Auf Wiedersehen, Herr Mörgeli!

Held und opfer für die Einen, Hassfigur und Dramaqueen für die Anderen: Christoph Mörgeli

Held und Opfer für die Einen, Hassfigur und Dramaqueen für die Anderen: Christoph Mörgeli

Man kann mir sicher nicht vorwerfen, ich würde Sympathien für den abgewählten Nationalrat Christoph Mörgeli hegen, trotzdem schaue ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf seinen Abgang. Die Lücke, die Mörgeli in der medialen Daily Soap der Zürcher Politik hinterlassen wird, ist schwer zu füllen.

Geschichten wie die «Vom Aff bisse», die verschiedensten Prozesse gegen Uni, SRF, Aussagen über Burnouts als Krankheit für Faule etc. werden uns fehlen. Nur selten hat sich ein Politiker so in den Kampf für die eigene Person und für einige politische Themen geworfen. Einmal wollte er sogar bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, zu den fremden Richtern! Grosses politisches Theater mit dem Professor für Medizingeschichte und seinem desolaten Museum.

Für die Linken im Kanton war er Hassfigur Nummer 1, für die Rechten Held und Opfer zugleich. Ich weiss nicht, warum die SVP-Stammwählerschaft ihn an diesen Wahlen abgestrafte (ich wusste aber auch nicht, warum er früher gewählt wurde). Ich weiss nur, dass mit Mörgeli ein Darsteller die Bühne verlässt, der uns alle immer wieder emotional bewegte.

Da er jetzt nicht mehr aktiv in der Politik vertreten ist, verschwindet er wohl in der Versenkung. Tele Züri und einige Lokalteile werden ihm noch Raum für eine Abgangsstellungnahme geben, danach wird Ruhe sein. Es ist bitter für einen Mann, der sich so gerne in der Öffentlichkeit bewegte. Und es wird bitter sein für uns, das Publikum.

Roger Köppel füllt die Lücke nicht, dafür ist er zu sehr Medienprofi. Köppels Auftritte werden professionell und nicht unterhaltend sein – ihnen wird das Theatralische fehlen, das Drama und das Herz.

In diesem Sinne: Salut für einen grossen Unterhalter, Darsteller und eine Dramaqueen!

Geniessen Sie Ihren Ruhestand, Herr Mörgeli. Wir werden Sie ein bisschen vermissen.

113 Kommentare zu «Auf Wiedersehen, Herr Mörgeli!»

  • Leon sagt:

    Der Verfasser dieses Blogs sowie die anderen Linken die über Dr. Prof. Mörgeli herzogen, sollten sich nach dem Gerichtsurteil (das die Mobbing-Kampagne und unrechtmässige Entlassung klar bestätigte) offen bei ihm entschuldigen. Aber diese Grösse fehlt, das ist klar.

    • Réda El Arbi sagt:

      Naja, das Museum wurde hundsmiserabel geführt, seine Publikationen sind akademisch wertlos und und seine Vorlesung ist hanebüchern.

  • Portmann Carmen sagt:

    Soviele gehässige bösartige schadenfreudige neidische Geiferer auf einen Artikel.
    Da bin ich doch glücklich gehöre ich nicht dazu – weder zu den link-schwulen
    Stadt-Züri-Bürgern noch zu den Tagi-Abonnenten.

    • Réda El Arbi sagt:

      Naja, danke für den Kommentar. Wir links-schwulen Stadt-Züri-Bürger vom Gratisblog verdienen pro Kommentar. Ehrlich. Aber wirklich nur wir. Die anderen links-schwulen Stadt-Züri-Bürger müssen richtig arbeiten, die hängen nicht am links-schwulen Bildunsgbudget und machen es sich ein Leben lang an der Uni bequem.

    • adam gretener sagt:

      Links-Schwul? Supergeniale! Da freue ich mich auf ihre Vogt-Wahl. Der ist ja Rechts-Hetero mit ohne Menschenrechten.

  • Marcel Zufferey sagt:

    R.I.P, Herr Mörgeli: Zum Glück werden Sie in der Weltwoche weiterhin eine einspaltige Kolumne schreiben dürfen. Das bewahrt Sie wenigstens vor dem Vergessen! Auf Roger Köppel hingegen freue ich mich: Für mich ist er einer der profiliertesten Rechtsintellektuellen, den die Schweiz zu bieten hat. Man muss nicht immer mit ihm einverstanden sein- aber er wird manchem Linken den Wind aus den Segeln nehmen. Emotionen muss er dabei nicht schüren. Und Entertainerqualitäten erwarte ich auch nicht von ihm. Seine bestechende Klarheit und seine nüchterne Sachlichkeit sind mir wesentlich wichtiger!

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, es wäre nur auch noch schön, wenn er sich an die Fakten hielte, der Herr Köppel 🙂

      • Marcel Zufferey sagt:

        Fakten? Dann sollte er sich aber nicht an den Linken orientieren 🙂

        • Réda El Arbi sagt:

          Die Linke lügt nich aus Kalkül.

          • Marcel Zufferey sagt:

            Natürlich, Pinochio: Wie konnte ich daran auch nur im Entferntesten denken…

          • Jorge sagt:

            Richtig, sondern aus Naivität und Arroganz ^^

            Wobei die Ignoranz und Scheinheiligkeit der Rechten auch nicht viel besser ist – hänu

          • Marcel Zufferey sagt:

            Stimmt, da muss ich dir für einmal recht geben, Réda: Lügen mit Kalkül hat bei den Rechten Tradition. Und ja, es ist das Letzte, das Allerletzte! Doch statt dagegen zu halten, ergehen sich die Linken- ich meine echte Linke, nicht die SP und Konsorten- lieber in weltfremden, elitären Dogmen und versuchen auch noch, die Menschen umzuerziehen anstatt sie aufzuklären! Der Erfolg der Rechten ist das Versagen der Linken! Spätestens seit dem Kaschmirkanzler und seiner Agenda 2010 drüben im grossen Kanton ist eines in aller Deutlichkeit klar geworden: Für das Leben einfacher Menschen interessiert sich keine Sau mehr, nicht einmal mehr die ‚Linken‘..!

