350 Franken für eine Coverband

Ist das irgendwie irreführend?Nicht die «Dire Straits» spielten, sondern eine Coverband.

Ist das irgendwie irreführend? Nicht die «Dire Straits» spielten, sondern eine Coverband.

«Aura presents Dire Straits» stand da im Email. Es war genau der Anlass, den mir meine nichtvorhandenen Enkel in einigen Jahren auf den 50 Geburtstag schenken würden. Ein gutes Essen, ein Pausenclown (Marco Rima soll in der Essenspause auftreten) und zum Dessert dann «Dire Straits», die Band, die mit Mark Knopflers weichem Gitarrenspiel so manchen ersten Koitus meiner Generation begleitet hat.

Ich sah mir das Promovideo vom Club «Aura», das diesen Anlass veranstaltete, an. Auch da, gross, zu Klängen von «Brothers in Arms» und «Sultans of Swing»: «Aura presents Dire Straits». Schauen Sie sich das Video an und sagen Sie mir, ob ich da was falsch verstanden habe:
(Liebes Aura-Team, versucht nicht, das Video auf Youtube zu löschen. Das wär ein Schuldeingeständnis und wir haben es auch schon heruntergeladen.)

Als ich auf den Preis für die Veranstaltung schaute, war ich dann doch etwas überrascht: 350 Franken kostete ein Ticket für Essen und Konzert. Nun ja, offenbar war der Anlass zugleich eine kleine Gala zum Relaunch eines Lifestyle-Magazins, das «Prestige» heisst, und von dem ich vorher noch nie etwas gehört hab. Naja, das ist nicht verwunderlich, da der Lifestyle, der im Magazin angepriesen wird,  mit meinem Einkommen nicht umsetzbar wäre. Alles Luxuskarossen, Yachten und einsame Südseeinseln. Ich gehöre also ganz klar nicht zum Zielpublikum.

Was ich dann am Eingang zur Veranstaltung auch merkte. Ich ging zum Pressetischchen, um mir meinen VIP-Bändel zu holen (das Aura ist da wirklich sehr demokratisch: ALLE Eintrittsbändel sind mit VIP beschriftet). Der Verantwortliche schaute mich von oben bis unten und von unten bis oben an. Betrachtete mich, als wär ich in Adiletten und Trainerhosen zum Anlass erschienen, und fragte mich: «Von Glanz&Gloria?»

Ich verneinte und erklärte, dass ich vom Stadtblog sei. Er schaute mich an, als ob ich gesagt hätte: «Ich bin Darth Vader und vertrete die dunkle Seite der Macht.» Naja, aus seiner Perspektive mochte das durchaus zutreffen, da ich im Stadtblog mit solchen VIP-Anlässen meist nicht gerade zimperlich umgehe. Aber ich war entschlossen, nett zu bleiben, weil «Dire Straits» und die Erinnerung an meine erste Liebe mich gnädig stimmen würden.

Ich ging dann nochmals raus und betrachtete die anderen Gäste. Die Männer wirklich alle in massgescheiderten Anzügen, mit Oberarmmuskeln vom Tragen der klobigen Rolex, Seidenschals um die verwitterten Hälse und Seychellenbräune im Gesicht. Die Damen mit Diamanten, Perlen und Abendkleid. Nun kamen mir meine teuersten italienischen Schuhe plötzlich selbst wie Adiletten vor.

Ich stand neben zwei Damen, die sich über das Konzert unterhielten. Die eine teilte der anderen gerade mit, dass nicht die Originalband «Dire Straits» spielen würde, sondern eine Coverband. Ich glaubte, nicht richtig zu hören! Ich erkundigte mich dann noch bei einer der Damen am Einlass und mir wurde bestätigt, dass  die Band «The Straits» hiess und schon seit Jahren «Dire Straits»-Coversongs spielte. Immerhin waren zwei ehemalige Bandmitglieder der «Dire Straits» mit von der Partie. Aber der Bassist von Prince ist ja auch nicht «Prince».

Nun, ich bin wirklich kein Sozialist und ich habe reiche Menschen nie für dumm gehalten. Aber ich kann Leute, die 350 Franken für etwas Essen und eine lausige Coverband bezahlen, nicht verstehen. Ich würde wahrscheinlich 350 Franken Eintritt höchstens für Veranstaltung bezahlen, wenn mir versichert würde, dass jeder Rappen einem guten Zweck zugute käme.

Bei einem Essen in dieser Preiskategorie würde ich dann erwarten, dass mir Marco Rima das Essen mit goldenen Löffelchen füttert, während mir die netten Hostessen frische Luft zufächeln. Natürlich war der Eintrittspreis nicht dem Anlass angemessen. Die horrende Summe sollte offenbar sicherstellen, dass Reiche unter sich  bleiben. Was gar nicht nötig gewesen wäre. Denn ehrlich: Wer würde schon eine Coverband in Gesellschaft einiger älterer Snobs ansehen wollen? Freiwillig?

Aber es war nicht der Preis, der mich am meisten störte, es war die (höflich ausgedrückt) irreführende Vermarktung des Anlasses durch das Aura. Es war nicht explizit gelogen, aber es war schon nahe daran.

Nun, ich verliess den Anlass bevor noch der erste Gang aufgetragen wurde. Auf dem Heimweg kaufte ich mir einen fettigen Kebab, den ich zuhause in der vorzüglichen Gesellschaft meiner Frau und meiner Haustiere mampfte. Dazu gabs echte «Dire Straits» ab Konserve. Alles in Allem kostete mich der wirklich gemütliche Abend 11.50 Franken.

