Zürich, oh Vaterland!

Hier treffen wir uns zum Singen der Nationalhymne: «Hippiekacke»

Hier treffen wir uns zum Singen der Nationalhymne: «Hippiekacke»

Vor ein paar Tagen reichten die beiden SP-Gemeinderätinnen Christine Seidler und Linda Bär eine Interpellation ein, die aus der Stadt Zürich einen eigenen Halbkanton machen will. Natürlich sind wir vom Stadtblog begeistert. Aber uns geht der Vorschlag nicht annähernd weit genug.

Wir fordern einen eigenen Staat Zürich, eine urbane Nation Zürich! Natürlich ist das nicht mit der SP allein umzusetzen. Wenn nämlich erst mal die Landesgrenzen rund um die Tram-Endstationen hochgezogen sind, ist unsere Nation Zürich Stadt auch zu schützen. Und das können nun mal die Mannen und Frauen von der SVP besser.

Wir machen aus dem Stadtrat eine Landesregierung mit Beteiligung der SVP. Mauro Tuena würde sich hervorragend als Aussenminister eignen. Er würde dafür sorgen, dass wir nicht (wieder) Teil dieses Staatenbundes Schweiz würden. Keine fremden Richter aus Brü .. äh aus Bern! Wir könnten mit den uns umgebenden Kantonen bilaterale Abkommen treffen. Oder direkt mit den Gemeinden. Mit Kloten bräuchte es ein Freizügigkeitsabkommen, denn schliesslich wollen wir ja in die Ferien fliegen können.

Mit dem Aargau und dem ländlichen Zürich müssten wir Arbeitskraft-Kontingente aushandeln. Natürlich nur saisonal, bzw. mit Tagesvisa (gültig von 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr) und ohne Familiennachzug. Mit Chur würden wir ein Kontingent Kreativer vereinbaren, die mit ihren Rennvelos zum echten Zürcher Lokalkolorit beitragen müssten. Die  dürften jedoch nur mit Partnerin/Partner einreisen. Schliesslich wollen wir nicht, dass diese Bergler uns mit ihrem urchigen Akzent die Singles abspenstig machen.

Filippo Leutenegger wäre weiter für den Verkehr zuständig. Er könnte den wenigen Städtern, die noch ein Auto besitzen, auf der alten Velorennbahn einen Rennring einrichten, wo sie auch mal schneller als 30 Km/h fahren könnten. Er wäre auch für die Umnutzung der Parkhäuser zuständig. Mit Sozialministerin Mauch wäre eine Unterkunft für Flüchtlinge aus der Innerschweiz und anderen uns kulturfremden Regionen anzudenken.

Richard Wolff hätte wohl die schwerste Aufgabe. Er müsste aus Teilen seiner Stadtpolizei die Zürcher Armee formen. Die Seepolizei würde natürlich zur Marine geschmiedet, die unsere Nation vor Bootsflüchtlingen von der Goldküste und aus dem Kanton Schwyz schützen würde. Sondereinsätze bei Street Parade und Zürifescht würden garantieren, dass diese Anlässe wieder mit erträglichen 200 Teilnehmern stattfänden.

Die Grünen würden mit der Betreuung der Naturschätze und der Landwirtschaft beauftragt. Wir könnten im Irchelpark Kartoffeln und Mais anbauen und der Platzspitz mit seinem guten Zugang zum Wasser eignet sich perfekt für Viehwirtschaft. So wären wir nicht so abhängig von der uns umgebenden Brü .. äh Bern-Diktatur.

Und natürlich müssten wir uns um unsere Staatseinkünfte kümmern. Das könnte man getrost den Grünliberalen überlassen. Steuerflüchtlinge aus den Kantonen, die Ausgleichszahlungen erhalten, wären sicher willkommen. Wir könnten sie am Zürichberg unterbringen. Da wären sie leichter sozial zu integrieren.

Soweit, so gut. Nun bräuchten wir eigentlich nur noch einen eigenen Pass und eine Nationalhymne. Im Zeitalter der Mehrfachnutzung könnten wir der VBZ die Passgestaltung überlassen. Der wäre dann auch gerade als 5-Jahres-Z-Pass gültig. (Natürlich benennen wir den wieder zu «Regenbogenkarte» um. Z-Pass, pfft.)

