Zweierlei Gewalt?

Gewalt im Namen der Flagge: Salafist oder Fussballfan?

Gewalt im Namen der Flagge: Salafist oder Fussballfan?

Hätte ein Islamist eine Gruppe von Christen angegriffen und einen Mann niedergestochen, würden wir jetzt einen Liveticker zu den Vorfällen lesen, mit Interviews der Familie, Werdegang des Angreifers und einer Analyse seines Facebook-Profils, wo er vielleicht vor einer Flagge posiert. Bei einem Angriff eines Autonomen oder eines Neonazis würden wenigstens die politischen Wellen hochgehen, Parteichefs würden sich mit Statements vor die Kamera werfen, in den Sozialen Medien fänden hitzige Diskussionen statt.

Es war aber nur ein Fussballfan, der am Samstag den Fan eines anderen Clubs niedergestochen hat. In voller Absicht. Dass dies nicht zu einer Welle der Empörung führt, verrät mehr über unsere Gesellschaft als über die vermeintlich unterschiedlichen Täter. Aber schauen wir uns erst mal den Täter an.

Ein junger Mann, eingeschworen auf eine Flagge, die ihm Identität über seinen tristen Alltag hinaus verleiht. Organisiert in einer klandestinen Gruppe, hermetisch was Aussenstehende und Polizei angeht, zu Gewalt bereit und motiviert. Die Identifikation mit dem Club nimmt quasireligiöse Züge an. Natürlich posiert er auf Facebook vor seiner Flagge. Natürlich stösst er in Internetforen Gewaltdrohungen gegen den anderen Club und dessen Fans aus. Das ist doch normal, oder nicht? Wäre die Flagge eine religiöse oder politische, würde die Gruppe streng überwacht oder vielleicht sogar nachrichtendienstlich infiltriert. Aber Clublokale werden nicht wie Moscheen geschlossen.

Warum schauen wir das Umfeld, in dem sich der junge Mann so radikalisiert hat, dass er einen «Gegner» mit dem Messer niedersticht, nicht genauer an? Na? Weil wir selbst dieses Umfeld sind. Die Ultras des FCZ haben Familie, Freunde, Arbeitskollegen, sind auf  verschiedenste Arten mit uns verbunden. Alle werden sagen: Die «spinnen» zwar ein wenig, aber das ist doch nur «Buäbeseich».

Ex-Ultras und Mitglieder von Fanclubs sitzen in jeder «Zürich»-Redaktion eines jeden Medienhauses, in jeder Partei, im Stadtparlament. Wer sich gegen die «Fankultur» äussert, wird nicht nur von Ultras anonym verbal bedroht und angegriffen, nein, er muss sich auch von «einfachen Fussball-Fans» in seinem Umfeld anhören, dass er übertreibt, dass die doch eigentlich ganz anständige Jungs sind, die halt mal über die Stränge schlagen.

Zurück zum Vergleich: Niemand würde von einem jungen Salafisten, der mit einem Messer auf andere losgeht, behaupten, das sei nur «jugendlicher Leichtsinn», der mal zu weit gegangen sei.

Gewalt aus den Reihen der Fussball-Fanclubs ist seit Jahren ein Thema, aber eines, das immer wieder aus dem Fokus der Gesellschaft und der Medien verschwindet. Weil wir doch diesen Club auch mögen. Weil wir nicht wollen, dass unsere Herzensangelegenheit mit Hass und Gewalt in Verbindung gebracht wird. Kurz: Auf diesem Auge sind wir blind. Wir überlassen es den Fanclubs, die oft Boden für den fanatischen Ansatz sind, die Radikalisierung in ihren eigenen Reihen anzugehen, anstatt das gesellschaftliche Problem mit rechtsstaatlichen Mittel zu lösen, wie wir es bei jeder anderen Gruppe machen würden.

Das werden wir wohl machen, bis es Tote gibt. Und dann sprechen wir natürlich von einem «nicht vorhersehbaren Einzelfall».

Natürlich.

68 Kommentare zu «Zweierlei Gewalt?»

  • Max Blatter sagt:

    In den späten 1960er Jahren, selbst Teenager, Spiel FC Basel – FC Zürich: Basler und Zürcher Fans nahmen sich nach dem Spiel – an den unkontrollierten, unkanalisierten Ausgängen – zwar verbal hoch, danach zeigten wir Basler den Zürchern den Weg zur Herbstmesse und gingen gar ein Stück Weg gemeinsam. – Frühe 2000er Jahre, als Vater zweier Teenager, Spiel FC Basel – YB: Nach dem Spiel Hunderte von Metern kanalisiert hinter Gittern, wie Schwerverbrecher, Basler(innen) und Berner(innen) streng getrennt – diese „Käfighaltung“ machte mich innert zwei Minuten aggressiv. Was war zuerst, Huhn oder Ei: die Aggressivität der Fans oder deren Entmündigung durch ein übertriebenes Sicherheitsdenken?

