Neujahrsmorgen: Maschinenpistolen, MDMA und der See

Trotz Widrigkeiten die beste Stadt der Welt: Zürich bei Sonnenaufgang.

Trotz Widrigkeiten die beste Stadt der Welt: Zürich bei Sonnenaufgang.

«So lange hab ich ohne Drogen schon lange nicht mehr durchgehalten», erklärt ein ca 17-Jähriger seinen Kollegen. Es ist morgens um Fünf am Bahnhof Hardbrücke und ich bin unterwegs, um mir anzuschauen, wie Zürich den ersten Tag im neuen Jahr begrüsst. Normalerweise bin ich kein Fan von willkürlich gesetzten Feiertagen, aber was solls. Wenn alle feiern, will ich mal nicht die Spassbremse sein, sondern die Atmosphäre der Stadt auf mich wirken lassen.

Maschinenpistolen gegen gefährliche Spasstouristen.

Maschinenpistolen gegen gefährliche Spasstouristen.

Maschinenpistolen
Das Spassbremsen scheinen andere zu übernehmen. Beim Umsteigen am Bahnhof Winterthur musste ich feststellen, dass die Stadt Winti auf ganz besondere Weise auf die aus Zürich heimkehrenden Spasstouristen reagiert: Bei den Gleisen stehen Polizisten, bewaffnet mit stylischen Maschinenpistolen und begleitet von einem herzigen Hund. Die Leute rundherum scheinen mir zwar ziemlich angeheitert, aber durchwegs friedlich. Nun könnte man sich die Frage stellen, ob sie friedlich sind, weil die Staatsgewalt mit ihrer Präsenz Gewalt verhindert, oder ob sie sowieso nur heim ins Bett wollen. Fragen über Fragen. Auf jeden Fall kommt gefühlt auf jeden Reisenden mindestens ein Polizist oder Bahnsicherheitsbeamter.

Wir wünschen einen guten Heimflug, Philipp!

Wir wünschen einen guten Heimflug, Philipp!

MDMA und andere Drogen
Zurück nach Zürich: Da scheint die Silvesterparty noch lange nicht fertig zu sein. Wenn der junge Mann von vorhin heute auf Fitmacher verzichtet, leben doch andere Stadtzürcher ihren Spass ziemlich öffentlich chemisch unterstützt aus. Oder wie Ex-Cabaret-Voltaire-Kurator Philipp Meier sein Motto für die Nacht auf Facebook postet: «Next Level: MDMA». (Zur Info: MDMA, Methylendioxy-N-methylamphetamin, ist ein Amphetaminderivat, das euphorisierend und aufputschend wirkt. Wenn man denn wirklich MDMA erwischt und nicht irgendwas schluckt, das der Hausdealer gerade vorrätig hat). Aber Künstler müssen eben die Bohème leben.

Allzeit bereit: Ambulanz bei den Clubs.

Allzeit bereit: Ambulanz bei den Clubs.

Auch sonst wird Zürich seinem Ruf als Koks- und Amphetamin-Stadt gerecht. Vor dem Hive versuchen drei Männer und eine Frau mit einer aufgefalteten Gratiszeitung ihre Kokslinien vor dem Nieselregen zu schützen, weil das Zeugs sich nass einfach nicht schnupfen lässt. Ich  selbst werde übrigens beim Hive abgewiesen, was mein Ego nachhaltig verletzt. Der Türsteher lässt mich ohne Probleme durch, ein edler Mensch, voller (offensichtlich) profunder Menschenkenntnis, der mich sofort erkennt. Aber an der Kasse sind sie ein wenig gestresst. Irgendwas scheint mit meiner Anmeldung schiefgegangen zu sein. Oder sie wollen einfach keine neugierigen Stadtblogger morgens um halb Sechs in ihrem Club. Jänu. Wenigstens steht draussen, zwischen Supermarket und Hive, bereits ein Krankenwagen bereit, um sich um die Opfer des Mischkonsums zu kümmern. Vorbeugen ist besser als Beerdigen.

Am einen Ort holt man Essen, am anderen (unten rechts) gibt mans wieder zurück.

