Das Ende des Glaubens?

Er hätte einen Weg gefunden, die Kirche zu reformieren, ohne gleich den Sonntag abzuschaffen.

Er hätte einen Weg gefunden, die Kirche zu reformieren, ohne gleich den Sonntag abzuschaffen.

Letzte Woche musste ich lesen, dass eine reformierte Kirche in Zürich den Sonntagsgottesdienst abschafft und stattdessen am Freitag eine Gottesdienst feiern will. Quasi vom Halleluja zum  «TGiF – Thank God its Friday».  In der Meldung war sehr viel tapfere Zuversicht der zuständigen Kirchenstellen herauszulesen. Sie hätten «den Gottesdienst weiterentwickelt».

Aber im Ernst? Wenn die Kirche den Gottesdienst am Sonntag abschafft, schafft sie sich doch selbst ab.  Es ist das Eingeständnis der Niederlage, das öffentliche Bekenntnis, dass man nicht mehr ans Charisma der eigenen Botschaft glaubt.

Ich bin Atheist, mich dürfte es eigentlich gar nicht kümmern. Aber entgegen vieler meiner atheistischen Nicht-Glaubensbrüder halte ich die Kirche nicht für durchwegs schlecht und habe keinen Grund, mich über ihren Niedergang zu freuen.

Im Gegenteil, da ich aus eigener Erfahrung weiss, wie schwierig es ist, eine ethische oder moralische Orientierung nur aus den eigenen Überzeugungen heraus zu leben, beklage ich den schleichenden Untergang des Glaubens. Da er vielen Menschen eine Orientierung gibt und Trost spendet, halte ich ihn noch immer (leider) für eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft. Solange wir nichts Besseres für Leute mit Bedürfnis nach Führung haben, um in einfachen Bildern die grossen Fragen des Lebens zu erklären, sind wir auf aufgeklärte Pfarrerinnen und Pfarrer angewiesen.

Diejenigen, die es nach Glauben dürstet, verschwinden nämlich nicht. Sie wandern zu den fundamentalistischen Freikirchen oder zu den hirnwaschenden, charismatischen Bewegungen wie dem ICF ab. DAS ist etwas, was mir als Mitglied einer säkularen Demokratie Sorgen macht. Wer nach nicht-rationalen Wundern sucht, findet sich in schamanischen Überzeugungen wieder, deren tieferen Sinn er im Internet entdeckt hat. Die Impfgegner und Verschwörungstheoretiker sind eine Folge des spirituellen Mankos unserer Gesellschaft. Überhöhter Ernährungskult, politische Ideologien, Hass und Angst, das alles entspringt aus der Orientierungslosigkeit, aus dem Verlust der ethischen Grundwerte. Und wenn ich die Wahl zwischen einem verblendeten Idealisten und einem gemässigten Gläubigen habe, wähle ich den Gläubigen.

Mir geht es nicht um den Glauben an irgendeinen Gott, sondern um das Kerngeschäft der Kirche: um die Seelsorge. Spiritualität hat nichts mit Übersinnlichem zu tun, sondern mit der Orientierung für die Seele. Seit den 50ern haben die PfarrerInnen durch das Verwechseln von Psyche und Seele die persönlichen Probleme ihrer Schäfchen immer mehr den Psychologen und den Psychiatern überlassen. Aber deren Job ist es, die pathologischen Auswüchse der menschlichen Psyche zu behandeln. Die helfen den Menschen nicht, durch die seelischen Nöte des modernen Alltags zu schiffen.

Ja, die reformierte Kirche muss sich erneuern, wieder den Weg zu den Menschen finden. Einige Kirchgemeinden  schaffen das. Sie öffnen sich den Menschen als Platz der Begegnung, sind wieder als moderne Gemeinschaft erkennbar. Aber der ganzen Welt zu zeigen, dass man nicht mehr ans eigene Team glaubt und das Hauptspiel im Stadion abzusagen, ist nicht der Weg.

Wenn eure Botschaft nicht mehr gehört wird, müsst ihr nicht eure Sendefrequenz ändern, sondern die Tonalität. Ihr habt einige universelle Wahrheiten in eurem Buch. Dieselben Wahrheiten, hinter denen atheistische Humanisten, Lifestyle-Buddhisten und eigentlich alle Menschen mit einem sozialen und ethischen Verantwortungsgefühl stehen können. Benutzt sie.

112 Kommentare zu «Das Ende des Glaubens?»

  • Marcel Zufferey sagt:

    Irgendwann einmal, sofern die Menschheit diese strube, unerträglich stark religiös geprägten Zeit überhaupt überlebt, werden wir (als Spezies) vielleicht auf das 21. Jahrhundert zurück blicken und froh sein, dass es keine Religionen mehr gibt. Vielleicht schaffen wir es, dieses unglückliche Kapitel unserer Entwicklungsgeschichte endlich hinter uns zu lassen und uns dem Unwissen offen hinzugeben, ohne dabei die Vorstellung eines Gottes als übergeordnete Kraft a priori abzulehnen! Das hoffe ich zumindest als absolut und mehr denn je überzeugter Agnostiker.

  • Sam Fuller sagt:

    Auffälig für mich: Reda, sie nutzten die Chance kaum, anhand einigen Blogbeiträgen, etwas etwas zu revidieren oder etwas zu ergänzen. Somit bleibt das übrig, was sie selbst wohl kaum nicht wollen: Statt voneinander zu lernen, ging es um das Vertreten der eigenen Position.

    Umwege verbessern die Ortskenntisse!
    Ja, sofern man während des Umweges die Augen offen hält und sich nicht nur in den richtigen Weg verbeisst oder sich über den Umweg grämt 🙂
    Gemeint ist „der Versuch intelektuell redlich zu bleiben.“

    Ich bedanke mich für Ihre Arbeit, diesen Blog zu redigrieren und so oft zu antworten. Das ist nicht selbstverständlich!
    Danke, Reda!

    • Réda El Arbi sagt:

      Nope. Meinungsbildung findet hier auf einer anderen Ebene statt. Die Kommentatoren (und ich) vertreten hier die Positionen. Die 99 Prozent der stillen Leser begutachten die Argumente und machen sich dann ihr eigenes Bild. Ich muss nicht die anderen Kommentatoren überzeugen, oder diese mich. Man muss nur die besten Argumente für seine Position haben. Der Rest ist Sache des Lesers.

  • Sam Fuller sagt:

    Fazit dieses Blogbeitrages:
    Die Atheisten resp. alle die einem rational-humanistisches Weltbild vertreten, kritisieren Sie zu Recht über ihr ungenaue und teilweise auch unausgegorene Argumentation. In den wesentlichen Punkten scheinen sie nur ungenügend verstanden zu haben, worum es bei dieser Postion geht. Sie verstricken sich in Widersprüche und präsentieren ein dualistisches Weltbilld ohne sich dessen bewusst zu sein. Religiöse Menschen fühlen sich ob ihrem Text unverstanden, geisseln ihn als Polemik, aber sind im Grunde genommen froh, dass deine Religionskritik so oberflächlich ist. Ausser der werte Herr aus der Seener- Freikirche. Er sieht sich als Opfer einer Schubladisierung.

