Basler Clubsterben

Bald Lichter aus: Das Nordstern Basel

Bald Lichter aus: Das Nordstern Basel

Eine Grossstadt braucht ein lebendiges Nachtleben. Dieser Meinung ist auch die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, die kürzlich in einer Rede im Stadthaus ihren Sympathien für das nächtliche Zürich deutlich Ausdruck verliehen hat. Es bleibt auch nicht bei schönen Worten: Mehrere Projektteams unter der Leitung von Polizeichef Richard Wolff arbeiten derzeit an einer besseren Eingliederung des Nacht- in das städtische Leben.

Die vielen tausend Partygänger die an den Wochenenden durch Zürich streifen werden dabei nicht (nur) als potentielle Problemherde betrachtet, sondern auch als Bereicherung und Wirtschaftsfaktor. Aber nicht bloss in Zürich, auch in Bern denkt man langsam um: Stadtpräsident Alexander Tschäppät hat vergangenen Samstag gar an der Podiumsdiskussion anlässlich des dortigen Tags der offenen Clubtür teilgenommen. Zwar hat er sich nicht durchwegs positiv zur Clubszene und deren Begleiterscheinungen geäussert, aber alleine seine Teilnahme an diesem Anlass kann als positives Zeichen gewertet werden.

Von solch ermutigenden Signalen können Basels Clubber nur träumen: Ende Jahr wird der Nordstern und damit der frischgebackene Gewinner des Swiss Nightlife Awards für den besten Schweizer Club schliessen und Ende April 2016 wird ihm wohl der Hinterhof in die Versenkung folgen. Bereits vor knapp vier Jahren wurde das NT Areal mit seiner quirligen Kreativgastronomie geschlossen, ohne dass die Stadt Basel adäquaten Ersatz in Aussicht gestellt hätte. Bei Philippe Hersberger, Mitbetreiber des Hinterhofs, stösst das Desinteresse der Stadtverwaltung gegenüber dem Nightlife auf Unverständnis: «Unser Lokal befindet sich in einer NöI Zone (Zone für Nutzung im öffentlichen Interesse). Obschon wir in den Jahren unseres Bestehens jede Menge junge Kultur aufs Areal gebracht haben, kam die Stadt nicht auf den Gedanken, einen längerfristigen Mietvertrag mit uns ins Auge zu fassen. Ist junge Kultur denn kein öffentliches Interesse?».

Aber nicht nur die Politik scheint es nicht zu kümmern, wenn Basel zur Schlafstadt wird, auch der Privatwirtschaft scheint es egal zu sein. Nordstern-Chef Agron Isaku in einem Interview mit der basellandschaftlichen Zeitung zu seiner bis anhin erfolglosen Suche nach einer Nachfolge-Location: «Es gibt leerstehende Gebäude die sich perfekt eignen würden. Aber niemand will einen Club als Mieter, überall stösst man auf Ablehnung». Dies obschon die junge Schweiz Basel dank Lokalen wie dem Nordstern, dem Hinterhof, aber auch der Garage und der Lady Bar mittlerweile nicht mehr primär als verknöcherte Chemiestadt sieht, sondern als lebenslustige City die einen Kurztrip lohnt.

Auch im Ausland verfügt das Basler Nachtleben über einen tadellosen Ruf: Das britische Reiseportal Skyscanner kürte Basel zur drittbesten Clubbing-Stadt Europas im Bereich der elektronischen Musik. Da dieser Podestplatz nicht zuletzt wegen des Nordsterns und seiner herausragenden Line Ups zustande kam, wird Basel Tourismus dieses Verkaufsargument auf Ende 2015 wohl wieder streichen müssen. Die Zürcher Politik hat die junge Nachtkultur in ihre Agenda aufgenommen. Ihrem Basler Pendant scheint das nach wie vor ein wenig lästig zu sein.