  • Edy sagt:

    Dass Fussballhools sich gegenseitig abstechen ist ja erstens nichts neues und zweitens auch keine Frage des Kulturkampfes wie beim Konflikt zwischen dem Islam und dem Rest der Welt, der uns die nächsten Jahrzehnte noch beschäftigen wird. Und drittens gibts es im Idealfall einfach einen Idioten weniger.

  • Hans Zürcher sagt:

    Dann übernimm doch die üblichen Gegenmassnahmen die man gegen Salafisten auch trifft, Bombardier die Südkurve oder rüste die GC Fans mit Waffen aus wo Sie dann in 5 Jahren die Südkurve mit Hilfe dieser waffen gefoltert, gemordet und unterdrückt haben und dann beginnt das selbe von vorne einfach mit der anderen Seite… Kann man das eine Vergleichen kann man auch das andere…

    • Réda El Arbi sagt:

      Wie wärs mit einer Sperre? Nach jedem Vorfall 12 Spiele vor leerem Stadion? Ich wette, das Gewaltproblem wär sehr schnell gelöst. Von den Fanclubs selbst.

  • Hefti sagt:

    Nomen est omen, das kann man doch nicht mit einer Religion vergleichen. So ein Quatsch, aber klar, im Tagesanzeiger, der den Islam seit Jahren verharmlost, jederzeit willkommen. Im Islam wird nicht einer niedergestochen, sondern Tausende laufend umgebracht. Das ist die Realität. Im Unterschied zu einer Fussballklub sind soclhe auch keine Einzelfall, sondern sie kommen zu Hunderttausenden vor (Afghanistan, ganz Nordafrika, Golfstaaten, Saudiarabien, Teile der Philippinen, Bangladesh, usw., usf.

  • tomas sagt:

    Seite 1
    Lieber Reda

    Gerne schreibe ich was zu deinem Blog. Allerdings kommt erst mal eine Anmerkung zu deinen Kommentaren:
    Du würdest dir einen Dialog wünschen – zumindest sehe ich das so. (Ob es ein Dialog sein soll und in welcher Form, müsste definiert werden. Die Dialogpartner kannst du dir leider nicht aussuchen. Dies ist nunmal dem Medium geschuldet)
    Mit deinen Kommentaren förderst du einen Dialog aber sicher nicht. „Gähn“, „Jep. Sagt alles über Dich“, „Bis dahin spar dir die Floskeln“.
    Wenn schon gebloggt, dann musst du leider auch die formalen Gegebenheiten ernst nehmen, und dich einer Diskussion stellen. Und nicht einfach die Argumente der anderen nicht gelten lassen.

    • tomas sagt:

      Zu deiner These:
      Du hättest recht wenn die These ein wenig genauer ausgeführt würde.
      Willst du uns sagen; dass Gewalt durch „Extremisten“ gut geheissen wird wenn nur genug Personen in den Redaktionen sind, die die Grundlagen der „Extremposition“ bejahen. Und sich deshalb keine korrekte Diskussion stattfinden kann? (Verharmlosung der Tatbestände)
      Oder willst du uns sagen, dass regionale Gegebenheiten in der Region generell verharmlost werden?
      (Eine diffuse Angst kann nicht entstehen weil mich kein Anhänger eines FC schlagen wird, weil ich mich nicht für Fussball interessiere)
      Oder geht es dir um die Anwendung von Gewalt in den entsprechenden „Szenen“?

      • Réda El Arbi sagt:

        Offenbar verstehst du den Auftrag dieses Blogs falsch. Ich baue nirgends Thesen auf, ausser vielleicht im allerletzten Satz. Ansonsten stelle ich einfache Gedankengänge an, die Selbstverständliches in eine neue Perspektive setzen.

        Aber ich sehe deinen Punkt nicht genau. Wo positionierts du dich, ausserhalb der Medienkritik. Denkst du, man sollte klarer mit rechtsstaatlichen Mitteln und Sanktionen gegen Fussballgewalt vorgehen? Bei jedem Vorfall zehn Spiele vor leeren Rängen (Fussballgewalt wär Geschichte, weils da plötzlich ans Geld geht).

        Oder denkst du, rein zum Inhalt, man kann das ruhig so lassen?

        Was „das Medium“ angeht: Das hat eigentlich ganz gute Wirkung, nicht nur Potential.

