Frauenmangel und Drogenüberfluss

Die Ausnahme der Regel: Romana Bolzli, Sonja Huwiler und Elena Nierlich von der Olé Olé Bar. Bild: Katja Granzin/ katja-granzin.com

Die Ausnahme der Regel: Romana Bolzli, Sonja Huwiler und Elena Nierlich von der Olé Olé Bar. Bild: Katja Granzin/ katja-granzin.com

Der von der Bar- und Clubkommission Zürich (bck) organisierte Tag der offenen Clubtür von vorgestern Samstag hat, betrachtet man die nachträgliche Diskussion auf Facebook, vor allem zwei alte Nightlife-Weisheiten aufgekocht, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.

«Das Nachtleben ist ein Testosteronpool, in dem Frauen nicht erwünscht sind, ausser natürlich, sie tanzen in sexy Klamotten».

Wer am Tag der offenen Clubtür teilgenommen hat, sah sich in diesem Urteil bestätigt, denn Männer haben mit Männern diskutiert, Männer haben referiert und Männer haben die Bühne aufgestellt und sie wieder abgeräumt. Folgerichtig und unmittelbar im Anschluss an den Tag der offenen Clubtür machte im Netz die empört gestellte Frage die Runde, wieso sich keine Frauen an diesem bck-Tag beteiligt hätten. Darauf gibt es eine recht einfache Antwort: Es gibt nur wenige Frauen in zentralen Nightlife-Positionen. Diana Trentin (Lethargy), Leila Benaissa (Vision) und Elena Nierlich (Olé Olé Bar) sind ein paar der wenigen aktiven Strippenzieherinnen. Diese paar Ausnahmen bestätigen jedoch nur die Regel. Nun existieren im Nightlife keine grossen Firmen mit Förderprogrammen, keine sexistischen Chefs (zumindest nicht häufiger als in anderen Branchen) und das Nachtleben ist ein Umfeld der Einzelfirmen und KMUs mit breiten Hierarchien, das mit einem heroischen Sprung in die Selbständigkeit geentert wird. Die Frage sollte nicht lauten, wieso so wenige Frauen in den Tag der offenen Clubtür eingebunden wurden, sondern warum viel mehr Männer als Frauen den besagten Sprung wagen. Diese Diskussion ist aber niemand gewillt zu führen, weil sie schnell in Geschlechter-spezifische Gefilde abdriften würde.

«Die Clubs funktionieren nicht ohne Drogen, sie sind das Fundament auf dem das Nachtleben gebaut ist».

Das ist wahr. Zumindest sind Drogen eine der Säulen, auf denen das Nightlife ruht. Aber gilt das nicht für die gesamte Gesellschaft? Alkohol wird im Büroschreibtisch gebunkert, auf Bundeshaus- und Bankentoiletten finden sich Koksspuren, Ärzte degustieren sich quer durch ihr Medikamente-Sortiment, Stammtischler wanken bereits am Mittwoch besoffen nach Hause und ihr Wirt hat sowieso längst ein Alkoholproblem. Drogen, ob legale oder illegale, wobei viele Drogen im Laufe der Geschichte die Seite gewechselt haben, fliessen durch unsere Wohlstandsgesellschaft und das nicht erst seit gestern. Im Nachtleben treten diese Ströme offener zutage als anderswo, aber wer in einem Club offen dealt oder konsumiert, der fliegt. Nicht weil die Clubchefs gerne Polizei spielen, sondern weil Andershandelnde von ebendieser aus dem Geschäft genommen werden. Der Konsum und die Dealerei im Nachtleben sind jedoch nicht die Ursachen der Drogenproblematik, sie sind ihre Symptome. Wer die Clubs als Ursache für das Bedürfnis der Menschen ausmacht Drogen zu konsumieren, der irrt in ziemlich naiver Manier: Wer Drogen kaufen möchte, braucht seine Wohnung längst nicht mehr zu verlassen und tut dies denn auch vorzugsweise ausserhalb des öffentlichen Blickfelds. Den Zeigefinger richtet man jedoch stets auf den Punkt, an dem man das Unheil sieht und da bietet sich das Nachtleben, dieser ominöse und nicht allen frei zugängliche Sündenpfuhl, halt förmlich an.

Alex FlachAlex Flach ist Kolumnist beim Tages Anzeiger und Club-Promoter. Er arbeitet unter Anderem für die Clubs Supermarket, Hive und Zukunft

133 Kommentare zu «Frauenmangel und Drogenüberfluss»

  • Judas sagt:

    ich frage mich eben grad warum ich als laye was drogenkonsum betrifft, diesen sogenannten *drögeler boys and girls“ bisher nicht übern weg gelaufen bin. bin ich doch zwischendurch auch mal in solchen lokalitäen.

    kann das evt daher kommen, dass ma erst selbst sich die birne zukleistern soll, dass man das andern ansieht ?

    geduldet werden diese sowieso weshalb nicht gleich auf allen tischchen statt Chips einfach n paar körbe mit diverser aswahl an verschiedenen pülverchen und pillen für die meiner ansicht nach eh total verpeilten party girls `nd boys die auf bumbum music von herrn zappel-philipp DJ der mit grössenwahn dafür aber keiner vernünftigen grundausbildung versehen ist.. ?

    • Réda El Arbi sagt:

      Weil die „Drögeler“ eben nicht einfach so erkannt werden. Denken Sie, die sehen aus wie Zombies? Das sind ganz normale Menschen.

  • King Tubby sagt:

    die grenze zwischen normailtät und dem ego kick mit ner kleinen prise kokain hier und da, ist (im auge des betrachters) mental so schwindend klein, dass der konsument die wirkliche entfernung zur realität erst ziemlich spät realisiert. auf der ewigen jagd nach dem „reinen kokain“, nach dem kick der ersten line des tages/abends whenever, der alle anderen darauffolgenden lines hoffnungslos hinterhereifern. das kennen wir doch alle. der gedanke, man kann es sein lassen, verfolgt einen solange, bis die uhr 5 vor 12 schlägt. niemand ist gewappnet. nicht du, nicht ich and the sky is the limit. es kommt nurnoch darauf an, wie hoch die persönliche messlatte der selbstverleumdung liegt. es ist nicht die eine line heute, die andere morgen, die 20 am wochenende. es ist die stetige konstante der neverending gier des ego, dass wir nie befriedigen können. wann ist schluss? wenn der körper versagt? unser brain versagt? die paranoia anfangen? uns doch so einfache sachen auf einmal schwer fallen? wer merkt schon gerne selber wie sehr uns diese substanz verändert? und genau da fängt die selbstverleumdung an. be true to yourself and less is really really more!

  • Züricher sagt:

    Beispiel: MDMA. Dies wird nicht im stillen Kämmerlein konsumiert, sondern in den Clubs. Wenn die Clubs wirklich gegen den Konsum wären, würden sie die Leute, die offensichtlich gerade auf MDMA sind, des Clubs verweisen. Eine solche Intoleranz gegen diese harte Drogen findet man jedoch nicht in der Clubszene. Sie hätten es in der Hand, dass weniger von dieser gefährlichen Droge konsumiert wird.

    • Réda El Arbi sagt:

      Und wie soll man denen das nachweisen? Urinproben? So nach Gefühl? „Ey du da. Du fliegst raus. Nein, Eintrtitt gibts nicht zurück. Und du da, DJ, hau ab.“

    • Alex Flach sagt:

      Was MDMA betrifft gehen neuere Studien von einer etwas anderen Einschätzung aus als Sie, lieber Züricher: http://m.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/sucht/drogen-ranking_did_15082.html

      …es ist unmöglich alle Clubgäste zu erwischen, insbesondere bei Ecstasy: wenn er oder sie es kurz vor Betreten des Clubs einnimmt setzt die Wirkung erst ein, wenn er längst die Tür passiert hat.

      • adam gretener sagt:

        Heute bin ich mit Drogen sehr sehr sehr zurückhaltend. An kleinen Parties früher stand aber die Bowle fast offiziell einfach auf der Bar. 5 Stutz für die Tasse und ich schwöre, die Party war gut.

      • Züricher sagt:

        Wie hoch die Gefährlichkeit nun ist, steht zur Debatte. Ich sehe vor allem die Gefahren wie einer Überdosis, die psychische Abhängigkeit, die Depression nach dem Konsum oder als Einstiegsdroge zu härteren Drogen wie Kokain.

        Und schliesslich untersteht MDMA immer noch dem Betäubungsmittelgesetz. Also rein aus gesetzlicher Perspektive ist die heutige Toleranz zum MDMA-Konsum schon sehr fraglich.

        Und naja, wenn man den MDMA-Konsumenten nicht gerade in flagranti erwischt, ists tatsächlich schwierig. Aber die Security könnte die zähneknirschende Person mal ansprechen, was sie so konsumiert hat. Bei Verdacht wäre ein Rausschmiss aus dem Club ein klares Signal.

