Stromlinien-Kinder

Kinder brauchen die Freiheit, Fehler zu machen.

Kinder brauchen die Freiheit, Fehler zu machen.

«Nein, Max Andreas, das darfst du nicht, da hats ZUCKER drin.»

«Dorothea, du kannst das auch leise sagen. Was haben wir gelernt? Wir DISKUTIEREN, wir streiten nicht unflätig.»

«Noah, zieh deinen HELM an, wenn du das Dreirad nimmst.»

Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen kommen auch wieder die Eltern mit ihrem Nachwuchs in die Bäckeranlage. Ritter der reinen, pädagogischen Lehre, Kriegermönche der richtigen Erziehung. Bewaffnet mit Zitaten aus hundert Standardwerken der nachhaltigen Manipulation von Kinderpsychen.

Kinder in dieser pädagogisch aufgeklärten Blase dürfen grundsätzlich gar nichts mehr – ausser im genau richtigen Masse klugscheissen, um «smart» zu wirken. Sie dürfen sich nicht prügeln, nicht fluchen, keinen Zucker oder sonst etwas Ungesundes essen, sie dürfen sich keine Schrammen holen und sie müssen eine emotionale Reife zeigen, die man nicht mal als Zen-Mönch vorweisen kann. Verhalten sie sich anders, gehts ab zum Arzt, um mit Ritalin abgefüllt zu werden. Oder aber – beim gesünderen Weg –  ab ins Kindergarten-Yoga, um das Chi wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Und es scheint zu fruchten. Als mir am Nebentisch ein «Ach Scheisse!» herausrutscht, kichert der kleine Mann im Kies nicht etwa über das Pfui-Wort, sondern schaut mich missbilligend an und meint: «Das darf man nicht sagen!»

Kein Wunder haben wir einen so hohen Anteil an depressiven Teenagern. Wenn die Kids nämlich aus ihrer Blase herauswachsen und feststellen, dass die Überlebensstrategien, die ihnen ihre Eltern beigebracht haben, im echten Leben kaum brauchbar sind, brechen sie unter der Realität zusammen. Wenn sie nicht vorher nach einem ersten McDonalds-Burger mit Cola im Zuckerrausch Amok laufen.

Persönlichkeiten entwickeln sich ähnlich wie ein Immunsystem. Man setzt sie kleinen Impulsen aus, sie entwickeln Widerstandskräfte. Verantwortungsgefühl kommt aus Erfahrung. Wenn ich mir mal richtig schmerzhafte Schrammen geholt habe, fahre ich beim nächsten Mal vielleicht vorsichtiger mit meinem Velo. Wenn ich mich mal richtig mit einem Freund gestritten und Sachen gesagt habe, die ich bereue, bin ich das nächste Mal vielleicht etwas zurückhaltender. Wenn ich mich mal jemandem geprügelt habe, finde ich eher heraus, dass das zwar befreiend sein kann, aber keine Lösung bringt. Wenn ich mir den Magen an Süssigkeiten verdorben habe, bin ich vielleicht etwas vorsichtiger mit den Süssigkeiten. Oder auch nicht.

Charakterbildung entsteht aus Erfahrung, nicht aus pädagogischen Imperativen. Natürlich muss man den Kids einen moralischen Werterahmen aufzeigen. Aber wie sollen sie selbst herausfinden, was richtig und falsch ist, wenn sie nicht mehr die Chance bekommen, echte Fehler zu machen? Wie kann ich eine Persönlichkeit entwickeln, wenn ich mich nicht ab und zu selbst zwischen richtig und falsch entscheiden muss?

Die Aufgabe von Eltern ist es nicht, Fehler und Verletzungen um jeden Preis zu verhindern. Ihr Job ist es, nachher für ihre Kinder da zu sein und mit den Kids gemeinsam die richtigen Lehren aus Verletzungen und Fehlern zu ziehen.

Ansonsten stehen wir vor einer Generation richtig gut erzogener, aber völlig lebensuntauglicher junger Menschen, die schon bei der kleinsten Belastung ausserhalb ihre geschützten Blase, in der Lehre, an der Uni, im echten Leben eben, zusammenbrechen.

204 Kommentare zu «Stromlinien-Kinder»

  • Stephan sagt:

    Wir bekommen sehr viel Lob für unsere Kinder, sie seien selbstständig, hilfsbereit, rücksichtsvoll.
    Diese Lobhudeleien kommen von den selben Leuten, die uns früher für unsere Erziehungsmethoden angegriffen haben.
    Ich musste damals viel einstecken, ich sei zu laut, würde zu viel von meinen Kindern verlangen, ich sei zu hart (wenn ich nicht grad quer über den Platz laufe, weil ein Kind umgefallen ist), ich wurde auch angemotzt, weil die Kinder Zucker essen durften. Inzwischen gebe ich ihnen gar nicht mehr vor, wie viel Dessert sie essen dürfen, sie nehmen selber wenig bis gar nicht.
    Ich muss meinen drei Kindern praktisch gar nichts mehr vorgeben, sie können mit ihrer Freiheit umgehen.

    • Stephan sagt:

      Und was mir wichtig ist: Ich kann besser Fluchen als meine Kinder! Bei mir lernen die Kinder, dass es befreiend sein kann, andere mal anzufluchen, das man sich nicht alles gefallen lassen muss, aber dass man durchaus überlegen kann, wen man wie behandelt.
      Was ich da zusammengeschireben habe, sirkt wohl arrogant, geht aber davon aus, dass ich in der doch schon längeren Zeit mit Kindern, sehr viel hören musste, was wir alles falsch machen würden, deswegen gönne ich mir den Triumph.

  • Iris sagt:

    eine kleine Geschichte für alle, die sich an diesem Beitrag anstoßen und negativ kritisiert fühlen:
    Mein Sohn hat einen Schulweg von ca 400m. Wir wohnen in einem Stadtteil, der nahezu gänzlich als Tempo 30 Zone ausgewiesen ist. Der Übergang der Hauptstraße (auch auf Tempo 30 reduziert) ist mit einer Ampel gesichert. Wir übten in den Sommerferien vor seiner Einschulung den Schulweg, wie es eigentlich alle Eltern tun sollten. Am zweiten Schultag bekam ich die Ansage meines Filius, dass er alleine zur Schule gehen möchte – ich ließ ihn. Reaktion des Umfelds: „DU LÄSST DEIN KIND ALLEIN ZUR SCHULE GEHEN???“ findet den Fehler.

  • Alisha sagt:

    Zu behaupten, dass früher in Sachen Erziehung alles besser war, setzt wohl voraus, dass man sich selbst für besonders toll gelungen hält. Besonders gut gelungen ist aber garantiert nicht, wer derart pauschalisierend auf einer Personengruppe rumhackt und dabei absolut kein Wenn und Aber gelten lässt.
    Menschen ohne Kinder können durchaus eine Meinung und auch gute Ratschläge haben. Aber sich einzubilden, in jedem Fall damit im Recht zu sein, ist lächerlich. Das Problem sind nicht allein die Eltern, die meinen es besser als Kinderlose zu wissen. Das Problem sind auch Kinderlose, die davon überzeugt sind, es besser als alle Eltern zu wissen. Mit welchem Recht? Erstmal selbst besser machen…

    • Réda El Arbi sagt:

      Naja, Sie sagen gerade: Wer keine Kinder hat, soll die Fresse halten.

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        ouu. herr el arbi. sie wissen aber schon, dass sie sich hier mit reihenweise renitenten „mama-blog“-gerinnen anlegen. die sind zum überwiegenden teil argumente-resistent und krampfhaft davon überzeugt, dass man sich nach allen seiten verteidigen muss-, falls man nicht ihrer meinung ist. da haben sie schon verloren.

  • Bettina Kleberhoff sagt:

    Das ist so ein großes und vielschichtiges Thema, dass es eigentlich nicht in 3000 Zeichen passt. In welche Richtung entwickelt sich menschliches Leben in technokratischen Gesellschaften, wieviel Raum bleibt für eine natürliche Entwicklung? Eltern stehen unter immensem Druck (Umfeld, Kita, Schule etc.). Wenn ihre Kinder sich nicht in bestimmten Parametern entwickeln, rollt die Maschinerie an. Ständige Rechtfertigungen machen unsicher und unzufrieden. Die leittragenden sind unsere Kinder. Denn sie sind das schwächste Glied in der Kette. Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels. Der Bereich der Bindungsforschung um Prof. Brisch (u.a.), das Projekt „Artgerecht“ und viele mehr! Seit MUTIG!! LG

    • Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit) sagt:

      Aber die „artgerecht“ und „unerzogen“ Eltern sind es ja gerade, die hier so runtergemacht werden.
      Herr El Arbi möchte leiber zurück zur Was-mich-nicht-umbringt-macht-mich-härter-Erziehung.
      Aber ich trage ihm das nicht nach. Bevor ich selber ein Kind hatte, wusste ich auch, wie die perfekte Erziehung geht.
      (nein, das heisst nicht „Kinderlose Fresse halten“ sondern: „laufe erst mal einen Kilometer in meinen Schuhen bevor du über mich urteilst“)

  • Maria M. sagt:

    Bingo! Der Kern der Botschaft sitzt! Es hat mir sehr gut getan, zu lesen, dass ich mit meinen Gedanken nicht alleine bin. Danke!! Ich bin übrigens Mutter von zwei Kindern von 9 und 2.

  • Vater zweier Töchter sagt:

    Endlich wieder das Thema Kindererziehung !!! Das ist so mit die einzige grosse wichtige Aufgabe, die alle und jeder machen darf ohne auch nur eine Sekunde einer Ausbildung dafür gemacht zu haben. Und weil jeder einmal Kind gewesen ist, weiss man natürlich auch als Erwachsener über das Thema Erziehung eines Kindes in allen Lebenslagen bestens bescheid. Das gemischt mit etwas Zeitgeist und wir haben eine Welt voller Experten dazu. Wobei natürlich der eigene Wissenstand der beste und richtigste ist und die anderen alle, naja sollen sie es eben so machen, aber….

  • Michael sagt:

    Wir reden hier doch von Kindern im vorhehmlichen Kindergartenalter oder ? aus diesem Verhalten bzw. Erziehungsmethoden heraus zu schliessen, das daraus eine Generation völlig lebensuntauglicher Menschen entstehen, ist schon sehr weit hergeholt. Bevor diese Kinder 18 werden, werden sie noch einem haufen anderer Einflüsse ausgesetzt werden. Vielleicht schaufeln sie sich süsse Dinge rein, fluchen wie ein Hafenarbeiter und fahren Downhill ohne Helm – wer weiss das jetzt schon ? Es gibt weissgott wichtigerer Dinge als sich Sorgen zu machen, wie das Kind in 15 oder mehr Jahren sein wird.

  • Auch Papi sagt:

    Vermutlich müsste man das weiter differenzieren und mal den Blick aus der Stadt Zürich werfen. Dort, also in Zürich erlebe ich viele Kinder wie im Artikel beschrieben. Ich nenne sie Accessoires, welche dann die perfekt inszenierte Fassade der Eltern ergänzen dürfen. Immer wieder spannend, durch Zürich zu spazieren und sich dieses Schauspiel zu geben…

    Gestern, bei uns im Quartier in einem kleinen Dorf im AG sah das ein wenig anders aus. Ganz entspannt plauderten nicht ganz perfekt durchgestylte Eltern entspannt, während sich der Nachwuchs schreiend im Dreck einsaute und sich dabei ein paar gepflegte Schrammen einholte. Also alles halb so wild, es gibt sie noch – die normalen Kinder…

  • Nadine Binsberger sagt:

    Die Stossrichtung des Artikels finde ich richtig. Trotzdem gibt es auch Erfahrungen, die man nicht zuerst machen muss, um sich danach richtig zu verhalten. Manchmal erlauben es die Konsequenzen nach einem Fehlverhalten nicht mehr, das Verhalten zu korrigieren. Klassisch: auf die Strasse rennen ohne auf den Verkehr zu achten. Aber auch das genannte Beispiel Zucker kann in diese Richtung gehen. Allerdings wenn man schaut, was die Erwachsenen sich so alles leisten an irreversiblen Giga-Schäden (atomare Verseuchung, Klimawandel, …) dann wird man zum Fatalismus richtiggehend gezwungen.

