meiden sind. Man muss nicht die Arroganz haben und meinen, dass man sich mit der ganzen Familie einfach neben den Gästeblock setzten muss, obwohl der Rest des Stadions noch halb leer ist. Auch nach dem Spiel braucht man nicht zwischen den verfeindeten Fanlager spazieren zu gehen.

          • DAM sagt:

            @PS
            Nein! Es kann nicht sein, dass meine Grundrechte eingeschränkt werden aufgrund einiger Chaoten, die auf Gewalt aus sind. Die Opfer müssen vor Übergriffen geschützt werden und nicht die Täter!

          • Nick Schmid sagt:

            @PS: Gewagte Argumentation: IHRE Grundrechte dürfen nicht eingeschränkt werden, die Grundrechte anderer Fussballfans aber schon? Sie haben ein etwas seltsames Verständnis von Rechtsstaatlichkeit.

          • beat buerki sagt:

            @ dam

            ich habe nicht gesagt sie seien rassistisch. aber ich stehe dazu, wenn sie fordern, dass leute die nicht verurteilt sind, am montag nicht mehr arbeiten sollen, wenn gefordert wird, dass lebenslange stadionverbote, meldepflichten, etc. eingeführt werden sollen, dann werden die fans anders behandelt, also andere leute.

            und wenn sie so etwas fordern, doch, dann sehe ich mich im recht sie auch als verräter an den idealen der schweiz zu bezeichnen. denn unsere verfassung ist begründet auf den menschenrechten/grundrechten. wer diese nicht für alle gelten lässt, handelt in meinen augen falsch.

            übrigens, zum opferschutz, ja, einverstanden, der ist schlecht, auch weil die polizei nicht fähig ist, opfer zu schützen und die täter zu ermitteln. weil sie dafür gar nicht ausgebildet ist. stattdessen werden immer häufiger gerade im fussball die fans zu opfern, nicht von gewalt durch chaoten, sondern durch polizeieinsätze. wenn ich das aber kritisiere, heisst es auch immer, ich nehme nur die täter in schutz……

          • DAM sagt:

            @beat buerki

            Sie schreiben: “wenn gefordert wird, dass lebenslange stadionverbote, meldepflichten, etc. eingeführt werden sollen, dann werden die fans anders behandelt, also andere leute”

            Meiner Meinung nach liegt diese Ungleichbehandlung eben in der Natur der Sache und ist dadurch legitimiert, dass sie von den betroffenen Personen selbst herbeigeführt wird bzw. breitwillig in Kauf genommen wird. Wer innerorts 150 km/h fährt, verliert ja auch den Führerausweis und wird somit anders behandelt als ein Autofahrer der sich an die Gesetzte hält.

            Offenbar definieren Sie die Ideale der Schweiz anders als ich. Ich gebe einfach zu bedenken, dass jeder der einen Fussball-Match besucht auch ein Recht hat vor Straftaten geschützt zu werden, die gegen ihn verübt werden oder verübt werden könnten. Und die Interessen der grösseren Gruppe “friedlicher” Matchbesucher gehen halt meiner Meinung nach vor gegenüber den Interessen einzelner Chaoten, die sich noch dazu kriminell verhalten.

          • beat buerki sagt:

            @ dam

            einer der mit 150 in einem golf durchs dorf fährt wird gleich behandelt, wie einer der mit einem ferrari fährt und gleich wie einer mit dem motorrad. aber ein fussballfan wird anders behandelt und bestraft, als ein nicht-fussballfan, bei der gleichen tat. und es wird gefordert, dass das noch extremer werden soll.

            und ja, auch ich, meineszeichens friedlicher matchbesucher, will vor straftaten beschützt werden. nur werde ich das nicht. im gegenteil. es ist ja nicht so, dass für mich als fussballfan die gefahr am grössten ist, durch fussballchaoten verletzt zu werden. die grösste gefahr geht für mich durch polizei (einsatz von distanzwaffen auf nahe fans in geschlossenen zonen), durch die justiz (fehlurteile), durch die securities (gewalt gegen fans) und durch die medien (mein bild könnte mit der falschen bildunterschrift veröffentlicht werden9 aus. und das nur, weil die einen ihr budget rechtfertigen wollen (polizei), ihre existenz (security), ihre auflage steigern möchten (medien) oder wiedergewählt werden wollen (sicherheitspolitiker).

            ich kann mich als friedlicher besucher dem nicht ohne weiteres entziehen. hingegen kann ich mich relativ problemlos einer schlägerei entziehen, im notfall in dem ich feige in eine andere richtung laufe, was bisher aber noch nie nötig war. in jahrzenten des fussball fahrens….

          • Massimo sagt:

            @Beat Buerki
            Danke für Ihre bedachten, differnzierten Aussagen. Es scheint: je emotionaler das Thema, desto schwarzweisser die Wahrnehmung und desto willkürlicher die Lösungvorschläge.
            Erstaunlich, dass Schnellurteile und Sippenhaft für Strassenrowdies kaum gefordert werden,
            Aber in diesem Bereich wirkt halt eine starke Lobby. Selbst Blaufahren ist ein Kavaliersdelikt. Das schadet auch keiner Polit-Karriere (Bsp Tessiner Ständerat).

      • xyxyxy sagt:

        @bürki – sind sie selbst ein Krawallmacher, dass sie so vehement darauf bestehen, dass diese möglichst ungeschoren davon kommen?
        Das ist doch der Gipfel der Heuchelei wenn einer der vorsätzlich gegen Recht und Ordnung verstösst und sich einen Dreck um die Gesellschaft kümmert, da er sich asozial verhält, dann wieder flennt, das seine “Rechte” verletzt worden seien.
        Nein so primitives Verhalten dürfen wir nicht länger mit Gesetzen schützen. Remo Schnellmann hat völlig recht. Diesen Krawallmachern und Gewalttätern muss man auf ihrem Niveau begegnen.
        PS in der Schweiz kann jeder Arbeit finden. Sonst würden wir ja nicht zigtausende von Ausländischen Arbeitskräften benötigen. Und wenn die flennenden “starken Buben” sich ungerecht behandelt fühlen, sollte man sie an das Sprüchlein erinnern, das ihnen vielleicht als Kind nie beigebracht wurde: Wer nicht hören will, muss fühlen.

        • Reto Stäpfli sagt:

          natürlich haben auch chaoten anrecht auf recht. geht es ihnen eigentlich noch? auch chaoten werden durch unsere gesetze geschützt, so wie es die verfassung will. wenn ihnen das nicht passt wanden sie doch in ein 4.welt-staat aus.

          • DAM sagt:

            Wenn Rechtsschutz bedeutet, dass die Chaoten ungestraft davon kommen und weiter Krawall machen können, dann sind wir selbst nicht sehr weit von einem 4.welt-staat entfernt.

  7. Thomas sagt:

    Lieber Herr Renggli, ich mag Ihren Blog, aber diesmal ist Ihre Schlussfolgerung falsch. Den alleine durch Polizeipräsenz in den Stadien, was ich selber befürworte, lassen sich die Gewaltanwendungen im Umfeld, wo die Polizei ja schon präsent ist, nicht stoppen.

    Ich war früher oft als Fan in den Stadien, auch auswärts, auch europaweit, ich war zb im Block auf Schalke, als bei einer kleinen Pyroaktion innert 3 Minuten die Polizeit den ganzen Block abgeriegelt hat. Und aufgrund diesen Erfahrungen würde ich folgende Punkte vorschlagen:

    1. Generell härtere Repression. Hohe Bussen, lebenslange Stadionverbote, Meldepflicht bei den örtlichen Behörden während Auswärtsspielen.
    2. Fanpässe und Abgabe von Tickets für die Anlässe sowie Transporte nur gegen Vorlage der Ausweise.
    3. Konsequente Umsetzung der Sitzplätze, so ist es in England zb so, dass schon bei gewissen Rufen (voralllem rassistisch motivierte) die Polizei die Schuldigen rausholt während des Spieles.
    4. Konsequente Videoüberwachung und Durchsetzung des Vermummungsverbotes.

    Ich bin der Meinung, dass das Gros der Matchbesucher dieses Vorgehen auch unterstützen würde, im Gegenzug würde ich dafür Pyrozonen einrichten, weil ich auch finde, das Pyro zu einem Fussballspiel gehören, aber das jetzt praktizierte versteckte Pyro abbrennen viel gefährlicher ist, da die Masse die Pyros decken muss.

    Was ich halt leider auch immer wieder festgestellt habe, dass die jeweilige Polizei nicht neutral versucht die Situation zu beherrschen, sondern a. parteiisch bis heimloyal und b. oft sehr provokativ auftritt. Und in diesem Zusammenhang kommt mir auch der unsägliche Auftritt der St. Galler in den Sinn, welche uns damals bis auf die Unterhosen ausziehen liess, für Leibesvisitationen, solche Machtspiele heizen leider die Situation nur noch an, da wird selbst der relaxte, pazifistische Matchbesucher auf eine agressive Grundstimmung gehoben.

    Mit freundlichen Grüssen

    • beat buerki sagt:

      in england hat die gewalt auch zu genommen, aber in den unteren ligen und der nationalmannschaft. sitzplatzzwang ist nicht durchsetzbar und gefährlich. es ist ein fakt, dass sich heute in england mehr leute wegen den sitzplätzen verletzen, als es früher der fall war wegen der randale. zudem können sitzplätze auch zu wurfgeschossen werden, wie man gerade bei xamax-st. gallen sah. es gibt keinen beweis, dass sitzplätze irgend einen positiven effekt haben.

      fanpässe und ähnliches funktionieren auch nur bedingt, in holland kommt es immer noch zu gewalt, trotz fanpass.

      videoüberwachung wird in der schweiz auch konsequent betrieben, nutzt aber nichts, wie man sieht.

  8. Hennes W. sagt:

    Ich würde viel, viel härter durchgreifen. Die Leute gleich einkesseln, ein paar Tage einsperren, damit sie auch bei Eltern, Schule und Arbeitgeber auffliegen. Hohe Bussen verhängen. Wenn junge Männer sich gewaltmässig auf Kosten anderer austoben und abreagieren wollen, sollen sie auch die Zeche dafür zahlen. Schonungslos. Diese Kuscheljustiz, ich bin fassungslos.

    • Nick Schmid sagt:

      Welche Leute einkesseln? Alle, die grade greifbar sind? Inkl. Kindern? Auch auf Kosten einer Massenpanik oder Eskalation? Härteres Eingreifen unterstütze ich, aber dann bitte mit Köpfchen und juristisch abgesichert. Auch wenn es vielen nicht passt: auch Chaoten haben Anspruch auf ein korrektes Verfahren unter Berücksichtigung der rechtsstaatlichen Prinzipien, so wie dies auch Steuerhinterzieher, Raser etc. haben. Mit Schlagworten ist der Kampf nicht zu gewinnen.