Hier noch der passende «Dire Straits»-Song dazu:

125 Kommentare zu «350 Franken für eine Coverband»

  • Héloise sagt:

    Habe soeben einen Glanz-und-Gloria-Bericht über den/das Event gesehen. Und hey! Das kam total herzig und schlicht rüber, auch wenn Vera Dillier dabei war. Da haben brave Leutchen einen bunten Abend gefeiert, inkl. Heiratsantrag auf der Straits-Bühne. Ein Anlass mit Jöö-Effekt, oder wie das heisst.

    • Réda El Arbi sagt:

      Jep, wenn deshalb zähle ich auch zur dunklen Seite der Macht. Aber die Leute waren einfach ältere Leute mit zuviel Geld. Das Aura und das Marketing sind das Problem.

  • Robin Hägele sagt:

    Das mit den Straights erinnert mich an die unzähligen „Gotthard“ Konzerte, wo dann rauskommt, dass irgendeiner der Band mal einen Kaffee getrunken hat mit irgendeinem, der mal bei Gotthard gewesen war.
    Mein Lob an den Gonzo Jounalismus in diesem Blog!
    Der Autor schaftt es immer wieder, mit Selbstironie zu schreiben, motto: „Die Edelgrünen im Zähringer verstehen mich nicht, auch die abgehobenen Bonzen von Aura nicht, doch wenigstens bin ich selber echt. Hab auchschon im Wohlgroth gepennt und meine Tattoos sind noch selber mit dem Fülli gestochen! Und am Schluss bin ich mit dem Kebap und einem selbstgeschnitzten Zahnstocher zufrieden!“
    Gefällt mir super. Wenn Hugo Stamm sich nur ein bisschen abschneiden würde von dieser Leichtigkeit, dann könnte man auch im Religionsbereich mal ein bisschen schmunzeln.
    Oder Herr Stamm geht in Pension und Herr El Arbi geht mal in den ICF um dann zu berichten, dass die Gipfeli zwar gut waren, aber…
    Mir gefällts jedenfalls, thanks 4 sharing

  • Héloise sagt:

    Wenn Marc Knopfler live seine Duette mit Emmylou Harris (ach!) vorgetragen hätte und das Menu von Caminada gekommen wäre, dann … hätte ich mir vielleicht auch ein Ticket gekauft. Aber so kommt das Ganze halt schon tricky rüber.

  • Andreas Müller sagt:

    350 Fr. für das Konzert einer Coverband? Wer schaut sich den sowas an?
    Da gibt es zum Glück auch noch andere Angebote – das totale Kontrastprogramm so zu sagen. Zum Beispiel ein Konzert von Irene Schweizer, einer der bedeutendsten Jazz Pianistinnen überhaupt, im Cafe du Soleil für 25 Fr. Eintritt bei total 30 Besuchern. Wer will kann vor und nach dem Konzert ein Schwätzchen mit Frau Schweizer abhalten. Gleiches geht analog auch mit Lucien Dubuis, Nels Cline oder Antony Braxton in Willisau. John Mc Lovelin gibt’s im JazznoJazz in Zürich bei nur ca 200 Besuchern. Vor ein paar Jahren gab es für 72 Fr.(!) den Soundcheck bei Prince im Hallenstadion (inkl. Schwätzchen mit Prince und Wunschkonzert), 2h Konzert und Eintritt ins Kaufleuten zur Aftershow. Und das war dann auch ganz sicher der echt Prince, der echte Larry Graham, die echten Chaka Khan und die Echte Shela E.

  • Peter Klopp sagt:

    Klar, das Video war irreführend. Und 350 Stutz für eine Coverband? Lachhaft. Aber für einen 500-Personen fassenden Club zu glauben, man bekommt DIE Dire Straits mit Essen und Kabarettisten (zugegeben, ein relativ schlechter) für 350.- zu sehen, ist schon etwas naiv. Gerade weil solche Acts sogar im Hallenstadion mind. 150.- kosten würden.

  • susanne beerli sagt:

    Wer sich sowas leistet hat es verdient, abgezockt zu werden ;).

  • hugomaurer sagt:

    ein SKANDAL! 🙂 nächsten samstag singt übrigens elvis in zürich.

  • Ivan Casale sagt:

    Aura ist einfach ein sehr teurer Schuppen. Die machen alles in dieser Preiskategorie. Sylvester, kleine Band oder grosse Band, Clown in der Pause, oder 1-2 Ex Missen oder etwas aktuelles Missiges. Denke das gehört einfach bei denen ins Konzept. Weiter denke ich, dass diese Preise wirklich ein Selektionsmittel sind. (Weine sind z.B teuer, im Vergleich zu anderen gehobenen Zürcher Restaurants), erinnere mich an ähnliche Club& Dine Sachen aus London in den 90’er Jahren – Sackteuer).

    Das mit dem Bandnamen ist wirklich im nettesten Sinn irreführend. Meinte eine Coverband muss dies klar und deutlich verkünden. Für 350.- CHF geht man in ein Restaurant (pro Nase) und betreibt Völlerei jenseits von Gut und Böse. Zu Hause ein Tee und eben Konservenmusik, oder Konzerte auf Youtube oder was auch immer.

    Bezüglich Publikum; es gibt genau 4 Kategorien von Leuten die in solchen Clubs verkehren; 1) diejenigen die bezahlen und das Geld haben; 2) diejenigen die bezahlen und so tun als ob sie das Geld haben, 3) diejenigen die sich bezahlen lassen (anfänglich findet man einzelne Vertreter dieser Gattung auch in der 2ten Kategorie, 4) diejenigen die keinen blassen Schimmer haben, was sie da genau wollen und können.

