Fleisch in der Hand

Bezahlbares Mittagessen für Fleschliebhaber: Steaksandwich

Bezahlbares Mittagessen für Fleischliebhaber: Steaksandwich

Es gibt sie wirklich noch: Die unabhängigen Gastronomen, innovativ, jung und nicht Teil des Zürcher Gastroklüngels. Während in den Kreisen 4 und 5 die (nicht so) schleichende Gentrifizierung und «Aufwertung» fortschreitet und Gastroketten und langweilige Architekten die Seele des Quartiers abmurksen, haben Philip Angst und seine Freunde vor einigen Wochen an der Brauerstrasse 42 in der ehemaligen Brasserie Lam die «Stubä» eröffnet.

Gleich neben dem Perla-Mode, in dem ironischerweise bald ein weiteres Szene-Vegilokal des Gemüseprinzen Rolf Hiltl eröffnen soll, servieren die Leute von der Stubä Steaksandwiches. Bei meinem Besuch erwartete ich eigentlich einen weiteren Hipsterschuppen mit wahnsinnig kreativen Namen für ihre Menüs und mit Fantasiepreisen.

Ich wurde enttäuscht. Die Karte ist einfach gestaltet und  die Preise (16.50 Stutz für ein Steaksandwich, 14.50 Stutz für einen reichhaltigen Burger) erscheinen mir moderat (im Vergleich der Pepito beim Opernhaus für 39 Stutz). Ich bestelle  das klassische Steaksandwich. Es gäbe sie noch in verschiedenen Ausführungen (siehe unten) oder, wie als satirischer Seitenhieb auf Hiltl, den Vegi-Hotdog. Philip, einer der Besitzer, nimmt die Bestellung entgegen. Ja, die Eigentümer arbeiten hier hinter der Bar und im Service. Was mir grundsätzlich sympathisch ist. Keine «Manager», sondern Typen die Hand anlegen. Und dabei auch mal ein Getränk umkippen und verschütten (nicht meines).

«Das war eine Voraussetzung für die Besitzerin. Sie wollte nur jemanden, der nicht bereits Lokale besitzt und der vor Ort sichtbar ist. Für uns war es die grosse Chance. Bei früheren Bewerbungen, auch bei städtischen Immobilien, wurden wir oft zugunsten von grossen Firmen oder eben den üblichen verdächtigen Gastro-Unternehmern der Stadt beiseite geschoben», erzählt Philip.

Inzwischen kommt mein Sandwich (Suppe oder Salat dazu hab ich abgelehnt, ich will die Weihnachtspfunde abnehmen). Und jetzt passiert das Grosse: Das Fleisch zergeht auf der Zunge, die einzelnen Gewürze entwickeln nacheinander ihren Geschmack. Ich bin wirklich kein Gourmet, aber sogar ich erkenne, wenn ich etwas Ausserordentliches esse.

«Wir legen das Fleisch mit Gewürzen vakuumiert erst einen Tag in ein Wasserbad. Das verleiht dem Fleisch die nötige Zartheit und den würzigen Geschmack. Wir haben lange herumprobiert bis wir die genau richtige Art fanden, das Fleisch vorzubereiten.» Philip versteht was von Fleisch, liebt Fleisch, schliesslich ist er  der Sprössling der altehrwürdigen Metzgerfamilie Angst. (Von da stammt übrigens auch das Fleisch.) Ich lecke mir die Finger ab. Und zu meinem Erstaunen bin ich satt.

Philip erzählt dann noch was von geilen Cocktails abends und dass Bastian Baker  vor ein paar Tagen im Lokal gespielt habe. Ich schaue mich zufrieden um und bemerke, dass sie sich bei der Umsetzung des Themas «Stubä» wirklich Mühe gegeben haben. Mit altem Radio, Bildern und zusammengewürfelten Möbeln wähnt man sich wirklich in einem urbanen WG-Wohnzimmer.

Und das Beste am Ganzen: Während man sonst in der ganzen Stadt über Mittag für einen Platz anstehen muss, hat sich diese Speisemöglichkeit noch nicht herumgesprochen und man kann sich hinsetzen und gemütlich unterhalten (Naja, das wird mit diesem Post wohl vorbei sein).

