Bauschänzli: Ausflug in die Hölle

Es gibt viele Gründe, Deutsche zu mögen. Das Oktoberfest ist keiner davon.

Es gibt viele Gründe, Deutsche zu mögen. Das Oktoberfest ist keiner davon.

Die Zürcher mögen an Deutschen ausgerechnet das, was man ihnen am meisten vorwerfen könnte. Unser deutschstämmiger Autor macht einen Besuch in der Hölle des Kulturexports: Oktoberfest auf dem Bauschänzli.

Von Alex Kühn
Über den mehr oder minder real existierenden antideutschen Reflex in Zürich haben Betroffene und Beobachter längst erschöpfend berichtet. Viel bemerkenswerter als das recht platte Phänomen, dass der kleine dem grossen Nachbarn gegenüber Vorurteile besitzt und sorgsam hütet, ist aber der Umstand, dass das Volk wie zum Trotz gerade jene deutschen Kulturgüter heiss liebt, die mir eine vollständige Identifikation mit dem Land meines Vaters trotz Gerhard Polt, Heinrich von Kleist und trockenem Riesling aus Rheinhessen verunmöglichen. In Zürich mag man – warum auch immer – Franz Beckenbauer, dicke Audis mit Sportsitzen und Sportfelgen, entsetzlich seichte TV-Formate, Billigfrass aus Billigsupermärkten und vor allem das Oktoberfest. Jene Mischung aus Schunkelei, schlechter Musik, schlechtem Essen und Bier in zu grossen Behältnissen, die sich wie die Metastasen eines Krebsgeschwürs ausgebreitet hat und jeden Herbst das Bauschänzli und die vernünftigerweise für einen Gemüsemarkt zur Verfügung zu stellende Bahnhofshalle befällt.

Wahlweise kostümiert mit Dirndl oder Lederhosen und dummdreistem Tirolerhut aus Filz steigen Bankangestellte, Versicherungsverkäufer, Call-Center-Agents und Primarlehrerinnen beschwipst auf die langen Holzbänke, um den „Anton aus Tirol „oder „Griechischer Wein“ in die vollgepferchte Halle zu brüllen. Wer sich in einer frühen Phase des Langzeitgymnasiums infolge der überbordenden Auseinandersetzung mit der Römischen Antike einmal für ein dem gemeinen Pöbel entrücktes, weil überlegenes, Wesen hielt, dem sei der Besuch des Zürcher Oktoberfests auf dem Bauschänzli empfohlen. Hier stellt sich jener von den Lehrern konservativer Kantonsschulen einst verbreitete Kulturdünkel im Handumdrehen wieder ein, widersteht man der Versuchung, sich mit Bier alles schön zu saufen.

Ein kulinarisches Sodom und Gomorrha ist das grosse weissblaue Zelt erst recht. Die Nürnberger Rostbratwürste, wohl erst gerade dem Plastikpack entschlüpft, sind so labberig, dass man sie mit dem Chilbi-Luftgewehr vom Schiessstand in der Eingangshalle gnadenhalber exekutieren möchte, um ihnen die Schmach zu ersparen, in diesem Zustand verzehrt zu werden. Das Brathähnchen mit Pommes frites gemahnt an den Goldbroiler der untergegangenen DDR, während der Kartoffelsalat an einem kollektiven Geschmacksexorzismus teilgenommen zu haben scheint. Zum Bild der DDR-Kulinarik passt, dass die Leute vor der Gaststätte Schlange stehen müssen, ob es nun drinnen genügend Platz gibt oder nicht.

Zum Glück gibt es da auch noch jene Spassvögel, die über den Tirolerhut noch eine Art Haarreif mit pailettenbesetzten Hasenohren stülpen und schon zu früher Stunde aus dem gelobten Bierzeltland zurück ins kalte Alltags-Zürich torkeln, um den Wartenden ein wenig Unterhaltung zu bieten. Ich selbst muss auf die Darbietung ihrer Künste bis in alle Ewigkeit verzichten. Der eine Besuch am hiesigen Oktoberfest hat mir vollauf genügt. Ich esse lieber Wiediker Rostbratwurst, Rösti und Vermicelles drüben im Zeughauskeller. Davon werde ich zwar auch fett, aber immerhin schmeckt es mir. Und die Japaner und Amerikaner, die dort einkehren, singen auch nicht, sondern schmatzen höchstens ein bisschen, wenn sie ihr Bürgermeisterschwert verspeisen.

116 Kommentare zu «Bauschänzli: Ausflug in die Hölle»

  • scc sagt:

    vor die wahl gestellt, möchte ich definitiv mit alex kühn fett werden!

  • rolf studer sagt:

    Ich lasse mir ungern von einem Deutschen vorschreiben, aus welchen Gründen ich die Deutschen mögen darf oder nicht.

    • Alex Kühn sagt:

      herr studer, ich muss sie leider enttäuschen. ich bin zürcher durch und durch. einer der wenigen in zürich zwar, und doch.

    • Alex Flach sagt:

      Ach herrje… Was für ein beschränkter Post; anti-anti-Deutschlandreflex, die einzig logische Fortsetzung des anti-Deutschenreflexes. Kriegt ihr den Hals denn niemals voll?

  • Kurt Blaser sagt:

    Bayern und die Schweiz stehen sich auch näher als der Rest von Deutschland

    • Samuel sagt:

      Ich hoffe nicht, denn Bayern ist provinziell und langweilig.

    • Rosalinde Rosmarin sagt:

      CH hat aufgrund der föderalen Mentalitätsverschiedenheiten in den Kantonen und seiner Mehrsprachigkeit auf kleinem Raum eine hohe Vielseitigkeit und Komplexheit. Bayern ist einfach nur monoton und homogen.

  • Stein Jorge sagt:

    Ich halt’s mit dem japanischen Ehepaar, das Europa bereiste. Die Beiden sagten: “ We both have been loving Germany as long as we knew only Bavaria. All this later changed when we met the real Germans north of the Main.

