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Kinder, KESB und Katastrophe

Réda El Arbi am Mittwoch den 31. August 2016
Eine Behörde, die sich leicht als Feindbild eignet.

Eine Behörde, die sich leicht als Feindbild eignet.

Man hört immer wieder von Fällen, in denen die Kinder- und  Erwachsenenschutzbehörde offenbar völlig versagt hat. Was man nicht hört, sind die anderen 99 Prozent der Fälle, in denen diese Behörde Leben rettet und Katastrophen verhindert.

Die Negativbeispiele haben auch immer das gleiche Muster: Eltern, die sich ungerecht behandelt fühlen und sich lautstark zur Wehr setzen. Natürlich hört man die Kinder nicht, weil die noch keine Stimme haben. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich Eltern nicht dankbar zeigen, wenn man ihre Kinder fremdplatzieren muss. Es liegt aber auch in der Natur der Sache, dass die KESB nicht die Interessen der Eltern schützt und verteidigt, sondern die der Kinder. Eben, weil die noch keine Stimme haben und sehr leicht zu beeinflussen sind. Kinder würden sich niemals gegen Mama und Papa aussprechen, selbst wenn ihr Leben die Hölle ist.

Nun werden sich einige fragen, warum ich mich als kinderloser Mittvierziger zu diesem Thema äussere. Nun, ich war eines der Kinder, die froh gewesen wären, wenn es bereits eine KESB gegeben hätte. Ich wuchs in einer hoch dysfunktionalen Familie auf, und vom damaligen Sozialamt wurde erst eingegriffen, als bereits alles den Bach runtergegangen war. An den Verletzungen, die damals entstanden, arbeite ich noch heute. Hätte eine Behörde fünf Jahre früher eingegriffen, wer weiss, wie meine emotionale Persönlichkeitsstruktur heute aussähe. Und es gibt viele Kinder, die jetzt da draussen ein anständiges Leben leben, eben WEIL die Behörde eingegriffen hat.

Ich kenne einige Leute, die bei der KESB arbeiten, und es sind keine Monster, die im Namen einer anonymen Behörde Kinder in düstere Heime stecken. Es sind Menschen, die eine der schwersten Verantwortungen in unserem Staat tragen müssen. Sie müssen zum Wohle des Schwachen in die intimste Zelle unserer Gesellschaft – die Familie – eindringen. Das geht sehr selten ohne Widerstand. Greifen sie ein, werden sie gehasst. Greifen sie nicht ein, kann das im schlimmsten Falle zu Misshandlungen – psychisch öfters als physisch – oder sogar zu einem Kindsmord führen. Sie können also in den Augen der Öffentlichkeit nur versagen.

Und eben, da, wo sie erfolgreich intervenierten, mit Eltern, Schulen und Umfeld eine Lösung fanden, steht niemand hin und sagt der Presse: «Es ist jetzt alles gut gelaufen.» Es gibt keine grossen Schlagzeilen mit «Gut gemacht, KESB! Weiter so!»

Bei den KESB-Gegnern, die sich zum Teil wie clandestine Widerstandsgruppen aufführen, ist das Feindbild so gross, dass man sich nicht mehr in der Realität befindet. Die KESB wird zum Symbol der Unterdrückung, die verletzten Eltern zu Märtyrern. Das Credo: «Eltern wissen immer besser, was gut ist fürs Kind.» Der Kampf gegen die staatliche Übermacht wird zum Freiheitskampf stilisiert. Der eigene Unterstützerkreis versteht sich als romantische «Résistance». Und das erste Opfer in diesem dem Ego der Eltern geschuldeten Drama ist das Kindswohl.

Wer denkt, er handle fürs Kindswohl, wenn er sein Kind versteckt, entführt, ausser Landes bringt oder sonst irgendwie in einer Privatfehde mit einer Behörde als Spielball für das eigene Ego benutzt, hat in meinen Augen schon bewiesen, dass er oder sie als Elternteil versagt.

Natürlich ist die KESB nicht perfekt oder fehlerlos. Es gibt Fehlentscheidungen, schliesslich arbeiten da auch nur Menschen.  Auch im relativ neuen System hats noch Fehler. Aber wir leben nicht in einer Diktatur, sondern in einem Rechtsstaat, in dem man Mittel und Wege hat, sich für sein Recht zu wehren. Dieser Weg kann lange und schwierig sein. Er ist auf jedenfall besser fürs Kind, als eine Schlammschlacht in der Presse oder ein Leben auf der Flucht.

Natürlich fühlen sich Eltern machtlos und wütend, wenn ihnen ihre Kinder weggenommen werden. Nur sollten sie dann ihren Kreuzzug gegen die Behörden nicht auf den kleinen Rücken ihrer Kinder austragen.

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147 Kommentare zu “Kinder, KESB und Katastrophe”

  1. Andy sagt:

    Die Wahrheit ist, dass die KESB nicht hilft, sondern Menschen in die Armut und in den Suizid treibt. Das ist Fakt und wer das leugnet hat keine Ahnung. Ich bin selbst ein Betroffener. Ich wurde wie 10 andere Personen Opfer einer dreisten und hinterhältigen Betrügerin. Statt die Betrügerin in den Knast zu bringen kam die KESB und erklärte mich als Handlungsunfähig. Seither wird mein Geld verblödet, legt man Beschwerde ein beim zuständigen Gericht, kommt ein befangener Richter und erklärt, dass man eh keine Chance habe, weil er mit den KIESB Leuten befreundet sei, Die KESB ist ein Monster, verleumdet, belügt die Leute.. Beweise sind genug vorhanden. Mir bleibt nur die Flucht aus der Schweiz!!

    • Réda El Arbi sagt:

      Schon mal überlegt, dass es vielleicht keine Vreschwörung ist, wenn jede Instanz gegen Sie entscheidet? Könnte nicht auch ein Teil an Ihnen liegen?

  2. MARIA sagt:

    ch habe selber seit mehr als 3 jahren mit KESB zu tun. sie werden von der KESB nicht geholfen, sondern sie müssen ihre befehle folgen, ansonsten werden sie mit obhutentzug bedroht. die kinder werden nicht berücksichtigt. der vater muss keine alimente bezahlen, seine pflicht nicht wahrnehmen, seine kinder über nacht alleine lassen, usw..interessiert die beiständin und die KESB nicht. urteil konflikt bei den eltern ohne begrüdung auf unbestimmte zeit. man kommt nicht von ihnen los, auch wann es den kinder gut geht. jetzt muss mein anwalt meine kinder schützen. nicht zu vergessen seit bald zwei jahren mache ich alles was von mir verlangt wird, ich darf ja kein fehler machen

  3. Vater sagt:

    Wurde von KESB Verantwortliche beschuldigt als Gewaltäter schon am ersten Gespräch, befor Staatsanwalt ein Entscheidung traf. Später Freispuch.
    Die Kinder in Heim Florhof ZH wird gesagt : Der Papi ist nicht gut für euch, er schlägt. Kind antwortet: Du kennst mein Vater nicht. Wird versucht die Kinder sehr weit von ZH zu verlegen.
    Beistand macht viele Fehler und lügte in Berichten. Nachgewisen. Er tritt zurück.
    Wird durch eine sehr “härtere” erzetzt. Sofort sehr viel Druck. Wurde in Gespräche nicht recht behandelt , viel mündliche Druck.

    Entscheide schriftlich mit Beistand zu kommunizieren. Beistand erzählt an die Behörden : Vater hat Kommunitation gebrochen.

    Ist das in…

  4. Monika sagt:

    Leider unterliegt eine Gefährdungsmeldung bei der KESB nicht der Schweigepflicht, was ich selber erfahren habe, als ich einen Fall meldete. Sie gaben meinen Namen der gemeldeten Person und ich hatte riesen Ärger und Bedrohungen durch diese Person. Ich melde bestimmt nie wieder einen Fall!

  5. Max Pattern sagt:

    Herr El Arbi, Ihren Beitrag schätze ich sehr. Ist es aber nicht so, dass Sie als Journalist die Möglichkeit hätten, etwas dagegen zu tun? Indem Sie, in Ihrer Zeitung, auch mal die positiven Geschichten recherchieren und darüber berichten… und nicht nur die schlagzeilen-trächtigen Geschichten?

    Ich zumindest würde mich über solche Beiträge freuen…

    • Réda El Arbi sagt:

      Leider ist das nicht möglich, da diese Fälle wie die anderen von der KESB her der Schweigepflicht unterliegen. Und ich bin einfach nicht der Typ, der Familien belästigt, die eh schon eine schwere Zeit hinter sich haben. Ich habe aber versucht, hier mal eine andere Sichtweise zu vermitteln.

      Sehr schön war die Diskussion auf meinem Facebook-Profil, wo sich viele Menschen positiv über ihre Erfahrungen mit der KESB äusserten. Diese taten das aber freiwillig und in einem anderen Setting als in einem öffentlichen Medium.

      Wer weiss, wie stark die KESB-Mitarbeiter bedroht und abgewertet werden, kann verstehen, dass man sich als normale Familie dazu nicht in einer Zeitung äussern möchte.

      • H. Meier sagt:

        Wertschätzung ist immer eine gute Sache. Nur: Handelt es sich, in dem Fall, bei KESB-Kritikern um geborene Streithähne? Das ist es ja gerade: Viel lieber würde man von der KESB selber gehört werden. Und man kann es zuerst gar nicht glauben, wenn die KESB über die Köpfe der Familie hinweg entscheidet, und jeden Hinweis von Betroffenenseite ignoriert. Die KESB hat ein Mehrfaches an Macht, verglichen mit denen, die in ihr Visier geraten. Deshalb sind auch 10% Fehlentscheide fatal, inakzeptabel. Darf ich hier noch betonen, dass man eine Gefährdungsmeldung am Hals haben kann, ohne dass jemals Übergriffe, Suchtprobl., oder ExFrau-ExMann-Streitigkeiten um kleine Kinder im Spiel gewesen wären.