Und als Hymne schlage ich natürlich diese hier vor:

103 Kommentare zu «Zürich, oh Vaterland!»

  • Adriano Granello sagt:

    Ha! Da werdet ihr Stadtzürcher aber euer blaues Wunder erleben! Denn WIR Bewohner der See-Agglo werden subito den Zürichsee von Zollikon bis Kilchberg mit Seeminen bestücken, nicht ohne vorher sämtliche Schiffe der ZSG ausser der Panta Rhei (die könnt ihr gerne behalten) an ein prächtiges Seenachtsfest auf Höhe Horgen-Meilen gelockt zu haben, WIR werden Herrliberg und überhaupt die ganze Sonnenküste zur uneinnehmbaren Festung ausbauen, auf dem Pfannenstiel und dem Zimmerberg werden UNSERE Mittelstreckenrakten euch davon abhalten, unüberlegte Dinge zu tun, und schliesslich verlangen wir für das Betreten unseres Agglo-Landes und -Seegebietes von euch Eintritt (1 Stunde = 150.- Franken), bitte rechtzeitig ans Visum und die notwendigen Impfungen denken!
    .
    Wie VIEL BESSER es sich in der von euch Weltstädtern so belächelten Agglo lebt, mag UNSERE NATIONALHYMNE euch eindrucksvoll vor Augen führen: http://www.youtube.com/watch?v=TKfLp4Bhm1E

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, wär schlimm. Wenn irgendwer die Linie Zollikon-Kilchberg würde überschreiten wollen. Ausser den Pendlern natürlich 🙂

    • Adam Gretener sagt:

      Lieber Adriano, hoffe Koks und Viagra klingen auch mal wieder ab.

  • Schweizer sagt:

    Zürich passt mental besser zu Deutschland als zur Schweiz! 🙂

    • Réda El Arbi sagt:

      Jep. ich dachte auch immer, das Zürcher Fussball eher auf Weltmeister-Niveau spielt.

    • Hannah sagt:

      Ja irgendwie vielseitiger, pfiffiger und spannender dieses Züri ist.

      • Oberländer sagt:

        Und auf kantonale Ausgleichszahlungen verzichten….
        Da hätten auch die „Nicht-Stadtgebiete“ etwas davon!
        😉

        • Rosi sagt:

          Wenn die Bankengelder in den Städten bleiben und die Bauernsubventionen endlich wegfallen. 🙂

    • Dani sagt:

      Zürich passt zu Deutschland ??
      so wie ich das sehe weht über Zürich schon seit Jahren der Doppelkopfadler auf rotem Grund
      für mich zählt die Stadt Zürich nicht mehr zur Schweiz

  • Adam Gretener sagt:

    Lieber Du Herr Reda. Ich habe ein WordPress-Plug-In geschrieben. Es würde gratis zur Verfügung stehen.

    Es kommentiert die Gedanken des Freischalters jeden Kommentars und fügt seine Gedanken in kursiv automatisch bei. Es brutzeln die Dioden, sonst nichts.

  • sommer sagt:

    —————————————————————————-
    EILMELDUNG: DIE ST.GALLER STEHEN SCHON IN RAPPERSWIL
    —————————————————————————-

    http://www.youtube.com/watch?v=7CECcHRN6Q0

  • Trudi Gerster sagt:

    Ja hoffentlich kommt die Abspaltung von Zürich als eigener Nationalstaat. Dann haben wir endlich endlich einen links/grünen Alt-68er Hippiestaat in Europa. Freie Drogen, Multikulti, Blumenkinder, Frische Luft da nur Velos ohne Strom erlaubt, Freie Liebe, „Gleichheit“ aller Bürger, Fleisch-/Fischlose Ernährung, Gesundheit pur, Bonzen werden ausgewiesen etc.. Das Paradies auf Erden, wie es schon dazumal von denselben 68ern gefordert und vorgelebt wurde. Leider hat es dazumal nicht funktioniert. Aber nun ist man an den Schalthebeln der Macht. Leider stört nur noch der konservative Block aus der Agglomeration. Also weg von dem und einen Stadtkanton gründen. Dann keiner mehr dreinreden.

    • Réda El Arbi sagt:

      Yep. Mit genau den Mitteln, mit denen der „konservative Block“ (was immer das ist), die Schweiz vom Rest der Welt abtrennen will. 😀

      • Trudi Gerster sagt:

        Hi Réda ja und Beitritt dann zur EU….hervorragend! Eine Insel der Seligen innerhalb der von diesen Leuten ungeliebten und rückständig bennannten Landschweizern. Bitte dann aber Basel, Bern etc. vorgängig einen Städtekanton-Bund gründen und gleich zusammen in den so geliebten „Rest der Welt“ (wer soll das sein?) mitnehmen. So hätten dann beide Seiten ihre eigenen „Paradiese“. Perfekt!