Alex-Flach2Alex Flach ist Kolumnist beim Tages Anzeiger und Club-Promoter. Er arbeitet unter anderem für die Clubs Supermarket, Hive, Hinterhof, Nordstern Basel, Rondel Bern, Blok und Zukunft.

36 Kommentare zu «Basler Clubsterben»

  • Pascal Sutter sagt:

    Wenn kulturelle Lebensräume nur noch nach wirtschaftlicher Rendite bewertet werden löse ich Moskau einfach asap. Ich hab‘ das ganze anhand des Selve Areals in Thun erlebt und das ist heute „ein Trendquartier mit Lofts für urbane Menschen“.

  • Sarah sagt:

    Hier http://www.srf.ch/sendungen/grueter-und-buergin/clubsterben-in-basel-so-gehts-mit-nordstern-und-hinterhof-weiter auch Aussagen der Beteiligten. Dass der Kulturbetrieb nicht höher wiegt als irgend eine neue schnöde Immofläche und keine anderen herangezogen wurden ist ein kulturelles Armutszeugnis. CH ist so schon nicht mit angesagten Clubs gesegnet und nun schließt man auch noch die wenigen existenten.

    • Raphael sagt:

      Das ist halt der freie Markt und die Liberalisierung, die wir alle wollen. Selbstverwantwortung, schlanker Staat. Alles andere ist Sozialismus. Jetzt bitte nicht jammern.

  • Giorgios Terzakis sagt:

    Die Politik hat im Unterhaltungssektor nichts zu suchen. Hier soll der freie Markt herrschen. Es gibt sowieso viel zu viele Clubs. Und daraus ergeben sich Störungen der Nachtruhe und überall Littering. Man soll die Hochkultur pflegen, nicht die dekadente Konsumgesellschaft.

    • Georg sagt:

      Oh mein Gott wäre eine Welt nach Ihrem Konzept langweilig.

    • redo sagt:

      Woher nehmen Sie diesen Fakt, es gebe zuviele Clubs? Haben Sie den auf Wikipedia unter der Rubrik „gefühlte statistiken“ entdeckt? gleich neben „esoterische heilkunde“?

    • Sofia Scarselli sagt:

      Das Schiff, das NT-Areal, jetzt noch Nordstern, Hinterhof, Ladybar, Garage, Kuppel…? übrig bleiben überfüllte schlechte Clubs (Line-up mässig katastrophal) die nur für mehr Unordnung führen. Verstehe ich nicht!

  • Atila Yaver sagt:

    Basel schäm dich! (Was Nachtleben betrifft)

    Ich kann es absolut NICHT nachvollziehen, wie eine kulturorientierte und offene Stadt, wie Basel mit solch ein Desinteresse bzw. schon fast Arroganz gegenüber dem Nachtleben auftritt!
    Wie kann es sein das ein BASLER Club wie Nordstern mit Internationalem Erfolg (stetig wachsend) einfach von der Bildfläche verschwindet??!! Wir haben sowiso nicht die grösste Auswahl wenn es ums Nachtleben geht, ganz zu schweigen vom Hinterhof das auch seine Türen zu machen muss!
    Die Stadt denkt sich wahrscheinlich…“ja sollen sie doch in zh ausgehen die bieten ja viel…wir wollen „sowas“ hier nicht…wir möchten kein nachtlebenimage….!“ anders kann ich mir den heftigen Gegenwind nicht erklären.
    Also wen wir mittlerweile schon so weit sind, dass ein BASLER Erfolgsclub sich überlegen muss nach Zürich ziehen, dann ist das echt beschämend! nichts gegen zürich, im Gegenteil, von den Zürchern können wir noch einiges lernen was das Nachtleben betrifft! Aber wo bleibt der STOLZ der Stadt BASEL ??!! zum kotzen…..

