Die Parfüm-Diktatur

Soll nicht wie ein Tränengasspray wirken: Parfüm

Soll nicht wie ein Tränengasspray wirken: Parfüm

Parfüm ist etwas sehr Persönliches, Intimes, wie wir alle seit dem Buch (oder dem Film) «Das Parfüm» wissen. Nur in Zürich scheint sich das noch nicht herumgesprochen haben. Jedes Mal kurz vor Weihnachten scheinen sich die Kosmetikabteilungen der grossen Warenhäuser der Stadt abgesprochen haben.

Wohin man auch kommt, es werden dieselben Düfte angepriesen, je fünf für die Frau und fünf für den Mann – zwei klassische, drei neue. Die Namen verschweigen wir jetzt, da wir nicht noch mehr Werbung dafür machen wollen. Meist steht da eine hübsch herausgeputzte Dame vor einer Pyramide Parfümschachteln und wartet mit einer kleinen Flasche auf ein Opfer, das sie vollsprayen kann. Dazu kommen die penetranten Fernsehwerbungen, in denen irgend ein Luxusgeschöpf in Abendkleid oder irgendein James-Bond-Verschnitt so tut, als ob man nur mit diesem einen Duft richtig cool/sexy/erfolgreich sei.

Nun, natürlich werden genau diese Parfüms dann auch gekauft und sind unter den Christbäumen der Zürcher zu finden. Und als obs nicht schon schlimm genug ist, dass uns die Kleidermode gleichschaltet, riechen nach den Weihnachten in den Trams und Büros alle nach den gleichen Duftwässerchen. Ich frag mich, ob es nicht irritierend ist, wenn der Chef gleich duftet wie der Freund. Oder wenn die Coiffeuse dieselben olfaktorischen Erinnerungen weckt wie die Geliebte. Wenn die Billetkontrolleuse gleich riecht wie das Kissen ihres neuen Schwarms morgens nach einer unglaublichen Nacht. Oder wenn der gammlige Typ, der morgens neben ihnen im Tram döst das gleiche Parfüm trägt, das Sie ihrem Vater zu Weihnachten geschenkt haben.

Duft ist kein Statussymbol. Mit Parfüms riecht man gut, oder eben nicht. Wie gesagt, der Duft ist etwas Intimes, soll die Persönlichkeit unterstreichen, soll verführen, soll etwas Erotik in den Alltag bringen . Nur, wenn alle dieselben paar Wässerchen benutzen, kommt bei mir unbewusst der Eindruck auf, wir hätten denselben Genpool zur Verfügung, wie ein inzestuöses Redneck-Dorf im amerikanischen Hinterland.

Dass Jugendliche im Sommer alle dieselben Axe-Deos benutzen, weil sie sich davon einen Erfolg bei gutaussehenden Frauen versprechen, kann mit der Pubertät entschuldigt werden. Wenn man aber wirklich Geld in die Hand nimmt, um einen Duft zu verschenken, kann man es auch gleich richtig machen. Verschenken Sie einen Gutschein für Parfüm, am Besten von einer richtig guten Parfümerie. Dann, nach Weihnachten, begleiten Sie den oder die Beschenkte/n und helfen Sie mitschnuppern und eine Entscheidung treffen. Und berücksichtigen Sie, dass Sie die Person sind, die den Duft dann auch riechen wird. Das eigene Parfüm verblasst nämlich in der eigenen Wahrnehmung. Es ist die Umgebung, die unter einem Fehlgriff leiden wird.

Und, wenn wir schon beim Thema Düfte sind: Weiss jemand, wieso Herren-Deos immer grauenhaft parfümiert sind, während Damen-Deos immer nur dezent duften? Oder warum Männer, neben penetranten Deos und starken Rasierwassern auch noch ein Parfüm brauchen?