        • Systemanalysis sagt:

          Alkohol wird vom System nur deshalb als Massendroge toleriert, weil es die Menschen langsam zerstört. Oft können sie so noch bis zur Rente durcharbeiten, und sind bis dahin für den Markt verfügbar. Was danach geschieht ist für diesen unrelevant, da bei früherem Ableben der Menschen die Rentenkassen und Privatversicherungen massiv entlastet werden. Solch weitreichendere Überlegungen hinsichtlich der Wirkungen von Faktoren und Handlungen nennt man denken im Systemzusammenhang.

  • adam gretener sagt:

    Ich kann also Drogen und Frauen nur beschränkt bestätigen. Das war bestimmt auch eine Motivation, so abgedroschen es sich aus der jetzigen Lebensslituation heraus auch anhört. Passt halt nicht mehr.

    Mich hatte das unkomplizierte Wesen angezogen. Man konnte fast jeden von der Seite anquatschen und bekam meist eine Antwort. Wer sein eigenes Geld investiert erwartet auch etwas Professionalität. Wir Gäste glaubs gerne etwas weniger.

    Wenn man vom Diego an der Baslerstrasse mit einem Lächeln angeschnautzt wurde, möchte ich nicht tauschen.

  • Pascal Sutter sagt:

    Das Nachtleben in Züri ist teilweise sehr überbewertet. In den meisten Clubs bekommt man leider wirklich nur Durschschnitt geboten. Kaum Liebe zum Detail und trotzdem Grossstadepreise: aber ein halbwegs sauberes Klo und erschwinglciher Alkohol ist dann nicht drin. Früher war ich ja auch nicht reich, aber ich konnte wenigstens clubben ohne Arm zu werden.

  • markushamster sagt:

    “ Der Konsum und die Dealerei im Nachtleben sind jedoch nicht die Ursachen der Drogenproblematik“

    falsch: der konsum und die dealerei im nachtleben sind AUCH ursachen der drogenproblematik. alles was mit drogenkonsum zu tun hat ist ursache der drogenproblematik.

    • Alex Flach sagt:

      Alles ist vielleicht Teil, aber nicht alles ist Ursache.

    • Lukas Love sagt:

      Die Ursache liegt im System. Wären die Menschen glücklicher, müssten sie ihrem Glück nicht mit Drogen auf die Sprünge helfen, allen voran der Alkohol. Doch das System lässt nur den neidgeprägten Wettbewerb aller gegen alle zu und nicht das umfassende Glück aller und miteinander.

      • irene feldmann sagt:

        ist das system nicht wir alle????? habens wir nicht in der hand???

        • Lukas Love sagt:

          Man sollte meinen, dass wir es in der Hand haben. Aber versagt es nicht eigentlich, wenn wir es nicht schaffen, das Glück aller zu realisieren? Oder ist das erst das nächste Stadium und wie sollte ein System aussehen, dass das ermöglichen kann?

          • irene feldmann sagt:

            ich glaube das, unser persoenliches glueck muss der anfang sein, und dann wiederum so abstrahlen auf andern, bei gegenseitigem helfen, indem wir andern zeigen, dass sie das gleiche auch erzeugen koennen……es ist wie , einen stein auf den andern legen…..in einer lebensperiode heisst das fuer einige, 10 leuten beruehren, fuer andere wiederum wie mahatma gandhi waren es 1000 de………soviel man kann, einfach immer authentisch bleiben…..

  • SrdjanM sagt:

    Erst jetzt wird es mir klar wieso ich das „Clubbing“ damals nicht verstanden habe.
    Und es heute auch nicht verstehe.

    Ich dachte es geht um die Musik und das Zusammensein.
    Hätte mir nur jemand gesagt dass es ohne Drogen keinen Sinn macht… 🙂

    • Alex Flach sagt:

      Naja… Das Drogen Bestandteil des Nachtlebens sind, immer waren und wohl immer sein werden, lässt sich nicht wegdiskutieren. Musik und Interaktion aber noch mehr 🙂

  • Suti sagt:

    Zwischen Genussmittel und Drogen gibt es einen feinen aber wesentlichen Unterschied. Selbstverständlich bin auch ich nicht abgeneigt gegen ein Glas Rotwein oder eine Zigarre. Kontrollierter Genuss hat aber nichts mit dem zu tun, was oben kommentiert wird. Gebunkerter Alkohol im Büro? Stammtisch mit am Mittag wankend nach Hause kriechenden Süchtigen? Wo leben die Kommentierenden? Im Zeitalter der Pirellikalender? In einer ganz abgefahrenen Society? Völlig schräg.

    • Alex Flach sagt:

      …bloss weil man etwas nicht im unmittelbaren Blickfeld hat, heisst das noch lange nicht, dass es nicht existiert. Zudem ist die Grenze zwischen Sucht- und Genussmittel reichlich durchlässig; alle Alkoholiker und Raucher haben wohl als Geniesser angefangen und keiner direkt als Abhängiger.

    • Réda El Arbi sagt:

      Bitte schauen Sie sich mal die Statistiken an.

      Zur Einschätzung des Ausmasses problematischen Konsums stehen unterschiedliche Indikatoren zur Verfügung. Gemäss Schätzungen sind etwa 250’000 Personen in der Schweiz alkoholabhängig.

      Jährlich werden durch übermässigen Alkoholkonsum Kosten von rund 2,3 Mrd. Franken verursacht. Darin enthalten sind Gesundheitskosten für ärztliche Leistungen und Versorgung in Spitälern sowie für Arbeitsausfälle. Allein in der Wirtschaft fallen jährlich rund 1 Mrd. Franken wegen Fehlzeiten, Unfällen und Produktivitätsverlusten an. Dies hat eine Umfrage im Jahr 2011 unter 1300 Personalverantwortlichen in Unternehmen gezeigt.

      Quelle Seco/BAG

      Genussmittel am Allerwertesten. Und trotzdem bin ich gegen ein Verbot von Alkohol – weil wir seit der US-Prohibition in den 30er Jahren wissen, dass ein Drogenverbot in erster Linie der Mafia hilft.

      • Eltern sagt:

        Fakten gegen Drogenlegalisierung:
        1.) Die Anzahl der drogenabhängigen Menschen würde steigen. 2.) Die kriminelle Szene würde nicht ausgelöscht. 3.) Es wird keine effektivere Aufklärung stattfinden. 4.) Die Gesundheitskosten werden explodieren. 5.) Auch die Schweiz hätte einen “Drogen-Tourismus”.6.) Die Qualität der Drogen muss nicht steigen.7.) Eine Trennung der Märkte ist wirkungslos.8.) Die Politik wird nicht wirklich glaubwürdiger, so wie wir Eltern.

        • Réda El Arbi sagt:

          Sorry, alle diese „Argumente“ sind Behauptungen und widersprechen sämtlichen sozialwissenschaftlichen Studien.

        • Lukas Love sagt:

          Wenn Sie gute Eltern sind und nicht versagen, sollten Ihre Kinder auch mit dem Drogenkonsum klarkommen, da die Welt heute insgesamt aufgeklärter ist als noch vor 20 Jahren. Ausreisser gibt es immer, insbesondere als Alkoholiker.

      • Roger sagt:

        Sorry, diese Auflistung sind reine Behauptungen und widersprechen sämtlichen sozialwissenschaftlichen Studien.

      • Lukas Love sagt:

        Und von den extremen Kosten für alle ganz zu schweigen, den die Wähler verursachen, die sich erst das Hirn weggesoffen haben und dann SVP wählen. Somit leiden alle unter den Alkoholikern. 🙂

    • Peter Steiner sagt:

      @Suti: Erklären Sie mir doch bitte den Unterschied zwischen einem „Genussmittel“ und Drogen…

      • Suti sagt:

        Ein Genussmittel kann ich als freier Bürger angemessen konsumieren, ohne dass ich meine Gesundheit oder die anderer unmittelbar oder mittelbar gefährde. Wenn 250’000 Bürger alkoholabhängig sind, ist das tragisch und jeder einer zu viel. Dennoch, das entspricht 3.125% der gesamten Wohnbevölkerung in der Schweiz, zum Glück eine klare Minderheit! Zudem gibt es riesige Unterschiede zwischen Kommasäufern und Alkoholikern, die relativ normal ihrer Arbeit nachgehen können. Die hier geführte Diskussion ist aber völlig irregeleitet, denn hier wird insinuiert, dass Drogen (d.h. Tabletten unbekannten Inhalts, Schnee, Thai was auch immer) im Clubbing völlig normal seien, da dies am Arbeitsplatz nicht anders sei und die Wirtschaft von Alkoholikern und Medizinabhängig vollgepumpt sei. Wenn das Clubbing in einem solchen Zustand ist, dann fehlt es an der Daseinsberechtigung dieser Industrie.

