Notizen aus der Dichtestress-Hölle

So sehen die Trams in der Weihnachtszeit aus. Da hilft nur: ÖV abschaffen.

So sehen die Trams in der Weihnachtszeit aus. Da hilft nur: ÖV abschaffen.

Von David Sarasin & Reda El Arbi

Ecopop steht vor der Türe – und bei einer Annahme der Initiative lockt die Aussicht für alle Schweizer auf ein eigenes Hüsli mit genügend Umschwung und einem Apfelbaum im Garten. Oder haben wir da was falsch verstanden? Jedenfalls wollen wir nicht hinten anstehen, zumal wir in Zürich wissen, was die Leute auf dem Land meinen, wenn sie von Dichtestress reden. Seit Jahr und Tag leben wir mit vielen anderen zusammen auf begrenztem Raum, schichten uns quasi übereinander, versinken förmlich im Gewusel – und an Weihnachten ist alles noch viel schlimmer. Zeit, die Situation zu entschärfen. Mit dieser Liste, die wir, falls Ecopop angenommen wird, ebenfalls durchsetzen werden – wenn nötig via Volksentscheid!

Sprüngli
Wer dieser Tage im Sprüngli an der Bahnhofstrasse ein Lachs-Canapé verzehrt, gerät rasch in folgende missliche Lage: er muss einen Tisch zum Beispiel mit einer älteren Frau teilen. Wir wollen diese Überbevölkerung des Sprüngli in Zukunft nicht mehr hinnehmen und fordern: Pelzmantel- oder Privatbankkunden-Vorrang bei den Gästen! Zudem muss man natürlich über eine Armen-Steuer auf Lachs-Canapé nachdenken.

Bahnhofstrasse
Wo bis vor einigen Jahren noch exklusive kleine Schmuck-, Uhren- und Modeläden  mit höchstens fünf Kunden am Tag zu besuchen waren, drängen sich jetzt ausländische Billigstketten und wirken als Magnet für Leute, die nun wirklich nicht an der Bahnhofstrasse einkaufen sollten. Nicht nur, dass die Menschenmassen so den Blick in die Schaufenster versperren, nein, sie gefährden auch die Versorgung mit dringend benötigten Grundnahrungsmitteln. (Siehe «Sprüngli»)

Bootsanlegeplätze
Auf dem See ist der Dichtestress eminent. Wer etwa eine Erst-Yacht kauft, muss Jahre warten, bis er einen Anlegeplatz kriegt. Und hat er erst mal einen solchen, sieht er sich mit hunderten anderen Booten konfrontiert, die ebenfalls ihr Stück vom Ufer beanspruchen. Von der Aufnahme im Yachtclub noch gar nicht zu reden, das dauert noch einmal zwanzig Jahre. Der Seeanstoss muss wieder exklusiver werden, das Seeufer gehört an Private verkauft, der Seeuferweg durchtrennt.

Langstrasse
Erschwerend zu unseren Bestrebungen kommt, dass die Gentrifizierung viel zu langsam von statten geht. An der Langstrasse zum Beispiel dominieren noch immer feiernde Massen und Milieu-Läden, anstatt, wie bei uns im Seefeld und am Züriberg, das warme Brummen der SUVs. Wir hoffen, dass der Upperclass-Klassenkämpfer in Gottes Gnaden, Rolf Hiltl, die Situation bald in den Griff bekommt. Denn nur aufgewertete Quartiere sind Dichtestress-freie Quartiere.

Luxuswohnungen
Das sieht man auch im Kreis 5. Die leerstehenden Luxuswohnungen in Zürich West bringen etwas Luft in ansonsten vom Dichtestress geplagten Quartier. Die Stadt sollte sie in Zukunft kaufen und leer stehen lassen. Auf deren Terassen lassen sich auch Apfelbäume pflanzen. Zudem sollten nur Architekten für städtische Projekte verpflichtet werden, die es verstehen, Flächen so zu bauen, dass sie auch im Sommer nicht von Passanten besetzt werden und Raum zum Atmen lassen. Die Gegend um den Prime Tower wäre ein hervorragendes Beispiel.

Oktoberfest
Exemplarisch lässt sich der Dichtestress auch am Oktoberfest auf dem Bauschänzli beobachten. Hier ist der Platz an den Festbänken derart beschränkt, das gewisse Entitäten sich gezwungen sehen, auf den Tischen zu tanzen. Andere sind derart zwischen ihren Banknachbarn eingeklemmt, dass sie sich in ihre Lederhosen pissen müssen. Zudem sehen die Brüste der Dirndl eingequetscht aus. Wir fordern mehr Platz für die ganze Festgemeinde!

Verkehr
Wie man den Dichtestress auf den Strassen lösen könnte? Mit der Aufhebung einiger Tram- und Bus-Linien und natürlich mit der Zusatzspur am Bellevue. Und mit einem Autoverbot für Sozialhilfebezüger.

Bildungswesen
Die Förderungskindergärten, Privatschulen und Elite-Gymnasien leiden morgens und am späten Nachmittag für jeden sichtbar unter dem Dichtestress. Die Mütter finden kaum Platz, ihre Kinder aus den sicheren (warm brummenden) SUVs auszuladen und ihnen noch eine Minute mit den Augen zu folgen, bis sie das Schulgelände unverletzt betreten haben. Schlimme Szenen spielen sich ab, wenn die Mütter mit Hupen und Ruckelfahrt um den Platz vor den Schulen kämpfen. Wir fordern einen Numerus Clausus schon bei der Kindergartenanmeldung.

