«Es gibt keine Hools!»

2000 Grad heisse Pyros auf dem Platz und lahmgelegte Züge sind ein Ausdruck für Freude am Sport.

2000 Grad heisse Pyros auf dem Platz und lahmgelegte Züge sind ein Ausdruck für Freude am Sport.

Jaja, ich weiss. Ich sollte nicht mehr über Fussballfans schreiben, weil die darauf folgenden Androhungen von Gewalt («Wir prügeln dich solange, bis du zugibst, dass die Fankultur total friedlich ist!») mir immer so furchtbar Angst machen.

Aber  am Wochenende ist eine Geschichte von den Wahlen und dem Sechsilüüten etwas aus dem Fokus verdrängt worden: Randalierende Fans des FC Zürich haben am Sonntagabend nach der 1:5 Niederlage auf der Heimreise vom Match gegen den FC Basel in Pratteln BL für einen Totalunterbruch der SBB-Linie Richtung Zürich gesorgt. Sie haben bereits im Stadion Pyros aufs Spielfeld geschmissen und auf dem Weg zum Bahnhof randaliert. In der ganzen Region war der Bahnverkehr auf Stunden gestört und Züge wurden demoliert.

Zuerst dachte ich an einen Fünfjährigen, der beim Leiterlispiel verliert und in einem Töibeli-Anfall das Spielbrett durchs Zimmer schmeisst und kreischend auf den Figuren rumtrampelt. Aber natürlich hab ich mich geirrt.

Es gibt nämlich keine unreifen, gewalttätigen Hools, die Pyros aufs Spielfeld werfen und Sachschäden verursachen, Notbremsen ziehen und bei einer Niederlage rumstämpfelen. Unsere Recherchen im Umfeld der Südkurve haben ergeben, dass diese Art Fans eine Erfindung der Lügenpresse ist.

«Ich kenne  keine Hools. Nur Ultras, und die sind nicht so», meint ein anonymer Südkürvler. «Ihr unterscheidet einfach nicht». Eine junge Dame aus dem Umfeld der Ultras: «Das (..die gewalttätigen Fans ..) sind eine kleine Minderheit, aber die Presse berichtet immer nur über die».

«Uns liegt der Sport am Herzen, und das wollen wir mit Pyros (2000 Grad heissen Fackeln) ausdrücken. Das ist ein Ausdruck der Begeisterung für das Spiel. Gewalt lehnen alle von uns ab», von einem empörten Fan.

Ein etwas älterer Fan: «Die Fankultur ist nur ein Spiegelbild der Gesellschaft. Jeder Sport hat schwarze Schafe unter den Fans.» (Jep. Wir erinnern uns an die randalierenden Horden aus dem Umfeld der Kunstturnerinnen-Fanclubs. Oder wie die schwarzen Schafe unter den Fans der Schwimm-Nationalmannschaft den Schiffsverkehr auf dem Zürisee lahmlegten.  Und natürlich die Federer-Fans, die sich mit Nadal-Fans zum Showdown trafen und sich blutig prügelten. Grauenhafte Szenen!)

Und natürlich aktuell: «Wir haben mit Blockflöten und Geigen unsere dreistimmigen Choräle für den nächsten Match geübt und an unserem Lindenblütentee genippt – und plötzlich stand der Zug still und die Sitze waren verwüstet. Keine Ahnung wer das war. Aber mit unseren Fanclubs hat das nichts zu tun.»

(Wir überlassen es dem geneigten Leser, das erfundene Zitat zu erkennen.)

Also, eigentlich bilden wir uns die Ausschreitungen und die Auswüchse bei den Fussballfanclubs, speziell bei den Zürcher Fans, nur ein. Wir von der Presse blasen das total auf, wenn Tausende von Bahnhreisenden festsitzen, weil FCZ-Fans über einen verlorenen Match töibelen und stämpfelen.

Sorry, liebe Fans. Ich entschuldige mich hiermit dafür, dass ich immer nur dann über euch schreibe, wenn ihr gerade irgendwas zerstört, irgendwas lahmgelegt, irgendwas angezündet, ein Spiel gestört oder irgendwen verprügelt habt. Ah, nein, mein Fehler. Ihr wart das ja nicht. Das war die winzige Minderheit, die nach dem Match die Notbremse zog und auf die Gleise strömte (!).