        • Réda El Arbi sagt:

          Doch, genau das ist der Job der KESB: Über die Köpfe der Familien hinweg zu entscheiden, wenn keine Lösung gefunden werden kann, die für das betroffene Kind gut ist. Natürlich finden das die Eltern schlecht. Aber die Kesb kommt nicht, nur weils mal keinen Znüni gab …

          • Hutter sagt:

            Das Thema ist sehr heikel…ich selbst habe keine Kinder…war auch nie Opfer beider Seiten…

            Es ist ein Streitthema mit viel Emotion und ich möchte gerne eine Unabhänginge Aufklärung über diese Geschichte haben…ansonsten entscheide ich mich aus Zweifel meine zukünftigen Kinder lieber in einem anderen Land aufzuziehen…Ich kenne die engstirnige Mentalität meiner Mitbürger…und ich sehe es als eine Zumutung Kinder in einem solch psychologisch destruktivem Land mit einer psychologisch repressiven Umgebung aufwachsen zu lassen, egal wer hier jetzt recht behält. Ein Land das eine KESB braucht sollte eher um seine “Erwachsenen” kümmern statt ihre Kinder mit Drogen “Ritalin”…

  6. Monique sagt:

    Leider habe ich die Unprofessionalität der KESB erlebt. So wurde das gemeinsame Sorgerecht der Eltern ignoriert und die KESB Zuständigkeit einfach ohne das Einverständnis des Vaters in einen anderen Kanton gewechselt. Die Berichte waren oft fehlerhaft und das Geld wurde bei dem Elternteil eingefordert, welcher eigentlich gar keinen Beistand brauchte. Es braucht eine KESB; ABER sie sollte früher eingreifen können und der interkantonale Austausch sollte besser sein, damit die neue zuständige KESB von Anfang an alles weiss. Die Berichte sollten ehrlich und nicht verschleiernd sein. Protokolle sollten bei jedem Gespräch verfasst werden. Auch sollte die Schule besser informiert werden.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, es gibt Verbesserungspotential in den Strukturen. Und die Leute müssen auch noch besser geschult werden. Trotzdem schaffen sie es in den meisten Fällen, vernünftige Lösungen zu finden.

      Liest man die Presse, oder hört man den lautesten KESB-Hassern zu, kriegt man das Gefühl, da seine eine familienhassende Gestapo unterwegs. Das ist einfach extrem unfair den Leuten gegenüber, die jeden Tag ihr Bestes geben.

      • tina sagt:

        vom beistand wollte ich mal die protokolle sehen. oh, es wurden gar keine geschrieben. auch keine berichtel. aha. soviel zur akteneinsicht.

  7. WenInteressierts sagt:

    bei ihrem namen frage ich mich wohl zurecht, ob sie als kind überhaupt schon in der schweiz waren? und nein, das ist keineswegs rassistisch gedacht.
    selbst meine mutter, die 22 jahre lang abteilungsleiterin beim sozialamt winterthur war und zuvor 3 jahre beim jugendsekretariat gearbeitet hat, hält nicht allzuviel von der kesb. sie sagen ja auch selbst fehler passieren, es sind auch nur menschen. das problem ist, dass eben diese fehler komplette leben zerstören!
    natürlich ist diese arbeit undankbar, da man es selten jemandem recht machen kann. und ich möchte solch eine last nicht auf meinen schultern tragen.
    trotzdem ist der beitrag schlecht geschrieben (nicht neutral, befangenheit)

    • Réda El Arbi sagt:

      Mein Chef hat mir Leserbeschimpfung verboten. Also wenn Sie sich wegen meines Namens irgendwas im Zusammenhang mit diesem Post fragen, darf ich sie nicht V******* nennen.
      Und mein Beitrag ist ein persönlicher Blogbeitrag, beinhaltet also Meinung. Wenn Sie schon Medienkritik üben, sollten sie den Unterschied zwischen den Formaten kennen.

    • Flavio Berger sagt:

      1. WenInteressierts: wenn Sie Ihre Meinung nicht mit Ihrem Namen kundtun können, lassen Sie es doch eifach sein…

      2. Fehler passieren überall, welche nicht “nur” zerstören, nein, sogar tödlichen Ausgang haben: Ärzte,Lastwagenfahrer (gerade jüngst vor dem Gotthard eine unschuldige Familie ausgelöscht…), Piloten, Zugführer usw. – wo passieren nicht Fehler mit gravierenden folgen?
      Dieser Blogbeitrag zeigt eben sehr schön wo der Hund vergraben liegt: “…in die intimste Zelle unserer Gesellschaft – die Familie – eindringen. Das geht sehr selten ohne Widerstand”. Bei den Piloten gibt’s meines wissens keine “die…

    • geezer sagt:

      @WenInteressierts: klar, du bist der grösste fremdenfreund, aber……schliiifts oder was? hast du echt keine kollegen mit italienischen, deutschen, balkan- oder sonstwelchen wurzeln, welche hier geboren sind? wie klein ist denn deine welt? und nein, du fragst dich nicht zurecht……insofern stimmts: wen interessiert’s?

  8. Ihre nachträgliche Verarbeitung Ihrer eigenen Horror Kindheit (den Eindruck bekommt man) in Ehren. Als Journalist sollten Sie sich aber an die Fakten halten. Die fehlen in Ihrem Text. Nicht einmal die KESB selber oder die Aufsicht spricht von einer 99% Zufriedenheit.

    • Réda El Arbi sagt:

      Wenn Sie schon Medienkritik betreiben, sollten Sie sich auch klar sein, was für ein Format Sie kritisieren. Das hier ist ein Meinungsblog. Ich bin Blogger, bringe also meine ganze persönliche Sichtweise. Und niemand ha von “Zufriedenheit” gesprochen, sondern vom verhindern grösserer Katastrophen.

      Die Arbeit der KESB an der Kundenzufriedenheit zu messen wäre, wie wenn man die Arbeit der Gerichte an der Zufriedenheit derer Klienten misst.

      • Das ist eine interessante Definition eines Blogs. Wenn ich Sie richtig verstehe, dann sind sie Journalist. Als solcher halten Sie sich vermutlich an die Fakten. Sie betreiben gleichzeitig einen Meinungsblog und da gelten dann die Fakten nicht.

        • Réda El Arbi sagt:

          Die Fakten gelten. Aber durch Meinung werden sie interpretiert. Ich kann hier persönliche Erlebnisse und Perspektiven formulieren.

          Als Journalist hat man oft die Illusion der Objektivität. Die geht aber meist schon bei der Themenwahl verloren.

          Als Blogger oder Kolumnist beziehe ich bewusst Stellung. In diesem Fall für die Menschen, die durch das verfluchte, verallgemeinernde und dumme Kesb-Bashing abgewertet werden.

  9. Katrin Morgenthaler sagt:

    Ganz ehrlich ich bin als Mutter selbst betroffen und bekomme seit langer Zeit keine Unterstützung von der KESB, die hilfreich wäre für meine 15 jährige Tochter….

  10. Angela sagt:

    KESB, Beistand, leidet wird meiner Meinung immer noch zu lange gewartet! Vorallem schauen die Behörden immer auf die Kosten! Zum Leitwesen der Kinder. Der Staat gibt es lieber für andere Dinge aus! Kinder sind unsere Zukunft!!! Also schützt sie!!!

  11. maja sagt:

    Ja, da Ihre Erfahrungen im persönlichen Umfeld stattfanden, nehme ich an, dass Sie etwas befangen sind.
    Dann sind sie auch befangen.
    Manchmal habe ich etwas mühe mit ihren Argumenten.

    • Réda El Arbi sagt:

      Natürlich bin ich befangen. Nur hab ich das Glück, dass meine Meinung von empirischen Fakten gestützt wird. Nämlich von all den Fällen, die erfolgreich bearbeitet und gelöst wurden.

  12. Thommy B. sagt:

    Leider sieht die KESB kein Handlungsbedarf bei einer schwer psychisch erkrankten und Suizidgefährdeten Mutter, die bereits Suizidversuche hinter sich hat. Antwort KESB Winterthur:
    Auch psychisch kranke Mütter können Kinder erziehen…

    Weitere Details erwähne ich jetzt nicht, jedoch sind noch mehr Dinge passiert, die eigentlich genügen sollten um entsprechend zu Handeln. Ich bin der Meinung, dass alleine diese zwei erwähnten Faktoren genügen sollten um ein Kind zu schützen. Somit hat in meinen Augen das neue System versagt.

    • Réda El Arbi sagt:

      “Psychisch krank” ist ein etwas ungenauer Begriff. Wenn ein Arzt sie als erziehungsfähig einstuft …

      • Kudi sagt:

        Hallo Reda. Dann ist dieser arzt auch psychisch krank den eine Mutter die Suicid begehen will macht keinen halt auch vor den eigenen Kindern… Ich Rede aus eigener erfahrung…. Ausserdem tut es mir sehr leid für dich was in deinem Leben passiert ist aber sei dir bewusst die KESB wäre nur villeicht gut gewesen in deinem fall, den die KESB ist nicht das Problem sondern manche leute die dort arbeiten… Es kann einem mal die Hand ausrutschen oder ah mir ist egal welcher Elternteil lügt oder es liegt in meiner macht gewisse dinge zu beeinflussen oder lassen sie doch auch verläumdungen rauss im ausland über sie (meine ex), sind aussagen des Beistands meiner Kinder! Aber es sind nicht alle so.

        • Réda El Arbi sagt:

          Egal was die KESB gemacht hätte, es wäre besser gewesen, als was ich effektiv erlebt habe.

          Und die KESB ist nicht da, um Eltern glücklich zu machen, sondern um Kinder und unmündige Erwachsene zu schützen.

