Das Nielsen-Dilemma

Darf man eine Politikerin abwählen, auch wenn man die gleiche Meinung hat wie sie?

SP-Stadträtin Claudia Nielsen – hier bei der Eröffnung des Triemli-Bettenhaus vor zwei Jahren – bringt manche Linke ins Schwitzen. (Foto: Keystone/Ennio Leanza)

Am 4. März 2018 finden in Zürich zum siebten Mal Wahlen statt seit der rot-grünen Wende von 1990, als der SP, den Grünen und dem christlichsozialen Willy Küng die Sensation gelang und sie die Mehrheit holten in der Stadtregierung, übrigens auch an einem 4. März. Seither sind  die Wahlsonntage eher ereignislos; man freut sich jeweils, wenn die Stimmen ausgezählt sind, dass alles beim Alten bleibt.

Ja, wenn die Schweiz immer konservativer wird und unsozialer, dann ist auf Zürich wenigstens Verlass, wir sind der Fels in der Brandung. Zürich steht für sozialen Wohnungsbau, für öffentlichen Verkehr, für Tempo 30, für das Koch-Areal. Damit es so bleibt, dafür gehe ich an die Urne. In diesen Zeiten erst recht.

Aber klar, fast 30 Jahre an der Macht sind eine Belastung. Führen zu Verschleiss, zu Arroganz, schaffen einen Machtapparat, Seilschaften, Filz. Wer sich nach 30 Jahren an der Macht der Urne stellt, muss Erneuerungswillen zeigen, braucht Ideen und Schwung. Sonst kommt irgendwann die Wende in die andere Richtung. Gefordert sind vor allem die Sozialdemokraten mit ihrem Block von vier Stadträten.

Doch seit einiger Zeit frage ich mich, ob die SP wirklich an der Macht bleiben will. Es geht um Claudia Nielsen. Seit Jahren steht die Stadträtin unter Beschuss. Zugegeben, die Gesundheitspolitik ist komplex und hochbrisant, private Gesundheitsfirmen aus dem Ausland kreisen bereits wie Geier um die städtischen Spitäler. Umso beunruhigender ist es, wenn verdiente Beamte wegen des rauen Arbeitsklimas auf­geben oder gehen müssen, während gleichzeitig die Chefin der Altersheime ihren Laden führen darf wie eine Art Sekte – wenn nur die Hälfte stimmt, was in den Zeitungen steht, dann müssten bei Frau Nielsen die Alarm­glocken schrillen.

Doch die SP nimmt ihre Stadträtin aus der Schusslinie: «Alles üble Propaganda der Bürgerlichen.» Es kommen keine Zeichen der Einsicht. Keine Diskussion über einen Rücktritt, kein Gang an die Öffentlichkeit, «ja, ich habe Fehler gemacht».

Der Fall Nielsen wäre für die SP eine Möglichkeit gewesen, Profil zu zeigen. «Hey, wir sind noch nicht eingeschlafen, in den dreissig Jahren.» Doch offenbar hat niemand in der Partei Klartext gesprochen mit Claudia Nielsen. Das ist kein gutes Zeichen für den Zustand der SP, für ihre Leader, für ihre Lebendigkeit.

Auch Parteien brauchen Ausstrahlung und Sex-Appeal. Eine angeschlagene Stadträtin kann man allenfalls noch durchboxen, aber am 4. März wird auch das Gemeindeparlament gewählt, nicht nur die Stadtregierung. Im Gemeinderat könnte der Fall Nielsen teuer werden für die SP.

Was soll ich tun?, werde ich mich am nächsten Wahlsonntag fragen. Ich könnte das Feld für Claudia Nielsen leer lassen, sie einfach übergehen, als Denkzettel, vielleicht wachen sie dann auf in der SP. Aber ich möchte ja kein Nestbeschmutzer sein. Wahrscheinlich werde ich brav für sie stimmen, um die rot-grüne Mehrheit ja nicht zu gefährden.

Aber Achtung, auch Rom ist eines Tages gefallen.