PS: Wenn ihr mir wieder euren Unmut mitteilen wollt, verstopft bitte nicht mein Mailfach. Ihr könnt mich auf meinem Facebook-Profil direkt  öffentlich beschimpfen. Wenn ihr den Mut habt, das nicht anonym zu tun.

52 Kommentare zu ««Es gibt keine Hools!»»

  • Réda El Arbi sagt:

    Liebe Leserinnen und Leser

    an dieser Stelle schliesse ich die Kommentarfunktion frühzeitig wegen des Moderationsaufkommens.

    Bis auf persönliche Beschimpfungen, Rechtfertigungen für die armen, von der Polizei unterdrückten Fans und den Vorwurf, nichts von der Fankultur zu verstehen, sind keine Lösungsansätze für die Problematik eingegangen.

    Grundsätzlich bin ich überzeugt, dass, wenn die Wut über mich, die Lügenpresse an sich und alle, die die Schnauze voll von Fussballgewalt haben, der Empörung über die gewaltbereiten Chaoten in den eigenen Reihen weichen würde, sicher rasch eine Lösung gefunden würde.

    Es ist erstaunlich, wie viel Hass man sich zuzieht, wenn man Fussballgewalt kritisiert. Ich habe mir kurz überlegt, die Kommentare durchzulassen, aber da sie (feige) anonym sind, würden sie nur das eh schon angeschlagene Bild der Fussballfans grundsätzlich noch verschlechtern. Und das muss ja nicht sein.

    Gerne führe ich bei einem anderen Post wieder Diskussionen.

    Danke für den Einsatz.

    Der Autor

  • Karsten Egger sagt:

    Ich kann nicht verstehen, weshalb die Eingangskontrollen dermassen lasch vorgenommen werden. Ich wurde noch nie abgetastet und äusserst selten wird meine mitgeführte Tasche kontrolliert. Da muss man sich nicht wundern, dass Verbotenes ins Stadion gelangt. Ich würde es befürworten, wenn JEDE Person genauestens kontrolliert werden würde. Egal, wie lange es dauert. Dann müssen eben alle 2h vorher beim Eingang anstehen! IM Stadion ist es auch mit Überwachung praktisch aussichtslos, jemanden in flagranti zu erwischen. INS Stadion darf die Polizei ja nicht!

  • Rene Hug sagt:

    Grundsätzlich wäre es Aufgabe der Presse zu differenzieren und zu hinterfragen und genau das wird nicht gemacht. Deshalb werded ihr berechtigterweise Lügenpresse genannt! MIt solchen schwachen Artikeln die komplett sinnlos sind und nur dazu dienen Klicks zu generieren, schafft ihr keinen Mehrwert!

  • Balthasar sagt:

    ich finde den hinweis von alex dutler von watson noch interessant, dass diese empörung über fackeln und pyro ein relativ junges phänomen ist. er verweist etwa auf ein video vom schweizer fernsehen von mitte neunziger jahre:
    http://www.youtube.com/watch?v=nvS4HLCNOh4
    da hat sich noch niemand über das ganze ausgelassen, im gegenteil.
    ein teil des ganzen hypes ist wohl durchaus den medien anzulasten.

  • Kiki sagt:

    Ich finde diesen moralinsauren Empörungsjournalismus langweilig.

  • Sarah sagt:

    Unartige und schlecht erzogene Kinder beim Sandkastenspiel die sich um ihr Schaufeln streiten. Der Bildungshintergrund wird daher vergleichbar zum kleingeistigen Auftreten sein. Als Gesprächspartner sind sie daher völlig indiskutabel. Fussball ist schon trivial, in Kombination mit Gewalt aber nur noch dumm. Punkt.

  • Lukas sagt:

    Solche Leute leiden nur an einem Aufmerksamkeitsdefizit und bemühen sich daher um Beachtung, obwohl keiner daran Interesse hat und an ihnen durch solche Handlungen noch viel weniger.

    • Stefan Meier sagt:

      Ahnscheinden sind die Presse sowie die sensationsgeilen Leser/Gaffer sehr daran interessiert.
      Villeicht auch ein Grund, weshalb sich die Spirale immer weiter dreht?

      • Réda El Arbi sagt:

        Jep. Sicher gibst überhaupt nur Gewalt, weil die Zeitungen sonst Pleite gehen.

      • Sarah sagt:

        Presse und Menschen sind nur daran interessiert, dass unreife Fussballkinder was anderes machen, als penetrant alle zu nerven, nur weil sie zu wenig Aufmerksamkeit bekamen. Zur Therapie gibt es Spezialisten, die zahlt denen auch die Kasse.

