Das männliche Sexdating-Trauma

«Wenn du nicht kommst, bist du ein Versager. Wenn sie nicht kommt, ebenfalls.» - 6 Männer sprechen übers Casual-Dating in Zürich.
Es hat sich seit den 50ern nicht viel grundsätzliches geändert.

Es hat sich seit den 50ern nicht viel Grundsätzliches geändert.

Sex- und Datingkolumnen von Frauen um die Dreissig gibts in Zürich gefühlte Drölfzigmillionen. Nur: Wie Männer das Dating in dieser Stadt empfinden, bekommt nirgends eine Bühne. Vielleicht, weil das voyeuristische Element fehlt. So haben einige Bekannte und ich an einem Männerabend in der Stadt den Entschluss gefasst, einige Erfahrungen von Singlemännern in Zürich zu dokumentieren.

Dani*, 35

«Flirten im echten Leben, also nicht digital, ist in Zürich die Hölle. Es ist, als ob du eine Kür vor Preisrichtern laufen müsstest, aber nicht mal genau weisst, in welcher Sportart. Ich bin jetzt 35, seit zwei Jahren Single und ich habs noch immer nicht raus. Wie um Himmels Willen soll ich wissen, ob eine Frau offen ist für Casual Dating? Soll ich Gedanken lesen? Spreche ich eine Dame an, mit der ich vorher vielleicht drei oder vier Blicke und ein Lächeln getauscht habe, kann das trotzdem aufdringlich empfunden werden. Ich kriege eine Abfuhr.

Und eine Abfuhr ist nun mal schmerzhaft. Man nimmt seinen ganzen Mut zusammen, versucht einen geraden Satz zu stottern und wird abgefertigt. Dann der Anspruch, man(n) soll „authentisch“ sein. Und wenn ich meine Unsicherheiten nicht überspiele, bin ich ein Wimp. Wir sind nun mal nicht alle supercool. Als Mann steckst du eine Weile ein, dann lässt du es bleiben.

Wenns dann mal klappt, geht der Stress erst richtig los. Du willst nicht zu früh kommen, du musst der beste Lover der Welt sein, du willst nicht, dass dein Bauch zu fett aussieht. Und vorallem: Du bist nicht nur für deinen eigenen Orgasmus zuständig, du trägst die Verantwortung für beide Orgasmen. Kurz: Wenn du nicht kommst, bist du ein Versager. Wenn sie nicht kommt, ebenfalls. Ich weiss nicht, warum wir Männer uns das antun.»

Felix*, 39

«Ich bin bald 40 und suche keine Beziehung. Ich will nur mein Singleleben nicht sexlos verbringen. Und man könnte meinen, im 21. Jahrhundert sei das nicht so schwierig. Aber sexuelle Revolution und Emanzipation haben gewisse Grundstrukturen zwischen den Geschlechtern nicht geändert. Als Mann bist du für den ersten Schritt zuständig. Du bist Bittsteller, musst dich verkaufen, musst umwerben, verführen, überzeugen. Echt.

Ich will niemanden davon überzeugen müssen, mit mir ins Bett zu gehen. Ich will einer Frau auf Augenhöhe begegnen. Die Anziehung ist da und man gibt ihr nach. So einfach, eigentlich. Wenn sie mit mir ins Bett will, schön. Wenn nicht, auch gut. Dann verabschiedet man sich freundlich und sucht nach einem Gegenüber, das das Gleiche sucht. Ich bin nicht mehr bereit, mich zu verbiegen.»

Albert*, 45

«Viele Frauen denken noch immer, Sex sei eine Art Belohnung, die sie für ein erwartetes Verhalten gewähren. Ich muss eine Show performen, die dann mit Sex ausgezeichnet wird – oder eben nicht. Gleichberechtigte Sexualität sieht für mich aber etwas anders aus. Ich gebe genau so viel wie ich nehme. Ich bin kein Konsument. Frauen sind für mich keine Objekte, die ich wie einen Pokal erst erobern muss.

Ich habs inzwischen beinahe aufgegeben. Zwar funktionierts ab und zu, man trifft jemanden, der die Anziehung auch spürt, aber die Zurückweisungen, die Abwertungen bis dahin und die Forderungen, die Komplikationen und das Drama danach, sind mir einfach die Zeit nicht wert. Sex ist wichtig. Aber so wichtig nun auch wieder nicht.“

Daniel*, 29

«Ich finds schön, dass Frauen heutzutage ihre sexuellen Wünsche und Vorstellungen endlich frei formulieren könnten. Jede Frau wird bewundert, wenn sie auf einen Mann zugeht und sagt: ‚Hey, ich will mit dir ins Bett‘. Wenn du als Mann so ungezwungen daher kommst, siehst du Pfefferspray und einen #Metoo-Hashtag hinter deinem Namen. Eine Frau, die einfach nur Sex will, ist emanzipiert. Ein Mann, der einfach nur Sex will, ist ein Schwein.

Sieh dir doch die ganzen Datingkolumnen der jungen Frauen an. Da gehts meist darum, jemanden zu daten und dann mit ihm uns Bett zu gehen, um ihn danach in die Wüste zu schicken, weil er den Anforderungen nicht genügt. Und diese Kolumnen laufen gut, weil sich wohl jede Singlefrau damit identifiziert.

Natürlich ist es immer noch so, dass viele Frauen ihre Bedürfnisse nicht offen ansprechen und nicht auf Männer zugehen. Nicht, weils unschicklich ist, sondern weil sie irgendwo tief drin wissen, dass Zurückweisung schmerzt und sie das lieber den Männern überlassen.»

Henry*, 32

«Ich geh gar kein Risiko mehr ein. Ich kläre alles im Voraus virtuell. Der ganze Stress, ob du jetzt Körperkontakt herstellen darfst, zum Beispiel die Hand nehmen, die Unsicherheit, ob sie nur freundlich ist oder ob sie flirtet, ob die Aufforderung, sie nach Hause zu begleiten, auf Knutschen hinweist oder einfach kollegial gemeint ist. Puh, nein. Zum Glück gibts Tinder. Da kann man klar sagen, was man sucht. Da kann man sich unterhalten und ehrlich miteinander umgehen. Man kann sogar gemeinsam lachen.