          • Kudi sagt:

            Habe mich in dem fall, falsch ausgedrückt den die KESB kümmert sich um meine Ex und nicht um die kinder sonst hätten die Kinder mich nicht angerufen um mir zu sagen ich springe jetzt vor dem Zug weil ich Mami nicht mehr ertrage. Wenn ein Beistand nicht wissen will wer von den eltern lügt dann will er nicht wissen von welchem elternteil die Kinder in gefahr gebracht werden… Aber villeicht sind ausländische Kinder egal und einem schweizer bristand wird mehr gehör geschenkt….

          • Réda El Arbi sagt:

            Dann entschuldige ich mich natürlich. Ich habs falsch verstanden.

  13. dan the man sagt:

    Keine Ahnung, warum sich die vereinigte Linke hinter die KESB stellt? Vielleicht weil sie von der vereinigten Rechten kritisiert wird? Funny story!

    • Max Brüllhardt sagt:

      ja dan , das sehe ich auch genau so. die formel scheint zu sein: links = pro kesb

    • Ueli Custer sagt:

      Ich bin alles andere als links. Aber ich verurteile dieses pauschale KESB-Bashing. Es gibt hunderte von KESB-Behörden in der Schweiz mit vermutlich 1000enden von Angestellten. Und die sollen alle beim Amtseintritt durch eine Gehirnwäsche gegangen und zu Monstern gemacht worden sein? Ich denke, die Fairness gebietet es, jeden Fall einzeln anzusehen und es all diesen Menschen, die für die KESB arbeiten, zuzugestehen, dass sie in ihrem äusserst schwierigen Job auch mal Fehler machen dürfen. Wenn das Bashing nämlich so weiter geht, wird man bald niemanden mehr finden, der für diese Behörde arbeiten will. Und das wäre dann eine echte Katastrophe.

      • Kudi sagt:

        Ich gebe dir teilweise recht aber bei Kindern fehler machen ist trotzdem nicht ok… Sonst müsste man bei chirurgen auch sagen naja zwei tote darf es in deiner Karriere haben….

        • Ueli Custer sagt:

          Grundsätzlich ist das so. Und ich bin mir gar nicht so sicher, ob das nicht auch der Realität entspricht. Aber immerhin geht es bei Fehlern der KESB nicht direkt um Leben und Tod. Dafür um sehr viel Emotionen.

    • Elisa sagt:

      @dan the man, was sind sie von Beruf? und was verstehen sie unter pauschal die “Linke”?

  14. tina sagt:

    ich finds nicht richtig wie jede kritische stimme heftig runtergemacht wird hier.
    ich hatte auch jahrelang übelst zu kämpfen mit fehlentscheidungen des beistands (der dem kesb unterstellt ist), weil ich mir sorgen machte, wie es den kindern geht, während sie bei ihrem vater sind. und zwar leider sehr begründet. der vater meiner kinder wirkt halt aber so nett und er redet halt so klug und die beiständinnen wollten doch gutes tun. also beschloss man, dass wir beide wohl schwierig seien. dabei hat der vater meiner kinder wirklich massivste psychische probleme, und das mussten die kinder ausbaden

    • tina sagt:

      ich habe mir oft vorgestellt, wie die beiständinnen (sie wechselten) im bekanntenkreis von uns mühsamem paar sprachen. oder wie mühsam sie mich fanden. und wie sich das 10köpfige gremium auf die schultern klopfte für ihre professionalität. ich habe viel zu lange gehofft, dass irgendwann irgendwas passieren wird was sinn macht. ich hätte meine energie lieber direkt für meine kinder eingesetzt statt sie so zu verschwenden. an die verschwendeten steuergelder möchte ich gar nicth denken

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, es gibt Fehler wo Menschen arbeiten. Aber es gibt auch Mittel, sich dagegen zu wehren. Rechtliche Mittel. Für deinen Fall kenn ich gleich mehr als zehn Fälle, in denen die Probleme wirklich gelöst wurden. Aber eben, damit geht keiner an die Presse.

      • tina sagt:

        mir schien nicht, dass ich da irgendeine handhabe gehabt hätte. im gegenteil, ich war dem ausgeliefert.
        ich mags auch nicht, wenn mir dann einer kommt und behauptet, man könne da irgendwas ominöses machen. es ist ein system, das gut verhebet. ob dabei viel gutes rauskommt für die, die es nötig hätten, wage ich zu bezweifeln. stark. am meisten nützts wohl der erhaltung von gut bezahlten arbeitsplätzen. und die einzelnen sind sicher menschen, die wirklich gutes bewirken wollen. tun sie aber nicht

        • Réda El Arbi sagt:

          Ich finds lustig, wie Sie unter den vier Buchstaben KESB Urteile über die unterschiedlichsten Menschen in verschiedenen kantonalen Institutionen fällen. Wenn Sie auf die gleich differenzierte Art argumentierten ….

          • tina sagt:

            ah, lustig ist das?
            wenn ich das system kritisiere, werde ich kritisiert, das seien einzelne menschen, die können ja mal fehler machen. wenn ich einzelne kritisiere, heisst es, das ist eben das system.
            nur bei reda, da wars nicht lustig sondern tragisch. und ihm wäre bestimmt geholfen worden, wenn es damals das kesb gegeben hätte. damals gabs ja eine vormundshcaftsbehörde. und gefährdungsmeldungen vermutlich auch. und auch damals gabs kritiker am system und an einzelnen.
            man sagte mir, heute neige man vielleicht eher zu wenig dazu, kinder fremdzuplatzieren. früher zu fest.

          • Réda El Arbi sagt:

            Ja, Sie schliessen aufrgund ihres Falles auf das System.

            Und hier, auf dieser Plattform schiessen Sie wieder pauschal, ohne aber einen Beweis zu liefern.

            Ihr Fall mag übel gelaufen sein. Aber daraus auf die ganze Kesb und alle Fälle zu schliessen ist, wie wenn ich einen schlechten Mechaniker kenne und daraus schliesse, dass alle Garagen Scheisse sind.

          • tina sagt:

            meine urteile sind kritiken. ich hacke ja niemandem die rübe ab und schon gar nicht einfach mal so aufgrund von hörensagen

          • tina sagt:

            wenn das system in meinem fall versagt hat, dann habe ich grund zur kritik. hier beweise liefern? ja kannst du beweise liefern für deine geschichte? muss man das? ich glaube dir.
            das system zu kritisieren ist legitim in einer demokratie. aber du kannst davon ausgehen, dass ich auch andere leute kenne. und niemand hat mir je erzählt, ihm hätte die kesb irgendwie geholfen. aber das gegenteil schon

          • Réda El Arbi sagt:

            Du benutzt diesen Blogfeed, um aus deiner eigenen Geschichte ein Drama zu machen und deinen persönlichen Frust über Tausende von Kesb-Mitarbeitern auszugiessen.

            Ich benutze meine Geschichte, um aufzuzeigen, dass die Kesb auch Leben und Psychen rettet.

            Ich geb dir hier keine weitere Plattform für dein Gift. Du kannst wie alle anderen selbsternannten Kesb-Guerilleros bei den Newsplattformen und in den Hater-Foren weiterkommentieren.

      • tina sagt:

        hätte mich übrigens auch gehütet an die presse zu gehen. wie viele andere auch, denen die kesb nicht geholfen hat

      • tina sagt:

        mich würde noch interessieren, was denn das für arten von fällen waren, die gelöst wurden, und wer das sagt

      • Martin Frey sagt:

        Ohne für tina reden zu wollen, Herr El Arbi. Aber eines der strukturellen Probleme der KESB ist in der Tat, dass es fast keine Möglichkeiten gibt, sich gegen deren Vorgehen oder Verhaltensweisen zu wehren, oder nur sich zu beschweren. Dies ist nämlich relativ schwierig und würde einen umständlichen Instanzenweg bedeuten, den Normalbürger kaum begehen.

        • Réda El Arbi sagt:

          Sie richten gerade eine Ombudsstelle ein. Wie gesagt, die Struktur lässt noch zu wünschen übrig. Ansonsten hätte man in jedem Kanton den Rechtsweg, den auch viele beschreiten, Die “Skandale” kommen immer dann, wenn sowohl die KESB wie auch übergeordnete Behörden bereits eine Entscheidung getroffen haben.

          • patrik mathys sagt:

            Der Rechtsweg hat sich seit den VB’s nicht verändert. Der ist subsidiarisch. Es wird aufgrund der Akten entschieden. Welche Akten Fallrelevant sind entscheidet immer noch der Fallbearbeiter (Beistand) und Entscheidungsträger (VB/KESB). Sie sind nicht damit einverstanden, dass dieser nur das Gutachten als relevant ansieht, dass seine Meinung unterstützt ? Pech gehabt, schreiben Sie doch eine Rechtsverweigerungsbeschwerde, denn die Rekursinstanz entscheidet wieder aufgrund der Akten, die die KESB der Rekursinstanz zur Beurteilung gibt. Solange die Rekursinstanz nicht entschieden hat und die Rechtsverweigerungsbeschwerde nicht beantwortet ist läuft das, was die KESB will …

          • tina sagt:

            ich wusste tatsächlich nichts von einer ombudsstelle, aber ich hätte eh nicht die resourcen gehabt, dort auch noch haufenweise zeit und nerven zu investieren. alleinerziehende elternteile haben nicht selten nicht soooo wahnsinnig viele resourcen übrig, denn sie erwerbsarbeiten, sie machen den haushalt, kümmern sich um die kinder

          • Réda El Arbi sagt:

            Wenn ich Probleme mit rechtsrelevanten Sachen hab, frag ich einen Anwalt.

