Die dunklen Stunden der 24-Hours-Gesellschaft

Zwischen Mitternacht und zwei Uhr morgens ist der Bahnhof ein Friedhof.

Zwischen Mitternacht und zwei Uhr morgens ist der Bahnhof ein Friedhof.

«24-Stunden-Gesellschaft» ist eines der Schlagworte, wenn in der Schweiz von Stadtentwicklung gesprochen wird. Wir spüren diesem urbanen Lebensgefühl des endlosen Tages im Hauptbahnhof nach, zwischen Samstagmitternacht und Sonntag sechs Uhr früh. Ein Augenschein.

23.57 Uhr
Die meisten Lokale am HB sind noch geöffnet, vor dem Federal sitzen die Stammgäste beim letzten Bier, die grosse Halle leert sich langsam. Partygänger strömen Richtung Escher-Wyss-Platz und Langstrasse. Man sieht grosszügig grelles Make-up, nicht geeignet für das Bahnhofsneonlicht. Irgendjemand muss den jungen Frauen weisgemacht haben, es wäre Sommer – die Miniröcke nicht breiter als Gürtel. Eine Welle aus Axe-Deo und Testosteron nebelt die Uhr am Treffpunkt ein. Jugendliche glühen vor, mit Wodka und Red Bull bei den Bänken in der Halle, um später in den Clubs kein Geld für Drinks zu verschwenden. Im Nachtshop in der Hallenecke kaufen einsame Männer einsame Fertigmahlzeiten auf dem Nachhauseweg.

0.16 Uhr
Unten bei den Schliessfächern kleidet sich eine kostümierte Hen-Night-Gruppe um, die Alltagsklamotten legen sie für fünf Franken im Teilzeit-Safe der SBB ab. Die Unsitte, in lächerlichen Kostümen in die Stadt zu kommen und alkoholisiert andere Alkoholisierte zu belästigen, hat in letzter Zeit überhandgenommen. Die jungen und nicht mehr ganz so jungen Damen sehen aber schon erschöpft aus. Sie sind auf dem Nachhauseweg, haben ihren Bissen der 24 Stunden bereits geschluckt.

Papa sucht einen neuen Schlafplatz. In Indien undenkbar: Schlafverbot am Bahnhof.

Papa sucht einen neuen Schlafplatz. In Indien undenkbar: Schlafverbot am Bahnhof.

Daneben eine Familie, dunkelhäutig und mit teurem Gepäck. Die Rail Security versucht sie wegzuweisen. «Schlafen ist nicht erlaubt», erklärt einer der jungen Uniformierten dem Vater der Familie. Und als dieser auf Englisch antwortet, dass sie nur auf den nächsten Zug nach München warten, schreit der Securitymann etwas lauter «Schlafen nicht erlaubt!», als ob die fremdsprachige Nachricht mit mehr Dezibel für den Mann verständlicher würde. Die Familie packt ihre Sachen zusammen und lässt sich von der halben Rolltreppe in die Mitte der Halle tragen. Ich erkläre dem Vater, dass man sich auch hier nicht hinlegen darf. Sitzen darf man die ganze Nacht, aber man sollte aufpassen, dass man sich nicht zur Seite neigt, sonst könnte man weggewiesen werden.

Im Zürcher Hauptbahnhof sind Nacht und Müdigkeit noch lange kein Grund, sich hinzulegen. Die jungen Sicherheitsleute wissen wahrscheinlich nicht, dass diese Regel noch aus den 90ern stammt, aus Platzspitz- und Lettenzeiten, als im Park nebenan Tausende Junkies lebten und dealten. Die Regel: «Kein Schlafen im Hauptbahnhof» war auf diese Drogensüchtigen gemünzt, nicht auf indische Europa-Reisende, deren Kinder kaum mehr die Augen offen halten können.

1.05 Uhr
Ich gehe weiter und genehmige mir einen Mitternachtsimbiss bei Burger King, einer der wenigen Anlaufstellen, die bis morgens um sechs geöffnet haben. Hier herrscht grosser Ansturm, eine letzte Stärkung vor dem Club, und für einige soll das Essen den bereits getrunkenen Alkohol aufnehmen und seinen Weg in die Blutbahn abbremsen.