67 Kommentare zu «Die Parfüm-Diktatur»

  • Ursi sagt:

    Reda, wie immer, ganz deiner Meinung. Hier noch ein paar andere Ideen für deinen Blog, u.a. auch zum Thema Duft: (1) Leute, die, um den 4er Sitzplatz ganz für sich alleine zu haben, in der SBB ihre Schuhe ausziehen, die Füsse auf die Sitzbank legen und dann alle 10 Sekunden mit den Zehen wackeln. (2) Leute, die, wenn Sie etwas nicht verstehen, nachfragen: „Häääääääääää?“ (3) Leute, die im öffentlichen Schwimmbad unter der Dusche ihre Nase „freischnaufen“. (4) Leute, die im Tram den Döner, den BigMac-Kombo meinen essen zu müssen oder die letzten Reste ihres Joghurt mit dem Löffel auskratzen müssen. Und (5) meine Lieblingsleute are LIKE those who LIKE to use the word „LIKE“ like after every like 3 words and like think that it´s sooo cool to like use the word „like“ after every 3 words because it like sounds soooo like „native-speaker“-like. And like even the Americans like the word like sooo like fucking much…. I like really do like ‚em…

  • Alain Wolf sagt:

    Dahinter steckt die allmächtige Lobby der Mitarbeiter öffentlicher Verkehrsbetriebe. Dem Duftchaos in Bahn, Tram und Bus muss endlich Einhalt geboten werden. Es ist auch nur die erste Stufe im ausgeklügelten Plan. Beim nächsten Fahrplanwechsel werden die Klassen auf fünf erhöht und alle die Passagiere nach Duftnoten getrennt in die Abteile und Wagen verteilt. Wird auch höchste Zeit. Unparfümierte dürfen dann übrigens nur noch individual Verkehren. Die Autofahrer sind eh hermetisch abgeschlossen und bei den Velofahrern erübrigt sich jeder Kommentar zum Thema.
    Die neuen SBB-Billetautomaten, welche derzeit im Test sind, haben schon entsprechende Geruchssensoren eingebaut.

    • Arielle sagt:

      Velofahrer müssen nicht nach Industriedüften riechen, die sehen sportlich und gut aus, da klappt es auch ganz ohne Chemiekeule auf der Haut.

  • Riecher sagt:

    Ich machs wie Hemingway: Ein Mann soll verdammt mochmal, wie ein Mann riechen.

  • Johannes sagt:

    Mehr reine Naturparfüms ohne Chemiemüll würde mich überzeugen, Rosenöl, Lavendel, Sandelholz, Salbei etc.

    • Harbeck sagt:

      Nochmals, auf natürliche Rohstoffe ist man viel eher allergisch als auf synthetische. Irrglaube hoch zehn!!

      • Johannes sagt:

        Darum geht es nicht, sondern um die Gerüche. Man kann natürliche Öle auch verdünnen etc. Chemische Düfte sind jdf. irrelevant.

  • Dr. D sagt:

    @Réda El Arbi: Dass „alle gleich riechen“ hat mit folgenden betrüblichen Fakten zu tun:
    – Es gibt ca. 20 günstige Ausgangsmatierialien, und in den meisten Parfüms machen einige von diesen den grössten Anteil aus. Allen voran der Duftstoff Hedione (und seine Abkömmlinge), der 20 bis 50% oder mehr eines Parfüms ausmachen kann.
    – Viele Leute riechen nicht so genau und nicht lange genug hin, wenn sie ein Parfüm riechen und lassen sich vom ersten Eindruck überzeugen. (Fast jedes Parfüm riecht auf Anhieb „frisch“) Dabei ist das meist nach 15 min weg.
    – Viele Leute können Düfte nicht so gut unterscheiden, weil es kaum Möglichkeiten angeboten werden, das zu lernen.
    – Es gibt viele Nachahmer-Produkte, die sehr ähnlich riechen.
    – Gekauft wird, was bekannt riecht.