          • Martin Frey sagt:

            Wüssten Sie in dem Fall, an wen Sie sich wenden müssten, Herr El Arbi? Ganz konkret gefragt?
            Rechtsweg tönt nämlich immer gut. Meiner Erfahrung nach wissen aber oft weder Kommunalbehörden noch Juristen genau, welches nun dieser “Rechtsweg” wäre, bzw. welches Gericht nun zuständig wäre. Geschweige denn andere involvierte oder betroffene Personen.
            Das hat mit Skandalisierung nichts zu tun, sondern ist nach wie vor echt ein Missstand. Zudem denke ich nicht, dass eine Ombudsstelle diesbezüglich substantiell Abhilfe schaffen würde.

          • Réda El Arbi sagt:

            Wenn ich krank bin, gehe ich zu einen Arzt. Wenn ich rechtlich Hilfe brauche, frag ich einen Anwalt.

          • Martin Frey sagt:

            Sie machen es sich erwartungsgemäss einfach mit Ihrer Aussage, Her El Arbi:
            “Wenn ich krank bin, gehe ich zu einen Arzt. Wenn ich rechtlich Hilfe brauche, frag ich einen Anwalt.”
            Wie ich Ihnen mitgeteilt habe, ist dieser Weg durch die Instanzen im Fall der KESB nicht mal für Juristen immer ganz klar. Zudem ist ein solcher Rechtsweg immer langwierig.
            Aber Ihre Antwort bedeutet ausformuliert: “Ich habe keine Ahnung, fragen Sie jemand anderen”.
            Ein gutes Plädoyer für die KESB, Herr El Arbi, würde auch verbesserungswürdige Punkte aufgreifen.

          • Réda El Arbi sagt:

            Nein, so einfach ist es nicht. Und zwar weil bei der Kesb noch kantonale Regelungen reinspielen, ich also auf jeden Einzelfall für sich eingehen müsste. Und da haben Sie Recht: Ich bin kein Fachmann. Das ist nicht mein Job.

            Mein Job ist es, zum Ausdruck zu bringen, wie sehr mir dieses selbstgerechte Behördenbashing auf den Sack geht, wie egozentrisch und realitätsfern die Anti-Kesb-Guerilleros sind und wie viele Menschen einfach nur froh sind, in schwierigen Zeiten Hilfe zu erhalten.

        • patrik mathys sagt:

          Das Ihnen das auf den Sack geht verstehe ich. Das Ändert aber nichts daran, dass es immer noch eine Lotterie ist. Sie “finden” sich mit den Leuten und alles läuft super oder es wird die Hölle, gleich wie bei den VB. Die Dachorganisation der KESB hat Anfang 2014 eben mal die Einführung eines Gesetztes um ein halbes Jahr verschoben, weil sie einen Ansturm erwarteten, der dann ausblieb. Es wurde nicht nur sehr viel Personal von den VB’s zu den KESB transferiert, sonder auch eine Kultur. Die KESB-Gegener sind speziell, das KESB-Volk aber auch. Da haben sich zwei mit sehr ungleichen Möglichkeiten und Ressourcen gefunden.

          • Réda El Arbi sagt:

            Auch hier: So einfach ist es nicht. Selbst bei guten Lösungen werden Betroffene unglücklich und verletzt sein. Der Job der Kesb ist es, die Schwächsten zu schützen, nicht der, alle zufrieden zu stellen.

            Bei Demenz kann das sogar bedeuten, Leute gegen ihren eigenen Willen zu schützen, bei Sorgerechtsfällen gegen den Willen der Eltern.

            Die Kesb hat eine ernsthafte, schwere Aufgabe und macht nicht an einem Beliebtheitswettbewerb mit.

    • tststs sagt:

      “ich finds nicht richtig wie jede kritische stimme heftig runtergemacht wird hier.”
      Ich glaube, es wird hier nicht das Kritische/Hinterfragende runtergemacht. Resp. es würde hier gar nicht runtergemacht, wenn adäquat kritisiert wird. Das beginnt schon mit dem Adressaten der Kritik: Wenn Fehler passieren, dann hat nicht DIE KESB versagt, sondern ein oder mehrere MITARBEITER haben ihren Job ungenügend erfüllt. (Vergleich: Niemand hinterfragt das ganze Unispital, wenn ein Arzt einen Kunstfehler macht oder der Pfleger beim Blutabnehmen nicht so sanft vorgeht.)

      • tina sagt:

        nein, es war häufig das system, das versagte. aber das weiss tsts bestimmt besser als ich.
        ps: ich kenne aber auch menschen, die gehen lieber nicht in bestimmte spitäler, obwohl dort nur einzelne menschen arbeiten.
        aber hauptsache man zieht kritik ins lächerliche und behauptet wahlweise es sei ncht das system oder es seien nicht einzelne, die versagt hätten.

  15. Eugen Müller sagt:

    Als alleinerziehnder Vater (Mädchen 5j, vor ca. 40 Jahren) hat man mir einen Beistand gestellt. Zuerst bin ich natürlich über diese Dreistigkeit des Gesetzgebers fast explodiert. In diesem Schreiben wurde ich darauf aufmerksam gemacht, ev. Lebensversicherungen usw. Über die Begünstigten zu ändern. Das hätte ich wohl kaum gemacht ohne dieses Schreiben. Ansonsten habe ich nichts mehr mit diesem Amt zu tun gehabt, oder ich habe es vergessen. Jedenfalls nichts was mich aufgebracht hätte.

  16. Marco sagt:

    Tatsächlich stellt sich die Frage woher Sie wissen, dass die KESB in 99% der Fälle Leben rettet u/o Katastrophen verhindert?
    Eine weitere Frage ist, wer denn den/die KESB Berater “kontrolliert”? Ist diese sogenannte Professionalisierung tatsächlich besser als das Vorgängermodell oder führt das nicht einfach zu mehr Therapien, Verfahren, Bürokratie, sprich: ist “professioneller” ?!

    Nirgends ist die Welt schwarz/weiss, da haben Sie recht. Aber ein Fehler einer “Gott Behörde” wie der KESB wiegt extrem schwer. Irren ist menschlich ja, gerade deswegen muss das System sicherstellen, dass eine “due dilligence” sichergestellt ist.
    Vielleicht mit Vertreten die nicht der KESB angehören.

    • Réda El Arbi sagt:

      Die Gremien der Kesb sind ziemlich breit aufgestellt: Ärzte, Pädagogen, Sozialarbeiter, Anwälte. Kein Entscheid wird so aus dem Bauch heraus von einem Mitarbeiter alleine gefällt.

      Sie kreiden also der Behörde an, zuviel Bürokratie zu beinhalten und schlagen als Lösung noch mehr Bürokratie vor?

      Kurz: Die Leistung der Kesb anhand der Zufriedenheit ihrer Klienten zu beurteilen ist dasselbe, wie wenn die Leistung der Justiz anhand derer Klienten erhoben würde. Die, die freiwillig um Hilfe bitten, sind meist zufrieden. Die, die unfreiwillig mit der Behörde zu tun bekommen, meist eher nicht.

      Also, sie hassen Behöreden, wahrscheinlich den Staat, und denken, Sie wüssten es besser. Niemand hindert Sie, eine mehrjährige Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren und es besser zu machen.

      • Roland Wagner sagt:

        Ich habe, völlig unbefangen, persönlich Erfahrung mit der KESP im Kanton Zug gemacht. Mein Eindruck ist, dass sie zu weit in die privaten Belange von vernünftigen Bürgern eingreift und sehe das als strukturelles Problem. Ich bin dagegen, dass ein solcher ‘Machtapparat’, wo z.B. der Hausarzt offenbar als Informant der KESP seiner Schweigepflicht aufweicht, mir gegenübersteht. Ob die KESP dadurch extremere familiäre Situationen löst, ist nicht sicher und wäre noch statistisch zu untersuchen, was schwierig sein dürfte. Ich glaube: die KESP hat einen Paradigmawechsel gebracht, der das Vertrauen in den Staat schwächt, was dem Staat langfristig mehr schaden als nützten wird, und damit vielen.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ich denke eher, dass die KESB sich als Feindbild für alle eignet, die ihr Leben selbst nicht auf die Reihe kriegen und einen Schuldigen suchen. Ich kann mich sehr gut erinnern, dass es früher die VB, das Sozialamt oder der Beistand war, der die Arschkarte zog. Manchmal nicht zu Unrecht, da im es Laiensystem deutlich öfters zu Zwangsmassnahmen kam (statistisch erwiesen). Jetzt, wo alle kleinen Behörden unter dem Dach der KESB zusammengefasst wurden, kann man sich als versagendes Elternteil als David gegen Goliath aufspielen.

          Die Frage bleibt immer: Warum machen die Betroffenen selbst die Akten nicht zugänglich? Sie dürften das, die KESB darf sich weder verteidigen noch auf die Akten verweisen.

  17. tststs sagt:

    Danke für diesen Artikel!

    Ich kann echt nicht verstehen, dass so auf der KESB rumgehackt wird. Und noch weniger verstehen kann ich Leute, die eine Frau in ihrer Eigenwahrnehmung der Mutterrolle als gute Mutter bestätigen, wenn sie doch versuchte das eigene Kind umzubringen!!!

  18. Ruedi sagt:

    Wer versagt der Staat oder die Eltern? Der Staat der die Rahmenbedingungen durch die Familienpolitik schafft, welche zur Überforderung der Eltern führt. Der Staat ist bei der Erziehung der Kinder durch Schulpflicht/Kindergarten Hauptbeteiligter.

    Der Staat für Probleme die bei Kindern/Familien entstehen also Mitverantwortlich oder gar Ursache ist. Wenn Kinder durch Leistungsdruck überfordert oder gemobbt werden. Aber die Eltern dann alleine dafür Verantwortlich machen will. Sich dann als Mitverursacher, Staatlich über die KESB mit Verfügungen und Kostenrechnungen, in Familiäre Angelegenheiten einmischt, oder diese gar trennt…

    • Ruedi sagt:

      …In seltensten Fällen ist eine Heimeinweisung notwendig, wenn rechtzeitig Probleme erkannt und darauf eingegangen wird.