1.18 Uhr
Nach Mitternacht bis morgens um zwei ist die ruhigste Zeit im Bahnhof. Die einen sind weg, die anderen noch nicht zurück. Die majestätischen Hallen leer, die eleganten Fernzüge dösen gemütlich auf ihren Gleisen der nächsten Reise entgegen. Einzig die Infrastruktur ist gefragt. Vor den Geldautomaten stehen Leute an, um Geld ins Zürcher Nachtleben zu tragen. Vor den Toiletten warten Leute, um das mit dem Geld eingekaufte Gut wieder in den Kreislauf der Stadt einzuspeisen. Das ewige Spiel des Lebens.

Kleine wieselflinke Reinigungskarts flitzen durch die Halle und nutzen die Stunde vor dem Rückflug der Partyvögel, um leere Bierbüchsen und umgekippte Pappbecher zusammenzukehren. Die Zeit schleicht. Ein Team Kantonspolizisten bereitet sich auf die Nachtschicht vor, scharf rasiert und freundlich die Männer, die Frauen abweisend mit praktisch zusammengebundenen Haaren.

«Samstag ist wie Vollmond», sagt einer der Beamten. Die Einsätze seien häufiger, mehr Randale, mehr Betrunkene. Für ihn bedeutet «24-Stunden-Gesellschaft» in erster Linie Nachtschicht. Ich frage ihn nicht, wies denn wär, wenn der Vollmond auf einen Samstag fiele.

2.05 Uhr
Ich setze mich ins Baretto, ein kleines Café. An der Bar bettelt eine Betrunkene in teuren Kleidern um einen weiteren Drink, nebenan sitzt eine junge Frau in einem 70er-Jahre-Kleidchen und lächelt gedankenverloren zwei Rosen an, die sie offenbar an diesem Abend geschenkt bekommen hat. Sie scheint einen guten Abend ausklingen zu lassen. Ich wünsche ihr, dass das gute Gefühl länger hält als die gefroren importierten Rosen.

Die Dame macht nicht Werbung fürs Nachtleben, sondern für die Bahnhofsapotheke.

Die Dame macht nicht Werbung fürs Nachtleben, sondern für die Bahnhofsapotheke.

2.15 Uhr
Ich mache meine nächste Runde um den Bahnhof und stelle fest, dass die Permanence, die ewige Arztpraxis, geschlossen ist. Das, obwohl sie sinnbildlich das Zürcher Nachtleben in den Auslagen ausstellt: Eine übergrosse Schönheit wirft sich eine Pille ein. Tagsüber fällt diese kleine Alltagsironie kaum auf.

2.47 Uhr
Die Nacht fordert ihr erstes Opfer: Zwei junge Frauen reden auf eine dritte ein, die in einer Pfütze am Boden sitzt und weint. Man weiss nicht genau, ob die Pfütze schon vorher da war, aber man hofft, dass die Frau sich bald erhebt. Eine Mischung aus Fremdschämen und Mitgefühl.

Endlich das erste grosse Drama: Die Taxifahrer auf dem Bahnhofsplatz weigern sich, Gäste für «zu kurze Fahrten» mitzunehmen. Also bis Goldbrunnenplatz oder Bullingerplatz. Die Zürcher Gäste lassen sich das nicht bieten und beschimpfen die Fahrer lautstark, andere Passanten unterstützen sie. Die Fahrer zeigen sich ungerührt. Endlich erbarmt sich einer, wohl weil er einen grösseren Aufstand fürchtet. Der Zürcher Servicegedanke …

Der Akkordeonspieler aus Bukarest spielt nachts als wärs Nachmittag.

Der Akkordeonspieler aus Bukarest spielt nachts, als wärs Nachmittag.