  • Hans Olo sagt:

    Stimme vollkommen mit den Aussagen des Artikels überein (Réda – reisserisch und klischiert wie eh und je). Jedoch: Es gibt sehr wohl gepflegte Parfümerien mit Düften jenseits des Mainstream. Man muss ja nichts übertreiben. Olfaktorischen Terror bemerke ich meist bei Personen, die auch sonst nicht gerade eine Sinnesweide oder gute Gesellschaft sind. Penetrante Personen eben. Das ein Parfum – wie in den Kommentaren bemerkt – an jedem anders riecht ist bei richtig aufgetragenen, gut gemischten Düften ebenfalls wahr. Und gute, unaufdringliche Männerdeos findet man übrigens in jeder wohlsortierten Apotheke. Kostet leider alles ein bisschen mehr, hält dafür auch eher was es verspricht.

  • Sara Becker sagt:

    Man kann es auch anders betrachten. Die meisten Schweizer sind einfach „Bure‘ (auf deutsch: Bauern). Hippies (ex-hippie wie der El Arbi), alternatives, super naturals, only organic shit, jesus sandals und so. Es waere mir ja noch egal wenn ihr alle „NICHT“ nach Parfum duften wuerdet, aber meistens ist es einfach so das ihr alle STINKT. Nicht unbedingt alle nach Schweiss aber es „bettelet“ extrem und dann noch keine Haare waschen und kleider wechseln. Yummi! Da habe ich wirklich lieber gestylte Leute die sich pflegen, jeden morgen duschen, deo, zaehne putschen, frische Kleider UND PARFUM, dann koennen wir sicher sein das NIEMAND mehr stinkt. Und logisch reden wir hier nicht von Drakkar oder sonst so billig wasser. Aber auch wenn die mehrheit Davidoff Coolwater traegt habe ich das noch lieber als euer Bett- und Schweissgestank. Ihr glaubt wohl alle nur weil ihr am morgen nicht nass seit das ihr in der Nacht nicht geschwitzt habt? Aber eben, das ist halt in der Schweiz und in der El Arbi welt so (er hat schon mal so ein Artikel geschrieben…..auweiA hat der Typ issues!!! Immer nur motzen uber so klein kram, ausser der enzige und auch gute Artikel ueber Pfarrer Sieber, ansonsten: IMMER NUR MOTZEN!!! Langweilig….wie die Rolling Stones oder die Red Hot Chilli Peppers, die sind auch zum sterben langweilig, ihr alle solltet einfach wieder harte Drogen nehmen, dann haettet ihr und WIR mehr spass mit euerer Arbeit…..AIGHT? Capish?….)

    P.S: Und wie ueblich wird auch dieser Kommentar wie alle meine vorigen nicht veroeffentlicht und darum sage ich zur Redaktion: FUCK YOU TOO VERY MUCH!

    • Réda El Arbi sagt:

      Tja, wir sind natürlich nicht dauernd online um Kommentare freizuschalten. Wir haben auch ein Privatleben.

      Aber was solls, dafür sind wir grosszügig und lassen vieles durch. Nun müssen Sie eben mit Ihren Äusserungen in der Öffentlichkeit leben, zu unserer Unterhaltung.

      Und ehrlich, mein Parfüm könnten Sie sich wahrscheinlich nicht leisten. Und wenn, dann würden Sie es nicht finden. Es ist eher selten. 😉

      • Sara Becker sagt:

        Ok, that’s funny! Trotzdem, ich verstehe nicht warum Du im Stadtblog immer nur motzt und herum kritisierst, oder sollte das so sein in diesem Blog? Und dann noch so ueber Kleinigkeiten wie Streetparade, und Parfum und weiss ich nicht was noch. Der Artikel ueber Pfarrer Sieber war bisher wirklich der einzige interessante und auch der einzige Artikel wo Du nicht herum gemotzt hast. Und wie bitte, Du traegst ein Parfum? Dann ist die ganze Meckerei ja noch schlimmer in deinem Bericht. Und wenn Dein Parfum scheinbar SOOO teuer war dann kritisierst Du einfach billig Parfume? Really? Und fuer das schreibst Du ein Artikel? Also wie einer der ein Ferrari faehrt und sich uber die Opel fahrer nervt?