    Ich denke wichtig, beim Thema Geld, ist den Unterschied zwischen „sich etwas leisten zu können“ und „sich etwas zu gönnen“ zu kennen. Er liegt in dem was nach dem Akt noch im Geldbeutel bleibt.

  • mary holzen sagt:

    wer geht schon ins Aura, Jade, Indochine, vior etc?!?

    • Tom Riddle sagt:

      Naja, ich weiss nicht… Vielleicht jemand der es sich zum Beruf gemacht hat über das zu schreiben, was in unserer schönen Stadt so los ist?

  • Budibudi sagt:

    In der Mitte des Werbevideos stehts doch: the straits / 1:04. Aber stimmt schon das Signet „Dir Straits LIVE“, das immer wieder erscheint ist irreführend. War das Essen gut? Das hätte mich noch mehr interessiert.

  • mike rossi sagt:

    Hier wurden Kunden getäuscht.
    Wer sich daran nicht stört, täuscht = betrügt möglicherweise auch seine Kunden und zieht ihnen das Geld aus der Tasche mit faulen Versprechungen. Dazu gibt es viel schlechte AURA.

  • Linden sagt:

    Dire Straits Konzerte, sofern es die noch gibt, waren nie teuer. Knoepfler spielt eigentlich meist ohne seine ehemalige Band zu zahlbaren Preisen. Wer auf diesen Trick reinfällt, ist eben selber schuld.

  • Flavio sagt:

    obwohl sich die 95% der kommentatoren hier ihre lebensbestätigung mit dem neid gegenüber den wohl besser verdienenden suchen, liegt es doch auf der hand, dass man sich, wenn man sich’s auch leisten kann, auch eine 15k teure uhr leisten soll, 350 oder wie viel auch immer für irgendwas liegen zu lassen etc. 1 x essen mit seiner frau inkl. einen guten tropfen wein kostet auch 300.-. alle die sich darüber aufregen sind schlicht und einfach hater. und alle pauschal zu verurteilen die was teures tragen als fake abzustämpeln ist arm. interessant ist auch, dass sich immer nur die ach-so-alternativ-hippen über die reichen und einen lebensstil, aufregen, welchen man selber nicht führen kann (aber das ist ja auch gut so, denn das ist voll daneben). mein senf dazu, gebe hierzu auch keinen weiteren folgekommentar ab.

    • tststs sagt:

      Mhmmmm, ich lese hier zwar nicht viel von Neid, aber okeeee…
      Mein Senf dazu: ich gönne jedem seinen erarbeiteten Erfolg. Wenn ich aber lese, dass jemand völlig überteuert etwas kauft (egal was), dann frage ich mich, wie diese Person es überhaupt (angesichts solcher Missgriffe und Fehlkalkulationen) überhaupt zu Reichtum gebracht hat. Schnell lande ich dann beim Schluss (ich einfältiger Klischeemensch ich), dass es sich wohl eher um einen Sohn/Tochter, resp. Erben/in handelt.
      Neid ist es dann immer noch nicht, was in mir aufsteigt, aber ein gewisses — mhmmm — unfair-empfinden (notabene nicht mir gegenüber, sondern der Gesellschaft)?!?

    • Johannes sagt:

      Es gibt eben Menschen die leben. Andere konsumieren, zB peinliche Rolex und fragwürdige Kulturanlässe.

    • Adam Gretener sagt:

      Danke für den fehlenden Folgekommentar. Ich denke hier ist eher der Neid eines Flavios zugegegen, der den Leuten Humor und Freiheit nicht gönnen kann. Sie können sich gerne mit ihren nicht vorhandenen Nötli den Arsch abwischen, vielleicht hilft es ja.

    • Lia sagt:

      jöh – ich dachte, jeden mit dem Begriff „hater“ zu betiteln, der eine andere Meinung vertritt, sei ein Vorrecht minderjähriger Justin-Bieber-Fans.. ich verdiene selbst genug, um mir 350 Franken für ein Dinner mit Musik leisten zu können, habe es aber nicht nötig, zu protzen, und würde ebenfalls nie so viel Geld in einem solchen Club für eine Fake-Band abzudrücken. Und ich denke nicht, dass hier alles ach-so-alternativ-Hippe sind, sondern ganz normale arbeitende Menschen, die sich fragen, weshalb ein Club Menschen mit einem Fast-Betrug abzuzocken.

  • Amos sagt:

    Réda … du kannst den echten Mark Knopfler immer wieder live hören, aber die alten Dire Straits, die gibt’s schon lange nicht mehr. Leider.

  • Ralph Geh sagt:

    Abgesehen davon, dass die Ankündigung ein optisches und inhaltliches Machwerk der übelsten Sorte ist: Das Datum wird zweimal eingeblendet: Beim ersten Mal ist die Jahreszahl falsch. Beim zweiten Mal am Schluss ist sie richtig. Es wird aber mit Originalmaterial von DS geworben. Es erscheint kein Hinweis auf die Durchführung des Konzerts durch eine Cover-Band. Wahrscheinlich hat der Veranstalter damit gegen die Lauterkeit in der Werbung verstossen. Es wäre spannend, zu sehen, was aus einer solchen Klage würde.