        • Réda El Arbi sagt:

          Nun schauen Sie doch mal die Zahlen der Drogenabhängigen an. Und dann die der Gelegenheitskonsumenten. Jedes Wochenende gehen 50 000 Leute in Zürich in den Ausgang. Viele davon konsumieren Drogen in verschiedenster Form. Um alle gehen am Montag wieder arbeiten. Die Meisten sind noch ein wenig verkatert. Vorallem vom Alkohol.

          Nicht ich widerspreche ihrer Sichtweise. Zahlen, Statistiken und die Wissenschaft widerspricht ihren Ansichten. Also eigentlich die gemessene Realität.

    • Irene feldmann sagt:

      Also bitte SUTI, nichts gegen den PIRELLI KALENDER…..:)

      • adam gretener sagt:

        Mit Pirelli-Bildern kann ich also dienen, Frau Feldmann. Wenn auch im Moment etwas lädiert. Aber so hinkend kann ja auch seinen Reiz haben.

        • irene feldmann sagt:

          ich stehe auf ANTIQUITAETEN………….hrhrhrhrrh…….:)

          • adam gretener sagt:

            Frechheit, ich und Antiquität? Wenn ich vielleicht mal wieder in Nivea Turmspringen gehe.

          • irene feldmann sagt:

            nicht sie, der kalender……….:) und das springen lassen sie mal, vereehrter adam…..in ihrem alter verliert man da zuviele haare dabei…….:)

  • Eltern sagt:

    Wir haben am Samstag als Eltern an der Podiumsdiskussion teilgenommen. Es waren interessante Ansätze zu hören. Jedoch hat uns als Erzieher folgende Aussagen eines ehemaligen Clubbesitzers, schockiert und auch wütend gemacht:“Wir hatten auch Probleme mit rivalisierenden Gruppierungen und Gewalt, durch einsetzen eines Hausdealers konnte diese Problem entschärft werden.“ „Seien wir doch ehrlich, einen Club zu betreiben ohne Drogen macht einfach keinen Spass.“Diese Aussage ist von derart wichtiger politischer Brisanz, dass wir nun mehr den je überzeugt sind, dass sich an den heutigen Club- und Party Veranstaltungen, wie auch an der Einstellung einzelner Clubbetreiber in Zürich, einiges ändern muss. Die Reaktion im Publikum hat ganz klar gezeigt, dass dies kein Einzelfall ist. Nicht einmal ein Polizeivorsteher der Stadt, hat sich dazu geäussert. Solche Äusserungen, vermitteln unserer Jugend eine falsche Wertvorstellung und kann negativen Einfluss nehmen!

    • SrdjanM sagt:

      „Solche Äusserungen, vermitteln unserer Jugend eine falsche Wertvorstellung und kann negativen Einfluss nehmen!“

      Das bezweifle ich.
      Die grundsätzliche Einstellung zu Drogen und überhaupt Sucht- und Genussmitteln wird nicht in den Clubs geformt, sondern schon viel früher auf dem Pausenplatz und in der Familie.
      Wir reden hier auch nicht von einer Party im Jugendzentrum, wir reden über Clubs die Minderjährige gar nicht erst reinlassen sollten.
      Natürlich ist die Vorgehenswiese in diesem Beispiel sehr fragwürdig, wenn es aber geholfen hat, die Gewalt zu minimieren…

      • Daniel Castro sagt:

        SrdjanM: Sorry, dein Kommentar ist an Naivität kaum zu überbieten. Du bezweifelst, dass solche Aussagen eine falsche Wertvorstellung vermittlelt???? Ok, was vermittelt es dann????

        Natürlich werden die Einstellung zu Drogen auf dem Pausenplatz und in der Familie gefortm. Aber wo bekommt er den Stoff. Von den Eltern? Von den pubertierenden Mitschülern? Oder vom Drogendealer im Club?

        „Wir reden über Clubs die Minderjährige gar nicht erst reinlassen sollten.“ Genau, sollten !!! Aber leider will jeder Clubbesitzer zahlende Kunden, egal wie alt sie sind.

        • SrdjanM sagt:

          „Ok, was vermittelt es dann????“

          Die Realität.

          Und keine neue Realität, denn Rausch und Exzess war schon immer mit der Musik und Feierlichkeiten verbunden.
          Nur die Rauschmittel sind zum Teil andere geworden.

          Wenn Sie tatsächlich erwarten dass Clubs da sind um Wertvorstellungen an Jugendliche zu vermitteln, dann haben sie schon lange den Draht zu den Jugendlichen verloren…

          Und ob der Jugendliche den Stoff im oder vor dem Club bekommt, ändert wirklich wenig an der Sache (abgesehen von rechtlichen Fragen).
          Ich finde die Lösung mit dem „Hausdealer“ auch unschön. Ich bin aber weit davon darüber schockiert zu sein.
          Es ist wohl das kleinere Übel…

          • tststs sagt:

            Jup… und als ehrlicher Realist muss man auch anerkennen, dass es nicht für alle Menschen die FALSCHEN Werte/Wertvorstellungen sind!

            Schrieb’s und nahm einen tiefen Zug…
            🙂

        • Markus sagt:

          Elter und Daniel Castro: Ich kann euch nur empfehlen selbst einmal Drogen zu konsumieren. Und sei es nur ein Joint. Drogen sind nicht des Teufels. Der Rausch gehört zu uns Menschen wie Essen und Stuhlgang. Jeder der was anderes behauptet lebt mit einer illusorischen Weltanschauung. Jeder hat ein Recht auf Rausch, er kann dieses wahrnehmen oder nicht. Womit, und jetzt sind wir beim springenden Punkt, sich jemand berauscht, das ist allein seine Entscheidung.

          Die Vorstellung einem süchtigen seine „Medizin“ zu verbieten mit dem Ziel, so die Sucht zu verhindern, ist Symptombekämpfung und nicht Problemlösung.
          ALLE Drogen müssen legalisiert werden. NUR so ist eine halbwegs kontrollierte Abgabe gefährlicher Substanzen zu erreichen (funktioniert bestens mit den Fixerstübli). NUR so ist der Jugendschutz bei Gras gewährt. NUR so kann der Staat das Geld aus dem Drogenmarkt besteuern. Alle Gegenargumente sind längst überholt und widerlegt durch Statistiken und Erfahrungswerte. Das einzige noch übrige Hindernis sind Drogenfremde Kreise, die nicht aus Erfahrung sondern aus unbegründeten Ängsten, Fehlinformation und Halbwahrheiten ihre Meinung bilden müssen.

          Schlimm ist, dass sie sich dann auch noch anmassen über die Konsumenten zu urteilen und diese bevormunden zu wollen. Obwohl wir dafür wohl lieber dem Rassisten und Judenhasser Harry J. Anslinger danken sollten. Wikipedia gibt ausführlich Auskunft über dessen Machenschaften. z.B. wie er Lügen über Marihuana verbreitete und diese für seine schwarzen- und judenfeindliche Propaganda missbrauchte. „Reefer Madness“ , ein anti-Marihuana-Spielfilm, ist eines seiner Werke und kann heute nurmehr als Satire aufgefasst werden. Trauruig ist, dass die verblendete Mentalität, die dieser Film vor 60 Jahren zu fördern suchte, auch heute noch anhält!

          • Roger sagt:

            Sorry Markus, Deine Ausführungen sind derart Absurd und sind von borniertheit kaum zu überbieten. Ich hoffe nur, dass Sie keine Kinder haben. Denn bei Ihnen müsste das Jugendamt mit Sicherheit eingreifen!

          • Maiko Laugun sagt:

            @Markus: Ihre Argumentation über die Legalisierung ist absolut richtig. Allerdings missbrauchen Sie diese zur Einforderung eines Freipasses, offensichtlich für sich selbst. Und das ist mehr als nur verwerflich.

    • tststs sagt:

      @Eltern: Vielleicht tröstet Sie der folgende Gedanke: Man kann ideologische oder realistische Politik betreiben. Man kann darüber sinnieren, was der gewünschte Zustand wäre (und IMHO ist ein Konsens unmöglich), oder man kann darüber nachdenken, wie man mit der tatsächlich gegebenen Situation umgeht. Und es schleckt kei Geiss wäg, der Rausch gehört zum Menschen, egal wie er es rechtfertig, egal wie er sich den Rausch verschafft (hey, was ist mit Sportjunkies), egal wie es nach aussen wahrnehmbar ist, egal was die gesellschaftlich akzeptierte Meinung zum jeweiligen Suchtmittel der Wahl ist.
      Insofern stellen sich die Clubbetreiber der Realität, sie versuchen es doch tatsächlich allen recht zu machen; der Dealer gehört genauso dazu wie der gute Draht zur Sanität.
      Uuuund immer daran denken: der durchschnittliche CH-Drögeler macht es natürlich Bünzli-Style: Am Montag erscheint man brav im Büro 🙂

  • Irene feldmann sagt:

    Der Frauenmangel Branchen bezogen rührt von 2 dingen her, wir schätzen Progress und Harmonie und sind sehr intolerant limitiertem Verhalten gegenüber. Apropos Drogen, Emotionen welche man nicht verarbeiten kann, werden
    Vornehmlich ertränkt, gespritzt, gezogen…

    • Maiko Laugun sagt:

      Mit Harmonie alleine gibt es keinen Progress. Und mit Intoleranz gegenüber limitiertem Verhalten keine Harmonie. Als Mann muss man diese weibliche Logik nicht verstehen. Es genügt zu wissen, dass diese in Führungspositionen versagt.

