«Warum ich kein Islamist wurde …»

Kindern fällt Integration nicht schwer.

Kindern fällt Integration nicht schwer.

Ich trage einen nordafrikanischen Namen, komme aus der sozialen Unterschicht der Zürcher Agglo und denke grundsätzlich, ich wisse besser, was das Beste für die Welt sei. Mein Name, El Arbi, bedeutet «von Arabien» und schrie schon im Kindergarten in Dübendorf heraus, wo meine ethnischen Wurzeln liegen.

Ich weiss nicht genau, warum andere religiös radikalisiert werden. Aber ich weiss, warum aus mir kein Islamist wurde. Und das hat nur sehr begrenzt mit meinem vernünftigen Wesen zu tun.

Es könnte vielleicht daran liegen, dass meine Mutter Katholikin und mein Vater damals sozialistischer Atheist war. Also war der Islam mir fremd. Aber das reicht nicht als Argument, da die meisten Eltern von radikalen Islamisten selbst eher säkular eingestellt sind und die jungen Männer sich nicht zuhause radikalisieren, sondern in Moscheen mit Freunden. Ein nicht geringer Teil lernt den Koran erst nach dem 15. Lebensjahr richtig (oder eben falsch) kennen. Also hat das Elternhaus nur marginalen Einfluss. Und in meinem zerrütteten Elternhaus waren Werte sowieso meist nur Lippenbekenntnisse, also nichts, was meine moralische Integrität nachhaltig geprägt hätte.

Religion oder Ethnie waren in meiner Kindheit einfach kein Thema, weder Zuhause, noch im Alltag oder in den Medien. Ich ging mit christlichen und jüdischen Schweizern zur Schule, mit tiefkatholischen Italienern und mit einem der ersten Türken in unserem Quartier. Ich weiss nicht mal, ob der Muslim war oder nicht, so wenig war Religion ein Thema.  Wir interessierten uns mehr für das fremde Essen, das aus anderen Kulturkreisen auf unsere Pausenhöfe migrierte.

Ich wurde nicht ausgegrenzt, niemand schaute schief auf meine Herkunft. Im Gegenteil, ich musste mich anstrengen, nicht Teil der alles aufnehmenden Schweizer Gesellschaft zu werden. Ich wollte damals, wie wohl jeder männliche Jugendliche, «cool», «anders» sein. Das war schwer genug in einer Gesellschaft, die Gemeinsinn und Anständigkeit so tief im Blut hat, dass man mit zerrissener Hose und Sicherheitsnadel im Ohr zu Besuch kommen darf, solange man die schmutzigen Schuhe vor der Haustür auszog.

In Zürich in den Achtzigern war Integration kein politisches Konzept, sondern Alltag. Ich musste keine Zeitungsartikel lesen, in denen vor meiner Ethnie oder meiner vermeintlichen Religion gewarnt wurde. Wenn ich angefeindet wurde, dann aufgrund meines Verhaltens (zu Recht, ich war ein arroganter Vollidiot), nicht wegen meiner Herkunft oder der Religion meiner Vorfahren.

Das erste Mal, als ich nach meiner Religion gefragt wurde, war bei meiner ersten Freundin, die wissen wollte, warum ich beschnitten sei. Aus hygienischen Gründen, gab ich zur Antwort. Das erste Mal, als ich mit religiös motiviertem Terror in Verbindung kam, war bei den Presseberichten über Anschläge der IRA, der katholischen «Irisch Republikanischen Armee», und der «Ulster Freedom Fighters». Das zweite Mal bei den Massakern an den bosnischen Muslimen im Jugoslawienkrieg. Und auch da war Religion für uns kein Thema, die Betroffenheit galt den Opfern, die Wut  explizit den Tätern, nicht deren Herkunft oder Religion. Eine Folge der in Zürich gelebten Vielfalt, die einfach nicht zuliess, dass man Religions- oder Volksgruppen pauschal verurteilte, mit deren Mitgliedern man aufgewachsen ist und täglich zu tun hatte. Natürlich gibts unter den Muslimen gewalttätige Idioten, aber die gibts, wie wir wissen, in allen Farben und Religionen.

Natürlich gabs auch damals schon genug Fremdenfeinde, aber in den meisten Fällen galt die Angst und die Ablehnung nicht den «Fremden», die in der Nachbarschaft lebten, die man kannte, sondern einem diffusen Bild von «Fremden», mit denen man nie zu tun hatte. Ich hatte nie den geringsten Zweifel, dass ich Schweizer bin. Mit komischem Namen, aber durch und durch. Vielleicht gab es damals schon Leute, die zwischen «Eidgenoss» und Schweizer unterschieden, aber sie waren in Zürich ganz bestimmt nicht gesellschaftsfähig.

Also, ich wurde kein verbitterter Islamist, weil die Schweizer mir keine Chance dazu liessen. Egal, wie daneben ich mich benahm (und ich benahm mich grauenhaft daneben!), ich wurde von der Gesellschaft aufgefangen und mehr oder weniger sanft wieder eingegliedert.  Ich wurde kein Islamist, da ich Religion nicht als Zuflucht brauchte, weil ich nirgends dazugehörte. Wär ich aufgrund meiner Herkunft isoliert gewesen, hätte ich vielleicht nach der Religion gegriffen.

