Fasnacht für die Männlichkeit

Jeder darf sich verkleiden, wie er will. Aber bei der Axt endet der Spass.

Jeder darf sich verkleiden, wie er will. Aber bei der Axt endet der Spass.

Inzwischen sieht man sie auch in Zürich öfters: Lumbersexuelle. Nein, das ist kein neuer Zugang zur LGTB-Regenbogengemeinde, keine Typen die Bäume lieben,  sondern junge Männer, die sich mit wildfusselndem Bart und ungebügelten Karohemden einen Holzfällerlook geben.

Es ist ein Zeugnis dafür, wie stark die wegfallenden Geschlechterrollen die Männer unserer Zeit verunsichern. Wieso sonst müsste man seine Männlichkeit wie eine Halloweenmaske tragen, sorgfältig inszeniert, als ob Mann eine Mittelklasse-Limousine mit einem mächtigen Frontschutzbügel und einem Camouflage-Anstrich zu einem Offroader aufmotzen möchte?

Da sitzen sie dann in den Cafés und Bars îm Kreis 4 und lassen nach einem harten, schweisstreibenden Tag als Grafikdesigner oder Medienfuzzi hinter einem Airbook ihre urchige Wildheit auf die Umgebung wirken. Sie setzen den Hugh-Jackman-Blick auf und versuchen, ihre Naturburschenschaft mit stoischer Attitüde zu unterstreichen.

Man(n) könnte das als weiteren debilen Modetrend abtun, der sich mit der nächsten Brise aus London oder Berlin wieder verzieht. Aber wenn man genauer hinschaut, kann man darin jedoch die Befindlichkeit der heutigen Männer ablesen. Als Metrosexuelle versuchten sie um die Jahrtausendwende ihre weibliche Seite auszuleben. Offenbar kam das aber bei den Frauen nur begrenzt gut an. Dann versuchten sie als Hipster ihre kreative, avantgardistische Ader herauszukehren. Aber nachdem jeder 16-Jährige inzwischen ein Hipsteroutfit aus dem H&M im Kleiderschrank hat, ist auch das nicht mehr sexy genug.

Den vor drei Wochen gehypten «Normcore»-Trend haben die meisten wegen fehlender Selbstironie ausgelassen. Was bleibt, ist, sich an einem romantischen, alten Rollenvorbild zu orientieren, einem reaktionären, echten Mannsbild. Man will wieder  urchig sein, ein Fels, an dem sich das schwache Geschlecht anlehnen kann. Natürlich will man nicht wirklich etwas mit dem Leben als Naturbursche zu tun haben, höchstens mal eine Wanderung auf die Rigi, damit man umgeben von Bäumen ein Lumberjack-Seflie schiessen kann. Man will nicht wirklich mit den Händen schweisstreibende Arbeiten machen und Werkzeug kennt man nur vom Zusammenbauen der Ikea-Möbel.

Viele Frauen finden nach ihrer Emanzipation heraus, dass sie nach wie vor auf das Animalische im Mann stehen, auf das Biest. Natürlich nicht auf echte, unzivilisierte Hinterwäldler, aber auf Männer, die sich den Anschein geben, sie hätten ihren Tag im Büro mit dem Erwürgen von Bären verbracht und müssten sich jetzt den salzigen Schweiss mit Bier von den Lippen spülen.

Es ist irgendwie ein Rollenspiel. Genau wie wenn Frauen versuchen ihren Partner in Dienstmädchen- oder Krankenschwesternkostümen – kurz: in billiger Reizwäsche – scharf zu machen. Das Hemd ist sozusagen der Netzstrumpf des Mannes, der Bart das Silikon, mit dem er den eigenen sexuellen Wert aufpimpt. Ein Aphrodisiaka fürs Selbstbild, das dann auch aufs weibliche Gegenüber wirken soll.

Naja, solange es funktioniert, sollen die Kinder sich doch verkleiden. Aber wenn einer dieser urchigen Mittelland-Ex-Hipster sein Samsung-Smartphone gegen eine Axt eintauscht, ist eine Grenze erreicht. Dann wirds gefährlich.

Inzwischen sind wir normalen Männer mit den Partnerinnen zufrieden, die weder an einem Vaterkomplex noch an einem Naturburschen-Fetisch leiden. Wir sind gespannt auf den nächsten Trend, der Männer, die keine eigene Identität haben, mit einem Image versieht.

 

112 Kommentare zu «Fasnacht für die Männlichkeit»

  • Mike sagt:

    Wo ist der Radio 24 Blog hin? Zensur ?

  • Bruno K sagt:

    Peinlich: Medienschaffende regen sich auf, über ein Ding, das von den Medien selbst geschaffen wurde. Beinahe keine Zeitung hat es sich entgehen lassen «Lumbersexual» zum Thema zu machen, obwohl es eigentlich gar keins ist: Wenn sich ein Hipster ein Karohemd überzieht, soll er das, es braucht dafür aber keine Berichterstattung – selbst wenn es Tausende Hipster es ihm gleich tun.

