Frys Sisyphus-Urteil

Fry macht sich mit seinem Stil nicht nur Freunde. Das kostet ihn jetzt seine Terrasse.

Fry macht sich mit seinem Stil nicht nur Freunde. Das kostet ihn jetzt seine Terrasse.

Nun muss er seine Umbauten wieder abreissen. Das Bundesgericht hat entschieden, dass den Bauten, die Hotelier und Unternehmer Guisep Fry an seinem Hotel angebracht hat, die Berechtigung fehlt. Die engagierten Naturschützer, die sich gegen Fry eingesetzt haben, applaudieren. Dem Gesetz ist Genüge getan. Recht hat sich durchgesetzt, alles ist also gut.

Aber ist es das wirklich? Unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit ergibt sich Bild, das nicht ganz so stimmig ist. Der Rückbau der Terrasse beim Hotel wird nämlich überhaupt nichts zum Naturschutz beitragen. Die Massen von Tagestouristen sind nicht die Zielgruppe dieser Terrasse. Die kaufen sich eine Wurst und sitzen draussen. Oder sie bringen ihr eigenes Essen mit und werfen im schlimmsten Fall ihren Abfall in den Wald. Darüber könnte man sich ereifern und vielleicht eine Sperrung des Üezgis für Naherholungskonsumenten fordern. Also, wie hat Fry dann seine Gegner gegen sich aufgebracht? Am ehesten wohl mit seinem persönlichen Stil und dem Nichtbeachten von Regeln – im besten Fall ein Nonkonformist, im schlimmsten einer, der denkt, Regeln gälten nur für andere. Aber sollte ein Bundesgerichtsurteil sollte nicht eher zum Besten der Gemeinschaft führen, anstatt Frys Persönlichkeit bestrafen?

Beim Anbau handelt es sich um einen Teil des Hotel- und Restaurantangebots, dass von einem ganz kleinen Teil der Üezgi-Besucher genutzt wird. Da finden romantische Dinner statt, Essen wird an Kongressteilnehmer serviert und Geschäftsleute schliessen da zum Cognac ihre Verträge ab. Das Hotel Uto Kulm gehört als Edelstein in die Kette attraktiver Zürcher Anziehungspunkte. In einer Reihe mit dem Dolder, dem Baur au Lac oder dem Eden au Lac. Zwar ist das Uto Kulm nicht schon seit Generationen in der Stadt, aber die Location und was Fry daraus gemacht hat, kann sich mit den schönsten Plätzen der Region messen.

Nun, wir haben also einen Anziehungspunkt für den Tourismus, ein Verkaufsargument für die Region auf der einen Seite und den Streit zwischen Fry und seinen Gegnern, der sehr persönliche Züge trägt, auf der anderen. Nun opfert man quasi die Fassung einer Perle, nur um einem etwas kantigen Unternehmer zu zeigen, wo sein Platz ist.

Nicht, dass ich Frys Vorgehen entschuldigen will. Er ist illegal vorgegangen und sollte dafür auch zur Rechenschaft gezogen werden. Aber das könnte man auch, indem man ihn büsst. Oder in dem man ihn dazu verdonnert, einen Teil des in Zukunft zu erwartenden Gewinns aus dieser Terrasse in Naturschutzprojekte zu investieren. So hätte man sowohl dem Nutzen für die Region wie auch dem Strafgedanken Rechnung getragen. Auf jeden Fall mehr, als wenn man jetzt Baumaschinen auf den Üetliberg karren muss, um den Abriss zu ermöglichen. Und damit weder dem Rechtsverständnis noch den Ansprüchen der Naturschützer gerecht wird.

Aber offenbar kann das Bundesgericht keine eigenen Ansätze finden, sondern nur bereits bestehende Entscheide bestätigen oder ablehnen. Konstruktive Lösungen sehen anders aus. Nun wird Fry nach dem Abriss wohl warten, bis die Uto Kulm umgezont wird, um seine Terrasse neu und grösser wieder aufzubauen. Eine kleine Sisyphus-Geschichte.

