Beiträge mit dem Schlagwort ‘Kino’

Die Barbaren kommen!

Réda El Arbi am Dienstag den 8. August 2017
Unausprechliches bringen die Horden nach Zürich. Fliehen Sie ins umland!

Unaussprechliches bringen die Horden nach Zürich. Fliehen Sie ins Umland!

Es gibt in der Menschheitsgeschichte viele Beispiele, in denen eine friedliche Bevölkerung von unzivilisierten Massen überrannt wurde: Die Türken vor Wien, die mongolischen Horden, die Kreuzritter in Jerusalem – und eben die Spasszombies, die jedes Jahr im August über Zürich herfallen. Man kann keinen Widerstand leisten, die Überzahl ist unbezwingbar. Aber man kann fliehen, wenn man sich früh genug vorbereitet. Hier ein paar sichere Horte, an denen Sie diesen Samstag verbingen können:

Die andere Zürcher Stadt

Nur 16 Minuten vor den Toren der Stadt gibts ein Städtchen, das eine eigene, blühende Kulturszene aufweist. Wer Musik mag, die wirklich noch von Menschen an Instrumenten gespielt wird, wird sich an den Musikfestwochen Winterthur wohlfühlen. Je nach Wetter verbringt man den Nachmittag in einem der kleinen Cafes mit dem Lesen eines guten Buchs oder planscht mit den Kids in der Töss, um sich am Abend dann von verschiedenen Konzerten unterhalten zu lassen.

Nordwärts!

Wer dem Niederdorf nachtrauert und wissen will, wie eine lebendige Altstadt aussieht, sollte sich ans Stars in Town in Schaffhausen begeben. Neben verschiedenen Konzerten gibt ein Streetfood-Festival und ein riesiges Nebenprogramm.  Nachmittags kann man sich in Neuhausen am Rheinfall von der Gischt besprühen lassen. Schliesslich war man seit der Schulreise nicht mehr da.

In die Boote!

Wenn wir schon im Norden sind, ist eine kleine Gummibootfahrt auf dem Rhein von Stein am Rhein bis Diessenhofen zu empfehlen. Dazu gibts jede Menge Kultur und Unterhaltung: eine Burg, Wandmalereien aus dem Mittelalter, Pfahlbau-Überreste – und als grossen Joker: Die Minieisenbahn, mit denen man die Kids unterhalten kann. Abends isst man dann Fisch und schaut dem Strassenprogramm des Theaterfestivals nordArt zu.

Zum Feind überlaufen

Für einmal kann man die alte Fehde zwischen Zürich und Basel vergessen und bei den Bäppis um Asyl bitten. Die sind gar nicht so schlimm. Und dieses Wochenende lohnt es sich, Basel einmal zu besuchen: Man kann noch den letzten Tag des Basel Openair miterleben und sich davon überzeugen, dass fremde Kulturen (ja, sogar Basler!) durchaus auch ihren Charme haben.

Gemütlich nehmen

Wer dem Stress der Grossstadt entfliehen will, kann sich nach Bern absetzen. Neben Aareschwimmen und Kaffee in der Altstadt findet man in Bern unter jedem Pflasterstein eine Band. Was in Zürich die Clubs sind, ist in Bern Live-Musik. Von Klassik bis Blues und Rock – in Bern gibts am nächsten Samstag alles.

Ab in die Agglo

Verbringen Sie einen ruhigen, friedlichen Nachmittag am Greifensee und lassen Sie den Abend im Openair Kino in Uster ausklingen. Wir garantieren, dass die Gegend sicher ist, da sich alle ansässigen Barbaren schon früh morgens mit der SBahn in Richtung Stadt aufgemacht haben.

Also, fliehen Sie! Retten Sie sich und ihre Lieben!

Europaallee: Die linke Beisshemmung

Réda El Arbi am Freitag den 19. Juni 2015
Samir und der Sphère-Beizer Deckert: Trojanische Pferde der Gentrifizierung?

Samir und der Sphères-Beizer Deckert: Trojanische Pferde der Gentrifizierung?

«Gege de Samir chammer aso nüt säge», ist die gängige Reaktion der etablierten Linken und der Kulturszene auf das neueste Projekt der SBB in der Europaallee. Als würde die Beteiligung von Samir und Sphères-Chef Bruno Deckert aus dieser projektierten Mall in US-amerikanischem Stil mit sechs Kinosälen, Bistros, Kongress- und Konzerthallen und Einkaufsmöglichkeiten so eine Art alternatives Kulturzentrum machen. Es ist nicht so, dass Samir und Deckert dort bauen. Es ist so, dass sie viel Geld verdienen, um dem Projekt den Anstrich von Kultur zu geben.