Wenn man sich dann trifft, muss man nur noch abchecken, ob die Chemie im echten Leben auch stimmt. Ist die Anziehung da, wunderbar. Ist sie nicht da, kein böses Blut. Man hat ja virtuell eine gute Zeit miteinander verbracht. Für mich ist Tinder ein Segen. Auch weil man gleich aussortieren kann, wenn eine „Pferde stehlen“ oder „Nur Freunde treffen“ in ihr Profil schreibt.»

James*, 46

«Ich date meist online, hauptsächlich Tinder und eine Seitensprungseite. Und da treff ich meist keine Locals sondern Touristinnen und Expats. Das ist ok, auch wenn ichs schade finde, dass dann die Option auf eine echte Beziehung gleich von Anfang an wegfällt.

Wenn ich mich mit Zürcherinnen treffe, steht meist mein beruflicher Status im Vordergrund. Ja, ich bin erfolgreich und man kennt mich in der Stadt. Aber ehrlich, willst du als Mann eine Frau, die mit dir ins Bett geht, weil du beruflich Glück hast und dein Kopf ab und zu in den Medien erscheint? Eher nicht. Du willst jemanden, der sich körperlich und auch ein wenig emotional auf dich einlässt, weil du du selbst bist. Nicht weil du Erfolg hast. Das ist ja, wie wenn man sich Sex kaufen würde. Einfach mit Protzerei und Status. Das hat dazu geführt, dass ich auf den Profilen von Datingseiten weder Beruf noch echten Namen angebe.

* Die Namen sind den Protagonisten frei zugeordnet worden. Der Autor hat ihnen Diskretion zugesagt.

69 Kommentare zu «Das männliche Sexdating-Trauma»

  • Fredi Hitz sagt:

    Bin ich froh verheiratet zu sein!

    Dass ich dies einmal sagen würde – unfassbar. Aber mit dem zu schnellen technischen Fortschritt sind wir einander wohl entglitten und es herrscht nur noch Misstrauen und überhöhtes Selbstwertgefühl. Furchtbar anstrengend!

  • Maru sagt:

    Das allgemeine Männerbashing der letzten Jahre hat leider bewirkt, dass die Ärmsten nicht mehr ein und aus wissen, zusehends zu Memmen und Heulsusen zu verkommen drohen (was übrigens auch aus den Berichten einiger dieser bemitleidenswerten Zeitgenossen in diesem Blog unschwer festzustellen ist) und schlussendlich sogar schon so weit sind, von Panik und Versagensangst ergriffen zu werden, sobald sie nur daran denken, sich einer Holden nähern, aus lauter Angst vor schroffer Abweisung und um den Verdacht bloss nicht aufkommen zu lassen, womöglich als potenzielles Sexmonster zu gelten. Wie arm unsere moderne Gesellschaft doch im Grunde trotz all ihres Wohlstandes und der Auffassung, alles sei immer und überall möglich und machbar, geworden ist!

  • Hans Minder sagt:

    Jeder Disput ist teilweise eine Hassrede, Lüge oder Teilwahrheit, da wir die gesamte Wahrheit nie kennen. Z.B. Ihr Kommentar von Penetrierung/penetriert werden und Schwulen Freunden: Wieviele Schwule erreichen den Höhepunkt, während sie penetriert werden? Wie viele Schwule lehnen Penetrierung als Lusttötend grundsätzlich ab und sind trotzdem als vollwertige Schwule anerkannt? In meinem Freundeskreis von Schwulen würden Sie zu obigen Themen einiges hören, was die These von Frau Kuster voll unterstützt. Was wird aber von einer Frau gesagt, die Penetrierung nicht zulässt oder darin keine Befriedigung findet? Zicke? Altmodisch? Frigid? All dies hat meine Frau in den jungen Jahren in den USA erlebt, und einige „Boyfriends“ liessen sie sitzen und gingen zur Nächsten, die Penetrierung erlaubte

  • Mike sagt:

    Schöner Text. Danke dafür. Und die Kommentare belegen ja eigentlich bloss, dass er notwendig ist.

  • Rolf sagt:

    Also viel zu spät sonere ich auch noch einen Kommentar ab, auch wenn ihn keiner liest. Es ist eine Fehlinterpretation unserer Zeit. Unverbindlicher Sex war schon immer nur einer kleinen Anzahl Männer vorbehalten. Daran hat sich bis heute nichts geändert, auch wenn die Medien immer wieder was anderes vorgaukeln. Für den Mann, der nicht zum erlauchten Kreis gehörr, ist eine feste Beziehung die einzige Möglichkeit Sex zu bekommen, ohne direkt zum Portemonnaie zu greifen. Klar ist das für geschätzt 90 Prozent der Singlemänner frustrierend, ändern lässt es sich nicht. Doof finde ich aber, dass die Frauen nicht zu diesen Auswahlmechanismen stehen: Sei gefragt bei andern Frauen oder habe hohen Status – dann darfst Du sogar Komplimente machen. Ansonsten ist nur schon gucken beleidigend.

  • andy sagt:

    Mit Erwartungen und viel Glauben an geschriebene Worte ist es zumindest mir in den letzten Jahren kaum gelungen virtuell ein passendes Gegenüber zu finden. Der sinnlose und aufwendige Zeitvertreib trifft die Apps und Internet Portale bestens. Im realen Leben an einer Party in einer Bar oder bei einem Tanzanlass ganz spontan trotz meiner „Kuhhaut“:-), schlug irgendwann der Blitz ein und traf beide voll im Herz und alles weitere lief praktisch konstant von alleine. Seither kümmert mich das Thema nur noch mit Schmunzeln als Beobachter. Kompliment an Reda. Hast Dich positiv gewandelt, denke ich.

  • tina sagt:

    zu dani: ist denn für dani casual dating und flirten das selbe? ich mag flirten, aber ich mag noch lange nicht mit jedem mit dem ich flirte ins bett. ich glaube dani hakt solche weiblichen reaktionen fälschlicherweise ab als nicht erfolgreich. wenn beide flirten ist es aber erfolgreich.
    ausserdem kann man vergessen, „es raus zu haben“, wie „frauen“ flirten. das ist eine extrem individuelle angelegenheit und wer das nicht genau so mag, der mag halt flirten ansich nicht und muss das vielleicht einsehen.
    zu felix: finde ich gut, sich nicht verbiegen. genau, wenn die anziehung stimmt und eine frau auch einfach nur sex möchte, dann wirds wohl klappen. ich denke, es hapert einfach an der gegenseitigen anziehung. oder daran, dass es nicht so viele frauen gibt, die nur einfach sex möchten.