      Dysfunktionales Elternhaus? Wo fängt das an? Schlüsselkind? Halbwaisenkind? Scheidungskind? Migrationskind? Gesellschaftliche Ausgrenzung von Ärmeren Kindern, oder Alleinerziehenden? Eltern durch Finanziell notwendige Berufstätigkeit Erziehungsabwesend?

      Wie viel Erziehungs- Familien-Zeit bleibt Berufstätigen Eltern? Und wie wird dieser Mangel an Zuwendung in der Rationalisierungs- und Gewinn-Orientierten Leistungsgesellschaft kompensiert? Führt dieses System nicht zur Überforderung aller beteiligten?

      • Wilma Tell sagt:

        @Ruedi: Sie vergessen Kinder psychisch kranker Eltern, misshandelte Kinder usw. Ich habe bei meiner Arbeit mit KESB vorwiegend gute Erfahrung gemacht.

  19. Dominik Meier sagt:

    Wenn ich die Kommentare so lesen, zielt die Kritik vorwiegend darauf ab, dass die KESB sich zu wenig kümmert oder “zu weit weg” ist. Dies könnte unter Umständen auch einfach daran liegen, dass die Mittel für die KESB sehr knapp bemessen sind. Ich weiss durch eine Person in meinem Umfeld, dass die Arbeitslast sehr, sehr hoch ist und da ist es für mich nur logisch, dass darunter die Nähe zu den Fällen leidet. Es sind die gleichen Kreise, welche die KESB kritisieren, aber nicht mehr Mittel zur Verfügung stellen wollen, dass die Behörde die Arbeit noch verbessern kann.

  20. Maiko Laugun ★Beschützer und Ernährer★ sagt:

    Die KESP sollte am besten gleich alle in eine Brutstätte für lebendige Altersvorsorge stecken. Die meisten Eltern geben diese ja auch ohne bestehende Probleme und aus rein materialistischen und egoistischen Gründen freiwillig täglich ab.

  21. kesblover83 sagt:

    Die KESB wird oft auch als Instrument missbraucht, um Familien, oder einen Elternteil, bewusst fertig zu machen. Wie die Kinder unter dem Stress, dem die Eltern ausgesetzt sind, leiden, das interessiert keinen!

    P.S. Eine Gefährdungsmeldung kann jeder einreichen und die KESB muss dem nachgehen. Egal, ob eine Gefährdung besteht – wer sich von denen einschüchtern lässt, bekommt irgendeine sinnlose, überteuerte Massnahme aufs Auge gedrückt!

    • tina sagt:

      genau, das ist ein beispiel. wer die feuerwehr fehlalarmiert wird gebüsst. jeder kann aber ohne nachteil eine gefährdungsmeldung spasseshalber einreichen und es wird eine maschinerie in gang gesetzt, die man nicht stoppen kann

      • Max Brüllhardt sagt:

        ja das ist genau der heikle Punkt , wer verifiziert die motivation der Gefährdungsmeldungen ??

    • tststs sagt:

      “Eine Gefährdungsmeldung kann jeder einreichen und die KESB muss dem nachgehen.” Und das ist schlecht? Resp. die Schuld der KESB oder des Falschbeschuldigers?

      • tina sagt:

        tsts: ist es zuviel verlangt, den darauffolgenden satz auch zu beachten, damit man den ganzen sinn der aussage erfasst?
        die frage beantwortet sich mit diesem nächsten satz nämlich. ja, das kesb ist schuld, da die fake gefährdungsmeldungen nicht bestraft werden. ja, der falschmelder ist schuld, aber das interessiert die kesb nicht

  22. Patrik Gruber sagt:

    Leider ist nicht jede KESB gleich gut und professionell bestückt … Zudem bin ich immer etwas skeptisch, wenn Leute nur “das Beste” für andere wollen, aber selber und alleine entscheiden, was denn das Beste ist

    • Barbara sagt:

      Die KESB arbeitet nach den gesetzlichen Vorgaben, die im ZGB vorgegeben werden. Niemand, der dort arbeitet entscheidet alleine, dafür sind verschiedene Kontrollabläufe in den jeweiligen Behörden eingerichtet. Dass nicht jede Behörde in der Schweiz genau gleich organisiert ist, hängt mit der grossen Autonomie der einzelnen Kantone zusammen, dem Föderalismus. Die Gesetzesgrundlagen im ZGB werden von unseren legislativen politischen Instanzen ausgearbeitet, dies auf dem Hintergrund der aktuellen ethischen, politischen und idelogisch vorherreschenden Meinungen (Common sense). Die Handlungsansätze in der KESB entsprechen also dem politischen Willen des Souveräns (Volkes) und unserer Regierung.

      • tststs sagt:

        Neinneinnein, Baraba, die KESB ist eine Ausgeburt der Hölle, von Satan persönlich designt, unterliegt dem Organisationsprinzip “Willkür” und wurde einzig auf Erden gesandt um die braven BürgerInnen zu quälen (lex torturis)
        Eingestellt wird nur, wer über eine diagnostizierte Profilneurose und mindestens 5 Säuhäfeli-Säudeckeli-Connections verfügt. Sadismus ist auch erwünscht (je nach Kanton mehr oder weniger ausgeprägt).

  23. urs häusermann sagt:

    als schulleiter und heilpädagoge kann ich nur sagen: mit der kesb hae ich bis jetzt nur gute erfahrungen gemacht. ich erlebe hohe professionalität, niemand macht es sich leicht.
    kompliment an die neue, gut organiserte einrichtung.

    • Cello sagt:

      Logisch! Sie als Lehrer sind ja von dieser Sozialindustrie abhängig! Sind Sie SPler?

      • Laurent sagt:

        Sozialindustrie? Das Kampfwort vom Herliberg! Und wie sollen da Lehrer abhängig sein? Von der KESB? Das meinen sie nicht wirklich. Sind Sie ein Troll?

      • tststs sagt:

        Doch, doch, wir Lehrer verdienen unser Geld nur, weil die KESB die Kinder in die Schule zwingt…

  24. I.Huber sagt:

    Danke für diesen Artikel, als selber nicht “geschütztes” Kind weiss ich wovon der Autor spricht. Auch ich habe davon geträumt, dass irgend jemand “es” merkt und mich rettet. Leider war das damals noch nicht “in” und ich musste selber gucken, dass ich mich rette…………..die Folgen waren/sind/bleiben für mein Leben nicht unbedingt positiv. Das Leben damit geht ganz gut, besser wäre besser.

  25. Martin Fehrlin sagt:

    Ich werde den Verdacht nicht los, dass 80% der Applaudierenden hier selber KESB-Mitarbeiter sind.

    • Urs Müller sagt:

      .. Nein, aber langjährige Zusammenarbeit mit VB’s und KESB’s in der Deutschschweiz.

    • paola kobelt sagt:

      ein, arbeite nicht bei der kesb. finde aber, dieser text trifft es genau!

    • Flavio Berger sagt:

      Nein, tu ich nicht.

      Etwas Gegensteuer zur boulevard’schen Anti-KESB Kampagne tut aber gut! Ein einfacheres Ziel als die KESB um Sensationsjournalismus zu betreiben gibt’s nicht. So einfach, dass man schlecht recherchierte Berichte abdrucken kann, da man keine Angst haben muss, dass sich die “Gegenpartei” zu einem Fall in der Öffentlichkeit wehrt – sie kann und darf sich zu den Dossiers nicht äußern.

      Danke an den Verfasser und Danke an die KESB Mitarbeiter welche täglich ihr Bestes geben, den durch unsere Gesellschaft verursachten Schaden zu begränzen und die Schutzbedürftigen zu schützen.

    • urs häusermann sagt:

      lieber martin fehrlin
      ich habe gar nicht gewusst, dass die kesb so viele angestellte hat.
      das ist wie wenn der lehrer sagt, 60% der klasse haben den mathetest nicht bestanden und dann einer ruft: so viele sind wir doch gar nicht…

    • memo sagt:

      Das würde ich fast so unterschreiben. Natürlich arbeiten da Menschen! Doch wenn es Menschen sind, die da arbeiten, dann hören Sie eigentlich was ein 7 Jahre altes Kind sagt. Wen das Kind zum Vater will die Behörde das Kind aber trotzdem der Mutter überlasst dann wird meiner Meinung nach nicht für das Kindeswohl entschieden! Also ist dieser Artikel für mich gekauft! Ein gut befreundeter Blogger tut seinem Freund bei der KESB einen gefallen. So einfach geht das. Aber netter Versuch die KESB mal ins positive Licht zu rücken 🙂

      • Réda El Arbi sagt:

        Ach Quatsch.

        Wenn ein 7-jähriges Kind sagt, es will mit Benzin spielen, sagen Sie ja auch nicht ja. Viele der Kinder wurden bereits aufs widerlichste von den Scheidungseltern gegen den jeweiligen Partner aufgehetzt. Die Kesb muss nicht machen, was das Kind oder die Eltern für richtig halten,. sondern was ein Gremium aus erwachsenen Fachleuten für das Beste halten. Und das heisst eben manchmal, gegen den Willen der Eltern zu handeln.

        • Roger Hofstetter sagt:

          Herr El Arbi
          Ich habe genau mit diesem Ihrem Post jetzt Mühe. DIe KESB hat also Fachleute, welche genau wissen, wann ein Kind bereits “aufs Widerlichste” aufgehetzt wurde. Und schlussendlich entscheidet, was das Beste ist also “… manchmal gegen den WIllen der Eltern zu handeln”. Hm, und auch gegen den Willen des Kindes, zu dessen Schutz ja die Behörde da ist?
          Ich hatte selbst auch keine leichte Kindheit und habe Einiges erleben dürfen. Und ich gehöre “leider” zu den Menschen, die bisher nur negative Beispiele der KESB-Tätigkeiten erleben durfte(nicht am eigenen Leib, sondern in meinem persönlichen Umfeld).