  • P. Fluri sagt:

    ich als solothurner, muss mich aufgrund des knappen angebots von feiner elektronischer musik in unserer stadt zwangsgemäss schon nach den städten basel, zürich und bern ausrichten. früher hatte ich mehr den fokus nach zürich, heute nach ca. 6-7 jahren clubbing erfahrung, will ich behaupten, dass basel mit abstand in der sparte elektronischer musik die nase vorn hat. Nicht nur von den line-ups her, sondern auch schon vom publikum, dass in basel einfach heterogener ist, aber gleichzeitig homogener wirkt. schon nur der umstand das die beiden besten clubs, nordstern und hinterhof, die möglichkeit eines vorverkaufs bieten, sagt schon einiges über die zusammenstellung des publikums aus. Es richtet ein herzliches willkommen an all jene, die (wie es sich eigentlich gehört) wegen den künstlern in die clubs gehen und nicht um sehen und gesehen zu werden und man muss sich auch nicht 1,5 h auf den weg begeben, nur um dann von irgendeinem hipster am eingang zu hören, man passe nicht in den club oder die gruppe ist zu gross etc. (und das schreibe ich ohne diese erfahrung gemacht zu haben). Die Leute die glauben sie gehen in den turnunterricht und nehmen ihr hipster-turnsäckli mit, gibts zwar in basel auch, aber immerhin bedeutend weniger.

    • Samuel sagt:

      Ja das Nordstern gehört nach Bass-el, sonst verliert die Stadt ihr wesentliches kulturelles Aushängeschild.

    • S. Tottoli sagt:

      Hätte ich nicht besser schreiben können. In Zürich geht man eindeutig nicht der Künstler wegen in die Clubs, sondern aufgrund der Clubs an sich. Das spricht zwar für deren Marketing, zeigt aber, wie wenig Wert das Zürcher Partyvolk auf das Können und Renommee der Künstler legt. Unvergessen bleibt ein Auftritt von Len Faki vor etwa 1,5 Jahren im Hive. Innert 10 Minuten hatte der den Dancefloor zur Hälfte leergebasst. Den Hipsterlis wars einfach zu hart. Aber wer wegen ihm gekommen war, ist fast ausgeflippt. Die geflüchteten Hipster waren also nicht im Hive, um (den bekannterweise ziemlich hart spielenden) Len Faki zu hören, sondern einfach, um ihm Hive zu sein. Unter dieser Clubgeilheit leidet ja zum Beispiel auch das Komplex, in dem ein Jeff Mills spielen kann, und kein Schwein ist da. Von dem her ist der voraussichtliche Nordstern-Tod wirklich sehr traurig. Jetzt muss man dann fast nach Lausanne fahren, um innerhalb der Schweiz anständigen Sound zu hören und mit Leuten zu feiern, die wegen der Musik gekommen sind.

      • Samuel sagt:

        Optimal ist für mich das Zusammentreffen möglichst vieler Faktoren, gute Künstler, gute location, gute Gäste, gutes Konzept, gute Preise, gute Atmosphäre uva. Wenn Len Faki im Berghain spielt ist es perfekt. 🙂

        • P. Fluri sagt:

          Es ist auch ein dafür und dagegen, ob jetzt viele leute für die atmosphäre gut sind oder nicht. Für die clubbetreiber schon, aber ich fand vielfach partys an denen wenig leute teilnahmen spezieller, bzw. besser, weil wirklich nur die liebhaber gekommen oder geblieben sind. Zudem hast du mehr platz und musst auch an der bar, wc & kasse weniger lange anstehen. Auf der tanzfläche ist kein „gläutsch“ und man kann sich besser entfalten:)

      • Gregor sagt:

        …ich verstehe deine Kritik aber eigentlich ist das doch gut wenn Leute nicht nur wegen bestimmter Acts in einem Club gehen sondern weil sie sich dort immer wohl fühlen, die Location, die Leute und die Musik an sich ein Grund für den Besuch sind,. So kann man als Club auch mal was neues wagen, Künstler buchen die kaum einer kennt und vielleicht auch Residents aufbauen. Wenn man nur noch Leute anzieht die wegen einem Dj kommen ist ein Club nur noch eine Eventlocation ohne eigene Identität.