    Aber falls alle Zeitungen weiterhin solche Nichtigkeiten aufgreifen, braucht es tatsächlich eine Horde von Lumberjacks, die das Holz herschaffen für das verschwendete Zeitungspapier; das wäre dann vielleicht auch mal ein Thema, über das sich zu schreiben lohnt.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, ich sehs schon vor mir. Die Lumbersexuellen sind in jedem Fall fähig, all die Bäume zu fällen, die für diesen Online-Post ihr Leben haben geben müssen.

      Nur so: Wie kommen Sie dazu, all die total blöden Artikel zu einem Thema, das sie in keiner Weise interessiert, zu lesen? Hm, sollten Sie nicht tiefgründge Hintergrundartikel in grossen Zeitungen lesen? Das gibts nämlich noch.

      • Mike sagt:

        Das Eine schliesst das Andere ja nicht aus.
        Man kann auch Zeit oder Spiegel lesen und zwischendurch mal zur Unterhaltung etwas Boulevard-Trash von TA-Media…einfach nur in homöopathischen Dosen 🙂

    • tststs sagt:

      Lumbersexual?!??? Ich schiess mich weg… made my day….
      Als Vorspiel Vaseline auf die rissigen Hände und danach zusammen im Bett en Niäle rauche?!?

  • Fiona sagt:

    Bärte gehen ja noch, wenn sie nicht gerade von 20 jährigen Milchbubis getragen werden. Was aber geht in den Köpfen derer vor, die diese ironischen (?) Schnäuzchen tragen?
    Das sieht so extrem doof aus. Haben die keine Freunde oder Bekannte die sie mal ordentlich ohrfeigen?

    • Alberto La Rocca sagt:

      Wann begreifen Frauen endlich, dass sie nicht über „Männgergewalt“ klagen sollten, wenn sie selbst jederzeit bereits sind, Backpfeifen zu verteilen?

      • Réda El Arbi sagt:

        Sobald gleichviel Männer in Spitäler eingeliefert werden, die von Frauen krankenhausreif geprügelt wurden?

  • pedro domletschg sagt:

    „Man will nicht wirklich mit den Händen schweisstreibende Arbeiten machen und Werkzeug kennt man nur vom Zusammenbauen der Ikea-Möbel.“ 🙂 gefällt mir sehr gut! hat mich köstlich amüsiert!

  • Irene feldmann sagt:

    Echte Männer gibt’s nicht mehr, denn die laufen mit abgesägten Schrotflinten rum, speziell bei Abstimmungstagen…..:)

  • Bart sagt:

    Christoph Waltz äußert sich unterhaltsam zur Bartfrage http://www.spiegel.de/stil/christoph-waltz-django-unchained-interview-ueber-bartmode-a-1003614.html auf zu oberflächliche Fragen.

  • Fritz sagt:

    Karohemd mit Urwaldbart – so sollte ein Mann aussehen und keine skinny jeans oder ähnliches Zeug :-P.

    • Mark sagt:

      Ein richtiger Mann KANN gar keine Skinny-Jeans tragen (ausser er ist ein Junkie).

      • Sarah sagt:

        Es sei denn dass ein Mikropenis als Form von Hypogenitalismus vorliegt. 😉

      • Style Police sagt:

        Ein Mann KANN in Skinny-Jeans gar nicht aussehen wie ein Mann, sondern nur wie eine Witzfigur!

        Ein richtiger Mann folgt zudem keinen Trends, sondern pflegt seinen eigenen Stil. Ganz speziell gilt das auch bei FRISUREN!

        • Diego sagt:

          Echte Männer tragen keine „Frisuren“…

          • Sanel sagt:

            „Echte Männer“ tun, wonach ihnen ist, folgen nicht blind jedem Trend und geben nichts auf die Meinung Anderer, solange sie sich selbst wohlfühlen. Ich laufe auch 24/7 mit einer Pomadenfrisour rum, wie man sie aus den 1920-50ern kennt einfach weil ich mich damit wohl fühle. Jemand empfindet die Optik als eingebildet oder veraltet? Tja nicht mein Problem.

          • Fiona sagt:

            Naja, Elvis-Tolle ist ja auch nur wieder eine Kopie…
            Ich mag auch lieber Männer, die sich nicht zuviele Gedanken über ihre Frisur machen, schliesslich brauch ich den Platz im Bad 🙂

      • Mike sagt:

        Nach der Logik der Mode-Revivals kommen ja wohl als nächstes wieder die Baggy-Pants mit dem Arsch in der Kniekehle. Lässt den Mann auch nicht wirklich würdevoll aussehen…Am besten fährt man schon mit einem eigenen Stil, unabhängig von den ganzen Mainstream Witzfiguren.

  • Sarah sagt:

    Das sind auch nur Mainster, in den Köpfen ist keine oppositionelle zukunftsweisende politische Denke, nur die Kleidung soll oft über die Mittelmäßigkeit hinwegtäuschen, was aber nicht wirklich funktioniert.

  • Perkin Elmer sagt:

    „Inzwischen sind wir normalen Männer mit den Partnerinnen zufrieden, die weder an einem Vaterkomplex noch an einem Naturburschen-Fetisch leiden.“ Was bist Du nur für ein Spiesser?! Du erinnerst mich an die tratschende, alte Langweilerin von nebenan…gäääähn. Natürlich brauchst Du kein Trend, Du warst ja einer – Normcore hast Du ja selber aufgelistet. War wohl nicht ohne Grund so schnell wieder vorbei damit. Apropos, Homos klammerst Du mit dieser beknackten Aussage übrigens aus! Dieser Artikel hat eindeutiges „Blick am Abend“-Niveau…traurig.