          • Marcel Zufferey sagt:

            Und wer, genauer: Welche Generation hat heute das Sagen? Richtig: Unsere Generation, deine und meine! Unsere Zeit wird geprägt von einer ganz speziellen Weltanschuung! Auf den Wahlplakaten war vor allem unsere Generation, also die 35 bis 50-jährigen zu sehen. Und damit haben die Bürger gleichzeitig eine ganz spezifische Sicht auf die Welt ins Parlament gewählt, die ich, ehrlich gestanden, langsam für ziemlich problematisch halte. Ja, auch hier sollten wir zu grübeln beginnen, wie dieser bemerkenswerte Beitrag über dieses Thema (und vor allem auch die Kommentare) beweist:

            https://www.freitag.de/autoren/katja-kullmann/diese-jungen-dinger/@@view#1445773042544729

  • Marcel sagt:

    Immerhin haben unsere hochgeliebten linken Journalisten noch etwas, worüber sie sich jetzt freuen können. Und Schadenfreude ist ja bekanntlich ein besonders edler Charakterzug 🙂 Zum Glück wurde der SP-Fraktionschef (Tschümperlin) und andere „Koryphäen“ der Linken nicht abgewählt (die Lichtgestalt Aline Trede z.Bsp.). Ist aber gut, wenn man weiter nichts lernen möchte und arrogant & selbstgerecht bleibt, so kann die SVP weiter zulegen. Jede Stimmungsmache-Kampagne von linken Medien bringt der SVP Wählerstimmen. War so, ist so und wird wahrscheinlich so bleiben.

    • Réda El Arbi sagt:

      Öhm, in Zürich hat die SVP voll abgelosed. (Neudeutsch: abgeluusd) und wie’s aissieht, kriegen wir entweder Noser oder Girauf als zweiten Ständerat.

      • KMS a PR sagt:

        also ich bin ja für girod. seine fürze werden vom rest eh abgelehnt und somit darf er don quichote spielen und richtet keinen schaden an. ausserdem wird er eh nie pünktlich im bundeshaus sein, da er ja mit dem velo hin- und her fährt. 🙂

      • Leon sagt:

        Für den El Arbi besteht die Schweiz wahrscheinlich nur aus Zürich. Erstaunt aber nicht, Realitätsverlust ist vielen Linken eigen, es kann nicht sein, was nicht sein darf.

    • adam gretener sagt:

      Ja, der 2. Sturm aufs Stöckli war mal wieder furios. In den Wirtschaftsmetropolen und kulturellen Zentren der Schweiz ist die Linke unangefochtene Gewinnerin der Wahlen und hat über 30% geholt. Nur weil ein paar Landkantone meinen, sie müssten den Zwergenaufstand proben, wird sich nicht viel ändern.

      Im Notfall bauen wir Städter einen Hag drumrum

      • KMS a PR sagt:

        ein guter plan. habe ich übrigens auch schon vorgeschlagen. mir als landei ist es wichtig, dass niemand aus rot/grün-züri stadtflucht begeht! zentralisierte probleme interessieren mich nicht.

  • Marius sagt:

    Jede hinterletzte Luftpumpe meint jetzt, sie müsse nun an Hr. Dr. Prof. Mörgeli noch die Schuhe abputzen. Sagt alles und muss nicht weiter kommentiert werden.

    • Réda El Arbi sagt:

      Naja, wir haben ihn nicht abgewählt. Das waren die SVP-Wähler.

    • Alex Kramer sagt:

      @ Luftpumpe: Sortieren Sie die Titel in einer sehenswerten Reihenfolge, bevor Sie das nächste mal pusten, ja?

      • Leon sagt:

        @Kramer: Bei Ihnen hats wohl nur zum Blog-Polemiker gereicht, aber kleinkariert ist auch eine Leistung. Mörgeli hat mehr gearbeitet und erreicht als die meisten der linken Schwätzer zusammen. Inkl. des Blog-Verfassers hier (Nein, BLICK-am-Abend – Journi-Schnellbleiche ist noch keine Referenz).

  • Rolf Zach sagt:

    Es ist ja erfrischend nach einem Sturz eines Politikers vom Format eines Herrn Mörgeli solche Grabreden zu halten. Bleiben wir doch bei der Wahrheit. Er war Professor an der Universität Zürich mit was für einem Leistungsausweis. Das einzige was seine Kollegen an ihm fürchteten, war sein politischer Einfluss, den er an der Universität Zürich gnadenlos ausspielte und überhaupt nicht seine akademische Reputation, die miserabel war. Wieviele ETH Professoren (weltweites Hochschulranking Times No. 13) haben über ihre Kollegen an der Uni Zürich bezüglich Ranking (No. 103 hinter Basel No. 75 und Heidelberg No. 70) gelästert und dabei wegen dem Ranking auf das schwächste Glied, nämlich Herrn Mörgeli hingewiesen. Keiner kann ein gutes Buch von ihm erwähnen, zusätzlich zu seiner miserablen Leitung seines Museums.
    Hat er Blocher 2007 mit seiner Beratung nicht die Wiederwahl dieses Mannes verhindert, indem er öffentlich erklärte, die CVP sei ein anarchistischer Sauhaufen, so daß selbst die CVP gezwungen war, Blocher abzuwählen. Vergißt jetzt Blocher und auch seine ehrgeizige Ehefrau solch schlechte Ratschläge und hilft ihm in seinem Unglück? Er war ein wesentlicher Faktor im Partei-Rauswurf von EWS. War das ein guter Ratschlag? Hätte man EWS nicht rausgeworfen, wäre Blocher wieder Bundesrat geworden und nicht Maurer! War diese Hetze von Mörgeli im Interesse seines Ziehvaters? Was hat Mörgeli zum jetzigen Erfolg der SVP beigetragen gegenüber Köppel, den die SVP unwillig auf Nr. 17 plazierte, weil er nichts zur SVP Parteifinanzierung beitrug und nur die Empfehlung von Blocher hatte.Mörgeli hatte persönlich mehr Geld für seine Kampagne als Köppel.