  • München sagt:

    Bin gerade in München und hoffe, dass in Zürich nicht alle so bescheuert sind, wie einige Kommentatoren hier. Dumme lassen sich immer mal für’s abzocken finden und wer mit der Lieferung des Clubs für sein Geld zufrieden ist, der stört sich nicht am Preis. Ja, ich bin vielen deren Reichtum neidisch, doch soll das über Steuern sozialer gestaltet werden. Leute und Reiche als Snobs zu bezeichnen nur weil sie für Marco Rima 350 Franken bezahlen und daneben noch eine Band hören, ist auch nicht die feine Art. Zürich hat mehr Nöte, als dass es sich gehört, sich mit Klisches verbal zu bewerfen und Gräben aufzureissen. Zürich bedeutet Finanzplatz; Fifa; Banken, Versicherungen u.v.m. Wie die Zürcher von der übrigen Schweiz wahrgenommen werden entscheiden deren Bewohner mit. werden diese Kommentatoren als Indiz genommen dann, mann oh mann.

    • Gabriella sagt:

      In München fällt das auch weniger auf, weil die Stadt nur langweilig und kommerzig, daher mit Züris immer noch bestehender relativer Vielfalt nicht entfernt zu messen ist.

      • KMS a PR sagt:

        blödsinn. münchen ist eine tolle stadt und die bayern sind einiges weniger spiessig und langweilig als wir möchtegern-hip-zürcher. rot/grün züri ist einfach nur noch abgehoben; statt lässig zu sein würde man sich gscheiter um die negative rechnung kümmern….münchen ist ausserdem einiges bodenständiger und hat sich, trotz tourismus, einiges an charme erhalten. da kann sich bünzli-züri ne grosse scheibe abschneiden, im fall!

        • Adam Gretener sagt:

          Lieber KMS, mit Verlaub. Ich habe über 4 Jahre lang in München gelebt. Diese Stadt ist sowas wie Disney Land für Trachten, Schweinebraten und Knödel. Viel mehr gibt es in dieser Stadt nicht.

          • KMS a PR sagt:

            geschätzter herr gretener. nein. neinneinnein. nein. und was um himmels willen haben sie dann in münchen gemacht – sich im loft versteckt??!

          • tststs sagt:

            Meine Herren! Finden Sie sich damit ab…so wie ich mich immer wieder damit abfinden muss, dass offensichtlich mehr als ein Züri existiert 😉

      • Pascal sagt:

        Oha, waren Sie schon mal in München ? Ich mein so richtig ? Nicht nur als Touri für 3 Tage im Hofbräu und so ?

      • München sagt:

        Bin gerade wegen Alternativer Kultur in München und lebe zufälligerweise in der Schweiz. Bin deutlich mehr in Zürich und im Sinne einiger Schweizer ein echter Eidgenosse. Was Sie Gabriella von sich geben ist genau das, was ich hier beanstande. Wir sind gut und das Andere ist Scheisse. Egal ob Kultur, Stadt, Bevölkerungsschicht oder was auch immer.

    • Johannes sagt:

      Wer Zürich, Berlin, Hamburg kennt, hält es in München nicht aus. München ist ein miefiges Dorf, erst Recht im Vergleich mit London, Paris, New York. Die Stadt ist so bräsig, spiessig und unkreativ, dass ich da keinesfalls Rentner sein möchte, geschweige dann jüngere Jahre dort verschwenden würde. 🙂

      • Jürg sagt:

        Kleingeister, überall. Man kann es in den meisten Städten besser oder schlechter haben. Glück entsteht im Kopf…der andere Schmarrn auch.

        • Johannes sagt:

          Eine kreative abwechslungsreiche Kulturszene und unkonventioneller Freigeist entsteht sicher im Kopf, dazu ist man aber in München nicht in der Lage. 🙂

  • Gabriella sagt:

    Kann man dann also darauf schließen, dass die zahlenden Teilnehmer entweder naiv uninformiert oder kulturell ungebildet bzw. desinteressiert sind? Essen und schnacken reicht, egal wer da vorne rumturnt? 🙂

    • KMS a PR sagt:

      für chf 350 suche ich mir eine bessere gelegenheit um zu essen, wenn schon. und ich wette mal, sie laufen mit gucci-täschlein rum. …ads…was für ein rückschlag. aaarrrgggghhhhhh.

  • Armin sagt:

    Der Artikel gefaellt mir gut und der Autor hat sicherlich den Nagel auf den Kopf getroffen. Das dem so ist, zeigen die ach so beleidigten Reaktionen einiger potentieller Rolex Traeger. Ja, ganz klar, es ist Ettikettenschwindel, wenn man von „Dire Straits“ spricht ohne Hinweis darauf, dass die Band „fake“ ist. Das wiederum scheint die Rolexisten nicht zu kuemmern – wohl weil die meisten Rolex’s die sie tragen auch „fake“ sind – wie noch so vieles im Leben solcher Menschen. Dem Autor danke ich und hoffe er behaelt seine gesunde Einstellung gegenueber allem was fake ist!

    • Nick Matter sagt:

      Ich trage seit 1995 eine Rolex. Jeden Tag. Sie hat mich damals 2500 Fr. (gebraucht) gekostet. Das sind nun 18 Jahre. Viele Leute (nicht alle, das gebe ich zu), die eine Rolex tragen, entscheiden sich für eine Investition in Qualität und Langlebigkeit. Vor dieser Rolex habe ich immer wieder Modeuhren gekauft und gemerkt, dass ich wohl langfristig mehr Geld ausgebe, wenn ich so weiter mache.

      Den Begriff Rolex-Träger mit negativem Hintergedanken wie hier in diesem Beitrag und den Kommentaren beleidigt mich weniger als dass ich sehe, dass sehr viele Leute schlicht keine Ahnung von Qualität haben.