Offenbar hatte sich die SBB Sorgen um ihr Image gemacht, nachdem die Rechnung mit den Luxuswohnungen nicht aufgegangen ist – sehr schwer vermietbar – und nicht nur die «Reclaim the Street»-Bewegung, sondern auch die anderen Stadtbewohner laut Kritik an der offensichtlichen Gentrifizierung übten.

«Kaufen wir uns einen linken Kulturschaffenden und einen Beizer, die in der Kulturszene bereits akzeptiert sind und klatschen sie an die Projektfassade», dachten sich die Verantwortlichen bei der SBB wohl. «Dann sind diese ewigen Nörgler still und wir können endlich Rendite einfahren.»

Aber irgendwie haben sie nicht begriffen, um was es geht. Nur weil man den Kritikern ein Zückerli hinwirft, macht das die Quartierveränderung nicht rückgängig. Mit sechs Kinosälen und geplanten Konzerten baut man dort direkt an der Langstrasse einen Konsumtempel, der noch mehr Geld und Konsumkreuzzügler ins Quartier bringt, falls es denn funktioniert. Neben der Belastung durch die Clubindustrie ist es wohl der nächste Schritt, das Quartier für die bisherigen Anwohner – ausser für ein paar Hipster – unbewohnbar zu machen.

Funktioniert es nicht, wie eben die Luxuswohnungen, hat man einfach eine weitere tote Ecke in der Stadt geschaffen.

Ich persönlich denke aber, dass die neue Mall ein Erfolg sein wird. Man kann von überall her schnell in die Stadt kommen, im Bistro essen, einen Hollywood-Film schauen, oder schnell an ein Konzert gehen, danach ein paar Strassen weiter in einen Club und man ist vor morgens um Sechs wieder brav zuhause. Eigentlich hätte die SBB noch einen S-Bahnhof – oder wenigstens eine Haltestelle auf der Langstrassenbrücke – einplanen sollen, damit man sich direkt ins Kaufland kutschieren lassen kann.

Das Ganze ist so ein bisschen wie All-inclusive-Ferien, einfach an der Langstrasse. Und das unter der Schirmherrschaft zweier Vorzeige-Kultur-Typen. Sie sollen wie Valium auf die Kritiker wirken.

Nun, die Beisshemmung gegen Samir und Deckert wird dem Projekt wenigstens politisch etwas Luft verschaffen. An den Realitäten, nämlich dass die Langstrasse als Wohn- und Lebensraum abgemurkst wird und dafür als Geldmeile wieder aufersteht, ändert das nichts.

SM am Nachmittag

Réda El Arbi am Donnerstag den 26. Februar 2015
Sauber gewaschene SM-Fantasie: Bisschen Peitsche

Sauber gewaschene SM-Fantasie: Bisschen Peitsche.

In meinem Umfeld gilt das Buch und der Kinohit «50 Shades of Grey» als absolutes «No go». Nicht weil der Stoff etwa zu anrüchig oder zu extrem wäre, sondern weil diese klinisch desinfizierte und Eiweiss-freie Disney-Version einer SM-Fantasie einfach zu unglaubwürdig ist. Nun, der Film ist ein Kassenhit, und irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass alle, die für diesen Film ins Kino gehen, verklemmte Spiesser auf der Suche nach Rollenspielvorlagen sind. Ich will selbst sehen, wer diesen Film schaut. Nicht abends, wenn die Pärchen auf Suche nach Nervenkitzel und die wirklich besten Freundinnen (die bereits alle Folgen von Sex and the City auswendig kennen) den Film schauen, sondern nachmittags, wenn man sich quasi ungesehen reinschleichen kann.

Ich muss zugeben, der Gang zum Kinoschalter kostet mich mehr Überwindung, als wenn ich im Sexkino für eine echte Pornofilmvorführung angestanden wär. Irgendwie fühle ich mich, als hätte man mich beim Kauf von billig gefälschten Markenklamotten erwischt. Der Mann an der Kasse bedient mich aber ohne mit der Wimper zu zucken und legt mein Ticket auf die dazugekauften Gummibärli.

Ich mache die paar Schritte in den halbdunklen Saal des Corso 1 und erlebe meine erste Überraschung. In der Nachmittagsvorstellung sind  nicht hauptsächlich Frauen. Ein Bekannter hatte mich vorgewarnt, aber ich kann es wirklich erst glauben, als ich es mit eigenen Augen sehe: In den spärliche besetzten Reihen des Kinosaals sitzen mehrheitlich mittelalte Männer, jeder für sich.

Mein Bekannter meinte, dass einige Männer versuchen würden, in den Nachmittagsvorstellungen Frauen abzuschleppen, mit denen sie dann die im Film angeheizten Fantasien ausleben wollten. Sie tragen Anzüge und ernste Gesichter. Aber offenbar scheint die Masche nicht zu funktionieren. Vielleicht, weil die aufgesetzte Coolness es nicht zulässt, Frauen auch wirklich anzusprechen. Scheint irgendwie ein Denkfehler im Aufrisskonzept zu sein.

