Liebe Koch-Areal-Besetzer …

Besetzungen sind wichtig für die Stadtentwicklung.

Besetzungen sind wichtig für die Stadtentwicklung.

Liebe Besetzer vom Koch-Areal,

eigentlich sollte ich auf eurer Seite sein. Ich halte Besetzungen für sinnvoll. Und ich kenn auch einige Leute, die ihre Zeit bei euch verbringen.

Aber zur Zeit verhaltet ihr euch wie die krassesten Konsumenten im Ausverkauf. Ihr wollt möglichst viel haben, aber nichts dafür geben. Mehr Freiraum, mehr Freiheit, aber keine Kompromisse, keine Gegenleistung. Und wenn, dann nur unter massivem Druck und mit dem trotzigen Gesicht eines zu Unrecht bestraften Schülers.

Leider endet eure Freiheit da, wo die der anderen beginnt. Und damit meine ich nicht nur die Lärmemissionen bei euren Partys, ich spreche auch von Hundekot rund ums Gelände (ja, das mag spiessig sein, aber andere Hundehalter und Hunde bezahlen die Rechnung dafür), ich meine die Art, wie ihr den Anwohnern im Alltag begegnet. Einfach grundsätzlich die Art, wie ihr mit den Leuten umgeht, die eure Infrastruktur und die Polizeieinsätze bezahlen. Das sind nämlich keine Bonzen, das sind ganz normale Stadtbewohner.

Nun, mit eurer ignoranten Haltung gegenüber eurem Umfeld, gegenüber den Reklamationen, mit der lässigen Arroganz, mit der ihr Anwohner behandelt, die nicht so erfreut über eure Emissionen sind, schadet ihr euch in erster Linie selbst. Damit könnte ich leben. Handlungen haben schliesslich Konsequenzen.

Aber ihr gebt dem politischen Gegner – hier und heute der SVP und der FDP – Munition in die Hand, um jetzt und in Zukunft hart gegen Besetzungen vorzugehen. Ihr macht kaputt, was Generationen vor euch in einem harten Kampf erstritten haben. Sorry, dass ihr das verpasst habt. Aber so wie ihr den Freiraum nutzt, scheint es, als ob ihr nicht mal mit dem umgehen könnt, den euch die Gesellschaft überlässt.

Mir ist klar, dass einige eurer Köpfe nicht über euren Clan hinaus denken, dass ihr euch als kulturelle  und politische Elite versteht, die sich hart von der «Mainstream»-Gesellschaft abgrenzen muss. Mir ist klar, dass eure Solidarität in erster Linie den eigenen Genossen gilt, und dass man entweder für euch ist oder zum Feind gehört. Mir ist auch bewusst, dass eure basisdemokratische Organisation inzwischen an einzelnen, charismatischen Persönlichkeiten, die den Ton in verschiedenen Grüppchen angeben, krankt. (Natürlich will keiner von denen mit Namen und Gesicht hinstehen …)

Trotzdem liegt es heute in eurer verfluchten Verantwortung, dass leerstehende Häuser auch in Zukunft besetzt werden können, ohne dass daraus gleich Strassenschlachten entstehen. Natürlich würden sich einige unter euch über Strassenschlachten freuen. Aber glaubt mir, das sind entweder pubertäre Vollidioten oder ideologisch Verblendete. Ich erkenn das, ich war beides. Es geht hier nicht um Politik oder Kultur. Es geht hier um einen Grundanstand im Umgang mit anderen Menschen.

Aber um zum Anfang zurückzukommen: Euer Verhalten ist weder sozial noch solidarisch oder demokratisch. Euer Verhalten ist elitär und unterscheidet sich in seiner psychologischen «Wir,wir,wir»-Anspruchshaltung eigentlich nur wenig vom «Ich, ich, ich»-Verhalten einer selbsternannten, neoliberalen Elite. So schön einzelne eurer sozialen Projekte auch sind, so stark verlieren sie an Glaubwürdigkeit, wenn ihr euch eurem direkten Umfeld gegenüber wie asoziale Egoisten verhaltet.

Ihr wollt mehr Freiraum? Ok, übernehmt Verantwortung für den Raum, den ihr bereits habt. Dann könnte es sogar sein, dass es auch in Zukunft Ecken und Nischen gibt, die alternativ genutzt werden können.

Schönen Herbst wünsch ich.

PS: Und ja, diejenigen, die mich jetzt nicht mehr so gut finden, dürfen mich dafür als was auch immer bezeichnen. Aber diesmal nicht mehr anonym. Wer etwas zur Diskussion beitragen will, kann das auch anonym tun. Wer einfach nur haten will, fliegt raus. Das gilt ebenso für rechte Hetzer. Ich hab nämlich die Schnauze voll, mich von gesichtslosen Feiglingen beschimpfen zu lassen.

138 Kommentare zu «Liebe Koch-Areal-Besetzer …»

  • Deborah Mäder sagt:

    Réda El Arbi

    Ich bin sehr interessiert wie sich diese Meinung gebildet hat von Ihnen. Ich bin 17 Jahre alt und interessiere mich am schreiben. Für das JULL arbeite ich an einem Artikel über das Koch-Areal und wollte Fragen ob Sie sich für ein Interview interessieren würden.

  • Bruno Kaufmann sagt:

    Ich persönlich wohne in der Nähe zu einem Busdepot, wo nach Mitternacht die Busse mit den lauten Hilfsmotoren einfahren. Am Sonntag morgen läuten Kirchenglocken rundum – aus meiner Sicht viel zu früh. Alles natürlich im gesetzlichen Rahmen – ich weiss. Könnte ich in den Finger schnippen um den Lärm zu beseitigen, würde ich schnippen. Stattdessen schlafe ich immer mit geschlossenem Fenster und Orapax. Das geht.
    Als Velofahrer und Atheist ertrage ich also ohne persönlichen Vorteil den Lärm der anderen. Das geht.
    Eine Stadt ohne Lärm ist keine Stadt sondern ein Provinznest. Lärm ist Leben! Sähe ich das anders, wäre ich auf dem Land geblieben.

  • Sepp sagt:

    ….das kannst Du doch besser!?

    Reda, man sollte erst eine Meinung haben, wenn man Erfahrung und Wissen besitzt.
    Was Du Dir in diesem Text aus den Finger saugst ist ja wirklich nicht ernst zu nehmen.
    Deine belehrende Art ist unbegründet.
    Informiere Dich und mach Dir anschliessend selber ein Bild.
    Ein guter Jäger zielt ja auch bevor er schiesst.

    • Réda El Arbi sagt:

      Sepp, du solltest inzwischen wissen, dass ich nichts schreibe, bei dem ich nicht auf persönliche Erfahrung zurückgreifen kann. Anstatt mir irgendwas zu unterstellen, solltest du mich vielleicht in Fakten widerlegen.

  • KMS a PR sagt:

    nun ja. ich bin gespalten. züri hat ja mehr als nur ein luxus-problem. insoweit finde ich besetzungen leerstehenden raumes nicht so tragisch. andererseits sollte auf die anwohner bez. lärmbelastung rücksicht genommen werden. wenn ich eine liegenschaft besetzen würde, hätte ich zumindest einen gewissen anspruch auf ordnung, sauberkeit und führte gewisse regeln für die mitbesetzer ein. ich habe keine ahnung, ob das im koch-areal der fall ist?

    • Maiko Laugun sagt:

      @KMS: Sie haben da was falsch verstanden: Wer unorthodox, frei und kreativ im Kiffer-Nebel sitzt, denkt gar nicht an Regeln.

      Für die – im Sinne von ausgleichender Gerechtigkeit gegenüber anderen Drogen wie Alkohol – evtl. gerechtfertigte Legalisierung von Kannabis müssen sich dann solche einsetzen, deren Sinne noch nicht so vernebelt sind.

  • Maiko Laugun sagt:

    Wenn alle Besetzer angeblich so fleissig arbeiten, dann sollte es kein Problem sein, ein Grundstück zu erwerben und ganz unorthodox und freiheitlich selber eine Hütte zu bauen.

  • Maiko Laugun sagt:

    Wer unorthodoxe Freiräume sucht, findet diese in Sibirien.

