Zürcher Service: versnobt und elitär

Elitär und versnobt: Café Zähringer

Elitär und versnobt: Café Zähringer

Fünfzehn Minuten sass ich bereits an meinem Platz, bevor ich vom Serviceangestellten zur Kenntnis genommen, kurz taxiert und wieder ignoriert wurde. Er ging raus vor die Tür, um eine Zigarette zu rauchen. Schon früher wurde ich im linken Vorzeigebetrieb Zähringer wirklich schlecht oder sehr lange Zeit gar nicht bedient. So brauchte die Serviceangestellte auch schon drei Anläufe, um die Bestellung anzunehmen, weil sie jedes Mal auf dem Weg zum Tresen die georderten Getränke wieder vergass (Kiffen schwächt das Kurzzeitgedächtnis). Ich versteh ja, dass die Leute im Restaurant Zähringer wenig verdienen, schliesslich sind sie eine Cooperative. Aber ehrlich gesagt, für diese Art Service müssten sie eigentlich noch drauf zahlen.

Natürlich kann man gegen diese Scheiss-Leistungsgesellschaft rebellieren, aber vielleicht sollte man dann keinen Gastrobetrieb führen. Und was mich noch stört, ist dieses elitäre, versnobte Getue. Wenn ich in einem exklusiven Restaurant schlecht bedient werde, weil ich keinen Anzug mit Krawatte trage, find ich das unter aller Sau. Wenn ich aber in einem anderen Restaurant ignoriert werde, weil ich einen Anzug mit Krawatte trage, ist das für mich ebenfalls arrogant und eines Gastrobetriebs nicht würdig. Die Sozialrevolutionäre würden besser gegen die schlechten Arbeitsbedingungen in der Gastronomie kämpfen als gegen den zahlenden Gast.

Da nützt es nichts, wenn man palästinensisches Olivenöl benutzt, aber keine Ahnung von der klassischen palästinensischen Gastfreundschaft hat. Ich unterstütze ja jegliche linken und sozialen Ideen und bin bereit, für Fairtrade- und Bio-Sachen mehr zu zahlen. Aber ich möchte nicht jedesmal erst meine abverreckten Besetzertattoos aus der Wohlgroth vorweisen müssen, bevor ich anständig bedient werde. Und ich werde mir keine Dreadlocks wachsen lassen, nur um meinen Kaffee innert weniger als einer halben Stunde zu bekommen.

Aber das ist nicht nur ein Problem des alternativen Servicekonzepts, auch die Hipster-Spunten haben dieses elitäre Serviceverständnis. So sass ich letzte Woche im Café Für Dich an der Bar und konnte der Bedienung 20 Minuten lang dabei zuschauen, wie sie von einem Leben träumte, in dem ihre spärlichen Talente als Künstlerin/Musikerin/Schauspielerin nicht in einem Servicejob mündeten. Danach kam einer aus der Klique, die oft dort verkehrt und bekam Küsschen und ein Getränk. Ehrlich, die Küsschen darf sie behalten, aber ein Getränk wär in einer BEIZ ja schon mal ein Anfang. Jede drittklassige italienische Pizzeria schafft es, all ihre Gäste gleich und manchmal sogar zuvorkommend zu behandeln. Nur Zürcher Szenebeizen sind so arrogant, wie mans eigentlich von Nobelbeizen erwartet: Dresscode, Zugehörigkeit und Ignoranz. Ehrlich, sogar im Terrasse wurde ich in Badehosen besser bedient.

Beispiele gäbs noch viele: Unfreundlicher Service, wenn man nicht standesgemäss gekleidet ist oder nicht zur Szene gehört. Angestellte die ihren Job hassen und dem Gast die Schuld geben, Servicepersonal, die Coolness mit Unfreundlichkeit verwechseln etc. Das hier waren nur gerade aktuelle Beispiele.

Die Zürcher Szenebeizen könnten sich eine Scheibe vom Servicepersonal in der roten Fabrik abschneiden: Die fühlen sich wenigstens durchwegs von allen Gästen genau gleich gestört.

404 Kommentare zu «Zürcher Service: versnobt und elitär»

  • Haha sehr gut, ja, als ehemaliger Komintern als dem kuehlen Norden mit Sympathien zu der linken Szene
    wäre ich ueber so ein Szenario auch nicht so erfreut. Schliessen sich denn Anzug tragen und Sozialist oder Kommunist zu sein
    einander aus? Absolut nicht, und deshalb will man ja auch nicht so in einem Szenecafé mit verspätetem oder nicht vorhandenem Service bedient werden, auch Sozialrevolutionäre wollen gerne mal ein Käffchen trinken.

  • hasen sagt:

    Der das geschrieben hat von eegen kiffen schwäche das gedächtnis, scheiss elitäre bla bla bla hat keine ahnung. Im kaffe zähringer, geht man hin wenn man dem stressigen alltag entfliehen will, und ohne vorurteile ins kulture kaffi gehen will.
    Und wenn man die hand nicht hebt, um zu bestellen, wird man friedlich in ruhe gelassen, weil man nicht wie in anderen kaffes auch nur dort sitzen kann, ohne bestell zwang.

    • Réda El Arbi sagt:

      Der, der das geschrieben hat, war in den letzten 30 Jahren des Öfteren im Zähringer, hat in den 90ern kurz sselbst da gearbeitet und kennt den Laden ziemlich gut.

  • karl sagt:

    Die Stadt erhält wohl die Gastronomie, die sie verdient.
    An vielen Orten ist offensichtlich, dass mit internationalen Kleiderläden einfacher und mehr Geld verdient wird als mit Cafés oder Restaurants. Wieviel von den 5 Stutz für ein Kaffee geht direkt zum Immobilienbesitzer, der die Miete immer höher schraubt?
    Und andererseits fällt mir auf, dass beim Starbucks oder beim Mac niemand über schlechte Bedienung spricht. Es gibt nämlich keine, man muss sich selbst bedienen. Dafür sind dann alle Häppi, weils gratis Internet gibt.
    Meiner Ansicht nach wird es in Zukunft bloss guten Service geben, wenn wir es schaffen, willige und dankbare Billiglohnausländer ins Land zu holen, noch mehr als heute der Fall ist. Oder wenn wie in den USA der Lohn im Service nicht mehr zum Leben reicht, sondern mit dem Trinkgeld zwingend verdient werden muss. Zuckerbrot oder Peitsche.
    ps. diese Problematik wird nach dem Service sämtliche Dienstleistungsbranchen erfassen, die Taxifahrer gehören neuerdings auch dazu. Viele andere werden folgen, dem Neoliberalismus sei dank.

  • Kurt sagt:

    ….schlechte Gastronomen gibt es…schlechte Banker auch.
    Also ich arbeite seit 30 Jahren in der Gastronomie habe sämtliche Berufe von Grund auf gelernt und hatte rüdig Freude die Gäste zu bedienen. Vor ein paar Jahren haben die Gäste mich immer wieder gefragt: „Wie schaffst Du es immer zuvorkommend und strahlend die Gäste zu bedienen?“ Damals fragte ich mich, ob dieser Frage.
    Heute versteh ich’s sehr gut. Viele Gäste denken wir Gastronomen verdienen gut & bezahlen schlecht. Sie denken, das Essen ist zu teuer, die Getränke sowieso. FAKT ist: 60% der Beizer würden rote Zahlen schreiben wenn sie sich einen normalen Lohn auszahlen würden,…..vorallem, wenn die Beizer bei selber eine 45 Stunden Woche einhalten würden. Um Personalkosten zu sparen beuten sich die Beizer massiv selber aus, arbeiten bis zu 18 Stunden im Tag zu einem Tellerwäscher-Lohn.
    Der Gastronomie geht es sehr schlecht. Die Gäste verpflegen sich Heute in Bäckereien, Metzgereien in den billigsten Kettenbetrieben. Unsere Branche wird verachtet.
    Ja, wir sind Diener…Ja, Freundlichkeit ist ein absolutes Muss in der Gastronomie….Ja, Qualität und Liebe zum Beruf sind Vorraussetzungen & soll eine Selbstverständlichkeit sein…………..aber leider, wer interessiert sich denn dafür? Welcher Gast ist denn noch bereit eine Stunde Arbeit für die Hauptmahlzeit zu bezahlen? In der ganzen Geschichte der Menschheit musste man noch nie so wenig arbeiten um sich bedienen zu lassen….SCHADE…Der Preis hat seinen Preis! Ich für meinen Teil, bediene keine Gäste mehr und bin für Billigfood nicht verfügbar…. Liebe Grüsse Kurt Koch

  • KMS a PR sagt:

    aber die lage ist schön. man muss halt am besten das bier selber mitbringen. dann gehts schon.

  • Martina sagt:

    Also wirklich: das KAFI FÜR DICH ist eines der schlimmsten Beizen in Züri – auch meine Freundinnen mit Kinder gehen nicht mehr dorthin. Es ist dreckig, die Spielsachen kaputt und die Bedienung wirklich miserabel.
    Danke für diesen guten Bericht. Sorry, aber es ist so. Es gibt einfach zu viele Cafés, welche genau so sind, wie oben beschrieben. Ich nerve mich auch da drüber. Ich arbeite seit Jahren im Dienstleistungssektor und kann mir ein solches Getue auch nicht erlauben. Ich verstehe halt nicht ganz, was als Beispiel der Unterschied zwischen Gastro & einem Reisebüro ist?! Man ist doch einfach freundlich – und klar, gibt’s mal die schlechten Tage. Aber wenn ich mehrere Male in ein Lokal gehe und die Bedienung immer gleich ist, liegt’s wohl nicht an den schlechten Tagen. Geht doch mal ins Kaffi Z am Park: auch ein Paradebeispiel. Man muss beim bezahlen DANKE VIELMALS sagen, dass kotzt mi eifach a!
    Aber: es gibt sie schon noch, die guten Kaffis!

  • Seemenomore sagt:

    Super Text! Chapeau…

    Ich bin selbst aus der Gastronomie und ganz erlich, ich lasse manche Gäste extra warten. Grund dafür! Wer mich nicht grüssen kann oder bei der Bestellung kein einziges mal blickkontakt herstellt ist für mich kein gast sondern eine Vergängliche Deko des Restaurants.

    Wiso gehen sie in Zürich in eine „puurebeiz“ wenn sie kein Bauer sind! Als Bauer gehen sie ja auch nicht ins Eden au Lac nur weil ich mir ein Kaffe leisten kann! Sie gehen ja auch nicht in den Aldi Schuhe kaufen und erwarten das sie beraten werden!

    • Ron sagt:

      Service ist Bedienung, die Mitarbeiter sind Diener und keine Präsidenten!

      • Seemenomore sagt:

        @Ron:
        Ist mir schon bewusst das der Service die Gäste Bedient.
        Kleines Sprichwort: So wiäd in Waldschreisch so chunts zrug!
        Ich möchte bestimmt nicht das mich der wie ein Präsident behandelt.. habs ja bestimmt auch nicht verdient. Aber ich verlange vom Gast das ich als Gleichwertiges angesehen werde und nicht behandelt werde wie Ihr Hund!
        Ich verlange nicht von den Gästen das sie mit einem lächeln oder guter Laune zu mir kommen.
        Ich verlange aber respektvoll behandelt zu werden.

        Ganz ehrlich, so wie die Mehrheit an Gästen mit der Bedienung umgehen. Ist es kein wunder wenn Schamhaare oder andere Väkalien in ihrem Essen zu finden sind! (nicht mein ding, ich lass die gäste einfach warten)

        • Rennie sagt:

          Seemenomore,können sie bitte noch erwähnen in welchem Restaurant sie arbeiten.
          Dann weiss ich nämlich wo ich nicht hingehe.

          • Seemenomore sagt:

            @Rennie
            Leider nein! Immunität ist mir wichtig 😀
            Heisst dass das sie einer von denen sind die nicht grüssen kann oder doch einer der sich selbst so hasst das er andern nicht in die Augen schauen kann? Falls nein, haben sie keine Bedenken!