  • Helbling Karl sagt:

    el arbi du langweilst ohne ende. bring doch bitte noch das „alles ist gut in England“ Beispiel und das „so müssen es wir auch machen“. schnarch………

    • Réda El Arbi sagt:

      Oh, ich bin dafür da, um auf die Missstände hinzuweisen. Die Lösungen sollten vielleicht von denen kommen, denen Fussball am Herzen liegt. Aus der Fankultur zum Beispiel. Mich interessiert das nur, insofern es die Gesellschaft betrifft.

      Ein Lösungsansatz von mir, der ich Fussball eher langweilig finde? Ok: Drei Spiele vor leerem Stadion nach jeder Ausschreitung- für beiden Mannschaften. Keine Einnahmen für die Clubs, keine Events für die Fans. Mal schauen, wie lange das Problem ungelöst bliebe, wenns auf der finanziellen und realen Ebene Konsewuenzen hätte …

      Ich denke, innerhalb eines Jahres wär das Problem gegessen.

      • Stefan Meier sagt:

        Liebes Universalgenie El Arbi
        Und was machen wir wenn die „Fans“ trotz Stadionsperre anreisen und vor dem Stadion verweilen? Sagen wir so ca. 500 Stück. Wie geht es dann weiter?
        Merke: Lösungsansätze sind immer nur gut sobald sie bei weiterem Nachdenken noch Sinn machen.

        • Réda El Arbi sagt:

          Dann gibts keine Match mehr. Ganz einfach. Und ehrlich, wenn es ja nur eine „Minderheit“ ist, die sich solche Sachen leisten, dann können die paar, die trotzdem anreisen, ja kein Problem sein.

          Weiterdenken macht nur dann Sinn, wenn man der Argumentationslogik folgt.

          Wenn 500 gewaltbereite Fans an einen nichtstattfindenden Match anreisen, haben wir ein sicherheitsrelevantes Problem, dem man mit unserer Staatsgewalt angemessen begegnen kann. Aber diese „Fans“ haben jegliche Dekung und Unterstützung durch die „friedlichen“ Fans verloren. Zur Zeit geben diese den Idioten aber noch Deckung. Real wie auch in den Kommentarspalten.

          • Stefan Meier sagt:

            Also nochmals, so wegen der Argumentationslogik:
            Was macht man mit 500 Personen, die vor einem Stadion stehen und keine Straftaten begangen haben?
            Was macht man mit 500 Personen, die vor einem Stadion stehen und dabei 10 Bierflaschen an Wände geschmissen wurden?
            Was macht man mit 500 Personen, die vor einem Stadion stehen und es brennen 10 Fackeln irgendwo?
            Alles mögliche Szenarien, mal würde es so sein, mal so.

            Deine Antwort wird in die Richtung gehen: dann soll der eine den anderen verpetzen und alles ist gut. Wie kann man das aber erreichen?

            Reda El Arbi als Polizeichef und Präsident, dann geht alles

          • Joe sagt:

            Was im Stadion schwer möglich ist, geht in der Gruppe draussen ausgezeichnet. Solche Typen lassen sich in der Gruppe auch dank Videomitschnitts perfekt überwachen, Täter ermitteln und direkt festnehmen.

  • Pascal Gerber sagt:

    Alleine die Tatsache, dass hier von „Fanclubs“ (haha…) geschrieben wird, zeigt doch, wie unglaublich ungebildet in Fussballfragen der Verfasser dieses Artikels ist… Immerhin hat der FC Basel 1893, namentlich mit Bernhard Heusler, kein Plauderi als Präsident, er ist für den Fussball ein absoluter Glücksfall und einer der Gründe, warum es speziell beim FCB im Gegensatz zu früher einiges ruhiger zu und her geht. Der Dialog und das Miteinbeziehen aller Komponenten und Gesellschaftsschichten bewirkt einiges mehr als reine Repression, bei der sich IMMER alle Parteien weiter radikalisieren.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, der Dialog ist sicher ein Ansatz. Wenn Vorbildfunktionen wirklich greifen, kann das zu einer Änderung führen.

      Was aber bleibt, sind die effektiven Sachschäden und die Folgen für alle Nichtfussballfans, bis dieser interne Dialog greift.