        • tomas sagt:

          Offenbar verstehe den Auftrag nicht ganz.
          Einfache Gedankengängen zu machen, ist einfach. Provokativ dazu. Eine differenzierte Darstellung von Tatsachen und denn dazugehörigen Gedankengängen, könnte eine bestimmten Wert enthalten. Ob nun in einem Blog Selbstverständlichkeiten mit einem anderen (zusätzlichen) Blick weitere Gedankengänge anregen können, bleibt dir überlassen. Aber um eine Position zu beziehen, müssen weitere Aspekte hinzugezogen werden. Und dies wäre dann meine Kritik – du lässt einiges weg und verbindest einiges unzulässig.

          Nochmals: Die mediale Bearbeitung eines regionalen Themas mit der Bearbeitung einer „globalen“ Thematik zu Verknüpfen ist nicht legitim.

          • Réda El Arbi sagt:

            Ich hab kein globale Thematik benutzt, wenn man sieht, wie weit ein junger Islamist schon Schlagzeilen macht, wenn er seiner Lehrerin die Hand nicht geben will. Stell dir mal vor, so jemand sticht jemanden nieder …

    • tomas sagt:

      Nun, mein Blogbeitrag zu deinem (so wie ich es verstanden hätte):
      Ein Gleichsetzung zwischen regionalen Gegebenheiten und Gegebenheiten auf internationalem Parkett scheint mir unseriös. Auch wenn die Gründe „die Flagge / das Gedankengut“ vs. Auswirkungen eine gewisse Aehnlichkeit haben. Würde gerne einen Real Madrid Ultra sehen der in Chur einen FC Vaduz Fan verprügelt.
      Allerdings wäre die mediale Bearbeitung eines islamischen Messerangriff in Paris auf einen christlichen Polizisten in die genau gleiche Ecke zu stellen. Geschieht aber nicht – und es nicht so dass da vielen „Ex Ultras und Mitglieder von Fanclubs“ in Redaktionen die mediale Hetze gegen islamische Gewalt schüren würde.

      • tomas sagt:

        Du siehst eine Bearbeitung deines Textes beinhaltet einige Punkte, die nicht in dieser Form geschehen sollten. Schade, das Medium hätte Potenzial, und deine Ausgangsthese könnte mehr Inhalte verwenden. Dies würde dann auch zu einer Diskussion führen. Leider zur Diskussion der Medienwahrnehmung.

    • Réda El Arbi sagt:

      Schau dir diese Comments an. Und dann zeig mir die Argumente zum Thema darin.

      Angriffe, Off Topic und Schuldzuweisungen sind keine Argumente zum Thema. Kein Lösungsansatz, kein eingehen auf das gesellschtliche Thema „Umgang mit Fussballgewalt“. Nur „Wir nicht, die anderen aber auch.“

      • tomas sagt:

        Das meinte ich ausgedrückt z haben. Aber mit „rechtsstaatlichkeit“ zu argumentieren auch nicht. Delikte wie eine Messerstecherrei im „Fanumfeld“ oder eine Messerstecherei im „Terrorumfeld“ werden von den Untersuchungsbehörden „verfolgt“ und nicht von uns beurteilt.
        Einen Lösungsansatz hätte ich zu bieten, genau so provokativ wie dein Blog:
        Was kümmert mich ein „toter Fussballfan“ wenn in Afrika tausende Menschen an Hunger sterben. Es könnte durchaus sein, dass auch in unserer entwickelten Welt Gewalt eine kleine Rolle spielt. Ist nicht immer angenehm dies einfach so zur Kenntnis zu nehmen. Aber ev. ein Weg die Relitäten besser einzuordnen. (Ich weiss globale + regionale Taten)

        • Réda El Arbi sagt:

          Nein, du siehst das nicht ganz gleich. Dei Strafverfolgung mag vielleicht gleich sein. Die Prävention und die Überwachung nicht.

          Und offenbar hast du den Blogpost wirklich nicht verstanden. Es geht nicht darum, wie wir auf Gewalt in Afrika reagieren, gegen die wir direkt nichts unternehmen können. Es geht darum, wie wir Gewalt werten, die in unserer westlichen Gesellschaft, in unserer eigenen Stadt umgehen.

          Und unter dem Strich, unter all den schönen Formulierungen, willst du eigentlich nichts anderes, als die Fankultur reinwaschen. Ablenken, umgehen, vernebeln. Funzt nicht, sorry. Die Fussballkultur hat ein gewaltproblem, seit Jahrzehnten. Und es wird nicht angegangen, weil die Szene zu breit in der Stadt vernetzt ist.

  • zumami sagt:

    „When we talk about online radicalization we always talk about Muslims. But the radicalization of white men online is at astronomical levels.“ via https://twitter.com/SiyandaWrites/status/796288514782543877

    Wie ich damit umgehen soll, frage ich mich schon seit geraumer Weile. Als Schweizerin mit Ex-Jugoslawischem Migrationshintergrund bin ich dem Schubladisieren von „Fremden“ gegenüber schon fast etwas abgestumpft, resigniere mit einem weinenden Auge. Migrantenstadel-Stand-Up-Comedy zu machen ist ein Ventil, um auf dem anderen Auge lachen zu können, und ich danke Dir, Réda, von Herzen, dass Du stets den Dialog mit uns allen suchst. Merci!