          • Réda El Arbi sagt:

            Ja, da Ihre Erfahrungen im persönlichen Umfeld stattfanden, nehme ich an, dass Sie etwas befangen sind.

            Ja, die Fachleute handeln im besten Wissen und Gewissen für das Kind. Sie sind nicht perfekt, und es kann auch zu Entscheidungen kommen, die sich im Nachhinein als problematisch herausstellen.

            Noch schwieriger ist es aber, wenn sie gar nicht eingreifen und eine Mutter ihre Kinder dann umbringt, ins Ausland verschleppt oder sonst irgendwas tut, das den Kindern schadet.

            Und nun nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit und überlegen Sie, wie Sie in einer solchen Situation entscheiden würden. Die Eltern sind Partei, und oft genau die Menschen, vor denen und deren Entscheidungen das Kind geschützt werden muss. Die KESB darf sich zu den Fällen nicht äussern, also werden wir nur immer die Version der Eltern hören. Was in den allermeisten Fällen einfach nicht die volle Wahrheit ist. Wer würde schon zugeben, dass er schlechte oder fahrlässige Entscheidungen für sein Kind getroffen hat? Sowas verschweigt man auch gerne mal seinem “Umfeld”.

          • tststs sagt:

            “Sowas verschweigt man auch gerne mal seinem “Umfeld”.”
            Securo, sieht man auch in der medialen Berichterstattung. Es gibt allerhöchstens Interview. Aber dass ein/e Betroffene/r mal von ihrer Seite das Amtgeheimnis lüften würde und die Korrespondenz veröffentlichen würde, sieht man nie… wieso wohl…

  26. Philipp M. Rittermann sagt:

    ich werde den verdacht nicht los, dass sich die kesb lieber in einen schweizer vater verbeisst, welchem einmalig die hand ausgerutscht ist, als dass man sich um die wahren missstände bei den migranten-familien kümmert. hier will man sich ganz einfach nicht die finger verbrennen, da hier ein grossteil der klientel ja bereits von den kollegen von den sozialämtern “betreut” werden. vielleicht liege ich aber auch falsch. grundsätzlich ist die kesb als institution zu begrüssen. aufgrund der öffentlich gemachten fälle bin ich aber der meinung, dass auch auf diesem amt viele “kleine könige an der macht sind”, welche wohl öfter mal die paragraphen vor den gesunden menschenverstand stellen?

    • Réda El Arbi sagt:

      Ach Quatsch.

      • Malick Loum sagt:

        Sie schreiben “vielleicht liege ich aber auch falsch”.

        Da haben Sie wahrscheinlich recht.

      • Eliane Hangartner sagt:

        Philipp, sorry, ich glaube nicht, dass die KESB irgendwo eingreift, weil irgend einem Vater, egal welcher Nationalität, “einmalig die Hand ausgerutscht ist”, wie Du schreibst. Die KESB hat mehr Arbeit als ihr lieb ist, und dass die KESB interveniert wegen einer Lappalie, wie Du es darstellst, ist absoluter Mumpitz. In aller Regel braucht es sehr viel an Vorgefallenem, bis eine Gefährdungsmeldung an die KESB gemacht wird. Und wenn die KESB eine Gefährdungsmeldung erhält, dann muss sie abklären, von Gesetzes wegen. Wenn Du einen solchen Fall kennst, der vielleicht Bekannte von Dir betreffen, dann solltest Du vielleicht zuerst mal Deine Quelle überprüfen…

        • Philipp M. Rittermann sagt:

          ich danke für die meinungen, lasse mich hier gerne belehren und versuche mir ein dezidierteres bild zu machen.

          • H. Meier sagt:

            Ich wünschte, Herrn Rittermanns Befürchtung wäre völlig unbegründet. Die Rolle einer Tochter zum Beispiel… Es geht nicht um Hass gegen Migrantenfamilien. Es geht nur darum, was sich erwiesenermassen KESB-Angestellte, (ich hoffe jetzt, es sei nur eine einzige!), alles vorstellen, sobald sie eine so genannte Gefährdungsmeldung entgegennehmen. Die Liste der Vergehen, derer sich eine Mutter theoretisch schuldig machen kann, ist lang: Dem Kind zu viel oder zu wenig Aufmerksamkeit widmen, zu viel oder zu wenig in der Familie unternehmen… Würde sich die KESB darauf beschränken, bei Elterngezänke, Übergriffen, etc. einzuschreiten, täte sie normalen Familien und auch sich selbst einen Gefallen.

          • Réda El Arbi sagt:

            Nein, die nKESB ist eben auch dafür zuständig, dass ein Kind sich seinen Möglichkeiten gerecht entwickeln kann. Jeder braucht eine Prüfung um Auto fahren zu dürfen, aber jeder Idiot darf sich fortpflanzen.

  27. Urs Müller sagt:

    Durch die Einführung der neuen Strukturen (Einsetzung der KESB’s) hat sicher eine Annährung der Arbeiten der KESB’s statt gefunden. Ich denke aber, dass früher im Kt. Zürich in den Städten (Zürich u. Winterthur) gleich gearbeitet wurde. Denn diese VB’s handelten bereits früher ‘professionell’ oder so wie die jetzigen KESB’s. Die VB’s auf dem Land denke ich handelten da sicher anders. Mindestens habe ich dies so erlebt. Da kam es jeweils sehr darauf an, wer bei der VB zuständig war. Deshalb stören sich die Gemeinden aber auch am neuen KESB System. Seit der Implementierung der KESB’s haben Platzierungen abgenommen. Wie sich dies im Kindesschutz auswirken wird, wird sich über die Jahre…

  28. Martin Frey sagt:

    Grundsätzlich ist es gut wenn sich auch mal jemand für die KESB in die Bresche wirft. Nur tut der Autor das mit derselben verromantisierenden, unkritischen Verve wie die teils sektiererisch wirkenden KESB-Gegner es tun. Denn wer sagt, dass die KESB die persönliche Situation des Autors früher erkannt, besser eingeschätzt und richtiger gehandelt hätte?
    Es gab ein Leben vor der KESB, die übrigens nicht nur für Kinder zuständig ist. Und auch wenn die KESB zu einer Professionalisierung führen sollte, primär sehen wir eine Verjuristisierung. Dies ist nicht à priori falsch, aber dass die KESB den vorherigen Strukturen derart überlegen sein soll, diesen Nachweis ist sie uns schon noch schuldig.

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein ist sie nicht, Nur darf die Kesb sich nicht in der Öffentlichkeit äussern.

      • Martin Frey sagt:

        “Nur darf die Kesb sich nicht in der Öffentlichkeit äussern.”
        Das ist bei all den öffentlich ausgetragenen Schlammschlachten aus Sicht der KESB natürlich ein Nachteil.
        Obwohl, dieser “Nachteil” besteht natürlich nicht nur für die KESB sondern für alle Instanzen und Personen die einer Schweigepflicht unterworfen sind. Insofern verstehe ich schon, wollten Sie mal eine Lanze brechen.

    • geezer sagt:

      die ‘Verjuristisierung’ findet doch heutzutage auf allen ebenen statt. für jeden muggenfurz findet sich ‘rechtsexperte’, der aus ‘richtig’ noch ein ‘falsch’ oder zumindest ein riesiges reglement herauswürgen kann. ein trend, der mir persönlich mächtig auf den zeiger geht und der die menschlichkeit und den kompromiss mit grosser wahrscheinlichkeit zunehmend verdrängen wird. zwar ein wenig out of topic aber trotzdem ein gutes beispiel: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/4-pflanzkisten-fuer-5000-franken/story/31421177?track

  29. Daniela Sgier sagt:

    Danke!

  30. Hanna Brauchli sagt:

    Die frühere Vb war immer wieder ins Kreuzfeuer gekommen……ich habe 40 Jahre Sozialarbeit auf dem Buckel. Kenne die behörden Arbeit aus de FF. Heute ist die KESB der Prügelknabe. Auffallend ist, dass alle andern, die nichts mit ser Sache zu tun haben, immer genau wissen, was getan werden soll. Und preisen den Gesunden Menschenverstand in alle Himmel. Es ist tatsächlich widerlich und zum Kotzen.

  31. Bettina sagt:

    Leider gibt es eine ganze Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die von ihren Eltern weder geschützt noch gefördert werden. Die Onlineberatung http://www.kopfhoch.ch stellt sich vorbehaltlos auf die Seite der Kinder und unterstützt sie. Tatsächlich ist es manchmal auch nötig, ihnen zu raten, sich an die KESB zu wenden. Es ist eine Errungenschaft unserer Gesellschaft, dass wir Fachleute anstellen, die Kinder schützen. Und Fachleute können übrigens auch gleichzeitig gesunden Menschenverstand haben, das schliesst sich nicht aus.

  32. marie sagt:

    ich wäre froh um eine kesb gewesen als kind. die laien, die sich damals einmischten, haben und weitaus, mehr geschadet als genützt.
    die kesb macht mehrheitlich hervorragende arbeit. aber die öffentlichkeit misst die leistung der kesb an einzelnen extremfällen, die eben das sind, was sie sind: extrem. das sollte man nicht vergessen.

  33. András Tamásy sagt:

    Danke Herr Réda El Arbi für diesen sehr aussagekräftigen Artikel. Ich möchte noch anfügen, dass die ehemaligen Vormundschaftsbehörden auch immer wieder negativ im Rampenlicht der Öffentlichkeit gestanden sind. Das ist mit der Einführung der KESBs offensichtlich vergessen gegangen.