      Wir sagen ja auch nicht: „Lasst doch die Jungs mit ihren Autos rasen, bis der Papi ihnen erklärt hat, dass man sowas nicht macht.“

      Was mir auf den Sack geht, ist, dass die Fankultur wie selbstverständlich davon ausgeht, dass die schwarzen Schafe in ihren Reihen ausserhalb des Gesetzes stehen. Tun sie nicht. Und die Umsetzung von Gesetzen durch die Polizei ist nicht „Schikane“ oder „Faschismus“, sondern deren demokratischer Auftrag.

      • Pascal Gerber sagt:

        Diese Antwort ist nun ok und weit weniger populistisch als der Artikel selber. Wichtig ist einfach die Tatsache, dass unsere rechtsstaatlichen Prinzipien für alle gelten. Und da gehören Fussballfans genau so dazu. Es mag sein, dass der Fussball als Ganzes eine grosse Lobby hat, Fussballfans aber haben keine. Speziell in den Medien nicht. Differenzierte Artikel sind äusserst selten.

        Und sämtliche von den Medien besprochenen Lösungsansätze der letzten Jahre (Alkoholverbot, Transportpflichtabschaffung, Hooligankonkordat, keine Gästefans mehr, Registrierung, Ticketpreiserhöhung etc.) sind nicht umsetzbar oder werden von den grossen Kurven umgangen.

        Trotz einiger Vorfälle wie nun auch am Sonntag wieder, muss festgehalten werden, dass Fussballspiele in der Schweiz in den letzten Jahren das Gewaltproblem enorm senken konnte und die Selbstregulierung in den Kurven stattfindet. Ganz gewaltfrei wird es nie sein können, das ist auf den Strassen, in den Nachtclubs, Chilbis und Turnfesten auch nicht möglich. Nie. Never.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ich find das „einige Vorfälle“ herzig. Ich könnt ohne weiteres zehn Artikel zu „Vorfälllen“ im letzten halben Jahr auflisten. Fussball ist ein grösseres Problem als der Schwarze Block, Rechtsradikale oder andere gewalttätige Gruppen.

          • Pascal Gerber sagt:

            Ja der Fussball ist das grösste Problem für die innere Sicherheit… dass ich nicht lache. Vielleicht sollte man mal aufhören zu hetzen und sachlich bleiben.

            • Réda El Arbi sagt:

              Nicht für die innere Sicherheit. Einfach, was das Gewaltpotenzial im öffentlichen Raum angeht. Das lässt sich ohne weiteres statistisch nachweisen.

        • Andreas Cahen sagt:

          Vielleicht haben die Fussballfans keine Lobby bei der Presse weil es einen gewissen Intellekt braucht um überhaupt bei einer wahrgenommenen Zeitung zu schreiben oder Lobbyarbeit betreiben kann.

  • Roman Frei sagt:

    Ähä.. schön sind Sie auf meine Argumente eingegangen (Achtung Ironie!). Aber wissen Sie, etwas anderes habe ich eigentlich gar nicht erwartet. Schon schlimm genug, sich gegenüber jedem Tagi- und Blick-Leser (was unter dem Strich auf das Gleiche rauskommt) als Fussballfan rechtfertigen zu müssen. Aber Ihre Ignoranz gegenüber jeder Argumentation und in bester Bünzli-Manier den Mahnfinger zu heben, ohne sich ernsthaft mit der Materie auseinanderzusetzen, setzt der ganzen müssigen Diskussion die Krone auf. Im Sinne von „Schuster, bleib bei deinen Leisten“ empfehle ich Ihnen, sich ein anderes Interessengebiet zu suchen und verabschiede mich hiermit.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ok, mein Vorschlag: Drei Spiele vor leerem Stadion, jedesmal wenns zu Ausschreitungen kommt. Für beide Mannschaften.

      Was glauben Sie, wie schnell das Problem plötzlch gelöst wär?

      Grundsätzlich interessiert mich Fussball oder die Fankultur nicht. Relevant wirds für mich, wenn Idioten randalieren und den anderen Mitgliedern der Gemeinschaft ans Bein seichen. Und wenn dann Leute kommen, die dieses verhalten verteidigen, oder die Verantwortung auf die Polizei abschieben. Und dann natürlich etxrem jammern, wenn die Polizei WIRKLICH mal was macht.

      Ja, meine Leisten. Zusammenleben in der Stadt ist mein Dossier. Und diese Fans sind die A********* auf dem Pausenplatz, die andere belästigen. Natürlich mit ihren Kollegen, die sie in Schutz nehmen.