    • Julia sagt:

      Bayern und Bawü ist für die einfachen grobschlächtigen Gemüter. Das Angebot ist da überall inkl. München nur Urlaub auf dem Bauernhof. Wer also Komplexität, Abwechslung, Spiel, Spass und Spannung sucht ist da definitiv falsch und besser in Kölle, Berlin, Hamburg etc. aufgehoben.

      • Simon Berlinger sagt:

        Ja Julia, wer 4711 Eau de Cologne oder die Reeperbahn in St. Pauli mag, und „arm – aber sexy“ ist, wäre in Köln, Hamburg wohl besser aufgehoben. Besonders Berlin mag aber die finanz. Zuschüsse aus dem Freistaat Bayern auch sehr.

        • Franziska sagt:

          Nicht alle definieren ihre Lebensqualität über Taler. Es gibt auch Menschen, die gerne Zeit haben um zu leben, sich zu bilden, reisen, Kultur zu geniessen. Aber für Bayern ist das zu komplex, das Land ist so langweilig, dass ich dort nicht mal meinen Hund begraben würde. 🙂

  • Dani sagt:

    Die Deutschen sind allgemein lockerer drauf als Schweizer. Schweizer sind Bünzlis, meckern über alles, fühlen sich als die Tollsten überhaupt, verwöhnte Langeweiler. Natürlich gibt es immer mal einige Ausnahmen, zum Glück! Aber wieso sollen wir hier bayrisches Kulturgut nachäffen? Dasselbe beim Fernsehen, wo sie jeden Seich nachäffen müssen und es kommt noch viel schlimmer als bei RTL & Co! Alles dies sage ich übrigens als waschechter Schweizer!

    • Réda El Arbi sagt:

      Deshalb ist es genauso ein Schwachsinn, wie wenn man sagen würde „alle Deutschen sind …“ oder „alle Italiener sind …“. Es zeugt von einem Weltbild, wie es vielleicht ein Kindergärtner hat.

      • Muttis Liebling sagt:

        Was sind denn Deutsche? Der Pass spielt doch keine Rolle, das ist historischer Zufall.

        Ich bin Berliner und Schwaben und Bayern sind für mich viel mehr Ausländer als Polen. Nichts, aber rein gar nichts haben wir Preussen mit den Süddeutschen gemein, deshalb haben wir bis zur Reichsgründung gegen die immer nur Krieg geführt.
        Im Prenzlauer Berg brennen immer wieder in Hausfluren abgestellte Kinderwagen, wenn bekannt ist, dass in diesem bei Tag schwäbische Kinder chauffiert werden.

        Wenn allerdings die deutsche Nation gemeint ist, dann gehören zu dieser auch die Deutschschweizer.

    • Loulou Montez sagt:

      Lieber Réda

      komm mal in meinen Kindergarten, da wird ein sehr egalitäres, freundliches Weltbild vertreten wie in allen Kindergärten die ich kenne. Wenn es jeweils nur so bleiben würde… Du beleidigst die Kleinen, die mich jeweils neugierig fragen, was ich denn zuhause für eine Sprache spreche, überlegen und dann strahlend sagen, „ach ich weiss, Hochdeutsch!“ Und das, weil ich an einem Nachmittag pro Woche den Kindergarten auf Hochdeutsch abhalte…und die finden das voll cool, das sag ich dir.

  • Hans Albers sagt:

    Und die Moral von der Geschicht´: Die Zürcher haben wieder mal gezeigt, dass sie es einfach nicht drauf haben. Bleibt doch beim Sächsilüüte!!

  • Daniel sagt:

    Muss ich mich hier nun auch negativ zu diesem Anlass äussern, damit ich mir meines Status‘ als richtiger, kultivierter, hipper und urban-elitärer Bewohner dieser Stadt sicher sein kann? Eigentlich ist das, was einige hier abliefern – ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein – nur entblössend und peinlich. Wer sich öffentlich über den Pöbel lustig machen und über ihn herziehen muss, scheint sich aus irgendeinem Grund ganz fest abgrenzen zu müssen…
    Inzwischen ähnlich peinlich ist zudem, wenn ein „Stadtzürcher“ das Wort „Berlin“ benutzen muss (in der Regel mindestens jede Viertelstunde einmal), um zu zeigen, wie hip er doch ist. Sehr individualistisch, sehr kreativ, sehr ausgefallen, sehr progressiv, sehr weltoffen und ganz krass ultraurban…jedenfalls aus dem Blickwinkel des kleinkarierten linken Bünzlis, der immer ein wenig vom Glanz der Metropole für sich selber abbekommen muss, um sich selber seiner angeblich überlegenen Überzeugungen zu versichern (die als solche selbstverständlich über allen anderen Lebensentwürfen stehen) . Schön, dass das böse bürgerliche Spiessertum inzwischen so offensichtlich seine Entsprechung links der politischen Mitte bekommen hat.
    Zum Schluss aber noch ein grosses Lob: beim ersten Durchlesen bin ich über keinen einzigen sprachlichen Fehler im Text gestolpert. Als Leser des Fussballblogs ist man sich da anderes gewohnt.

    • Réda El Arbi sagt:

      Soviele banale Klischees über Stadtzürcher wie in diesem Comment hab ich seit meinem letzten Besuch in einer berliner Szenekneipe in Zürich nicht mehr gehört. Gratuliere! Sie haben nur noch vergessen, dass wir alle Autos hassen und dauernd freie Liebe mit den Multikultis machen wollen.

      • Daniel sagt:

        Nein, Herr El Arbi. Ich habe ganz viele banale Klischees über die interessanten Stadtzürcher weggelassen (oder wars vielleicht andersrum: interessante Klischees,…). Stadtzürcher hassen Autos übrigens nicht. Sie lieben bloss den ÖV und den freien Velo-Verkehr…auf Kosten der anderen Strassenbenutzer. :-p

    • Konrad Duden sagt:

      Fehlerfrei zu schreiben ist mit Word heutzutage aber keine Heldentat mehr…

    • Angie sagt:

      @ Daniel Sie haben im Großen und Ganzen völlig recht, denn mir als 100% Bajuwarin, die zwar schon lange nicht mehr aufs Oktoberfest geht, da ich Menschen-Massen und unverschämte Bierpreise nicht mag, aber ansonsten gerne an vielen unserer bayerischen Traditionen festhalte und sie auch für richtig finde, denn sie prägen ja unsere bayerische Kultur des „Leben und leben lassen“, neben vielen anderen positiven Dingen, sehr mit. Und so sollte doch jedes Land sich seiner Traditionen, die es schon seit langem im Positiven erscheinen läßt auch bewahren.
      Wer nicht auf’s Oktoberfest will, muss es sich ja nicht antun und kann ruhig zu Hause Trübsal blasen und sich vor lauter „ach, was bin ich doch Besseres und daher gebe ich mich mit derart spießbürgerlicher und biederer Biergesellschaft nicht ab“, über die Oktoberfest-Geher aufregen und über die Kultur in Bayern im Allgemeinen, so wie eben der Autor des betreffenden Artikels.