        • Eddy Kante sagt:

          @ Seemenomore
          Unfreundlichkeit ist eine Sache. Keiner weiss warum der Mensch, der dir gegenübersteht, gerade schlecht drauf und somut unfreundlich ist.
          Aber keine Unfreundlichkeit der Welt rechtfertigt es einem Gast ins Bier zu pissen. Falls du zu solchen Menschen gehörst wäre es besser das du dich nicht vermehrst!!
          Falls doch, dann wünsche ich dir, dass wenn dir mal irgendjemand die Tür aufhält und du nicht sofort Danke sagst, das derjenige dir die Tür mit Wucht ins Gesicht schlägt.
          Vlt braucht es das für dein Verständnis des Miteinanders.

          Kranke Welt

      • barbara sagt:

        Tja, Ron: Der Kunde ist König. Dann soll er sich auch wie ein König benehmen, das heisst wie am Hof = höflich.

        • Rosi sagt:

          Beim Kunden sind die Eigenschaften gewünscht, bei der Bedienung Voraussetzung für die Ausübung des Berufs. Das heisst, der Kunde sollte sich menschlich und angemessen verhalten, der Service muss dennoch einwandfrei bedienen.

  • michalis stathis sagt:

    irgendjemand hier hat gesagt „der fisch stinkt vom kopf her“. das mag die ungenügende einsicht in die dienstleistungsperspektive (ja, auch ein baarkeeper oder eine kellnerein sind dienstleister, so wie ein velokurier kein grosstadtindianer ist sondern ein fahrraddienstbotenjunge) vieler serviceangestellter erklären, wenn der chef himself schon nicht das vorlebt, was der normale und zahlende gast als durchschnittliche gegenleistung erwarten darf.
    aber es gilt in vielen kneipen eben leider auch, dass eine kette nur so stark ist wie ihr schwächstes glied. und da viele belegschaften aus einem bereits bestehenden freundeskreis zusammengewürfelt wurden, besteht selten eine gut ausgeprägte bereitschaft zur fachlichen kritikfähigkeit, sachlichen selbstreflektion oder mediativen gruppenvision. nicht, dass es das per se auch bräuchte, würde aber vielen inzestiös geführten mauschel-betrieben durchaus dann und wann gut tun.
    das besipiel der kern-bar, die auch einem bekannten gehört, der sich meiner sympathie verdient machte durch sein früheres engagement im bogen 13, ist alles ganz prima (aus meiner sicht): der service stimmt, die atmosphäre auch, die leute ebenso. ganz gallien? nein… wenn da nicht eine an der bar arbeiten würde, die lieber sms schreibt, als die neuen gäste kurz zu begrüssen (ein blick zur vermittlung des gefühls registriert worden zu sein würde bereits genügen), lieber mit ihren freunden in der hintersten ecke abquatscht, anstatt gläser einzusammeln, lieber 5 mal mit starrem blick an meinem leeren glas vorbeigeht, wie zu fragen, ob man noch etwas trinken möchte, lieber raus eine rauchen geht, wie dem ansturm einer neuen gruppe gäste stand zu halten, die sich lieber hinter den gläserspüler verdrückt, wie den vorderen sektor der bar abzuarbeiten, wenn da mal mehr wie drei leute zu gleich stehen.
    das nervt! und verleitet zur äusserung des ratschlags, einfach den job nicht mehr zu machen, wenn man ihn nicht gerne macht. oder sich dem zu widmen, wozu man sich berufen fühlt, egal ob talent oder doch nur wunsch und willen vorhanden ist. so ein verhalten wird weder dem ambiente noch dem chef gerecht, der alle gäste persönlich begrüsst und sich auch mal noch im grössten stress die zeit für einen kleinen schwatz nimmt, ohne dabei aber das rege treiben wirklich aus den augen zu lassen.
    ist es so schwierig, in zürich entsprechend qualifiziertes personal zu finden? sind die löhne so tief angesetzt, dass das nur leute machen, die sonst gerade nichts anderes zu tun haben oder mal eine pause vom „richtigen schaffen“ suchen? ich habe auch schon an der bar gearbeitet und kann ganz offen und ehrlich sagen, dass es kein spaziergang im park ist, wenn man mit dem entsprechenden ehrgeiz und selbstanspruch den laden zu schmeissen versucht: mit charme, effizienz, dynamik und humor. halt so, als ob es der eigenen wäre…

  • Sarah sagt:

    Super toller Bericht! Gut geschrieben und spricht mir aus der Seele! weiter so!

  • S. Nobs sagt:

    sie haben tattoos aus der wohlgroth?
    nun, seit es die wohlgroth nicht mehr gibt, hat es in der gesellschaft einen ruck gegeben, einen tenor zurück zum bünzlitum, die svp hat den wähleranteil vervielfacht, asylanten verschärfungen, etc, etc…und wohin haben sie sich entwickelt? wer geld hat, kauft sich die welt?…seeehr schön!…
    und dann zurück ins büro, frust ablassen bei der arbeit à la „den zahl ich’s jetzt zurück“… doch das passt!…aber nicht zu vergessen, sie unterstützen jegliche linke projekte… und jetzt aufgepasst, mit welchem einsatz: mit GELD!… na danke…
    und doch, mit kravatte, die rumschreit „hier bin ich, der vertreter der freien marktwirtschaft“ muss mensch sich nicht wundern… kennen sie den unterschied zwischen kravatte und kuhschwanz?…der kuhschwanz verdeckt das ganze arschloch… bitte drüber lachen und nicht persönlich beldeidigt sein…

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, ich freu mich immer wieder, Menschen mit einem differenzierten Weltbild anzutreffen. Leute, deren Sicht auf die Welt klar umrissene Farben (schwarz/weiss) und vertiefte politische Wahrnehmung zeigt.

      Sorry, wenn das deine Auflehnung gegen die Konsumgesellschaft ist, dann viel Glück.

    • braxx sagt:

      Genosse Snobs (Nomen est omen, nicht wahr?), wie viel NIMMST du von dieser ach so verhassten Konsumgesellschaft? Wer ermöglicht dir die Infrastruktur, die beste Gesundheitsvorsorge, all die Sozialnetze? Wie verlogen kann man sein?

  • Justi Grund sagt:

    Und hier gibt’s eine Liste mit Restaurant, in denen es sympathisches Personal gibt:
    http://justynagrund.blogspot.ch/2013/10/gastrobetriebe-mit-sympathischem.html

    • jenis sagt:

      Wenn du nur so kommische artikel bringst wirst du es zu nichts bringen und ewig in blogs rumschreiben… denk mal darüber nach. Hoch unproffesioneller artikel.

      • bernard sagt:

        @ jenis

        Der artikel ist super proffesionell und ehrlich.

        Merci Réda für diesen tollen vollkommenen artikel !

        weiter so !

        Immer wenn mann die Wahrheit sagt….gibt es leute welche diese nicht hören / lesen wollen

  • Mihali sagt:

    Heim zu Muttern; da hat euereins Full-Service und könnt in aller Ruhe koksen.

  • Daniela Huber sagt:

    Wer in Lokalen herumsitzt, die Minuten zählt, in denen er nicht bedient wird, und dabei stillschweigend die Bedienung anstarrt – der hat offensichtlich nie in einem Dienstleistungberuf gearbeitet, keinen Sinn für gesunden Menschenverstand und auch keine anderen Interessen auf der Welt.
    Ziemlich armseliger Beitrag. Ausserdem ist es noch armseliger, wenn man sich über den schlechten Sevice in „Zürich“ beklagt und dabei das Zähringer auffährt, welches schon lange Zeit dafür bekannt ist, mehr Wert auf den sozialen Parameter zu setzen, und Das KAFI, wo einer Angestellten einfach irgendwelche Gedanken unterstellt wurden.
    Nicht gerade professionell.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, schon komisch. Alles nur an den Haaren herbeigezogen und entbehrt jeglicher Grundlage. Ich lüg mir hier nur in die Tasche, wie die 1.5 K Likes und die Kommentare zeigen, lieg ich völlig falsch.

      (Achtung, überspitzte und ironische Formulierung.)

    • tststs sagt:

      Ja gelled Sie Frau Huber, wenn das Gesundheitsamt die entsprechenden Kafis testet, dann soll es sich auch auf den Geschmack verlassen und auf objektive Messmethoden verzichten…

      Sehen Sie, man kann sich ab der Überspitzung nerven oder dem Autoren gar Übertreibung unterstellen, aber dem Gast die Schuld für – unnötige – Wartezeit in die Schuhe zu schieben, zeugt auch nicht gerade von grosser Kenntnis im Dienstleistungssektor…

    • braxx sagt:

      „…dabei das Zähringer auffährt…welches…dafür bekannt ist, mehr Wert auf den sozialen Parameter zu setzen…“
      Das ist aber sehr cool… Wie schon erwähnt, erinnere ich mich noch sehr bildlich, wie damals, in meiner sozialistischen Heimat, die Mehrheit der Angestellten und Dienstleistenden sehr viel Wert auf die „sozialen Parameter“ legte. Man pflegte zu sagen:“Niemand kann mich so wenig bezahlen, wie wenig ich arbeiten kann..“ Das gab dann eine dahinserbelnde Wirtschaft, selten war ein komfortables Leben möglich. Von den Horrohäuser mit Schalterdienst (Post, Gemeinde, Banken) möchte ich nicht reden und die Spitäler möchte ich nicht mal träumen. So ist das, wenn man die „sozialen Parameter“ sehr potenziert bei der Arbeit…

    • Sarah sagt:

      „der hat offensichtlich nie in einem Dienstleistungberuf gearbeitet“ müssen wir denn das um guten Service erwarten zu dürfen?

  • Alberich sagt:

    Aufpassen bei schlecht gelauntem Personal, oft bleibt es nicht bei der Langsamkeit, sondern gerne wird auch mal ins Bier gespuckt oder etwas Unappetitliches unter die Pasta oder Kuchensahne gehoben. Da erklärt sich dann die längere Servicezeit, die für eine individuelle unauffällige Dekoration benötigt wurde.

  • Samuel sagt:

    Der deutsche Service zieht jedenfalls zunehmend wieder ab http://www.tagesschau.de/wirtschaft/schweiz310.html , man sollte sich also auf die Zürcher Arroganz der ansässigen Hippster also einrichten. 😉

  • Le Chef sagt:

    Ich muss auch mal einen lassen hier: Es ist wahr, es gibt tatsächlich Sch…Personal im Service. Aber, man muss auch wissen: der Fisch stinkt immer vom Kopfe her. Wer mieses Personal duldet ist halt ein mieser Chef. Sollte ihm auch noch der Laden gehören, ist’s halt dann ein mieser Laden. Und wenn’s ein Kollektiv ist, dann sind da halt eben ein paar unfähige am Werk. Mit Kapitalismus oder Sozialismus hat die Qualität recht wenig zu tun. Man gehe mal in eine absolut extreme Business-City, z.B. Tokyo und besuche dort ein paar kneipen. Was da an Freundlichkeit und Service geboten wird, ist kaum zu übertreffen. Und die Läden brummen alle wie blöd. Ausnahmen bilden dort wie fast überall die Fast Food Ketten jeglicher Couleur. Aber von denen ist hier ja nicht die Rede.

  • Lotte sagt:

    Allerschlimmste, was mir je passiert ist, ist Maison Blunt! Immer mit zu wenig Personal im Einsatz. Überfordert und angepisst!
    Sie arbeiten alle dort nicht gern, hat man das Gefühl.