Ich stänkere noch ein wenig über den Kaffee (zu viel Milch), einfach damit ich noch was Negatives gefunden habe (ich muss schliesslich meinem Ruf gerecht werden) und mache mich wieder auf den Weg.

Das Steaksandwich ist die Art von Fingerfood, die ich mir selbst machen würde, wenn ich könnte. Nie wieder werde ich mit einem gemeinen Schnitzelsandwich zufrieden sein. So, genug gejubelt. Sonst denken die Leute noch, ich kriege Geld fürs Lob. Ach ja, ich hab mein Essen selbst bezahlt. Mineralwasser und Kaffee wurden von der Beiz spendiert.

Nachtrag von den Stubä-Wirten:

«Leider ist unsere Karte noch nicht aktualisiert. Fakt ist, dass wir bereits seit geraumer Zeit CH-Poulet im Angebot haben

Die Sandwichkarte:

Menu-Stubä

59 Kommentare zu «Fleisch in der Hand»

  • PES sagt:

    War heute mit einem Freund in der Stubä. Das Essen war lecker. Damit hat es sich aber leider schon.

    Zuerst hiess es nach der Bestellung – das Bier war rasch da – erst mal eine Runde auf das Essen warten.
    Ich hatte den Pulled Pork Burger für Fr. 14.50. Keine Ahnung, was der Autor dieses Artikels unter „reichhaltig“ versteht (kennt er den Burger vielleicht nur von der Speisekarte?). Jedenfalls hatte ich mich bewusst darauf verlassen und erhielt ein bescheidenes Brötchen gefüllt mit Schweinefleischstreifen, ein wenig Zwiebeln und BBQ-Sauce. Das war’s.
    Mein Freund erhielt ein Classic Steak Sandwich, das mengenmässig okay war. Die bestellten Pommes Alumettes kamen aber – trotz Versicherung, sie seien auch gleich da – bis zum Schluss nicht, standen aber dann trotzdem auf der Rechnung. Die Entschuldigung nahmen wir an, auf den offerierten Kaffee verzichteten wir aber (wir waren bereits beim Gehen).

    Schade eigentlich. Das Lokal hat durchaus Originalität und Charme, aber die Portionen sind klein, das Personal (wir wurden von einer Dame bedient) nicht professionell, sondern eher lässig-ungeschickt bemüht und das Bier zu teuer. Es gibt Besseres.

  • kathrin sagt:

    kann man eigentlich nicht mehr einen normalen artikel verfassen wo das wort fleisch im zusammenhang mit saftig und lecker vorkommt ohne die ganzen moralapostel, hervorzurufen?
    es hängt mir bis hier. ich sags euch.
    wenn ihr das nicht mögt schweigt doch BITTE einfach.

  • Pascal Sutter sagt:

    Gestern Abend/Nacht war ich da und kann die Drinks empfehlen… ich habe ein paar ausprobiert. *aumeinkopf

  • Hans M. sagt:

    „Es gibt sie wirklich noch: Die unabhängigen Gastronomen, innovativ, jung…“
    Was genau ist an ‚jung‘ besser?
    Gehörst du etwa auch zu jenen, die ältere Arbeitnehmer über 50 als Belastung ansehen und diese lieber durch junge günstigere ersetzt haben?

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein, ich gehöre zu denen, die nicht Gstrokonzepte wollen, die sich schon seit 30 Jahren wiederholen. Mit „jung“ meine ich „neu“. In fünf Jahren gehöre ich selbst zu den Ü50.

  • geezer sagt:

    „Gemüseprinz Rolf Hiltl“ genial! diesen ausdruck muss ich mir merken…:-) tönt interessant, dieser neue schuppen. mal den rush abwarten und später mal hingehen. vielleicht ists ja wirklich so fein.

    übrigens: für rund 14 stutz bekommt man in einigen indisch/srilankischen minirestaurants in town auch ganz gute und magenfüllende menus, inkl. toter tiere!