      Um es klarzustellen: protzige Uhren, die mehr zeigen, als sie sind (mit Diamanten überbesetzt oder in Materialien, die kein Mensch wirklich braucht zu Mondpriesen) sind mir ein Graus und ich teile somit die Meinung von einigen Kommentaren hier, fände aber ein bisschen Differenzierung gut.

      • Johannes sagt:

        Also ich habe eine stilvolle Design-Armbanduhr von Braun in schwarz/ silber, Preis ca. 200 Euro, die nach 15 Jahren noch perfekt funktioniert. Aber insgesamt nutze ich Armbanduhren immer seltener, da sie nur unnötiger Ballast sind, denn das Smartphone kann eh alles. Eine Rolex jedenfalls wäre mir zu unattraktiv, saturiert und hat ein zu schlechtes Image, wie die meisten klobigen Wecker am Arm.

        • Nick Matter sagt:

          Ist Ihre Uhr heute auch das doppelte Wert und sogar für das dreifache des Betrags versichert, den ich bezahlt habe? Meine ist es und das meine ich mit Qualität.

  • sepp z. sagt:

    Aura? Nie gehört.
    Hab dann aber gegoogelt, und einen Bericht auf 20 Minuten gefunden, die da eine Eröffnung ankündigen.
    Wärst geblieben bis zum Ende, Réda, würde jetzt bestimmt irgendwo ein People-Föteli von dir in dem Gratisblatt publiziert sein.
    http://www.aura-zurich.ch/uploads/pdf/presse/zwa_20121219_0_0_7zh.pdf#zoom=100

  • Michael Leuenberger sagt:

    Im youtube video steht doch klipp und klar 14.12.2014 und nicht 2013, die kommen schon noch ist dann zwar nicht Samstag aber was solls… 😉

  • Erik Zimmermann sagt:

    Sie haben tatsächlich die originalen Dire Straits erwartet und nicht mal gegoogelt, ob die gerade eine Reunion feiern? Ah ja, sehr glaubwürdig, sie passen hervorragend in den Tagesanlüger. 🙂

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, ich google immer, wenn ich eine Einladung kriege. Der erste Treffer war das Aura-Video. Ich fand die Band früher gut, aber ich hab sie nie verfolgt.

      Was den Rest Ihres Comments angeht: Danke für Ihre Kritik. Wir sind immer offen für wohlformulierte, konstruktive, relevante Kritik.

      • Erik Zimmermann sagt:

        Offen für wohlformulierte, konstruktive, relevante Kritik… mit wieviel max. Zeichen? 😉 Zum Rest ihres Comments: Bei den Dire Straits handelt es sich um eine der erfolgreichsten Bands der modernen Musikgeschichte, auf Augenhöhe mit Abba, Michael Jackson und Led Zeppelin. Als Journalist – und erst recht für Lifestyle-Mainstream-Fragen – müssten sie davon nun wirklich Kenntnis haben. Also entweder kratzen sie mit diesem Artikel an ihrer Glaubwürdigkeit oder an ihrer Kompetenz. 😉

        • Réda El Arbi sagt:

          Sorry, meine Dossiertiefe erstreckt sich nicht auf alte Kitschbands, sondern auf Zürich. Wenn die Bands irgendwann mal relevant für Zürich waren …

          Und ich sagte doch „relevante“ Kritik.

          • Erik Zimmermann sagt:

            Ok, sie sind entschuldigt. Dossiertiefe beschränkt sich auf Zürich. Breite? no thanks. Alles klar, lol.

          • Adrian Humboldt sagt:

            Sorry. 1:0 für El Arbi, auch wenn er manchmal etwas lästig schreibt.

          • glancy mueller sagt:

            würde meinen 0:2 für El Arbi.. wer so dahergeckt über alles, müsste im Minimum Dire Straits kennen – und dürfte keinesfalls auf den 350-Stutz-Anlass reinfallen.. das ist echt uncool.. dafür gibts ein 0:1 und für die sehr forcierten Rechtfertigungsversuche auf Zimmermanns Meinung gibts ein 0:2..

    • Erik Zimmermann sagt:

      Blick würde titeln: Jämmerliche Verarsche oder grenzenlose Dummheit: Journalist glaubt an unangekündigte Insider-Reunion der Dire Straits in Zürcher Club. Aber hey Herr Soundso ab jetzt werd ich sie lesen, da kommt noch was, da bin ich sicher. :0)

      • Gabriella sagt:

        Für 350 Nuggets sollte man mit den originalen Dire Straits rechnen können und sei es ein Einzelkonzert für satte Vielzahler ohne Reunion.

  • Manuel Knobel sagt:

    Der Vergleich mit Prince und seinem Bassisten geht nicht auf. Prince ist der Künstlername eines einzelnen. Das ist nicht das Selbe wie ein Bandname. Ich denke allerdings auch, dass in diesem Fall etwas schief ist. Das merkt man schon daran, dass diese Band anscheinend zwei Namen hat.

  • Roland Hegi sagt:

    Oh je… im Video unter 0:58 wurde angegeben, dass der tolle Anlass am 14.12.2014 stattfinden wird… der Anlass wurde aber gestern durchgeführt. Oh je… jetzt habe ich es leider verpasst 350 Fränkli für Nichts auszugeben:)

  • Philipp Huldi sagt:

    HAHAHA! So etwas bescheuertes kann es nur in Zürich geben! Wenn es 1000.-sFr. gekostet hätte, wäre es bestimmt ausverkauft gewesen…..