    • Réda El Arbi sagt:

      🙂 Trends sind die Möglichkeit fürs Mittelmass, sich aussergewöhnlich zu finden.

      Natürlich brauch ich keine Trends. Wer Modetrends braucht, um sich auszudrücken, hat kein Repertoire sondern nur Phrasen.

      • Perkin Elmer sagt:

        „Natürlich brauch ich keine Trends. Wer Modetrends braucht, um sich auszudrücken, hat kein Repertoire sondern nur Phrasen.“ Diese Aussage impliziert, dass Du Dich als Künstler betrachtest…schön für Dich! Mit einer neuen Menge Phrasen Phrasen zu umschreiben, vermittelt dem Leser zwar den Eindruck, dass der Autor ein gewisses Repertoire besitzt, aber es bleibt eben doch nur ein Repertoire an weiteren Phrasen. Darin sehe ich leider noch keine Kunst. Liegt die Kunst des Schreibens nicht viel eher darin, den Leser mit Witz und Gewandtheit zu überraschen? Ist doch viel cooler, als dieses verkrampfte Bashing. Habe leider keinen „Bold“ Schalter, sonst wäre oben Künstler dünn gedruckt.

        • Réda El Arbi sagt:

          An dem Tag, als ich das Gefühl hatte, Künstler zu sein, hab ich all meine Bilder verbrannt.

          Im Ernst, ich bin nicht Künstler, nicht Avantgarde, nicht Elite, gab nicht das Gefühl, in irgendeiner Art besonders sein zu müssen.

          Ich bin ich, nicht gleich wie andere, aber gleichwertig.

          Und dies hier ist ein Blog. Wir transportieren persönliche Meinung und unterhalten. Wem das nicht passt, darf das in die Comments schreiben, wir diskutieren gerne mit. Wer aber grundsätzlich etwas anderes lesen will, soll etwas anderes lesen. Im Internetz gibts genug, ich schwör!

  • Clara sagt:

    Unter einem Karohemd mit Urwaldbart muss man dann auch einen Body durchscheinen lassen, der von nichts als ganztätgig harter Arbeit geprägt adonisch ist. Da das aber bei den fetthüftigen Zeitgenossen eher nie der Fall ist, wirkt so ein Holzfällerhemd an ihnen eher wie der Redneckstyle aus amerikanischen Horrorstreifen.

    • Hans Wurst sagt:

      ähnlich wie bei den Mädels die sich in Leggins zwängen nur weil das sooooo bequem sein soll. bei 90% der Frauen die sowas tragen schwappt das Fett über, was bei mir zu Augenkrebs führt

  • KMS a PR sagt:

    der moderne holzfäller trägt einen 2-reiher von armani, ist im schnitt 33 jahre alt und arbeitet als trader bei der bank. wo sind die parallelen zum richtigen holzfäller alter schule à la daniel boone, (die mit der axt). beide haben keinen anstand. beide lieben das brachiale. beide machen sich nichts draus, wenn einer vom fallholz erschlagen wird. beide werden von ihren arbeitgebern fürs grobe angeheuert. beide suchen sich einen neuen „wald“ wann der alte abgeholzt ist. beide haben keine „richtige“ ausbildung absolviert. beide saufen. wo sind die unterschiede. der banker bekommt geld, der holzfäller muss es sich verdienen. der trader verholzt „millionen an bäumen“ innert 3 sekunden. der banker isst mit messer und gabel, (gut, nur weil er muss). die braune zunge kommt beim holzfäller nur vom tabakpfeifen-konsum. mir sind die holzfäller mit der physischen axt einiges sympathischer, auch wenn sie karohemden tragen.

  • Dieter Neth sagt:

    So ein Mist. Ich mag diese Karohemden seit den 80 er Jahre, obwohl man damals durchaus einen schweren Stand damit haben konnte, nicht weil ich ein Holzfäller sein will, sondern weil man sich mit so einem Ding die Jacke sparen kann und es lange hält. Aber wenn das jetzt der neueste Modetrend sein soll bleiben meine Uralt Karos eben im Schrank, ausser am Wochenende, wenn es in die Jurawälder zum Wandern geht. Wegen Bart&Co, das ist meiner Ansicht nach eine gute Methode, morgen etwas Zeit zu sparen, und eventuell vorhandene Hautschäden zu kaschieren. Auch Leute mit zu schmalen Gesichtszügen mögen von einem Schnauz/Bart optisch punkten. Es gibt Frauen, die stehen darauf, und es gibt Gegenden der Welt, wo Mann ohne Gesichtshaar nicht komplett angezogen ist. Das gilt nicht nur für den Nahen Osten, ich habe mir damals 1990 in Nordmexiko einen Schnauz stehenlassen und keinen Grund gefunden diesen hier wieder zu rasieren. Die haben dort auch eine ausgezeichnete Auswahl an Karohemden, obwohl es weit und breit keine Bäume gibt, dort läuft jeder damit herum, der nicht vom Arbeitgeber zu einem Hemd und Jackett verknurrt wird.