  • Hippo Champus sagt:

    Naja. Das Angebot mag ich nicht beurteilen, da nicht probiert. Wenn ich mir allerdings anschaue (alle Infos sind öffentlich), welche Leute die „Stubä“ führen, liegt das nicht weit weg vom restlichen Gastroklüngel in Zürich. Der Filius einer gut vernetzten Metzgerfamilie mit Grossbetrieb, ein Eishockey-Spieler (und Sohn eines Eishockey-Spielers), der sein Geld irgendwo investieren muss und dessen Familie eine Bar betreibt. Ein paar weitere Prinzen. Was wortwörtlich Angst macht, nennt sich lapidar „vertikale Integration“: Statt einen Teil der Marge an den Endverkäufer (Restaurant, Kantine) abzugeben, verkauft man das Fleisch so gleich direkt dem Endkunden, es bleibt ein saftigerer Gewinn in der Familie. Da ist also weder der Liegenschaftenbesitzer bei der Verpachtung noch das Stubä-Management ein Risiko eingegangen.
    Mir sind die richtigen Chnellen lieber (bitte nie darüber berichten, Reda!). Sowie Unternehmer, die es ohne familiäre Starthilfe schaffen. Das Schöne: Dort wird auch garantiert nie Bastian Baker (auch ein Filius) auftreten!

    • Réda El Arbi sagt:

      Die Metzgerei Angst gehört nicht mehr den Angsts. 😉

      • glancy mueller sagt:

        „Es gibt sie wirklich noch: Die unabhängigen Gastronomen, innovativ, jung und nicht Teil des Zürcher Gastroklüngels..“ junge junge.. woher hat das bürschchen wohl die kohle? metzgerei verkauft, millionen gelöst? selber denken ist nicht verboten – auch vollgefressen..

        • Réda El Arbi sagt:

          Ich zähle eine Metzgerei nicht unbedingt zum Gastroklüngel. Wenn die das Geld aus dem Verkauf einer Werkstatt hãtten?

          Auf jedenfall haben sie nicht bereits vier oder fünf Beizen und eröffnen nur noch Filialen.

  • Marc sagt:

    Klingt wirklich lecker, muss ich unbedingt mal hingehen.

    Bin ein grosser Fan von echten Pastrami- und Reuben-Sandwiches & Co. Beides in Zürich praktisch unmöglich zu kriegen. Aber ein gutes Steak-Sandwich ist doch auch herrrrlich…. !

    Danke für den Tip.

  • Wallihood sagt:

    Ich war letzte Woche da und muss sagen ich war wirklich überrascht vom Classic Sandwich, es war echt super! ps: gibt’s auch take away?

  • Pierbattista sagt:

    „Bezahlbares Mittagessen für Fleischliebhaber: Steaksandwich“
    Zu Lasten der Tiere ist jedes Fleisch bezahlbar, bei nachhaltiger Haltung sieht es schon anders aus, dann ist es auch mit 16.50 CHF für ein Steaksandwich vorbei. Oder glaubt ihr in der Schweiz ist Freilandhaltung an der Tagesordnung? Informiert euch nur mal über das hochgelobte IP Label.
    Bei konsequenter Freilandhaltung wachsen die Tiere bedeutend langsamer, was den Preis natürlich in die Höhe treibt, was ich sehr unterstütze und schätze. Mir kommt es langsam so vor, dass täglicher Fleischkonsum ein Menschenrecht ist, wenn ich die ganze Billigangebote in den Warenhäuser sehe.
    Übrigens kann man aus ganz Europa Fleisch aus nachhaltiger Aufzucht bestellen, man muss nur etwas mehr Zeit und Forschungsdrang investieren. Die Angabe der Herkunft hat nichts mit der Haltung zu tun, sondern nur mit dem Transport. Es wäre schön und wünschenswert könnten wir den Fleischkonsum auf ein gesundes Minimum reduzieren; ich weiss, ein utopischer Gedanke, leider.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, weniger Fleisch essen ist sicher sinnvoll. Das mach ich zuhause. Ich will dazu weder in ein Szene-Vegilokal, noch mir in einem Veganladen moralische Herablassung abholen.