  • Ivan Casale sagt:

    Die Eltern tuen allermeist das, zeitgenössisch, Beste für Ihre Kinder. Und ich denke , dass in der heutigen Schweiz die Bevormundung und Bemutterung schon sehr weit fortgeschritten ist. Deswegen ist Risikoarmut und Funktionieren absolut wichtig in der Kindererziehung.

    Die Kinder die risikoscheu gross werden , sind exakt die Kinder die sich unsere Gesellschaft ja wünscht. Es ist Heutzutage vieles verboten und in Zukunft wird noch viel mehr verboten sein.

    Ein freier Mensch hat dann noch die Wahl sich ins Kloster (falls Religion bis dahin nicht auch noch verboten ist) zurückzuziehen (freiwillige Lossagung von der Welt) oder Bandit zu werden (also, im heutigen Sinn, Terrorist)

  • Natalie sagt:

    Da diskutieren harte Fronten… Mag Texte die zum Denken anregen. Ich als Mutter von 4 Kindern kann nur dazu sagen: wie wärs mit dem Mitelweg? Ich bin einiges entspannter wenn meine Kinder Helm tragen, va. bei meinem Zweitjüngsten… hat mich die Erfahrung gelehrt… aber Ich liebe es mit offenen Haaren Velo zu fahren- ein Traum. Ich darf auch ein Glas Wein trinken und meine Kidis nicht. Denn ich bin Erwachsen. Meine Erziehung hat sich von Kind zu Kind& Jahr zu Jahr verändert. Durch meine Erfahrungen. Ich bin lockerer beim Einen und strenger bei Anderem. Meine Kids bewegen sich frei- ihrem Alter entsprechend. Ich habe das Recht Fehler zu machen& zu lernen- genauso wie meine Kinder. LEBEN.

  • Mani sagt:

    Brillanter Artikel! Was mir auffällt: ausnahmslos alle, die laut schimpfen und austeilen haben den Artikel in typischer Egomanier voll persönlich genommen. Dabei hat El Arbi auf einer Meta-Ebene ein Gesellschaftsphänomen beschrieben, welches von einer ernsthaft hinterfragenden Gemeinschaft mit etwas Distanz und Gelassenheit als Realität akzeptiert werden müsste. Es ging doch nicht darum, ob Einzelmutti X oder Einzelpapi Y in Situation Z was falsch macht, sondern um eine generelle Haltung und Achtsamkeit gegenüber diverser Lebensfragen – die in der Folge Teil und Basis jeglicher Erziehung sind. Die eröffneten Nebenschauplätze zu Herrn Arbis Kritikfähigkeit sind im übrigen nur trist.

    • Sigg sagt:

      Wenn ich meine Kindheit der späten 40er und frühen 50ern mit derjenigen meiner drei Enkel, 3-8j., vergleiche, habe ich das Gefühl, im Paradies gelebt zu haben, trotz weitgehender Armut. An schulfreien Tagen ist die Kinderbande der Wohnblöcke losgezogen, durchstreifte Feld und Wald, verdiente etwas Geld mit Mäuse fangen oder Kartoffeln auflesen etc., kam dann eher selten vor Eindunkeln zurück. Dabei gewähren die Eltern den drei Enkeln doch noch ein gewisses Bubensein, dürfen aber trotzdem nur bei mir Scheisse sagen.

      • Tom sagt:

        Ja, ja, früher war alles besser;))) Die Kinder sind viel toleranter, weltoffener und mündiger als früher. Heutige Eltern und Lehrer sind um Welten involvierter in die Belange der Kinder als früher.
        Falscher Gehorsam gegenüber Lehrpersonen ist weitgehend verschwunden und das ist gut so.
        Immer diese Nachkriegsromantik!

    • tina sagt:

      wenn man es so betrachten will, ist erziehung eben auch nur ein nebenschauplatz der gesellschaftlichen erwartungshaltung: kinder sollen nicht lärmen, nicht frech sein, eltern haben dafür zu sorgen dass sie in allen belangen gänzlich schrammenfrei ein perfektes rädchen werden. wer auffällt, wird abgeklärt, und dann sind wir eben beim ritalin. auch überspitzt ausgedrückt. aber nicht fest.
      darum meine haltung: fangt bei euch selber an, jeder bei sich, jeden tag. weniger hart andere verurteilen. sich sagen, man sieht 90% nicht. wohlwollen als grundhaltung

      • Michael sagt:

        Und wie es darum geht, was einzel Mammi oder Pppi macht – aus der Summe dieses Verhalten resultiert letztendlich das Gesellschaftsphnomen lieber Mani !

    • Leni sagt:

      Wenn es um generelle Haltung uns Achtsamkeit geht, möchte ich aber auch den nötigen Respekt gegenüber Krankheiten wie Borderline und ADHS. Für Betroffene ist das ein Schlag ins Gesicht – die Aussage, dass diese Krankheiten einzig durch Überbehütung und Fehlerziehung verursacht werden ist eine Frechheit.

  • Tamara Lutz sagt:

    Ja genau! Kinder lose haben natürlich eine Meinung genauso wie jeder über alles und jeden eine Meinung hat.
    Die Frage ist nur, soll man die tatsächlich in der Öffentlichkeit Preis geben? Oder schürt man genau durch das Verhalten das was man doch so verurteilen will.
    Wo keine Kläger auch keine beklagten. Sollten wir nicht alle bei uns beginnen bevor wir alles verurteilen. Wer kennt der Spruch: urteile erst wenn du in meinen Schuhen gelaufen bist!
    Macht euch doch mal über das gedanken anstatt immer zu(ver) urteilen!

    • Réda El Arbi sagt:

      Naja, wenn sich nur noch Betroffene zu gesellschaftspolitischen Themen äussern dürfen, dann dürfen auch nur noch Krebskranke Krebskranke behandeln.

      Denken und Nachdenken und dann eine Einschätzung abgeben ist eine Sache. Sich dann perssönlich beleidigt fühlen und auf den Autor schiessen, die Reaktion. ich kann mit beidem leben.

      • tina sagt:

        ich würde das nicth als persönliches beleidigt fühlen und zurückschiessen werten. es wurde genau so in den wald gerufen und war ja scheinz auch nicht persönlich gemeint und auch nicht als schiessen sondern als beobachtung, als besonders scharf von aussen sehen. dann werte die antworten auch so

      • Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit) sagt:

        Übrigens kämpfen die meisten Eltern von Kindern mit ADHS jahrelang DAGEGEN, Ritalin geben zu müssen und versuchen, die Behinderung ihres Kindes erst auf andere Weise zu therapieren. Ein Bisschen Recherche und Faktentreue täte nicht schaden, wenn man gesellschaftspolitische Themen behandeln möchte. ADHS ist *kein* Erziehungsproblem.

        • Réda El Arbi sagt:

          Sorry, ich BIN ein ADHS-Kind. Und ich hatte etwas mehr Freiraum. Ich war in keiner Weise behindert. Ich habe nur nicht in die Form gepasst, die das Schulsystem für mich vorgesehen hatte.

    • S. K. sagt:

      auch mich stören die kommentare der allgemeinheit über elternsein, kindererziehung, schwangerschaft etc.
      Noch nie wurde uns so oft in privatsache reingeredet, wie jetzt.
      Seit wir ein kind haben, wissen alle, alles besser. Wir hören (nicht immer direkt), wer was anders machen würde. Wir ernten genervte blicke, wenn unser sohn „trotzt“ und weint. Die schlimmsten in unserem unfeld sind die, die sich kinder wünschen, aber noch keine haben (Karriere, finanzen) oder die frau (noch) nicht schwanger wird. die verkäuferin im laden, die mir erklärt, dass keines ihrer drei kinder je getrotzt hätte. Sie hätte das (und das sollte ich wohl auch tun), immer sofort „unterbunden“.

      • Karin Arlette sagt:

        Ich weiss aus Erfahrung (8 Kinder), dass man als Mutter einen breiten Rücken, bzw. ein gutes Selbstbewusstsein braucht… trotzdem sind, wenn man es genau betrachtet, Kinder nicht nur Privatsache… wir täten gut daran, uns dies bewusst zu sein, natürlich nicht nur im negativen Sinn, sprich dass sie von den Kinderlosen mitfinanziert werden, dass ihr ‚Lärm‘ und ihre Anwesenheit zeitweise stört und manchmal sogar nervt (auch Eltern!) oder dass von den Eltern sicher nicht immer richtig reagiert wird, aus welchen Gründen auch immer (Unwissenheit, Trägheit,….). Im Positiven ist zu erwähnen, dass Kinder unser aller Zukunft sind und alle sowohl ideell wie wirtschaftlich von ihnen profitieren.

  • Steintor sagt:

    Anfangs dachte ich, es sei wieder so ein Anti-Ritalin-Text und habe aufgehört zu lesen. Später habe ich dann doch weiter gelesen und fand viele Thesen ganz gut.

  • Sportpapi sagt:

    Das Thema übertriebenes Sicherheitsbedürfnis und Helikoptereltern ist sicherlich eine Diskussion wert. Beschränkt sich aber natürlich nicht auf die Eltern, wenn man beispielsweise die Geschichte von feuerpolizeilichen Vorschriften etc. verfolgt.
    Ansonsten ist die Tatsache, dass man die Eltern bei ihrer Erziehungsarbeit hört, ja eher auch ein Zeichen, dass dies noch nicht so gefruchtet hat, dass die Kinder keineswegs so „stromlinienförmig“ sind, wie manche Eltern es sich vielleicht erträumen.
    Inhaltlich sehe ich da allerdings keine Unterschiede zu früher. Nur bleibt es heute bei der wiederholten Ermahnung, während es früher vielleicht mal eine Ohrfeige gab…

  • tina sagt:

    ist dir eigentlich klar, wieviele meinungen einem als eltern in genau diesem helikopterton um die ohren gehauen werden? machs so wie ich dir sage oder dein kind hat keine überlebenschancen. soll einem egal sein? ah neinein, man muss das natürlich so sagen: „wenn du mutter bist, und nicht über kritik stehst, dann hättest du keine kinder haben sollen“. und natürlich meint jeder kritiker, seine kritik müsse schon angehört werden, nur die, mit der anderen meinung nicht. die sind nämlich krank. „ich bin experte, ich war nämlich auch mal kind“ und da ists ja egal, wenn man null erfahrung als eltern hat. diese mokassins braucht man nicht zu probezutragen.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, um meine Kritik zu erfahren, muss man hier auf den Blog kommen, sich durch 3000 Zeichen lesen und kann sich dann in 1000 Zeichen darüber beklagen, dass man Kritik aufgedrängt bekommt.

      • tina sagt:

        es hätte ja auch etwas kluges im text stehen könnne, das wollen wir ja nicht verpassen. wir sind ja kritikfähig, nicht. weil wir uns prügeln durften und etwas gelernt haben. oder…?

        • Réda El Arbi sagt:

          Nein, es hätte etwas im Text stehen können, dass sie abnicken und als Bestätigung für ihre bereits angewandte Art hätten lesen können.

          Und Kritikfähigkeit kommt nicht aus einer Kindheit voller Angst vor Gefahren, die sich eigentlich nur in den Köpfen der Eltern abspielen. Sie kommt aus erarbeiteter Sozialkompetenz und nicht aus anerzogenem Verhalten.