Am einen Ort holt man Essen, am anderen (unten rechts) gibt mans wieder zurück.
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Falsche Freinacht und U-Turn-Essen
Ich gehe weiter und besuche kurz noch drei andere Clubs im Quartier. Eigentlich unterscheidet sich die Atmosphäre nicht von einem normalen Sonntagmorgen, ausser, dass viel mehr Leute, meist ältere Menschen um die 30, unterwegs sind. «Wir sind kurz nach Zwölf für ein paar Stunden ins Bett, um jetzt nochmals durch die Clubs zu ziehen», verrät mir eine Mittdreissigerin. Auch eine Art, das Alter zu überlisten, wenn man keine Freinacht mehr durchhält. Man kann so den langweiligen Teil, in dem sich alle noch warmsaufen, überspringen und direkt dann ansetzen, wenn das Delirium umgeht. Clever!

Nehmen Sie ein Taxi, wenn Sie getrunken haben. Nur nicht dieses. (6 Uhr Helvetiaplatz)

Nehmen Sie ein Taxi, wenn Sie getrunken haben. Nur nicht dieses. (6 Uhr Helvetiaplatz)

Auffallend ist, wie viele Partygänger schon wieder Hunger haben. Die Schlangen vor dem New Point und dem Happy Beck sind länger als die vor den Clubs. Nur, liebe Nachtvögel, fürs nächste Mal: Essen kommt vor Trinken, sonst legt ihr die Pizza, die ihr teuer bezahlt habt, gleich wieder auf die Strasse.

Und noch was: Trinken und fahren geht gar nicht! Oder sonst Sachen einwerfen und sich dann hinters Steuer setzen. Wenn ihr feiern geht, nehmt doch bitte ein Taxi für den Weg nach Hause. Das ist sicherer, auch wenn mans heute morgen schwer beweisen kann (siehe Bild).

Sonnenaufgang am Seebecken

Nun, nicht alle haben durchgefeiert. Neben dem ziemlich angetrunkenen Typen, der seiner Freundin etwas erklären will (Ich hab «Äüüüwww Schnnpsch wäää! Woschn!» verstanden), sitzen auch schon Leute im Tram, die auf dem Weg zur Arbeit sind. Ich persönlich warte auf meine Lieblingsstunde am 1. Januar in Zürich: Den Sonnenaufgang. Auf dem Weg zur Bellevuebrücke kann ich beobachten, wie sich die Strassen allmählich leeren und wieder Ruhe in die Stadt einkehrt. Reinigungsfahrzeuge tuckeln gemütlich durch die Strassen und bewältigen die Rückstände der Partynacht.

Am See weiss ich dann wieder, wieso Zürich auch morgens früh die beste Stadt der Welt ist. Nichts lässt mein Herz so aufgehen wie die Sicht von der Quaibrücke aus auf Zürich im morgendlichen Zwielicht. Und ich bin nicht der Einzige. Eine Teenagerin mit ihren zwei kleinen Geschwistern schaut neben mir auf den morgendlichen See. «Ich bin mit den Kleinen raus, damit meine Eltern ausschlafen können», erklärt sie ihre Anwesenheit um diese Zeit.

Also, wenn das kein schöner Anfang für 2014 ist, weiss ich auch nicht.

Guets Nois!

49 Kommentare zu «Neujahrsmorgen: Maschinenpistolen, MDMA und der See»

  • Tscherni Neumann sagt:

    Herzig! Der Herr Gretener ist auch wieder hier – na klar! Schliesslich will man auch im neuen Jahr mit der Polizeiphobie weitermachen, diese hochhalten und schüren, damit man am 1. Mai (weiterhin) Che Guevara, Pol Pot und Mao auf eine Fahne drauf tun kann, gell? Nun ja, die Unterschiede braucht man nicht zu kennen… Und übrigens, Sie mit Ihrem angeblichen Superhirn, die andere Leute gleich anblöken, wenn mal was nicht zu 100% stimmt: Wurde nicht vor nicht all zu langer Zeit an einem Silvester einer im Rollstuhl beim Bellevue von Halbschlauen brutal zusammen geschlagen? Daher: Glauben Sie tatsächlich, hier in der CH wäre die Polizei überhaupt zu so was wie einem Polizeistaat in der Lage – schon mal über so was nachgedacht? Oder ist dümmliches Nachplappern echt das Beste, was Sie können? Anyway: Happy new year – vielleicht kommt’s ja besser mit Ihnen im Laufe des 2014…!