Globuskasse
In der Warteschlange an der Globuskasse ist es wohl am Deutlichsten: Nicht nur, dass immer mehr Leute sich die Globusartikel leisten wollen, nein!, sie zahlen auch noch mit Bargeld und halten beim Münzabzählen die ganze Schlange auf. Man sollte die Zuwanderung so kontingentieren, dass nur Leute mit edelmetallfarbenen Kreditkarten kommen dürften.

«Who is Who»
Auch an wirklich exklusiven Orten ist es eng geworden. Während andere Magazine die HUNDERT mächtigsten, reichsten oder schönsten Menschen auflisten, muss man sich als wichtiger Zürcher mit den ZWEIHUNDERT wichtigsten Zürchern ins «Who is Who»-Magazin quetschen. Wir fordern eine Gesundschrumpfung dieser Publikation per richterlichem Entscheid.

Umwelt und Natur
Im Sommer ist es überdeutlich: Die Grünflächen der Stadt werden von unzivilisierten Horden besetzt, die sich, ohne auf die lokale Kultur und Zurückhaltung zu achten, überall hinfläzen und so dem Rasen keinen Raum zum Atmen mehr lassen. Da hilft nur rigoroser Schutz. Alle Parks und Grünflächen der Stadt müssen in Golfplätze mit sehr begrenztem Zugang – wie in allen vernünftigen Golfclubs – umgebaut werden. Die Mitarbeiter von Grün Stadt Zürich dürften erfreut sein, wenn man ihnen eine Weiterbildung zum Caddy ermöglicht. So würden hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen und dem Raubbau an der Natur ein Riegel geschoben.

Mit unseren Denkansätzen kann man dem Dichtestress in der Stadt etwas entgegensetzen. Nur mit Mut und Engagement lässt sich die erstickende Enge Zürichs wieder in eine lebenswerte Atmosphäre verwandeln. Wir hoffen auf Ihre Unterstützung!

87 Kommentare zu «Notizen aus der Dichtestress-Hölle»

  • pedro domletschg sagt:

    http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/nov/19/turn-down-band-aid-bob-geldof-africa-fuse-odg?CMP=fb_gu

    hier noch ein schöner artikel zum thema, afrika als armer, leidender, kranker kontinent.

  • Fritz Früh sagt:

    Wenn ich könnte würde ich sofort die Internationale anstimmen……..am liebsten begleitet von einem Arbeitsmigranten an der Ukulele (natürlich aus fair-trade Holz und von einem angolanischer Fussmaler geschnitzt,bespannt mit veganen Saiten) !
    Aber nicht mal dazu bin ich als ungebildeter, unwissenden und ewiggestrigen Vertreter der freien Marktwirtschaft in der Lage…….. Aber ein Versuch ist es Wert: Wacht auf, Verdammte dieser Erde, die stets noch…….etc.

    • Réda El Arbi sagt:

      Zynismus ist die Heultherapie moralisch Indifferenter. 😉

      • Fritz Früh sagt:

        …was bleibt einem ansonsten übrig bei moralisch überlegenen Gegner…..wie der Velofahrer, welcher dem Autofahrer moralisch immer überlegen ist. (Man weiss zwar nicht wieso, aber es ist scheinbar so bestimmt worden)

        Aber generell lese ich Ihren Blog sehr gerne und betrachte Sie auch nicht als Gegner. Gruss FF

  • Reto Stadelman sagt:

    Der Versuch hier mit neoliberalen Mitteln einen satirischen Lösungsansatz zu finden ist nicht lustig. Denn das was er beschreibt geschieht bereits (bzw. man versucht es so umzusetzen) und ist absolut real! Die Folgen der Zuwanderung von Kapital. Und auch dagegen würde Ecopop etwas unternehmen. Eher unfreiwillig, aber dennoch. Darum wehren sich die Wirtschaftsvertreter des radikalliberalen Wirtschaftsfilz rund um AvenirSuisse ja so vehement gegen Ecopop. Um Menschen geht es denen definitiv nicht!
    Nichts gegen die Gegner von Ecopop, bin auch dagegen, aber solche plumpen Argumentation langweilt mich nur noch. Und solche „lustigen“ Beiträge, die der Realität völlig widersprechen und die üblichen Klischees ala Rassismus bedienen, davon gibt es schon genug…

    • Réda El Arbi sagt:

      Schade, dass man im Kapitalismus keinen Humor kaufen kann.

      • pedro domletschg sagt:

        aha, ja klar, wenn man als fremdenfeindlich betitelt wird ist man dünnhäutig oder was, und wenn man der lächerlichkeit preisgegeben wird hat man keinen humor. und wenn man die zuwanderung von 1% auf 0.2% nivellieren möchte, auf ein gesundes niveau nota bene, dann ist man ein nazi. und wenn man ein paar „lächler“ auf dem zug in indien sieht, dann sind die soo happy, auch wegen dem dichtestress. alles sehr kohärente gedankengänge.

        • Réda El Arbi sagt:

          Nein, wenn man mit der Ecopop gegen die Zuwanderung vorgehen will, ist man kein Naz. Man hat nur so seine Probleme mit Fakten und der Realität.

          Die Leute in vielen ärmeren Ländern sind WIRKLICH oft zufriedener mit dem, was sie haben. Dass wir hier Angst vor Überbevölkerung haben, dass wir ANgst haben, unseren Reichtum, den wir eigentlich zu 80 Prozent im Ausland erzeugtem Mehrwert verdanken, ist einfach nur asozial und kaputt.