        • Réda El Arbi sagt:

          Nun ja, der Bildungsgraben und der Geldgraben befindet sich ja schon zwischen Land/Agglo und Stadt. Insofern haben Basler, Berner, Zürcher und Genfer wirklich mehr mit europäischen Städten als mit Hintertupfisberg gemeinsam.

          Was die EU angeht – schon geschrieben:

          Oh, ich bin EU-Gegner, aber aus ganz anderen Gründen, als man normalerweise bei den “klassischen” EU-Gegnern hört. Ich denke, dass kleine, dezentral organisierte Einheiten besser funktionieren. Je grösser die Einheit, um so komplizierter die Organisation. Je grösser die Organisation, um so anfälliger für Fehler und Korruption. Ich bin auch überzeugt, dass Leute, die über Dinge abstimmen, die sie direkt betreffen, sorgfältiger sind. Auch denke ich, dass bei Abstimmungen auf lokaler und regionaler Ebene mehr Leute sich engagieren.

          • adam gretener sagt:

            Wir brauchen eine Luftbrücke zwischen Genf, Lausanne, Bern, Basel, Zürich, Winti und St. Gallen. Züritirggel für Basel, Läckerli für Bern, Zwiebeln für den Rest der Schweiz.

          • social business sagt:

            Au ja eine Luftbrücke und zur effizienten Nutzung der Flüge werfen wir auf jedem Flug soziale Carepakete für die Entwicklungsländer am Falschirm ab, bezahlt von der EU zur Stärkung strukturschwacher Regionen in Europa.

  • KMS a PR sagt:

    ich bin sowas von einverstanden würde aber noch ein paar schritte weitergehen.
    1) stadtmauer aufziehen von höngg bis oerlikon.
    2) unterirdisch bis 30m tief und überirdisch bis 300m hoch bauen.
    3) die stadt wird von brüssel aus zentral verwaltet.
    4) reinkommen dürfen alle-; raus aber nur mit visum für max. 3 tage.
    5) wer über die stadtmauer zu fliehen versucht, wird erschossen.
    -> ich bin sowas von überzeugt, dass mit diesen ergänzenden massnahmen, züri auf der beliebtheitsskala in der ch rasant zulegen würde. go on!!

  • sommer sagt:

    wer zu cool ist, der verpasst das leben

  • Mark sagt:

    Reda,

    Toller Artikel und ich schliesse mich der Schlusszeile von Andreas Mörkers Kommentar an. Zusammen mit den vielen z.T. auch sehr originellen und lustigen Kommentaren und verlinkten Videos hat mir dieser Beitrag viel Freude bereitet.

    Trotzdem, Du (ich bin so frei) unterstellst in Deinem Beitrag quasi den Überfluss aller nationalen oder territorialen Grenzen.

    Das würde logischerweise eine einzige Weltregierung bedingen.

    Ob eine solche Machtkonzentration je wünschenswert wäre?

    Und wenn nicht, wo liegt denn Deiner Meinung nach das sinnvolle Mass der Ausgrenzung, sprich der wünschenswerten demokratisch territorialen Grenzen?

    Bigotterie ist immer zu verwerfen, aber es in einen Topf mit Nationalstolz oder gar Patriotismus zu werfen erscheint mit nich sinnvoll. Unser Nationalstaat (genau so wie jeder andere) ist historisch mit viel Blutvergiessen entstanden. Unsere demokratischen Rechte wurden über die Jahrtausende ebenso erkämpft. Wir sollten m.M. nach vorsichtig und besonnen mit diesen hart errungenen Rechten umgehen.

    Nochmals, toller Artikel. Hoffentlich regt er zu einer intelligenten Auseinandersetzung mit der Materie an.

    • Réda El Arbi sagt:

      Oh, ich bin EU-Gegner, aber aus ganz anderen Gründen, als man normalerweise bei den „klassischen“ EU-Gegnern hört. Ich denke, dass kleine, dezentral organisierte Einheiten besser funktionieren. Je grösser die Einheit, um so komplizierter die Organisation. Je grösser die Organisation, um so anfälliger für Gehler und Korruption. Ich bin auch überzeugt, dass Leute, die über Dinge abstimmen, die sie direkt betreffen, sorgfältiger sind. Auch denke ich, dass bei Abstimmungen auf lokaler und regionaler Ebene mehr Leute sich engagieren.