    • bernard sagt:

      Maison Blunt = Maison wir sind zu cool um hier zu Kellnern….Da mir aber sonst niemand einen job geben möchte, steh ich halt hier und guck dich so arrogant wie möglich an

  • Keinstein sagt:

    Lieber Réda El Arbi
    Nach diesem Artikel müsste ich Sie eigentlich ehelichen. Betrachten Sie mich als Ihr Groupie.
    Sie sprechen mir derart aus meinem geschundeten, von hipsterbrillentragenden Schauspiel-Aspiranten äh Servicepersonal massakrierten Herzli, dass ich gar kein schlechtes Gewissen mehr habe, mich mal im Schmuklerski derart mit der ganzen Kavallerie anlegt zu haben, dass vermutlich heute noch mit einem Verbrecherfoto in der Personalgarderobe vor mir gewarnt wird. Und das nur, weil ich mich am Lippenstiftabdruck auf meinem Weinglas störte.
    Es wird in den von Ihnen und von diversen Kommentatoren hier aufgeführten Lokalen leider nach dem Prinzip „gearbeitet“: Da locum melioribus – mach Besseren Platz (nämlich mir… dem Angestellten, der einen Lohn dafür bezieht, einen Job nicht zu tun).

    Da ich aber nun mal nicht dauernd im Kontiki an meinem Budvar nuckeln und mir komplexe Rachefeldzüge für die Bedienung im Kafi Für Di oder Forum mittels Bierdeckel und Zündhölzli zurechtlegen kann, freue ich mich einfach auf Ihre angekündigte Liste mit den Bars/Cafés/Restaurants, in denen man als zahlender Gast – mit oder ohne Céline-Shopper oder Zweireiher – den Service kriegt, für den man bezahlt.

    • Stella sagt:

      Hallo Keinstein =)
      Kommt doch ins Nelson Pub Zürich.
      Von Mittwoch bis Sonntag bin ich Abends immer dort und bediene meine Kunden so gut ich kann.
      Gut drauf bin ich eigentlich immer (ausser jemand schnipst mir vor der Nase rum oder ruft ständig HALLO BEDIENIG… Das nervt wirklich… Man bedient jeden so schnell man kann)
      Unsere Preise sind hald leider nicht gerade die tiefsten, aber ich würde mich freuen, euch bedienen zu dürfen.
      Von 18:00-20:00 haben wir immer Happy-hour. Da kostet ein frisch gezapftes Bier „nur“ 6.50.- statt 8.- / 9.-.
      Liebe Grüsse, und vielleicht bis bald, Stella

      • adam gretener sagt:

        Also ich komme mal vorbei, im Nelson war ich bestimmt 20 Jahre nicht mehr.

        Am besten sind die Leute, die einen Drink „für Erwachsene“ bestellen.

        • Keinstein sagt:

          Das Nelson Pub! Da war ich in der Tat schon seit Ewigkeiten nicht mehr… da kommen Erinnerungen hoch! Als meine Orangenhaut noch eine Mandarine war, meine kommunistische Cousine mich in Grund und Boden bekehrte und ich meinen BH vor dem Bundesplatz verbrennen konnte, ohne gravitative Repressalien meines Körpers zu befürchten…
          Ich glaube, ich habe sogar mein erstes Müntschi in einem Nelson Pub gekriegt.

          Teure Stella, ich komme, versprochen.

  • Marcel Claudio sagt:

    Im Ziegel oh Lac und im Xenix gibt es immerhin keinen Konsumzwang —- wo sonst findet man das noch im geldgeilen Züri!
    .
    Dass das auch mal erwähnt sei!

  • Bruno Froehlich sagt:

    Was bloss ist aus Zuerich geworden, fragt ein 78 Jahre alter Zuercher, der seit 25 Jahren im Ausland lebt. War auch Journi in Zuerich, machte meine eigene Quartier Zeitung, sage nur, kein Verriss wird am ausgewaehlt Aergerlokal etwas aendern. Bester Beweis, angeblich immer pfropfenvoll. Zuerich hat so viele angeschriebene Haeuser, einige davon gab es schon zu meinen Zeiten und es gilt, ob schlechte Kueche, mieser Service oder ueble Gaeste; einfach Adresse wechseln, vielleicht gelingt ein Treffer. Service bedeutet dienen und nochmals dienen, dann irgendwann Geld verdienen. Manchmal kann spezielle Athmosphaere etwas ausgleichen, meist nur zur halben Miete. Hatte auf Lesbos eigenes Geschaeft, Touristenkunden, wie meine Geschaeftsnachbarn die anderes oder gleiches verkauften. Sprach man von Service, dem Kunden etwas bieten, schauten die Griechen voll verstaendnislos. Egal ob Tavernen, Laeden, Hotels. Erklaerungen vom CHer interessierten nicht. Es brauchte nicht die krise, dass es mit der Insel bergab ging und so war ich bei Schliessung meines Ladens nicht stolz auf die Worte „haetten wir doch frueher auf dich gehoert“. Kritik aus Wohlwollen kann vielleicht wirken, persoenlich beleidigt sein und grollen erzeugt nur Fronten die sich kaum je vereinen. Meine Erfahrung.

  • sagt:

    in münchen ist das ähnlich… bar, cafee, disko…

    • Clara sagt:

      Gegen München würde ich sagen ist Zürich weit vielseitiger und interessanter, obwohl in beiden Städten die Preise nicht gerade junges kreatives Volk anziehen. In München jedoch kann man nicht leben, die Stadt ist zu monoton und langweilig.

      • Peter sagt:

        Ähm, von welchem München schreibst Du, liebe Clara? Warst Du überhaupt schon mal dort, und falls ja, dort auch unterwegs? Was müsste denn München noch alles haben, damit es Deiner Meinung nach interessant und „multiton“ würde?

        • Samuel sagt:

          München ist kommerziell und dröge, das Kulturangebot unvielseitig, es dominiert die eintönige konservative Denke und Bräsigkeit. Keiner will dahin, ausser all die Unkreativen, die es finanziell nötig haben. Die interessanten und kulturell anspruchsvollen Freigeister leben in Zürich, Berlin oder Hamburg.

  • Toerpe Zwerg sagt:

    @all: Falls Züribashing in irgendeiner weise dazu beiträgt, das eigene Profil zu schärfen: Go ahead, bash on, feel good. Ansonsten: Lokalpatriotismus ist peinlich.

    Afrikaner sind korrupte Idioten. US-Amerikaner sind oberflächliche Dummköpfe. Chinesinnenen sind dauerkichernde Herdentiere. Brasileras sind sexbesessene Körperfetischisten. Und St. Galler, Berner, Basler, Luzerner … ja klar … die sind im Gegensatz zu uns Zürchern weder arrogant, anmassend, selbstgerecht, noch …, …

    Und nun? Ehrlich, ich müsste kotzen, wüsste ich nicht um die Normalverteilung von Idioten …

    • Réda El Arbi sagt:

      Sorry, aber das mit den Beizen funktioniert WIRKLICH nur in Zürich. Und das sag ich, einer der die Stadt liebt wie sonst keiner.

    • mark d. sagt:

      @Zwerg, „Brasileras sind sexbesessene Körperfetischisten“, das passt nicht in die Aufzählung, ist schliesslich was positives 🙂

  • Marcel Claudio sagt:

    Ich war früher jeweils im alten Taifun in der Roten Fabrik jeweils am Freitagabend Barman – der Laden proppenvoll – so voll, dass wir Leute abweisen mussten und vor der Bar standen die Gäste auf der ganzen Barlänge dreireihig an — alle schauten mich mit ihren treuen Hundeaugen an, damit sie möglichst bald bedient werden – ich habe in den Spitzenzeiten über 100 Getränke pro Stunde verkauft (zum Glück keine komplizierten Cocktails, höchstens Vodka Tonic und das meiste war Bier ab Hahnen und Wein) – während dem wetzen hinter der Bar noch manchmal getanzt und Jokes gemacht — war dann danach auch dementsprechend kaputt – aber es war good Fun und den Gästen hat es glaub auch Spass gemacht – es gab oft Trinkgeld – manche hatte so Freude an mir, dass sie mir einen Fünfliber oder einen Drink spendierten!
    .
    Man kann auch in alternativen Betrieben einen tollen Job machen!!!

  • Baer sagt:

    Wenn es dir nicht gefällt, geh nicht mehr hin. Wo ist das Problem? Gütiger Himmel, bei all den echten Problemen, die es gibt.

  • Bitta sagt:

    meistens liegt es am Gast, nicht am Personal – ich jedenfalls hatte in ZH noch nie Mühe, bedient zu werden. C’est le ton qui fait la musique. Wer zB mit einer „Hackfresse“ (sorry für den Ausdruck) ins Lokal marschiert, muss sich nicht wundern, wenn er nicht so bald bedient wird. Wer lächelnd Blickkontakt sucht, kommt auch in ZH zu seiner Bestellung. Ich hab selbst in ZH im Service gearbeitet und empfinde es als anmassend und arrogant, wenn sämtliche Serviceangestellten als dumm, erfolglos und herablassend bezeichnet werden.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, ich finde auch, dass der Gast für den guten Service zuständig ist.

      • tststs sagt:

        Aber hey Herr El Arbi, der Doktor verarztet mich auch nur, wenn ich ihn anlächle und der Pilot hebt nur ab, wenn vorher alle Passagiere brav ihm und dem Co-Piloten die Hand geschüttelt haben… 😉

        Einige scheinen wohl zu vergessen, dass es immer noch ein bezahlter Job ist…

    • Clara sagt:

      Es mag Tage geben, da tragen Sie unwissend und natürlich eine „Hackfresse“ mit sich herum. Etwa weil schlechten Geschäftsabschluss getätigt, dicke Luft zu Hause, Fuss beim Joggen verstaucht o.a. Dann solten diese Menschen, die einfach nur was trinken, ihre Ruhe und nicht mit der Bedienung flirten und ins Bett wollen, draussen bleiben?

  • Carlo Locatelli sagt:

    Nichts wirklich Neues am Zürcher Gastro-Firmament – ich habe schon vor 15 Jahren mehrmals den lausig-arroganten Service im Rosso erlebt, alsbald die Konsequenzen gezogen und die Kundenbeziehung beendet. Ein bisschen mehr Kunden-Feedback qua Nichtbesuch würde den erwähnten Läden gut tun, denn am Ende des Tages machen auch die den Kassensturz. Vielleicht lernen sie’s dann auf die gute alte kapitalistische Art: Weniger Kunden, weniger Kohle. Und wenn sie’s ganz übel treiben mit dem schlechten Service, machen sie dann halt eines Tages dicht, und nur die unkritischen Groupies (Küsschenküsschen) weinen ihnen eine Träne nach.

    • michalis stathis sagt:

      der wirklich ausschlaggebende grund, nicht mehr ins rosso essen zu gehen, war nicht der jähzornige wutanfall der übelsgelaunten bedienung, weil wir die tische zusammenschoben (und jetzt erzählt mir ja nichts von wegen der kunde sei könig, ihr seid hier ja wohl nicht zuhause, also was fällt euch ein…), sondern weil die pizzabäckerin am ofen in einem schmuddeligen trägershirt am arbeiten war und unter den armen etwa so aussah wie nena im jahr 1984…

  • Marianne sagt:

    „Die Redanktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, UNSACHLICHE, THEMENFREMDE Kommentare…..“ aha..
    Das finde ich herrlich, dass der Mensch welcher diesen Artikel schreibt selbst völlig unsachlich und durchaus verletzend zur Sache geht. Die Bedienung im Kafi für dich (wird übrigens KAFI geschrieben) hat spärliche Talente als Künstlerin? Das sagte sie wahrscheinlich selbst über sich, gelle? Weil sie ja scheinbar eh völlig verblödet ist, was ja eben auch daran zu erkennen dass sie nicht merkte, dass dort ein Gast an der Theke sitzt.Lustigerweise war ich an dem Abend an welchen sie im KAFI FÜR DICH sassen auch dort. Sie sind unschwer zu übersehen, möchten ja aber glaube ich auch unbedingt wahrgenommen werden. Sie können gar nicht 20 Minuten gewartet haben, da wir beide ungefähr zeitlgleich unsere Getränke bekamen, inclusive Augenkontakt! Ich denke es könnten 5 minuten gewesen sein. Und worüber beschweren sie sich, das Stammgäste kommen, welche das Personal kennen und es dann eine Begrüssung gibt? Mensch Mensch das ist aber auch unverschämt.
    Ich habe in ganz Zürich noch kein tollere Beitz erlebt als das Kafi für dich! Und zwar aus dem Grund, weil es keine typische Szenebeiz aus Zürich ist. Vielleicht hätten sie das gern, aber kommen sie doch mal öfter ins Kaif lieber Herr Reda El Arbi. Essen sie mit mir und all den anderen extrem durchmischten Gästen zu Mittag. Reden sie mit der netten Köchim TIna oder mit Tim, der hört gerne zu ud nimmt auch Beschwerden entgegen. Es mag ja viel los sein dort in der Gegend und zum Glück auch im Kafi aber das schöne an diesem Ort ist eben das es kein Hipper Züri-Ort ist. Da reicht aber nicht 1mal kommen. Noch dazu der einzige Ort mit einer Kinderecke, welche sogar voller Spielzeug ist! Da darf man sein mit seinem Kind und die kommen sogar in diese Ecke und fragen einem was man denn gerne trinken oder essen möchte. Ja wennd er Laden, wei meist, propevoll ist (wahrscheinlich aus dem Grund weil man sich da wohl fühlt) dann kann es mal 5 minuten gehen, aber 5 minuten haben sie diese Zeit denn nicht?
    Die Beschreibungen in ihrem Artikel gehen dermassen zu weit, sind zudem voller Klischees, welche vielleicht in den 80er Jahren noch interessant waren und auch ein wenig banal beschrieben.Kiffen schwächt das Kurzzeitgedächtnis?! Also liebe Kiffer der Zähringer Beiz: Bitte nicht mehr kiffen! Arbeiten! Und danke an die Rote Fabrik: schön dass ihr laut Herrn Reda El Arbi alle gleich ignorant seid! Und liebe Mitarbeiter des Kafi für dich: BItte bleibt alles so wie ihr seid!
    Aber sie können doch dann im Terasse bleiben und die anderen verteilen sich auf die paar verbleibenden schönen Orte!

    • Réda El Arbi sagt:

      Naja, ich war in den letzten Wochen sicher acht Mal da, weil einige meiner Freunde da in der Gegend wohnen. Zwei mal wartete ich mehr als 15 Minuten, ein Mal davon an der Theke. Als das Wetter noch besser war, vor etwa 6 Wochen, sass ich draussen und wartete mehr als 25 Minuten, NACHDEM ich bestellt hatte und mir mitgeteilt wurde, mir würde mein Getränk gebracht. Danach ging ich nochmals rein und bestellte nochmals. Und wieder kam nichts. Soviel zu deinen Beobachtungen.

      Der Stil, in dem ich schreibe, könnte man als satirische Überspitzung bezeichnen. Sowohl auf Kosten der Kritisierten (spärliche Talente), wie auch auf meine eigenen Kosten (abverreckte Tätowierung).

      Aber Sarkasmus verstehen ist keine leichte Sache.

      Ach ja, das Kafi Für Dich kein Hipster-Ort? Ich weiss ja nicht, wo du sonst so verkehrst …

      • Marianne sagt:

        Dann beschreiben sie doch mal was einen Hipster Ort ausmacht?
        Der wird doch nur kreiert von Meschen wie ihnen, welche nach Benennungen suchen. Nach einem Stempel.
        Zudem frage ich mich was sie eigentlich genau wollen mit diesem Artikel?
        Was glauben sie denn? Das Servicepersonal grundsätzlich nicht weiss, dass es immer etwas zu verbessern gibt und das Fehler passieren? Die sind nun wirklich nicht alle zu blöde. Das ist das normalste der Welt.
        Hipp nicht hipp- trendy nicht trendy, alles so Wort-Definition Quatsch den kein Mensch brauch! Immer rumnörgeln, alles schlecht reden, nichts positiv benennen. Das ist zu einfach und auch eben ein bissl einfältig.
        Im Kafi für dich tummeln sich zum Glück die verschiedensten Menschen, mit verschiedensten Ansprüchen.
        Wenn das denn nun so sein mag wie sie es, meiner Meinung nach übertrieben beschreiben, warum gehen sie dann nicht mal zum Personal und sagen etwas, beschweren sich auf eine nette Art! Helfen sie ihnen doch Herr Reda El Arbi es besser zu machen!
        Wenn es in diesem Kafi stets und ständig so wäre wie sie beschreiben, na dann wär der Laden wohl nicht so gut besucht.
        Und vielleicht bekommt ja auch einfach jeder die Bedienung oder den Service welchen er braucht! Oder welchen er sich verdient hat!

        • Réda El Arbi sagt:

          Unter anderem ist ein Hipster-Ort ein Ort, an dem das Servicepersonal sich für zu cool hält, zu locker drauf ist und zu kollegial agiert, um den Kunden noch ernst zu nehmen. Ein Ort, an dem man dazugehören muss, um anständig bedient zu werden.

          Ich moniere nicht über Fehler. Die können jedem passieren. Mir geht die Attitüde auf den Sack, schlechten Service auch noch als coole, kollegiale Atmosphäre verkaufen zu wollen.

          • Marianne sagt:

            Bite kommen sie nicht mehr ins Kafi!

            • Réda El Arbi sagt:

              Nein, ich werde noch ein oder zweimal ins Kafi kommen, oder vielleicht auch Freunde vn mir. Nur um zu sehen, ob sich etwas geändert hat.

          • tststs sagt:

            „Warum gehen sie dann nicht mal zum Personal und sagen etwas, beschweren sich auf eine nette Art! Helfen sie ihnen doch Herr Reda El Arbi es besser zu machen!“
            „Bitte [sic!] kommen sie nicht mehr ins Kafi!“

            Jaaaa, so klingt das, wenn man offen für Kritik ist… 😉
            Aber gelled Sie Marianne, hauptsache man kann von sich selber behaupten, man sei offen für alle und alles… 😉

        • Blaubär sagt:

          @Marianne: Kümmern Sie sich besser Mal um guten Service, statt hier den Blog zu zu spamen oder verrauschen Sie wieder ins Zürcher Oberland oder hinter welchen Berg auch immer, über den Sie sich an die Langi verirrt haben. Ehrewort!

      • Zora sagt:

        Da ich selbst Studentin bin und im Service arbeite, verstehe ich heute noch nicht wie ich eine volle Stunde im Kafi für Dich sitzen konnte ohne bedient zu werden. Definitiv eine berechtigte Kritik!

    • braxx sagt:

      Was heisst das überhaupt: „Da reicht aber nicht 1mal kommen.“??? Muss man 5, 10, 20 mal kommen, damit man anständig und nach den Regeln des Handwerks bedient wird? Oder ist das „Bedienen“ verpönt, weil es „Ausbeutung“ bedeutet? Auch wenn es von einer „Cooperative“ betrieben wird? Ihr verwöhnte Stadt-Westler könnt euch gar nicht vorstellen, was dieses Konzept so aus dem Leben machen kann. Wenn überall uninteressierte Beamte, Angestellte, Chefen, Pflegepersonal, Strassenreiniger ihren Job verrichten mit einen minimum an Engagement und Maximum an „Klassenstolz“. Ich möchte euch ganz ehrlich so etwas wärmstens wünschen, dieses Erlebnis der korruptesten aller Systeme: der Arbeiter-Selbstverwaltung. Nur dort wird es keine neuesten iPhones und iPads geben, wo ihr euer (dann wahrlich) hartes Schicksal beklagen könntet.

      • michalis stathis sagt:

        wenn eine bedienung im kafi für dich meint, es sei besonders originell, die gäste draussen damit zu bedienen, indem sie jeweils durch das offene fenster und über die sitzbank an der hausmauer klettert, dann frage ich mich schon, ob ich hier im zirkus oder in einem dienstleistungsbetrieb sitze. auf die frage, ob sie denn jedes mal mit den schuhen über die sitzfläche trampeln müsse, bekam ich ein flottes „kannste ja woanders hin, wenn’s dir hier nicht passt“ zu hören. prima, da fühlt man sich gleich extrem spiessbürgerlich, wenn man einfach keinen küchendreck am hosenboden haben möchte.
        und ja, es gibt im kafi für dich auch leute wie monique, die diesen althergebrachten begriff gastfreundschaft in seiner ursprünglichsten bedeutung umzusetzen versuchen. nur gelingt das in etwa so, wie wenn don quichote gegen die windmühlen antritt.
        und was die spielsachen angeht, liebe marianne, so schau dir diese doch bitte mal etwas genauer an: altes, dreckiges, halbkaputtes zeug, das in meinen augen wie eine schlechte alibi-übung wirkt und weit entfernt von der nächstenliebe zu den kindern alleinerziehender mütter ist.
        aber im sommer, wenn die östrogenschwaden über die bäckeranlage ziehen als wären es die nebel von avalon, dann hat das kafi für dich hochsaison. und ich gehe ein paar schritte weiter bis ins „le mur“.

    • Toerpe Zwerg sagt:

      Das Kafi für Dich soll endlich mal eine ordentliche Beleuchtung anschaffen. Unfassbar diese Grotte …

    • Maiko Laugun sagt:

      @Marianne: Für Mamis und ihre Brut gibt es eine eigene Szene, genannt Quartiertreffs. Kinderwagen und das Geschrei gehören nicht in einen Gastronomie-Betrieb. Gleiches gilt für Hunde, wobei die 4-Beiner oftmals noch angenehmer sind, da in der Regel weniger laut und bei guter Pflege sogar fast geruchlos, was man von vollen Windeln nicht immer behaupten kann.

      Lokale wie das Café Zähringer sind Looser-Lokale, wo das Personal vor lauter Selbstverwirklichung nicht mal merkt, dass sie selber Looser sind. Die Selbstverwirklichung verkommt zur Beschäftigungs-Therapie in einer persönlichen Wohlfühl-Oase. Diese Looser sind in jedem Job überfordert. Man kann sie zu nichts gebrauchen. Tragisch ist nur, dass sie das selber nicht merken.
      .
      Deshalb ging ich früher oft ins Café St. Jakob an der Kanzleistrasse 18. Das ist ein Behindertenwerk und man wird von Behinderten bedient. Und es machte mir nichts aus, wenn man auf das Wechselgeld warten musste oder – was auch mal vorkommen kann – dass zuwenig Geld zurück gegeben wurde. Ich unterstütze lieber ein solches Lokal mit Behinderten Menschen als solch elendigliche Looser wie in einem Zähringer. Das dortige Personal sollte man mal ins St. Jakob schicken. Dann können sie mal sehen, mit wie viel Hingabe und Freude geistig Behinderte arbeiten. Aber diese Looser würde es wohl selbst dann noch nicht merken!

      • Jonas B sagt:

        Wenn Sie in einem Beitrag ein Wort ganze fünfmal falsch schreiben und andere lautstark als überforderte Verlierer betiteln, fällt es beim Lesen doch arg schwer, über Ihren Fauxpas hinwegzusehen und Sie nicht auf Ihren Fehler hinzuweisen:

        only losers spell it „loosers“.

    • mark d. sagt:

      Im Kafi für Dich habe ich als Berufstätiger, der um 14h30 eine Quiche essen geht, immer das Gefühl, ich sei ein fremder unter all diesen szenigen kaffeeschluerfenden Mamis, die da den ganzen Nachmittag sitzen und nichts tun. Als mehr Szeni könnte das Lokal gar nicht sein, halt Szeni für Mamis mit Kindern.

      • Holderegger, Michele sagt:

        Ich meide prinzipiell Lokale mit Kinderspielecken, weil das meines Erachtens nicht in einen Gastronomiebetrieb gehört. Als wir klein waren hatten wir uns zu benehmen und still zu sitzen und da wurde dann halt mal zwei Stunden nicht gespielt. Ist übrigens ganz in Ordnung so, denn man sollte schon als Kind lernen, dass man nicht überall und immer seine Bedürfnisse verwirklichen kann. Die Kinder, die das nie gelernt haben sind dann die, die einem beim Servieren ignorieren, weil sie nicht gelernt habern, dass nicht alles im Leben nach dem Lustprinzip funktioniert.

