Fifa-Tempel der Korruption

Seine Majestät Don Blatter eröffnet ein Museum n Zürich.

Seine Majestät Joseph Blatter eröffnet ein Museum in Zürich.

«Ah, von Zürich? Da sitzt doch die korrupte Fifa, nicht?» – so begegnete mir gestern in meinen Ferien ein Fussballfan. Nun, was sollte ich da antworten? Nachdem eine neue Doku nach fünf monatiger Recherche  – zum x-ten Mal – aufgezeigt hat, wie korrupt Sepp Blatter und die Fifa funktionieren, wie die Gelder für die Qatar-WM flossen und nachdem Sepp Blatter selbstherrlich in aller Öffentlichkeit erklärt, dass die Fifa inzwischen mehr Einfluss habe als eine Religion?

Ja, muss ich sagen, meine Stadt beherbergt diese dunkle Krake des Sports.

Und nun eröffnet die Fifa in der Enge – mitten in Zürich – Anfang 2016 ein Museum. Das Geld stammt aus dem Geschäft mit dem Sport der Herzen, welches die Fifa in einen ethischen und moralischen Schlammtümpel verwandelt hat. Komischerweise finde ich nicht mal in der Schweiz einen Fussbllfan, der einer solchen Aussage widerspricht. Man liebt hierzulande den Fussball, aber, wie jeder anfügt, «trotz der Fifa und Sepp Blatter».

Natürlich fragt man sich, was in diesem neuen Museum  denn ausgestellt werden wird. Vielleicht der Email-Verkehr von bestochenen Funktionären? Oder das Kündigungsschreiben des Chefermittlers Garcia, in dem er vor der Korruption innerhalb des Verbandes kapituliert? Oder eine eindrückliche Galerie mit Bildern von den unaussprechlichen Arbeitsverhältnissen in Qatar? Die Projektstudien zeigen indes bereits, wie grossspurig die Fifa sich in der Enge selbst darstellen wird. Kein bisschen Schweizerische Bescheidenheit, sondern Protz, wie er in Qatar wohl gerne gesehen würde.

Die Fifa, einst Vorzeigebeispiel dafür, wie Sport die Welt vereinen kann, hat sich schon lange zu einem Sinnbild für Korruption gewandelt. Und mit ihrer Hauptzentrale in Zürich und dem Schweizer Sepp Blatter an der Spitze, färbt dieses dreckige Image auf Zürich und die Schweiz ab. Erstaunlich ist, dass sich niemand dagegen wehrt. Wenn Banken und private Unternehmen sich offensichtliche Schweinereien leisten, gehts nicht lange, bis Boykott-Aufrufe ertönen und sich Menschen zu Protestaktionen zusammenfinden.

Bei der Fifa zucken alle nur mit der Schulter, selbst wenn nachweislich Sklavenarbeit auf den in ihrer Verantwortung stehenden Baustellen stattfindet und wenn die WM nicht vergeben, sondern wie eine billige Prostituierte an den geilsten Freier verscherbelt wird.

Sepp Blatter tritt mit seiner Fussballmafia inzwischen auf wie ein Staatsmann. Seine Macht, Milliarden zu verschieben und so die Wirtschaft von Staaten nachweislich zu beeinflussen, macht ihn unangreifbar.

Aber vielleicht reagieren wir ja in Zukunft wie bei den Olympiaden und lassen uns nicht mehr kaufen, sondern weigern uns, ein Teil dieser suspekten Sportoligarchie zu werden. Vielleicht sollte die Fifa ihre Grossanlässe auch nur noch in Diktaturen oder Scheindemokratien wie Russland oder Qatar abhalten können. Da ist der Sportverband unter Seinesgleichen.

Und natürlich könnten wir der Versuchung widerstehen, ins Museum zu pilgern und der Selbstbeweihräucherung der Fifa für einmal kein Publikum geben.

