Liebe Reclaim-The-Streets-Bubis

Marschieren und Gewalt setzen kein Hirn voraus.

Marschieren und Gewalt setzen kein Hirn voraus.

Liebe Reclaim-The-Streets-Bubis

Ich versuchs euch hier mal in einfachen Worten zu erklären: Ihr seid die fünfte Kolonne der Rechten. Eure Aktionen geben den Law&Order-Hardlinern die fehlenden Argumente in die Hand, um der Polizei mehr Macht und mehr Material zu geben. Ihr seid mitverantwortlich, wenn normale Mittelständler plötzlich weit rechts abstimmen. Ihr seid mitverantwortlich dafür, dass 50 Prozent der Abstimmenden so wütend und verängstigt sind, dass sie für eine Masseneinwanderungsinitiative stimmen. Ihr seid, wie mein Kollege von der NZZ es so eloquent formulierte, Idioten.

Und nun mal zu eurer Gedankenwelt: Ihr seht euch links? Revolutionär? Also, nehmen wir doch mal euren Slogan «ACAB» – «All Cops Are Bastards». Ja, das ist ja mal differenziert. Das erinnert mich an die Neonazis, für die alle Ausländer Kriminelle sind. Pauschalfeindbilder sind so ziemlich das Dümmste, was man im Kopf haben kann. Ihr trennt eure Welt in Schwarz und Weiss? Genau da unterscheidet ihr (und eure Demo) euch nicht mehr von den Faschisten, den Neonazis oder den HoGeSa. Ihr verhaltet euch wie Herrenmenschen, die mehr Rechte haben als andere. Ihr positioniert euch ausserhalb der Gesellschaft und terrorisiert die anderen. Auf einem Pausenplatz wärt ihr das Arschloch, das die anderen immer verprügelt und beim Spielen stört. Und dabei denkt ihr, ihr würdet gegen das «System» rebellieren? Leute wie ihr liefern die Rechtfertigung, das «System» krass auszubauen, die Überwachung zu verstärken und Freiheiten einzuschränken.

Ihr wollt für eure Rechte kämpfen? Für welche Rechte? Euer Recht auf Party? Reclaim the Streets? Für was? Um kleine Läden in Schutt und Asche zu legen? Sorry, liebe junge, dumme Freunde, so kriegt ihr höchstens von den Leuten eins in die Fresse, die grundsätzlich auch hinter euren Anliegen – mehr Mitbestimmung in der Stadtgestaltung – stehen würden. Liebe junge, wütende Freunde, ihr seid Linksfaschisten, mit demselben dämlichen, elitären, schwarzweissen Weltverständnis wie alle selbstgerecht Verblendeten. Ihr wollt die Stadt mitgestalten? Ich persönlich würde euch nicht mal eine Ameisenfarm anvertrauen. Wie ihr gestern bewiesen habt, sind eure Sozialkompetenz, euer Sinn für Zivilcourage und eure Fähigkeit zu Lösungsansätzen von euren aufgeblasenen Egos massiv deformiert.

Dann noch zu eurer Gewaltbereitschaft: Ein bisschen Steine schmeissen, ein bisschen mit Laser blenden? Ein Molotov-Cocktail? Wie weit würdet ihr gehen, wenn man euch echte Waffen in die Hand gäbe? Wie weit ginge der Spass? Ein  bisschen Augen ausbrennen? Ein bisschen Anzünden? Was würdet ihr noch für gerechtfertigt halten, wie viel Gewalt und Körperverletzung wär noch vertretbar, um eure verkappten Konsumwünsche, die ihr «Reclaim the Streets» nennt, nachhaltig einzufordern?

Und ehrlich, ihr wollt Linke sein? Das Grundprinzip der Linken ist, dass man sich für Schwache einsetzt, nicht dass man ihre Läden zertrümmert und ausraubt.

Ihr seid so wenig «Das Volk» wie die HoGeSa oder andere Schwachköpfe «Das Volk» sind. Ihr seid extrem verwöhnte Bubis, die sich mit solchen Aktionen ihre eigene Bedeutung aufblasen wollen. Weil ihr noch nichts an Kreativem oder Persönlichkeit vorzuweisen habt.

Und ja, ich bin ein Linker. Ich erklär euch gerne mal, was das heisst.

Nachtrag, Sonntag 21.26 Uhr
Für alle, die „Reclaim The Streets“ als eine „friedlich geplante Demo“ verteidigen. Bitte den Text bis zum «Steinewerfen» lesen:
RTS

253 Kommentare zu «Liebe Reclaim-The-Streets-Bubis»

  • Réda El Arbi sagt:

    Liebe Leserinnen und Leser,

    an dieser Stelle schliesse ich die Kommentarfunktion wegen zu grossem redaktionellem Aufwand. Viele Argumente wurden ausgetauscht, wir haben hart gestritten, haben den Blutdruck hochgejagt und uns gegenseitig Meinungen um die Ohren gehauen.

    Vielen Dank für euer Engagement! So findet Meinungsbildung statt.

    Bis bald, bei einem anderen Blogpost.

    Ich freu mich!

    Euer

    Reda El Arbi

  • ka sagt:

    Niemand ist sowas von dumm (nicht mal die „alternative“ „Bubis“), dass man sich selber in den Beinen schiesst. Das ganze riecht nach Inszenierung aus der rechte Seite um autoritäre Massnahmen zu rechtfertigen…

  • Un Wichtig sagt:

    Riot is our answer
    Riot against injustice
    Riot without regard
    Riot is in our hearts
    Riot in many countries
    Riot in the streets
    Riot we need more
    Riot CLASS WAR!
    Riot, fight for freedom
    Riot, fight for right
    Riot of aggression
    Riot is satisfight
    Riot is our passion
    Riot the only way
    Riot knows the answer
    Riot hears what we say

    We are the youth
    Fight around
    We feel the violence
    Breaking out
    Hate against the government
    That’s the beginning
    Not the END!

    • Réda El Arbi sagt:

      Ich dachte, Dummheit und einfache Parolen seien „the answer“. Aber schön zusammengegoogelt und kopiert. *kopftätschel* Dafür gibts ein Sternchen für Fleiss: *

  • lara sagt:

    im grossen und ganzen gehts schlussendlich um bedürfnisse von menschen, die sich missverstanden und benachteiligt fühlen vom staat. der schweiz geht es gut. vielen bürgern geht es sogar sehr gut. doch es gibt auch viele, für die es nicht immer einfach ist, im system gerechtigkeit und verständnis zu finden. sie kommen sich unfair behandelt vor und wollen was dagegen unternehmen. sie sind wütend, unzufrieden und frustriert, was ich teilweise gut verstehen kann. nicht alle haben die gleichen möglichkeiten sich gehör zu verschaffen. nicht alle können gut schreiben, reden oder haben ideen und mut zur umsetzung eines projekts, dass dann vielleicht eine wirkung erzielt. gewisse reagieren dann mit gewalt, was auch ein mittel ist auf bedürfnisse aufmerksam zu machen und der wut ausdruck zu verleihen. ich finde es überhaupt nicht in ordnung gewalt anzuwenden. weder auf der seite der polizei, noch von der seite der demonstranten aus. vor allem, wenn andere unter den schäden leiden müssen, wie z.b kleine ladenbesitzer! ich finde es aber auch nicht recht, auf wut mit wut zu antworten, wie du reda, es in deinem eintrag gemacht hast. auch eine politische stellungsnahme bei diesem thema empfinde ich nicht relevant, nur weil beim RTS leute aus der linksautonomen szene mitgemischt haben. links oder rechts, schwarz oder weiss spielen hier keine rolle. wichtiger finde ich die frage: was gibt es für wege, eine friedliche lösung für das problem zu finden, das offensichtlich besteht? und wie könnte man ausufernde gewalt verhindern?

    hier wären dann die politiker gefragt, auf die leider in solchen anliegen nicht immer verlass ist. vor allem in einem kapitalistischen system und noch weniger, wenn eine gruppe mit gewalt rebelliert.

    ein bisschen akzeptanz und verständnis beider seiten würde vielleicht etwas bringen. doch so einfach ist das leider auch wieder nicht. besonders weil diese fähigkeiten nicht in der form vorhanden sind, die es bräuchte.

    wir bewegen uns also im kreis, was frustrierend ist. ich wünsche mir deshalb mehr demos und aktionen gegen die gentrifizierung der stadt, die friedlich verlaufen und akzeptanz, verständnis und ein offenes ohr mehr vom staat.

    so könnte der ärger, der beiderseits herrscht, vielleicht gedämpft werden.

    • Réda El Arbi sagt:

      Naja, wenn ich erst Gewalt anwende und dann jammere, dass keiner mich versteht, läuft doch etwas falsch.

      Vielleicht sollten die Leute lernen, ihre Anliegen in Worten mit Nachdruck zu formulieren, und nicht mit Pflastersteinen. Mir hats das damals kommunikationstechnisch geholfen.

      Dazu kommt, dass es nicht hilft, wenn man sich dem Gespräch verweigert und sich wie eine paranoide Geheimgesellschaft aufführt.

      Es ist einfach, mit dem Finger auf „den Staat“ oder „die Gesellschaft“ zu zeigen, wenn man selbst weder einen Schritt auf eine mögliche Kommunikation zu macht, noch bereit ist, Kompromisse einzugehen. Wer von Hass und Feindbildern geleitet wird, hat keine guten Karten in eine Gespräch. Gehör verlange ist nur die eine Seite. Kommunikation hat aber zwei Seiten.

      • Bruno Dreier sagt:

        Nun Lara…“der Schweiz geht es gut“….ich kann das schon nicht mehr hören, man hört es immer wieder von jenen die nun diese Gewalttäter anklagen. Die Gewalttäter haben in ihrem Sinne „kompetent“ gehandelt. Ob die Polizei „kompetent“ gehandelt hat…na ja. Ich denke wenn von der Polizei her wirklich Gerechtigkeit herrscht müsste ja einer der mit einem Baseball Schläger herumläuft und Schaufenster zusammenschlägt ja sofort verhaftet werden. Denn wenn ich das hier in meiner Nachbarschaft tun würde, würde ich ja auch verhaftet. Ich finde es ungerecht wenn solche Chaoten „bevorteiligt“ behandelt werden, denn vor dem Gesetz sollten eigentlich alle gleich behandelt werden. Und nochmals zurück zum Spruch dass es allen in der Schweiz so gut geht: Das ist ernsthaft zu bezweifeln und da wird noch etliches auf uns zukommen…

        • Réda El Arbi sagt:

          Das ist jammern auf dem nachweislich höchsten Niveau weltweit.

          • Bruno Dreier sagt:

            Nun…ich kann mich persönlich nicht beklagen, aber es gibt nachweislich viele IV Bezüger denen ständig irgendetwas gestrichen wird und die sich ständig wieder um noch mehr medizinische Nachweise bemühen müsen um noch irgendwelches Geld zu bekommen. Diese Menschen hätten allen Grund zu jammern, da bin ich ich mir sicher. Ich selber war schon als Hippie dagegen dass jede Grünfläche in den Städten überbaut wird, wir mochten „Beton“ überhaupt nicht! Und die Gentrifizierung macht da munter weiter…und nun soll ja laut sogenannt „Grünen“ noch „Verdichtung “ dazukommen: Die Wirtschaftsbonzen wirds freuen! Und übrigen Réda: Ein solch aggressiver Ton deinerseits wenn man offen und mit viel Verständnis seine Meinung teilt…finde ich ich irgendwie nicht fair und wird deinen sonst interessanten Blog in Vergessenheit geraten lassen…

            • Réda El Arbi sagt:

              Nun ja, offenbar nicht. Die harten Diskussionen, die auf diesem Blog immer wieder geführt werden, sind ein Teil des Erfolges. Auch, dass ich hier selbst mitdiskutiere, mich Angriffen aussetze und zurückgebe – und nicht aus dem journalistischen Elfenbeinturm Artikel auf die Leser regnen lasse, sondern ihnen auf Augenhöhe begegne – führt dazu, dass wir wohl als einziges CH-Medium kaum jemals Kommentare löschen müssen.

              Aber es ist natürlich etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man sich die anderen Medien gewohnt ist, in denen nur die Kommentatoren austeilen 😀

        • lara sagt:

          es ist viel falsch gelaufen. beide seiten haben sich nicht korrekt gehandelt. ich verteidige weder die gewalttätigen demonstranten, noch den staat.

          und mit „der schweiz geht es gut“, meinte ich vor allem den wohlstand, den wir haben. auch können wir uns glücklich schätzen, eine direkte demokratie zu haben und ein wenig mitbestimmen zu dürfen! in anderen ländern wäre dass unvorstellbar. es könnte aber vieles anders und besser laufen. wäre alles gut, gäbe es ja keine demonstrationen wie RTS und keine wut.

  • Yves sagt:

    Ich bin ein normaler Schweizerbürger, weder Rechts noch Links, bei jedem Thema informiere ich mich detailliert um zu wissen um was es geht. Ich muss Herrn Réda in allen Punkten recht geben. Demonstrieren ist gut! Sachen Zerstören ist schlecht! RTS erreicht dadurch nur Wut und Angst bei den Bürgern, sowie dem Staat, vielen dank für Chaos und ein scheiss Eindruck von Euch. Jetzt wird bestimmt alles zum guten wenn wir so gewaltbereite Menschen auf der Strasse haben, so fühl ich mich sicher. „Ihr seid Idioten“, Das kann ich nicht beurteilen, aber Ihr habt bestimmt ein absolut Idiotisches Verhalten an den Tag gelegt. Ohne Rücksicht auf Verluste oder auf betroffenen Personen. Ihr denkt das System ist ungerecht, vergisst aber das hinter einem System nicht der Staat steckt sondern der normale Bürger, der nur versucht seine Arbeit zu machen, und nicht jeden auszubeuten und den reichen Geschenke zu machen. Ihr seid wirklich eine Radgruppe mit extremer Gewaltbereitschaft.

  • Irene feldmann sagt:

    Es gibt hier einige die die Meinung vertreten das gewalt, Raub und Unterdrückung die Lösung für Ihre Probleme sind. Oder sie rechtfertigen dieses Verhalten auf Grund gewisser Missstände welche in ihren Augen vorhanden sind. WAKE-UP!!!! nur Impotenz und unfähiges denken führt zur Gewalt, nur wer Angst hat gesellt sich in eine GRUPPE um dann den UNBETEILIGTEN zu zeigen wer der SIECH ist….ihr solltet euch alle schämen und endlich erwachsen werden, d.h. Ich behandle andere so, wie ich behandelt werden möchte. das schwelgen der Illusion das gewalt euch überkräfte gibt, einen massiven Eindruck hinterlässt und somit alle erschauern lässt mit dem Ergebnis das von jetzt an alle RESPEKT euch zollen und selbstverständlich euch sehen und für voll nehmen……ja dieses Märchen ist schon uralt, relitätsfremd und ohne wahren impact, impotent und verzweifelt, hilflos und ohne jegliche Zukunft!!!

  • Josef Meyer sagt:

    Im Fall der Europaallee halte ich die Verantwortlichen für den Bau trotz allem für die grösseren Verbrecher als diejenigen, die sie kaputt schlagen. Da hat ein ehemaliger Bundesbetrieb, damals wohl fast kostenlos, viel Land an zentralster Lage erhalten, welches er ein paar Jahrzehnte später nicht mehr für seine eigentlichen Aufgaben benötigt. Inzwischen ist dieser Bundesbetrieb aber aus der Verwaltung ausgegliedert, jeglicher demokratischen Kontrolle entzogen und hat eine Gewinnmaximierungsvorgabe. Um diesen Gewinn so gross wie möglich zu halten wird dann diese zentrale Lage mit hässlichen Bauten, welche nur zu Bürozeiten (aka nur dann wenn Geld fliessen soll) belebt sind, überbaut. Der Gewinn fliesst zurück an den Bund, der damit Steuern für Reiche senkt. Was der Stadtbevölkerung bleibt ist ein unbelebtes, totes Zentrum. Kaputtschlagen halte ich hier für eine legitime Handlungsoption!

    • Réda El Arbi sagt:

      Gentrifizierung war n diesem Blog oft genug Thema. Aber was das Kaputtschlagen von kleinen Läden dagegen bringen soll, ist mir schleierhaft. Das Quartier wird deshalb eher schneller „beruhigt“. Und man verliert die Unterstützung der Mitte, die man bräuchte, um die Entwicklung aufzuhalten. Realität vs Ideal.

  • peter samuel sagt:

    der autor ist an peinlichkeit kaum zu überbieten. spricht von bubis auf blickniveau, sieht sich aber selbst gezwungen auf jede noch so kleine kritik/provokation einzugehen. bei anonymen randalierern mit polemik um sich schmeissen, nachdem es bei den fussballfans nicht so wirklich geklappt hat und er ganz schnell wieder leise wurde. armseeliges leben, wenn es nur aus bloggen, facebook und twitter besteht. ich kann und will nicht verstehen, wieso gewisse menschen denken, ihre meinung müsse zwingend dem internet (ergo allen) auferlegt werden.

    • Réda El Arbi sagt:

      Jep. Diskussionen sind blöd. Man könnte sich dabei Gedanken machen. Beim Steinewrfen und beim Fussballliedergrölen reichen Parolen mit fünf Wörtern.

  • Stefan Weiss sagt:

    Man kann die Gewalt absurd und sinnlos finden, okay. Aber immer dieser absurde Vergleich von Links und Rechtsextremismus…
    Da fällt mir ein gutes Zitat von Marc Uwe Kling ein: “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”
    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

    • Stefan Weiss sagt:

      Ich will damit auch die Gewalt nicht rechtfertigen aber ich verwundere mich doch schon über die Empörung. Ihr Szenen-Blogger müsst immer dann bei Gewalt euren Senf dazugeben, wenn Autos und Scheiben kaputt gehen. Wenn Polizisten bei Zwangsausschaffung Asylanten ermorden bleibt ihr still in eurer Maisonett Wohnung ihr komischen Heuchler.

