Logo

Fährt Canepa den FCZ an die Wand?

Thomas Renggli am Montag den 11. April 2011



Es war ein schöner Sonntag für den FC Zürich. Spätes Derby-Glück dank Zouaghi. Die grösste Kulisse im Letzigrund an einem Meisterschaftsspiel (18‘600) seit fast zwei Jahren. Die ersten Punktverluste des FC Basels 2011.

Trotzdem ziehen am Horizont dunkle Wolken auf. Am 31. Mai wird Präsident Ancillo Canepa den Klubmitgliedern die Jahresrechnung vorlegen – mit einer Farbe, die im Schweizer Spitzensport zur schlechten Gewohnheit gehört: Tiefrot. In einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» spricht Canepa von einem «wesentlichen Defizit im einstelligen Millionenbereich» und bestätigt die Mutmassung, dass vom Gewinn aus der Champions-League-Teilnahme in der vorletzten Saison (ca. 10 Millionen) «praktisch nichts mehr übriggeblieben ist».

Noch im vergangenen Frühling hatte Canepa von einem nachhaltigen Finanzmanagement gesprochen und dass man den Klub «drei, vier Jahre ohne den ständigen Kampf um die Mittelbeschaffung» führen könne.

Alles nur leere Worte? Von einem Mann notabene, der sich als Wirtschaftsprüfer bei Ernst & Young einen Namen gemacht hatte.

Anders als bei den Grasshoppers kann beim FCZ nicht allein von einem strukturellen Defizit gesprochen werden. Der Schaden ist hausgemacht. Die Champions-League-Euphorie trübte den Verantwortlichen derart die Sinne, dass die Personalkosten völlig aus dem Ruder liefen und zwischenzeitlich bis auf 24 Millionen anstiegen. Selbst nach den Abgängen von einigen Grossverdienern (Rochat, Hassli) hat sich daran nicht viel geändert. Mit Magnin, Teixeira, Chermiti und Béda hat der FCZ Spieler verpflichtet, die er sich eigentlich nur bei einer Champions-League-Teilnahme leisten könnte. Transfererlöse blieben dagegen weitgehend aus.

Auch hinter den Kulissen ist die Verhältnismässigkeit nicht mehr gegeben. Der vermeintliche Arbeiterklub verfügt über die Unternehmensstruktur einer Grossbank – mit rund einem Dutzend Geschäftseinheiten. Grössenwahn?

Canepa ist ein Mann der Tat. Er liess eine aufwändige Vereinschronik schreiben, initiierte mit viel Herzblut ein Museum. So geglückt beide Projekte auch sind – für Nachhaltigkeit stehen sie höchstens im emotionalen Sinn. Wirtschaftlich refinanzierbar sind sie nicht.

Der FCZ bewegt sich auf einem sehr schmalen Grat. Schafft er im Sommer nicht die Qualifikation für die Champions League, droht Canepas schöne Welt in sich zusammenzubrechen. Bereits die Europa League (YB machte in diesem Wettbewerb mit sehr guten Leistungen «nur» sieben Millionen Franken Gewinn) würde den gewachsenen Ansprüchen kaum gerecht.

Während Monaten war die Finanzmisere der Grasshoppers im Zürcher Fussball das grosse Thema. Auf einer Zeitbombe sitzt aber vor allem der FCZ. Sie könnte explodieren, bevor jemand ihr ticken gehört hat.

Und zu guter Letzt: Merci! Steilpass ist zum Superblog 2011 in der Kategorie Sport gewählt worden. Das ist natürlich nur dank Euren zahlreichen Stimmen zustandegekommen. Eine freudige Anerkennung und zugleich Aufforderung, weiterhin mit Herzblut über Fussball zu bloggen.

« Zur Übersicht

77 Kommentare zu “Fährt Canepa den FCZ an die Wand?”

  1. Fedy Hintz sagt:

    Also guet: “Dä holetmer halt de Chübel”!

    • Mathias sagt:

      Ja genau, vielleicht nächtes Jahr. Dieses Jahr gibt es gegen den hervorragenden FC Basel rein gar nichts zu holen!

      • H.P. Kipfer sagt:

        Schauen wir mal … 😉

        • Hugo Basler sagt:

          Ah Ja, meinsch am grüne Tisch durch SFL oder durch a 20m Laufeinwurf…wird nicht mehr geben…wette

          • H.P. Kipfer sagt:

            Hmmmm – wie wäre es diesmal schon in der 90. Minute – wie gegen GC gestern :-)?

          • Toni sagt:

            ja das war ein schöner Tag. Stahel……..Filipescu…

          • Stephane Hug sagt:

            Wir nehmen alles!

          • Davide sagt:

            ….hihi, ich finds so lustig, ihr basler trauert immernoch diesem einwurf nach, der zu weit vorne ausgeführt wurde (das wird jedenfalls immer wieder und nur von euch baslern behauptet). mal schauen, wir schreiben den 12. april 2011. es sind knapp 5 jahre vergangen und es kommt immer die gleiche leier. ich kann wirklich nur noch lachen :-). ich frage mich bloss, warum kein basler den vorsprung, den der fcb auf den FCZ hatte, anspricht. wieviel punkte waren das schon wieder? 13? ich weiss nicht mehr genau, aber es waren viele. da sieht man wiedermal wie kritikfähig ihr basler seid, wenn ihr die niederlage am 13.5.2006 und die damit verlorene meisterschaft auf einen einwurf, der vielleicht, evtl. zu weit vorne ausgeführt wurde, reduziert. null kritikfähigkeit, es sind immer die andern schuld. aber das ist auch nichts neues: fcb-fans sind einfach so einfach. viel spass noch beim spannenden saisonfinale…

