Neues aus der Club-Gerüchteküche

Wer kaufts Kaufleuten?

Wer kaufts Kaufleuten?

Das leidige Tauziehen um die Zukunft des Kaufleutens, mit den Seniorpartnern Fredi Müller, Bruno Emele und Hanswalter Huggler am einen Ende des Seils und den Juniorpartnern Marc Brechtbühl, Patrick Gertschen und Mark Röthlin am anderen, hat nicht nur in den Medien hohe Wellen geschlagen, sondern natürlich auch im Nachtleben.

Ein Ungemach kommt selten allein und auch dieses hier hat gleich mehrere Begleiter im Schlepptau, denn aktuell schwirren mehr Gerüchte durchs Nachtleben als Fruchtfliegen durch eine unordentliche Küche an einem heissen Augusttag. Beispielsweise soll der Station Club beim Bahnhof Enge nur noch bis Ende März (oder spätestens April) geöffnet sein und sich auf Anfang April aus der Zürcher Clublandschaft verabschieden. Einige denken, die Betreiber des – auf ein kosovarisches Publikum ausgerichteten – Rümlanger Clubs Rinora 4 hätten die Räumlichkeiten übernommen. Nicht zuletzt wegen der leidigen Geschichte des auf Serben ausgerichteten Clubs Jil in Oerlikon, der vor ein paar Monaten von sich reden gemacht hat, weil dessen Geschäftsleitung sich weigerte, Kosovaren Zutritt zu gewähren.

Die Rinora 4-Macher hätten vor, an der jetzigen Station-Adresse mit einem Kosovaren-Club in die Bresche zu springen. Andere wiederum lassen verlauten, die Macher des Clubs Supermarket um Jean-Pierre Grätzer, die in Bälde ihren angestammten Platz an der Geroldstrasse verlassen werden, würden da was Neues eröffnen. Auch der, ebenfalls zur Fortuna Holding zählende, Club Amber werde im Sommer seine Pforten schliessen. Ebenso hätte das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Amber befindliche Restaurant Movie die Kündigung erhalten, sich jedoch vor Gericht das vorläufige Bleiberecht erstritten. Dem Gemunkel zufolge soll das Amber jedoch nicht verschwinden, sondern in das derzeit von Candrian Catering als Restaurant betriebene Vis-a-Vis an der Talstrasse umziehen, wobei die Fortuna Holding-Exponenten, gemäss anderer Quellen, gar keine Lust hätten, ein neues Amber zu eröffnen.

Ein weiteres Gerücht betrifft das Indochine: Die Familie Haussener, die den Club seit rund einem Dutzend Jahren betreibt, soll sich in Gesprächen mit Übernahme-Interessenten befinden. Dass der Club einiges vom Glanz vergangener Tage eingebüsst hat, ist kein Geheimnis. Jedoch ist ein Ausbleiben des Hypes das Schicksal eines jeden Clubs, der in die Jahre kommt. Einzelne Szene-Angehörige behaupten nun gar steif und fest, der Indochine-Verkauf sei bereits unter Dach und Fach. Auch die Gerüchte um den Gratis-Club Wow (ehemals Club Q) reissen nicht ab: Das Buschtelefon lässt verlauten, dass die finanziellen Bedingungen für eine Übernahme durch die neuen Betreiber nicht erfüllt worden seien und dass sich das Wow demnächst wieder aus dem Zürcher Nachtleben verabschiede.

Zu guter Letzt und um den Kreis zu schliessen: Mark Röthlin, einer der Juniorpartner des Kaufleutens, hätte an diesem Wochenende seinen neuen Gastrobetrieb an der Brandschenkestrasse 105 in Betrieb nehmen sollen. Hat er aber nicht. Irgendwas mit «Abnahme», «Ämter» und «nicht geklappt».

Alex FlachAlex Flach ist Kolumnist beim Tages Anzeiger und Club-Promoter. Er arbeitet unter Anderem für die Clubs Supermarket, Hive und Zukunft

95 Kommentare zu «Neues aus der Club-Gerüchteküche»

  • Hain am Berg sagt:

    Sehr guter Artikel zum Clubleben http://www.tagesspiegel.de/berlin/wie-hip-ist-berlin-noch-das-berghain-ist-wie-der-gemuesedoener/9589718.html , der auch für Züri in vielen Aspekten zutrifft.