      • Stefan Weiss sagt:

        Ahja Réda, noch zum Thema du bist ein Linker und du weisst wie das geht.. du bist ein Sozialdemokrat. Die Sozialdemokraten haben bereits schon vor dem zweiten Weltkrieg ihre hässliche Fratze gezeigt und sich mit dem Kapital verbündet. Und sie tun es immer noch, es ist kein SVP Politiker der die verschärften Asyl Revision durchsetzen muss, sondern eure Bundesrätin. In eurem „Pragmatismus“ und „Realismus“ habt ihr wohl vergessen welche Zustände ihr stillschweigend akzeptiert und sie mit eurer parlamentarischen Beteiligung sogar noch legitimiert. Ihr seit alles stillschweigende Schwadronen die es in Kauf nehmen, das jedes Jahr 4000 Menschen im Mittelmeer ertrinken und dann von „eurer“ tollen Demokratie schwärmt. VON diesen Linken gibt es nichts zu lernen, sorry.. Und dann sind mir sogar diese Riot-Bubis lieber, auch wenn ich in der Gewaltfrage nicht mit ihnen übereinstimmen.

        • Réda El Arbi sagt:

          „Wör hat uns veraaaaten? Dù Sozialdemokraten!“ Jaja, ich weiss.

          Werd erwachsen, trag etwas zur Gemeinschaft bei.

      • Réda El Arbi sagt:

        Ach Quatsch.

    • Réda El Arbi sagt:

      Leute, deren Ideale Gewalt benötigen, um Menschen zu erreichen, sind Arschlöcher. Links und Rechts genau gleich.

      • Stefan Weiss sagt:

        Was für eine tiefgründige Antwort. Fallen wohl auch dir langsam die Argumente aus du Gutmensch. Du hast die Wertgesellschaft offensichtlich ja schon verinnerlicht, da es für dich ja unwichtig ist ob man Menschen oder Gegenstände anzündet 😉 Was hast du denn zur Allgemeinschaft beigetragen? Ich habe dich jedenfalls noch nie in der ASZ Notdürftigen helfen sehen. Es bleibt bei der Heuchlerei.

        • Réda El Arbi sagt:

          Nun ja, ich helfe vielleicht eher da, wo Not herrscht. In der Drogenarbeit, oder in Kambodscha. Daneben sehen Wohlstands-Unzufriedene mit First-World-Problems eher affig aus.

          • Stefan Weiss sagt:

            Réda El Arbi, der Mann der in der 3. Welt Hilfe leistet. Top, Gratuliere! Du hast doch keine Ahnung was all die Bubis für die Notdürftigen schon gemacht haben, du nimmst einfach an. Nur weil sie Scheiben einschlagen und Autos anzünden, heisst das noch lange nicht das sie keinen politischen Hintergrund / Ziel haben. Es sind halt nicht deine Ziele. Und denkst du ernsthaft sie wollten sich in der Öffentlichkeit beliebt machen, in dem sie den Polizeiposten zerstört haben? Bestimmt. Deine ach so coole Demokratie wurde übrigens auch mit Gewalt erzwungen, nur so für die Pazifisten hier, die das wohl vergessen haben. Und die hält sich auch nur aufrecht, in dem Sie sich an den Ressourcen weltweit bedient, ungleiche Geschäfte erzwingt und überall die Grenzen hochzieht. Ich teile zwar nicht den Gewaltansatz der Krawallbrüder der RTS, aber deine Ansichten teile ich noch weniger.

            • Réda El Arbi sagt:

              Und wenn sie Mutter Theresa wären, wenn sie sich wie Arschlöcher aufführen, werden sie Arschlöcher genannt.

              Du kennst meine Ansichten doch überhaupt nicht. Du kennst nur meine Kritik an der völlig sinnlosen Gewalt am Wochenende und dass ich diese Idioten mit anderen Idioten in eine Reihe stelle.

              Du hingegen verteidigst diese Idioten, natürlichh immer mit dem Zusatz „aber ich lehne die Gewalt ab“. Die Gewalt ist aber hier nun mal das Thema.

            • Réda El Arbi sagt:

              Ach ja, es sind meine Ziele. Darum bin ich auch so wütend. Diese Idioten haben der Sache geschadet. Mehr als irgendwelche Rechten oder Neoliberalen ihr geschadet haben. Da können sie einige Stunden Gratisdeutschunterricht geben, bis sie das wieder wettgemacht haben.

        • Jürg sagt:

          Es wurde eine Polizistin angezündet. Aber Polizisten sind ja keine Menschen, sondern, ach ja, Bastarde…oder wie noch, genau, gemäss Weiss-scher Analogie Rechtsextreme. Wie differenziert und erwachsen.

          • Stefan Weiss sagt:

            Ja schon komisch wenn das Gewaltmonopol mit Gewalt konfrontiert wird. Wie absurd! Warte, ich bediene mich da gerne einer liberalen Rhetorik: Es hat sie ja niemand gezwungen Polizist zu werden.

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, Gewaltmonopol. Man musste die bösen Polizisten aus dem Bett holen, damit sie die RTS unterdrücken konnten, indem sie 4 Leute kurz verhafteten und versuchten Sachschaden zu vermeiden

              Ehrlich, du wähnst dich in der Oktoberrevolution. Ich muss dir leider mitteilen, dass du nur bei einem lächerlichen Zwergenaufstand mitmachst, ehrlich, Glaub nicht, was deine Genossen sagen. Du wirst mit dem Kampf gegen das „Gewaltmonopol“, also den demokratisch organisierten Rechtsstaat, nichts ausrichten. Geh in die Politik, engagier dich. Aber mach dich nicht lächerlich als Steinewerfer.

              Ich glaub wirklich nicht, dass du so dumm bist und den Quatsch, den du gerade hier von dir gibst, wirklich glaubst. Das ist billigste Propaganda, die nicht mal die RAF-Sympathisanten in den 70ern geschluckt hätten. Gib dir etwas mehr Mühe.

          • Stefan Weiss sagt:

            Pff.. nein, ich bin auch nicht für eine gewalttätige Revolution, aber das hast du wohl übersehen beim Weisheit löffeln. Ich finde es halt absurd Links- und Rechtsextremismus gleichzustellen, das tust du hier! Und nein, das ist keine billige Propaganda, sondern halt nicht deine Einstellung. Wenn du meinst du wirst die Welt eher verändern in dem du jedes Jahr über neue rassistische Initiativen abstimmst, dann mach das. Ich glaube halt noch an Alternativen zwischen einer gewalttätigen Revolution und deiner gut-bürgerlichen Demokratie die systematisch von Ausbeutung und Ausgrenzung lebt.

            • Réda El Arbi sagt:

              Du hast gerade von „Angriff auf das Gewaltmonopol“ geschwafelt. Dacht ich doch, dass es dir damit nicht ernst ist.

              Und ich verstehe, dass es einen Linken schmerzen kann, wenn man gewalttätige Idioten einfach gewalttätige Idioten nennt, und keinen Unterschied macht, nur weil sie unterschiedliche Parolen brüllen.

              Was deine „gutbürgerliche Demokratie“ angeht. Der ist es immerhin zu verdanken, dass Demonstranten, selbst wenn sie gewalttätig sind, nicht einfach in irgendwelchen Gefängnissen verschwinden, in dunklen Ecken verprügelt oder umgebracht werden. Die Freiheit, ein gewalttätiges Arschloch zu sein und dafür nur kurz zur Personalienfestellung auf den Posten zu müssen, ist nicht eine Errungenschaft der pöbelnden Chaoten, sondern eine der demokratischen Prozesse.

              Du hast mich vorhin dafür belächelt, weil ich mich in Kambodscha einsetze. Dort riskieren die Leute ihr Leben, um unsere Form von Demokratie zu bekommen. Kunststück finde ich, dass Bubis mit Steinen, die über ihr hartes Los und über einen Kapitalismus heulen, den sie rege konsumieren, eher lächerlich.

              Natürlich kannst du die Gesellschaft verändern wollen. Aber wenn du das mit antidemokratischen Mitteln machen willst, sind wir wieder beim Faschismus. (Schau dir diesmal die Wikipedia-Definition an, gell).

          • Jürg sagt:

            Der Vergleich zwischen Rechts- und Linksextremismus bezog sich auf die Gewalt als Mittel der, meinetwegen, Auflehnung gegen eine dominierende Struktur. Das mag in einer Gesellschaft, die keine Mitbestimmung kennt und die die Menschen (tatsächlich) unterdrückt ein letzter Ausweg sein, in einem demokratischen Rechtsstaat ist Gewalt jedoch nur ein Rückschritt in der sozialen Evolution. Du hast Recht, der demokratische Rechtsstaat, genauso wie die Sozialwerke und Bildungsinstitutionen, die dich vor Ausbeutung und Ausgrenzung schützen, wurden mit Blut und Gewalt erkämpft. Aber warum? Genau damit keine Gewalt mehr nötig ist, damit Veränderungen einem Konsens entsprechen. Dass dies zu schwachsinnigen Initiativen führen kann, ist der Preis der Mitbestimmung. Der Gewinn hingegen ist, dass jede(r) sich am politischen Prozess beteiligen und dem Schwachsinn etwas Gutes entgegensetzen kann. Deine Logik pervertiert die Errungenschaften der europäischen Revolutionen und klingt, gelinde gesagt, unreif.

          • Stefan Weiss sagt:

            Nein, ich habe nie “Angriff auf das Gewaltmonopol“ geschrieben, sondern, dass es halt nicht verwunderlich ist, wenn das Gewaltmonopol mit Gewalt konfrontiert wird. Tatsachen verdrehen..

            Zu den unglaublichen Errungenschaften der Demokratie die du hier nennst. Die Demonstranten die erwischt werden, haben sehr wohl mit krassen Konsequenzen zu rechen. Hier nur von einer „Personalienfestellung auf den Posten“ zu reden ist auch wieder Tatsachen verdrehen.

            Und nur weil in Hong-Kong, Kambodscha und sonst wo noch schlimmere Zustände herrschen, finde ich eine Demokratie die jährlich 4000 ihrer Mitmenschen im Mittelmeer ertrinken lässt nicht besonders erstrebenswert.

            Schön hast du den Demokratieartikel auf Wikipedia gefunden. Dann hast du hoffentlich auch endlich mal verstanden, dass die Demokratie selber antidemokratisch etabliert wurde. Demokratie ist auch ein Herrschaftssystem, so lange es Herrscher gibt, gibt es auch Klassenkämpfe. Und wenn das wieder billige RAF-Propaganda ist, ja dann bist du halt auch nicht bereit dich auf irgendeine politische Diskussion einzulassen sondern kommst wieder mit irgendwelchen „wir können hier froh sein“ Argumenten.

            • Réda El Arbi sagt:

              Nen, ich hab den Faschismus-Artikel auf Wikipedia gefunden. Demokratie leb ich schon. Jetzt. Und die politischen Diskussionen, die du führst, hab ich vor 20 Jahren bereits geführt. Auf deiner Seite übrigens. Aber man wird klüger, man sammelt Erfahrung, und irgendwann ist Ideologie nur noch Scheisse und man fängt an, sich um echte Menschen zu kümmern.

              Aber ich muss dich nicht überzeugen, das ist dein Lebensweg, deine Verantwortung, für was du in welcher Form einstehen willst. Ich persönlich beende hier die Diskussion mit dir. (In Gedanken schicke ich etwas Mitleid an die Leute, die damals mit mir so hartnäckig diskutiert haben)

              Schönen Abend noch.

  • Thomas Schneider sagt:

    Wirklich schade, was aus RTS geworden ist. Ich war vor ca. 10 Jahren an der ersten Demo als Musiker dabei. Wir sind mit ein paar hundert Leuten durch die Bahnhofstrasse getanzt und die Polizei hat uns eskortiert und die Trams umgeleitet. Keine Scheibe ist dabei in Brüche gegangen! Das war für mich eine unglaubliche Erfahrung. (Nur leider haben dann auch die Medien nicht über die Sache berichtet – erst als das nächste Mal ein paar Müllcontainer brannten…)

    EMPFEHLUNG:
    Damit ihr – auf allen Seiten – mal erfährt, dass sich politischer Protest, welcher auf echter Solidarität basiert, lohnen kann, empfehle ich euch dringendst den derzeit im Uto laufenden Film „PRIDE“ anzuschauen. In dieser wahren Geschichte aus den 80ern haben sich Schwule und Lesben aus London mit Walisischen Minenarbeitern solidarisiert und am Ende haben die Minenarbeiter aus der Provinz (die nicht als besonders schwulenfreundlich galten) in England dazu beigetragen, dass das Gesetz zur Verbesserung der Rechte Homosexueller angenommen wurde.
    Der Film ist nicht nur sehr amüsant und oft auch berührend, er zeigt, dass es durchaus möglich ist, erfolgreich für berechtigte Anliegen zu kämpfen – wenn man eben auch die Anliegen anderer ernst nimmt. Also geht erst mal ins Kino, bevor ihr wieder auf die Strasse geht!

  • Corinne sagt:

    Reda, du machst mit Worten genau dasselbe wie die Bubbies mit Spraydose und Steinen: der Wut unkontrolliert Ausdruck verleihen.
    Frust rauslassen und ‚die andere Seite‘ damit beleidigen resp. provozieren. Schade für einen ausgewiesenen Kommunikationsprofi.

    • Réda El Arbi sagt:

      Naja, wenn du keinen Unterschied zwischen Worten und Steinen siehst, dann tust du mir eher leid. Streitkultur und Diskussionen, auch harte, gehören zur Demokratie. Gewalt gegen andere nicht. Ist ziemlich einfach.

      Und ja, ich rede Klartext, und vielleicht fühlt sich jemand dadurch unangenehm berührt. Das ist OK. Er muss deswegen nicht ins Spital oder verliert wegen der Zerstörung seines Ladens seine Existenzgrundlage. Oder meinst du, die Bubis können nur austeilen, sind aber im (verbalen) einstecken Mimöschen? Hänu. Damit kann ich leben.

      • lukas sagt:

        Dieser text strotzt nur so vor überheblicher arroganz, das ist keine streitkultur. Und auch wenn kritik angebracht ist, macht mich die verbreitung dieser herablassend undifferenzierten pauschalisierung (hooligans, schwarzer block, demonstranten) der ausschreitungen auf facebook wütend. Mir scheint, verstehen will niemand, nur verurteilen. Würde mir auch leichter fallen…

        • Réda El Arbi sagt:

          Oh, ihr habt die Stadt in Trûmmer gelegt und fühlt euch jetzt nicht verstanden? Ui nei! Vielleicht könnte es an der Kommunikationsform liegen?

          Wer Hass und Gewalt wählt, bekommt selten ein verständiges Ohr.

          • SrdjanM sagt:

            Du machst es Dir schon ziemlich einfach wenn Du jedem der widerspricht oder etwas mehr Auseinandersetzung mit den Begriffen RTS erwartet, eine Mitbeteiligung und Mitschuld vorwirfst.
            Dabei wurde hier nur der Ton kritisiert und nicht die Message.

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, ich benutze harte Sprache und hab keine Geduld für billige Rechtfertigungen. Die ist mir in den letzten Jahren ausgegangen.

          • lukas sagt:

            „Ihr“? Dieser haufen von 200 vermummten, einheitlichen, gewaltbereiten chaoten und bubis. Denk doch etwas weiter…

            • Réda El Arbi sagt:

              Lieber Lukas, vermummt KANN ich die Typen nicht unterscheiden, Es geht ja darum, in der anonymen Masse unterzutauchen. Das ist eines der taktischen Merkmale von RTS.

        • tststs sagt:

          Ich bin sonst würkliwürkli der Gspürschmi-Fühlschmi-Typ, aber hier ist meine Grenze erreicht; es gibt IMHO nichts, aber auch gar nichts „zu verstehen“… Ich kann ERKLÄREN, wieso einige da mitmachen (vllt sogar mit Goodwill), aber VERSTÄNDNIS… sorry, nei…

        • B.R. sagt:

          Verstehen? Ich verstehe warum Ladenbesitzer und Angestellte am Tag danach dermassen verschüchtert waren, dass sie es nicht wagten, sich vor Medien zu äussern? „Ich will nicht, dass sie wiederkommen“ … Das wurde aus Rede- und Meinungsfreiheit gemacht?! Eine Atmosphäre der Angst wurde geschaffen unter dem Deckmantel von „noblen“ Zielen. Zu welchem Zweck? „Unseren Alltag für eine Nacht zu durchbrechen“ Also Langeweile. Weil einigen Menschen langweilig ist, sollen wir verstehen, warum sie Unschuldige Menschen terrorisieren? Ich verstehe sehr wohl und darum sage ich: Gut gemacht Réda El Arbi!

        • Reto sagt:

          Was gibt es denn zu verstehen? Dass die gelangweilten Vorstadtkids die „Demo“ als Ventil für ihre angestauten Aggressionen missbrauchen? Oder dass sie weinend zum Papi rennen würden, wenn jemand ihre Sachen zerstören würde?

  • Stocker sagt:

    Auf der einschlägigsten Seite im Internet schreibt einer, der wohl dabei gewesen war: „Ich identifiziere mich weder mit der Schweiz, noch mit eurer bescheuerten Demokratie, ihr könnt euch die ganze Scheisse sonst wohin stecken.“ und „Wir fordern nichts. Wir wollen alles.“ Nun, was gibt es da noch über Sinn und Unsinn zu diskutieren? Das sind Menschen, die wollen nicht in unserer Gesellschaft leben, tun es aber trotzdem und nuggeln wahrscheinlich noch an unserem Sozialstaat.