Wenn ich über die Grenzen nach Frankreich, nach England oder sogar nach Deutschland schaue, sehe ich gespaltene Gesellschaften. Gesellschaften, in denen mein Nachname dazu geführt hätte, dass ich sozial und beruflich weniger Chancen hätte. In der meine Herkunft bestimmen würde, in welchem Quartier ich eine Wohnung finde. In der Schweiz ist das zum Glück noch nicht so.

Aber nun mach ich mir Sorgen, dass meine Halbgeschwister, die noch zur Schule gehen, eines Tages keine Wohnung oder keinen Job bekommen, weil sie muslimisch aufwachsen (Ihre Mutter betete mit ihnen Koransuren vor dem Einschlafen, damit sie keine Albträume hatten!).

Weil sie nicht nach ihrer Person, sondern nach ihrem Glauben oder ihrer Herkunft beurteilt werden.

88 Kommentare zu ««Warum ich kein Islamist wurde …»»

  • Hans sagt:

    Der entscheidende Satz ist doch „Ich weiss nicht mal, ob der Muslim war oder nicht, so wenig war Religion ein Thema.“
    Meilenweit entfernt von Prämien für’s Kopftuchtragen oder hysterischem Gezicke damit das Kind nicht in den Schwimmunterricht oder ins Schullager muss. Dort fangen die von den Moslems selbst gemachten Probleme nämlich an, nicht erst bei Extremismus und Terror.

    • Réda El Arbi sagt:

      Nun ja, was Sie da sagen war auch damals schon Realität. Vielleicht nicht bei dem Türken in meiner Schule, aber sicher bei den orthodoxen Juden in Wiedikon. Nun?

    • Sportpapi sagt:

      Wie viele Kinder beantragen in der Schweiz Befreiung vom Schwimmunterricht? Und wegen welchen Religionen?

  • Maiko Laugun ★Opportunist★ sagt:

    Bei mir ist der Grund ganz einfach, weshalb ich kein Islamist wurde: Ich brauch die Jungfrauen auf Erden und nicht erst im Himmel.

    • marie sagt:

      …und zu all denen, die auf die jungfrauen im paradies hoffen, sei gesagt: die ganz jungen sind soeben ausgegangen, es gibt nur noch die ab 80!

  • Zsu sagt:

    Ihr bester Satz : Wär ich aufgrund meiner Herkunft isoliert gewesen, hätte ich vielleicht nach der Religion gegriffen.
    Andere beste Worte : Furcht vor der Freiheit ist sicherlich auch eine Furcht vor dem Gewissen.

  • Rosa Grün sagt:

    Also als „Kind mit Migrationshintergrund“ in den 80er Jahren habe ich die Schweiz und die Schweizer als sehr abweisend empfunden.

    • Tronco Flipao sagt:

      Als Kind mit Migrationshintergrund (was für ein unschönes Wort) in den 80er Jahren habe ich die Schweiz nicht so empfunden. In der Nachbarschaft, Kindergarten oder Primarschule war die Herkunft höchstens während der Fussball WM ein Thema. Ich kann Reda nur zustimmen, es war egal woher man kam, man wurde hauptsächlich aufgrund der eigenen Leistung und Taten bewertet.
      Die fremdenfeindliche Rhetorik in der Politik schürt diffuse Ängste und vergiftet seit vielen Jahren die Gesellschaft und führt letztendlich zu mehr Problemen.

  • Tim Birke sagt:

    Ich finde es Klasse, was aus Dir geworden ist. Ich glaube damit Radikalismus überhaupt entstehen kann braucht es schlechte Vorbilder. Und von denen findet man viele. Auch in der Wirtschaft, viele gewinnmaximierende Unternehmen, Shareholdervalue, Soziopathen auch in Banken und namhaften Unternehmen. Menschen die einen Fussgänger überfahren würden, wenn sie dafür nicht gebüsst würden.
    Solche sind leider auch die Köpfe hinter diesem Horror, welchen wir in den Medien betrachten. Es braucht gute Vorbilder, soziale denkende und handelnde Menschen. Gute Menschen, Gutmenschen und Idealisten um aus dieser Welte einen besseren Ort zu machen. Hut ab vor Deinem Artikel. Gruss von Googlesuperstar

  • markus sagt:

    vielleicht wurdest du nicht radikal, weil es noch keine moscheen gab, in denen du radikalisiert werden konntest 🙂

  • Rosa Grün sagt:

    Es wird nur eine verschwindende Minderheit der Moslems in Frankreich zu Islamisten. Die meisten interessieren sich mehr für Fussball oder play station, etc… d.h. wenn Sie jetzt ein Gegenbeispiel zeigen, eines jungen Moslems der in der Schweiz aufgewachsen ist: davon gibt es Millionen Beispiele… insofern… nu ja…

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein, viele der sozial benachteiligten jungen Nordafrikanern in Frankreich werden keine Islamisten, sondern gehen, getrieben durch Abreitslosigkeit einen Weg in die Kriminalität. Der Islamismus ist nur eine religiös verbrämte Spielart des Ghetto-Gangsters.

      • Hannes Müller sagt:

        Das machen Sie sich zu einfach. Im Artikel schreiben Sie, dass die jungen Leute in der Moschee radikalisiert wurden. Da liegt der Hund begraben. Das ist einfach an Ihnen vorbeigegangen, weil damals all das Zeug noch nicht wichtig genommen wurde.