          • pedro domletschg sagt:

            wir leben in einer demokratie, jeder kann mehrheiten für eine initiative sammeln, jeder hat andere empfindungen. wenn ich die situation mit dem überfüllten zu nicht gerne habe, kann ich für ecopop stimmen, die versucht die zuwanderung auf das niveau zu bringen, das versprochen wurde bei der abstimmung über die pfz. wenn ich nun als nazi oder rassisten beschimpft werde, sagt das viel mehr über diejenigen, die das sagen, als über mich. du redest vom reichtum der 80 prozent im ausland erzeugt wird, dort wird der nicht nur gestohlen, dort erzeugt er auch wieder arbeitsplätze, damit auch dort leute arbeit haben. wir sind nicht schuld an der armut in afrika oder asien, das kannst du gerade mal vergessen.

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, in der Schweiz haben wir eine direkte Demokratie. Jeder darf das abstimmen was er will. Wir haben aber auch Meinunsgfreiheit, was bedeutet, dass ich dazu auch sagen darf, was ch denke. Und ehrlich, ich denke nicht, dass die Ecopop-Beführworten Rassisten sind. Eher verängstigte, verwöhnte, isolierte Schweizer mit Luxusproblemen, die sie mit untauglichen Mitteln aus der Welt schaffen wollen. Manchmal wünsche ich mir für einen Augenblick, die nitiatve käme durch und würde mit voller Härte diejenigen Treffen, die dafür gestimmt haben. Aber das würde nichts nutzen. Sie würden die Schuld an ihrer Situation weiterhin den Ausländern geben.

            • Réda El Arbi sagt:

              Nachtrag: Wir verbrauchen die Ressourcen Afrikas, seltene Erden, Öl etc. Die Rohstofffirmen, die damit Geld machen, snd hier, in Zug oder der Westschweiz. Es gibt genug Nahrungsmittel auf der Erde, aber sie werden hier gehandelt, unsere Pharma zwingt den Bauern der dritten Welt genetisch verändertes Saatgut auf, dass sie jedes Jahr neu kaufen müssen, weil die Früchte daraus genetsch sterilisiert wurden.

              Wir tragen keine Verantwortung? Wir leben vom Geld, dass wir auf Kosten der Armen machen. Ist nicht schön, aber leider wahr. Die Schweiz hat keine Ressourcen.

          • pedro domletschg sagt:

            wollte noch sagen, die 80 prozent im ausland erzeugten reichtum, werden von den 5 prozent reichsten in der schweiz abgezügelt, das erreicht uns wohl gar nicht. ich muss auch arbeiten, meine frau auch, wir haben kein auto, wir versuchen hier unser bestes zu geben, wir können nicht das leid der ganzen welt auf unseren schultern tragen, wir müssen uns auch schützen, toleranz wird ausgenützt, manchmal braucht es eine harte linie und konsequentes handeln um toleranz ausüben zu können.

            • Réda El Arbi sagt:

              Mobilephone, Infrastruktur durch Steuern auf Rohstoff- und Geldhandel? Ach ja, wir müssen nicht das Leid der Welt auf unseren Schultern tragen. Es reicht, wenn wir den anderen nicht alles wegfressen.

          • pedro domletschg sagt:

            nein ich trage keine verantwortung, denn ich arbeite nicht bei syngenta oder einem rohstoffhändler, ich profitiere auch nicht im geringsten vom handel mit rohstoffen, genau diese firmen zahlen auch keine steuern in der schweiz. wenn ich es könnte, dann würde ich dies ändern, das kannst du mir glauben. dieser prozess läuft hier nunmal so, man muss sich organisieren und wählerstimmen oder unterstützer finden. wenn jetzt der westen in afrika die erde ausbeutet, so wie du das imaginierst grösstenteils, im kleinen wird das sicher auch passieren, gebe ich zu, aber warum musst du dich verantwortlich dafür fühlen? das ist eine art positiver rassismus, diese menschen sind keine idioten, wir müssen sie nicht beschützen, wenn sie uns nicht fragen. sie haben auch eine ökonomie. wenn du dich kasteien möchtest, weil du ein schlechtes gewissen hast, dann stosse einen politischen prozess an, aber versuch nicht, mir ein schlechtes gewissen zu machen, weil ich afrika ausbeute. das stimmt nicht, und armutsflüchtlinge haben meiner ansicht nach keine legitimation hierher zu kommen, respektive wir haben dieselbe legitimation, sie wieder zurückzubringen.

            • Réda El Arbi sagt:

              Denken Sie, unsere Infrastruktur könne ohne Raubbau an den Ressourcen der anderen aufrecht erhalten werden? Benutzen Sie keine produkte aus Öl, seltenen Erden, Kupfer, Eisen, essen Sie nichts, was mit Sojastärke aus Monokulturen weltweit angebaut wurde?

              Wenn Sie denken, die Ausländer sind Schuld an dem Ressourcenverbrauch in der Schweiz, belügen Sie sich ganz einfach, um einen Schuldigen zu finden. Wenn Sie denken, die Ausländer bauen unsere Landschaft zu, sollten sie mal schauen, wer in neugezontem Bauland baut.

              Wenn Sie denken, die Einwanderung von 0.2 Prozent reiche, dann möcht ich Ihnen empfehlen, abzuwarten, bis die nächste Generation, die Babyboomer, das Rentenalter erreicht hat. Die leben dann hier, brauchen AHV und bringen kein Geld mehr in die Altersversicherung ein. Was denken Sie, wer wird dann die AHV zahlen?