  • SrdjanM sagt:

    So einfach ist das nicht, denn solche „Veranstaltungen“ haben nichts mehr mit der ursprünglichen Idee hinter „Reclaim the Streets“ gemeinsam.
    Also wäre auch eine differenziertere Standpauke angebracht gewesen.

    Die Idee war mal für „Freiräume“ zu „protestieren“, welche Jugendliche dann selbständig und möglichst unabhängig gestalten können.
    Dann haben sich die „falschen“ Gruppen angehängt und den Spruch für eigene Zwecke missbraucht.

    Schade, denn über das eigentliche Problem wird jetzt nicht mehr gesprochen.

    • Réda El Arbi sagt:

      Lies den Flyer. Das steht «Steinewerfen». RTS hat schon eine Weile einen gewaltätigen Ruf.

      Über das Problem der Gentrifizierung wird übrigens schon noch gesprochen, es gibt auf Kräfte, die sich dagegen einsetzen. Nur nicht mit Steinen auf der Strasse, sondern da, wo man Mehrheiten gegen den Ausverkauf unserer Städte gewinnen kann.

      • SrdjanM sagt:

        Ich habe es gelesen.
        Da gibt es nichts zu rechtfertigen und das will ich auch gar nicht.

        Ich sage aber dass diese und die meisten anderen Aktionen in den letzten Jahren den Slogan „RTS“ nur missbrauchen und mit der ursprünglichen Veranstaltung nichts mehr gemeinsam haben.
        Das hättest Du auch ruhig erwähnen können…

        Und die angeblich andauernde Diskussion um die Gentrifizierung ist einfach nur lächerlich und geht meilenweit an dem Vorbei was sich viele Jugendliche in vielen Schweizer Städten wünschen.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, genau da liegt das Problem. Wünschen reicht in Märchen. Im realen Leben muss man Dinge kreativ umsetzen und mit den (hier reichlich) vorhandenen Ressourcen zurechtkommen. Ihr wollt eine andere Stadt? Dann übernehmt Verantwortung und gestaltet sie mit. Das dauert ein wenig länger und ist nicht ganz so spannend wie „Ich Will Jetzt“ zu rufen, während man Steine schmeisst.

          • SrdjanM sagt:

            Ich glaube wir reden hier aneinander vorbei.
            Es geht mir ja gar nicht um die Chaoten von Freitag, die haben mit dem Ursprung von RTS nichts gemeinsam.

            Welche vorhandenen Ressourcen meinst Du?
            Nenn mir 3 Beispiele von Möglichkeiten für junge Menschen mit Ideen und Talenten aber ohne Geld und Beziehungen?

            • Réda El Arbi sagt:

              Nun, das offensichtlichste sind eigene Medien (Internet). Beziehungen lassen sich knüpfen, nur muss man dann auf die Leute zugehen, anstatt sich abzuschotten.

              Und was die Freiräume angeht: Man kann heutzutage ein Gebäude besetzen, ohne gleich im Gefängnis zu landen. Normalerweise kriegt man Strom und Wasser von der Stadt. Man kann eigene Partys veranstalten, solange man sie nicht mit brennenden Containern beleuchtet. Eigene Kunsprojekte, eigene Radiosender, eigene TV-Kanäle. Dazu reicht ein Smartphone und ein Internetzugang.

              Die Möglichkeiten sind immens. Irgendwie scheints aber an Kreativität zu fehlen, was man dann wieder „der Gesellschaft“ anlastet. Lastt euch verlfucht nochmal was Geiles einfallen und wartet nicht, bis ihr es von uns alten, etablierten Säcken bekommt.

          • SrdjanM sagt:

            Ich gehöre auch eher zu den „etablierten alten Säcken“, nur dass das mal geklärt ist.

            So einfach wie Du Dir das vorstellst, also alles so locker, virtuell, frei und umsonst ist das Leben und das Gestalten von Freizeit vor allem in den beschaulichen Schweizer Städten sicher nicht. Natürlich kann man vieles im Netz organisieren und vorbereiten, aber schlussendlich müssen sich die Leute dann doch noch treffen und ev. zusammen was erarbeiten.
            Google Docs kann kein Ersatz sein für das Leben.

            Und schon ausserhalb von Zürich und Bern ist es nicht mehr die Platznot welche schuld ist an diesem Zustand, es ist fast eine jungendfeindliche Haltung in vielen Gemeinden zu spüren.
            Da werden durchaus gute Ideen schon im Keim durch ein „Kostet etwas, bringt nichts“ begraben.

            • Réda El Arbi sagt:

              Deshalb ist ja Kreativität gefragt. „Ich will ein Atelier, sonst kann ich nicht kreativ sein“ ist einfach pure Konsumhaltung, sehr verwöhnt und sehr schweizerisch.

  • Werner Meyer sagt:

    Unser globalisiertes Wirtschaftssystem und die damit einhergehende Masseneinwanderung haben einen ziemlich direkten Einfluss auf die Gentrifizierung in dieser Stadt bzw. in diesem Land. Ob die Menschen nun ihr JA einlegen in die Urne oder sich gewaltsam gegen Verdrängung auflehnen, die Ursache scheint mir identisch. Aber ich fürchte, diese Parallelen passen nicht in ein linkes Weltbild.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, wenn sie mir die Masseneinwanderer in den leerstehenden Luxuswohungen in Zürich West zeigen, oder die Masseneinwanderer, die mit ihren Einfamilienhäsuern noch die letzten Reste des Mittellandes verschandeln, dann können wir weiter darüber reden.

      • Leser sagt:

        El Arbi, gerne zeige ich ihnen all die Blöcke die ich kenne aus welchen die angestammten Mieter aus Unter- und Mittelschicht (Schweizer, wie Ausländer) in den letzten Jahren rausgeworfen wurden um sie nun totalsaniert an dahergelaufene Yuppies mit Maximalrendite zu vermieten…

        Was sagen sie all diesen Leuten die dazu gezwungen wurden ihr Umfeld aufzugeben und nun keine bezahlbare Wohnung mehr finden? Bringen sie da auch die billige Masseneinwanderer-Polemik nur um nicht zugeben zu müssen, dass tatsächlich eine Verdrängung stattfindet?

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, das kenn ich. Diese Familien waren aber dieses Wochenende nicht am Randalieren und würden nicht von RTS vertreten werden wollen.

          • Leser sagt:

            Hätten sie ein bisschen aufgepasst, wäre ihnen aber aufgefallen, dass der ursprüngliche Aufruf genau mit dieser Thematik zu tun hatte, respektive die aktuell gewaltbereite Demoszene sich mit diesen Ängsten und Problemen „füttert“.

            Und wenn sie das Gefühl haben das betreffe nur Familien, dann sind sie auch ein weiteres Mal auf dem Holzweg und wenn sie ernsthaft davon ausgehen jeder würde eine der Gesellschaft/mir/ihnen passende Form der Auflehnung und Meinungs“äusserung“ aussuchen um seinem Ärger Luft zu machen, dann sind sie wohl ein klein wenig ignorant.

            Ich mag mich noch erinnern, dass zum Beispiel als wir über die Europaallee abstimmen konnten, behauptet wurde dort würden Wohnungen und Ladenareale für Stadtzürcher entstehen – daraus geworden ist ein Sammelsurium von Pseudosteuernbezahlern wie Google und Firmen wie UBS die sich zwar Bonis aber seit x Jahren keine Steuern mehr leisten können, teuren Läden und Ladenketten und überteuerten (Alters-)Mietwohnungen, während diese Dynamik langsam auf das bisher noch bezahlbare Langstrassenquartier übergreift.

            Und sie wollen mir dann ernsthaft sagen, wenn Geschäfte in der Europaallee angegriffen werden, sei das ziel-/planlose Gewalt? Ist ein bisschen einfach..

            Wobei dies natürlich nicht heisst, dass ich dieses Handeln in irgendeiner Art und Weise rechfertigen möchte oder in Ordnung finde.

            • Réda El Arbi sagt:

              RTS darf sich so äussern wie sie wollen. Sie tragen dann auch die Verantwortung dafür, dass die SVP jetzt alle besetzten Häuser räumen will …

              Und ich darf sie „trötzelnde Bubis“ nennen.

  • Bruno Dreier sagt:

    Dem Denkanstoss des Autors ist erst einmal zu gratulieren. Den gutväterlichen Rat des „alt-weisen“ linken Patriarchen an seine gewalttätigen „Sprösslinge“ finde ich jedoch etwas unangebracht. Dass der Autor sich zu diesem Zweck als „links“ einstuffen muss zeugt auch nicht nicht gerade von einem Ausbruch aus dem schwarz-weiss Denken das er propagiert. Er stellt sich dadurch in die ungemütliche Lage dann jemandem erklären zu müssen was für ihn eignetlich „Links“ bedeutet….und führt ihn zu Statements die man sonst nur noch in der Kirche hört. Das ist nun einfach eine Feststellung und nich böse gemeint. Der ganze Diskurs wird sowiso viel zu politisch geführt, so als wären „gute Menschen“ entweder links oder rechts zu finden, was aber in der Realität überhaupt nicht so ist. Es gibt ganz einfach „gierige“ Menschen in jeder politischen Farbe. Dazu gibt es auch „gewaltätige“ Menschen in jeder Farbe. Gewalttätige Menschen werden eher noch eingesperrt, letzten Samstag zwar nicht. Sie haben sich dadurch dass sie unbestraft bleiben ihren Freiraum eigentlich nun auch geschaffen. Die „gierigen“ Menschen haben diesen Freiraum schon lange und leben diesen tagtäglich unbestraft. Ich persönlich wäre dafür dass beide gewissermassen bestraft würde, also diejenigen die andern gegenüber mit „Gewalt“ begegnen, aber auch diejenigen die andern gegenüber mit „Gier“ begegnen….Aber vielleicht ist es halt trotzdem so dass der Aufschrei gegen „Gewalt“ immer noch viel grösser ist als der Aufschrei gegen „Gier“….als ob das eine dem andern vorzuziehen wäre.

    • Réda El Arbi sagt:

      Nun, in den meisten Belangen stimme ich mit der SP oder den Grünen. Das nennt man dann wohl „links“ in der Umgangssprache. Werte und Begriffe wie Solidarität, Gemeinwesen, Sozialstaat und Zivilgesellschaft liegen mir am Herzen. Den Fremdenhass der SVP verabscheue ich, die neoliberalen Auswüchse der Giergesellschaft hasse ich. Ich unterscheide mich in der Ausrichtung nicht gross von den Krawallmachern, nur in den Mitteln, meine Überzeugungen zu leben und weiterzugeben. Sie sehen, ich bin ein Linker. Sogar einer, der die SP manchmal viel zu bürgerlich findet.

      Was mich ein wenig stört, ist, dass ich den Anspruch „Wir wollen haben“ in der „Reclaim The Streets“-Bewegung nicht so richtig von „Wir wollen haben“ im McDonalds oder sonst irgendwo in der Konsumgesellschaft unterscheiden kann.

      • Bruno Dreier sagt:

        na ja…das mit dem „wir wollen haben“ ist so eine Sache. Links-Grün will ja eigentlich auch oft „haben wollen“. Aber gründsätzlich bin ich trotz meiner politischen non-couleur der Meinung dass „gier“ ein ähnliches übel ist wie „gewalt“, aber da
        dieses übel viel unspektakulärer ist wird es viel weniger erkannt. Falls es Ziel der Krawallmacher war, auf die neoliberalen Auswüchse der Giergesellschaft aufmerksam zu machen wäre ich mit dem Anliegen sicher einverstanden, aber sicher nicht mit den Mitteln. Da würden friedliche Demos wohl eher ein geeignetes Mittel sein. Man siehe Pegida in Deutschland die eine reisenpolitische Dikussion ausgelöst haben, und zwar mit friedlichen Demos, ob man nun mit ihnen einverstanden ist oder nicht.

        • Réda El Arbi sagt:

          Klar, auf die Gier muss aufmerksam gemacht werden. Wieso dazu aber Gewalt gegen kleine Läden im kreis 4 notwendig ist, erschliesst sich mir nicht.

          Es gibt auch illegale, spektakuläre Aktionen, hinter denen ich voll stehen kann. Zum Beispiel die Aktionen von Greenpeace. Kreativ, medienwirksam, spektakulär und niemand, ausser vielleicht den Aktivisten, wird verletzt. Das ist Mut und Leidenschaft. Einen Stein auf einen Polizisten oder in eine Scheibe werfen ist nicht revolutionär.

          • Bruno Dreier sagt:

            das seh ich auch so…und da ich als Pazifist sowiso gegen jede Form von Gewalt bin, läuft für mich solche Gewalt parallel
            zur Habgier die eigentlich angeprangert wird….ist deshalb äusserst kontraproduktiv, ja sogar heuchlerisch.

          • Mike Soldano sagt:

            So toll sind die Greenpeace Aktionen nicht, denn sie zwingen die Leute, ungefragt ihre Meinung anzuhören. Möchten Sie, dass ich, wenn ich Ihnen was mitteilen möchte, ungebeten in Ihre Wohnung eintreten und Ihnen meine Meinung ins Gesicht schreie? Nein. Diese Aktionen sind kontraproduktiv, die Art kommt bei vielen Leuten nicht an. Was schade ist, denn das Anliegen von Greenpeace ist ja prinzipiell gut.

            • Réda El Arbi sagt:

              Laut Umfragen sind die Greenpeace-Aktionen bei mehr als 70 Prozent der (europäischen) Bevölkerung als legitim anerkannt. Von kontraproduktiv kann also keine Rede sein. Es ist sogar so, dass die Strafverfolgungsbehörden n der Schweiz und Europa darauf verzichten, die Aktionen zu verfolgen, wann immer ihnen das Gesetz nur die geringste Chance dazu lässt. Strafrechtlch gegen Greenpeace-Aktionen vorzugehen kann einen schweren Imageschaden für die Behörden bedeuten.

        • Bruno Dreier sagt:

          Greenpeace mit seinen Aktionen die oft an der Grenze zur legalität sind finde ich eigentlich von der message her gut und sind medienwirksam. Was ich an Greenpeace nicht mag sind die hohen Saläre welche sich das management gemäss Reports anreichert. Deshalb unterstütze ich Greenpeace nicht. Alles was in Richtung „Gier“ und „Gewalt“ geht unterstütze ich nicht. Den Vorwurf von „Gier“ müssen sich inzwischen auch viele Linke gefallen lassen und ist mit ein Grund warum der „Arbeiter“ heute nicht mehr SP wählt. Obschon Geld verdienen im Grunde genommen kein Uebel ist, aber viele Linke habe sich inzwischen voll dem Neoliberalismus verschrieben und schöpfen volll mit!

  • Manu sagt:

    Was ist eigendlich los mit euch? Ich sitze hier drüben in Hong Kong und habe gerade eine der wohl grössten Demonstrationen der neueren Geschichte miterlebt und das ohne (ihr wisst was jetzt kommt) den Einsatz von Gewalt. Ihr habt in der Schweiz eine der besten und weitreichendsten Demokratien die es überhaupt gibt. Ihr dürft über Fragen abstimmen, die in anderen Teilen der Welt alleine für sich schon Kopfschütteln auslöst. Ihr könnt all eure Anliegen vors Volk bringen, mit genügend persönlichem Einsatz und einem genügend grossen Willen. Die Menschen hier würden auf die Knie fallen wenn sie dies nur ansatzweise könnten. Uns was tut ihr damit? Ihr kratzt eure Überzeugung, euren Einsatz, euren Willen zusammen und zieht auf die Strassen? Wo alles in einer Strassenschlacht verpufft? Und ihr eher gegen als für euch arbeitet? Sorry, aber das versteht keine einzige Seele hier drüben.

    • tststs sagt:

      Oje, ich hoffe der Rest „da drüben“ ist ein bisschen differenzierter und schliesst von 200 Chaoten nicht auf den Rest von UNS…

  • Psyko Mikro sagt:

    Ich glaube sehr wohl das es eine stark ansteigende Unzufriedenheit in der Bevölkerung fast jedes westlichen Landes gibt. Je nach Betitelung wird der Ursprung dieses Gefühls dem Wachstum / Konsum oder der Ohnmacht / Ungerechtigkeit zugeschrieben. Ich glaube weiter auch, das wir an dem gewählten und gelebten Prinzip des Kapitalismus in seiner jetztigen Form, stark etwas ändern müssen um weiter in „Frieden“ leben zu können. Aber es gäbe so viele andere Wege dies zu erreichen als mit sinnloser dummer und auch gefährlicher Gewalt wie Freitagsnacht. Wie bei der Binz Demo werden sich Linke Kreise aber nie von der Gewalt gänzlich distanzieren können, und dort sehe ich den Grund für das Scheitern fast aller ihrer Anliegen. Die breite Bevölkerung nimmt nun völlig zu recht nur noch Gewalt, Zerstörung und Aggression wahr. Und an diesem Schaden werden sie alle sehr sehr lange zu knabbern haben.. Auch dies aus meiner Sicht völlig zu recht…

    • Mike Soldano sagt:

      Wenn es hier so dermassen himmeltraurig und unser System so gescheitert ist, dann lassen sie sich doch das nächste Mal in Togo medizinisch versorgen. Oder machen sie in Yemen eine Ausbildung, lancieren sie im Irak eine Volksinitiative oder gehen sie in Nordkorea einkaufen. 90% der Weltbevölkerung würde alles dafür tun, unseren Lebensstandard zu haben und sie meckern, dass sie unzufrieden sind. Wenn jemand in der Schweiz so frustiert ist, dann rein durch seine eigene Schuld.

      • Judith Frei sagt:

        90% der Weltbevölkerung tut bereits alles dafür, dass wir unseren Wohlstand haben. Sie werden rund um die Welt ausgebeutet, und der Ertrag fliesst zu uns.