      Es scheint ihm wohl ein wenig an Gelassenheit und vor allem an Humor zu mangeln, denn wer immer auf das größte Bierfest der Welt geht, dort Lederhose oder Dirndl tragen will, oder meint sich dort zu Tode saufen zu müssen, das kann einem doch völlig egal sein. Meinen Sie nicht, Herr Alex Kühn? Kommen Sie runter von Ihrem hohen Ross, denn sonst fällt es sich zu tief.

      @Reda El Arbi, was kritisieren Sie den Kommentar von Herrn Daniel? Haben Sie seine Zeilen denn überhaupt nicht verstanden? Ihren u. stehenden Zeilen nach wohl eher nicht.

      • Réda El Arbi sagt:

        Naja, Herr Kühn kann schon fallen. Aber er fällt wenigstens nicht besoffen in Bier- und Urinpfützen. 😀

    • Jack Stoffel sagt:

      @ Daniel: Au ja; eigentlich sollten wir es ja wissen: Der hemmungslos saufende dumpfschweizerische Füdlibürger ist eine weiterentwickelte Daseinsform des „edlen Wilden“ aus dem 18./19. Jahrhundert, steht deshalb unter eidg. Denk(mal)schutz und hat einen Heiligenschein. Ihn und seine Artgenossen behelligt man nicht, sondern pflegt sie sorgsam, sonst sterben sie sang- und klanglos aus im Biotop hinter dem „bluemete Trögli“ oder flüchten an den SVP-Stammtisch. – Und noch was: Ja, ich ziehe mit viel Lust über den Pöbel her und grenze mich aus Überzeugung ganz fest von ihm ab. Dasselbe tue ich hin und wieder mit anderen Prototypen (z.B. ultraurbane, hippe Stadtzürcher oder superkompliziert schreibende erhabene Denker usw.)

  • Felix Frei sagt:

    Nun es ist doch einfach so: Eine Kopie ist meist schlecht, und das Oktoberfest zh ist eine Kopie. Das Oktoberfest München IST ok aber touristisch am besten sind die kleinen Volksfeste in Bayern bei denen man gemütlich zusammen sitzt Bier trinkt und isst. Die sind nicht überlaufen und haben gutes Bier…

    • Emil Gross sagt:

      Ich finde es überhaupt einen vollendeten Jammer, dass man ein ursprünglich wunderbares Volksfest, das zu einem internationalen Säufertreffen verkommen ist, überhaupt kopiert.
      Aber das zeigt halt wieder, dass man mit jedem Schrott noch viel Geld verdienen kann.
      Für mich sollten die Veranstalter sich schämen,, es gäbe schönere Dinge zu kopieren….

      • Peter Schmid sagt:

        Da kann ich ihnen nur Zustimmen. Egal ob Oktoberfest, Halloween, oder Geissle-Chlöpfe, traditionenbasierte, kulturelle Veranstaltungen sind eigentlich nur dort richtig „beseelt“ und dadurch authentisch und sinnvoll, in der Region aus welcher sie herkommen. Alles Andere sind billige Kopien welche nur den Zweck haben den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich persönlich meide diese Kopien wie die Pest.

  • Kerstin Geiges sagt:

    Ich habe erst nach dem Überfliegen des Artikels gesehen, dass der Autor deutschstämmig ist. Ui, dieser Umstand hilft leider gar nicht weiter, denn das Wichtigste hat er noch nicht verstanden: das Oktoberfest ist nicht typisch Deutsch, Bayern ist das mit Abstand untypischste aller deutschen Bundesländer (der Freistatt wäre am liebsten unabhängig) und die DDR-Küche hat mit Bayern wirklich goar nix gemein..schade, ein weiterer belangloser, aber furchtbar angestrengt witziger Artikel zum Thema Deutschen-Bashing (was nicht alles dafür herhalten muss)! Mindestziel jedoch erreicht, der Artikel polarisiert…

    • Réda El Arbi sagt:

      Quatsch, es geht nicht gegen Deutsche, sondern gegen das Oktoberfest. Sogar die Deutschen lästern darüber. In Berlin, in Bochum, wo auch immer. Und hier gehts uach noch um eine CH-Kopie des Oktoberfests.

      • Eric Pudles sagt:

        @ Kerstin Geiges, vermutlich Deutsche Staatsbürgerin und fühlt sich in ihrer Eher anscheinend gekränkt. Dieser Artikel ist sehr amüsant und auch ein wenig zynisch. Natürlich nur verständlich, wenn man auch über sich selbst lachen kann. Das sei mir erlaubt zu schreiben, können eben die wenigsten Deutschen. Zum Zürcher Oktoberfest ist leider nur zu sagen wie bei vielen anderen Dingen auch, die Kopie ist nie so gut wie das einzige Original (München).

        • Toni Dubs sagt:

          Sorry, Eric Pudles, aber das ist schlecht wahrgenommen. Alles, was noerdlich etwa der Mainlinie sozialisiert wurde, ist STAENDIG daran (mit jedem bzw. mindestens jedem zweiten Satz), ueber sich selbst zu lachen bzw. sich selbst nicht ernst zu nehmen. Nur, wenn man nicht von dort kommt, missversteht man das gern als negativ, grantig und unfreundlich. Aber wer „Da nicht fuer“, „Kann man essen“, „Hat sich schon mal einer totgemischt“ nicht einordnen kann, hat natuerlich verloren. Das erste was Deutsche hier, in ZH, kennenlernen, ist eben genau die Unfaehigkeit, sich selber NICHT ernst zu nehmen oder wenigstens simple Ironie zu erkennen …

          • Réda El Arbi sagt:

            Das Problem kennen wir. Das ist das Problem, wenn Nicht-Zürcher sich in der Stadt bewegen. Sie sind zu stark damit beschäftigt, cool zu wirken, als dass sie die trockene Selbstironie der Städter wahrnehmen könnten.