          • pedro domletschg sagt:

            sehr geehrter herr arbi, ihre argumentation ist nicht logisch, was hat die gentech-soya-misere mit mir oder ihnen zu tun, könnten menschen in afrika die seltenen erden überhaupt nutzen? nein. ich gebe ihnen recht, dass die menschen etwas von ihrem reichtum haben sollten. für dieses dilemma tragen sie keine schuld und ich keine schuld. hören sie doch auf mit der generalschuld. wieso verbinden sie den ressourcenverbrauch in der schweiz, die seltenen erden in afrika mit der ecopop-initiative? wollen sie sagen, wir stehlen den menschen in afrika die ressourcen und deshalb kommen sie hierher nach europa? dann sind sie aber naiv! die ärmsten können sich diese reise gar nicht leisten. die meisten suchen sicherheit und sie möchten den traum leben, denn sie sehen was wir haben, wie es uns hier ergeht. die möchten das auch haben.
            jeder ist für sein eigenes schicksal verantwortlich ich kann mich nicht um ein paar milliarden in drittweltländern kümmern, ich kann nicht verantwortung für die tragen. sie haben dort auch eine wirtschaft, auch ausbildungen.
            leider finden sie altruismus in afrika trotz der fröhlichkeit selten. falls sie es wirklich nicht wissen, die leute sind fröhlich, weil sie keine verantwortung tragen, weil sie nichts zu verlieren haben, das erleichtert das leben. mit dem reichtum erwächst auch verantwortung und sorge, denken sie ein armer mensch muss sich um billag, züri-säcke, entsorgungstram, kinderhort, krankenkassenprämie, telefon- und internetanschluss… und und und kümmern? wenn die das wüssten, dann wären die auch etwas nachdenklicher. denken sie, ich oder sie haben die weisheit mit dem löffel gegessen, wahrscheinlich muss man in zwanzig jahren die zuwanderung wieder fördern, das ist der lauf der dinge, es verändert sich. man muss agil bleiben, um anpassungen mitzumachen. jetzt findet sich vielleicht eine mehrheit, die der meinung ist, es wäre besser, die zuwanderung zu reduzieren. deswegen sind es noch lange keine schlechteren menschen als sie. denken sie, nur weil sie super-toleranz pflegen, macht sie das zu einem guten menschen? für mich ist das gegenteil der fall, es braucht zu toleranz auch härte und konsequenz. man kann nicht nur fördern, man muss auch fordern.
            gehen sie mal auf den sächsi-leuten-platz, schauen sie mal wie der lebt. das war doch für sie eine steinwüste, ein grauer toter platz. schauen sie mal wie viele menschen am sonntagnachmittag den ort geniessen. man kann auch mal falsch liegen.

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, Verleugnung der globalen Zusammenhänge, Verleugnung der Verantwortung – genau das, was ich von jemandem erwarte, der die Schuld an unserer „Misere“ (immerhin die höchste Lebensqualität auf dem ganzen Planeten) den Ausländern gibt.

              Aber jänu. Wer es nicht schafft, in den Spiegel zu blicken und sich die Welt zurechtzulügt, muss halt dann auch damit leben.

          • Pierbattista sagt:

            Für mich als Ausländer in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist es kaum zu fassen was sie da schreiben, da bleibt mir die Spucke weg! Meine Eltern sind 1951 aus Norditalien in die Schweiz eingewandert, haben ihr ganzes Leben in der Haute Gastronomie gearbeitet wie verrückt, täglich ihr bestes gegeben, zwei Kinder grossgezogen aus denen, wie man hier zu pflegen sagt, was geworden ist. Sie hatten nie ein einziges Problem mit den Einwohnern der Schweiz, vom ersten Tag an, als meine Vater im Zug eingeschlafen ist und zwei Stationen zu weit gefahren ist. Ohne ein Wort Deutsch zu können, wie auch er kam ja aus dem Veltlin, wurde ihm liebevoll geholfen den Bauernhof im Aargau zu finden, seine erste Stelle. Weder meine Eltern noch mein Bruder und ich hatten jemals ein rassistisches Problem in der Schweiz. Ich bezweifle jedoch, dass dies in der heutigen Zeit noch möglich ist. Wenn wir so weitermachen, mit solch menschenverachtenden Initiativen, werden keine solche lieben Menschen wie meine Eltern in die Schweiz einwandern.

          • pedro domletschg sagt:

            billigster populismus und billigste polemik, lügnerische behauptungen herr el arbi. ich habe nie etwas gegen ausländer gehabt oder getan. niemand tut das von den befürwortern der ecopop initiative. aber eben, jetzt wird auf den mann gespielt, wenn man keine argumente mehr hat. ich lasse sie am besten in ihrem glauben von der bösen welt des westens, der schuld ist an der misere der armen in der dritten welt, ist ja auch einfach, so ein schwarz weiss weltbild zu haben. dann muss man sich nicht auf den andern zubewegen. hauptsache man kann sagen man ist tolerant, wie egoistisch. dass hunderte milliarden dollar nach afrika geflossen sind in den letzten zehn jahren an entwicklungshilfe interessiert sie ja nicht.
            und herr pierbattista, schön, dass sie dies so empfinden, um diese verhältnisse wiederherzustellen braucht es eine zügelung der zuwanderung. schade finde ich, dass sie auch denn irrglauben haben, die ecopop initiative sei menschenverachtend. das ist sie mitnichten. sie nimmt die ziele der uno auf. und limitiert die zuwanderung, wie es unzählige andere länder tun, kanada, australien, usa etc. etc.

            • Réda El Arbi sagt:

              Nun ja, offenbar ignorieren Sie Argumente, und ehrlich, ich muss Sie nicht überzeugen. Wenn Se glauben, Sie hätten Ihren Lebensstandard in irgendeiner Weise durch ihre persönliche Leistung mehr verdient, als ein anderer Mensch auf der Welt, der die gleiche Arbeitszeit aufweist, weiss ich auch nicht.

              Falls Sie dann mal AHV beziehen und merken, dass es wieder Ausländer braucht, um ihre Rente zu bezahlen, gibts leider keine Arbeitsplätze mehr, für die Ausländer hierherkommen würden.