    • Anna sagt:

      Wäre die Polizei schnell erreichbar, in Notsituationen und wenn Straftaten geschehen, ist das schon hilfreich. An Silvester habe ich etwa auch ein Team Polizisten gesehen, die am hintersten Ende einer Bahnstation zusammenstanden und nicht drohend durch die Gegend wankten. So sind sie schnell erreichbar, ohne ihre Waffen allen zur Schau stellen zu müssen. Übermässige Prävention und Kontrolle der Menschen scheint klar der falsche Weg zu sein, s. die Entwicklung hinter dem Atlantik.

  • Remo sagt:

    Réda, machst immer auf „leben und leben lassen“. Was spricht gegen MDMA? Dein Bericht spricht für eine Legalisierung damit die Qualitätskontrolle gewährleistet ist. Ich bin über 40 und ziehe 2-3x pro Jahr MDMA einem Vollsuff vor. Vermutlich noch nie selbst versucht?

    • Manuel K. aus W. sagt:

      Für eine Legalisierung bin ich nicht, trotzdem werde ich nicht weniger oder mehr MDMA konsumieren (3-8 mal pro Jahr, die letzten 5 Jahre). Meiner Meinung nach ist bei jeder Droge (legal oder illegal) wichtig das man bereit dafür ist und dazu gehört vor allem der mentale Aspekt. Zudem ist MDMA meiner Meinung nach nicht für die breite Masse geeignet.
      Btw. Réda, wieso gehörst du nicht zur Bohème?
      Zudem hätte auch ich keine Freude daran Journalisten oder Fotografen im Hive zu sehen, sonst würde ich ja ins Jade/Kaufleuten gehen

      • Remo sagt:

        Legalisierung heisst ja nicht, dass man Drogen an jeder Strassenecke kaufen kann. Legalisierung heisst, dass wir nicht unser Sozial- und Berufsleben riskieren und dass wir, wie von Réda richtig erwähnt, angewiesen sind auf gesicherte Qualität.
        Wir konsumieren im Hive MDAM, aber für die „breite Masse ist es nicht geeignet“. Diese Aussage halte ich für egalitär. Ob Alkohol, Joint oder Partydrogen, an erster Stelle steht die Prävention und der Schutz der -18, an zweiter die Qualität. Eine Flasche Wodka kriegt man fast zu jeder Tageszeit zu einen Spottpreis. Ist das für die breite Masse geeignet?
        Viele von uns wollen am Wochenende einfach mal runterkommen vom Alltagsstress, wir geben ja am Montag auch wieder Vollgas, versprochen!

        • Manuel K. aus W. sagt:

          Legalisierung heisst aber, dass sie jeder kaufen kann (was wohl kaum je der Fall sein wird, deshalb müssen wir das gar nicht wirklich Diskutieren) und das finde ich keine gute Idee, vor allem zum Schutz der „Gesellschaft aka. breiten Masse“.
          Und mit „bereit für eine Droge zu sein“ meine ich vor allem, sich den Risiken bewusst zu sein, WISSEN was drin ist (nicht was drin sein sollte) und erst Erfahrungen damit sammeln bevor mal irgendwas in einem Club konsumiert.
          Beim Jugendschutz gehe ich mit Dir einig, finde aber auch das dieser mittlerweile sehr gut funktioniert! Und es wird immer Leute geben die mit egal was, es müssen nicht ein mal Drogen sein, über Ihr Ziel hinaus-schiessen und sich oder Personen um sich gefärden, man kann ja nicht alles verbieten.
          Und was söll jetzt schlimm daran sein wenn man sich morgens eine Flasche Wodka kauft? Die Uhrzeit sollte da keine Rolle spielen. Ab und zu muss ich durch die Nacht arbeiten, nur weil ich mir dann wenn ich um 7 Uhr auf dem Nachhauseweg ein Bier trinke bin ich noch lange kein Alkoholiker, habe mich aber mittlerweile an die Blicke gewohnt.

    • Joachim Kuhn sagt:

      Jaja, der Süchtige der seine Sucht runterspielt. Schon kapiert. Frohes neues Jahr.

      • Manuel K. aus W. sagt:

        Interessant, zweimaliger Konsum einer Droge pro Jahr = Sucht. Dann darf ich Sie also auch (zu ~99%) als Süchtigen bezeichnen.