      • Manni Nussbaum sagt:

        Réda (ist das eigentlich ein richtiges accent ägü?) kennt Bochum…

  • Andre sagt:

    Ich war 2x an diesem Oktoberfest in Zürich und fand es auch ziemlich schaurig. Allerdings ist Oktoberfest nicht typisch Deutsch, sondern typisch Bayrisch. Hier in Berlin macht man sich über das Oktoberfest so ziemlich keine Gedanken.

    • Jonathan sagt:

      Ja in Bayern und Bawü kann man Oktober- und Schützenfest, das wars mit der „Kultur“. Da sind Berlin und der Rest Deutschlands wesentlich spannender. Das ist wie der Vergleich Zürich und Luzern 🙂

      • Hitz sagt:

        Ja, genau, Berlin ist eh überhaupt am allerspannendsten und es ist auch total witzig, wie die sich dort abheben von Restdeutschland und einfach so voll hip sind. Diese Berliner, diese urbanen…

        • Sarah sagt:

          Jemand der gerne auf bierseligen und -bäuchigen Oktoberfesten versackt, ist natürlich schnell von der kulturellen Vielfalt und Lebendigkeit echter Großstädte überfordert, aber diese Erkenntnis ist mindestens so alt wie das Oktoberfest selbst.

  • stef kun sagt:

    abgesehen aller ansichten und absichten. dieser artikel ist einfach verdammt gut geschrieben. ein augen und ohrenschmaus auch
    für die die noch nie da waren und wahrscheinlich auch nie hingehen.
    besten dank und bitte mehr solche polarisierende artikel.

  • Daniel sagt:

    Mit der allgemeinen Beschreibung des Oktoberfestes bin ich einverstanden. Dass das Futter schlecht ist, ist schlecht. Das muss ja aber nicht für jedes OF gelten.
    Aber die Wertung ist einfach Aloch mässig. Da trifft sich von U- über M- bis O-Schicht zu einem primitiven ausgelassenen Sauf und Fressfrest, und amüsiert sich dabei. Was ist nun schlecht daran? Das es dem Autor nicht gefällt?! Wen interressiersts? Noch ist ja freiwillig und weder wer nie dabei war, noch wer nie mehr geht verpasst etwas.
    Auch ich mag fette Audis, jedoch lieber mit belüfteten Massage-Sitzen. Dafür mag ich auch kleine BMW’s mit Sportsitzen, oder urchige Geländewagen mit knurrenden Dieselmotoren. Ich kann es mit eben leisten (nicht finanztechnisch gemeint) mich wie eine Sau im Dreck zu suhlen, oder auch mit dem Anzug eine Oper zu geniessen. Alles zu seiner Zeit.

  • Daniel Zollinger sagt:

    Ich brauche das auf Kommando Organisierte Massenbesäufnis auch nicht unbedingt! Ich stemme meinen Bierhumpen wann ich will und nicht alle 2 Minuten bei dem Lied ein Prosit!

  • Steinlin Edi sagt:

    Einfach nicht hingehen, ich lasse mich nicht abzocken.

  • Eduard J. Belser sagt:

    Die Sauf-, Schunkel- und Es-durch-die-Hosen-unter-den-Tisch-rieseln-lassen-Orgien begleite vom Getöse irgend welches peseudovolkstümlichen, musikalischen Sondermülls sind die absoluten Ikonen der Niveaulosigkeit. Ein gutes, mit Liebe gebrautes Biermit einer Brezel dazu, ist eine feine Sache, aber nicht in einem lärmigen, nach Pisse miefenden Bierzelt zu einem Abreisserpreis, bei dem einem ohne Gel die Haare senkrecht vom Kopf abstehen. Was sind das nur für Deppen, die sich an solchen Oktoberfesten neppen lassen? Auch eine Kalbshaxe ist eine herrliche Sache, vor allem, wenn sie stundenlang im Wurzelgemüsebett schmort und der Duft durch Wohnung zieht.

  • off.side sagt:

    «Die sich wie die Metastasen eines Krebsgeschwürs ausgebreitet hat» — der Autor outet sich in seiner Empörung als ganz kommuner Pleonasmendrescher. Igitt!

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein, Metastasen sind als die einzelnen Ableger definiert, in diesem Satz sind also Ursprungsgeschwür und die Verbreitung gemeint. Literaturkritik ist super (für Kritiker, die nie selbst was veröffentlichen), aber man sollte sich an die Sprachlogik halten, wenn man versucht, Fehler zu entdecken. Als Metapher funktioniert die Aussage recht gut.

      • off.side sagt:

        Wo kein Geschwür ist, kann’s auch keine Metastasen geben. Also hätte die Metapher ganz untautologisch «…die sich wie Metastasen ausgebreitet hat» lauten (und ich mir den beckmesserischen Kommentar ersparen) können. Doppel-Igitt!

        • Réda El Arbi sagt:

          Nein, sie hätten kurz über Aussage, Sprachlogik und Begrifflichkeit nachdenken können. Dass Sie es noch immer nicht nachvollziehen, sagt mehr über Rechthaberei als über Textqualität. Aber ich versuchs nochmals: Das Bein eine Schimmels ist auch weiss, trotzdem kein Pleonasmus.