        • Pierbattista sagt:

          Sorry Reda, die Antwort war selbstverständlich nicht an dich gerichtet.

        • Pierbattista sagt:

          Sie können ja gerne meine Eltern fragen ob die von ihnen angesprochenen Zustände wieder hergestellt werden sollten. Die vielen Mitarbeiter aus allen Herren Länder, die ihre Frauen und Kinder nicht mitnehmen durften und monatelang sie nicht sehen konnten wegen den Kontingenten.
          Schon damals und auch in meiner Zeit in der Gastronomie war der Ausländeranteil enorm hoch, glauben sie wirklich man könnte einfach so all diese Mitarbeiter durch Inländer ersetzen? Nennen sie mir doch nur 10 Schweizer aus ihrem Umfeld die sich umschulen lassen würden um danach als Kellner zu arbeiten wenn wir keine Arbeitskräfte aus dem Ausland mehr rekrutieren können. Von der Arbeit an Spültrögen ganz zu schweigen…
          Ich kann natürlich nur von meiner Arbeitswelt sprechen, ich kann mir aber gut vorstellen in den Fabriken, Spitälern und dem Baugewerbe sieht es nicht viel besser aus.

          • pedro domletschg sagt:

            pierbattista, ich bin in einem gebirgskanton aufgewachsen, nur die allerwenigsten konnten ans gymi, wir haben alle lehren gemacht, ich sogar zwei, unter anderem eine malerlehre, erzählen sie mir doch nicht von kein schweizer würde niedrige arbeiten erledigen, das ist doch glatt gelogen.

            • Réda El Arbi sagt:

              Dann schauen Sie sich doch mal den Anteil der Schweizer bei den Klofrauen an. Aber Sie dürfen sich die Welt gerne weiter so malen, wie Sie sie gern sehen würden.

          • pedro domletschg sagt:

            schwaches beispiel

          • Pierbattista sagt:

            Dass sie mich als Lügner hinstellen bestätigt nur meine Annahme, dass sie einfach keine Ahnung haben von was sie reden. Nach 30 Jahren Gastgewerbe und zwar nur ab 2 Sterne Michelin und 19 Punkten Gault Millau aufwärts, können sie mir glauben, dass ich am Spültrog noch nie einen Schweizer gesehen habe, kaum einer am Herd und kaum einer im Service. Gehen sie eigentlich auswärts essen? Waren sie in den letzten Jahren in einer Arztpraxis oder haben sie in den letzten Jahren ihr Haus umgebaut? Ich schon, mein Hausarzt ist Deutscher, ausser dem Bauleiter waren bei unserem Umbau an unserem Haus alle Ausländer, Elektriker, Maler, Schreiner usw.
            Sogar der Schreiner konnte nicht verneinen, dass ohne hochqualifizierte Arbeiter aus dem Ausland, er keine Chance hätte in der Schweiz Handwerker zu finden, die seine hohen Ansprüchen genügen würden.
            Was meinen sie eigentlich mit niedrigen Arbeiten?

          • pedro domletschg sagt:

            ach her pierbattista, gehen sie mal in ein anderes land oder nach italien, da machen auch nicht die italiener den abwasch, was sie erzählen ist ziemlich heuchlerisch, schon mal was von angebot und nachfrage, das den preis bestimmt, gehört?
            klar müssen wir unsere leute ausbilden, stimme ihnen zu. das ist ein rein politischer entscheid. numerus clausus für medizinstudenten aufheben, ausbildungsgänge fördern, z.b. ingenieurswesen. herr pierbattista, gehen sie mal an eine schule in der stadt. wir müssen nicht anderen ländern die gut ausgebildeteten übermässig abziehen. das ist ist verwerflich. den letzten beissen die hunde. die ärzte in rumänien ausgebildet, sind in polen, die polen in deutschland, die deutschen in der schweiz, nur für die rumänen hats keine ärzte mehr. ist das in ihrem sinne?
            herr pierbattista, glauben sie nicht die propaganda. gerade hat bill gates ein neues verhütungsmittel für die dritte welt vorgestellt, da kommt der reda el arbi nicht mit dem moralischen zeigefinger und ruft, rassist, fremdenfeind! das macht er hier, weil er das darf. weil wir uns das recht erkämpft haben. da lässt es sich gut kritisieren und mit dem finger auf andere zeigen, wenn man am laptop in der warmen stube sitzt.

            • Réda El Arbi sagt:

              Das ist totaler Quatsch. Sie snd einfach nicht bereit, sich einzugestehen, dass die Schweiz ohne Ausländer auf einen absteigenden Ast begibt. Eigentlich würde ich mir wünschen, dass die Ecopop durchkommt, und dass die Befürworter dann die Konsequenzen sehen müssten. Aber leider würde das nichts nützen, weil genau diese Leute dann einen neuen Sündenbock aufbauen würden. Hauptsache, die anderen, die Ausländer, sind schuld. Das ist dümmlich.

              Und es ist ein Unterschied, ob man Verhütungsmittel für die dritte Welt zur Verfügung stellt, oder ob man einen ganz bestimmten betrag, nämlich 200 Millionen an Verhütung binden will. Bisher waren es rund 70 Millionen, die die Schweiz für Familienplanung aufgewendet hat. Die zusätzlichen 130 Millionen, die die Ecopop an diesen Zweck binden will, gehen von Bildung, Infrastruktur und Knowhow weg, die auch ein Teil der Entwicklungshilfe sind. Also heisst Ecopop im Bereich Entwicklungshilfe „Pariser anstatt Schulen“.

              Sie sehen, es ist reine Heuchelei, egal wie Sie’s drehen.