  • Walti Ciscato sagt:

    Hoi Alex
    Besten Dank für den Update :-)))))
    Schon schlimm diese Club Eröffnungs- & Schliessfluktuation.
    Handkehrum frage ich mich wie Clubs wie das HardOne und andere finanziell überleben können.

  • Hain am Berg sagt:

    Wenn augenscheinliche Kommerzclubs schliessen, hüpft mein Herz vor Freude. Die Menschen wollen Authentizität und nicht schnöseligen Kommerz. Das Berghain hält sich exzellent, die könnten den Laden noch zwei Mal daneben stellen und er wäre immer noch voll.

  • Nina sagt:

    Ach, ich vermisse das Cabaret. Seit das zu ist, ist ein Loch geblieben. Büxe und so sind ja ganz nett aber auch nicht ganz dasselbe. Wann kommt wieder was Vergleichbares? So schade macht die Geroldstrasse langsam dicht. Zwischen Josefwiese und Primetower und Zuggleisen der perfekte Ort zum Ausgehen.

  • Hans Meier sagt:

    Da bin ich fast schon froh, dass meine Ausflüge ins Clubleben mit dem Ende vom Abart geendet haben. Ich mag ein Ignorant sein, aber irgendwie klingen die erwähnten Clubs nach demselben ewigen Einheitsbrei. Kommen und gehen. Wirkliche Abwechslung im Zürcher Nachtleben scheints nicht zu geben. Klar, wenn ich grosse Anwandlungen von Agoraphobie hab, kann ich mich ins Kinski oder ins Gonzo zwängen, muss aber nicht sein. Ich fühl mich mittlerweile wohler in einer Bar. Wo ich auch nach einer Stunde wieder gehen kann, ohne zu bereuen, den Gegenwert von einem bis drei Getränken für den Eintritt gelöhnt zu haben.
    Aber jeder, wie er will. Ich wünsche der Stadt dennoch ein breites Angebot, das für jeden was bietet.

  • KMS a PR sagt:

    ich versuche nun noch konstruktiv zu sein. was ich mir wünschen würde wären clubs, wie sie früher das daktari’s oder der club oben beim stampfenbach in den abbruchräumlichkeiten….war irgendwas mit „t…..“ – und absolut legendär – kann jemand helfen??! die waren damals verboten, weil sie keine lizenz hatten. das daktari’s ist eine zeitlang von location zu location gezogen. die waren absolut independent und dort spielten die geilsten band und die tollsten parties fanden statt. sowas bräuchten wir wieder!

    • alexflach sagt:

      Auch wenn sicherlich wahr…. wieso kann sowas nicht auch in einem Club mit Bewilligung aufgezogen werden? Bis weit in die 90er musste man den Weg in die Illegalität gehen, weil keiner eine Bewilligung gekriegt hat (ausser man hat sich für 20’000 ein Gemälde von Raphael Hubers Vater gegönnt…). Da heute aber in Zürich fast alles bewilligt wird… Ich merke grad, dass wir grad haarscharf an der Kante zu einer Endlosdiskussion entlangschliddern…. 🙂

      • KMS a PR sagt:

        absolut richtig! das habe ich mich auch schon gefragt. wahrscheinlich muss alles irgendwie revolutionäre auch illegal sein?! und alles legale irgendwie langweilig. vielleicht fehlen einfach die leute mit der „richtigen“ kombination aus abenteuergeist UND professionalität. ich weiss es nicht.

      • adam gretener sagt:

        Lieber Herr Flach, ich fürchte, das funktioniert nicht. Ich bin selbst mit der Galoppierenden Zuversicht gross geworden, habe oberhalb vom All gewohnt, arbeitete für Peter und Luca,Toms Freundin (Live) ging mir sowas von auf die Nerven, ging gerne in den Himmel, die Neon-Bar, habe dem Etienne die Leviten gelesen wegen den Hunden an der Zentralstrasse, Diego&Miriam zählte ich zu meinen Freunden. Wir haben WCs gülden angemalt, Bäume im Club weiss angestrichen, mit Polizisten geflachst, zwischen Ober- und Niederdorf in der alten Metzgerei Parties veranstaltet.