    • tina sagt:

      man geht ja auch kaum nur einfach mit jemandem essen, ohne dass man lust hat sich mit ihm zu unterhalten. ich empfehle das nicht den frauen anzukreiden, wenn man mit „wotsch figge'“ kein begeistertes „jaaaa“ erntet.
      albert: ich denke dass eine hingelegte zweckgebundene zielorientierte show eher abschreckend wirkt, glaubst du nicht? dass es ab und zu klappt musst du als erfolg werten. ich weiss nicht, guten sex hatte ich immer dann, wenn das was du wohl als geben bezeichnest das war was ich wollte. geben wollen. gierig sein. ich glaube so herum wärst du erfolgreicher als dieses abwägen ja nicht zuviel zu geben. was verliert man denn beim sex wenn man gibt? meiner meinung nach gewinnt man damit.
      dani: vergiss dating kolumnen. das ist wie im blick information zu erwarten.

      • tina sagt:

        dass es nicht so gut ankommt wenn ein mann nur sex will liegt wohl daran, dass viele frauen, wie ich, an menschen interessiert sind. wenn ich ein mann nur auf seinen penis reduziere, wozu brauche ich dann einen mann? es fühlt sich beleidigend an, wenn jemand ausschliesslich an sex interessiert ist. für viele, nicht für alle. ich versuche hier zu klären, aus meiner warte. ich kann nicht für andere sprechen.
        james: mich interessiert der beruf, weil das ein sehr grosser teil des lebens ausmacht. ich möchte wissen, wofür sich jemand interessiert, wie er die welt betrachtet, was ihm gefällt, was nicht. da geht es überhaupt nicht um prestige oder geld.
        zu henry gibts nichts zu sagen, ihm gehts ja gut mit tinder. nicht meine welt. „kein risiko“, „alles vorher klären“. uninteressant für mich

  • Sonusfaber sagt:

    Einige Kommentare zeigen deutlich auf, was sechs ehrliche, anständig formulierte, im Grunde absolut harmlose Erfahrungsberichte (vor allem in Frauen) hervorzurufen vermögen: Vorwürfe, Unterstellungen, Abwertungen, Wut, Aggression … wodurch diese Frauen sich noch mehr ins Abseits manövrieren, sich noch unbeliebter machen bei uns Männern, die wir es zu Recht satt sind, Frauen zu umwerben, sind doch deren Ansprüche so oder so kaum noch zu erfüllen.

    Es ist nur zu hoffen, dass die Abgehobenheit und Weltfremdheit dieser Schweizer Frauen nicht repräsentativ ist …

    Und jedem Mann wünsche ich von Herzen, er möge vom Wahn bzw. von der Wahrvorstellung befreit werden, ohne Frauen nich glücklich sein zu können.

  • Sonusfaber sagt:

    Danke Réda El Arbi für den wertvollen Beitrag und auch für Ihre treffenden Antworten auf die Kommentare …

  • Ould Yali Brigitte sagt:

    Also die Aussage, Männer seien aufgrund der Genitalien bereits Täter und penetrieren sei böse empfinde ich als eine kapriziöse Provokation von Dir Reda….Es gibt Männer und Männer und ebenso Frauen und Frauen. Ich glaube nicht, dass coole Frauen an kastrierten impotenten Männern interessiert sind. Da wird die Lust der Frauen unterschätzt. Es gibt einfach Männer die kreativ mit sich und ihrer Lust und Potenz umgehen können, die phantasievoll flirten können weil sie das einfach drauf haben, die locker Frauen kennenlernen auch wenn sie nur gerade im Discounter eine Zahnpaste kaufen. DAS HAT MIT EINER EROTISCHEN AUSTRAHLUNG ZU TUN, MIT SEXAPPEAL……DAS FUNKTIONIERT SCHON SEIT EWIGKEITEN. Und ich rede nicht von Ködersex.JAMMERN HILFT NICHT.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, schono blöd, dass wir im 21. jahrhundert leben und flirrten nicht mehr die Aufgabe des Mannes sein soll. Wenigstens nicht in einer Welt, in der die Geschlechter gleichwertig sein sollten.

      Und seit Ewigkeiten funktioniert auch, dass man Frauen kaufen kann. Ist es deshalb richtig?

      • Ould Yali Brigitte sagt:

        Das schreit ja nach einer Klagemauer für unerhörte Männer……Hoffe, sie können in Zukunft mit finsterer Miene eine Bar betreten und sofort steht eine ansprechende Frau da und wie eine sinnliche Frau parat und erfüllt geheime Wünsche……………..Schlaraffenland in der Postmoderne

        • Réda El Arbi sagt:

          Sie gehen davon aus, dass es Frauen keinen casual Sex wollen. Weil das unsittlich ist? Weil man als Frau nur Sex haben will, wenn man in einer Beziehung ist? Was für ein Frauenbild ist das denn?

          • Ould Yali Brigitte sagt:

            Nein, davon gehe ich überhaupt nicht aus……. Die Sinnlichkeit und die Erotik sind ja in Ihrem Exposé ausgeklammert. Sex ist gemeint und nur Sex. Punkt.
            Nein, ich finde Frauen, die Sex haben wollen nicht unsittlich……..Ich bin nur ganz entschieden gegen den machohaften Anspruch von Verfügbarkeit von Frauen und ihrer Sexualität. Das törnt ab………..Es ist erstaunlich, wie wenig sich da mental bewegt hat……Das hat sich nach der #metoo Kampagne deutlich gezeigt……
            Ja, der Anspruch auf Verfügbarkeit von Sex ist DER Knackpunkt wo sich dann die Wege trennen, die Bedürfnisse nicht mehr decken. Das WIE ist da entscheidend

            • Jona Sacher sagt:

              Was für ein Anspruch auf Verfügbarkeit? Scheint mir als legen Sie Réda El Arbi etwas in den Mund was er nicht behauptet hat.
              Der Anspruch ist, dass Annäherungsversuche nicht ausschliesslich Sache des Mannes sein sollten, sowie dass egal von welchem Geschlecht Annäherungsversuche nicht gleich als Belästigung verurteilt werden sollen, selbst wenn sie nicht den hochnäsigen Ansprüchen von Mr. und Mrs. Charme entsprechen.
              Jammernde Männer? Tja, ich glaube im Moment nehmen sich da beide Geschlechter nicht viel. Einfach mal die berechtigen Argumente beider Seiten zulassen, dann klappts auch mit dem Verständnis füreinander.