        • mark d. sagt:

          ich schätze, viele mamis im cafi für dich funktionieren auch nach dem lustprinzip. fleissiger ehemann oder reicher papi, die für die kohle schauen, und die dame darf dann ein bisschen mit ihren freundinnen, ebenfalls mami, den tag verhängen und capuschino trinken. musste in dem laden schon kinderwägen zur seite schieben, damit ich aufs klo konnte.

  • Oli sagt:

    Danke für diesen Artikel. Sind schon >1h im Café Des Amis gesessen und wurden nicht bedient. Nach gelesener Zeitung sind wir dann halt wieder ohne Kaffee getrunken zu haben nach Hause gegangen. Die Anstellungsstrategie im Des Amis scheint zu sein: Je mehr Coolness desto besser. Dass man nebenbei vielleicht auch noch ein Tablett mit Bestellungen herumtragen können sollte oder von Zeit zu Zeit ebensolche bei den Gästen einholen sollte gehört nicht wirklich zu den Stärken. Aber wir wollen uns ja nicht beklagen, immerhin haben wir nun eine Quartierbeiz. Einen Kaffee innerhalb nützlicher Frist bestellen zu können, wäre zugegebenermassen noch das Tüpfelchen auf dem „i“. Aber dafür gibt es ja die Bäckerei Steiner direkt vis-a-vis, wo der Kaffee schneller und günstiger serviert wird, dafür halt ohne die in Zürich obligate Coolness.

  • Jochen sagt:

    LOL. Kafi für Dich ein Hipster Spunten? Das Zähringer ein Szenenlokal? Das Kafi für Dich hat doch alles andere als eine stereotypische Kundschaft, geschweige denn stereotypisches Personal. Auch Cliquen habe ich dort nie angetroffen. Ein paar mal nicht flux bedient worden? So what?! Passiert immer mal, überall und jedem. Die Bedienung in der Roten Fabrik war nicht die Hellste? Tja, poor thing.
    Alle machen hin und wieder einen schlechten Job. Ein Anwalt macht hin und wieder einen schlechten Job. Ein Arzt macht hin und wieder einen schlechten Job. Ein Privatdetektiv macht hin und wieder einen schlechten Job. Auch ein Blogger macht hin und wieder einen schlechten Job, gerade wenn er ums verräckä ein Thema braucht. Sei es noch so bescheuert.

    • Réda El Arbi sagt:

      Lies doch mal die Kommentare. Wegen einem Vorfall hätte ich sicher keinen Blogpost gemacht. Fällt dir nicht auf, dass das nicht nur mir und nicht nur einmal passiert?

  • whatever sagt:

    Herr Reda, wieso regen sie sich über andere Leute oder Kaffees auf weil ich meine das nicht alle Angestellten in diesen Kaffee`s unfreundlich und arrogant sind–>( Sie schon etwas eher..) Deswegen denke ich ist es auch das Ding von den Leuten ob sie bekifft zur Arbeit kommen oder nicht…Es ist zwar nicht so schön von einem Bekifften bedient zu werden aber es ist ja nicht ihr Problem, oder? Oder sind sie eher der alles Besserwisser der sagen soll wie alle sein sollen? Also so wie sie will man glaube ich kaum sein..Ein Arroganter unzufriedener Kritiker der im falschen Kaffee wahr!? Und sich über andere aufregt, aber hören sie niemand hat sie gezwungen in diese Bar oder in dieses Kaffee zu gehen und vor allem muss man ja nicht auf die Situation warten das so etwas passiert dass man nicht bedient wird… und wenn die Studenten die das Geld einfach während dem Studium brauchen und wenn sie es ja so arrogant finden und sich genervt fühlen, wieso machen sie dann kein eigenes Kaffee oder eine eigene Bar?!!
    Ich bin erst 12Jahre alt aber sehe die Situation sehr klar und ich bin wie ich sehe nicht der einzige der anderer Meinung ist! Oder wie sehen sie das ? Ich finde es einfach lächerlich wie sie sich aufführen ihn kann man’s nicht recht machen oder? 😉

  • 911 sagt:

    Das Problem heute ist wahrscheinlich einfach, dass man mit Alternativem Kohle scheffelt. Da gehts längst nicht mehr um Herzblut, eine echte Alternative bieten zu wollen oder eben sein eigenes Klientell heran zu züchten (natürlich gibt es langjährige Alternativen, welche noch nach diesem Prinzip funktionieren. Pauschalisieren kann man ja nun auch nicht einfach). Jene die man dann an den Tresen antrifft, sind doch einfach nur Trittbrettfahrer, welche sich saumässig gut fühlen, im Szenenschuppen zu arbeiten und sich über dies definieren, da selber wahrscheinlich nichts tatsächlich interessantes zu bieten. Kunst machen zu wollen aber wenig bis fast nichts können allein, beschehrt offenbar einiger dieser Exemplare einfach zu wenig Aufmerksamkeit….

  • Irene feldmann sagt:

    Ich finde den Holocausts hier einzuflechten, der Ron, absolut und völlig daneben, bei ALLEM RESPECT!!!

    • Nick Suter sagt:

      Aus der Wohlgroth-Szene auf den Holocaust zu kommen, zeugt doch von einem eher verwirrten Geist, @feldmann! Lesen sie den Blog doch nochmal in aller Ruhe!

  • Eleonore sagt:

    Wie wir sehen, besteht dringender Handlungsbedarf für die Politik. Abstimmung über mehr Freundlichkeit im Service. Gewährleistet durch unangekündigte Servicekontrollen, in der Bahnhofstr. im Trainingsanzug und im Zähringer mit peinlichem Gucci-Täschli am Arm usw.

  • Walter Pinot sagt:

    Weshalb sich aufregen oder gekränkt fühlen? Wenn uns sowas passiert so sind wir so schnell draussen wie wir hineingekommen sind. Und Szenenlokale unterstützen? Dazu einen schlechten Service bei stolzen Preisen? Da sind diese Gäste selber schuld. Es gibt in Zürich eine Riesenauswahl an Lokalen und bestimmt findet man „sein“ Restaurant darunter.

  • friedsan sagt:

    Mir ist der Zähringer bekannt, aber nur vom Sehen. Nach all diesen Berichten muss ich nun unbedingt hingehen!!!!

  • Andreas Attas sagt:

    … Auch ein Beispiel ist das „Hin und Weg“ an der Lagerstrasse. Sehr unsympathischer Service. Und was mich ein wenig stört, ist, dass wenn man ein Glas Wein wählt, die Menge pingelig genau mit einem Massbecher abgemessen wird. Es ist mir bewusst, dass dem Gast nichts geschenkt wird, aber es wirkt einfach nicht gastfreundlich. Die Menge kann man auch von Auge erkennen 🙂

  • Alex Kuehne sagt:

    à point. Szenies sind nun mal der Inbegriff von Biederkeit.

  • Toni Schuster sagt:

    Ich habe einen neuen Vorschlag, wie man Zürich weltberühmt machen könnte: Jeder Gast, der in einen Gastrobetrieb einkehrt, sollte zuerst zum Prellbock des Personals werden – sprich: Das Personal darf oder muss sich an ihm handgreiflich und/oder verbal vergehen. Alles ist erlaubt: Backpfeife, Schwedenkuss, Verleumdung etc. Die ganze Spannbreite der inhumanen Behandlung. Der Clou: Es ist zeitlich auf 1 Minute begrenzt und das Trinkgeld bleibt aus. Nachher wird der Gast freundlichst zu Tisch gebeten und ein Glas Wasser wird auch spendiert. Es wäre eine Art Mortal Kombat bzw. Ultimate Fight Show im Grossformat.

  • Roland sagt:

    Lieber Réda El Arbi

    Irgendwie hast du… Recht. Tröstend vielleicht, dass es sich hier nicht nur um ein Zürcher, sondern auch um ein internationales Phänomen handelt, welches ich doch schon in so einigen Städten erlebt habe.

    – In den Szenebeizen ist das Servicepersonal Hipp und Trendy…
    – In linken Ecke gegen Kapital und Wirtschaft…
    – Und beim Italiener um die Ecke? Da ist es eben „nur“ Servicepersonal und das versteht seinen Job.

    Alles (un)klar?

    Viele Grüsse. Roland.

  • Sputim sagt:

    Was isch den das für en trash?

  • Irene feldmann sagt:

    Das nächste mal REDA, falls du dieses Lokal doch nochmal besuchst, winke mit einem jointlii, wer weiß, könnte die Dinge wahrscheinlich beschleunigen, als Bonus noch mit einem Smile…..

  • michalis stathis sagt:

    ich habe diesen artikel gelesen, er spricht mir aus der seele. und einigen meiner freunde auch, denen ich gleich den link dazu weitergeschickt habe. vor allem auch deshalb, weil die geschilderten lokalitäten gerade letzte woche thema einer runde am heimischen küchentisch zur analyse unserer gastronomie waren. und das kafi für dich wurde stellvertretend für sämtliche gastro-betriebe genannt, die durch nahost-sympathisierende kolchosen, spät-68er, 80er-rebellen und/oder ehemalige protagonsiten der 90er-clubszene gegründet wurden. letztere mussten ja schliesslich das leichtverdiente geld auch wieder irgendwo investieren, da bei diesen zeitgenossen mit pansionskasse oder dritter säule partout nicht zu rechnen ist. so weit, so gut.
    in zürich gibt es aber keine gastfreundschaft im klassichen mediterranen sinn, man ist im besten fall einfach freundlich zum gast. servieren/bedienen wird eben leider immer noch von zu vielen menschen als unterwürfig und erniedrigend empfunden. von diesen kennt aber keiner das anforderungsprofil einer englischen butlerschule und den damit einhergehenden berufsstolz. zusätzlich jobbt (meistens teilzeit) in der gastronomie oft eine gattung mensch, die sich zu höherem berufen fühlt: künstler, schauspieler, studenten. und diese knallen einem den espresso vor den latz (frustrationshandlung), als wäre es ganz normal, diesen aus der untertasse zu trinken. oder massregeln einem in einer lautstärke (kompensation von minderwertigkeitsgefühlen), die jeden marktschreier als chorknaben erscheinen lässt, bereits dafür, wenn man sich erlaubt tische zusammen zu schieben, weil der vorgängigen reservation für 8 personen niemand beachtung geschenkt zu haben scheint (rosso). im „kafi für dich“ wird einem beschieden, dass das menü 1 gerade ausgegangen sei, fünf minuten setzt sich dann die serviceangestellte neben einem an die theke und gönnt sich ein solches, ein zweites steht für ihre kollegin (modell kunstgewerbeschülerin) bereit (wieso essen die eigentlich nicht hinten im personalraum?).
    im „café des amis“, das einem alten bekannten gehört, stellt die schichtleitende bedienung ihre sprichwörtliche pariser arroganz zur schau, als gäbe es dafür einen preis zu gewinnen, ich bin froh, dass ich mich überhaupt setzen darf. die neue, die ihren ersten tag zu haben scheint, braucht 40 minuten, um einen kaffee-créme, eine heisse schokolade und einen cappuccino dem richtigen tisch zuzuordnen. die croissants schon mal prophilaktisch hinzustellen fällt ihr leider nicht ein. der kaffee ist kalt, wir gehen. may i talk to the manager, please, würde man dabei in amerika wohl sagen.
    im kafi damm (‚tschuldigung, „damm für dich“) beschwert sich die bedienung über die unzureichende höhe des trinkgelds (das muss man sich erst verdienen, alles klar?), im „dini mueter“ begrüsst man uns mit „heh, iähr da, miär sind grad am bputzä, gsehnd er das eigentlich nöd?“. nein, sorry, wir kommen nie wieder. das „kafi schnaps“ und „zum guten glück“ machen da eine kleine ausnahme (ich bin mit ihnen weder verwandt noch verheiratet oder verschwägert), dort ist es aber der anhang der dienstleister, der sich so benimmt, als wären er hier bei sich zu hause (klassisches frau-direktor-syndrom).
    es geht aber auch anders, wie ich im „michelangelo“ erfahren musste: eine tischreservation für zwei personen, um halb acht uhr abends, bitte im hinteren teil. der kellner mustert mich beim eintreten, sieht meine turnschuhe und kombiniert diese mit meinem jugendlichen aussehen dazu, mich und meine begleitung an den not-tisch neben dem gang zur toilette setzen zu können. aus dem besuch beim italiener wurde dann ein waltis jumbo-jumbo gordon-bleu in der „rheinfelder bierhalle“, auch wenn ich das dörfli eigentlich hasse. dort werden aber dafür alle mit der gleichen hemdsärmeligen art bedient, wie sie sonst nur noch in landgasthöfen am arsch der welt anzutreffen ist. oder in der „sport bar“, obwohl auch eher von sehr hippem personal betreut, muss wohl einer der verantwortlichen irgendwo hinter den kulissen einen gehäkelten leitspruch an die wand gehängt haben, der die gastronomie als das ins rechte licht rückt, was uns bei gelegentlichen auslandbesuchen (süditalien, südfrankreich, tirol, griechenland oder ost-deutschland) so romantisch in erinnerung bleibt: die heiligkeit der gastfreundschaft, das privileg, gäste bewirtschaften zu dürfen und ihnen die gelegenheit zu geben, sich für eine kurze zeit woanders daheim zu fühlen, gepaart mit einer xenophilie, die eben hierzulande leider viel zu oft der xenophobie weichen muss, auf seiten gast wie auch auf seiten gastro.