  • Alfred Löhrer sagt:

    Ganz offensichtlich birgt das scharfe Werfen eines Bumerangs die Gefahr, dass der Absender selbst schmerzlich getroffen wird.

  • Tom Gisler sagt:

    Sehr guter Beitrag und sehr treffend.
    Hatte mal das Vergnügen Herr Mörgeli pesönlich kennen zu lernen an einer privaten Veranstaltung.
    Seine eigentlich im Privaten sehr höfliche und zurückhaltende Art passt eigentlich so gar nicht ins Bild
    vom „Polteri und Jammeri der SVP-Nation“
    Herr Mörgeli kommt mir vor wie ein Baby dem man den Schnuller und Schleckstengel weggenommen hat.
    Er ist schlicht und einfach selber Schuld an dieser Miesere und hat sich den Stuhl selbst abgesägt
    . So bitter diese auch für Ihn und sein Umfeld sein mag.
    Wie man in den Wald hineinschreit .. so kommt es halt auch wieder zurück. Vielleicht lernt er ja nun mal seinen
    Mitmenschen ein wenig mehr Respekt und Anstand zu zollen ? Ich glaube sein Partei-Vater Christoph (Blocher) wird
    wohl kaum Geld für weitere (Prozess-)Rachefeldzüge zur Verfügung stellen..

    • Roland K. Moser sagt:

      Ich sehe es so, dass Mörgeli nicht prozessieren würde, würde er sich nicht ziemlich gemobbt und verheizt vorkommen und es nicht eine kleine Chance auf das Aufdecken der Intrige gäbe.
      Dass ihm das prozessieren übel genommen wird, finde ich echt tragisch.

      • Réda El Arbi sagt:

        Nein, das Prozessieren wird im nicht übel genommen. Das Opfer spielen durch die ganze Presse hingegen schon. Und das ums Verrecken nicht akzeptieren der Urteile auch irgendwie. Und dass er seinen politischen Einfluss auf Rechtsebene ausspielt ist auch nicht gerade demokratisch.

        • Roland K. Moser sagt:

          Seine Auftritte hätte er vermutlich beschränken sollen.
          Man kann Einsprache erheben, wenn man nicht einverstanden ist. So sieht der Rechtsweg aus.
          Sie unterstellen ihm Bestechung. Haben Sie Beweise?

          • Réda El Arbi sagt:

            Nein, ich unterstelle politische Manipulation zugunsten einer Privatperson. Er hat seine politische Kanäle benutzt und behauptet, es gehe nicht darum, dass er das Museum verlottern liess, sondern um seine politische Position. Er hat gejammert wie ein kleines Kind und seine politischen Freunde zu Hilfe gerufen. Jeder andere hätte vielleicht auch prozessiert, aber niemand hätte die Möglichkeit gehabt, so viel Druck über Presse und politische Freunde aufzubauen.

          • Roland K. Moser sagt:

            Das Museum verlotterte, weil die für den Unterhalt nötigen Mittel nicht zur Verfügung gestellt wurden.
            Natürlich wurde er wegen seiner Person bzw. SVP-Mitgliedschaft angegriffen. Wie Babini auch.

          • Tom Gisler sagt:

            Réda, der guten Ordnung halber sollten wir aber nicht vergessen zu erwähnen, dass Ihm die schreibende Zunft,
            sprich deine Kollegen vom Ton- Schrift- und Bildmedium auch stets eine Plattform geboten hatten, aus welchen Motiven
            auch immer, um seine „Schlammschlachten“ auch medial auszuleben.
            Die sogenannte „politische Manipulation zugunsten einer Privatperson“ wurde schlussendlich auch von den Medien
            mitgetragen. Also nicht nur von einzelnen Individuen.
            Aber Quintessenz ist und bleibt dass der Schuss für Herr Mörgeli nach hinten los ging und wohl die Berichterstattung
            zu viel des Guten war, da sich sämtliche Medien wie Aasgeier auf jede Story gestürzt hatten.
            Nur … man merke Herr Mörgeli.. sollte man vorher die Leichen im Keller ordentlich beseitigen

            • Réda El Arbi sagt:

              Klar, wenn da ein Clown kommt und eine Show abzieht, sind wir mit unseren Kameras nicht weit weg. Aber wir sind Privatwirtschaft und bringen zu einem grossen Teil das, was der Leser will. Und dann noch zu einem kleinen Teil das, was wir denken, müsste der Leser wissen. 🙂

              Aber ich bin ja Blogger, nicht Journi. Ich kann da frei herumwursteln und bringen, was mir gerade passt. 😀

  • Thomas Melone sagt:

    Trotz seiner Popularität und trotz zweitem Platz auf der Nationalratsliste wurde Christoph Mörgeli überraschenderweise nicht mehr wiedergewählt. Vermutlich wird ihm das Dauergrinsen am letzten Sonntagabend im Hals steckengeblieben sein. Denn nachdem er bereits seinen 104’000 Franken-Job an der Uni verloren hat, werden ihm nun auch noch die rund 140’000 Franken die er als Nationalrat verdiente, sicherlich fehlen. Muss Christoph Mörgeli nun zum RAV, einer staatlichen Institution, die er doch jeweils am liebsten abgeschafft hätte? Mörgeli auf staatliche Hilfe angewiesen, ist das überhaupt vorstellbar? Kurz nachdem er seinen Job an der Universität verloren hat, fing er an, gegen den ehemaligen Arbeitgeber zu prozessieren. Wer macht so was und was bringt es? Wäre es nicht vernünftiger gewesen, die Energie in die Suche einer neuen Arbeitsstelle einzusetzen? Nachdem er jetzt nicht mehr gewählt worden ist, bleibt ihm wohl nichts anderes mehr übrig, als einen Prozess gegen das Stimmvolk zu führen. Notfalls dann beim Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte mit Hilfe von den sogenannt Fremden Richtern.

  • Ivan Casale sagt:

    Guter Blog, alles Hervorgehobene (Fettdruck) sind einzelne Punktlandungen – beim Anblick des Fotos habe ich zuerst eine Tirade der Schadenfreude und des Hohns erwartet, bekommen habe ich einen einfachen und präzisen Rückblick auf was er, wahrscheinlich, den meisten in Erinnerung (als Figur) bleiben dürfte.

    Weniger erfreulich, beim Durchlesen der Kommentare, ist aber die offensichtlich weit verbreitete Art sich selber zu Erheben indem man andere Erniedrigt – Gräben entstehen nicht durch Positionen, sondern durch die Form des Umgangs untereinander.

    Wer Mitbürger anhand Ihrer Stimme als Bildungsfern, Verlierer, Hinterwäldler oder sogar als Rassist und Nazi belächelt oder verurteilt; ist keiner von den Guten sondern einer von den Brandstiftern. Ängste müssen genommen werden, denn schlechte Kräfte sind es die daraus wirken; Ängste müssen nicht bewertet werden, sondern gehören entkräftet.

    • Alex Kramer sagt:

      OK, aber diese Ermahnung kommt zumindest an die Adresse der SVP reichlich spät!
      Bei den neusten Artikeln zum Thema (26.10) scheint sich sogar bezüglich Willen zur Konkordanz (CB zum Thema Eingliederung in die Regierung, regierungsfähig agieren, …) eine regelrechte Resistenz von 30% gegen den Rest abzuzeichnen?
      Wenn man angesichts solcher Statements zwischendurch auch als Normalo nicht mit der etwas spitzeren Feder zurückgeben darf, können wir uns doch gleich an die Arbeit begeben, um die verteilten Subventionen des verhassten Staates zu ermöglichen….?

  • Lucien Michel sagt:

    Ob Herr Mörgeli jetzt vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen das Zürcher SVP-Volch klagen wird?

  • Lukas sagt:

    Statt dessen ist Tim Guldimann dabei, intelligenter Aussenpolitiker und Botschafter in Berlin, der dort auch weiterhin wohnen bleibt, also grösseren Weitblick beweist, als die national Beschränkteren.

    • Hans J. Rohrer sagt:

      Guldimann, der nicht ausbaden muss, was er uns einbrockt. Das ist ein Witz, aber ein ganz schlechter. Wahrscheinlich zahlen wir auch seine Flüge Berlin-Bern retour. Aber das wäre ja noch das kleinste Übel. Und wenn er Köppel mit Berlusconi verglelcht, sagt dies mehr über sein Schweizverständnis aus, als ihm lieb sein kann.Warum kann der nicht in Berlin bleiben?!

  • Armin sagt:

    Dass Mörgeli nicht gewählt wurde – er machte immerhin 122’000 Stimmen! – ist im nachhinein nachvollziehbar. Die linken Fertigmacher haben – wie schon bei der Nichtwahl von BR Blocher – ganze Arbeit geleistet. Aber eben, im Kontext ihres aktuellen Mainstreams dürfen sie solches tun, weil sie eben Gutmenschen sind, die immer nur das Gute wollen. Mörgelis Auftritte gingen mir bisweilen auch gegen den Strich, trotzdem verstehe ich den Tagi-Kommentator: Mörgeli war ein äusserst witziger und begabter Darsteller, der seine Positionen mit Kopf und Verve vertreten hat.

    • Frank Zuffnik sagt:

      Genau, die linken Fertigmacher haben alle SVP Listen abgegeben, darauf Moergeli nach hinten gesetzt und Tuena gewaehlt. Das war voll ein politische Verschwoerung. So wirds wohl sein, nachvollziehbar ganzarbeitig.

    • loulou55 sagt:

      Das finde ich herzig. Wenn SVP-Wähler/Sympathisanten auch dann noch die Linken als Schuldige ausmachen, wenn sie selber jemanden nicht mehr wählen.
      Zu Reda: Ich habe seit Jahren z.B. den Sonntalk nicht mehr geschaut, wegen Mörgeli/Blocher/Fehr. In normaler Mensch hält das auf Dauer einfach nicht aus. Aber aus Mediensicht verstehe ich, dass ein Spaltenfüller wie Mörgeli eine Lücke hinterlässt.
      Schaad, Giacobbo/Müller & Co. werden ihn auch vermissen, aber manchmal sollte Politik auch etwas Konstruktives abliefern können, das ist der Sinn warum man überhaupt wählt.