    • Réda El Arbi sagt:

      Vielleicht sollten Sie mal die Perspektive wechseln. Das hier ist keine Religionskritik, sondern eine Kommunikationskritik. Dass ich dabei die reformierte Kirche als notwendige Institution erwähne, ist ein wenig gesellschaftspolitischer Pragmatismus.

      Aber ich weiss, bei diesem Thema driften die meisten entweder in Theologie oder aber in Philosophie ab. Beides empfinde ich als „intellektuell sändele“. Für mich zählt nur der direkte Nutzen im Alltag. Oder eben der Schaden.

  • Susanne Brunner sagt:

    Tja, das was Herr Arbi möchte, gibt es nicht zu haben.
    Eine harmlose, „Wir-sind-alle-nett-zueinander Kirche“ ist dem Untergang geweiht.
    Denn was keine Kraft hat, was Leben nicht mehr verändert, was keine Grundsätze (Fundamente) als Verbindlich erklärt, das
    interessiert bald niemand mehr.
    Deshalb wird der Trend im christl. Glauben dorthin gehen – Freikirchen oder gar nichts.
    Ein erster Schritt zur positiven Veränderung in der Ref. Kirche wäre – die Wiedereinführung des Glaubensbekenntnis, eine neue Spiritualität, ein neues Entdecken, was Glaube bedeutet, nicht nur Intellektuell, sondern in der konkreten Beziehung zu Gott.

    • Réda El Arbi sagt:

      Doch, wenn man sich auf die positiven Werte besinnt und die Abwertung von Homosexuellen, Frauen, Andersgläubigen, Atheisten und dem ganzen Rest beiseite lässt.

      Wenn man seine Mitglieder nicht emotional und moralisch erpresst, wenn man nicht alle in die Hölle verflucht, die nicht dem eigenen Glaubensbild entsprechen. So gesehen haben fundamentalistische Christen mehr mit den Islamisten gemeinsam als mit den Christen, die ich zu meinen Freunden zähle.

  • Hans Heinreich sagt:

    Christen, Juden und Muslime verehren ein Ungeheuer, das den Geist eines Pharaohs übernahm um kleine Kinder und andere töten zu können. Sie verehren ein Ungeheuer, das von seinem auserwählten Volk systematischen Völkermord forderte und bekam. Christen, Juden und Muslime wissen davon und fallem vor dieser Bestie dennoch auf die Knie und verkaufen das Monster als gut.

    Wer ein Ungeheuer verehrt, ist selbst ein Ungeheuer. Alle schlechten Dinge auf dieser Welt gehen auf die drei abrahamitischen Religionen zurück, Faschismus und Kommunismus inklusive.

    Wer als Atheist Abrahamiten den Rücken stärkt, verrät die Menschheit. Wer als Mensch mit Ungeheuern paktiert, ist selbst ein Ungeheuer.

  • Waldrand sagt:

    Warum muss der Gottesdienst am Sonntag sein? Das war eine Abgrenzungsentscheidung in den ersten Jahrhunderten.
    Ohne es vielleicht zu wissen, rücken die Schweizer näher an die Quelle. Am Freitagabend beginnt der Schabbat.
    Seltsam finde ich aus der Diskussion, dass die Menschen in der Kirche scheinbar bessere Menschen per Definition sein müssen. Fange doch jeder bei sich an.
    Diese Freitagsentscheidung hat nichts mit dem Glauben oder Abfall zu tun. Das Thema ist für mich verfehlt – El Arbi – auch wenn es interessante Gedanken zur Gegenwart aufzeigt.

    • Réda El Arbi sagt:

      Wie gesagt, frag 1000 Leute nach einem Begriff zu „Christentum“. „Sonntag“ ist unter den Top 5.

      Der Sonntag ist der Feiertag der Christen. Wenn nun eine Kirche nicht mehr daran glaubt, dass sie an ihrem heiligen Tag die Leute in ihre Gottesdienste bringen kann, ist das ein Signal für Kapitulation. Hier gehts um Kommunikationspsychologie.

      • Waldrand sagt:

        Auch wenn 1000 Leute so sagen, hat das nichts mit dem Glauben oder Kapitulation zu tun. Die hier unruhig werden, verstehen vielleicht wenig vom Christentum. Wo steht geschrieben, dass wir den Sonntag heiligen sollen? Wenn Menschenwerk wackelt, bricht die Welt nicht zusammen.

        • Réda El Arbi sagt:

          Nein, es ist einfach so, dass unsere Kultur das in den letzten 1500 Jahren so adaptiert hat. Das zu ignorieren ist etwas dümmlich.

  • Stefan Wagner sagt:

    Zitat: „Aber deren Job ist es, die pathologischen Auswüchse der menschlichen Psyche zu behandeln. Die helfen den Menschen nicht, durch die seelischen Nöte des modernen Alltags zu schiffen.“

    Doch, tun sie.
    Denken Sie drüber nach: Wer es lernt, durch die seelischen Nöte des Alltags zu schiffen, der lernt es pathologische Auswüchse zu vermeiden. Was sonst könnte ein Kriterium dafür sein, dass man gesund durch die Moderne schippert (außer man bedurfte keiner psychologischen Hilfe)?

    • Réda El Arbi sagt:

      Nope. Psychologen udn Psychiater kommen dann zu Zuge, wenn die seelsorgerische Arbeit versagt hat. Wer denkt, er brauche einen Psychologen und nicht einen seelsorgerischen Ratgeber bei nichtpathologischen Problemen, bewertet seine Probleme höher als sie verdienen. Das wiederum ist ein Anzeichen für eine narzisstische Unausgewogenheit. Was wiederum den Psychologen rechtfertigt.

      Ich weiss, dass sich die Psychologen gerne als Seelsorger der Neuzeit sehen. Sind sie aber nicht.

      • parksünder sagt:

        Und was rechtfertigt Pfarrer zu einer besseren seelsorgerischen Arbeit als alle Anderen?
        Seelsorge ist nicht mehr als eine Krankenschwester, ein Notarzt oder einfach nur ein gut einfühlsamer Mensch auch bewältigen kann.Im meinem Fall waren es Lehrer, Pädagogen, sogar mal eine einfache Hausfrau, die mir in menthalen Krisen geholfen hat. Ich verstehe nicht, warum Sie deshalb unbedingt auf den Pfarrer als Ansprechpartner für Alle bestehen.

  • Urs Baumann sagt:

    Die Ref. Kirche erreicht ihre Mitglieder nicht mehr und geschweige denn die Menschen die nicht auf der SonnenSeite des Lebens stehen. Die Behörde der Kirche setzt sich weitgehend aus Leute die gut stituliert sind zusammen , das gleiche Bild von den wenigen die noch am Sonntag in die Predigt kommen. Wie ich schon in meinem ersten Kommentar geschrieben habe ist der Pfarrer die zentrale Figur und die Leute sind sehr sensibilisiert und merken sehr schnell ist da einer auf der Kanzel der es ehrlich meint. Ich persönlich glaube trotz meinen zum Teil sehr negativen Erfahrungen in der Institution Kirche das es sie braucht. Aber bitte ohne Symbole wie Talar und Dünkel. BESCHEIDENHEIT ist gefragt

  • C.Schwab sagt:

    < >
    Erstens: Die Gottfreien der Schadenfreude bezichtigen.