              • Ould Yali Brigitte sagt:

                Das mit der Verfügbarkeit bezieht sich nicht auf Reda, will gar nichts unterstellen…..natürlich ist es schön, wenn auch Frauen initiativ sind. Mit Verfügbarkeit meine ich eine verbreitete Anspruchshaltung gegenüber Frauen und ihrem Körper……. Und: Sie sollte mit null Aufwand durch einen Mann erhältlich sein, nicht dass da noch das Risiko einer Ablehnung bestehen würde. Null Aufwand – maximaler Erfolg! Träumt weiter…..Ich finde es sehr angesagt, das Mann/Frau Schema zu überwinden. Es ist eng und schränkt ein…..Es leben die initiativen kreativen Menschen

                • Jona Sacher sagt:

                  Frauen sollen nicht in irgend einer Weise verfügbar sein, sondern sich anständig verhalten, das wird schliesslich zurecht auch von Männern erwartet.
                  Das Problem sieht aber aus beiden Geschlechterrollen ähnlich aus. Offenbar haben auch Männer das Gefühl, dass sie sie sich für Frauen verfügbar halten sollen. Sich mit viel Sexappeal präsentieren, so dass sich die Frauen das beste „Stück“ herauspicken können. Der Rest wird quasi aussortiert und weil es ja so lästig ist mit derben Methoden abserviert.
                  Wer jetzt kommt und Männer als Jammerlappen verhöhnt, muss sich nicht wundern dass diese Frauen bei übergriffen als hysterisch hinstellen. Beides ist schlicht daneben.

  • Daniel Slamanig sagt:

    Kann praktisch jeden Satz in diesem Beitrag unterschreiben. Wir brauchen auch ein Jammeri-Hashtag 😉

  • Loi sagt:

    Ich liebe Städte wie Tel-Aviv, Miami, New York City, Paris, Mailand etc. . in all diesen Städten ist das Flirten mit Frauen so viel einfacher, charmanter, etc. .. Hier in Zürich starren alle in Ihr Smartphone, sind in der Hektik des Tages gefangen, keine Lebensfreude in vielen Gesichtern der Menschen, lächelt man in einem Club jemand an, dann kommt ein kaltes Kopfschütteln zurück, und ja, mit Menschen, die man nicht kennt, redet in Zürich sowieso fast keiner (besonders wichtig ist ja, in derselben Szene zu verkehren). Überraschungen, Neuentdeckungen etc. sind viele hier in der Zürich abgeneigt, auch gegenüber den Fremden. Da lieb ich die obengenannten Städte, ich sehe mittelmässig aus, aber hatte dort beim Flirten noch nie Probleme. Komisches Zürich. Oder eher ich 🙂

  • Benni Aschwanden sagt:

    Sehr gute und in vielen Bereichen zutreffende Aussagen im Artikel. Man muss dazu unbedingt ergänzen, dass das ein CH-spezifisches Ding ist. Eine derart weit verbreitete abweisende Gefühlskälte und berechnende Egozentrik bei Frauen im Umgang mit Männern habe ich auf Reisen in keinem anderen Land erlebt. Für emotional veranlagte und ästhetisch anspruchsvolle Männer gibt es nur die Option, sich anderswo eine Partnerin zu suchen. Und auf den Einwand „Klar, die wollen nur das Geld“ kann ich erwidern: Kann sein, viele Frauen auch in der Schweiz suchen beim Mann den Wohlstand; aber wenn schon teile ich mein Geld lieber mit einer hübschen, appetitlichen und vor Herzlichkeit sprühenden Ausländerin mit Charme und Charisma. Genau das ist es was hier den meisten fehlt.

    • Hans Minder sagt:

      Unverbindlicher Sex wird zum Brennstoff für den Geschlechterkampf. Siehe Aussagen wie: „wenn Frauen jammern, dann dürfen Männer auch! Wenn die Schweizerin nicht willig ist, dann suche ich mir eine Ausländerin! Wenn die Frau körperlich unterlegen ist, dann setzt sie halt andere Waffen ein!..“ Konzetrieren wir uns weiter auf Sexdating etc. , dann sieht es mit der zukünftigen Beziehungsfähigkeit zwischen Mann/Frau fatal aus. Die Krux liegt im Sexdating etc., das selbstbezogen ist und die eingene Lust befriedigen soll. Der Sexpartner wird zum Spielzeug/Nutzobjekt. Dies hinterlässt Wunden nach der ungewollten “Benützung,“ da keine Wiedergutmachung durch den Nutzer erfolgen muss. Somit ist der Kalte Krieg angesagt, um sich vor dem Ausnutzen zu schützen. Sexdating kann nicht human sein.

      • Daniel Slamanig sagt:

        Sexdating ist einvernehmlich. Zudem macht den meisten Sex keinen Spass, wenn es der/die andere nicht auch geniessen kann. Ihre gesamte Argumentation löst sich somit in Luft auf.

  • Andy Mancher sagt:

    Ach Herr El Arbi

    Ihre Artikel sind meistens sehr gut. Die Bearbeitung der Kommentare sollte man Ihnen jedoch nicht überlassen, oft machen sie da vieles wieder kaputt, was sie im Text gut machen. Schade.

    Mein Vorschlag: Jeder Blogger übernimmt die Kommentarbearbeitung eines Blog-Kollegen, das würde auch Ihren Kollegen guttun.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ach Herr Macher,

      die meisten Leute hier amüsieren sich ab den Kommentarschlachten. Das ist Teil des Konzepts. Und da werden nun mal auch die Samthandschuhe ausgezogen.

