«Macht’s gut, und danke für den Fisch!»

Tränenreich verabschiedet sich unser Autor Reda El Arbi mit seinem letzten Beitrag vom Stadtblog. Wir wünschen ihm viel Glück und weniger cholerische Anfälle.
Bild: www.arianepochon.com

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Dies ist mein letzter Beitrag für den Stadtblog. Ich verlasse dieses – mir sehr ans Herz gewachsene – Gefäss nach sechs Jahren und mach mich auf zu neuen Abenteuern.

Nach mehreren hundert Beiträgen und (wichtiger!) nach mehreren 10 000 Kommentaren, ist es Zeit, Adieu zu sagen. Ich gehe natürlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Vorallem aber möchte ich mich bedanken. Zuerst bei den grossartigen Lesern, die mich über die Jahre ausgehalten, mit mir gestritten, gelacht und sich ausgetauscht haben. Danke!

Dann aber auch bei der Redaktion, die mir unglaubliche Freiheiten liess, akzeptierte, dass ich mich thematisch nicht einengen liess, dass ich manchmal ein Arschloch (Sorry, Chef!) war und dass meine Sprache nicht immer im Rahmen der redaktionell erlaubten Spannweite stattfand. Danke!

Aber keine Angst, diejenigen, die gerne weiter Texte und Meinungen von mir lesen wollen, dürfen das gerne auf meinem privaten Blog tun. Und auch die anderen werden wohl oder übel auch in Zukunft an zum Teil überraschenden Orten auf meine Schreibe treffen. In diesem Sinne: Auf bald!

Ich hab mir überlegt, was zu meinem Abgang ein idealer Schlusspunkt wär, der diesem monumentalen Ereignis gerecht würde. Da wir aber gerade Feuerwerksverbot und Ferien haben, sind die naheliegendsten Möglichkeiten (Parade durch die Stadt, nächtliches Feuerwerk und zwei Tage frei) nicht wirklich durchführbar.

Also hab ich mich entschieden, einen meiner natürlichen Bescheidenheit entsprechenden Abschied zu nehmen und nur ein Video zu posten, das in Stimmung und Bedeutung seinen Zweck erfüllt.

Also, macht’s gut, und danke für den Fisch!

39 Kommentare zu ««Macht’s gut, und danke für den Fisch!»»

  • Nils sagt:

    Wirklich schade dass Sie im Stadtblog nicht mehr schreiben. Ich bin der Meinung dass der Tagi damit einiges verloren hat. Vor allem auch weil das wohl der Bog war, welcher der never ending Dummheit und dem Rassissmus der Volkskrankheit schlechthin den Kampf angesagt wurde. Im Blog wie in den Kommentaren.
    Ich kann verstehen dass die Sissiphus-Arbeit keinen Spass macht, wenn sich Kommentare dümster Sprüche aneinander reihen, als wären sie von Bots gestreut. Lassen Sie sich gesagt sein, es tat gut Ihr Veto zu lesen und zu sehen, dass es noch Leute gibt, die mehr Intelligenz als ein Stück Brot haben.

  • KMS a PR sagt:

    „finger im po – mexiko – paris, athen – auf wiederseh’n! “ 😉

  • tststs sagt:

    So long and thanks for all the fish…

    Und nie vergessen: Don’t panic
    😉

  • Herkules P. sagt:

    Ich habe Redas Beiträge nie kommentiert, aber keinen ausgelassen. Seine scharfzüngige Art werde ich vermissen. Wenn ich seine Artikel las, hatte ich immer das Gefühl, er schreibt ohne Filter, ohne Korrektheit, fadegrad eben! Und das hat dieser Plattform gut getan. Reda, alles Gute für dich und danke für die Unterhaltung. Deine Lebensgeschichte würd ich in Buchform sofort kaufen (aber von dir geschrieben!)