  • Adi sagt:

    Lieber Reda

    Vielen Dank für deinen Artikel! Du triffst den Nagel auf den Kopf.
    Ich staune jedoch immer wieder darüber, wie diese Leute ihrer eigenen Geilheit auf Nervenkitzel&Action auch noch einen politischen Touch geben können!!

    Auch ich war einmal jung&habe des öfteren Schei..e gebaut. Dieser Schei..e aber auch noch einen pseudo-politischen Grund zu verpassen, wäre mir nich in den Sinn gekommen.

    Das Ganze erinnert mich irgendwie an die Aktionskünstlerin Milo Moiré.
    Sie hat bei Ihrer Aktion mit Farben gefüllte Eier aus ihrer Vagina auf eine Leinwand geschossen und verkündete, dabei ginge es um «Schöpfungsangst, die symbolische Kraft des Beiläufigen und die kreative Macht der Weiblichkeit».

  • Réda El Arbi sagt:

    Hier, bevor ich für heute die Kommentarfunktion schliesse.

    Für alle löblichen Verteidiger der RTS-Aktion dieses Wochenende:

    Yay! Voller Erfolg!

    „Dazu gehört laut Fehr etwa, dass «jede Hausbesetzung innert 24 Stunden geräumt» (…) werde.“

    http://www.20min.ch/…/SVP-fordert-Raeumung-aller-besetzter-…

  • Arielle Scherer sagt:

    Lieber Blogger,
    ich bin auch gegen Gewalt. Ich bin gegen Ungleichgwicht. Ich bin gegen ungesunde Machtverhältnisse. Ich bin gegen
    die undurchringbare Macht des Geldes und des Wirtschaftsdiktats. Lieber Blogger, wenn Du schreibst, was passiert wenn man diesen dummen jungen Leuten Waffen in die Hand gibt? Das ist doch der ganze Witz an der Sache, sie haben KEINE Möglichkeiten um ihren Unmut wirksam kundzutun.Sie haben keine Macht, kein Geld, keine Lobby um wirklich etwas zu bewegen. Wie gesagt ich bin gegen Gewalt und damit meine ich jegliche Gewalt. Es gibt auch ganz sublime Gewaltformen, die viel verbreiteter sind und viel diffuser. Diese Form von „Gewalt“ ist eine Gehirnwäsche, welche die Interessen der Wirtschaft über ALLES stellt. Ist das eine bessere Gewalt? Eine bessere Gewalt, weil uns gesagt wird, dass wir der Wirtschaft falst alles erlauben sollen, weil sie Arbeitsplätze schafft und unseren Wohlstand weiterträgt. Sobald jemand versucht an dieser Ordnung etwas zu ändern, kommt gleich die Angstmacherei. Eine gewaltige Maschinerie, in meinen Augen.
    Gewalt ist immer zu verurteilen, aber Kommunikation funktioniert am einfachsten, wenn man die gleiche Sprache spricht, ob es einem passt oder nicht.
    Es grüsst A.

    • Réda El Arbi sagt:

      Das ist nun wieder Mal Schwachsinn. noch nie zuvor hatten junge Menschen so viele Möglichkeiten, um sich Gehör zu verschaffen. Sie haben eigene Medien, sie haben Reichweite (wie man am Wochenende gesehen hat), sie haben sogar einige kluge Köpfe. Es gäbe auch geile illegale Aktionen, wie sie zum Beispiel Greenpeace durchführt, ohne dabei die kleinen Shops von Secondos zu zertrümmern.

      Aber grundsätzlich fehlt mir ein ganz klein wenig das Verständnis fürs Leiden. Da sind alle Möglichkeiten, da ist Freiraum. Er könnte genutzt werden. Nur, sie wollen, in bester kapitalistischer Manier, mehr und anderes HABEN. Sie wollen. Sie wollen haben.

      Das ist in meinen Augen der etwas suspekte Zusammenhang. Sie wollen nicht kreativ erschaffen, sonst würden sie es tun. Sie wollen ein Atelier, um es zu tun, Und sie wollen es von der Stadt, oder von sonst irgendwem. Reine McDonalds-Mentalität.

      Etwas gegen die Gentrifizierung tun? Indem man die Langstrasse zusammenschägt? Jau, das macht Sinn.

      • Leser sagt:

        Jaja Reda schon ok, nur weil du das Glück hast für deine Meinung Geld zu bekommen und in einem der grössten Verlagshäuser der CH zu veröffentlichen musst du hier nicht so töne spucken. Wenn du das Gefühl hast jeder hätte die selben Möglichkeiten eine Meinung kund zu tun, dann lebst du aber ein einer Traumwelt (muss man als TA Maden-ja [oder wie euer Laden heisst] Angestellter wohl sowieso)

        • tststs sagt:

          „KEINE Möglichkeiten um ihren Unmut wirksam kundzutun.“
          „eine Meinung kund zu tun“
          Bitte wassss??? Welche Meinung, welcher Unmut? Dass man Privateigentum mutwillig zerstören darf? Unmut darüber, dass die Stadt nicht jedem einen Pflasterstein und schwarze Kleidung zur Verfügung stellt?!?

          • Leser sagt:

            tststs, vielleicht zuerstmal am eignenen Leseverständnis arbeiten, bevor sie das nächste Mal Satzteile zu einer verfälschten Aussage zusammenwursten. Danke

          • Leser sagt:

            Ergänzend an tststs:
            Ich möchte behaupten, wenn diese 200 Krawallanten mit Kreide auf den Helvetiaplatz ein paar Forderungen gemalt hätten, oder in ihren Blogs diese gepostet hätten anstatt die Europaallee zu verwüsten, hätte das keine Sau mitbekommen.
            Von den Ausschreitungen am Frietag sprechen jedoch sogar internationale Medien – grosse PR Agenturen machen übrigens dasselbe. Ein Gesetz brechen, öffentlich aufmerksamkeit erregen und Busse in Kauf nehmen dafür schreiben alle Zeitungen darüber. Dort nennt man dies dann virales Marketing und man kann damit Preise verdienen. gogglen nach „30’000 Ballone verschmutzen Gebirge“

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, und alle sind sich fùr einmal einig: Es waren Vollidioten am Werk. Kein bisschen Rückhalt in der Bevölkerung.

    • Oliver Denker sagt:

      Liebe Arielle Scherrer
      Ich steige jetzt hier auch mal etwas salopp ein: Diese Leute haben keine Möglichkeit ihren Unmut kundzutun, weil sein strohdämlich und wohl auch faul sind. Etwas zu erreichen erfordert Einsatz und Geduld. Aber das ist halt nicht so geil….

  • Das Vorkommnis ist einfach nur Krieg. Kriegerisches gehabe von unzufriedenen, mit grössten Minderwertigkeitskomplexen behafteten Unmenschen. Nicht fähig – für nichts. Dumme, nichtsnutzige Krieger. Kriminelle.

  • Beni sagt:

    Lieber Reda El Arbi
    Toll wenn Sie selbst einen Blog betreiben.
    Allerdings sollte auch wenn man wütend ist sachlich bleiben.
    Und mich würde halt doch auch wundernehmen warum sie Gewalt den Rechten zuordnen??
    Rechte sind nicht gegen Ausländer. Die Extremen sind klar gegen Ausländer. Das Rechte Gedankengut beinhaltet mehr als nur das Thema Ausländer.
    Und Gewalt den Rechten zuzuordnen ist einfach nicht korrekt.
    Gewalt ist nicht links oder rechts Gewalt ist neutral.
    Gewalt als Rechte “ Krankheit“ anzusehen ist einfach und die Linksextremen als dumme hinzustellen die Rechten Scheiss nachmachen auch.
    Gewalt kommt davon wenn man gegen etwas ist und keinen anderen Weg findet sich Aufmerksamkeit zu erlangen.
    Jeder hat sein „Feindbild“ auch sie und nach Ihrer Theorie wären Sie auch ein Rechter. Sie üben verbale Gewalt aus und Gewalt ist nach Ihrem empfinden Rechts genau so wie die Einstellung gegen irgendetwas was zu haben.

    Sie sind auch gegen irgend welche Sachen somit wären Sie rechts….nach Ihrem Text dürfen Linke gegen nichts etwas haben.

    Bevor Sie wütend im Netz nach Zustimmung suchen sollten Sie sich überlegen was Sie schreiben.
    Zustimmung findet man immer irgendwo doch die Frage ist wie man was ändern kann. Wie man der Welt helfen kann besser und verständnisvoller zu werden.

    Freundliche Grüsse

  • YK sagt:

    Warum hat sich nicht längst eine Gruppe zusammengeschlossen, welche bei Start einer solchen Aktion zusammengetrommelt wird und diesen Gruppierungen auf ihre Art paroli bietet?
    Fressen polieren für einen guten Zweck sozusagen.
    Natürlich, würden sich diese „anständigen“ Bürger auf das gleiche Level begeben. – Trotzdem, jedes mal nach solch einer Aktion wünschte ich mir, ich könnte auch mal meine Wut auf solche Idioten rauslassen.

  • Fragen müller sagt:

    Warum schreibt man da die 5te Kolonne der Rechten….warum sollen immer die Rechte gewaltätig sein und wenn mal die Linken was machen hängt man innen an sie seien nicht besser als die Rechten. ES gibt in beiden Lagern Gewalt….gewalt kann weder Rechts noch Links zugeordnet werden

    • Réda El Arbi sagt:

      Bei der 5. Kolonne gings darum, wer davon profitiert, nicht, wer dafür verantwortlich ist. Und die RTSler haben mit dieser Aktion unbewusst den Rechten geholfen.

  • tststs sagt:

    Sooo, ich hoffe, Sie hatten einen friedlichen und erholsamen Nachmittag… Jetzt kommt wieder ein Ladung Dreck…äh pardon…Arbeit auf Sie zu. Hier meine Fuhre:
    Es ist doch völlig unnötig, von Teenies (die Verhafteten waren alle ü25), Linken, Wohlstandsatten, Wutbürgern etc zu schreiben! Es gibt IMHO nur eine korrekte Bezeichnung: es sind alles ausgewachsene ARSCHLÖCHER! Weder die politische Gesinnung, Probleme bei der Wohnungssuche, noch die Grösse des Portemonnaies ist der auschlaggebende Faktor, weshalb ein Mensch so etwas tut. Da liefen ganz andere Dinge schief…

    (Hoffe, das A-Wort schafft es in diesem Fall durch den Filter, ansonsten bitte ersetzten mit: Mastdarmöffnungen)

  • Sandra Pielli sagt:

    Ganz klug, wie Sie, Réda El Arbi, auf diese reale und auch auf die verbalen Gewaltattacken in den Kommentaren reagieren! Hut ab! Mehr von Ihnen in der Zeitung, bitte 🙂

  • Florian Sieber sagt:

    Nun Herr El Arbi nachdem sie den Demonstrierenden erklärt haben, was Linkssein heisst, würden sie sich selber erklären lassen, um was es sich bei Faschismus handelt… Die Verwendung des Begriffs „Linksfaschisten“ lässt nämlich darauf schliessen, dass kein wirkliches Interesse daran besteht, die Grundlage solcher Ereignisse zu ergründen, sondern einfach eine Polemik rauskommen sollte, die dank solcher flotten Schlagwörter auf Zuspruch stösst. Naja schade drum…

    • Réda El Arbi sagt:

      Wer Gewalt gegen Andersdenkende einsetzt, um die eigenen Ideen durchzuprügeln, wird das auch in Regierungsverantwortung tun. Ergo: Faschisten.

      • Florian Sieber sagt:

        Da machen sie sich es eben viel zu einfach: Gewalt war bereits ein Mittel der Politik bevor der Faschismus auch nur in Ansätzen existierte. Sie können gerne mit solchen vorbelasteten Schlagworten wie „Linksfaschist“ um sich werfen, sie sorgen dadurch aber einfach nur dadurch, dass analytische Begriffe, die dazu geeignet sind um politische Phänomene zu bezeichnen, zu billigen Worthülsen verkommen.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja. Schon wie sie rationalisieren und damit vom Grundthema ablenken. Gewalt als politisches Mittel (wenn bei den Bubis überhaupt politisches Bewusstsein da ist), ist die Grundlage von Unterdrückung. Sieht man bei jeder Revolution. Für mich sind das Ansätze von Faschismus.

          • Florian Sieber sagt:

            Ist man da ein wenig kritikunfähig? Wird moniert, dass der Begriff nicht passt, ist der Vorwurf, dass man damit auf einen Nebenschauplatz abzulenken versucht, etwas gesucht… Btw ein Thema rational anzugehen ist nicht immer das Dümmste. Da kommt man zumindest nicht auf Sätze wie „Für mich ist das aber so!“. Und nein das sieht/sah man nicht bei jeder Revolution. Eine Revolution ist eine Umkehr gesellschaftlicher Verhältnisse. Eine Zwangsbindung zu Unterdrückung besteht nicht aber hoppla, hab ich da etwa wieder „rationalisiert“? Im übrigen: Selbst bei Ansätzen würde man nicht vom Linksfaschismus sprechen sondern eben von „Ansätzen“ zum Linksfaschismus.

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, ich würde dir gerne zuhören, wirklich. Ich kann dich aber im Scherbeln der Schaufenster nicht hören.

              Jede Revolution endete erst mal in einer Diktatur, das ist Fakt. Wer Gewalt gegen Andersdenkende oder die ominöse „Gesellschaft“ benutzt, wird damit nicht aufhören, wenn er mehr Macht hat. Da sind wir dann im Faschismus. Wieso sollte man Leuten, die ihre eigene Stadt kaputtmachen, in irgendeiner Weise mehr Freiraum einräumen? Sie wollen ihn sich nehmen? Ja, aber dann müssen sie sich auch auslachen lassen.

              Eine gesellschaftliche Veränderung kriegt man nur mit der Unterstützung der Mehrheit hin. Man kann sie nicht einfach durchtrötzeln. Das ist auch der Unterschied zwischen der 80er-Bewegung und den Ausschreitungen dieses Wochenende: Null Rückhalt in der Bevölkerung.

        • Daniel Ziltener sagt:

          „Faschismus“ hat erst einmal nichts mit links oder rechts zu tun, sondern mit der Art der Interessendurchsetzung. Des weiteren sollten Sie sich vielleicht auch einmal mit der Wortherkunft beschäftigen…

  • thomas sagt:

    Politische Kommentare sind nicht mein Ding..aber wenn ich auf FB lese wie sich Cüpli Sozialisten , Pseudo Linke und sonstige Kulturschafende wiedermal echauf­fie­ren, dass die Polizei nur 4 Verfaftungen vornahm stimmt mich das ärgerlich! Es gab mal eine Zeit da wäre die Polizei vorgänging besser informiert gewesen. Hierzu empfehle ich den Bericht im Tagi vom 03.11.14: http://www.tagesanzeiger.ch/…/Die-zwei-Leben…/story/17327975
    Aber wie würden dann sofort wieder Stimmen laut aus dem linken Lager!! Fichen Affäre!! Ueberwachungsstaat! Datenschutz!!
    Weiter wird wohl oft vergessen, dass die Polizei ein ausführendes Organ ist. Ein Machtinstrument des Staates und der damit verbundenen Politik. Aufgrund der Tatsache, dass im Zürcher Gemeinderat die rot/grüne Fraktion bestens vertreten ist und auch der Polizeichef keinen Hehl daraus macht woher er seine politische Gesinnung hat dürfte klar sein woher der Wind weht bezüglich Einsatzdoktrin bei solchen Anlässen.
    Bezüglich den „Demonstranten“…die Aufhängung des ganzen Anlasses wird inhaltlich wie immer mit Freiräume, verkappten anarchistische Träumen und sonstigen minderbemittelten Slogans der linksautonomen Szene propagiert. Unter den Demonstranten selber sind dann allerdings nur ganz wenige die sich auch direkt mit der linksaustonomen Szene auseinandersetzten. Die meisten sind sehr junge oft minderjährigen (mildes Jungendstrafrecht sei Dank) Mitläufer häufig auch mit migrationshintergrund die auf der Strasse ihre postpubertäre Agression rauslassen.
    Die Polizei selber hütet sich, unter den Vorgaben von oben, Gewalt anzuwenden. Die Presse (auch links) hat bei hartem Durchgreifen der Polizei sonst sofort wieder Schreibmaterial. Die wahren Chaoten gehen dabei bei der Presse leicht vergessen. Was aber bleibt sind Schuldzuweisungen und Kritik am harten Einsatz der Polizei: http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/articleA1JLF-1.345019
    Trägt dann doch mal ein Chaot ein blaues Auge davon, stehen im dubiose „Menschenrechtsorganisationen“ wie „Augenauf“ zur Seite und versuchen mit Handyvideos und sonstigen Amateur Spy Gadgets die Polizei in den Dreck zu ziehen. Ich selber würde mich peinlich und völlig deplatziert fühlen müsste ich im Wohlstandsland Schweiz Uebergriffe gegen die Menschenrechte aufdecken wenn wenige Flugstunden weit entfernt sämtliche Rechte wahrhaftig mit Füssen getreten werden. Aber dort ist es halt dann nicht mehr so angenehm wenn man gerne ein Aktivist sein will! Dort tuts dann schnell mal weh.
    Angenehm finde ich eingentlich das ideale Wort. Es ist bequem und angenehm in der Schweiz sozialistisch zu denken und zu handeln wenn man das Geld ausgeben kann. Es ist angenehm Häuser zu besetzten, Demos zu organisieren, und Gewaltakte auszuführen wenn man höchstens eine milde Strafe bekommt.. Es ist einfach sich in einem reichen Land wie der Schweiz ein linkes, hippes, „Gutmenschen“ Image zuzulegen. Uns ist es ja regelrecht langweilig so gut geht es uns!