Vor der Treppe beim Landesmuseum spielt ein Roma auf der kleinen Wiese Akkordeon, einige Leute sitzen da, man spricht miteinander, man bietet sich Zigaretten an und es könnte auch 18 Uhr oder jede andere Tageszeit sein. Keiner der Anwesenden kommt aus Zürich, die Umstehenden aus der Agglo, der Akkordeonist aus Bukarest. Und alle warten auf den Zug, der sie nach Hause bringt. Hier geht einem auf, wie es sich in einer Nonstop-Stadt anfühlen könnte.

3.05 Uhr
Die Clubber kommen in kleinen Gruppen zurück, getrennt nach Geschlecht. Die Jungs versuchen noch in den letzten Minuten vor der Heimkehr im Nachtzug ihr Glück bei den kleinen Herden grell geschminkter Bambis, die sich bereits den ganzen Abend erfolgreich gegen männliche Jäger verteidigt haben. Ab und zu bricht ein alkoholisiertes Reh im Cluboutfit aus und geht auf einen Spruch ein, nur um von den Leitmädchen wieder in die Reihe geschubst zu werden. Man gibt aufeinander acht.

3.45 Uhr
Ich drehe eine weitere Runde, auch durch den neuen Teil des Bahnhofs. Hell erleuchtet und verwaist gleicht er einer Kulisse aus einem Science-Fiction-Film. Die kleinen Reinigungsdroiden, gesteuert von dunkelhäutigen Männern mit müden Augen, unterstreichen die surreale Wirkung der Szenerie. Mit dem Strom, den man hier für die Beleuchtung braucht, könnte man wohl wirklich ein Raumschiff betreiben. Man lässt die Nacht nicht dunkel werden.

Surreale Kulisse im neuen Bahnhof-Teil.

Surreale Kulisse im neuen Bahnhof-Teil.

5.45 Uhr
Der Bahnhof füllt sich wieder mit den Gästen, die es aus den Clubs schwemmt. Die, die schon jetzt nach Hause gehen, konnten dem Alkohol wohl keine anderen Stimulanzien entgegensetzen. Einige scheinen wirklich Spass zu haben, andere scheinen jedoch eher unter ihrem Konsum zu leiden. Streitereien auf der Rolltreppe, eine Frau wirft ihre Handtasche nach ihrem Begleiter, nur um nachher weinend Lippenstift, Schlüssel und wahrscheinlich das Handy von den Rillen der bewegten Stufen zu klauben. Die ganz privaten kleinen Tragödien, von Samstagnacht-Drinks an die Öffentlichkeit gespült.

6.10 Uhr
Die ersten Sonntagspendler bevölkern den Bahnhof, die Dämmerung bricht an und wir verlassen die dunkle Seite des Stadtlebens.

Zur 24-Stunden-Stadt fehlt Zürich die Normalität des Nachtlebens. Bis auf einige wenige Lokale und die Clubs ist nachts in Zürich tote Hose. Kein Nachteinkauf wie in Bangkok, keine Schichtindustrie wie in New York, nur die Vergnügungsmeile ist in Betrieb. Die meisten Nutzer dieser schmalen urbanen Rund-um-die Uhr-Dienstleistungsgesellschaft scheinen auch nicht aus der Stadt selbst zu sein. Die Stadt nicht als Schmelztiegel, sondern als grosses Theater, in dem man sich kurz auf die Bühne begibt und wieder abtritt, wenn der Vorhang fällt. Zu einer echten Nonstop-Urbanität fehlen uns doch noch ein paar Stunden. Und die Selbstverständlichkeit, morgens um drei ein Mittagessen zu sich zu nehmen, wie man es etwa in Tokio macht.

Moderne Bahnhofsarchitektur ohne Menschen hat immer etwas Futuristisches.

Moderne Bahnhofsarchitektur ohne Menschen hat immer etwas Futuristisches.

58 Kommentare zu «Die dunklen Stunden der 24-Hours-Gesellschaft»

  • Addis sagt:

    24h einkaufen is auch in hamburg nicht der fall…ausser vielleicht ne tanke. das reicht dann auch.

  • ri kauf sagt:

    Bin froh, dass uns noch einiges zu einer Weltstadt fehlt. Dass wir „Einheimischen“ am WE nicht in den Ausgang gehen, weder in einen Club noch ins Niederdorf, das war schon in den 70/80er so. Dann überlässt man dieses Gebiet den Agglos und den Touris.
    UND: Ich liebe die leere Bahnhofshalle!