        Im übrigen gilt es zu unterscheiden zwischen Lehre und Mensch. Die Lehre kann man ablehnen, ohne die Menshen abzulehnen. Es gilt schliesslich die Meinungsfreiheit, vorläufig noch.

        Weiter denke ich, Muslim wird man als Kind erst mal genauso wie man Schweizer wird: Man kommt auf die Welt und die Eltern waren das schon. Was nachher mit einem abgeht ist dann eine andere Geschichte.

        • Réda El Arbi sagt:

          Klar kann man die Lehre ablehnen, sofern man sie kennt. Und schwierig wirds, wenn man eine Lehre ablehnt, deren Auslegung ein so grosses Spektrum wie der Islam oder das Christentum abdeckt.

          Ich mag keine radikalen Freikirchler, die in den USA Abtreibungsärzte umbringen, aber ich mag ein paar engagierte Christen, die sich hier sozial engagieren.

          Damals gabs ünbrigens schon Religionsmassaker, nur waren da Christen am Morden.

          Sie sehen, das mit der „Lehre ablehnen“ ist etwas schwierig, ohne die Menschen abzuwerten, die sich zu ihr bekennen.

          Ich bin übrigens Atheist und finde Religionen eher dumm. Alle. Die religiösen Menschen aber beurteile ich wie alle anderen nach ihren Taten.

        • Hannes Müller sagt:

          Solange Religionsvertreter als Beweis der Friedfertigkeit Stellen so zitieren, dass sich der Sinn kehrt, solange ist etwas faul an der Lehre. Solange 15 Prozent einer Glaubensgemeinschaft Gewalt zur Durchsetzung ihrer Religionsvorstellungen gutheissen, solange wird etwas Zweifelhaftes gelehrt.

          Wenn man eine Lehre ablehnt, dann muss man konkret sagen können, warum. So lässt sich diskutieren. Wenn dann das Gegenüber sämtliche Register der Falschen Argumente zieht ( oder der eristischen Dialektik, wenn Sie wollen), dann weiss man Bescheid.

          Es gibt da so drei vier Fragen, die man stellen kann, ohne dass man eine Religion im Detail kennen muss.

          • Réda El Arbi sagt:

            Das bezieht sich aber nicht auf Religion, sondern auf Ethik. Die drei,vier Fragen können Sie jedem zu jeder Weltsicht stellen. Ich kenn zur Zeit zum Beispiel überzeugte Humanisten und Freisinnige, die Lager einrichten und die Todesstrafe wieder einführen wollen. Mehr als 15 Prozent der Schweizer zweifelt gerade daran, weiter Teil der Menschenrechtskonvention sein zu wollen. Das heisst nicht, dass die Schweizer Barbaren sind. Es heisst nur, dass diese Schweizer sich in den freiheitlichen Werten nicht besonders gut auskennen und die Folgen ihrer Aussagen nicht einschätzen können.

          • Hannes Müller sagt:

            Ok, dann mal konkret:

            Wenn der Vertreter des Dachverbandes sagt, dass gewisse kriegerische Stellen halt nur geschichtlich wichtig seien, weil damals Mohammed halt bedroht gewesen sei, dann die Frage: Welche Stellen im Koran sind nicht mehr gültig? Und wenn er schwadroniert: Welche drei Stellen?

            Machen Sie mal den Versuch beim Imam Ihrer Wahl.

            Sie wenden übrigens die eristische Dialektik an, die bei den Religionsvertretern üblich ist (zB „Ich nöd, er au!“, „Dä isch aber vill schlimmer!“ „Du häsch kei Ahnig!“).

            Hier noch eine hübsche Zusammenstellung (cf 4 Sophismen und 5 Falsche Argumente)

            • Réda El Arbi sagt:

              Das ist nicht christliche Dialektik, das ist Kindergarten. Und damit wehrt sich jeder Unreife.

              Und natürlich ist der geschichtliche Kontext für eine Interpretation einer jahrhundertealten Schrift relevant.

              Ich seh eigentlich hier nur Sachen, die mir eine intellektuelle Argumentationslogik vorgaukeln wollen, die nicht gegeben ist.

              PS: Die gleiche Argumentation gilt übrigens für jeden gläubigen Christen. Das Unlogische ist aber noch kein Indiz für das Gewalttätige.

          • Hannes Müller sagt:

            „Mehr als 15 Prozent der Schweizer zweifelt gerade daran, weiter Teil der Menschenrechtskonvention sein zu wollen.“

            Ist das so? Der Vertrag mit dem EMRG wird in Frage gestellt, denke ich, nicht die Menschenrechtskonvention. Das sind zwei Paar Schuhe, und die meisten MR sind sowieso in der Verfassung integriert. Ob es für die Einhaltung der Menschenrechte einen Gerichtshof braucht oder nur die Konvention ist übrigens eine alte Frage. Die Frage wurde aktueller, weil sich der EMRG die Kompetenzen selbständig erweitert hat.

            • Réda El Arbi sagt:

              Sorry, wenn der Staat im eigenen Fall die Verletzung der Menschenrechte beurteilt, ist der er sowohl Angeklagter., Richter und Gesetzgeber in Einem. So könnte sogar der IS sich zu den Menschenrechten bekennen.

              Und wenn die Schweiz die Menschenrechte nicht verletzt, ist der EGMR auch kein Problem. Sorry, aber wir würden auf das zivilisierte Niveau einer Bananenrepublik sinken.