  • Danilo Zink sagt:

    Mann, 50 Jahre alt, bis vor kurzem immer in der Stadt Zürich wohnhaft, FCZ Fan seit den 70ern, würde hier gerne auf den interessanten Kommentar von Reda seinen ‚Senf‘ dazugeben. Gewalt zwischen Fangruppierungen gibt es nun schon eine Weile, dass es dabei immer wieder zu Eskalationen kam und immer noch kommt, trifft auch zu. Was mir aber besonders in Zürich auffällt, ist der Anstieg der Gewalt seit der ‚Ankunft‘ der Ultra-Mentalität (italienischer Prägung), die Kurve schien mir in den 80ern anfangs 90ern weit weniger aggressiv als heutzutage. Weiter gefällt mir die Durchmischung der Fankurve, insbesondere beim FCZ, mit gewaltbereiten ‚Politaktivisten‘ gar nicht. Das kommt nicht gut!

  • Michaela Huber sagt:

    Polemik Reda at his best!Wollten Sie eigentlich nicht einmal nicht mehr über Fussball schreiben?

  • gärtner sagt:

    Wenn Sie wirklich über ein solches Ethos verfügen, wie Sie es in diesem Artikel vortragen,würde ich an Ihrer Stelle den Arbeitgeber wechseln. Denn der neoliberale TA-Medienkonzern trägt seinen Anteil an der Eskalationspirale in unserer Gesellschaft.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, der Tagi ist schuld, dass Vollidioten im Namen ihres Clubs andere zu Brei schlagen und niederstechen. Ich seh ihr überzeugendes Argument.

  • baum sagt:

    Wenn das Wort Fussballd im Artkel durch das Wort Ausgang und/oder Party ersetzt wird müsste sich der Verfasser über all die bösen Clubs und Veranstalter echauffieren. Vor deren Türen findet jedes Wochenende die genau glieiche Gewaltorgie statt…Ich möchte den Vorfall nicht verharmlosen, werde aber das Gefühl nicht los dass der Verfasser hier wieder mal seine latente Fussballabneigung kulitiviert und wie immer locker aufs Mainstreamzüglein aufgesprungen ist…wie immer.

    • Réda El Arbi sagt:

      Sobald die Clubbesucher sich zu Clans zusammenrotten, quasireligiöse Hymnen anstimmen, die ganze Stadt zu taggen und gezielt andere Clubs überfallen, behandle ich sie gleich.
      Bis dahin spar dir Floskeln wie „Ich will ja nicht, aber …“

      • baum sagt:

        Die Clubs mit ihren Türstehern, Gästelistlern und Stammkunden sind genauso in Clans organisiert…ihre Hymnen sind die verschiedenen Musikrichtungen und Drogen die du ja bestens kennst…und vor ihren Pforten ptügeln sie die Betäubten und Ausgeschlossenen. Deine Replik ist wie immer armseelig weil du gar nicht diskutieren willst sondern polemisierst und damit dein Leben finanzierst.. Deine Floskeln werden dabei immer noch langweiliger. Du wirst damit nie die Wahrheit finden und kannst dich eine beschränkte Zeit auf dem Misthaufen der Medien ernähren. Mehr nicht.

  • DerJedi sagt:

    Vielen Dank, 100% deiner Meinung, ich bin auch gegen jede Gewalt, auch von einheimischen Idioten… Leider bedaf es dazu – dank der den Menschen innewohnenden Idiotie – auch ein wenig Staatsgewalt, anders kapieren es die Trottel nicht…

  • marc sagt:

    Ist eher das „NIMBY“ phänomen, klar definierte Gewalt inerhalb einer Gruppierung, damit kann man keine Stimmung in den Medien machen. Beim Islam Terror zieht die diffuse Angst, auch ich hätte ein Opfer sein können..

    • Réda El Arbi sagt:

      Stimmt nur begrenzt. Es ist wirklich so, dass in der Stadt Zürich gerade in der Medien- und Politikszene viele Sympathisanten sitzen, die verharmlosen.