  • Lia sagt:

    wieso klingt der Grundtenor dieses Artikels danach, das man eine 24h-Gesellschaft braucht? Keiner muss mitten in der Nacht einkaufen oder auswärts essen, was man wirklich braucht kann man immer irgendwann tagsüber einkaufen.

    • Gerber sagt:

      Es geht doch nicht darum. Es geht darum, dass Zürich eine Weltstadt sein will, jedoch kein Weltstadt-Angebot bietet. Fast überall auf der Welt kann man ansonsten 24h etwas essen, nicht jedoch in der Schweiz. Wobei zugegebenermassen auch das Provinzielle etwas an sich hat und halt zur Schweiz und des Schweizers Mentalität passt.

  • KMS a PR sagt:

    herr el arbi -> danke für ihre erneute geduld! „you’re good – i know – you’re good! 🙂

    http://4.bp.blogspot.com/-NKpxOCubSUc/US8j9tJ-IaI/AAAAAAAA9bA/dSQKy9_ejRk/s1600/26-you-youre-good-facebook-cover.jpg

  • KMS a PR sagt:

    und abschliessend noch das wort zum feierabend. gewalt bringt nichts – aber sie befreit ungemein.

  • Ivan Casale sagt:

    Danke fuer diesen kurzweiligen und gutgeschriebenen Eintrag. Ich mag solche Geschichten aus unserer Stadt. Vielleicht ist es auch an der Zeit selber ein bisschen rauszugehen um zu flanieren und die kleinen Dinge zu bemerken – zu lange nicht mehr getan.

  • geezer sagt:

    „Die meisten Nutzer dieser schmalen urbanen Rund-um-die Uhr-Dienstleistungsgesellschaft scheinen auch nicht aus der Stadt selbst zu sein.“ von den innerstädtischen müssen ja auch die wenigsten beim bahnhof vorbei, um nach hause zu kommen, oder sehe ich da was falsch?..:-)

    eigentlich bin ich ganz froh, dass wir (noch) keine 24h-gesellschaft haben. ich kann in meiner stadt die ganze nacht feiern, wenn ich will. shoppen tu ich dann am nächsten tag. das reicht doch, oder?

  • Irene feldmann sagt:

    Hhhhhhhhhhhhhh…..das alkoholisierte Reh hat mich echt getroffen, wunderschöne redensweise, well Done….:) schade finde ich nur das dieser Artikel von der immer noch kalten swissbrise spricht…..Kedon, all die Plätze, Bahnhof etc. Sollten doch für die Leute sein, oder?? Was heißt denn das man sich nicht ein paar Stunden auf diesen sauber, geputzten Boden legen kann? Sich entspannen bis die Reise weiter geht??? Es scheint mir immer noch das den Schweizer diese Rundung von Toleranz, wärme und Verständnis fehlt, dass nicht jeder Zeit und Geld für Hotels hat, das es Ausnahmesituation gibt in welchem man einfach mal menschlich und weltoffen ist, ohne die Korrektheit, ordnungsparanoia und finanzgeilheit im Domina Bereich bestehen zu lassen….

    • adam gretener sagt:

      Das haben Sie mal wieder in typisch feldmann’scher Art wunderbar formuliert. Aber in der Schweiz geht es um das P-R-I-N-Z-I-P. Was nicht sein darf, gibt es auch nicht. Niemals. Im HB kostet ein Weizenbier 12 Franken, die Familie aus Indien, welche ihrer Tochter während der Hochzeit im Berner-Oberland beistehen möchte, kann sich eben kein Zimmer für 200 Stutz die Nacht leisten. Pro Person.