          • josé bütler sagt:

            ich bin weder baaasel noch züri fan … aber das thema “meistereinwurf” bringt mich auch immer wieder zum schmunzeln. es muss die basler seele tief verletzt haben in der letzen minute im eigenen stadion noch den titel zu verspielen … und dann eben noch dieser einwurf. also ich muss gestehen, ich sage meinen e-junioren immer wieder: führt einwürfe schnell aus und werft den ball immer min. 5-10 meter näher zum gegnerischen tor ein als er ins out gegangen ist. ich nenne dass schlitzohrigkeit. und dass kann der lahme schweizer fussball weiss gott gebrauchen ;o)

  2. josé bütler sagt:

    wow, gratuliere herr renggli zum 1. rang in der kategorie sport bei der wahl zum superblog 2011!!! ich finde den steilpass eine gute plattform um kontrovers über das thema fussball diskutieren zu können. gelegentliche provokationen und subjetive sichtweisen gehören dazu. das thema fcz und canepa berührt mich als innerschweizer und fc luzern fan nicht, darum enthalte ich mich eines kommentars und wünsche allen blog-lesern eine gute woche.

  3. Buschbrenner sagt:

    Canepa ist ein guter Mann! Weiter so – dann sind wir hoffentlich bald beide Zürcher-Clubs los! Endlich mal eine gute Nachricht

    • Walter sagt:

      Super Aussage… Danke!
      Auf solche Beiträge haben wir alle gewartet…

    • H.P. Kipfer sagt:

      Dafür ein umso schlechterer und unpassender Beitrag von ihnen Herr Buschbrenner …! Wenn der FCB wie ein Kleinbertrieb geführt werden müsste sähe die Welt wohl auch nicht mehr sooooo rosig aus. Allerdings muss man halt leider schon eingestehen: Zürich ist nicht wirklich eine Sportstadt und zumindest da haben Basel und Bern die Nase vorn …

      • marc sagt:

        Zürich ist keine Sportstadt? Das würde ich nicht unterschreiben. Nur weil in Basel alle ins Stadion rennen, heisst das noch lange nicht, dass Basel mehr Sportstadt ist als in Zürich. Denn, nebst dem FCZ und GC wird in Zürich auf höchstem Niveau Eishokey, Handball und Volleyball gespielt. Nebst einem super Leichtathletik Meeting, gibt es einen Marahton, der jedes Jahr mehr TeilnehmerInnen und ZuschauerInnen anzieht. Ich tendiere eher zu sagen: Multikulti findet nicht nur an der Zürcher Langstrasse statt sondern eben auch im Sport. Und zwar auch auf hohem Niveau.
        Ich bin durch und durch FCZler, und kann mich – liebe Basler, das betrifft auch euch – gut an die Jahre erinnern, in dem v.a. ein Klub in der Schweiz Fussball spielte (notabene in der nicht Sportstadt Zürich) oder zumindest alles gewann, zuletzt unter dem Trainer, der auch Basel dann aufs inzwischen hohe Ross hob. Und so gesehen, gibt es seit gestern Abend nur ein Motto: Hopp GC und viel Glück in Basel… 🙂
        PS: der FCZ ist am Double näher als der FCB, vergesst das nicht.

        • alain sagt:

          ich denke es braucht ein zuercherclub 2 sind zuviel udn da wird frueher oder spaeter etwas entshceiden, ich bin immenroch eher fuer den fcz als gc
          waer ja bloed wenn wir kein 30 spiel ohne zuerchersieg feiern koennten nur wiel es sie nicht mehr gibt
          was sportstadt betrifft stimmt schon, zuerich hat zuviele moeglichkeiten

        • Eddie Sauza sagt:

          😀 eine Milllion Menschen in Stadt und Umgebung und keine Stadien, in welchen Fussball oder Eishockey erste Priorität geniessen, obwohl diese klar die beliebtesten Sportarten der Schweiz sind. Also, warum genau ist Zürich eine Sportstadt? Bevor der FCZ oder GC in keinem Fussballstadion zu Hause spielen und der ZSC wegen Konzerten die Spiele verschieben muss, würde ich zuerst nach Basel, Bern oder auch Luzern schauen, bevor ich Zürich als Sportstadt bezeichne.

          • marc sagt:

            Das eine hat mit dem andern nichts zu tun. Auch ich plädiere für ein neues Stadion, allerdings für eine Doppelarena, am besten zwischen Autobahn und Bahnhof Altstetten. Jedoch braucht es kein 30er-Stadion. Eben, wegen der Sportstadt, die nicht nur Fussball und Eishokey kennt, ist die Vielfalt gross und dementsprechend verteilen sich die Interessen. Ob Zürich jemals 25’000 Zuschauer im Schnitt hinkriegt, sei dahingestellt. Ein Stadion zwischen 16/17 – 20’000 Zuschauer genügt. Die Lebensdauer eines Stadions ist nicht sehr lange. In 25 Jahre kann die Situation wieder neu beurteilt und entsprechend reagiert / gebaut werden.
            Gespannt bin ich auch, ob ein neues Stadion mehr Leute bringt… mir gefällt der neu Letzigrund eigentlich ganz gut. Vielleicht bin ich auch nur ein Nostalgiker… 🙂

      • Shithil Hossain sagt:

        Zürich keine sportstadt????
        Also hallo wello Zürich stellt mit FCZ und GCZ 2 ASL vereine in Volleyball (volero) handball( amicitcia) Eishockey(ZSC,Kloten) den besten sportstadt der schweiz her!!!