          • tina sagt:

            ja, ich bilde mir tatsächlich ein, ich habe es gar nicht schlecht gemacht. meine kinder sind nicht mehr so klein, dass ich dauernd kritik ausgesetzt wäre. inzwischen bin ich so weit aus der schusslinie, dass ich mich äussern kann. ich glaube tatsächlich, ich habs nicht sooo schlecht gemacht unterm strich, aber der haken ist halt, dass man als eltern immer fehler macht und es nichts gibt, was einem mehr am herzen liegt, als es richtig zu machen. darum trifft kritik leicht sehr hart.

            • Réda El Arbi sagt:

              Das ist doch schon ein Ansatz. Aber vielleicht kannst du das sagen, weil du wirklich aus der Schusslinie bist. Natürlich machen alle Eltern Fehler, es sind schliesslich Menschen.

              Ich kritisiere aber nicht einzelne Eltern, sondern eine Tendenz, seinen Kindern in erster Linie die eigene Angst vor dem Leben und den Unsicherheiten da draussen schon mit dem Babybrei einzuflössen.

          • tina sagt:

            du bist ja in einer ähnlichen lage: deine texte sind öffentlich und werden kritisiert. bloss leben die nicht, und dir wird vorgeworfen, die armen texte werden in dieser welt untergehen weil du alles falsch gemacht hast ;-). und, wie kritikfähig bist du, obwohl es nur ein text ist?

            • Réda El Arbi sagt:

              Naja, eigentlich wird sehr selten mein Text kritisiert, sondern meine Meinung. Ab und zu meint jemand, ich spitze zu sehr zu. Normalerweise höre ich zu und gehe auf die Kritik ein. Was nicht heisst, dass ich dann meine Meinung ändere.

          • tina sagt:

            deine texte sollen ja auch von den leuten gelesen werden. aber man hat ja nicht darum kinder, dass man von allen kritisiert wird.
            deine wahrnehmung deiner kritikfähigkeit hinsichtlich deiner texte ist vermutlich nicht die selbe, wie die deiner leser

            • Réda El Arbi sagt:

              🙂 Meine Leser setzen darauf, dass ich mich persönlich mit ihnen in den Kommentaren streite. Da ich die Kommentare selbst moderiere (sehr zeitaufwändig) muss ich die Kritik aushalten. Bei diesem Beitrag hier gehts ja noch, doch es gibt Beiträge, da muss man nicht nur Kritik sondern regelrecht Hass aushalten.

              Nein, mit meiner Kritikfähigkeit ist alles in Ordnung. Aber das funzt vielleicht nur, weil ich mir in den Sachen, die ich schreibe, meist ziemlich sicher bin. Und ich mir auch der polemischen Wirkung meiner texte im Voraus bewusst bin. Das hier ist mein Beruf, ich bin ganz gut darin (nicht der Beste, aber ok). Und ich habe keine Angst davor, wenn mich die Leute für einen Idioten halten. Das ist ok.

          • Sportpapi sagt:

            Ist es Kritikfähigkeit, wenn man Kritik mehr oder weniger gelassen entgegen nimmt, aber praktisch grundsätzlich nichts an seinen Haltungen und Einstellungen ändert, weil man sich ja bereits sicher ist, auf der richtigen Seite zu stehen?
            Ich verstehe Kritikfähigkeit eigentlich etwas anders.

            • Réda El Arbi sagt:

              Naja, soll ich meine Überzeuungen ändern, weil ich kritisiert werde? Dann müsste ich sie jeden Tag in eine andere Richtung anpassen, da ich hauptberuflich Ziel von Kritik bin.

              Oder soll ich meine Überzeugungen dann anpassen, wenn ein gedanklicher Prozess zu einer neuen Einsicht führt? Dazu sind die Kommentare hier oft wenig geeignet. Meist sind die Kommentare defensiv, rechtfertigend oder ablenkend. Und meistens vertreten sie Positionen, die ich bereits beim Schreiben eines Textes durchdacht und verworfen habe.

              Ich kenn Tonalität, Argumente und Stossrichtung der Kommentare bereits bevor ich den ersten Satz eines Textes geschrieben habe. Da ich oft polemisch bin, ist das ein Teil des Handwerks.

              Texte, die ich sonst lese, führen aber eigentlich oft zu Weiterentwicklung.

              Da ich seit 25 Jahren schreibe, kann ich das sogar belegen.

          • tina sagt:

            man kann, ohne seine überzeugung aufzugeben, anstatt in extreme zu verfallen bei teilaspekten seine meinung ändern, wenn die argumente stichhaltig sind. eine überzeugung ist nix wert, wenn sie kritik nicht standhält und man nicht vernünftig argumentieren kann.

            • Réda El Arbi sagt:

              Jep. Sag ich doch. Bisher kamen aber meist versteckte Rechtfertigungen für eine auf die Kinder projizierte Angstkultur. Und das ist ein Aspekt, bei dem meine Überzeugungen und meine Argumente stärker sind. Sorry.

          • Sportpapi sagt:

            Der Punkt ist doch, dass du hier diese *früher war alles besser“-Tiraden ablässt und ganz viel spekulierst und behauptest, ohne der Sache wirklich auf den Grund zu gehen.
            „Kinder in dieser pädagogisch aufgeklärten Blase dürfen grundsätzlich gar nichts mehr – ausser im genau richtigen Masse klugscheissen, um «smart» zu wirken.“ Ach ja? Was haben die Eltern denn früher gemacht, wenn sie mit ihren Kindern im Park waren (richtig ist wohl: das kam seltener vor)? Einfach zugeschaut, wenn die Kinder Mist bauten, wenn sie am Tisch fluchen, usw? Oder hat man damals nicht viel drastischer eingegriffen?
            Und diese Kinder werden alle lebensuntauglich, depressiv?
            Das sehe ich eher nicht, im…

            • Réda El Arbi sagt:

              Eigentlich wars so, dass die Eltern nicht die gleichen Zeitaufwand betrieben, um ihre Kinder ständig im Auge zu behalten.

              Dazu: Ich war alleine im Park. Ich bin, sobald ich mein Schwimmabzeichen hatte, mit meinen Freunden ab der 1. Klasse alleine in die Badi. Davor hatte meine Schwester die Aufsichtspflicht, wenn meine Mutter anderes zu tun hatte.

          • Sportpapi sagt:

            @Reda: Dass die Eltern früher weniger Zeit mit ihren Kindern verbrachten stimmt. Man kann das aber unterschiedlich bewerten. Ich bin durchaus auch kritisch gegenüber der Tendenz, dass Kinder heute noch im hohen Primarschulalter teilweise in (fremd-.) „Betreuung“ gegeben werden, wo sie doch nach der Schule auch mal zwei Stunden allein zu Hause sein könnten. Aber Eltern, die sich mehr kümmern, sind grundsätzlich eine gute Sache.
            Und auch heute ist unser Erstklässler vielfach allein unterwegs, auch in der Badi. Aber wir Eltern gehen mit, weil wir die Aufsicht nicht einfach den Badmeistern anhängen möchten. Und weil die Kinder heute zwar vermutlich besser schwimmen als früher, aber nicht gut.

    • tina sagt:

      es gibt wohl kaum etwas einfacheres, als sich über eltern lustig zu machen, denn die erfüllen ihre aufgabe grösstenteils in der öffentlichkeit.
      warum gelingt es manchen, dass alle lachen können und die kritik trotzdem nicht untergeht? das hier ist doch einfach eine pauschalbeleidung und amüsieren tun sich nur die überheblichen. aber die überheblichen hatten sicher mütter, die sie nicht prügeln liessen, und die sind schuld…

      • Réda El Arbi sagt:

        Vielleicht geht die Kritik nicht unter, weil sie in vielen Fällen angebracht ist? Und es geht nicht ums Lachen. Es geht darum, dass diese Eltern ihren Kindern eine Welt voller Angst vermitteln.

        • tina sagt:

          ah das war gar keine satire sondern ein erziehungsratgeber! na dann
          einmal wurde ich von fachleuten kritisiert, dass meine kinder zu wenig gamen dürfen. aus denen wird nie etwas. die gehen zu grunde.
          einmal wurde kritisiert, sie kommen zu wenig an die frische luft. man fragte mich nicht! als ich trotzdem ungefragt dazu etwas sagte, wurde umgehend kritisiert, vermutlich kommen sie zuviel an die frische luft. absurd? ja. sollte man drüber stehen.
          reda, niemand will ein total verängstigtes kind, glaubs mir.

          • Réda El Arbi sagt:

            Klar will niemand ein verängstigtes Kind. Wenn man aber die eigenen Ängste auf das Kind projiziert, bekommt man genau das. Oder genauer: Ein übervosrsichtiges Kind, ein nicht belastbares Kind, weil den Kleinen die Krisenerfahrung fehlt.

          • tina sagt:

            so ist das, und das wissen alle

      • Jeanclaude sagt:

        qui s’excuse, s’accuse oder Mangel an Einsteckvermögen.

      • Bandora sagt:

        Also ich bin selbst Mutter von zwei Kindern und erkenne in mir teils genau die im Text erwähnten Anzeichen.
        Und sehe genau dieses Verhalten bei seeehr vielen Eltern. Ich fühle mich nicht beleidigt, sondern finde den Textvsehr sachlich und in allen Punkten richtig.

        Es sind eher teils die Kommentare hier – egal ob sie den Inhalt des Textes unterstützen oder zurückweisen, die beleidigend, unsachlich etc sind…

  • Mutti sagt:

    Es ist einfach über andere zu Urteilen. Aber warum gibt es viele Eltern, die ihre Kinder so beschützen wollen. Die Eltern fühlen sich selber unsicher. Was ist den Heute noch sicher. Ich behaupte einmal, Eltern mit schutzbedürftigen Kindern, haben ein anderes Sicherheitsbedürfnis als Kinderlose. Oder sie mussten lange, lange auf ein Kind warten, weil es auf natürlichem Weg nicht mehr ging. Und erst der 5. Versuch nach 2 Fehlgeburten war ein Erfolg. Leider kenne ich zuviele Paare in meinem Freundes- und Verwandtenkreis, die davon betroffen sind. Ich verstehe dann, dass man das Wertvollste, dass man hat um jeden Preis beschützen möchte und nicht sieht, das es für das Kind nicht das Beste ist

    • Réda El Arbi sagt:

      Die Welt ist heute sicherer als vor 20 Jahren. Hundert Mal sicherer als vor 50 Jahren.

      Die Angst entsteht aus Mangel an echten Problemen.

      • tina sagt:

        der punkt ist doch, dass dir statistik egal ist, wenn dein kind durch einen unfall gehirngeschädigt ist. und dass es dazu kam, weil das kind keinen helm trug, das wird dir alle welt bis in alle ewigkeit vorwerfen, insbesondere du selber

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, und genau unter diesem Aspekt, unter all den Ängsten vor all den möglichen Katastrophen (alle Krankheiten, alle Verletzungen in allen Situationen) entsteht eine Atmosphäre der Angst.

          • tina sagt:

            dann sollte man vielleicht mal anfangen weniger vorwürfe zu machen. kann jeder selber praktizieren, hier und heute

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, Kritik ist voll blöd. Die sagen dann immer Sachen, die man nicht hören will und haben andere Meinungen.

          • tina sagt:

            ja das ist jetzt lustig. ich habe den kritikstil kritisiert, aber ich sehe, das kommt nicht an (!!! haaa haaa. lustig, oder). ich meinte, man könnte ja weniger pauschal und vernichtend/drohend/“eure kinder sind voll überlebensunfähig weil ihr so peifen seid“-mässig gemacht werden und weniger überheblich (ich sage euch wies richtig geht, aber ihr wollt ja nicht auf mich hören) und wäre damit ganz sicher wirkungsvoller. ist noch schwierig mit der kritik, manche sind total resistent, obwohl man auf sie eingeht

            • Réda El Arbi sagt:

              Vielleicht unterscheidest du mal zwischen der Kritik an einer gesellschtliche Tendenz und deiner persönlichen Betroffenheit.