      • Irene feldmann sagt:

        Apropos PRINZIP….ich sah das dies für Anfang steht, Anfang werter Adam….soviel ich weiß waren die Schweizer nicht die ersten Menschen die, diesen Planeten bewohnten. Ich würde da eher das Wort Vorsicht einsetzen….es zeugt von Zurückhaltung, auf sicher gehen, sich ja nicht einem Konflikt aussetzen, die Routine durchspuhlen und somit nicht den sicheren bekannten Boden verlassen….und somit eliminieren wir auch die Möglichkeiten, Herausforderungen, horizonterweiterungen und die sprunghafte Weiterentwicklung…..ich verurteile das nicht, es ist nur schade das, soviel Selbstvertrauen fehlt…..

    • Ellen sagt:

      Meine Güte, braucht ihr ein Date oder so?

      Toller Artikel übrigens. Danke. Es war ein Leseschmaus.

  • Johannes sagt:

    Der des Englischen nicht mächtige Bahnhofspolizist ist doch ein joke, oder? Ein wenig mehr soziales Bewusstsein für freundliche Inder und ihre Kinder des Nachts sollte man auch von einem Schutzmann erwarten dürfen, gerade in touristischen Zentren.

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein, kein Joke. Oder er hat den indischen Akzent des Mannes nicht als englisch erkannt. Die Szene dauerte nur etwa 1 Minute.

    • adam gretener sagt:

      Johannes, da bin ich deiner Meinung. Heutzutage braucht es eben ein wenig mehr, als eine – mit Ach und Krach – bestandene Gipserlehre, um Pozilist zu werden. Wie sagte es die Pozileigewerkschaft vor einigen Wochen – die meisten Aspiranten scheitern daran, dass sie kaum einen kurzen Satz auf Deutsch auch nur schon einigermassen fehlerfrei formulieren könnten.

      Ich kenne einige Pozilisten. Eher unterer Bildungssektor. Eher rechts bis massiv rechts. Ego ist aufgeblasen, wie ein Ballon-Tierchen. Aggressionen nicht im Griff. Da muss sich schnellstens was ändern.

      Von Fremdsprachen möchte ich hier schon gar nicht mal beginnen.

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        jaja. sie hätten wohl am liebsten studierte polizisten, herr gretener. die ihnen vor der verhaftung mit den weichgummi-handschellen noch ein cüpli anbieten und etwas in latein konversieren…mir wird schlecht ob soviel pseudo-intellektueller borniertheit. gehen sie mal raus auf die strasse und machen sie sich ein bild der realitäten. leute wie sie sind die ersten die nach der polente schreien, wann sie sich ungerecht behandelt fühlen. und leute wie sie machen auch die „drecksarbeit“ nicht, weil sie sich zu fein dafür sind.

        • tststs sagt:

          Kenne zwei Polizisten, die zuerst ein Studium hinter sich gebracht haben; mussten während der Ausbildungszeit ziemlich viel Spott und Häme ertragen; aber das ist jetzt egal, mittlerweilen sind sie den anderen auf der Karriereleiter enteilt… nicht weil sie studiert haben, aber weil sie ganzheitliches Denken praktizieren….

          • tststs sagt:

            „gehen sie mal raus auf die strasse und machen sie sich ein bild der realitäten“ Und genau das hat/macht der Durchschnittspolizist nicht, es wäre ja auch zu anstrengend sich mit den eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen… resp. je höher der Intellekt (bewusst nicht „Bildungsgrad“) desto realitätsnäher ist der Mensch/Polizist…

          • KMS a PR sagt:

            was ich damit sagen will. unsere ordnungshüter verdienen etwas mehr respekt. ich kenne einige und deren arbeit. und muss sagen – chapeau. und ich weiss nicht, ob es wirklich hilft, wenn man den pöbelnden gewalttäter mit akademischen tugenden zu überzeugen sucht….das ist realitätsfremd. und der kommentar von gretener ist herablassend. ich bin mir sicher, dass er 0-ahnung von polizeiarbeit hat.

          • tststs sagt:

            Einerseits stimme ich Ihnen voll zu, der Polizeiberuf ist ein ganz undankbarer (natürlich zu Unrecht)… Andererseits habe ich auch aber sehr viel Respekt vor der Polizei verloren, seit ich weiss (wenn auch aus zweiter Hand), was da in der Ausbildung so alles abgeht: wo der Filz hockt, was für ein Vokabular an den Tag gelegt wird, wie über gewisse Gruppierungen gedacht wird, wie mit Andersdenkenden innerhalb des Corps umgegangen wird und eben wie unfähig der Grossteil ist, einen anständigen Rapport zu schreiben.