  34. Sander sagt:

    Dieses ganze Anti-KESB-Trara ist ohnehin lächerlich, wenn man bedenkt, dass die KESB ja nur ein besser organisierte & kontrollierte Variante einer Behörde (bzw. verschiedener lokaler Behörden) ist, die es zuvor bereits gab und die auch zuvor bereits die selben Aufgaben hätte wahrnehmen sollen bzw. im Idealfall auch wahrgenommen hat.
    Nur weil es jetzt landesweit einen einheitlichen Namen gibt, kann man sich auch landesweit über die selben vier Buchstaben aufregen. An der Substanz dürfte sich kaum etwas geändert haben – ausser eben, dass die professionellere Organisation und Kontrolle wohl dafür sorgen, dass heute in der KESB weniger Fehler passieren als früher im Vormundschaftsamt XY.

    • Sander sagt:

      Oh und etwas noch: Man muss sich fragen, wieso Leute wie ein P. Schwander, die den oben beschriebenen Sachverhalt ja kennen, sich trotzdem so vehement gegen die KESB einsetzen.
      Mir fallen nur wenige mögliche Gründe ein – und sie sind alle wenig schmeichelhaft für die politischen KESB-Gegner.
      Worum geht es diesen? Ist ihnen die KESB zu teuer? D.h. wollen sie lieber wieder eine Gemeindebehörde die die Kinder nicht schützt, dafür aber auch nichts kostet? Oder wollen sie gar in gewissen Gemeinden gezielt einen nicht funktionierenden Kindesschutz, weil sie oder ihre Klientel ein Interesse daran haben, dass dieser nicht funktioniert? Man denke an den Missbrauchs-Ring der britischen Polit-Elite.

    • Peter sagt:

      Sehr richtig bemerkt, der Name ist genau das Hauptproblem der KESB. Früher hat sich der Blick über den Vormund in Hintertupfigen oder Grünwil echauffiert, heute heisst es halt immer KESB, wenn es irgendwo in der Schweiz einen Vorfall gibt. Dadurch erscheint die KESB in einem schlechteren Licht als die Vorgängerbehörden.
      In meinem persönlichen Umfeld habe ich auch nur gutes über die KESB gehört bzw. beobachtet. Natürlich gibt es dabei immer betroffene Elternteile, die mit der Entscheidung der KESB nicht einverstanden sind, aber das lässt sich nicht vermeiden wenn eine externe Behörde eingreifen muss weil jemand seiner Pflicht nicht ausreichend nachkommt.

  35. Urs Müller sagt:

    Guten Tag Reda El Arbi. Merci für diesen Artikel. Ich arbeitete eine gewisse Zeit in einem zürcher Kinderheim. Ein Mädchen damals in der ersten Klasse äusserte an einem Abend, weisch Urs s’Mami fählt mir jede Abig aber sit ich im Heim bin, isch immer öpert di’Hei, es git z’Ässe und ich han s’Bett für mich e’lei. Vor ein paar Jahren traf ich die nun junge Frau zufällig wieder. Sie äusserte, dass sie ohne Heim sicher keine Berufsausbildung gemacht hätte, sondern eine Suchtmittelkonsumentin oder Prostituierte geworden wäre. Sie war mit ihren Geschwistern im Heim. Die Platzierung erfolgte im Auftrag der damaligen VB Zürich oder eben der heutigen KESB Zürich. Die KESB’s braucht es, genau…

    • Daniel Meier sagt:

      Ein gutes Beispiel dafür, dass die alten Strukturen (VB Zürich) funktioniert haben!

      • Réda El Arbi sagt:

        Ja? Inwiefern? Indem sie das Gleiche machten, wie heute die KESB?

        • Urs Müller sagt:

          .. die Antwort eines VB Mitgliedes der Gemeinde (im Kanton Zürich) diese Kinder platzieren wir nicht. Dann da müssten wir den Steuerfuss erhöhen. Die beiden Mädchen wurden vom Kindesvater mehrfach mit Elektrokabel gefesselt und missbraucht. Der Vater wurde später rechtskräftig verurteilt (im Kanton Zürich). So konnte nur ein VB Mitglied reagieren resp. nicht reagieren. Ein KESB Mitglied kann bei einem solchen Infostand nicht nicht reagieren. Deshalb braucht es die KESB’s und ich kenne mehrere. Die KESB Mitarbeitenden machen einen wichtigen nicht einfachen Job. Sie werden weiterhin so gebraucht.

          • Daniel Meier sagt:

            Gegenbeispiel: Die Schule macht eine Gefährdungsmeldung an die KESB, eine Schülerin sei suizidgefährdet. Die KESB unternimmt 8 Monate lang nichts. Danach ein Abschlussbericht aus dem ersichtlich wird, dass sie nicht einmal mit den Verfassern der Gefährdungsmeldung gesprochen hat und auch nicht mit dem Umfeld. Fall erledigt.

            Allerdings sollte man nicht von Einzelbeispielen auf das Generelle schliessen.

  36. Daniel Meier sagt:

    Sie sprechen hier die härtesten Fälle an, wenn die Fremdplatzierung von Kindern zum Thema wird. Die KESB ist jedoch in der Mehrzahl für viele nicht so schlagzeilenträchtige Fälle zuständig, wie Entscheide über gemeinsames Sorgerecht, Gefährdungsmeldungen seitens der Schule, Betreuung von Bevormundeten, etc. Leider habe ich dabei Fälle erlebt, wo das Vorgehen der KESB als bürokratisch, realitätsfremd, willkürlich und fahrlässig bezeichnet werden kann. Da wünsche ich mir tatsächlich die alten Strukturen zurück, wo gesunder Menschenverstand überwiegte.

    • Réda El Arbi sagt:

      In den alten Strukturen gab es keine Kontrolle durch übergeordnete Kräfte. Willkür war viel weiter verbreitet. Ich spreche da aus pesönlicher Erfahrung, Oft waren Laien mit religiösem Hintergrund für diese Arbeit zuständig, oder überfürderte Beistände ohne pädagogische oder sozialarbeiterische Ausbildung. Missbräuche und Willkür waren vor allem in ländlichen Gebieten an der Tagesordnung.

      Wie gesagt, die KESB ist sicher verbesserungswürdig. Aber es sind keine Unmenschen. Sie haben es einfach mit Eltern zu tun, die unter Schuldgefühlen leiden und lieber den Feind aussen suchen als im eigenen Verhalten.

      • geezer sagt:

        eine gefahr lauert aber konstant: das blinde vertrauen in sogenannte experten. man muss schon aufpassen, dass man da nicht ins gleiche fahrwasser gerät, wie früher bei dem medizinern: jeder ein gott und daher ein superberufsmann. von 10 handwerkern gehören auch nicht alle automatisch zu den besten. bei den sozarbeitern ist das genau gleich: auch dort sind viele leute tätig, die mit dem eigenen leben schon genug mühe haben. ich habe ein paar bekannte, die die sozschule besucht und die ausbildung abgeschlossen haben. da hört und sieht man schon einiges. nur weil einer die ausbildung hat, eignet er sich noch lange nicht, um solch schwierigen entscheidungen zu treffen.

        • Elena Konstantinidis sagt:

          doch, weil er die Ausbildung hat, eignet er sich genau besser als ein Laie, um die Entscheide zu treffen.
          Sie haben Recht mit ihrem Vergleich mit den Ärzten, dass es die Gefahr gibt, sich als Profession zu überschätzen. Nicht recht haben sie aber mit ihrer Unterstellung, eine professionelle Ausbildung sei in diesem Feld dann insgesamt doch wertlos. Gerade Ärzte sind eine Berufsgruppe sind mit überdurchschnittlich vielen Suchtproblemen, Burnouts, Überlastungen. Fehlentscheide von Ärzten können tödlich sein. Trotzdem würde es den Meisten nie in den Sinn kommen, bei gesundheitlichen Problemen zu irgend einem Laien zu gehen, nur weil diese Person ihr eigenes Leben gut meistert.

          • geezer sagt:

            das sage ich auch nicht. die korrekte auswahl von gut ausgebildeten leuten, welche wirklich auch FÄHIG und WILLENS sind, solch komplizierten fälle zu bearbeiten, sind das a und o. aber nur weil einer die ausbildung hat, heisst das noch lange nicht, dass er bei der KESB arbeiten sollte. beispiele:

            ich kenne einen sehr dem alkohol zugeneigten soziarbeiter, der randständige betreut. ob das wirklich sinnvoll ist, sei mal dahingestellt. wenn von 100 sozschülern alle in die (sehr langen) sommerferien gehen und davon niemand auch nur eine einzige woche karitativ tätig ist, beginne ich, das ‘sozial’ im (späteren) jobtitel zu hinterfragen (info habe ich aus erster hand).

          • Leev sagt:

            @greezer
            Iich gebe ihnen insofern recht, dass nicht jeder, der die ausbildung hat fähig & willens ist in diesem sehr komplexen & anspruchsvollen bereich der sozialen arbeit tätig zu sein. Jene, die sich das vorstellen können spezialisieren sich i.d.R. im studium auf dieses arbeitsfeld. Aber auch dann muss dies noch nicht heissen, dass man automatisch in der KESB arbeiten wird. Ich persönlich habe mich aus unterschiedlichen Gründen bewusst dagegen entschieden. Meiner meinung nach erwarte ich auch von einer ausgebildeten fachperson, dass sie sich mit ihrer berufswahl bzw. spez. Berufsfeld kritisch & reflektiert auseinandersetzt und das auch meist so erlebt.