          • Hannes Müller sagt:

            Wenn Sie die Neugestaltung des Vertrags mit dem EMRG oder die Todesstrafe für Kapitalverbrechen auf die gleiche Stufe stellen wie das Niedermähen von 130 Unbeteiligten, dann ist das ein gewisses Missverhältnis.

            • Réda El Arbi sagt:

              Es nicht um die Qualität, sondern darum, dass es nicht „schweizerische“ Menschenrechte“ oder europäische Menschenrechte gibt. Es gibt nur Menschenrechte. Und über dere Einhaltung kann nicht jener Staat richten, der sie verletzt haben soll.

          • Hannes Müller sagt:

            Reden Sie nun von der Menschnerechtserklärung der UNO? Die hat die Schweiz unterschrieben, aber das ist nicht dasselbe wie der Vertrag mit dem EMRG.

            Oder meinen Sie die Menschenrechtserklärung von Kairo?

            Wär doch gut, wenn wir das klären könnten.

            • Réda El Arbi sagt:

              Nun ja, wählen Sie sich eine aus. Das zeigt dann, wo Sie das Mass für freiheitliche Grundrechte ansetzen. In Kairo, bei der unfähigen UN oder in Europa. Das sagt dann aber mehr über ihre ethischen Werte aus als über den EGMR.

              So, genug diskutiert mit jemandem, der denkt, mit vier gymnasialen Rhetorik-Tricks die ethischen Werte einer Weltreligion definieren zu können. Schönen Tag wünsch ich.

          • Hannes Müller sagt:

            Ünrigens rede ich nicht von christlicher Dialektik, sondern von eristischer Dialektik.

          • Hannes Müller sagt:

            Äh .. Die Rhetorik-Tricks sehe ich bei den Religionsvertretern. Selber verwende ich die nicht, weil ich nichts schönzureden habe.

            „Wählen Sie sich eine Menschenrechtserklärung aus“ zeigt, dass Sie entweder die Kairoer nicht gelesen haben, oder dann eben ein Vertreter dieser Gilde sind.

            Ich stelle übrigens genau die Frage nach der Kairoer Erklärung (die von sämtlichen Staaten mit islamischer Mehrheit unterzeichnet wurde) den muslimischen Gesprächspartnern. Da kommt dann jeweils die Nebelkanone und danach wirds ganz still.

            • Réda El Arbi sagt:

              Nein, ich stelle die Frage, weil es für mich klar ist, dass die Schweiz in Europa liegt, den höchsten Lebensstandard hat und so auch den höchsten ethischen Anforderungen genügen sollte.

          • Hitz sagt:

            El Arbi: Sie würgen die Diskussion mit Müller ab, weil Sie nicht mithalten können und nicht auf seine Argumente einzugehen vermögen. Ausserdem werden Sie grundlos beleidigend, was den Verdacht nahelegt, dass die Vergangenheitsform bezüglich arroganter I****, die Sie in Ihrem Artikel gewählt haben, falsch ist.

            • Réda El Arbi sagt:

              Nein, ich werde herablassend. Die Diskussion an einem punkt abzubrechen, in dem jemand die fehlende Rechtsstaatlichkeit nicht erkennen kann, wenns um Menschenrechte geht, erscheint mir legitim.

        • Hannes Müller sagt:

          Dass Sie die UNO Erklärung daneben finden, weil das die böse UNO ist, sehe ich erst jetzt. Was meinen Sie denn, worauf sich der EGMR – und die Europäische Erklärung – bezieht?

          • Réda El Arbi sagt:

            Nein, weil sie Minimalstandards hat, wie sie sogar Weissrussland oder Marokko einhalten können, ohne wirklich Grundrechte zu garantieren. Also, ich diksutieren nicht mit Menschen über die Grundrechte und deren Einhaltung. Mach ich einfach nicht.

          • Hannes Müller sagt:

            Da müssten Sie mal sagen, was Sie für Grundrechte halten. Und welche fehlende Rechtsstaatlichkeit ich nicht erkennen kann, haben Sie nicht aufgezeigt.

            Ausserdem müssten Sie, wenn Sie schon die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ablehnen, weil sie von der UNO stammt, erklären, auf welche Menschenrechte Sie sich denn beziehen.

          • Hannes Müller sagt:

            Sie scheinen tatsächlich zu meinen, dass ein Gericht ausserhalb der Schweiz fähiger sei als ein Schweizer Gericht. Ausserdem sehe ich nicht, wie da sanktioniert werden kann. Marschieren die Richter ein? Wird der Bundesrat verhaftet? Darf die Schweiz keine Smarties mehr einführen?

            Meine eigene Position dazu habe ich übrigens gar nicht geäussert.

            Aber zurück zur I-Diskussion: Meine paar Fragen, bisher 2, haben Sie die mal versuchsweise Imamen gestellt, oder Vertretern der Verbände? (Ungültige Verse; Kairoer Erklärung). Der Spass ist natürlich nur halb so gross, und der rkenntnisgewinn Null, wenn Sie sich mit allgemeinen Ausflüchten zufrieden geben.

            • Réda El Arbi sagt:

              Schauen Sie mal in die GEschichte des EGMR. Da gibts schon Sanktionen. Wirtschaftliche zum Beispiel. Und ja, Recht ist es, wenn man nicht selbst sein Urteil spricht. Aber eben: Jänu.