          • pedro domletschg sagt:

            für die demagogen, also herr arbi und so weiter, aus dem initiativtext: „Der Bund investiert mindestens 10 Prozent seiner in die internationale Entwicklungszusammenarbeit fliessenden Mittel in Massnahmen zur Förderung der freiwilligen Familienplanung.“ dümmlich ist es, das mit pariserverteiltung zu simplifizieren. wird sehr wohl auch auf aufklärung, bildung im bereich des eigenen körpers, hinauslaufen. aber mit der ideologischen brille auf… man kann auch einfach was erfinden nicht wahr. oder den anderen ideologen nachplappern.
            herr arbi, niemand möchte die zuwanderung stoppen. das ist ein anderes detail, das sie bewusst anders darstellen, demagogisch halt. zuwanderung ist und bleibt willkommen! es können 100’000 menschen kommen, weil es immer auch auswanderer hat. die zahlen sind ungefähr die, welche bei der pfz abstimmung vom bundesrat angegeben wurden. hier der initiativtext: „Die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz darf infolge Zuwanderung im dreijährigen Durchschnitt nicht um mehr als 0,2 Prozent pro Jahr wachsen.“ das problem ist, sie können nicht einen fehler eingestehen. mit lügen wird operiert. der zugang zu freiwilliger familienplanung wird so von der uno gefordert! die zuwanderung wird auf ein gesundes mass reduziert, nicht verboten. also hören sie auf zu lügen!

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, ich sehe, Sie sind ein Gläubiger. Sie glauben an die Realität, die Sie sich zurechtgebogen haben. Jänu, mein Couvert ist eingeworfen und gleicht somit ihre Stimme aus, egal, was sie auch tun.

  • JUTZI sagt:

    Wenn die Züricher, Basler, Genfer und alle anderen Dichte-Lover’s in Ihren Ameisenhaufen bleiben, ist’s mir Recht. Nur, davon laufen wenns dann so ist

    https://www.youtube.com/watch?v=E7kor5nHtZQ

    gilt dann nicht.

    • Markus sagt:

      Solche S-Bahnen stört doch den dichtestressfreien Zürcher überhaupt nicht, weil er nicht S-Bahn fährt und wenn, dann in Richtung Land, wo die Bahnen logischerweise leer sind. Die Städter haben keinen Dichtestresse, sie schotten sich gegen zu viele Menschen einfach ab. Entweder machen sie ein Fahrverbot, dass nicht für Anwohner gilt oder sie sperren einfach Autospuren für ihre Buse. Genau gleich ist es auf dem Arbeitsmarkt, mit Hilfe von Bildungstiteln schütz man sich vom offenen und überfüllten Arbeitsmarkt.

      Dichtestress gibt nur für die die in die Stadt müssen, für die die in der Stadt leben ist alles ganz toll. Man schottet sich einfach ab.

  • dzuteski kristo sagt:

    Obwohl hier in Kuba, nach sehtzehn Jahre fúhle mich wie zu Hause, aber trodtzden die Sehnsucht nach Schweiz,und besonder nach Zúrich manchmal es ist sehr Hart…Leider wegens schlechte finanziere Lage, darf nur treumen zusammen mit meine fúnfzehnjárige Dochter nach ein Spaziergang durch meine belibste Zúri.
    Aber die Hoffnung bleibt…wieder einmal…Liebe Grussen aus Baracoa,Kuba

  • Manuel sagt:

    Ei, ei. Am deutlichsten wird der Dichtestress erst bei Redas exklusivem Bericht, was uns alles bedrückt. Man könnte meinen er hätte uns aus der Hand gelesen. Mol, mol, finde ich wirklich bemerkenswert. Dichtestress haben wir natürlich erst, wenn es so aussieht wie auf dem sorgfältig ausgesuchten Bild. Am Besten macht man sich über die Leute noch lustig. Danke für Ihren wichtigen Beitrag.

    • Réda El Arbi sagt:

      Schauen Sie sich mal die Gesichter auf dem Bild an. Und dann erinnern Sie sich an ihre letzte Fahrt in einem überfüllten Tram.

  • Sacha Meier sagt:

    Eine gelungene Satire auf die dichtestressgeplagten Ecopoopisten!

  • Susanne sagt:

    Irgendwie scheint mir, dass die Stadtblog-Redaktion sich solche Bilder wie oben wünschen…

    • Réda El Arbi sagt:

      Was meinen Sie? Die fröhlichen Gesichter oder die alten Züge?

      • JUTZI sagt:

        Ausser dummes Zeug haben Sie noch nicht vieles von sich gebracht. Gehen Sie doch dort hin und evaluieren die Echtheit der Fröhlichkeit der Leute …

        • Réda El Arbi sagt:

          War ich. Und obwohl wir unanständig viel reicher und verwöhnter sind, findet sich dort weniger Frust und mehr Lebensfreude.

          Sogar in Kambodscha, wo die Durchschnittsfamilie mit 15 Dollar im Monat lebt, haben die Leute nicht diese Scheisssangst, ihnen könnte von anderen etwas weggenommen werden.

          • pedro domletschg sagt:

            weniger frust und mehr lebensfreude… aha… genau, und wir sind ja schuld, dass dann alle aus afrika aus der echten lebensfreude hierher kommen möchten, ins land der miesepeter. sehr ideologisch gefärbt lieber reda sind deine aussagen.

            • Réda El Arbi sagt:

              Nein. Wenn ich die Wahl habe zwischen Fröhlichkeit und einem Land, in dem meine Kinder sicher aufwachsen dürfen, wähl ich die Sicherheit.

              Ich kann in Kambodscha ja nicht wissen, dass die Typen, die der Welt die Ressourcen wegfressen, dauernd in Angst leben, ihre Beute mit denen teilen zu müssen, denen sie gehören.