    • Ich zitiere:
      ______
      beat buerki sagt:
      11. Mai 2011 um 09:17
      sie fordern also, dass gesetze bewusst gebrochen werden, leute ohne verurteilung bestrafen, sie sozial ins offside zu stellen? sie sind also gegen unsere verfassung, gegen die rechte von jedem bürger auf ein gerechtes verfahren?

      und wer bezahlt dann die sozialkosten? wer bezahlt die arbeitslosenrente oder die sozialhilfe, wenn man so verfährt wie sie wollen?
      ______
      Möchte den gleichen Beitrag nicht auch noch schreiben!

    • Reto Stäpfli sagt:

      was hat der arbeitgeber mit der ganzen sache zu tun ?

  9. marcel finn sagt:

    Grundsätzlich wird das Thema überbewertet und überdramatisiert. Ein Beispiel: Im Artikel wird von wöchentlichen Ausschreitungen geschrieben. Die Aufzählung der Ereignisse im Artikel sind jedoch monatlich. Solche Details machen die Meinung bei den meisten unbeteiligten (eigentlich gar nicht interessierten) Mitbürger erst aus. Mir persönlich ist es lieber eine Fankultur zu haben, die nicht immer so funktioniert wie man es von ihr erwartet. Das macht für mich eine Fankultur aus. Sie ist wild, unabhängig und nicht zu kontrollieren.
    Und dass die Selbstregulierung nicht funktioniere finde ich eine äusserst gewagte Aussage. Das ganze Auftreten im Stadion ist organisiert. Von Gesängen über Choreografien bis zum Abbrennen von Pyro. Das hat sehr wohl mit Selbstregulierung zu tun.

    • Nick Schmid sagt:

      Zudem hat die Selbstregulierung Grenzen: Das Gewaltmonopol liegt beim Staat. Sollen nun die “normalen” Fans Krawallmacher im Bedarfsfall mit körperlicher Gewalt massregeln? Wohl kaum. Die Selbstregulierung funktioniert meines Erachtens nach gut, soweit sie eben möglich ist.
      Käme ja auch niemandem in den Sinn, dass ich als “Normalfahrer” auf der Autobahn einen Raser blockieren und ihm das Auto wegnehmen darf.

  10. Franz sagt:

    Bild Nr. 12 illustriert ein neues Phänomen: Fans – oft handelt es sich um alkoholisierte Schwachköpfe – nehmen sich das Recht heraus, mit Trainern oder Spielern auf dem Platz zu diskutieren. Auch Sforza liess sich kürzlich auf dieses Niveau herab. Solche Inputs sind offenbar sehr wertvoll … Ein neuer Tiefpunkt in der nach unten offenen Skala der Gurkenliga. Für die Bekämpfung von Gewalt ist diese Gesprächsbereitschaft von Spielern/Trainer absolut kontraproduktiv, da aus dem Täter ein Opfer wird – schuld ist die Mannschaft, da der Fan (besonders jene, die bei jedem Spiel dabei sind und deren Lebensinhalt sich darin erschöpft) einen Anspruch auf den Sieg hat.

    • Reto Stäpfli sagt:

      sind jetzt fans, die mit dem trainer sprechen, schon täter ??????????????

    • Jean Jacques Jean sagt:

      Viele dieser Fans sind Mitglieder des Vereins, zahlen dazu jährlich ihre Beiträge, ein Teil des Vereins “gehört” also ihnen. Es ist doch nur richtig, wenn die Fans nun ein Mitspracherecht in den Vereinen forden.

      • Franz sagt:

        Was hat ein Fan auf dem Spielfeld verloren? Muss sich in Zukunft jeder Verlierer von seinen Fans persönlich anpflaumen lassen? Achten Sie mal auf die Gegenstände, die auf Bild Nr. 12 neben dem Tor liegen! War da der Platzwart am Werk? Auch anständige Fans bezahlen Beiträge. Randalierer kosten die Klubs viel mehr, als sie ihnen geben. Ein “Mitspracherecht” wird an geordneten Versammlungen ausgeübt. Wäre ja noch schöner, wenn sich jeder Möchtegern in Aufstellung und Taktik einmischen dürfte.

  11. Roman Karrer sagt:

    Nein, Nein, uii, nur keine Repression. Einander die Hand geben und den Chaoten liebevoll durchs Haar streicheln erfüllt den Zweck sicher auch….

  12. Teddy Baer sagt:

    Ohne Verharmlosen zu wollen, das an diesem unsäglichen 13. Mai 2006 passiert ist: es ist nun 5 Jahre her. Ausschreitungen in dieser Art hat es seither im Joggeli seitens der FCB-Fans nicht mehr gegeben, die Fanarbeit scheint trotz allem Früchte zu tragen.

    Dass es in jeder Gruppierung von 30’000 Menschen Chaoten, Schläger und sonstige Kriminelle gibt, ist leider so. Oder kennen Sie eine Stadt mit 30’000 Einwohnern, in welcher es keine Kriminellen, Randalierer, Sachbeschädiger oder Sprayer gibt?

    Was mich allerdings immer wieder stört: Bei jedem Spiel des FCB gegen den FCZ wird diese olle Kamelle medial wieder in den Vordergrund gezerrt. Was soll das? Müssen die gewaltbereiteren Fans beider Clubs denn wirklich darauf aufmerksam gemacht werden, dass man ja wieder mal eine Schlägerei anzetteln sollte? Oder warten die die Journalisten (ja, auch Sie, Herr Renggli) schon fast sehnsüchtig auf neue Krawalle? Schliesslich verkauft sich die Schlagzeile “Krieg im Fussballstadion” wesentlich besser als “besonnenes Publikum am Derby”! Aber auch die Journalisten haben eine Verantwortung und sind mit ihren billigen und plakativen Artikeln mitschuldig an den Ereignissen, welche sie insgeheim so herbeisehnen.

    • Auguste sagt:

      hmm…, wie wär’s, wenn man singen, verbal anfeuern und applaudieren anstelle von randalieren ganz oben ins fanarbeits-pflichtenheft schriebe?

      • Beni sagt:

        Sie verwechseln Fanarbeit mit Fan-sein! nochmals auf die Schulbank empfehle ich 😉 Bei Kritikern sollte Denken auch ins Pflichtenheft gehören, nicht nur bei den Chaoten.

        • Auguste sagt:

          hmm…, beni, ich hätte wahrscheinlich “fanarbeit” so schreiben sollen, damit die leise ironie auch von allen bemerkt worden wäre, aber ich nahm an, dass die auflistung der fan-tätigkeiten/”-arbeiten” das genügend andeutet. offenbar nicht, mein fehler.

          in welche klasse sollte ich denn zurück, damit ich auch sie erreiche?

      • E.H.Roth sagt:

        @beni ich denke es ist eher andersrum und es würde mich nicht überraschen, wenn Auguste ebenfalls mehr über Fussball versteht als Du wahrhaben willst …

  13. Tobias Ramseier sagt:

    Man täte gut daran, das Thema nicht auf wenigen Zeilen, dafür mit umso mehr populistischen Schlagworten gespickt, zu behandeln. Erstens muss man sich vor Augen halten, dass gar nicht so klar ist, ob Ausschreitungen zugenommen haben. Marco Cortesi berichtete zwar medial-inszeniert von einer Zunahme an Sachschäden, gleichzeitig – und natürlich viel weniger “gepusht” – haben Gewaltdelikte abgenommen. Tatsächlich gab es diese Saison (bis Runde 32) 16 “Ausschreitungen”, bei einem Total von 160 Spielen heisst das, dass gerade mal an 10% “etwas” passiert. Vor einem Jahr sind es noch 5% gewesen, aber auch dazumal wurde einem der Eindruck vermittelt, dass es ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko sei, in ein Schweizer Stadion zu gehen.
    Zweitens greift es sehr kurz, wenn man meint: Die Selbstregulierung funktioniert nicht. Denn wenn die Selbstregulierung funktioniert – und das tut sie oft – dann liest man das natürlich nicht, sondern die Polizei ist dann meistens innbrünstig überzeugt, dass ihr Aufgebot “deeskalierend und präventiv” gewirkt habe. Genau das Beispiel “Schande von Basel” zeigt ja, wie man zusammen, und nicht gegen die Fans, eine nachhaltige Verbesserung erzielen kann. Auch da wollte man zuerst einen Fanpass einführen, was aber an Boykott-Aktionen der Fans scheitert. Denn die Schweiz ist nicht England, wo jeder Platz zweimal verkauft werden könnte, unsere Stadien sind jetzt schon halbleer, dementsprechend ist man umso mehr auf die Atmosphäre-schaffenden Fans angewiesen. Danach ruf Bernhard Heusler die Fanarbeit ins Leben, sprach mit den Fans und heute haben die Basler zwar immernoch einen gefürchteten Ruf, platzieren sich aber regelmässig in den letzten Rängen, was die Schadensstatistiken der SBB angeht.
    Drittens – und das hat Renggli gut erkannt – könnte man viele Probleme lösen, indem man Pyro (analog zu Österreich) in einem geregelten Rahmen erlauben würde. Es ist absurd, wie viele Probleme beim Einlass, aber auch zuvor und danach, entstehen, nur weil man die Fackeln, die vor 10 Jahren noch als “wunderbare Atmosphäre” gelobt wurden, als Teufelswerk betrachtet. Der Bundesgesetzgeber regulierte mit dem Ziel mehr Sicherheit zu schaffen den Umgang mit Pyrotechnik, aber heute ist es de facto so, dass mehr (auch unbeteiligte) Personen verletzt werden, beim Versuch, Pyro zu verhindern, als jemals durch selbige verletzt wurden.
    Viertens lösen Fanpass und Polizei in den Stadien die Probleme, die grösstenteils ausserhalb der Stadien existieren, keinesfalls. Die Stühle-schmeissenden St. Galler haben alle im Affekt gehandelt und Affekt-Taten kann man nicht unterbinden. Ansonsten dürfte es schon lange keine Totschläge mehr geben.
    Fünftens hat Roger Schneeberger den Entscheid der Liga, weniger Bussen für Pyrotechnik zu verteilen, gar nicht zu kritisieren. Im Gegenteil: Die heutige Situation, dass die Club-Präsidenten jedesmal jammern, wie viel Bussen sie bezahlen müssen, ist bigott. Schliesslich sind sie keinesfalls staatlich bindend verpflichtet, diese zu bezahlen, sie haben sich diese ja selbst auferlegt.
    Und letztlich zu sechstens: Was nützen Polizisten im Stadion? Einerseits dürfen Polizisten schon heute im Stadion eingreifen, andererseits zeigt das Beispiel Deutschland, wo in den letzen Wochen so viel gezündet wurde wie noch nie, dass auch das keinesfalls ein Patent-Rezept ist. Ein Blocksturm der Polizei löst regelmässig Massenpaniken und Gedränge aus, bei dem Personen viel mehr gefährdet werden, als bei einer harmlosen Pyro-Aktion. Und andere Einsatzziele als das Verhindern von Fackeln sehe ich im Moment in Schweizer Stadien schlicht nicht.

    • Andreas Tag sagt:

      Herr Ramseier, zu Ihrem Vorum kann man Ihnen nur gratulieren.