      • Roland K. Moser sagt:

        In den Medien wurde eine Negativ-Kampagne gegen Mörgeli geführt.

        • Réda El Arbi sagt:

          Abgewählt haben ihn aber die SVP-Stammwähler. Zugunsten von anderen SVPlern.

          • Roland K. Moser sagt:

            Natürlich.
            Ich sehe es so, dass die Negativ-Kampagne den Ausschlag dazu gegeben hat.

            • Réda El Arbi sagt:

              Nun ja, ich sehe die“Negativ“-Kampagne nicht. Ich sehe einen Mörgeli, der dauernd mit seinem Fall zur Presse rennt. Und ja, ich kenne Journalisten, die jedesmal dachten „Nicht schon wieder der“ und ihm dann trotzdem den Gefallen machten, seine Geschichte zu bringen, weil er sonst „Zensur“ gerufen hätte.

          • Roland K. Moser sagt:

            Wie über ihn geschrieben wurde, ist Ihnen auch aufgefallen?

          • Alex Kramer sagt:

            @ Moser: Beklagen Sie sich bei Köppel, wegen zu geringer Auflage der Weltwoche und demzufolge zu geringer Verbreitung eigenen Gedankenguts. Ich kann mich El Arbi’s Argumentation nur anschliessen, denn mir ging es als Leser und Wähler mittlerweile ebenso wie den Journalisten in den Redaktionen.

            Wenn Sie ein breiteres Spektrum zu dieser Aussage lesen wollen, dann nehmen Sie doch mal die Basler Zeitung zu Hilfe, oder ein anderes freies Blatt….
            Ausserdem sind mittlerweile die Analysen über die Wahlen ziemlich wasserdicht, wer den Mörgeli aktiv per Streichung abgewählt hat.

  • Alex Kramer sagt:

    Hätten Sie nicht „auf Nimmerwiedersehen“ als Titel wählen können?
    Ein wenig political incorrectness wird doch diese strammen Stammtisch-Haudegen nicht grad vom Schemel werfen?

  • Konrad de Conrad sagt:

    Lieber Herr El Arbi. Man sollte viel mehr Geld in die Bildung investieren. Je mehr, desto besser. So werden die Leute, gem. einer Theorie wenigstens, viel gebildeter oder gar Gescheiter. Das entspricht auch einem oekonomischen Prinzip von Emil: Mehr Lastwagen – mehr Umsatz. Bei uns ging es leider in die Hosen – Konkurs. Aber viele Lastwagen in der Konkurs-Masse.

  • Martin Fischer sagt:

    Am Tage seiner Abwahl erreichte Christoph Mörgeli 122’753 Stimmen. Man darf davon ausgehen, dass die wenigsten Schadenfreudeler auf einen Bruchteil dessen kämen.

  • Roland K. Moser sagt:

    Ich finde es schade, dass er abgewählt wurde. Für mich ist sein Qualitätsmerkmal, dass er in der Uni-Intrige gegen ihn nicht klein beigibt und die Sache, wie in einem zivilisierten Staat üblich, vor Gericht bringt und hoffentlich noch zu Ende führt.
    Andreas Glarner wird als sein Nachfolger im Bundes-Irrenhaus gehandlet; im Aargau zumindest.

    • Alex Kramer sagt:

      Immerhin ist auch klar, wer nun die bestimmende Übermacht in der Bundesanstalt stellt, Herr Moser.
      Mit der von Ihnen gelieferten Bezeichnung eine wahre Beruhigung, was uns da erwarten mag.

      • Roland K. Moser sagt:

        Ich sehe es so:
        Die Übermacht stellt Mitte-Links. Mindestens 50 % der FDP und alle links davon. Die FDP ist keine Rechts-Partei, sondern eine Mitte-Links Partei, mit folgender Begründung: Sie will gehauen oder gestochen den EU-Beitritt, und das wollen in allen europäischen Ländern nun mal nur die Links-Parteien.

        • Réda El Arbi sagt:

          Die „Mitte“ verschiebt sich nicht, nur weil die SVP in Richtung Faschismus rutscht. Die FDP bleibt extrem, bürgerlich. Und irgendwie scheinen Sie nicht wirklich in der Realität zu leben: In der Schweiz will zur Zeit nicht eine einzige Partei den EU-Beitritt. Um keinen Preis. Was jedoch allen ausser den SVP-Wählern klar ist, ist, dass unsere Wirtschaft nicht auf einem eigenen Planeten lebt.

          Und es ist eine hilflose Allmachtsfantasie, wenn die SVP so tut, als ob eine 7-Millionen-Volkswirtschaft einer 500-Millionen-Volkswirtschaft die Bedingungen für die Zusammenarbeit aufzwingen könnte. Die EU gibt einen Scheiss auf die Schweiz, sie braucht uns nicht. Wir machen nicht mal ein Prozent des Marktes aus. Wir hingegen sind auf die EU angewiesen, weil unsere Wirtschaft ohne sie verreckt.

          Alles nur ein bisschen rechnen.

          • Roland K. Moser sagt:

            Die SVP will die Demokratie erhalten bzw. ausbauen. Die anderen wollen das Gegenteil, also rutschen die anderen Richtung Faschismus oder sind im Sozialismus.
            Alle anderen ausser der SVP wollen ein die EU, auch wenn sie es nicht mehr sagen, weil sie sonst nicht mehr gewählt würden.
            Vor den bilateralen Veträgen hat auch alles wunderbar funktioniert und 95 % der Regeln werden sowieso durch WTO/Gatt geregelt. Es braucht die bilateralen Veträge nur, weil die Schweiz dadurch EU-Standars übernimmt und man dann sagen kann, jetzt sind wir schon so weit, da können wir doch gleich beitreten. Deshalb auch das Rahmen-Abkommen, welches von allen Parteien ausser der SVP gewünscht wird.
            Leiden Sie an der Religionskrankheit?