              Wollte man die MEI und die Ecopop wirklich konsequent umsetzen, müsste man auch die Ressourcen und Bodenschätze, die wir der dritten Welt wegfressen, an der Grenze stoppen.

          • pedro domletschg sagt:

            lebensmittel-spekulation in den armen ländern haben nichts mit einer schuld von uns zu tun

            • Réda El Arbi sagt:

              Doch. Oder setzen Sie sich gegen die Firmen ein, die hier Geld mit den Nahrungsmitteln der dritten Welt machen und pauschalbesteuert werden?

          • pedro domletschg sagt:

            die händler sind produzenten vor ort, nicht hier, z.b. staatliche organisationen, z.b. in indien

  • rolf hefti sagt:

    Jetzt also nur ein über die ganze Zuglänge reichendes Trittbrett und eine Haltestange aussen an der S-Bahn Zürich montieren (Das vielleicht auch zweistöckig?) und unsere Pendlerkapazitäten sind verdoppelt bis vervierfacht. Super Idee. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein. Unser Wetter spricht aber dagegen, das Ueberleben aussen am Zug erscheint mir problematisch bei unserer hierzulande üblichen unter 32 C. liegenden Jahresdurchschnittstemparatur, (selbst ohne Regen, Graupel, Schnee oder Hagel!) ausserdem könnten dann Zugskreuzungen nur noch innerhalb der Bahnhöfe stattfinden. Mit der, auf offener Strecke wohl an die 240-320 Km/h addierter Kreuzungs-Geschwindigkeit beider Züge, wäre das Ganze wohl nur von den hartgesottensten Horrorfreunden leicht zu ertragen. Wir, die Anwohner von SBB Strecken, das darf man wohl so sagen, würden gerne darauf verzichten. (Mein Hund hingegen hätte natürlich nichts gegen saftige Oberschenkelknochen!)

  • Markus sagt:

    jööööööh …. sind die Zürcher nicht süss …. glauben Dichtestress zu haben! Dabei haben die noch gar nicht realisiert, dass sie nur in einem Dorf auf dem Land leben!

  • Muttis Liebling sagt:

    Mein Vorschlag ist seit langem. dass wir Teutonen dieses Land komplett übernehmen. Für die Eingeborenen richten wir als Geste des guten Willens ein Reservat mit Nationalparkcharakter, grossräumig entlang der Alpenkammlinie ein. 3 x täglich Fütterung (Bio + Absinth) wird garantiert, ebenso Paarungskabinen, Alphornausleihstationen und Rütli- Romantik mit echten SVP- Imitatoren.
    Allerdings bieten wie Interessierten auch die Einbürgerung in dieses nun unser Land. Die Bedingungen sind ganz einfach:
    Man muss die beiden Buchstaben ‚E‘ und ‚U‘ in der bekannten Bedeutung hintereinander gesprochen richtig betonen. Intellektuelle, die es unter den Einheimischen aber bekanntlich nicht gibt, sie sind ja alle bodenständig wie Zuchtbullen, haben quadratische Gesichter schaffen es mit einem Wortschatz < 1000 Wörter einen (Noch-) Staat zu regieren, dürfen sich an der Betonung von 'USA' üben. Das ist im Verhältnis 2:3 schwieriger, also praktisch nicht lösbar.
    Die so gewordenen Neu- Altschweizer können sich dann die gesamte urbane Schweiz mit uns 100.000 teilen. Da ist Platz ohne Ende.

    • Irene feldmann sagt:

      חחחחחחחחחחחחחחחgut gebrüllt……..Eichhörnchen……….

      • Claudia sagt:

        Zaun drum rum und Eintritt verlangen wie im Disneyland. Aber erst, wenn Redas Ideen umgesetzt wurden, und die Teutonen die Kontrolle mit deutscher Gründlichkeit ausüben.
        Wo kann ich mich um ein Plätzchen im Reservat bewerben? Oder wärs besser, auf die nördliche Einbürgerungsprüfung zu büffeln?

  • Irene feldmann sagt:

    Das Titelbild ist herrlich…..nein, nicht wegen dem Zynismus sondern weil viele der PASSAGIERE lachen…das ist der Punkt. Schweizer inclusive. Zürcher fühlen sich des Lebens bedroht, Au weiiia, wenns mal ein bisschen voll um sie herum ist…..sagt euch das was????? Eben, das dachte ich mir auch…:)

  • adlerauge sagt:

    Danke, Reda, für deine erhellenden Worte. Wieder einmal dreht sich die politische Diskussion in der Schweiz um ein imaginäre Problem, welches keinem Reality Check standhält. Scheint mir langsam Tradition zu haben. Vielleicht sollten wir dafür langsam mal bei der UNESCO den Status des Weltkulturerbes beantragen….

  • Markus sagt:

    Man muss sich den Text vorgetragen von Eleonor Giebler, alias Viktor Giacobbo, im Chanel-Kostum neben ihrem Gatten Hermann auf dem Biedermeiersofa sitzend vorstellen – dann wirkt er erst so richtig!

  • Lulu sagt:

    Ist ja schön, wenn man solche Experimente unter der Woche mitten am Tag machen kann, wenn die Mehrheit der Einwohner in einem Büro sitzt und arbeitet. Versucht das mit den Trams und den Bussen doch nochmal um 17.30 Uhr am Albisriederplatz. Wer den Dichtestess dort nicht sieht, der will ihn nicht sehen. Ich stimme allerdings zu, dass er in allen anderen Bereichen eigentlich nicht vorhanden ist. Bei den freien Wohnungen vielleicht noch.