      • christian sagt:

        haha, danke Maiko für den Lacher! findi guet.

      • irene feldmann sagt:

        verbohrtes, altertuemliches denken hat noch nie fortschritt gebracht, aber wem erzaehle ich das? deshalb sind sie bestens aufgehoben wo sie jetzt sind hr. laugun und ich wo ich bin, dem sag ich fortschritt……:)

        • Maiko Laugun sagt:

          Die ganze Wirtschaft wurde von Männern aufgebaut und deshalb auch nur von diesen verstanden. Krempeln Sie also zuerst die ganze Welt um, dann können die Frauen beweisen, dass sie es besser können. Keinen Fortschritt? Sehen Sie keinen Fortschritt in den letzten 100 Jahren, echt jetzt?!

          • irene feldmann sagt:

            maiko, hand aufs herz jetzt…….auch ohne kanonen……….maenner – frauen, was soll das ganze gerampel und gepampel.??? der eine kann nicht ohne den andern, das ist tatsache, und da koennen sie noch soviel wind von beeing nach tel aviv blasen, dass wird sich NIE aendern. wer was macht?? spielt das schlussendlich so eine grosse rolle??? lets say, die maenner sind die besitzer der clubs, die frauen schmeissen den laden, so what??? hauptsache es laeuft und alle haben mehr oder weniger spass dabei, das ganze GEKIEFEL wer ist besser oder kompetenter haengt mir echt aus allen…….sie wissen schon was , raus………..

          • tststs sagt:

            „Die ganze Wirtschaft wurde von Männern aufgebaut“
            So ein Seich…
            Oder mit wem und gegen was, glauben Sie, hat der Höhlenmann sein gejagtes Fleisch getauscht?

          • Irene feldmann sagt:

            Tststs,,,auch Maiko und Philip haben einfach Eines tages mal den Deckel zugemacht, und seither regieren die Männer die Weltherrschaft. Lassen wir sie weiterträumen, es gibt wichtigere Dingen als ausgeschüttetes Wasser einzusammeln….

        • Maiko Laugun sagt:

          @Feldmann: Ich war 2 mal beruflich in Tel Aviv, wo wir uns am Abend am schönen Strand ein feines Fladenbrot und ein Bier gönnten. 🙂 Aber auch in Israel war es lange Zeit so, dass die Frauen an 1. Stelle die Arbeit zu Hause taten und dem auswärts arbeitenden Manne den Rücken frei hielten. Das wollen Sie doch hoffentlich nicht abstreiten oder?
          @tststs: Der Höhlenmann hat sein gejagtes Fleisch gegen dasjenige seiner …… aber das schreibe ich nun wirklich nicht, sonst kämen wir noch auf das älteste Gewerbe zu sprechen….

  • KMS a PR sagt:

    offenbar trauen sich hier nur wenige frauen eine führungsposition zu. das gros der frauen mag es gerne harmonisch und darum sind sie generell selten in dito positionen anzutreffen; nicht weil sies nicht könnten – nein, weil sie davor zu grossen respekt haben. und genau hier liegt auch das problem mit den quoten. es bringt nix, frauen in führungspositionen zu hieven, die der sache nicht gewachsen sind. wollen frauen ins management, dürfen sie keine angst vor „dreckigen händen“ haben. die frau steht sich hier, trotz, (oder vielleicht gerade wegen….), des feminismus, selber vor der sonne. die 3 damen auf dem bild sehen mir ziemlich tough aus; und das brauchts auch – die tussies finden sich auf der tanzfläche – das management in den clubs hat nichts mit einer märchenwelt zu tun. und der mit den drogen kriegt man eh nicht in den griff. hauptsache man hindert die klientel sich die linie gleich an der theke reinzuziehen.

  • Kaller sagt:

    Finde eine andere Diskussion wäre viel gescheiter, nur hat man da praktisch keine Chance. Beispiel Einlass als Mann ins Hive, wenn man um 3 Uhr morgens alleine unterwegs ist (oder zu dritt als Männer). Zu 99.999 Prozent wird man (natürlich immer sehr sehr sehr „freundlich“) abgewiesen. Dies nenne ich dann die Pseudo-Toleranz des Nachtlebens.

    • Alex Flach sagt:

      Männerdiskriminierung als neue Form der Intoleranz? 🙂 Ja… das führt die Diskussion hier bezüglich des Frauenmangels im Nachtleben natürlich ziemlich ad absurdum… 😉

      • Kaller sagt:

        @ Alex: ich weiss, Clubs sind halt am längeren Hebel, daher bringen all die Pseudo-Diskussionen nichts. Gleiches Beispiel: jemand ist Albaner, er möchte mit 3 albanischen Freunden ins HIve, du weisst ganz genau: Passt nicht in die Toleranz Eurer Clubs.

    • bertrand sagt:

      @Kaller, noch deutlicher:
      Ausländisch+männlich = keine Chance auf Einlass.
      Inländisch+weiblich = kein Problem mit Einlass.
      Kann sich jetzt jeder Club rausreden, er diskriminiere bloss Ausländer. Oder Männer. Je nach politischer Ausrichtung.

  • Tom sagt:

    Bei den Musikfestwochen Winterthur sind viele Frauen involviert. Bei den Clubbetreibern, die dauernd unter Erfolgsdruck stehen, teilen sich doch oft mehrere Leute die Verantwortung und da ist es wahrscheinlich auch ziemlich kompliziert zwischen den Geschlechtern. Zudem ist regelmässiges Arbeiten in der Nacht doch auch anstrengend und müssen Frauen von Natur aus nicht besser auf ihre Gesundheit achten?

    • Stefan Gisler sagt:

      Wie einfältig ist das denn: Frauen müssen von Natur aus besser auf ihre Gesundheit achten. Das ist wohl der Grund wieso primär Frauen in Spitälern und Heimen Nachtwache halten, primär Frauen nachts aufstehen und zu ihren Kindern schauen etc. etc.

      • Tom sagt:

        Sorry. Total viele Frauen arbeiten ja an den Bars, also bei dem Punkt lag ich sicher daneben. Eigentlich überzeugt mich auch mein Statement zu gemischten Clubbetreiberteams nicht, denn damit unterstelle ich den Leuten mangelnde Professionalität. Hab also keine Ahnung.. 🙂

  • Goran sagt:

    Sorry, aber der Vergleich von Drogen und Alkoholkonsum im Nachtleben und im Alltag ist sowas von ausgelutscht und gesucht.
    .

    • Alex Flach sagt:

      Warum?

      • Stef sagt:

        Weil Drogen den Körper in eine Abhängigkeit versetzen, Alkohol nicht. jeder beliebige Teenie in ihren Clubs kann locker 4 Wochen auf Alkohol verzichten. Ein Drogenkonsument nicht.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ähm, das ist falsch. Die körperliche Abhängigkeit von Alkohol hat sogar einen wesentlich härteren Entzug als zum Beispiel von Heroin. Auch sind die körperlichen Schäden, zB in Leber und Gehirn, um einiges stärker und irreparabel. Aus Wikipedia:

          Alkoholentzugssyndrom
          Ein Entzugssyndrom kann auftreten, wenn der Alkoholkonsum reduziert oder abrupt beendet wird. Dabei können heftige bis lebensbedrohliche Entzugserscheinungen auftreten. Entzugssymptome sind Übelkeit, Nervosität, Schlafstörungen, der starke Drang, Alkohol trinken zu müssen („Saufdruck“), Gereiztheit und Depression. Ist die körperliche Abhängigkeit schon fortgeschritten, kommen beispielsweise starkes Schwitzen, Zittern (vor allem der Hände), grippeähnliche Symptome und – in äußerst schlimmen Fällen – Krampfanfälle hinzu mit Zungenbiss und Halluzinationen bis zum gefürchteten Delirium tremens.

          Sieben Prozent aller Delirien verlaufen lebensgefährlich mit schweren Kreislaufstörungen.

        • Samuel sagt:

          Goran ganz sicher bewälltigt der Grossteil der Gesellschaft den Alltag nur mit Alkohol und Nikotin, das ist ja gerade das Problem.