            • Réda El Arbi sagt:

              Nein, die SVP verwechselt ganz klar Diktatir der Mehrheit (Volksdiktatur) mit Demokratie. Das eine ist für alle Schweizer, das andere nur für die Mehrheit. In der Schweiz ist bereits im System eine konsensorientierte politk vorgedacht. Das machen die SVPler kaputt. Sie tendieren mit ihrer „Wer nicht SVP ist, ist links“-Weltsicht zu den Zweiparteiensystemen wie in den USA oder England.

              Also: Die SVP macht unsere urschweizerische Demokratie kaputt. Das ist faktisch bewiesen.

          • tststs sagt:

            „Alle anderen ausser der SVP wollen ein die EU, auch wenn…“
            Wörter wie „immer“ „nie“ „alle“ „niemand“ sind idR nur heisse Luft und haben kaum Wahrheitsgehalt…und werden idR von ideologisch Geblendeten benutzt.

        • Samuel sagt:

          FDP in CH ist klar rechtsliberal.

  • Zaphod Beeblebrox for President sagt:

    Irgendwie vergessen hier alle den wirklichen Verlierer! Die wichtigsten aller wichtigen Fragen sind doch:
    Wie geht Fabian Unteregger mit dieser Hiobsbotschaft um? Müssen seine kommenden Auftritte als Mörgeli Parodist nun abgesagt werden? Findet er noch rechtzeitig einen adäquaten Ersatz? Fragen über Fragen…..

    • Herbert Berger sagt:

      Aber Herr Unteregger hat doch auch den Köppel sehr gut drauf. Um waas ghaats? Darum, dass Herr Unteregger genügend andere und auch neue Figuren zum Parodieren hat. Wüssetziii… leider wird uns auch der ewige Mörgeli noch lange begleiten. Ich denke ja nicht, dass er sich aus der Politik zurückziehen wird. Deshalb ist der eigentliche Verlierer der vernunftsbegabte Normalsterbliche, der sich mit Köppel, Mörgeli und dem Bligg am Morgen noch lange wird herumschlagen müssen.

    • Salome sagt:

      Das ist der beste Kommentar. Armer Fabian Unteregger… Als Künstler hat man es nie leicht. 😉

  • Renato sagt:

    Jetzt muss Mörgeli endlich mal richtig arbeiten gehen, wenn er denn nicht sogar beim RAV endet – was kann denn der schon für berufliche Referenzen vorweisen. Bis jetzt lebte er ja wie die Made im Speck der öffentlichen Gelder – Kurator des Zürcher Eiterbindenmuseums und staatlich bezahlter Nationalrat.

    • Herbert Berger sagt:

      Mögerli wird nun bald Sozialhilfe beantragen müssen und darf endlich mal seine eigene Politik hautnah miterleben. Toi Toi Toi.

    • Bernhard Piller sagt:

      Und was macht das Eiterbindenmuseum heute, 2 Jahre nach Mörgelis Entlassung? Geht es ihm besser?

    • loulou55 sagt:

      Das ist ja das Witzige an Mörgeli. Er verkörpert fast zu 100% das liebste Feindbild der SVP, der intellektulle Professor der Geisteswissenschaften im Staatssold und war trotzdem deren Chefstratege.

  • tina sagt:

    jur ä driimer yu! tell mi se sewen sinking steps!
    hat auch unterhaltungswert, halte ich aber ebensowenig aus wie den mörgeli…

    • Alex Kramer sagt:

      Abwarten. Immerhin sieht man sie nicht so recht, wenn sie hinter dem RednerInnenpult steht.
      Zumindest darüber nicht.
      Aber das war jetzt echt gemein von mir und ich schäme mich dafür.

  • Maiko Laugun ★Schwarzes Schaf★ sagt:

    Er soll als nun politisch Verfolgter ein Asylgesuch in der EU stellen. Oder beim verhassten Staat – von welchem er ein Leben lang als Professor und Politiker lebte – beim RAV/IV in die Schlange stehen, zusammen mit den bösen Ausländern, Schein-Invaliden und faulen Säcken.

  • Clara sagt:

    Der Blocher kann Merkel danken. Wurde das Vorgehen abgesprochen, haben die beiden was zusammen? Optisch passen würden sie ja bestens.

  • Ernst sagt:

    …..die Luecke die er hinterliess hat vollkommen ausgefuellt….

  • marie sagt:

    was nicht ist, kann ja noch werden. also ich räume köppel durchaus gute chancen ein, dass er mörgeli würdig vertreten wird; sein professionelles verhalten ist nämlich auch nicht immer professionell. sonst schielt man dann einfach nach osten nach graubünden (man wird es ihnen schon verzeihen). vllt tut frau martullo bloc(k)her uns dann endlich den gefallen und bringt dem parlament die sssewwen schtepps endlich bei… wird langsam zeit.

    • Réda El Arbi sagt:

      Es war die Zürcher Linke, die der Bündner SVP eingeredet hat, Martullo-Blocher aufzustellen. Einfach um zu verhindern, dass sie in Zürich auf die Idee kommen.