      • Hans Minder sagt:

        Leider sagen die Kommentare oftmals mehr über den Autor aus, als der Artikel selbst. Die Aggressivität die in Ihren Kommentaren, Herr Arbi, an den Tag gelegt wird, weisst auf eine innerer Unsicherheit hin. Noch nie habe ich von Ihnen gelesen, dass Sie eine andere Sichtweise tolerieren oder sogar als Gedankenanstoss aufnehmen. Auf jegliche Kritik wird sofort mit Kanonnen geschossen… Wer innerlich stabil ist, der lernt von andern und verinnerlicht deren Kritik, um im Leben weiterzukommen. Wer sich jedoch zubetoniert und versucht, jegliche Kritik zu pulverisieren, der tritt ein Leben lang auf der selben Stelle… schade…

        • Réda El Arbi sagt:

          Ach Quatsch. Ich engageiere mich. Das mach ich manchmal in einer Härte, die meinem Gefühl für Ungerechtigkeiten entspringt. Ich mach das jede Woche.

          ich versuch auch nicht, meine verbalen Gegner zu überzeugen, sondern das Publikum entscheidet. Seit den alten griechen findet Streitkunst auf einer Bühne statt. Wer den Gegner demontiert, gewinnt das Publikum und die Argumentation. Ist unschweizerisch, ich weiss.

          • Hans Minder sagt:

            ….Gegner? ….Demontieren? ….Streit? Kein Wunder ist obiger Artikel eine Kampfansage und sind die Komentare ein Schlachtruf. Im 2018 braucht die Menscheit Zuhörer, Vermittler, Bildung …. Ist Ihre obige Kampfansage nicht genau der Grund, weshalb im 2018 Donald Trump täglich in den negativen Schlagzeilen ist? In seinen verbalen Äusserungen gilt es im Streit die Gegner zu demontierenden….Die Alten Griechen hätten ihm applaudiert, und vielleicht auch Ihnen. Aus meiner Sicht ist dies nicht nachahmungsbedürftig. Ich dachte, wir seien im 2018 auf Ebene auf humanistischer Ebene weiter, als dies in der Antike der Fall war.

            • Réda El Arbi sagt:

              Ach Gähn. Disput ist eine der schönsten Errungenschaften der Demokratie. Man prallt mit verschiedenen Meinungen aufeinander. Man streitet. Und am Schluss gewinnen die besseren Argumente. Und das Demontieren der gegnerischen Argumentation ist Teil davon.

              Trump ist nicht für seine Debatte in den Medien, sondern für seine Lügen und seine Hassreden. Wenn Sie nicht zwischen Disput und Hassrede unterscheiden können, sollten Sie wirklich auf den Disput verzichten. Davon gibts WIRKLICH schon genug.

  • Pia_e sagt:

    Bin begeistert über die Voten der Männer und verstehe deren oftmaligen Verwirrungen vollends. Wie schwierig ist es denn heutzutage, sich in einer vermeintlich gleichberechtigten Welt zurecht zu finden, das Richtige zu tun und noch dazu uns, den Frauen, zu genügend und gleichzeitig zu gefallen?
    Ich freue mich, zu lesen, dass sich doch trotz all der Grauzonen und ungewissen Rollen noch ab und an zwei Menschen treffen, um gemeinsam ein bisschen Spass zu haben. So soll es sein!

  • Ina sagt:

    Jesses, Herr Arbi, jetzt kommen Sie mal runter. Ich glaube, bei nem Bier würden Sie und Frau Kruster sehen, dass Sie sich ganz gut verstehen. Tatsächlich ist sie nämlich nicht gehässig, wie Sie Ihr untzerstellen, ich lese sie ganz anders. Aber Sie kommen verdammt engstirnig rüber. Nicht jeder will Ihnen Böses.
    Ich mag Männer, sogar sehr. Aber Natali hat recht: Ihr könnt nicht verstehen, wie es ist, eine Frau zu sein. Allein unsere körperliche Unterlegenheit lässt uns zu anderen Mitteln greifen, um klar zu zeigen, dass wir uns behaupten können. Das sind Automatismen, denen wir uns nicht mal immer bewusst sind. Und sie hat recht: Zeiten ändern sich und für Männer wirds schwerer. Aber wir kriegen das schon hin, Übergangszeiten sind immer etwas schwierig. Kopf hoch, Männer! 😉

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, und genausowenig könnt ihr verstehen, wie es ist, ein Mann zu sein. Wenn sich aber auch mal Männer zu ihren Ängsten Früsten und Minderwertigkeitsgefühlen äussern, hört man ihnen nicht zu. Man reagiert mit „Haltet doch die Fresse!“ und „Jammert nicht“.

      Hätte ich den gleichen Blogpost mit Frauenstimmen gemacht, wär das Echo wohl ein anderes. Und das, weil man nicht mehr den Menschen sieht, sondern ihn nach seinen Genitalien beurteilt. Das ist das Gegenteil von Gleichwertigkeit.

      • Ina sagt:

        Ach Unsinn. Da Sie doch so pro Mann sind, wissen Sie, dass Frauen sich gegenseitig meist noch übler beschimpfen. Wenn Sie Frauen das Wort gegeben hätten, wären bestimmt Kommentare über „Schlampen“ etc gekommen. Sex an sich ist etwas, das wir uns gegenseitig nicht gönnen. Es ist so beladen mit Mythen, Anforderungen, Vorstellungen. Alle tun cool, aber jeder hat Angst. Ich kann natürlich nicht in nen Kerl reinsehen und stelle es mir auch nicht easy vor, Mann zu sein. Aber wir müssen tatsächlich reden und nicht von etwas ausgehen. Und genau das tun wir nicht. Wir balzen, machen uns was vor (oder lassen uns von Medien was vormachen) und klar gehts schief. Weil wir unsicher sind. Und übersexulisiert. Wir denken alle, wir müssten performen. Aber hey, entspannt euch. Es ist nur Sex.

        • Réda El Arbi sagt:

          Da irren Sie sich irgendwie. Ich bin nicht „Pro Mann“, ich bin „Pro Mensch“. Darum macht es mich auch so wütend, wenn Leute, die sich überall zur Gleichberechtigung äussern, plötzlich auf einem Auge blind sind, wenn die Protagonisten Penisse tragen.