          • off.side sagt:

            «Das weisse Bein eines Schimmels» ist kein Pleonasmus? Interessant 😉

            • Réda El Arbi sagt:

              Nun, Sie vergessen wieder die Sprachlogik. Ein Beispiel: „Aus den Trümmern ragte ein weisses Pferdebein. Es gehörte sicher zu dem Schimmel, den wir vor dem Brand vor dem Stall hatten grasen sehen.“

      • diva sagt:

        ganz iher meinung herr el arbi! und auch der meinung des autors. wir zelebrieren tagtäglich deutschenhass, auch damit, dass wir ihr brauchtum (und das ist das RICHTIGE oktoberfest in münchen mal gewesen und eigentlich immer noch) karrikieren. denn diese pseudooktoberfeste sind nichts anders, als sich über die deutschen einmal mehr lustig zu machen und zugleich eine alibiübung, sich einmal mehr voll laufen zu lassen.

      • Jumis Schwab sagt:

        Doch, denn Krebs ist ein Geschwür und somit ist das Wort Krebsgeschwür ein Pleonasmus.

        • Réda El Arbi sagt:

          Öhm, genaugenommen ist Krebs eine Zelldeformation die zu unkontrollierbarem Zellwachstum führt. „Geschwür“ ist ein allgemeinverständlicher Layenbegriff für eine grössere Ansammlung solcher Zellen, wird aber auch bei entzündeten Infektionen und Zysten verwendet. Metastasen hingegen sind Zellhaufen, die sich im Körper, nach dem ersten „Geschwür“, ausbreiten. Einfach ausgedrückt: Muttergeschwür und Saat. Aber lassen Sie uns doch einfach den Text geniessen und nicht in Medizin, Literaturkritik und was es sonst noch an Klugscheisserwettbewerben gibt, machen. 😉

          • Marcel Claudio sagt:

            Geschwüre – auf lateinisch Ulcus oder Ulkus (Mehrzahl Ulcera bzw. Ulzera) gibt es jede Menge verschiedene – darum ist das Wort Krebsgeschwür kein Pleonasmus sondern eine Spezifizierung der Geschwürart!
            Und da ich heute meinen Klugsch….erbesserwissertag habe – nachfolgend eine kleine Auswahl an Geschwüren – das Krebsgeschwür ist nur eines unter vielen – viel Spass bei der Geschwüranalyse und schönes Wochenende!

            Ulcus cruris (offenes Bein, Unterschenkelgeschwür, meist aufgrund einer venösen oder einer gemischt arteriell-venösen Insuffizienz)
            Malum perforans (Druckgeschwür an den Füßen bei einer Polyneuropathie)
            Ulcus (cruris) hypertonicum (Martorell-Syndrom)
            Ulcus ventriculi (Magengeschwür, genauer: Magenwandgeschwür)
            Ulcus duodeni (Geschwür des Zwölffingerdarms)
            Druckulkus (Dekubitus) bei Minderperfusion des Gewebes aufgrund chronischer Druckwirkung
            Ulcus durum (harter Schanker), der Primäraffekt bei der Syphilis
            Ulcus molle (weicher Schanker), eine sexuell übertragbare Krankheit
            Strahlenulkus oder Ulcus radiologicum
            Ulcus carcinomatosum (Krebsgeschwür)
            Ulcus rodens oder Ulcus terebrans bei einem Basaliom
            Ulcus corneae (Hornhautgeschwür)
            Aphthe (Geschwür der Mundschleimhaut oder des Zahnfleisches)
            Ulcus arteriosum (arterielles Geschwür)
            Ulcus venosum (venöses Geschwür)

          • Maiko Laugun sagt:

            Ich mache mir soeben grosse Sorgen! Ich habe nämlich auch einen Magenkrebs, also das heisst, eigentlich habe ich einen Krebs im Magen, also umgekehrt als ich es zuerst geschrieben hatte, nun aber zurück zu meiner Krankheit, weil bei mir auf der Insel gibt es so viel Sea Food und ich habe soeben so einen gefr…äh…gegessen und jetzt mache ich mir gerade Sorgen, ob ich nun auch krank bin? Habe ich nun Krebs? Kann mir bitte jemand helfen? Bitte!

          • Thomas Hirt sagt:

            Marcel Claudio, you made my day :)))!!!

  • Irene feldmann sagt:

    Mal einfach gesagt, vulgär und ertragbar nur mit einer vollen Betäubungsmittel-Einheit….ich wünschte mir mal was in der Mitte, d.h. Nicht steif wie ein 100 jähriger Stock und nicht mental geschädigt bis zur fast Auflösung der Grenzen der körperlichen Linien….einfach ausgeglichen NORMAL …:) wäre auch ein fest Wert!!!

  • Hausfrau sagt:

    kein Wunder kommen alle in das südliche Land wenn das die Höhepunkte aus dem Nordkanton sind.

  • J.Keller sagt:

    Nun, Ich mag Kaffee aber nicht Starbucks. Ich mag Herbstfest in Nürnberg aber nicht in Stuttrgart. Ich mag gemütliche Honorationen in München. Ich mag Frühlingsfest auf der Wiesen und den Waasen in Canstattt im April. Ich mag alles und denke alle hier moegen irgendetwas auch

  • Atze Schröder sagt:

    Alex, ein Tip von mir: Dann geh doch einfach nicht mehr hin. Wat haste eigentlich vom Oktoberfest erwartet? Tiefschürfende Diskussionsrunden über das Persönlichkeitsprofil von Horst Seehofer, „Wir-stricken-weiss-blaue-Rauten-für-den-Weltfrieden“-Sit-Ins und in Apfelsirup eingelegte ehrlich-regionale Baumnüsse aus Oberbayern?

    • Réda El Arbi sagt:

      Offenbar erwartete er wenigstens gutes Essen. 😉

      • Mario M. Montecarlo sagt:

        Wer auf dem Rummelplatz,sei es nun das Oktoberfest oder ein anderes,gutes Essen erwartet,ist selber schuld.Essen ist dort nichts anders als ein Mittel,den dazu getrunkenen Alkohol nicht allzusehr wüten zu lassen 🙂
        Rummelplätze sind zwar nicht mein Ding;deswegen würde ich aber nie arrogant auf jene hinabsehen,die dieses Vergnügen (in vielerlei Hinsicht) geil finden…Lasst den Leuten doch ihre Freude.