  • Plattenbau-Uwe sagt:

    Als Träger eines kuscheligen Vollbarts kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, dass man damit durchaus punkten kann bei Frauen. Ich habe in dem knappen Jahr als Bartträger vermutlich mehr vertraute Gespräche mit Vertreterinnen des anderen Geschlechts geführt, als in denn knapp zehn mehr oder weniger rasiert bestrittenen Jahren davor. Zweimal kam es sogar fast zu Intimitäten.

  • Ueli sagt:

    Jedesmal, wenn ich einen solchen Gartenzwerg auf der Strasse sehe, kommt mit Monty Python in den Sinn:

    BARBER:
    I wanted to be… a lumberjack!

    Leaping from tree to tree, as they float down the mighty rivers of British Columbia. The Giant Redwood. The Larch. The Fir! The mighty Scots Pine! The lofty flowering Cherry! The plucky little Apsen! The limping Roo tree of Nigeria. The towering Wattle of Aldershot! The Maidenhead Weeping Water Plant! The naughty Leicestershire Flashing Oak! The flatulent Elm of West Ruislip! The Quercus Maximus Bamber Gascoigni! The Epigillus! The Barter Hughius Greenus!

    With my best buddy by my side, we’d sing! Sing! Sing!

    [singing]
    I’m a lumberjack, and I’m okay.
    I sleep all night and I work all day.

    MOUNTIES:
    He’s a lumberjack, and he’s okay.
    He sleeps all night and he works all day.

    BARBER:
    I cut down trees. I eat my lunch.
    I go to the lavatory.
    On Wednesdays I go shoppin‘
    And have buttered scones for tea.

    MOUNTIES:
    He cuts down trees. He eats his lunch.
    He goes to the lavatory.
    On Wednesdays he goes shopping
    And has buttered scones for tea.

    He’s a lumberjack, and he’s okay.
    He sleeps all night and he works all day.

    BARBER:
    I cut down trees. I skip and jump.
    I like to press wild flowers.
    I put on women’s clothing
    And hang around in bars.

    MOUNTIES:
    He cuts down trees. He skips and jumps.
    He likes to press wild flowers.
    He puts on women’s clothing
    And hangs around in bars?!

    He’s a lumberjack, and he’s okay.
    He sleeps all night and he works all day.

    BARBER:
    I cut down trees. I wear high heels,
    Suspendies, and a bra.
    I wish I’d been a girlie,
    Just like my dear Papa.

    MOUNTIES:
    He cuts down trees. He wears high heels,
    Suspendies, and a bra?!

    [talking]
    What’s this? Wants to be a girlie?! Oh, My!
    And I thought you were so rugged! Poofter!…

    [singing]
    He’s a lumberjack, and he’s okay.
    He sleeps all night and he works all day.

    He’s a lumberjack, and he’s okaaaaay.
    He sleeps all night and he works all day.

  • Aaron Morgenstern sagt:

    Sehr geehrter El Arbi,

    langsam wird’s witzlos. Dieser Hype ist doch längst vorbei. Der Bart bleibt. Eine gewonnene Freiheit, dazu eine kosmetisch bequeme, wird wohl kaum mehr aufgegeben. Flanellhemden-Bashing ist sogar im spätmodernen Zürich schon seit allerspätestens 2009 unangebracht. Darf ein ultraironischer Stadtblogger wie Sie überhaupt soviel Ironie und Satire über eine jüngere Generation ergiessen? Wagen Sie sich überhaupt noch in besagten Stadtkreis 4 oder malen Sie sich die Realität vom Seefeld oder Züriberg aus via Hörensagen aus? (Wissen Sie, da ist heut‘ mehr Partypöbel als städtische Avantgarde und repräsentative Szene.) Als alternder Schreiber, der seine Allwissenheit und Erhabenheit auf sein stoisch-ironisches Dasein als geläuterter und abstinenter Ex-Polytoxikomane (Oh wow!) gründet? Die Themendiversität lässt in letzter Zeit zu wünschen übrig im Stadtblog. Wenn Sie sich die letzten Beiträge (Flach bitte ignorieren, dagegen sind sogar Sie ein Henry David Thoreau) zu Gemüte führen: ist das lesenswert? Immer dieses Drogen-Hipster-Alkohol-Alt68er-Eso-Dichtestress-DieJugendistunmotiviertundscheisse-Gentrifizierungs-Gelangweile. Rehmann? Oh please not this dimwit, for heaven’s sake! Nabelschau ist platt.

    Das ist keine subjektive Meinung, ich bin der einstimmig gewählte Vorstand des Vereins „Freunde Züritipp Stadtblog“ und dort auch Vorsitzender des Gremiums „Qualitätssicherung und Optimierung“. Bitte nutzen Sie die Zeit, die Ihnen die promovierte Lebensabschnittsgefährtin freihält doch häufiger für städtische Exkursionen abseits von Who is Who, ZFF und anderen Massenveranstaltungen ohne Relevanz. Dabei entdecken Sie sicherlich Ihre altbekannten und berüchtigten Qualitäten der spitzen, penetranten Feder wieder.