    • tststs sagt:

      Kann nur zwei Dinge anfügen:
      1) Was erwarten Sie von einem Kafi, dass sich „Dini Mueter“ nennt?!?
      2) Sportsbar: eigentlich angenehme und freundliche Bedinung, aber wenn die neue Bardame nachfragen muss, wie man einen Cuba Libre macht…tja dann…ich weiss auch nicht…leises Kopfschütteln…tststs

      🙂

      • michalis stathis sagt:

        lieber eine unerfahrene barkeeperin, die aber gewillt ist, die rezeptur eines cuba libres nachzulesen als eine teutonische besserwisserin, die den white russian nicht mit kalùa machen will, weil sie das in einem dieser berliner keller-kafes, wo die behornbrillte streetart-elite ihre neuesten titan-macbooks zur schau stellt (und ich mit vorliebe als erstes auf dem gang zum klo mal kurz den router resette), während sie gelangweilt in ihrem latte herumstochern und die neusten blogs checken, um dort vielleicht auch noch die eine oder andere gute idee abzukupfern, sorry, um sich inspirieren zu lassen, anders gelernt hat.
        in der sportbar schaut die bedienung auf, wenn man reinkommt, grüsst und ist auf standby, bis man sich eingerichtet hat, um dann gleich die bestellung aufzunehmen. sie fragt auch freiwillig halbstündlich nach, ob man noch etwas haben möchte und grüsst ebenso freundlich wie zu beginn, wenn man das lokal wieder verlässt. das tut sie selbst dann, wenn sie persönlich bekannten besuch hat und zwischendurch an der bar ein schwätzchen hält.
        so sollte es doch überall sein, nicht?

        • tststs sagt:

          Wie gesagt, da der Cuba Libre dann doch grosszügig war und die Bedienung immer freundich und speditiv ist, gehe ich auch jetzt noch gerne hin.
          Aber mal im Ernst: ein Cuba besteht aus 5 Zutaten (inkl. Eis und Holzstäckli); ich frage mich da halt schon, was die Einstellungskriterien sind… Werfe noch einmal das Stichwort „Wirtepatent“ in die Runde…

          • Martina sagt:

            in der super-freundlichen RIO bar wollte ich einen negroni bestellen (wusste auch nicht, was das ist – aber mein freund wollte so einen). als ich dann an der bar war, gefühlte 30 minuten warten musste, weil die soo langsam sind (nichts gegen chilliges arbeiten, aber he….), habe ich als antwort erhalten: negroni? was isch das? die eine mitarbeiterin wollte aufklären, aber die antwort von „meinem“ barkeeper: sorry, aber für das mixen von diesem drink habe ich keine zeit!
            haha, super antwort! der ist ja so dumm, da ist nur alk drin, hätte schön was gekostet, dieser drink, du trottel!

  • Ben Chur sagt:

    Ein ehemaliger Hausbesetzersympathiesant welcher heutzutage in reaktionären Mainstreammedien gegen selbstverwaltete Genossenschaftsbeizen schiesst?! Das sitzt die Enttäuschung über linke Zusammenhänge offensichtlich tiefer.

    Die unruhigen Gefühle des wartenden Gastes in Ehren, aber man sollte auch mal die Kirche im Dorf lassen. Denn die Welt ist voll von schlecht gelaunten, unqualifizierten und vor allem desinteressierten Dienstleistungsangestellten – sei es beim Bäcker, an der Kinokasse, bei der Bilettkontrolle oder eben im Spunten um die Ecke. Da fallen mir tausend kleine und grosse Aufreger als Gast & Kunde ein, ob in Zürich, Barcelona oder Berlin.
    Andererseits könnte ich nach fünf Jahren als Serviceangestellter in Zürich Bände darüber füllen, was man sich als „Tellertaxi“ von anmassenden, arroganten und egozentrischen Gästen gefallen lassen muss. Das ist zusammengenommen haarsträubend und verletztend und führt zumindest bei mir, zu einer gewissen Schnippigkeit, wenn ich mich mal wieder einer bestimmten Klientel ausgesetzt sehe.

    • Réda El Arbi sagt:

      Stimmt, aber die meisten halten ihren schlechten Service nicht auch noch für cool. Das IST ein Unterschied.

      Und nein, nicht Sympathisant, sondern ein Besetzer und überzeugter Linker. Aber offenbar sind die Vorurteile in den Köpfen so betoniert, dass wenn jemand es wagt, einen linksalternativen Betrieb zu kritisieren, es ein Rechter oder ein Frustrierter sein muss. Niemand kam bisher auf die Idee zu sagen: Doch, der Cooparativen-Gedanke ist gut, nun sollte man vielleicht noch etwas am Service arbeiten.

      Bisher hab ich gehört : Du Faschist! Oder du Opfer der (wahlweise) Konsumgesellschat/Dekadenz/Mainstreammedien.

      Und dass es unangenehme Gäste gibt, ist Tatsache. Nur, um unangenehm aufzufallen, müsste ich erst mal angesprochen werden.

      Es gibt gute Servicekräfte in Zürich. Aber es sind sicher nicht die, die Gäste ignorieren, anschnauzen und unfreundlich behandeln UND das auch noch als geile Attitüde empfinden.

  • ElDudinero sagt:

    Yo Reda, Der Titel ist nett, aber publizistisch liesse sich Deine forschungsleitende Hypothese erweitern:
    „Zureich – Verko(r)kst und (pseudo)elitär.
    Ich darf das als Ex 20semestriger Publizistikstudent (Yo Bönfi) sagen…..

    Liebe Grüsse von einem Wahl Sankt Galler.

    Der geilste Tag in meinem Leben? – Als ich das Zürcher Nummernschild abgeben und eine St. Galler Nummer montieren konnte.
    (ok, die St. Galler Würste „ohni Sämpf“ lassen wir mal unter den Tisch fallen, so was würd ich nemandem reinschieben (hüstel) wollen, aber versuch mal die Beizen im „Sangaller Bermudadreieck“ das kommt besser als die metrosexuell- anal(ytisch)en Zureicher Kokslatten. – Wenns Geld nicht reicht zur Not halt nur bis Winti. – kannst ja dort dem Hako nen Gruss sagen.

  • Matthias sagt:

    Ich möchte an dieser Stelle den Egon vom Big Ben im Dörfli grüssen. Der schüttelt uns immer freundlichst die Hände, wenn wir jedes halbe Jahr mal hineinschauen.

  • Larry Schlitt sagt:

    Kann ich als Kreis 11 Zuercher froh sein und habe ich den Nagel auf den Kopf getroffen als ich vor 25 Jahren Ausgewandert bin? Hoert sich ja bestialisch an was da ab-geht in Zueri?

  • Oliver sagt:

    Naja, im Westen nichts Neues. Früher Szeneläden, heute Hipsterschüppen. Und immer schon von linksangehauchten Beizen ,getoppt‘;).

    • Eleonore sagt:

      Ist doch nichts Neues, von links wird der Anzug ignoriert, von rechts das Ramones-Shirt. Die verzickten kommerzigen Snobtempel der Stadt sind nicht besser. Künstliche Freundlichkeit gibts da nur über die horrenden Rechnungen und höheren Gehälter/ Trinkgelder.

  • Enrico Malatesta sagt:

    Lieber Réda,

    Du hast es nicht anders gewollt. Jetzt ist es soweit: Ich fordere Dich zum Duell. Denn zuviel ist zuviel.

    Da Du mit Deinem Artikel den ersten Schritt getan hast, ist mir die Wahl der Waffen überlassen. Oder so ähnlich. Ist aber eh egal, weil ich die Duell-Regeln aufstelle. Und die sehen so aus:

    Ich gehe mit Dir in eine Zürcher Kneipe. Ganz normal. Du an einem Tisch. Ich an einem anderen Tisch. Wer zuerst bedient wird hat verloren und muss zahlen.

    Nimmst Du an?

  • Milchschaumherzen sagt:

    Die Frage ist, mit was für einer Einstellung man sich jeweils als Journalist in eine solches begibt? Und glauben Sie denn tatsächlich, dass das Servicepersonal in jeder/m Bar/Restaurant/Café jeden Tag zu jeder Stunde perfekt funktionieren muss? Haben Sie sich überlegt, wie es wohl so ist im Service zu arbeiten? Was für unterschiedliche Herausforderungen man bewältigt? Oder glauben auch Sie, wie wohl 95% des versnobten und gutbürgerlichen Zürich, dass die Arbeit im Service sowieso nur was für solche ist, die es nicht zu etwas Besserem bringen?
    Tsüri verbringt wohl schon zu lange zu viel Zeit in seinen Büros hintern seinen Bildschirmen.
    Ganz klar NEIN, auch ein/e professionelle/r Kellner/in darf sich menschlich zeigen sprich gegenseitigen Respekt fordern und muss dem Kunden NICHT in den Allerwertesten kriechen.
    Selbstreflexion ist hier bei ganz Tsüri mal gefragt (und da darf ich Sie, Herr Réda gleich mit ansprechen), denn was tatsächlich ein Problem ist, ist die arrogante Haltung, die die Zürcher Kundschaft an den Tag legt! Wie wäre es denn, die Menschen die im Service arbeiten nicht als Menschen zweiter Klasse zu behandeln? Wie wäre es denn, sich selber am Riemen zu reissen und dem Servicepersonal freundlich zu begegnen?
    Wie wäre es denn mit gegenseitigem Respekt? Ja, DER fehlt Zürich.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ich hab einige Zeit im Service gearbeitet. Und wenns ein Einzelfall wäre, hätte ich keine Geschichte draus gemacht. Sie können übrigens mal unten die anderen Kommentare zum Thema lesen.

      Und ehrlich, ist es arrogant, wenn man in einem Gastrobetrieb anständigen (nicht mal freundlichen) Service erwartet? Und ehrlich, wie soll ich Servicepersonal freundlich begegnen, das mich nicht mal wahrnimmt? Soll ich kleine Geschenksäckli verteilen oder vielleicht ein musikalisches Telegramm schicken mit Blümchen und lauschiger Melodie?

      • markus sagt:

        Ich habe auch kurze Zeit im Service gearbeitet. Und unter den Gästen gibt es tatsächlich nicht wenig respektlose Idioten. Aber ich glaube weder Réda noch sonst jemand, der ihm beipflichtet, hat was dagegen wenn solche, als solche behandelt werden. Aber wenn man sich normal gelaunt, respektvoll und anständig (hoffentlich reicht das?) benimmt, dann erwartete man auch dementsprechend bedient zu werden. Und das ist leider öfter mal nicht der Fall. Darum gehts.