Andere sind entspannter: Eine Dame um die Sechzig sitzt sehr gemütlich in ihrem Sessel und scheint sich Popkorn-knabbernd auf einen vergnüglichen Nachmittag zu freuen, eine junge Frau ein paar Sitze weiter starrt verträumt auf die Leinwand und bemerkt die in den Sitzreihen lauernden einsamen Wölfe nicht mal. Ein sehr junges Mädchen hat sich mit ihrem Smartphone ganz an den Rand zurückgezogen, man kann nicht genau sagen, ob aus Scham oder zum Schutz.

Weiter hinten im Saal dann noch ein paar wirklich beste Freundinnen, die während der ganzen ersten Hälfte des Filmes an Stellen kichern, bei denen sich mir der Humor völlig entzieht. Dafür muss ich bei Szenen laut lachen, die sonst niemand witzig findet. Zum Beispiel als der coole Mr. Grey sein neues Tüpfi mit Helikopter, teurem Auto, Designerwohnung und sonstigen 0815-Statussymbolen blenden will  – und das Meitli dann auch brav von solch neoliberalem Klischee-Protz beeindruckt ist.

In der Pause verlässt ein junges Pärchen das Kino, entweder sie haben genug erotische Inspiration getankt, oder sie haben einfach genug vom Film. Auch ich spüre die verbotene Versuchung, mich aus dem Staub zu machen. Aber ich gehe tapfer zurück in den Saal. Leider fehlt mir dann doch die notwendige masochistische Veranlagung, um den Film fertig zu schauen. Fünf Minuten nach der Pause verlasse ich das Kino und setz mich draussen in die Sonne.

Nun, zum Film selbst gibts eigentlich nicht viel zu sagen. Es ist eine unsäglich romantische Schnulze, quasi die «Pretty Woman»-Version des neuen Jahrtausends. Und der Film hat soviel mit BDSM zu tun, wie eben «Pretty Woman» mit Prostitution. Die Romantik ist ja für mich wirklich kein Problem, bin ich doch geouteter Fan von «Sleepless in Seattle», «Notting Hill» und anderen schmalzigen Machwerken. Bei «50 Shades of Grey» stört mich nicht die Romantik, sondern die hanebüchene Geschichte und die schlechte Machart.

Die emotionale Entwicklung der Figuren ist selbst für amerikanische Verhältnisse platt und sprunghaft. Die Charaktere wurden offenbar von einem armamputierten Blinden aus Pflastersteinen modelliert, für die Kameraführung haben sie die Ersatzcrew von «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» verpflichtet und die erotischen Szenen zeigen die Schärfe und die Verführungskraft, die man bei deutschen Privatsendern im Vorabendprogramm findet.

Die Geschichte strotzt vor Klischees, von der biederen Blümchenbluse des armen Huschelis bis zum bereits erwähnten Helikopter. Und ehrlich, eine so extrem scharfe Braut, die am Ende ihres Literaturstudiums noch Jungfrau ist (ohne dabei aber christliche Fundamentalistin zu sein), und sich dann gleich auf ein SM-Abenteuer mit einem superreichen, arroganten Schnösel einlässt, hat so viel Bezug zur Realität wie die überlichtschnellen Raumschiffe in Star Wars 7.

Ganz zum Schluss dann noch eine kleine Versöhnung mit Film und Buch. Die junge Platzanweiserin, so um die Zwanzig, fragt mich ganz überrascht, warum ich denn das Kino schon verlasse. Ich versuch es ihr zu erklären, aber sie versteht mich nicht. «Ich fand den Film super! Prickelnd und spannend», schwärmt sie mit leuchtenden Augen (Ehrenwort! Kein Klischee!).

Und auf einmal ist es schön, dass nicht alle so abgebrüht und desillusioniert sind wie ich und sich noch von einer solchen Schnulze – und sei sie noch so schlecht gemacht – berühren und inspirieren lassen.

(Anmerkung der Red.: Der Autor hat sich heldenhaft geweigert, ein weiteres «50 Shades of Grey»-Wortspiel zu verfassen. Wir sind stolz auf ihn.)

Bis zum Ende

Stadtblog-Redaktion am Donnerstag den 5. Juni 2014
Gewisse Bilder muss man seit jeher in Kino geniessen: Aus  King Kong.

Gewisse Bilder muss man seit jeher in Kino geniessen: Aus King Kong.

Über Auffahrt haben wir mit den Kindern «King Kong» geschaut, die schwarzweisse Version von 1933, den unsterblichen Film über die Macht der schönen weissen Frau über das brutale Biest. Wir sassen gebannt im verdunkelten Wohnzimmer, als der Riesengorilla aus dem Dschungel elegant den Wolkenkratzer in New York hochkletterte, während er die Schöne mitschleppte wie ein Kind seine Puppe. Vorher hatten wir gesehen, wie der Gorilla einen Dinosaurier zerfetzte, die Natur kennt keine Gnade.