    Zweitens: Suggerieren das Ethik mit dem Glauben zusammen hängt.

    Drittens: Unsinniges Wortepaaren; von aufgeklärten Pfarrern ist es nicht mehr weit zu religiösen Aufklärern, staubiger Flüssigkeit, barmherziger Bestraffung, etc.

    Viertens: Sich um die säkulare Demokratie sorgen.
    Solange der Fiskus sogar die Ungläubigensteuern bei den juristischen Personen eintreibt, ist da nichts von säkularer Demokratie.

    Schreibt so ein Atheist? Das Ende des…

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, im Gegensatz zu Ihnen definiere ich meinen Atheismus nicht an der Kirche.

      • C.Schwab sagt:

        Hier noch etwas über mich, dass Sie bestimmt noch nicht wissen. Mein Hobby ist Nichtsackhüpfen. Mein Nichtsackhüpfen definiere ich am Alteisen-Tagespreis.

        • Alberto La Rocca sagt:

          Als freier Journalist muss man halt ab und zu mal Zeilen schinden, z.B. „Ein Atheist macht sich Sorgen um die Kirche“.

          C. Schwab haben Sie doch ein wenig Verständnis für REA, die Stadtblogthemen scheinen ausgelutscht, nun hat er sich vom Amtsblatt der evang.-ref. Landeskirche inspirieren lassen: Dort durfte man letzthin lesen, dass Zwingli ein Pazifist war, weil er die Altgläubigen per Schwert in den Himmel befördern wollte und diese Katholiken seien ganz fürchterliche Leichenschänder, weil sie den Zwingli selbst barmherzigerweise per Schwert in den Himmel befördert hatten und auch portioniert kremiert hätten. Auf diese hygienische Beseitigung waren die Protestanten doch bis anhin…

          • Réda El Arbi sagt:

            Ach so ein Müll. Ich bin als Katholik aufgewachsen. Und ich find Leute, die heute noch den alten Religionskrieg in ihren Köpfen austragen, extrem lächerlich.

  • Hans Koller sagt:

    Der Kirche geht es doch mehr um Politik als um was anderes, sie ist links und ich rechts, was soll ich also in der Kirche? Mir etwa anhören: „Ihre Meinung interessiert uns nicht“? Die Kirche ist für kriminelle ich gegen Kriminelle, folglich sind unsere Werte die wir vertreten so fundemental anders das wir gar nicht zusammen passen, logischerweise passt dies auf alle politischen Themen. Die Kirche hat den Fehler gemacht sich politisch zu positionieren und nun werden sie vom rechten Zeitgeist aus der Welt gefegt. Die Kirche hätte beim Evangelium und dem Leben nacht dem Tod für alle Weltanschauungen bleiben sollen und nicht beim ausgrenzen und beleidigen andersdenkender mitmachen sollen.

    • Karl Halbermatten sagt:

      Hans Koller, es spricht viel Verbitterung aus ihren Zeilen, und ich bedauere Sie deswegen. Wo die (heutige!) protestantische Kirche das „Ausgrenzen und Beleidigen Andersdenkender“ betreibt, wissen Sie wohl selbst nicht. Es wird ein leerer Spruch sein, der Ihnen Vorwand ist, sich Unbequemes nicht anhören zu müssen.

      • Hans Koller sagt:

        @Karl Halbermatten
        Sie brauchen nur die Zeitschrift reformiert zu lesen. Verbitterung ist es nicht, wissen Sie der ganze Balast ist weg, ich muss mich nicht mehr Nerven über Themen. Die Kirche ist also kein Ort wo viele Menschen mit Freude hingehen, so kam ich auch zum Entschluss das es auch für meine Kinder besser ist ohne diese politische Religion aufzuwachsen. Im weiteren bin nicht nur ich ausgetreten sondern auch meine Kinder und wiederum deren Kinder. Ich glaube die Verbitterung wird bei den Reformierten erst noch kommen, einst 60% heute noch 25% und 2060 noch 5% an der Bevölkerung.

    • adam gretener sagt:

      Ich weil auch so ein simples Weltbild, bitte! Und tun solche Grossmachtphantasien eigentlich weh?

    • monnier sagt:

      ….leben nach dem Tod ? ich brauche Sinn / manchmal Trost V O R den Tod !

  • Elvenpath sagt:

    Seltsam. Ich hatte noch nie Probleme damit, einen moralischen Kompass zu haben. Es reicht ein einziges Wort: Mitgefühl. Ist das vorhanden, ergibt sich alles andere von selbst. Man braucht keine Ideologien oder Vorschriften.
    Die sogenannten „Werte“ stammen nicht aus der Bibel. Sie wurden von mitfühlenden Menschen dort hinein interpretiert, damit die Weltsicht stimmt ist. Möglich wurde das ab der Aufklärung. Vorher gab es 1000 Jahre lang Stillstand in Sachen moralischer Entwicklung. Die Ethik, die wir heute haben, hat sich nicht aus der Bibel entwickelt, sonst wäre das schon viel früher geschehen und nicht erst nach über 1000 Jahren.

  • Philipp Kästli sagt:

    Dass die anderen am Sonntag beten, ist eine wunderbare Beruhigung für jeden Atheisten: Eine Konstante, auf die man getrost herablächeln kann, und sollte er/sie sich doch geirrt haben (der gesunde Skeptizismus des Atheisten muss diese Möglichkeit offen lassen), so haben sie immerhin auch für ihn gebetet…
    Was nun, wenn sie nicht mehr beten? Woher nimmt dann die Gesellschaft die Grundwerte, auf die man sich so gerne verlässt? Was, wenn sie Kant nicht lesen wollen? Was relativiert dann noch das Ich-ich-ich! des spätkapitalistischen Hedonismus? Was sagt man dem, der Verantwortung ablehnt, weil er nicht weiss, vor wem er sie hat? Und was, wenn man die Krankheit, die sie Seele nennen, auch hat?

    • Réda El Arbi sagt:

      Nicht die Gebete schaffen die ethischen Grundwerte. Sie helfen höchstens, wie Meditation, sich auf diese Werte zu besinnen. Gebete und Meditation funktionieren übrigens auch ohne Gott. Und auch an einem Dienstag.

    • Elvenpath sagt:

      Es gab und gibt genug nichtchristliche Gesellschaften die ähnliche Grundwerte haben. Seltsamer Weise hat das Christetnum über 1000 Jahre für diese Grundwerte gebraucht, Das hört sich nicht so an, als ob sie dort eingebaut gewesen wären. Ganz im Gegenteil.
      Der spätkapitalisitsche Hedonismus, DER stammt aus der Bibel. Dort werden nämliche Sklaverei, Mord und Folter befürwortet.
      Oder man schaue sich die ach-so-gläubigen Mafiosi an.
      Unsere aktuellen Grundwerte haben sich nicht wegen, sondern trotz des christlichen Glaubens entwickelt. 1000 Jahre lang hat sich das Christentum erfolgreich dagegen gestemmt. Und jetzt wird behauptet es käme da her. Ein Frechheit sondergleichen.