        • Ralf sagt:

          Stef: Von welcher Art „Drogenkonsumenten“ reden wir hier? Warum soll jemand, der gelegentlich mal XTC schluckt nicht problemlos vier Wochen lang darauf verzichten könnten? Genau das Gleiche gilt für jemanden, der ab und zu LSD, Speed oder Kokain nimmt. Gibt sogar Leute, die nur gelegentlich mal einen Joint rauchen! Unglaublich aber wahr. Ich hab sogar schon mal diesen unglaublichen urbanen Mythos gehört, dass manche Leute an der Streetparade und an Sylvester richtig Gas geben und voll die Sau rauslassen – und sich danach die restlichen 363 Tage im Jahr nicht zuknallen! Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht!
          Aber ja: In deiner Welt wohl tatsächlich nicht. Alkohol macht körperlich stärker abhängiger als Heroin, einfach mal irgendjemanden fragen, der von Medizin ne kleine Ahnung hat. Ein Heroinabhängiger der ins Koma fällt und seinen Stoff nicht kriegt, wird zwar schwere Entzugsymptome aufweisen – das ist es dann aber auch! Ein schwerstabhängiger Alkoholiker hingegen stirbt unter den gleichen Umständen (sofortiges Absetzen seiner benötigten Alkoholdosis)!

      • Goran sagt:

        Weil Clubbing ohne Drogen und Alkohol nicht funktioniert, während der Grossteil der Gesellschaft den Alltag ohne Alk, Drogen oder Medis bewältigt.

        • Alex Flach sagt:

          Dieser Punkt stimmt. Jedoch führen all die Leute die in den Ausgang gehen auch ein Alltagsleben. Das Nachtleben ist nicht von der Gesellschaft abkoppelbar, sondern ein Bestandteil der Gesellschaft. Und getrunken und konsumiert wird beileibe nicht nur im Nachtleben… all die „Stammkneipen“, all die Dorffeste, all die Grümpelturniere, etc., etc…. Clubber sind auch Altagsmenschen. Alltagsmenschen, die ihr Konsumationsbedürfnis im Club ausleben; die Clubs (wie auch die Bars, Stammkneipen, etc.) erzeugen den Wunsch zur Konsumation nicht, sie befriedigen ihn. Wie auch all die Detailhändler, die Alkohol im Sortiment führen (Coop, Denner, etc.), Kioske, die Bier und Zigaretten verkaufen, etc. Ich glaube es ist ein grosses Missverständnis, das Nightlife NICHT als Teil der Gesellschaft und damit auch des Alltags zu betrachten…

          • Ralf sagt:

            Der Grossteil der Gesellschaft bewältigt den Alltag ohne legale oder illegale Substanzen? Träum weiter! Alkohol, Zigaretten, Gras, all das härtere Zeug – aber dann natürlich vor allem das ganze Spektrum an Schmerzmitteln, Antidepressiva und Benzodiazepinen! Nicht zu vergessen DIE Volkdsdroge Nummer Eins: Koffein.
            Und wenn wir schon beim Thema „Alltag bewältigen“: Wie viele Leute schaffen das nur mithilfe ihres Smartphones und Computers? (Ja klar: „Ganz normal“, „Geht ja heute nicht mehr ohne“…) Das Internet ist genau so eine Strategie, um sich der Realität zu entziehen, abzutauchen, sich auszuklinken… Auch ne Art Droge. Und die ganzen Pornos sowieso.

  • Alfred Frei sagt:

    Auch in den Clubs ist übrigens Alkohol die Droge Nummer eins. Bei Weitem. Offen konsumiert sowohl von den Leuten die die Finger von den illegalen Drogen lassen als auch von den andern, die auch illegale Drogen zu sich nhmen.

    • Alex Flach sagt:

      Absolut. Das Nachtleben steht ja nicht abseits der Gesellschaft sondern widerspiegelt diese (zumindest teilweise).

  • fabian sagt:

    Der Sprung in die Selbständigkeit ist (sofern nicht ein Papi hilft) ein riesen Chrampf. Es ist einfach, in der Stadtverwaltung eine Frauenquote zu implementieren, aber ein eigenes Geschäft wird einem nicht geschenkt (ausser von Papi). Das heisst dann jahrelang untendurch, weniger Kleider und Schuhe kaufen, und auch mal die Ferien auslassen. Und sich Kinder erst mit 40 leisten können. In den meisten Branchen hier in Zürich sind die Gründer zu 90% Männer. Jetzt kommt natürlich wieder der Feminismus, und behauptet, Frauen würden halt überall im Leben diskriminert, und so auch bei der KMU-Gründung. Oh weh. Ja, meine lieben Feministinnen, auch für Männer ohne Goldküsten-Papi ist es ein Chrampf, die hättens auch lieber bequem, aber sie jammern halt nicht immer über ihr ach soo unterdrücktes Geschlecht und nehmen mal den Finger raus.

    • Réda El Arbi sagt:

      Nun ja, viele der Männer, die eine Firma gründen, haben eine Frau (meist auch noch berufstätig) im Hintergrund, die ihnen den alltäglichen Scheiss vom Leibe hält. Immer noch.

      • fabian sagt:

        mag in deiner generation noch so sein, aber von den jungen gebildeten emanzipierten frauen in zürich macht keine mehr die sekretärin oder die hausfrau für den mann. ausser er bezahlt sie gut dafür.

        • Réda El Arbi sagt:

          Naja, ich kenn einige unter 30, beide berufstätig, aber sie organisiert das Sozialleben, schmeisst mehr als 50 Prozent vom Haushalt und macht noch die Steuererklärung, weil er so in seinem „Lebenstraum“ (Startup, Kunst, etc.) aufgeht, und sie nur einen „normalen“ Job hat. Natürlich bringt sie auch das Geld heim.

    • tststs sagt:

      Ach wissen Sie Reda, ich vermute stark, Fabian lebt gerade in Scheidung und hat das erste Mal einen Blick auf die zu zahlenden Alimente geworfen. Und er ist jetzt ganz schockiert, dass er so einen Drachen geheiratet hat…aber Schuld sind auf jeden Fall die Feministinnen…die sind auch schuld an seiner Verwirrnis, oder man helfe mir den Bogen zwischen Selbstständigkeit, Stadtverwaltung und Frauenquote zu finden…
      Aber jetzt noch ein wenig sachliches Geschlechterbashing: 1. Holen die Frauen betr. Selbstständigkeit auf (okee, öfters mal dann nur eine one woman Show, aber selbstständig. 2. Fahren Frauen den Karren idR weniger oft an die Wand

      • Maiko Laugun sagt:

        @tststs: „2. Fahren Frauen den Karren idR weniger oft an die Wand…..“
        Ohhhh ….. wenn ich mir den Bundesrat anschaue, dann sehe ich, dass dort alle Frauen komplett überfordert sind. Ausser E. Kopp hat dort noch nie eine Frau etwas getaugt. Das gilt selbstverständlich auch für einige Männer, aber nicht so viele. Eigentlich müssten alle Club-Betreiber der SVP angehören, denn nur diese Partei fordert die Frauen zurück an den Herd. Woran liegt es also….?

        • Alex Flach sagt:

          …den zweitletzten Satz könnte man so ziemlich auf jede Branche anwenden…

        • tststs sagt:

          oUou Maiko, da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt; es geht lediglich um den Bereich der Selbstständigkeit/Start-Ups…
          Ansonsten sind Frauen ebenso effektive Fahrerinnen/Crasherinnen wie Männer.

          • Maiko Laugun sagt:

            Als Persönlichkeit sind Frauen stark, meist stärker als Männer. Als Führungskräfte taugen sie aber überall nichts, weder in der Wirtschaft (inkl. Start-ups) noch in der Politik. Die wenigen Ausnahmen verhalten sich dann männlicher als die Männer. Deshalb sind sie ja überhaupt nach oben gekommen. Spätestens dort kommen die Schwächen schonungslos zu Tage. Quoten für Frauen sind also kontraproduktiv.
            Davon ausgehend, dass ein Club eben auch ein Wirtschaftsunternehmen ist, können Frauen also keinen Club führen. Wenn die Männer das auch nicht schaffen (einen Club zu führen) dann nur deshalb, weil sie das System nicht begriffen haben oder sie für andere Branchen nicht gut genug sind.

          • tststs sagt:

            Ich hoffe schwer, Hr. Laugun, dass ich gerade unfähig bin, die Ironie in Ihrem Text zu lesen…

        • völly sagt:

          @tststs: “2. Fahren Frauen den Karren idR weniger oft an die Wand…..”
          da spricht bestimmt kein unternehmer.
          wer ‚den finger nicht rausnimmt‘, kann auch keinen karren an den wand fahren.