  • Denis sagt:

    Hier entsteht eine Bonzenwirtschaft. Die Bonzen geben anderen Bonzen ihr Geld für teure Bonzenutensilien wie Yachten. Wo bleiben die Marxs und Engels des neuen Jahrtausends? Eine proletarische Revolution würde uns gut tun – oder wenigstens eine Erhöhung der Steuerprogression auf Vermögen und Einkommen. Im Schweisse ihres Angesichts sollten diese Bonzen mal erfahren, wieviel der Büezer schaffet, bis er sich die 350 Franken Eintritt verdient hat.

  • Heinrich Diggelmann sagt:

    Klischees kann man nicht erfinden, es sind Schemen die ohne eigene Überzeugung und unbedacht übernommen werden.
    Ich finde Sie auch darum einen tollen Journalisten, da Sie imstande sind, anhand der „Bräunung“ eines Menschen seine Feriendestination zu bestimmen. Heute Morgen waren es die Seichellen (was das wohl für eine „Bräunung ist). Aber die Korrektur kam sofort. Heute Mittag sind es die Seychellen.(da kann man sich weningstens was vorstellen)
    Der Journalist ist sicher ein leidenschaftlicher Uhrenliebhaber, kann er doch eine dicke Rolex erkennen (sicher eine gute Uhr) Aber da gäbe es noch ein paar andere Teile zum Protzen und Angeben.

    • tststs sagt:

      Da hau‘ ich noch eines obendrauf:
      Machen Sie sich keine Sorgen um die armen Besucher, die sich in den Beschreibungen wiederfinden, die fassen jene sicherlich als Kompliment auf 😉

    • Gabriella sagt:

      Intimschmuck sieht man nur nicht auf bünzligen Anlässen.

  • Florian Senn sagt:

    Herr Arbi, als Nicht-Sozialist, d.h. Kapitalist, müssen Sie sich keine Sorgen machen: Die 350 Stutz Eintritt erlauben es der Coverband, anständig zu leben. Ist dies kein guter Zweck?

    Danke für den Artikel und Ihre Entgegnungen zu den Kommentaren: Ich hab‘ mich „krummgelacht“.

  • Mike Soldano sagt:

    Ihr Tagi Journalisten habt wirklich gegenüber Leute, die etwas mehr Geld haben, einen unglaublichen Minderwertigkeitskomplex. Das Thema ist doch, dass ein Club eine Coverband als das Original durchmogeln will. Aber der Autor missbraucht den Artikel, um gegen Leute zu wettern, die anders leben als er. Jedes Cliché, von der Rolex am Arm bis zum braunen Teint wird bemüht und die Gäste kollektiv als Snobs bezeichnet. Und so lausig ist die Band wohl nicht, immerhin sitzt Steve Ferrone am Schlagzeug. Das wird auf jeden Fall besser tönen als das stumpfsinnige Gedröhne, das in den von El Arbi bevorzugten Clubs läuft.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, wenn ich die Klischees erfunden hätte, würde ich Ihnen ja recht geben. Aber die Rolex, die Seidenschals, die Diamenten und die verwitterten Hälse waren real vor Ort.

      Und ehrlich, Sie haben keine Ahnung, in was für Clubs ich meine Zeit verbingen würde, würde ich noch in Clubs abhängen.

      • Adam Gretener sagt:

        Wanderdisko Rainbow?

        • Peter Panther sagt:

          @Mike Soldano Tschuldigen, das sind keine Clichés sondern nackte Tatsachen. So sind halt diese Leute! Ich würde auch nie in einer Gesellschaft mit solchen Leuten essen oder Spass haben. Jedem das Seine! Und Ihnen eben diese Geschmacklosigkeit für viel Geld. Und tun Sie doch bitte nicht so, als ob Ihre Ehre einen Schaden erlitten hätte! Aber Ihr Portemonnaie schon! Doisches!
          @Reda EA Danke, dass Sie Ross und Reiter beim Namen genannt haben.

          • Mike Soldano sagt:

            Sie meiden die Gesellschaft von Leuten, die eine teure Uhr tragen, Ferien in der Ferne verbringen und ab und zu mal ein paar Hunderter für den Ausgang ausgeben? Unglaublich wie untolerant sich die Hüter der Geld-Moral da verhalten, inklusive dem Autor! Jeder der mehr verdient als ich ist ein Abzocker! Wie wärs mal mit einem Bericht über eine gammelige Veranstaltung in der Roten Fabrik wo beschrieben wird, wie unsympathisch die Besucher dort sind, mit ihren Palestinensertüchern und stilloser Vintage Kleidung und dem sauren Wein, den sie in sich hineinleeren? Diese Clichés treffen doch ganz bestimmt auch zu.

          • tststs sagt:

            Leudde, was ist denn das für eine Stimmung?!?
            Wir sprechen doch hier über Klischees, oder? Und der kleine, aber feine Unterschied zwischen „Vorurteil“ und „Klischee“ ist ja gerade eben, dass man weiss, dass das Gesagte/Geschriebene nicht der Wahrheit entspricht und nur ein Stilmittel der Argumentation ist…
            Also bitte…
            😉
            Ansonsten: einen gelungenen Start in die Woche

      • Mike Soldano sagt:

        Ich spreche ihnen einfach mal die Gabe ab, dass sie erkennen können, was für eine Uhrenmarke ein Herr in einem dunklen Club trägt. Eben, da kommt dann das Cliché zum Einsatz, das sind sicher alles Rolex, weil wir vom arbeitenden Volk ja ganz genau wissen, dass die Bonzen Rolex tragen. Dabei gibt es zig Marken, welche wesentlich höhere Durchschnittspreise verlangen und bei dem von ihnen beschriebenen Klientel bevorzugt werden, Hublot, AP Offshore, Panerai etc.