      Wenn ich ausgehe ess ich meist Fleisch (oder Pasta), und wenn ich schon Fleisch esse, dann etwas, dass mir schmeckt.

      • Paulo sagt:

        Interessant, wenn’s ums Fressen geht, steigt auch der Réda von seinem hohen moralischen Ross herunter.
        Hoffentlich war das Steak früher nicht schwul, Ausländer oder Burkaträgerin 🙂

      • Pierbattista sagt:

        Auch ich habe eine kulinarische Moralapostelallergie. Szene Vegi Lokale, nicht mit mir. Wo du essen gehst ist mir egal. Es ist auch nicht als Vorwurf gemeint, jemanden vorzuschreiben was und wo er essen soll würde mir nicht in den Sinn kommen.
        Mein Problem ist einfach, ich kenne mich zu gut mit Lebensmitteln und Getränken, vor allem Wein, aus und beschäftige mich schon mein ganzes Leben damit.
        Wenn ich Preise sehe für Rindfleisch (130 gr.) die einfach unmöglich entstehen können mit Fleisch aus nachhaltiger Aufzucht, dann verzichte ich. Wie man in der Gastronomie rechnet weiss ich auch.
        Gut gekocht ist es bestimmt, ich vertraue deinem Geschmack.
        Übrigens ich esse praktisch alles, es gibt kaum etwas was mir nicht schmeckt, wenn es gut gekocht ist.

        • geezer sagt:

          vegi-moralapostel ginge ja noch (ist zwar auch mühsam, aber wenn man halt sooo gerne tierli hat, geht das für mich schon in ordnung); was mir so auf den senkel geht sind die veganer. das histerische getue ist doch so was von heuchlerisch. wenn sich der erste Innuit oder Massai vegan ernähren kann, können wir vielleicht beginnen, darüber zu diskutieren. vorher ist das einfach 1. welt hippikacke…:-)

          • Huber sagt:

            Ist es auch „1. Welt Hippikacke“, dass in der 3. Welt im grossen Stil Regenwald gerodet wird, damit die Viecher, die wir fressen, genug Futter abbekommen. Es geht eben nicht nur um die „Tierli“, sondern auch um den Planeten. Im Übrigen wusste ich gar nicht, dass es bei den Inuit und bei den Massai Tierfabriken gibt. Ach ja: Ich bin weder vegetarisch noch vegan, schaue aber auch nicht alle, die es sind, als hysterische, heuchlerische Moralapostel an.

          • geezer sagt:

            @Huber: beim abholzen fürs futter hast du natürlich recht. punkt für dich. weniger fleisch essen ist sicher besser. aber wie ein Massai oder ein Inuit überleben sollen, wenn sie keine tierische produkte verwenden (dürfen), soll mir erst mal einer erklären. so habe ich das gemeint.

          • Nina sagt:

            Herrje Geezer, es geht doch keinem Vegie oder Veganer hier darum, was irgendwelche Naturvölker für Essgewohnheiten haben.
            Mir geht es als Vegetarierin um die für Tier und Umwelt katastrophale, industrielle Fleischproduktion, nicht um ein paar selbsterlegte Fische oder Antilopen. Und es gibt nunmal genügend Möglichkeiten, sich auf schmackhafte Weise fleischlos und umweltverträglich zu Ernähren.
            Zur Regenwaldabholzung kommen noch die Unmengen an CO2 Ausstoss und (Soja)Futterproduktion für die Masttiere, welche man gescheiter für die hungernde Menschheit einsetzten würde.

            Aber man kann natürlich auch einfach den Kopf in den Sand stecken und von Hippiekacke schwafeln, wenn einen mal wieder das schlechte Gewissen plagt…

          • geezer sagt:

            @Nina: hast du überhaupt gelesen, was ich oben als kommentar zu Pierbattista’s input geschrieben habe? ich habe mich mit keinem wort für massentierhaltung und das abholzen von wäldern in diesem zusammenhang etc. ausgesprochen. nur wegen schwafeln und so…..

