Zürich, ein Nightlife-Vampir

Zürich zieht den letzten Tropfen Nachtleben aus der Agglomeration.

Zürich zieht den letzten Tropfen Nachtleben aus der Agglomeration.

Die Stadt saugt dem Kanton das Nachtleben aus. Wer einen Club eröffnen möchte, braucht erst einmal geeignete Räumlichkeiten. Als «geeignet» gilt eine Immobilie mit moderatem Mietzins, in deren unmittelbarer Umgebung sich kulante Anwohner eingenistet haben und in die nicht erst Millionen investiert werden müssen, um das Wohlwollen amtlicher Gastronomie-Schergen zu gewinnen. Vor allem der Standort muss weise gewählt werden. Wer mit seinem Club Glamour versprühen möchte, erwählt sich die Innenstadt. Wer in seinem Club tätowierte Lebenskünstler tanzen sehen will, eröffnet sein Lokal entweder an der Langstrasse oder in Zürich West.

Wer einen Nachtleben-Unternehmer fragt, warum er sein neues Lokal nicht einfach in Schwamendingen oder Stettbach eröffne, da dort die geeigneten Räumlichkeiten viel zahlreicher seien, erntet nur ein müdes Lächeln. Die Stadt endet am Milchbuck und Schwamendingen und Stettbach sind ungeeigneter als die dunkle Seite des Mondes. Das hat nichts mit einer allfälligen Diskrimierung dieser Stadtkreise zu tun, sondern mit Erfahrungswerten: Sämtliche Versuche dort einen Club mit grossstädtischen Attributen zu eröffnen, sind gescheitert. Urbane Clubber wollen nach Zürich West, an die Langstrasse oder in den Kreis 1.

Wer Samstagnacht die imaginäre Grenze auf dem Milchbuck überfährt und sich gar über die Stadtgrenzen hinaus und in die weiten Steppen des Kantons wagt, findet nur Tristesse. Abgesehen von Winterthur (gross genug) und Hinwil (weit genug von der Kantonshauptstadt entfernt), verfügt keine Ortschaft über ein Nachtleben, das den Wortteil «leben» rechtfertigen würde. Einige der im Kanton verstreuten Clubs haben via Spezialisierung zum Erfolg gefunden, wie beispielsweise das Rinora 4 in Rümlang (Albaner), das Dilaila in Dübendorf (Türken) oder das Evita in Wetzikon (Latin). Jedoch sind positive Beispiele rar: Viele der kantonalen Clubs , darunter auch die mittlerweile geschlossenen Lokale Envy (Dübendorf) und Cheers Club (Volketswil), aber auch die nach wie vor aktiven wie The View (zwischen Effretikon und Winterthur), Ice Cube (Wetzikon) und Hall of Fame (Wetzikon) befinden sich in seelenlosen Industrievierteln und in Gebäuden, die man schon tagsüber ungern betritt und erst recht nicht, um dort eine rauschende Nacht zu verbringen.

Clubs mit einem anspruchsvollen Musikprogramm sucht man vergebens: Im Floor Club in Kloten gibt’s Ü40-Tanzpartys, im P1 in Dübendorf heissen die Festivitäten Malibu Beach und im Star Club in Uster spielt im September eine Band namens Blitzkrieg. Der einzige Club draussen im Kanton, der in der Stadt Zürich wahrgenommen wird, ist das UG in Bülach. Und das verfügt, als «Teeniefalle» und „Goaladen“ verschrien, nicht eben über das beste Image. Es gab vor ein paar Jahren eine Zeit, in der sich die Stadtzürcher Clubmacher vor der wachsenden Konkurrenz im Kanton fürchteten. Diese Angst hat sich verflüchtigt: Der unwiderstehliche Sog des Stadtzürcher Nachtlebens verurteilt weiterhin jeden Versuch zum Scheitern, jenseits des Milchbucks oder von Wollishofen und Altstetten einen Club auf die Beine zu stellen, der das Kaufleuten, das Hive, das Mascotte, die Zukunft oder das Bellevue in deren jeweiliger Disziplin auch nur annähernd ausstechen könnte.

Alex-Flach1Alex Flach ist Kolumnist beim Tages Anzeiger und Club-Promoter. Er arbeitet unter Anderem für die Clubs Supermarket, Hive und Zukunft.