      • Tscherni Neumann sagt:

        Ja, Herr Kuhn, wenn Manuel K. aus W. tatsächlich einen derartiges Drogen-Konsum hat, lebt er immer noch um Welten gesünder als jeder, der regelmässig seine Stangen (!) Bier oder seine Gläser (!) Wein trinkt. Und, der Wortwahl Manuel K. zu schliessen, gehe ich nun mal davon aus, dass er nach seinem MDMA-Konsum kein Auto lenkt – jedoch: Was sich da in Zürich abspielt, was vornehmlich besoffene (ja, sicherlich auch unter Drogen stehende) Autolenker angeht – nein danke! Aber in Anbetracht ihres Votums wird dies für Sie allenfalls salonfähig sein – oder soll man gegenüber Säufern und/oder Alkoholikern (am Steuer) wieder mal tolerant sein, weil schon die Römer ihre Sauforgien hatten…?!?

  • Koni Meier sagt:

    Komisch, Winterthur ist doch die Stadt und Heimat der SP-Polit Geschwister und radikalen Volksentwaffner, der Galladés nämlich. Das nun ausgerechnet in dieser Stadt friedliche Bürger durch die Polizei mit Waffen eingeschüchtert werden ist schon merkwürdig.

    • Adam Gretener sagt:

      Barbara Günthard-Maier (FDP) ist Sicherheitsvorsteherin, der Präsi ist von der CVP. Soviel zu fundierten Aussagen, Herr Meier.

  • Peter Webber sagt:

    Respekt vor den Leuten, wie z.B Polizei / Ambulanz die vor ORT in der heutigen Zeit diesen undankbaren Job machen. Egal was die Polizei macht, Sie wird so oder so kritisert. Wären Sie nicht da, etwas passiert… Meiner Meinung nach ist der der Silvester heute ein Reines Sauf-Event – Hauptsache man ist dabei und konsumiert um jeden Preis… Gähhhnn…

    • Johanna sagt:

      Jede Gelegenheit zum krassen Feiern muss genutzt werden, das geht auch ohne oder mit wenig Alkohol. Das verstehen allerdings die langweiligeren Gemüter nicht, die nur noch auf den Sarg warten. 🙂

    • johann sagt:

      so ein mist, dankbar auf die polizei zu sein, wen wirklich ärger im anmarsch ist, sind das die, die sich als erstes aus dem staub machen, radarfallen aufstellen und den einfachen bürger ausnehmen. die arbeit der polizei ist dich zu bestrafen bei überschreitungen, und nicht dich zu beschützen.

      • thomas sagt:

        selten so einen blödsinn gelesen… als polizist kann ich dir sagen, dass dem definitiv nicht so ist! wäre schön, wenn du deine fundierten aussagen irgendwie konkret belegen könntest… im vergleich zum ausland haben wir in der schweiz halt relativ kleine polizeikorps, so dass nicht immer, überall und sofort interveniert werden kann. du kannst dir aber sicher sein, wenn du wirklich an leib und leben bedroht bist kommt die polizei in jedem fall! das dumme geschwätz von „ihr seit nur immer am geschwindikeitskontrollen machen und bussen verteilen“ kann ich echt nicht mehr hören.

  • Michalis Stathis sagt:

    „Oder sonst Sachen einwerfen und sich dann hinters Steuer setzen.“

    Ähm ja, klar, ganz guter Vorsatz fürs neue Jahr…

    Na dann Prost!

  • Karl Bätig sagt:

    Bei der auf dem Bild gezeigten Waffe des PVB handelt es sich bloss um eine zeitgemässe Version eines Gummischrotgewehres. Ob dies besser als die Maschinenpistole zur friedlichen Katerstimmung am morgendlichen Bahnhof passt, sei jedem selber überlassen. Wenigstens starten die Herren der Trachtengruppe Winterthur mit einem Schweizer Produkt ins neue Jahr;-)

    http://www.bt-ag.ch/en/manufacturing/firearms/gl-06_launcher.php?navanchor=2110034

    • René Thalmann sagt:

      Das ändert allerdings einiges. Danke für die Klarstellung.

      • Adam Gretener sagt:

        Thalmann: Mit Gummigeschossen von 2 Metern Entfernung auf eine junge Frau feiern weil diese sich an eine Stange im Zug hängt. Klar, das ändern alles. Wissen Sie, was so ein Gummigeschoss anrichtet?