41 Kommentare zu «Das Nielsen-Dilemma»

  • Rolf Raess sagt:

    Arroganz gefährdet die Demokratie, das gilt für die SP, wie auch für die SVP… Die Nilsen hat mit dem Rausekeln von Mitarbeiter in der Chefetage uns Steuerzahler schon Zuviel gekostet. Besser ein Schrecken mit Ende, als das Gegenteil!

  • P. Jäggi sagt:

    Meiner Meinung nach sind 9 Stadträte sowiso zuviel, er müste auf
    7 reduziert (zusammenschluss der Dep.) werden. Nach Max. 3 Amtsperioden ist schluss!! Abwahlen müssen die Regel werden. Die jetztige Crew ist zum heulen.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    sie hat weder ihren job richtig gemacht, noch kann sie führen. es ist wohl klar, dass sie aufgrund sachlicher kriterien abgewählt wird.

  • Christoph Meyer sagt:

    Ich habe Claudia Nielsen das letzte Mal auch gewählt, diesmal nicht mehr. Sie hat fachliche Fehler gemacht bei den Spitäler, aber vor allem hat sie einen unglaublichen Personalverschleiss. Das kann einfach nicht alles an den Mitarbeiterinnen liegen, das wird wohl wirklich mit ihr selbst zu tun haben. Dass sie einfach einen Departementswechsel in Betracht zieht, kann ja wirklich keine Lösung sein – dann geht das Theater am neuen Ort von vorne los. Offensichtlich ist sie für das Amt der Stadträtin nicht geeignet. Es ist in ihrem eigenen Interesse und vor allem auch im Interesse der Stadt Zürich, dass sie sich eine neue Stelle sucht, welche ihren Talenten und Fähigkeiten besser entspricht. In der Privatwirtschaft wäre sie wohl längst freigestellt worden. Warum hält die SP so stur an ihr fest?

  • Judith Jauch sagt:

    wer als linker nielsen nicht wählt ist ganz einfach ein verräter.
    so ist das.
    jeder der noch normal denkt weiss das.
    und wählt sie

    • Urs Baumann sagt:

      Ich bin seit 30Jahren Mitglied der SPS in ihren Augen wäre ich ein Verräter da ich Nielsen niemals wählen würde. Ihr Kommentar ist sowas von einfältig. Erinnert ein wenig an die SVP wer Blocher nicht zujubelt wird ausgeschlossen

      • beat graf sagt:

        das ist doch typisch…. einfach jemanden wählen, ohne zu wissen oder wahrhaben zu wollen, was läuft und ob die Person fähig ist für ein Amt. Nielsen ist es offensichtlich nicht.

    • Hans Hegetschweiler sagt:

      Wie denkt man denn normal? Gehe ich fehl in der Annahme, dass es sich hier um eine Trollerei handelt?

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      ououou frau jauch. das ist zwar nicht gut aber ehrlich. viele sozis denken leider so – gesinnung vor kompetenz. das ist mit ein grund, dass man euch nicht ernst nehmen kann. glücklicherweise gibt es partei-übergreifend menschen mit verstand. und die wählen nielsen bestimmt nicht mehr.

    • Urs Fankhauser sagt:

      Judith Jauch, Ihr Kommentar ist so etwas von daneben. Totalitarismus pur. Undemokratisch. In meinen Augen Faschistisch. Ich als SP-Sympatisant werde Nielsen NICHT wählen, da sie dem Amt nicht gewachsen ist. Genauso werde ich Frau Mauch nicht wählen. Natürlich auch Leutenegger nicht. Und ich glaube sehr das ich noch normal denke. Im Gegensatz zu Ihnen. Und jetzt überlege ich noch, wen ich dann auf der SP Liste streiche und durch Personen anderer Parteien ersetze.

  • Mody Bühler sagt:

    Es braucht fähige Stadträte, Inkompetenz gehört abgewählt, sonst sinkt das Niveau des Gesamtgremiums immer weiter ab. Die städtische Spitäler funktionieren im Tagesgeschäft trotz Nielsen gut, strategisch ist das Departement jedoch ein Desaster.