    • Auguste sagt:

      hmm…, das entfachen von feuer in einer eingezäunten menschenmenge auch nur annähernd für akzeptabel zu halten – dazu muss man schon veteran mehrer fan-schlachten sein, und die letzte kopfnuss muss wohl ganz schlecht gewesen sein.

      • Nick Schmid sagt:

        ball flach halten, herr auguste. nomen est omen: jedes jahr dürfen vollbesoffene familienväter ganz legal pyro zünden, oft inmitten von menschen, inkl. kleinen kindern. das nennt man dann “1. august” und da ist es offenbar ein zu vernachlässigender kollateralschaden, wenn jedes jahr einige verletzte resultieren und ab und zu eine scheune abbrennt. aber an allen anderen tagen im jahr wird jeder zünder behandelt, als ob er kinder fressen würde. verkehrte welt…

        • Auguste sagt:

          hmm…, nick schmid, ich kann mich an keinen 1. august erinnern, an dem ich eingepfercht dem feuerwerk beiwohnen musste. ihr vergleich hinkt gewaltig.

          • Beni sagt:

            … ich schon , ich wurde auf einer Brücke von Menschen eingepfercht und dann haben ein paar Vollidioten Feuerwerk auf uns abgefeuert. Aber ich kann mich nicht erinnern jemals an einem Fussballspiel in Gefahr gewesen zu sein und ich gehe seit gut 20 Jahren fast jede Woche einmal.

        • Nick Schmid sagt:

          @auguste: interessant, sie werden also gezwungen, im fanblock neben dem pyrozünder zu stehen. sorry, das wusste ich nicht, ich bin davon ausgegangen, dass sie den sektor frei wählen können wie jeder andere auch. 😉

      • beat buerki sagt:

        @ auguste

        haben sie schon mal eine fackel gezündet? wissen sie wie das geht, was die gefahren sind und wie man sich da verhalten muss?

        ich schon, als es noch erlaubt war. und es hat noch nie schwere verletzungen durch den richtigen gebrauch dieser fackeln gegeben. solange ich sie nicht als waffe benutze. es ist ein fakt, dass sich viel mehr leute auch ernsthaft verletzen, wegen den stühlen, über die sie fallen, wegen dem alkohol, den sie zu sich nehmen und wegen dem versuch, die fackeln zu verhindern…….!!!!!

        • Auguste sagt:

          hmm…, beat buerki, ich besitze ein militärisches blindgängervernichtungs-brevet. glauben sie mir, die meisten dummen unfälle passieren mit “eher harmlosen” pyro-mitteln. natürlich sollte bei richtiger handhabung und an geeigneter stelle nichts schiefgehen. aber ein gut besetzter stadion-fanblock ist keine geeignete stelle und was die sichere handhabung von pyrotechnischem material angeht, da scheint mir der durchschnittliche fussball-fan auch nicht die erste ansprechperson zu sein.

          einzige ausnahme: der gc-fan. so allein im stadion kann es schon mal vorkommen, dass man sich nach etwas wärme und licht am ende des tunnels sehnt.

    • Anja sagt:

      Sehr gut geschrieben Herr Ramseier endlich mal ein Artikel der die vielen Facetten beleuchtet. Vielen Dank

  14. Andreas Tag sagt:

    Am Schluss des Artikels steht die Frage”oder haben Sie eine bessere Idee?” Ja habe ich. Es würde der Presse gut anstehen nicht immer und immer wieder Oel ins Feuer zu giessen, ja gar darauf zu hoffen, dass irgendwas passiert (die Auflagen-Zahlen lassen grüssen). Nebst dem zürcherischen Intelliganz-Blatt meint jedes Käse-Heftli, es müsse seinen Senf auch zu dieser Thematik abgeben und suggestiv-dümmliche Umfragen an den Artikel anhängen. Um das Ganze zu untermalen werden, wie könnte es auch anders sein, alte bis uralte Vorkommnisse bemüht und das ganze mit ebenso altem Bildmaterial aufgepeppt. Selbstverständlich sind darauf allermeistens nur Randaleure aus Basel zu sehen. Selbst wenn es im Artikel um Vorkommnisse rund um Spiele wie YB-Thun, Luzern-Sion oder Aarau-Lugano geht. Aber so scheint der seriöse Journalismus heute zu funktionieren, leider. Kein Wunder, dass die Volksverdummung so beängstigend voranschreitet.

    • Auguste sagt:

      hmm…, welch interessanter ansatz, die “volksverdummung” beim leser/betrachter und nicht beim verursacher zu orten. respekt!

      • Andreas Tag sagt:

        Es geht nicht darum, die Leser/Betrachter à priori als dumm hinzustellen. Jedoch prüfen Sie mal, wie die Massenmedien (leider oft mit Erfolg) versuchen die Volksmeinung zu beeinflussen. Leider trägt diese Beeinflussung sehr oft Früchte, will heissen die präsentierte Meinung wird von den Lesern oder Betrachtern tel-quel und ohne zu hinterfragen übernommen. Das meine ich mit “Volksverdummung”. Das ist leider ein Fakt. Dies passiert nicht nur im Zusmmenhang mit Ausschreitungen beim Fussball – es gäbe Dutzende andere Beispiele dafür. Negativ-Emotionen sind es, welche Auflagen und Quoten steigern. Und last but not least bin auch ich explizit gegen Randale. Was mich jedoch ebenso ärgert, sind die üblichen Verallgemeinerungen und dementsprechende Kollektiv-Strafen. Dies ist halt das Einfachste.

        • DAM sagt:

          Was mich im Zusammenhang mit Medien, vor allem dem Schweizer Fernsehen; stutzig gemacht hat ist Folgendes:

          Immer und immer wieder, wird vom SF darauf hingewiesen wie wichtig es ist die Hooligans zu stoppen. Wenn dann aber der Vorschlag kommt, dass man aus Sicherheitsgründen bereits vor der Saison den gesamten Spielplan erstellt, damit es am letzten Spieltag (meist) zu keiner Finalissima kommt, ist das SF natürlich dagegen. Denn es kostet halt Geld, wenn die Übertragenen Spiele keine echten Knüller sind… Diese Heuchelei stört mich ganz gewaltig.

          PS. Insofern hat der FC Luzern in dieser Rückrunde aktiv zur Verhinderung der Fan-Gewalt beigetragen in dem er eine Finalissima FCB – FCL “gekonnt” verhindert hat.

  15. Pascal Schlatter sagt:

    Ich möchte kurz einmal den Spiess umdrehen. Wie viele Polizisten und vor allem Mitarbeiter von privaten Sicherheitsorganisationen (Delta, etc.) freuen sich auf ein Derby oder Spiele wie Züri-Basel? «Jaaa, endlich wieder Chaoten mit Pfefferspray und Tränengas eindecken… und dabei noch ein paar junge Fans verprügeln…» Es gibt immer zwei Seiten!

    • Auguste sagt:

      hmm…, halbwegs smart wäre, denen keinen grund zu liefern, oder?

      • Beni sagt:

        hmmm…. die brauchen leider keinen Grund die Prüglen zum Teil zum Spass?

      • Martin sagt:

        @auguste:

        man macht es sich zu eifach, wenn man die ganze schuld den fans zuschiebt. anhand ihrer beiträge muss man davon ausgehen, dass sie in der politik oder bei der polizei engagiert sind. die suchen sich genau so den einfachsten weg…

        • Auguste sagt:

          hmm…, nein, martin, weder noch, aber fussball ist wettstreit um eine meisterschaft oder cup und kein krieg. ich gehe einfach gerne in fussballstadien, geniesse wurst und bier und hoffe, dass es ein gutes spiel wird – so wie die überwiegende mehrheit der zuschauer. und weil es ohne die andere mannschaft kein spiel gibt, verstehe ich wirklich nicht so ganz, warum man mit gewalt auf deren anhänger reagieren sollte. leere gäste-fanblocks wirken in sonst vollen stadien immer wie fremdkörper und bringen keine stimmung.

  16. Reto Stäpfli sagt:

    Fussballfans, (ja, sogar gewalttätige), haben auch Rechte. Das Recht auf Anhörung und das Recht auf einen fairen Prozess mit einer Bestrafung die dem Vergehen entspricht, muss gewährleistet werden, ansonsten hebeln wir die Rechtsstaatlichkeit aus und bewegen uns Richtung Bananenrepublik. Heute bei Fussballfans, morgen bei Rauchern, übermorgen bei Hundebesitzern, und am Schluss bei den Autofahrern. Wer marktschreierisch nach Massnahmen wie “am Montag den Arbeitgeber informieren” verlangt, hat das Prinzip unserer Verfassung und der Judikative nicht verstanden. England: in England hat sich die Gewalt in die unteren Ligen verschoben. Die Ticketpreise in der Premier-Liga sind so hoch, das sich nur noch gutbetuchte ein Spiel leisten können. DIe Medien wurden vom Englischen Verband angehalten, über die Probleme in den unteren Ligen nicht zu berichten, da man auf der Insel auch wieder mal einen Grossanlass wie die WM will. Fanpass: das geht nicht, das hat die Vergangenheit bewiesen. Pyro: Pyro mit Gewalt gleichzusetzen ist abstrus und hat uns mehr Probleme eingebracht als es gelöst hat.

    • Auguste sagt:

      hmm…, schon in der steinzeit hockten sie um ein “pyro” herum und wahrscheinlich hatte sogar einer von denen die idee für das rad. welches war die letzte bahnbrechende idee aus irgendeinem pyro-erleuchteten fanblock auf diesem planeten?

      • Nick Schmid sagt:

        sie scheinen pyro-traumatisiert zu sein… wieso auch immer. aber ok, blenden wir mal pyro aus und gehen wir davon aus, dass kein mensch mehr zündet. wird die welt sicherer? gibt’s weniger krawalle?

        • Auguste sagt:

          hmm…, natürlich wird die welt sicherer, wenn man einen risikofaktor eliminiert. nein, auf krawalle haben pyros in der regel keinen unmittelbaren einfluss. ich bin auch nicht pyro-traumatisiert, aber bei vielen dieser pyroabbrennenden typen hat man nicht das gefühl, dass die auch nur annähernd so helle sind wie ihr kleines feuerwerk.

      • Beni sagt:

        Naja mir kamen dort schon so ein paar wirklich wichtige wissenschaftliche Ideen, welche sie auf Grund fehlender Bildung wohl aber nicht verstehen würden 😉

  17. Peter Parrot sagt:

    Man darf nicht vergessen, dass in der Schweiz die Sachlage völlig anders ist als z.B. in Deutschland. Hier kommen die Einnahmen nicht von Sky oder Teleclub, sondern von den Zuschauern. Nun ist es einfach so, dass bei den ALLEN SL-Clubs der Grossteil der Zuschauer aus organisierten Fans besteht. Die Kurven sind nicht schönes Beigemüse, sondern der Kern des Zuschauerpotentials und die Clubs sind von diesem existenziell abhängig. Es wäre blauäugig zu glauben, dass eine Repression der treusten Anhänger jene fernhält, die randalieren oder gewalttätig sind. Alles was man damit erreicht, sind leere, stille Stadien, weniger Geld und folglich eine weniger attraktive Liga.