Der Film muss den Leuten einen gewaltigen Schrecken eingejagt haben, als er das erste Mal gezeigt wurde. Vielleicht sind sie aus dem Kino gerannt, aber sicher haben sie am nächsten Tag von nichts anderem geredet, und die Menschen sind stundenlang angestanden für den Film. Die erste Woche war jede Vorstellung in New York ausverkauft, wahrscheinlich auch im American Theatre in der Bronx.

Jetzt sei das Kino abgerissen worden, eines der letzten im Quartier, schrieb die «New York Times». In der ganzen Bronx mit seinen 1,4 Millionen Einwohnern gebe es noch zwei Kinos, mit zusammen etwa 20 Sälen; zwei Kinos im Herzland der Filmindustrie, für ein Stadtviertel so gross wie Wien. «Unser Quartier hat seine Geschichte verloren», sagt ein Anwohner, «jeder hat hier geweint, geknutscht, gelacht.»

Es sieht aus, als ob die Kinos aussterben würden, wie die Dinosaurier, wie die Plattenläden, wie die gedruckten Zeitungen. Denn was in Amerika beginnt, gelangt auch unweigerlich in die Schweiz. Die Frage ist bloss, ob man das hinnehmen soll. Klar sieht es schlecht aus für die Kinos, wenn man im Internet Filme herunterladen kann. Gleichzeitig hat die Digitalisierung ihre guten Seiten: Man braucht keine schweren Filmprojektoren und Filmkopien, man kann fünf Säle mit einem einzigen Vorführer betreiben und vor allem: Man kann jederzeit jeden beliebigen Film auf der Welt abspielen, solange man die Rechte besitzt.

Man soll die Bronx nicht mit der Zürcher Innenstadt vergleichen. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass es das Kino Riffraff wagt, gegen den Strom zu schwimmen und in der Überbauung Kalkbreite fünf neue Säle aufzumachen, am 21. August ist Eröffnung. Wie gesagt, Filme ansehen kann man auch zu Hause, dafür muss man nicht ins Kino. Aber man will ja mal unter die Leute. So wie man selbst als stiller Geniesser mal ein Fussballspiel in einer WM-Bar anschaut. Aber dann wird es wichtig, welche Bar – oder eben: welches Kino. Man will dort die richtigen Leute treffen und das richtige Bier trinken. Und deshalb werden in Zukunft der Look eines Kinos, seine Lage, sein Sex-Appeal, seine Bar und seine Tapas immer wichtiger.Wobei, es geht immer noch um Filme. Im Houdini, so heisst das neue Kino in der Kalkbreite, werden die Säle klein sein, etwa fünfzig Sitze pro Kino, da kann man was riskieren und Filme ins Programm nehmen, die still anlaufen und Zeit brauchen, sich ein Publikum zu erkämpfen. Zeit für die Mundpropaganda. Wie damals, als man sich vom Riesengorilla erzählte und davon, wie mutig man gewesen sei, im Kinosessel sitzen zu bleiben, bis zum Happy End.

MiklosMiklós Gimes ist Reporter beim «Magazin», Kolumnist beim «Tages-Anzeiger» und Filmemacher («Bad Boy Kummer»). Jeden Donnerstag lesen Sie seine Stadtgeschichten hier bei uns im Stadtblog und auf der Bellevueseite in der Printausgabe.

Endlich wieder trüb und grau!

Stadtblog-Redaktion am Mittwoch den 9. Oktober 2013
Keine Blätter, die die Sicht aufs Wesentliche versperren. Herbst.

Keine Blätter, die die Sicht aufs Wesentliche versperren. Herbst.

Der Sommer ist kaum vorüber und die Zürcher jammern bereits wieder über den Hochnebel, das Wetter und den ganzen Rest. Dabei ist der Herbst mit seinem Nebel und der angenehm nasskalten Witterung wie eine Offenbarung: Es tummeln sich keine Menschenmassen im Freien, im Tram schwitzen die Leute nicht mehr aufdringlich (oder versuchen den Schweiss mit Umnengen billigem Deo zu vertreiben), die Grossanlässe sind endlich vorbei und man wird nicht mehr zu entfernten Bekannten auf die Dachterrasse genötigt, um billige Würste zu grillieren – kurz, der Herbst ist eine Wohltat. Wir vom Stadtblog haben einige Dinge herausgesucht, die den Herbst in Zürich zur besten Jahreszeit machen:

Wärme tanken
Erinnern Sie sich noch? Vor ein paar Wochen pilgerten noch Alle wie Lemminge in die Badis, um dort mittels Sonne und Hautkrebs langsam gemeinsam über die Klinge zu springen. Und für Sie hatte es natürlich keinen Platz mehr. Jetzt können Sie Wärme und Wasser ohne schädliche UV-Strahlung und fern jeglicher gebräunter Massen geniessen: Gehen Sie ins Stadtbad oder in die Sauna in der Badi Enge und tun sie etwas für Ihre Seele.