  • John sagt:

    Da weiss einer mehr:
    1. Was sind „ethische Grundwerte“?
    2. Was ist „Seele“ und wie unterscheidet sie sich von „Psyche“?
    3. Was sind die „pathologischen Auswüchse der menschlichen Psyche“?
    4. Was sind die „universellen Grundwerte“?

    • Réda El Arbi sagt:

      Alles bereits in den Kommentaren

      Ein Beispiel eines ethischen Grundwertes: Du sollst nicht töten.
      Ein anderes: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

      • John sagt:

        Hab ich schon gesehen. Das Problem all solcher Grundsätze: Sie sind wissenschaftlich nicht beweisbar, wobei das in der Physik für die Physik beweisbar ist. Da tut sich auch in den Geisteswissenschaften einiges. Einige sagen, dass das gesellschaftliche Wissen immer etwa 200 Jahre hinter dem wissenschaftlichen Wissen zurückhinkt. Vielleicht ist das so. Als Skeptiker und Angostiker stellen sich mir so viele Fragen gar nicht. Sie scheinen ja auch eher Agnostiker zu sein (wurde in einem Kommentar geschrieben). Bei meinem Verständnis glaubt ein Agnostiker bei der Gottesfrage nicht, dass es sich um einen alten weissen heterosexuellen Mann mit langem weissen Bart handelt (Naturalisierungsfalle)

        • Réda El Arbi sagt:

          Ich glaube ganz einfach, dass wir vieles noch nicht wissen. Ich glaube nicht an einen personifizierten Gott oder beherrschenden einen Willen. Das ist etwas mehr als Agnostiker.

      • parksünder sagt:

        Und wenn ich mich selbst hasse, soll ich dann auch Andere hassen?
        Eigentlich sind das philosophische Fragestellungen. Religionen geben Antworten darauf, müssen aber nicht zwangsweise richtig liegen.
        Du sollst nicht töten (Laut Bibelwissenschaftler „morden“) hieß in der Bibel, dass Mord im Affekt nicht erlaubt war, aber morden im Sinne eines Völkermords durchaus. Was also ist hier universell, wenn wir die Stellen ja doch nur im Sinne des Zeitgeistes betrachten?

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, auch Selbstverteidugung ist kann töten beinhalten. Universell ist, dass die willkürliche Tat auch vor 2000 Jahren unter Strafe stand. Die mosaischen Gesetze sind der Grundpfeiler, auf dem sich die Ethik der christlichen Kultur entwickelte.

          Natürlich wachsen sie und werden im Zeigeist interpetiert. Aber es werden immer noch Grundsätze interpretiert und weiterentwickelt, die vor 4000 Jahren ihren Anfang namen.

      • Elvenpath sagt:

        „Du sollst nicht töten“ ist das klassische Beispiel einer gewollten Fehlinterpretation. Diese Regel war NIE als moralischer Leitfaden gedacht, denn töten durfte man oft und gerne. Wenn einer die Regeln des Gottes nicht befolgte. Holz gesammelt am Sabbath? Steinigt ihn! Lästert er Gott? Steinigt ihn! Stehen sie dem erwählten Volk im Weg? Schlachtet sie ab! Ganze Städte. Kinder, Frauen Greise.
        Nein. „Du sollst nicht töten“ war eine schlichte Regel, damit sich die Dorfbewohner nicht gegenseitig die Köpfe einschlugen.

        „Liebe deinen nächsten, wie dich selbst“, bezog sich nur auf den nächsten Glaubensbruder, also den nächsten Juden. Das ist der Kontext.

        • Réda El Arbi sagt:

          Öhm „Liebe deinen Nächsten“ ist aus dem neuen Testament, in dem sich die Fih^gur Jesu klar über die Glaubensgrenze hin zum Menschlichen bekannte.

          • Karl Halbermatten sagt:

            Hätte nicht gedacht, dass ich Herrn El Arbi mal Recht gebe, mehr noch: mich über eine seiner Äusserungen freue…. 🙂

            Herr oder Frau Elvendings, seien Sie so gut, und gehen Sie in die Politik. Dort können Sie schwätzen, ohne über Wissen zu verfügen.

          • Elvenpath sagt:

            Ich weiß, dass es aus dem neuen Testament stammt. Und er meinte damit nur seinen nächsten Glaubensgenossen. Seinen nächsten Juden. Lies dir mal den Kontext durch!

            • Réda El Arbi sagt:

              Nope. Jesus setzte sich über die Religionsgrenzen hinweg. Lies mal das Gleichnis vom Samariter.

        • Elvenpath sagt:

          Man hat an so einigen Stellen in der Bibel den Verdacht, dass Jesus an Schizophrenie litt. Gibt genug widersprüchliche Aussagen von ihm bzw. den Erfindern dieses Charakters.

          Aber bezüglich „Du sollst nicht töten“ scheinen wir wohl einer Meinung zu sein.

          • Sam sagt:

            Jesus verfiel massivst dem In- und Outgroup- Denken. Auch das neue Testament strotzt vor Gewaltaufrufen gegenüber Andresdenkenden. Die Aussagen von Jesus im NT sind zweifelsohne gespalten: Hier der Friedliebende dort der Berseker. Es gab ein Wissenschaftler, der las die Bibel und verglich: Die Summe von zu gewaltaufrufenden Aussagen ist beispiellos. Wer nun nur die netten Aussagen aus den NT zückt, diese für bare Münze nehmen will und das Gewaltätige verharmlost, oft im Sinne „man müsse das im Kontext der damaligen Zeit sehen, der kittet die Fakten, beschönigt unlauter.

            • Réda El Arbi sagt:

              Sie machen den Fehler, den auch christliche Fundamentalisten machen: Sie interpretieren die Bibel wörtlich und ohne historischen Kontext.

              Kann man machen. Wird dann aber gleich ernst genommen wie die Fundis.

          • Sam sagt:

            Zur erwähnten Auflistung von Verletzung von Menschenrechten in der Bibel: Kulturen- und Rassenhass, insbesondere Judenverfolgung (Aufruf zum Genozid!) , Tötung Andersgläubiger, Verfolgung und Folter gegenüber Frauen: Im Alten Testament finden sich über 1000 Stellen in der Bibel, in neuen Testament deren 100 (davon das Meiste von Jesus…) Kann jemand so als Vorbild für Toleranz und Frieden stehen?

            Diese Fakten stammen von Franz Buggle aus “ Denn sie wissen nicht was sie glauben“, Alibri Verlag, 2004

        • Elvenpath sagt:

          Wer gegen Jesus war, dem wünschte er, (Mt 18,6): „daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist.“ Gaaaaanz tolle Nächstenliebe (bzw. Feindesliebe).

          • monnier sagt:

            …Heb. uebersetzt heisst “ du wirst (!) nicht töten – ist doch ein feiner unterschied….

            • Réda El Arbi sagt:

              Das ist ein kategorischer Imperativ. Diese Götter befehlen immer, sie fragen nie mit einem „Bitte“.