          • tina sagt:

            „Réda El Arbi
            18. Mai 2017 um 08:35
            Ja, Kritik ist voll blöd. Die sagen dann immer Sachen, die man nicht hören will und haben andere Meinungen.“

            ja das ist jetzt lustig. ich habe den kritikstil kritisiert, aber ich sehe, das kommt nicht an (!!! haaa haaa. lustig, oder). ich meinte, man könnte ja weniger pauschal und vernichtend/drohend/“eure kinder sind voll überlebensunfähig weil ihr so peifen seid“-mässig gemacht werden und weniger überheblich (ich sage euch wies richtig geht, aber ihr wollt ja nicht auf mich hören) und wäre damit ganz sicher wirkungsvoller. ist noch schwierig mit der kritik, manche sind total resistent, obwohl man auf sie eingeht

          • tina sagt:

            wenn ich den stil kritisiere mit der begründung der wirkung, dann hat das doch nichts mit persönlicher betroffenheit zutun. aber nach vielen jahren in denen ich mutter bin, habe ich mich natürlich mit solchen fragen befasst. ich spreche über beobachtungen und gedanken zur gesellschaft und nicht über mich.
            ich habe ja zum teil zugestimmt, aber nur bis zu einem gewissen punkt. ich versuche aufzuzeigen, dass kritik wie diese im text oben nur zur verschlechterung der lage führt (weil genau teil des problems) und was man tun kann dagegen.

        • Ralf Schrader sagt:

          Risiko ist aber ein statistischer Begriff. Man kann Risiken nicht auf Individuen herunter brechen. Da stellt sich die Frage der zumutbaren Grenze. So ein Helm ist ja sowohl eine ästhetische als auch mechanische Zumutung. Also ich sterbe lieber, als dass ich jemals mit einem Helm gesehen werden.

          Bei Neugeborenen wird standardmässig auf bestimmte Erbkrankheiten getestet. Wenn man dann feststellt, die werden kaum noch diagnostiziert, hört man auf damit, obwohl es noch 4-5 Fälle gibt, denen das nutzen würde. Aber 4-5 Fälle rechtfertigen keinen Routinetest. Es ist gerechtfertigt auch mal 1-2 Kinder administrativ sterben zu lassen, weil die Gegenstrategie zu aufwendig ist.

      • Nicole sagt:

        Das ist Bullshit, Früher hatten die Kids einen Spielradius von 15 km (vor 30 Jahren nachgewiesen) und heute von 500 m und das hat Gründe! Straßenverkehr, Kinderverkäufer, Pädophile etc. Mir platzt echt der Kragen bei der Aussage. In DE sterben jährlich 20 000 Kinder durch genau solche Situationen und nun erzähl Du mir, die ein Kind im Straßenverkehr verloren hat, dass ich meinen jüngsten über behüte, weil ich keine echten Probleme habe im Leben. Und PS: er ist bis jetzt sehr gut geraten damit. Aber früher war ja alles besser, auch Bullshit, Deine Schwester trug die Verantwortung für Dich früher im Schwimmbad, warum nicht Deine Mutter oder Vater? Das wäre Ihr Job gewesen.

        • Nicole sagt:

          Deine Schwester und auch Deine Eltern wären heute komplett im A… , wäre Dir was passiert. Sorry für die harten Worte, aber das DAS ist die Realität.

  • Ursula sagt:

    Nein. Bitte nicht. Da machen Sie es sich zu einfach. Oder glauben Sie tatsächlich, dass Helmtragen auf dem Dreirad und Fluch-Verbot in Anwesenheit der Mutter direkt in die Jugenddepression führen? So ein Blödsinn. Dazu sind die Kinder zu robust. Sie bleiben ja nicht alle Zeit unter der Fuchtel der Eltern, haben einen eigenen Chrakter, rebellieren, lehnen sich auf oder bleiben angepasst. Je nach Charakter halt. Und ja, ich finde, wer den Lakmus-Test nicht bestanden hat, sprich: wer selber keine Kinder grossgezogen hat, tut gut garan, einfach zu schweigen. Schade für diesen Text.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, weil natürlich nur Eltern mitten drin und mit voller Bias eine Meinung zum Thema haben dürfen.

      Aber nur so: Die grössten Erziehungsfehler machen Eltern. Nicht Kinderlose. Die haben oft einen etwas neutraleren Blick auf das Thema.

      Und natürlich ist der Text überzeichnet. Was aber nicht heisst, dass ich nicht Jugendliche mit genau diesem Hintergund kenne, die bereits beim ersten Zusammenschiss vom Chef den Job hinwerfen. Und dabei oft noch von den Eltern bestätigt werden.

      • tina sagt:

        ja klar ist das so mit den fehler. „wo gschaffet wird, da passieren fehler“.
        aber auch die kinderlosen sind mitverantwortlich für dieses klima der schulzuweisungen, aus denen diese unsicherheit hervorgeht, aus der eltern möglicherweise und punktuell übertreiben. von ganz weit oben sehen diese punktuellen übertreibungen einzelner wie ein ganzes bild aus

        • tina sagt:

          den job beim ersten zusammenschiss hinwerfen ist auch eine schramme am knie. daraus lernt man.

          • Réda El Arbi sagt:

            Bisschen spät. Und eigentlich ist der Zusammenschiss der Lernanlass. Das Hinschmeissen ist eine Reaktion, die die eigenen engen Grenzen verdeutlicht.

          • tina sagt:

            bisschen spät? reden wir von unmündigen oder 30jährigen? und dabei sind nochnichtmal 30 jährige fertig in ihrem entwicklungsprozess. gerade älter werdende tragen ihr früheres scheitern wie trophäen herum und in gewisser weise das ja nichtmal zu unrecht. aber dass es gerade die sind, die anderen ihre unperfektion vorwerfen kann ich einfach nie ganz nachvollziehen. aber ist ja nicht mein problem, nicht

      • Lena sagt:

        Liebe Ursula, heißt das im Umkehrschluss, dass alle Erzieher, Lehrer kurz alle Pädagogen die keine eigenen Kinder haben, ihren Job nicht machen können weil sie keine Ahnung haben? Darüber würde ich nochmal nachdenken 🙂

      • Bandora sagt:

        Ich hatte mal bei einem Bewerbungsgespräch einen Termin mit einem Psychologen. Da ging es um positive und negative Erfahrungen in der Kindheit. Ich meinte dann, dass ich hoffe, meiner Tochter diese negativen Erfahrungen ersparen zu können. Die Antwort kam promt: „Glauben Sie mir, es sind genau jene Kinder, dieveine perfekte Kindheit hatten, die aus der ersten echten Krise nie mehr herauskommen. Ich erlebe dies auf meiner Arbeit tagtäglich mit. Kinder müssen auch mal scheitern dürfen.“ Ich denke, darum geht es in diesem Artikel auch.

  • Stefan sagt:

    Perfekter Text.
    Kürzlich im Bus gehört. Eine Horde Kinder steigt zu, Kindergärtnerin sagt: „Alle festhalten. Und wer Schiss hat, setzt sich auf den Boden.“
    Schiss? Dass der Bus explodiert? Als ich ein Kind war, war Bus fahren noch ein tolles Abenteuer. Ich kannte niemanden, der Schiss hatte.
    Und der Tipp mit auf den Boden setzen ist ja geradezu grenz debil.
    Nicht nur von den Eltern, sondern auch von solchen Bekloppten werden die armen Kinder drangsaliert.

    • Kermit sagt:

      Im Bus kann es schon schütteln. Und die Kindergärtnerin hatte vielleicht noch den Netflixfilm vom Vorabend im Kopf. Das Problem betrifft ja nicht nur Eltern, sondern die ganze Gesellschaft. Die Kindergärtnerin und deren Vorgesetzte werden sich fragen: Wer haftet? Einerseits nennt sich diese Gesellschaft Risikogesellschaft, andererseits Versicherungsgesellschaft, und die Pole werden weiter auseinandergetrieben und dabei die Menschen vereinzelt, so dass der eine weiss, dass er vom anderen nichts zu erwarten hat. Von wem und warum oder wozu? Und dann fragt sich hinsichtlich des Textes von El Arbi: Was sind „echte Fehler“ in einer Welt, die immer virtueller wird?

    • geezer sagt:

      oder wie auf der josefwiese erlebt: da wollte das kind im sommer doch partout barfuss auf der wiese herumspringen! dies wurde von der mutter natürlich aus sicherheitsgründen umgehend untersagt. es könnte bienen auf der wiese haben!!!! mir tun solche goofen nur noch leid…..

      • tina sagt:

        und das waren ALLE kinder auf der bäcki? :). schon mal jemanden mit bienenallergie gesehen nach einem stich?

    • Sportpapi sagt:

      Die Kinder sitzen auf den Boden, weil die Sitzplätze voll sind oder älteren Menschen überlassen werden. Halte ich für keine schlechte Idee. Die Alternative ist, ständig sicherzustellen, dass sich die Kinder auch gut festhalten. Obwohl sie doch eigentlich lieber an den Stangen herumturnen würden und nicht damit rechnen, dass so ein Bus auch einmal abrupt halten könnte.

  • Theresia sagt:

    Kinder lernen aus Erfahrungen und Frustrationen. Das sind wichtige Helfer um im späteren Leben klar zu kommen. Wie soll denn das gehen, wenn man den Kindern alles vorplappert ,wie sie sein müssen und sie unter steter Beobachtung und Dauerkontrolle stehen??? Mir tun diese Kinder echt leid und die Helikoptereltern…?denn sie wissen nicht was sie tun Empfehle allen die Weisheit von kali gibran: Kinder sind Gäste die nach dem Weg fragen, sie kommen von dir, aber gehören nicht dir u.s.w

  • Reto sagt:

    Das Leben ist kein Ponyhof. Verbote sind für Roboter in Ordnung. Doch Menschen werden durch Erfahrungen einzigartig.

  • fufi sagt:

    Erziehung ist, wenn alle anderen meinen, sie wüssten es besser.

    • Réda El Arbi sagt:

      Erziehung ist, wenn man so weit über Kritik steht, dass es offensichtlich ist, dass man Angst vor der AUfgabe und dem Versagen hat.

      • tststs sagt:

        „Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.“ (M. Twain)

      • fufi sagt:

        Ach Réda
        Weshalb denn so betupft?

        Ich hab keine Kinderinnen und infolgedessen auch keine Enkelinnen.
        Und abgesehen davon bin ich so ungeföhr deiner Meinung (grins!)!!!

        Aber in Abwandlung deines Statements meine ich:
        Erziehung ist (erst heutzutage? NEIN!), aus Angst vor der Kritik irgendwelcher Anderen, gar nicht mehr zu wissen, was „ELTERin*“ eigentlich tut/dem Kindlein antut.

        Ausser natürlich, „ELTERin*“ wir bestärkt durch irgendwelche so sektiererische (was nicht ausschliesslich religiös gemeint sein soll!) Pädagogik-Zirkel ind der Nachfolge von so Pädagogik-Gurus.

        Und das Alles natürlich bloss für’s Wohl des Kindleins.

        * Siehe dazu: „leonie-hat-zwei-vaeter“

    • S. K. sagt:

      Wie traurig und wahr …

  • anju sagt:

    aber vor einhörner haben diese eltern seltsamerweise keine angst, sind ja so süss.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    übrigens. zu diesem thema gibt es eine nette replik unter dem namen „carnage – der gott des gemetzels.“ sicher auch für eltern bereichernd, weil grossartig entlarvend.