  • Tim Birke sagt:

    Schreib über die unbezahlbaren Wohnungen in Zürich.

    Ich war zwar nie Besetzer aber Wohnungen in Zürich sollen wieder bezahlbar werden. Die für 10’000 / Jahr stehen leer und ich finde Zürich sollte man nicht einfach irgendwelchen überlassen, welche es sich leisten können Wohnung für 10’000 / Jahr leer stehen zu lassen, während Familien keine Wohungen mit „normalem“ Preis/Leistungsverhältnis finden.

    Amen

    • Tim Birke sagt:

      10’000 / Monat meine ich.

      Ein gutes Beispiel sind die Escher-Terrassen Stadtwohnungen.

    • Maiko Laugun sagt:

      Auch die Links-Grüne Regierung weiss, dass 90% der Bürger keine Netto-Steuerzaler sind und als Schmarotzer den Staat mehr kosten, als sie durch Steuern bezahlen.

      Ab auf’s Land – und mit dem Atom-Strom betriebenem OeV pendeln.

      • Tim Birke sagt:

        Wissen Sie … zu Leuten, die ihre Sätze zu gewählten Themen mit Sätzen „auch die links – grüne Regierung weiss..“ anfangen pflege ich zu sagen:

        Das Beste für die Schweiz wäre, wenn die Rechten ihren eigenen Kanton hätten, sie könnten um diesen eine hohe Mauer bauen und nichts von Aussen reinlassen. Dort könnten sie leben wie vor 100ten von Jahren und wettern gegen alles, was ausserhalb ist. Dieser Kanton würde sich selbst versorgen und nur davon leben, was er selbst produziert. Was es auch brauchen würde, wäre ein König zu dem alle aufschauen könnten.

  • Fredi sagt:

    Hab gar nicht gewusst, dass Hausbesetzer so Bünzli sind und im Tagi Stadtblog schreiben. Wenn ich so die Strom- und Abfallgebühren nachlese, finde ich, das sind gewöhnliche Spiesser. Warum sollen die mehr Freiraum haben als ich. Spiesser aller Parteien vereinigt Euch und geht auf das Koch Areal.

    • buchi sagt:

      du hast redas text einfach zu spät gelesen da er uns ding unterstelt hat die wiederbseines besseren wissens gelogen waren
      und darauf hin korigiert wurden
      koch areal

      • Réda El Arbi sagt:

        Nicht „wider besseren Wissens“. Ich hab einfach falsch gerechnet.

        Ich dachte, die 75 Franken seien Minimalmiete.

        • buchi sagt:

          nein du hast im anfangs text klar geschrieben das wir den strom nicht selber bezahlen
          und als ex b-setzer weist du das stätische b-setzungen die nebenkosten seit mehr als 20 jahren bezahlen
          koch areal

          ps wir hben auch schon im gleichen haus gewohnt

  • sam safi sagt:

    zitat reda el arbi :..“Und ja, ich habe selbst besetzt, jahrelang. Und das Hauptanliegen war, ein Teil des Quartiers zu sein, und den Leuten im Quartier einen Mehrwert zu bieten, eine Gemeinschaft zu bilden..!“
    ….das war ja wirklich ein ganz liebenswertes HAUPTANLIEGEN von dir. also an soviel soziales und zwischenmenschliches engagement als HAUPTANLIEGEN eines hausbesetzers kann ich mich gar nicht erinnern..
    ich lebe ja auch schon ne ganze weile in zürich und obwohl du schreibst , zitat reda :“ Ich persönlich war bei meinen Aktionen nie anonym..! „, haben wir uns leider nie kennengelernt….
    aber mich würde mal intressieren in welchen haus/häuser du jahre lang besetzer warst ?

    • Réda El Arbi sagt:

      Hauptsächlich Friedensgasse, bisschen Wohlgroth. Donnerstagsdemos. In der Friedi war ich in der Künstlerecke, mit Pedro. Sirup war mein liebster Komplize bei Aktionen. Reicht das?

      • sam safi sagt:

        ….ja das reicht, und ich denke jetzt umso mehr das dich deine hausbesetzervergangenheit nicht für den geschriebenen artikel qualifiziert. orte und protagonisten deiner auflistung sind mir zum grossen teil bekannt.
        du hast dann wohl deine eigene wahrnehmung welchen eindruck diese hausbesetzungen auf die, wie schriebst du doch zuvor ? : normale stadtbürger ? hinterliessen. und ps. wenn leute wie sirup deine besten freunde waren, dann is es wohl auch besser das wir uns nicht kennengelernt haben. der lifestyle und einige seiner aktionen sind mir gut in erinnerung. da sind euch die allermeisten leute im kochareal welten voraus im umgang mit ihrer nachbarschaft und dem rest der bevölkerung.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, wahrscheinlich sind viele der Koch-Areal-Besetzer eigentlich ganz ok. Und wahrscheinlich sind sie nicht so asozial, wie ich damals war. Aber ganz sicher sind sie es nicht diejenigen, die den Ton in der „basisdemokratischen Organisation“ des Koch-Areals angeben.

          Und nein, meine Vergangenheit qualifiziert mich nicht für meinen Blogpost, er legitimiert ihn nur. Qualifiziert bin ich durch die Entwicklung, die ich seit damals durchgemacht habe.

          • sam safi sagt:

            ..na gut reda, das ist dein blog,ich hatte nicht vor persönlich zu werden. mir gefällt der stil deiner artikel oft nicht.
            meist zu laut für meinen geschmack. als jemand der zur gleichen zeit in der gleichen szene verkehrt hat wie du,
            nehme ich mir das recht raus, aussagen wie diese “ ”Und ja, ich habe selbst besetzt, jahrelang. Und das Hauptanliegen war, ein Teil des Quartiers zu sein, und den Leuten im Quartier einen Mehrwert zu bieten, eine Gemeinschaft zu bilden..!” zu hinterfragen. ich kann auch deine entwicklung seither,die dich wie du meinst zu diesem artikel qualifiziert, nicht beurteilen…..du weisst ja, oft werden die schlimmsten raucher zu den schlimmsten nichtrauchern….?….

            • Réda El Arbi sagt:

              Vielleicht solltest du den Blogpost nochmals lesen. Da steht drin, dass ich, wie die Mehrheit der Zürcher, Besetzungen für bereichernd und notwendig halte. Der ganze Sinn des Postest ist es, zukünftige Besetzungen zu ermöglichen und nicht dem Egoismus und der Unfähigkeit einer kleinen Gruppe von Besetzern, die sich für die Elite halten, zu opfern.

              Aber um das im Post zu erkennen, muss man 1. mehr graduelle Unterschiede als Schwarz und Weiss erkennen, und 2. über die eigene Wichtigkeit im Weltgeschehen hinaussehen können.

              Dein letzter Kommentar geht klar in die Richtung „Bist du nicht für uns, bist du der Feind“. Und natürlich weiss ich, dass gerade in der linken Besetzerszene dieses Weltbild vorherrscht. Leider wirkt man damit an den realen Möglichkeiten vorbei und schadet der Sache.

          • sam safi sagt:

            mein letzer kommentar war:“oft werden die schlimmsten raucher zu den schlimmsten nichtrauchern.“und das ist eine anspielung auf leute wie dich.jahre oder gar jahrzehnte lang einen bestimmten,out of the norm“lifestyle pflegen, um dann irgendwann geläutert(oder geheilt) zu meinen,anderen(oft jüngeren) zu sagen was falsch und richtig ist.du scheinst ja zu meinen du bist jetzt qualifiert dazu den bewohnern im koch areal zu sagen wie man mit seinen mitmenschen umzugehen hat.du schreibst du findest es nötig und bereichernd das in zürich häuser besetzt werden, dann mach es doch wieder selbst,aber erklär nicht denen die es machen wie man es nach deiner meinung richtig macht. gerade du besser…

            • Réda El Arbi sagt:

              Hm, dein Kommentar meint kurzgefasst: „Halt doch einfach die Fresse.“

              Nun ja, das ist auch eine Möglichkeit, mit Kritik umzugehen.

              Und nein, ich engagiere mich anderweitig, ich muss mich nicht als Hausbesetzer beweisen. Besetzngen haben ihren Wert, aber echt, es gibt politisch weit wichtigere Dinge zu tun.