  • Clara sagt:

    Wenn das unkreative Menü wenigstens hochwertig wäre, aber oft handelt es sich nur um Industriebiere statt solcher traditioneller kleinerer Brauereien und das Huhn hat meist keinen Biohof, dafür aber die Antibiotikasammlung des Hofarztes kennengelernt.

  • Boaßzanga sagt:

    Saupreissn ois midanand!
    Dirndl=Kleid
    Dearndl=Meitschi
    Und as Bier kimmt imma no ina Maß, mit am kuarzn a.

  • adam gretener sagt:

    Während meiner Zeit in München war ich einmal auf dem Oktoberfest. Da stand eine junge Frau auf dem Tisch, Unterhosen in den Kniekehlen, im Arm eine Gummipuppe und 20 Handies zwischen den Beinen.

    Das muss ich mir also nicht geben. Halb leere Mass-Gläser, durchschnittliches Essen und einmal die Stunde „Mexiko, Finger in den Po“.

    Aber für Obazda würde ich töten.

  • Daniel Meier sagt:

    Ich war 2 x dort und hatte viel Spass – die Frauen zeigten schöne Auslagen – was will Mann mehr – ich denke, der Journi und die Blogger hier sind einfach zu nörglerisch und steif um das Leben zu geniessen!!!!!

    • Andy sagt:

      Tausend Dank. Schön, dass es noch Leute gibt, die sich nicht ständig vom gemeinen Volk abgrenzen müssen.

    • bitta sagt:

      zum Glück sind die Männer so einfach gestrickt – Brüste anglotzen, schon seid ihr happy..

      • Stefan sagt:

        Es dünkte mich nicht, dass die Frauen extrem unhappy waren, dass Ihre Brüste angeglozt wurden…
        Btw. Die Weisswürste waren gut.

      • Daniel Zollinger sagt:

        @Bitta: Bei Euch Frauen ist es ja auch nicht anders, auf den Arsch glotzen oder sonst wohin bei einem Mann! Siehe die Sendung Bachelor, Blöder geht es nicht mehr!

  • Andi sagt:

    Das Oktoberfest Bauschänzli ist das Zürcher Original, seit 18 Jahren und bevor alle anderen Mode-Feld-Wald-und-Wiesen Oktoberfeste in diversen Kantonen es nachmachten. Es ist immer ausverkauft und die Stimmung stets gut. Wer das Sauf & Sing-Gelage mag hat Spass und die anderen sollens sein lassen.

    • peter vogel sagt:

      Original!……LOFL!

      • Andi sagt:

        Ich sagte das ‚Züricher Original‘; es ist mir auch klar das es kein besseres als die richtigen Wiesn in München gibt.
        Aber wozu diese Kritik an erfolgreichen Events die gut organisiert und bestens besucht sind und dazu obendrein noch an Minimum an Emissionen produzieren?

  • Thomas Benedikt sagt:

    Ich war vor vier Jahren das erste und letzte Mal am Oktoberfest auf dem Bauschänzli und dies nicht der einigermassen guten Stimmung wegen, sondern dem Bier wegen, welches hier gezapft wird. Auf meine Anfrage, woher dieses denn stamme, bekam ich eine ausweichende Antwort: „Das ist unser Hausbräu“. Ja, wo wird denn dieser Gerstensaft denn gebraut? Nach deutschem Reinheitsgebot, oder nicht? Mir schmeckt(e) es nicht, da es in keiner Weise einem original Münchner Bier (Trademark) entgegen kommt und in meinem Gaumen einen komischen Nachgeschmack hinterlässt/hinterliess (so wie das Billigbier im Lidl). Nun, Geschmäcker sind verschieden, doch dieses Festbier werde ich zukünftig meiden. Prost!

  • Maiko Laugun sagt:

    Sagt der durstige Gast zum schönen Dirndl: „Kennen Sie den Witz vom Bodensee“? Das Dirndl: „Nein, wie geht der“? Gast:

    Ach, wie tut mein Herz mir so weh
    wenn ich im Glas den Boden seh

    • Marcel Claudio sagt:

      Hallo Maiko – schreibst Du jetzt Deine Kommentare nur noch in Versform 🙂

      Dann halt auch noch ein paar Trinkreime:

      Dem Ochsen gibt das Wasser kraft
      Der Mensch trinkt Bier und Gerstensaft
      Drum trinken wir nur Bier und Wein
      Denn wer will schon ein Rindvieh sein!

      Wenn ich Deinen Hals berühre,
      Deinen Mund an meinen führe,
      ach, wie sehn´ ich mich nach Dir,
      heissgeliebte Flasche Bier!

      Alkohol, du böser Geist,
      auch wenn du mich zu Boden reißt,
      ich ich steh auf, du schlägst mich nieder,
      ich kotz dich aus und trink dich wieder!!!

      Gruss nach China – hoffentlich zieht der Kelch äh Taifun an Euch vorbei!

      • Maiko Laugun sagt:

        Nein, nicht nur. Ich war vor Jahren (zuletzt vor ca. 10 Jahren) mehrmals in München. Das original Oktoberfest lässt sich eben nirgends kopieren. Zumindest früher war es in München optimal, wenn man das Oktoberfest unter der Woche besuchen konnte. Nachmittags ging es in den Zelten noch ziemlich gesittet zu und her und es machte Spass, so alle Stunde neue Tischnachbarn zu haben. Man sass da friedlich zusammen mit Einheimischen, Europäern, Amerikanern und manchmal auch mit Japanern. Und alle haben sich bestens verstanden und hatten einfach eine gute Zeit. Die billige Kopie in Zürich hatte ich nie besucht. Aus den Medien wusste man ja, dass dort meistens nur Junge primitiv die Sau rausliessen. Das gab es in München auch, aber gemessen an der Gesamtzahl der Besucher waren diese doch in der Unterzahl. Trotz hohem Kommerz scheint das Fest in München um Klassen besser zu sein.
        Der Taifun zieht von den Philippinen in Richtung Vietnam. Diesmal haben wir also Ruhe.
        Gruss vom China Guru
        an Südamerika Marcel in Uru 🙂

  • Bergsteiger sagt:

    Na ja, war letzte Woche erstmals da. Und war auch schon in DE (nicht in Mü) dabei. Das Bauschänzli hat sich vergleichsweise als Oktoberfest der gehobenen Klasse erwiesen. Aber natürlich: Es gibt Besseres. Wirklich degoutant finde ich Journalisten, welche meinen, allen anderen sagen zu müssen, was für sie gut sein soll!