52 Kommentare zu «Fifa-Tempel der Korruption»

  • gunnar jauch sagt:

    War empört, als der ASVZ (Akademischer Sportverband der ETHZ) Blatter zu einer Ansprache in meine Alma Mater eingeladen hat — Thema: Fairplay. Ausgerechnet diese korrupte, trübe Tasse…
    Der ehemalige smarte Stapi Ledergerber schlug doch allen Ernstes vor, alle „Zürich“-Verkehrsschilder mit dem Zusatz „FIFA-City“ zu versehen, natürlich auf Rechnung der FIFA! Dies ist glücklicherweise abgelehnt worden!

  • tststs sagt:

    Natürlich trifft Herr El Arbi hier einen Nagel, aber er (Sie 🙂 ) spalten das Holz gleich mit:
    Seppli Blatter ist nicht gleich die FIFA! Genauso wenig wie Blocher die SVP und Grübel die CS ist… nur weil ein paar Herren obenaus sich nicht zu benehmen wissen, heisst das nicht, dass zig Tausende von Mitgliedern und Angestellten in den gleichen Topf geworfen werden müssen.
    Uuuund ich glaube sehr wohl, dass die meisten Menschen sehr wohl zwischen der Stadt Zürich und dem Fifa-Filz unterscheiden kann. Oder anders gesagt: wer ZH meidet, weil die FIFA hier ist, dessen geistigen Horizont ist hier eh nicht so willkommen 😉

    • Réda El Arbi sagt:

      Klar. Aber deswegen sollte man sich als Zürcher doch auch äussern. Man soll klar machen, dass es nicht unserer Mentalität entspricht, solche Typen unkritisiert hier leben zu lassen.

      • Boris Wydler sagt:

        Es entspricht vielleicht nicht Deiner Mentalität Reda, aber hier in der Schweiz ist jeder mit viel Geld willkommen und es werden keine Fragen gestellt. Russische Oligarchen, verurteilte Rohstoffhändler, oder einfach ganz normale Milliardäre. Alles egal solange ein bisschen Geld in die Gemeindekasse fliesst. Die FIFA bringt zwar kein Geld aber doch ein bisschen Aufmerksamkeit.
        Wir könnten auch einfach aufhören Fussball zu schauen.

  • Blatter ist seit langer Zeit eine Schande für unser Land, für das Wallis und den Fussball. Er führt sich selbstherrlicher auf als Gott in Frankreich.
    Ich würde ihm sehr empfehlen, sich den Filmbeitrag auf stern.tv über Katar vom 13.5.2015 anzusehen. Der Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm aus Deutschland hat vor Ort recherchiert und die unhaltbaren Zustände auf den Baustellen in Katar aufgedeckt.
    Eine WM, welche auf so vielen unnötigen Unfall-Leichen aufgebaut wird, muss von den Nationalmannschaften boykottiert werden.
    Passiert das nicht, wird einmal mehr bestätigt, dass im Spitzensport heute nur noch das Geld regiert.
    Mit sauberem Sport hat das schon lange nichts mehr zu tun. Mit Ethik schon gar nicht !
    Hier stimmt es einmal: Sport ist Mord !

    • Adalbert Geiger sagt:

      Wer hat in den letzten Jahren am meisten Bauaufträge von Katar erhalten? Die Deutsche Bahn! 100% im Staatsbesitz! Der erste Auftrag über Euro 17 Mia bekamen sie schon im 2009. Einer der letzten vor wenigen Tagen:
      „25.04.2015, Großauftrag vom Golf DB baut Katar komplettes Eisenbahnnetz: Das kleine, aber reiche Emirat Katar möchte ein Bahnnetz haben. Dazu bestellt es bei der Deutschen Bahn ein Komplettpaket für mehrere hundert Millionen Euro. Der bundeseigene Konzern erhofft sich aber noch mehr.“ Wurde Herr Blüm auch bei der Deutschen Bahn vorstellig und bei allen anderen deutschen Firmen, die dort Baustellen betreiben und damit Geld verdienen? Heuchelei? Populismus? Upps!

      • Réda El Arbi sagt:

        „Die Anderen haben aber auch….“ ist ein absolutes Kindergartenargument. Wenn ich mal zum Thema Deutsche Bahn schreibe, wird das das Thema sein.