    Alles Gute
    A. Morgenstern
    „Freunde Züritipp Stadtblog“ e.V.

    PS: Frage eines Fans: Tragen Sie eigentlich immer noch den vielsagenden, unsäglichen Soul Patch? Das verströmt jazzig-kreative Kettenraucher-Bünzli-Bohème der Neunziger. Dazu noch ein bisschen Slowcore, Dream Pop und Casual Business Look und fertig ist der intellektuelle, gestandene Mann von Welt. Ich hoffe nicht. Eine klassische Moustache stünde Ihnen als Zyniker m. E. besser. 🙂

    PSS: Zur Reaktion auf Leserkommentare: Zirkelschlüsse bringen die Menschheit nicht weiter. Jedem Kritisierenden Humorlosigkeit bzw. Unverständnis von Ironie und Satire zu unterstellen ist eine plumpe Ausrede.

    • Réda El Arbi sagt:

      Wunderbar. Aber ehrlich, wenns so blöd ist, warum klicken Sie denn nicht einfach weiter? Wieso um Himmels machen Sie sich die Mühe einen halben Roman in die Kommentare?

      Naja, wenn ich mir de Projektionen auf mein Outfit und meine persönlichen charakterschwächen so anschaue, dann denke ich, Sie sitzen mit Bart und Barchethemd an ihrem Mac und ich hab schon wieder gertroffen. Jetzt sind Sie endlich kein Hipster mehr, weil ihre Bart wilder und ihre Hemden offen und nicht mit Fliege geschlossen und schon wieder haut einer auf Sie ein.

      Traurg, ich weiss. Sie haben mein Mitgefühl.

      Was unsere Inhalte angeht: Lesen Sie doch was anderes, wenns Ihnen nicht passt. Oder überweisen Sie ein Honorar, falls wir auf Bestellung schreiben sollen.

      • Peter sagt:

        ich würde es gut finden, wenn man den stadtblog erweitern würde. zusätzlich zu herrn el arbi würde ich einen vertreter der jungen generation einbeziehen und dann einen alten so 60 bis 70 jährigen. ich wohne nicht in zürich sondern in der prekarierstadt schlechthin, es würde mich aber interessieren, was avantgardemässig so in zürich abgeht, bin da nicht auf der höhe, aber bspw. das cabaret voltaire kann ja nicht der weisheit letzter schluss sein? geht da etwas ab? am geld kanns in zürich ja nicht liegen, ta-medien ist ja nicht arm… wies herr el arbi sieht, ist bekannt, da er ja ein stadtblogger ist, mich würde nun zusätzlich die sicht und die berichte eines jungen und eines alten zusätzlich interessieren

    • Eduard Z. sagt:

      Sollte das mit dem Soul Patch stimmen, dürfte Herr El Arbi wohl für alle Zeiten disqualifiziert sein über Stil – und Trendfragen zu schreiben…

    • tststs sagt:

      Du äh Aaron, wollen Sie jetzt eine Zigarette oder doch lieber noch ein wenig mit sich selber kuscheln…
      Ich kann den Kern Ihrer Kritik verstehen, aber eben, wie Herr El Arbi schreibt… WHY?

  • Peter sagt:

    und hier noch die neueste bart-gebrauchsanleitung für die lehrer.

    „Bärte: Ein Konsens war schnell gefunden und lautet folgendermassen: «Je mehr Bart ein Mann trägt, desto gepflegter muss sein Outfit sein.» Als unpassend und unhygienisch wurden lange Bärte bewertet.“

    aus: http://www.nzz.ch/lebensart/stil/so-sollten-sich-lehrer-kleiden-1.18428872

  • carlo sagt:

    Mein Gott…, wie liebe ich diese Streitgespraeche!
    Soll doch jeder anziehen was er will…., aber wenn sich schwachbruestige, duennarmige Bubis einen Strubbelbart wachsen lassen und dann noch ein Holzfaellerhemd anziehen, dann kann ich nur lachen.
    Vorallem, da diese „Maenner“ vermutlich noch nie Holz gespalten haben…
    Aber was solls…, Maenner bleiben Maenner und Frauen bleiben Frauen…, darauf trinke ich einen guten Gin Tonic.

    Gruesse aus Dubai, wo die meisten Maenner noch Maenner sind…, ohne Holzfallerhemd!
    Carlo

  • fränzi jalabert sagt:

    Ist dieser Blog tatsächlich ironisch gemeint?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ironie
    bitte um Erläuterung der Ironie.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, das lässt auf fehlendes Ironieverständnis schliessen. Oder du hast den Wikipediatext nicht gelesen. 🙂

      Abet macht nix. Es sind immer die, die’s nicht verstehen, die dann kommentieren. Der Rest schmunzelt.

      Schöne Abig.