52 Kommentare zu «Frys Sisyphus-Urteil»

  • Bick sagt:

    Wie doof ist das denn,wenn nach x Jahren dieser wunderschöne Anbau(Wintergarten)abgerissen wird.Alle(Besucher usw.) haben nur profitiert davon!Motzen können dann die wieder,welche den Abriss wollten,weil sie dann k e i n en Platz mehr haben.Herr Fry hat so viel herausgeholt aus dem verstaubten Lokal.Sicher war da nicht alles korrekt mit den Bewilligungen,aber nur Herr Fry hat es Geld gekostet.Draussen stellt er sogar Bänke auf zum Picknicken! Welcher Restaurantbesitzer macht das …niemand.Das muss auch mal gesagt werden anstatt zu nur motzen.

  • john sagt:

    hafenkran auf den üeztgi und terasse vom üetzgi dort hin wo hafenkran steht. super, oder?

  • Raess Rolf sagt:

    Völlig richtiger Artikel – man sollte noch erwähnen, dass es den neidischen Weibern aus dem Sauamt, die hinter dem Ränkespiel stecken, nie um den Udo-Kulm ging. Sonst hätten sie früher eingegriffen, als die Beiz meist geschlossen war und nur vertrocknete Nussgipfel verkaufte, zu Bergpreisen… Der verrostete und jahrelang gesperrte Turm war ihnen auch schnuppe und dass die Touristen die Notdurft im Wald verrichten mussten zeigt deutlich wessen Kind die „Pro“ Üetliberg Clique ist und war.

  • Thom Pfister sagt:

    Ich bin Fry dankbar, für das was er oben am Üetliberg leistet. Nein, mir gefällt der Uetliberg überhaupt nicht, aber es zwingt mich ja auch niemand hinzugehen. Und es ist mir auch ziemlich egal, ob man dort was zurückbauen muss oder nicht. Es wird nicht schöner oder hässlilcher. Es bleibt so oder so einfach zu propper, zu anpässlerisch, zu bünzlig, zu sehr 90er-Ästhetik. Es mutet halt mehr wie eine Landbeiz an, welche mehr nach Conforama, Möbel Pfister oder Micasa-Ästhetik ausgerichtet ist (auch die sind meistens nicht auf der Höhe der Zeit), aber genau das gefällt dem schweizerischen Durchschnitt und das hat eben auch seinen Vorteil: Somit pilgert diese Kundschaft dorthin und Zürich kann den knappen Platz für zeitgemässere Gastrobetriebe nutzen.

  • Ernst Boller sagt:

    Es ist unbestritten, dass Herr Fry sich nicht gross um Vorschriften gekümmert hat. Die zuständige Gemeinde hat seinem Treiben auch viel zu lange zugeschaut. Jetzt kommt eben der Hammer.
    Andrerseits sei die Frage erlaubt, was denn an diesem Berg so schützenswert ist.

  • Hans Schmid sagt:

    Danke Herr El Arbi für diesen Beitrag!
    Ich finde keineswegs in Ordnung, was Herr Fry sich erlaubt hat und er gehört auch angemessen und schmerzhaft bestraft. Der erzwungene Abriss widerläuft aber meines Erachtens dem öffentlichen Interesse und ist ein Schildbürgerei erster Güte.

  • Diego sagt:

    Dass Fry glaubt, er könne sich über geltendes Recht hinwegsetzen ist das Eine.
    Viel interessanter wäre aber mal, die Machenschaften seiner bürgerlichen Gspänli im Kantonsrat zu durchleuchten, die ihm „zuliebe“ die Gegend umzonen und sich so selbstlos für sein Treiben auf dem Üetliberg einsetzen…

    • Norbert sagt:

      der SVP-Regierungsrat Kaegi habe scheinbar gesagt, solange er in der Regierung sei, hätte Fry nichts zu befürchten. Munter sich für das Grosskapital einsetzen, und die normalen Bürger verarschen. Echt toll.