  • Samuel sagt:

    Also drittbest in Europa für Elektro das kann nicht real sein. Das Nordstern ist ja ganz fein, aber schon aufgrund der Größe Basels und begrenzten Vielfalt spielt es auf internationalem Niveau keine Rolle, sicher aber in CH nach Züri. So ist auch Züri international einzig relevanter vielseitiger städtischer CH-Kulturplayer.

  • Paul K. sagt:

    Mich nervt dieses Argument: Wirtschaftsfaktor.
    Damit wird nämlich alles und jedes in Franken und Rappen umgerechnet, ganz nach dem Gusto der stramm Wirtschaftsliberalen.
    Der Umkehrschluss ist aber der: Was kein Geld generiert, ist nichts wert. Menschen, die keine Steuern zahlen: nichts wert. Etc.
    Wie kann man bloss mit so einem dumpfen Blick auf die Welt schauen?
    ps. Ich habe eine eigene Firma mit Angestellten, und ich schimpfe auch nicht über die Stadt, weil sie mir nicht ihre Liegenschaft günstig als Büroraum vermietet. Aber in gewissen Branchen scheint Jammern und Subventionen fordern einfach zum Business Konzept zu gehören…

    • Alex Flach sagt:

      Würde der Text das Nachtleben aufs Wirtschaftliche reduzieren, dann wäre der Kommentar durchaus gerechtfertigt. Aber es geht vor allem (auch) um Jugendkultur. Das Nachtleben schimpft vor allem weil sein kultureller Aspekt nicht oder zuwenig anerkannt wird, dass seitens Politik (im krassen Gegensatz zu anderen kulturellen Strömungen) zuwenig Anstalten gemacht werden sie zu fördern. Subventionen fordert hingegen kein Mensch: Die Clubs sind gewinnorientiert, wollen unabhängig bleiben. Wie kommst Du auf diese Aussage? Dass die Clubs Subventionen fordern höre ich zum ersten mal… was sie fordern ist dass die Politik dafür sorgt, dass sie ungehindert ihrem Geschäft nachgehen können. So wie du mit Deinem Betrieb ebenfalls.

      • Samuel sagt:

        Das ist wahr, die Politik und insbesondere auf lokal verantwortlicher Ebene versteht noch immer nicht, wie bedeutend eine lebendige und vielseitige Kulturszene für das Renomee einer Stadt und ihres Landes sowie das Lebensgefühl der Menschen ist. Auch in Berlin ist das ein Thema, wo die Stadt seit den 90ern die elektronische Musik in ihren vielen kreativen locations in Europa groß gemacht hat. Aber die Politiker schlossen eine nach der anderen, verdrängten, planten rein kommerziell kurzfristig immobilienmarktfixiert. Das Resultat ist, dass die Stadt aufgrund des in anderen Städten schon länger anwährenden Kommerzilisierungsprozesses der Städte und Begrenzung öffentlicher Räume immer noch einen Reiz auf die Kulturtouristen ausübt. Aber die Freiräume nehmen deutlich ab und werden verdrängt.

        • Paul K. sagt:

          Samuel, einerseits bringst auch du das typische Wirtschaftsargument (wichtig für das Renommee einer Stadt!), und beklagst dann den grassierenden internationalen Immobilienmarkt. Weshalb eigentlich? Wer für Standortmarketing einsteht, muss sich nicht wundern, dass dessen Erfolg auf dem Immobilienmarkt sichtbar wird. (Ein frühes und bekanntes Beispiel ist Bilbao (Bilbao-Effekt), der Bau eines Museums (Kultur!) hat den Immobilienmarkt der Stadt komplett umgekrempelt.) Standortmarketing und Immobilienspekulation gehen Hand in Hand!
          Deshalb finde ich solche Posts so absurd, wo einerseits Standortmarketing als internationaler Wirtschaftsfaktor hochgelobt und gefordert wird, und andererseits die damit verbundene Umstrukturierung des Immobilienmarkts verdammt wird. Man kann nicht neoliberal und alternativ gleichzeitig sein.