  • tststs sagt:

    Läck Tschöppli…50 Kommentare zu etwas, das eigentlich nur einen weiteren Vertreter des 90er Revivals (plus eine Prise Moderne: der Bart) darstellt… geilo 🙂
    „Natürlich nicht auf echte, unzivilisierte Hinterwäldler, aber auf Männer, die sich den Anschein geben…“ Haha, einmal mehr: so tiefgründig sind auch wir Frauen nicht…uns interessiert doch nicht, wie jemand zu einem Outfit kommt (resp. was es repräsentieren könnte), hauptsache es sieht ansprechend aus. Und ja, vielen Frauen – inkl. mir – gefallen bebarte (resp. behaarte) Männer, aber nicht weil sie einen Typ von Mann widerspiegeln, sondern weil auch das oberflächliche Auge befriedigt werden will… und bitte, ich spreche nicht von diesem Gfotz im Gesicht, das einige da Gassi gehen führen…

    • Henriette sagt:

      Das stimmt nun nicht, viele Frauen interessiert, wie jemand zu einem outfit kommt und was es repräsentieren könnte. Mehr Schein als Sein ist da der Basisgedanke.

      • tststs sagt:

        Ja Sorry, kam jetzt wieder etwas absolutitstisch rüber – les femmes c’est moi 😉
        Natürlich gibt es auch immer noch so Weiber, die nach Status suchen und den gerne auch an Äusserlichkeiten festmachen.
        Aber trotzdem gibt es viele Ladies da draussen, die finden, dass ihr Liebster (oder sonst ein Vertreter des anderen Geschlechts) sowohl im Anzug, als auch im Hipster-Hemd eine gute Falle macht; und dabei ist er weder Bäääänker noch Holzfäller, sondern Reisekaufmann 😉

  • fufi sagt:

    Nichts neues unter der Sonne!

    Ich verweise auf die Überväter aller Untertrends:

    Monthy Python: Der Holzfäller

    https://www.youtube.com/watch?v=SP-tjmkQFGY

  • Arielle sagt:

    Wer Sport in einem Studio macht, das stark schwul frequentiert ist, der weiß, dass der Holzfällerbarttrend schon seit Jahren von den Schwulen praktiziert wird und in der Szene sicher schon durch ist.

  • Albert Baer sagt:

    Ist denn das „Holz“ bei diesen Holzfällern nur im Gesicht erlaubt oder herrscht auch unter Hemd und Hose wilder männlicher Holzwuchs?

  • Albert Baer sagt:

    Trends sind immer bescheuert. Als Beweis muss man sich nur die Foto von vergangenen Trends anschauen, da kriegt man immer einen Lachkrampf.

  • Irene feldmann sagt:

    Als Anmerkung möchte ich darauf hinweisen das Inhalt zählt, Füllung….die Verpackung kann beliebig verändert werden, oder fallen immer noch die meisten auf diesen Trick rein?????:)

  • WTF sagt:

    WTF, warum schreibt man so einen Artikel? Mir gefällt diese hemden. Meinen Sie ich ziehe so einen Hemd an, damit ich mehr männlich aussehe? Ja, vielleicht. Aber genau deswegen ziehe ich auch keinen Rock an.

  • Peter Fu sagt:

    Mhm, I würde ja eher sagen, mit der Axt kann man’s erst anfangen ernst zu nehmen. Das is aber unmöglich ein neuer Trend; Holzfäller sind zumindest in meiner Welt schon Jahre hoch im Kurs, etwa wie Schotten oder Piraten, auch wenn ich es ebenso lange nicht geschafft habe, wie das Abbild eines davon rumzulaufen… leider!

  • Che Miller sagt:

    PS. Für mich sehr aufschluss- und erkenntnisreich war die Lektüre der beiden Bücher „Das weibliche Gehirn“ und „Das männliche Gehirn“ der Neuropsychiaterin Louann Brizendine. Da begann ich zu verstehen, wieso die über Jahrtausende entwickelte Kombination Mann – Frau einfach geradezu perfekt ist und nicht schnöde geredet oder lächerlich gemacht werden muss. Der Erfolg liegt in der wunderbaren, scheinbar gegensätzlichen Kombination. Ein Geniestreich der Natur. Einfach superb. Ich lege Ihnen die Lektüre sehr ans Herz, Réda El Arbi. Es ist ein Gewinn!

    • Réda El Arbi sagt:

      Meine Frau hat zwei Dr in Biologie. Das was Sie hier so romantisch bescheiben, nennt man Dualität der Geschlechter und ist ene Grundlage dafür. dass es das Leben, wie wir es kennen, überhaupt gibt. Also, mit affektiertem Modebewusstsein hat das nichts zu tun. Mit Männlichkeit auch nicht.

      • dr. hasenfratz sagt:

        und was genau hat der doktortitel ihrer frau damit zu tun *lach*
        sagt sie ihnen, was sie hier schreiben sollen?

        • Réda El Arbi sagt:

          Nein, aber wenns um Biologie geht, frag ich sie immer. Sie weiss da Bescheid. Ist praktisch. Besser als googeln.

      • Lena sagt:

        Würde eine Frau sich so oft und penetrant im Glanze des Erfolgs, bzw der Titel ihres Mannes sonnen wie der Reda es bei seiner Frau tut, würde man sie wohl ein armes Huscheli nennen…

        • Réda El Arbi sagt:

          EIgentlich würde ich mich gerne „Herr Doktor“ nennen, so wie früher de Frauen sich den Titel des Ehemannes aneignen durften.