    • Réda El Arbi sagt:

      Jep. Die Zuwanderer aus dem Aargau verursachen Dichtestress in der Rushhour. Vielleicht sollten wir in den Trams auch 1. und 2. Klasse einführen.

      • Lulu sagt:

        Und das wäre dann so erfolgreich wie bei den Zügen, die auch aus allen Nähten platzen?

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, die erste Klasse wäre dann nur für Stadtzürcher zugänglich. Der Rest dürfte sich dann einen Waggon teilen.

          • Lulu sagt:

            Man kann auch echte Bedenken mit dummen Witzen ins lächerliche ziehen. Förderlich ist das nicht.

            • Réda El Arbi sagt:

              Wenn du unter einem satirischen Post kommentierst, kannst du auch satirische Antworten erwarten. Und eben, sieh dir das Bild im Artikel an. Von „Dichtestress“ zu sprechen, weils im Tram mal etwas enger wird, oder weil man fünf Minuten auf das nächste warten muss, ist ein wenig – wie soll ich sagen? – First World Problem?

          • geezer sagt:

            auch hier: züri member card!!!!! (siehe unten)….:-)

          • Lulu sagt:

            Und weil es woanders viel schlimmer ist, muss ich es gut finden? Sorry, aber das ist wie das Argument, dass wir im Westen keinen Feminismus brauchen, weil es in gewissen anderen Ländern noch viel schlimmer zu und her geht.

            • Réda El Arbi sagt:

              Nein, es gibt einen Unterschied zwischen fehlenden Grundrechten und ein wenig Unannehmlichkeit beim Pendeln. Die Enge in den Trams während zwei Stunden täglich mit fehlender Gleichstellung gleichzusetzen zeigt nur, wie verdammt dekadent unsere Ansprüche ans Leben sind. Zürich ist eine der Städte mit der höchsten Lebensqualität. Und, ich dachte niemals, dass ich mal sowas sagen würde: Aber ehrlich, wem Zürich zu stressig und zu überfüllt ist, hat einen ganzen Planeten, wo er sich einrichten kann.

          • Ruedi sagt:

            Die 1. Klasse wäre dann im Obergeschoss; bald soll es ja Doppelstöckertrams geben, oder so!

        • Irene feldmann sagt:

          Seit wann werden Züge genäht??????

          • DK sagt:

            Es gibt auch Schweissnähte. Und nein, das hat nicht mit Ausdünstung zu tun. (Nur mit Druck u/o Wärme, das ist auch eine Art Dichtestress).

    • Das 17:30-Uhr-Albisriederplatz-Problem kenne ich nur allzu gut. Das könnte man aber einfach lösen, indem die in Altstetten arbeitenden Stadtzürcher ihre Büros erst ab 18 Uhr verlassen dürften. Für uns Agglo-Pendler wäre dann der time slot zwischen 17 und 18 Uhr reserviert. So würden uns diese unsäglichen Stadtbewohner nicht immer auf dem Heimweg in die Quere kommen. Beide wären dann gleichzeigig zu Hause und keiner müsste sich über den anderen Typus Mensch aufregen. Problem solved… 😉

      • Réda El Arbi sagt:

        Hm, man könnte aber auch Auflagen machen, dass Agglopendler nur zwischen 12 Uhr nachts und 6 Uhr marogens Trams benützen dürften. Damit wär der Stress obsolet.

        • tina sagt:

          das funktioniert aber nur, wenn sie auch nicht mit dem auto in die stadt dürfen zwischen mitternacht und 6uhr morgens. und mit dem velo nur auf den für sie vorgesehenen strecken, sonst wird velofahren wirklich mühsam

    • Josef sagt:

      Lulu, Du hast Dich hier definitiv lächerlich gemacht…so leid es mir auch tut! Poste doch so Bemerkungen auf dem Ecopop-Forum, dort seid ihr ja unter Euch.

    • ueli sagt:

      ich frage mich immer wieder, wo hier Stress ist. Nehmt Euch einfach ein bisschen Zeit, und wenn ihr wirklich pendeln müsst: Go with the flow 😉

      • tina sagt:

        schwarmverhalten ist zwischendurch eine geile sache. das befreit einen im kopf von diesem scheiss individualitätsdruck. ähnlich wie ein mönch in einem kloster

  • geezer sagt:

    und ganz wichtig: alle bürger, die ihren wohnsitz in der stadt haben, bekommen automatisch einen vip-status (züri member card) der sie berechtigt, an ‚vip only‘ kassen in sämtlichen geschäften der stadt zu bezahlen. in allen restaurants und bars sind selbstverständlich separate vip-zonen für sie reserviert. schweizer sind ja so etwas von vip-geil, dass dieses konzept von den pendlern und anderen stadtbesuchern wohl ohne mit der wimper zu zucken akzeptiert würde. und die sowieso schon ach so dichtestressgeplagten einwohner würden endlich erleichterung erfahren!

    • Andreas Cahen sagt:

      VIP klingt auch trendiger als Visa für Agglos..

    • dinim sagt:

      ja genau, und im Gegenzug dürfen Stadtzürcher die Stadt nur mit einem Aroganzfilter verlassen. Beim Anstehen am Skilift bitte eine Extraspur für nicht Städler.
      Dazu würde ich eine Servela-Steuer vorschlagen da man ja abseitz von Zürich, kaum mehr in Ruhe Bräteln gehen kann, überall Stadtzürcher. Die Naherholungszonen könnten dann auch in 2 Klassen geteilt werden, eine Betonfeuerstelle für Stätdler, mit Hag rundum, versteht sich inzwischen von selbst, und denn rest der Natur für die Aglo- und Landbevölkerung freigeben.
      Endlich Ruhe, Endlich kein Dichtestress mehr.

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