          • buchi sagt:

            was weist denn du von basis demokratie? wann hast du das letztemalmit 30- 40 personen so lange diskutier bis sich alle mit der lösung anfreunden können?
            koch areal

            • Réda El Arbi sagt:

              Oh, das habe ich sehr, sehr lange gemacht. Und niemals haben die besten Argumente gewonnen. Es waren immer die charismatischen, narzisstischen Persönlichkeiten, die sich mit ihren Groupies durchgesetzt haben.

              Ich war übrigens einer davon.

          • sam safi sagt:

            ..haha, ob sich da jemand etwas angepisst fühlt.? ist ja dein blog, und der legitimiert dich dazu, zu schreiben was du willst.ich hab ihn freiwillig gelesen und bin legitimiert ihn zu kommentieren..wenn es deine zensur passiert.was du in meinen vorherigen post reininterpretierst ist deine sache.wenn ich dir sagen wollte „die fresse zu halten“ dann würde ich das auch machen.aber wie schon zuvor bemerkt, ist mir dein schreibstil oft zu laut, und in den tenor möchte ich nicht einstimmen. und mir reicht es jetzt auch weiter zu kommentieren,ich verdiene schliesslich nicht meine brötchen während dem schreiben. ich fahr heut noch mal am koch vorbei und zähle die häufchen der besetzerhunde..hehe..

            • Réda El Arbi sagt:

              Ach Quatsch. Mir ist lieber, die Leute sprechen Klartext, und brabbeln nicht in Metaphern (Raucher und so) oder spekulieren über meine Qualifikation.

              Man darf mich gerne angreifen und kritisieren, aber dieses Rumgeschleiche ist ermüdend 🙂

              Also, zur Grundfrage: Brauchen auch Besetzer einen gewissen Grundanstand im Umgang mit ihrem Umfeld? Oder sind sie irgendwie entschuldigt?

          • Maiko Laugun sagt:

            @Réda: Deine genannten Eigenschaften sind eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Manager und zeichnen solche aus. Dir steht auch jetzt noch eine glänzende Kariere bevor. Du musst sie nur noch in die richtige Richtung lenken 🙂

            • Réda El Arbi sagt:

              Oh, ich benutze meine Eigenschaften zur polischen Kommunikation. Und es hat Impact. Gerade gegen Rechts und Neuloberale.

          • Maiko Laugun sagt:

            @buchi: In einer Demokratie regiert eine Macht- und eine Funktionselite. Wer das nicht begreift, tja, der sitzt dann eben in einer besetzten Hütte und glaubt, über Basis-Demokratie zu diskutieren. Eine Basis-Runde von hoffnungslosen Losern.

            • Réda El Arbi sagt:

              Maiko: Nur weil du ein frustrierter zyniker bist, müssen nicht alle so ohne Perspektive und Engagement dastehen.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Réda: Du hast recht!

            Ich habe “ohne Perspektive und Engagement” eine Firmengründung mit 3 Angestellten geschafft und lebe auf einer chinesischen Insel in der Nähe des Strandes in einer ohne Hypo-Schulden bezahlten Eigentumswohnung, aus welcher ich “zynische” Kommentare verfasse.

            Hier in China würde den Bubis so richtig der Arsch verhauen. Nein, nicht durch die Staatsgewalt! Durch Angehörige, weil solche Exemplare eine Schande für die Familie und die Gesellschaft sind. Ist das nun schon wieder zynisch?

            • Réda El Arbi sagt:

              Du lebst in einer Diktatur. Egal wie viel du verdienen darfst, du bist nur geduldet, solange du ihnen nutzt.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Réda: Persönlich empfinde ich hier mehr eine kulturelle als eine staatliche Diktatur, da meine Frau Cinesin ist, könnte ich hier für immer bleiben.

            Es stört mich, wenn in Europa Mauern u. Stacheldrähte hochgezogen werden, um direkt oder indirekt selbst produzierte Flüchtlinge im Mittelmeer ersaufen zu lassen.

            Im Vergleich dazu fehlt es mir an Verständnis, wenn Wohlstands- Bubis im Kiffer-Nebel von Engagement plappern.

            Dafür gibt es von mir einen zynischen Tritt in den Arsch.

    • Ruedi sagt:

      Zitat Sam Safi, „ist mir dein schreibstil oft zu laut, und in den tenor möchte ich nicht einstimmen“

      Das ist die Steigerung von der Schweizweit bekannten Züri-Schnorre. Da hat man Argumentiv keine Chance, bei diesen Zurich-Weltstädtern, sind alle anderen Landeier. Mit Steigerung meine ich Chreis-Chaib Idiom mit Räuberhöhli Slang nach Polizeistund. Im Neugass bei den Engeln, hatten gewisse Kreise aus der Needle-Park-Szene Hausverbot, und besetzen getraute sich da aus gutem Grund sowieso keiner.

  • buchi sagt:

    lieber reda 120 personen X 75.- X 12mt =108000.-
    strom 40000.- depogeld 25000 abfall 12000 internet 5000 wasser 4376.25 total 86376.25
    bleiben rund 20000sfr für medikamente in flüchtlings lagern schlafsäke winnter klamoten usw
    kochareal

    • Réda El Arbi sagt:

      Ihr bezahlt 12 000 Franken Abfallgebühren? 1000 monatlich? Und mehr als 3000 Franken Strom monatlich? Und 5000 Franken Internet? Also rund 400 monatlich? Entweder erzählst du Müll, oder aber ihr werdet tierisch über den Tisch gezogen.

      Zudem glaub ich persönlich nicht an die 120 x 75 Franken. Aber jänu.

      • irene feldmann sagt:

        Diese zahlen sind mir zu rund….es gab noch nie eine gemeinschaft in welcher alle solidarisch und konstant bezahlt haben, 120 strangers??? Comm on….

        • buchi sagt:

          es fuzt gut mit den nebenkosten.
          und knap 25.- strom im mt ,reda schau dir mal deine stromrechnung an und für 9.-krigst du nicht viel zürisack
          koch areal

      • Maiko Laugun sagt:

        „..Ihr bezahlt..“

        Nein, das bürgerliche Mami und der bürgerliche Papa bezahlt. Der liebe (@buchi)-Bub (oder Mädchen) weiss nur nicht so genau wieviel er davon für was ausgibt. Das ist ja auch ein bürgerliches Problem und nicht seines/ihres.

        • buchi sagt:

          von wegen bub ich arbeite ca 40 -60 stunden wie viele andere hier und ich weiss genau wo mein geld hingeht
          koch areal

          • buchi sagt:

            übrigens immt und nicht die woche
            koch areal

          • Maiko Laugun sagt:

            Mir kommen gleich die Tränen. Jeder arbeitet 40-60h.

            „Bub“ hat nichts mit dem Alter zu tun. Bei einigen dauert es einfach länger, bis sie erwachsen werden. Hoffnungslose Fälle schaffen es bis ans Lebensende nicht. Das gilt auch für idealistisch Verblendete.

      • buchi sagt:

        ich weiss janicht ob du für 4.- zattoo 30 tg und 24h zu verfügung hast
        ich komunizier via skippe günstig weltweit
        koch areal

      • bubi blau sagt:

        strom, abfall und wasser variieren natürlich, stimmen aber etwa in der grössenordnung. bei werkstätten, gärten, veranstaltungen mit vielen gästen und über 100 bewohnern keine so erstaunlichen zahlen. internet für mehrere leitungen (kein glasfaser vorhanden) für über 100 leute ist halt ebenfalls teuer. aber pro person ist das ja dann machbar. heizkosten kommen noch dazu.

        was bei buchi nicht ganz stimmt, ist dass nicht alle der bewohner den betrag tatsächlich zahlen und das ist auch gut so. deshalb sind die gesamteinnahmen tiefer.

        anstatt ständig anzuzweifeln, dass wir nebenkosten bezahlen, warum nicht mal bei der stadt nachfragen?

        und wieviel bezahlt ihr denn so für nebenkosten…

  • Maiko Laugun sagt:

    Junge, Dekadente Wohlstands-Bubis fordern aus Langeweile Freiräume, wissen aber nicht wofür.