      • Pascal Gerber sagt:

        Du schreibst:

        ————————–
        Ok, mein Vorschlag: Drei Spiele vor leerem Stadion, jedesmal wenns zu Ausschreitungen kommt. Für beide Mannschaften.

        Was glauben Sie, wie schnell das Problem plötzlch gelöst wär?
        ————————–

        Eine absolut unglaubliche Aussage! So löst man Probleme eben genau NIE! So verlagert man sie…
        Ich will das gar nicht weiter ausführen…

        Finde das von einem Journalisten unglaublich…

  • KMS a PR sagt:

    was mich interessiert – wie kommen die pyros – trotz verschärften kontrollen – immer wieder in die stadien?

    • geezer sagt:

      na ja, wenn man z. b. das hilflose geschwätz des swiss league geschäftsführers liest (http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/Es-braeuchte-300-Polizisten-um-500-Fans-zu-kontrollieren/story/23052337) braucht man sich ja nicht zu wundern, dass da überhaupt nichts zu funktionieren scheint. auch die clubs scheinen nicht wirklich gegen solche deppen vorgehen zu wollen. das top argument dafür: dann wäre ja gleich das stadion leer. na und?

      es ist einfach nur noch lächerlich. dann sollen sie doch das nächste mal bei solch einem ‚hochrisikospiel‘ (was für ein idiotischer ausdruck für ein tschutti-mätsch auf solch bescheidenem niveau!) 1’000 polizeier hinstellen und diese endlich ihren job machen lassen. kriminelle einkesseln und verhaften damit schnellgerichte diese umgehend zu fetten bussen/haftstraffen verurteilen können. aber die menschenrechtler würden da natürlich schon gleich einspruch einlegen….es ist zum kotzen!

  • Roman Frei sagt:

    Ich möchte Ihnen gerne zum überflüssigsten Artikel zum Thema „Zweite Schande von Basel“ gratulieren. Ich, selbst ein regelmässiger Kurvengänger, bin wie jeder mit einigermassen gesundem Menschenverstand nicht einverstanden mit den Ausschreitungen, Sachbeschädigungen etc., welche aufgrund einiger weniger unbelehrbarer Individuen immer wieder statt- und den Weg in die Presse finden. Das Schreiben und Lesen dieses Artikels ist allerdings reine Zeitverschwendung. Aber: Es zeigt mir einmal mehr auf, dass auch seitens Journalisten kein Patentrezept gegen Hooligans (wenn wir die Leute mal so nennen wollen…) exisitert. Allerdings erwarte ich das auch nicht! Es ist ganz klar Aufgabe der Polizei, friedliche von gewaltbereiten „Fans“ zu unterscheiden und entsprechend einzugreifen. Fazit: Manchmal reicht Sarkasmus in Reinform nicht aus, um sich über ein Thema journalistisch selbstzubefriedigen.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ok, warum lösen die Clubs das ncht intern? Ausschluss der Leute? Namen an die Polizei weitergeben? Warum belegen die Fussballclubs nicht ganze Fanclubs mit Stadionverbot, bis diese es schaffen, ihre eigenen Reihen zu einem sportverträglichen verhalten zu bringen?

      Es gibt viele Lösungsansätze, die beim Schwarzen Block oder anderen gewalttätigen Grüppchen sofort angewandt werden. Versucht man, das bei Fussballfans durchzusetzen, hört man nur Gejammer. Fussball hat eine starke Lobby.

      „Ich bin ja gegen diese Gewalt, aber …“ reicht für einmal nicht, um sich als Fanclub aus der Verantwortung zu schleichen. Gegen rechtsstaatliche Lösungen zu sein UND selbst nichts tun, ist, als ob man selbst an den Ausschreitungen teilnimmt.

