Südseefeeling in der Agglo 

Seit neustem ist das Maori hawaiianisch angehaucht - weil der Patron auf der Insel in den Ferien war.

Restaurant Maori: Amerikanische, asiatische und neuseeländische Eigenheiten bei dezentem Licht. Foto: Carmen Roshard

Im Maori in Schlieren ist man stolz, heuer in der SRF-Doku-Soap «Mini Beiz, dini Beiz» den ersten Platz eingeheimst zu haben. Der prämierte Hauptgang des Siegermenüs heisst «wasabi pea crusted ahi», grillierter Gelbflossen-Thunfisch mit Wasabi-Pistazien-Kruste. Angerichtet ist der Fisch auf einem Gemüsebeet mit einer – da können wir schon mal vorgreifen – wahrlich fantastisch schmeckenden Soja-Ingwer-Sauce, dazu gibts gebratenen Jasminreis (Fr. 45.-).

Doch eines nach dem andern. Über der Eingangstür an der alten Strasse nach Bern prangt immer noch der Schriftzug der ehemaligen Gaswerk-Kantine, obwohl die Beiz in den letzten 15 Jahren mexikanisch angehaucht war und neustens hawaiianisch. Denn seit der Patron auf Hawaii in den Ferien weilte, entlockt der neugierige Begleiter dem freundlichen Geschäftsführer, setzt das Maori auf Fusion, einer Verschmelzung der polynesischen Küche mit amerikanischen, asiatischen und neuseeländischen Eigenheiten. All diese Einflüsse verspricht die Pacific Rim Cuisine auf der Speisekarte.

Muschellampen geben dezentes Licht. An den Tischen sitzt man zu zweit. Der Begleiter erzählt vom dicksten Sänger, einem Hawaiianer. Wie Israel Kamakawiwo’ole aussieht, demonstriert er mittels Handy. Ob man sich beim Anblick dieses Riesen trotzdem auf das frische Brot stürzen soll?

Vor dem Siegermenü und dem Ahi tartare tiki stack, einem handgeschnittenen, würzigen Thunfischtatar auf Avocadowürfeln und einem gebratenen Wachtelei obendrauf, gibts noch eine hawaiianische Vorspeisen-Combo. Sie besteht aus Chicken Karaage, Yakitori Sticks, Black Dragon Rolls, Schweinefleisch- und Gemüse-Gyoza und Shrimps (pro Person Fr. 19.-). Serviert wird im original hawaiianischen Pupu-Platter, einem drehbaren Holzteller, auf dem in der Mitte aus einem kleinen Gusseisengrill ein Feuerchen lodert.

Die Speisen sind nicht nur schön angerichtet, sie schmecken auch gut. Zum Glück ist das Bild des hawaiianischen Sängers bereits ein bisschen verblasst, als noch eine polynesische Passionsfrucht-Mousse (Fr. 12.-) auf den Tisch kommt.

Restaurant Maori, Bernstrasse 15, 8952 Schlieren, Tel. 044 730 10 16. Mo-Fr 11.30-14/17-24 Uhr, Sa 18–24 Uhr, So 18-23 Uhr.

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