          • Nina sagt:

            @Geezer:
            Hast du überhaupt gelesen was ich geschrieben habe?
            Mir stösst vorallem dein dümmlicher Vergleich mit dem Fleischverzehr der Innuit und Massai auf…

          • geezer sagt:

            @Nina: also, nochmals langsam, damit alle mitkommen: wie oben erwähnt, habe ich wenig verständnis für die veganer, da sie mir auf die frage, wie die oben beschriebenen volksgruppen ohne fleischverzehr oder das verwenden tierischer produkte überleben sollen, keine vernünftige antwort geben können.

            insofern ist die vegane lebensweise davon abhängig, a) wo man geographisch zu hause ist und b) wie viel geld einem dafür zur verfügung steht. wenn jemand wenig oder gar kein fleisch esse möchte, ist das ganz in ordnung und seine persönliche entscheidung. aber ganz auf tierische produkte verzichten zu können ist tendenziell etwas, was nur leute in der 1. welt sich überhaupt leisten können. und daher gehört es für mich in die kategorie ‚hippiekacke‘ (von gesundheitlichen folgeerscheinungen ganz abgesehen).

          • Mirko sagt:

            Also Geezer, ich verstehe dein Problem mit den Veganern auch nicht so ganz.
            Sollen Veganer auf ihre Lebensweise verzichten, weil es nicht für alle Menschen möglich ist sich vegan zu ernähren, oder wie?
            Wie Nina schreibt, geht es diesen Leuten doch vorallem darum, unter welchen Umständen in den Industrienationen Tiere gehalten werden und nicht was ein paar selbsversorgende Naturvölker so treiben.
            Natürlich ist das auch eine Frage des Geldes, aber immer noch besser, als Leute, die sich ein paar Gedanken über ihre Existenz auf diesem Planeten machen, zynisch als „Hippikacker“ abzutun.

  • Diego sagt:

    Sorry, aber ein Laden der Folter-Geflügel aus Brasilien verwendet, geht gar nicht.

    • Pädde sagt:

      Allerdings. Veganer Hot Dog und Poulet aus Brasilien auf derselben Karte, ist etwa gleich doof und daneben wie ein Vegi-Prinz der seinen Laden „Metzg“ nennt…

  • Silvan Sdzuy sagt:

    Truly the best steak sandwich in town! Enjoy!

  • tststs sagt:

    Speckmayonnaise? Also Mayonnaise mit Speckgeschmack?
    Geilo!!! Patentieren lassen und als Orgasmen in Tuben verkaufen…

    • Ruosch Thomas sagt:

      Alter Kaffee. Ennet dem Tümpel gibt es schon lange Baconnaise!
      2/3 Fett haben wohl die meisten Importeure abgeschreckt, weshalb dies in unseren Breitengraden nicht erhältlich ist…

  • KMS a PR sagt:

    für stadtzürcher verhältnisse mag ein hühner-sandwich für chf 15 ja vielleicht tragbar sein. für meine begriffe und unter berücksichtigung der einkaufspreise wäre die hälfte des preises gerechtfertigt.

    • tststs sagt:

      Mhmmmm, ich glaube, der Stadtzürcher versteht unter Hühnersandwich, wenn sich an der Carltonbar links und rechts – schwupp schwupp – zum zukünftigen Erben ein Agglo-Chick gesellt… kostet dann aber auch ein wenig mehr als 15.- Stutz… 😉

    • Diego sagt:

      Gesendet aus dem Aldi Jestetten, nehm ich an.