    • Thomas sagt:

      Ganz wertvoller Beitrag! Mich nimmt nur wunder, wie sich solche Super-Leuchten überhaupt in diesen Blog verirren können .. Hoffentlich finden sie den Weg von alleine und genauso schnell wieder heraus! Gruss

      • Buschbrenner sagt:

        ha, ha, wenn das nicht der Basel-Hasser Renggli ist, der für sich beansprucht, seine Meinung stets kundtun zu können aber die anderen zurechtweisen zu müssen. Wie ich schon mal erwähnt habe: “war austeilt sollte auch einstecken können”. Ihre Antwort wiederspiegelt genau diese Zürcher-Arroganz und Selbstherrlichkeit! Einer muss ja das Niveau des Blogs etwas anheben

        • Thomas M. sagt:

          Wieder einmal ein Basler, dem beim Namen Zürich nur “Arroganz” in den Sinn kommt. Gääähn. Deine Beiträge sind wirklich nicht sehr geistreich, das finden wohl selbst viele Basler, die diesen Blog lesen. Und ob Dein Herzenswunsch einer Super League ohne Zürcher Clubs so interessant wäre für die Liga? Ich bezweifle es. Was sind denn Deine Wunschclubs? Wil? Vaduz? Yverdon? Viel Vergnügen. Seit ich mit meinem 10 jährigen Sohn wieder mehr ins Stadion gehe, muss ich erkennen, dass es doch recht viele Hirnlose gibt an solchen Matches (in allen Farben).

          • Buschbrenner sagt:

            Lieber Thomas M. Ich bezweifle, dass es sehr geistreich ist ein Statement im Namen “vieler Basler” abzugeben ohne deren effektive Meinung zu kennen. Meine Wunschclubs sind übrigens: Servette, Lugano und Lausanne und diese würden der Liga ganz bestimmt guttun! Um die nicht mehr aufhören zu wolllende Polemik und Hetzerei gegen Frei zu verurteilen (dahin zielen ja die meisten meiner Kommentare) muss man nicht zwingend Basler sein, sondern einfach einen gesunden Menschenverstand besitzen egal wo man herkommt… Da sich die Zürcher befugt sehen sich über alles hinwegzusetzen, brauchen sie nicht zu heulen wenn mal ein Kommentar auftaucht der nicht in Ihre Selbstherrlichkeit hineinpasst…

        • Peter sagt:

          mmmh, lieber “Buschbrenner”…deine Kommentare sind wirklich sehr einfältig und zeugen von einem IQ einer Badewannenente. Du bist wahrscheinlich einer von den vermummten Taugenichts, welche man in der ganzen Schweiz durch die Raubtierkäfige schleusen muss…

          • Buschbrenner sagt:

            Genau das bin ich. Deswegen finde ich ja, dass ein Zoo in Zürich reicht, da braucht es nicht noch zwei Fussballclubs aus dieser traurigen Ecke….

        • Sigi Tobler sagt:

          Also ich bin Zürcher und wirklich sehr arrogant. Aber ich sehe wie übrigens die meisten Schweizer auch viel besser aus als Ihr Basler..

  4. Chris Heyduk sagt:

    Die Herrschaft Canepa erinnert mich langsam an die von Romano Spadaro beim GC. Beim Stadtrivalen wurde damals ebenfalls mit der “grosse Chelä” angerichtet, man hatte hochgesteckte Ziele und europäische Visionen. Herr Spadaro war ebenfalls wie Ancilo Canepa ein toller Präsident mit viel Herzblut, der aber schliesslich die Relationen verloren hatte. Geblieben sind Strukturen und Defizite, an denen GC immer noch bitter zu kauen hat. Auch als eingefleischter Grasshoppers-Fan mag ich Herrn Spadaro. Mit seiner Leidenschaft hat er den Verein wieder zu dem gemacht, was er in den 70er Jahren war. Doch der “Z” muss aufpassen: insbesondere die ungelöste Stadion-Frage und der enteilende FCB, der mit einer weiteren CL-Teilnahme wohl auf Jahre hinaus zumindest finanziell unantastbar bleibt, könnten den FCZ in eine finanzielle Krise schlittern lassen.

  5. Knobel sagt:

    Genau diesen Steilpass-Titel habe ich erwartet. Früher gab es einmal einen Präsidenten mit Namen Nägeli. Da war mir der FCZ doch etwas näher. Jetzt mit dem Selbstdarsteller Ancillo Canepa gehe ich auf Distanz. Mit dem Präsi Canepa kann man den FCZ nicht gern haben. Wenn Canepa erst noch mit seiner Herzdame Heliane aufkreuzt, wird einem geradezu zelebriert, wo der “Nabel der Welt” ist. Sportchef Bickel ist ein Handlanger und Trainer Fischer eine (billige) Marionette. Nein, mit dem Ancillo Canepa kann ich nichts anfangen. Ich habe schon früher darauf hingewiesen, dass er den FCZ früher oder später grounden wird. Wetten…?

    • John Hednsteve sagt:

      Dass Sie Canepa nicht mögen, ok! Aber Bickel und Fischer auch noch gleich einen auszuwischen ist Blasphemie! Sie sind ein ahnungsloser Kerl, wahrscheinlich ein FCB Fan…

      • Knobel sagt:

        Vielleicht haben Sie mich missverstanden? Bickel und Fischer wollte ich keins auswischen. Ich wollte nur sagen, dass Bickel und Fischer von Canepa “an der Leine” geführt werden. Ich bin kein FCB-Fan. Mich interessiert Fussball ganz allgemein.