  • Sven Suter sagt:

    Ganz grundsätzlich möchte ich sagenn, dass ich das Nachgerenne der Journalisten auf Facebook, Arbeitsplatz und am besten noch Wohnort von Tatverdächtigen schrecklich finde. Schrecklich wegen der Unschuldsvermutung, aber auch weil wir dadurch in erster Linie unsere Sensationsgeilheit befriedigen und weder Aufklärung noch Bestrafung der Tat bzw. des Täters in irgend einer Art dienlich sind. Im Gegenteil, wir stilisieren Täter zu mehr hoch, als sie eigentlich sind. Umso mehr irritiert mich, dass der Schreibende hier für den Messerstächer eine ähnliche Behandlung fordert. Die Typen wurden gefasst und nun wird ein Gericht über sie richten. So wie das in einem Rechtsstaat sein soll.

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein, eigentlich fordere ich das nicht. Ich zeige nur den Unterschied auf, mit dem unsere Gesellschaft moralisch gleichwertige Taten beurteilt.

      Was ich hingegen fordere, ist mehr Prävention. Und durch die Fanclubs, die selbst Teil des Problems sind, sondern durch offizielle Stellen.

      • Sven Suter sagt:

        Hättest du denn einen konkreten Vorschlag zur Prävention?

        Alle Fans in Sippenhaft zu nehmen und pauschal als Mittäter und/oder Sympathisanten zu verunglimpfen funktioniert beim Fussball nun mal genau so wenig wie in der Religion. So kann ein Muslim genau so wenig für einen Terroristen haften, wie ein Fussballfan für einen kriminellen Schläger.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, ich sehe, die Fankultur ist dir wichtiger als die Folgen der Auswüchse.

          Ich erwarte auch von Muslimen oder Christen, dass sie aufstehen und gegen Gewalt aus ihren Reihen vorgehen. Und wenns nur verbal oder in Zusammenarbeit mit den Behörden ist.

          Übrigens haben die keine pubertäre Mafia-Omerta gegenüber Aussenstehenden, wie sie auch die gemässigten Fanclubs pflegen.

      • Jonas sagt:

        Ach gähn. Das ist es, was du zu sagen hast? Reihst dich hinter Karin und Konsorten ein, welche sich aufgrund einer Randgruppe einen Namen machen möchten. Danach glorifizierst du dich wieder in den Himmel, du als der welcher den Ausstieg aus dem Dreck geschafft hat. Armseelig wie eh und je was du raushaust.

  • AlterMann sagt:

    „Bei einem Angriff eines Autonomen oder eines Neonazis (…).“
    Deine wiederholten Gleichsetzungen von Linksextremen mit Rechtsextremen sind unsäglich. Du kannst gegen Linksextremismus – wie man das dann immer auch definiert – sein, easy, aber dein verklärter Pazifismus und die Ablehnung jeglicher Gewalt (wie du meist argumentierst) verunmöglicht, dass du dich mit den Inhalten der beiden Gruppen auseinandersetzt.
    Die einen zünden Flüchtlingsheime an, die anderen Auto. Ist beides Gewalt, klar, kann man beides Scheisse finden. Es aber gleichzusetzen, ist hirn- und verantwortungslos, bzw. eine äusserst problematische und bürgerliche Propaganda, von der du dich ja gerne abgrenzt.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ach gähn. Das ist es, was du zu sagen hast? Deine eigene Spielgruppe ist nicht so böse wie die Spielgruppe von Max-Andreas? Die Gruppe Bienli macht den Sandkasten nicht kaputt, sie brünzeln nur rein? Während die Chäferli Glasscherben da reinwerfen?

      Sorry, das ist erstens Off Topic, und zweitens, nur so als Beispiel, haben Linke Ex-Terroristen der RAF, also Mörder, für einen politischen Vortrag in die Stadt eingeladen.

      • AlterMann sagt:

        Lieber Mitteextremist, was eine geistreiche Antwort auf meinen Vorwurf der Gleichsetzung (der, klaro, off-topic ist in diesem Fall, aber halt doch bezeichnend für viele deine Artikel)

        Man muss ja nicht mal das Argument hervorholen, dass mit der Gleichsetzung von Links- mit Rechtsextremismus der Nationalsozialismus und seine Verbrechen krass relativiert werden (und ja, jetzt kommt gleich der Stalinvorwurf, ich weiss. Aber zeig mir 20 Autonome in Zürich, die Stalin abfeiern und sich auf ihn beziehen. Ich zeig dir 100 Glatzen, die Hitler geil finden. Für dich aber alles einerlei, gell. Armer Tropf.

        • Réda El Arbi sagt:

          Frag mal einen Autonomen, was sie den mit all den Leuten machen würden, die nicht ihrer Meinung sind, wenn sie 51 Prozent der Wähler überzeugt hätten …

          Nein, Häuserbesetzungen sind nicht das Gleiche, wie wenn 5000 Glatzen an einem Konzert den Hitlergruss machen. Aber wenn du genau liest, habe ich nicht die beiden Gruppen gleichgesetzt, sondern die mediale und politische Reaktion auf die Gruppen.

          Also, bitte sorgfältig lesen.