        Aber sobald es um einen Lebensunterhalt geht, vergessen die Leute sich.

        • Alex Flach sagt:

          Ich weiss nicht so recht… klar; „Verantwortung für Angestellte tragen“ und „MwSt zahlen“ klingt unheimlich bieder und (absolut einverstanden) übertragen diese Biederkeit auch auf die Programmierung. Aber es ist existiert ja kein Gesetz, dass man auch bezüglich persönlicher kultureller Vorstellungen von T. Raumschmiere auf DJ Antoine umsatteln muss :-). Wenn du erfolgreich bist, kommt Geld rein. Und jeder der sowas macht, würde auch gerne davon leben. Und wenn er die Möglichkeit dazu hat, sucht er naturgemäss schnellstmöglich den Weg in die Legalität, weil er den ganzen Druck des Illegalen loswerden will. Wenn du erfolglos bist, hörst du bald wieder auf, weil kein Mensch bereit ist, die Hälfte seiner Zeit in etwas zu investieren, bei dem nichts rumkommt. Illegales war halt schon immer sehr flüchtig. Ist ja auch nicht so, dass es heute keine mehr gibt, bloss verschwindet das meiste nach kurzer Zeit wieder.

    • Marcel Claudio sagt:

      Na Rittermann – einem sonst eher strammen Rechtsbürgerlichen wie Ihnen hätte ich ja gar nicht zugetraut, dass Sie sich in den illegalen Bars und Clubs in den späteren 80zigern und frühen 90ern rumgetummelt haben!
      Gut das waren ja auch noch die Zeiten, bevor Dr. B. aus H das halbe Land gehirngewaschen hat — waren das noch herrrliche Zeiten damals — Legal – Illegal – Scheissegal!!!

  • lim Louv sagt:

    Also Leute achtet darauf wer hinter dieser ganzen Schein Scheisse Steht. Generationen Abzocker, Betrüger, ehem. Drogendealer und zu guter Letzt, Eine Stadt das keine Ahnung hat was hintendurch leuft.
    Veranstalter werden beklaut ihre Konzepte werden nur alls alibi gebraucht um nicht Aufzufallen.
    Nun es wird zeit das der ganze mühl aus dieser Stadt verreist. Alle Toy’s sollten mal vom Amt Für Wirtschaft, der Gewerbepolizei etc. Durchleuchtet werden. Dann würden nur 2-3 Clubs in dieser Stadt überleben.
    Der Rest ist dem Netzwerk der Kultur MAFIA Unterstellt.
    Oh ja zu Kauf, wie kann es sein das ein Ehe. Drogendealer STV ist? A so mann muss Kriminel sein um in dieser Brance zu überleben. Auch der GF ist Total ungeeignet.
    Liebe Lesser auch die medien haben sich längst mit den Infiszierten Personen dieser Branche geeignet. Also besteht eine gesamte Konsumentenabsprache. Ich sagte im 2005 nein dazu. Und bezahle noch heute diesen Hohen Preis.

    • KMS a PR sagt:

      ganz so einfach ist das nicht. es stimmt zwar, dass in den 80ern, sprich beim aufkommen der club-szene in zürich, dort eher die halbwelt am ruder war. das hat sich ab mitte der 90er dann schlagartig gewendet, so jedes jahr ein neuer club aufging, der nur so lange überlebte, bis er vom neueren, hipperen übertrumpft wurde. diese generation x der club-besitzer waren hauptsächlich unbedarften studien-abgänger und bankern vorbehalten, die das so als hobby nebenbei betreiben wollten. beide hatten natürlich keinen erfolg, da die erfahrung fehlte. fazit. wer einen club erfolgreich leiten will, muss das millieu nicht nur auswendig kennen. deshalb lassen die seriösen, erfahrenen gastronomen hauptsächlich die finger davon. und da bleibt halt hauptsächlich nur noch die von ihnen beschriebene gruppe übrig. liegt schon fast in der natur der sache.