          • Samuel sagt:

            Ihr Standortmarketing im Sinne eines aktiven ökonomischen Werbens ist damit auch nicht gemeint. Renommee im o.g. Sinne meint das Lebensgefühl einer Stadt und eines Landes, das sich dann in einem Image kristallisiert. Wenn Kultur dank umfangreicher Freiräume in den Städten, wozu auch bezahlbare Mieten und passende Objekte gehören, vielfältig ist, sprich alternative freiheitliche wie kommerzielle Angebote sich ergänzen, sich die Menschen in den Städten heterogen mischen anstatt eine homogene Masse zu bilden, dann wirkt sich das nicht nur anregend positiv direkt auf die Gesellschaft sondern auch begleitend indirekt auf deren internationales Image aus.

          • Paul K. sagt:

            Lebensgefühl einer Stadt finde ich gut. Also die Möglichkeit für die Bewohner nach ihren Bedürfnissen zu leben.
            Aber inwiefern ist dabei das ‚Image‘ wichtig, gar das ‚internationale Image‘? Kümmert das die Bewohner?
            Oder eben doch eher die Immobilienindustrie, die Wirtschaft etc?

          • Samuel sagt:

            Das internationale Image was sich auch aus der Binnenkulturpolitik ergibt kann dem einzelnen Bürger des betreffenden Kulturraums grds. egal sein. Andererseits ist es für ihn und seinen Lebensraum wichtig. Denn wenn sich eine intelligente Stadtentwicklungspolitik einen vielseitigen und innovativen Kultur- und Lebensraum als Ziel gesetzt hat, gibt es eben nicht mehr nur Platz für Immobilienspekulationen und die Reduzierung öffentlicher kultureller Räume. Denn das Entwicklungsziel wäre ja ein anderes Image/ Lebensgefühl etc. der Menschen und des Landes. Nach dem Erreichen eines gewissen kulturell vielfältigen Niveaus würde jedes wesentliche erneute Abweichen davon dann auch in Zukunft international diskutiert werden, was dem Bürger wiederum ggü. den politisch Handelnden helfen kann.

      • Paul K. sagt:

        Alex, ich lese halt im Text von den Partygängern als Wirtschaftsfaktor. Ich habs nicht selbst geschrieben.
        Und zur Subvention:“Bereits vor knapp vier Jahren wurde das NT Areal mit seiner quirligen Kreativgastronomie geschlossen, ohne dass die Stadt Basel adäquaten Ersatz in Aussicht gestellt hätte.“ Seit wann muss die Stadt der Gastronomie Immobilien anbieten? Können das quirlige kreative Gastronomen nicht selbst in die Hand nehmen wie alle Unternehmer sonst auch?

        • Alex Flach sagt:

          Wenn die Stadt eine ganze „Gewerbezone“ (eine solche im administrativen/behördlichen Sinn war das NT Areal nicht, Gewerbe war’s dennoch) schliesst da sie diese umnutzen möchte, werden doch normalerweise den Betroffenen Alternativen geboten… nicht? Zudem geht es wie gesagt nicht um Detailhandelsbetriebe oder Schreinereien, sondern um Kulturexponenten. Und eine Stadt, respektive deren Tourismus-Sparte, profitiert von ihren Kulturexponenten, tut in anderen Kulturbereichen unendlich viel um diese zu schützen und zu fördern. Sei es nun was Theater betrifft, aber auch klassische Musik beispielsweise. Wieso nicht auch im Bereich der Jugendkultur, der elektronischen Musik? Es ist ja nicht so, dass diese Betriebe (respektive deren Macher) mit Millionen-Subventionen eingedeckt werden wollen wie beispielsweise das Theater Basel oder die Basler Sinfonie. Aber immerhin, wenn man da schon ein ganzes Kreativareal auflöst, ein wenig Unterstützung bei der Suche nach alternativen Räumlichkeiten… hallo? Das ist der pure Verhältnisblödsinn. Die einen kriegen alles, den anderen schmeisst man Knüppel zwischen die Beine.