          • AlterMann sagt:

            Mach ich gerne, bzw. hab ich schon mit zahlreichen sog. „Autonomen“ gesprochen. Das Demokratie- und Freiheitsverständnis der allermeisten (du scheinst ja in deiner Differenzierungsverweigerung gerne auch Anarchos und Kommis über einen Haufen zu scheren) geht weit über das der sog. aufrechten bürgerlichen oder sozialdemokratischen Demokraten hinaus.

            Und ja, die paar Stalos, von denen es z.B. beim Aufbau Einzelne gibt, können mir gestohlen bleiben. Allen anderen tust du Unrecht, zumal – ich vermute – du zahlreiche Anliegen mit ihnen teilst.

            • Réda El Arbi sagt:

              Echt jetzt? Ich hab selbst die Entwicklung von Anarcho-Autonomen, Häuserbesetzer, zum überzeugten Demokraten gemacht. Und queer durch haben die Autonomen und auch die wenigen echten Kommunisten kein Verständnis von Demokratie.

              Natürlich gibts da noch die Lifestyle-Politicos, die eigentlich in jeder Ecke hätten landen können, je nach Freundeskreis.

              Und bitte, komm mir nicht mit „Freiheit“. Die meisten Autonomen verstehen nicht mal, dass ihre Freiheit da endet, wo die eines anderen Individuums oder der Gemeinschaft beginnt.

              Meist gehts bei den Anliegen dieser Gruppe um „mehr haben wollen“ (Freiraum, explz. Gratisfreiraum von der Gemeinschaft) und um einfach Schuldzuweisung.

              Und ja, ich teile viele politische Anliegen mit der äusseren Linken. nur bin ich eben zuerst Demokrat und erst danach links. Was heisst, dass ich demokratische Mittel nutze und kein Trotzkopf und Verweigerer bin. Freiheit geht mit Verantwortung Hand in Hand. Aber die Gruppen, die du ansprichst, sind oft nicht mal fähig, innerhalb der GEsellschaft Verantwortung für bereits bestehende Freiräume zu tragen.

          • AlterMann sagt:

            P.s. du kannst schon schreiben, dass du von der medialen und politischen Reaktion auf die Gruppen sprachst, deine parallele Formulierung und Position diesbezüglich bleibt aber – wie du hier jetzt auch nochmals klargestellt hast (bevor! du auf deine Formulierung eingegangen bist) – unmissverständnlich und bedenklich.

          • AlterMann sagt:

            „Gratisfreiraum“, echt jetzt?? Sorry, aber das ist – du wirst das Wort mit deiner scheinbaren Autonomenvergangenheit kennen – bourgeoiser Müll. Das ist bürgerliche Leier davon, dass nun mal nichts gratis ist, dass einem nichts geschenkt wird.
            Dann quatsch mal mit Anarch@s, die sich für Refugees einsetzen, mit solchen, die sich für günstige Mieten (ja, natürlich auch für sie, aber auch für ganz viele andere) einsetzen, trink mal ein Bier mit Sozialisten/Kommis, welche die Vergellschaftung von Gütern (nein, nicht Gratisfreiraum) fordern und Privateigentum nicht abschaffen wollen, weil es ihnen gerade in den Kram passt, sondern weil dem gemeinschaftliche Argumente zugrunde liegen.

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, ich kenn solche. Ich war selbst so einer. Utopist. Funktioniert so lange, bis es nicht Opfer bei Anderen, sondern Opfer bei den eigenen Dingen fordert.

              Dazu: Antidemokraten. Denn bei einer Mehrheit von 51 Prozent würden sie Menschen enteignen, da ja Privateigentum böse ist. Sie wären direkt auf dem Weg in den Stalinismus, auch wenn sie Stalin Scheisse finden.

              Das ist ja das Problem mit Sozialisten und Kommunisten: Ihre Ideale lassen sich nicht für Alle anwenden, ohne einen grossen Teil der Bevölkerung zu unterdrücken und mit Zwang und Gehirnwäsche zum Nachgeben zu zwingen.

              Sie denken, SIE bestimmen, was gemeinschaftliche Argumente sind. Aber die Gemeinschaft bestimmt, was gemeinschaftliech Argumente sind. Und das passiert in einem demokratischen Ablauf.

              Deshalb Sozialdemokratie, weil zuerst Demokrat, dann sozial. Wenn man das nicht berücksichtigt, ist man auf dem Weg in eine Diktatur.

        • AlterMann sagt:

          Menschen enteignen? Qué?
          Wie viele Menschen besitzen denn überhaupt (Wirtschafts-)Eigentum (nicht ein Zahnbürstli)? Wem nützt Privateigentum wirklich? Und wer enteignet hier eigentlich wen, wenn Landstriche, Firmen, Wohnraum Privaten gehört? Privateigentum basiert auf Enteignung von der Gemeinschaft und ist kein Naturgesetz.