      • marie sagt:

        das war dann weniger schlau – sie wäre topp gewesen als nachfolge; abe rim nachhinein ist man ja immer schlauer 😉 aber da sie ja ursprünglich aus dem zürcherischen kommt, haben die bündner sicherlich nichts dagegen, sie mit ihnen zu teilen. so als beitrag zur sharing economy…
        [ich hoffe es geht ihnen gut]

      • loulou55 sagt:

        Ganz ehrlich Reda, ich glaube sie hätte in Zürich noch weit hinter Mörgeli, Fehr und Schibli rangiert. Zudem war Papi schlau genug zu wissen, dass er das seinem Zürcher SVP-Volch nicht auch noch zumuten konnte. Und verlieren ist nicht eine Stärke der Blocher’s. Immerhin kommt Zürich so zu einem weiteren (geschenkten Sitz). So gesehen strategisch einmal mehr äusserst clever gemacht.

      • Johannes sagt:

        Sie kommt ja aus Männerdorf. Ist solch eine Herkunft eigentlich prägend für die Persönlichkeit?

  • Peter Gerber sagt:

    sorry, so unterhaltsam war das nicht, und der Journalismus kann sich auch ein bisschen mehr Anstrengen, es gibt genug intelligentere Akteure in dieser Stadt.

  • geezer sagt:

    tja, mit Mörgeli verschwindet tatsächlich ein politclown erster güte. aber es gibt noch viele andere clowns in bundesbern, hüben wie drüben. insofern wirds uns lesern nicht langweilig werden.

    ich amüsiere mich z. b. jetzt schon an Martullo-Blochers katastrophalem ‚hauchteutsch‘ und Rytz‘ dunklen vorhersagen über eine ‚braune schweiz‘ die im atomstrom ersaufen wird. schmerzlich vermissen werde ich auch die lustigen brillen und das sehr grüne outfit von Aline Trede. farben sind ja immer etwas lustiges.

    ab jetzt wird der weltwochen-super-Roger die dinge im land ‚richtigstellen‘, oder eben auch nicht. um was gaaaht’s? wer weiss den das schon?…:-)

  • Hannah sagt:

    Er könnte ja als Realsatiriker durchs Land ziehen, bräuchte nicht mal ein Konzept oder Texte verfassen. 😉

    • Alex Kramer sagt:

      Mörgeli ein Realsatiriker?
      Wenn Sie mal „Die Anstalt“ gesehen und deren Qualität genossen haben, dann würden die dort Mörgeli direkt ans RAV verweisen, Sozialkompetenz oder Mitleid hin oder her! Ausserdem wäre das Verrat an der Satire…

  • Irene feldmann sagt:

    sind Politiker wirklich Volksvertreter???? So wies aussieht erscheint es mir eher wie die Pimps anschaffen gehen und die huren lachen sich ins Fäustchen….

  • Van Munden sagt:

    Es ist lächerlich, wenn der Tagi die Abwahl Mörgelis bedauert, weil „ein Darsteller die Bühne verlässt, der uns alle immer wieder emotional bewegte“. Das ist entlarvend: es ist inzwischen auch in der Schweiz offenbar egal, was einer sagt, Hauptsache gibt es ein Bißchen Spektakel und eine gute Schlagzeile. Aber auch im neuen Parlament wird es sicherlich andere Scharfmacher geben, welche den Tagi entzücken.

    • Réda El Arbi sagt:

      Googeln Sie mal „Ironie“. Und es ist nicht „der Tagi“, der seinen Abgang bedauert, sondern der Stadtblogger. Und es ist sowohl Medienkritik wie auch Kritik am Leser, der sich lieber unterhalten lässt, als dass er Lösungen sucht.

      • Hans Hegetschweiler sagt:

        Es ist immer etwas peinlich, wenn der Autor eines ironischen Artikels selber „Ironie“ rufen muss.Wer lustig sein will, muss eigentlich tsill erdulden, dass ihn andere nicht lustig finden.

        • Réda El Arbi sagt:

          Nein, das ist Dienstleistung. Damit es nicht so blöd aussieht, wenn man am Blogpost vorbeikommentiert.

          Und meine Comments gehören zum Konzept des Blogs. Auf Augenhöhe diskutieren. Aber viele mögen ja lieber, wenn man ihnen vom Elfenbeinturm oder von der Führungsspitze aus sagt, was sie denken sollen 😀

          • Salome sagt:

            Jedes Mal merkt einer nicht, dass der Stadtblog der Stadtblog ist. Wie wäre es mit einer blinkend roten Warnung,, Réda El Arbi?

        • Michael sagt:

          Van Munden, Hans Hegetschweiler: Heute ist wirklich nicht Ihr Tag 😉 Trinken Sie einen zweiten Kaffee und machen Sie einen Re-Start für diese Woche

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    der gestrige, gute tag für das schweizer volk ging einher mit einer gewissen verjüngung und dynamisierung der svp. veränderungen sind unabdingbar. mit der jetzigen aufstellung im parlament ist meine partei für die kommenden herausforderungen bestens gerüstet.

    • Réda El Arbi sagt:

      Wie gut das fürs Volk war, werden wir in vier Jahren sehen, wenn die SVP ihre Regierungsverantwortung wahrgenommen hat und die Rechte mit dem absoluten Mehr im National- und Ständerat nicht mehr die Linke für alles verantwortlich machen kann. Kurz: Jetzt heisst es liefere, nicht lafere. Und das zum ersten Mal.