    • Nixon sagt:

      In Zeiten, in denen selbst bei einstmals „seriösen“ Zeitungen nur noch Agenturmeldungen abgeschrieben werden und das Geld für qulitativ guten Journalismus fehlt, kann man das wohl vergessen, dass diese „Machenschaften“ durchleuchtet werden…

  • Waldemar Santi sagt:

    Niemand bestreitet die Fähigkeiten des cleveren Unternehmers G. Fry, auch sein neues Angebot wurde von der Mehrheit der Besucher gerne benutzt. Dies kann kein Freipass sein sich über bestehende Gesetze hinwegzusetzen? Leider hat G. Fry nicht realisiert, dass die Naturoase Uetliberg einen nachhaltigen Respekt erfordert. Ein Las Vegas Betrieb mit Gags ist hier Fehl am Platze. Wann der neue Nutzungsplan in Kraft tritt, und ob er dann allenfalls seine Bauten nachträglich legalisiert weiss kein Mensch. Trotz Zeit-Spiel-Strategie von 9(!) Jahren wurde dieses Ziel nicht erreicht. Deshalb ist es falsch von einem Sisyphus-Urteil zu sprechen. Streng genommen müsste das Bundesgericht eine Busse für Gesetzesmissachtung und eine Abgabe für die unrechtmässige Gewinne aussprechen.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ok, nun würde mich interessieren, wie weit der Rückbau des Wintergartens einen nachhaltigeren Umgang mit der Natur mit sich bringt. Glauben Sie, auch nur ein einziger Tagestourist wird deshalb nicht auf den Üezgi gehen? Der Betrieb wird nun sogar noch mehr auf „Events“ wie „Bungee Jumping“ etc setzen, um die Ausfälle im Hochpreissegment wieder einzuspielen. Die Naturschützer haben dem Üezgi einen Bärendienst erwiesen und stehen als genau die gleichen Sturköpfe da wie Fry.

      • fabian sagt:

        Réda, ich muss mein Gartenhäuschen auch wieder abreissen, wenn ichs illegal erstelle.
        Der Nachhhaltigkeit bringt dies auch nichts.

    • Philipp Rittermann sagt:

      das ist doch blödsinn. ich habe das uto-kulm vor fry erlebt. eine katastrophe. und drum stand es auch lange leer. keiner wollte den spunten. jetzt hat mal einer was draus gemacht und die behörden bocken. ausserdem ist der zürcher hausberg alles andere als eine naturoase. und ausser-ausserdem…äh…ja…kommen sehr viele leute da nur noch wegen dem spunten hoch! wir müssen schon schauen, dass wir vom beamtentum nicht gänzlich versklavt werden – auch wenn das „unser…“ bundesrat gerne hätte.

  • Philipp Rittermann sagt:

    genau. und das macht er goldrichtig, der herr fry. das uto kulm war vor seiner übernahme eine verlotterte knelle, welche er mit erheblichen investitionen zu einem gemütlichen ort der gastlichkeit, mit guter küche, gemacht hat. somit hat er u.a. die gemeinde erheblich unterstützt mit seiner unternehmerischen art und weise. und da herr fry kein ja-sager ist, sind bei ausbauplänen dispute mit überkorrekten beamten und spiessigen gemeindevertretern wohl vorprogrammiert. da hätte er schon ein wenig mehr kulanz von den behörden verdient, welche ausser verhinderungen ganz und gar nichts für die touristik und gastronomie am üetliberg getan hat. und je härter die fronten werden, desto provokativer wird fry. wahrscheinlich wäre eine gegenseitige annäherung sachpolitisch gesehen besser; persönlich spricht es aber durchaus für fry, dass er sich den rücken nicht biegen lässt. bravo. ich wünsche ihm weiterhin einen langen atem in der geschichte, sowie das nötige kleingeld um seine innovationen weiterhin durchzuziehen. -> bitte aber ohne bungee-jumping…!