          • Hannes Müller sagt:

            Schön, dass Sie an Richter und endgültig richtige Urteile glauben.

            Eigentlich ging’s um das I-Thema.

    • Rosa Grün sagt:

      Sie, herr El Abi, stellen alle Migranten/Moslems unter Generalverdacht und vergessen, dass von den Hundertausend Nordafrikaner in Frankreich, Pakistanis in UK, Türken in Deutschland nur ein ganz kleiner Bruchteil, unter einem Promille sich islamisch radikalisieren lässt..h., die Fälle wie Sie sind in der Mehrheit, keine Ausnahme. Die Ausnahme sind die anderen.

      Also wäre es eher interessant, zu schauen, welche zahlreichen Faktoren und Umstände aufeinander treffen müssen, damit sich einer radikalisiert. Dann müsste man überprüfen, was die nicht-Migranten (Konvertiten) dazu bringt, sich solchen Bewegungen anzuschliessen. Dann müsste man schauen, ob es da überhaupt einen Unterschied gibt.

      • Rosa Grün sagt:

        …ehrlich gesagt sehe ich nicht so genau, wo der Unterschied liegt zwischen den Roten Brigaden oder der Baader-Meinhof-Bande in den 70er Jahren und dieser Bewegung… Beides Weltanschaulich „religiös“ verbrämt, beides spricht Jugendliche, beides trifft auch Leute „aus bestem Haus“, etc…

      • Réda El Arbi sagt:

        Ja, aber es geht diesmal nicht um die 99 Prozent, die sich anständig verhalten. Sondern um die paar, die gefährlich sind, und um die Frage, warum sie gefährlich werden.

        • Rosa Grün sagt:

          ja, eben… aber Sie tun so, als sei es das besondere Verdienst der Schweiz, dass Sie persönlich nicht zum IS-Krieger geworden sind. Genau das gleiche könnten das 99,9% der Moslems in Frankreich, UK, Deutschland auch über ihr Land sagen. Denn laut dem, was man vom IS hört, gibt es proportional nicht weniger Schweizer dort als Deutsche, Belgier, Franzosen, etc.

          Ausserdem sind die Moslems und Migranten auch nicht die einzigen, die dort hingehen. Es gehen auch deutsche, französische, Schweizer nicht-migranten hin, die zum Islam konvertiert sind.

  • marie sagt:

    terrorismus hat mit religion nix zu tun. oder haben wir die raf, roten brigaden, ordine nuovo (bologna 1980), nsu usw schon vergessen?
    das hat eher damit zu tun, dass sich menschen von einem system ausgegrenzt fühlen, oder in der tat auch werden, das ihnen zwar dinge verspricht, aber dieses letzen endes nicht halten kann, weil es keine alternativen anbietet, die es brauchen würde (ich weiss, das läuft eher auf einer abstrakten metaebene ab). terrosristische organisationen f u n k t i o n i e r e n mmer wie extreme sekten und gott ist nur vorwand, wie übrigens auch bei „uns“, wenn wir „mit gott“ demokratie „exportieren“. O_O

    réda, richtig! mensch ist mensch, danach kommt lange gar…

    • marie sagt:

      … nichts. [hatte keinen platz mehr]

    • Karin S. sagt:

      Marie … hier würde ich gerne mal ergänzen:

      Terrorismus hat in erster Linie nichts damit zu tun, ob sich jemand von einem System ausgegrenzt fühlt oder ausgegrenzt wird (das trifft für die Fälle zu, wenn eine Terrororganisation wie der IS junge Leute für die Drecksarbeit rekrutiert).

      Es geht darum: Terroristen verfolgen klare Ziele – beschäftigen Sie sich einmal mit der Geschiche der RAF. Terrorismus hat nichts mit Religion zu tun – schreiben Sie. Das ist nicht richtig, denn die Ziele des Terrors können sowohl politisch als auch religiös begründet sein.

      • marie sagt:

        das greift zu kurz frau s. die raf und die roten brigaden bekämpften ein system, wie der is auch. es spielt keine rolle wie man dieses system nennt – es ist immer ein kampf gegen ein system, das andere ausgrenzt oder die möglichkeit schaft, auszugrenzen. die „ausgegrenzten“ bilden immer so etwas wie eine elite, die soetwas wie die „wahrheit“ auf ihrer seite prpagieren. da unterscheiden sich die terrororganisationen in keinster weise. die klaren ziele der terroristen sind: legitimer kampf gegen das system. das sie ablehnen. legitim, bebründet aus ihrem idealismus. religion ist wie h müller erwähnt ideologie, denn ideologie ist in erster linie „glauben“ und niemals „wissen“.

    • Hannes Müller sagt:

      Religion ist Ideologie. Ideologie erklärt die Welt abschliessend, bei der Religion nimmt man einfach noch einen herbeifantasierten Gott dazu.

    • Stefan Millius sagt:

      Was ist denn das für ein grenzwertiges Argument? Weil es Terrorgruppen gibt, die nicht religiös motiviert sind, hat Terrorismus automatisch nichts mit Religion zu tun? Das heisst: Wenn ein kleptomanisch veranlagter Millionär in einem Laden einen Kaugummi stiehlt, hat Ladendiebstahl grundsätzlich nie etwas mit Bereicherung zu tun?