          • tststs sagt:

            „und ich weiss nicht, ob es wirklich hilft, wenn man den pöbelnden gewalttäter mit akademischen tugenden zu überzeugen sucht….“
            Natürlich nicht, es ist die Kombo aus Gewalt UND Zurückhaltung, Autorität UND Verständnis… Aber wenn für jemanden (nicht Sie, mein tapferer Ritter) die Worte „akademisch“, „studiert“, „Uni“ schon Schimpfworte sind, wäre differenziertes Denken (wichtiger Pfeiler der Polizeiarbeit) wohl doch zu viel verlangt…

      • Irene feldmann sagt:

        Stop!!!!!! Mit meiner knochenentzündung über zuviel Sex bin ich jetzt aber nicht bereit, auch noch euch 2 wortkrieger zu lesen. Sie zwei sollten sich zu einem Bier treffen und anschließend sich gegenseitig die Birne einschlagen sodass für allemal hier im stadtblog hier friede herrschen möge zwischen Kanton gretener und ritterkreuzmeier……#####

        • adam gretener sagt:

          Von mir werden Sie in dieser Hinsicht kein Wort hören, wie die letzten Monate auch. Und es liegt aber auch nicht an Ihnen, das zu bestimmen.

          • adam gretener sagt:

            Und ehrlich gesagt, ihre Knochenentzündungen sind ganz klar zu viel Information.

          • Philipp Rittermann sagt:

            wobei frau feldmaus gar nicht so unrecht hat. wenn sie den mumm hätten, würde ich mich liebend gerne mit ihnen duellieren. sie dürften sogar die waffen wählen. wobei mir die fäuste schon recht sind. aber ein schöngeist wie sie, wird sich ja kaum auf mein niveau herablassen….

          • KMS a PR sagt:

            ah. verklemmt ist er auch noch…. 🙂 gut – ich höre jetzt auf – ich schwör.

          • adam gretener sagt:

            Rittermann: Ich würde mich gerne mit Ihnen verbal und geistig duellieren. Aber ich sehe, Sie sind völlig unbewaffnet. Das wäre meinerseits nicht fair.

          • Irene feldmann sagt:

            Ich habe mich vor nichts zu schämen, werter Adam, Drücken sie ignore,,,,:)

          • KMS a PR sagt:

            sehen sie gretener. genau das meinte – und habe ich erwartet-, von ihnen. sie verbergen ihre feigheit hinter der intellektuellen maske. ich finde das schwach – zumal sie verbal gut austeilen können. konsequenz?

        • KMS a PR sagt:

          no chance. leute die einerseits austeilen können, (so wie ich), aber nicht einstecken, (so wie herr a.g.), werden sich mir auch nicht stellen. und herr a.g. weiss das ganz genau. er wird mir höchstens vorwerfen, dass ich gewalttätig bin, in seiner so süffisant selbstverliebten und alleswissenden art. *würg*. da bin ich lieber ein ehrliches arschloch – mit verlaub – ich mag keine theoretischen weltverbesserer, die noch nie was anständiges gearbeitet haben und nur solange tolerant…sind, wie sie über den tellerrand schauen können. gretener – sie sind dran.

          äh. frau feldmaus….- könnten sie mir bitte ihre einleitung etwas genauer erläutern??? 🙂

          • Irene feldmann sagt:

            Tolle Stimmung schwingen sie da, aber bei mir gibts jetzt nur noch einen Monat AUSLEITUNG….:) apropos Adam Philipp, sie kennen ihn wirklich nicht, deshalb rate ich ihnen, einfach mal die Faust im Hosensack zu machen. Adam ist durch und durch ein toller Mann, begabt, beliebt und in Kurzform….ANDERST….was wiederum eine Bereicherung ist für alle lesenden, mit Ausnahmen natürlich. Philipp lassen sie es gut sein, hier werden keine Medaillen verteilt. Danke!!!