Winterspeck anfressen
Die Diätzeit ist endlich vorbei. Die Damen dürfen mit dem Kalorienzählen aufhören und müssen sich nicht mehr um eine Bikinifigur kümmern, die Männer können endlich ausatmen und müssen den Bauch nicht mehr einziehen. Die Zeit, in der man sich Takeaway etwas mitehmen musste, um mit Kollegen irgendwo in der Wildnis (Park, Seeufer, am Fluss) an der Sonne essen musste, ist vorbei. Jetzt kann man sich gemütlich in eine Beiz setzen und Wild oder Metzgete essen.
Aber nicht nur das: nichts zwingt Sie mehr, Ihre Abende in Gartenbeizen zu verbringen: Sie können Kürbisse direkt bei der Stadt kaufen und ihrer/m Liebsten eine Suppe zum Znacht köcheln. Rezepte finden Sie hier (mit Salbei) und hier (klassisch).

Trinken
Fertig mit den Drinks, die von wässrigen Gurken oder Crushed Ice verdünnt werden. Es ist Zeit für Heissgetränke! Gönnen Sie sich eine heisse Schoggi zuhause, kuscheln Sie sich auf dem Sofa ein und nippen Sie in der frühen Dämmerung an einer Tasse mit heisser Milch und einem Schoggitaucherli. Oder Sie bereiten sich einen Tee zu, langsam, wie in diesen japanischen Filmen. Das passende Gerät und die Kräuter kriegen Sie im LaCucina oder direkt hier.
S
ie sind noch nicht bereit für heisse Gemütlichkeit? Kein Problem, die Natur hat vorgesorgt! Herbst ist die Zeit, in der man Süssmost und Sauser trinkt. Frisch und aus städtischem Anbau bekommt man auf dem Hof von Herr Meyer an der Grenze zu Schlieren am Pestalozziweg Süssmost, für 1.40 Franken den Liter, frisch ab Automat.  Lecker! (Und beschleunigt die Verdauung.)

Geld ausgeben
Endlich kann man sich wieder mit mehr als zwei Kleidungsstücken vernünftig und modisch kleiden. Keine dünnen Männerwaden mehr, die aus Billabong-Shorts hervorstechen, keine Sommerfähnchen mehr, die mehr zeigen, als dass sie verhüllen. Und da wir natürlich die Freunde zu unterstützen wollen, die ihren Traum wahr gemacht und eine eigene Boutique in den Kreisen 3, 4 oder 5 eröffnet haben, kaufen wir ebendort ein.

Gescheites Zeugs
Auf unbequemen Stühlen draussen vor dem Xenix im Openair Kino sitzen und versuchen etwas vom Film mitzukriegen während die Sitznachbarn mental noch auf Barbetrieb laufen? Sich um die letzten Tickets fürs Orange Cinema am See prügeln? Nein, jetzt kann man wieder INS Kino, sich in weiche, grosse Sessel lümmeln und im Dunkeln mit der Begleitung knutschen. Oder jede Menge Kultfilme schauen. Oder wenn wir schon dabei sind: wollten sich nicht auch noch die Ausstellung von Martin Parr im Museum für Gestaltung ansehen? Nichts wie los.

Sich zu Hause einsperren
Endlich Schluss mit schlechtem Gewissen, dass einem zuhause beim Faulenzen überkommt, wenn draussen bei Sonenschein die Plätze und Badeanstalten vor lauter Menschen überquellen. Endlich mit gutem Gewissen Stunden im Pyjama vor der Glotze verbringen und Chips essen. Der Gang in die Videothek ist Auslauf genug. Und ja, Läden sind immer besser als ein Online Shops. Unsere Lieblinge in Zürich? Filmriss, Les Videos, Sphinx, Leihfilm.

Musik hören
Fertig mit Openairs voller Schlamm, verbrannten Nasen und unausprechlichen Drogen in fremden Leuten, die einem über die Füsse erbrechen. Die echte Konzert-Saison geht endlich wieder richtig los. Ein paar unserer Live-Highligths in den nächsten Tagen:

– 13.10.: Die Siebzigerrocker von Fleetwood Mac im Hallenstadion.
–  14.10: Der One-Man-Haudegen Bob Log III im El Lokal.
– 17.10.: Die sympathischen Allie im La Catrina.
– 20.10.: Jigga Jay-z im Hallenstadion
– 21.10.: Die warm groovenden Fat Freddy’s Drop im Komplex.
– 23.10.: Die Foals, volkshaus zürich
– 26.10.: Goldfrapp im Kaufleuten
– 27.10.: Mos Def im Stall 6

Und jetzt Sie! Warum genau geniessen sie den Herbst in Zürich? Und welches sind ihre liebsten Orte/Unternehmungen/Gewohnheiten? Diskutieren sie mit!