    • Franz sagt:

      Haben Sie sich auch schon mal überlegt, wie viele Zuschauer und Sponsoren gerade wegen der Randalierer den Stadien fernbleiben? Ihre Schlussfolgerung entbehrt jeder Logik. Oder gehen Sie davon aus, dass die heutige Super League attraktiv ist? Eine Liga, in der sich das ganze Interesse seit Jahren auf das Duell FCB – FCZ beschränkt. Klubs, die massiv über ihre Verhältnisse leben und nur durch Mäzene überleben.

      • Reto Stäpfli sagt:

        Franz: warum gehen dann all diese ferngebliebenen Zuschauer nicht zu Thun gegen Xamax, welches ja sicher problemlos angschaut werden kann. oder in der ChL, wo die Zuschauerzahlen trotz Frieden im Stadion astronomisch tief sind.

      • sg'ler sagt:

        ja genau, ohne aktive fans würden tausende anderer leute in die stadien gehen… wie oft höre ich, ich gehe mit meinen kindern nicht mehr an den match… komischerweise ist der familiensektor jeweils gut besucht. der fussball in der ch ist vom niveau schlicht nicht gut genug, dass genügend zuschauer ins stadion wegen dem fussball allein kommen. keine fans, keine stimmung ->weniger attraktiv, noch weniger zuschauer -> unattraktiver für sponsoren.

        • Diniss sagt:

          Dass der Familiensektor gut besucht ist, hängt damit zusammen, dass die Preise günstig und die entsprechenden Sektoren relativ klein sind.

      • Jean Jacques Jean sagt:

        Und wenn man nun die Fangruppierungen aussperrt, beispielsweise indem man die Preise erhöht wie in England, dann kommen plötzlich mehr Fans an die Spiele?

  18. Adi sagt:

    Um diese Frage etwas zu verallgemeinern: wo hat in der Geschichte der Menschheit Repression ein Problem gelöst? Alkohol? Nein. Drogen? Nein. Rassendurchmischung? Nein. Völkerwanderungen? Nein. Menschenrechte? Nein. Etc. etc.
    Dies wird auch bei Sportanlässen nicht anders sein. Jaja, jetzt wird wieder auf die EPL verwiesen: dann gehen Sie doch mal ein Spiel der unteren Ligen in England schauen. Repression hat noch nie etwas gelöst…nur verzögert oder die Verantwortung jemandem anderen in die Schuhe geschoben.

  19. alain sagt:

    hmm wie soll man diese frage verstehen, repressionen wurde ja immer gemahct und hat noch nie was gebracht?
    also welche wollen sie noch anwenden und bringt steigerung etwas? ich dneke die polizei ist gut geruestet worden und dennoch ist das problem da
    ich denke da muessen andere mittel ran aber sicher nicht noch mehr gewalt auf gewalt

  20. B. Igoscht sagt:

    Die (Körperliche)Gewalt/Randale hat in den Stadien hat im letzten Jahr nicht abgenommen. Jedenfalls nicht was ich im SDS Sektor D selbst gesehen habe.

    Ausserhalb anscheinend auch nicht, jedoch bin ich glücklicherweise niemals da hineingeraten, weder in “AnhängergegenAnhänger” noch in “StaatsterrorgegenUnschuldige”. Entweder mache ich etwas falsch, oder etwas richtig.

    Hängt aber auch sicher damit zusammen, dass ich nicht mehr an Auswärtsspiele gehe. Es ist heutzutage schlicht zu unberechenbar geworden. Ich habe keine Lust mich mit Steinen bewerfen zu lassen oder in eine Pfefferspraywolke die nicht für mich bestimmt war.

    Für Familienreisende würde ich empfehlen zeitlich versetzt zum Hauptharst zu reisen.

  21. B. Igoscht sagt:

    ach ja, und zum Thema selbst, für mich

    Polizei vor dem Stadion, OK. Polizei ins Stadion, OK. Polizei beim Bahnhof, OK.
    Merci

    Das hilft natürlich auch nichts, wenn ein organisierter Angriff etwa 5km vom Stadion entfernt nach dem Spiel stattfindet (O’mundigen). Aber vielleicht werden mehr Stadionverbote ausgeteilt und etliche “Fans” verlieren die Lust am Fussball, wenn man nachher nicht noch etwas Pöbeln kann.

  22. Cornelius Reiser sagt:

    Herr Rengglis Blog bezieht seine Existenzberechtigung allein aus der Tatsache mit Halbwissen und gezielter Provokation Leser anzuziehen. Obiger Eintrag ist schon fast ein Idealtyp seines Geschreibsels. Der Leser, angezogen von einem Fussballblog zum Thema Fussball in der Schweiz, könnte ja meinen, genau hier eine profundere Beschreibung oder gar Analyse zu fussballbezogenen Ereignissen sportlicher, sozialer oder politischer Art im Schweizer Fussball zu finden. Aber nein, denn Herr Renggli nähert sich dem Thema Gewalt nicht etwa mittels einer Recherche zu tatsächlich aktuellen Tatbeständen oder gar zu einer Historie der Gewalt im Schweizer Fussball. Vielmehr bleibt er der tumben Belanglosigkeit eines Berichts sportjournalistischer Provenienz verhaftet.
    Das Fragezeichen im Titel ist doch nach Genuss des Artikels obsolet. Statt einer wirklichen Auseinandersetzung mit dem Thema werden zigfach wiedergekäute Oberflächlichkeiten ohne Kontext wiedergegeben. Gleich der erste Abschnitt beschäftigt sich doch tatsächlich in ganzen vier Sätzen mit dem auf journalistischer und politischer Sensationsgeilheit beruhenden aufgebauschten Auseinandersetzungen in jenem Mai 2006 – ein aus dem Ruder gelaufener Diskurs mit dem griffigen Titel „Schande von Basel“. Hat sich Herr Renggli wirklich je mit den Konsequenzen aus dieser Nacht beschäftigt? Wahrscheinlich nicht, denn sie würden der simplen Aneinanderreihung von Argumenten für mehr Repression widersprechen. Fakten: Es war die Muttenzerkurve, die von Vereinsführung und Polizei bereits Wochen vor dem Spiel einen Zaun verlangt hat, um eben die befürchteten Emotionen in genau jenem Zaun halten zu können. Dieser Bitte wurde nicht entsprochen. Ist damit die Selbstregulierung gescheitert? Die FCB-Führung unter Vize Heusler hat sich nicht von den Repressionsrufen täuschen lassen, sondern hat sich nach Jahren der Separation (unter Laub) zwischen Fans und Vorstand einer Politik der Aussprache und des Dialogs verschrieben. Es ist die Einsicht eingekehrt, dass mit der gängigen Pauschalisierung und Abgrenzung von Fans, Chaoten, Hooligans, Gewalttouristen und was-weiss-ich die Realität zu einem konturlosen ungreifbaren Brei verkommt. „Hooligans hingegen haben weder ein Interesse am Fussball noch an der Fankultur.“ Ist das also so? Ich geh wohl recht in der Annahme, dass die von den Zuschauern vor dem TV damals beglotzten Feldstürmer in Herrn Rengglis Kategorienraster als Hooligans zu bezeichnen wären? Konsequenterweise haben jene sich doch tatsächlich über Jahre hinweg Saisonkarten geleistet, um sich dann endlich – nach Jahren des Wartens und Bangens – dem situativen Moment zu bemächtigen und ihre tatsächlichen Ziele zu verwirklichen. Ein kleiner Hinweis: Es waren doch tatsächlich Hooligans beider Vereinsfarben im Stadion. Nur haben die sich fernab von Kameras (und auch vom polizeilichen Zugriff) im Sektor B geprügelt (notabene nachdem sich vereinzelt Zürcher Anhänger den doch eher friedliebenden Zuschauern im Sektor B zuwandten). Die fehlgeleitete panikauslösende und tränengasgeschwängerte Einsatztaktik der Polizei tat darüber hinaus ihr Übriges, um diesem Moment den Anstrich eines Kriegsspektakels auf Schweizer Boden zu verleihen.
    Wenn denn obige (selbst hier stark verkürzte) Darstellung das Rufen der Repressionisten noch verstärkt, muss doch gefragt werden, warum seither das Joggeli von grösseren Ausschreitungen verschont wurde? Wurden alle „Gewalttäter“ verhaftet? Wurde die Kurve gesäubert? Wurde ein Fanpass eingeführt? Genau! Fanpass! Welch grossartiger immer neu auf- oder endgültig verkochter Lösungsorgasmus neu gewählter Sicherheitsdirektoren oder eben rechercheresistenter Journalisten. Zum letzten Mal: Den Fanpass gab es schon mal. Das Projekt ist dazumal grandios nach wenigen Monaten gescheitert. Warum? Weil sich ein solches System problemlos aushebeln lässt (die „Fans für sich“ sind ja nicht dumm) und weil sich damit doch keine dieser idealtypischen Kategorien von Chaoten oder Hooligans identifizieren noch vom Spielbesuch abhalten lassen.
    Herr Renggli, Sie täten bei einer nächsten Auseinandersetzung mit dem Thema gut daran, sich nicht nur auf die Stammtischweisheiten ihrer Sportjournalistenzunft oder gar auf die politischen Hüftpistolenschüsse als Quellen zu verlassen. Ich empfehle Ihnen zuallererst ein Gespräch mit Leuten von der Front, seien es Fanprojekt- oder Vereinsverantwortliche. Vielleicht suchen Sie auch das Gespräch mit Exponenten der Südkurve beim Pausentee. Ansonsten können Sie sich sicherlich jederzeit an Ihren Journalistenkollegen Daniel Ryser wenden, der Ihnen vielleicht ein paar Einblicke in die Magie der Fussballrecherche hinsichtlich des Gewaltphänomens gewähren wird.

    Mit freundlichsten Grüssen

    • Teddy Baer sagt:

      Danke vielmals für diesen hervorragenden Text, Cornelius. Du sprichst mir aus dem Herzen – ich hatte leider die Zeit zu einem dermassen ausführlichen und stilistisch erstklassigen Aufsatz nicht.

      *applaudiert*

    • Fritz Henning sagt:

      Vilen Dank auch von meiner Seite. Deine Antwort ist besser als der Beitrag. Und es wäre wünschesnwert würde Deine Antwort auch mal bei den Zuständigen der “Zunft zur Urania” und anderen Exponenten und verfechtern der Repression etweas bewirken. Nochmals Danke.