    Und älter gewordene Bubis sind noch immer Gefangene ihrer selbst und versuchen, den jungen Bubis bei der Suche nach Erklärungen zu helfen und Rechtfertigungsgründe zu finden.

    Eigentlich ein stinknormaler bürgerlicher Mief. Amüsant, dass dies die jungen und alten Bubis nicht merken 🙂

  • adam sagt:

    Nun gut, es hat sich aktuell jeder in dieser Stadt auf das Koch Areal eingeschossen, schön gemütlich vom Sofa oder Bürostuhl aus. Das ist mir zu einfach gedacht. Réda, Du hast die verbale Dampfwalze ausgepackt. Finde ich unangemessen, nur weil es an einer Hausecke in der Stadt Schwierigkeiten gibt. Du wirfst den jungen Leuten genau das vor, was Du als junger Mann getan hast. Erstmal Kosten für die Allgemeinheit generiert. Heute ziehst Du Hemd und Sakko an für einen Termin. Also Du 20 warst, wie kam Dir ein 50jähriger vor, der von seinen alten Zeiten erzählt und gute Tipps verteilt?

    An Koch: Spült die Pizzen im Umkreis von 100 Metern mit einer Giesskanne weg. Räumt auf. Neue Verhandlung.

    • adam sagt:

      ps: Wiess nicht ob ihr bemerkt, dass dem Areal gerade das Messer am Hals sitzt. Und war existenziell. Ihr müsst jetzt einen grössere Move machen, sonst sieht es nicht gut aus.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, mir hat ein 50-Jähriger die Grundwerte unseres demokratischen Zusammenlebens nähergebracht. Aber zuerst hat er mich „Dummes, egoistisches Arschloch“ genannt. Hat funktioniert.

      • adam sagt:

        Bootcamp El Arbi!

      • adam sagt:

        Kannst Dir ja denken, mir ist noch was eingefallen. Wo ich auf deiner Seite bin ist, es wäre so verdammt einfach, der ganzen Diskussion den Wind aus den Segeln zu nehmen. Man gibt zu, dass Acryllack-Sprayereien auf durchgeweichten Sperrholz an der Aussenwand nichs mit Avantgarde-Gesellschaft zu tun hat. Schaut, dass das Areal nicht gerade wie kurz nach der Apokalypse aussieht, dreh halt 3 dB runter und man gründe ein Komitee für die Enthärtung der Beziehung mit den Nachbarn. Am besten mit einer uneblasteten Verhandlungsführerin aus normaler Sozialisierung. Dann wird auch der Stadt Zürich der Spielraum erhöht, die steht nämlich unter Druck wegen euch. Erklärungsnotstand.

        • Réda El Arbi sagt:

          Sag ich doch. Etwas Goodwill. Dafür brauchts manchmal einen verbalen Tritt in den Allerwertesten.

          • Diego sagt:

            Find ich gut, wenn man das macht, aber Jungs, der Lärm wurde bereits für permanent komplett runtergedreht. Neue Verhandlungen mit den Nachbarn ist angesichts des Verhaltens der führenden Lärmklägerin leider nicht so einfach. Leute von der Stadt sind seit einiger mit grosser Ruhe und Rücksicht dabei, Kompromisse zu erarbeiten.

        • Lichtblau sagt:

          @Adam: Das hört sich doch rundum vernünftig an. Auch das mit dem Pizza-Wegspülen (musste länger hirnen, was damit gemeint ist, man wird offenbar nicht jünger).

  • Andrea sagt:

    Ich finde es total super, dass Koch-Leut hier kommentieren. Aber ich finde, man muss auch Argumente bringen. Ich will wirklich wissen, weshalb ihr dort seid. Was möchtet ihr in der Gesellschaft bewegen? Grundsätzlich bin ich für Integration und nicht für die „Insider/Outsider“ Thematik. Damit meine ich, dass Leute die innerhalb eine Raumes leben möchten, nicht der Mehrheit ihre Philosophie aufzwängen. Es geht nicht um Berichterstattung in der WOZ. Logisch ist die in eurem Sinne. Ich möchte endlich eine Meinung vom Inside-Raum hier hören. Der Blog ist eure Plattform und die halbe Schweiz liest mit. Nutzt sie doch bitte.

    • Diego sagt:

      Ich kann nicht für das Koch-Areal sprechen, aber da kommen die unterschiedlichsten Motive zusammen. Grundsätzlich geht es beim Besetzen darum, leer stehende Räume / Brachen zu nutzen. Die UBS wollte z.B. abreissen und hatte die Infrastruktur zerstört, damit niemand da wohnen kann – ohne Besetzung wäre da nichts.
      Daneben geht es um gemeinschaftliches Leben mit Freiheiten, wie es ausserhalb besetzter Häuser nicht möglich ist, um unkommerzielle Räume, in denen Veranstaltungen/Werkstätten/Unterricht/Notunterkünfte und ganz viel mehr angeboten wird, ohne, dass dafür Geld bezahlt werden muss, etc. Hoffentlich kann man für einige Menschen in der Stadt etwas zum Leben beitragen.

      • geezer sagt:

        gegen idealismus und (sogenannt) ’neue ideen‘ haben – so glaub ich zumindest – die allermeisten stadtbewohner keine einwände. aber auch bei idealisten hört die freiheit dort auf, wo diejenige der anderen beginnt, resp. eingeschränkt wird. das haben m. e. viele in der besetzerszene nicht begriffen.

      • dr house sagt:

        aber warum, diego, muss ausgerechnet alles was irgendwie lärmintensiv ist, ausgerechnet auf die seite hin angesiedelt sein, wo andere menschen leben? ihr habt 30000 m2 zur verfügung +einige gebäude drauf – auch zur seite der flurstrasse hin. dort hat es wirklich nur büros und das zollfreilager ist weiter weg, als die wohnhäuser in der flüela- + rautistrasse. glaub mir, ihr hatte viel mehr goodwill bei den anwohnern, als ihr denkt, aber ihr habt es vergeigt. es ja toll, dass ihr den partyraum im blauen haus abgedichtet habt, aber die leute die ihr mit euren partys anzieht werden nicht weniger + nicht leiser. zügelt doch das ganze lärm- und publikumsintensive auf die andere seit.

    • Andrea sagt:

      Danke, Diego für den Insight. Ich muss jetzt aber mal ganz dringend folgendes mitteilen. Ich bin erstens auch für Freiräume. Mein persönliches Leben lebt von Freiräumen. Auf jeden Fall bin ich auch dafür, dass die Gesellschaft solche erhält. Aber, jetzt kommt das Aber: In Silicon Valley zB (ja, verhasst bei euch, ich weiss), konnte man letztens abstimmen, ob man einen rechtsfreien Raum haben möchte oder nicht. Finanziert hat das Tim Draper. An alle die es nicht glauben, bitte googeln. Die Idee des Silicon Valley ist genau die alten Strukturen zu herauszufordern. Das übliche Taxi gefällt Dir nicht? Ueber ist die Antwort. Hotels zu spiessig? Airbnb.

      • Réda El Arbi sagt:

        Das hört sich für mich eher wie libertärer Anarcho-Kapitalismus an und läuft am Ende auf Sozialdarwinismus hinaus.

        • Andrea sagt:

          Das Koch macht ja dasselbe. Nach wie vor fehlen mir die Argumente. Auch finde ich es schade, dass Koch vs. Züri-Gesellschaft keine Argumente bieten kann. Wenn man die UBS „besetzt“, ist es eine Frage der Zeit bis einem die Puste ausgeht. Warum gehen all die Besetzer übrigens nicht in diese Bergdörfer die wegen der Abwanderung vom Aussterben bedroht sind. Ah genau, dort ist Anarchie nicht spannend genug.

    • Andrea sagt:

      Die Idee von Silicon Valley und andere Startup Szenen ist die bisherige Gesellschaft heraus zu fordern. Genau das vermisse ich beim Kochareal. Ich fühle mich wieder an die 80er in Züri erinnert. An die Jugendkrawalle. Heute läufts einfach etwas anders ab, im Koch. Trotz allem: für die Gesellschaftskritik reichts nicht, neue Ideen fehlen.