ÖV: Der Krieg der Düfte

Réda El Arbi am Sonntag den 30. September 2012
Zürcher Trams können durch die Menge an Parfüm in der Luft bei offener Flamme explodieren.

Zürcher Trams können durch die Menge an Parfüm in der Luft bei offener Flamme explodieren.

Ich bin ein eingeschworener Fan des Öffentlichen Verkehrs. Er ist grün, sozial und in Zürich auch meistens pünktlich. Der ÖV ist offenbar so gemütlich, dass die Benutzer oft vergessen, dass sie nicht alleine sind. Am Samstagabend, wenn alle unterwegs in die Clubs, an die Partys, in die Oper oder an sonst irgendein soziales Beieinandersein sind, grenzt eine Fahrt im Tram aber an Körperverletzung.

Das äussert sich dann in einem geruchlichen Miasma, welches die Parfümabteilungen eines jeden Einkaufstempels an der Bahnhofstrasse wie ein Erfrischungstüchlein duften lässt.

«Nein, du wirst durch noch mehr Axe-Deospay heut abend nicht mehr Frauen flachlegen», möchte man dem jungen Mann einbläuen, «bei dem Gestank brechen sie eher ohnmächtig zusammen.» Und dem älteren, scharfrasierten Mann mit seiner sehr jungen Begleitung: «Du bist nicht plötzlich 20, nur weil der Typ in deiner Aftershave-Werbung einen Waschbrettbauch und noch alle Haare hat!»

Ehrlich, schon jedes einzelne Parfüm, Aftershave oder Deo kann ganz alleine  schon zu Atemnot führen, das Gemisch würde bei der UNO als Giftgas auf die Liste der geächteten Waffen kommen.

Und offenbar handelt es sich vorallem Samstagabends um einen Wettstreit, wer die grösseren Mengen an Duftwaffen auffahren kann. Chanel No. 5 ist die bevorzugte Kanone für junge Mädchen, die andere mit ihrer Weltgewandheit umlegen wollen.  Ältere Damen schiessen mit weichen Blumendüften hinter Perlohrringen zurück. Es gibt offenbar nur ein Entkommen: Das eigene Parfümpotential muss höher sein. Die Leute denken wohl, dadurch gäbe es ein Gleichgewicht des Schreckens.

Grundsätzlich sind Parfüms dazu gedacht, dezent eine angenehme Atmosphäre zu verbreiten. Man soll sich wohlfühlen in der Nähe eines parfümierten Menschen, ohne genau sagen zu können, woran es liegt. Parfüm ist nicht dazu da, das andere Geschlecht zu betäuben, bevor man es in die Höhle schleppt.

Ich bin wirklich nicht empfindlich, was Gerüche angeht – ich bin Raucher – aber das Samstagabend-Miasma hat mich schon soweit gebracht, dass ich ausgestiegen und wieder nach Hause gegangen bin. Die Parfümdichte ist manchmal  so ausgeprägt, dass ich mir beim Verlassen des Trams keine Zigarette anzünde, aus Angst, die Dämpfe im Wagen könnten explodieren.

Können wir uns nicht friedlich darauf einigen, das es genügt, zuhause nur ein Mal auf den Sprühknopf zu drücken?


«Travolta sollte seinen Frisör verklagen»

Réda El Arbi am Freitag den 21. September 2012

 

Sind die Haare aus der Spraydose oder nicht?

Sind die Haare aus der Spraydose oder nicht?

«Was fällt Ihnen spontan zu John Travolta ein» war eine der originellen Fragen, die die Presse gestern am grünen Teppich (Grün ist viel origineller als Rot) des Zurich Film Festivals stellte.

Natürlich wollte die Presse «Scientology» oder «schwule Masseure» hören. Aber die Zürcher (Schweizer) Prominenz blieb sich treu und verhielt sich zurückhaltend.  Beat Schlatter und Melanie Winiger gaben zwar die zu erwartenden Statements, aber der Rest der Promi-Meute hielt sich an «Saturday Night Fever» und «Grease». Mit origineller Disco-Pose für die Fotografen. (Sorry, das Bild haben wir nicht, wir waren grad für kleine Stadtblogger). Überraschenderweise gab Alt-Ex-Vormals-Bundesrat Moritz Leuenberger eine witzige Antwort: «Spontan kommen mir seine fettigen Haare in den Sinn», platzte er vor der «Blick»-Kamera heraus.

Aber offenbar hatte er den Star des Abends noch nicht gesehen: John Travolta kam mit aufgemalter Frisur. Die Fotografin neben uns brachte es auf den Punkt: «Travolta sollte nicht indiskrete Masseure, sondern seinen Frisör verklagen.»