  • Mushka Warraq sagt:

    Bin gerade zurück aus Ferien in israel. Dort ist das Oktoberfest zu meinem Erstaunen auch gerade in! Paulanerbier, Tisch-Sets mit Bayernflagge, Bär??? mit Gamsbarthut! Zeiten ändern sich. Zeigt aber auch ihre Grösse!

  • KMS a PR sagt:

    also mal ernst. ich schätze herrn kühl ja als kompetenten fussball-blog-verfasser. hier schreibt er aber, über ein volksfest und nicht über die aufführung von nabucco. somit finde ich, ist die kritik schon nicht so fair. ich geh‘ ja auch nicht in die oper und beschwere mich, dass während der vorführung kein bier verkauft wird – NEIN – denn ich nehm’s gleich selber mit! hähä.

  • Walter Boshalter sagt:

    Es ist schon schwierig. Das Original in München geht gar nicht, da von Touris überlaufen. In Zürich gibt es nur schlechte Kopien. Dachau geht auch nicht, da ich letztes Jahr wegen meines positiven Feedbacks aufs dortige Oktoberfest als politisch inkorrekt abgewatscht wurde. Schliesdlich hab ich es dieses Jahr in Fürstenfeldbruck versucht. Fazit: Die Musi super, das Moas kühl, die Madeln fesch, das Hendl knusprig und die Stimmung bestens.

    • Mario M. Montecarlo sagt:

      Herr Boshalter,danke für Ihren netten Beitrag.Nur eine kleine Ergänzung:Im Bayerisches heisst es ,anders als beim hochdeutschen Mass,nicht „das“ Moass,sondern „die“ Moass.

  • Maiko Laugun sagt:

    Geht ein Preuss ans Oktoberfest
    setzt er sich in ein falsches Nest
    .
    Ebenso der Alex Kühn
    das ist vergebenes mühn
    .
    Weiss nicht, was ist eine Mass
    vergeht der Bedienung gleich der Spass
    .
    Bestellt ein grosser Bier
    missachtet jegliche Zier
    .
    Versteht das schöne Dirndl nicht
    weile dies eine andere Sprache spricht
    .
    Ich krieg noch eins, ruft er immer wieder
    daraufhin das Dirndl kniet sich nieder
    .
    Nein, sie tut nicht was Du denkst
    sie schwenkt die Krüge nur dezent
    .
    Und des Dirndls Worte, ein jeder weiss
    Schleich Di, Du Saupreiss

    • KMS a PR sagt:

      herr laugun der tut gerne reimen
      und reimen reimt sich nett auf schleimen
      das sei ihm zwar nicht unterstellt,
      denn was lacostet schon die welt
      der frommen und der heiligen,
      der geilen und langweiligen?
      und da dies keine rolex spielt,
      und’s lotti auch nach 6 bier schielt,
      ja dann, dann trinken wir vereint,
      auf das die sonn‘ dem a**** aus scheint!
      juuu-hui!

      • Maiko Laugun sagt:

        Ein Danke schön dem Rittermann
        dass auch er gepflegte Worte kann
        ob das mit dem Trinken auch so geht
        wohl nur er selber versteht
        gesagt sei jedenfalls
        gegeben ist im Spass
        Ob am Oktoberfest oder beim Züri Tipp
        der KMS scheint zu sein ein guter Typ
        wo bei anderen es finster und windstill ist
        und das reimt sich direkt so nicht
        bei ihm sogar die Sonne aus dem A… spricht
        das schafft wirklich nicht ein jeder
        deshalb erheben wir nun die Gläser!

        • KMS a PR sagt:

          zur freude und zur heiterkeit
          erscheint mir herr laugun gescheit
          so lasset uns die tassen heben
          und trinken auf ein langes leben
          der rittermann in voller pracht,
          wünscht ihnen eine gute nacht!

  • Jonathan sagt:

    Meist sind da nicht mal die Frauen schön und die Männer haben nicht selten demente Biergesichter, es gibt reizvollere Anlässe in der Freizeit.

  • K. Daver sagt:

    ist ja auch ein bayrischer Brauch..und hat mit Deutschland nix zu tun..

  • Peter Scheibenberger sagt:

    Hat Herr Kühn als Ossi überhaupt Ahnung vom Oktoberfest?

  • André KAufmann sagt:

    Ja Herr Kühn, viele von Ihnen beschriebene Zürcher möchten nun mal bloss fünf Liter Milch und nicht gleich die ganze Kuh. Und warum dürfen Ihrer Meinung nach nur die (sic!) grossen Nachbarn gegenüber den kleinen Nachbarn Vorurteile haben?

    • Bruno Menzi sagt:

      ???

      Zitat aus dem Beitrag: „…dass der kleine dem grossen Nachbarn gegenüber Vorurteile besitzt und sorgsam hütet…“.

  • Götz von Berlichingen sagt:

    Als „Halb-Hesse“ kann ich Dir nur zustimmen, lieber Alex. Richtig realsatirisch wird’s allerdings, wenn man bedenkt, dass 90% dieser Bierzeltinsassen wohl am Stammtisch leidenschaftlich über „ignorrante“ Amis etc. herziehen, die nichts von anderen Ländern wüssten…

  • Bernard Zappli sagt:

    Mehr Mut hätts gebraucht, das Oktoberfest gut zu finden. Nur hätten sie beim Tagi wohl keinen gefunden – der wäre für immer intellektuell stigmatisiert gewesen. Fahr zwar keinen Audi und mag diese Spezies auch nicht besonders – aber musste das auch noch sein?