      • Milchschaumherzen sagt:

        Sehr wunderlich bis seltsam, schreiben Sie dann solch einen Kommentar. Aber das ist wahrscheinlich auch schon einige Jahre her, die Zeiten haben sich geändert und die Erinnerungen passen sich ja immer wieder von Neuem an, nicht wahr?
        Vielleicht hätten Sie besser einen Selbstversuch gestartet und in einem der besagten Szenecafés eine Woche lang gearbeitet, um dann Ihre Gedanken neu zu reflektieren.
        Zur Selbstreflexion gehört auch das Spektrum von Aufmerksamkeit über Selbstverantwortung bis Verständnis für den Anderen – aber das würde dann wohl zu weit für einen Stadtblog führen. Ausserdem ist es bekannt, dass sich vor allem die lautstark melden, die etwas zu bemängeln, reklamieren, beklagen, nörgeln, stänkern haben. Sie haben Ihnen eine Plattform geboten, gratuliere.

        • Réda El Arbi sagt:

          Naja, so schwer kanns nicht sein. Es geht um Berufsethik. Es gibt jede Menge Leute, die im Service arbeiten und einen guten Job machen. Auch wenns mal mühsam ist oder die Gäste nicht immer angenehm. Klar kann ich verstehen, dass der Job hart und anstrengend ist, wenn man ihn denn macht. Was ich in den beiden Beispielen gesehen hab, waren Leute, die ihren Job NICHT gemacht haben. Und das in einer so coolen Attitüde, dass es schon lächerlich wirkte. Ich hab nichts dagegen, wenn Gäste, die sich daneben benehmen, auch mal in den Senkel gestellt werden. Aber an der Theke rumstehen, mit Kollegen rumalbern und einen Gast 20 Minuten lang ignorieren, sorry, das versteh ich auch mit tagelanger Selbstreflektion noch nicht.

        • markus sagt:

          milchschaumherzen, lustig, dass gerade du jemandem ankreidest, sich zu wenig in andere Leute versetzen zu können. Denn du kannst nicht mal auf ein paar sehr klare Zeilen eingehen.
          In dieser Kolumne und auch in keinem Kommentar da oben geht es darum, dass Service-Leute einen einfachen Job hätten. Und es ist auch klar – dass an anderen Orten – diese Berufsgruppe meistens einen tollen Job macht.
          Aber wenn du denkst, weil es unter den Gästen Idioten gibt, kann man alle kollektiv ein bisschen wie Idioten behandeln, dann kommt bei mir der Verdacht auf, dass genau du ein Kellner in einem der genannten (oder mitgemeinten) Lokalen bist. Denn auf Ansichten wie deinen wächst ja der ganze Mist.

          • Michael sagt:

            Milchschaumherzen: Wieder so eine super-Schlaue der meint es brauche für diesen Job keine Ausbildung. Hergott. und wenn 1’000’000’000 Kunden Deine Art und Deine fettigen Haare nicht mögen. Ist mir wurscht. Es ist Dein.Job.Punkt. Ich bin Kunde und ich zahle Dir den Lohn. Falls ich mich daneben benehme, ist es in der Verantwortung Deines Chefs mich zurechtzuweisen. Aber ganz sicher nicht Milchschaumherzen die mal eben so nicht bedienen will. da der Gast schampar doof und so waisch. Aber eben, hättest Du die 3-Jährige Gastrolehre gemacht, könntest Du generös und professionell damit umgehen. Dafür müsste eben Dein Chef auf sein Porsche verzichten und Dir einen anständigen Lohn zahlen.

    • Gastfreund sagt:

      Ehmm – Schau doch einfach mal, wie es die Angestellten in Österreich machen… Da hat man bei jedem das Gefühl, er mache seinen Job mit Liebe, als Gastgeber oder zumindest als Vertreter des Gastgebers. Der Gast sollte sich natürlich wie ein Gast benehmen, aber wenn man sich noch arroganter verhält als der Gast, dann denkt der ja, das sei normal und hat keinen Anlass sich zu hinterfragen. Und ja, es ist eine Tatsache, dass Zürich eine der reichsten Städte der Welt ist und es ne Menge Geldmenschen hier hat, die keine Ahnung von Benehmen haben. Aber da sollte man sie eines besseren bezichtigen und mit gutem Beispiel voran gehen und sich wenn schon ob deren schlechtem Benehmen (i.e. „Neureiche“) belustigen. Und wenn nicht, ja dann hat man einfach den falschen Job. Denn in der Gastronomie hat man eben mit Gästen zu tun und die sind, wie sie sind. Sprich: Bist Du in der Gastronomie tätig, sei gastfreundlich. Das heisst nicht, sich alles gefallen lassen zu müssen, aber nicht, das schon von Beginn weg beim Gast zu vermuten und deswegen eben die beschriebene „Leck mich am Arsch“ Haltung einnehmen…

  • Blaubär sagt:

    Köstlich, über was man sich nervt. Warum nicht den Spiess umdrehen, sich seine Kneipen aussuchen und nur dort hin? Sehe null Grund, irgendwem Kohle in den A…. zu stecken, der mir nur auf den Senkel geht. Da lass ich mich doch lieber von Stammwirten bedienen oder trink zuhause richtigen Schnaps, statt überteuerte Fusellongdrinks.

  • Toerpe Zwerg sagt:

    Entgegen weit verbreiteter Einschätzung hat schlechter Service nichts mit Arroganz aber sehr viel mit Unprofessionalität zu tun. Gerade in den „Szenebars“ werden die Mitarbeiter oft mehr nach Aussehen als nach Können/Eignung eingestellt – oder schlicht aus dem persönlichen Umfeld rekrutiert.

    Die Einschätzung, dass ein Gegenüber arrogant ist, hängt übrigens meist mehr mit persönlichen Insuffizienzgefühlen und/oder mit den eigenen Vorurteilen zusammen als mit echter Arroganz des Gegenübers. Bei exakt gleicher Behandlung in einer Bar in Zürich wird man von Arroganz sprechen während man in der Bar in Bern von knuffiger Behäbigkeit sprechen würde.

    • Réda El Arbi sagt:

      Naja, bewusst ignorieren, Klamotten mustern und dann weiter mit dem Kollegen plaudern hat für mich schon was mit Arroganz zu tun. Oder mit Klassendenken. 🙂

      • Toerpe Zwerg sagt:

        OK, Zähringer und Ziegel sind für mich mehr oder weniger charmante Spezialfälle. Wobei die langen Wartezeiten (Fabrik) schon oft einer geradezu rührenden organisatorischen Unfähigkeit geschuldet sind. Bezüglich Szenebars allgemein kann ich aber aus Erfahrung berichten: Die können es einfach oft nicht, die hinter der Theke. Woher auch?

      • no_szeni sagt:

        REA: einverstanden!

        Auch ich finde die Bedienung in Zürich extrem arrogant. Und jedesmal wenn ich nach Österreich in den Urlaub gehe, weiss ich: es braucht nicht nur Professionalität im Service, sondern auch einfach eine Freundlichkeit, die wirklich von Herzen kommt.

        • markus sagt:

          ich bin österreicher und sehr oft in österreich und ich finde, dass die Gastfreundschaft dort sehr oft gespielt ist.
          Aber ehrlich gesagt: Das reicht mir völlig. 🙂

        • Toerpe Zwerg sagt:

          Ja klar. Erfahren in den USA heisst „Freundlichkeit, die wirklich von Herzen kommt“ dann wahlweise Oberflächlichkeit oder eiskaltes Kalkül bzw. meist beides zusammen …

  • Jessica sagt:

    Antwort heisst yelp…hier in den USA checkt man grds yelp bevor man irgendein lokal betritt…wenn sich schlechte bis sehr schlechte Bewertungen häufen ist Vorsicht angebracht…respektive sollte man sich einen anderen Ort suchen

  • no_szeni sagt:

    jeder bekommt was er verdient.
    das zürcher hipstervolk will glaub ich einfach schlecht behandelt werden.. ansonsten kann man nicht verstehen, warum die leute stundenlang in künstlich provozierten schlangen vor szeneclubs stehen, nur um sich dann von einem intellektuell minderbemittelten türsteher, der sich aufgrund des besitzes eines funkgeräts wie gott auf erden vorkommt, nochmal anschnauzen zu lassen.
    ähnliches gilt für die szenebars. alle müssen hin, obwohl sie wie dreck behandelt werden.
    wo gibt es nette bars mit normalen leuten und freundlichem service?

  • Emil sagt:

    Ach, im Zähringer gehe ich gerne Kaffee trinken weil es alles dort so normal ist. Die Menschen sind freundlich und es ist gemütlich. Langsam vielleicht aber bestimmt nicht arrogant und nicht von einer bestimmten Szene dominiert.

  • markus sagt:

    Meine Top 4 Szenenkneipe-Erlebnisse:
    Rosso: nach dem geschätzten 1000 mal am gleichen Wochentag zur gleichen, späten Zeit Bier trinken im Rosso, rotzt uns ein Mitarbeiter – kurz nachdem wir uns im halbleeren Lokal gesetzt haben – an, dass wir gefälligst aufstehen sollen, wir wissen ja wohl, wie das hier läuft, wir seien voll daneben.. etc. Auf unsere Verwunderung, Empörung und Erklärung, dass wir uns wie gewohnt verhalten haben, bezichtigt er uns der Lüge. Er beruhigt sich nicht, aber immerhin überlässt er uns dann einem Kollegen. Keine Entschuldigung nix..
    Zähringer: Meine Cousine wartet eine gute Stunde auf ein Sandwich welches sie frisch zusammenstellen wollen. Wir fragen 2 mal nach, aber es kommt einfach nicht. Als wir gehen (ins Kino) will der Typ an der Kasse, dass wir das Sandwich bezahlen. Auf meine Beschwerde hin, offeriert er uns, dass wir etwas fertiges aus Theke mit auf den Weg nehmen, welches ungefähr den gleichen Wert hat. Das will sie nicht. Im Streit gibt er schliesslich nach, wir bezahlen nicht, aber bekommen zu spüren, dass er uns Idioten findet..
    Xenix-Bar: Die Frau an der Bar hat einen Kaffee zuviel rausgelassen. Oder der, der bestellt hat, ist plötzlich verschwunden? Jedenfalls fragt sie einen nach dem anderen, ob er/sie den Kaffee bestellt hat. Jemand kommt rein, sieht was los ist und sagt: „du kannst den Kaffee mir geben“. Die Frau wendet sich mit bösem Blick – und einem Kaffee der inzwischen einigermassen kalt sein dürfte zu ihm und sagt übel gelaunt – ganz frei von Ironie: „Wie lautete das magische Wort“. Der Gast sagt verdutzt „bitte“.
    Total-Bar u.einige andere: Anstehen, anstehen, anstehen.. zusehen wie nach einem kommende, gute Freunde/Freundinnen bzw. Barleute und Gäste sich verküssen, Geschichten erzählen und zuerst bedient werden.. Böse abgekanzelt werden, wenn man zu erkennen gibt, dass man überfällig ist und vor den anderen da war..

    Lösung gefunden: Gehe in diese und ähnliche Lokale seit Jahren nicht mehr hin. Seither bin ich sehr zufrieden mit der Gastronomie in Zürich. Juhuu! 🙂

  • Daniel Düsentrieb sagt:

    An deinem gesamten Gequatsche merkt man, dass Du lieber Verfasser dieses Artikels sowieso schon eine solch schlechte Meinung von Linken, Tätovierten, Musikern, … hast, dass du es echt verdienst, nicht bedient zu werden. Ich nehme man an, die Bedienung hatte keine Lust so einen arrogant, selbstgefälligen Schnöösel zu bedienen. Zu Recht!!!!