Travolta kam und blieb dann einfach Travolta. Professioneller Charme, cooler Blick und, naja, und nichts mehr.

Da gab sich Knautschgesicht Oliver Stone schon mehr Mühe. Er gab mit seinem seit vierzig Jahren andauernden Cannabis-Konsum an. «Aber sicher kein Schweizer Gras», murmelte ein Kollege aus dem Bündnerland. Stone wetterte auch noch gegen «Arschloch» Bush und Irakkrieg und lobte China, dass es den USA die Stirn biete. Uns kam das Ganze irgendwie pubertär rein. Naja, nicht mal das. Es waren eher Statements, die ein Jugendlicher in den Achzigern gemacht hätte. Aber wahrscheinlich versucht Stone seit dieser Zeit sein rebellisches Image zu konservieren.

Aber das Spannendste am Abend war das Gesichter-Raten. Da alle unheimlich schick aufgemacht kamen, konnte jeder und jede ein Promi sein. Und, ehrlich gesagt, wir vom Stadtblog kennen uns mit Promis nicht so aus. Also versuchten wir einfach zu erraten, wer wer war und was Ihnen die Ehre des grünen Teppichs einbrachte. Ungefähr vierundsechzig Mal tippten wir: Die hat bei «Das Missen Massaker» mitgemacht! Einzig Melanie Winiger erkannten wir, an ihrer herben Stimme und ihrem unwerfenden Zürcher Charme. Sie kam in Begleitung eines älteren Mannes, was für viel Getuschel sorgte. Aber wir wissens: Es war ihr Vater.  Ehrenwort!

Und um Ihnen, lieber Leser, den Spass nicht zu verderben, haben wir die Bilder in der Galerie nicht mit Namen beschriftet.

Raten Sie selbst! Viel Spass.


Das Festival, der Skandal & Scientology

Réda El Arbi am Freitag den 31. August 2012
John Travolta küsst seinen angeblichen Geliebten. In Zürich eher ein Sympathie-Bonus. aber bei Scientology streng verboten.

John Travolta küsst seinen angeblichen Geliebten. In Zürich eher ein Sympathie-Bonus. aber bei Scientology streng verboten.

Erinnern Sie sich noch an den Eröffnungsfilm des Zurich Film Festival von 2009? Ich auch nicht. Aber an den Stargast und die Folgen werden sich wohl noch alle erinnern. Der geständige und flüchtige Kindervergewaltiger Roman Polanski sollte eine Auszeichnung abholen und wurde bei Einreise verhaftet.

Die Organisatoren des ZFF,  Nadja Schildknecht und Karl Spoerri (mit «oe» nicht mit «ö»!), waren zuerst von der riesigen Aufmerksamkeit für ihr kleines, feines,  aber bis dahin eher unbekanntes Festival überfordert. Plötzlich waren sie im Fokus der Weltpresse: moralische demente Kunstschaffende organisierten Demonstrationen zur «Befreiung» von Polanski und liefen mit «Free Polanski»-Pins vor den Festivalkinos herum, als sei der Filmemacher ein Freiheitskämpfer und nicht ein Mann, der eine 13-Jährige unter Drogen setzte und – zwecks Verhütung – anal vergewaltigte.

Als im gleichen Jahr das Golden Icon vergeben wurde, suchten sich die Verantwortlichen Morgan Freeman aus. Naja, Polanski konnte er zwar nicht toppen, aber immerhin schlief er mit seiner damaligen Stieftochter. Aber wenigstens mit deren Einverständnis.

Dann wurde es einige Zeit ruhig um das ZFF, die Filme rückten wieder in den Vordergrund – aber irgendwie schien das den Organisatoren nicht zu passen. Für 2012 suchten sie sich den Darsteller aus, der in den letzten 12 Monaten wahrscheinlich am Häufigsten mit Skandalen in der amerikanischen Boulevardpresse war: John Travolta, der gezwungene Scientologe. Der Actionheld, der offenbar schwule Affairen lebt.

Naja, als Homosexueller hätte er in einer liberalen Stadt wie Zürich natürlich klar Sympathien, nicht aber als Scientologe. Vor Allem, da ihm nachgesagt wird, er hätte wegen seiner scientologischen Doktrin bei einem Krampfanfall die Behandlung in einem örtlichen Spital (Bahamas) zuerst verweigert und so seinen Sohn Jett sterben lassen. 

Natürlich werden sich die Schweizer Medien um Travolta reissen. Da ist zwar auch noch Herbert Grönemeyer, den die People-Journis nach dem Tod seiner Frau und seines Bruders, oder nach seiner (nicht mehr so) neuen Schweizer Partnerin, fragen können, aber das ist alles schon etwas abgelutscht.