          • Réda El Arbi sagt:

            Ja, klar. Und Du würdest das umverteiulen und dabei über die Überzeugungen von 95 Prozent der Menschen hinweggehen. Das ist Faschismus.

    • geezer sagt:

      träum weiter, AlterMann……ideologisch fehlgeleitete sind erwiesenermassen lernresistent. nur weil der gleiche müll zigtausenfach wiederholt wird, muss er noch lange nicht stimmen. gäääähhhhn!

  • David Notter sagt:

    Lieber Réda, dann beginne doch gleich selbst und hör auf, beide Fussballszenen in denselben Topf zu werfen! Schau dir die Ideologie der Südkurve mal genau an. Wer seit Jahren propagiert, den Gegner aus der Stadt zu drängen und dies auch gewaltsam forciert, der muss sich nicht wundern, wenn seine Jünger irgendwann zu Taten schreiten. Natürlich gibts auch auf Seiten der Grasshoppers solche Ansichten. Es sind aber die Ansichten von Einzelpersonen und nicht die Zielrichtung einer gesamten Fankurve.

    • Réda El Arbi sagt:

      „…natürlich gibts auch auf Seiten der Grasshoppers …“ reicht eigentlichg schon. Ich bin nicht Partei. Ich seh das Problem in der Fankultur. Und wenn ihr hier mehr Aufwand betreibt, eure eigenen Fanclubs reinzuwaschen, als das Problem zu erkennen, bestätigt ihr meine These im Blogpost.

      Und „Wir sind nur fanatisch, nicht radikal“ ist irgendwie kein überzeugender Ansatz, ehrlich.

      • David Notter sagt:

        Du setzt eine institutionalisierte Gewaltideologie (wie sie in der Südkurve gelebt wird) mit kleineren Auswüchsen einzelner Personen gleich und forderst gleichzeitig eine grössere mediale Beachtung/Verurteilung. Wäre eine differenzierte Ursachenforschung nicht der erschte Schritt dazu? Und damit eben nicht eine „die sind ja alle gleich scheisse“ – Haltung?

        • Réda El Arbi sagt:

          Sag ich irgendwo, „die sind alle gleich scheisse“? Nein, es geht um Entschuldigungen, Rechtfertigungen und Beschönigungen aus dem Umfeld.

          Und es geht um den Sumpf, in dem dieser Hass entstehen kann.

          • David Notter sagt:

            Allright, wir kommen uns und der Sache immer näher 😉

            Ich möchte dich nun einfach nochmals animieren, dir diesen Sumpf genauer anzuschauen. Du wirst schnell merken, wo er zu stinken beginnt. Am besten beginnst du bei denen, die davon Profit schlagen.

      • Q.Steiner sagt:

        Was soll denn auf Seiten GC reingewaschen werden?

  • Q.Steiner sagt:

    Interessante Gedanken, Réda. Viel interessanter und zielführender wäre es jedoch, einen euren Redaktoren auf die Zürcher Fussballszene anzusetzen. Wenn er beim Marketingkonzept des FCZ und der Ideologie der Südkurve (Zitat von Radio 200’000 in eurer eigenen Zeitung: „Die FCZ-Fans haben sich schon immer über den Hass auf GC identifiziert“) beginnt, wird er eine gute Story haben.

  • Jonas sagt:

    Ich bin mir sicher, durch ein neues Konkordat könnte hier abhilfe geschaffen werden! Diese Raufbolde sollen niemals mehr ein Stadion von Innen sehen!

  • geezer sagt:

    mich würde grundsätzlich mal interessieren, welche strafen diese hooligans bekommen, wenn sie ab und zu mal erwischt werden. ich denke es tut immer noch viel zu wenig weh, da die öffentlich akzeptanz für solche idioten immer noch viel zu hoch ist. das soll richtig kosten, damit sie jahrelang abzahlen müssen.

    • Hans Zürcher sagt:

      Das ist ziemlich simpel gesagt, Messerstecher sind bekommen 1 1/2 Jahre auf Bewährung und 600.- Verfahrenskosten… Die ganz bösen Pyrobuben welche 7milliarden Grad heisse Pyros zünden bekommen Meldepflicht, Stadionverbot und tausende Franken Busse. Oder aber wehe man bespuckt einen Polizisten am Rand eines Fussballspiels, 4Tage U-Haft, Job los, tausende Franken Busse. Also der Punkt ist die wirklich Kriminellen (Mit Angriffen auf Leib und Leben) werden ziemlich sanft bestraft, aber der ganze Populismus von Politikern bewirkt das kleinkriminelle massiv hart bestraft werden.