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        absolut richtig. ich hoffe, man gibt der svp nun endlich den verdienten 2. br.-sitz. man kann nämlich nicht stetig behaupten, sie übernähme keine verantwortung – und dann – wenns hart auf hart kommt, zeigen sich die anderen parteien ängstlich und verhindern eine starke svp in der regierung. somit erwarte ich, dass die restlichen 3 „grossen“ nun über ihren schatten springen.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, ich denke auch, dass die SVP einen zweiten BR-Sitz bekommen muss. Nur schon, damit sie die Verantwortung für all das tragen muss, was sie angerichtet hat. Wenn die Wirtschaft unter der MEI mehr leidet als unter der Frankenstärke, will ich einen SVP-Bundesrat, der mit der EU verhandelt. Mal sehen, wie der das macht 😀

          • Alex Kramer sagt:

            Ich finde es gefährlich, auf Regierungsebene mit Quotenpolitik bestehen zu wollen.
            Da die Parteien es vor ein paar Jahren vergeigt haben mit der von der SVP vorgeschlagenen Bundesratswahl und das Volch dem gefolgt ist, stehen wir heute vor der Situation, dass FDP und SVP im Alleingang weitermachen können, wenn die wollten.
            Ein dunkler Fleck in der Verfassung, der uns zu totalitärer Mach einer Minderheit des Kapitals führen kann, wie das 1848 mit der FDP / den Liberalen mit jeweils 7 gestellten Bundesräten bereits schon mal der Fall war. Nur hat dies heute in unserer schnelllebigen Zeit massiv andere Einflüsse. Und ehrlich, mit Experimenten sollte man die mühselig gewachsene Politkultur dieses Landes nicht zerstören können.

            Auf der einen Seite ist zwar die Lockerheit dazu unübersehbar und verführerisch bezüglich dem einzufordernden Leistungsnachweis an FDP und SVP, andererseits mit der angespannten Lage in EUropa brandgefährlich, Herr El Arbi.
            Es behagt mir nicht sehr, weil der CH Bürger recht zu bequem ist, um auf die Strasse zu gehen, zumindest aktuell.

          • Bernhard Piller sagt:

            Dass es einer Wirtschaft im Moment besser geht, wenn hundert Tausende pro Jahr ins Land kommen, ist jedem klar. Dass es langfristig die Lebensqualität erhöht, verstehen wohl nur Sie.

          • loulou55 sagt:

            Reda, 2 gegen 5, die SVP wird gar nichts tragen. Es braucht mind. 4! Erst dann gilt der Spruch: Wir wollten ja , aber die anderen 5 liessen uns nicht“ der Vergangenheit an. Wobei… so sicher bin ich mir da noch nicht.
            Du siehst es in diesem Blog, die Linken sind sogar schuld, dass SVP-Wähler Mörgeli gestrichen haben. Wie abstrus, aber die glauben daran.

        • loulou55 sagt:

          Ganz ehrlich Rittermann. Als Linkswähler würde ich der Bundesversammlung empfehlen, 4 SVP-BR zu wählen. Dann hätte diese den Lead und könnte sich nicht mehr aus der Verantwortung stehlen. Als 1. dann gleich die Verhandlungen in Brüssel aufnehmen betreffend MEI. Umsetzung derselben gemäss 50,3% Wählerwille. Wenn am Schluss diese 50,3% mit dem Ergebnis oder den Folgen nicht zufrieden sind, sind definitv nicht die Anderen 3 BR schuld.
          Die Schweiz ist reif für eine Lektion SVP Realpolitik, das könnte für viele Leute unerwartet hart werden, aber lehrreich. Dafür wären 2019 wieder spannende Wahlen garantiert.
          Übrigens, die SVP hat ja seit Jahren 2 Sitze im BR. Da die Partei aber ihre eigenen Leute als „halb“ qualifiziert oder gar rausschmeisst, glaubt sie sich untervertreten.
          Der SP hat man immer wieder andere Kandidaten „auf’s Auge gedrückt“ gegen deren Willen (Hp. Tschudi, O. Stich, R. Dreifuss). Dieses Spiel haben nicht die Linken erfunden.

          • marie sagt:

            liebe loulou55
            ich bin absolut ihrer meinung, von mir aus können sie gar alle 7 br-sitze belegen. aber glauben sie mir, egal wie grottenschlecht diese 7 svp-br arbeiten würden, die svp basis würde sie immer noch gut finden. 😉 …vor kurzem gelesen: „die svp ist die einzige partei, die sich für büezer einsetzt…“ …hat man da noch worte? o_O
            wunderschöner tag von bern nach zürich allerseits!

            übrigens: in kt. bern wurde der richi hess in den nr gewählt. ich entschuldige mich bei der schweiz für diese wahl – das könnte auch ein „mörgeli“ der zukunft werden, einfach nicht „intellektuell“.

    • tststs sagt:

      Ich stimme untenstehendem Dialog vollkommen zu… Nur mit dem „der jetzigen aufstellung im parlament“ bin ich nicht so ganz einverstanden… Wurmt es Sie nicht, werter Herr Rittermann, dass z.T. Schnurris gewählt worden. Ich denke da in erster Linie natürlich an Martullo-Blocher und Klöppel… hat man da nicht die Katze im Sack gekauft? (Es handelt sich doch um solche Neulinge, dass man fürchten muss, dass sie untergehen…)

    • Sarah sagt:

      Ob eine rechtsnationale Lösung so ein Traum für die Entwicklung eines Staates und Volkes ist, bleibt abzuwarten. Das Pendant zur SVP in Deutschlands ist übrigens die NPD https://de.wikipedia.org/wiki/Nationaldemokratische_Partei_Deutschlands , dort allerdings nie mehrheitsfähig.

      • loulou55 sagt:

        Sarah, wenn Wähler die „harte Tour“ zum lernen brauchen, dann hat es so zu geschehen. Volchswille eben… In 4 Jahren sind ja wieder Wahlen, da kann man allenfalls korrigieren.

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