  6. Pfisterer sagt:

    Gibt es da nicht Parallelen zur “Karriere” von Frau Canepa? Obwohl sie als Unternehmerin des Jahres hochgejubelt wurde, hat sie bei Nobel Biocare nachweislich einen unglaublichen Trümmerhaufen hinterlassen. Dies äussert sich im Börsenkurs, welcher heute nur noch einen Bruchteil des Wertes zu Canepas Zeiten ist. Sie hat ebenballs mit grosser Kelle angerührt, einen riesigen Wirbel veranstaltet. Die Rechnung bezahlen die Investoren und Pensionskassen.

  7. andy sagt:

    Lieber Thomas Renggli

    Mit Ihrem Insiderwissen zum FCZürich überraschen Sie mich doch immer wieder, dass Sie auch eine peinliche Kolumnenseite im 93.Minute Heft schreiben durften, zeigt mir wie sehr Sie beim FCZ seither in Ungnade gefallen sind oder war es das plötzliche Aus beim Ringerkonzern? Nun auch Sie wissen, dass der gestrige FCZ-Sieg, einem echten FCZler, Ihr heutiges negatives Geschreibsel über unseren Präsi am Ar… vorbeigeht, natürlich werden Sie heute beim Sechseläuten vermisst, dort durften Sie immerhin noch die Hände schütteln beim zufälligen vorbeigehen des FCZ-Staffs oder fragen Sie Herrn Lombardi?

  8. Hans sagt:

    Das hat mit Canepa gar nichts zu tun. Wer nennt mir einen Fussballverein der obersten, schweizerischen Liga der wirtschaftlich eigenständig überleben kann?

  9. Da etwas mit Canepa nicht stimmt ist offensichtlich, sollte es die Wahrheit sein dass das Geld weg ist erinnert Er mich immer mehr an Herrn Ospel und das UBS Debakel. Wir alle haben es kommen sehen und niemand hat etwas getan!! Das Goali problem ist immer noch nicht geloest und eine Teilnahme in der E Liga ist zum scheitern veruerteilt mit den beiden Fliegenfaengern. Sobald ich Blog’s lese wie Knobel und Andy bekomme ich Angst um den Z, die Naegeli und Hotz sind am aussterben, die hatten noch Charakter und Ehre, auch Deren Frauen. Tiefrot ist eine Schande, zuruecktreten “Subito”.

    • Hans sagt:

      Welches Geld meinen Sie? Das Geld von den nicht sehr zahlreichen Zuschauern oder das Geld der wohlwollenden Sponsoren? Zuschauerschnitt 10700, ich kenne den Zuschauerbeitragsschnitt nicht, kostendeckend wird das wohl kaum sein.
      Als der FC Vaduz in der Superliga gespielt hat jammerte man über 2000 Zuschauer, das ganze Fürstentum hat 35000 Einwohner, Zürich 385000, d.h. in Vaduz sind ungefähr 7 % gekommen, in Zürich ungefähr 3 %. Und zu den sehr geschätzten Herren Naegeli und Hotz, das hat gar nichts mit Charakter und Ehre zu tun, sie hatten Geld das sie in “ihren” Club” gepumpt haben, das ist ehrenwert; aber fragen Sie einmal einen aktiven Fussballer beim FCZ ob sie diese Namen noch kennen?

  10. Blauwiis sagt:

    Ob Herr Renggli ein profunder Kenner des FCZ ist entzieht sich meiner Kenntnis. Er bracuht das aber auch gar nicht zu sein. Er macht nur eine sehr treffende Analyse der Ist-Situation beim FCZ und versucht, den Tatsachen in’s Auge zu sehen. Wird Basel Meister, wird wohl die geschilderte Situation eintreten. Dann ist wohl wieder Sparen angesagt beim FCZ und die Spieler, die nur finanzielle Interesse haben, den Verein schnell wieder verlassen. Das ist der Lauf der Dinge. Zürich könnte zwei gute Fussballclubs gebrauchen um den Baslern Paroli zu bieten. Wenn der FCZ nicht Meister wird und GC absteigt, gehen die (Fussball-)Lichter in Zürich aus. Dann brauchen wir auch kein Stadion mehr. Traurig.

  11. Horst Knöpel sagt:

    Als FCB Fan lese ich solche dinge über Vereine wie YB, GC oder wie hier den FCZ immer mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Einerseits ist die Abneigung gegenüber solchen Verein entsprechend gross, jedoch gibt es nicht schöneres im Sport gegen Teams auf Augenhöhe zu gewinnen. Deshalb wäre es wünschenswert, dass Vereine wie der FCZ oder GC noch die Kurve kriegen. Wer allerdings ständig mit der CL oder der EuroL rechnet der macht einen grossen Fehler. Wir armen kleinen Fussballfans in der Schweiz müssen uns damit begnügen all 3-5 Jahre gegen Top Teams wie Real oder Barcelona zu spielen oder gar zu punkten. Wenn Präsis nun finden man müsse jedes Jahr in der CL spielen der soll doch mal nach Deutschland schielen. Dort spielt Bayern mit seinem Starensemble wahrscheinlich auch nur EuroL. Es kann trotz der Qualität immer mal ein anderer vor einem stehen und dann muss das Geld trotzdem noch vorhanden sein. Ein dickes Lob für Frau Oeri und den FCB welche bei jeder Teilnahme klar sagen, dass es sich bei solchen Anlässen um ein Züggerli handelt und man es nicht fest einplant. Gekauft wurde meist als die Quali fest stand, was dieses jahr hoffentlich schon im Sommer der Fall sein wird. Dann kommen auch der Z und GC wieder zu Geld dein ein paar Spielerabgänge muss auch Basel kompensieren.