        Hier gehts aber um einen Verein, der seinen Sitz in der Stadt hat, in der dieser Stadtblog erscheint. Es geht um den Imageschaden, den die Fifa Zürich beschert und um die moralischen Standards, die wir gerne mit unserer Stadt in Verbindung sehen wollen, und natürlich um die, mit denen wir Zürcher auf keinen Fall etwas zu tun haben wollen.

        • Adalbert Geiger sagt:

          Moral ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.

          • Réda El Arbi sagt:

            Das ist dumm. Moral ist eine kulturelle Orientierung, die uns vom Tier unterscheidet und es uns möglich macht, als Gemeinschaft zusammen zu leben. Jeder Rechtsstaat fusst in Moral und Ethik. Ohne sie wären wir keine Menschen. Nur Unmenschen negieren Moral.

          • Adalbert Geiger sagt:

            …dann lese ich mit Interesse ihren nächsten Beitrag zur Deutschen Bahn und allen anderen europäischen Unternehmen, die in Qatar tätig sind…

            • Réda El Arbi sagt:

              Schreib ich, sobald die für die Stadt Zürich relevant werden. Stadt Zürich its unser Dossier. manchmal weiten wirs aus, bis dahin, wo der ZVV noch fährt.

  • Marcel Liechti sagt:

    Prinzipiell in allen Punkten einverstanden. Nur … Von dem was ich von der FIFA weiss, von den kritischen Filmen, die ich gesehen habe und allen denen Funtionären, die aus korrupten Ländern kommen … Bezweifle ich, ob die FIFA überhaupt sauber geführt werden kann. Ich hoffe, dass jemand zum Präsidenten gewählt wird, der das Thema mit höchster Priorität anpackt aber der wird gegen massiven Widerstand antreten. Blatter hat dafür gesorgt, dass das Geld zu allen Verbänden in Strömen fliesst und hat immer wieder beide Augen zugedrückt, wenn sich ein Mitglied inkorrekt benahm. Und das hat ihm die Stimmen gebracht, die jeweils seine Wiederwahl sicherten. Vielleicht kommt ja ein richtiger Reformer aber der ist so schnell weg, wie es die Verbandspräsidenten wollen.

  • Rolf Galler sagt:

    Ja lieber Reda, und von wo schreiben Sie diesen Artikel, ev. von einem Mac Book und checken meinen Kommentar von einem Iphone ab welches durch schlimmste Anstellungsbedingungen produziert wurde? Gleichzeitig wird ein Freihandelsabkommen mit China gemacht, tausende Flüchtlinge ertrinken im Mitelmeer…aber klar, der Sündenbock ist die Fifa, die den Sport endlich mal nach einem afrikanischen nun in ein arabisches Land bringt (eines der reichsten Länder der Welt, was ja auch wieder nicht ok ist, nach Brasilien ev. mit der grössten Fussballbegeisterung weltweit hat man ja gemerkt dass man die WM nicht mehr in Schwellenländern machen sollte). Ein Museum? Schlimm. Haben Sie Steuergelder dafür bezahlt? Beim Hafenkran hab ich das, damit sich einige Politiker selbst profilieren können.

    • Réda El Arbi sagt:

      Naja, ich halte „Aber die anderen haben auch …“ noch immer für ein Kindergartenargument.

      Ausserdem sollten Sie wissen, dass ich mich nicht nur gegen die Korruption der Fifa einsetze, sondern auch bei anderen Missständen den Finger drauflege.
      Ich will übrigens die Fifa nicht abschaffen, nur immer mal wieder den Leuten in den Hintern treten, die den Fussballverband in ein dunkles Drecksloch verwandeln. Das mach ich auch bei Apple. Nur residiert Apple nicht in meiner Stadt …
      Natürlich dürfen Sie Seppi und die gierigen Funktionäre in Schutz nehmen. Das ändert aber nichts an den Tatsachen und sagt mehr über Ihre Perspektive als über die Machenschaften der Fifa.