          • tststs sagt:

            Njäm…ähhh, das Konkursamt würde wohl Gegenteiliges behaupten…
            Anfang Jahres gab es doch auch im Tagi einiges dazu zu lesen?! 1) Ein Artikel zu Müttern, die immer öfters die Selbstständigkeit wählen und 2) ein Artikel zur allgemeinen Lage der Selbstständigen 2013, dabei wurde auch darauf verwiesen, dass Frauen erfolgreicher geschäften, sprich weniger Konkurs gehen,
            Im Moment finde ich aber nur einen Artikel eines Konkurenzblattes…

    • elena sagt:

      Ich bin seit über 20 Jahren selbstständig und leite mittlerweilen 3 KMU’s. Mein Papi ist vor 23 Jahren gestorben und hat mir ein vergoldetes Silberkreuz vererbt. Das war es. Geschenkt hat mir niemand etwas. Es war ein Chrampf. Damals. Es ist aber auch eine Tatsache, dass nicht alle Menschen geeignet sind um selbstständig zu arbeiten. Es ist auch eine Tatsache, dass man bei einer Familiengründung klären muss, wer an welchen Tagen sich dem Nachwuchs und wer an welchen Tagen sich dem Geschäft widmet. Und da landen viele bereits im Geist beim alten Muster. Offenbar. Ohne Schuldzuweisung. Einfach, weil die meisten nicht in der Lage sind, eine Vision in die Tat um zu setzen. Oder erst gar keine Vision haben. Ich habe drei Töchter. Mein Mann ist auch selbstständig. Seit 23 Jahren teilen wir uns die Arbeits- und Familientage. Konsequent. fabian – nimm den Finger raus. Dann wenn es drum geht, vieles zu tun. Auch bei einer eventuellen Familiengründung. Ab dem ersten Tag. Nicht erst nach den ersten 10 Jahren. Dann mein Respekt. Sonst nur Langeweile – wieder einer, der daher schreibt und über die untätigen Frauen herzieht und sich beim ersten Kind dann in die Rolle des Ernährers verdrückt und das vermutlich legitimiert damit, dass es die Natur so will, oder dass er halt etwas mehr verdient als sie. Oder dass es einfach nicht anders ginge. Oder dass die Frauen das so möchten. Soso.

      • Maiko Laugun sagt:

        @Elena: Bis anhin hat es noch keine Frau geschafft, dass der Mann das Kind gebärt. Zugestandene Emanzipation bedeutet noch keine göttliche Fähigkeit, die Natur zu verändern….

        • tststs sagt:

          Jeises Gott, wir würden nicht existieren, wenn sich „Arbeit“ und „Kinder kriegen“ gegenseitig ausschliessen würden… Haha, ehrlich, es gab noch keine Generation, die es sich leisten konnte, dass Frau nur zu Hause bleibt und Kinder hütet…auch wenn uns die Nazis gegenteiliges versuchten einzureden…und Hollywood-Amiland es zu perfektionieren versuchte. Aber in der realen Welt haben die Frauen schon immer gearbeitet (abseits von Kind und Haushalt), bezahlt oder unbezahlt….

          Und jetzt back to topic: es scheint doch so, dass erfolgreiche Selbstständigkeit eher eine Typenfrage, denn eine eine Geschlechterfrage ist…

      • Gustav sagt:

        Die feministische Argumentation ist immer dieselbe: Bringts die Frau zu was, ist sie einfach besser als die Männer. Bringt sies zu nichts, sind die pösen Männer schuld.

  • Suti sagt:

    Auch wenn die Menschheit heute im Drogenrausch dahinsiecht – an Dekadenz ist dieser Kommentar nicht zu überbieten. Vermutlich stand der Kolumnist im Vollrausch und meint deshalb, dass die Bevölkerung ebenfalls unter Drogen stehe. Zum Glück gibt es ausser ein paar Junkies doch noch eine Mehrheit an Normalos, welche die Dekadenz einiger noch mit überhöhten Steuern mittragen.

    • Réda El Arbi sagt:

      Jep. Ich gehe mal davon aus, dass Sie keine Ahnung von Drogen haben und dass Sie Alkohol (Schaden an der Volkswirtschaft Platz 1) nicht zu den Drogen zählen. Herzlichen Dank für Ihre profunde Meinung und Prost!

      • Roger sagt:

        Reda, ich schätze mal, dass sie der Drogen Profie sind hier oder? Sicherlich haben sie Ihr halbes Leben im Drogerausch verbracht waren selten nüchtern. haben Ihre Drogensucht halbwegs überwunden, und meinen, dass Sie wissen wie die Welt läuft. Stimmt meine Einschätzung?

        • Réda El Arbi sagt:

          Lieber Roger, ich war 15 Jahre heroinabhängig und polytoxikoman und habe die Sucht überwunden, vor über 10 Jahren. Seither trinke ich keinen Alkohol mehr und nehm, ausser Kaffee und Zigaretten, kein bewusstseinsverändernden Substanzen mehr zu mir. Zudem helfe ich ehrenamtlich Süchtigen, die den Ausstieg suchen.

          Ich trinke übrigens nicht und nehm keine Drogen, nicht weil ich nicht mehr darf, sondern weil ich mit mir und meinem Leben im Reinen bin und diese Art der Entspannung nicht mehr brauche. Wems Spass macht, solls machen und geniessen. Ich bin eher für die Leute zuständig, die es machen, und nicht mehr geniessen können.

          Nun ja, im Vergleich zu Ihnen bin ich wohl der Drogenfachmann. Vielleicht sollten Sie ihre herablassende Art einmal überdenken, bevor Sie hier sarkastisch werden. Wenn Sie mal drogenabhängig waren, diese Sucht überwunden haben und anderen helfen, mit ihrer Sucht klarzukommen, dann lass ich mich gerne auch von oben herab behandeln. Bis dahin hören Sie vielleicht einfach mal auf die Erfahrung von einem, der es wirklich besser weiss. Danke.

    • Alex Flach sagt:

      Suti; Nikotin, Alkohol und Medikamente sind auch Drogen. Eine Substanz verliert den Status „Droge“ nicht, bloss weil sie legal ist. Rechnest du dies ein wird’s eng für Deinen hehren Wunsch.

      • M. Dust sagt:

        Lieber Réda El Arbi, lieber Alex Flach:
        Wie viele Menschen in Eurem Bekanntenkreis zerstörten ihr Leben mit Drogen? Und wie viele zerstörten ihr Leben mit Alkohol, Niktoin, Medikamenten?

        • Réda El Arbi sagt:

          Nun ja, gut dass Sie fragen. Meine Mutter war Alkoholikerin. Und sie ging niemals in Clubs. Ausserdem können sie in jede Dorfbeiz gehen und selbst zusehen, wie die Leute trinken. Oder gehen Sie an eine Chilbi, an ein Familienessen, an eine Hochzeit. Sie werden immer mehr Menschen finden, die sich mit Alkohol die Kante geben, als mit dem, was Sie unter Drogen verstehen.

          Übrigens leben die meisten meiner engen Freunde völlig abstinent. Keine Drogen, kein Alkohol. Und das ohne religiöse Hintergründe. Alkohol ist übrigens WIRKLICH die Volksdroge Nr 1 und schadet der Gesellschaft am Meisten.

          • Kurt Voser sagt:

            Reda el arbi, Alkohol schadet vorallem in Verbindung mit Drogen noch viel mehr. Ich keine keinen der an Alkohol gestorben ist. Aber sicher ein duzend die an Drogen gestorben sind. Höhren Sie mit diesm Schwachsin auf. Die meisten dieser Studien wurden von Dröglern gemacht.

            • Réda El Arbi sagt:

              Naja, meine Mutter ist an Leberkrebs durch Alkoholismus gestorben. Mein bester Freund in der Jugend ist an einer Alkoholvergiftung gestorben. Der Mann einer Freundin hat sich unter Alkohol mit seinem Auto um einen Baum gewickelt und dabei seinen Schädel zerquetscht.

              Und ehrlich, mit Ihrer letzten Aussage beweisen Sie nur, wie verzweifelt Sie sich an die uUngefährlichkeit von Alkohol klammern. Vielleicht sollten Sie mal Ihre Trinkgewohnheiten überprüfen? Oder denken Sie wirklich, das Bundesamt für Gesundheit oder das Seco werden von Drögelern bevölkert?

          • Mind Dust sagt:

            Alex und Réda, vermutlich führte ein Anfall ontologischer Arroganz zu meiner Suggestivfrage an Euch beide. MEINE REALITÄT jedenfalls ist: ich kenne niemandem, dessen Alkohol- oder Tablettenproblem sein Leben unwiderruflich entgleisen liess. Viele Freunde und Schulkollegen anderseits die gekokst haben sind irgendwann auf Heroin und Crack umgestiegen. Und von dort haben nur wenige ein Comeback geschafft. Die meisten, u.a. Ex-Freundin, sind daran gestorben.

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, das kann durchaus sein. Hat aber wohl mehr mit ihrem Umfeld als mit der gemessenen Realität zu tun. Der volkswortschaftliche Schaden Arbeitsausfälle, medizinische Versorgung, Wiederingliederung, von Alkoholikern übersteigt den von „illegalen“ Drogenabhängigen um das X-Fache. Habe in einem anderen Comment bereits die Zahlen des BAG und der Seco gepostet. Das ist nicht „unsere“ Sicht, das sind Zahlen.