        Und doch, das kann ich, die Clubs wurden ja in einem kürzlich veröffentlichten Stadtblog Artikel ja vorgestellt.

        • Réda El Arbi sagt:

          Dann lesen Sie doch den Post über die Clubs nochmals. Und was die Uhren angeht: Vielleicht sollten Sie nichts schliessen, ohne meinen Hintergrund zu kennen. Ich kenn mindestens 20 Leute, die jetzt über Ihren Comment schmunzeln. 😉

  • hans ulrich schwyzer sagt:

    also hätten die (dire oder nicht) Straits stattdessen im AERA gespielt (am besten auf der toilette in einer art The Cure’s ‚Never Enough‘ musikvideo-coverversion), das wäre mir schon eher 350 schtutz wert gewesen (obschon die damals nicht so dreist gewesen wären den preis eines ibiza-rolex dafür zu verlangen)..da schämte man sich auch seines Cüplis und dem koitus nicht, und essen konnte man auch!

    wie immer, köstlicher blog!

  • email sagt:

    gemäss duden ist email glasharter, gegen Korrosion und Temperaturschwankungen beständiger Schmelzüberzug, der als Schutz oder zur Verzierung auf metallische blablabla. könnte man auch mässig wichtige texte wenigstens durchlesen lassen vor dem online stellen?

    • Réda El Arbi sagt:

      Willkommen im 21. Jahrhundert. Was Sie meinen ist Emaille. Eine Email oder Mail ist im allgemeinen Sprachgebrauch eine Form von digitaler Post. So ohne Papier.

      • email sagt:

        ja dankeschön. elektronische post schreibt sich e-mail. email ist vermutlich deutsch, während emaille offensichtlich französisch ist

        • email sagt:

          also um keine verwirrung zu stifen nochmals:
          elektronische post schreibt sich e-mail. da gibts nichts zu rütteln, ehrlich.
          email schreibt sich der schutz- oder verzierungsüberzug, wie bereits oben von mir beschrieben. das ist vermutlich die deutsche schreibweise. emaille ist offensichtlich die französische schreibweise.

        • tststs sagt:

          Sie haben beide Recht und total Unrecht:
          Es schreibt sich ultrakorrekt weder Email noch e-mail, es schreibt sich E-Mail!

      • belvoir1 sagt:

        Die korrekte deutsche Schreibweise für die digitale Post lautet gemäss Duden „E-Mail“ und Ihre spöttische Replik war demnach unangebracht. Meine Empfehlung: Erst lesen, dann nachdenken – und erst dann reagieren.

      • Marco sagt:

        Email und Emaille ist dasselbe. E-Mail ist „so ohne Papier“. Peinlicher geht’s wohl kaum.

      • email sagt:

        …oder ist es vielleicht eine dieser schönen alten emaillierten kafitassen, eine mit dire straits (könnte man auch deir-streyts schreiben! nur so als kreativer schubs….) schriftzug? ok im satz wäre es dann eben das emailiierte tasse und der schriftzug innen angebracht. aber hey, vielleicht schreibt man das ja heute so

      • email sagt:

        oje, kommt der kommentar wohl am richtigen ort?
        ich meine, man sagt ja heute auch je nach region „ich weiss wo dim hus wont“. vielleicht bin ich nur so 20. jahrhundert dass ich nicht weiss, dass „Dire Straits stand da im Email“ konkret (!) heisst dass der schriftzug an der kaffetasse angebracht ist.
        ich arbeite zu viel

    • Peter Panther sagt:

      @email Noch ein Besserwisser!!!

      • lui casutt sagt:

        ist das ‚züriknatsch‘ hier?
        interessant…;)

        • Adrian Humboldt sagt:

          .. klug-gagge oder Chindsgi auf Zürichdeutsch. Zudem heisst es heute Mail, ausser für die Kompostis die immernoch normale post kriegen.

          • Kastigator sagt:

            Es heisst standardsprachlich: die E-Mail. Und ich sammle keine Grünabfälle, bin also kein Komposti. Wenn ihr schon keinen Duden besitzt, schaut wenigstens online: Duden.de.

    • Gabriella sagt:

      Sie meinen aus Ihrem persönlichen Vokabular „Shemail“, dafür sind wir offen, neue Kommunikationsformen unter Transgender, warum nicht.

  • Müller sagt:

    Im Video steht doch klar 14.12.2014 – war also eher ein Koitus praecox oder so!

  • Das ist ziemlich dreist – ich glaube die Orginal Dire Straigts ( bzw. deren Plattenfirma ) könnte sie sogar verklagen, wenn sie denn davon wüsste 😉

  • Ivy Wolfisberg sagt:

    Nun, toll geschriebener Blog. Natürlich ist der Eintrittspreis völlig überrissen, aber jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Wenigstens wird einmal im Clip der Namen der Coverband gezeigt, aber eben, The Straits konnte man in anderen Lokalitäten schon für ein massiv kleineres Eintrittsgeld live sehen. Immerhin sind in dieser Band doch noch zwei aus dem ehemaligen Dire Straits-Umfeld tätig gewesene Musiker dabei (Alan Clarke, Chris White), aber das rechfertigt den Eintrittspreis trotz Nachtessen und Zusatzprogramm gar nicht. Dire Straits ohne Mark Knopfler ist wie Kaffee ohne Koffein. Aber jeder muss natürlich selber wissen, ob man so viel Geld für eine Coverband ausgeben will oder nicht. Es gibt aber doch noch Clubs in der Schweiz, wo man Bands (Originale oder aber auch sehr gute Coverbands) für 30 oder 40 CHF sehen kann. Aber dort ist man wohl overdressed mit dem Anzug und Cüpli in der Hand. Und läuft Gefahr, dass man dann mit jeanstragenden Kerlen über Musik reden muss und es dort niemanden interessiert, was für Statussymbole man am Arm trägt oder in der Garage stehen hat (ausser natürlich, ob die Platte xy noch als Vinyl zuhause stehen hat). That’s what I like …