      • Rolf Galler sagt:

        Herr El Arbi, schreiben Sie doch mal über Apple? Ich gebe Ihnen recht, dass kein Sitz in Zürich existiert. Jedoch wenn ich am Samstag durch die Stadt gehe, sehe ich 100te solche „Apple“ Museen in der Bahnhofstrasse und wie die Leute dort mit Gier anstehen ohne nur mit den Augen zu zwinkern was es eventuell heisst ein solches Produkt zu kaufen. Diese Leute stehen dann lässig beim Xenix und schliessen sich dem Mainstream gegen die Fifa zu wettern an, über etwas wo man abstrakt Ahnung hat mit irgendwelchen links (finde übrigens keine links in Ihrem Artikel die Ihre Vorwürfe bekräften). Wenn Sie mir genügend Medienkompetenz attestieren,denke ich, darf ich von einem erfahrenen Blogger doch auch eine vertieftere Recherche erwarten (z.B. eine Kollektion der links), wenigstens soweit, dass es sich nicht unter dem Niveau einer Kantiarbeit bewegt.

        • Réda El Arbi sagt:

          Jaja, ich sehe, Sie wollen nicht die Machenschaften der Fifa diskutieren, sondern die aller anderen. Sie wollen nicht auf de Vorwürfe eingehen, sondern meinen Blogpost („Blog“ kommt von Weblog, also Internettagebuch und bringt eine persönliche Meinung) kritisieren.

          Das ist ihr gutes Recht. Leider sagt das wieder mehr über Ihre Motivation als über den Blogtopic aus.

          Hier, eine kleine Zusammenfassung: http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/Blatter-und-die-ekelhafte-Erklaerung/story/10098663

          Sie hätten aber einfach „Fifa“ und Korruption“ googlen können, dann hätten Sie bis Montag Lesestoff.

          PS: Bevor Sie mir erklären, wie ich was zu schreiben habe, informieren Sie sich doch bitte über Publikationsform, Stil und das Gefäss, das Sie gerade lesen.

          • Rolf Galler sagt:

            Ok besten Dank! Google eben nicht so gerne, könnte sein dass dieser Weltkonzern korrupt ist (hat schon mehrer Dokus darüber gegeben dass ev. etwas nicht mit rechten Dingen zugeht) :-). Ich habe nur den Inhalt kritisiert der sich auf keine Quellen beruft, oder fast keine (aber Sie haben mir ja jetzt Material gegeben), über Publikationsform etc. kenn ich mich bei blogs nicht gross aus, ev. mein Fehler dass ich mich da nicht informiert habe. Auch wenn anderer Meinung, lese Ihren blog sehr gerne.

    • Ben sagt:

      Der Kran hatte ja auch für alle eine wichtige message: Kran your brain up!

  • Oliver van der Waerden sagt:

    Auch wenn es alle reflexartig schrei(b)en – die FIFA ist nicht korrupt. Korrupt kann eine Behörde oder eine Regierung sein, indem sie den Interessen des Schmierers statt denen des Steuerzahlers/Wählers dient.
    Da aber Sepp Blatter weder ein öffentliches Amt innehat noch über Steuermittel verfügen kann, ist es keine Korruption, wenn er das tut, was seine Zahler wollen.
    Oder ist ein Unternehmer korrupt, wenn er einem Auftraggeber liefert, was dieser bestellt (und bezahlt) ? Auch die Grösse („Mehr Einfluss als ein Staat“) der FIFA ändert das nicht – es gibt Firmen mit viel mehr Umsatz, bei denen auch niemand „Korruption“ schreit, wenn sie ihren Geschäften nachgehen.
    Ob es gerechtfertigt ist, solche Summen zu verdienen, ist eine andere Frage – aber darauf kann jeder Einfluss nehmen, in dem er seine Zeit, Aufmerksamkeit oder sein Geld etwas anderem zuwendet. (Billag mal ausgenommen)
    Lieber Herr Arbi, ich schätze Ihrer Art zu schreiben, doch hier beten Sie einfach einen Unsinn nach, bzw. pflegen ein gemeinsames Feindbild.
    Ich bin gespannt auf Ihre Antwort.

    • Réda El Arbi sagt:

      Googeln Sie die Definition von „Korruption“. Wikipedia hilft.