  • Sarah sagt:

    Um sich langfristig vom enormen Dichtestress zu therapieren brauchen die Ländler extrem viel Ruhe und bekommen somit auf 100 Jahre Einreiseverbot in Städte bis zur Totalentspannung.

    • Reto Gall sagt:

      Liebe Sarah

      Ländler haben keinen Dichtestress, deshalb leben Sie ja auch auf dem Land 🙂
      Ich denke ein Einreiseverbot wäre nicht nötig, der Ländler geht nur in die Stadt wenn nötig. Aber eine Ausreiseverbot für Zürcher wäre zu begrüssen, dann kann sich der Ländler und der Rest der Schweiz noch mehr entspannen. Total entspannt wird er nicht auf die Idee kommen, in das vom Dichtestress geplagte Zürich freiwillig einzureisen 🙂

      • Sebastien sagt:

        Dann haben die Ländler also gelogen und den Dichtestress nur vorgeschoben, eine feine Gesellschaft diese Bauern sind…

    • Analytics sagt:

      Gibt es inzwischen eigentlich einen Facharzt für Dichtestress, damit die armen sensiblen Ländler auch eine Chance auf Neurosentherape haben? 🙂

  • Mörker Andreas sagt:

    Proklamation des Freistaates Züri isch wänn?
    Bewirb mich susch als Staatssekretär
    Grosses Tennis Herr El Arbi, ganz grosses Tennis!

    • geezer sagt:

      freistaat klingt schon mal sehr gut! wir brauchen dann aber auch noch einen vollbeknackten, inhaltsfreien slogan à la „mia san mia“ oder so. das gehört zu einem freistaat einfach dazu. vorschläge?

      • Analytics sagt:

        Bloss nicht wie Bayern oder Bawü, die sind selbst da tiefste Provinz, auch in den Städten, da ist Züri viel grossstädtischer alls alle Städte da im deutschen Süden zusammen.

      • Mike sagt:

        Wie wäre es mit „Eine Stadt-Ein Verein“, oder etwas ähnlich dümmlich, faschistoides aus der Fussballecke?

  • Réda El Arbi sagt:

    Um alle Streitigkeiten um den Zürcher Dialekt zu beenden. Sogar Bündner schaffens:

    https://www.youtube.com/watch?v=6c64LPIagfk

  • Diego sagt:

    Wird dann in Zürich endlich ein Fussballstadion gebaut?

    • Hardcore Hipster sagt:

      Eher wird Fussball in Zürich ganz verboten – interessiert in dieser Stadt ja eh keine Sau.
      Dafür müssen alle Herren Velo-Dächlichappe und Vollbart tragen und sich die Meitli mit ganz vielen Stärnli am Körper schmücken 🙂

      • Mike sagt:

        Herr Hardcore Hipster sie scheinen von Gestern bzw. vom Land zu sein.
        Vollbartdächlikappeträger und Sternli Tattoos sind sowas von vorbei, sollten Sie in Zürich noch sowas antreffen ist das garantiert kein Einheimischer, sondern ein Aargauer oder sonst ein Zuspätgekommener…

        • Hardcore Hipster sagt:

          Huch, ertappt!
          Aber was machen jetzt die Meitli mit den Stärnli? Tribals und Arschgeweih drübertätowieren? 🙂

          • Diego sagt:

            Wieso nicht. Die Kleidermode wiederholt sich ja auch immer wieder.
            Ewig dreht sich der Mainstream.

  • andi jung sagt:

    wo kann man ein visum beantragen?

  • Mario M. Montecarlo sagt:

    Hervorragend!Ich habe mich fast kaputt gelacht bei dieser Satire,die spassig ist,aber doch das Wesen der Schweiz mit dem Drang zum Isolationismus und der – man muss es leider sagen – gewissen Überheblichkeit gegenüber anderen,nicht ganz so Reichen zeigt,was sich oft in einer Projektion manifestiert.Bekanntlich sind andere,denen man nicht so viel Sympathie entgegenbringt,in Schweizer Augen gerne „arrogant“.Tja,das wäre doch was – Zürich eine Art Monaco oder – warum in die Ferne schweifen – eine Art Liechtenstein.