  • Marcel Senn sagt:

    Hola Reda War zwar schon länger nicht mehr auf dem Stadtblog, aber vor ein paar Jahren des öfteren auch mal intensiv, war des öfteren etwas schräg aber gut
    Na dann bleib sauber und good luck.
    PS Hat das mit Madonnas Don’t cry for me Argentina noch eine andere Bedeutung? Zieht es Dich allenfalls nach Argentinien? Falls ja kannst Dich ja mal melden, ich wohne gleich vis à vis von BsAs über dem Fluss in Uruguay. Mail Adresse kannst ja sicher unten einsehen

  • Andreas Weibel sagt:

    Ein Grund weniger, die Tagi-Website zu besuchen. Schade.

  • Christian Mohler sagt:

    Reda war in meinen Augen einer der wenigen Journalisten beim TA, die provokativ waren UND Verantwortung für Ihre Texte übernommen haben, die Kommentare moderiert haben und sich mit ihren Lesern und Kommentatoren auf eine lobenswerte Weise auseinandergesetzt haben!
    Alles Gute und bis hoffentlich bald wieder einmal.

  • Dölf Kunz sagt:

    Lieber Tagi, ersetze den Reda bitte mit jemandem, der nicht nur sich selbst zum Thema hat. Merci.

  • Christian Baum sagt:

    Gut, dass der Reda endlich weg ist. Dann bleibt mehr Platz für das, was der Tagi am besten kann – nämlich nichts.

    PS. Danke, Reda!

  • Marc Baumann sagt:

    Ich habe häufig still mitgelesen, mich zeitenweise schrecklich geärgert, manchmal amüsiert, über Kommentatoren, aber natürlich auch über den Autor. Trotz alledem ist es wertvoll, dass Ecken und Kanten hier noch toleriert wurden.

    Man soll so bleiben wie man ist, ob das nun dem Umfeld passt oder nicht. Freak sein ist ja mittlerweile eine Auszeichnung

  • Pete sagt:

    Du hast mich oft zum Lachen gebracht und in Worte gefasst, was ich oft ähnlich empfand. Es sollte mehr Leute wie dich geben, man würde sich weniger alleine fühlen. Zähl mich zu deinen neuen Besuchern auf deinem privaten Blog.

  • Max sagt:

    Finds nicht schade, eigentlich, weil es sicher interessantere Tätigkeiten gibt als bei Tamedia zu arbeiten. Ist ja ein Reputationskiller, dort zu arbeiten, ist ja ein neoliberales Gurkenblatt.

    Öfters hart mit Ihnen gestritten, kontrovers aber immer geistreich, Sie sind ein scharfer Schnelldenker, teilen hart aus, können aber auch einstecken und bleiben dabei immer fair. Kann nicht jeder.

    Alles Gute und viel Lust und Spass aufs kommende Neue!

  • Gabriel sagt:

    Vergessen ging noch „…vor allem beim Lektorat, das wohlwollend alle Rechtschreib- und Interpunktionsfehler übersehen hat.“
    Mensch, saubere Grammatik ist das grundlegende Handwerk für jeden Journalisten oder Blogger oder was auch immer. Nimm das als konstruktive Kritik für deine zukünftige Plattform.

    • Réda El Arbi sagt:

      Gibt kein Lektorat. Die Texte entstehen meist 20 Minuten, bevor ihr sie seht.

      Mit den Tippfehlern kann ich gut leben. Und Grammatik und Interpunktion benutze ich eh meist mehr als Stilmittel.

      Nicht, dass ich es nicht könnte. Ich schreib einfach lieber so, wie‘s für mich grad passt. Muss ja niemand lesen 😉

    • Balint Keszthelyi sagt:

      Das stimmt eben nicht, Gabriel. Als Blogger muss man Grammatik nicht wie ein Germanist beherrschen, um erfolgreich zu sein. Wenn sie etwas recherchieren, dann werden Sie feststellen, dass es einige bekannte Blogger gibt, deren Texte voller Tipp- und Rechtschreibefehler sind. Die wissen eben, worauf es beim Bloggen ankommt. Da gibt es einen grossen Unterschied zum klassischen Verlagswesen.