        P.S: Eazy, wegen Auesserungen in der Oeffentlichkeit, schliesslich heisse ich ja nicht Sara Becker. Und Du bist uebrigens der einzige der Kommentare freischaltet (ist mein erster bei Dir) alle anderen im Tagi werden IMMER geloescht….

    • Irene feldmann sagt:

      Sara dear, du solltest mehr Gewicht auf dein INNERES legen. dein Umfeld ist nicht kontrollierbar doch deine Einstellung schon….das Parfüm-Thema war eine verstauchte Bewegung um wieder mal dampf abzulassen….

      • tststs sagt:

        Gelled, Sie Frau Feldmann, vor lauter Gemotze, geht die eigentlich Botschaft völlig unter 😉

        Aber es bestätigt sich einmal mehr, wer am lautesten scheisst, wird am ehesten gerochen… (sorry, aber meine „Fuck-You“s werden auch nie veröffentlich… und was heisst da „auch“…es bestätigt sich sogleich auch noch, dass laute Scheisse am ehesten veröffentlicht wird…)

        • Irene feldmann sagt:

          Leben und leben LASSEN, tststs….wär ein Versuch wert, wichtiger noch, sich selber nicht so WICHTIG zu nehmen….schöne Weihnachten!!!!!

  • Loll sagt:

    Interessant zu wissen auf einer Flasche Parfum, die 70 sfr kostet, beträgt die Duft, nur 1,65 Frankli, alles ist nur Marketing und fette Katzen !

  • Lehmann sagt:

    Ich wurde PM bei Coty-Pfyzer, als Letztere Coty bankrott übernahm und als Konsumgüter Parfümierer sanierte. Ihr Artikel ist falsch und dumm. Entweder, sprechen sich die Warenhäuser ab oder der Einkauf wird kollektiv geschaltet. Parfüme gibt es zig-Tausende und wie ein Leser sagt, sie riechen IMMER anders. Parfüm zu schenken ist übrigens eine Verlegenheitshandlung. Ich schenke entweder ein erwünschtes (persönliches) Parfüm oder aber lieber einen Kugelschreiber. Parfüm ist sowas von Nobel und Persönlich, dass es peinlich ist die Enttäusching im Gesicht zu sehen. Früher war es so mit englischen Körpertalk…. peinlich

    • Réda El Arbi sagt:

      Nun gehen Sie doch mal in die Warenhäuser. Da werden Pop-Brands wie YSL oder CK vermarktet. In etwa so speziell und nobel wie Käsfüsse.

    • Dr. D sagt:

      @ Lehmann: Tönt ja wie eine Werbebotschaft… Für experten riechen Parfüme immer (ein ganz klein wenig) anders und trotzdem gibt es hunderte von Klonen von „Engel“, „Kühlem Wasser“, „Nummer fünf“, etc. die fast identisch riechen.

  • tststs sagt:

    IMHO sollte Parfum generell nicht verschenkt werden, ausser es handelt sich um Nachschub. Da, wie geschrieben, das Parfum eine intime Sache ist und an jedem anders riecht, sollte man selber den passenden Duft auswählen. Bei mir ist es mittlerweilen ein fixes Ritual bei der Heimreise. Nach der Kontrolle muss ja meistens Zeit totschlagen, da bietet sich die Parfum-Abteilung des Duty-Free geradezu an. Aber Achtung: immer Sonnencreme abwischen, kann sonst zu grauenhaften Missgriffen führen 😉

  • peter sagt:

    ein artikel von ihnen in dem der “zürcher hipster“ (immer mit ein bisschen verachtung) nicht vorkommt…erstaunlich!