  • kaspar lang sagt:

    Der Text ist aber wahnsinnig differenziert.. Pauschalfeindbilder sind also wirklich so ziemlich das absolut Dümmste, was man im Kopf haben kann..

  • David Barcikowski sagt:

    Mit subjektiven vergleichen wie zu rechtsextremen Neonazis würde ich aufpassen.
    Auch sind die Geschehnisse von Freitagnacht nicht zu politisieren und schon gar nicht zu ideologisieren. An dem Zug waren schlicht weg alle Schichten und Politische Einstellungen vertreten.

    Satt Beleidigungen auszusprechen was die Situation nur noch weiter fest fährt, ist es wichtig objektiv zu analysieren und Schlussfolgerungen aus den Ausschreitungen zu ziehen.

    RECLAIM THE STREETS tritt als globales Phänomen unserer Zeit auf, genau so wie die Spekulation, Aufwertung der Citys und zu guter Letzt das versagen der Politiker diese einzudämmen.

    Eine Antwort auf letzteres ist auch die Masseneinwanderungs Initiative, eine Initiative welche weit vor dem 13.12.14 angenommen wurde und als ein weiteres Zeichen der unzufrieden mit dem Handeln der Politiker welche die Probleme nicht zu lösen vermögen weil sie schlicht und einfach zu wenig mächtig sind und in eigenen Interessenkonflikten stehen, zu deuten ist.

    Die Verdrängung von Lebens- und Freiraum ist wie man sieht, aus Ökonomischer wie Gesellschaftlicher Sicht äusserst destruktiv, wenn man sich einmal die Innovations- oder die Integration kraft solcher Räumen zu Auge führt.

    Es geht nicht um Links, Rechts oder Ideologie, es geht um Wut.
    Die Wut in einer Stadt zu leben welche es zulässt das ganze Quartiere niedergerissen und darauf Betonblöcke errichtet werden welche dann für Millionen an Investoren verkauft werden. Die Wut die Stadt in der man aufgewachsen ist nicht wieder zu erkennen und aus ihr verdrängt zu werden.

    Diese Wut kann sehr strake Emotionen hervorrufen und im Kollektiv der Masse zur extremem Gewalt gebündelt werden. Dieses Kollektiv kann sich innert Stunden organisieren und ist einmal in fahrt nicht mehr aufzuhalten, egal wie strak der Polizeistaat ausgebaut wird, was die Frage wie weit Sie gehen würden beantwortet.

    Wie die Geschichte zeigt sind viele solcher Bewegungen im Ursprung auf Unzufriedenheit und Verzweiflung zurück zu führen, diejenigen welche sie nicht erst genommen haben wurden meist von ihrer Macht überrascht.

    • Dave sagt:

      Nur weil die Stadt, in der man aufwächst, sich in eine andere Richtung entwickelt, hat man noch lange keinen Freipass für Sachbeschädigungen und Gewalt gegenüber Beamten.
      Es gibt wohl keinen Staat auf der Welt, wo Jugendliche bessere Möglichkeiten und Perspektiven haben als die Schweiz. Unglaublich.
      Und wenn jemand einfach gerne jede Nacht an einem x-beliebigen Ort mitten in der Stadt eine Outdoorparty feiern will, hat er nicht begriffen, was ‚Zusammenleben‘ heisst. Es gibt verschiedene Rechtsgüter, die im Gegensatz zueinander stehen. Z.B. Party und Schlaf.
      Deshalb gibt es Gesetze.
      Und weil heute Betonblöcke stehen, wo früher Hausbesetzer rechtswidrig in einem nicht ihnen zustehenden Raum lebten, gibt es keinen Anlass für solche Aktionen wie am Freitagabend.

      • Elisabeth sagt:

        So ist es, danke Dave!

      • Fayid sagt:

        Dave „Es gibt wohl keinen Staat auf der Welt, wo Jugendliche bessere Möglichkeiten und Perspektiven haben als die Schweiz.“
        Ja. Und die Bewohner in der Schweiz haben im Durchschnitt ein Vermögen von über 500’000 CHf. Die Bewohner in der Schweiz können sich somit locker luxuriöse Wohnungen für 2 Mio CHF leisten mit 25% Eigenkapital…

        • TomTom sagt:

          Habe ich da was verpasst? Ich muss mal meine Bank anrufen wo denn bitteschön meine 500’000 Franken sind. WAS? Ich habe keine halbe Million um mir eine Luxusimmobilie leisten zu können? Ja dann aber ab auf die Strasse und ein bisschen Rambazamba verursachen.

      • Leser sagt:

        Ja Bravo Dave.

        Einfach mal Probleme wie Jugendarbeitslosigkeit ignorieren. Dass sich kein normaler Lehrabgänger eine Wohnung für 2000 Franken leisten kann, daran musst du ja auch nicht dneken..

  • Carlo Leone sagt:

    Lieber Réda. Du sagst, wer generalisiert, ist ein Fascho. Du generalisierst auch:

    „Und nun mal zu eurer Gedankenwelt: Ihr seht euch links? Revolutionär? Also, nehmen wir doch mal euren Slogan «ACAB» – «All Cops Are Bastards». Ja, das ist ja mal differenziert. Das erinnert mich an die Neonazis, für die alle Ausländer Kriminelle sind.“

    Bist Du darum ein Fascho? Deiner eigenen Argumentation nach: ja. Nehmen wir doch mal Deinen Slogan: Die vom RTS sind Bubis. Das erinnert mich an die Neonazis, etc. etc. etc. Dann lügst Du auch, wenn Du sagst, Du seist ein Linker. Oder bist Du etwa genauso ein Linksfascho, wie die „Bubis“? Unglücklich auch die Wahl des Nomens „Bubis“. WAREN DAS ETWA ALLES JUNGE MÄNNER? Du Sexist (siehst Du, wie einfach das geht, setzte ich Deine eigenen Massstäbe an?).

    Die Haltung von oben herab, die Du als „erwachsener“ Linker mit der Wahl des Wortes „Bubis“ implizierst, verschleiert Deine vielleicht angebrachte Kritik.

    Du hast als Autor eines Blogs von grosser öffentlicher Reichweite eine Verantwortung zu tragen. Du solltest diesen Ort nicht dazu missbrauchen, unreflektierte Äusserungen von Dir zu geben, nur weil Du gerade wütend bist. Sonst unterscheidest Du Dich nicht vom Feindbild, das Du zeichnest (hattest Du nicht auch gesagt, Schwarz-Weiss Malerei sei schädlich?).

    Einen differenzierten Umgang mit dem Thema hätte ich mir gewünscht. Damit hättest Du Dich vom Einheitston der Medien abgehoben und hättest Dein Können unter Beweis gestellt. Schade, hast Du auf diese Chance verzichtet. Es hätte wenigstens für einmal eine andere Richtung eingeschlagen werden können.

    Ehrenvoll ist ja Dein Anliegen, für die etablierte Linke einzustehen.

    Liebe Grüsse

    Carlo

  • eli sagt:

    Grossartiger Beitrag – spricht mir absolut aus der Seele. Danke.

  • Markus Meier sagt:

    Lieber Réda El Arbi

    Das Grundprinzip der Linken ist, dass man sich für Schwache einsetzt? Da hast Du wohl was falsch verstanden. Stalin? Che Guevara? Mao? DDR? Putin?

    Und danke, dass Du mich, der für die MEI gestimmt hat, als wütend und verängstigt betitelst. Wütend wurde ich erst nach der Abstimmung, wegen genau solchen Unterstellungen. Fehlt nur noch, dass Du mir auch noch den Rassisten anhängst.

    Du siehst, Du bist kein Deut besser als Deine Reclaim-The-Streets-Bubis. Auch Du denkst, alle, die nicht so denken wie Du seine Idioten. Dankeschön.

  • Janine sagt:

    Was, bitte, ist Freiraum? Warum können sich diese verwöhnten Milchgesichter nicht politisch aktiv betätigen, Ideen anbringen, argumentieren? Weil sie Idioten sind. Sie verbraten ihr Zeit mit Saufen bis sie genügend Mut aufbringen, Dinge zu tun, die sie von den armseligen Filmen kennen, die sie sich täglich reinziehen. Das soll links sein?
    Links ist, sich gegen sozial Benachteiligte einzusetzen, sich darum bemühen, dass wir alle genügend zum Leben haben.
    Was habt ihr mit euer Aggression nun erreicht? Habt ihr jetzt mehr? Werdet ihr nun ein glücklicheres Leben führen?
    Ihr macht andre Menschen kaputt und ärmer. Und ihr habt nicht mehr als vorher. Wundert euch nicht, wenn eines Tages jemand schiesst.
    Nehmt mal den Finger aus dem Arsch, zeigt eure Gesichter und reisst mal das Maul dort auf, wo es was bringt!

  • Adi sagt:

    Diese „Spassvögel“ sind bestimmt weder links noch rechts, sondern einfach nur Deppen, ohne Plan, was RTS im Ursprung sein sollte/wollte. Allerdings unterstütz ich die Ansicht (falls diese Vögel denn tatsächlich eine Ansicht haben sollten), dass Zürich wieder mehr Dreck braucht, sonst leben wir schon bald in einem steril herausgepützelten Shoppingcenter, werden noch konsumverdummter und das einst sehr farbige Züri wird von der leider vorherrschenden Investitions-/Rentabilitätsgeilheit zu tode optimiert… „Bitz Dräck brucht dä Mänsch“ und Perfektion in Reinkultur ist langweilig, wegen dem mit Steinen zu werfen, gleicht jedoch dem geistigen Niveau einer Tiefgarage…

  • Réda El Arbi sagt:

    Liebe LeserInnen

    da der Autor auch noch ein Privatleben hat, und diesem heute nachkommen muss, werden die weiteren Kommentare erst wieder gegen 19.00 Uhr freigeschaltet.

    Vielen Dank für Ihre Geduld und Ihr Verständnis.

    Reda El Arbi

  • Flo sagt:

    1.) Die Chaoten als Bubis zu bezeichnen finde ich eine gefährliche Untertreibung!
    2.) danke liebe Chaoten; dank eurem Tun dürfen wir A L L E höhere Versicherungsprämien und vielleicht bald auch höhere
    Steuern – herzlichen Dank!
    3.) Was mich immer wieder wundert; mit welchen „Welpenschutz“ ihr immer wieder rechnen könnt wenn es um Bestrafung –
    Uebernahme der Kosten ihr geniessen könnt.

    • kaspar lang sagt:

      Du zahlst eh keine Steuern, also halt mal den Ball flach.

      • Webber sagt:

        Nun, kaspar lang, ich zahle Steuern und mich werden die Versicherungsprämien auch betreffen. Was haben Sie mir zu erklären? Dass ich den Ball so flach wie Ihre Argumentation halten soll? Werde ich nicht, dafür bin ich zu unbequem für Leute wir euch! Eure linke Aktion hat die falschen Menschen getroffen! Aber das ist euch egal, nicht wahr? Hauptsache Spass und Anonymität. Keine Eier, ihr Luschen!

  • Nadinr sagt:

    Bester Artikel!!!

  • Peter-Jürg Saluz sagt:

    Bis jetzt haben wir uns im Umgang mit den kriminellen Tagedieben als ziemlich hilflos erwiesen. Deshalb sind neue Denkansätze gefragt. Wer sich an Gruppengewalt beteiligt, muss erfahren, dass dies für ihn sehr gefährlich werden kann. Ich empfehle daher gezielte Tasereinsätze, damit man möglichst viele Chaoten rationell und schnell dingfest machen und einem richterlichen Schnellverfahren mit unmittelbar anschliessender Inhaftierung zuführen kann. Leute, die sich an solchen gewalttätigen Zusammenrottungen beteiligen und sich mit Schlagwerkzeugen, Feuerwerk und Laserpointern austrüsten, darf man bedenkenlos mit dem Taser neutralisieren. Neue Ideen sind auch für das friedfertige Publikum gefragt. Ich hasse es, wenn dienstleistende Polizistinnen und Polizisten einer Übermacht von Gewalt ausgesetzt sind und die vielen anständigen, durchaus nicht immer mutlosen Menschen in ihrer Nähe keine Hilfe leisten können.

    • Réda El Arbi sagt:

      Sehen Sie, wenn wir unsere Jugend mit Tasern niedermachen, ist ihre Gewalt plötzlich berechtigt. Genau solchen Typen, die mehr Gewalt auf Polizeiseite fordern, haben die RTS-Typen in die Hand gespielt. Sie wollen Jugendliche einsperren und mit Strom misshandeln? Gehen Sie nach Russland oder Nordkorea.

      • anonymus sagt:

        Geil. 🙂

      • Webber sagt:

        Réda El Arbi, Sie sehen das verkehrt herum: Weil die „Jugendlichen“ mit Gewalt agieren, wird die Gegengewalt der Gesellschaft zum Wohle Aller gerechtfertigt. Wer anfängt provoziert, nicht wer sich verteidigt! Es gibt keine Reaktive Rechtfertigung – so weit sind wir noch nicht. Sonst hätten wir eine Zeitmaschine.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, aber es gbt auch noch das Prinzip der Verhältnismässigkeit beim Einsatz von Gewalt. Richi Wolff hat das bisher nicht schlecht hingekriegt.

    • Flo sagt:

      und dafür das Smartphon „schussbereit“ halten!

    • pedro domletschg sagt:

      ich gebe ihnen recht, in akuten kampfsituationen ist das gerechtfertigt. die gewalt kann man mit angemessener gegengewalt beantworten. müssen ja nur die gewaltätigsten getasert und verhaftet werden.

      • Fayid sagt:

        Pedro, wenn Gewalt durch Polizisten gerechtfertigt würde, wäre sie auch für die Demonstranten legitimiert.
        Erstaunlicher finde ich die schlechten Gedächtnisse von Leuten wie Ihnen. Stadtrat Frick hat genau das in den 80er Jahren in Zürich propagiert und durchgesetzt, eine gewalttätige Polizei, und ist damit furios gescheitert. Wollen Sie das erneut?
        PS. in den USA kann man sehen, was mordende und machtmissbrauchende gewalttätige Polizisten bewirken, da werden als Reaktion darauf die Geschäfte geplündert und verwüstet…

    • Alle in den gleichen topf!!! sagt:

      Das mit den Tasereinsätzen finde ich ziemlich prekär.. da es eine Waffe ist die Menschenleben unter eventuellen Umständen töten kann, was eir aus dem Ausland genügend kennen..https://www.amnesty.de/presse/2008/12/16/usa-334-todesfaelle-beim-einsatz-von-tasern. Und des weiteren större ich mich daran das wieder einmal mehr alle in den gleichen Topf der Gewaltbereiten Chaoten geworffen werden. Wie soll Mensch darauf reagieren könnnen wenn eine „gut“ organisierte RTS aus dem Rudder läuft und Sie wegen einer kleinen Gruppe völlig falsch verstanden wird..?

      • Webber sagt:

        Auch in den USA haben nicht die Polizisten angefangen Gewalt anzuwenden! Wie ein Mensch/eine Gruppe reagieren soll? Wirklich? Sich zurückziehen und die Gewalttäter so isolieren! Aber dafür müsste man sich eben ernsthaft von Gewalt distanzieren wollen. Und nochmals: Reaktive Rechtfertigung gibt es nicht!

  • Daniel Stanislaus Martel sagt:

    Ich hatte gedacht, die Reichskristallnacht habe 1938 stattgefunden…

  • Chnuschti sagt:

    2013 gingen 3000 Leute gegen die Stadtaufwertung auf die Strasse. Es war die grösste Demonstration für ein spezifisch stadtzürcherisches Anliegen seit vielen vielen Jahren. Ein bunter Protest, v.A. durch sehr kreative Aktionen von Labitzke / Koch. Die Medien lobten den Umzug. Wolf war bereits Sicherheitsvorsteher. Was ist passiert? Nichts, Labitzke weg, Koch 2016 weg. Und jetzt hört man überall, „wir brauchen einen kreativen, humorvollen, künstlerischen Protest, keine solchen Rowdies!“. Dieser Protest fand/findet einzig und allein in den autonomen Zentren statt, alles andere sind Cüpli-Partys mit etwas vorgegaukelter Subversion. Spannung zwischen Ausdruck und Bedeutung. Kultur und Politik können in ihrer jetziger Form nicht über die heilige Kuh Eigentum hinwegschauen. Das war der Kern von RTS. Es litten z.T. die Falschen darunter, will ich nicht unerwähnt lassen. Aber die Wut der „Idioten“ war auch die Wut auf eine Politik, die sich zwar gerne mit der alternativen, jungen Kultur Zürichs ablichten lässt, sich aber nie wirklich für ihre Anliegen einsetzt. Ausserdem waren viele junge Migranten aus dem Kreis 4 dabei, ihr Hass auf die Polizei lässt sich leider auch nicht einfach mit Begriffen wie „Wohlstandsverwahrlosung“ wegreden. Und jetzt beisst zu!

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, ich seh das Leiden, die Wut, wenn man keine Ateliers kriegt, um seine Kunst umzusetzen. Aus tiefstem Herzen kann ich nachvollziehen, dass dafür Polizisten geblendet, kleine Läden im Kreis 4 in Schutt und Axche gelegt werden müssen. Es ist fast wie Hunger oder Arbeitslosigkeit in seiner tiefen gesellschaftlichen Bedeutung.

      Ehrlich, die verfluchte Selbstgerechtigkeit, der Anspruch, mehr konsumieren zu wollen und es von Staat zu kriegen, ist so ziemlich die neoliberalste Heuchelei, die ich kenne.

      „Wir wollen mehr, jetzt!“ ist der Tenor von RTS. „Gebt uns!“, „Haben wollen!“.