    • Theresa sagt:

      Auch bei grossen Firmen werden Korruption und Manipulation etwa durch politischen Lobbyismus diskutiert.

    • Réda El Arbi sagt:

      Korruption (von lateinisch corruptus ‚bestochen‘) im juristischen Sinn ist der Missbrauch einer Vertrauensstellung in einer Funktion in Verwaltung, Justiz, Wirtschaft, Politik oder auch in nichtwirtschaftlichen Vereinigungen oder Organisationen (zum Beispiel Stiftungen), um für sich oder Dritte einen materiellen oder immateriellen Vorteil zu erlangen, auf den kein rechtmäßiger Anspruch besteht

    • Fritz Weber sagt:

      Da Sie Herr van der Waerden offensichtlich keine Ahnung haben was Korruption heisst, ist und bedeutet sind Ihre Aussagen zu akzeptieren und entgegen zu nehmen – Sie wissen es eben nicht besser. Ansonsten ist die FIFA mit Sepp Blatter ein richtiges Paradebeispiel der weltweiten Korruption mit der dazugehörigen ständigen „Selbstheilung“. Andere Fragen: wenn die FIFA (aus Ihrer Sicht) Korruption betreiben würde, würde sie dies dann auch zugeben ???

  • Maiko Laugun ★Fussball Gott★ sagt:

    Er will doch bloss dem Christoph Mörgeli einen neuen Job als Museumsdirektor verschaffen.

    • Peter L. sagt:

      Der würde da tatsächlich sehr gut reinpassen. Von nichts eine Ahnung und grosse Klappe.
      Er könnte dann neben „Gott Seppi“ den „Jesus Christoph“ geben.
      Und wenn er seinen Job so gut macht wie bei den Medizinern….dann ist das Museum auch bald wieder weg.

  • Irene feldmann sagt:

    Sport ist korrupt? Es geht um Geld, um nichts anderes mehr. Joseph Blatter macht da keine Ausnahme und das Quatar Millionen wenn nicht mehr pumpt, ist ein uralter hut. Was mich hier so stört ist das so späte aufdecken von schon fast verwesten Leichen….zeigt mir einen Verein, einen Konzern, ein Land etc. welcher,s nicht korrupt ist. Es ist ein natürliches Fundament unserer Zeit, wir alle lassen es zu nur ab und zu erwähnen wir es sodass wir quasi unseren GUTEN BEITRAG ZUM SCHLECHTEN GEWISSEN gezeugt haben…..ich weiß das man nicht die ganze Welt verbessern kann, und Probleme gibt es ohne Ende.

    • Theresa sagt:

      Ein besonderes Problem ergibt sich indes bei Organisatioen, die vorgeben, weltweit etwas Gutes zu tun, bei genauer Betrachtung aber kritikwürdig sind. Ob Fussball und die dort vermittelten Werte wie Wettkampf, Ellenbogengesellschaft und Körperverletzungen anderer Menschen überhaupt etwas Gutes ist, bliebe zu diskutieren.

  • FIFA und Sepp sagt:

    Ich liebe die Sepp und was er aus der kleinen FIFA gemacht hat.
    Meinen grössten Respekt verdient er, der trotz aller Vorwürfe weitermacht!

  • hans rölli sagt:

    Sektenführer Sepp Blatter der Sekte Fifa …. als Gott führt er sich schon auf

  • so nicht sagt:

    Wir sollten die WM boykottieren! Oder lässt uns das Kalt? «Dann könnten bis zum Beginn der Fussball-WM 2022 mindestens 4000 ausländische Arbeitskräfte sterben.» (Bericht Tagi). Ich werde die WM jedenfalls nicht mit verfolgen und ich werde auch nie in das Fifa-Museum gehen. Ändern wird sich deshalb nichts, aber einfach alles hinnehmen muss ja auch nicht sein…

    • Peter L. sagt:

      Achtung nicht erst 2022.
      Boykott schon im 2018 – Russland ist kein bisschen besser..
      Länder die in kriegerische Aktivitäten verwickelt sind sollten von Grossanlässen wie WM, EM, CL, EL schon längst ausgeschlossen werden.