  • Patrick sagt:

    Nur weil mir eine Verkäuferin ein Parfüm im wahrsten Sinne des Wortes unter die Nase reibt, heisst doch das noch lange nicht, dass ich es auch gleich kaufen werde. Schliesslich kaufe ich doch auch sonst nicht allen Mist, welcher zuvorderst im Geschäft steht und goldig angepriesen wird… Oder werden wir (als potenzielle Käufer) hier auf diesen Umstand reduziert?

    Ein freundliches „Nein Danke“ und die Sache ist gegessen.

  • Lia sagt:

    weder ich noch mein Mann benutzen Parfum – auch das Deo und Duschmittel sind generell geruchsneutral. Bei mir vor allem, da ich eine extrem empfindliche Nase habe – Grenouille lässt grüssen – aber hauptsächlich deswegen: Ob man einen Menschen mag, entscheidet man anhand des natürlichen Körpergeruchs, wieso sollte ich den überdecken wollen? Übrigens: ein Parfum riecht an 5 Menschen 5mal anders..

    • tststs sagt:

      Der angesprochene Körperduft lässt sich auch durch Parfum nicht überdecken 🙂 Wie auch schlechte Düfte davon nicht abgetötet werden (die armen Menschen im MA haben sich auch schon verliebt…).

  • Andy Mattmüller sagt:

    Ich sehe das Problem nicht. Die meisten Menschen sind Parfum-Nichtkenner. Wozu sie mit 1000 Produkte verwirren, die nur Fortgeschrittene unterscheiden können. Es ist doch eine Dienstleistung wenn man ihnen 10 oder besser 3 Produkte zur Auswahl gibt. So wird auch vermieden, dass völlige Durchschnittstypen plötzlich einen interessanten Duft tragen.

  • KMS a PR sagt:

    parfum (und puder) wurde(n) erfunden weil die damen und herren der damaligen zeit wasserscheu waren. ich ziehe jeden noch so billigen puff einer parfumerie vor. ich glaube die verkaufen da nur was, weil die leute nach dem 3. atemzug betäubt und willenlos sind. und jetzt, in der vorweihnachtszeit, flimmern mehrere parfum-werbungen über die glotze. eines haben sie alle gemeinsam; sie sind stereotyp, androgyn und vermitteln mir persönlich eher brech- anstelle kauf-reiz. milchbubis in römischen roben und retortenblondies welche mit letzter kraft den namen des kreateurs hauchen. bemühend. und allles schön steril in chrom gehalten. und das soll persönlichkeit vermittlen?? – gut, ausser natürlich die (fehlende) der werber? nehmen sie einen kräftigen schluck schönen single-malts. und schauen sie darauf, dass einige tropfen das kinn runterrinnen und auf den pullover fallen. DAS vermittelt persönlichkeit.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Ein Whisky schlürfender Alk, dem das Zeugs noch aus dem Mund rinnt – das soll die Alternative zu Parfüm sein? Und Persönlichkeit vermitteln? Weiter östlich nennt man solche Leute Bomsch… (was das ist, dürfen Sie selbst googeln).

      • KMS a PR sagt:

        grüezi herr ballmer. sie sind a) werber für die parfumindustrie oder b) im labor für die tätig. anders kann ich mir beim besten willen ihr gehässiger kommentar nicht erklären. tortzdem wünsche ich gerade ihnen einen herrlichen, sonnigen tag.

      • Philipp Rittermann sagt:

        ah. herr ballmer – habe sie grade gegoogelt. sie sind spekulant – gratuliere, da trinke ich lieber! 🙂

        • Marcus Ballmer sagt:

          Falsch gegoogelt, Herr Rittermann, ich bin pensioniert und war weder Werber noch Spekulant noch für die Parfümindustrie tätig. Wenn Sie es genau wissen wollen: meine berufliches Feld war die IT-Industrie. In Google tauche ich nicht auf, dafür habe ich gesorgt. Und wenn auch gewisse Leute behaupten, man zeige Persönlichkeit, wenn man sich mit alkoholischen Getränken bekleckere, finde ich das nur gruusig. So gesehen halte ich es mit Ihnen: ich trinke das Zeugs lieber, als mich damit zu parfümieren.