  • Gaby sagt:

    „Nichtmal ein SVPler würde solche unmenschlichen Sachen machen wie Herr Fehr…“ stimmt – die kauft sich bzw. die Gemeinde lieber gleich frei. Das ist natürlich VIEL menschlicher – aber ich bin Ihrer Meinung, wie Mario Fehr sein Amt zum Teil ausführt, finde ich bedenklich. Aber auch Frau Nielsen mischt die Szene kräftig auf.
    Sich hinzustellen und zuzugeben, dass man Fehler gemacht hat, ist bei den bürgerlichen Exponenten meist aber auch nicht die Kernkompetenz.

  • Karl Lässer sagt:

    Ach wie schön, wenigstens benennt hier mal jemand öffentlich das Problem – dass nämlich 28 Jahre Macht niemandem gut tun (und man doch auch wieder die unbeholfenen Bürgerlichen nicht will). Aber, lieber Herr Gimes, es kann Ihnen doch nicht entgangen sein, dass man auch 1 Grüne und einen AL-Vertreter zu drei SP-SoldatInnen dazu wählen kann und immer noch eine rot-grüne Übermacht gewählt hat, auch ohne Nielsen? Ich selbst kann – aus dem selben Biotop stammend wie Sie – die SP schon lange nicht mehr wählen. Ich bin zwar nicht für eine bürgerliche Wende, aber für die SP wäre sie die einzige Chance zur Erneuerung.

    • Karl Lässer sagt:

      PS: Auch zwei SP, zwei Grüne und 1 AL wären für Sie eine Lösung, und beim Alten würde vermutlich auch so alles bleiben…

    • Pawel Silberring sagt:

      Wenn 28 Jahre „Macht“ niemandem gut tun, was sageb Sie dann zu der Dominanz seit Menschengedenken der Rechten in Bund und Kanton Zürich?
      Im Gemeinderat hat übrigens weder die SP noch die Linke eine Mehrheit zur Zeit. Nur mit viel Kompromissbereitschaft gelingt es der Linken, einige Pflöcke einzuschlagen.

  • Maiko Laugun sagt:

    @Anna: Der „Herr Fehr“ ist ja auch kein Linker. Er hat nur die Partei als Sprungbrett für seine Karriere missbraucht. Das ist bei vielen politischen Exponenten der Fall, unabhängig der Parteizugehörigkeit. Die Dummen sind die gutgläubigen Parteimitglieder, welche die Drecksarbeit machen müssen und tatsächlich glauben, was das Parteibuch vorgibt. Tja, selber schuld würde ich da mal sagen; genau wie der Author. Er hat leider nichts begriffen.

  • Robert Holzer sagt:

    Weshalb benötigt diese Stadt mehrere Spitäler? Wenn man sich diesen Luxus leisten kann hat eine Frau Nielsen locker auch noch Platz. Beschwerden über die üppige Kostenfolge und die suboptimale Leistungsbilanz dieser linkspopulistischen Stadträtin sind unangebracht.

  • Liv Mahrer sagt:

    Claudia Nielsen ist Sozialdemokratin – durch und durch. Sie setzt sich für faire Arbeitsbedingungen, eine Gesundheitsversorgung für alle, für einen ausgebauten Umweltschutz, für eine realistische Drogenpolitik und vieles mehr ein – und hat zudem ein extrem grosses politisches Verständnis. Und da kommt eine ganz fiese Kampagne und plötzlich stehen persönliche Stärken und Schwächen im Vordergrund eines politisches Amtes. Meine Stimme hat sie aus politischer Überzeugung und nicht weil ich sie mag oder nicht. An der politischen Überzeugung kratzen definitiv andere.

    • Réda El Arbi sagt:

      Das mit der realistischen Drogenpolitik ist ein Witz, oder?

    • Asta Amman sagt:

      Wenn persönliche Stärken und Schwächen so gar keine Rolle mehr spielen, können wir auch Roboter wählen.