    • Anja sagt:

      Ausgezeichnet geschrieben, darf ich noch zu den Vorkommnissen vom 13. Mai 06 anfügen dass ich den Rückrundenplan an und für sich vom Verband sehr unklug ausgewählt hielt. im St. Jakob Park waren noch die Umbauten zur Euro 08 im Gange und es gab noch etliche Löcher in der Fassade also Plexischalen die noch nicht montiert werden konnten und diesbezüglich einen Einstieg überall und gerade in der Muttenzerkurve zu einem leichten Unterfangen machten. Ich sah an diesem Abend Personen in dem Sektor, denen ich vorher und auch nachher nicht mehr begegnet bin. In solch einer Situation einen Spielplan auszuarbeiten, der als Abschlusspiel FCB – FCZ enthält war und ist für mich bis heute unverständlich, egal ob dieses Spiel einen Finalen Charakter hatte oder nicht. Ich glaube nicht dass ich in einer anderen Liga es schon mal gesehen habe dass zwei Clubs, mit solch leider nicht nur sportlich rivalisierendem Charakter, sich zum Saisonabschluss begegnen. Das die Medienschaffenden schon Wochen vorher sich auf dieses Spiel warmschrieben hat dann auch das seinige dazu beigetragen dass das sportliche Geschehen schon fast zum Nebenschauplatz wurde. Das was Herr Heusler sowie andere seitdem an Austausch mit den Fans geleistet haben und wie sie dieses Projekt angingen verdient meine Höchstachtung das es nun am Mittwoch wieder für den FCB zu unschönen Vorkommnissen gekommen ist, müssen auch wieder alle Aspekte einbezogen werden. Denn anscheinend gab es Personen auf mehreren Seiten die sich oder die Situation nicht im Griff hatten

  23. Daniel sagt:

    Jetzt weiss ich auch warum es immer heisst “Sport ist Mord!”

  24. ein Fan sagt:

    Glücklich das Land, welches keine anderen Probleme als Fussballfans hat.

  25. Auguste sagt:

    hmm…, krawall und randale = “aus dem ruder gelaufener diskurs” – wer den euphemismus liebt, erlebt heute einen freudentag.

  26. Ruedi Brander sagt:

    Gewalt darf in unserer Gesellschaft einfach keinen Platz haben!
    Wenn ich zum Fussball gehe, will ich mich nicht vor prügelnden Debilen in Acht nehmen müssen, will nicht angepöbelt werden, mit Bier begossen werden, die ätzenden Pyrodämpfe einatmen müssen.
    Es soll endlich Null-Tolleranz gegen diese Idioten (und bezeichnet die nicht immer als Fans!) gelten.
    Wirklich harte Strafen und rigoros durchgesetzte Stadionverbote und volle Haftung für die angerichteten Schäden sind zwingend.
    Und damit die Clubs auch endlich handeln (Massnahmen wie in Holland und England einführen) sind ihnen die gesamten Kosten der Polizeieinsätze in Rechnung zu stellen.
    Ich habe diese Irren an den Spielen langsam soooo satt!

    • Nick Schmid sagt:

      Wenn ich noch einmal England als gutes Beispiel zitiert kriege gibt’s aber so was von eins auf die Finger! 😉

      Aber wir können uns einigen: Null Toleranz gegen alles,was sich nicht an die Gesetze hält. Da hat niemand etwas dagegen. Aber bitte juristisch einwandfrei und nicht in Cowboy Manier à la Fire&Forget. Und wenn wir grade dabei sind: bitte alle Autofahrer, die zu schnell oder betrunken fahren, mit aller Härte strafen (Auto einstampfen, lebenslanges (!) Fahrverbot, bei Unfall volle Haftung), DEREN Gefährdungspotential schätze ich für mich und meine Familie nämlich um ein vielfaches höher ein. Nur um wieder mal darauf hinzuweisen, worüber wir hier diskutieren. Mitunter könnte man aufgrund der Postings meinen, dass Matchbesucher ihr Leben riskieren.

  27. Markus Becke sagt:

    Solange Pyro und Gewalt in einen Topf geworfen wird, wird es schwierig! So macht man die Gruppe der “Verbrecher” künstlich grösser und erschwert die Akzeptanz von härteren Massnahmen bei den Fans massiv.

  28. markus lang sagt:

    Wohin soll dann die Gewalt weichen lieber Herr Brander? etwa zu Ihnen nach Hause ? in die Schule Ihrer Kinder ? In England tobt ein Hooligankrieg erster Güte in den unteren Ligen. Orientieren Sie sich bitte. Und GB hat Mio-Städte um die Stadien zu füllen Holland ? soll ich lachen ? schon mal an einem Spiel von Feyernord gewesen ? und pyrozündende Zuschauer im Block sind Fans, ob ihnen das passt oder nicht. Ich finds gut so wie es ist. Wenn es ihnen nicht passt bleiben Sie doch besser zu Hause.

    • Sandro sagt:

      Ich denke, das ist der falsche Ansatz. Ein Fussballspiel sollte für alle Interessierten sein. Auch für Familien mit Kindern. Deshalb finde ich den Ansatz “wem’s nicht passt kann zuhause bleiben” falsch.

      Pyros ja, Deeskalationspolitik die ganze Zeit nein.

      Und noch was. Würden nicht Pyros in Familienzonen geschmissen, wäre ein Verbot wahrscheinlich nie gekommen.

      • beat buerki sagt:

        doch, die kam nicht deswegen. das verbot kam gleichzeitig mit dem vermehrten übertragen im fernsehen. man hat dann halt gemerkt, dass die zoom-objektive den rauch noch verstärken. die zuschauer fühlten sich gestört und hoppla, plötzlich wurde aus einmaliger stimmung ein haufen dummköpfe….

  29. marcel finn sagt:

    Man kann anhand dieser Diskussion gut feststellen ob jemand regelmässig ins Stadion an die Spiele geht und sich auch mit der Fankultur auseinandersetzt. Andererseits sieht man noch viel deutlicher wieviele Leute keinen blassen Schimmer von der Materie haben aber trotzdem, teilweise sogar krampfhaft versuchen mitzureden. Lasst es doch bitte sein. Ich schreibe dem Bauern auf dem Land auch nicht vor wie er seine Kühe zu melken hat da ich keine Ahnung davon habe.

    • The Grummelbear sagt:

      Es ist wirklich anmassend wie Moralisten mit gefährlichem Halbwissen ohne Stadionbesuch in den letzten Jahren (mein Eindruck) eine vermeintlich heile Welt in England und Holland beschwören (wahrscheinlich auch dort ohne Stadionbesuch). Es wurde hier mehrmals angesprochen, dass die Verhinderung von Pyro massiv mehr Verletzte fordert, als der Einsatz von Pyro selber. Ein kontrolliertes Abbrennen würde eine grosse Entlastung der ganzen Diskussion bringen. Den Medien kann man vorwerfen was man will, auch ich lese einen Bericht über Ausschreitungen gespannt. Nennen sie es Sensationslust. Aber anhand von Informationen, die man nur aus diesen Medien bezieht Forderungen zu stellen und sich als moralische Instanz zu betrachten, zeugt schon von der Beeinflussbarkeit einer grossen Masse. Genauso werden auch Abstimmungen gewonnen.

  30. Papa Jo sagt:

    Die Vereine sind gar nicht darauf bedacht etwas zu ändern. Wie sonst käme das Ganze Zeugs wie Fackeln. Böller etc ins Stadion. Kürzlich bei einem Spiel im Letzi wurde mein Frau (Mitte 40ig) gefilzt (Handtasche, Jackensäcke) wie wenn sie nicht weiss was dabei haben könnte, dass meine Tochter nicht noch die Hosen auszuziehen brauchte grenzt an ein Wunder. Lachhaft wurde es als die Security meine Hosenträger mit einem Rucksack verwechselte. Es zeigt, dass die Ordner die Sache nicht einschätzen können und im Griff haben, zumal Sie in die Hosen machen wenn Sie die Hooligans kommen sehen. Nebst dem haben die Städte nicht die nötigen Kader an Polizisten um wie in Deutschland ein Stadion mit Polizei zu kontrollieren. Auch findet keine wirkliche sichtbare Abgrenzung unter Fans und Vereinen gegenüber dem Hooligan statt.
    Deshalb würde ich folgenden Ansatz bevorzugen:
    Pyro als Choreographie erlauben. Dafür darf die Polizei statt Gummischrot, Hasenschrot einsetzen. Das bringt Stimmung für Alle.

    • Auguste sagt:

      hmm…, vielleicht wäre der “leupi-ansatz” erfolgsversprechender: von november bis märz ausschliesslich mit dem velo zur arbeit fahren müssen. das würde den einen oder andern hitzkopf schon etwas abkühlen.

    • beat buerki sagt:

      sie reklamieren also, dass zu lasch kontrolliert wird, aber sind dann entsetzt, wenn sie gefilzt werden? steht bei ihnen auf der stirn geschrieben, dass sie unschuldig sind? oder wie soll man denn das als security wissen?

      es gibt viele wege, fackeln ins stadion zu bekommen, die einfachste und verlässlichste methode ist, sie einem älteren besucher oder einer älteren besucherin zu geben, die nimmt sie dann rein. die werden nähmlich selten kontrolliert, das ist allgemein bekannt. also waren die ordner in ihrem fall sogar eine positive ausnahme.

      fakt ist aber, niemand kann mit einigermassen angemessenen mitteln verhindern, dass pyro ins stadion gelangt. in ganz europa gibt es kein stadion, wo man das schafft. auch die deutsche polizei hat das nicht geschafft, trotz grosser ankündigung (match basel-schlacke)

      zu ihrem ansatz sind sie zu bedauern…..

      • Papa Jo sagt:

        Ja Herr Bürki auf meiner Stirn steht geschrieben unschuldig. Denn mit einem IV Grad der keine Sprints zulässt wäre ich dumm so was wie Pyro zu schmuggeln. Daher ist Ihre Aussage betreffend ältere Personen die das reinschmuggeln täten, unqualifiziert oder Sie haben Kenntnis davon und gehören zu entsprechendem Personenkreis, der so was in Auftrag gibt. Die Eingangskontrolle ist korrekt, doch wie gesagt es ist eben einfacher einen Normalo zu filzen. Als wir letzthin mit Junioren an einem Spiel waren konnten wir erleben wie sich nach dem Spiel zwei Gruppen aufeinander losgingen. Den Schaden den Sie an unserem Mannschaftsbus anrichteten darf nun unser Verein bezahlen, CHF 1000, zahlt keine Versicherung. Ich weiss nicht welchen Jahrgang Sie haben, doch ich war im Letzi als der FCZ gegen Brüttisellen spielte. Weil ich heute sitze gelte ich heute als Modefan, war aber schon dabei als die Choreo noch aus mit Spray beschrifteten Leintücher bestand.. Doch damals ging es mit verbalen„Ausschreitungen“ und danach trank man zusammen ein Bier. Das Zuschlagen bis zur Invalidität (siehe Fall Maag) hat keine lange Tradition und läuft erst seit die sogenannten Fans einen Schal oder sonstiges vor„Grind“ binden. Bitte zählen Sie auf wie Sie sich auf dem Stehplatz gegen die sogenannte Minderheit der Chaoten einsetzten, wirken Sie deeskalierend auf diese ein oder zeigen Sie den Lesern Lösungsansätze auf. Denn bis anhin beschreiben Sie nur weshalb die Massnahme nicht klappen, siehe Ihre Aussage Sitzplätze. Nun der Satz mit dem Hasenschrot war provokativ. Doch genau so funktioniert der Pöbel an den Fussballspielen und dies ist für die korrekten Fussballfans viel bedauerlicher als mein kurzer provokativer Satz.
        Auf ein Spitzenspiel ohne Gewalt und mit schönem Sport. Hoffe dieser Wunsch haben alle die hier schreiben.