  • KMS a PR sagt:

    macht korrumpiert. beim staat, in der politik und auch innerhalb der fifa. und sepp, der sonnenkönig lässt sich mutmasslich per testament wiederwählen, wenn er unter der erde weilt.

    die fifa hat ja eigentlich viel für den welt-fussball getan. schade einfach nur, dass sie zum selbstweck für einige funktionäre verkommen ist.

  • Ritter sagt:

    Réda El Arabi: Gehört es zu ihrer Persönlichkeit oder ist es eine Auswirkung ihres Berufs, immer alles schlecht zu Schreiben? In welcher Welt leben sie eigentlich? Wenn sie es eines Tages schaffen, die Person und die Organisation objektiv, auch die guten Seiten, zu betrachten, schmilzt vielleicht auch bei ihnen der Frust und Neid. Ich wünsche es ihnen!

    • Réda El Arbi sagt:

      Augenblick, ich versuche gerade, die positiven Aspekte von Sklavenarbeit und Korruption herauszuformulieren. Kommt gleich, ehrlich.

      • Adalbert Geiger sagt:

        Ursache und Wirkung wird verwechselt. Es gibt in vielen Ländern schlechte Arbeitsbedingungen auch ohne WM, etc. Das interessiert aber niemand. Im Falle Qatar entsteht zumindest Druck von aussen, vor allem wegen der WM. Zudem vergessen Sie, dass die meisten Baufirmen europäisch sind. Diese erstellen die Bauten! Heuchelei?

    • Johannes sagt:

      Die guten Seiten zu erwähnen ist sicher oberflächlich mal ganz schön, die schlechten aber wirklich wichtig.

      • Ritter sagt:

        Liebe Réda El Arbi, entschuldigen sie aber ich finde sie sehen und denken eindimensional. Wenn sie es eines Tages schaffen, alle schlechten und guten „Taten“ (nach ihren Gesichtspunkten) der FIFA gegenüber zustellen, kommen sie vielleicht doch noch auf eine 0. Sklavenarbeit und Korruption sind leider menschliche Ur-Übel und werden sicher nicht von einer Person oder Organisation speziell gefördert oder stillschweigend akzeptiert. Ich denke, sie provozieren einfach gerne ohne sich mit der Materie über die sie Schreiben richtig und seriös vertraut zu machen. Trotzdem schöne Auffahrt.

        • Réda El Arbi sagt:

          Die Korruption entsteht nicht aus Luft, sondern aus Menschen und Organisationen. Und die Wiederwahl Blatters hat klare Verbindung zur Vergabe der WM an Qatar. Ich kann Ihnen sogar die Deals, die in den Mails ausgehandelt wurden zitieren. Aber es ist nicht meine Aufgabe, die Fakten für Sie zusammenzutragen. Es ist meine Aufgabe als Blogger, meine Meinung zur Fifa und ihrem Chef Blatter abzugeben.

          Dass die Sklavenarbeit in Qatar geduldet wird, zeigt sich daran, dass die WM trotz diverser Beweise für misshandelte, ausgebeutete und getötete Arbeiter trotzdem weiter in dieser Diktatur stattfinden darf.

          Wenn Sie denken, die Fifa habe nichts mit der Sklaverei und nichts mit der Korruption in den eigenen Reihen zu tun, dann lügen Sie sich in die Tasche. Auch ein Weg, das „Positive“ zu sehen …

          Ich für meinen Teil schäme mich, dass die Schweiz dieser Organisation ein Heim bietet. Es ist widerlich.

          • Rolf Galler sagt:

            Doch Herr El Arbi, ich denke es ist als Journalist und Blogger Aufgabe diese Fakten zusammenzutragen. Schliesslich werden Sie auch von einer Firma bezahlt die Transparent ist. Nachdem Sie alle Fakten zusammengelegt haben und uns aufzeigen wo genau all die Vorwürfe standhalten die Sie am Anfang erwähnen, können wir gerne nochmals alles anschauen. Sonst mach ich bald auch einen Blog auf und werde von einer Firma bezahlt, bei der ich sage, der Bundesrat sei korrupt.