      • Rahel Affolter sagt:

        Wie ideologisch von Ihnen.
        Wie so oft, bei Ideologien, ist es in der Realität halt doch anders.
        In der Führung geht es übrigens fast ausschliesslich um persönliche Stärken und Schwächen. Und diese Frau führt ein Departement mit ca. 7000 Mitarbeitenden.
        Dass sie nicht so führungsstark ist, könnte sie durchaus kompensieren, in dem sie gute Leute anstellt und ihnen vertraut. Aber das kann sie eben auch nicht. Sie redet bei jedem Komma drein. Es ist ein Glück, dass die Spitäler fast autonom funktionieren. Sonst wäre der Laden längst kollabiert. So wie die Zentrale Verwaltung, die sie ja bei ihr ist.

    • beat graf sagt:

      Frau Mahrer, Augen zu und durch, gelle. Nur nicht zugeben, dass Frau Nielson fehl am Platz ist.

  • Emanuel Brühlmann sagt:

    Mit der Strategie „Alle auf die Nielsen“ kann es ja dem Fünferblock gelingen der SP einen Sitz abzujagen.
    In die Wege geleitet wurde sie schon vor einigen Wochen durch die Tante an der Falkenstrasse. Dass man einiges kritisieren kann an Nielsen ist das eine, daraus einen Daumen nach unten zu konstruieren das andere.
    Ihre Aufgabe ist mit den Spitälern, die übrigens gut funktionieren, komplex. Mit der Einführung der Fallpauschale 2012 wurden die vollen Investitionskosten in die Buchhaltung des Triemli geschrieben, entgegen den Regelungen bei der Abstimmung 2007 (51% Kanton).
    Nur auf den Mann – äh die Frau spielen ist unfair. Ihr Leistungsausweis in ihrem Departement ist so gut, dass man eben auf die Spital-Finanzierung loshauen muss.
    Mehr sachbezogene Politik – weniger Politfussball!

  • Pawel Silberring sagt:

    Die Stadt Zürich hat eine gut funktionierende Gesundheitsversorgung. Die Stadt Zürich nimmt in ihren Spitälern alle auf, auch die hochdefizitären, die ihr von anderen Kantonen und Spitälern, die am Ende ihres Lateins sind, zugewiesen werden. Das sind die wichtigen Fakten um die Arbeit von Stadträtin Nielsen zu beurteilen und diese Beurteilung ist klar positiv.
    Nun hat sich ein Sturm über ihr zusammengebraut und es werden ihr Dinge vorgeworfen, die bei anderen glatt durchgehen. Die Gesundheitsdirektion ist z.B. beileibe nicht die einzige, in der Fluktuationen vorkommen. Ich denke, eine Partei soll nicht einknicken beim ersten Gegenwind.
    Wer will, dass Zürich weiterhin ein verlässliches Gesungheitswesen für alle hat, wählt Claudia Nielsen.

  • Andreas Daxer sagt:

    Ich werde Frau Nielsen nicht mehr wählen. Sie ist mir zu arrogant, zu eigen, zu laut, zu übertrieben selbstsicher und zu teuer. Die anderen Stadträte – ausser Herr Wolf – wähle ich wieder.

    • Islam Alijaj sagt:

      Haben Sie schon einmal mit ihr zu tun gehabt, dass Sie genau wissen, wie sie ist? Und ausserdem, sind Sie nicht zufrieden mit den Stadtspitäler?

  • Paolo Jaeger sagt:

    Abwählen ! Egal ob links oder bürgerlich – schlimmer geht nimmer !

    • Leser sagt:

      Wen soll man denn auf den Zettel schreiben? Einfach leer einwerfen?
      Ab wie tiefer Wahlbeteiligung wird eine Wahl eigentlich als ungültig erklärt? 😉

      • Hans Hegetschweiler sagt:

        Es hat 16 Kandidaten.

        • Leser sagt:

          Ja wow, auf 9 Posten 16 Kandidaten zur Auswahl? Potzplitz.
          Sie brauchen 9 verschiedene Produkte (Äpfel, Reis usw.) und der Laden hat insgesamt 16 verschiedene Produkte im Angebot.
          Süssliche oder säuerliche Äpfel? Seien sie froh hat es überhaupt welche.