    • Peter sagt:

      Vielleicht gibts ja auch so etwas wie einen Darstellungsdualismus nicht nur bezogen auf Geschlechter. Also bspw. im Dualismus Künstlichkeit-Natürlichkeit. Das kann man dann kombinieren: künstliche Natürlichkeit, und natürliche Künstlichkeit usw usw. Davon handelt m.E. der Blog, künstlich erzeugte Natürlichkeit. Das kombiniert dann El Arbi mit dem Geschlechterdualismus, usw usw. Die Frage, was ist ein Mann/Frau wandelt sich im Moment wie die Frage, was ist künstlich und natürlich. Das Ganze verbindet er mit Konsumkritik, auch versus die Frage nach Authentizität, worin sich der Kreis vielleicht schliesst. Und geschrieben in seinem Sinn von Satire (über Humor kann man sich streiten), manche mögen es, manche nicht.

  • Che Miller sagt:

    Lieber Réda El Arbi: Wenn Sie ganz ehrlich sind, dann machen Sie Dienstmädchen- oder Krankenschwesternkostüme im richtigen Setting auch scharf, und das ist auch gut so. Seien Sie ehrlich. Warum stellen Sie das in die Schmuddelecke? Und sich darüber?

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein, ich fand das mit 16 geil. Inzwischen würde ichs billige Fantasien von der Stange nennen.

      • Mike T. sagt:

        Jesses Réda, spürst du dich eigentlich noch selber in deinem moralisch-feministischen Korsett, oder sagt dir deine Frau auch wann du einen Ständer kriegen darfst? 🙂

        • Réda El Arbi sagt:

          Nun ja, ich denk, ich bin immer noch freier, selbstbestimmter und authentischer als jede Witzfigur mit antifeministischem Machogehabe und aufgesetzter Männlichkeit. Ich hab keine Angst vor starken Frauen. Dazu bin ich mir meiner Person viel zu bewusst. 😉 Ausserdem ist mein Ego sowieso gross genug, meinste nicht?

          • Mike T. sagt:

            Es gibt imphall auch noch ein Zwischending neben debilen Machoprolls und verweichlichten Frauenverstehern die sich selbst verleugnen und verbiegen.
            Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es bei den meisten Frauen ganz gut ankommt, wenn man sich einen Rest Männlichkeit bewahrt hat und nicht permanent Männchen macht.

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, wenn ich mich in irgendeiner Weise darum kümmern würde, was Frauen von mir denken, oder Männer, dann wär das ja auch relevant. Ich orientier mich aber lieber an meiner Persönlichkeit. Und ich bin nun mal für Gleichberechtigung, Gleichstellung und Individualität.

          • Irene feldmann sagt:

            Interessantes denken…..:)

          • Diego sagt:

            Ja was jetzt, Gleichstellung oder Individualität?

            • Réda El Arbi sagt:

              Der übliche Denkfehler: Wir müssen nicht „gleich“ sein, um „gleichwertig“ zu sein. Individualität und Gleichberechtigung sind nur dann ein Widerspruch, wenn man die Konzepte dahinter nicht begreift.

          • Irene feldmann sagt:

            Bene Docet, qui bene distinguit!!! Gäll reda???:)

        • peter rüedi sagt:

          geiler kommentar mike.
          der ständer im zeitalter des feminismus.

  • Che Miller sagt:

    Réda El Arbi, die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren, die ehrverletzend, rassistische, unsachlich, sind. Eigenartig, dass ihr Bericht da durchging? Wie ist praktizierter Rassismus leicht zu entlarven: einfach die Protagonisten umdrehen, wenn es dann weh tut, dann ist es Rassismus! So über Frau zu schreiben wäre ungeniessbar. Und das möchte ich auch nicht lesen.
    Sehr aufschlussreich auch zu erfahren, wie rasch Sie in Sachen Lust zwischen billig und anderem zu unterscheiden wissen und auch zu wissen scheinen, welchen Effekt Mann mit dieser Selbstdarstellung bei Frau erreichen. Warum bleibt unerklärt und widerspiegelt nur eine doch inzwischen ausgeleierte Moralvorstellung des Bürgertums.
    Es gibt das Menschenrecht, sich darzustellen wie es eineR/M beliebt. Und das nützt der ganzen Gesellschaft und stärkt sie. Ist das bei Ihnen schon angekommen?

    • Réda El Arbi sagt:

      Ich bin die Redaktion und ich schreibe sowohl über Männer wie über Frauen.

      Wenn Sie eine ironische Satire mit Rassismus gleichsetzen, sind Sie ziemlich zynisch. Es gibt das Menschenrecht, sich so darzustellen, wie man will. Das schützt aber nicht davor, dafür ausgelacht zu werden.

      Und es geht hier nicht um sexuelle Identität. Es geht nur um einen weiteren Modescheiss, an dem sich irgendwer die Hände mit Gold füllt.

      Also, bevor Sie hier pathetisch für die Freiheit der westlichen Zivilisation eintreten, gehen Se und kaufen Sie sich für einen Fünfer Humor.

  • Putzig sagt:

    Darf ich wagen zu behaupten, dass auch dieser Trend – wie jeder Trend – von den Schwulen lanciert wurde, um sich vom zuckersüssen Gebaren des letzten Trends abzugrenzen? In diesem Sinne habe ich meinen Bart bereits wieder abrasiert, da er nicht mehr in ist.