          Prinzipien funktionieren nur dann, wenn man sie auf ALLE anwendet. Ansonsten sind sie nichts als Dogma.

          • Ina sagt:

            Mein Lieber, regen Sie sich nicht auf, verändern Sie lieber Ihre Perspektive. Der Tagesanzeiger und die Menschen, die hier kommentieren, sind nicht alles. In einem anderen Medium, mit anderem Publikum, hätte Ihr Blogpost eventuell eine völlig andere Resonanz. Und meist melden sich eh die Nörgler zu Wort.
            Und an die Männer da draussen: Nicht aufgeben! Wenn man will, dass sich was ändert, muss man dranbleiben.

  • T. Heitzer sagt:

    Wobei das mit Zürich nichs unbekanntes ist. In meiner Jugend war das identisch mit Winterthur. Zum Flirten und damit auch Treffer landen fuhren wir aufs Land. Die Erfolgschancen waren schon damals in der Dorfdisco am Samstagabend in der Schulhausturnhalle wesentlich grösser. Heute ist es halt der Turnerabend oder das Dorffest.

    Nutze auch Tinder, ein Segen. Bestätigt selbiges. Nur nicht das Möchtegern-Hippster-Model aus der Stadt mit hunderten Instagramfotos. Da wische ich direkt links. Uninteressant und wenig aussichtsreich. Selbst als gut tageslichttauglicher, sportlicher Mann mit Humor.

  • Réda El Arbi sagt:

    Ich bin wirklich erstaunt, wie viel Gehässigkeit die Männer für ihre ehrlichen Aussagen kriegen, ob hier in den Kommentaren oder in den sozialen Medien.

    „Heul nicht. Schlucks runter wie ein Mann. Geschieht euch ganz recht. Da kriegt ihrs auch mal zu spüren“ etc.

    Wenn Frauen über ihre Datingentäuschungen schreiben, kriegen sie in erster Linie Mitgefühl, Verständnis und Trost.

    Aber hier greift noch das Neandertaler-Männerbild: Ein Mann muss das wegstecken können, er hat keine Gefühle ausser beim Fussball und natürlich die, die eine Frau sich gerade wünscht.

    Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit funktioniert in zwei Richtungen.

  • Natalie sagt:

    Ich find’s gut, mal die Männerseite von Casual Dating zu lesen. Ich neige dazu, immer nur meine Unsicherheiten zu sehen und vergesse dabei, dass Männer genauso unsicher sein können.
    Jemanden online für Sex kennenzulernen, hat viele Vorteile. Man kann sich absprechen, seine Go’s und No-Go’s bereits klarmachen und sollte beim Treffen dann die Chemie doch nicht stimmen, ist es dann eben so.
    Meiner Erfahrung nach werden aber Frauen, die mit verschiedenen Männern ins Bett gehen, immer noch sehr skeptisch betrachtet – und zwar von beiden Geschlechtern. Oder direkt ausgedrückt: man hält mich für eine Schlampe.
    Und ich glaube auch, dass ich für Männer, die ich so kennenlerne, nicht in Frage für eine ernsthafte Beziehung komme – was ich manchmal schade finde 🙂

    • Safster sagt:

      Das ist ja das Gute am Casual Dating, niemand weiss, dass Sie mit verschiedenen Männern ins Bett gehen. Und wenn Sie mit Singles weggehen, dann schwingt das Potenzial für eine Beziehung automatisch mit, nicht? Ausser man verabredet was anderes.

      • Natalie sagt:

        Das weiss vielleicht keiner, aber vermuten tun sie es alle… „Sie geht mir mir so schnell ins Bett, dann macht sie das sicher auch mit anderen!“.
        Und ich finde nicht, dass das Potenzial automatisch mitschwingt. In meinem Erleben ist es wirklich so, dass Frauen, die sich nicht unnötig zieren, mit einem Mann ins Bett zu gehen, für selbige nicht als ernsthafte Partnerin in Frage kommen.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, nur entstehen die meisten Beziehungen 2018 durch kurzlebige Sexgeschichten, die sich dann doch als beständiger herausstellen als man erwartet.

          Dieses „Ich geh aus Berechnung nicht mit dem Mann ins Bett, endet dann irgendwann in „Ich gehe aus Berechnung mit dem mann ins Bett“.

        • Réda El Arbi sagt:

          PS: Dann sehen also Männer, die Sex auf Augenhöhe suchen, die Frauen, die das auch so wollen als Schlampen an? Nope. Ich denke, es sind Frauen, die promiskuitiven Frauen den Stempel „Schlampe“ aufdrücken. Und das vielleicht, weil ihnen so ein Machtinstrument abhanden kommt. Wo bleibt der Tauschwert von Sex, wenn andere ihn aus reinem Spass anbieten

          • Natalie sagt:

            Ich denke, den Stempel kriegt man von beiden Geschlechtern. Frauen stemplen garantiert, aber lese ich Kommentare von Männern zu solchen Themen, kommt das Schlampen-Argument auch immer zum Zug. Auch dort wohl aus Angst, nicht zu genügen. Aber nur, weil ich mit vielen Männern ins Bett gehe, heisst das ja nicht, dass ich fremdgehe.

            Und ich bin definitiv immer wieder entsetzt, wieviele Frauen Sex als Machtinstrument einsetzen. Und sich selber soviel Spass wegnehmen 🙂

  • A.B sagt:

    Herr El Arbi, Sie sprechen mir und vielen meiner Kollegen aus der Seele. Danke für diesen Beitrag.
    Ich bin etwas überrascht und enttäuscht über diese gehässigen Kommentare hier.

    Gruss
    A.B

  • Hans Minder sagt:

    Es ist grundsätzlich unmöglich, beim Sexdating die Gleichberechtigung zu erlangen. Gleichberechtigung bedeutet unter anderem„..gleich an Würde..“ Dies gelingt nicht einmal in der Langzeitbeziehung während der Betrachtung des einzelnen Akts. Somit gibt es beim Sexdating immer einen Verlierer und einen Gewinner, ob auf materieller, emotionaler oder persönlicher Ebene. Gleichberechtigung kann nur dort stattfinden, wo sich das Ungleichgewicht der einzelnen Ereignisse über den Lauf der Zeit ausgleicht. Die frustrierten Kommentare wie auch der negative Unterton der Erfahrungsberichte sind ein eindeutiger Beweis dieser Ungleichheit. Die Profiteure sind hier nicht zu Wort gekommen….und ja, diese gibt es auch…nämlich jene, die es dank (Hinter)List schaffen, immer mehr zu nehmen als zu geben.