      • Roman Frei sagt:

        Weshalb die angesprochenen Täter (und das sind die Typen aus der wohlbekannten Gruppierung auf JEDEN Fall) nicht aussortiert werden können, kann ich genau wie Sie nicht nachvollziehen. Aber: „Gegen rechtsstaatliche Lösungen zu sein UND selbst nichts tun, ist, als ob man selbst an den Ausschreitungen teilnimmt.“ Das ist doch wohl ein schlechter Scherz?? Erstens: Es ist NICHT meine Pflicht etwas gegen Hooligans zu unternehmen, weder als Bürger der Stadt, Stadionbesucher, Fussballfan oder Privatperson. Zweitens: Glauben Sie mir, die angesprochenen Personen sind nunmal der Bodensatz von Leuten, die effektiv wenig bis nichts zu verlieren haben. Es sind diejenigen Personen, die auch für Scharmützel an anderen Veranstaltungen (Eishockey, Demos, 1. Mai, jedes Wochenende im Zürcher Nachtleben) verantwortlich sind. Wollen Sie mir erzählen, dass Ihr Chef Ihnen Verständnis entgegenbringen würde, wenn Sie Ihre blauen Augen oder die gebrochene Nase (oder Schlimmeres!) mit „Ich wollte eben etwas gegen die Hools unternehmen“ erklären möchten? Ich denke nicht…

        • Réda El Arbi sagt:

          Ok, sie setzen sich für die friedliche Fankultur ein, wollen aber nichts damit zu tun haben, die offensichtlichen Probleme in dieser Thematik zu lösen? Und sie haben sogar ANGST, etwas gegen diese Leute zu unternehmen?

          Meine Erfahrung zeigt, dass die Fanclubs hermetische Vereine sind, die sich gegen die Öffentlichkeit abschirmen. Es ist auch so, dass die friedlichen Fans immer wieder die Randalierenden decken. Sie wollen sich nicht für ihren Sport einsetzen, wenn er von Idioten missbraucht wird? Dann müssen Sie sich aber auch nicht über meinen ironischen Diss der Szene aufregen.

          Das zeigt mir eigentlich noch viel deutlicher, wie wichtig es wäre, die Szene mal genauer anzuschauen.

          Ach ja, Eishockey leidet um Welten weniger unter diesen Problemen als Fussball.

          • Roman Frei sagt:

            Richtig, Eishockey leidet weniger unter diesem Phenomen. Aber auch. Und weniger ist es nur deshalb, weil Eishockey nunmal in diesen Kreisen weniger populär ist und sich im Schnitt auch weniger Zuschauer in die Stadien begeben als im Fussball. Bern, Lugano, Rappi, Zürich… alles Hochburgen von Eishockeyhools, sowohl in der Vergangenheit, als auch heute. Weshalb über die (auch im Hockey leider regelmässig vorkommenden) Ausschreitungen weniger berichtet wird, können Sie mir vermutlich besser beantworten…

            Anyway. Ich bin immerhin froh, haben Sie nicht auf die „friedlichen“ Ligen wie Deutschland oder England verwiesen, wo solche Eskalationen entweder medial totgeschwiegen werden, oder (wie in England) sich MASSIV in die unteren Ligen verschoben haben, da sich Otto Normalverbraucher die Tickets nicht einmal mehr leisten kann. Sie sehen, es ist kein „hausgemachtes“, kein Schweizer Problem. KEINE Liga auf der Welt hat eine passende Antwort auf diese leidige Thematik. Ich nicht. Und ich bin mir sicher: Sie ebenso wenig…

            • Réda El Arbi sagt:

              Nun, erstens gibt es wirklich weniger Asschreitungen bei Hockey und zweitens nehmen auch weniger Leute daran teil.

              Medizinisch ausgedrückt: Hockey hat einen Pfnüsel, Fussball hat die Pest.

              Und: „Die Anderen haben auch …“ ist nicht exakt ein Argument für diesen Topic.

  • Markus Birchler sagt:

    Ach lieber Reda, ich versteh dich zwar.. Vestehe jedoch nicht wieso du jedesmal so persönlich betroffen bist.. Hat dir mal ein Fussballfan die Freundin ausgespannt oder so?

    • Réda El Arbi sagt:

      Mich interessieren die Fussballfans dann, wenn ihr Verhalten für die Zivilgemeinschaft relevant wird. Was sie in ihren Clubeinrichtungen tun, oder was für Sachen sie singen, ist mir egal. Aber Fans leben nicht in einem Paralelluniversum. Sie leben mit anderen Menschen zusammen. Und offenbar interessieren sich die Fans einen Scheiss für andere Mitglieder der Gesellschaft.