        • Alex Flach sagt:

          M. Dust; ich habe mehr Bekannte, die ihr Leben mit Alkohol zerstört haben… Nikotin noch keiner soviel ich weiss. Aber wenn du einen Verwandten (insbesondere als Kind und bezogen auf eine Vormundsperson) in der Familie mit einem Alkoholproblem hast, dann weisst du, wo der Teufel sitzt… und erfährst auch ziemlich schnell, dass jede siebte Familie in der Schweiz darunter leidet… ich kenne einige, die die Kokserei an den finanziellen Abgrund gebracht hat, aber alle haben früher oder später damit aufgehört. Alkoholiker sind die meisten ein Leben lang.

          • Alex Flach sagt:

            ein uralt-schulfreund von mir trinkt sagenhafte 30 halbliterdosen bier täglich… wenn man’s nicht weiss, hält man ihn einfach nur für einen lustigen kerl, so sehr hat sich sein körper bereits an den konsum gewöhnt. jedoch sieht ihn keiner spätabends oder auf arbeit… job weg, frau weg, kind weg, geld weg… war schon zigfach in kliniken. dann ging’s immer wieder eine weile, ehe er dann in die alten muster zurückgefallen ist. diesen rhythmus fährt er nun schon seit zehn jahren und findet keinen weg, den teufelskreis zu durchbrechen.

          • Johannes sagt:

            Kenne auch solch einen Fall eines Studienkollegen, vor 10 Jahren einen Medienstudiengang belegt, er war überall dabei in den Szenen, kannte alle DJs, normaler Alkoholkonsum und einiges andere, aber immer kontrolliertl. Dann kam nach dem Studium ein desillusionierender Job, völlig unkreativ und konträr zu seinem Charakter, der gewohnte normale Alkoholpegel steigerte sich dramatisch, Job weg, Freunde weg, Geld weg, zahlreiche Noteinlieferungen, Entzugsversuche, bis zu 2 Grossflaschen Jägermeister täglich, Prognosen sind alles andere als positiv. Der Alkohol tröstet und tötet die meisten Menschen über die Systemdefizite hinweg.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Johannes: „…Systemdefizite…“. Das einzige Defizit des Systems ist, dass heute ein jeder so leben kann wie er will und dass dies von allen anderen bezahlt wird. Das ist mittlerweile schon so selbstverständlich geworden, dass man dieses System für die persönlichen Defizite verantwortlich macht. Früher wurden Trinker weggesperrt. Heute bezahlt das System die Sucht. Diese nennt sich persönliches Defizit.

          • Samuel sagt:

            Haiko Sie haben das System nicht verstanden, denn die meisten Angestellten, es kann nicht jeder selbständig sein, werden eben krank durch dieses und dessen Bedingungen. Lesen Sie nur http://www.derbund.ch/wirtschaft/Welche-Bueros-krank-machen/story/29557684 , denn so sehen die wissenschaftlich belegten Arbeitsbedingungen aus, die Sie nicht zu kennen scheinen.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Samuel: Ich glaube eher, dass Sie nicht begriffen haben worum es geht: Früher wurde mehr und vor allem körperlich härter gearbeitet und es gab keine sozialen Auffangnetze. Es ist der verwöhnte und verweichlichte Mensch der modernen Wohlfühl-Gesellschaft der das System kritisiert, welches ihm alles bietet. Mann kann gerne die Krankenkassen und die Sozialbehörden abschaffen, dann hätten all die Weicheier, die sich wegen dem angeblichen defizitären System berauschen müssen, nämlich keine Ausrede mehr.

          • Samuel sagt:

            Sie definieren sich über körperlich harte Arbeit. Das zeigt nur, dass Sie kein Intellektueller sind. Es belegt jedoch nicht, dass Sie das System, seine Fehler und deren Auswirkungen auf die Menschen verstanden haben.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Samuel: Sie scheinen nicht bemerkt zu haben, dass ich nicht mich selber definiere. Die letzten 35 Jahre habe ich mehr oder weniger sitzend in einem Büro verbracht, auch in Grossraumbüros. Mir sind solche Unzulänglichkeiten und ihre Auswirkungen durchaus bekannt.
            Die Gesellschaft hat sich stetig verändert und das ist wahrlich keine neue Erkenntnis. Die meisten sind stark genug und haben die Fähigkeit, damit umzugehen und sich anzupassen. Jammern tun nur die Schwachen. In die gleiche Kategorie gehören die meisten und sich vom System bezahlen lassenden Intellektuellen oder solche die sich dafür halten….

          • Samuel sagt:

            Maiko Sie haben eine sehr physische Sicht der Welt, ich eher eine geistige, das daher passt nicht recht zusammen. Zudem ist Ihre Perspektive die der Vergangenheit, die jedoch heute nicht mehr relevant ist. Dickköpfe in Büros sind nicht mehr gefragt, sondern flexible und allzeit bereite Denker. Die Zeit der entspannten Grossraumbüros ist lange vorbei. Durch die Medienkonvergenz wird heute viel schneller, effizienter und stressreicher gearbeitet, das können Sie nicht mehr beurteilen und darin liegt wohl das Kommunikationsproblem.

          • Elissa sagt:

            Maiko Laugun: Glauben sie diesen pseudo-darwinistischen Schwachsinn, den sie hier rauslassen, eigentlich selber?
            Ich kann mich dem Eindruck nicht erwehren, dass sie zu jener Art von Menschen gehören, die im Leben in irgendeiner Weise zu kurz gekommen sind – oder die davon selber zumindest felsenfest überzeugt sind!
            Unzufrieden und frustriert über den eigenen Werdegang, der fehlenden Zukunftsperspektive (und dem eigenen Unvermögen, eine solche zu schaffen), unzufrieden vor allem mit der gegenwärtigen Lebensrealität.
            Die verhaltenstechnische Konsequenz derartiger Konstellationen äusserst sich dann sehr oft wie folgt: Nach oben buckeln und nach unten treten.
            Bei der MEI haben sie natürlich Ja gestimmt, zum „Fall Carlos“ haben sie sich bereits die Finger wund geschrieben (so asoziale Sauhunde sollte man für immer einsperren, noch besser an die Wand stellen und… ) und wie sie selber geschrieben haben, sollte man Sozialsysteme und auch die Krankenkasse per sofort abschaffen.
            Die Wahrheit ist: Wir haben auf dieser Welt einfach keinen Platz für Arme, Kranke und Schwache!
            Man muss funktionieren können, man muss mithalten können, man muss sich den Entwicklungen anpassen – und sie können das!
            SIE gehören nämlich zu den Gewinnern auf dieser Welt, SIE sind Teil der Lösung – und nicht Teil des Problems!
            Sie wissen wos lang geht, sie haben die Antworten! Und daran lassen sie den Rest der Welt auch gerne teilhaben.
            Nicht so gerne in der Wirklichkeit, denn da könnte es ja noch etwas ungemütlich werden, lieber via irgendeinem Pseudonym in irgendwelchen Internetforen und am liebsten während sie ihre Lebenszeit für einen gut bezahlten, aber sterbenslangweiligen Job in einem deprimierenden Büro verschwenden.
            Zum Schluss noch ein Wink mit dem Zaunpfahl: Es ist nicht ihr Verdienst, dass sie in einem der reichsten und sichersten Länder dieser Welt geboren sind. Es ist nicht ihr Verdienst, dass sie kein Heimkind ohne Eltern waren, oder eines, welches mit einem misshandelnden Alkoholikervater aufwachsen musste. Es ist nicht ihr Verdienst, dass sie unter keiner nicht heilbaren Krankheit leiden. Es ist nicht ihr Verdienst, dass sie jeden Tag ihres Lebens ohne Trauma, ohne Krankheit, oder ohne Behinderung leben dürfen.
            Dies nennt man schlicht und einfach Glück – es ist der Umstand, dass sie zu dem ganz kleinen Prozentsatz von Menschen auf diesem Planeten gehören, die einfach nur verdammt privilegiert sind.
            Umso fragwürdiger und beschämender ist es, dass es ihnen ganz offensichtlich trotz all dieser Privilegien und ihrem Glück nicht gelingt ihr Leben so zu gestalten, dass es sinnvoll und erfüllend ist.
            Ein jeder ist seines Glückes eigener Schmied, Herr Laugun – das dürfte ja sicherlich ihr Lebensmotto sein.
            Also werden sie ihm auch gerecht, lösen sie sich von ihrem Missmut, befreien sie sich aus ihrer Lethargie und nutzen sie eine jener unzähligen Möglichkeiten, welche ihnen ihr privilegiertes Leben ja offerieren!