  • Barbara sagt:

    Sex ohne Beziehung und Konsequenzen und möglichst ohne sich anzustrengen, das möchten die meisten der Männer, die sich hier zu Wort gemeldet haben. So kommen sie jedenfalls in dieser Kolumne rüber. Oder liege ich falsch? Ich finde, wenn Mann Sex ohne Beziehung will, dann sollte er sich unbedingt Zeit für einen ordentlichen Balztanz nehmen. Machen wir Frauen ja schliesslich auch. Gratis gibt es nichts im Leben.

    • Réda El Arbi sagt:

      2018 gibts auch jede Menge Frauen, die nicht gerade wieder in eine feste Beziehung wollen und trotzdem nicht auf Sex verzichten möchten, Wir leben nicht mehr in den 50ern. Casual Sex ist etwas ganz normales.

      • Sebastian sagt:

        Genau da liegt das Problem. Wir wollen unverbindlichen Sex und ja keine Kinder. In der Zwischenzeit gibt es immer mehr Leute aus anderen Kulturen die noch Werte haben, Ehe und Familie noch würdigen und massenweise Kinder zeugen. Wir schaffen uns selbst ab.

        • Barbara sagt:

          Nach den Aussagen in der Kolumne zu schliessen bleibt unkomplizierter Casual Sex offensichtlich auch im Jahr 2018 bis auf wenige Ausnahmen und Glückstreffer komplizierter als man sich das vorgestellt hat. Das gilt für beide Geschlechter, sonst gäbe es keine drölfzigmillionen dieser Kolumnen aus weiblicher Sicht.
          Wenn ich mir die Menschen anhöre, die es mit Casual Sex versucht haben so komme ich zum Schluss, dass die Allermeisten sich mit dem ganzen unverbindlichen Rumgevögle oder der Suche danach auf die Dauer keinen Gefallen tun. Casual Sex scheint eine erotische Fantasie zu sein, die in der Praxis nur selten so funktioniert wie man sich das gedacht hat.

      • Maria sagt:

        Wo bitte sind denn all diese Frauen, die Casual Sex suchen? Noch hat sich keine zu Wort gemeldet. Ich war in meinen knackigeren Jahren auch ziemlich promiskuitiv, den One Night Stand habe ich aber nicht explizit gesucht, ich hätte eine Beziehung immer vorgezogen. Bei den tatsächlichen „Casuals“ war äusserst selten (bis nie) guter Sex drunter, und wenn, dann hätte ich mehr davon gewollt! Es waren eher prekäre Situationen drunter, die ich unter #Metoo ablegen könnte aber noch lieber einfach vergesse. Es tut mir eigentlich leid zu lesen, das Casual Sex heute „normal“ sei. Es gab ihn schon immer, aber ich wette, er war schon immer schlecht und ohne gegenseitige Befriedigung. Das Leben ist zu kurz für schlechten Sex. Investiert lieber ein bisschen was in guten Sex.

        • Réda El Arbi sagt:

          Die Frauen sind im Publikum von 250 Shades of Grey“ und auf Seitensprungportalen wie C-Date zu finden. PS: Casual Sex heisst nicht One Night Stand, er heisst nur. Frei von einer verbindlichen Beziehung. Firends w Benefit geht auch unter casual.

  • Rolf sagt:

    Mit Zürich verbinde ich die absolute Asexualität. Warum? Ich habe schon einige Länder bereist, aber der Anforderungskatalog von heimischen Frauen in Zürich grenzt an Wahnsinn. Vielleicht ist New York auf der selben Liga.Die erste aller Fragen:“Was machst du beruflich“ Schon bei dieser Frage die so ziemlich als erstes auftaucht, geht mein Interesse gegen 0. Dann der Anforderungskatalog der Frauen der zumeist gleich abläuft: Mann muss sein : Sehr gross sein mind. 1.80, besser 1.85, sehr attraktiv, schönes markantes Gesicht, ausgeprägtes Kinn, volles Haar , gut situiert, Charmeur aber gleichzeitig ein wildes Arsc***** und nebenbei auch noch eine Sensible Seite,schöne Zähne, tolle Wohnung, viel erlebt im Leben.Wundere mich nicht mehr , dass Mitte 30 – Ende 30 Frauen noch alleine sind.

  • Meister sagt:

    Da lob ich mir BDSM-Foren. Klare Ansagen und Abmachungen, keine Überraschungen.

  • S. Schnyder sagt:

    Wir Frauen müssen hingegen den Kinderwunsch so lange wie nur möglich verbergen, sonst sind wir oft auch gleich weg vom Fenster… Wieviele Jahre man da vergeuden kann, das sehen die wenigsten Männer…

  • Natali Kuster sagt:

    Jöö die aaaaarmen Männer! Die habens ja auch nicht leicht und überhaupt. Ich kann es nicht mehr hören. Sorry aber die genannten Geschichten sind auf totalem Kindergartenniveau wenn man es mit dem vergleicht, was wir Frauen seit Urzeiten durchmachen müssen. Welche Gefahren auf uns lauern und welchen körperlichen (!) und seelischen Schmerz uns immer wieder und wieder angetan wird. Da überlegt man es sich lieber zweimal ob man sich das antun möchte. Aber davon haben diese Herren nicht nur keine Ahnung, es interessiert sie gar nicht. Sie wehren sich dagegen, als triebgesteuerte Tiere dargestellt zu werden, jammern aber pausenlos genau darüber, wie sie ihre Triebe nicht mehr so einfach ausleben können. Ich könnte einfach nur noch kotzen sorry!

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja grauenhaft. Sex ist böse, wenn er von Männern kommt.

      Echt jetzt. Es geht für ein einziges Mal in so einem Format darum, wie Männer sich fühlen. Ihnen abzusprechen, sich so äussern zu dürfen und sich nicht nur als Täter zu verstehen, ist einfach völlig daneben.