      • Réda El Arbi sagt:

        Sie sagen es selbst. kleptomanisch veranlagt hat nie was mit Bereicherung zu tun, sondern ist eine Krankheit.

        Was den Terrorismus angeht: Das ist eine Frage der geistigen Verblendung, nicht eine Frage der dazu gelieferten Erklärung.

        • Stefan Millius sagt:

          Eben. Deshalb sage ich ja, dass die Tatsache, dass es Kleptomanie als Krankheit gibt,kaum für die Aussage „Diebstahl hat nie was mit Bereicherung zu tun“ dienen kann. Es gibt Diebstahl aus verschiedenen Motiven heraus. Marie macht aber genau das, wenn sie schreibt „terrorismus hat mit religion nix zu tun. oder haben wir die raf, roten brigaden, ordine nuovo (bologna 1980), nsu usw schon vergessen?“ Nur weil es die RAF gab, die keiner Religion folgte, hat Terrorismus nie mit Religion zu tun?

          • Réda El Arbi sagt:

            Ich find Menschen töten ist an sich eine Geisteskrankheit. Die individuelle Entschuldigung ist für Opfer, Betroffene und Angegriffene nicht mehr relevant.

          • marie sagt:

            religion IST ideologie. deshalb spielt keine rolle ob man mit gott an der seite oder mit antikapitalistischen oder antidemokratischen parolen menschen tötet – terror ist und bleibt terror.
            und aus welchen gründen fackeln neonazis zur zeit gebäude ab? weil sie die herrenrasse sind, weil sie das christliche abendland beschützen wollen? weil sie eine reine gesellschaft anstreben? eine nationalbefreite zone? …also ich finde das ehrlich gesagt bescheuerte begründungen; vollkommen diffus, völlig unklar (lässt mich eher vermuten, dass es eben mit den angegebenen gründen nichts zu tun hat) – aber eines weiss ich, deren menschenverachtende haltung teilen sie mit der is…
            terror bleibt terror!

          • marie sagt:

            und noch einmal:
            ideologie ist immer ‚glauben [zu wissen]‘ und hat mit ‚wissen‘ nichts, aber auch gar nichts zu tun!

            ich habe übrigens durchaus meine ideale, ich bin nicht frei davon (wie die allermeisten); werde oft als gutmensch oder linke schlampe beschimpft. aber vielleicht sollte man ab und zu die eigenen ideale hinterfragen und allenfalls über die bücher gehen und die eigenen reihen kritisieren, wenn es mal wieder anfängt, dogmatisch zu werden…

          • marie sagt:

            die posts gingen übrigens an herrn millius

            @réda: ich glaube eben nicht dass die is und konsorten geistig krank sind, dadurch entbindet man diese mörder aus ihrer verantwortung. sonst bringe ich das nächste mal irgend einen nazi um und plädiere auf „gesitige umnachtung“ oder „ups, meine gene…“. nein, wäre zu einfach vor allem für die mörder. alle terroristen wissen sehr wohl, was sie tun.

  • geezer sagt:

    in unserem büro (rund 40 mitarbeiter) sind 13 nationalitäten vertreten. alles bestens und wirklich interessant ‚multi kulti‘. quasi gelebte integration, tagein, tagaus. das ist sehr bereichernd und es erweitert den persönlichen horizont.

    die im blog beschriebene integration funktioniert jedoch nur, wenn es keine ghettoisierung der bevölkerung gibt. klar, wir sind ein kleines land mit wenig einwohnern, daher gibt es auch eine eingermassen gute durchmischung von ‚fremd‘ und ‚eingeboren‘. ich habe es z. b. in england erlebt, was es bedeutet, wenn ganze stadtteile ‚ausländisch‘ sind, und dadurch praktisch null austausch zwischen den nationalitäten entsteht. das kann mächtig schief…

    • geezer sagt:

      ….gehen. der ideale nährboden für gewalt. wenn junge leute eine lausige ausbildung und dadurch keine perspektiven haben, kommen sie schnell auf ‚dumme ideen‘. frankreich, belgien und schweden sind hier bekannte problemherde. dort geht in sachen durchmischung so ziemlich alles schief, was schiefgehen kann.

    • tststs sagt:

      Und auch hier ist die CH wieder einmal ein Sonderfall: Die Gettoisierung findet bei uns am anderen Ende des sozialen Spektrums statt 😉

  • ivan casale sagt:

    Glaube Jeder mit Migrationswurzeln hat in der Schweiz eine ähnliche Geschichte. Die Schweiz (und das geht oft genug vergessen) hat durch die vielen Landessprachen, die Topografie, den (in Europa) einzigartigen Mix von friedlicher Koexistenz lateinischer und allemannischer Kultur einfach auch eine gute Voraussetzung; aus sich heraus.

    Am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Gemeinde müsen vom Staat weiterhin gute Rahmenbedingungen geschaffen, resp erhalten werden; die Gesellschaft und die Wirtschaft erbringen die eigentliche Integrationsarbeit. Somit wird, entsprechend unserer Verfassung und Gesetzen, automatisch jeder Schweizer Bürger zum Wächter dieses friedlichen Beisammenseins 🙂

  • Melody sagt:

    Sehr schön geschrieben. Ehrlich gesagt, ich frage mich das auch oft, wieso aus mir (geboren in der Türkei und mit Eltern in die Schweiz geflüchtet) eine anständige Person geworden ist. Und es hat viel mit Chancen zu tun. Ich hatte die Chance auf Bildung und die Gesellschaft hat auch mich akzeptiert – genau wie in Ihrem Blogeintrag geschrieben. Perspektiven zu haben und sich als Teil der Umgebung zu fühlen, nebst dem Charakter vielleicht, und gewaltlos aufzuwachsen, das alles hilft. Ich hoffe – aus tiefstem Herzen – dass es hier so bleibt und Menschen als solche aufgenommen, und nicht als Bedrohung angesehen werden. Allerdings mache ich mir auch Sorgen um die heutige Jugend und ihre Zukunft..