      • Chnuschti sagt:

        Genau, sind alle faul, leben vom Staat, wollen sich auch mal eine Ananas gönnen und schauen RTL. Das ist Klassismus in Reinform, verkennt komplett eine Realität in dieser Stadt und ist argumentativ bei Blick.ch zu verordnen. Und mit Konsumismus hat RTS jetzt wirklich rein gar nichts zu tun. Und ja, auch strukturelle Gewalt hat eine sehr tiefe gesellschaftliche Bedeutung..

      • pedro domletschg sagt:

        chnuschti, die idioten sollen sich doch im prozess der kasernenareal-„befreiung“ beteiligen, dort soll es genausolche freiräume, die man günstig mieten kann, geben. oder ist dann das mieten das problem?! aha, gratis zur verfügung stellen, miete, strom und wasser! genau, damit mann dann den scheiss noch entsorgen muss und strassen gesperrt werden, wo der dumme anständige steuerzahler mit dem bus durchmuss. ich könnte kotzen ab soviel egoismus.

      • Fayid sagt:

        das ist ja peinlich, Réda. Als ob die Wohnungsfrage nur ‚faule Kunststudenten‘ trifft. Manche Familien, die wegen der Gentrifizierung aus ihrem Lebensumfeld verdrängt wurden und wegziehen musste, würden Ihnen für Ihren Zynismus eins runterwatschen. Sie sind eben kein Linker, wie sie gerne sein möchten, sondern ein neoliberaler Cüpli-Sozi, der der ‚freien Markt‘-Ideologie hinterherläuft.

        • Réda El Arbi sagt:

          jau, ich hab unheimlich viele Familien am RTS gesehen. Ich versteh das Anliegen. Ich halte das Zusammenschlagen der Langstrasse und die wirren Parolen für Gift. Damit stärken die RTSler die Position der Gegner. Dumm.

          Und es ist witzig. Heute wurde ich als Sozialist, als Kommunist, als Rechter und jetzt als neoliberaler Cüpli-Sozi beschimpft. Wenn soviele Leute sich auf den Schlipps getreten fühlen, dann hab ich wohl was richtg gemacht 🙂

          • Martin sagt:

            Der Kommentar von Fayid trifft zu einhundert Prozent ins Schwarze. Und Réda: Ich finde es nach wie vor tragisch, wie absolut unfähig du zur Selbstreflektion bist. Und das meine ich jetzt nicht nur im Bezug auf diesen Kommentar, sondern generell. Du widersprichst grundsätzlich jedem Argument, einfach nur um widersprochen zu haben. Das Wichtigste für dich ist und bleibt dabei, dich als moralische Instanz, als DER Gradmesser überhaupt aufspielen zu können. DU bist das Mass aller Dinge und ganz ehrlich: Das macht dich einfach nicht sonderlich sympathisch.

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, das hör ich oft, wenn ich nicht bereit bin, meine Meinung zu ändern, weil jemand anders es anders sieht. Grundsätzlich gehts mir aber am Arsch vorbei, ob mich die Leute sympa finden. Und ehrlich, Diskussionen sind eben so, dass verschiedene Meinungen zu Wort kommen. Lass doch den Leser der Comments selbst entscheiden, wer die besseren Argumente hat.

      • Leser sagt:

        So Her Arbi, Ich arbeite 100% verdiene sicherlich nicht schlecht, aber finde nun schon seit mehreren Monaten keine bezahlbare Wohnung in meiner Heimatstadt in der ich geboren und aufgewachsen, in der zu hause bin. Und sie Schlaumeier kommen jetzt mit ihrer verachtenden Polemik.

        Nein Gewalt – insbesondere Gegen Menschen ist nicht in Ordnung. Ihre Ignoranz (stellvertrettend für viele insbesondere Cüplisozis in Medien und Co) ist jedochebenfalls ärmlich…

  • Herr Meier sagt:

    Schöne Standpauke und deutliche Worte, danke. Aber was tun? Du hast recht Reda, im Nachgang solcher Ereignisse fühle ich mich als Stadtzürcher Familienvater tatsächlich vor allem von den Rechten verstanden. Und „Aug um Aug, Zahn um Zahn“ ist zwar schon älter, aber ganz ohne geht es meiner Meinung nach bei diesen Milchbubis nicht.

    • Mike sagt:

      Als Stadtzürcher Familienvater fühlen Sie sich bestimmt auch Realpolitisch, vorallem wenn es um Familen-und Wohnbaupolitik geht, von den Rechten verstanden, oder? :-))

      • Herr Meier sagt:

        Verstanden fühle ich mich von Leuten, die mir nicht damit in den Ohren liegen, ein Opfer der Gesellschaft / des Kapitalismus / des Steuervogts / der fehlenden Freiräume / der Verkehrsstaus / der hohen Mieten / der Klimakatastrophe zu sein (Liste beliebig weiterzuführen).

  • Mike sagt:

    Réda der Wutbürger 🙂
    Was sind schon ein paar kaputte Scheiben, demoliert von einer handvoll Wohlstands-Hools, gegen den Schaden den Maximalrendite und Geldgier in dieser Stadt anrichten…

    • Réda El Arbi sagt:

      Das Anliegen ist gerechtfertigt. Die Umsetzung unterscheidet sich aber in nichts von den rechten Spacken.

      Mit diesem Samstag haben die RTS-Typen der Sache mehr geschadet, als alle neoliberalen Zürcher und Unternehmen gemeinsam.

      http://blog.tagesanzeiger.ch/stadtblog/2014/10/17/toter-wohnraum/

      • Mike sagt:

        Welcher Sache? Ich sehe null politischen Ansatz, auch wenn noch ein paar Alibi Parolen an die Wände gekritzelt wurden.

        Das waren genau dieselben Vögel die auch nach GCZ oder FCZ Spielen für Rambazamba sorgen. Junge Männer auf der Suche nach Action. Das wird es immer geben, trotz allen Hooligankonkordaten und empörten Blog- und Kommentarschreibern.

        • Réda El Arbi sagt:

          Das ursprüngliche Thema hinter Reclaim the Streets ist „Gegen Gentrifizierung der Stadt“. Aber das ging wohl irgendwo vergessen.

  • pedro domletschg sagt:

    ich finds gut reda, und vor allem nötig, den toleranzgeschwängerten hirnis der links-grün-roten terrorfront mal aufzuzeigen, wer die verantwortung trägt für das heranzüchten solchen terrors. links-faschisten ja da stimme ich zu! durch die straffreiheit wird dieses verhalten geradezu gefördert. strafe löst das problem nicht, das ist mir klar, es braucht auch freiräume, aber vielleicht nicht so. der gemeinderat und die stadt sollen mehr freiräume für alle zur verfügung stellen, z.b. jetzt mit den freiwerdenden gebäuden der kaserne. aber diesen kriminellen geht es darum stärke durch gewaltausübung zu zeigen, diese superegoisten wollen, dass der dumme bürger denen die unterkunft, strom und wasser bezahlen, das sind die übelsten profiteure der gesellschaft, die sie so gerne zerschlagen würden, dummheit spielt also auch eine rolle. warum schliessen sie sich nicht zusammen und mieten einen grossen bauernhof und werden so selbstversorger? nein, das sind bubis, die sonst einen langweiligen job in der it oder im verkauf oder im büro machen. dass nur 4 verhaftet worden sind, zeigt sehr schön, dass das konzept so ausgelegt ist, keine täter zu bestrafen. tolerant halt. so werden sich noch mehr dafür begeistern. vielleicht müsste man die polizei mit lähmungspistolen ausrüsten, die gelähmten könnten kann eingebuchtet und verurteilt werden. muss zuerst jemand durch zufall sterben bis sich unsere gutmenschen darum kümmern?

    • Johnny Rainbow sagt:

      scheint ganz so, als würden sie zwar die worte, jedoch aber nicht die aussagen in diesem artikel verstehen. sie haben den artikel wohl bloss in der selben manier überflogen, wie sie es mit den leads auf 20min.ch zu tun pflegen. bevor sie dann die kommentarspalte mit einen hirnrissigen brunz voll den üblichen schlagwörtern, welche sie irgendwo mal von anderen rechten kleingeistern übernommen haben, missbrauchen.

      dass durch solche saublöden aktionen von schein-politischen doofköpfen argumente in die hände von „gutmenschen“-bezeichnern wie ihnen gespielt werden, DAS ist die grösste katastrophe an der sache.

  • Ländler sagt:

    Ach, wieso muss so ein Müll denn wieder ideologisch aufgeladen werden? Echt jetzt. Und wenn ich mir die Kommentare hier durchlese… Wieso nicht mal vernünftig und bitte, differenziert und vor allem zielorientiert diskutieren? Aber es ist immer dasselbe: Links gegen rechts. Oh Mann, wie einfältig. Ob links oder rechts… ist hier doch einerlei. Es ist zum Heulen.

  • Jan sagt:

    Da nützt kein einziger Kommentar etwas. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Schwachköpfe jemals Schuluntericht genossen haben. Die können doch weder lesen noch schreiben. Im „besten“ Fall werden englische Schlachrufe abkupfernmit deinem einzigen Ziel: möglichst viele Klicks auf Youtube!

  • christoph gasser sagt:

    Ein sehr mutiges Statement REDA, Hut ab; und in der Sache so treffend! Ich musste diesen „Fanmarsch“ aus nächster Nähe mitansehen und mein allererster Gedanke war; wow, welch ein EGO (doch Gruppendynamik bei kleingeistigen Menschen wachsen lassen kann….), und zu diesem Zeitpunkt wurde erst jedes (und effektiv jedes!) Haus an der Zwinglistrasse besprayt! Was danach aber noch weiter abging kann einzig mit den Adjektiven ASOZIAL, enorm FEIGE und leider noch vielmehr beängstigend; gemeingefährlich umschrieben werden! Wenn Menschen so wüten (können) wie an der Europaallee, dann sind sie nicht mehr zu stoppen und auch fähig, das Leben anderer Menschen nachhaltig zu gefährden, zu ruinieren. Ob wohl einer aus dieser „Meute“, der Ausdruck ist bewusst gewählt, beim Reflektieren merkt, dass er die Grenze zum Gewaltverbrechen definitiv überschritten hat? STOP THIS F…CKING RECLAIM-THE-STREETS-BULLSHIT-VERANSTALTER, denn sie wissen nicht, was sie tun ………. und ergötzen sich daran, Marionetten (Du bezeichnest sie als Bubis) für Gewaltexzesse instrumentaliseren zu können, die Ideologie ist nur ihr vermeintliches Argument dazu und Mittel zum Zweck. Dies, DEMAGOGIE, ist höchst gefährlich!

    • Keop sagt:

      Ach ja wie härzig.jetzt kann ein linker sich echauffieren und so tun als ob linke in wirklichkeit ganz liebe und nette sind. Mann! Linke haben weltweit am meisten menschen auf dem gewissen!!! Ich bin nie links gewesen und werde es auch nie sein. Die gewalttäter partei schlechthin. Aber viel gefährlicher als ihre gewalttruppe sind diejenigen die ihren linksfaschismus hinter fassaden des anstands tarnen und sich so ditekt in der mitte unserer gesellschaft breitgemacht haben.

      • Réda El Arbi sagt:

        Ja, danke. Sehr differenziert. Spielt in derselben Liga wie die typen, die ich angreife. Schwarzweiss ist wohl gerade in Mode … *Kopfschüttel*

    • diva sagt:

      ganz ihrer meinung herr gasser. ich hätte es nicht mehr besser fomrulieren können Herr REDA! als alt68erin kann ich nur den kopf schütteln. diese leute haben null und nichts politisches verständnis geschweige denn WISSEN. die haben kaum eine ahnung was links sein wirklich ist. die sind schon so von drogen zerfressen, dass sie gar nicht mehr die kraft hätten MARX’s «Kapital» zu lesen und zu verstehen. denen geht es nur ums zerstören und anderen den lebensraum streitig zu machen.
      wenn zerstörung und gewalt «feiern» auf der strasse bedeuten soll, kann ich drauf verzichten.
      aber wir anderen, die darunter leiden sollten bei abstimmungen nicht nur abstimmen gehen, sondern mit unserer stimme auch dafür sorgen, dass politiker aus ihren ledersesseln entfernt werden, die mit den leuten noch «kuschelkurs» fahren. wir haben genug gesetze, sie müssen nur mal in aller konsequenz durchgesetzt werden. dazu braucht es aber einen polizeichef, der seine mannen nicht zurückpfeifft, sondern sie auch mal ihre arbeit machen lässt.

      • Liebe diva und alle die von Kuscheljustitz sprechen.
        In der Schweiz habe wir eines der effizientestensistem Sistemen der Jugedstafmassnamen der Welt. Strarftäter kommen in Jugendeinrichtungen in denen die viel mehr zu beissen haben als wenn sie weggesperrt würden. Ich habe in einer solchen Eirichtng gerarbeitet, ich kenne auch die unterschiede etwa zu Deutschland wo mit Jugendgefängnissen viel weniger erreicht wird. Bitte liebe diva, informieren sie sich, etwa mit diesem Dok-Film von SRF : http://www.srf.ch/sendungen/dok/zwischen-recht-und-gerechtigkeit , bevor von Kuscheljustitz sprechen. Und prügelde Polizisten ist überigens genau was was solche Radalierer wollen, dann spüren sie sich nämlich noch intensiver und können sich am ende noch einfacher als Opfer sehen.

      • Tim Tom sagt:

        „Eure Aktionen geben den Law&Order-Hardlinern die fehlenden Argumente in die Hand, um der Polizei mehr Macht und mehr Material zu geben. Ihr seid mitverantwortlich, wenn normale Mittelständler plötzlich weit rechts abstimmen.“
        Wohl nicht nur normale Mittelständlern, sondern auch solche, die sich auf die Kappe schreiben, früher linkspolitisches Gedankengut mitgetragen zu haben. Ich sehe nicht, inwiefern Sie mit dem Autor eine Meinung sind, bestätigen wohl schon eher seine Angst.

  • Handsori Gotti sagt:

    sehr gut auf den punkt gebracht. vielleicht hätte man das versagen der polizei noch aufgreifen können. ansonsten nichts anzufügen. sad day for tsüri.

  • Irene feldmann sagt:

    Links oder rechts, ist das relevant??? Eher doch das in der Schoki- verpackten Schweiz alle Tumulte mit Beschädigungen als 9/11angesehen werden……man kann die krawallisten fassen, so Compact wie möglich und ihnen die Summe des Schadens vom Lohn abziehen. Sie in eine politische Partei hineinforcieren wo sie versuchen, Veränderungen VERBAL zu erkämpfen. Es gibt noch x Möglichkeiten doch grundsätzlich Krawalle sind Aufbäumen, gegen was auch immer und deshalb ernst zu nehmen.

    • pedro domletschg sagt:

      grundsätzlich gebe ich ihnen recht, doch krawalle sind krawalle, man kann sich politisch für etwas engagieren und die nötigen mehrheiten findet man in züri und vor allem im kreis 4 und 5 für links-rot-grüne anliegen spielend. die wollen gewalt ausüben und ein bisschen spielen, die haben gelernt, dass es keine konsequenzen hat, wenn man andere terrorisiert.

  • Dennis sagt:

    Danke für diesen Beitrag, unterschreib ich 1:1. #reclameshame

  • Ralf Schrader sagt:

    ‚Und ja, ich bin ein Linker. Ich erklär euch gerne mal, was das heisst.‘

    Bitte, die Erklärung hätte ich gern. Bisher kenne ich noch keinen Linken in CH, hätte aber grosses Interesse, wenigstens einen kennenzulernen.

    • Réda El Arbi sagt:

      Tja, die definitionshoheit für „Links“ ist eben nicht mehr bei alt-Sozialisten, oder gwerkschaftlich organisierten Sozialdemokraten. „Links“ vertritt die Grundwerte „Gemeinschaft vor Egoismus“ und “ Stärke zugunsten der Schwachen“.

      • Ralf Schrader sagt:

        Das ist zwar ehrenwert, kann man aber schon in der katholischen Soziallehre (Thomas von Aquin, 13. Jhd.) nachlesen. Da es sich um soziale Werte handelt, erfüllen diese nicht die Kriterien politischer Aussagen, sind also schlecht, besser gar nicht geeignet, eine politische Strömung zu lokalisieren.
        Links ist schon deutlich etwas anderes. Gibt es derzeit leider nicht in Europa (auch die deutschen LINKEN sind eine Mitte- Partei, nicht links) und in der Schweiz schon gar nicht. Schade eigentlich.

        • Réda El Arbi sagt:

          Wie gesagt, die Gegenwart und die Realität definiert den Begriff. Nicht die Vergangenheit. Links ist nicht, was man gerne hätte, „Links“ ist der Verständniskonsens, mit dem die Mehrheit diesen Begriff definiert.

          • Ralf Schrader sagt:

            Gegenwart und Realität haben noch niemals politische und/ oder philosophische Begriffe geprägt. Da bestand schon in der griechischen Antike, noch zu Zeiten der Naturphilosophie weitgehende Eintracht. Die Dinge des Tages haben keine politische Relevanz.
            Im Gegensatz zur bürgerlichen Mitte z.B. baut die Linke nicht auf Konsens und schon gar nicht auf Mehrheiten.
            Für die sich hier und heute Linke nennenden trifft wohl zu, was Harry Rowohlt mal in einem taz- Interview sagte:

            taz: Was ist Links?
            Harry: Keine Ahnung.
            taz: Sind Sie links?
            Harry: Ja.

            • Réda El Arbi sagt:

              Da kann ich mich Harry nur anschliessen. Links ist eher ein Lebensgefühl denn ein Programm oder ein Dogma. 😉

          • Ralf Schrader sagt:

            PS: Am Beitrag Keop, 14. Dezember 2014 um 10:24 wird deutlich, dass es fatal ist, wenn es keine gesellschaftlich verbindliche und vor allem überstaatliche Definition von ‚politisch links‘ gibt, bzw. man der anderen Seite die Deutungshoheit überlässt.