      Frauen haben es schwer, keine Frage. Das rechtfertigt nicht, Männer deshalb für ihre Wahrnehmung, ihre Einsamkeit, ihre Sexualität oder über ihre Gefühle abzuwerten.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ich glaubs noch immer nicht. Eine Frau, die unkomplizierten Sex will (das gibts!) ist mutig. Ein Mann einfach ein Schwein. Mit deiner Reaktion hast du die Aussagen der Männer oben eigentlich nur bestätigt.

      Oder aber du gehst davon aus, dass es keine Frauen gibt, die Sex einfach so zum Spass wollen. Dann stelle ich dein Frauenbild, dein Menschenbild, etwas in Frage.

      Männer leben also „Triebe“ aus. und Frauen? Sind asexuelle gescchöpfe, die sich dem Trieb der Männer opfern? Hey, wir leben nicht mehr in den 50ern.

      • Clara Müller sagt:

        Ich finde nicht, dass ein Mann, der nur Sex möchte, ein Schwein ist oder eine Frau mit denselben Bedürfnissen mutig. Aber ja, viele Frauen (ich auch) empfinden es als übergriffig oder bedrängend, wenn ein Mann als 2 Satz in einer Bar sagt, er wolle nur Sex. Warum das bei mir so ist, kann ich gerne erklären: Bei mir dauert es eine Weile, bis ich Lust auf einen Menschen habe. Das kann durchaus an einem Abend entstehen (Alkohol hilft …), aber nicht in 5‘, egal wie horny ich bin. Ich muss Faszination entwickeln, in meinem Fall für den Geist, nicht für den Körper. Das braucht etwas Konversation. Und danach ein ehrliches Kommunizieren der eigenen Bedürfnisse. Aber ja, einen Mann, der nur f… will und sich sonst nicht für mich interessiert, finde ich mässig interessant. Aber kein Schwein.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, und man kann nein sagen und weitergehen. Ausserdem: WIe oft kommt es vor, dass ein Mann beim zweiten Satz an der Bar nach Sex fragt? In meinem Leben habe ich keinen einzigen Mann kennengelernt, der sowas tun würde. Ausser im Swingerclub.

          • tina sagt:

            nicht nach dem 2. satz, aber nach 20 minuten nicht schlechte unterhaltung, während der ich mir so langsam vielleicht vorstellen konnte, dass man mal wieder ein bier trinkt zusammen oder was unternimmt…

            • tina sagt:

              wenn du denkst, der andere findet sich als mensch noch interessant und dann will der nur und ausschliesslich sex und ist der meinung, man soll doch froh sein wenn ein mann so ehrlich ist, dann ist das schon eine ohrfeige. menschen sind verschieden, ich spreche nicht für alle frauen. ich gehe nicth mit männern ins bett, die mich nicht als person interessant finden

              • tina sagt:

                und auf diese art von ohrfeige habe ich eben auch nicht oft lust.
                andere männer hingegen denken irgendwie, eine frau könne magisch besser ihre gedanken lesen als sie selber ihre eigenen, lassen einen wissen dass sie nicht so gut sind im reden und so weiss man nie, was man für sie ist, was sie gern hätten. auch das finde ich unanständig

    • Natali Kuster sagt:

      Sie stecken mir Wörter in den Mund die ich nie so geäussert habe. Sex ist ein Bedürfnis das fast alle haben. Aber es ist immer noch ein krasser Unterschied ob man penetriert oder penetriert wird. Damit will ich nicht behaupten dass das eine grundsätzlich angenehm und das andere unangenehm ist. Aber es ist halt einfach nicht dasselbe!! Und solange Männer das nicht mal ansatzweise begreifen und sich dementsprechend unsensibel verhalten (körperlich und emotional, vorher-während-nachher) müssen sie mit Kritik oder Zurückweisung rechnen. Die Zeiten in denen wir die Sachen einfach hinnehmen sind nämlich endgültig vorbei! Wir sind nicht mehr von euch abhängig und wir dürfen jetzt auch mal den Ton angeben! In vielen anderen Bereichen seid ihr immer noch die Chefs, also hört auf zu jammern!

      • Réda El Arbi sagt:

        Erzählen Sie diese ganze biologische Abwertung doch meinen schwulen Freunden. Das mit der Penetrierung mein ich. Ja, und der Rest von „Wir geben jetzt den ton an“ hört sich leider nicht besonders souverän, sondern eher gehässig an. Als wolle man eine ganze Gruppe von Menschen aufgrund ihres Geschlechts einfach mal Scheisse behandeln. Gleichwertigkeit sieht für mich anders aus. Und dieses „Ihr und Wir“-Denken erinnert mich an den kalten Krieg, nicht an Gleichberechtigung.

        • Natali Kuster sagt:

          Welchen Teil von „Damit will ich nicht behaupten dass das eine grundsätzlich angenehm und das andere unangenehm ist.“ haben Sie nicht verstanden? Ich werte gar nicht ab sondern weise einfach darauf hin dass es nicht das selbe ist. Und zum Rest des Kommentars… Glauben Sie wirklich, dass man die Geschichte einfach vergessen und nun locker „nach vorne“ schauen soll? Dass es keine ausgleichende Gerechtigkeit geben muss? Ja viele Männer sind nicht direkt für die Unterdrückung von uns Frauen verantwortlich. Aber sie profitieren noch immer von den dadurch entstandenen Strukturen (zB im Job). Gleichberechtigung wird es niemals geben bevor wir keine symbolische Gerechtigkeit erfahren.

          • Réda El Arbi sagt:

            Ausgleichende Gerechtigkeit? Wenn ein Mann aufgrund seines Geschlechts für Sachen büsst, die andere angerichtet haben?

            Aber eben, in ihrer Wahrnehmung sind Männer aufgrund ihrer Genitalien bereits Täter und penetrieren ist böse. Also, da seh ich eher Potantial für eine Therapie. PS: Symbolische Gerechtigkeit bzw Sippenhaft ist Faschismus, nicht Gleichberechtigung. Egal ob über Rasse, sexuelle Identität Geschlecht oder Herkunft.

      • Claudio sagt:

        „Wir sind nicht mehr von euch abhängig und wir dürfen jetzt auch mal den Ton angeben!“
        .
        Und wir dürfen dann der Frau Kuster auch eiskalt einen Korb geben…

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