      • Markus Birchler sagt:

        Ja da hast du recht, das trifft jedoch leider auch auf viele andere Gemeinschaften zu. Trotzdem sind dir diese Fussballfans ein spezielles Dorn im Auge, habe ich zumindest den Eindruck… Ich frage mich nur wieso? Ein Stück weit auch verständlich, da du wahrscheindlich auch persönlich Beleidigungen usw über dich ergehen lassen musst.
        Oder ist es so, da du denkst Sie sind das grösste Problem in der Schweiz?
        Hoffe ist nicht zu persönlich, mich nehmen jedoch deine Beweggründe wunder.
        Gruss
        Markus

        • Réda El Arbi sagt:

          Ich denke, ich war im Vergleich zu anderen Sachen noch sehr lieb zu den Fussballfans. Hier, ein Beispiel: http://blog.tagesanzeiger.ch/stadtblog/2014/12/13/liebe-reclaim-the-streets-bubis/

          Trotzdem snd die Reaktionen auf meine Posts zur Fankultur immer die Extremsten. Inklusive Gewaltandrohungen beim letzten Post. Nicht mal beim Schwarzen Block kams so übel. Was irgendwie dadruch zu erklären ist, das „Fan“ von „fanatic“ kommt …

          Und nein, sicher gibts andere Probleme, die grösser sind. Wäre das aber ein Kriterium, um Kritik anzubringen, dürften wir nur noch über den Hunger in Afrika und den IS schreiben, weil alle anderen Themen dazu völlig irrelevant wären.

          • Markus Birchler sagt:

            Naja, ob und wie lieb du zu denen bist, ist ziemlich belanglos.
            Ach so geht das, da die Reaktionen die Extremsten sind, wird immer wieder dieses Thema aufgegriffen? Für den Hype?
            Versteh mich nicht falsch, ich teile deine Meinung ja. Jedoch muss ich auch sagen, du bringst keine neuen Inputs in diese jahrelange Diskussion. Also was ist dein Ziel?

          • Adrian Werren sagt:

            So so Fans interessieren sich also geschlossen (Sie schreiben explizit: „Die Fans“) nicht für andere Mitglieder der Gesellschaft? Beispiel: In Bern bezahlen die Dachverbände der Fans seit Jahren der kirchlichen Gassenarbeit 10 Saisonabonnemente die diese dann Obdachlosen zur Verfügung stellt.
            Beim FC St.Pauli in Hamburg werden zu jedem Heimspiel Geflüchtete in einem Abschiebelager (Horst, können Sie gerne nachgoogeln) abgeholt und mit ins Stadion genommen. Von Ultras, von diesen „unbelehrbaren wie Sie schreiben. Dies sind nur zwei Beispiele in einem Meer von sozialem Engagement von Ultras und Fussballfans. Und weil es diesen Fans nicht darum geht, gut dazustehen, wird dies auch nicht Medial ausgeschlachtet, wie von Ihnen nun wieder diese Ausschreitungen (Die klar zu Verurteilen sind) Es ist echt unfassbar wie Sie sich über ein Thema äussern in dem Sie offensichtlich nicht im Geringsten zu Hause sind („Die Fanclubs“)

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, ist das nun so eine Art Ablasshandel für die Schäden, die gewisse Fans in der Öffentlichkeit verursachen?

              Und es ist schön, wie klar Sie sich für Fussballkultur äussern. Wenn Sie sich jetzt auch noch mehr über die Idioten in den Reihen der Fans aufregen als über die Berichterstattung über absolut hirnrissiges Verhalten in der Fanszene, dann haben Sie auch eine gewisse Glaubwürdigkeit erreicht. Ehrewort.

          • Adrian Werren sagt:

            Niemand redet von einem „Ablasshandel“ Ich habe Ihnen lediglich aufgezeigt dass Ihre Vorverurteilung und Pauschalisierung halt einfach viel zu kurz gedacht ist. Aber Ihnen liegt es ja gar nicht daran Lösungen zu diskutieren. Sie wollen bloss auch mal der unreflektierte Wutbürger sein….Anders kann ich mir eine solche Reaktion auf einen themenbezogenen und sachlichen Kommentar leider nicht mehr erklären. Warum genau sollte ich mich mehr über Idioten in den Reihen der Fussballfans aufregen als über Idioten in anderen Bereichen der Gesellschaft? Schon mal am Wochenende in Bern in der Arbergergasse gewesen? Schon mal die Gewaltdelikte am Oktoberfest gezählt? (Nur so: Innerhalb von zwei Wochen gibt es am Oktoberfest selbst prozentual auf die Menge der Besucher bereinigt rund 50% mehr Gewalttaten als in einer gesamten Bundesligasaison, auch das können Sie nachgooglen, ist so.) Idioten bleiben Idioten ob sie nun Fussballfan oder Ausgänger oder Oktoberfestbesucher sind. Ja es gibt Probleme im Umfeld von Fussballspielen, ja es gibt jene die den Fussball benutzen um ihren Frust loszuwerden und dies auf eine nicht tolerierbare Weise. Aber Ihr Hass trifft 95% der Fussballfans zu unrecht. Und von einem Menschen der sich als Journalist bezeichnet erwarte ich einfach eine gewisse seriöse Auseinandersetzung mit dem Thema. Dies ist bei Ihnen leider in keiner Weise ersichtlich, was schon nur dadurch belegt wird, dass Sie Bezeichnungen wie Ultras, Fanclubs und Hooligans wild durcheinander wirbeln und damit auch noch beweisen dass Sie weder wissen wie eine Fankurve funktioniert (Darin gibt es nicht einfach „Fanclubs“) noch die inhaltliche Bedeutung dieser Begriffe kennen.