  • Etienne Brentovski sagt:

    Als meine Kinder klein waren, in den 90’er, da mussten man sie davor warnen, dass die Spritzen im Sandhaufen des Schindlergut keine Spielzeuge sind, und heute heisst es Helm auf auf dem Dreirad.
    Irgendwie schräg.

    • Ralf Schrader sagt:

      Wir lieben Erlebnisblasen. Je weiniger passiert, umso mehr wird geblasen. Die Kindersterblichlichkeit hat sich seit 1990 um Faktor 10 verringert, die Angst davor verzehnfacht.

  • Ralf Schrader sagt:

    Das Beschriebene ist ein urbanes Mittelstandsphänomen. So erzogene Knaben fallen spätestens beim Militär gewaltig auf die Nase und im Berufsleben werden sie auch nicht die Überflieger sein. Sehen wir das so, wenn der Schweizer Mittelstand seine Kinder zu Risiko- und Konfliktscheu, zu sozialer Feigheit erzieht, haben die Zugewanderten bessere Entwicklungschancen.

    • Ralf Schrader sagt:

      Den Bildungs- Hintergrund erkennt man am besten bei der angeblichen Zucker- Vermeidung. Woraus besteht ein Apfel? Vegan und zuckerfrei ist eine vornehme Umschreibung für Null- Diät.

      • NaPaNi sagt:

        Herr Schrader, Ihren Bildungshintergrund erkennt man am besten am unsinnigen Beispiel mit dem Apfel. Sie scheinen wenig Ahnung davon zu haben, worum es bei der Vermeidung von Zucker bei Kleinkindern geht. JEDER Elternteil, der seinen Kindern keinen Zucker geben will, kann bestens zwischen dem natürlich in Lebensmitteln vorkommenden Zucker und zugesetztem Zucker unterscheiden, das scheint Ihnen aber nicht zu gelingen.

        • Ralf Schrader sagt:

          Das glaube ich Ihnen nicht. Sie können das nicht unterscheiden. Auch Raffinerie- Zucker kann notwendig, sogar optimal sein. Nur in bestimmten Grenzen. Sie wissen nicht, was Zucker ist und kennen nur Tüten, auf denen Zucker drauf steht.

          • Melee sagt:

            Raffinerie-Zucker optimal und notwendig? Vegan = Nulldiät? Da haben Sie einiges gründlich missverstanden oder die falschen Quellen konsultiert…

          • Ralf Schrader sagt:

            @Melee

            Eher umgekehrt. Ausserdem schrieb ich Vegan + Zuckerfrei = Nulldiät. Denn was ist ein Apfel, eine Kartoffel anderes als Zucker. Wer vegan lebt, nimmt statt normal 40’% Zucker 80% davon auf. Tierisches Fett und Proteine darf er ja nicht und da bleibt nur Kohlenhydrat = Zucker.

            Das Gehirn, der Hauptkonsument, kann nur Glukose verstoffwechseln. Also warum dann nicht ausreichend Glukose verzehren, statt den Körper zu zwingen, selbst Glukose zu synthetisieren. Über Fruchtzucker ist das ziemlich ineffizient und mit hässlichen Nebenprodukten verbunden.

    • M. Sauer sagt:

      Das ganze Thema wird nicht nur in der Schweiz diskutiert, sondern auch in Deutschland, Österreich…

      Ich bin Mutter einer 13-jährigen. Leider habe auch ich den Fehler gemacht meine Ängste auf sie zu übertragen.

      Aber ich sehe das „Problem“ nicht bei den Eltern. Denn die haben ihre Erfahrungen, die meist den heutigen gesellschaftlichen Anforderungen nicht gerecht werden können.

      Wir Eltern sollten viel öfter nach dem Bauchgefühl „erziehen“, aber dabei versuchen die Kinder auf die Welt vorzubereiten.
      Wissen wir was die Zukunft bringt? Auf Ungewisses können wir „uns“ nur schlecht vorbereiten.

  • Greg Hauser sagt:

    Das im Text Beschriebene findet man nicht nur in der Kindererziehung. Wir leben ja schliesslich in einer Zeit, in der Gebrauchsanweisungen für Grill- und Ofenhandschuhe Pflicht sind. Mich erstaunt es nicht, dass sich diese besorgniserregende Tendenz auch im Kleinen bemerkbar macht.

    • Stephan Baumann sagt:

      Aus der Gebrauchsanleitung meines Grills:

      Durch den Konsum von Alkohol und/oder verschreibungspflichtigen
      oder nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten kann die
      Fähigkeit des Anwenders zum ordnungsgemäßen Zusammenbau
      und zum sicheren Bedienen des Grills beeinträchtigt werden.

  • tststs sagt:

    Ich kann über die Polemik schmunzeln und weiss, wo und in welcher Anzahl ungefähr diese Eltern vorkommen.
    Aber mit einem Punkt bin ich gar nicht einverstanden:
    Der Helm (egal ob Velo, Kicki, Ski/Board oder Reiten) sollte keine Diskussion sein, selten sind Aufwand und Ertrag so gewinnbringenden verknüpft!
    Es grüsst herzlichst
    tststs (die ohne Helme einen Bruder an den Stock eines unfähigen Skifahrers und die Mutter an eine Bordsteinkante verloren hätte)

    • Ralf Schrader sagt:

      Am Ende ist es doch nur Sicherheitsbedürfnis und die Frage, wieviel Sicherheit es braucht, bleibt im Raum. Ist mehr Sicherheit besser, als weniger, in allen Fällen? Ist Sicherheit eine nach oben offene Skala, oder hat es ein lokales Maximum? Muss man wirklich alles präventieren, Suizid, Unfall? Oder lässt man es einfach zu?

      Jeder Mensch stirbt, man kann kein einziges Leben retten. Tod kann nur etwas früher eintreten. Warum das verhindern? Wenn es ohne viel Aufwand geht, dann gerne. Aber extra technische Hilfsmittel zu entwerfen, erscheint mir über ambitioniert. Leben ist endlich. Wann ist egal, solange es nicht zum gesellschaftlichen Problem wird.

      • Réda El Arbi sagt:

        Ist es Sicherheit oder die auf einzelne Situationen eingeschränkte Illusion von Sicherheit?

        • Ralf Schrader sagt:

          Es ist natürlich nur die Illusion von Sicherheit. Die Wahrscheinlichkeit eines Schweizers, bei einem Terrorangriff ums Leben zu kommen, ist geringer, als den augenblicklich bei 35 Mio. Franken stehenden Jackpot im Lotto zu knacken.

          Das Risiko gibt es praktisch gar nicht. Kommt das Kind mit Velo- Helm statt mit einer Kopf-, mit einer Knieverletzung ins Spital, besteht das das 10 ** 5 höhere Risiko, sich bei einer Wundintervention einen antibiotikaresistenten Keim einzufangen. Ein viel höheres Risiko, als primär ein Schädel- Hirn- Trauma zu haben.

          Das Sicherheitsbedürfnis derzeit ist völlig irrational. Es richtet sich gegen Risiken der 2. 3. Ordnung. Gegen Kinderkram.

          • tststs sagt:

            Im ersten Abschnitten trifft die Berechnung zu.
            Im mittleren Abschnitt vermischen Sie verschiedene Dinge.
            Den letzten Abschnitt kann ich grundsätzlich abnicken. (Hat evtl. damit zu tun, dass wir Risiken/Gefahren der 1.Ordnung weitestgehend im Griff haben… also wenden wir uns anderem zu… First World und ihre Probleme halt…)

          • Marti sagt:

            Tolle Argumentation – bis Sie jemanden im näheren Umfeld haben, der eine Hirnverletzung hat, die mit Helm wahrscheinlich vermeidbar gewesen wäre. Es ist ziemlich Scheisse jemanden in der Klink Wald zu besuchen, der nun für die nächsten Monate immer einen Karbon-Helm (wie beim Audi RS) tragen muss (da man die Schädeldecke öffnen musste) und nicht mehr richtig essen oder sprechen kann – mal von der Feinmotorik abgesehen – und für immer behindert ist. Aber klar, mit Wahrscheinlichkeiten und Statistiken zu argumentieren ist natürlich geil, hebt es doch das Ansehen bei den „Peers“ – vor allem weil man klug scheint, da ja man vermeintlich wissenschaftliche argumentiert. Hoffe Sie habe nie Krebs…

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, Kopfverletzungen wären auch vermeidbar, wenn man nicht mehr aus dem Haus geht. Und selbst da nicht vollständig.

          • tststs sagt:

            Sind wir jetzt wieder beim Ad-Absurdum-Spiel?
            Dann wäre das hier meine Weiterführung:
            Ja, Kopfverletzungen wären vermeidbar, wenn man die Gebärmutter nicht verlässt. Aber selbst da nicht vollständig, je nach Bestückelung des Vaters (muhaha… Schenkelklopfer)

        • Marti sagt:

          Stimmt leider nicht, Herr El Arbi. Siehe Statisitken des BfU. Rechthaberisch vs. Recht haben.

      • tststs sagt:

        1. Wieso kommen Sie jetzt mit Sicherheit? Ein Velohelm macht das Velofahren nicht sicherer, nur ungefährlicher (ich semantischer Tüpflischiiser…)
        2. „Warum das verhindern? Wenn es ohne viel Aufwand geht, dann gerne. Aber extra technische Hilfsmittel zu entwerfen, erscheint mir über ambitioniert.“ Also verstehe ich das richtig, auf Kühlschrank, Antibiotika und Heizung verzichten Sie in Ihrer Höhle, aber Wlan muss dann schon sein… 😉
        Und eben, ein paar Gramm Schutzmaterial um den Grind schnallen ist IMHO wirklich minimalistengerechter Aufwand.

        • Ralf Schrader sagt:

          Die Semantik gefällt mir. Das ist bei ‚krank‘ und ‚gesund‘ analog. Es gibt krank machende Lebensweisen und die kann man vermeiden. Wenn man die vermeidet, lebt man aber nicht gesund, sondern weniger krank. Gesunde Lebensweisen gibt es nicht, nur weniger krank machende.

          Aber der Vergleich mit Kühlschrank, Antibiotika, Heizung hinkt. Das sind revolutionäre Techniken. Nicht der Velohelm auf dem Dreirad, oder dem Kinderfahrrad. Wir sprechen ja nicht von Rennradfahrern.

          Wie viele schwere Unfälle wurden damit bisher verhindert? Waren es 2 oder gar 3? Es steckt dahinter ein pervertiertes Sicherheitsbedürfnis. Wenn man 4-5 Kinder bekommt, kann gern mal eines sterben, nicht aber bei 1.5.

          • tststs sagt:

            1. Der Kühlschrank ist für mich das Sinnbild eines „extra technische Hilfsmittels“, das „entworfen wurde“ um zu „verhindern“, dass „der Tod früher eintritt“

            Und 2. nocheinmal: Ein Velohelm verhindert keinen Sturz/Unfall, er verhindert/erschwert gewisse Verletzungen bei einem Unfall/Sturz. Aber eben, wer diesen Unterschied nicht erkennt…

            Und hier auch mal noch der Hinweis (wie auch Marti es anspricht): es geht hier nicht nur um Leben und Tod, sondern auch um Verletzungen und evtl. Behinderungen.