      Ja, die UBS: habt ihr auch nur einmal daran gedacht, dass das Grundstück vielleicht jemandem gehört? So wie ihr den Besitz aneignet, gehört dieser auch jemand anderem.

      Ich hätte mir eine intelligente Diskussion gewünscht. Genau das stört mich.

      Ansonsten: Freiraum ahoi. Ganz meine Linie.

  • Andrea sagt:

    @Buchi: wenn Sie schon direkt aus dem Kochareal kommentieren. Dann sagen Sie doch auch etwas zur Situation? Was sind Ihre Ziele? Warum seid ihr Besetzer? Wir wollen es wissen.

    Vom Züriberg

    • hans sagt:

      Gehen Sie doch einfach hin und schauen Sie es sich an.

    • Andrea sagt:

      Es geht um die gesellschaftlichen Argumente, nicht ob ich mich ins Tram setzen kann oder nicht. Sorry.

      Einer der heissesten Themen seit langem im Tagi, und das Koch schweigt, leckt sich die Wunden, zieht eine Schnute oder motzt.

      Bitte melden. Wir brauchen eine View from the Inside. Wir die Gesellschaft braucht es. Enteignung, Umverteilung, rechtsfreier Raum sind die hot topics von heute. Es betrifft uns alle.

  • Renato Döbeli sagt:

    Fünf Anwohner bombadieren die Polizei mit Lärmklagen und werden von SVP und FDP unterstützt. Der Tagi beginnt mit einer breit angelegten Kampagne und sekundiert den Bürgerlichen. Eine Medienposse sondergleichen, ohne wirliche Relevanz im Quartier. Logisch springt nun auch der Reda auf.

    • Réda El Arbi sagt:

      Also behandeln die Besetzer die Anwohner nicht wie Menschen zweiter Klasse, die weniger Rechte haben als sie selbst? Alles von mir erfunden?

      • Diego sagt:

        Nicht von Dir, aber erfunden. Menschen zweiter Klasse? Ernsthaft? Schade, machst Du da mit. Ich zweifle, dass es fünf sind – der Grossteil der Klagen stammt von zwei Anwohnern und die eine davon spinnt total. Die Veranstaltungsräume wurden aufwändig gedämmt, da hört man nichts mehr. Die Verantwortlichen bei der Stadt wissen das. Bier kostet 3.-, Eintritt max 5.-, die Besetzer bezahlen Strom/Wasser/Müll/etc, verdienen tut niemand. Und ein bisschen Leben gehört hoffentlich zur Stadt, oder? Auch wenn manchmal jemand rumjohlt oder etwas Müll rumliegt – die Artikel waren haarsträubend. Es geht auch anders, siehe z.B. Ritter in Schweiz am Sonntag oder Woz vor 2 Wochen – da wurde noch recherchiert.

        • Réda El Arbi sagt:

          Sorry, ich hab mit mehr als 5 Anwohnern gesprochen. Von denen hat keiner eine Klage einegreicht. Sie sind eigentlich offen für Besetzungen und finden Freiräume gut. Nur jetzt nicht mehr, weil sich die Besetzer im Alltag wie Arschlöcher verhalten. Damit ist eben nicht nur der Lärm gemeint, sondern auch der persönliche Kontakt, wenn man jemanden zum Beispiel darauf hinweist, seinen Müll und seine Hundescheisse mitzunehmen.

          Der legale Teil ist mir eigentlich egal. Mir gehts um das Zwischenmenschliche. Und da haben die Besetzer eine Scheissattitüde an den Tag gelegt.

          • Diego sagt:

            Gut, das steht meiner Erfahrung nunmal gegenüber. Da hats Arschlöcher und nicht alle sind so clean wie der Rest der Stadt, aber die meisten sind super freundlich. Klar bietet es sich an, wenn etwas Scheisse rumliegt, dies den Besetzern nebenan in die Schuhe zu schieben. Aber wenn man nun bei jeder Gelegenheit willkürlich mutmassliche Bewohner anquatsch und verlangt, dass sie irgendwo rumliegenden Müll wegmachen, kommt das halt nicht immer gut an. Arschlöcher hats auch in der Umgebung. Ich glaube kaum, dass jemand mit freundlichen Fragen häufig auf eine Scheissattitüde trifft. Aber hey, ich finde es zu akzeptieren, dass es autonome Räume gibt – MIT den negativen Begleiterscheinungen.

            • Réda El Arbi sagt:

              Darauf wette ich, solange DU die negativen Begleiterscheiungen nicht erdulden musst. Wie gesagt, Freiraum bedeutet, einen Raum frei zu nutzen. Es bedeutet nicht, den Freimraum der anderen in Mitleidenschaft zu ziehen. Schwer zu glauben: Die Anderen haben auch ein Recht auf ihre Lebensgestaltung.

          • Diego sagt:

            Ich wohne gleich daneben, erdulde die negativen Begleiterscheinungen und habe mit den Besetzern Kontakt. Ich gebe auch zu, ich habe früher selber besetzt (Du ja offenbar auch?). Aber das mit dem „Schwer zu glauben“ ist nun wieder so polemisch. Tu doch nicht so, als ob irgendwer den Anwohnern das Recht auf ihre Lebensgestaltung absprechen würde. Die Besetzer geben sich Mühe bzgl Lärm, Müll, Umgang; die Stadt setzt sich ein – nicht alles läuft reibungslos, aber das gehört doch zum Leben hier. Sogar SVP Vertreter im Gemeinderat meinen, dass das jetzt ein bisschen sehr dramatisch war. Dass sie ihre Hanfpflanzen nicht wegmachen und auf Baubewilligung pfeiffen, macht die Besetzung ja gerade aus.

            • Réda El Arbi sagt:

              Die Hanfplanzen und die Baubewilligungen interessieren mich doch nicht. Und ja, ich habe selbst besetzt, jahrelang. Und das Hauptanliegen war, ein Teil des Quartiers zu sein, und den Leuten im Quartier einen Mehrwert zu bieten, eine Gemeinschaft zu bilden. Schon damals gabs elitäre Arschlöcher, die jeden, der nicht zur Peergroup gehörte, wie einen Klassenfeind betrachtete. Meistens sind das die Lautesten.

            • Réda El Arbi sagt:

              PS. Warum denkst du, will Mauro Tuena eine Räumung aller besetzten Häuser? Und warum hat er wohl von der FDP Unterstützung? Könnte das was mit den Angriffen auf Tuena und Leutenegger zu Binz-Zeiten zu tun haben?

          • Diego sagt:

            Vielleicht, aber es wäre naiv, von Tuena/FDP zu erwarten, dass sie besetzte Häuser unterstützen würden, wären diese Geschichten nicht. So viel ich weiss, wurden die zwei vom Fest auf dem Binz-Areal im letzten Jahr vetrieben, also nicht unbedingt Angriffe während Binz-Zeiten (2013 Schluss). Finde ich es gut, wenn die Herren gewalttätig angepöbelt werden? Nein. Sollten sie bei solchen Festen als rechte Politiker willkommene Gäste sein? Nein. Sie wissen, dass sie da nichts zu suchen haben. Warum sie mit dem Kamerateam aufkreuzen, kann man sich ja ausmalen – wie die Kampagne nun. Schade, fielen die Besetzer darauf rein. Dass es in der Szene Idioten gibt, lässt sich aber leider nicht verhindern.

        • adam sagt:

          Sehe ich ähnlich wie Du, Diego. Ich war vor der wirklichen Besetzung der Binz Mieter. 140 m2 Werkstatt für 200 Stutz. Ungeheizt natürlich. Ich verstehe die Hitze in so einer Begegnung, aber wenn TeleZüri mit Scheinwerferlicht, Leutenegger und Tuena aufs Areal kommt, dann ist die Reaktion verständlich, aber auch genau so gewollt. Das war nicht sehr schlau in diese Falle zu tappen. Die gleichen Mechanismen heute. Nachricht von heute Morgen: Hanfanlage im Koch Areal. Wie blöd muss an sein…

    • geezer sagt:

      und wenn es nur einer wäre, der fast die ganze nacht ohne schlaf auskommen müsste! aber für Döbeli ist dieser halt das quotenopfer, damit die anderen ‚es bitzeli de plausch‘ haben können. tolles verständnis von rücksicht und zusammenleben.

      kannst du hier mal deine adresse geben, damit die blog-leserschaft regelmässig unter der woche bei dir vor dem balkon – sagen wir mal so ab 23.30h – party machen kann? tu doch nicht so blöd, wir dürfen schliesslich auch unseren spass haben!

      sorry Döbeli, aber das ist nur idiotisches, egoistisches geschwätz von einem, der’s nicht besser zu wissen scheint.