  • Lina sagt:

    Coverband?
    THE STRAITS = DIRE STRAITS ohne mark knopfler

    • Réda El Arbi sagt:

      Ganz so ist es nicht. Da sind noch zwei unwichtige Bandmitglieder dabei: http://thestraits.com/

      • Dani sagt:

        Ist es nicht einwenig gemein zu sagen: „unwichtig“ nur weil sie nicht in der Original Dire Straits band gespielt haben? Ich war auch am Anlass und fand das Konzert super. Echt unglaubliche Musiker. Das lustige, vor 20 Jahren war ich mal an einem „Echten“ Dire Straits Konzert in Basel. 50000 Zuschauer. Ich muss sagen, das im Aura war besser obwohl Mark Knopfler nicht dabei war. Die Frage des Eintritts ist immer relativ. Wir leben in einer 2 oder 3 Klassen Gesellschaft. Zum Glück musste ich den Eintritt nicht bezahlen.

  • Daniel sagt:

    Auf welchem Planeten habe Sie denn die letzten 18 Jahre verbracht? Auflösung der Band 1995!!!

  • runway14 sagt:

    Selber schuld! Dire Strains sind seit 1995 nicht mehr aktiv, und hätte es wirklich eine Reunion gegeben, dann wäre das eine Sensation die in der Presse angekündigt worden wäre und bestimmt irgendwo, aber siche rnicht im Aura am Paradeplatz stattgefunden hätte. Gut gemachtes Video, das Dödels, die keine Ahnung von Musik haben, zurecht über den Tisch zieht.

    • jojo 69 sagt:

      Naja, wer dieses ‚Video‘ als gut bezeichnet, ist schon längst über den Tisch gezogen…

      • Hans Meier sagt:

        Naja, wer „gut gemacht“ nicht von „gut“ unterscheiden kann, der sollte sich seine Kommentare verkneifen.

        • jojo 69 sagt:

          Naja, wer nicht merkt, dass gut und gut gemacht nur Nuancen sind, sollte besser seinen Mund halten und wer sogar noch merkt, dass ich genau die gleich banale Simplifizierung des Textes von runway14 vorgenommen habe, wie dieser das mit El Arbis Text macht, weil er den Text nicht wirklich gelesen hat oder weil er frustriert und ein Troll ist, der kann sich auf jeden Fall ‚von Meier‘ schreiben. Aber bitte ehrlich bleiben gelle…, Ich Liiiebe selbstgerechte Besserwisser

  • Anton Meier sagt:

    Steht doch „the straits“ im Video – fast ein Sekunde lang

  • Adam Gretener sagt:

    Koitus zu Dire Straits? Kein Wunder haben wir Probleme mit der Geburtenrate.

    • Réda El Arbi sagt:

      Mit 14 ist das entschuldbar. Immer noch besser als zu Michael Jackson. Später machte dann Prince die Hintergrundmusik.

      • Adam Gretener sagt:

        Prince geht wirklich, Dirty Diana aber auch. EAV war bei mir tatsächlich immer eine grosse Herausforderung. Ebenso die Guschti-Brösmeli-Kassetten aus der Kindheit. Irgendwie war die Stimmung immer dahin.

      • Lukas Aeschbacher sagt:

        Was ein paar (wenige) Jahre doch für einen Unterschied machen. Zu meiner Zeit war als Nahkampf-Soundtrack noch Barclay James Harvest angesagt („Poor Man’s Moody Blues“) oder Uriah Heep („Lady in Black“ – finde ich zwar den langweiligsten Song der Heep, aber den Mädels hat’s gefallen) oder Manfred Mann’s Earth Band („Father of Day, Father of Night“) oder – ganz ganz schlimm, aber um gewisse Ziele zu erreichen, legte man sogar sowas auf den Plattenteller – der Soundtrack von „Bilitis“.

        • Küsel sagt:

          Gute Liste! – Bilitis, OMG, mein Kindheitssoundtrack – suche ich auf CD seit Jahrzehnten! Wenns mal härter zugehen sollte war auch Led Zeppelin (Achilles Last Stand), Uriah Heep (July Morning) oder Pink Floyd (Echoes) angesagt – da hatte man auch genügend Zeit für die Vorbereitung 😀

          Aber allgemein: ja der Artikel hatte einige Fehler (wo war Sultans of Swing, 1/3 war Telegraph Road), trotzdem gut und treffend geschrieben. Den Blog hier dient aber wohl eher einer Primal Screem Gruppen-Therapy (Careful with that Axe, Eugene!), hoffe die dampfablassenden Ventil-Aktoren können die Woche jetzt stressfrei beginnen.

  • KMS a pr sagt:

    350 schtutz für ein konzert ist eine frechheit, ganz egal wer spielt. wenn man sowas veranstaltet für das beschriebene, einschlägige publikum dann bitte wie folgt betiteln -> „retortenkonzert einer einstmals famosen band für profilierungsneurosenkapitalisten“. das ist dann wenigstens ehrlich.

  • Philipp Sury sagt:

    Ich habe herzhaft gelacht – Pluspunkte für den Darth Vader Vergleich. 😀

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