37 Kommentare zu «Zürich, ein Nightlife-Vampir»

  • Halfter Dosenbacker sagt:

    Haha, na ja.

  • Wine sagt:

    Ein Geheimtipp, Freitag, 22. Aug. Ab 21.00 Uhr im Moods, Filton M mit Manu Koch , Dave Feusi und hochkarätigen Musikern aus NY . Da geht die Post ab.

  • KMS a PR sagt:

    ach das ist schon in ordnung. mir ist es viel lieber, wenn die schuppen zentral in den städten bleiben. ich finde, zürich hat läden à la kaufleuten verdient. hätten wir diese klientel in der aglo oder gar *würg* auf dem schönen lande….müsste sich die bürgerwehr mit ganz neuen äh-charakteren befassen….

    • tststs sagt:

      ähm, Sie HABEN diese Klientel ja eigentlich die restliche Zeit am Hals…nur weiss die sich da irgendwie besser zu benehmen….Gartehagdänke halt…

  • Johannes sagt:

    Also ein Kater Holzig sollte in der unmittelbaren Aglo von Züri in den warmen Monaten laufen. Es braucht nur eine geeignete Freifläche, gerne auch Wasser, Wiesen in der Nähe. Materialkosten sind minimal, weil die Hütte aus Bauresten, altem Holz und Fenstern zusammengeschustert wird. Mit dem Velo erreichbar oder ÖPNV. Der Reiz besteht in der unmittelbaren Landschaftsintegration, das kann Züri nicht bieten. Oder einfach gleich zur Afterparty ggfs. openair bleiben und auf der Wiese oder im See chillen. Zugleich ist Züri nicht so weit weg, als müsste man erstmal ganz Berlin, London oder NYC durchqueren, die kritische Masse an Gästen wäre also bei einem guten Konzept leicht erreichbar.

    Auch solche Restaurants sind Erfolgsgeschichten http://www.spiegel.de/reise/deutschland/weimar-pop-up-restaurant-luecke-bietet-moderne-kueche-auf-zeit-a-979072.html#js-article-comments-box-pager , die da sehr gut laufen können. Gerade Pärchen oder die ältere junggebliebene Generation können nach dem Spiesen noch in der Natur bleiben und lieben, lästern, lachen.

    Das Ganze also mit wirklich kreativen Alleinstellungsmerkmalen garniert, in geeigneten Netzwerken kommuniziert, an der Tür gut selektiert und es hat mal ein paar echt szenige untergroundige locations, die jedenfalls vom Frühjahr bis Spätsommer dort laufen.

    • Hans Stein sagt:

      es entspricht halt nicht dem zeitgeist des momentanen clubbings irgendwo in die pampa zu fahren und sich dahingehend zu commiten, dass man den abend an EINEM ort verbringen wird (besonders wenn man dann noch gefahr läuft, von einer selektiven tür abgewiesen zu werden). stattdessen fährt man in die stadt, langstrasse oder züriwest und schaut mal, wo man reinkommt. wenns nicht klappt oder es einem dann nicht passt zieht man halt weiter.
      ausserdem dürfte es, egal wo, sehr schwierig und langwierig sein, baubewilligung etc. für einen legalen betrieb einzuholen, da zonenordnung und weiss ich nicht was für reglemente zu beachten sind. ich nehm mal an, dass die idee schon von einigen gründlich durchgespielt wurde, nur scheint das risiko dann eben doch zu gross. obwohl der eine oder andere betreiber könnte doch mal ein paar der gescheffelten technomillionen lockermachen.

      • Johannes sagt:

        Die Überreglementierungen sind das Problem. Juval Dieziger aus CH hat es jedoch mit dem Kater Holzig und der zuvor noch weit besseren und legendären Bar25 in Berlin vorgemacht, diese authentischen Konzepte wollen die Leute. Die Türen waren streng, aber dadurch hatten sie auch eine meist grandiose kreative Stimmung in den Läden, weil die Leute wirklich schräg feiern wollten. Ohne die teuerste Konsumelektronik zu installieren oder die angesagtesten DJs zu buchen. Wer bei soclh einem Projekt in CH nicht reinköme, für jene könnte auch irgendwo in der Aglo eine weitere alternative Kopie erstellt werden, etwa für nicht selten stressige Aglokids oder Sauftouris. Die haben natürlich auch ein Recht zu feiern, auch wenn man sie nicht auf jeder Party sehen möchte. Doch da auch bei ihnen Geld vorhanden ist, würde sich eine spezielle Pseudo-Szenelocation für sie auch irgendwo lohnen. Das kreative Potenzial sehe ich überall, gerade mit solider Feierroutine, es muss nur jemand mal angehen. Juval Dieziger hat es in Berlin geschafft. Mit Engagemenet solte das auch in CH möglich sein.