        • Peter Ringger sagt:

          Jedes Parfum riecht viel mehr nach Alkohol als irgendein Whisky, da es fast nur daraus besteht. Auch für mich riecht ein guter Single Malt besser als jedes überteuerte Lifestyledüftchen, und dazu ist es noch geniessbar und weit billiger. Über die Methode des Auftragens kann man diskutieren.

  • Sara Schlaefli sagt:

    Wer kauft schon Parfüm? Die werden Kaninchen, die einzeln gehalten werden, in die Augen getropft in der Entwicklungsphase. Tierversuche dafür unterstützen? Nein Danke!

    • fabian sagt:

      „wer kauft schon Parfüm?“ – u.a. deshalb bin ich so ein grosser LUSH-Fan. Tolle, ehrliche, tierversuchsfreie und erfrischende Düfte. Herkömmliche Parfüms lösen bei mir Kopfweh und Übelkeit aus. Und duften nicht mal gut.

    • Harbeck sagt:

      Hab ich auch noch nie gehört. Diejenigen Parfumeure die ich kenne machen mehrere Rezepte für ein Parfume am Tag. Da haben die gar keine Zeit für jedes Parfume ein Kaninchen zu betreufeln.

    • Lia sagt:

      wohl kaum. Die Inhaltsstoffe sind immer dieselben, da weiss man mittlerweile, wie Kaninchen darauf reagieren.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Entschuldigung Frau Schläfli, aber das mit den Kaninchen glaube ich Ihnen schlicht und einfach nicht. Haben Sie belastbare Belege für Ihre Behauptung? Ich befürchte nämlich schwer, dass es sich damit wieder mal um eine Gruselstory militanter, sogenannter „Tierschützer“ handelt. Überzeugen Sie mich vom Gegenteil!

      • Philipp Rittermann sagt:

        frau schläfli hat recht. ist ein grund, dass ich persönlich meine einschlägigen produkte nur noch beim body shop kaufe.

        • Marcus Ballmer sagt:

          „Frau Schläfli hat recht“ – das nenne ich eine belastbare Aussage… -:) Wieso soll ich Ihnen glauben, Herr Rittermann? Apropos Body Shop: Ökotest bemängelte zum Beispiel PEG oder seine Derivate im Haarwachs. Diese können die natürliche Hautbarriere angreifen und durchlässig für Giftstoffe von aussen machen. In Badezusätzen aufgespürte halogenorganische Verbindungen wiederum gelten als allergieauslösend und teilweise krebserregend. Body Shop selbst sagt, dass sie nicht nur natürliche, sondern auch synthetische Duftstoffe verwenden. Tja, so kann’s, wenn man nicht hinter die Gardinen schaut.

          • Harbeck sagt:

            Der grösste Irrtum ist, dass von synthetischen Duftstoffen eine alergische Reaktion ausgeht. Weshalb sind denn immer mehr natürliche Stoffe nicht mehr erlaubt und es gibt immer mehr synthetische Stoffe? Das ist Irrglaube!
            Auf synthetische Stoffe ist man viel weniger allergisch aber auf natürliche Rohstoffe!!

          • Philipp Rittermann sagt:

            ma ja. ich widerspreche ihnen doch gar nicht, herr ballmer. sie sind ein schwieriger, sie.

          • Philipp Rittermann sagt:

            herr harbeck. sie haben ins schwarze getroffen. organische stoffe sind für allergiker in der tat ein problem.