  • Thomas Willi sagt:

    Sorry, aber dieser Beitrag ist so was von peinlich.
    „Oder sie bringen ihr eigenes Essen mit und werfen im schlimmsten Fall ihren Abfall in den Wald. “
    Was hat das damit zu tun dass das Gesetz für alle gilt?

  • Grohe Barbara sagt:

    Jedes „kleine Licht“ muss wenn er am eigenen Haus etwas verändern will „die Obrigkeit“ fragen. Herr Fry schaltet und waltet da oben wie es ihm gefällt. Hat doch etwas von einer „Bananen-Republik“, oder?

  • Ben Brain sagt:

    Was sagen eigentlich Baubiologen zur Strahlung der riesigen Antenne über den Dächern, gibt es Zahlen über deren Werte für die Personen darunter und im Umkreis?

    • adam gretener sagt:

      Antennen strahlen nicht nach unten. Sie können Ihr Haus mit einer Antenne bestücken lassen und haben trotzdem keinen Empfang. Das mit dem Brain üben wir einfach nochmal.

      • Ben Brain sagt:

        Das Restaurant liegt nicht unter der Antenne, wohl eher daneben, zudem stehen da wohl sogar aktuell zwei Masten? Da würde ich mich doch lieber auf die präzise Messergebnisse eines Baubiologen oder Technikers verlassen, als eine launische Forumsmeinung. Wo blieb dabei eigentlich das Brain? Wenn jemand also öffentliche Messergebnisse hat, würden die auch mich mal interessieren.

    • La Rocca Alberto sagt:

      Da jede/r Zürcher/in schon einmal auf dem Aussichtsturm gewesen ist, haben die alle während 15′ die volle Strahlung abgekriegt – deshalb ist Zürich auch tagsüber so ausgestorben wie Hiroshima und Nagasaki nach dem Atombombenabwurf … 😉 Ich nehme an, Sie tragen eine Sigma-Scheibe um den Hals und nehmen täglich mindestens 1 kg Globuli und Schüssler-Salze ein, um die TV-Strahlenkrankheit zu bekämpfen. 😀

      • Irene feldmann sagt:

        🙂 große Kunst des lästerns……

        • Ben Brain sagt:

          Nicht wirklich, zu erwartbar und üblich aus konservativer Ecke. Das sind meist auch solche Pragmatiker, die sich nicht darum sorgen, ob ihr mobile, was ständig am Mann/ Frau hängt, besonders stark strahlt, dabei können sich die Werte etwa nur von verbreiteten Apfel- und Samgesang-Modellen deutlich unterscheiden, bei anderen Herstellern das gleiche. Aber jeder ist zu weiten Teilen seines Glückes und Gesundheit Schmied. 🙂

  • geezer sagt:

    sorry, aber das ganze war/ist doch eine totale provinzposse. ich mag den Fry nicht (hatte beruflich schon das ‚vergnügen‘). sehe es aber ähnlich wie im bericht geschildert. erstens hat man das ganze viel zu lange herausgezögert (beide parteien), und zweitens gehts definitiv nicht um viel naturschutz sondern um rechthaberei und schlitzohrigkeit. eine fette busse hätte es in diesem fall definitiv getan, da die behörden bei diesem debakel defnitiv mitschuldig sind. aber eben: die rechtsverdreher und behörden wollen auch beschäftigt sein…..

  • Ike Conix sagt:

    Nur eine Busse wäre eine Belohnung für sein illegales Vorgehen. Mir ist ein Fall bekannt, bei dem ein 4 cm zu hohes Dach zurück gebaut werden UND auch eine Busse bezahlt werden musste. Jedermann weiss, dass es für kleinste bauliche Veränderungen eine Baubewilligung braucht. Und Fry wusste das auch garantiert. Aber wenn Stallikon das Grundstück mittels legalem Verfahren umzonen will, ist das deren Sache.