  • tina sagt:

    empörungswellen sind gut, wenn es darum geht, etwas zu ändern. als anfangsschritt der dann zu handlung und änderung führt. aber diese ständige empörtheit nervt. wir können uns hier ja empören, ob denn gerecht empört wurde und fodern, man müsse sich über eine seite mehr empören. nach dem vorfall beim louvre versuchte ich mich ja zu informieren, wie auch schon bei anderen vorfällen, aber alles was ich fand waren newsticker meldungen, womöglich mit twittermeldungen gespickt. keine berichterstattung mit fakten und später hintergründen. nach den tickermeldungen folgt sogleich die empörung. man vergisst vor lauter empörung fakten zu gewichten

  • P.N. sagt:

    Neben dem ganzen Machismo und Chauvinismus in der Fussballwelt, wäre eventuell auch mal die faschistoid anmutende „Eine Stadt – ein Verein“ Vereins Rethorik beim FCZ zu überdenken. Wenn man zudem im Stadion schon den Kleinsten einimpft, den Gegner zu hassen, braucht man sich nicht zu wundern, wenn er das dereinst auch tut.

    • Simbo sagt:

      Dieser Kommentar hat inhaltlich mehr Gehalt als der ganze Artikel von Reda. Danke hierfür. Oben kommt – nicht überraschenderweise – nichts Schlaues heraus.

    • Hans Hegetschweiler sagt:

      >An und für sich richtig, nur muss man sehen, dass das historische Wurzeln hat. Es gab Zeiten, da durften nur Leute vom Zürichberg und der Goldküste Mitglied im Grasshopperclub werden, auch keine Juden. GC-Mitgliedschaft war gleichzeitig das Zeichen, dass man etwas Besseres war (wie Mitgliedschaft bei den Schneggern, in der FdP, im Baur-au-Lac-Club etc.) Da ist es nicht ganz unverständlich, dass sich die Menschen links der Limmat mit Herrn Nägelis Club vielleicht ein bisschen mehr identifizierten, als dies gut war. Aber Sie haben Recht, heute müssten die beiden Verene schon bei den jüngsten Fans ansetzen, um zu verhindern, dass der Fanclub zum Ort sinnloser Gewalt wird.

  • Oliver Aran-Wolf sagt:

    Der Artikel weist auf eine sehr interessante (als auch schreckliche) Problemlage hin, über die man selten Nachdenkt. Sehr überraschen wie selten!

  • Peter Schlauer sagt:

    selbst nachdem du schon so viel über fankultur geschrieben hast, kennst du den unterschied zwischen fanclub und gruppierung noch immer nicht. peinlich.

    • Réda El Arbi sagt:

      Das ist dein einziger Gedanke, wenns um dieses Thema geht und um einen Menschen, der niedergestochen wurde? Jep. Sagt alles über dich.

    • Peter Steiner sagt:

      Das im Artikel angesprochene Problem wunderbar mit einem Beispiel belegt – exzellenter Kommentar.

  • Päde Züri sagt:

    Für Kenner der Szene ist es nichts neues, dass sich unter der Flagge des FCZ der Abschaum unserer Gesellschaft sammelt. Zwar gibt es gewaltgeile Idioten auch beim Grasshopper-Club und davon nicht wenige, der Einsatz von Messern, Angriffe in krasser Überzahl auch auf Nicht-Gewaltbereite, Hausbesuche etc., sind aber traditionell eine Spezialität der FCZler. Trotzdem wird dieses Thema von Herr Canepa und der Südkurve seit Jahren verharmlost.

    Es ist kein Zufall, dass die ZH Stimmbevölkerung das Hockeystadion im Gegensatz zum Fussballstadion angenommen hat. Ich habe mich schon lange vom Fussball abgewendet und Besuche nur noch die Spiele vom Z im Hallenstadion.

    • David Notter sagt:

      Nein, es wird nicht verharmlost. Es wird forciert! Die Südkurve funktioniert wie eine Sekte, die es seinen Anhängern nicht einmal erlaubt, mit GC-Fans befreundet zu sein. Bereits den Kleinsten wird aufgezeigt, dass GC-Fans nicht lebenswert sind. Dementsprechend werden diese und ihre Angehörigen (Eltern, Geschwister, Freunde) auch behandelt.

  • urs sagt:

    grundsaetzlich wird fussball ueberbewertet, sprich: massenverbloedung = brot und spiele. die achso minderbemittelnden klubs sollten auf franken und rappen (heller und pfennig) fuer die sicherheitskosten belangt werden. die klubs koennen das ja auf die ticketpreise aufschlagen; mal sehen, wer dann noch live fussball sehen will…

  • Metallschädel sagt:

    Danke Réda, dass du uns immer wieder die Augen öffnest und den Spiegel entgegenhältst.

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