  • Peter Camenzind sagt:

    Die meisten dieser Mainstream Düfte erinnern mich an KIK (Anti-Mückenspray). Penetrant und billig. Ich musste schon meinen Sitzplatz im Zug wechseln, weil ich Atemnot bekam – kein Witz. Dabei gibt es wirklich gute Parfüms, die auf natürlich Rohstoffen basieren. Sie kosten nur wenig mehr, haben aber viel mehr Rafinesse, Klasse und Stil. Zudem ist dieses künstliche Zeugs massiv zu teuer. Aber die Lemminge unserer Gesellschaft bekommen halt leuchtende Augen wenn sie eine bekannte Marke sehen.

  • L. sagt:

    Die Parfüm-Diktatur – nicht nur in der Parfum Branche herrscht Diktatur!
    Das zieht sich quer durch alle Sparten, ob bei Grossverteilern, Detailgeschaeften (sofern es diese noch gibt) ist es so; der Anbieter stellt und bestimmt das Angebot und der Kunde nimmt was im Angebot ist – oder man hat eben Pech!
    Mit Wehmut erinnere ich mich an Zeiten wo man in jedes beliebige Geschaeft gehen konnte, wenn das Gewuenschte nicht da war, kam sofort und ungefragt das Angebot; koennen wir ihnen gerne bestellen.
    Der Kunde ist schon laengst nicht mehr Koenig!

    • Barbara sagt:

      Gibts auch heute noch. Man muss fragen. Und ein guter Detailhändler bestellt auch heute noch. Und der Kunde ist eigentlich immer noch König, wenn er sich wie ein König, d.h. wie am Hof, d.h. höflich benimmt. Diejenigen die meinen ein Kunde sei König im Sinne: jeder der hier arbeitet ist mein Untertan den ich rum schikanieren will wie es mir passt: ja die haben beim Personal meist nicht sehr gute Karten…

    • König sagt:

      Der Kunde ist real schon lange kaum mehr König, Mitarbeiter sind oft schlecht ausgebildet und können nicht umfassend beraten. Ein wenig von seinem aristokratischen Status kann er aber durch das Internet erhalten. Leider sind die Recherchen dort zeitaufwendig, aber das Angebot ist fantastisch. Im übrigen finde ich das TV- und Radioangebot zumeist auch nur bevormundend und schlecht, der Rezipient ist also auch nicht mehr bzw. noch lange nicht König.

  • Irene feldmann sagt:

    Guter Gedanke reda, Frauen fallen oft mehr auf als gesamt Erscheinung auf. Das Parfüm da ist mehr ein Abschluss des ganzen…Männer jedoch beeindrucken oft erst als Duftwolke und werden dann als Person wahrgenommen….

    • KMS a PR sagt:

      kein abschluss ohne abschuss! 🙂

    • Carolina sagt:

      Mir geht es da wie ReA: mich beeindruckt kein Mann als Duftwolke. Ich finde die männlichen Düfte, vor allem Deos, stinken alle billig, haben alle irgendeine merkwürdige Unternote, die viel zu streng, zu künstlich, zu ich-weiss-es-nicht, stinken.
      Und bei Frauen: I blame ‚Charly‘ – als dieses grauenhafte Zeugs aufkam, fingen plötzlich alle an, ständig zu sprayen. Dass man mit einem Duschöl und dazu passender Bodylotion fein, aber nicht aufdringlich, duften kann, scheint den meisten nicht bewusst zu sein. Und abends bei einem feinen Essen kann so eine Chanel-No 5-Wolke tatsächlich den Genuss beeinträchtigen, egal wie ‚gut‘ das Parfum auch ist.

  • Harbeck sagt:

    Mainstream gibt es überall, vorallem sind die Parfüme von grossen Marken sehr billig in der Herstellung, sowie die enthaltenen Rohstoffe. Da bezahlt man meistens nur den Namen. Aber zum Glück gibt es noch Parfumerien die sich auf Nischenprodukte konsentrieren.
    Da meine Lebenspartnerin Parfumeurin ist habe ich schonmal mein eigener Duft der nicht jeder .

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