  • Stein Jorge sagt:

    Lieber Herr Alex Kühn

    Ihre Bauschänzli Kritik ist mehr als angebracht. Was da geboten wird, ist ein Skandal, reiner „Näpp“ und hat mit bayrischem Oktoberfest-Spass überhaupt nichts gemein. So ziemlich alles ist „danäbe“! Der Frass, das Publikum, dessen Kostümierung und die Bedienung dazu.
    Unsere Münchner Freunde meiden zwar das Isar-Original auch schon längst, weil es vollkommen verpreusst sei und die Kostümierung der Gäste und deren aufgesetzte Fröhlichkeit eher zu einem schlechten Karneval passen würden.
    Kritik also nicht nur für die üble Zürcher Karikatur, sondern auch für das längst beschädigte Original mit dem verkrampft lachenden Herrn Uhde beim Anstich. Auch ein Secondo Preusse!
    Nun noch rasch zum „antideutschen Reflex“ in Zürich. Es sind leider zu viele von der recht unangenehmen Sorte zugewandert, die man von Freiburg bis Passau auch nicht riechen kann. Die sympathischen Bayern und Schwaben mag jeder; die besserwisserischen Säbelrassler aus dem Norden etwas weniger. Aber auch unter diesen gibt’s liebenswerte Menschen, bei denen man sich halt erst einmal an die Schnauze gewöhnen muss, um dann den guten Kern zu entdecken. Nicht jeder Schweizer hat die notwendige Geduld und geht dann halt, vielleicht etwas vorschnell, auf Distanz.
    Mit guten Wünschen!
    J.St.

    • Jack Stoffel sagt:

      Zum Thema gute Bayern/Schwaben – böse Nordlichter: Hauptsache, dass auch Sie, Herr Stein Jorge, ab und zu jemanden finden, den Sie ein bisschen unters Wasser drücken können, um selber auch mal das Gefühl zu geniessen, oben zu sein.

  • Mike sagt:

    Also ich bin Zürcher und Trinker und mag weder das Oktoberfest, Beckenbauer, Audis noch sonst irgendwas von den vom Autor aufgezählten Dingen.
    Ich behaupte jetzt einfach mal, dass es sich bei den Besuchern auf dem Bauschänzli um die selbe Spezies vom Land handelt, die Zürich auch sonst in erster Linie als Arbeits-und Rummelplatz betrachtet.

  • Ernst sagt:

    Nein, man merkt, dass Sie kein Biertrinker sind. Über das Bier, den eigentlichen Sinn und Zweck des Oktoberfestes, verlieren Sie nämlich kein Wort. (Seitdem das Oktoberfest in München ein Touristen- und Lifestyle Ereignis geworden ist, braucht man auch kein Wort mehr über das Bier schreiben, sondern nur noch über Brüste in Miedern und dazugehörige Prominente.) Wie ist das Bier im Bauschänzli? Etwa auch so wässrig wie im Zeughauskeller?

    • Köbi sagt:

      lieber Ernst, dein kommentar ging jetzt voll in die hose. da willst du den grossen bierfachmann markieren und kennst dabei nicht einmal den unterschied zwischen dem qualiativ sehr guten hausbier im zeughauskeller und der geschmacklosen pfütze einer grossbrauerei, welche am oktoberfest zu überteuertem preis verkauft wird? think again.

      • Ernst sagt:

        Sie haben da etwas falsch verstanden. Read again. Ich wollte wissen, welches Bier im Bauschänzli ausgeschenkt wird. Aber längst geht es ja eigentlich schon wieder nicht ums Bier sondern um Audis und irgendwelche anderen Befindlichkeiten.

  • KMS a PR sagt:

    dochdoch. das oktoberfest auf dem bauschänzli hat schon was. man sollte einfach nicht schon nüchtern ankommen; das hilft. und nach den ersten 3 mass, vergisst man bildung, erziehung und kinderstube. also ich zumindest. und die welche links und rechts von mir rumtorkeln, denen gehts genau gleich. eine homogene festgemeinschaft also, die einem fast vergessen lässt, dass der, welcher auch noch am tisch hockt, ja eigentlich dein a**** von chef ist. gut – er weiss das anderntags noch, du nicht; was meist auch besser ist. ausserdem hast du dich mittlerweile damit abgefunden, zur manövriermasse zu gehören. also – who cares – hosen runter – und rein in die schunkelsause, meine lieben!

    • Simon sagt:

      Ja, ich besaufe mich auch gern, doch dazu brauche ich kein importiertes Oktoberfest.

      • KMS a PR sagt:

        aberaber. wer spricht den hier von besaufen, häh!? 🙂 ich würde den anlass als „eine nicht mehr ganz ur-aufgeführte sinnes-oper für volksverbundene menschen mit vorlieben für vomitative schwachbierexzesse und mickie krause“ bezeichnen. ein wenig mehr respekt, bitte.

    • urs bilger sagt:

      ‚wieher‘ – wenn ich ihre kommentare so lese, glaube ich fast, dass sie mir im frueheren leben (ohne oktoberfest) mal begnetet sind 🙂

  • Marcel Claudio sagt:

    Habe schon unzählige Australier, Neuseeländer, Südafrikaner und Engländer getroffen, für die ist der Besuch am Original-Oktoberfest in München wie für einen Muslim eine Pilgerreise nach Mekka – das muss man einfach einmal im Leben gemacht haben.
    .
    Dass die Billigkopie am Bauschänzli da nicht mithalten kann, das ist eigentlich noch verständlich…aber Herr Kühn ist ja vermutlich auch kein Hardcore Biertrinker…oder?
    .
    Aber immerhin kamen im Ex-Ossie Kühn doch noch nostalgische DDR-Gefühle auf mit den Warteschlangen und den Broilerähnlichen Güggeli – so emotional hat das Bauschänzli den Herrn Kühn doch noch angesprochen – vielleicht will er darum nie mehr dorthin zurück???

    • KMS a PR sagt:

      auch noch erwähnenswert – die professionellen äh-trägerinnen kommen zu 90% direkt vom originalen anlass in münchen.

  • Hans Jung sagt:

    Ach, sie haben ja recht. Nur, einmal im Jahr Haxen essen und Mass trinken sei mir vergönnt, und sich hin und wieder primitiv vorkommen zu können, kann auch befreiend sein, auch wenn es an Massenhysterie grenzt. Und den Gerhart Polt und Lorio u.a. liebe ich trotzdem.

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