      • Lichtblau sagt:

        Vor allem ist es der Rest der „Arbeiterklasse“, der morgens sehr früh aufstehen muss. Keine Ahnung, wie sehr mich der Lärm stören würde, ich fange viel später an. Aber immerhin kann ich mir vorstellen, wie es ist, nach einer halb durchwachten Nacht zur Arbeit zu müssen.

  • geezer sagt:

    „..dass ihr euch als kulturelle und politische Elite versteht, die sich hart von der «Mainstream»-Gesellschaft abgrenzen muss.“

    im grundsatz also keinen scheiss besser, als alle anderen, die zu hoch von sich denken. bei pubertierenden kann man solches verhalten noch mit mangelnder lebenserfahrung (und persönlicher verunsicherung) erklären; bei erwachsenen zeugt es einfach von einem einfachen, egoistischen und ideologisch verblendeten geist.

  • Thomas Ratlos sagt:

    Ich habe eine Frage an die Hausbesetzer – leider aber übersteig es die hier erlaubten 700 Zeichen.
    Es würde mich wirklich interessieren: http://pastebin.com/N8JF5RuL

    • Diego sagt:

      Quatsch, man muss halt die Berichterstattung etwas kritischer betrachten. Da wird kein Quartier terrorisiert, die Anwohnerin, welche immer im Tele Züri auftritt, welche den Grossteil der Klagen eingereicht hat und welcher von der Stadt eine Ersatzwohnung angeboten wird, ist dermassen Wirr, dass die Verantwortlichen von der Stadt realisiert haben, dass sich die Situation mit ihr nicht beruhigen kann. Natürlich bietet die Stadt nicht einfach jemandem eine Ersatzwohnung, wenn daneben Terror herrscht. Was ist mit den anderen Anwohnern? Die haben zu 99% kein Problem, sondern regen sich über die Hetze auf, ich inkl. 700 Zeichen leider weg, vielleicht schreibe ich später zum Rest der Frage etwas.

      • Réda El Arbi sagt:

        Das ist etwas einseitig dargestellt. Die 99 Prozent sind einfach eine Erfindung deinerseits. Ich kenne gleich einige Anwohner, die nicht klagen, nicht in den Medien auftreten und eigentlich für Besetzungen sind. Solange sie von den Besetzern nicht wie A********** behandelt werden. Wurden sie aber.

        • Diego sagt:

          OK – aber eine bisschen Differenzierung statt davon zu sprechen, dass alle Anwohner terrorisiert werden, würde der Debatte gut tun. So schlimm, wie es nun einige Male dargestellt wurde, ist es ganz einfach nicht. Da hört man von den lautesten Konzerten gar nichts mehr, ausser wenn draussen jemand singt – worauf aber ebenfalls geschaut wird. Ich kann da absolut problemlos schlafen. Wenn Du mit so vielen Anwohnern gesprochen hast, muss Dir doch klar geworden sein, dass einige gar kein Problem haben. Sonst habe ich auch meine Mühe, das zu glauben und dann steht halt Aussage gegen Aussage. Schade, wenn wir nicht ehrlich darüber sprechen können.

          • Réda El Arbi sagt:

            Zitat: „Der Lärm stört mich nicht besonders. Ist ja auch nicht so häufig. Es ist eher die Art, wie man mich als Anwohner behandelt.“

            Natürlich sind nicht alle Besetzer des Areals asoziale Egoisten. Und natürlich werden nicht alle Anwohner permanent angepöbelt.

            Aber offenbar genug, um Unfrieden zu stiften und den BEsetzungsgegnern Munition zu liefern. Wenn ich, als Unterstützer, keine Kritik mehr anbringen darf, ohne gleich zum Feind zu zählen, dann weiss ich auch nicht.

            Es hat sich offenbar in der Wahrnehmung vieler Besetzer nicht viel geändert. Immer noch „Entweder für uns oder gegen uns.“ Schwarzweiss.

          • Diego sagt:

            Ja, das finde ich auch schade. Ich stimme einem Teil deiner Aussagen ja zu – verheerend, wie die Besetzer teilweise mit ihrer Situation umgehen. Ich seh darin leider das Ende der Szene in einigen Jahren. Ich habe hier gepostet, weil vieles masslos übertrieben wird. Und wenn Du nicht der Feind sein willst, fände ich kritischere Töne gegenüber der Berichterstattung auch sinnvoll. Wenn dir Anwohner erzählen, dass beispielsweise der Lärm eben genau nicht so schlimm ist, ist das doch auch interessant. Ich hoffe, Dir ist bewusst, wie dein Text hier hetzerisch wirkt. So heizst Du das ganze ja noch mehr an. Aber davon lebt ja wohl auch ein Blog und ich kann es akzeptieren. Immerhin diskutierst Du.

      • Thomas Ratlos sagt:

        Okay, auch kritisch betrachtet, auch wenn überspitzt wurde – wohl immer von beiden Seiten – mich würde es eben wie gesagt interessieren, mit welcher Begründung man die Duldung rechtfertigt?

        Weshalb haben die Besetzer von der Stadt eine Sonderstellung und dürfen Liegenschaften ohne Mitzahlungen unbefristet nutzen? Was gibt ihnen das Recht? Was ist der Nutzen für die Stadt und die Bewohner? DAS möchte ich gerne wissen.

        Eigentlich eine eifache Frage, nicht?

        (klar, macht es Spass, ohne Rücksicht und Verantwortung die ‚Sau rauslassen‘ zu können. Aber das auf Stadtgebiet ohne Entschädigung ist ein Affront an alle restlichen Stadtbewohner). Sehe ich keinen Grund zu dulden.

        • Réda El Arbi sagt:

          Das haben wir bereits in den 90ern ausgeknobelt. Solange ein Gebäude nicht genutzt wird und noch keine Abriss- bzw Baubewilligung ansteht, kann es besetzt werden. Geräumt wird erst bei Baubeginn. Die meisten Stadtzürcher können ganz gut damit leben. Solange ein Mindestmass an Rücksicht auf das umgebende Quartier ersichtlich ist.

          • Maiko Laugun sagt:

            Ihr habt gar nichts erreicht. Ihr seid nur in eine gezielte Falle getappt. Du hältst eine Illusion aufrecht und merkst es nicht.

            • Réda El Arbi sagt:

              Sorry, die ganzen Zwischennutzungen, die Abschaffung des Wirtepatents, die Fixerstübli, das Ende der Polizeistunde – alles direkte und indirekte Folgen der Besetzerszene. Hätten wir nichts erreicht, gäbs bei jeder Besetzung noch wochenlang Strassenschlachten und Sachschaden.

        • Diego sagt:

          Ich habe oben http://blog.tagesanzeiger.ch/stadtblog/2016/10/10/die-konsumenten-vom-koch-areal/#comment-716442 grob skizziert, warum für mich Besetzen wichtig war und heute wichtig ist, dass es andere machen.
          Unbefristet nutzen stimmt natürlich nicht – besetzte Häuser gibt es maximal immer so lange, wie eine Liegenschaft leer steht. Ein bisschen Leben darin ist doch sinnvoller, als ungenutzt oder brach? Vor allem angesichts Wohnungsnot und Freiraummangel. Ausserdem werden die die Gebäude ja nicht einfach zur verfügung gestellt, sondern besetzt – da liegt ein Erkämpfen dahinter, das nicht immer funktioniert. Man muss durchaus viel Aufwand betreiben und mit juristischen Konsequenzen rechnen.

  • Ralf Schrader sagt:

    Dazu passt:

    Erich Mühsam: Der Revoluzzer

    War einmal ein Revoluzzer,
    Im Zivilstand Lampenputzer;
    Ging im Revoluzzerschritt
    Mit den Revoluzzern mit.