            • Réda El Arbi sagt:

              Klicken Sie auf die gestzten Links im Text. Andere Journalisten haben bereits Berge von Fakten zusammengetragen. Als Blogger muss ich die nicht nochmals aufzählen, da ich bei meinen Lesern genug Medienkompetenz voraussetze, dass sie es schaffen, die Fakten über die Links zu finden.

    • Leo M. sagt:

      Finde El Arbi hat „alles sehr gut “ zum „schlechten Sepp“ geschrieben. Den kann man beim besten Willen nicht
      zum Gandhi umschreiben.

  • Andreas sagt:

    Wäre an der Zeit dass Hugo Stamm mal gegen die FIFA schreibt, oder fehlt im den Mut? Dalai Lama und Co werden ständig angegriffen.

    • Kurt Herger sagt:

      Nun, Hugo Stamm schreibt über oder gegen Sekten. Bei Fussball hingegen handelt es sich um eine anerkannte Religion.
      Beim FIFA-Präsidium handelt es sich um einen papstartigen Posten.
      Mit dem Unterschied, dass im Vatikan der Papst Gott nur vertritt, während aber auf dem Zürichberg Gott selber residiert.
      Bei der FIFA gibt es bestimmt auch extreme Abweichler. Solche, die die Reinheit, Allwissenheit und Allmacht von Sepp verneinen und ablehnen.
      Die wären vieleicht ein Thema für Hugo Stamm …

  • geezer sagt:

    es ist sowieso höchste zeit, solche alten und offensichtlich hochkorrupten regenten wie der Josef Sepp Blatter (nur schon sein Name ist schon ein witz) von ihren positionen in verbänden und gremien zu entfernen. nicht, dass damit die korruption per se verschwinden würde, aber der alte zopf könnte endlich mal abgeschnitten werden. und das wäre doch schon mal ein anfang.

    Blatter und die fifa werden für die schweiz immer mehr zur belastung. sein laden ist ein vorzeigemodell, was korruption und filz betrifft. kein wunder hat der investigativjournalist Andrew Jennings schon lange kein zutritt mehr zur fifa. wer schon mal eine sendung von ihm zum thema gesehen hat, kann nur erahnen, was in diesem laden alles bewusst falsch läuft. dass diese institution dann noch nicht einmal steuern zahlt, ist wohl der gipfel des unlauteren wettbewerbs. da verwundert es niemanden mehr, dass der Seppi wohl im grenzdebilen wahn nochmals gewählt werden will.

    wenn die fifa nun in der enge ihr museum eröffnet fehlt nur noch, dass sie dort gleich öffentlich die ganzen listen von korrupten funktionären und den zahlungen, welche sie für ihre villa und den pool in die eigene tasche stecken, ausstellen. sie könnten auch eine wegleitung mit dem thema „wen, wann und mit welchen beträgen muss ich bestechen, damit ich die nächste wm-ausschreibung gewinne“ als schautafel aufstellen. das wäre sicher sehr interessant und aufschlussreich. besser als ein paar t-shirts von spielern oder ein paar staubige pokale.

    der selbstherrliche Sepp und ’seine‘ fifa: eine absolute schande für den fussball, für zürich und für unser land!

    • Sarah sagt:

      🙂 Ein alternatives Museum von Ihnen zu diesem Thema, gerne mit aktuellen Sonderausstellungen, würde ich besuchen.

  • Hans Wegmann sagt:

    Ein paar Farbkleckse werden dem Bau definitiv gut tun!;-) Nichtsdestotrotz sind wir in der Schweiz,da zählt nun mal das moralische Geschäftsgebaren nicht viel.

  • Fabian Meister sagt:

    Artikel bringt es auf den Punkt, danke. Ich bin selbst Fussballer und Trainer, kann und werde mich aber nie mit diesem korrumpierten Haufen Altherren der fifa identifizieren können. For the good of the Game? Von wegen,würde es nach mir gehen, würde es weder eine WM in Russland, noch Katar geben.

    • Adalbert Geiger sagt:

      …vielleicht eine WM nur noch in der CH? Alles sehr eurozentrisch und mit viel Doppelmoral versehen.

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