          Wetten sie würden diesen Laden aufgrund der nicht vorhandenen Auswahl bald nicht mehr besuchen?

  • Asta Amman sagt:

    Der Stadtrat als geschützte Werkstatt? Hm. Ein Bürgerlicher wird die Blase kaum zum Platzen bringen. Man kann sich auch als eher links Orientierte frischen Wind im Gremium wünschen. Das gilt sogar für die Wahl des/der “Stapi“.

  • Thomas sagt:

    Naja, eigentlich passt auf diesen Artikel das Sprichwort: „Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber“. Gerade bei Wahlen in der Stadt Zürich gibt es genügend Auswahl aller Couleur.

  • Peter Fehr sagt:

    Bin weiss Gott kein Bürgerlicher, aber der rotzfreche Umgangston dieser SP Frau Claudia Nielsen mit jedem – egal ob Untergeber, Bürger oder Presse – ist mit dem hochbezahlten Amt einer Stadträtin absolut unvereinbar. Am 4. März ist fertig Nielsen!

    • Cascais sagt:

      Was braucht unsere Stadt; fähige Leute oder unfähige Partei-Treue ?
      In der Privatwirtschaft wären solche Personen längst auf der Strasse.

  • Marco Meier sagt:

    Ich sehe das Problem nicht. Da die Grünen ja mit Karin Rykart einen zweiten Sitz erobern wollen, können links denkende Wählerinnen und Wähler Frau Nielsen bedenkenlos streichen und dafür Frau Rykart auf den Wahlzettel setzen.
    Zusammen mit Richard Wolff und den verbleibenden drei SPlern gäbe das wieder eine solide linke 6:3-Mehrheit.

  • Martin Frey sagt:

    Wenn Sie mit jemandem nicht zufrieden sind, sollten Sie diese Person nicht wählen. Wenn Sie mit jemandem zufrieden sind, dann sind Sie gut beraten, den Namen auf den Stimmzettel zu schreiben. So einfach ist das. Wenn Sie dabei aber nur aufs Parteibuch und damit aufs Parteikalkül schielen, tun Sie weder sich selber, der Stadt noch letztendlich auch Ihrer Partei einen Gefallen. Nielsen steht für ein nachgerade typisches Problem einer übersaturierten Partei die gewohnt, ist, keine Konsequenzen für ihr Tun und Handeln zu befürchten. Sie können das gern auf andere Parteien, bundesnahe Unternehmen, Privatunternehmen, transnationale Organisationen, oder zb Präsidenten ausdehnen, das Muster ist dasselbe.
    Bei allen anderen würden Sie eine solche blinde Unterstützung jedoch eher sinnfrei finden.

  • Ruedi Beglinger sagt:

    Schlechte Regierungsrätinnen sollte man abwählen, ob links oder rechts. Irgendwann wird die Rechnung serviert. Besser früher als wenn alles Geschirr zerschlagen.

  • Rahel Affolter sagt:

    Ja, ich stehe vor der selben Frage. Dem selben Dilemma.
    Wähle ich Nielsen nicht, riskiere ich, dass die Bürgerlichen einen Sitz holen.
    Aber eigentlich ist Nielsen nicht mehr wirklich wählbar.
    Die SP ist tatsächlich träge geworden. Und die jupidupi-Juso-wir-machen-alles-anders-und-sind-mega-radikal macht es nur noch schlimmer.

    • Hans Hegetschweiler sagt:

      Wäre das denn so furchtbar, wenn nun 4 Bürgerliche und 5 Linke im Stadtrat sässen? Das würde wahrscheinlich den tatsächlichen Verhältnissen besser entsprechen. Im Übrigen finde ich diese linke Nibelungentreue genau so piefig wie alle die Rechten auf dem Lande, die immer wieder die bürgerliche Einheit beschwören. Wichtig in einer Demokratie ist, dass von Zeit zu Zeit ein Machtwechsel stattfindet.

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