    • Sportpapi sagt:

      Das mit dem Helm ist allerdings auch nicht ganz so simpel, wie es scheint. Zunächst einmal sind die Gefahren bei tiefer Fallhöhe und Geschwindigkeit nicht vergleichbar mit dem Fahrrad fahren von Erwachsenen. Und wenn ich meine Kinder mit dem Kicki und Helm unbeaufsichtigt ins Freie lasse, sehe ich sie 5min später auf dem Spielplatz oder in irgendwelchen Bäumen klettern, wo der Helm ein zusätzliches Risiko bedeutet.
      Die Helmkampagnen führen dazu, dass Fahrradfahren als gefährlich angesehen wird und weniger gefahren wird. (bei einem Obligatorium sinkt die Zahl von Fahrradfahren massiv, wie Beispiele zeigen. Ist halt doch nicht so bequem…)

    • Sportpapi sagt:

      Und wenn man weniger Fahrradfahrer auf den Strassen erlebt, steigt das Risiko für die verbliebenen deutlich. Weil Autofahrer nicht mehr mit ihnen rechnen.
      Zudem wundere ich mich eigentlich, wie die meisten Leute gleich mehrere Menschen kennen, die ohne Helm sicherlich Tod oder schwer behindert wären – das entspricht jedenfalls nicht der Realität, wie sie vor den Helmen war.
      Führen wir den Gedanken der maximalen Sicherheit für die eigenen Sprösslinge weiter, dann wird zunächst nicht mehr Fahrrad gefahren. Sondern Auto. Mit einem grossen Auto.
      Und damit gefährdet man all die, die man eigentlich schützen möchte, die aber zufällig nicht die eigenen Kinder sind…

      • tststs sagt:

        Naja, wissen Sie SP, was Unfälle u.ä. betrifft, ist meine Familie ein richtiger Magnet…

        Und ja, es gibt 1000 Gründe, weshalb man keinen Helm tragen muss/sollte; mir reicht ein einziger, um einen zu tragen.

        Ausserdem erinnert mich die ganze Diskussion ein wenig an vor 10 Jahren auf der Skipiste. Kids und Jugendliche haben die Vorteile des Helmes sehr schnell erkannt (Coolness und Komfort waren wahrscheinlich ausschlaggebender als Verletzungsverminderung). Nur die Alten und Ewiggestirgen finden heute noch Argumente dagegen…

        • Sportpapi sagt:

          Ach wissen Sie, beim Skifahren habe ich so viel Ausrüstung dabei, und zudem gerne warme Ohren, da kommt es auf den Helm nicht wirklich drauf an.
          Velofahren ist etwas ganz anderes.
          Die Statistik zeigt, dass dort, wo ein Helmobligatorium eingeführt wurde, die Zahl der Fahrradfahrer drastisch abnahm, was die Gefahren für die verbliebenen deutlich vergrösserte. Deshalb die die Fahrradverbände gegen ein Obligatorium.
          Und die Angst vor dem Fahrradfahren hat in der Schweiz parallel zu den Helmkampagnen massiv zugenommen. Folge: Es wird weniger Fahrrad gefahren, zumindest auf den Strassen.

  • Barbara sagt:

    Ich bin auch der Meinung dass ein Helm einfach von klein auf dazu gehört, wenn Kinder auf Fahrzeugen unterwegs sind. Und ich trage als Vorbild auch einen wenn ich Velo fahre. Ich finde das ist kein Überbehüten sondern einfach nur gesunder Menschenverstand.
    Mich nervt dieses „Früher-war-alles-besser“ und „Schrammen-haben-noch-keinem-geschadet“-Getue etwas. Natürlich sollen Kinder ihre Freiräume haben und Erfahrungen sammeln. Aber ich muss sie deswegen ja nicht vors Auto laufen lassen…

    • geezer sagt:

      das ein helm leben retten kann, muss nicht diskutiert werden. aber wenn man deine argumentation weiterdenkt, endet sie im schutzanzug für fussgänger. wie viele werden da jahrein jahraus von autos totgekarrt….ergo: es ist grundsätzlich zu gefährlich, ohne entsprechenden schutz in der gegend herumzulaufen.

      man kann den kindern auch vermehrt wieder ‚luege, lose, laufe‘ beibringen und sie dabei unterstützen, gefahren selbst als solche zu erkennen. das hilft im späteren leben auch sehr, wenn’s um verhalten im strassenverkehr geht. sich sicher fühlen heisst noch lange nicht, sicher unterwegs zu sein.

      • tststs sagt:

        Das ist IMHO eben gerade nicht die Argumentation weiterdenken, sondern ad absurdum führen.
        Kosten-Nutzen Verhältnis sind bei einem Helm optimal: minimale Kosten (Geld, Trageaufwand ist vernachlässigbar, keine Einschränkungen/Nachteile bei Ausübung der Tätigkeit), grosser Nutzen (Schaden oder gar Tod kann verhindert werden) und vor allem steht es IMHO auch in einem „guten Verhältnis“ zum Unfallrisiko: Als 0815-Velöler ist die Chance, in eine Unfall – mit Verletzung des Kopfes! – zu geraten, sehr klein; also „lohnt“ sich eine Massnahme nur, wenn sie minimal ist, aka Helm.
        Hmmmm, nein, ich arbeite nicht für die Helmlobby 😉

        • geezer sagt:

          bitte nicht falsch verstehen: wenn ich mit dem töff unterwegs bin, trage ich auch einen helm; und ich habe auch nichts dagegen, dass sich velofahrer einen solchen freiwillig aufsetzen möchten. was mich im zusammenhang mit dieser diskussion einfach stört, ist der aktuell vorherrschende SICHERHEITSWAHN, der alle glauben machen will, dass z. b. ein leben ohne helm schlicht und einfach nicht mehr möglich/verantwortbar sei (siehe das vom blog-autor erwähnte beispiel vom kleinkind auf dem dreirad). ich trage nie einen velohelm, bin mir aber der möglichen konsequenzen durchaus bewusst. andere rauchen, ich trage keinen velohelm…:-)

        • Sportpapi sagt:

          Warum nutzen viele Menschen das Fahrrad statt das Auto? Wie viele würden das nicht mehr tun, wenn es ein Helmobligatorium gäbe?
          Ich selber mache mir ja um meine Frisur keine Gedanken mehr (das Flattern der Haare im Wind war aber früher lustig). Aber ständig diesen Helm auf und ab, zum Einkaufen, auf dem Weg zum Bahnhof? Und wohin dann damit?

          • tststs sagt:

            Bitte nicht missverstehen, ein Obligatorium ist auch in meinen Augen Nonsense… Aber solche „Argumente“ wie „Aber ständig diesen Helm auf und ab, zum Einkaufen, auf dem Weg zum Bahnhof? Und wohin dann damit?“ lösen bei mir nur eines aus: heftiges Kopfschütteln! tststs… wenn ich SP nicht schon ein wenig kennen würde, müsste ich mir jetzt ernsthaft sorgen machen, wie ein Mensch, der schon an solchen „Problemen“ scheitert, einigermassen heil durchs Leben kommt 😉

            Übrigens, wie sieht’s im Auto aus, schnallen Sie sich an?

          • Sportpapi sagt:

            @tststs: Ich fahre kein Auto. Aber wenn ich beifahre, dann schnalle ich mich an. Weil die Gurten schon mal da sind und nicht stören. Noch besser ist der Airbag, den merke ich nicht einmal.
            Aber den Helm, den merke ich. Und den mag ich am Morgen nicht am Bahnhof lassen.

    • Ralf Schrader sagt:

      Ich trage auch beim Velo- Fahren keinen Helm, weil die Wahrscheinlichkeit, dass der mich rettet, so gering ist, dass es die Unkonformodabilität nicht rechtfertigt. Das Risiko zu verunfallen wird nie Null. Heute ist jede offene Wunde risikoreicher als ein SHT. So kann man es auch gleich bleiben lassen.

      • Markus Buchmann sagt:

        Lieber Ralf Schrader, ich trage auch nie Velohelm. Aber für die Behauptung, eher an einer offenen Wunde irreparable Hirnschäden oder den Tod einzufangen als bei einem Sturz auf den Kopf hätte ich schon gern etwas evidenzbasiertes Datenmaterial. Ohne das hört es sich ziemlich abenteuerlich an.

        • Ralf Schrader sagt:

          Antibiotikaresistente Keime sind die mit Abstand häufigste nichtnatürliche Todesursache. Praktisch jedes Spital, jede Arztpraxis ist damit verseucht und man bekommt die nicht weg. Nicht mal, wenn man überall alles rauswirft, den Putz abklopft und neu aufbaut. De Keim ist immer noch da. Der Besuch eines Spitals ist das derzeit grösste Krankheitsrisiko.

          • tststs sagt:

            Und nur dass Sie’s wissen, Hr. Buchmann, diese Superkeime greifen nur offene Wunden am Körper an; eine offene Wunde bei SHT o.ä. kann selbstverständlich NICHT, ich wiederhole, NICHT von Infektionen betroffen sein. Deshalb die unterschiedlichen letalen Folgen…

  • Jeanclaude sagt:

    Durch das aktuelle Feministen-Fieber und die im Grunde genommen positive Entwicklung moderner Familienformen wird vielfach diese Ideologie zur Spitze getrieben und wirkt sich entsprechend auf die Kinder aus. Diese werden nämlich wieder ERZOGEN genau im Sinn und Geist der Eltern. Von freier Entfaltung, freier Wahl von Freizeitbeschäftigung kann da nicht die Rede sein. Anpassung und Trimmung haben Vorrang aus Angst, die Kinder könnten plötzlich einer andern Philosophie folgen.

  • SrdjanM sagt:

    Kinder sind DIE Projektionsfläche für die ambitionierten Eltern.
    Ihr schlimmster Alptraum: ein durchschnittliches Kind! Früher noch ein Problem der Privilegierten, heute bereits auch bei den «bildungsfernen».
    Ein Kind, weder zu dumm noch zu gescheit, weder zu dick noch zu dünn, weder zu ruhig noch zu aufgedreht. Einfach OK und dazu noch mit sich selbst und der Welt zufrieden. Eine Katastrophe!

    Ich kenne viele Eltern welche gerade an der Normalität ihrer Kinder verzweifeln, will sie die eigene Normalität und Durchschnittlichkeit so hassen… Und wenn sie dann Ihr Kind geformt haben (Musiker, Mathematik-Genie, Sportler…) will es auch geschützt werden (Trend für 2017: UV Shirts).

  • Thomas sagt:

    Da kommt mir Sido mit dem Song „Schlechtes Vorbild“ in den Sinn…sollten sich diese Mütter anhören.

    Mir fällt auch auf wie wohlerzogen die Jungen heute sind – aber dann beim ersten Job ziemlich auf die Nase fallen, weil in der globalisierten Welt ziemlich viele Elbogen ins Gesicht verteilt werden. Da kommen clevere Köpfe aus Osteuropa, Indien, China – teilweise unter ärmlichen Bedingungen vom der „Strasse“ grossgezogen, aber mit Intelligenz & bester Ausbildung ausgestattet und den Joga Kinder einfach den Job wegklauen!

    Aufgepasst liebe CH Mütter – die Welt ennet der Landesgrenze ist hart! Da wird nicht geteilt, sondern genommen!

    • Hans sagt:

      „clevere Köpfe“, „Intelligenz + bester Ausbildung“, und dann Ellenbogen rein? Gratulation Thomas, zu Ihrem Menschen- und Weltbild, Sie sind grossartig, ein wahrlich harter Kerl!

  • Lena sagt:

    Ach, Réda, allermeist bin ich ja mit Deinen „Motzi-Blogposts“ einverstanden. Aber bei diesem Thema… ich weiss nicht. Irgendwie scheint es immer mal wieder Mode zu sein, dass es alle besser wissen wollen, als die eigentlichen Erziehungsberechtigten. Es ist doch sch…. egal, ob Max Andreas besorgte Mama will, dass ihr Prinzchen mit Helm herumfährt oder nicht. Lass sie doch einfach. Und wenn ein Kind nicht schon in jungen Jahren eine Fäkalsprache pflegt, ist dies doch eigentlich auch nicht wirklich eine Zeile wert. Oder doch?