  • Samuel sagt:

    3. O Vaterland, wie bist du schön
    Mit deinen Saatenfeldern,
    Mit deinen Talern, deinen Höhn
    Und all den stolzen Wäldern!
    O Vaterland, drum wollen wir
    Dir unsre Lieder singen,
    |: Zu deinem Preise sollen hier
    Laut Herz und Becher klingen. 😐

    oder für das Bildungsbürgertum gleich

    3. O patria, quam omnibus
    Places arvis et pratis
    Et vallibus et montibus
    Et silvis odoratis!
    O patria, ob eam rem
    Tibi cantus canamus,
    Corda et pocla in tuam
    Salutem et tollamus!

    • Samuel sagt:

      PS: Neue Hymne des Freistaats Züri und geeignet, nachdem man mit den Bankengeldern weitere Flächen zugekauft und Bewohner umgesiedelt hat.

  • Zürcher sagt:

    Also so en blau-wiise Pass wär sicher na hübsch 🙂

    • adam gretener sagt:

      Ein richtiger Zürcher sagt „no hübsch“…

      • Mike sagt:

        Bullshit

        • Agglo-Pendler sagt:

          Ich würde hier auch eher zu ‚a‘ tendieren. Das ganze bringt mich aber gleich zu einem persönlich Züritüütsch-Streitfall: Geht ein Zürcher ‚go poschte‘ oder ‚ga poschte‘?

          PS@ Réda: Thx für die Hippiekacke! Lange nicht mehr gesehen/gehört…

          • adam gretener sagt:

            Go poschte, da bin also wirklich sicher. Fäischter oder Fänschter, da bin ich mir dafür nicht sicher?

            Als ich habe wirklich eine schlimme Zürifresse und ich habe noch nie „na hübsch“ gehört. Reden wir hier vom Stadtzürchern oder dem Dialekt aus Rafz oder Bäretswil?

          • adam gretener sagt:

            Am Wuchenänd gaat er amigs go wandere.

            ((Quelle))
            Albert Weber und Jacques M. Bächtold: Zürichdeutsches Wörterbuch. Zürich 1961, 3., überarb. und stark erw. Auflage 1983 (= Grammatiken und Wörterbücher des Schweizerdeutschen in allgemeinverständlicher Darstellung. Bd. III), ISBN 3-85865-054-4.

          • Dybli sagt:

            also „Fänschter“ sind ja wohl definitiv Baseldytsch!

          • Réda El Arbi sagt:

            Dort heisst es doch „finschter“.

          • Dybli sagt:

            wir haben das „ä“ nämmli gepachtet und verlangen ab sofort für dessen Einsatz horrende Gebühren, Jäwoll nämmli

          • adam gretener sagt:

            El Arbi, zappenduschter. Aber mit langem U.

          • Johannes sagt:

            In Basel ist es finschter, in Züri hell. 🙂

        • Agglo-Pendler sagt:

          Also als Agglo-Pendler geht’s bei mir natürlich nicht um Stadtzürcher-Dialekt sondern konkret um den der Pfnüsel-Küste. Aber scheinbar ändert sich auch der mit zunehmender Distanz zur Stadt. Aber danke Herr Gretener für den Quellnachweis, jetzt hab ich endlich einen handfesten Beweis für meine Variante. Top!

          PS Fenschter…

        • Dybli sagt:

          Wir erweitern die Gebühren auf den Umlaut „ö“ und erheben auch auf diesen Anspruch. Schliesslich sagt man in Basel „jöö“!

      • adam gretener sagt:

        Und zwar mit einem geschlossenen O, imfall.

      • Zürcher sagt:

        Dann sind sie Herr Gretener also der Erfinder des Züridütsch als verbindliche Schriftsprache? Na dann 😉

    • Mario M. Montecarlo sagt:

      Zürcher/Retener:“Ein echter Zürcher sagt…“:Und wie sagt der „Echte“ hinterm nächsten Kirchturm?Deshalb ist es – trotz ständiger Schimpferei – doch gut,dass die Landessprache (ja,es heisst offiziell Landessprache,nicht Amtssprache) Deutsch ist.Die Schweizer könnten sich nämlich gar nicht auf ein einheitliches „Hochschweizerdeutsch“ einigen…

      • Réda El Arbi sagt:

        Bei unserem Vorschlag brauchen wir auch kein einheitliches Schweizerdeutsch mehr. Züritütsch langet.