    • Sarah sagt:

      Hier http://www.burgeramt.com/ kostet der perfekte Burger bis ca. 5 Euro, inkl. Neuland-Bio-Fleisch von regionalen Bauernhöfen. 😉

      • Dom sagt:

        …womit wir auch den obligaten „ich-bin-ja-oft-in-Berlin-und-dort-gibts-schon-lange…blahblah-cooler-blahblah-hip-blahblah-günstig…“-Post abhaken können… 😉

        • Sarah sagt:

          Nicht cooler, einfach mal wieder ein super Angebot. Zugegeben für Tierkauer, selbst esse ich aber kaum Tier, wenn dann aber nur Bio und fair. 😉

          • tststs sagt:

            Ähm, wenn diese Burger 5 Euro kosten und das Fleisch wirklich bio und fair ist, dann wurde der Salat wohl mit dem Wasser hungernder Afrikaner-Kinder gezüchtet, das Bun besteht aus Sägemehl und die Essigurken wurden über den halben Planeten geschippert… anders sind 5Euro einfach nicht möglich…

          • Sarah sagt:

            Es sind eben keine Züri-Wucherpreise und nicht vergessen, bei hohem Absatz hat man ganz andere EK-Preise als der Endverbraucher. Zudem sind einige EU-Bioprodukte etwa aus Osteuropa nicht so teuer, wie auf dem Eiger handgezogener Safran. 😉

  • unddu? sagt:

    Da kriegt man schon früh am Morgen Hunger, nur schade kommt das Geflügel aus Brasilien. Von der Qualität niemals mit CH-Geflügel vergleichbar und von den Bedingungen wie das Tier aufwächst gar nicht zu sprechen.

    • KMS a PR sagt:

      nicht vergessen. das hühnerfleisch aus eigener aufzucht deckt gerade mal 30% des gesamt-hühnerkonsumes hierzulande. wir kommen somit um importe gar nicht herum.

    • Globivogu sagt:

      An unddu?
      Brasilianisches Huhn = gackert Portugiesisch = schlechte Qualitaet.
      Schweizer Huhn = gackert Schwyzerduetsch = Qualitaet erfuellt die „Swissness“ Norm

      • Réda El Arbi sagt:

        Nein, die Tierhaltungsgesetze in der EU sind unter aller Sau.

      • unddu? sagt:

        das hat doch gar keinen Zusammenhang was du da schreibst.
        Aber wenn du schonmal gesehen hast, wie diese Tiere in Brasilien, Ungarn, etc. für den Massenmarkt gemästet werden, wird dir nur schon vom zuschauen schlecht. Aber den meisten Leuten ist das egal, hauptsache Fleisch und hauptsache billig.

        • Réda El Arbi sagt:

          Nein, das war mal so. Inzwischen ist es so, dass gerade in der Stadt sehr viel wert auf vernünftige Tierhaltung gelegt wird. Tierfleisch aus nicht tiergerechter Haltung kann das Aus für einen Gastrobetrieb bedeuten. Wie oben angeführt, beziehen die Stubä-Macher ihr Poulet inzwischen aus der Schweiz.

          • KMS a pr sagt:

            das ist alles zu befürworten. ich mag fleisch und achte wenn immer möglich darauf, dass es von tieren stammt, die mit – nun wie soll ich sagen – gewissem respekt bis zur schlachtbank geführt werden. wer tiere nicht respektiert, dürfte meines erachtens weder in der aufzucht dieser, noch in fleischverarbeitenden betrieben arbeiten.

          • KMS a pr sagt:

            ich bleibe aber dabei – ein hühnersandwich für 15 schtutz ist überteuert.

          • Ja geeeenau… In der urbanen, immer schön werte-erfüllenden Metropole schon. Bei uns in der verrohten Agglo haben wir im Gastro-Betrieb lieber Fleisch aus der Zuchtbatterie auf dem Tisch und legen überhaupt keinen Wert auf artgerechte Tierhaltung. *kopfschüttel* 😉
            Ich selbst esse ja immer weniger Fleisch (ernsthaft) und wenn dann lieber mal ein Stück Wagyu-Rind. Diese Tierli haben wenigstens ein richtig schönes Leben – Bier trinken, Massage, klassische Musik hören und erst dann ab auf die Schlachtbank. So ist’s recht!

          • Pierbattista sagt:

            @Agglo-Pendler
            Sie glauben wirklich, dass die Marmorierung von Wagyu Fleisch wegen der Massage, Bier trinken und Musik entsteht? Traäumen sie weiter oder informieren Sie sich.

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