          • Paul K. sagt:

            „Wenn die Stadt eine ganze “Gewerbezone” schliesst da sie diese umnutzen möchte, werden doch normalerweise den Betroffenen Alternativen geboten… nicht?“
            Also in Zürich nicht. Siehe Labitzke, Koch etc. Alles ehemalige Gewerbeflächen, neu dann hochpreisige Mobimo-Wohnungen.

          • Alex Flach sagt:

            Das ist ja der Punkt. Wieso tut man das bei Anbietern von (alternativer) Jugendkultur nicht, bei so vielen anderen aber schon?

  • Signore Rossi sagt:

    Was hatt das Basler Club Sterben im ZÜRITIPP zu suchen?

    • Alex Flach sagt:

      …davon ausgehend dass die Welt der Zürcher (mit einigen Ausnahmen offenbar) nicht bei Schlieren aufhört und dass es auch spannend sein kann mal einen interstädtischen Vergleich zu ziehen um damit aufzuzeigen, dass Zürich in diesem Vergleich gar nicht so schlecht dasteht… zudem spielen viele Zürcher in diesen Clubs und es findet ein aktiver Austausch statt. Last but not least überlegen sich die Nordsternmacher nun ihr Lokal nach Zürich zu zügeln: http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/basel/basel-stadt/nordstern-geht-ende-jahr-zu-zuegelt-er-nun-nach-zuerich-128832384

      • Signore Rossi sagt:

        ….davon ausgehend das bei manchen Zürcher, die Welt bei Schlieren aufhört,gibt es widerum andere die denken im Zürcher Nachtleben dreht sich alles um Hive,Supermarket,Zukunft,Cafe Gold u.ä.

        • Yuppie sagt:

          und dann gibt es die, die einfach gerne über alles meckern

          • Signore Rossi sagt:

            Nein,ich bin nicht am meckern,es war eine ernst gemeinte Frage.Ich schaue seher gerne über den Tellerrand und bin auch öfters in anderen Städte,ja sogar Kantone unterwegs.Was mich in letzter Zeit ein wenig stört im Stadtblog am Montag, dass sehr viel über die üblichen Verdächtigen geschriben wird. Zürich ist sehr viel vielseittiger, als die oben gennanten Clubs und es gibt auch andere Musik als Minimal,Techno,House etc.(habe persönlich nichts gegen die Stillrichtungen)Wieso muss also Basel im (Zürcher) – Stadtblog Thematisiert werden,wenn es in Zürich genügend Themen gäbe um darüber zuschreiben?

          • Alex Flach sagt:

            Welche Themen würden Dich denn interessieren? Es ist halt so dass man vorwiegend über den Bereich schreibt den man kennt und in dem man sich bewegt. Es wäre auch für mich spannend einmal über den eigenen Tellerrand zu schauen und für Inputs wäre ich sehr dankbar… 🙂

    • Lichtblau sagt:

      Also, die Exkursionen der Stadtblogger Reda und David in andere Schweizer Städte wurden an dieser Stelle immer gerne gelesen und häufig kommentiert. Mit Zürich hatte das insofern zu tun, als Vergleiche gezogen wurden – nicht immer zugunsten unserer Stadt. Besonders Bern (insbesondere die Bernerinnen!) kamen, wenn ich mich recht erinnere, sehr gut weg.

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