        • adam gretener sagt:

          Lieber Johannes, Sie finden Berlin supidupi und das Wort Kreativ auch. Das hätten wir also schon mal.

          Konzepte aus Berlin kopieren ist wenig kreativ und funktioniert nicht. Ein Klub entwächst der Location und vorallem den Leuten, die sie aufziehen. Mit dem Businessplan auf Locationssuche gehen, mit Verlaub, das ist Bullshit. Habe ich Meister Flach auch schon versucht zu verklickern. Nur das Problem in Zürich ist mittlerweile – das sage ich völlig wertfrei – eine geeignete Location überhaupt zu finden. Die gibt es nämlich nicht mehr. Die Leute sind auch anders drauf. Das Steinfels-Areal war dirty, Gasometerstrasse früher mit dem Laby, die Zentralstrasse 150.

          Was soll ich heute in einem Café Gold? Der Unterschied zu allen anderen Clubs ist kaum vorhanden. Die Zukunft macht einen auf Oldschool, ist aber durch und durch – durch.

          • Johannes sagt:

            Wie gesagt, ich bin sicher dass das funktionieren würde, Züri hat auch den Vorteil, dass man anders als etwa in Berlin nicht so lange ins Grüne braucht. Das hipsterkreative Potential ist auch hinreichend vorhanden. Im Ausland suchen diese Zürcher auch die alternativ kreativen Orte auf, das sollte auch in CH klappen. Was nicht funktioniert, ist wenn wieder ein kühler Clubrechner alles auf Kommerz trimmt. Das trashige, unfertige muss man schon authentisch hinbekommen und für Getränke keine Fantasiepreise verlangen, was auch nicht nötig ist, da keine horrenden Mieten wie in ZH zu zahlen sind. Braucht es nur noch Engagierte, die das mit genug alternativer Szeneerfahrung hinbekommen.

          • Johannes sagt:

            PS: Das kreative Publikum ist essentiell, denn man will keine Langweiler und Rumsteher, dann funktioniert so ein Konzept einfach nicht.

          • adam gretener sagt:

            Lieber Johannes, Du unterliegst einem zentralen Fehler.

            „Das trashige, unfertige muss man schon authentisch hinbekommen“

            Da liegt der Hund begraben. Den Shabby-Chic hinzubekommen ist weitaus teurer als einfach renovieren. Und taugt nichts.

            Wenn ich 100’000 Franken zu viel hätte, würde ich sie Dir mit der Auflage schenken, in Langnau am Albis in der alten Spinnerei am Bahnhof eine Location einzurichten, Du bekommt Werbegelder und alles.

            Und dann gucken wir mal, was passiert. Ich sage Dir, jeder wird grandios scheitern.

          • Johannes sagt:

            Lieber Adam, das ging in der Bar25 und dem Kater Holzig wunderbar für ganz kleines Geld, weil alles alte Bretter, Fenster etc., schau Dir mal Bilder an. Das in der ZH-Aglo umzusetzen ist problemlos, es braucht nur authentische Macher und keine schnöden Clubrechner. Oft sind auch die günstigen oder freien Anlässe die besten – Preis minimal, Spass maximal! 🙂

          • adam gretener sagt:

            Verstehe mich nicht falsch, Johannes. Da wäre ich sofort dabei. Aber man kriegt die Stadtzürcher einfach nicht weit raus. Einfach nicht. Die Klubs in Hinwil oder Bülach sind Gruselkabinette.

    • adam gretener sagt:

      Nur blöd, dass der Somme auch für „szenige undergroundige Locations“ eigentlich die schwierigste Zeit ist und die Clubs rote Zahlen schreiben.

      • Johannes sagt:

        Die schwierigste Zeit drinnen in der Stadt, verständlich. Nicht aber draussen in der Natur, am See. 🙂

        • adam gretener sagt:

          Nun, evtl. besteht da ein kausaler Zusammenhang.