          • Maiko Laugun sagt:

            @Samuel: Ich habe mehrere Jahre in grossen Projekten im Mittleren Osten gearbeitet, auch als Vorgesetzter, um das Wort Mänätscher zu vermeiden und nun arbeite ich selbständig seit 2 Jahren in China und nach wie vor sehr international. Ich bin also immer noch am Puls des Geschehens. Aber das können Sie ja nicht wissen. Falls Sie es bis anhin noch nie taten, so empfehle ich Ihnen mal längere Zeit im Ausland zu arbeiten. Im arabischen und asiatischen Raume werden Sie dann merken, dass eine geistige Weltsicht, flexibles und allzeit bereites Denken eine Grundvoraussetzung für den Erfolg sind. Das müssen Sie selber aber zuerst beweisen. Sonst sind es nur leere Worte….

          • Alex Flach sagt:

            Mind Dust; jeder hat eine individuelle Realität. Kommt wohl auch ziemlich drauf an, welchem Umfeld man entstammt, respektive in welches Umfeld man sich begibt. Aber die Zahlen sprechen schon eine recht deutliche Sprache: Alkohol und Nikotin fügen der Gesellschaft mehr Schaden zu, als alle illegale Drogen zusammen. Man wird vielleicht von Alkohol nicht so schnell abhängig wie von Heroin oder Kokain, aber wenn sie mal da ist die Sucht, dann kriegst du sie kaum mehr weg. Hier gibt’s ein paar gute Infos zum Thema: https://www.forel-klinik.ch/

          • Samuel sagt:

            Maiko das dachte ich mir schon, dass Sie ein Praktikerleben führen, als Wirtschaftler, auf dem Bau oder dergleichen. Jedoch mit intellektueller Analyse von Systemen und komplexeren Zusammenhängen hat das nichts zu tun. Es geht immer nur um Sie und Ihr Leben. Das ist aber nicht maßgeblich für die Realität und die anderen Menschen. Ihrem subjektiven Anspruch mag Ihr Leben genügen, für viele tut es das nicht. Und die Vergleiche mit dem asiatischen Markt habe ich auch schon derart gehört, man solle doch hier zufrieden sein etc., den Menschen dort geht es noch schlechter. Dabei wird nicht bedacht, dass es kein relevanter Vergleich ist zu sagen, hier in Asien sind die Arbeitsbedingungen die Hölle, also muss es überall anders paradiesisch sein. Dem ist gerade nicht so, denn es gibt verschiedene Kulturen, mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Während es in Asien noch grosse physische Belastungen in Sklavenfabriken gibt, sind es hier die psychischen Belastungen durch die grosse Arbeitsgeschwindigkeit und Dauerflexibilität sowie die moralische Verantwortung für die Bedingungen in den Sklavenfabriken. Und ich bin fest davon überzeugt, dass Sie in Ihrem Alter dieser hohen Geschwindigkeit und Flexibilität in einem Grossraumbüro heute nicht mehr gewachsen sind und versagen würden. Das widerum ist in diesem System leider normal, die zunehmende Verschärfung der Arbeitsbedingungen, physisch oder psychisch. Wenn man aber selbst einer Situation nicht gewachsen ist, sollte man sie auch nicht von anderen verlangen. Den KI kennen sie vielleicht: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Für Sie: schlechte Arbeitsbedingungen und eine Leben in sklavischer Abhängigkeit im Büro oder der Fabrik sind damit gerade nicht gemeint.

          • Maiko Laugun sagt:

            @Elissa: Lesen Sie bitte nochmals Ihren eigenen Kommentar durch. Ich glaube, dann erübrigt sich die Frage, wer von uns beiden frustriert ist. Zur MEI habe ich Nein gestimmt, da ich für die Wirtschaft einstehe und die Sozialwerke nur durch eine Systemänderung oder durch eine hohe Zuwachswanderung gewährleistet werden können. Zu Fall Carlos: Das Vorgehen der Medien und zahlreiche Kommentare dazu habe ich als digitales Teeren und Federn bezeichnet. Zu beiden Themen können Sie meine online Kommentare im Tagi nachlesen. Danke.
            @Samuel: Noch ein paarWorte zu Ihnen: Die Theorien, welche Sie hier verbreiten, sind ebenfalls nicht neu für mich und in der Praxis leider Wunschdenken. Glauben Sie ernsthaft, dass man international tätig sein kann, wenn man keine Erfahrung mit Analysen und komplexen Zusammenhalten hat? In diesem Falle müsste ich dann leider annehmen, dass Sie selber Null Arbeits-Erfahrung haben. Das lässt sich schön aus Ihren Kommentaren entnehmen. So ganz nebenbei unterstütze und vermittle ich übrigens gratis Menschen die eine Stelle suchen an internat. Firmen/Projekte. Ich glaube fast, so etwas würde Ihnen mal ganz gut tun. Ich selber bin übrigens nicht wichtig. Meine eigene Situation galt nur zur Erklärung der Inhalt meiner Kommentare.

          • Samuel sagt:

            Maiko es ist unsere verschiedene Sichtweise, ökonomischer Pragmatiker versus theoretisch-abstrakter sozialer Analyst. Hinzu kommt, Alter versus Mittelalter, denn alte Männer, die der Welt sagen, dass nur ihr physisch harter sibirischer Lebensstil das Ultima Ratio ist, sind einfach inziwschen wenig gefragt, das merken nur sie selbst nicht immer. 🙂

          • Maiko Laugun sagt:

            @Samuel: In Bezug auf Erasmus war das Resultat der MEI-Initiative sehr gut. Dadurch verlieren die Unis das Vollkasko-Programm. Und was tun nun alle diese Sozial-Romantiker? Sie jammern, weil sie nun die Dinge wieder selber in die Hand nehmen müssen und es nicht können, deshalb jammern sie ja. Diese Träumer wurden nicht mal im Wahlkampf aktiv, weil sie von der realen Welt keine Ahnung haben. Deshalb sind Ihre Kommentare – werter Samuel – sehr erheiternd. 🙂

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, Bildung sollte man unbedingt Privaten überlassen. Die forschen dann schon fürs Allgmeinwohl. *Augenverdreh“ Die werden fürs Träumen bezahlt, auf einem meist sehr hohen IQ-Level. Soziale Kompetenz müssen die nicht haben, solange sie ihren Hirnschmalz der Gemeinschaft zur Verfügung stellen.

          • Freethinkingsociety sagt:

            Herr Laugun und seine Familie waren als Einzelkämpfer sicher auch nur auf privaten Schulen und Universitäten und haben noch nie Sozialleistungen oder Subventionen irgendwelcher Art in- oder direkt beansprucht. Totale Privatisierung allen öffentlichen Raumes und aller öffentlicher Leistungen war schon das vermeintliche Thatcher-Geheimnis, wie es mit der Infrastruktur im Lande heute ausschaut ist kein Geheimnis. Man sollte die Menschheit daher keinesfalls zu intensiv bilden, denn daraus könnte ein Automatismus erwachsen, dann könnten sie anfangen zu denken. 😉

          • tststs sagt:

            Erasmus=Vollkasko??? Haha, 1200.- für ein Semester? Okee, es gab noch ein paar Infoveranstaltungen…aber that’s it…sorry, thät war’s…

    • Rico sagt:

      Die Menschen konsumieren schon seit Urzeiten Drogen. Erst die Prohibition von Drogen brachte Elend und Gewalt. Ich bin mir sicher dass auch in Ihrer weiteren oder nahen Verwandtschaft ein Junkie ist der Dank der Prohibition z.B. HIV positiv oder Hepatitis C bekam und daran gestorben ist. Dies nur deshalb weil es keine Spritzenabgabe gab in der drogenpolitischen Steinzeit. Dies ist nur ein Beispiel von unzähligen die ich Ihnen geben kann. Der sinnloseste Krieg in unserer Zeit ist und bleibt leider immer noch der „War on Drugs“. Leute die heute noch gegen eine legalisierung aller Drogen sind haben selber finanzielle Interessen daran dass es so bleibt wie es ist. Dies sind entweder die Mafia, die Industrie die die Behörden mit Technik etc ausstatten und wie in USA die ganze Gefängnisindustrie! Solch hohle Phrasen wie Sie sie hier von sich geben hört man sonst nur an SVP Stammtischen in der Provinz.

      • Alex Flach sagt:

        Hier eine fantastische Dokumentation zu ebendiesem Thema. Gibt’s auch in deutscher Synchronisation und wurde bis anhin von arte und von Phoenix ausgestrahlt: http://topdocumentaryfilms.com/american-drug-war/

        • Alex Flach sagt:

          …das mit den hohlen Phrasen verstehe ich jetzt nicht ganz, stimme ich doch teilweise mit Ihnen überein. Jedoch behandelt der Artikel nicht das Für oder Wider des War on Drugs, sondern ein anderes, segmentiertes Thema… vielleicht sollten Sie, wenn Sie etwas lesen, nicht versuchen den Text zum Vornherein in ihre Erwartungshaltung-Schablone zu pressen, denn dann werden Sie so ziemlich jeden Text verurteilen, der nicht exakt Ihrem eigenen Denkmuster entspricht: Ihre Aussage ist sicher gut, aber absolut off topic.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.