    • Russi sagt:

      Der FC Basel hat im 2009 9.7 Millionen (!) Defizit gemacht….

    • D. von Zürich sagt:

      keine schlechte rede, doch bitte tu nicht so naiv zu glauben, dass der fcb nicht damit rechnet in die CL zu kommen. alles andere wäre recht schön blöd. und auch der FCZ darf sich einiges ausrechnen, da es für ihn nur einen richtigen gegner in der CH gibt. und vielleicht hast du recht, für den fcb ist es dann zucker, da frau oehri den schnee bringt!

    • Matthias1893 sagt:

      der fcb hat von mir aus gesehen vorallem vier entscheidende punkte bis anhin besser gemacht als die fcz, gc oder yb’s dieser welt:
      1. zuschauer: gegen xamax kommen 10’000 mehr in Stadion als im zuercher derby. der fan als geldgeber und die marke fcb wurde schon frueh richtig eingesetzt.
      2. nachwuchs: der fcb fördert den nachwuchs besser als jeder ch-verein und darum konnte man durch verkaeufe (rakitic etc.) in den letzten jahren auch ohne cl mehr oder weniger gute rechnungen praesentieren. den einzigen wirklich guten spieler, den man bei den zuerchern gut haette verkaufen koennen wie abdi schickt man vorher zum teufel…
      3. einkaufspolitik und scouting: ich bin der meinung, dass der fcb da einer der besten adressen in europa ist. nicht viele vereine schaffen es wirklich REGELMAESSIG im preis guenstige aber sensationelle talente zu finden (teure talente finden ist nicht schwer) und diese dann teuer zu verkaufen.
      der vierte punkt: der fc basel ist einfach der geilste club der welt!

      • Hänni sagt:

        Bis auf den letzten Punk stimme ich Ihnen voll und ganz zu.

      • DAM sagt:

        Der ganz grosse Vorteil des FCB ist doch, dass er ganz ohne finanziellen Druck arbeiten kann. Denn wenn er sich mal verspekuliert oder in wirtschaftliche Schräglage gerät, ist ja immer noch Frau Oeri da, die das entstandene Loch wieder stopft.

        Man sollte aber neidlos anerkennen, dass der FCB das (u.a. in der CL) verdiente Geld exzellent eingesetzt hat.

  12. Rene Meier sagt:

    Ziemlich mühsam, diese Diskussion. solange man die Prinzipien der Rechnungslegung und ihre Anwendung im konkreten Fall nicht kennt. Aber ich bin einverstanden, Projekte wie Buch und Museum sind Luxus, damit unnötig. Sie zeugen von Grössenwahn. Die teuren Spieler ebenso.

  13. kurt abächerli sagt:

    erstens: von wegen arbeiter-club von dem ist der fcz heute weit weg. mittlerweile tummeln sich psychologie-studenten, goldküstenkinder, marketing-fuzzis und medienclowns in der südkurve, ansonsten verstopfen diese typen zürichs trendbaren oder veloparkplätze mit u lässigen fixies und singlespeeds.
    dem fcz wird zwar nachgesagt er habe eine ausgezeichnete juniorenarbeit (ob das stimmt kann ich nicht beurteilen). in der ersten mannschaft sieht man davon nichts. ich hoffe doch es sind nicht buff und koch gemein. in der 1. mannschaft spielt die überteuerte 2. garnitur der tunesischen nati, ob das nachhaltig ist, glaube ich nicht. teuer ist es sicher. die klubtreue ist hier noch einmal geringer. klar spielen vor allem ausländer in der SL und das ist gut so. viele von ihnen haben aber irgendwo in der schweiz tschutten gelernt und sind dann irgendwann gescoutet werden.
    fcz-ler laufen gerne mit st. pauli und andern kult-t-shirts herum. auf schweizer verhältnis umgemüntzt würden sie eher in manchester city und chelsea-tenues passen. acuh so transfer-durchlauferhitzer….

    • Alex Ruch sagt:

      Sehr geehrter Kurt Abächerli, spontan habe ich so das Gefühl, dass da jemand die gestrige Niederlage noch nicht verdaut hat. Das kommt schon wieder…
      In der Nati B spielt ihr GC dann vielleicht wieder gegen Teams auf Augenhöhe. Klar auch, dass sie sich über die FCZ Fans auslassen müssen, immerhin bringen die Stimmung an einen Match was man von den gefühlten 50 Nasen in der GC-Kurve (zumindest bei Heimspielen), nicht behaupten kann.
      Wegen der Juniorenarbeit: Was haben sie an den Kochs und an Buff auszusetzen? Zudem spielen mit Nikci, Mehmedi, Drmic, Rodriguez und Schönbächler noch weiter Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in der ersten Mannschaft. Und sogar bei ihren Hoppers finden FCZ-Junioren Unterschlupf oder betrachten sie Emeghara als GC-Junioren?

      • Ruedi von Steiger sagt:

        F. Bickel (Sportchef). H. Gämperle (Assistenztrainer). M. Brunner (Goalietrainer). U. Meier (U21-Trainer). Was wäre der FCZ ohne GC-Know-how? Und woher kommt H. Barmettler?