          • adam gretener sagt:

            Hans, jetzt sind mir die Spaghetti aus der Nase geschossen vor lauer Lachen.

            Zeit gibt es eben nicht in diesem Business. 2 Jahre warten bis die Location abgerockt aussieht? Vergiss es. Ich hatte in der Spinnerei in Langnau ne Zeit lang ein Atelier, darum kenne ich die Location.

            Ich weiss zwar nicht genau, was Johannes mit „kreativ“ meint, aber mir schwant böses. Playboy-Ohren aus Plastik, Glitzerhosen mit Wanderschuhe. Ich weiss es nicht.

            Er weiss wahrscheinlich nicht, dass es für Eintritt und Bar bald gegen 10’000 Franken Grundstock braucht.

        • Hans Stein sagt:

          „Da liegt der Hund begraben. Den Shabby-Chic hinzubekommen ist weitaus teurer als einfach renovieren. Und taugt nichts.“

          nana, das stimmt nun so sicher auch nicht. der shabby chic, der nach organisch und gewachsen aussieht entsteht auch mit viel zeit und kreativität, siehe alte sihlpapier, binz o.ä. braucht m.m. aber wie gesagt zeit und muse zum wachsen. lustig, ich hätte auch in richtung langnau am albis oder sihltal gedacht für eine location. wenn ich aber an johannes`kreatives publikum denke, schauderts mir. mit kreativ meint er doch bestimmt dieses sich ne schmiss glitzer ins gesicht pfeffern, nen flippigen hut anziehen und stofftiere an spazierstöcken gassiführen? und die herren der schöpfung machen sich noch n büsschen kajal unters auge. schaut her, so ausgefallen und kreativ. nervigstes distinktionsgehabe. am ende sinds aber genauso konsumgeile kids wie alle anderen auch.

          • Johannes sagt:

            Die gehören natürlich auch dazu und kannst Du nicht vermeiden. Denn den Laden bekommt man nicht nur fortwährend mit entspannten feierlustigen Kulturschaffenden voll. Ein paar verkleidete partyeske Konsumzeitgeisthipster mit Apfeltechnik gehören schon dazu, auch wenn die Camera drinnen leider ausbleiben muss. Hauptsache alle feiern fein und die Stimmung ist freizügig alternativ zu den üblichen Massentempeln. . 🙂

          • Adam Gretener sagt:

            Lieber Johannes, was ich noch los werden möchte. Sie erinnern mich mit ihrer Euphorität (!) an mich früher. Daumen raus und hopp dä Bäse. Nicht nur labern.

    • KMS a PR sagt:

      gut gemeint. es liegt nicht an den locations sondern an der mentalität der stadt-zürcher; die haben nichts besseres verdient.

    • tststs sagt:

      äähmmm jaaaaa, ich glaube, das würde aus einem einzigen Grund nicht klappen: es gibt dies in der CH bereits zu tausenden! Was hier als Konzept präsentiert wird, so haben wir schon die meisten Sommerabende verbracht: am See, chillig, mit Musik (live oder ab Konserve) und div. Genussmitteln…
      Und wenn wir das schon am Festnetz organisieren konnten, ist es heute ein leichtes…und braucht keinen Partyplaner… 😉

  • adam gretener sagt:

    Möchte ich 2 Stunden auf den ersten Zug warten? Eher nicht. Habe ich Bock auf Musik von der E-rotic-Tante, die nun evangelik wurde und für eine Freikirche TV-Sendungen auf den Regio-Sendern in der Provinz moderiert? Eher nicht. Brauche ich einen Bier-Stiefel? Nein danke. Möchte ich neben einem Jungesellenabschied sitzen und mich amüsieren? Aber ganz bestimmt nicht.

    Darum.

    • Kaller sagt:

      wow wie engstirnig.

      • adam gretener sagt:

        Nö, ich weiss nur, was ich will. Eine Party in der Mehrzweckhalle Oberglatt? Wir werden uns da nie treffen. Ich bin nicht der Typ, der sich im Migrolino noch ein RedBull holt und dann unter den Neon-Röhren der S-Bahn am Sonntag-Morgen nach Hause fährt. Mit der neon-farbenen Sonnenbrille im Gesicht.

        Wenn ich an einer Party nach Hause möchte, dann sofort. Jetzt. Zu Fuss, Velo oder mit dem Taxi. Adam’s Spezialität: Französischer Abgang.