        • Diniss sagt:

          Herr Bürki bezeichnet 40jährige als ältere Besucher, das entlarvt ihn als Jungspund;-) Es sei ihm also verziehen, dass er die frühere Fankultur nicht, oder nur vom Hörensagen kennen kann.
          Die beiden Trainer am gestrigen Spitzenspiel haben ganz deutlich vorgemacht, was Deeskalation ist. Rivalität und Emotionen während dem Spiel und Shake Hands danach. Hut ab für Fischer und Fink. Die Fans werden dies zu schätzen wissen.
          Den Idioten hingegen ist Solches egal, leider.

          • Mäsi sagt:

            Hand Shake ist noch lange keine Deeskalation – sicher mal jedoch etwas gutes im Sinne von FairPlay.

            Ob jedoch die Wutausbrueche von Bickel deeskalieren sind, sei dahingestellt… *hust*
            Vor Agro-Fredy blieb kaum was Tretbares verschont. Waeren dies Fans gewesen und haetten Stuehle beschaedigt, waere gleich von Vandalismus etc. die Rede. In der Masse kann sowas dann durchaus eskalieren.

            Klar, die Emotionen gehen hoch – und als Einzeltaeter im ‘ruhigen’, nuetchernen Umfeld auf dem Rasen ist’s dann auch bald vergessen und gut ist.

            Erst mal Funktionaere im Zaun halten, bevor man blind auf die Fans losgeht!

          • Diniss sagt:

            Richtig Mäsi, ein Hand Shake ist noch keine Deeskalation, aber es ist ein Zeichen und kann dazu beitragen. Es zeigt, wie man als Konkurrent auch miteinander umgehen kann, eben zivilisiert.
            Bickel ist sicher kein Vorbild, vorallem heute, da er sich für seinen Ausbruch nicht entschuldigt, sondern aller Lieblingssündenbock “Schiri” die Schuld gibt.

            Ich will ja auch nicht, dass man auf die Fans losgeht. Aber die Idioten,die jeweils eben auch einen Match besuchen können ohne weiteres zuhause bleiben und da ihre Wohnungseinrichtung zerstören, wenn sie gefrustet sind. Ich kann es ja noch nachvollziehen, wenn die Leute ins Stadion eindringen um den Spielbeginn nicht zu verpassen. Was dann aber die Zerstörungsaktionen sollen bleibt mir ein Rätsel, Idioten eben…

        • Früher war alles besser... sagt:

          … nun, auch ich bin ein Ü40 und somit schon lange ein FCZ-Fan. Und ich muss sagen, in den 80ern hat es manchmal auch schon ziemlich “klöpft”, inkl. Sachbeschädigung. Mir wurde, da neben dem Stadion wohnhaft, von Fans auch damals schon s’Töffli mit Klubfarben besprayt, auseinandergenommen und so weiter.

          Ich gehe noch immer in die SK, auch mit den Kindern, die inzwischen schon im Jugendalter sind. Ich fühle mich im Letzi nie bedroht, habe vielleicht auch gute Sensoren.

          Ich wünsche mir, wie die meisten auch, friedliche Fans. Vielleicht sollte man sich mal in den USA orientieren gehen: anscheinend, denn ich weiss es nur vom Hören-Sagen von US-Freunden, ist dort die Gewalt in den Sportstadien unbekannt. Wen dem so ist, wieso nicht mal verschiedene Fan-Arbeiter dorthin senden?

          PS – zur Situation von gestern: Ich fand es schon gut, wie die beiden Trainer miteinander umgegangen sind. Ob es Deeskalierend wirkte? Nun, ich fand sogar insgesamt, dass auch die beiden Mannschaften ziemlich respektvoll miteinander umgingen.

          Was mich aber dennoch enttäuschte gestern: die beiden verlorenen Punkte!

          Gruess von einem, der aus der No-Future-Generation stammt 🙂 “…heute ist auch vieles gut! – Man muss es nur merken!”

  31. markus lang sagt:

    man bedenke: pyro ist für tv-reporter, medien-schaffende der printmedien, tv-gucker und sonstige welche alle mitreden ein problem. hingegen für stadiongänger keines. egal ob kurve oder loge. eigentlich lustig.

    • Auguste sagt:

      hmm…, die loge eliminiert natürlich so einige probleme im stadion wie: hunger, durst, schlechte sitze oder eingeschränkte sicht. die chaoten heissen dort neureich oder banker und gesoffen wird in etwa gleich viel, nur besser übers spiel verteilt und in kleineren schlucken. fürs klima sorgt die anlage – eine brennende fackel oder die vereinsfarben ausziehen wird unnötig. und wer unbedingt eine schlägerei sucht, der muss bloss seiner fremden sitznachbarin im mini ans knie fassen. was spricht eigentlich dagegen, aus dem ganzen stadion eine loge zu machen? die post ginge wahrscheinlich genau gleich ab – nur etwas “zivilisierter”.

  32. H.P. Kipfer sagt:

    Schade, dass eine solches Thema im Vorfeld des Schweizer El Classico einen derat dominaten Platz einnimmt! Nun liegt es an uns allen, die heute an diesem wunderschönen Fussballabend diesem Spiel beiwohnen werden, dass morgen nicht wieder darüber in negativem Zusammenhang geschrieben werde muss! Es ist Fussball – die schönste Nebensache der Welt! Nicht mehr und nicht weniger. Sich dafür oder desswegen die Köpfe einzuschagen ist so hohl wie diese derer, die sich dazu hinreissen lassen – oder noch schlimmer, Fussball für ihre niedern Zwecke missbrauchen! Freuen wir uns auf eine sportliche Auseinandersetzung – auf dem Rasen und den Rängen, und dass der FCZ gewinnt – natürlich!

  33. CURVASUDMILANO sagt:

    Es wird immer weiter brennen, alle werden immer wieder lamentieren über Gewalt, Chaoten, Hooligans usw.

    Objektive Berichte sind kaum zu finden, es wird geschrieben, was einfach irgendwie in den Kontext passt unabhängig von Richtigkeit und Bedeutung.

    Zur Richtigstellung hier, die Gewalt ist zurück gegangen, einzig Sachbeschädigungen sind mehr geworden. Und wer die einzelnen Fälle sich genauer vorführt, wird merken, so schlimm war das gar nicht. Verständlich wenn Fans von dem Emotionen übernommen werden, sei es durch ungeheure Willküre, Repressalien oder ähnlichem oder schlichtem Unvermögen von Team und Spielern. Nirgends steht, dass St. Galler Fans in Neuenburg vom Torwart von Xamax auf das Übelste provoziert wurden, dass Fans bei der Rückreise, teilweise mit Gummischrott in den Extrazug getrieben werden, ohne Anlass dies so in die Wege zu leiten. Entweder man betrachtet beide Seiten oder verfasst gar nicht erst einen Blog oder Kommentar.

    Auf die einzelnen Kommentare einzugehen, wäre ziemlich anstrengend, deshalb muss das in diesem Falle reichen.

    • Diniss sagt:

      Nun, lieber CURVASUDMILANO auch Ihr Kommentar ist nicht objektiv. Gerade Ihre Beschreibung der Xamax-FCSG Geschehnisse ist subjektiv. Ich war an dem Spiel nicht dabei und masse mir kein Urteil an. Aber Sind Sie sich sicher, dass der Xamax Torwart nicht ebenfalls aufs Übelste provoziert wurde? Wissen Sie mit Bestimmtheit, dass kein Stein oder keine Flasche in Richtung Polizei flog und diese mit Gummischrot antwortete?
      Zeitungsartikel, Fernsehberichte und insbesondere Fan-Kommentare dürfen durchaus kritisch gelesen und gehört werden. Kaufen Sie sich doch mal eine NZZ, oder einen Tagi und eine BaZ und lesen Sie, wie das gleiche Spiel oder die Schiri-Leistung beurteilt werden. Die Berichte sind immer subjektiv eingefärbt, weil sie eben auch von Subjekten(Menschen) und nicht Objekten(Maschinen) verfasst werden.
      Die Gewalt ist zurück gegangen? Na Gott sei Dank, jetzt muss sie nur noch vollends verschwinden.

      • CURVASUDMILANO sagt:

        Warum sollte der Torhüter provoziert werden? Bis dato stand es 1:1, nach der erneuten Neuenburger Führung, wurde von seiner Seite arg provoziert. Was daran jetzt subjektiv sein soll habe ich gefragt 😉

        Schlicht und ergreifend Fakten, es war so und das ganze hat sich ziemlich schnell wieder beruhigt, ich denke hier kommt der subjektive Teil ins Spiel, zu begreifen, warum das einige ausrasten.

        • Diniss sagt:

          Wie gesagt, ich war nicht dabei und es kann ja durchaus sein, dass der Xamax-Hüter grundlos provoziert hat. Ich nehm halt einfach nicht alles für bare Münze, was hier und andernorts geschrieben wird.
          Übrigens fühlten sich gestern auch Zürcher Fans von Frei provoziert, und sie werden es verneinen ihrerseits provoziert zu haben. Es ist eben immer auch entscheidend von welcher Seite aus man das Geschehen betrachtet.
          Emotionen sind gut und gehören zum Spiel. Trotzdem ist das mit dem Ausrasten so eine Sache: Ich vermute mal, dass die, die an einem Fussballspiel ausrasten sich zu Hause in ihren 4 Wänden besser im Griff haben. Ansonsten müssten sie alle paar Wochen eine neue Einrichtung kaufen. Es fehlt mir schlicht das Verständnis, weshalb man sich in der Masse nicht im Griff hat und glaubt die Sau herauslassen zu müssen.

  34. René sagt:

    Ich glaube und bin mir ziemlich sicher, dass es keine Randale mehr geben würde, wenn:
    Die Spiele interessanter wären.
    Wenn sich alle Mannschaften ihrem Job und ihrem Lohn gemäss präsentieren würden.
    Wenn die Presse keine Randale mehr provozieren darf, durch eindeutige Artikel, wie z.B. im Falle FCZ-FCB von heute, wo Randale richtiggehend gewünscht werden.
    Die wenigen, welche dann noch durch das “Sieb” fallen, könnten von eigenen Fans oder von der Security auf einfache Weise aus dem Verkehr gezogen werden und müssen brutal hart angefasst werden und brutal hoch gebüsst werden. (In den USA würde man dem Waterboarding sagen!)
    Eine noch bessere Variante wäredie, dass auf der Aschenbahn eine Pumpe mit stinkender Jauche im Falle von Pyro an den Ort des Geschehens gespritzt würde, ohne Rücksicht auf die vielen “Mitläufer”. Wetten, die Verursacher würden sehr schnell gefasst und die Gaffer und Dulder hätten eine nachhaltige Erinnerung und ein Problem, nach Hause zu kommen mit dem OEV oder dem eigenen Auto. Leute, Ideen sind gefragt, keine Repressalien!

  35. Herr Clausthaler sagt:

    Kein Alkohol im Stadion!