          • Leev sagt:

            @greezer Ihre Aussage bezügl. der semesterferien finde ich schon eher fragwürdig. Einerseits bezweifle ich, dass sie 100 sozstudenten & deren ferienplanung kennen. Da ich aber über diese erfahrungen verfüge bin ich ihnen gerne bei der realitätsannäherung behiflich. Viele studiernde sind während den semesterferien damit beschäftigt leistungsnachweise zu erarbeiten od. suchen sich einen job o.ä.Viele teilzeitstudiernde erhöhen wenn möglich in dieser zeit ihr pensum, um das studium zu finanzieren. Abgesehen davon dürfen auch sozstudiernde durchaus mal ferien machen. Ein maurer zieht in seinen ferien schliesslich privat auch nicht ‘ehrenamtlich’ x wände hoch – um bei ihren beispielen zu…

          • geezer sagt:

            @Leev: im gegensatz zum maurer hat der job als sozialarbeiter aber eine ganz andere komponente. man greift direkt ins leben der klienten ein und ist so z. t. für konsequenzen mitverantwortlich. es ist nicht einfach ein ‘job’, wie all die anderen. ich werde jedoch das gefühl nicht los, dass es von vielen jungen studierenden immer mehr so gesehen wird. im sozialen bereich zu arbeiten ist aus meiner sicht ‘berufung’, nicht bloss job (wie z. b. auch jobs im gesundheitswesen). insofern erkenne ich wenig ‘berufung’ wenn man als zukünftiger sozarbeiter während 2 monaten sommerferien nicht irgendwo freiwillig tätig ist. das ist viel verlangt, aber der sozjob verlangt eben auch viel.

        • Andy Mancher sagt:

          Bei der KESB arbeiten ja eben nicht nur Sozialarbeiter, sonder sie setzt sich aus
          einem Gremium verschiedenster Berufe (z.B. auch ein Anwalt) zusammen, um eine möglichst
          ganzheitliche und ausgewogene Lösung zu finden.

          Was auch zu beachten ist: Die KESB musste quasi von heute auf morgen funktionieren, sie hatte keine Anlaufszeit.
          Dass da am Anfang nicht alles perfekt läuft, versteht sich von selbst. Wichtig sind hier die Kontrollgremien, welche es auf Gemeindeebene gar nicht gab.

          Interessant wäre einmal ein Artikel, der untersucht, ob und in wie weit sich die KESB seit ihrem bestehen verbessert hat.

          • patrik mathys sagt:

            Die Gemeinden (Geldgeber) haben sich zumindest in SH das verlorene Mitspracherecht bereits zurückgeholt. Trotzdem ist es natürlich nicht mit der unprofessionellen Arbeit der VB’s vorher zu vergleichen. Es wird auch eine unabhängige, nationale Ombudsstelle geschaffen, wie die Dachorganisation der KESB bereits bekannt gegeben hat. Natürlich ist die Kommunikation der Behördenmitarbeiter spitzenklasse. Es dürfen alle an der KESB herumkritisieren. Solange es keine erwachsenen Personen (Eltern, erwachsene Kinder ) sind, die als Prozessobjekt beteiligt waren. Die sind abqualifiziert, da schliesslich irgendwie in Kontakt mit dieser Behörde gekommen und desshalb unglaubwürdig.

          • Roger Hofstetter sagt:

            Warum wurde dann eine so wichtige Behörde quasi “über Nacht” geschaffen? Ist es üblicherweise nicht so, dass man zuerst eine funktionierende Struktur schafft und diese dann “auf die Menschheit loslässt”?
            Vielleicht wäre dann das ganze KESB-Bashing nicht entstanden.

  37. geezer sagt:

    das problem solcher behörden ist, dass ein einziger fehlentscheid solch gravierende folgen haben kann, dass der grossteil der bevölkerung diesen dann überhaupt nicht nachvollziehen kann (besonders, weil die bevölkerung nie die genaue faktenlage kennt). ein fall ‘Carlos’ oder der des steuerzahlers aus Dürnten, oder der des mörders von Marie kann sehr schnell die 99% gute arbeit, die von behörden geleistet wird, in vergessenheit geraten lassen. bei kindern und damit der KESB ist es natürlich noch viel schwieriger, tiefgreifende entscheidungen zu treffen. ich bin froh, dass ich nicht in solch einer behörde sitzen ‘muss’.

    • Réda El Arbi sagt:

      Das gleiche Problem haben die Eltern. Und die werden nicht so sorgfältig ausgesucht, wie KESB-Mitarbeiter. Das Wunder ist nicht, dass so viele Kinder wegen ihrer Eltern vernünftige Menschen werden. Das Wunder ist, dass so viele Kids TROTZ ihrer Eltern anständige Menschen werden 😀

      • geezer sagt:

        das hat was!..:-) wie viele kinder von klassischen hippie eltern führen heute einen ‘normaleren’ lebensstil, den ihre eltern zu ihren zeiten als vollbünzlig verschrien haben. und natürlich auch viele andere kinder aus beziehungen, die es so besser nie gegeben hätte (meine frau hat ihr eigenes leben wegen einer unfähigen mutter auch selbstständig und mit sehr grossem aufwand zurechtbiegen müssen).

        irgendwie ist es halt schon grotesk (und es wird auch so bleiben): für eine der grössten aufgaben im leben braucht es keinen eignungstest. jeder noch so labile und planlose idiot kann sich vermehren……

        • Daniel Meier sagt:

          Allerdings, geezer, besonders wenn man die Forschungsergebnisse der Epigenetik verfolgt. War man in den 60er Jahren noch der Überzeugung, dass das Umfeld Kinder prägt und am meisten beeinflusst, misst man heute den Genen eine eher höhere Bedeutung als das Umfeld zu. Damit kommt der Darwinismus wieder zum Tragen und auf die KESB umgemünzt: Zurückhaltung wäre manchmal angebrachter!

          • Réda El Arbi sagt:

            Sorry, aber die Forschung geht genau ins Gegenteil. Man kann heute klarer nachweisen, welche Gene welches Verhalten fördern. Was grundsätzlich Ihre These stützen würde. Man ist dann aber bei breit angelegten Verhaltensstudien überrascht, weil die genetische Vorprägung eben nicht in diesem Verhalten mündet. Die kognitive und unbewusste Prägung ist beim Mensch stärker als die genetische.

          • Daniel Meier sagt:

            Réda El Arbi, wieso kommt dann die Zwillingsforschung zum Schluss, dass getrennt aufgewachsene eineiige Zwillinge in ihrem Verhalten ebenso ähnlich sind, als ob sie zusammen aufgewachsen wären? Bitte nicht missverstehen, damit nehme ich Eltern und Erziehungsberechtigte keinesfalls aus der Verantwortung. Nur ist ihr Einfluss wahrscheinlich weniger gross, als diese sich das wünschen würden.

          • Réda El Arbi sagt:

            Die Samplegrösse bei der “Zwillinsgforschung” ist meist nicht besonders gross. Aber grundsätzlich: Die den einzelnen Genen zugeschriebenen Wirkungen aufs Verhalten sind bis jetzt nur rudimentär erforscht. Und schon jetzt zeigt sich, dass sie mehr schlafende Potenz als effektive Wirkung haben.

            Zum Beispiel Sucht: Es gibt Gene, die die Veranlagung zu Suchtkrankheit weitergeben. Nur heisst das nicht, dass der Träger süchtig wird. Sogar in den wenigsten Fällen. Es heiisst aber, dass Süchtige oft Träger des Gens sind, Und selbst da nicht in den meisten Fällen, nur ein sichtbar höherer Anteil.

            Was bedeutet das? Das bedeutet, dass die Prädung stärker ist als die Veranlagung, Es bedeutet nicht, dass die Veranlagung nicht vorhanden ist. Sie ist einfach nicht dominanter als die Prägung.

  38. Beobachter sagt:

    Ich finde die Kesb hervorragend. Die vielen überforderten Eltern brauchen Hilfe. Wenn eine Zoe Jenni nicht fähig ist, ihr Kind richtig aufzuziehen, muss es ihr weg genommen werden. Völlig richtig. Wenn alleinerziehende Glucken von Müttern ihre Kinder erdrücken, nicht ernst nehmen, nicht ernähren können, weil der Mann im Hause fehlt, dann muss die Kesb korrekterweise kommen. Auch der Basler, dessen Frau nach Asien floh, darf keine Kinder haben. ER ist naiv, weil er eine gewalttätige Frau aus Asien geheirtet hat, die jetzt fort ist. Die Ehe ist vorbei, sein Leben auch. Die Kesb sollte viel öfters eingreifen, denn viele junge Eltern aus tieferen Gesellschaftsschichten haben Probleme.

    • Lady T sagt:

      Die Probleme sind auch bei den von Ihnen genannten “höheren Gesellschaftsschichten”da, jedoch in einer anderen Form. Tun Sie mal nicht so als ob ärmere Leute weniger gute Eltern sind.
      Ja Eltern brauchen Hilfe. Vielleicht wäre es zum Teil auch ratsam Hilfe von Anfang an zu bieten. Wer sie braucht soll sie bekommen und nicht erst dann wenn alles schon den Bach runter geht.

      KESP ja aber es wäre toll, dass Familien geholfen wird wenn sie nach Hilfe fragen. Leider geschieht das nicht. Zu oft kriegt man keine Hilfe die nichts kostet oder man wird von Amt zu am oder von Institution zu Institution geschickt und NIEMAND fühlt sich zuständig um zu helfen.

      Kenne ich alles bestens.

      • geezer sagt:

        macht nichts, lady T. schliesslich sind das alle ausgebildete SOZIALarbeiter, die werden schon wissen, was sie tun….(ironie aus).

        • Hans Hasler sagt:

          auch hier ohne ironie: Sind Sie denn wirklich bereit, der KESB (oder anderen staatlichen Institutionen) das Geld zur Verfügung zu stellen, das nötig ist um Hilfebedürftigen Eltern kostenlos Hilfe anzubieten? Oder Politiker zu wählen, die dafür einstehen, dass die KESB oder ander staatliche Institutionen das nötige Geld erhalten?

          Auffallend ist doch, dass genau die Prominenten KESB Kritiker wie Schwander oder der Verleger Hug eben die ersten sind, die sich GEGEN kostenlose Hilfe aussprechen. Gegen die Sozialindustrie motzen aber dann Leistungen fordern und erst noch gratis? Wie geht das zusammen….

  39. Céline sagt:

    sehr guter Artikel. Endlich spricht sich mal jemand für die KESB und ihre Mitarbeitenden aus. Sehr berührend.