      • Clina sagt:

        Das Problem mit dem Dialekt ist einfach zu lösen:
        Nationalsprache ist Züritüütsch, logo und gelehrt wird es von den Schtärneföifi ;-))

        (siehe http://youtu.be/Y1BGYWX6rmI)

        • Adam Gretener sagt:

          Also, ein Rüeschliker sagt: würds ihne öppis usmachä, diä Veribarig zunterzäichne, ich möcht gägä si vorgahhh. Bitte.

          Ein Zürcher sagt dann zum Polizist: dä Agro hät mit sinere Nase mini Pfuscht aagriffe.

          Nur so fern ab vom Duden 😉

          • LeueBluet sagt:

            Züritüütsch tendiert immer me zum Schrifttüütsch hii. Fänschter chamer nöd andersch schribe, mer brücht(i) es anders „ä“. „Feischter“ chamer natürlich au säge… keis Problem. Ihr Ego Kiefer.

            Fazit: Züritüütsch versuecht eifachshalber em schrifttüütsch möglichscht nöch zcho. alles andere isch forcierti abgrenzig und die hänmir (händ mir) nöd nötig, mir wüssed we/är mir sind! Züriii!

  • sommer sagt:

    witziger text. toller song, da hätte eine abgedrehtes gitarrensolo reingepasst.

  • Martin sagt:

    Tja sorry, wir Schweizer bestehen natürlich auf bilaterale Verträge, jeder Kanton muss am Schluss einverstanden sein, bis alle Kantone die Rosinen gepickt haben. PFZ gibt es nur für die ganze Schweiz, andernfalls werdet ihr zu Grunde gehen. Den eine Insel ist auch Zürich nicht (trotz Werdinsel und Zürisee).

    • Réda El Arbi sagt:

      Schauen wir mal. Wir sagen den Banken einfach mal, sie sollen die Gelder aus eurem unterdrückerischen Staatenbund einbehalten. Und wir schicken euch eure Migranten zurück. Dann habt ihr alles voller Hipster. Mal schauen, wer zuerst klein beigibt.

      • adam gretener sagt:

        El Arbi, alles, nur nicht die Hipster zurückschicken. Wir als Staat Zürich haben doch die Menschrechtskonventionen ratifiziert.

        Wobei, es gibt da diese witzige Szene aus Kentucky Fried Movie.

        • Heidi Müller sagt:

          Welche Szene im KFM meinen Sie?
          Es gibt so viele witzige Szenen darin.
          Aah! Natürlich: ‚Send him to Oberlunkhhofen! – Nooooooo!‘

          • Heidi Müller sagt:

            @adam gretener:
            Köstlich! Nur schade, dass die Pointe schon im Titel erwähnt wird.
            Da kommen mir spontan ein paar Kandidaten aus dem Bekanntenkreis in den Sinn, die – insbesondere in Bezug auf Sport und Politik – über Zürich kein gutes Wort sagen können und finden, das sei ja sooo städtisch und dabei wohnen sie selber in einer Gemeinde, die längst selbst zur Stadt gewachsen und Teil des zusammenhängenden Siedlungsgebiets Zürich geworden ist. Ganz ähnlich trennen Bewohner der Aussenquartiere ihr Quartier von der ‚Stadt‘ (Innenstadt).
            Die Szene ist übrigens auch mit einigen jungen hippen Bewohnern der Kreise 4+5 und mit Zielort Schwamendingen, oder Zürichbergbewohnern und Grünau/Schlieren sehr gut vorstellbar;)

            There’s no place like home. *klack*
            Eine amüsierte Stadtzürcherin

  • geezer sagt:

    gibt es noch freie stellen als zöllner beim üetibergtunnel? würden all die erst kürzlich eingereisten ‚millionen‘ deutschen wieder ausgeschafft? könnten wir dann endlich im sinne der linken auf stadtgebiet den kommunismus oder sogar die von der hausbesetzerszene so sehnlichst herbeigewünschte anarchie einführen? würde dann endlich alles, was räder und rollen hat verboten, damit die grünen und alle sicherheitsexperten auch happy wären? würde einige der momentan (noch) hier ansässigen walliser wirtschaftsflüchtlinge im zoo zu soziokulturellen zwecken ‚ausgestellt‘? fragen über fragen!..:-)

    • Réda El Arbi sagt:

      Ehrlich, wenn man nur noch in der Innenstadt fahren kann, geben sogar die hartnäckigsten Umweltverschmutzer ihre Liebe zum Auto auf.

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