  • adam gretener sagt:

    Grundsätzlich bin ich mit el Arbi einverstanden. Gnade vor Recht, vorallem wenn es der Allgemeinheit dient.

    ABER, Fry hat mit seiner jovialen grossen Fresse den Behörden keine andere Wahl gelassen, als zu reagieren. Merke: Wenn man keine Baubewilligung hat, ist es eben keine gute Idee, seine Gegenseite in der Presse indirekt als Trottel zu bezeichnen.

    • Philipp Rittermann sagt:

      dochdoch. das ist eine gute idee. das tut ungemein gut; man muss es sich nur leisten können.

      • Adam Gretener sagt:

        Eben, wenn die Caterpillar auftauchen und am Haupthaus rütteln, ist es auch wieder nicht recht.

        Der ist nichts anderes als ein illegaler, sozialistischer Besetzer. Da muss mal die Bullerei rauf mit dem Wasserwerfer um das Glas des Wintergartens zu waschen, samt Chappe.

        • Philipp Rittermann sagt:

          es ist doch eine sache der verhältnismässigkeit. der fry hat erheblich dazu beigetragen, dass der uetliberg touristisch und kulinarisch wieder attraktiv ist. wieso legt ihm das ach-so-weltoffene züri da steine in den weg? er ist ja kein illegaler hausbesetzer.

  • Irene feldmann sagt:

    Weshalb bekam er die baubewilligung nicht??

    • Philipp Rittermann sagt:

      …wegen den vielen feldmäusen, welche unter der terasse wohnten! oder so…. 🙂

    • Irene feldmann sagt:

      Also alle haben eine Meinung und so…..aber……keiner hat die RICHTIGE ANTWORT warum er keine baubewilligung bekam….das trieft gewaltig im Unwissen…..jä nuu, Hauptsache der Food stimmt, nääää……

  • Aline sagt:

    „Nun, ich mag Fry nicht“, desshalb haben Sie das Uto Kulm in Ihrem letzten Bericht («Zu sanft, zu romantisch, zu perfekt») so schlecht dargestellt?!

    http://blog.tagesanzeiger.ch/stadtblog/2013/10/02/one-night-in-zurich-uto-kulm/

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein, ich mag Fry nicht. Aber ich kann sehr wohl zwischen dem Menschen und dem Produkt unterscheiden. Zudem wars mir zu kitschig da oben.

  • Sarah sagt:

    Uuuh unter so einem Sendemast unmitellbar zu verweilen, hätte ich aber gar keine Lust, Elektrosmog und Strahlung?

  • Mario Monaro sagt:

    Ihr Vorschlag, dass man die Erweiterungen hätte dulden sollen und dafür Fry finanziell zur Verantwortung ziehen ist mir auch immer wieder im Kopf rumgegeistert. Es hätte so teuer sein müssen, dass ein solches Vorgehen keine Nachahmer erzeugt. Das Problem ist aber, dass Gerichte nicht frei ein Strafmass erfinden können. Sie müssen sich an die Gesetze halten, die da sind. Es gibt aber noch eine andere Gefahr: wenn so etwas Schule macht, werden Wohlhabende genau diesen Weg gehen. Wenn jemand dann seinen Swimming Pool will, wird er gerne die – noch so hohe – Strafe zahlen, wenn er dafür mit seinem Anliegen durchkommt. Und es geht einfach nicht, dass für Leute mit viel Geld de facto andere Gesetze gelten. Darum muss ich leider sagen, dass der Abriss wohl die logische Folge ist – obwohl das auch mir weh tut und ich finde das Fry eigentlich gute Dinge gemacht hat. Aber sorry, er war einfach ganz schlecht beraten so vorzupreschen. Alle die den Fall verfolgt haben, haben wohl etwas draus gelernt.