          • Ralf Schrader sagt:

            Alles klar, ein bedeutungsloses, unpolitisches Linkstänzeln. So wie ich es erwartet habe.

          • Andrin von Rechenberg sagt:

            Schade, dieser Kommentar Thread war spannend. Jetzt wäre genau der Moment um die Diskussion weiter zu führen, anstatt sich gegenseitig abzustempfeln und aufzugeben.

  • Phillip sagt:

    Solche Zwischenfälle sind auf jeden Fall nicht im Sinne der Gesellschaft.
    Aber wenn solche Aktionen so enden, muss man sich doch fragen was denn da nicht stimmt, irgendetwas passt den Leuten nicht, sollten wir nicht versuchen dieser Frage auf den Grund zu gehen anstatt alle zu verurteilen, sie gingen mit dem „Slogan Eroberung der Strassen“ demonstrieren.
    Man muss sich, die Frage stellen was diese Leute wollen, und wie könnte man diese Leute dazu bringen, sich kreativer zu äussern.
    Man darf nicht vergessen der öffentliche Raum in Zürich ist knapp bemessen, wäre ein grosses Areal wo die Leute sich kreativ ausleben können nicht ev. eine Lösung? Wie wär’s wenn man die Leute zum Dialog einladen würde?
    Verstehen ist besser als verurteilen.

    • geezer sagt:

      im grundsatz würde ich dein statement unterschreiben. nur erscheint es mir reichlich naiv. einige leute sind einfach nur gewaltbereite, egoistische vollidioten. punkt. da gibts nichts zu verstehen und zu diskutieren. ausser beknackten phrasen wie ‚reclaim the streets‘ haben die keine inhalte. sie sind genau gleich wie neonazis. es geht nur um hirnlose ideologien, ohne rücksicht auf andere meinungen. bevor die irgendwas diskutieren dürfen, sollten sie erst mal den verursachten schaden begleichen. dann könnte man veruschen sie eventuell ernst zu nehmen. das wird aber nicht geschehen, da vollidioten.

      • Nundale sagt:

        sehr sehr richtig angemerkt. Klar tragen viele Menschen eine Wut im Bauch. Aber es ist leider unverrückbare Tatsache, dass zu Viele die Bewegung von Massen als Auslassventil für persönlichen Frust nutzen. Sei dies der 1. Mai oder die Scheisse, die dieses Wochenende abgezogen wurde: die Motive sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst, die an der Ausführung der Gewaltakte Teil haben. Nehmen wir jeden Einzelnen aus der Gruppe raus, sähe das Problem sehr viel differenzierter aus. Bringt man die Menge zusammen, hat man eine einzigen wütenden Mob, der sich als einheitlicher Brei durch die Innenstadt wälzt.
        Bei der Bildung solcher Organismen geht der wahre Grund für den Aufschrei verloren. Wir kennen solche Beispiele zuhauf aus der Geschichte und leider auch aus der radikalen Gehenwart: es ist für den einzelnen früstrierten Schwächen sehr schwer bis unmöglich sich der Faszination einer starken und in Bewegung stehend. Gruppe zu entziehen. Und schon mischen sich zu den 1000 Gründen, die schon mitlaufen ein paar weitere hinzu.

        Frustration, Existenzängste, Unzufriedenheit sind leider Teil eines jeden Lebens. Die Kunst am Leben ist, sich damit auseinanderzusetzen und Lösing für sich selber zu finden. Was nun aber passiert ist, geht in die komplett andere Richtung: es ist das Kollektive Aufgeben der Suche nach individuellen und machbaren Lösungen.

    • pedro domletschg sagt:

      dieser militante flügel der linken, also schwarzer block und links-faschisten, will nicht kooperieren sondern diktieren. im kaserneareal wird platz frei, diese leute wollen auf unsere kosten wohnen, sie tarnen das als kreatives projekt. das sind schmarotzer, wir müssen ihnen nicht den politischen prozess erklären, sondern sie müssen sich daran halten.

    • diva sagt:

      lieber philipp, ich kenne leute, die von berufswegen mit solchen chaoten wirklich das gespräch suchten, weil sie wirklich verhandlungsbereit waren und vor allen dingen vermitteln wollen, zwischen denen, die halt anders denken und leben. wissen sie was das problem ist? die verweigern jeden dialog!
      die wollen nicht wirklich etwas verändern, die wollen nur radau machen und blind zerstören.

    • Sgt Klinger sagt:

      Lieber Philip
      Nein, das geht nicht, sicher nicht versuchen, da ist schon zuviel versucht worden.
      Wollen Sie mal die Berner fragen was sie von „ihrer“ Reitschule und Umgebung halten?
      D.h. der Teil der durch die Kreativen und wohlwollenden Kräfte dort leider mitgeschützt werden?
      Das sind alles Sozialschmarotzer, Kravallanten und Dialogfremde Egoisten.
      Wenn es anders wäre würde es anders funktionieren.

  • Otto Schneeberger sagt:

    Was wollen diese vermummten Kleinhirne eigentlich ganz genau? Wenn sie wirklich eine Botschaft haben, dann können sie diese auch ohne Gewalt mitteilen, so dass die Bewohner der Stadt auch noch mitbekommen worum es geht. Offensichtlich geht es ihnen aber höchstens darum einige Scheiben einzuschlagen und Sachen zu stehlen. Oder möchten die Bubis einfach ein Gebäude, wo sie gratis wohnen und die Wände anmalen können? Auch wir übrigen Normalsterblichen müssen unseren Beitrag leisten, um in dieser Gesellschaft einen Platz zu finden. Also ihr Krawallbrüder leistet euren Beitrag in der Gesellschaft und nutzt die verschiedenen Kanäle um eure Mitteilungen zu platzieren. Zerstörungen anzurichten sind noch kein Leistungsausweis sondern ein Armutszeugnis.

  • Tronco Flipao sagt:

    Ich war 2003 am RTS dabei und da war es ein weitgehend friedlicher und musikalischer Umzug. Eine interessante Art den öffentlichen Raum zu besetzen und etwas kreatives zu tun, das keine finanzielle Transaktion zum Ziel hatte. Heute ist Zürich noch viel stärker „aufgewertet“ und es gibt immer weniger Alternativen zum ganzen Kommerz.

    Wie immer haben diese „Aktivisten“ die gegen System und Kapital kämpfen, den Weg zur Bahnhofstrasse nicht gefunden. Da ist das Kapital, da sind die Schaufenster versichtert. An der Langstrasse den kleinen Ladenbesitzern die Existenz zu zerstören hat nichts mit Klassenkampf oder Party zun tun.

    Ich bin Links und habe nichts gegen besetzte Häuser, nicht bewilligte Paries, Botellones, etc. Aber das gestern war nichts ausser 200 Arschlöcher auf einem Saubannerzug.

    • Herr Meier sagt:

      Sorry das ist doch Quatsch. Sie verurteilen einerseits die 200 Deppen und fordern sie indirekt dazu auf, das nächste Mal an die Bahnhofstrasse zu ziehen? Genau diese linke Ambivalenz gegenüber dem Menschenrecht (sic!) auf Eigentum bietet diesen Deppen doch den perfekten ideologischen Unterbau, um wieder und wieder loszuschlagen.

      • Adi sagt:

        Wieso der Radau immer im 4i statt findet, hab ich mich auch schon zig Mal gefragt…. Ist wie wenn sich Herr Brunner für seine Bauern stark macht, bei einer Nacht- und Nebelaktion aber die Rüebli vom Feld klauen würd…

  • christian clavadetscher sagt:

    danke für deine ehrlichen und differenzierten worte! menschen wie dich brauchen wir! weiter so!

  • Jens sagt:

    Erstmal Gratulation zu diesem Artikel. Stimme nicht allem zu, aber dem Großteil.

    Was mich an diesem Vorgang aber am meisten erschreckt, ist die Tatsache, dass in diesen paar Kommentaren von 3,4 Leuten hier mehr gesunde Diskussion, Politik und soziales Verständnis herrscht (aus allen Lagern) als in den Hirnen dieser 200 Krawallos jemals in ihrem ganzen Leben stattgefunden hat. Das sind genau die gleichen Krawallos, die bei den Hooligans mitlaufen oder auch mal beim 1.Mai, je nachdem wo man halt den Kitzel des Krawalls gerade spürt.

    Es geht denen (außer vielleicht 1,2 Initianten) überhaupt nicht um Politik. Es geht nicht um Soziales. Wenn man einen beliebigen dort rauspickt, wird der ein iPhone haben, zu McD gehen und null Ahnung von Stadtplanung oder Ähnlichem haben.

    Es ist eine Generation von wohlstandskids, die alle keinen Krieg erlebt haben (unmittelbar oder mittelbar durch Eltern), die gar nicht wissen, was es heißt, hart zu arbeiten, die in einer Kommunikationsflut gefangen sind und nicht mehr wissen, was Werte und Moral eigentlich bedeuten.

    Die Diskussion darf nicht links oder rechts sein, es geht nur am Rande um Geopolitik, Gesellschaftssysteme oder Ausländerfragen. Es geht darum, wie man in der heutigen Zeit sein Leben auf die Kette kriegt und wo man sich seinen Kick holt und wo nicht.

  • Juerg Demarmels sagt:

    Diese Chaoten fuehlen sich einfach gelangweilt, weil es ihnen zu gut geht. Da sahen sie im TV die wuesten Ausschreitungen in den USA wegen Polizeigewalt gegen mehr oder weniger brave Buerger (ich wusste nicht, dass Pluenderung und Zerstoerung von Laeden der eigenen Mitbuerger irgendwas mit Anti-Rassismus-Protesten zu tun haben). Und wie alles, was aus den USA kommt, wurden dann auch diese Saubannerzuege nachgeaefft und bei uns durchgefuehrt. Das ganze hat gar nichts mit Links und Rechts zu tun.

  • Benno Schnyder sagt:

    Was meint eigentlich der linksalternative Polizeichef zur Gewalt gegen wehrlose Bürger?

    • loulou55 sagt:

      Mein heftiger Applaus schliesst sich an!
      „…so kriegt ihr höchstens von den Leuten eins in die Fresse…“
      Ich wünschte mir sehnlichst es würde mal was in die Richtung geschehen. Z.B. das mal 1000 Mitglieder des schweizerischen Schwingerverbandes ausrücken statt der Polizei. Mal sehen ob sich diese Bubi’s dann nicht Hosen vollkacken würden.
      Was ich nicht verstehe, dass man nur 4! von diesem Gesindel verhaftet hat.

      • diva sagt:

        loulou55: fragen sie mal stastrat wolff!

      • tststs sagt:

        Wissen Sie, es ist nicht ganz so einfach Leute zu verhaften… Lieber diese 4 Männer (nix da Bubis), ein wenig Beugehaft (läck, bin sonst gar nicht der Law-and-Order-Typ, aber hier: why not) und evtl. kann man noch ein paar mehr zur Rechenschaft ziehen…

  • Georg Haller sagt:

    Ich verstehe die Message der Demonstranten nicht. Was für Freiräume sollen fehlen? Wir leben hier in einem der sichersten Länder mit der höchsten Lebensqualität und es herrschen im internationalen Vergleich absolut paradiesische Zustände hierzulande (denkt mal an Syrien, Nordkorea etc.). Entweder sind das verwöhnte Bubis, die das Wort Demut noch nie gehört haben, oder sie brauchen für ihre Zerstörungswut einfach einen Vorwand.

    • Patrick sagt:

      Das ist nicht die Message der Demonstranten/Randalierer (siehe Text). Aber die Message gibt es, ist allgegenwärtig und eins der dringensten Probleme der Stadt. Wenn das an Ihnen so vorbeigehen konnte, dann haben die Demonstranten ja vielleicht doch recht, indem sie glauben der Thematik mit unlauteren Mitteln mehr Gehör zu verschaffen.

    • loulou55 sagt:

      Hirnamputierte können nicht denken Hr. Haller, das Letztere was sie vermuten ist das richtige. Asoziales, kriminelles Gesindel und nichts anderes sind das.

  • peter sagt:

    warum wurden die nicht alle verhaftet, gefängnis wäre die richtige methode für diese leute.3-4 jahre einbuchten. dann hätten sie schiss, oder schnupperwoche im iraq wär auch was für diese leute. einbuchten, bestrafen. in anderen ländern hätte die polizei scharf geschossen.

    • Réda El Arbi sagt:

      Weil, wenn wir so mit dem idiotischen Teil unserer Jugend umgehen würden, sie das RECHT hätten, unsere Städte in Trümmer zu legen. Wir gehen human mit den Kids um. Nur so können wir ihnen ein Vorbild sein und von ihnen erwarten, dass sie sich auch zivilisiert benehmen.

      • peter sagt:

        sorry das ist wunschdenken und nur eine antwort auf mein statement damit du geantwortet hast, meine aussage bleibt und es hätte wirkung, meinst du die hätten lust auf gefängnis? da hätten sie richtig angst 😉

        • Réda El Arbi sagt:

          Ich war im Gefängnis. Das hat mich nur überzeugter kämpfen lassen. Einsicht kommt nur selten durch Gitter. Also erzähl mir nicht, ich hätte dir nur so geantwortet. Ich hab erst auf einen gehört, der dasselbe durchgemacht und mich überzeugt hat. In den Sechziger und Siebzigern hat man hart durchgegriffen, Die Folge davon war die Rote Armee Fraktion.

          • Junker sagt:

            Gefängnis kostet zu viel, solche Bubis sollten man das Arbeiten beibringen, das kostet einiges weniger, ist zum Wohle der Gesellschaft und danach sind solche Bubis in unserer Gesellschaft endlich auch brauchbar.

          • loulou55 sagt:

            Verbrecher, Raser, (früher sogar Militärdienstverweigerer) usw. werden nach Verurteilung wegen einer Straftat ins Gefängnis gesteckt, Hr. El Arbi. Dass man nicht alle auf diese Art resozialisiert ist klar, aber es gibt solche die sich läutern.
            Nach Ihrer Logik könnten wir die Gefängnisse dann gleich auflösen und als Asylantenheime benutzen.
            Falls man für Straftaten wie Landfriedensbruch, Gewalt gegen Unbeteiligte und Polizisten, Sachbeschädigung und Raub nicht mehr in den Knast muss, dann würde ich als Geschäftsinhaber zur Selbstverteidigung schreiten und zurückschiessen. Es muss dann wohl erlaubt sein, sein Eigentum zu schützen.
            Oder muss ich denen, Ihrer Meinung nach, noch Kaffee und Kuchen anbieten…??

        • diva sagt:

          arbeitslager, oder pisspötte leeren oder im hotel suff kotze putzen… es gäbe da einiges, was diese typen mehr scheuhen als der teufel das weihwasser, aber dazu müsste eben ein polizeichef her, dem die anliegen normaler bürger, etwas mehr am herzen liegen, als seiner alt68er nostalgie zu fröhnen, wo alle davon träumten, dass die polizei nicht so hart durchgreifen würde, wie sie es eben damals tat (und sehr unverhältnismässig!). wurde damals einer harter kurs gefahren und die kleinste demo im keim erstickt, fährt man heute kuschelkurs… das richtige liegt irgendwo in der mitte.

    • Susanne sagt:

      @Peter: Ich muss Reda El Arbi teilweise beipflichten. Während der Zeit als die Wohlgroth geräumt wurde, wohnte ich in einer WG gegenüber. Ich habe mich den friedlichen Protesten auf der Strasse angeschlossen, bis plötzlich Steine geworfen wurden, Passanten verletzt, Läden zerstört. Ich habe mit meinen damaligen Freunden versucht zu sprechen und bin nicht durchgedrungen. Einige wurden ins Gefängins gesteckt und kamen als gefährliche Hardliner zurück. Gefängnis kann also nicht die Lösung sein- aber was kann man tun? Ich kann mich an eine ähnlich Diskussion nach einem Saubannerzug meiner Kollegen durchs Dörfli erinnern. Wir haben anschliessend stundenlang diskutiert- es ging darum, wie dieser Protest friedlich durchgeführt werden könnte. Leider haben sich immer nur die Gewaltbereiten durchgesetzt. Das war vor 20 Jahren- und heute sehe ich noch immer die gleichen Idioten auf diesen Demos. Vermutlich wird sich einfach nie etwas ändern. Die Binz Demo und die Demo gestern lasen darauf schliessen…

      • Abraham sagt:

        Wenn Gewalttäter nach einem Gefängnisaufenthalt mit noch mehr Hass zurückkommen, dann liegt bei denen definitiv eine psychische Störung vor. Sie sind von Grund auf sadistisch/gewalttätig und solche Menschen braucht es auf dieser Welt nicht.

  • klaus sagt:

    Wer sagt eigentlich, dass diese Kids links sind?
    Ist das eine persönliche Meinung des Autors oder ist das ein Statement der Chaoten?
    Soviel ich sehe protestieren die ja genauso gegen die linke Stadtregierung wie gegen die gierigen Investoren.

    • Réda El Arbi sagt:

      Die Kids sind aus dem Umfeld der linksautonomen Szene, Umfeld Häuserbesetzer. Da hab auch ich meine Wurzeln. Zum Teil sinds noch dieselben Parolen, die gesprayt werden. „Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten!“ ist so ein Slogan.

      • klaus sagt:

        die meinung teile ich nicht ganz. das sind keine häuserbesetzer von labitzke und co. das sind wütende krawalljugendliche, die eine wut auf das system haben. was soll daran links sein? unter den sprayereien sind mehrheitlich apolitische inhalte zu finden, bis hin zu fcz-tags. hab ich mit eigenen augen gesehen.

        • Réda El Arbi sagt:

          Organisiert wurde das Ganze im Umfeld der Besetzer. Sagt auf jedenfall der Absender der SMS, der mich zum Anlass eingeladen hat.