    • robert holzwart sagt:

      vielleicht hat sich der fcz auch mit kostspieligen choreos übernommen. auch so etwas trendiges und völlig unnötiges…
      habt ihr das von etolie du sahel übernommen?

      • Maesi sagt:

        Ja, die Fans, die daran arbeiten sind bestimmt teuer – die wuerden das niemals freiwillig machen…

        • josé bütler sagt:

          stimmt ;o) die choreos werden von den fans aus “liebe” zum verein gemacht, da muss der fcz sicher nichts bezahlen!!!

  14. Gerhard Tubandt sagt:

    Vielleicht sollte Heliane Canepa mal ran. Beim FC Basel ist es ja auch eine Frau, die den Laden wieder in Schwung gebracht hat. :-))) Im Übrigen mutet es immer wieder seltsam an, wenn die Bosse von Fussballvereinen nicht rechnen können. Vor allem bei einem FCZ, der halt immer eine kleinere Nummer sein wird und nie Millionen zur Verfügung haben kann…

    • Ruedi Meyer sagt:

      Herr Canepa ist immerhin eidg. dipl. Wirtschaftsprüfer, die können bekanntlich alles, wenn der Tag lang ist.

  15. Schampi sagt:

    Herr Canepa ist ein guter Mann und ein Glücksfall für den FCZ. Einzig, das Kader ist zu gross.Für Béda könnte auch der Bruder von Koch spielen, für Magnin Rodriguez usw. Damit könnte man sicher einiges sparen. Auch Buff sollte unbedingt mehr Spielpraxis erhalten. Trotzdem, der FCZ ist auf dem richtigen Weg. Weiter so !

    • DAM sagt:

      Bei doppelt besetzten Positionen von einem zu grossen Kader zu sprechen halte ich für falsch. Immerhin hat der FCZ so diverse Optionen wenn sich einer der Stammspieler verletzt.

  16. Karl Eigenmann sagt:

    Dann hoffen wir eben, dass der FCZ Meister wird und Schalke die CL NICHT gewinnt – dann ist alles wieder im Lot… Glück gehört auch zum Geschäft!

  17. Geni Meier sagt:

    Eigentlich trostlos, wie sich die Gutbetuchten in Zürich geändert haben. Früher gabs die Donatolren, wie den Hut kreisen liessen und füllten, Unternehmer, die Klubs unterstützen. Heute sind finanzielle Spenden an die SVP trendiger.

  18. Richard N. sagt:

    Das Ego des kleinen Ancillo ist wohl grösser als seine Finanzmittel. Kommt mir etwas vor, wie der Büezer der im Lotto ein paar Millionen abgeholt hat und sich nun all die schönen Dinge leistet, von denen er immer geträumt hat. Und nach ein paar Jährchen ist dann alles den Bach runter. Canepa hat es verpasst, die finanzielle Zukunft des FCZ breiter abzustützen. Das ist ihm GC, trotz aller momentanen Schwierigkeiten, mit dem Owners Club einen grossen Schritt voraus. Sorry, die Canepas sind weder die Oehris, die Spross’ noch die Gut und Gerbers. Da ist bald die Luft raus.

  19. kahn sagt:

    Ich denke man muss einfach mal abwarten bis die Zahlen präsentiert werden und wenn es dann so ist, dass jemand für den Mehraufwand geradesteht, dann ist alles ok.

  20. Sir Thomas Griffith sagt:

    Kurt Abächerli, Sie gefallen mir und Richard N. auch, sie bringen es auf den Punkt. Klar, dass sich die Züri-Szenifuzzis nun beleidigt fühlen. Vielleicht treffen sich noch beide Klubs langfristig in der CL (sprich Nationalliga B, passt immer noch besser) wieder, doch hoffe ich, dass dies zum Wohle der Stadt und der beiden Fanlager sich nicht ergibt. Nebenbei: Choreographien passen immer noch besser ins Theater oder in die Oper, aber nicht zum Fussball. Bin in dieser Hinsicht halt konservativ, aber das ist OK. Sir Griffith mag eben den schnörkellosen Englishstyle-Fussball. Cheerio!

  21. Paul Summermatter sagt:

    Was ist eigentlich das Problem ? Von den Zuschauer kann kein Club leben. Also braucht es Sponsoren und einen Präsident der auch mal ein paar Millionen aufwerfen kann. Frau Oeri hat das vor ein – zwei Jahren auch gemacht als Fink kam und etwa 10 Mio in die Hand genommen.
    Ich finde übrigens das Buch und das Museum etwas vom Besten des FCZ – dies wird Bestand haben und die Kosten sind durchaus tragbar.
    Nicht tragbar sind Fliegenfänger wie Gutatelli,

    Weniger als Platz 4 geht bei diesem Team natürlich überhaupt nicht versteht sich. Zwischendurch müsste mal auch mal die eine oder andere Zwischenrunde überstehen.

    In Zürich hat es nur Platz für 1 grossen Club. Uebrigens die 16 Sponsoren von GC sind natürlich einen Tropfen auf einen heissen Stein. Früher hatte Spross alleine das 3fache finanziert.

  22. Hanspeter Elmer sagt:

    Gewisse Dinge beim FCZ sind wirklich nicht nachvollziehbar. Wieso man zum Beispiel Millionen für einen völlig überschätzten und in die Jahre gekommenen Verteidiger wie Magnin ausgibt, obwohl man auf der gleichen Positionen einen jungen, qualitativ mindestens ebenbürtigen Spieler wie Rodriguez hat, ist einfach nicht nachvollziehbar. Oder dass man einem Abdi den Transfer verweigert, ihn dann aber nur noch auf die Bank setzt, ihn schlecht redet und dadurch eine 7-stellige Transfersumme verliert.