    • Réda El Arbi sagt:

      Ich sag ja nicht, dass sie es nicht tun dürfen. ich mach mir nur Gedanken, warum dann in der Schweiz so viele 20-Jährige nicht mit dem Leben klarkommen und von Druck und Welt überfordert sind.

      • Ulli H sagt:

        Genau, weil ja der 3-Rad-Helm an die Nadel führt, und etwas Prügel in der Kindheit davor bewahrt hätte…

        • Réda El Arbi sagt:

          Nein, aber eine Schramme kann zu vorsichtigerem Gebrauch des Velos führen. Und es hilft den Kids, darauf vorbereitet zu sein, dass das Leben manchmal etwas rauher ist als in der Schaumgummiewelt, die ihre Eltern ihnen zugestehen.

          • tina sagt:

            die schramme am knie reicht allerdings dafür, es muss nicht am kopf sein. richtig?

            • Réda El Arbi sagt:

              Es geht um die Botschaft, die man vermittelt: „Gefahr! Überall Gefahr! Trau dich nicht, dein Dreirad zu fahren, du könntest dir den Kopf anschlagen“. Der Helm ist nur die Botschaft. Und natürlich die Illusion von Sicherheit.

          • tststs sagt:

            Da muss ich jetzt dezidiert widersprechen: Es ist der Ton, der die Musik macht.
            Man muss dem Kind nicht alles immer bis ins letzte Detail erklären; manche Dinge werden einfach gemacht, weil man sie macht.
            Oder erklärt irgendjemandem da draussen dem Kind, dass es im Winter eine Jacke anziehen muss, weil es sonst – GEFAHR GEFAHR – erfriert? (Ich mein, meine Grosseltern selig mussten früher ™ ja noch bei jedem Wetter barfuss in die Schule und geschadet hat es ihnen ja auch nicht… um mal bei diesem Argumentationsstrang von der andren Seite zu zeigen…)

            Man kann sogar das Gegenteil behaupten: Eine Schutzausrüstung fördert risikoreicheres Verhalten!

          • Sportpapi sagt:

            „manche Dinge werden einfach gemacht, weil man sie macht.“
            Das erinnert mich an die Töfflifahrer, die jeweils mit dem Helm am Arn durch die Gegen kurvten…
            Etwas Einsicht wäre schon vermünftig…

          • tina sagt:

            ich habe ja zugestimmt, gewissermassen, dass man sich durch schrammen holen bewusster wird, was es verträgt. und um sich schrammen zu holen reicht nunmal jedes andere körperteil und es muss nicht ausgerechnet das eine sein, in dem das gehirn sitzt. nun bitte ich wirklich auch mal um einen millimeter kritikfähigkeit! manchmal kann man ganz ruhig und ohne irgendwelche nebenwirkungen sagen: „ja, stimmt“. kannst ja mal mit helm in geschützter umgebung ausprobieren

          • tina sagt:

            ja natürlich.
            es ist ja wohl nicht von der hand zu weisen dass jedes körperteil taugt, sich schrammen zu holen, und es nun wirklich nicht der kopf sein muss.

          • tststs sagt:

            „… dass man sich durch schrammen holen bewusster wird, was es verträgt…“
            Nur mal so btw: Ich trage einen Helm/Gurt/Schutzausrüstung in erster Linie, nicht weil ich meine eigenen Fähigkeiten nicht einschätzen kann, sondern diejenigen der anderen Verkehrsteilnehmer!

      • tststs sagt:

        „warum dann in der Schweiz so viele 20-Jährige nicht mit dem Leben klarkommen“
        1. Späte Pubertät
        2. Wer mit offenen Augen durchs Leben geht, der kann nur damit hadern.
        3. Was heisst „so viele“?

        Ich habe beruflich mit diesen Menschen zu tun und angesichts der Realität, der sie sich stellen müssen, kommen sie erstaunlich gut damit zurecht!

        • Réda El Arbi sagt:

          -> Steigende Suizidrate bei objektiv besten Lebensbedingungen seit immer.

          • Nicole sagt:

            Ich lebe in Südamerika, man kann sich vorstellen, dass hier ein anderer Erziehungsstil vorherrscht (ungefähr gleich wie in den 90ern in der Schweiz). Aber auch hier steigen die Selbstmordraten bei Jugentlichen in den letzten Jahren rasant.
            Die Gründe für steigende Suizidraten liegen also wahrscheinlich nicht nur beim Erziehungsstils der Eltern. Scheint mir ein bisschen sehr einfach….

            • Réda El Arbi sagt:

              Naja, der Unterschied zwischen Südamerika und der Schweiz ist wohl, dass wir hier mit dem welthöchsten Lebensstandard leben und jeder Jugendliche eigentlich alle Chancen offen hätte.

          • Sportpapi sagt:

            Ich dachte ja, wir hätten eine sinkende Suizidrate in der Schweiz…

          • Sportpapi sagt:

            @Reda: Woran sollen die Jungen denn sonst sterben? Fakt ist aber, dass die Suizidrate stabil oder leicht abnehmend ist, was deiner Theorie widerspricht. Zumal es von der heutigen Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter ja auch noch ca 15 Jahre Verzögerung gibt.
            Ob Wohlstand übrigens für oder gegen mehr Suizide spricht? Als Laie könnte ich mir beides erklären…

  • Hans Nötig sagt:

    Wenn der Klugscheisser undifferenziert über Erziehende bloggt.

    Herr Arbi übersieht in seiner 2 Minuten Studie die Möglichkeit, dass Max Andreas gestern im Zuckerschub beinahe seine Schwester erwürgt hat oder dass Dorothea ihre Argumente primär schreiend vorträgt oder dass Noah vor einem Monat mit Loch im Kopf im Spital war weil er ohne Helm auf seinem Dreirad die Treppe runtergestürzt ist.

    Wie üblich wenn es um Kinder/Eltern geht wissen die Anderen immer alles besser, besonders die Kinderlosen die sich während dem Kaffeetrinken 2 Minuten Zeit genommen haben zu erkennen was Erziehung bzw. Betreuung Schutzbefohlener bedeutet.

    Morgen gehts dann um Rabeneltern die man der Kesb melden…

    • Réda El Arbi sagt:

      Wie üblich dürfen nur Eltern eine Meinung zu Kindern haben.

      Weil man ja mittendrin mit Bias den viel besseren Überblick hat als von aussen. Gell?

      • Ulli H sagt:

        „Schlechten Überblick“ durch „keine Ahnung“ zu ersetzten macht den Text auch nicht intelligenter. Und ja, zur Erziehung meiner Kinder dürfen Sie auch gerne mal keine Meinung haben!

        • Réda El Arbi sagt:

          Naja, offenabr hab ich einen Nerv getroffen, wenn Sie sich und Ihre Erziehung direkt angegriffen fühlen.

          Naja, Sie dürfen ja hier auch Ihre Rechtfertigungen für das Helikpter-Parenting anführen.

          • Markus Buchmann sagt:

            Touche, El Arbi. Aber Ulli H hat definitiv recht: was ist schlimmer als unmögliche Eltern? Besserwissende Eltern. Kann man beleidigt sein deswegen oder in sich gehen und Kritik vertragen. Gehört auch zu den Kompetenzen, die man als Kind hätte lernen können.

            • Réda El Arbi sagt:

              Naja, was heisst schon „besserwissend“. Ich kann zum Beispiel ganz genau sagen, was meine eigenen Eltern an Scheisse gebaut haben und wo ich was aus meiner Kindheit habe mitnehmen können. reicht das als Expertise? 🙂

              Und ich hab nicht mal Kinder 😀

      • Hans Nötig sagt:

        Eine Meinung dürfen alle haben, sie sollte aber als solche mitgeteilt werden. Dieser Blogbeitrag strotzt geradezu vor „lasst mich euch mal erklären wie das Leben wirklich ist und wie gute Erziehung sein muss“ Attitüde.
        Es sollte wenigstens als Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass es nicht so ist wie nach 2 Minuten Beobachten gefolgert wird sondern dass es gute Gründe geben könnte warum Max Andreas, Dorothea und Noah diese Ansagen erhalten.

        • Réda El Arbi sagt:

          Sie denken, ich hab 2 Minuten in der Gegenwart von Helikoptereltern verbracht?

          Der Punkt ist, dass die hier kritisierten sich selbst niemals so wahrnehmen. Nur dass die Selbstwahrnehmung und die Fremdwahrnehmung leider nicht kongruent sind.

    • Ralf Schrader sagt:

      ‚dass Max Andreas gestern im Zuckerschub beinahe seine Schwester erwürgt hat oder dass Dorothea ihre Argumente primär schreiend vorträgt oder dass Noah vor einem Monat mit Loch im Kopf im Spital war weil er ohne Helm auf seinem Dreirad die Treppe runtergestürzt ist.‘

      Wie häufig kommt das vor? Einmal im Jahr? Bestimmt nicht.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    die neue konformität realisiert daraus, dass die eltern teilweise ängste haben bez. zukunftsaussichten ihrer sprösslinge. die fdp ist auch hier leider vorreiter. man erwartet kadavergehorsam. denn ohne diesen kommt man nicht „in den inneren zirkel.“ dieser sorgt dann dafür, dass sich der wohlstand einstellt. (natürlich zu- und auf -kosten aller andern). meines erachtens ist er aber teuer erkauft. was wir brauchen – gerade in der wirtschaft – sind gut ausgebildete, konstruktiv-kritische unternehmer-typen. und keine duckmäuserischen hsg-mänätscher mit (gekauftem) mba-abschluss.

    • Ulli H sagt:

      Ist hier nicht Thema, sonder, soll das Kind ein anderes hauen dürfen, oder beschimpfen, um seinen Vorteil durchzusetzen. Was klingt nun mehr nach „auf Kosten anderer“? Kritisches Denken fördern heisst eben nicht alles hinnehmen, was dem Kind so einfällt, sondern dem Kind Werte vermitteln, diese vorleben, im Dialog stehen und die Verrohung anderer nicht adaptieren.

    • Greg Hauser sagt:

      Ich würde nicht sagen, dass es primär die Bürgerlichen sind, die den pädagogischen Mahnfinger erheben. Politische Korrektheit, Beschränkungen der Meinungsfreiheit wenn etwas nicht passt oder Ernährungsvorschriften habe ich bis jetzt ausschliesslich von Linksparteien gehört.

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        da haben sie wohl recht, herr hauser. ist aber nicht so relevant, da aus den linken meist eh‘ nichts wird. 😉

  • Silvia Tschui sagt:

    Chli vill in einen Topf geworfen,chli gar polemisch find ich. Ich will auch nicht, dass mein Fünfjähriger Wörter wie Scheisse oder Figgdi benutzt. Tut er auch nicht, zumindest nicht, wenn ich da bin. Und ich sorge auch dafür, dass etwas Gemüse in den Kerl reinkommt. Ich will, dass er anderen Menschen, Erwachsenen und Kindern mit Respekt begegnet und lernt, Kompromisse einzugehen und sein Zeugs zu teilen. Dafür kann er auf Bäume klettern, allein mit dem Velo in der Nachbarschaft rumkurven, mit seinen Kumpels durch die Gärten ziehen und sich soviele Schrammen holen wie er will.

    • Réda El Arbi sagt:

      5-jährige, die Kompromisse eingehen, sind krank.

      • sandra frei sagt:

        Sie sagt ja nicht, dass er schon kompromisse eingeht.
        Ich finde auch, dass der text etwas zu einseitig daher kommt. Es gibt durchaus gute besipiele die zeigen, dass es möglich ist den kindern die freiheit zu geben die sie brauchen ohne, dass sie gelich dem nächst besten „figg di“ (wobei solche wörter bei 5 jährigen eher harmlos sind) an den kopf werfen.