    • tststs sagt:

      „ich frage mich das auch oft, wieso aus mir … eine anständige Person geworden ist“ Du meine Güte, was ist denn das für eine Frage?!? Wieso auch nicht!!!! IdR werden aus jungen Menschen anständige Mitbürger, egal in welchem Land. Die Frage muss immer noch andersrum lauten „Wieso wurde aus XY kein anständiger Mitbürger“?

      Oder ist diese Frage Anzeichen eines sich wandelnden Zeitgeistes?

      • Melody sagt:

        Ja Sie haben schon Recht. Mittlerweile schämt man sich aber ein bisschen, wenn man irgendwo aus dem Osten/arabischen Raum kommt und so viele schlechte Nachrichten liest. Manchmal hat man das Gefühl, die Leute aus unseren Heimatländern ticken nicht mehr richtig. Und auch ich distanziere mich mittlerweile sehr oft von meinem Geburtsland (gut, ich war nie besonders stolz darauf, dort geboren zu sein, im Gegenteil)… Aber ja, die grosse Masse integriert sich wahrscheinlich recht gut.

        • Réda El Arbi sagt:

          Mir gehts umgekehrt. Seit der Minarett-Initiative muss ich in der Welt immer entschuldigend erklären, dass nicht alle Schweizer so sind 😀

          • Louison sagt:

            Losgelöst von jeglicher religiösen Diskussion glaube ich dass Sie sich dafür entschuldigen sollten dass in der Schweiz ein solch hässliches Ding wie das Minarett in Wangen b. Olten je mal gebaut werden durfte. Fahren Sie doch mal hin.

    • Hannes Müller sagt:

      Ob man sich akzeptiert fühlt, hat allerdings auch mit der eigenen Einstellung zu tun. Wer hingegen meint, andere müssten sich an ihn anpassen, macht da schon den ersten falschen Schritt.

      • Rosa Grün sagt:

        in der Schweiz fühlt man sich nicht akzeptiert, einfach weil die Schweiz keine herzliche, gastfreundliche Kultur hat. In sechs Jahren Schulzeit in der Schweiz war ich kaum je bei einem Schweizer zu Hause. Mein Cousin berichtet dasselbe von 4 Jahren Studien an der ETH. Schweizer bleiben unter sich, die Fremden sollen bleiben, wo sie hergekommen sind.

        • Rosa Grün sagt:

          Neulich berichtete mir eine (ausländische) Freundin (die in der Schweiz wohnt) erstaunt: Wenn sie ihr Kind von einem Playdate abholt, wird sie nicht hereingebeten…

          Das ist die Willkommenskultur der Schweizer…

          Insofern kann ich die Aussagen von Herrn El Arbi über die vorzügliche Integrationskultur der Schweiz nicht ganz nachvollziehen.

          Die Schweiz der 80er war stark militaristisch und ausländerfeindlich.

          • Onkl sagt:

            Wow, sie klingen aber sehr verbittert… Und je tiefer ich in die Kommentare vorstosse umso weinlicher wird es… Was müsste sich denn ändern dass sie sich hier wohlfühlen können? Wieso sind sie noch hier wenns so unaushaltbar ist?

  • Con Ny sagt:

    Inhaltlich plausibel, auch, wenn er keine neuen Erkenntnisse transportiert, fehlt es mir jedoch an Schärfe und Biss in dem Artikel; zu weichgespült.
    Nicht böse gemeint und erhebe auch keinen Anspruch auf Publikation meines Kommentars.

    PS mir ist ein Fehler aufgefallen: da steht „meine Vater“

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    scheint mir plausibel. die wichtigsten voraussetzungen um nicht irgend einem extremismus zu verfallen sind:
    – vermittlung von gesellschaftlichen werten durch das elternhaus,
    – bildung,
    – persönliche perspektiven und entwicklungsmöglichkeiten,
    – eigenständiges denken,
    – wille sich zu integrieren,
    – charakter.
    und deshalb muss eine gesellschaft grundsätzlich offen bleiben. eine ghettoisierung wie sie vielfach durch ehemalige kolonialmächte praktiziert wird, führt zu dem, was wir heute leider in europa erleben müssen.

    • Réda El Arbi sagt:

      Die Leute damals meinten eher „Du ist schon ein Charakter, gopf“ und der Wille, mich irgendwo zu integrieren, war beinahe nicht vorhanden. Trotzdem hat die Gesellschaft sich weiterhin um mich bemüht, bis ich dann mit 35 aus der Pubertät kam. 😀

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        o.k. – das ist zwar nicht optimal, aber ehrlich. 🙂 und scheinbar hats bei ihnen, wenn auch „spät-pubertär“ – geklappt.
        und jetzt würde es mich noch interessieren, WIE sich die gesellschaft um sie bemüht hat?