    Und er schrie: ‚Ich revolüzze!‘
    Und die Revoluzzermütze
    Schob er auf das linke Ohr,
    Kam sich höchst gefährlich vor.

    Doch die Revoluzzer schritten
    Mitten in der Strassen Mitten,
    Wo er sonst unverdrutzt
    Alle Gaslaternen putzt.

    Sie vom Boden zu entfernen,
    Rupft man die Gaslaternen
    Aus dem Strassenpflaster aus,
    Zwecks des Barrikadenbaus.

    Aber unser Revoluzzer Schrie:
    ‚Ich bin der Lampenputzer
    Diesen guten Leuchtelichts.
    Bitte, bitte, tut ihm nichts!

    • Ralf Schrader sagt:

      Doch die Revoluzzer lachten,
      Und die Gaslaternen krachten,
      Und der Lampenputzer schlich
      Fort und weinte bitterlich.

      Dann ist er zu Haus geblieben
      Und hat dort ein Buch geschrieben:
      Nämlich wie man revoluzzt
      Und dabei noch Lampen putzt.

      Erich Mühsam, Anarchist, hat das Lied den Sozialdemokraten gewidmet, die schon vor 100 Jahren so wenig links waren, wie der Autor diesen Blogs und z.B. auch alle Grünen dieser Welt.

      • Réda El Arbi sagt:

        Ach gähn. Wer „links“ noch nach den Parametern der Oktoberrevoltion definiert, ist dumm. Und wer denkt, Anarchie sei eine Option mit echten Menschen und ihren Schwächen, ist verblendet.

        Zusammenleben. So einfach ist das. In der Schweiz haben wir mit der direkten Demokratie die beste aller schlechten Regierungsformen. Es gibt keine bessere, die nachhaltig funktioniert. Ohne Massaker, Umerziehungslager, Mord und Totschlag.

        • Ralf Schrader sagt:

          Klar gibt es eine bessere Regierungsform und die kommt auch. Für heute reicht, dass man zumindest 2016 entweder links, oder Demokrat sein kann. Später geht das schon, aber das ist dann eine ganz andere Form von Demokratie, nämlich die ohne Parteien und Staat.

          Es ist ja auch nicht schlimm, in der bürgerlichen Mitte lokalisiert zu sein, eben bei den Sozialdemokraten, den Grünen und selbst bei 99% der bundesdeutschen LINKEN. Nur soll man dann nicht damit prahlen, links zu sein.

          Die Kriterien kann man im Aufsatz ‚Was ist heute links?‘ von Michael Brie und Christoph Spehr nachlesen. Zeitschrift kontrovers, 01/2006. Also etwas später als die Oktoberrevolution.

          • Réda El Arbi sagt:

            Ja, in Zukunft, als Utopie und blablabla. Stabilität und Sicherheit hat bisher nur unsere direkte Demokratie bewiesen. Alle anderen versuche endeten immer im Krieg oder Bürgerkrieg.

        • Renato Döbeli sagt:

          Ach gähn. Wer die Schweiz als direkte Demokratie definiert, ist dumm.

          • Réda El Arbi sagt:

            Ok, dann zeig mir ein System, das besser funktioniert und den Namen „direkte Demokratie“ mehr verdient. Aber in der echten Welt, nicht in deiner revolutionären Fantasie.

          • tom tailor sagt:

            ich kenne reda nicht, aber ein satz in seinem blog ist: „Aber glaubt mir, das sind entweder pubertäre Vollidioten oder ideologisch Verblendete. Ich erkenn das, ich war beides.“ nun denn, selbsterkenntnis ist der erste schritt zur besserung. wenn man aber wie döbeli und schrader denkt und argumentiert (zb. dass Die Linke in D – wohlgemerkt offiziell die nachfolgepartei der SED, die auf menschen hat schiessen lassen!!! – bürgerlich sei…?!?), ist wohl hopfen und malz verloren. einsicht null, nur die bösen anderen sollen finanzieren, den lärm, die arschlöcher und die scheisse ertragen.
            in eurem staat will ich nicht leben, und ich kenne keinen, wirklich absolut keinen, der das wohl wollte!

          • Renato Döbeli sagt:

            Wow, ich schreibe einen Satz, weil mich die schnodrige Art von Réda auf das Gedich von Schrader etwas nervt und werde hier gleich als Revoluzer betitelt. Ihr kennt mich nicht, Réda und Tom, beleidigt mich aber persönlich, wegen einem Satz. Da habe ich Mühe.
            Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die Schweiz eine halbdirekte Demokratie, mit direktdemokratischen Elementen ist. Eine wirkliche direkte Demokratie finden wir noch im Kanton Glarus und Appenzell Innerhoden.
            Ausserdem gehe ich mit dir einig Réda, dass das ein sehr gutes System ist, das funktioniert. Aber du hast dir deine Meinung über mich, anhand von einem Satz ja schon gemacht.

            • Réda El Arbi sagt:

              Vielleicht solltest du dich in zukunft genauer ausdrücken. Weil im Kontext zu Ralfs anderen Kommentaren und diesem speziellen Kommentar erschien deine Einschätzung der Schweiz als direkte Demokratie wie eine Verteidigung libertärer Ideen.

  • dr house sagt:

    lieber réda, als anwohner des KOCH, sprechen Sie mir aus dem herzen. nach rund 3 jahren (der lärmterror begann nicht erst dieses jahr!), müll und auch die ganze visuelle hässlichkeit, die da zelebriert wird, haben es DIESE besetzer (es gibt auch sehr wohl andere!) es einfach vergeigt und sie schaden ALLEN besetzern.
    ich kenne eine anwohnerin, die mehrfach versuchte, genau das zu verhindern, was jetzt eingetreten ist. sie suchte, als viele im quartier schon nach dem gesetz schrieen, mehrmals den kontakt mit diesen leuten und scheiterte jedoch an deren arroganz und kaltschnäuzigkeit, dass auch sie am schluss irgendwann das 117 wählte. die besetzer sind selber schuld!

  • Dr. Ego sagt:

    WTF? Was geht den hier ab? Punkt 1: nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt überall Deppen und Idioten – diese Pauschalisierung (aka ‚das Areal, die Besetzer sind schuld‘) geht zu weit!
    Punkt 2: Freiräume sind m.E. dadurch definiert, dass Leute auch über die Stränge schlagen. D.h. ein taktisches Verhältnis zwischen Grenze und übertritt. Nur darin liegt innovative Kraft und kein Stillstand.
    Punkt 3: Niemand zwingt die Allgemeinheit dazu Polizeieinsätze wg. Hundekot und Lärm zu bezahlen!
    Punkt 4: Gesichtslose Feiglinge?! Roll das nochmal bitte anders auf: Hier geht es doch wohl hoffentlich um Inhalt und nichts anderes, oder? Beschimpft werden solltest Du auch nicht mit meinem…

    • Réda El Arbi sagt:

      Ich sage ja im Text, dass es nur Einige sind. Leider sind es offenbar diese, die das Verhalten gegenüner Anwohnern prägen.

      Punkt 2: Freiräume sind es dann, wenn man innerhalb dieser Räume Freiheiten nutzt. Nicht wenn man die Räume der anderen in Mitleidenschaft zieht. So schwer es zu verstehen ist: Die Anwohner haben mindestens die gleichen Rechte auf Lebensgestaltung wie die Besetzer, right?

      Punkt 3: Doch. Wir leben in einem Rechtsstaat, indem die Polizei nicht einfach sagen kann: Geht uns nichts an, die Besetzer stehen ausserhalb des Rechts. Dein Punkt ist nicht nur dumm, er ist asozial.

      Punkt 4: Eine Aussage ist abhängig von der Person, die sie macht. Oder denkst du, wenn Trump sagt „Ich respektiere Frauen“ ist das dasselbe, wie wenn eine andere Person das sagt? Glaubwürdigkeit der Aussage ist an die Person gebunden. Anonym leidet einfach der Impact. Ich nehm anonyme Aussagen einfach nicht so ernst.