  • parksünder sagt:

    Der Freikirchen-Zuwachs hängt im Wesentlichen damit zusammen dass wir aufgeklärter sind. Das Problem der ref. Kirche besteht darin, dass Un-/Andersgläubige austreten und damit die Mehrheit der Mitglieder nichts mehr mit dem aufgeklärten Predigt anfangen kann. Zudem zeigt sich in Studien, dass Pfarrer ja auch nur noch wenig mit der Auferstehung anfangen können. Ein typisches Glaubwürdigkeitsproblem. Kein Wunder wenn tiefgläubige Menschen zu einer Gemeinde abwandern, die noch an das glaubt, was sie predigt.
    Nein, wir brauchen keine ungläubige Kirche, sondern Menschen die sich um Menschen kümmern – Bürgerprojekte. Und die Politik sollte genau das fördern, anstatt die Kirchen zu bemuttern.

  • Ivan Casale sagt:

    Vielleicht sollte die Kirche einfach wieder den Mut zum Untergrund haben 🙂

    Ich gehe gelegentlich gerne in Kirchen und Tempel, ab und zu geht man auch um bestimmten Versammlungen beizuwohnen (Beerdigung, Taufe, Hochzeit).

    Die orthodoxen und katholischen Feiern empfinde ich als feierlich, die evangelischen Feiern erinnern mich oft an Spielgruppen im Kindergarten.

    Mein Glauben ist für mich etwas das mich mit anderen gläubigen Menschen sofort verbindet, unabhängig von deren Religion oder Kirchenzugehörigkeit.

    Als Christ fühle ich mich in der ref evang Gemeinde gut aufgehoben, die Gottesdienste und Feierlichkeiten hätten aber echt Verbesserungsbedarf – egal an welchem Wochentag.

  • feliks sagt:

    ich lese den Artikel in etwa so: die ref. Kirche braucht es, damit Menschen, dadurch Orientierung und Trost erlangen. Dafür werden die ref. Pfarrerinnen und Pfarrer in die Pflicht genommen. In einer Konfession, in der das Prinzip des Priestertums aller Gläubigen gilt, stösst diese Forderung aber bald einmal an Grenzen. In der ref. Kirche sollen Werte nicht vorgegeben werden, sondern es sollen die Gläubigen sich darauf einigen. die Aufgabe kann nicht an einen Pfarrer delegiert werden. wer sich verantwortlich fühlt, soll Verantwortung übernehmen. macht es sich nicht (sehr) einfach, wer sich von vornherein abmeldet damit, dass er nicht an Gott (oder Ähnliches) glaubt?

    • Réda El Arbi sagt:

      Jep. Aber irgendwer muss die Leute dafür begeistern, Verantwortung zu übernehmen. Das geschieht nur bei den Wenigsten spontan.

      • feliks sagt:

        guter Punkt. hier ist aber auch das Dilemma. Begeistern tun oft auch jene Gemeinschaften, die rigorose Forderungen stellen. und auch diese appellieren an die Verantwortung. haben nicht die Reformierten die eher undankbare Aufgabe, auf die Gesellschaft mässigend einzuwirken, zu mahnen? wer soll da heute (spontan…) aufspringen?

  • Martin Berger sagt:

    Guten Tag Herr El Arbi,
    Ich fühle mich durch Ihre Aussagen verletzt: Sie argumentieren sehr sehr undifferenziert, indem viele verschiedene Gemeinschaften in einen Topf werfen: ’sie wandern ab zu fundamentalistischen Freikirchen oder zu den hirnwaschenden, charismatischen Bewegungen wie dem ICF ab‘. Es gibt ganz unterschiedliche Freikirchen, es sind nicht alles hirnwaschende Fundamentalisten. Übrigens, dort wo die ref. Kirche noch an das glaubt, was die Gründer geglaubt haben (z.B. Luther), besteht eine durchaus lebendige Gemeinschaft. zB. in Winterthur-Seen. Als bitte Her el Arbi, werfen sie nicht alle in den gleichen Topf und machen sie sich ein ausgewogeneres Bild. Danke!

    • Réda El Arbi sagt:

      Drei Fragen:

      Dürfen Honosexuelle ihre Liebe aktiv leben?

      Hat die Frau das Recht, über ihren Körper zu bestimmen?

      Gibt es eine Rettung für Menschen, die Jesus nicht als ihren Erlöser akzeptiert haben?

      • Martin Berger sagt:

        Interessante Antwort! Wenn ich Sie richtig verstehe, sind sie ein feuriger ‚Missionar‘. Alles was nicht ihrer Meinung entspricht ist fundamentalistisch etc. Ich wünsche Ihnen mehr Toleranz und die Offenheit die Sache differenzierter zu sehen!
        Zu den Fragen: Beim Lesen vom Neuen Testament wird einiges klarer.

        • Réda El Arbi sagt:

          Das ist feige ausweichen, weil Sie nicht zu Ihrer Meinung stehen können.

          • Martin Berger sagt:

            meiner Meinung nach nicht. sie wollen mich einfach in eine Schublade drücken! Genau, das haben sie ja mit ihrem artikel getan. Im Grunde sehr fundamental denkend.

            • Réda El Arbi sagt:

              Nein, ich kenne Sie nicht. Ich kenne aber die Aussagen und die Dogmen der Freikirchen.

              Also, nochmals zu meinen Fragen. Schaffen Sie es, die zu beantworten. Mit klaren Worten, ohne billige Ausflüchte?

          • Martin Berger sagt:

            Sie erwähnen ja das Buch am Schluss ihres Artikels, darum nehme ich auch Bezug darauf. Im NT und nicht in der Kirche etc. (AT wird oft falsch verstanden…)

      • Sam sagt:

        Marin Berger, das war eine einfach Frage von Reda! Sie setzen sich nun verbal zur Wehr, weil sie sich ungerecht behandelt fühlen, meinen man täte sie in eine Schublade stecken?! Sie sind mir ein Lustiger…Beantworten sie doch die Fragen von Reda, bezüglich dem Umgang in ihrer Kirche (der flotten Kirche in Seen) mit Homosexualität, Rechte und Rolle der Frau und ihrer Toleranz gegenüber Anderskenkende. Ja, stimmt es werden lässige Lieder gesunden, die Predigten sind poppig, alles wirkt nett und freundlich. Aber…?….Genau! Darum wollen sie die Frage auch nicht beantworten.

    • Josef Marti sagt:

      Wieso so dünnhäutig? Egal wer was glaubt oder nicht glaubt, das ist schlicht irrelevant; was zählt ist die BV und das StGB, alle anderen Bibeln sind fossiler Privatkram. Wem das nicht passt kann ja auswandern oder Unterschriften sammeln für irgendwelche Initiativen.

      • Ivan Casale sagt:

        @ Josef Marti

        Im Namen Gottes des Allmächtigen! Das Schweizervolk und die Kantone, in der Verantwortung gegenüber der Schöpfung, im Bestreben, den Bund zu erneuern, um Freiheit und Demokratie, Unabhängigkeit
        und Frieden in Solidarität und Offenheit gegenüber der Welt zu stärken, im Willen, in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung ihre Vielfalt in der Einheit zu leben, im Bewusstsein der gemeinsamen Errungenschaften und der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen, gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen, geben sich folgende Verfassung:

        ich glaube, Sie haben die Verfassung noch nie gelesen.