    Dafür verlängert man dann mit einem Aegerter, der mit seiner gierigen Managerin ein erbärmliches Schauspiel bei der Vertragsverlängerung geboten hat. Dabei müsste einer wie er schon danbkar sein, dass er mit seinen limitierten Fähigkeiten überhaupt bei einem Spitzenklub wie dem FCZ spielen darf.

    Die Entscheidung der Herren Bickel und Canepa sind für uns Fans wirklich nicht immer nachvollziehbar. Man wird auch den Eindruck nicht los, dass gewisse Spieler aufgrund eines Präsidialerlasses (Abdi, Leoni) nicht mehr in der Starformation gestanden sind.

  23. Alexandra Müller sagt:

    Was hat nun der FC Basel mit der Geschichte zu tun?

  24. berasht sagt:

    es ist schon so das ich auch als lang jähriger fcz-fan mich fragen musste wie der fcz mit einem solchen team auf lohnkosten von 25mio. kommt???
    warum man einem magnin einen 4jahresvertrag gibt wo er auch schon über 30 ist???’
    der beda mag für die süperlig genügen aber mehr auch nicht!!!
    einer welcher nicht mal einen stammplatz beim 1860 hatte!!!

    aber heute sind keine kritschen & realistische fans gefragt sondern nur die welcher mit der mode mitgehen sprich modefans sind 😉

    und betreffend wirtschaftsleute&prüfer haben wir ja bezüglich wirtschaftskrise gesehen wie diese sich verrannt haben.

  25. E. Schönbächler sagt:

    Nicht nur die Schweizer Vereine machen finanzielle Hochseilakte um an den vermeintlichen Geldsegen der Champions League zu kommen. (Fast) alle Spitzenclubs investieren in ihre Kader Unsummen um in den lukrativsten europäischen Sportwettbewerb zu gelangen. Auch das ganze Umfeld wird natürlich aufgemotzt. Und so MUSS man halt die Champions League erreichen nur um seine aus dem Ruder gelaufenen Kosten zu decken. So dreht sich der Teufelskreis immer weiter. Ein paar wenige europäische Spitzenvereine können vielleicht zwei oder drei Jahre auf die Champions League-Einnahmen verzichten. Doch das Gros der Clubs versucht mit allen Mitteln an die vermeintlichen Honigtöpfe zu gelangen und so ein beträchtliches Loch in der Kasse zu verhindern. Bayerns Präsident Hoeness hat Van Gaal schliesslich auch nicht nur wegen gekränkter Eitelkeit entlassen. Auch die Hollywood-Truppe von der Säbenerstr. lebt nicht von den Schlagzeilen allein.

  26. micha sagt:

    Herr Canepa ist mehr oder weniger Eigentümer des FCZ. Er hat die Strukturen modernisiert, das Umfeld professionalisiert, und bis jetzt mit der Auswahl von Trainer und Staff kein schlechtes Händchen bewiesen. Er hat ein ruhiges und mittel- und längerfristig orientiertes Geschäftsmodell geschaffen, das okay ist, wenn regelmässig EL- und von Zeit zu Zeit CL-Qualis erreicht werden, und überdies auch einmal ein Spieler aus der eigenen Jugend nach ein paar Jahren im Fanionteam gewinnbringend verkauft werden kann. Dieses Geschäftsmodell mit einem klaren Eigentümer, der auch die Gesamtverantwortung trägt, ist demjenigen anderer Vereine überlegen. Dort sind Führungs- und Entscheidungskompetenz einerseits und finanzieller Einsatz klar getrennt, mit dem Ergebnis oft eifernder Amatuere an der Vereinsspitze. Beim FcZ ist es eine reine Frage des unternehmerischen Erfolgs, ob es läuft oder nicht. Klar kann es auch schiefgehen.
    Tatsächlich sind einige Dinge bisher schlecht gelaufen: Nach der CL-Quali 2009 wurden offenbar die Löhne viel zu stark angehoben, einige Personalentscheidungen waren falsch oder unglücklich (Abdi, Magnin, Torhüter). Pech war auch dabei, etwa bei Chikhaoui. Das ist normal, bei Bayern, dem reichsten Klub in Europa, gibt es auch jedes Jahr zünftige Fehl- und Rückschläge.
    Ob Herr Canepa den FcZ an die Wand fährt, oder ob er mit diesem Geschäftsmodell erfolgreich sein wird, hängt vom sportlichen Erfolg einerseits, vom Ertrag und der Nutzung der Juniorenabteilung andrerseits, aber eben auch von der Grösse seiner Portokasse ab. Und da sind wir alle unwissend. Sein beruflicher Hintergrund lässt aber vermuten, dass er keine unüberlegten Risiken eingegangen ist. Bei Ihrer Art der Analyse hätte Sven Hotz den FcZ während Jahrzehnten an die Wand gefahren, hat er aber nicht, weil er die Lücken immer ohne Probleme aus der eigenen Portokasse gedeckt hat.

    • andy sagt:

      Micha, da bin ich gleicher Meinung. Sven Hotz übergab an Ancillo Canepa im vollen Bewusstsein und bei guter körperlicher Verfassung. Wer soviel Herzblut und Engagement wie die Canep(p)as und Fredy Bickel und Co. für den FCZ an den Tag legen, sitzen im gleichen Boot, wie wir “Fans” nur Renggli will nicht dazugehörn, mit seinem Blog-award Gewinn gehört er zu den elitären Kräften des Universums und nicht unter die Brücken.