            • Réda El Arbi sagt:

              Nun ja, wenn Sie die Kommentare auf dieser Seite hier lesen müssten, hätten Sie vielleicht eine etwas andere Sxichtweise der Fankultur.

              Und ehrlich, mir ist ziemlich egal, wie die Leute sich nennen. Hools, Ultras, Fans. Solange sie an den MAtch gehen, die Farben eine Clubs tragen und sich einem Fanclub zugehörig fühlen, sinds für mich Fussballfans und Fanclubs.

              Ich will die Fanszene gar nicht kennen, und ch müsste ncht darüber schreben, wenn nicht ein wesentlicher Teil der regelmässigen Matchbesucher jedes Mal Chaos anrichtet.

  • Leser sagt:

    Keine Ahnung aber davon eine Menge!
    Reda el Arbi live….

    • Réda El Arbi sagt:

      Anonym so mutig? Jänu. Und dann: Ich kenn mich mit asozialem Verhalten und Selbstgerechtigkeit aus. Als Teenager war ich genau so. Ich dachte die Welt gehört mir und ich müsste auf den Rest der Gesellschaft keine Rücksicht nehmen. Nach der Pubertät hat sich das gelegt.

      • Leser sagt:

        Ich glaube eher du bist noch immer in deiner Teenagerphase, so wie du dich hier aufführst und dich über Dinge auslässt von denen du offensichtlich nicht viel Ahnung hast.

        Kleines Beispiel: Du vergleichst Fussballfans mit allem möglichen um sie zu diskreditieren. Warum nicht mit Ski-Slalom-Fans? Dort brennen nämlich auch öfters mal Pyros aber niemand stört sich bei denen daran.

        Mir ist ja klar dass du Geld verdienen und deinen Job erledigen muss und die Fussballfanhetze ist da ein dankbares Thema, aber solche rundumschläge zu verteilen und ALLE Fussballfans in EINE SCHUBLADE zu stecken und sie allesamt für das was z.B. bei diesem Match passierte verantwortlich zu machen ist einfach unterstes Niveau.

        Warst du schonmal an einem FCZ-Auswärtsmatch in Basel? Als friedlicher Fan? Hast du schonmal erlebt wie es ist eingepfercht zwischen Gittern und gehässigen Polizisten mit Grummischrotwerfern auf Augenhöhe im Anschlag 10 Minuten vor Spielanfang auf Einlass zu warten (Ticket aus dem Vorverkauf) und dabei beinahe verquetscht zu werden?
        Das betrifft ebenfalls 1000e aber darüber regst du dich nicht auf. Sind ja alles nur Fussballfans die darf man wie Tiere behandeln.

        Im übrigen habe ich weder Ausschreitung noch Pyro gerechtfertigt und was werde ich auch nicht tun. Den Vorwurf werd ich mir wahrscheinlich trotzdem anhören denn auf die Argumente eingehen wäre ja zuviel (hast ja auch aus dem letzten Artikel zum Thema nichts gelernt….“die Welt gehört mir“-Einstellung die du anderen vorwirfst drückt da ein bisschen durch bei dir…)

    • geezer sagt:

      jaja, gäll Leser, es war sicher alles GANZ ANDERS!!! die böse polizei hat sicher diejenigen ’netten fans‘, welche schon mit gesichtsstrumpf und stockbesoffen anreisen ‚provoziert‘ und dann konnten die armen buben ja gar nicht anders. Hör doch uuf mit dem vorpubertären mist!

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