  • Maiko Laugun sagt:

    Ich habe auch ein Gerücht gehört. Die Russen und die Ukrainer wollen die Club-Szene aufmischen. Bleibt nur die Frage, ob es dann Krim-Sekt oder Vodka gibt….

    • KMS a PR sagt:

      alter hut, herr laugun. die russen haben die (club-)szene schon seit 1993 aufgemischt. vielfach werden die drähte hier aus dem hintergrund gezogen. das war zu beginn übrigens die zeit, wo sich die hells dann diskret aus dem millieu zurückgezogen haben.

    • Alex Flach sagt:

      das tun die doch schon längst. zumindest teilweise und in einem teil des nachtlebens…

    • Maiko Laugun sagt:

      Gerüchte, alles nur Gerüchte, sowohl die Hells als auch die alten Russen, aber das ist ja das Thema des Artikels. Wir lesen quasi Kaffesatz im Untergrund des Schüümli-Pflüümli und wissen nicht, ob der mit billigem Vodka und Krim-Sekt gepanscht ist….

      • alexflach sagt:

        Unwissen ist ein sanftes Ruhekissen. Frei nach Ovid.

      • KMS a PR sagt:

        weder gerücht noch mythos, herr laugun. habe ich hautnah miterlebt. believe me.

        • Maiko Laugun sagt:

          Die richtigen Russen haben kein Geld direkt in Clubs investiert. Dazu ist die Szene zu klein, wirft zuwenig Gewinn ab und eignet sich nicht mal zum Waschen von schmutzigen Geldern. Deshalb ist das kaum nennenswert. Selbst die Hells hatten halbwegs seriöse Geschäftsleute und Strohmänner über ihnen, welche die wahren Besitzer der Liegenschaften deckten. Ihr Einfluss wurde immer masslos überschätzt und ist deshalb eben doch ein Mythos.

  • Mario Heller sagt:

    Äusserst interessanter und aufschlussreicher Beitrag, passend zu einem erlebnisreichen Montag Morgen. Herzlichen Dank!

  • Lucca Gaffuri sagt:

    Ich mochte Hr Flachs Kolumnen, vor allem die Wisi-Geschichten, welche starken Humor mit sprachlicher Stilsicherheit paarten.
    Nun scheint er erwachsen und damit fader geworden, denn Woche für Woche ist’s ein Jonglieren mit Namen und Location’s, so à la „who is who der Clubwelt“, einfach in langweilig.
    Interessiert das wen?
    Lassen Sie die Namen weg, packen Sie selbst erlebte oder gehörte Geschichten aus, schmücken Sie diese mit Ihrem Humor und Ihrem Insiderwissen, dann machts wieder Freude!

    • Alex Flach sagt:

      ahoi lieber lucca. es ist halt immer auch eine frage des mediums… wenn ich hier beispielsweise eins zu eins die wisi-schreibe übernehmen würde… himmel.. stellen Sie sich mal die kommentare jener (und das sind sehr, sehr viele) leser vor, die zynisches und hintersinniges nicht so schätzt. hier versuche ich halt auch infos zu vermitteln – es ist ein ganz anderes gefäss. aber dennoch hast du natürlich (auch) recht.

      • Lucca Gaffuri sagt:

        Lieber Alex, das hat was, aber bitte unterschätz uns nicht, ich denke, es gäbe sehr viele Leser, die dies schätzen würden. Nicht die alten Wisi-Geschichten, sicher nicht die Zeit und der Ort hier, aber etwas in der Art von Alex Flach 2.0, denn Du hast nen tollen Humor und ne geile Schreibe. Also bitte nicht so angepasst. Und es gehört nun mal zum Schicksal des Kolumenschreibers, dass je mehr er von sich preisgibt und sich damit exponiert, umso mehr Spott und Häme wird er ernten. Einfach imer dran denken, dass 50% der verbohrten, stieren Kommentatoren eh von der SVP bezahlte Studis und Rentner sind. Rock on! Liebgruss

      • adam gretener sagt:

        Flach, get dirty!

  • Daniel Zollinger sagt:

    Schafft das Nichtrauchergestz ab und jeder Laden floriert wieder! Seid mann nicht mehr Rauchen kann bleiben auch dementsprechend die Party-Gäste aus! Man feiert lieber zu Hause!