          • KMS a PR sagt:

            werte irene. natürlich lasse ich es gut sein. ich lebe – und das ist mir bewusst – einfach in der falschen zeit. mittelalter oder wilder westen – das wär was. ich würde dann in meinem darwin-t-shirt „live and let die“ zelebrieren – bis es mich auch erwischen würde. der ganze moderne streichelzoo ist nicht wirklich mein ding. gut, da kann der adam nicht wirklich was für. und ausserdem will ich keine medaille – ich will blut sehen! 😉

          • adam gretener sagt:

            Ich werde meinen Namen ändern müssen, das erste mal in meinem Leben.

          • KMS a PR sagt:

            nein müssen sie nicht, herr gretener. und das meine ich nun wirklich frei von ironie oder schlechten gefühlen. SIE MÜSSEN IHREN NAMEN VERTRETEN. ein dickeres fell bekommen und nicht immer auf indigniert machen. so. mit diesem halbversönlichen äh-rat-ä-schlag entlasse ich sie nun in den abend. ja gopf. 😉

          • Irene feldmann sagt:

            Ich seh’s schon, ich muss in die Politik…:) genießt das Leben und lasst die Hunde bellen….:)

          • Johannes sagt:

            Aber Herr KMS, diese ländliche Lawandorder-Mentalität ist doch keine Lösung. Wenn Sie Western aufmerksam verfolgten, dann waren die Helden, welche schneller zogen, immer die schweigsamen, fexibleren, sozial kompetenteren, nicht die lauten. Davon abgesehen ist Agressivität im Umgang, egal von welcher Seite, keine Lösung, weder privat noch im öffentlichen Raum.

          • KMS a PR sagt:

            only the good die young, werter herr johannes. ich werde zumindest laut sterben.

      • Johannes sagt:

        Vielen geistreicheren Wohlhabenden sieht man es nicht an, der Autor schrieb von teurem Gepäck. Welchen Eindruck bekommt wohl ein investitionswilliger und sparsamer Computer-IT-Spezialist oder Unternehmensvertreter aus Indien, der mit seiner Familie Interrail Zentraleuropa erkunden möchte, von Zürich und der Schweiz? Abgesehen davon sollte der gesellschaftliche Status keine Rolle spielen und zumindest die Kinder sich hinlegen dürfen. Von allen Grundsätzen gibt es Ausnahmen, insbesondere wenn durch die Kinder keine Verhältnisse wie in den 90ern zu befürchten sind, aber vielleicht gehört das nicht zur Ausbildung der Railsecurity.

  • Martin Fehrlin sagt:

    Herr Arbi, seien Sie froh, leben Sie in Zürich. In Tokyo könnten Sie von diesem Brunz nicht leben.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, in Tokio hätt ich nicht das Vergnügen dieser Kommentare. Weil die da Anstand und Höflichkeit kennen. Aber ich lebe lieber hier und tu mir die Leute an, die etwas Scheisse finden und, anstatt weiterzuklicken, die Zeit benutzen, um ein wenig Hass ins Web tröpfeln zu lassen. Merci! 😉

    • Das ist wohl auch typisch für unsere Stadt. Etwas konsumieren um es dann zu kritisieren. Es scheint Menschen zu geben die eine Befriedigung darin finden wenn sie etwas kritisieren können. Schade für diese, die Suche nach dem positiven verspricht mehr für einen selbst.

      • geezer sagt:

        …oder sie tscheggen simpel einfach nicht, was ein blog ist (und geben natürlich genau deswegen ihren äusserst qualifizierten „fachmännischen“ kommentar ab, siehe Fehrlin).

  • tststs sagt:

    Wäre Sommer, könnte man rund um den See die eigentliche 24h-Gesellschaft beobachten 😉

    • KMS a PR sagt:

      genau. zu früher stunde könnte man dann den vögeln zuschauen, und zu späterer stunde den leuten beim vö… zuschauen. so – jetzt kommt ein legitimier 🙂 !

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