        • tststs sagt:

          Wahrscheinlich einfach indem sie ihn (auch mit komischem Namen) akzeptiert hat, ab und zu eine zweite Chance (wahrscheinlich mit Herrn El Arbis Geschichte auch mal eine dritte und vierte) gab und eben vor allem, weil nie ein richtigerrichter Graben zwischen ihm und der Gesellschaft (wir gegen das Fremde) gezogen wurde.

      • Rosa Grün sagt:

        Ich denke, sich nicht integrieren wollen ist die beste Strategie, besonders hier in der Schweiz, so bewahrt man wenigstens ein Selbstbewusstsein, statt ständig zu betteln „bitte akzeptiert mich, bitte akzeptiert mich“ und den anderen so immer wieder die Gegeneheit zu geben, „Nein, du bist und bleibst ein Fremder“ zu antworten.

    • tststs sagt:

      Kurz zusammengefasst:
      Weder wurde Ihnen Perspektivlosigkeit eingeredet, noch wurden Sie bei selbsteingeredeter Perspektivlosigkeit alleine gelassen!
      Kann ich so nur unterschreiben! Aus diesem und vielen anderen Gründen ist die Schweiz so ein tolles Land; ein Land das ab und zu am Wahlsonntag etwas separatistisch-rassistisch scheint, von Montag bis Samstag aber davon nicht viel spüren lässt… und deshalb bin ich sicher, dass dieses grossartige Land auch die Aufnahme von einer Viertelmillion Flüchtlingen ohne Probleme meistert 😉

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        und nun haben sie den bogen definitiv überspannt-, bzw. den grat zwischen realismus und idealismus überschritten. denken sie bitte, bevor sie schreiben.

        • Réda El Arbi sagt:

          Locker eine halbe Million, wenn wir das Reduit frei machen.

          • Philipp M. Rittermann sagt:

            frau ts und herr el arbi. genau das ist das problem mit euch linken -> gibt man den kleinen finger, wollt ihr gleich das portemonnaie…äh…den ganzen arm. 😉

          • tststs sagt:

            Läck, werter Rittermann, wenn jemand also an sein Land, seine Stärken, seine Fähigkeiten glaubt, dann ist er/sie ein Linker?!

            Oder anders geschrieben: Wenn wir das nicht schaffen, dann sind wir nicht das Land, das ich glaubte, dass wir es seien!

          • tststs sagt:

            Nei ehrli, da chani nümm… da muss ich mich in Rage schreiben:
            Wir sind fähig, einen Tunnel (erneut!!!) durch ein massives Gebirge zu bohren…
            Wir sind fähig, 4 Landessprachen aufrecht zu erhalten…
            Wir sind fähig, ehrlich und funktionierende Wahlen abzuhalten…
            Wir sind fähig, Menschen mit dem Helikopter aus 4000müM zu retten…
            Wir sind fähig, Herzen zu tranplantieren…
            Wir sind fähig, während der Arbeit im Internet zu kommentieren… 😉

            Aber wir sollen nicht fähig sein, uns um ein paar tausend Menschen zu kümmern? *
            Ehrlich?
            Würkli?

            *also einfach mal davon ausgehend, dass diese Menschen sich nicht um sich selber kümmern könnten…

          • Sportpapi sagt:

            Das ist eben das Problem mit euch rechten – mit dem Teilen habt ihr es nicht so, und Existenzängste haben vor allem die, die gar nicht wissen wohin mit all ihrem Geld. Und kaum kommen mal ein paar Leute mehr, heisst es schon wieder, das Boot sei voll.
            Und dabei kann man nicht mal dazu stehen, dass man nicht will. Nein mal legt wert darauf, dass man unmöglich kann (wegen der Umwelt!, der Kultur!, den Frauenrechten! – ausgerechnet!). Und nennt das dann Realität. Und die anderen, die versuchen, Leute, die bis zum Hals im Wasser ins Boot zu ziehen, idealistische Realitätsverweigerer…

      • Lala sagt:

        Eine bekannte mit slowakischem Namen aber 1A Leumund, gutem Lohn (ordentlich besser als meiner) u.s.w.u.s.f. musste 10 Wohnungen anschauen gehen bevor Sie eine bekam.
        Mein Bruder? 1. Wohnung besichtigt, bekommen.
        Guter Freund? 1. Wohnung besichtigt, bekommen.
        Ich? 1. Wohnung besichtigt, bekommen (bzw. konnte ich zwischen 2-3 auswählen).

        Das war alles nicht in einer Region wo Wohnungsnot besteht und lässt leider nur den Schluss, dass ein „komischer“ Name genug ist um benachteiligt zu werden, ganz egal wie es sonst um einem steht.

        BTW: Sie hat dann die Wohnung bekommen wo Ihr Freund, mit schweizer Namen, mit zur Besichtigung ging…

      • Rosa Grün sagt:

        Das kann ich so nicht bestätigen. Auf mich als 11-jährige Ausländerin wirkte die Schweiz äusserst abweisend, und das hat sich auch in den 6 darauffolgenden Jahren nicht geändert. Heute, 35 Jahre später, weiss ich, dass die Schweizer nicht nur zu den Ausländern so misstrauisch und abweisend sind, sondern auch untereinander.

        Aber glauben Sie mir: Ausländer in der Schweiz sein ist nicht lustig, besonders als Kind oder Teenie, und auch in den 80ern war es nicht lustig.

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