        • Ivan Casale sagt:

          Mmh, obiger Beitrag von mir ist unklar.

          Wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass das Nachtreten / Nachschlagen bei dünnhäutigen, andersdenkenden Menschen schon in der Präampel unserer Verfassung nicht wirklich gewürdigt wird 🙂

          Vielleicht besser, es nicht gar nicht erst freizuschalten.

      • Martin Berger sagt:

        Das hat nichts mit Dünnhäutigkeit zu tun sondern mit dem Fakt, dass in der Geschichte es immer dann gefährlich wurde, wenn gewisse Vorurteile und Falschinformationen über Gemeinschaften, Rassen etc. verbreitet wurden. Dies gab sehr unschönen Entwicklungen Nährboden. Der moderne Mensch kann differenzieren, pauschales Verurteilen ist gefährlich und hatten wir im Mittelalter schon zu Genüge!

  • Urs Baumann sagt:

    Ich arbeite seit 36 Jahren bei der Reform Kirche nicht als Pfarrer sondern als Sigrist Hauswart in der untersten Hierachistufe der Kirche. So erlebe ich hautnah den Niedergang der Kirche. Von dieser Sufe r aus hat man den Vorteil Beobachtungen zu machen die andere nicht sehen. Wie geht ein Pfarrer mit den Menschen um. Ich erlebe es sehr unterschiedlich, Wörter wie Empathie, Bescheidenheit, Authentizität, Solidarität sind für manche zu Fremdwörter verkommen. Anstelle sind Arroganz, Dünkel, Ignoranz, Gier an deren Stelle. Oder anders gefragt wie wollen solche die Botschaft einem Sozialhilfeempfänger vermitteln. Bei einem Einkommen von 150000 plus grosses Haus, Sabbatel, mehr Ferien als andere

    • geezer sagt:

      @Baumann: der klerus wusste schon immer sehr gut, wo das grosse geld zu holen, resp. wo genügend vorräte in den speichern waren und sind. so ganz nach dem motto ’nehmt, und es wird euch gegeben‘. die geschichte hat sich in diesem zusammenhang seit jahrhunderten schon tausendfach wiederholt.

      der letzte grosse, der öffentlichkeit bekannte fall war Tebartz-van Elst, der millionenverschwender-bischof aus Limburg. wie der das mit ‚christlichen werten‘ unter seine prunkvolle bischofsmütze bringt, bleibt für jeden normal denkenden menschen mehr als nur ein rätsel. und wer bei der vatikanbank genauer hinschaut, fragt sich wohl dasselbe.

    • Hans Koller sagt:

      Sie sagen es, im Konf-Unterricht sagte ich genau ihre Worte. Der Pfarrer ging raus zum schreien und Türe schletzen und kam dann beleidigen zurück, er wisse das man in meiner Familie so redet. Lesen sie mal die Zeitung Reformiert, ich bekommen sie immer Gratis ich frage mich wirklich wie man solchen Stuss überhaupt schreiben kann, manche Aussagen sind so absurd das man an Satire denkt.

    • Hans Koller sagt:

      Nächstenliebe ist wichtig, was tut die Kirche für ihre Mitglieder? In jedem Verein werde ich wenigsten einmal im Jahr an die GV eingeladen, von der Kirche kommt nichts, nicht mal die Steuerrechnung und das für einige 100Fr. im Jahr. Menschen in Not helfen ist wichtig? Was tut die Kirche für alleinstehende Frauen mit Kindern??? Wenn sie ein Problem haben gehen sie zum Pfarrer und bitten um Hilfe, sie wissen wie ich das da keine Hilfe kommen wird ausser frommen Worten. Die Gottesdienste sind langweillig und das dauernde immer gleiche gelabber von Liebe und Frieden nervt, ich lese einmal das Parteibuch der SP/Grünen und dann habe ich alle Predigten gelesen.

    • Sam sagt:

      Danke Herr Bachmann für Ihren Beitrag. Ich finde es gut, dass sie darauf hinweisen, aber aich nicht alle in einen Topf werfen. Ich kann mir schon vorstellen, dass es viele auch ernst nehmen und ihr Bestes geben. Aber sieht man die Ausgaben für die karikativen Zwecken der Staatskirchen an, die sich im Bereich von ein paar Prozenten bewegen, ist das schon grunsätzlich in Frage zu stellen: ca. 94% aller Gelder werden für die Institution selbst verwendet, nur damit ca. 6% für gute Zwecke genutzt werden könnnen?

      Ein Hilfswerk täte man mit solchen Zahlen in Grund und Boden stampfen- zurecht.

  • Da-Da sagt:

    Ja lieber ein Reformierter als ein christlicher Fundi, an dem Punkt bin ich mir dem Schreiberling einig.
    Dass er dann alle Nicht-angepasst Religiösen in eine Pfanne haut entlarvt ihn halt als moralischen Tiefflieger. Typisch, dass die Atheisten immer zu Wort kommen dürfen und andere Leute beleidigen. (Impfgegner und Verschwörungstheoretiker und schamanisch Intressierte).
    Aber etwas ist lustig, die Atheisten glauben am Schluss auch an etwas. Unausgesprochen oder ausgesprochen. Der Schreiberling zum Beispiel an soziales und ethisches Verantwortungsgefühl, was auch immer das für ein schwammiges Etwas darstellen soll…

    • anakin skywalker sagt:

      Die Atheisten Glauben an Darwin und seine Lehre! Das ist ihr Leitfaden im Leben. Ich selber warte immer noch auf meinen Hybriden. Was mich an den Atheisten stört ist ihre Scheinheiligkeit.
      Darum sind jetzt die Atheisten in der Gesellschaft am Drücker:
      Ihre Agenda ist:
      Sex mit Kinder freigeben (Grüne Partei)/ Sodomie verbot aufheben und fördern/ Verbot Heirat zwischen Verwandten aufzuheben/ Föderung der Genderpropaganda/ Zerschlagung von Familien/ Vernichtung des Volkes (Schweizer) durch Abtreibungen/ usw.

      • Réda El Arbi sagt:

        Nope, wir können die meisten Sacheb beweisen. Das ist der Unterschied zwischen Wissenschaft und Glauben. Und bei den wissenschaftlichen Theorie ist es Bestandteil, dass wir sie von der ersten Sekunde an anzweifeln, un den Beweis wasserdicht zu machen.

        PS: Mit all dem Frust solltest du wieder mal die Bergpredigt lesen.

    • parksünder sagt:

      Was Sie so alles als Glauben bezeichnen – Und demnächst ist noch die Aussage „Ich glaube, dass Mutti mich heute noch besucht“ ein Glaube.
      Wir sind soziale Wesen, wissen im Normalfall Fürsorge zu schätzen, also geben wir auch der Gesellschaft etwas zurück. Nicht mehr und nicht weniger.

      Glaube wird im religiösen Sinne als „Vertrauen zu etwas/jemandem“ bezeichnet, nicht im Sinne einer Vermutung.