      • Roo sagt:

        Sie haben selber wohl keine Kinder? Ich finde Silvia’s Einstellung sehr „gesund“. Mit einem 5-jährigen zu „verhandeln“ und Kompromisse auszuhandeln geht sehr wohl. Ein solches Kind als krank zu bezeichnen ist krank. Ich sage nicht, dass Kinderlose keine Meinung haben dürfen über Kinder oder Erziehung, aber etwas vorsichtiger sein vielleicht? Oder wollen Sie extra provozieren? Dann haben Sie in Ihrer Kindheit vielleicht auch etwas verpasst, das Sie jetzt nachholen müssen?

      • geezer sagt:

        warum sprechen viele eltern heutzutage mit ihren kleinkindern wie mit erwachsenen? das muss mir erst mal jemand logisch erklären. was wollen sie damit überhaupt erreichen?

      • Imhof Manuel sagt:

        Nein. Wenn Fünfjährige untereinander Kompromisse für Fünfjährige eingehen, ist das nicht krank, sondern normal.
        Wenn Fünfjährige Kompromisse eimgehen, die Erwachsene von ihnen erwarten bzw. ihnen diktieren, sind nicht die Kinder das Problem, sondern die Erwachsenen.

      • Tscherni Neumann sagt:

        Tja, Herr El Arbi, allenfalls sind Sie einfach des miteinander Redens nicht mächtig – tät mich aber aufgrund gewisser Zeilen von Ihnen gar nicht wundern. Daher: Versuchen Sie’s mal mit Denken – hilft bekanntlich…

      • Jojo sagt:

        Ein 5 jähriges Kind, dass in der Lage ist Kompromisse einzugehen, ist ganz bestimmt alles andere als krank!
        Es ist seht viel weiter entwickelt und bereit zu interagieren. Es ist fähig Freundschaften aufzubauen, zu pflegen und im Team zu arbeiten.
        Wenn ein 5 jähriges Kind nicht dazu in der Lage ist, dann ist es krank!

        • Ralf Schrader sagt:

          Kinder sind nicht in der Lage zu arbeiten, auch nicht im Team zu arbeiten. Freundschaften pflegen sie ohne Anstrengung, ohne Arbeit.

  • Ulli H sagt:

    Bash, bash… Dafür, da meine Kinder bereits auf dem Laufrad (3-Rad wird heute eh ausgelassen, super!) den Helm immer anhatten, haben sich die Diskussionen beim Umsteigen aufs richtige Velo erübrigt. Und nein, schmerzhafte Schrammen muss man nicht in jedem Fall verhindern, eine Kopfverletzung mit tödlichem Ausgang oder bleibenden Schäden hingegen schon. Diese Erfahrung muss kein Kind auf dem Lebensweg mitnehmen.
    Und, natürlich werden sie Zucker essen, und ihn als etwas Besonderes geniessen. Heisst aber nicht, dass man ihn mit 2 oder 3 Jahren bereits reinstopfen muss. Die Kinder haben keine natürliche Nachfrage danach, die generieren die Eltern/Grosseltern. Liebe = Zucker…

    • Réda El Arbi sagt:

      Meiner Erfahrung nach weckt die allzu strenge Regulierung von zucker eigentlich nur die Gier nach Süssigkeiten.

      • Ulli H sagt:

        Strenge Regulierung ist eben nicht das gleiche wie bewusster Umgang. Und ja, den können bereits 5-Jährige erlernen. Sagen Sie jetzt nicht wieder, dies sei krank. Eine (obenstehende) beschämende und beleidigende Aussage, wie ich finde!

    • Ralf Schrader sagt:

      Alle Lebewesen haben die natürliche Gier nach Zucker. Das nennt man Hunger. Ohne dem hat das Leben noch 42 Tage, im besten Fall.

  • Roman sagt:

    Habe selber Kinder und sehe jeden Tag eine viel grössere Zahl an Kinder die eben genau nicht so sind wie von Reda beschrieben.
    Aber soll ja bewusst Polemik auslösen, nicht?

    • Réda El Arbi sagt:

      Kommt vielleicht aufs Umfeld an. Und vielleicht ist der Blick von aussen etwas schärfer als wenn man selbst mitten drin steckt.

  • Al sagt:

    Super Text,sehe das genau so! Aber all diejengen Eltern, die Ihre Kinder ihre eigenen Fehler machen lassen, werden leider von der Gesellschaft als Rabeneltern angesehen. Muss mich nicht das erste Mal vor Übermuttis rechtfertigen, wieso meine Tochter (die doch bitte nur mit Puppen spielen sollte) schon wieder eine blaue Bäule am Kopf hat vom Bäume klettern. Schlimmer wirds nur noch,wenn Mama auch noch mit hochklettert und den Scheiss (ja genau dieses Wort meinte ich) auch mitmacht! Aber zum Glück finden sich Rabenmütter unter sich! Ansonsten wäre der Alltag unerträglich! Wir hoffen unsere Kinder werden ihren Alltag mit genau gleich viel Spass meistern können wie wir das tun.

    • Ulli H sagt:

      Der Puppen-Stereotyp ist passé und wird von den hier beschriebenen Eltern sicherlich nicht angewandt. Aber warum soll ihr Kind fluchen? Was lernt es daraus? Wie reagieren sie, wenn (gerade neulich gehört, von vielleicht 9-Jähriger: f*** die dreckige F**** deiner Mutter!) ihre Tochter andere Ausdrücke verwendet? Alles eine wertvolle Lektion, oder darf man sich über eine gepflegte Sprache nicht auch freuen?

  • geezer sagt:

    ich beobachte ähnliches. in diesem zusammenhang einfach wieder mal ‚vor-1980-geboren-wir-waren-helden‘ googlen und schmunzeln. beim dreiradfahren in der bäcki dem kind einen helm anziehen…….ich habe keine weiteren fragen (sehe aber eine generation totaler weicheier auf uns zukommen)……:-)

    • Rahel Affolter sagt:

      Ohmeingott. Wir sind steile Hänge auf Rollbrettern hinunter gerattert. Unten mit Glück gebremst. Wenn nicht, halt in Nachbars Blumenrabatten gelandet.
      Bei uns ist niemand in die Schule gekommen, wenn die Noten schlecht waren. Dann war halt einfach fertig Hängebrettern für eine Weile. Weil gelernt werden musste.
      Und wenn wir uns verdrescht haben und wir mit zerkratzten Grinden heim kamen, haben wir noch zu hören bekommen, wir hätten uns halt wehren sollen. Oder wir müssten uns nicht wundern, wenn wir ein freches Maul hatten.
      Niemals wären unserer Eltern bei anderen Eltern jammern gegangen oder in der Schule aufgetaucht.

      • mariu sagt:

        Nein, unsere Eltern hatten erstens weit Geischeiteres zu tun und zweitens pflegten sie sich generell nicht so wichtig zu nehmen wie die heutigen Altvordern, die sich oft gebaren, als seien sie und ihre Sprösslinge das grosse Geschenk Gottes an die Welt und man müsse IHREN Kindern allzeit alles aus dem Weg räumen, sie stets schützen und bewahren, ganz besonders aber davor,sich irgendwann einmal die Hände schmutzig machen zu müssen. Als logische Konsequenz davon werden dereinst noch mehr Bekloppte Weicheie unter uns weilen, die überall Schwierigkeiten haben und machen, in der Lehre, in der RS etc. und die wegen jedem Pickel am Hintern dem Burnout,wenn nicht gleich der Depression anheimfallen.

        • tina sagt:

          wieviele mit jahrgang 60-80 haben massive psychische probleme und deren eltern haben sich kaum gekümmert! vielen bekam das eben gar nicht gut. um die hätte man sich kümmern müssen

          • tina sagt:

            wenn ich an den platzspitz erinnern darf. lauter nicht überbehütete!

            • Réda El Arbi sagt:

              Ich war da. Und sorry, viele meiner Mit-Junkies kamen aus überbehüteten Familien. Ihr Problem war nicht der Selbstzerstörungdrang, sondern das fehlende Bewusstsein für Risiken.

              Gehen sie doch heute mal in einen Club für 18 – 25 Jährige. Dann sehen Sie, was ich meine.

          • Réda El Arbi sagt:

            Quatsch. Die Seobstmord- und Therapierate bei unter 20 Jährigen ist in den letzten 10 Jahren explodiert.

          • Sportpapi sagt:

            Die Jugendlichen meiner Generation, die in die Drogen abstürzten, kamen aus unterschiedlichen Miliieus. Überbehütung war aber eher nicht ihr Problem.

      • Sportpapi sagt:

        „Niemals wären unserer Eltern bei anderen Eltern jammern gegangen oder in der Schule aufgetaucht.“
        Das habe ich allerdings anders in Erinnerung.

        • mariu sagt:

          @SP: Kommt darauf an, wie alt Sie sind. Die allgemeine Kuschel- Verwöhn- und Bespassungswelle der Königskinder nahm ja auch erst so richtig im Laufe der 2000-Jahre ihren verhängnisvollen Lauf, als gewisse Eltern begannen, wegen jedem noch so banalen Zimperlibinz auf der Matte zu stehen und von den Lehrern Rechenschaft zu einzufordern, wenn sie meinten, dem unschuldigen Engelein sei wieder einmal grosses Unrecht widerfahren.

        • Rahel Affolter sagt:

          Echt? Schrecklich.
          Kann aber auch sein, dass mein Vater das einfach über sich ergehen liess und ich weiterhin die Nachbarschaft unsicher machen konnte.

        • Dirot sagt:

          Ich kann ja nicht auf „alte“ Zeiten zurückgreifen, jedoch kann ich sagen, dass früher auch viele Eltern rumgemotzt haben, wenn die Kinder im „beschädigten“ Zustand nach Hause kamen.
          Ein schweizer Film dazu. Die Kummerbuben.

          • Réda El Arbi sagt:

            Die Kummerbuben durften raus. Sie durften sich verletzen und „Scheiss bauen“. Sie mussten nur die Konsequenzen tragen -> Schimpfis, Strafe, etc.

            Das ist was ganz anderes, als wenn man die Kids gar nicht erst alleine raus lässt.

          • tina sagt:

            hihi „durften sich verletzen“. also irgendwo wirkt das jetzt schon ein klein wenig – hust – überdramatisiert.
            früher musste man auch noch keine klagen befürchten wegen verwahrlosung, wenn ein kind sich verletzte. und das wiederum ist nicht überdramatisiert.

          • Sportpapi sagt:

            Schimpfis, Strafe – Hausarrest. Also wie heute…

        • Sportpapi sagt:

          Ich erinnere mich beispielweise gut an die Mutter, die immer bei uns (und unseren Eltern) klagte, wenn dem eigenen Kind wieder etwas passierte, wenn es mit uns unterwegs war.
          Und ein anderer hatte sogar Umgangsverbot mit meinem Bruder, wobei ich bis heute nicht weiss, warum eigentlich. Das Nachbarskind dürfte kaum je raus – als Tochter eines ausländischen Arztes erlebte sie damals schon Frühförderung und konnte dafür im Kindergarten schon lesen und schreiben.
          Mag sein, dass heute vieles noch verrückter ist. Aber vieles gab es auch schon vor 30 Jahren.

  • Andy Mancher sagt:

    Dazu kommt, dass Schulen und Staat in die selbe Richtung gehen. Eine Koryphäe
    der Spielplatzgestaltung liess neulich verlauten, dass er unter diesen Prämissen
    nicht mehr arbeiten könne. Die Spielplätze dürfen nur noch aus weichen Materialien
    und Kanten bestehen, Bäume auf dem Gelände müssen teilweise sogar umzäunt werden,
    damit kein Kind hinauf klettern kann…

    Zum Glück sehen das nicht alle Eltern so, auch wenn sie auf dem Spielplatz von den ‚korrekten‘
    Eltern dafür böse Blicke kassieren.

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