    • tom tailor sagt:

      @dr.ego: wenigstens pseudonym gut gewählt.
      zu 1: seid ihr eine community oder ein haufen egoistischer idioten, die sich um die meinung der andern innerhalb desselben areals foutieren? also, tragt eure verantwortung in der gemeinschaft, und bindet die lärmmacher, störenfriede und egomanen zurück!
      zu 2: siehe reda, nothing further!
      zu 3: solltest du je steuern bezahlt haben (was ich bezweifle!), wüsstest du, dass dir da keine separate rechnung für „reinigung kochareal und umgebung“ geschickt wird. in diesem sinne ist deine aussage asozial und extrem naiv!
      zu 4: nach wie vor gab es noch keine/n aus eurer szene, der mit namen hinstand und sachlich argumentierte. ergo: feiglinge!

      • Diego sagt:

        Leere Beschimpfungen. Denke du versteht Réda falsch, wenn Du ihm hier voll beipflichtest. Tu nicht so, als würdest du besetzungen sonst unterstützen. Wohnst Du in der Nähe oder ist das einfach das übliche Gehate? Hier gibt es beispielweise eine sachliche Diskussion, die Du gerade ignorierst. Und die Sache mit den Steuern ist ja wohl das lächerlichste Argument. Wieso sollten Besetzer keine Steuern zahlen? Ohje.

        Aber noch zur Anonymität (and an Réda gerichtet). Wenn man besetzt, ist doch klar, dass man diese wahren muss. Sonst wird einem juristisch übel mitgespielt.

        • Réda El Arbi sagt:

          Naja, da war und bin ich anderer Meinung. Also, was die Anonymität angeht. Entweder man glaubt an seine Vision, und dann steht man die Konsequenzen durch, wie eben viele politisch Aktive rund um die Welt, oder man ist nur ein Mitläufer. Natürlich kann man sich das selbst mit jeder Menge Revolutionsromantik schönreden.

          Ich persönlich war bei meinen Aktionen nie anonym. An Demos hab ich mir ab und zu etwas vors Gesicht gehalten, aber wegen des Tränengases, nicht wegen der Identität. Und ehrlich, die Polizei kann ohne grossen Aufwand eruieren, wer besetzt. Der Rest ist Vorsorge, dass man als Kreativer in zehn Jahren keine Hindernisse in der Karriere hat.

          • Diego sagt:

            Tapfer von Dir. Ich bin kein Kreativer, mein Arbeitgeber findet Besetzungen cool, von Revolution halte ich nicht viel und trotzdem schützte ich meine Identität. Das tun die meisten heute, besonders diejenigen, welche keine Mitläufer sind. klar kann die Polizei das ausmachen, aber für eine Verurteilung bracht es mehr. Und ein paar Mal Hausfriedensbruch macht das Besetzen leider unmöglich, ganz abgesehen von sonstiger Überwachung. Das ist immer wieder passiert, ein zugegebenermassen extremes Beispiel: https://www.woz.ch/-66e7

            Nun gut, ich bedanke mich für die Diskussionen und verabschiede mich für heute.

            (Zuerst falsch gepostet, Sorry, Du kannst den anderen löschen.)

    • hans sagt:

      @dr.ego:
      “ D.h. ein taktisches Verhältnis zwischen Grenze und übertritt. Nur darin liegt innovative Kraft und kein Stillstand.“
      Das Problem an diesem Satz: die neoliberalen Kapitalisten würden diesen Satz begeistert unterzeichen. Bildung hat noch nie jemandem geschadet… auch im Jahr 2016 nicht…

  • irene feldmann sagt:

    Ich verstehe nicht weshalb du von BESETZERN buergerliches-konservatives verhalten erwartest reda….partylaerm und hundekot, echt jetzt….

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein, ich erwarte, dass sie ihr Umfeld nicht wie Scheisse behandeln.

      In Amsterdam und Hamburg kriegen es die Besetzer hin, ein gern gesehener Teil des Quartiers zu sein. Nicht eine arrogante Elite.

      • Dr. Ego sagt:

        Seemingly no idea: Nenne doch mal bitte ein besetztes Haus in Hamburg – da bin ich aber gespannt!

        • Réda El Arbi sagt:

          Naja, die jahrelangen Besetzungen haben inzwischen (also seit ungefähr 2005) einen legalen Status. Die anderen Besetzungen wurden sofort und unter Anwendung von Gewalt geräumt. Das Koch-Areal fördert zweiteres, nicht ersteres.

      • irene feldmann sagt:

        Erwartungen…in jeder gruppe sind parasiten, feiglinge und manipulative egoisten. Besetzer….ein statement von denen die besetzung und schon geht es los mit der reelen wahrheit. Der goldene mitelweg existiert, speziell nicht wo antigesetz maessig gehandelt wird. Was ich zum ueberlegen finde ist, weshalb wird die besetzung zugelassen?? Geneinsames interesse? Eventuelle strategie beider seiten?? Impotenz von seiten staat ?? Glaube ich nicht. Es beginnt und endet alles uebers geld, der rest ist tarnung!

        • irene feldmann sagt:

          Sorry fuer die massiven schreibfehler. Ein besetzter morgen::)))

        • Réda El Arbi sagt:

          Nein, die Besetzungen werden seit den 90ern zugelassen, weil es in dieser Stadt wirklich an unorthodoxen Freiräumen fehlt. Das Gleichgewicht zwischen Besetzern und Staat wurde lange erarbeitet und hat über Jahre zu Demonstrationen geführt. Die meisten Stadtbewohner haben Verständnis für Besetzungen und unterstützen diese. Nur, wenn sie von den Besetzern wie Arschlöcher behandelt werden, reichts irgendwann.

  • buchi sagt:

    und was ist mit den sanierungs kosten die unter den sei 30 jahren defekten treibstof tanks auf dich warten ? geschaentzt 300miochfr

    • Réda El Arbi sagt:

      Was hat das damit zu tun, ob man seine Nachbarn Scheisse behandelt? Und zwar nicht nur die mit den Lärmklagen, sondern auch die, die sich anfangs für die Besetzung stark machten, aber jetzt nur noch die Schnauze voll haben. „Die Anderen haben auch …“ ist übrigens ein Kindergartneargument.

  • buchi sagt:

    wir bezahlen unseren strom selbere !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    koch areal

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, den, den ihr gerade aus der Steckdose holt. Der Rest der Infrastruktur wurde leider von den anderen Stadtbewohnern bezahlt.

      Aber wenn ihr soviel auf Autonomie gebt, warum gründet ihr nicht ein Walden 3 (google Walden2)?

      • buchi sagt:

        nebenkosten 75.- properson undb monat 40000.-strom rechnung pro jahr
        koch areal

        • Réda El Arbi sagt:

          Das mit dem Strom hab ich korrigiert. Deinetwegen. Dann bleibt noch die Reinigung rund ums Areal, der Müll, etc.

          Und „Pro person“? Ehrlich jetzt? Niemand weiss wriklich, wie viele Bewohner da sind, und keiner weiss wer. Die Anonymität ist eine andere Geschichte. Irgendwie kann ich Leute nicht ganz so ernst nehmen, wenn sie nicht mit ihrem Namen für ihre Überzeugungen einstehen können.

  • Maiko Laugun sagt:

    @Lieber Réda: Falls Dein Text ernst gemeint ist, dann ist es nur noch ein ganz kleiner, aber vermutlich schmerzhafter Schritt, zuzugeben, dass Dein Leben trotz guter Gesinnung auch im politischen Sinne (Aktivitäten) ein kleines bisschen Schei**e war.

    • Réda El Arbi sagt:

      Nope. Mein Leben war ganz in Ordnung. Es hat einen Unterschied, ob man keine Freiräume hat und dann dafür auf die Strasse geht, oder ob man Freiräume hat, die missbraucht und dann auf die Strasse geht. Ich hab manchmal die falschen Mittel für die richtigen Ziele eingesetzt. Aber das ist der Leichtsinn der Jugend.

      Natürlich hab ich seit damals eine Entwicklung gemacht. Schliesslich ist es das, was Menschen erreichen sollen.

      • Maiko Laugun sagt:

        „..Freiräume ..“ sind relativ. Bin 50+ und hatte damals solche. Aber gut, mit dem Vergleich ..“oder ob man Freiräume hat, die missbraucht ..“ kann ich als Antwort leben.

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