    • Ralf Schrader sagt:

      Wenn man Sprache jenseits aller semantischen Regeln benutzt, kommt es auf Grammatik auch nicht mehr an.

      • Réda El Arbi sagt:

        Meine Schreibe ist in Text gegossene, gesprochene Sprache. So kommts, dass es Sätze ohne Verben gibt, Gedankenstriche und Komma zu Atempause/Innehalten verwendet werden und die Zeitformen eher helvetisch sind. Zwei wichtige Punkte: Der Inhalt muss verstanden werden und ich kann so den Textrhythmus dem Leser vorgeben. Funzt.

  • Jennifer sagt:

    Soweit ich ihn mitbekommen habe, da ich nur sporadisch lese, fand ich Réda El Arbi klar, witzig und wohltuend. Einem cholerischen Temperament soll man nicht weniger Ausbrüche wünschen. Weil die für das Wohlbefinden nötig sind. Man lässt sie besser über sich hinwegrollen und abklingen. Wie ein Gewitter. Nachher ist der cholerische Mitmensch wieder der allerliebste. Der einzig vernünftige Umgang mit aufbrausenden Leuten. Spreche aus Erfahrung. Nur die Schweizer wollen dauernd andere kontrollieren. Die machen einen total fertig mit ihrer Coolness. Machen Sie’s gut, Herr El Arbi. Wünsche Ihnen viel Glück – und Menschen, die mit cholerischen Anfällen klarkommen.

    • Réda El Arbi sagt:

      Naja, ich hab den Lead selbst gescheieben. So wünsche ich mir viel Glück und ein ausgeglicheneres Temperament.

      • Jennifer sagt:

        Aha. Wenn das so ist… Ich finde es eben ganz toll, und es hat auch Seltenheitswert, wenn jemand solche emotionalen Explosionen (meinerseits) mal nicht zu kontrollieren und zu beschwichtigen versucht. Man wünscht ja immer für andere, was man auch selber gut und wünschenswert findet, nicht wahr?
        Mit dem eigenen Temperament findet man sich besser irgendwann ab, glaube ich. So etwas bleibt wie es ist und ändert sich m. W. nicht wesentlich, auch nicht mit dem Alter. Das soll Sie jetzt aber nicht entmutigen.
        ; )

  • Urban Zuercher sagt:

    „Nach mehreren hundert Beiträgen und (wichtiger!) nach mehreren 10 000 Kommentaren, ist es Zeit, Adieu zu sagen.“
    Das glaub ich gerne, dass du 10’000 Kommentare unter deine mehrere hundert Beiträge geschrieben hast…. 😉 Danke für beides!

  • Birgit dechmann sagt:

    Du bist der beste. Echt ein Verlust
    Total falsche Wahl.
    Ihr Schaden

  • Balint Keszthelyi sagt:

    Als wir uns auf Facebook das erste Mal in die Haare gekriegt hatten, dachte ich mir, “was für ein Arschloch” – und das denke ich immer noch 😉
    Hätte damals nicht gedacht, dass ich mich zwei Jahre später immer noch mit Dir fetzen werde.

    Es wird aber weiterhin Wege geben, Dich auch künftig zu einem Schlagabtausch bewegen zu können. Zu köstlich, wie Du immer gleich in die Luft gehst 😀

    Es ist übrigens nervig, wenn mir Spotify Don‘t cry for me Argentina von Madonna auf meiner Wochenliste vorschlägt, ich es mir hintereinander mehrmals anhöre, dann diesen Blog anklicke und sich ein Feind ausgerechnet mit diesem Lied verabschiedet 😉

    • Réda El Arbi sagt:

      Passt zu dir, so einen pathetischen Müll wie „Don’t cry for me Argentina“ freiwillig mehrere Male zu hören. Soll wohl echte Gefühle ersetzen? chrchrcrh

      • Bernd Oehler sagt:

        Yep. Mit das Coolste an diesem hervorragenden Blogger waren (sind) seine Retourkutschen auf Anpamper. Vielen Dank, Herr El Arbi, für reichlich Lesegenüsse.