        • René Thalmann sagt:

          Das ist nicht das Thema und völlig klar.
          Trotzdem werden Titel und Teile des Artikels durch diese Falschbehauptung sehr viel dramatischer.

  • Adam Gretener sagt:

    Gut gehe ich nicht mehr so aus. Bei so vielen Polizisten, Gewehren und Hunden hätte es mich gejuckt und ich hätte einfach ein Gespräch mit denen lostreten müssen.

    Soweit ich mich erinnere gabs es doch ausser kleineren Rempelieien am Neujahrsmorgen noch nie irgendwelche Probleme. Wieso der massive Aufmarsch also? Mussten einige Polizisten noch ihr negative Stunden-Saldo noch auf null bringen?

    • Bless Marco sagt:

      Aber Herr Gretener! In jedem Polizeistaat ist das doch völlig normal! Mit dem Unterschied, dass man es in Russland als Verstoss gegen Menschenrechte bezeichnet, während es hier nur der „Sicherheit“ der Bevölkerung dient.
      Soweit der Sprachunterschied zwischen Westen und Osten.

      • Mäse sagt:

        Vielleicht mal einen Polizeistaat besuchen? Oder mal bei uns in México vorbeikommen? Einfach zum Verständnis des Wortes Polizeistaat. Herr Gretener, eventuell gehen sie wieder mal aus? Wurde nicht gerade im Wadtland ein Zug 200 ausgeflippten Teenagern gestoppt werden? Es gibt halt manchmal Dinge, die gab’s in Ihrer Zeit noch nicht.

        • Mario sagt:

          Das sind wirklich Zustände. Wo sind wir denn hier, dass auf Basis eines eingeschätzten „Gemütszustands“ ein solcher Einsatz rechtmässig sein soll? Da fehlen mir die Worte…

          • pedro sagt:

            ach ja die pöse polizei, und die armen, harmlosen jugendlichen. wollen ja nur feiern… ja die polizei will auch nur ihren job machen, also alles o.k. und punkto polizeistaat… das ist einfach eine üble behauptung einer unerfahrenen person. @gretener und konsorte: mal nach mogadiscio gehen, dort hats dann keine ordnungskräfte, etwa so wie im film mad max. da sind sie plötzlich froh um die polizei!

          • Johanna sagt:

            Pedro, die 200 präventiv aus dem Zug geholten Jugendlichen sind dann doch schon sehr polizeistaatlich. Es kam zu keinerlei Sachbeschädigungen und Silvester geht es nun mal traditionell etwas lauter zu. Die Einsatzkräfte müssen also eine langweilige Nacht gehabt haben, dass sie die jungen Leute selbst zu Silvester derart umfassend betreuen.

        • Bless Marco sagt:

          Nur Anrempelei und Unterstellungen? Kennen Sie denn, lieber anonymer „Mäse aus Mexico“ das Alter des Herrn Gretener oder tippen Sie einfach drauflos, wenn gerade eine Tastatur in der Nähe ist?
          Vielleicht erklären Sie mir das Wort „Polizeistaat“, Sie Besserwisser aus Mexico. In meinem Verständnis ist ein Polizeistaat, wo die Gesellschaft durch Repression unter Kontrolle gehalten wird. Es gibt halt manchmal Dinge, die sich Ihrem Verständnis entziehen.

        • Adam Gretener sagt:

          Mäse Du Nase, ich bin 37 und war für 5 Menschenleben im Ausgang. Und zumindest im Norden klappt es ja nicht so gut mit dem Polizeistaat in Mexiko. Wenn mir einer vom anderen Ende der Welt die Schweiz erklären will…

          • Irene feldmann sagt:

            Schreck!!!!!