  • Peter sagt:

    wann gibts diesen Bart im H&M zu kaufen? 🙂

    Hat diese Zielgruppe wirklich Samsung-Smartphones, nicht eher IPhones?

    • Réda El Arbi sagt:

      Bei den iPhone-Besitzern kommt der Trend in drei Monaten an 🙂

      • Peter sagt:

        Komisch, ich hab nen Samsung-Smartphone und dachte, ich gehöre deswegen zur „bildungsfernen“ Schicht? Dann ist es also umgekehrt? Obwohl ich gar nicht mehr weiss, wer ich nun sein muss, ist es gut, dies zu wissen!

        By the way, wegen Bärten, obwohl, wie man hört, ist H&M ja Billligprodukte. Dennoch ist für mein Budget H&M zu teuer. Hmm, ich warte, bis es die Bärte bei M-Budget gibt (es würde mich nicht stören, wenn der Bart grün-weisse Farbe hätte).
        🙂

        • Réda El Arbi sagt:

          Die kreative Elite liebäugelt immer mit dem Proletariat –> Samsung

          • Peter sagt:

            Das habe ich mir auch schon gedacht. Aus diesem Grund lese ich jetzt zum wiederholten Male die „Neurosenlehre“ von Freud, obwohl ich sie schon beim ersten Mal nicht verstanden habe. Auch Konrad Lorenz habe ich deswegen versucht zu lesen und versuche seither, so zu sein wie die, aber es klappt einfach nicht, obwohl ich mich anstrenge. Und das Problem besteht darin, ich weiss nicht an wem es liegt.

  • Klaus sagt:

    „Inzwischen sind wir normalen Männer…“
    Es ist völlig normal, dass dich als normal anschaust.
    Die meisten Männer auf der Welt finden sich nämlich völlig normal, auch wenn sie anders sind als du.
    In dem Sinn: Wie wärs etwas mehr Toleranz dem Anderen, dir Fremden gegenüber?

    • Réda El Arbi sagt:

      Nun, ich denke ich sollte IRONIE in Zukunft in Klammern daneben schreiben. Aber ehrlich, vielleicht hätte anstatt „normal“ eher „erwachsen“ schreiben sollen.

      • Cinzia sagt:

        Reda, wenn Du jedem zweiten deine Ironie erklären musst, dann stimmt vielleicht etwas mit deiner Ironie nicht.
        Kennst bestimmt das Ochsen-Zitat aus Lucky Number Slevin.

        • Réda El Arbi sagt:

          Nur weil 1 Leser die Ironie nicht erkennt, und eine weitere Leserin die Metaironie im Comment, sagt das noch nichts über die Verständlichkeit der Ironie aus. Es sagt nur etwas über das Ironieverständnis dieser Leser aus. 🙂

          • Cinzia sagt:

            Eher Megaironie, aber Vorsicht, das ist was ganz Anderes.

          • Peter Fu sagt:

            Erinnert mich grad an so nen Spruch von Frisch, wieso versteh ich nicht so ganz, kopier-und-einfüg: wenn sie jemand dazu bringen, daß er den humor verliert (z. b. weil sie seine scham verletzt haben), und wenn sie dann feststellen, der betroffene mensch habe keinen humor: finden sie, daß sie deswegen humor haben, weil sie jetzt über ihn lachen?

  • Maier Tom sagt:

    tja jeder definiert Männlichkeit für sich selber, .. wenns aber über Wald-Arbeitsoutfit geht wirds lustig. Die haben ja noch niemals eine Axt gebraucht, .. geschweige denn wissen sie an welchem Ende die Kettensäge angefasst wird!
    Aber wenn die Maedels drauf stehen .. hats ja seinen Zweck erfüllt und wir Landeier haben was zu lachen wenn wir unsere Füsse, verpackt in schmutzigen Arbeitsstiefeln ( .. laufen die auch unter diesem Modetrend?.. da wären die Putzfräuleins aber gar nicht glücklich) in die hypste Stadt lenken.
    , ach was auch noch fehlt ist der Offroader vor der Türe mit den gröbsten Stollenreifen die auf dem Markt erhältlich sind. Die aber niemals etwas anderes als Asphalt zu spüren bekommen.

  • Frank Peters sagt:

    Ok, der Trend mit Fiskars Äxten, schönen Messern und was weiss ich war Zwei Jahren aktuell. Was wohl Männer schon alles versucht haben um Ihre Männlichkeit zu beweisen, da gehören Naturburschen noch zur Harmlosen Sorte.

  • Mike T. sagt:

    Wen wunderts, suchen die Jungs heutzutage nach ihrer Männlichkeit, nachdem man ihnen diese weggezüchtet hat wie man das mit dem bitteren im Salat getan hat. 🙂

    • Klaus sagt:

      seh ich nicht so dramatisch. das einnehmen von rollen gehört seit jeher zum (partnersuchenden) menschen.
      pikanter ist eher, dass der réda, der sich allenthalben beklagt, die jugend von heute sei zu angepasst, gleich über jene loszieht, die bloss ein bisschen abweichen von der norm.

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