  • Eisenheim sagt:

    Wirklich gut geschrieben. Arbeite in einem christlichen Hilfswerk, bin aber selbst Agnostiker bzw. Apatheist (= eine Weltanschauung, nach der die Frage nach der Existenz eines Gottes (oder Götter) bedeutungslos ist, weil sie keine nachprüfbaren Konsequenzen hat.)

    Warum bezeichnest du dich als Atheist und nicht als Agnostiker? Atheisten machen in meinen Augen genau den selben Fehler wie Gläubige. Nach deinem Text zu urteilen, passt eer Agnostiker besser zu dir.

    • Réda El Arbi sagt:

      Bei vielen Sachen bin ich mir nicht sicher. Ich bin mir aber der Nichtexistenz eines personifizierten Gottes sicher.

      • Jeremiah Chung sagt:

        Ende des Glaubens ?? Es ist erst am Anfang.. liebe Schwester und Brüder..

      • Eisenheim sagt:

        So sicher, wie Gläubige von der Existenz Gottes sind?
        Es kommt ja auch immer darauf an, was man unter Gott versteht. Vielleicht ist Gott auch nur eine Zahl. Immerhin gibt es eine geregelte Ordnung im ganzen Universum (siehe Pi, Fraktale, Goldener Schnitt, Primzahlen etc. pp.)

        Deshalb halte ich die Frage nach Gott einfach für bedeutungslos. Es ist nicht wichtig zu wissen, ob es einen Gott gibt oder nicht. Denn seine Existenz hat keine Bedeutung für unser Leben. Ein Apatheist lebt so, als würde es keinen Gott geben.

  • monnier sagt:

    ..bin grundsätzlich mit dem Inhalt Ihrer Gedanken einverstanden. Mich stört dass sie die Psychologen und Psychiater in einem Wisch erwähnen.
    Doch ein guter Psychologe kann einem ueber eine „schlechte Passage“ weiterhelfen ohne pathologisiert zu werden!
    Doch die Sendefrequenz sprich Sprache sollte den 21Jah. angepasst sprich korrekt uebersetzt werden.
    Die Tonqualität soweit angepasst werden, dass die Menschen wieder HINHören, dass das was die universellen Wahrheiten ausmacht die Sinne ansprechen und berühren.
    Soweit nur Ideen.

  • Stefan Egger sagt:

    Spiritualität hat nichts mit Übersinnlichem zu tun? Wie soll man sich denn um die Seele sorgen, wenn man an nichts Übersinnliches glaubt? Haben Sie schon einmal eine Seele gesehen oder sie vielleicht gehört oder gerochen? Sie schreiben doch direkt im nächsten Satz, dass man die Seele nicht mit der Psyche verwechseln soll – aber tun es dann selber. Es ist doch gerade der Glaube an etwas mit unseren Sinnen nicht erfassbares, das die Religionen ausmacht. Was sie hier beschreiben ist eine von jeglicher Spiritualität gereinigte Kirche, die niemand braucht und niemand will. Begegnen kann man sich auch im Einkaufszentrum.

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein, die Psyche und die Seele sind nicht da Gleiche. Die Seele ist das ganze Wesen eines Menschen, Befinden, Bewusstsein, Unterbewusstsein. Die Seele ist die Grundlage unseres ethischen Verhaltens. Der Grund, warum man ein guter oder ein mitleidsloser Mensch sein kann. Die innere Orientierung, nach dem man seine Handlungen ausrichtet. Die PSyche ist allerhöchstens ein Teil der Seele.

      „Spirit“ kommt von Geist. damit ist nicht ein Wesen ausserhalb gemeint, sondern der Geist im eigenen Innern.

      • Sam Fuller sagt:

        Huch Reda…
        Psyche ist ein naturwissenschaftlich definierter „materieller“ Teil z.B. des Menschen. Emergente Prozesse wie z.B. Gefühle, entspringen einem materiellen Prozess. Solltest du bei der Seele noch etwas anderes, zusätzliches finden, z.B eine Grundlage von Verhalten dann begibst du dich im Bereich der Esoterik oder in den Bereich der Geisteswissenschaften und diese Beruhen auf einem Glaubenskonzept. Eine solche Verhaltensgrundlage gibt es (nat ur-)wissenschaftlich gesehen defintiv nicht.

        Von wegen Atheist 🙂

        • Réda El Arbi sagt:

          Nein, sobald du einen Schlüssel für die Milliarden zusammenspielenden Prozesse von Kultur, Hirnchemie, Hormonen, Verhaltenstraining, Ernährung (nur schon Kaffee oder Zucker), individuellem Zellaufbau etc. und ihrer Wirkung auf Befinden und Verhalten hast, benutze ich einen anderen Begriff. Bis dahin ist das Ganze, allumfassend, Seele genannt. Oder „Wesen“. „Persönlichkeit“ geht nicht, weil die keine dynamische Identität hat, Die Seele schon.

          • Stefan Egger sagt:

            Meinen Sie damit einen allumfassenden Weltgeist (?), der unser Verhalten vorprägt und die Welt mit all seinen Teilen als Ganzes ordnet und zusammenhält? Man könnte das auch einfach Gott nennen. Heute bevorzugt man jedoch den Begriff Spiritualität. Das macht es aber nicht weniger übersinnlich. Mit einem rationalen, wissenschaftlichen Weltbild und seinen Begriffen hat das aber nicht viel zu tun. Für mich ist die Welt nichts weiter als Chaos. Sie ist zufällig entstanden, existiert zwecklos vor sich hin und verschwindet irgendwann wieder im Nichts. Das ist Atheismus 😉

            • Réda El Arbi sagt:

              Nein, Existenz und Entwicklung ist bereits sinnstiftend. Was du beschreibst ist Nihilusmus.

          • Sam Fuller sagt:

            Wenn du schreibst „benutze ich da einen anderen Begriff“, dann entlarvt dich als als nicht wissenschaftlich. Es müsste dir gelingen mit den vorhandenen naturwissenschaftlichen Begriffen das zu beschreibern und Seele gehört defiinitiv nicht dazu.Alle Definitionen von Seele sind geisteswissenschaftlich oder esoterisch gemeint. Wenn du nun irgendwelche Phönomene zusammenfasst und diese als Seele bezeichnest ist das – nur wissenschaftlich gesehen- nicht legitim. Am Stammtisch und in jeder Debatte sonst natürlich schon. Übrigens, das was du beschreibst nennt sich: biopsychosoziales Modell und stammt aus der Evolutionstheorie. Aber nenn das bitte nicht Seele. 🙂

          • Sam Fuller sagt:

            Mitnichten ist das was Stefan Egger beschreibt Nihilismus. Es geht um den Unterschied von einem telelogischen und einem telelogischen Weltbild.

          • Sam Fuller sagt:

            sorry, Reda, das war ein Verschreiber: Es geht dabei um den Unterschied zwischen dem telelogischen und telenomischen Weltbild (und nicht um Nihilismus)

            • Réda El Arbi sagt:

              Die Tonalität der grundsätzlichen Leugnung eines Lebenssinns. Die ist nihilistisch.