  • Philipp Rittermann sagt:

    also ich würde das kaufleuten dem schwarzen block zur verfügung stellen; das wäre doch ganz im sinne des zürcher polizeivorstehers?

  • Kaller sagt:

    Was ich (oder ist es nur ein Gerücht?) auch gehört habe, ist, dass neuerdings Männer, in dreier Gruppen unterwegs (mit albanischem Akzent) „problemlos“ ins Hive (von den äusserst freundlichen Türsteher) eingelassen werden (es geht das Gerücht um, dass das, mit dem Männerüberschuss, eben doch nur eine Ausrede war), dies sogar nach Mitternacht, da man ja Toleranz nicht nur predigen, sondern auch vorleben will. Da tut sich also erstaunliches im Bienennest. Angst vor Hornissen hat man aber immer noch ein wenig.

    • Alex Flach sagt:

      Echt jetzt? Ich kenne keinen Club in den männliche Dreiergruppen problemlos eingelassen werden…

      • adam gretener sagt:

        Ausser man macht die Teekanne 🙂

      • Kaller sagt:

        Ups, eben, wie halt Gerüchte sind: meistens Wunschdenken. Doch doch Alex Flaach solche Clubs gibt es tatsächlich, auch in der so total urbanen-coolen-weltoffenen-Clubvielfältigen Zwingli Stadt, sind denn Gay Clubs etwa keine Clubs? Aber der Problematik betreffend: ich verstehe natürlich die tiefgründigen Ängste. Man mache einen Zaun um den „Bienenstock“, um das Hive vor den so schlimmen, bösen, Testosteron geladenen Hornissen zu schützen. Funktioniert ja fast wie in der Politik. Und nein, stigmatisiert und pauschalisierte wird in den Gedanken natürlich nie, dafür ist Eure Welt viel zu weltoffen, man will sich ja schliesslich von jenen ausserhalb des Gartenzauns abgrenzen.

        • alexflach sagt:

          Einen richtig guten Gayclub gibts aktuell tatsächlich nicht. Einige Nightlife-Exponenten unternehmen aber gerade Anstrengungen, diese Lücke zu schliessen, kämpfen aber mit demselben Problem wie alle anderen: Gute, geeignete Räumlichkeiten werden rarer und rarer.

  • Harry Kuntz sagt:

    Schliesst das Supi wirklich?! Ich hoffe, dies ist auch nur ein Gerücht…

    • Alex Flach sagt:

      Das ist leider eine der wenigen harten und bestätigten Tatsachen in dem Text.

      • Simone W. sagt:

        Oje, da muss man sich ja fast für einen letzten Besuch aufraffen… 🙂

      • Harry Kuntz sagt:

        Wirklich Schade. Ist schon bekannt, wie viel Zeit einem noch bleibt um nochmal in unserem Lieblingsbacksteinhaus zu feiern?

        • alexflach sagt:

          Noch dieses Jahr und dann ist endgültig Schluss. Ausser Grätzer und Bohnenblust lassen sich durch eine göttliche Fügung oder irgendeinen Erzengel nach Wahl umstimmen. Es ist halt ein ständiger Kampf und das seit Jahren… und Grätzer und Bohnenblust kämpfen an dieser Front seit vielen Jahren zu zweit – ich kann mir gut vorstellen, dass es auch mit sehr viel Hingabe zum Umfeld und zum Sound irgendwann schwierig wird, sich immer wieder aufs Neue zu motivieren. Monat für Monat, Wochenende für Wochenende. Ganz ähnlich wird’s wohl auch Philippe Haussener mit dem Indochine ergehen und auch bei ein paar anderen langjährigen Clubmachern ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit bis die Luft draussen ist. Aber wenn Neues kommen soll, muss halt auch Altes Platz machen… Der Supermarket hat unheimlich lange unter dieser Führung durchgehalten, wobei die Hypester (nicht Hipster) ihn leider schon lange nicht mehr zu schätzen wissen; in deren Augen ist eh nur das gut was neu ist. Gilt im Clubbereich halt leider noch mehr als anderswo, auch wenn’s da genauso dumm ist wie überall sonst.