  27. Seit wann gibt es den FCZ als Verein nicht mehr?

  28. Andre sagt:

    Erstens: Zu den “gutgemeinten” Kommentaren aus Basel: wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Oder damit es auch der letzte Basler versteht: ausser der Geldquelle von Gaga-Gigi ist in Basel an Sport absolute Funkstille. Ausser dem Fussball ist da absolut nichts. Aber gar nichts! Und es kommen auch wieder andere Zeiten. So war es bisher und wird es auch künftig wieder so sein.
    Zweitens: Canepa hat eine Vision und die versucht er umzusetzen. Das dies ist aber nur möglich, wenn auch der sportliche Erfolg eintrifft. Das ist das Risiko. Zürich ist nicht mit Basel zu vergleichen. In der grössten Stadt der Schweiz ist die (sport-) politische Situation einges verzwickter. Da sind so viele Steine aus dem Weg zu räumen und es gibt unzählige andere Vereine und Untehaltungsmöglichkeiten als nur der Fussball. Den Zürchern kann in nur raten, gebt dem FCZ (und auch GC) etwas Zeit und es kommen auch wieder andere, bessere Zeiten. Die Sehnsucht der Basler nach dem Erfolg und das Gejammer nach dem fehlenden Geld wird in einigen Jahren unendlich gross sein, weil in kurzer Zeit das Ausgabenbudget reduziert werden muss. Und wenn auch noch die beiden peinlichen Heulsusen den Verein verlassen werden, wird es zum Glück wieder etwas ruhiger und angenehmer in der schweizer Medienlandschaft.

    • Baumi sagt:

      Ich weiss nicht ob Sie frustriert sind – auf jeden Fall haben Sie KEINE Ahnung. Basel ist eine FUSSBALL-Stadt, vergleichbar
      mit Dortmund – und das ist gut so. Wir haben jede Menge Kultur in der Stadt (Fondation Beyeler etc.) Die Planung und
      Realisation vom Campus zeugt von Nachhaltigkeit -und dies auf Jahre hinaus. Und Ihr letzter Satz ist nur beleidigend. Aber
      eben: Dumm, dümmer, ZH

  29. Mauro Landolt sagt:

    Es freut mich ausserordentlich, dass Herr Renggli (offensichtlich beflügelt durch den soeben erhaltenen Preis) endlich einmal einen vernünftigen, nein sehr guten Blog-Post geschrieben hat. Fast stündlich mussten wir aus der Tagespresse apokalyptische Prognosen über GC entnehmen und über den ach so bodenständigen FCZ Lorbeeren und Grössenwahn. Man brüstete sich damit in der CL gespielt zu haben (dass man dort sang- und klanglos aussschied wurde totgeschwiegen) und sah sich auf einer Höhe mit Basel. Der FCZ hat, abgesehen von ein paar Tausend mehr Fans, dieselben Voraussetzungen wie der Stadtrivale. Es wird daher auch für den FCZ nicht möglich sein langfristig an der Spitze zu stehen. Zürich ist leider keine Fussball-Stadt. Der FCZ wird früher oder später auf die Bremse drücken und den Massen-Import aus Nordafrika stoppen müssen. Andernfalls droht ihm das gleiche Schicksal wie GC, obschon ich das niemandem wünsche.

  30. Heinz sagt:

    Hotz hat jedes Jahr Millionen in den Klub investiert, damit eingermassen die Kasse stimmte. Also wie soll es möglich sein mit knapp einem Schnitt von 10´000 Zuschauern eine Mannschaft mit solchen Löhnen zu bezahlen ohne in die Petruille zu kommen.
    Canepa sollte sich einfach auf sein Business konzentrieren und Bickel und Fischer nicht dreinreden. Und wenn ein Spieler halt nicht mehr für den FCZ spielen will, so lasse man in ziehen und nicht einfach auf die Bank setzen. Gibt kein Geld aber kostet immer noch.

  31. Ernst sagt:

    Ich glaube das der FCZ auf gutem Weg ist und die Leute die am Ruder sind, wissen was Sie wollen. Wenn alle Verletzten an Bord sind hat Basel nicht mehr viel zu Lachen. Wenn wir nicht in diesem Jahr Meister werden, dann halt im nächsten Jahr. Wenn alle Spieler so Einsatz zeigen wie die Kloten Flyers haben wir nichts zu befürchten. Die haben gezeigt das mit Junioren viel zu holen ist und die manchen zweitklassigen Ausländer in den Schatten stellen. Auch so kann man viel Geld sparen.

  32. Christian sagt:

    Das Problem ist, dass keiner der beiden Clubs in Zürich die Massen begeistern kann. Ausserdem stehen jedes Jahr hohe ausgaben für Stadionmiete aus. Also ein wichtiger Ertragspfeiler wie in Basel und Bern fehlt. Nebst dem kann Basel auf hohe Zuwendungen von Familie Oeri zählen, was keiner der beiden Clubs aktuell kann. Vergleicht man die Budgets zwischen Basel und dem FCZ, dann muss man nüchtern feststellen, dass der FCZ trotz massiv kleineren Budget relativ gut mithält. Und solange kein grosszügiger Milionenspender eintritt wird der FCZ, wie auch der GCZ immer mit den Finanzen zu kämpfen haben.

    Aber dennoch gilt festzuhalten, dass Zürich wenigstens als einzige Stadt der Schweiz im Eishockey und im Fussball ein wahres Derby haben!!!