          • Mäse sagt:

            Genau Adam, darauf wollt ich hinaus. Wenn mir einer was von Polizeistaat in der Schweiz erzählen will, dann soll er mal in einen solchen gehen. Die Schweiz ist eben garantiert keiner. Von Erfolg oder Nichterfolg hab ich nix geschrieben. Ich bin übrigens 46 und hab’s genügend bunt getrieben. @Marco, ich bin nicht anonym, ich heiss einfach so und das sollte reichen. Ich schreib übrigens seit Jahren hier mit meinem Namen. Zum Polizeistaat: Wie schon mal erwähnt: Die Schweiz ist definitiv kein Polizeistaat. Und wie auch schon erwähnt, begeben Sie sich mal in einen Polizeistaat um den Unterschied zur Schweiz zu fühlen. Und mit fühlen mein ich das wortwörtlich. Es gibt einfach Dinge, die entziehen sich ihrer Kenntnis mangels Erfahrung. Den Besserwisser hab ich bewusst überlesen, brauch keine Beleidigungen

        • Victoria Lombardi sagt:

          Ich bin in Argentinien aufgewachsen, und das Problem sind nicht die Waffen an sich, sondern die Beamten die nicht unterscheiden zwischen Friedlichen Passanten und Kriminellen. Das in anderen Ländern alles noch schlimmer ist rechtfertigt das auch nicht. Grüsse nach Mexico Mäse.

          • Adam Gretener sagt:

            Mäse, ich kann mich nicht an ein Du erinnern. Daher besser Gretener, nicht Adam. Sie haben sich heillos verrannt. Ist nun Mexiko ein Polizeistaat oder nicht? Und woher wissen Sie, wo ich schon gewesen bin?

      • Kleinert sagt:

        Polizeistaat, na und? Ein Kommunist führt schliesslich die Stadtpolizei. Andere Abteilungen seines Reichs, z.B. die Feuerpolizei schikaniert die Bürger diskreter, aber dafür umso nachhaltiger, einfach noch mehr Kommunisten in den Stadtrat wählen, also auch mehr Polizeistaat.

        • Adam Gretener sagt:

          3. Januar und schon geht es los. Kleinert, das war Winterthur. Winterthur.

          • Mäse sagt:

            Nun Adam, wer mich ‚Mäse die Nase´nennt und sich dann über ein ´Du´beschwert, der hat sich verrannt. Eventuell wirklich zuviel im Ausgang gewesen. Bringt wohl alles nix. Ich muss auch nicht wissen wo der Gretener Adam schon war, ist nicht wichtig. Er will sich sicher von mir nicht die Welt erklärt haben, ich darf ihm ja die Schweiz auch nicht erklären.

      • Erich K sagt:

        Im Unterschied zu einem richtigen Polizeistaat wählen die Leute in Zürich und Winterthur die Politiker, die sie dann über ihre Beamtenhorde in allen möglichen Lebenslagen schikanieren…

    • Rolf Stalder sagt:

      Ja, und wenn dann etwas passiert schreien: „Wo war dann diese Polizei die wir teuer mit den Steuern bezahlen?“ – richtig?

  • Party Arty sagt:

    Schöner Neujahrsbericht, dem ich entnehme, dass der Autor nicht exzessiv feierte. 🙂 Die Steigerung der Enddreissiger ist übrigens, am 31. auf irgend einer Dachterrasse mit perfektem Feuerwerksblick reinzufeiern, dann am 1. voll zu entspannen, um ab dem 2. 24h am Stück im Kater Holzig dessen Closing exzessiv zu feiern. Nach Erholung geht es dann am 4. etc. bis zum 6. weiter. Schönes Nois! 🙂

  • bugsierer sagt:

    mdma kennen wir hier im emmental seit gotthelf als „markt der möglichkeiten alpenvorland“, damals noch powered mit hochprozentigem und absinth-ähnlichem härdöpfeler. aber henusode, partyinfrastruktur habt ihr ömu die bessere, mit mp’s aufm bahnhof und krankenwagen vor dem club können wir nicht mithalten.

  • Hedy CAHEN sagt:

    Danke der mutigen „Bloggerin“, die sich in die Kälte der Nacht getraut um sich der *angeschwipsten“ Umgebung an zu nehmen.!

    „Au es guets Neus!

  • Mario Heller sagt:

    Richtig guter Artikel mit schneidendem Humor.
    Und dieser Philipp Meier oder wie der heisst ist wahrlich eine selbstunterhaltende Puppenkomödienkiste.

  • Irene feldmann sagt:

    Der 1. januar erst Artikel schlägt wieder bomben ein….:) drogen-Gewehre-Pizza kotz- und romantischer Sonnenaufgang mit rücksichtsvollen Kidds, ja-ja das isch Züriii…:)

  • roger s sagt:

    Cooler Artikel, danke!

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