          • alcapo sagt:

            na dann prost…wir brauchen neue Eismeister……unter der sparte „Berufe der Zukunft“

          • Kaller sagt:

            Eigentlich kann man doch, aus Sicht der über 30 jährigen sagen: Das Nachtleben in Zürich ist tot. Ich spreche jetzt nicht vom Hive (finde den Sound toll, das Türkonzept und die Unfreundlichkeit davor weniger), sondern vom Geist, der mal da war. Und ja, auf Vior und Jade Zeugs, wo jeder und jede eigentlich mehr mit dem Smartphone und mit dem sich fotographieren lassen beschäftigt ist, habe ich nun mal keine Lust. Das Geld um jedes Wochenende nach Berlin oder nach Tel-Aviv (was eine verdammt geile Stadt in Sachen Clubbing ist) habe ich leider nicht. Schon noch blöd. Jetzt bleibt mir nur noch eines: Den vergangenen Zeiten nachzutrauen, und mit Oliver Stumm einig zu sein: Früher war’s besser.

          • alexflach sagt:

            Gut steht da „aus der Sicht der über 30jährigen“, denn ich denke, dass die nach Alter unterteilte Sicht hier exakt alles ist was zählt. 🙂 Für einen heute 20jährigen ist es heute genauso aufregend wie es das mal für Sie war. Es wäre ja ein überaus irritierender Zufall, wenn das tatsächlich beste Nachtleben aller Zeiten exakt dann über die Bühne gegangen wäre, als Sie im besten Ausgehalter waren….

  • alcapo sagt:

    jaaaaaaaaa…altersheimclub bin ich dabei…aber nur mit old scool house…gin fizz und bananasplit

    • adam gretener sagt:

      Und die Mädels da auf Trab halten. Wäre ich also dabei.

    • adam gretener sagt:

      Und nur, wenn Frau Feldmann und Frau Tststs das Nachbarzimmer hätten. Das wäre ein Spass! Nachts an die Wand klopfen und heimlich in den Ausgang ehen. Wunderbar.

      • KMS a PR sagt:

        herr gretener. suchen sie sich eine frau!! ihre ferienlager-romantik ist ja un-er-träg-lich!

        • adam gretener sagt:

          Sie haben mich erwischt. Ich bin/war wirklich ein Riesenfan von Ski- und Klassenlagern. Das Grösste für mich.

          • alexflach sagt:

            Meister Gretener: Entweder waren Sie Captain der Fussballmannschaft oder der Sohn des Lehrers, der zu jung war, wirklich was mitzukriegen. Für alle anderen war das doch jeweils einmal Hades und zurück….

          • Adam Gretener sagt:

            Lehrer mochten mich. Mit einem gequälten Lächeln allerdings. Die wussten, den Gretener muss man nicht aufrufen, der Macht das selbst 🙂

          • Irene feldmann sagt:

            Herr gretener wird von der Leserschaft SEHR GESCHÄTZT. Er ist ein: Cover it all Mensch, was man nur noch selten erlebt. Weiter so, Big compliement!!!!

          • adam gretener sagt:

            Jetzt hören Sie doch auf, Frau Feldmann. Ich werde ja selten rot…

  • Irene feldmann sagt:

    Also Herr flach, Resümee, dieser Club geht auf, jener schließt und der dritte sucht einen Sponsor oder ein vifes Hirn um ihn aus dem Koma zu ziehen…Fazit: gretener : mach einen Club auf, rittermänndle wird Bardame und die Leser kommen in einen Sirup…:)

  • Peter Matter sagt:

    Herr Flach versteht sicher etwas vom Nachtleben.
    Aber von der Deutschen Sprache hat er keine Ahnung.

    • adam gretener sagt:

      Seit wann wird das D in *deutsche Sprache“ gross geschrieben? Ich kann es Ihnen sagen. Noch nie!

    • Alex Flach sagt:

      Ich arbeite daran und bemühe mich bis dahin weiterhin redlich.

    • Alex Flach sagt:

      …aber Herr Matter hat schon auch recht. Eine prosaische Perle ist der Text nicht gerade. Bei Aufzählungen kriegt man aber nie wirklich Fluss rein.

  • adam gretener sagt:

    Ich werde langsam alt. Verstehe nur Bahnhof 🙂

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