          • klaus sagt:

            auch ich krieg diese sms. aber nicht von linken, sorry. die haben keinen blassen von politik, links oder rechts.
            nur so als hinweis.
            aber wer wills schon so genau wissen. einfache lösungen für einfache probleme…

          • Herbert Müller sagt:

            Ihren Artikel finde ich wirklich gut geschrieben. Aber ein Problem habe ich: Sie haben also diese SMS auch erhalten. Wie wäre es denn, die Polizei darüber zu informieren, damit sich diese entsprechend vorbereiten kann? Es hätte so bestimmt ein guter Teil der Sach- und Personenschäden verhindert werden können. RTS hat in Zürich in den letzten Jahren immer mit derartigen Krawallen geendet. Wer die Infos darüber für sich behält, unterstützt diese Kriminellen stillschweigend!

            • Réda El Arbi sagt:

              Zwei Punkte: Erstens war die Polizei schon vor Ort, als ich die SMS erhielt.

              ZWeitens: Meine Integrität ist das einige Kapital, das ich habe. Wenn ich Informationen, die die Polizei zeitgleich aus anderen Quellen erhalten kann, ohne Not weitergebe, verliere ich meine Vertrauenswürdigkeit. Und anonym Informationen weitergeben, wäre einfach eine Lüge, die ich mir persönlich nicht erlauben würde.

      • Alberto La Rocca sagt:

        Schade Réda, dass du der Relativismus-Strategie der Linken auf den Leim gegangen bist: „Lenin, Stalin, Mao, Ulbricht, Pol Pot, nein, nein, das waren keine richtigen Sozialisten …“ Naomi Wolf hat in „The End of America“ nachgewiesen, dass das Vorgehen der totalitären Ideologien Faschismus und Sozialismus identisch ist.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, aber wir sind nicht in den 60ern und „links“ ist nicht gleichbedeutend mit „Sozialismus“. Das ist es nur für rechte Schwarzweissmaler.

    • Patrick Weiss sagt:

      Klar hat es sicher einige LInksradikale dabei gehabt. Aber die grosse Masse werden wohl gelangweilite Teenies gewesen sein. Hatte auch mal ne politisch uninteressierte Freundin die am 1.Mai etwas randalieren ging um es „den Bullen mal zu zeigen“. Das ist jeweils auch am 01.Mai in Berlin so, da kommen alle frustierten arbeitslosen Jugendlichen um mal ihre Wut rauszulassen (hat mir mal ein linksautomomer Berliner erzählt).

      • pedro domletschg sagt:

        meinetwegen, sind nicht alles linke faschisten, der punkt ist doch der, dass die politik der rot-grün-linken dies zulässt. das ist massgebend. terror von links wird toleriert. wenn mal ein paar nazis zusammenstehen bricht alles in wehklagen und jammern aus, da wird dann schnell schluss gemacht. wenn seit jahrzenten tanz-dich-frei, binz-scheisse und 1. mai, dann die labitzke und andere areale, wo rechtsfreiheit gelebt wird. ist ja gut für ne zeit, übergangsmässig, aber daraus ein recht sich herauszunehmen und damit durchzukommen, zeigt wohin die reise geht… muss wohl zuerst wer draufgehen…

  • Faruk sagt:

    Ja klar, da gibt es keinen Unterschied ob jemand Autos und Container oder Asylheime anzündet, beides dasselbe. Und auch ob jetzt eine Schaufensterscheibe oder oder der Kopf eines Ausländers wird ist im Grunde einerlei. Solche Vergleiche sind zutiefst menschenverachtend und haben gar nichts mit links zu tun. Und dann noch Begriffe wie „Linksfaschisten“ zu benutzen. Wie wärs mit einem Geschichtsbuch lesen?!?!

    • Réda El Arbi sagt:

      Nun ja, der Vespaladen gehört einem Secondo. Besser jetzt? Ist die Qualität an Gewalt anders, wenn wir die Opfer mehr oder weniger mögen? Einige geblendete Polizisten weniger schlimm als ein geblendeter Asylsuchender? Ich seh den Menschen, nicht die Uniform, die Hautfarbe oder den Aufenthaltsstatus.

      Aber ja, Linksfaschisten sind Menschen, die Gewalt gegen Andersdenkende als ein adäquates Mittel für die Durchsetzung ihrer Ideen ansehen. Solche Leute würden, wenn einmal an der Macht, weiterhin Gewalt gegen Andersdenkende einsetzen. Das nennt man dann Faschismus.

      • Erik Zimmermann sagt:

        @Faruk dann lies mal nach aus welcher Partei der Nationalsozialismus hervorgegangen ist. Es war die kommunistische Partei Deutschlands. Merke: Faschismus fängt immer mit Regulierungsgier an. Deshalb sind die Sozis gefährlicher als alle Rechtsparteien zusammen.

        • Réda El Arbi sagt:

          Wie man in Russland ja gerade sieht. *Kopfschüttel* Wieso können die Leute nur immer in Schwarz/Weiss arguemntieren. Zur Zeit kommen die Änderungen in unserer alten, sehr bewährten Verfassung aus der rechten Ecke. Und sie tragen Züge des Faschismus (Aufhebung der Rechtsgleicheit, Religionsverfolgung, etc.)

          • Erik Zimmermann sagt:

            Waren sie kürzlich in Russland oder vertrauen sie immer noch auf die objektive Berichterstattung unserer Qualitätsmedien? Aber wissen sie, wenn man sich die Mühe macht zu verstehen unter welchen Bedingungen die Zivilisation entstanden ist (Patrismus anstelle von Matrismus) und welche Zwänge uns in aktuelle unmenschliche globale Chaos stürzen (Debitismus = Zwang zur Schuldtilgung auf Termin), kann man sich die Grabenkämpfe sparen. Aktuell haben die Linken einfach das noch dickere Brett vor dem Kopf als die Rechten. Bis in die frühen 80er wars noch umgekehrt, aber wer mag schon umdenken, wenn man es sich mal in einer Ideologie gemütlich gemacht hat. 😉

            • Réda El Arbi sagt:

              Ou, hier hör ich auf. Ich diskutiere nicht mit Leuten, die den Faschisten Putin, der Journalisten ermorden lässt und politische Gegner ins Gefängnis schmeisst, verteidigt. Lesen doch auf Ken FM weiter. oder hören Sie Xavier Naidoo.

          • Erik Zimmermann sagt:

            Wo hab ich Putin verteidigt? Ich bin Anarchist, ich bin gegen jeden Staat. Reflektieren sie doch mal ein bisschen ihre Einstellung und ihre Reflexe. 😉

            • Réda El Arbi sagt:

              Das Dumme an der Utopie Anarchie ist, dass wir sie mit den unperfekten Menschen, die uns umgeben, die wir sind, umsetzen müssten. Und wir kriegen ja kaum eine anständige, einfache Demokratie sauber hin.

      • Faruk sagt:

        „Linksfaschisten“ ist ein Kampfbegriff der Rechten, der zum Ziel hat, Linke zu dämonisieren und Faschismus (und dessen historische Verbrechen) zu relativieren.

        Und wegen der Gewalt, es ist eben nicht dasselbe: Polizisten werden angegriffen, weil sie als Repräsentant und Verteidiger eines Systems gesehen werden, nicht weil sie „anders denken“. Es ist also die Uniform, nicht der Mensch, das Ziel. All das könnten sie leicht ändern (Jobwechsel). Die Opfer von Nazis hingegen können das meistens nicht.

        Also nächstes Mal bitte etwas mehr Nachdenken und weniger die immer gleichen Klischees.

        • Réda El Arbi sagt:

          Stalin war ein Linksfaschist. Geh mal über deine Geschichtsbücher.

          • Alberto La Rocca sagt:

            😀 Réda, Stalin war ein russisch-sowjetischer Sozialist (auch wenn er Georgier war), Hitler war ein nationalistischer Sozialist, deshalb wollten ihn die deutschen Adligen umbringen – ein Faschist war Mussolini, er war für den Ständestaat. Wenn Mussolini Diktator von Deutschand geworden wäre, hätte ihn Stauffenberg nicht wegbomben wollen, denn mit Mussolini hätte der Adels-Stand im III. Reich seinen angestammten Platz gehabt. Dass Sozialisten, die nicht an die russisch-sowjetische Prädestination glauben automatisch Faschisten sind, ist ein von Stalin editiertes Dogma.

        • Abraham sagt:

          „Es ist also die Uniform, nicht der Mensch, das Ziel“

          Hier haben wir es. Faruk legitimiert das Töten von Polizisten, weil er sie nicht als Menschen betrachtet. Ich will nicht, das Polizisten ihren Job wechseln, es davon keine mehr gibt und die Linksfaschisten dann ihre totalitäre Herrschaft über die Gesetze übernehmen, ähnlich wie die Hells Angels.

  • Tatjana sagt:

    Gratuliere zu einem super Artikel, Herr El Arbi!

    Diese Dösel sollten sich wirklich zweimal überlegen, was denn nun ihre Überzeugung ist und welche Handlungen dadurch gerechtfertigt sind – solche jedenfalls nicht.

    Ich finde es auch immer wieder schade, wenn öffentliche Güter in Brand gesteckt und so zerstört werden.
    Hätten sie immerhin ein „Mü“ an Intelligenz, würden sie realisieren, dass sie als Steuerzahler gerade ihr eigenes Geld abfackeln…

    Ich kann nur sagen: schämt euch! In einem Land wie der Schweiz leben zu dürfen ist ein Privileg.
    Durchaus gibt es auch bei uns Verbesserungspotential, aber wäre auch absurd wenn nicht.
    Man kann hier etwas bewegen ohne zu zerstören, vor allem wenn man Eigentum von Personen zerstört, die man laut Überzeugung eigentlich vertritt (wtf??).

    • lisa sagt:

      Immer dieses blöde Argument der privilegierten Schweiz. Kann eine Unzufriedenheit nicht auch in der „ach so schönen und privilegierten Schweiz“ entstehen? Heisst das, dass die Jugend in der Schweiz glücklich und zufrieden sein muss, nur weil wir eine tiefe Jugendarbeitslosigkeit, unbegrenzte Möglichkeiten und Wohlstand haben? Von irgendwoher muss diese Wut und Unzufriedenheit, die sich gestern gezeigt hat, ja herrühren. Vielleicht sollte man sich mal über das Gedanken machen, bevor man im „Züritipp Stadtblog“ ein „IHR-Anschuldigungs-Artikeli“ schreibt.

      • Réda El Arbi sagt:

        Oh, ich hab keine Wut gesehen. Ich hab Spass und Nervenkitzel gesehen.

      • Abraham sagt:

        lisa: Wer körperlich gesund ist und Schaufenster einschlagen und davonrennen kann, ist definitiv privilegiert. In der Schweiz gibt es unzufriedene Menschen: Das sind die, die ihre Wut nicht zeigen können weil sie physisch/psychisch oder aus anderen Gründen beeinträchtigt sind.

        Das verstehst du wahrscheinlich nicht, weil du solche benachteiligte Leute in deiner Welt nicht kennst.

        • marielle sagt:

          Unzufriedene wird es immer geben. Auch – und vielleicht sogar vor allem – in der so privilegierten Schweiz, wo es vielen so schwer fällt, überhaupt klar politisch Stellung zu beziehen. Die einen lassen ihren Frust an Polizisten und Geschäften aus, die anderen indem sie in Kommentarforen gegen Ausländer hetzen und sich alle paar Jahre daran aufgeilen, dass sie per Verfassung legitimiertem „Volkswillen“ die Rechte von anderen Menschen beschneiden dürfen, die vom demokratischen Prozess ausgeschlossen sind. Bei der geistigen Brandstiftung der Rechtsextremen schreit man immer nach Verständnis für deren Sorgen und Nöte. Bei den Linksextremen schreit man nach scharfer Munition.

          • marielle sagt:

            Ansonsten stimme ich dem Artikeln von Herrn El Arbi zu. Ich finde es insbesondere bedauerlich, dass die Randalierenden dem eigentlichen Anliegen der Demo, über das es ja in Zürich wahrlich genug zu diskutieren gäbe, einen Bärendienst erwiesen haben.

        • der prekarier sagt:

          @Abraham: als Beeinträchtigter muss ich Ihnen sagen, dass das schon ein sehr schwaches Argument ist. Hören Sie doch einfach auf, Beeinträchtigte für Ihre Zwecke zu instrumentalisieren und missbrauchen. Sorry, das ist voll das letzte.

      • Michaela sagt:

        Das ist kein blödes Argument lisa. Gehen Sie mal raus in die Welt und schauen Sie dort die Probleme mal an. Und ich kann Ihnen auch sagen woher diese sogenannte Wut, oder soll ich besser sagen Langweile, kommt. Sie kommt von der Überforderung der Jungen vor den viel zu vielen Möglichkeiten, die sie im Leben haben und nicht ausnutzen. Sie kommt von der arroganten Haltung, machen zu können zu was man gerade Lust hat und keinen Beitrag an die Welt leisten zu müssen. Jeder Mensch hat einen Grund auf Irgendjemanden oder Irgendetwas böse zu sein, aber er hat keinen Grund dafür alles verantwortlich zu machen, nur weil er sein eigenes Glück offenbar nicht findet. Die Menschen, die sozial sind, sind die, welche selbst so agieren im Leben und nicht die, die andere versuchen gewaltsam dazu zu zwingen

  • Erik Zimmermann sagt:

    Na da scheint ein urbaner Cüpli-Sozi wieder einen Grund gefunden zu haben, warum die Zeit der Multikulti-Sozialromantiker sich dem Ende zuneigt. Der Grund ist nicht die Erfahrung, dass die Integration von kulturfremden Einwanderern allzu oft scheitert. Auch nicht die Erkenntnis, dass Wohlstand auf der Erzeugung von Mehrwert und nicht auf einer möglichst breit aufgestellten Sozialindustrie beruht. Nein, ein paar Chaoten, die all die netten, gewaltfreien Linken in den Dreck ziehen sind schuld! Ich prophezeie: Das Brett vor Ihrem Kopf wird bleiben bis zum bitteren Ende!

    • Réda El Arbi sagt:

      Wenn Sie jetzt noch Fakten zu den Behauptungen, die Sie aufstellen, liefern würden, wär ich ehrfürchtig beeindruckt. Zum Beispiel, wer den Mehrwert in der Schweiz erzeugt, würde mich wunder nehmen. Und mit Ressourcen von wo genau?

      Aber jänu, Fakten sind halt nicht so die Sache von Angstmachern und Ausgrenzern. 😉

      • Erik Zimmermann sagt:

        Wieso erstaunt mich das jetzt nicht, dass sie mit dem Begriff „Erzeugen von Mehrwert“ nichts anfangen können? Ich erkläre es ihnen am Beispiel, das sogar meine 7jährige Tochter verstanden hat: Wenn sie ein Stück Land besitzen würden, dazu 2 Tonnen Zement und 1 Tonne Stahl, werden sie, sagen wir mal 100 000 Franken dafür kriegen. Wenn sie nun aber auf dem Stück Land aus dem Zement und dem Stahl ein Haus bauen wird es drei oder fünf mal so viel Wert haben. Das ist Erzeugen von Mehrwert. Ich hoffe sie können das nachvollziehen. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn sie mir im Gegenzug verraten können, wie sie es sich erklären, dass wir (noch) im relativen Wohlstand leben, wenn nicht durch Erzeugung von Mehrwert. Aber bitte ernsthaft, nicht weil wir pösen Weissen die armen Afrikaner ausgeraubt haben oder so was. Danke.

        • Erik Zimmermann sagt:

          Ach so, sie wollen darauf hinaus, dass die Ausländer für unseren Wohlstand verantwortlich sind. Ja, das stimmt zum Teil, fragt sich nur, warum sie es hier gemacht haben und nicht in ihren Heimatländern, aber anyway, ich bin alles andere als ein Ausländerfeind, das ist nur ihr spontaner reaktionärer Impuls auf alles, was nicht ihrer liberal-sozialen Kinderstube entspricht. Tatsache ist, es gibt keinen Grund, die Schweiz noch mehr zuzubetonieren und Kreti und Pleti einwandern zu lassen, nur weil wir immer noch im Ruf stehen ein Land zu sein in dem Milch und Honig fliesst.

          • Réda El Arbi sagt:

            Ja, und woher stammen die Ressourcen, mit denen in der Schweiz Mehrwert erwirtschaftet wird? Wir haben keine Ressourcen. Wir müssen sogar unsere Bauern subventionieren, damit sich irgendwer um die letzte Ressource, die Landschaft, kümmert.

  • Isak sagt:

    Gut gesagt, Réda el Arbi. Etwas hinzufügen möchte ich allerdings noch: Wer klaut, kokettiert mit Armut. Auch das widerspricht einer linken Gesinnung.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ich dachte, wer klaut, kokettiert mit Gier 🙂

      • Isak sagt:

        Stimmt, Gier und Konsumgeilheit ist da sicher auch dabei. Auf jeden Fall sollte man sich nicht links nennen, wenn man noch schnell ein paar Klamotten aus dem eingeschlagenen Schaufenster mitgehen lässt – oder nehmen sie sich einen extra hässlichen Pulli und ziehen den dann an, um zu beweisen, dass ihnen Mode nichts bedeutet, und so führen sie dann das Kapital vor? Fragen über Fragen…

  • rolf hefti sagt:

    Ihr Artikel ist einigermassen korrekt. Es handelt sich aber trotzdem nur um ein Neosoziproblem. Das sage ich ihnen als gewaltloser Rechter. Die Bubis haben ausserdem sehr einflussreiche Eltern. Wenn ich so viele Schäden verursachen würde, sässe ich unterdessen im Knast oder in einer Klinik.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.