  • Svenja sagt:

    Schade! Zu spät entdeckt und dann schon wieder weg. Dann halt auf einer anderen Plattform

  • Claude Fontana sagt:

    Ja danke für das bisschen frech, das noch erlaubt war. Ab jetzt gibts nur noch heulen um den falschen fingernagel, Kleider die zu wenig exklusiv sind, wenn es zuviel davon gibt. und Guter oder böser Geschmacksverstärker. Originale zutaten kennt heute eh keiner mehr. In Diesem Sinne, schönmit ihnen geangelt zu haben, auch ich danke für den Fisch. möge er nun liegenbleiben, und die leere Redaktion vollstinken.

  • tina sagt:

    oh wie schade, ich habe mich so gern über dich genervt 🙂
    viel vergnügen wünsche ich dir, wobei auch immer!

  • marsel sagt:

    Darf man nicht mehr für den Stadtblog schreiben, wenn man auf’s Land zügelt, oder was ist der Grund? Sehr schade, wenn das Nonkonforme Stück für Stück aus der Presse verschwindet.
    Wer soll denn jetzt den Stadtblog schreiben, wenn sogar die Journis die Stadt verlassen?

    • marsel sagt:

      Hätte ich den Link zum privaten Blog vorher angeschaut hätte ich es vor meinem Kommentar schon besser gewusst, das mit dem Grund vom Ende. Es ist einfach nur traurig 🙁 .

  • GeZu sagt:

    Fähige Journalisten zu chassen, die der Marke Tagesanzeiger ein Gesicht fernab von billigen Allerlei-News verleihen, ist eine schlecht durchdachte Sparmassnahme. Wie viele Journalistenjobs könnten wohl mit der Halbierung von Verwaltungsratsentschädigungen gerettet werden? Ich werde Ihnen, lieber Reda, auf jeden Fall weiterhin folgen – egal, wo Sie publizieren. Ich finde Ihre bissige Schreibe süffig und intelligent.

  • Hans Peter Graf, exiliert, Najomtien Beach, Chonburi, THAILAND sagt:

    Wenn Konzernjuristen eine Risikoanalyse machen und erleichtert aufschnaufen, dass sich wieder mal ein Problem erledigt, ohne dass (weitere) gravierende Verwerfungen drohen, dann muss es sich um den Abgang von Reda el Arbi handeln. Schade. Und der Tagi verliert halt wieder eine Zacke mehr aus seiner Krone als “Institution”…

  • Beat von Däniken sagt:

    Wieso werd ich das Gefühl das alles was nicht genug supi dupi mami papi mega läss rüberkommt wegmuss. Entweder wird alles hübsch aufgeschminkt., ignoriert oder dann werden irgendwelche partikulare wohlstands problerme zu existenziellen Konflikten heraufstilisiert. Hier wurde ein bisschen Realismus versucht, was dann halt Schattierungen des Lebens beinhaltet die dunkler sind als das gewohnte, angenehme latte macchiato beige. Ja wahrscheinlich war das schon viel zu viel des Negativen. Ok dann gehts halt weiter mit „Reiswaffeln – gut oder schlecht?“. Wahrscheinlich haben wir die Zeitung, die wir verdienen.

  • Simon Affentranger sagt:

    Streitbar, unabhängig, eine linke Socke ohne politische Überkorrektheit und mit einem einzigartigen Erfahrungsschatz. Das wird mir für einmal tatsächlich etwas fehlen. Herzlichen Dank!

  • Asta Amman sagt:

    Reda zum Letzten. Gewohnt witzig, bissig, egozentrisch – aber immer auch selbstironisch. Der Mann ist eine Marke. Der Stadtblog war’s mal.

  • Daniel Sultan sagt:

    Ein bisschen Schade. Den Mainstream-Media würde und tut ein bisschen Farbe gut. Vor allem auch über Aussenseiten-Themen berichten. Stetig ignorieren, ausgrenzen und sowie Zensur kann keine Dauerlösung sein!

  • Daniel Pillei sagt:

    Dankeschön!

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