      • Sam sagt:

        Einverstanden insofern, als dass es ein schmaler Grat bleibt. Dennoch ist etwas Wesentliche zu unterscheiden: Der Mensch braucht, sucht und gibt sich Sinn, das ist im biopsychosozialen Modell erklärt: das eigene Tun als sinnstiftend erleben können, bzw. der Mensch als „Realitätsverarbeiter“ gibt sich Sinn, eben z.B. durch Glaubenskonstrukt.
        Doch gesamthaft ist das nicht relevant und folgt keinen ethischen Zweck, die Evolution, die Natur wirkd sinn- und wertefrei. Das heisst: Abschied vom Anthropozentrismus: Wir sind nicht der Nabel der Welt! Nihilismus hingegen ist „nur“eine philosophische Antwort darauf, aber längst keine wissenschaftliche Erklärungs- und Beschreibunstheorie.

  • Andi sagt:

    Interessante Ansicht des Schreibenden.

    Leider begeht er den Fehler, dass er Kirche mit Sonntagsgottesdienst gleichsetzt. Dabei leistet die Kirche noch sehr viel anderes für die Gesellschaft.

    Und den „Sendeplatz“ zu wechseln kann durchaus Sinn machen, der Sonntag wird meist für Ausflüge und andere Aktivitäten genutzt. So liegt es nahe noch ein anderes Zeitfenster für den Gottesdienst zu suchen.

    Und es gibt ja einen Grund warum man von „Glauben“ redet und nicht vom „Wissen“. Wer nicht glauben will, den kann man nicht „bekehren“.

    • Réda El Arbi sagt:

      Wenn ich 1000 Menschen nach einem spontanen Begriff zum Thema „Christentum“ frage, ist „Sonntag“ unter den meistgesagten 5 Begriffen.

      Den Sonntagsgottesdienst aufzugeben wird als Kapitulation und nicht als Weiterentwicklung interpretiert.

      • Gino Brenni sagt:

        Den Sonntagsgottesdienst um 9.45 aufzugeben, kommt doch nicht einer Kapitulation gleich, sondern einem Bewusstsein, dass die Menschen zu dieser Zeit am Wochenende einfach lieber schlafen. Auch in der Heilsarmee – wo ich arbeite – gibt es Bestrebungen, den Gottesdienst in andere Zeitfenster zu verlegen. Gerade auch, um jüngeres Publikum zu erreichen.

      • Martin sagt:

        Mit Kirche sind die Gläubigen gemeint – die Glaubensgemeinschaft und ist somit auch nichts Statisches. Damit ist der „Sendeplatzwechsel“ auch keine Kapitulation. Zudem sind Atheisten auch Gläubige – sie glauben an keinen Gott. Dass es immer weniger Gottesdienstbesucher gibt, zeigt, meiner Meinung nach, wie weit das Christentum und die westliche Gesellschaft entwickelt sind. Hier muss niemand glauben. Jeder der sich jedoch etwas Fragen stellt, wird früher oder später zur Einsicht kommen, dass es eine höhere Macht gibt.

      • Sam sagt:

        Reda, ist das nun eine Behauptung oder hast du tatsächlich 1000 Menschen befragt? Verkauf nicht Meinungen als Fakten!

        • Réda El Arbi sagt:

          ich hab aufgefordert, 1000 Menschen zu fragen. Und hab das Ergebnis vorweggenommen. Aber wollen wir wetten? Ich setz schnell einen Poll auf. 1 Franken pro Befragtem?

          • Sam Fuller sagt:

            Wette angenommen. Wer macht die Umfrage? Link-Institut? Zu teuer¨! Online z.B. durch survey monkey? Könnte ich machen. Nur glauben sie mir dann das Ergebnis auch?

          • Sam Fuller sagt:

            Vorschlag für den Wetteinsatz: Gewinne ich, kriechen sie zu Kreuze: Sie besuchen Gottesdienstes bei der Seemer-Kirche und mit einer Reflexion im Blog über die Unverträgichkeit des Glaubens mit dem rational-humanistischen Weltbild: Was machen wir eigentlich dagegen, dass Tausende von Winterthurer Kindern mit geistigen Müll meist lebenslang infiltriert werden: Schwulsein sei eine Krankheit, Frauen seien ein niedriges Geschlecht, die Hölle sei für alle andern, denn für das Seemer Kirchli?
            Gewinnen Sie, so lade ich sie und ihre Nächsten zu einem Znacht ein, inkl. meine besten Kochkünste: Fusionsküche Indien-Schweiz-Südtthailand
            Einverstanden?
            🙂

            • Réda El Arbi sagt:

              Nope. Geht leider nicht. Ich bin voreingenommen. Ich kenne Leute, die die Seemer-Freikirche verlassen haben. Hätten Sie sich doch denken können.

  • Dani sagt:

    Leider sind es nicht nur die christlichen Fundamentalisten, sondern auch die islamistischen, die davon profitieren. Das bereitet mir noch viel mehr Sorgen.

  • Ralf Schrader sagt:

    Erinnert mich an die Versuche, jüngst auch in diesem Blatt, psychisch Normalen z.B. die bipolare Störung zu erklären. Von einigen aussergewöhnlich begabten Psychotherapeuten abgesehen, gelingt das nicht.

    Kardinalfehler ist es, Religiosität auf Glauben zu reduzieren. Tatsächlich ist Glauben eher eine Sekundärtugend für einfach gestrickte Anhänger von Religionen. Es geht auch ohne. Gott ist der Ausdruck, das Metapher für die Überzeugung, dass es eine höhere als die menschliche Intelligenz gibt. Eine Überzeugung, welche man weder beweisen, noch widerlegen kann, aber kein Glauben. Eine naheliegende Überzeugung, welche das Leben wesentlich angenehmer und übersichtlicher macht.

  • geezer sagt:

    gut geschrieben. m. e. machen viele hardcore-atheisten einen fehler, wenn sie gläubige personen jeglicher couleur per se zu idioten erklären. man darf zu diesem thema sicherlich zwei grundverschiedene meinungen haben; aber ein wenig gegenseitiger respekt und verständnis auf beiden seiten schadet nie.

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      schiesse mich an. guter artikel und richtiger kommentar. glauben „zu vermitteln“ ist per se eine krux. einerseits sind beständige werte die grundlage, andererseits müsste man auch mit der zeit gehen. aktive lebenshilfe, welche die gläubigen unterstützt aber nicht manipuliert. das wäre der idealfall – religions-übergreifend.

      • geezer sagt:

        @Rittermann: in einer art ‚totalökumenischer besenbeiz-kirche‘ vielleicht?…:-) sorry, aber der musste jetzt sein…:-)

        • KMS a PR sagt:

          gute idee geezer. ich werde somit meine exorzismus-utensilien in einem geschützten strohballen-abteil meiner lieblings-besenbeiz deponieren und bitte dann zur audienz!

    • Sam Fuller sagt:

      Die Logik des Glaubens wiederspricht per se rationalen Argumenten. Dieser Graben führt zu Kränkungen. Weist man als Nichtgläubiger draufhin, dann entsteht ein Ungleichgeweicht, aber das passiert nicht auf der Ebene Wertschätzung oder Toleranz sonderen auf der argumentativen Ebene.

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