    • Benny sagt:

      Alkohol gibt’s eh nie an den ‘Risikospielen’. Haue gibt’s nachher (oder wie heute innerhalb der SK währenddessen) trotzdem. Wer sich kloppen will, der macht das. Wer das nicht möchte hält sich ganz leicht in 97% der Fälle draus raus. Blöd ist es echt nur, wenn ganz selten Unbeteiligte zu Schaden kommen. Das gehört aufs Härteste verfolgt. Natürlich kann man sagen, dass es nicht fair ist, dass die Bewegungsfreiheit von unbescholtenen Fans in Mitleidenschaft gezogen wird. Es stimmt. Fair ist es nicht. Aber es ist nunmal so. Und wenn man trotz leichter, vorübergehender Einschränkung dafür unbeschadet davon kommt, dann geht das doch in Ordnung, oder?

  36. Weber Walter sagt:

    Gewalt im Umfeld des Sports ist nicht ein Problem vom Fussball, Eishockey oder sonst irgend einer Sportart, nein es ist ein Problem der Gesellschaft und der Politik. Wären die Strafen für gewalttätige Menschen im Umfeld vom Sport härter und konseqeunter, so würde sich etliche Hoooligans überlegen, was sie wo, wie und in welcher Form anstellen würden. Der erste Schritt in die richtige Richtung wurde durch die Regierungsrätin Keller in St. Gallen vollzogen. Es kann auch nicht sein, dass irgend ein Politiker und in den meisten Fällen ein Jurist, die Leute mit Stadionverbot direkt anschreibt und ihnen versichert, dass er alles unternehmen werde, damit der Täter oder die Täterin wieder Einlass in die Stadien erhält. Beispiele aus Bern, lassen freundlich grüssen! Die ganze Problematik artet einmal mehr in einen politischen Streit zwischen Rechts und Links aus und der Kern der Problematik bleibt auf der Strecke liegen. Beim sehr grossen und komplexen Thema, sollten sich Politiker, wie z.B. in Bern Hr. Nause auch gut überlegen, wie man getroffene Sicherheitsmassnahmen (Raubtierkäfig) in der Öffentlichkeit kommuniziert.

  37. Albert Seiler sagt:

    Nur Repression hilft. Es ist jedes mal eine Wohltat ein BL-Spiel zu besuchen. Dort gibt es meistens keine Probleme und wenn doch, wird sofort hart durchgegriffen. Knüppel aus dem Sack und dann gibt’s Haue. Erbarmungslos. Und zweitens finde ich, dass man die Chaoten endlich richtig, mit unbedingtem Knast, bestrafen sollte. Die lächerlichen Geldbussen und bedingten Gefängisstrafen in der CH schrecken doch keinen ab.

    • Reto Stäpfli sagt:

      Seiler: die Geschichte hat die Menschheit seit Jahrhunderten geleehrt: Repression hilft gar nichts. siehe Drogenproblematik, siehe Zürich brennt, siehe Aufstände in der arabischen Welt usw. Auch in der Bundesliga geht es Wochenende für Wochenende ab wie in der ASL, die Medien gehen dort einfach lockerer mit der Thematik um.

      • Albert Seiler sagt:

        Ich habe sicher schon 20 verschiedene Mannschaften im Volkspark gegen den HSV spielen sehen. Bis auf Werder und St. Pauli ist alles ruhig geblieben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies bei anderen BL Clubs, bis eben auf die Lokalderbys, anders ist. Nur in der ASL gibt es bei jeder Hundsverlochete, bei der es um wenig bis gar nichts, geht Radau.

        • Reto Stäpfli sagt:

          ja eben: HSV-Werder oder HSV-Pauli ist wie Basel-FCZ oder Basel-YB. und es stimmt schlicht und einfach nicht, das an den anderen Spielen in der ASL Radau ist.

          • Albert Seiler sagt:

            Und was ist mit Xamax-St. Gallen und Bellenz vs. St. Gallen. Um nur zwei beispiele aus den letzten 7 Tagen zu nennen? Oder letzte Saison mit unbedeutenden Aarau-Chaoten. Alles lächerliche Provinzklubs, die ausserhalb deren Dorfgrenze keinen Menschen interessieren. Es ist doch einfach Fakt, dass man in der CH das Problem von Seiten der Clubs, der Polizei und der Judikative einfach nicht – aus was für Gründen auch immer – in den Griff bekommen WILL.

    • marcel finn sagt:

      Waren Sie letztes Wochenende in Frankfurt? Oder vor paar Wochen in Wolfsburg? Oder was war in Bremen vor paar Wochen? Seit Jahrzehnten wird in Deutschland stark auf Repression gesetzt. Weshalb gibt es immer noch Ausschreitungen und Kämpfe in und ausserhalb des Stadions? Vielleicht taugt Repression eben doch nicht soviel?
      Wie ich bereits geschrieben habe, es wäre heute so einfach an die wahren Geschichten zu gelangen.

  38. kurt abächerli sagt:

    solange die medien wie gestern sf den choreos, pyros und aufmärschen von IQ-tieffliegern so viel raum gegeben wird und das mit “stimmung” und “fussballfest” gleichgesetzt wird, werden viele hier aufmerksamkeit suchen, die sie sonst nicht erhalten. wirkliche positive unterstützung sieht anders aus.

    • Marc Keller sagt:

      Bei Eishockeyspielen wird dies auch als Stimmung dargestellt, beim Skispringen ebenfalls. Weshalb also sollen Pyros beim Fussball etwas anderes bedeuten?
      Kein Raum für Choreos? Mein lieber Herr haben Sie nur einen klitzekleinen Schimmer wieviel Aufwand (und Geld) in diese Choreos gesteckt wird? Ohne Unterstützung der Vereine, in mühsamer Kleinarbeit und organisatorischen Meisterleistungen. Sehen Sie sich doch bitte die Überrollfahne der Basler von gestern an: Glauben Sie das Material ist gratis?
      Sehen Sie sich doch bitte die Blätterchoreo der Zürcher von gestern an: Glauben Sie da wird ohne Konzept gearbeitet?
      Sehen Sie sich doch bitte die Fackeln und Blitzer der Basler sowie Zürcher an: Pure Freude, Emotionen und NIEMAND im Stadion brüllt “Macht das weg!”
      Es ist klar dass sich Teleclub-Stubenhocker und Leute ohne jegliches Grundwissen über diese Fansszenen auslassen. Weil sie schlicht und einfach keine Ahnung haben, welche Arbeit, welcher Zeitaufwand (auf Kosten der Freizeit, oftmals sogar im Risiko die Arbeitsstelle zu verlieren) und welcher finanzielle Aufwand für Normalverdiener dies alles benötigt. Und das nur aus Liebe zum Verein.
      Für Sie mag Ihre Frau/Freundin/Kind das Wichtigste im Leben sein. Für diese Fans ist es der Verein. Diesen in jeder Situation, ob in Höhenflügen oder Abstürzen, zu unterstützen. Die Spieler danken dies den Fans, Spieler lieben Ihre Fans dafür und das ist kein Geheimniss, dass IHRE Fans all die Mühe auf sich nehmen, manchmal bis zu 13, 14, 15 Stunden in einem Zug durch Europa fahren, auf dem Boden schlafen, nur um 90 Minuten voll hinter der Mannschaft zu stehen.
      Und nun zurück zu Ihrer Beschuldigung: IQ-Tiefflieger? Keine positive Unterstützung? Nicht viele sehen wirklich was bei den Fans passiert. Diese sind stolz darauf, nicht so zu sein wie der unwissende Rest der Fussballfans. In diesem Fall stolz darauf nicht so zu sein wie Sie.
      PS: abonnieren Sie trotzdem weiter Teleclub. Zuhause sind Sie wohl besser aufgehoben als im Stadion bei all den Dummköpfen.

      • DAM sagt:

        @Marc Keller
        Zugegeben für die Stimmung und als Ausdruck seiner bedingungslosen Aufopferung für einen Verein ist eine gute, grosse Choreo etwas durchwegs tolles.

        Allerdings bin ich der Meinung, dass Sie hier etwas seltsam argumentatieren. Klar steckt hinter den Choreos ein unglaublicher Geld- und Zeitaufwand. Aber deshalb heisst das doch noch lange nicht, dass es durchwegs positiv sein muss. Schliesslich steckt auch hinter der Entwicklung einer Massenvernichtungswaffe viel Geld- Zeitaufwand…

        Ich gehe ausserdem mit Ihnen jede Wette ein, dass kein Fussballclub erfolgreicher oder weniger erfolgreich ist, wenn die Choreo 5000 Franken mehr oder weniger kostet. Und wenn Sie schreiben, dass einige “auf Kosten der Freizeit, oftmals sogar im Risiko die Arbeitsstelle zu verlieren” solche Choreos erarbeiten, frage ich mich schon ob das wirklich sinnvoll ist.

        Abschliessend muss ich Ihnen in einem Punkt vollumfänglich recht geben. Die Fans generell als IQ-Teifflieger zu bezeichnen ist eine absolute Frechheit. Ich selbst kenne Fans, wie die oben beschriebenen, die zu den intelligentesten Menschen gehören, die ich kenne.

  39. Reto Stäpfli sagt:

    kurt abächerli: ?? choreos, pyros und fanaufmärsche SIND mit stimmung und fussballfest gleiczusetzen. das hat SF ganz richtig gemacht. woher wollen sie den IQ von den leuten im stadion kennen?

  40. Martin Meier sagt:

    Es lohnt sich nicht mal über diesen Artikel zu diskutieren. Polizeiberichte sammeln, mit etwas Emotionen zu spicken und dann alljährlich vor dem entscheidenden FCZ-FCB Spiel publizieren hat nichts mit guten Journalismus zu tun.

  41. marcel finn sagt:

    Herr abächerli? Ich versuche vernetzt zu denken und Brücken zwischen den Gedankengängen der Menschen zu schlagen. Darf ich fragen wo Sie sich politisch einordnen würden? Welche Partei unterstützen Sie? Ansonsten kann ich Ihnen auch nur empfehlen zu Hause auf dem Sofa zu bleiben. Zusammen mit Ihrer Meinung.

  42. Reto Frigo sagt:

    Herr Renggli, sie strahlen heute sicherlich mit ihren anderen Redaktionskollegen um die Wette, schliesslich sind sie der wahre Messias und haben die Ausschreitungen gekonnt vorhergesagt. Bravo, ich hätts nicht besser gekonnt. Ehrlich. Ich beneide sie. Und trotzdem bleibt ein fahler Beigeschmack. Hätte es nicht noch ein bischen mehr sein dürfen? Na, zum Beispiel noch ein kleiner Pyrowurf so als Auflockerung der Berichterstattung. Seien sie ruhig wählerisch, dichten sie was dazu, das kommt beim 0815 Bürger saumässig gut an, daheim. Und schmücken sie die Berichterstattung ruhig ein wenig aus. Ein bischen überzeichnen, schliesslich ist die Realität viel zu öde als dass man sie noch adäquat abzubilden gedenkt. Ach wissen sie, herr Renggli, das nächste Mal werfen sie den ersten Stein. So mittendrin statt nur dabei. Das wärs. Mal so richtig haudrauf spielen. Um dann ihr vor Sensationslüsternheit triefendes Geschreibsel der Welt zu präsentieren. Mich nimmt wunder, wieviel dass Tamedia und Ringier den Fans für ihre Ausschreitungen bezahlen. Sagen sie mir Herr Renggli. Wieviel Geld wechselt da jeweils die Hand? Na? Ich bitte da höflichst um Aufklärung. Und um auf ihre eingangs gestellte Frage zurückzukommen. Natürlich sind alle Sicherheitskosten den Journalisten oder wahlweise ihren Hausverlagen in Rechnung zu stellen, denn sie sind es, ja, auch sie Herr Renggli, die die Hauptverantwortung für Ausschreitungen tragen. Im Nachhinein wäre mit der sensationsgeilen Hetze bestimmt aus die Maus.