        Chasch vergässe.

    • KMS a PR sagt:

      he herr gretener. für einen vermeintlich aufgeschlossenen vorzeige-sozi sind sie aber ziemlich spiessig!

  • tststs sagt:

    Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Dank sei dem Nachtnetz!

  • Tobi sagt:

    Blitzkrieg ist eine seit 1981 bestehende Heavy Metal-Band, die von Metallica selbst als einer ihrer Haupteinflüsse bezeichnet wird. Aber klar, für die Züri-Minimal-Techno-Laptop-DJs ist das nicht anspruchsvoll genug.

    • alex flach sagt:

      Die Rede ist grundsätzlich immer von zeitgenössischem, aktuellem Clubbing. Und Metal einer Band, die von der sich bereits Lars Ulrich & Co. in ihren Anfängen haben inspirieren lassen bietet Metal-Nostalgikern sicher einiges, kann aber dennoch nicht wirklich als „aktuell“ bezeichnet werden.

    • adam gretener sagt:

      Also mit Verlaub, wenn ich mich hier einschalte. Ich war mal in diesen genialen Clubs. Im Zodiac am Hirschenplatz. Der DJ spielte Celtic Frost nach Bon Jovi nach Deff Lepar, ja, die mit dem einarmigen Drummer. Ein paar Leutchen mit langen Ledermänteln spielten auf der Tanzfläche Hackysack. Wirklich wahr.

  • Diego sagt:

    Logisch will keiner in die Agglo. Zürich ist besser, da trifft man (Freitag und Samstag) nur auf ca. 90% Agglos…

  • Thomas sagt:

    Was, wenn es jemand aus der Szene wagt, einen echten Vergnügungspark auf einem Areal in der Agglo zu realisieren? Ich denke da an so etwas wie das Kater Holzig. Ist das zum scheitern verurteilt, nur weil es nicht mit dem Fahrrad erreichbar ist? Oder hat man Angst, man trifft in der Agglo zu viele Argauer? Sind die nicht schon lange an der Langstrasse und Hardbrücke?

    Ich denke, dass es in wallisellen, dübendorf oder schwanmendingen möglich ist, so etwas zu kreieren. Es müssten nur ein zwei kreative Zürcher Club Pioniere zusammen mit eins zwei hausbesetzern den Mut aufbringen.

    • alex flach sagt:

      Solche Versuche hat’s schon gegeben, siehe das zweite Rohstofflager in Oerlikon. Hat aber nicht wirklich funktioniert. Auch der Sensor und das Oxa sind Beispiele, jedoch waren das noch andere Zeiten und in der Stadt herrschte damals noch weitgehend tote Hose, was die Üppigkeit der Angebotspalette angeht.

      • Kaller sagt:

        Schon krass, wie sich Zeiten ändern. Frühe da reiste man von weit an, um im Sensor-Club den Alltag vergessen zu können oder Stadtzürcher pilgerten extra nach Roggwil oder an die Futerscope, um in alten Industriehallen in die Massen einzutauchen. Es gab weniger Clubs, dafür aber mehr Qualität. Die Preise waren günstiger, der Sound besser, weniger ein „Sehen und Gesehen werden“, keine Selfies oder Smartphones, in den Drinks hatte es mehr hochprozentiges und die Gesundheitsfanatiker noch nichts zu sagen (Rauchverbot). ..schade, dass sich die Zeiten änderten.

        • Sally Tomato sagt:

          lol…die zeiten ändern sich nun mal. trinken, kotzen, müll überall, das posing… booooring. aber mal ehrlich, früher war alles besser… was soll das? weiss ja nicht wie alt ihr seid, aber dann bringts doch euren kiddies bei, „den zauber von früher“.
          lauter minderjährige hängen auf der strasse rum, saufen bis zum umfallen, wo seid ihr früher-war-alles-besser? bringt eurem nachwuchs was bei oder stop gemotze… zeiten ändern sich, manchmal leider, manchmal zum glück.

      • Peter Fröhlich sagt:

        Das Rohstofflager in Oerlikon als gescheitert zu bezeichnen, halt ich für vermessen. Die Leute sind dort Wochenende für Wochenende von überall her hingepilgert, um freitags DnB/House und samstags Techno zu hören 😉

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