    • La Rocca Alberto sagt:

      Fry lässt sich wohl kaum in einer Weise beraten, die ihn hindern könnte, vollendete Tatsachen zu schaffen.

  • La Rocca Alberto sagt:

    Hallo Reda, ist dieser Beitrag dein Gesellenstück für eine Anstellung im Bereich der Krisen-PR?

    Auf eine andere Idee kann man kaum kommen, nachdem man den Abschnitt „Beim Anbau handelt es sich um einen Teil des Hotel- Restaurantangebots, dass von einem ganz kleinen Teil der Üezgi-Besucher genutzt wird. Da finden romantische Dinner statt, Essen wird an Kongressteilnehmer serviert und Geschäftsleute schliessen da zum Cognac ihre Verträge ab. Das Hotel Uto Kulm gehört als Edelstein in die Kette attraktiver Zürcher Anziehungspunkte“ gelesen hat … Ob du das wohl alles aus eigener Erfahrung kennst: romantische Dinner, Verträge bei einem Cognac abschliessen, Kongress besuchen auf dem Uetli – oder hat dich nicht eher der Giusep bei zwei Cognacs im Anbau persönlich inspiriert? 😀

    • Réda El Arbi sagt:

      Nun, ich mag Fry nicht. Trotzdem kann mir etwas gefallen, das er geleistet hat. Nennt man differenzierte Wahrnehmung. Im Gegensatz zu „Gesinnungsschreiben“.

      • tststs sagt:

        Ich mag Fry auch überhaupt nicht, finde aber auch, dass mit einer Busse genüge getan wurde…
        Man stelle sich vor, Fry lenkt ein, reisst alles Verbotene ab, holt sich rechtmässige Bewilligungen und baut dann wieder alles auf…

        Und übrigens, es ist doch tatsächlich so, dass das Bundesgericht (und das Bundesverwaltungsgericht) nur dann zu einem anderen Urteil kommen können, wenn in der Beweisführung o.ä. früherer Instanzen etwas unstimmig war. (Bitte um Korrektur, falls ich da Schmarren verzapfe…)

      • La Rocca Alberto sagt:

        Ich weiss nicht einmal ob ich Fry mag – denn ich kenne ihn nicht. Tatsache ist, dass Fry viele Neider hat und diese jegliche Änderung auf dem Uto-Kulm verdammen. Man muss jedoch auch sehen, dass Fry willentlich und wissentlich schwere Verstösse gegen das Baurecht begangen hat (damit meine ich nicht die Fritten-Bude unter dem Turm, die er „freiwillig“ abgebaut hat) und er auch sonst seinen Übernamen „König des Uetlibergs“ ernster nimmt als der Fürst von Lichtenstein seine ihm zustehende Macht ausübt. Deshalb käme es mir nicht in den Sinn, mit ihm zu weinen.

  • Jorge sagt:

    Erst dachte ich; Merkwürdiges Rechtsverständnis

    Dann fiel mir ein; Der Autor war da oben doch schonmal eingeladen

    Da ging mir auf; Diese Tagi-Schützenhilfe wäre auf clack.ch besser aufgehoben gewesen

    So bleibt; Ein schaler Nachgeschmack

    Aja, sollte noch was zu den Veloleichen kommen: Mein schönes Steuergeld :/

    • Réda El Arbi sagt:

      Verhältnismässigkeit ist Teil des Rechts, kannst du nachschauen. Der Üetsgi wird sicher umgezont in den nächsten fünf Jahren. Und: Fry hatte überhaupt keine Freude an meinem letzten Bericht. Man könnte sich also Medienverschwörungstheorien für 9/11 aufsparen. Da machen sie mehr Spass.

      • La Rocca Alberto sagt:

        Auch bei der neuen Zone kann Fry weiter versuchen, wann er gerichtlich gestoppt wird – fehlendes Geld scheint bei ihm keine Bremse zu sein.

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