    • Milan sagt:

      äää.. Hallo!?? Herr Frigo, man kann ja Hern Renggli mögen oder nicht (Sie offenbar bevorzugen letzteres), aber seinen Blog als Ursache(?) dafür zu nehmen, wenn Basler Hooligans Sicherheitsleute attackieren und verletzen, Kassenhäuschen und Imbis-Buden zerstören und ausplündern? Ich fürchte, da trauen Sie Hernn Renggli und seinem Blog doch etwas gar zuviel Einfluss zu. Am Besten machen Sie sich einen Tee und legen sich ein wenig hin. Oder schauen etwas fern. Bloss nicht Fussball! Ev den wetterkanal, das beruhigt..

  43. Beat sagt:

    @ Hr. Renggli: Ich weiss natürlich nicht ob Sie Zeit haben die Kommentare zu lesen. Aber falls Sie es tun: Ich staune ob den Kommentaren dass es Ihnen ohne viel Aufwand gelungen ist den Finger auf den wunden Punkt zu legen. Nicht dass es in Ihrem Artikel zu finden wäre, aber Sie haben die Provokation 100% geschafft, die nötig war um via die Kommentare das Problem schonungslos offenzulegen. Ich denke nicht dass viele der vehementen Verteidiger der Gewalt während und nach den Spielen wirklich selber Hooligans sind. Aber zumindest sind es Zeitgenossen die keinen Hochschein davon haben dass Ihr Verhalten, nämlich Ihr Support für die Gewalt, auch dann einen enorm negativen EInfluss auf die Szene hat, wenn sie selber gar keine Gewalt anwenden. Eines hat Ihr Artikel also ganz klar gezeigt: Die exzessive Gewalt und das fast völlige Fehlen jeder Selbstbeherrschung hat im allgemeinen Publikum heute dermassen starke Unterstützung, auch von denen die selbst nicht “so sind”, dass es vollkommen aussichtslos sein muss, die Gewalt mit den heute angewendeten Mitteln bekämpfen zu wollen. Sobald die Polizei versucht etwas wirksames zu tun, trifft sie entweder die falschen oder sie ist selber gewaltbereit oder hat am Ende sogar provoziert. Nichts führt daran vorbei den Klubs und der Liga die vollen Kosten: Sicherheitsaufgebot vor- und nach dem Spiel, Extrazüge, Schadensaufkommen etc. zu überbinden. Dazu müssen die Ticketpreise steigen, Pech für die Anständigen. Da aber ja offensichtlich ein Heer von Anständigen die Gewaltbereiten bereitwillig unterstützt wie hier die Kommentare Schwarz auf Weiss belegen sind diese ja keineswegs unbeteiligt. Das einzige was bodenlos unfair ist an der Sache ist der heutige Zustand wo effektiv unbeteiligte Steuerzahler die Netto Zeche bezahlen müssen.

    • xy sagt:

      eine verlagerung der fans vom inneren des stadions vor das stadion also.. sehr sinnvoll! -.-
      eure kommentare hier sind etwa auf dem gleichen niveau wie das gerede eines politikers: es kommt viel raus, das meiste ist falsch und die sogenannten ‘Lösungen’ sollen 1 – 2 helfen und das problem beseitigen, wobei sie nur in nochmehr scheisse enden. anstatt lösungen von zuhause aus zu suchen, schauen sie sich das ganze doch einmal an, dann sehen sie auch selbst dass in einer kurve nicht alle an einem strang ziehen, sondern genau dieser ort geprägt ist von vielen verschiedenen individuen, welche man nicht einfach mit einer am schreibtisch erfundenen methode wegschaffen kann. da braucht es eine sehr grosse auseinandersetzung mit dem thema, den personen und dazu noch sehr viel fingerspitzengefühl, wie man es weder von unseren politikern, noch von sicherheitschefs, polizei o.ä. bis jetzt einfach nicht sieht!

      • Mäsi sagt:

        Danke xy!
        Mir standen bei Beats Eintrag auch die Haare zu Berge. Dieses Thema derart kurzsichtig am Schreibtisch loesen zu wollen, ist schlicht und einfach naiv.
        Die utopische Loesung waere eine Selbstregulation – die Vergangenheit zeigt jedoch, dass leider auch Querschlaeger innerhalb der Kurve geschuetzt werden.

        Klassisches Beispiel von vergangenem Mittwoch:
        Der Sturm beim Eingang der Basler im Letzi. Klar, das zerstoererische Verhalten der Fans ist zu bedauern, aber die Ursache liegt ganz klar bei den Securities/Eingangskontrollen.
        Wenn du Hunderte Fussballfans (von denen man weiss, dass sie aggressiv sein koennen), die extra von Basel anreisen, kurz vor Anpfiff noch draussen warten laesst, und ihnen nicht in absehbarer Zeit Eintritt gewaehrst, musst du dich auch nicht wundern, wenn der Eingang gestuermt wird und anschliessend Aggressionen an diversen Gegenstaenden abgebaut werden.

        Ein Freund hat mir zudem erzaehlt, dass auch die Securities (Delta?) mal wieder sehr aggressiv vorgegangen sind und die Eskalation geradezu provoziert haben. Ist nicht das erste mal!
        (vgl. YB vs. FCL als die Securities wegen einem politischen Spruchband in den FCL-Sektor schritten und wild drauflos gepruegelt haben. Anschliessend wurden jegliche Kamera-Chips geloescht/konfisziert und auch die Stadion-Tapes waren unvollstaendig. Zum Glueck kam schlussendlich die Wahrheit zumindest teilweise ans Licht.)

        • Beat sagt:

          Eben! Womit nicht weniger als ein weiterer Beleg geliefert ist dass der allgemeine Support den die Chaoten erhalten das Hauptproblem darstellt. Der Eingang wird gestürmt? Natürlich, die Security ist schuld. EIn Fan rastet aus? Klar, die Polizei hat ja provoziert. “Man weiss ja dass die Fans aggressiv sein können”. Der Gipfel ist noch dass solche Leute den andern dann Kurzsichtigkeit vorwerfen.

          • Mäsi sagt:

            Es bringt nichts, darüber zu diskutieren, wieso die Fans so sind und wie sie sein sollten.

            Dies ist momentan leider ein Fakt, und um dies zu ändern und Lösungen zu suchen, braucht man diese momentane Tatsache zu akzeptieren. Auf dieser ‘Basis’ müssen dann Lösungen gesucht werden. Wenn dann die Sicherheitskräfte alles dafür tun, um die Situationen eskalieren zu lassen, ist dies nur kontraproduktiv! Die giessen Öl ins Feuer, wie’s nur geht. Ich wage mach zu behaupten, dass dies teils auch bewusst gemacht wird – v.a. bei den Deltas, die ja zu gerne selber drauflosprügeln (und da habe ich ein paar ganz üble Bekanntschaften in der RS gemacht, die das absolut ‘geil’ fanden und sich auf jeden Einsatz freuten, in der Hoffnung drauflosprügeln zu können!).

            Die Sicherheitskräfte wollen die Situation in den Griff kriegen (sagen sie zumindest) – und diese haben das Gefühl, dass alles seitens der Fans/Vereine kommen soll. Und genau das ist kurzsichtig und nicht lösungsorientiert!

          • Beat sagt:

            Naja, ich habe halt keine Erfahrung mit Leuten wie Delta und Co. Eines ist aber klar, wenn man einen Fakt wie z.B. dass “die Fans halt so sind wie sie sind” dann hat man bereits verloren und alles was man dann probiert ist bloss eine Scheinlösung. Es gibt nichts anderes als diese Leute mit aller Energie von den entsprechenden Plätzen fernzuhalten bis sich die Situation normalisiert hat. Die müssen mit aller deutlichkeit spüren dass dieses Verhalten nciht akzeptiert ist. Wenn dann natürlich ein Sicherheitsdienst selbst den Boden unter den Füssen verliert ist dieser ebenfalls von der Szene fernzuhalten. Wenn die Verbände, die Ligen und die Vereine nicht bereit oder nicht in der Lage sind diese Massnahmen, wie z.B. konsequente und länger andaurende Stadionverbote durchzusetzen, bleibt nur die Lösung wie sie im Moment offenbar z.B. in Polen getestet wird: Spiele ohne Gastfans. Alternativ und vernünftig tönt auch der Vorschlag Nause, nämlich dass die Behörden künftig über Durchführung oder Absage eines Spiels entscheiden. Das könnte dann z.B. so aussehen dass bei einer Stürmung des Eingangsbereichs wie offenbar kürzlich geschehen, das Spiel abgesagt wird.

  44. Stucki sagt:

    Da wollen einige ein neues Hardturmstadion in Zürich und gleichzeitig prügeln und randalieren Fans jede Woche. Die Stadt und vor allem die Anwohner wären ja vollkommen hirnverbrannt einen neuen Konfliktherd (Stadion) erneut zu bewilligen und zu bauen.

    Seit der Schliessung des Hardturms kann ich am Sonntag wieder ohne die Saubanner im Tram sitzen. Es reicht schon, dass am Wochenende die Stadt als rechtsfreier Raum wahrgenommen wird.

    Die Fans sollen endlich für die Kosten der Einsätze aufkommen.

  45. Auguste sagt:

    hmm…, heute gibt es im sportteil von faz.net ein paar interessante gedanken des deutschen sportpsychologen prof. gunter gebauer zum thema fangewalt und zur wechselbeziehung fan – club. ganz lesenswert.

  46. Anja sagt:

    Sagen sie mal Herr Renggli sie finden ja Fotos von allen möglichen Vorkommnissen, von diversen Club-“Fans” komischerweise sind keine Fotos von den Ausschreitungen der FCZ “Fans” von letztem Jahr im Joggeli dabei, wieso dass denn?

  47. René Baron sagt:

    Wenn es schon für den FCZ Sportchef Fredy Bickel völlig ok ist vor laufenden Kameras auf die Letzigrund Infrastruktur einzuhauen und Tafeln wegzukicken, und Eltern, Lehrer und Trainer es völlig normal finden, wenn bereits Primarschüler “Scheiss Club” skandieren, muss man sich nicht wundern, wenn sie sich später als Hooligans entfalten. Vorbilder brauchen die Kids! Vorbild heisst RESPEKT VORLEBEN!