Aber Hauptstache Glamour, People und Skandale –  echte Promis auf dem grünen Teppich, neben denen sich unsere Cervelat-Prominenz für Minuten ein wenig im Abglanz sonnen kann. Witzig ist übrigens, dass die People-Journis der einschlägigen Schweizer Publikationen auch immer  in Gala-Garderobe zur Berichterstattung antanzen, um vom Rande aus wenigstens die Brosamen des Ruhms stilgrecht aufpicken zu können.

Und die Filme? Darum sollen sich doch die Film-Nerds kümmern. Nächstes Jahr kann sich sowieso niemand mehr daran erinnern. Aber der Glanz der Stars brennt sich für immer in die Mauern des Corso-Kinos …


Sommer – hier feiert Zürich!

Réda El Arbi am Freitag den 29. Juni 2012
Beisammen sitzen, Bier trinken, Spass haben - der Sommer in der Stadt.

Beisammen sitzen, Bier trinken, Spass haben - der Sommer in der Stadt.

Der Duft von Gegrilltem, ein paar unaufdringliche Bässe, Kinderlachen und die Restwärme des Abends: der Stadtblog zeigt Ihnen, wo Sie die besten Strassenfeste, Sommerparties, Gratiskonzerte und Open Air-Kinos in Zürich finden. Schon dieses Wochenende gehts los.

(Wir ergänzen die Liste fortlaufend um Anlässe, Programme und LineUps, am Besten setzen Sie sich eine Bookmark für diesen Artikel! Tipps und Hinweise bitte in die Comments.)

Openairkonzerte in der Bäckeranlage
Immer mittwochs spielt in der Bäcki eine Band auf – und die kommen alle aus der Region. Selbst wenn einem die Musik nicht passen sollte. Der Ort ist im Sommer zauberhaft schön. Und Bierdosen kann man ja bekanntlich auch selber mitnehmen.
Programm

Zum Flyer 

Filmfluss 11. – 29. Juli
Ein wunderbarer Ort, um sich Filme anzusehen. Ein paar Limmat-Perlen haben wir für Sie herausgefischt: die ulkig-melancholische Ausbrechergeschichte Down By Law, die Schwarze Komödie In Bruges oder der Schweizer Film Der Fürsorger.
Programm

Xenix Open Air Kino 13. Juli – 18 August
Das Open Air Kino auf dem Kanzleiareal hat sich in den letzten Jahren zu einer Art Gala-Event im Chreis 4 gemausert. Gute Filme, nettes Geplauder und ein wenig Sehen und Gesehen werden. Natürlich können die Gäste, die nicht in die Vorführung gehen, den Film anhand der weit hörbaren Tonspur mitverfolgen.

Orange Cinema 19.Juli – 19.August
Natürlich, ein wunderbarer Ort. Wenns eindunkelt und man die letzten Sonnenstrahlen am Alpenfirmament beobachtet, beginnt auch schon der Film. Das Programm wartet wie immer mit einigen Perlen auf. Achtung: Die Vorstellungen sind schnell ausverkauft.
Programm

Hier zum Programm 

Stadtsommer 26 Juli – 4. August
Der Stadtsommer bringt wie immer eine kleine Reihe Gratiskonzerte mitten in die City. Unter anderem die erste Wiedervereinigung von Baby Jail seit ewig!

Idaplatzfest 18. und 19. August
Das Idaplatz-Fest hat sich in den letzten Jahren zu einem Szene-Event gemausert, an dem sich Chreis 4/5-Szenis mit Anwohner-Familien aus dem Kreis 3 und Leuten aus der ganzen Welt mischen. Das LineUp steht noch nicht fest, aber das macht nichts, da die Bands eher den Hintergrund für Gespräche und gutes Essen liefern.
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Open Air Langmatt 25. August
Das Open Air in Witikon stellt gerade das Lineup für 2012 zusammen. Wer sich als Band noch bewerben will, soll sich über die Homepage bei den Veranstaltern melden.
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Röntgenplatzfest 27. und 28. August
Das wohl grösste und bekannteste Quartierfest der Stadt, organisiert von der SP Stadt Zürich. Organisiert? Bis jetzt zeigt die Homepage leider nur Infos übers letzte Jahr. Aber das ist egal, da man hingeht, um Leute zu treffen, gut zu Essen und ein wenig Live-Musik zu hören, egal von wem. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
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Sommerbühne – Rote Fabrik
Wenn die Temperaturen steigen, stuhlt auch die Rote Fabrik raus. Soll heissen: Alle Konzerte, egal ob Rap, Schweinerock oder Antifolk, gehen direkt am See, an einem der lauschigsten Plätze der ganzen Stadt, über die Bühne. Highlights in diesem Jahr sind die Haudegen von den Black Lips oder die minimalen Melancholiker von Warpaint. Ausserdem sei der Abend mit den Zürchern Hard Coming Love und Tom Huber empfohlen. Stets eine kurze Velofahrt wert.
Zum Programm