    • Réda El Arbi sagt:

      Ich bin tätowiert (nicht nur die abverreckte Tattoo aus meiner Zeit an der Friedensgasse), ich hab die F&F als Künstler absolviert und meine Freunde würden mich wohl ziemlich klar als Linksaussen beschreiben, wenns um meine politische Einstellung geht. Also, nochmals ein Versuch, vielleicht triffts dann. 😉

      • Nadita sagt:

        🙂 hahahahahaha Reda der Schnösel….
        Sehr lustig! 🙂

        • Martin Brunner sagt:

          Schubumkehr einschalten, Herr Düsentrieb! REA hat hier nur beschrieben, was rund 380 000 Zürcher fast Tag für Tag erleben (die restlichen paar Tausend arbeiten im Service der erwähnten hippen Lokale). Abgesehen davon hat eine Bedienung auch «selbstgefällige Schnösel» anständig zu behandeln und zu bedienen (daher ja der Name). Wer das nicht kann, ist im Gastgewerbe am falschen Ort.

    • Réda El Arbi sagt:

      (PS: Walt Disney war Rassist mit klaren Tendenzen zum Faschismus. Ich würde mir einen neuen Nicknamen zulegen)

      • markus sagt:

        Tattoos, Kunstschule, links aussen? Hipster?
        ..sorry, kleines Scherzchen am Rande.

      • Globi sagt:

        Immerhin sind viele hiesige Linke mit dem Fascho-Wälti darin einig, dass eine „zionistische Weltverschwörung“ im Gang ist. So gesehen…

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, genau. Wir haben den heimlichen Verdacht, dass das Zähringer von der jüdischen Weltverschwörung, der NSA und dem Zentralrat der Muslime unterwandert ist. Die schlechte Bedienung soll der erste subversive Schritt sein, um den Untergang der jetzigen Zivilisation einzuleiten und so Platz für DIE NEUE WELTORDNUNG schaffen.

          • Globi sagt:

            Nein. Ganz falsch.
            Die schlechte Bedienung ist natürlich ein bewusster Akt, der zum Nachdenken anregen soll: Indem künstliche Flüssigkeits- und Nahrungsknappheit hergestellt wird, soll dem Gast am eigenen Leib bewusst werden, was die bösen Zionisten/Neoliberalen/Bänker/USA der Welt antun. Quasi eine Mitmach-Polit-Performance.

            Oha. Muss jetzt meine Medis nehmen.

          • Irene feldmann sagt:

            🙂 wunderbar REDA, VOM FEINSTEN!!!!!

  • Viajero sagt:

    …pffff…. das war schon in den 80ern so als wir als junge Zürigiele im Kontiki im Ausgang waren und ist der Grund warum ich seit Jahren nicht mehr in Zürich auswärts Essen gehe und sicher mit ein Grund warum ich seit über 10 Jahren nicht mehr in Zürich lebe…

  • harald thoeny sagt:

    Man muss sich halt freundlich mit einem Lächeln bemerkbar machen. Ich kriege meine Kaffee’s immer nach 5min…. 😉

    • Holderegger, Michele sagt:

      Ja, genau. Ich muss mich nicht bemerkbar machen als Kunde. Für irgendwas hat der Herrgott den Leuten Augen, Kopf und Beine gegeben. Die sollen den dann bitte auch benützen.

      • Milchschaumherzen sagt:

        Dann benützen Sie Ihren Kopf, Augen, Beine, Hände, Zehen, Hinterteil doch bitte auch! Das Servicepersonal ist nicht jedermanns Lakaie respektive Lackaffe.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, eigentlich ist der Gast zuständig für guten Service. Und sowieso.

        • Thomas sagt:

          Entschuldige Milchschaumherzen, aber wenn ich ein Restaurant betrete und mich an einen Tisch oder an eine Bar setze, dann hat der nächste Schritt vom Servicepersonal zu erfolgen. Basta.

        • Holderegger, Michele sagt:

          Darum geht es nicht. Das Servicepersonal ist angestellt dafür, den Gast zu bedienen. Dafür bekommen Sie ihren Lohn. Und nein, es geht nicht, dass man dann einfach keine Lust hat. Das hat nichts mit Lackaffe zu tun sondern mit Arbeitsmoral.

  • René Weber sagt:

    Ich arbeite (Handwerker) im Niederdorf und gehe regelmässig meine Kaffee entweder im Mohrenkopf, Zähringer, Karl der Grosse, Corazon oder ins ex Marion trinken. Wieso aber wurde ich noch nie so bedient wie es Réda beschrieben hat? Ist mein Trinkgeld zu hoch (kann nicht sein), bin ich ein Hipster (kann nicht sein), bin ich ein bekannter Künstler (kann nicht sein), bin ich ein Politiker (kann nicht sein) oder bin ich einfach ein Glückspilz?
    Réda, ich lade dich gerne zu einem Kaffee mit mir, in einer von dir vorgeschlagenen Bar, Beiz, Cafe oder Restaurant ein. Nimmt mich echt Wunder wie schnell wir bedient werden.
    Die Einladung steht!

  • Walt Manzinger sagt:

    Ich verstehe, dass man sich manchmal etwas aufregt über die schlechte Bedienung. Da hilft nur eins: Auf die Missstände aufmerksam machen wie der Autor oder sich mit den Angestellten gut stellen. Ich gehe seit Monaten immer mit Arbeitskollegen in die gleiche Kneipe und danach in eine Shisha Lounge. Mittlerweile kennt uns jeder und wir bekommen manchmal sogar was spendiert!

  • Patrick Besewski sagt:

    Lieber rabi, 20 min Wartezeit, ich Lach mich schlapp ,es ist mir in 30 Jahren Kneipen, Restaurant, Bistro …. Etc. Besuchen noch nicht gelungen , so lange zu warten : du legst es darauf an ! Du solltest dir dein Bärtchen über die Lippen kleben und aufhören die Leute zu beleidigen .

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, ich bin ein Faschist, weil ich nicht mal guten, sondern einfach normalen Service erwarte. Das ist doch die Hauptantwort auf alle Kritik: Du Faschist. Find ich irgendwie konsequent. Dumm, aber konsequent. 😉

  • john friend sagt:

    dem artikel kann man leider nur zustimmen – ich für meinen teil hab genug von der zürcher „in“ gastronomie – lausiger, inkompeternter und arroganter service zu vollkommen überrissenen preisen. aber es scheint noch genug masochisten zu geben die sich das freiwillig antun – sonst würde laden um laden dicht machen. auch deiner feststellung bezüglich ziegel o lac gibt es nix hinzu zu fügen .. mieser und arroganter als da wurde ich noch nie bedient – ich hab mir erlaubt die kochkünste zu rügen – das menue zu fast 30.- war schlicht ungeniessbar – der spruuch dazu “ und was söll ich jetzt mache?“ ich hab mir dabei gedacht ZIEH DEN FINGER AUS DEM ARSCH UND MACH DEINEN JOB – 1 mal essen da und never again!!

    • Marcel Claudio sagt:

      Ich habe schon ein paar hundert mal im Ziegel oh Lac gegessen und es war eigentlich immer gut bis sehr gut!
      .
      Da der Ziegel neben dem alten Stammpersonal auch immer wieder viele neue Leute hat, braucht es manchmal etwas Geduld – der Ziegel ist sowas wie ein Durchlauferhitzer im Gastgewerbe — aber die Küche arbeitet gut und die müssen echt krampfen – ich war dort auch schon drin und habe die Jungs- und Mädels beim schaffen beobachtet.
      .
      Und dafür wird man ja mit dem See entschädigt.
      Ziegel oh Lac – immer gerne mal wieder!

  • Patrick sagt:

    und ich dachte immer, dass das in Zürich so sein muss.

  • Beat Nik sagt:

    Da haben Sie sich aber keinen Gefallen getan mit diesem Artikel. Nun werden von den Stammgästen genannter Lokale sofort die Tagi/Züri Tipp Abos gekündigt, und die WOZ kriegt ein paar neue Leser =)

  • Martin Brunner sagt:

    Natürlich hat der Autor recht – und die vielen entrüsteten Kommentatoren genauso. Bloss: Es zwingt euch ja niemand, in die angeblich so angesagten Lokale zu pilgern. Es ist doch wie immer und überall in Zürich: Gilt eine Bar, ein Restaurant, eine Venue als hip, so ist längst «fertig luschtig» (der beste Indikator dafür ist eine überproportionale Wollmützen-, Laptop, Nerdglasses-, Freitagtaschen-, Fixie und Bartdichte). Und mal ganz ehrlich: Zürich ist noch immer die Stadt mit dem grössten gastronomischen Angebot (im Verhältnis zur Einwohnerzahl – google it!). Da sollte es ja nicht so schwierig sein, ein anständiges «watering hole» zu finden …

  • Miri sagt:

    Auch ich kann nur sagen: JA GANZ GENAU SO IST ES! Es wird einem ins Gesicht gespukt noch ehe man Hallo sagen kann, ein Armutszeugnis für Zürich! Die Reihe an Beizen, in denen ich ähnliches oder viel schlimmeres erlebt habe lässt sich lange weiter führen! Was mich aber immer wieder erstaunt, dass es immer noch Leute gibt, die sich das gefallen lassen, ich betrete jeder dieser Kneipen konsequent nicht mehr!

  • Dani sagt:

    Szeni-Sommer-Bar, letztes Jahr: „En Cuba Libre, bitte.“ Person an der Bar: „Hä, was wottsch?“ OK, ist wohl auch ein verhinderter Künstler und neu an der Bar: „En Cuba Libra, aber es Rum-Cola tuets suscht au.“ „Sorry, mir händ kein Rum…“ (hält inne, überlegt) „…numme ‚Bacardi‘.“ Argh… Natürlich könnte man sich auf den versnobten Standpunkt stellen, Barcardi sei kein Rum. Allerdings habe ich weder Lust auf irgendwelche Grundsatzdiskussionen, noch interessiert mich ernsthaft, wer die Bar sponsert. Und es ist mir inzwischen auch herzlich egal, wenn die Person hinter der Bar, eigentlich so gar keine Lust hat, dieser Arbeit nachzugehen und sich die Etiketten mal etwas genauer anzuschauen. Was mich immer wieder tröstet: man kann dann zumindest einfach rauslaufen, denn zur nächsten Bar sind es selten mehr als 100 Schritte 😉

  • Magellan sagt:

    Deshalb lebe ich auf dem Land. Beizen, Beizer und Personal müssen ihren Job machen, sonst ist Beiz zu, Beizer und Personal arbeitslos. Ja, die wunderbare Grosstadt hat ihre Tücken. Exorbitante Preise, oft mieser Service und keine Dienstleistung. Ach ich liebe es hier auf dem Lande. Da werde ich mit einem freundlichen „Grüezi“ empfangen, die Chefin oder der Chef kommen persönlich an den Tisch, das einfache Service-Landei bringt mit einem lächeln die Riesenportion und fragt am Schluss: „Ich äs rächt gsi?“ Und wenn der Beizer einen guten Tag hat spendiert er erst noch den Kaffee. Und die hübsche Dame, die soeben mit ihren zwei Kindern das Lokal betritt fragt: „Isch do no frei?“ Und die Kinder sitzen artig da, essen ihre Pommes, und die hübsche Mutter überwacht die beiden peinlich, dass sie mich nicht beim einfachen Landgourmetmenue für CHF 16.50 stören. Wo ist das Problem? Bei jedem der sich als Ich-möchte-auch-gerne-dabei-sein im Stadtjungel präsentiert.

    • Sarah sagt:

      und die Themen sind immer die selben, neue Impulse fehlen, alternative locations sind nicht vorhanden, alb-traumhaft

  • Robin sagt:

    Als einer, der sowohl in Hotels mit professionellem Service aber auch in einem Kollektiv serviert hat, möcht ich gerne mal zwei Punkte auseinandernehmen.
    Der Service in Szenekneipen ist oft schlecht oder mindestens langsam, aber ganz einfach aus dem Grund, dass man eine gemeinsame Kasse hat, keine Umsatzbeteiligung und auch kein eigenes Trinkgeld generieren kann.
    Da kann aber die Scenekneipe nichst dafür, sondern das ein-Kassen-System ist oft auch da, weil man zuwenig Know – How oder Geld in ein vernünftiges System investiert. Der Kellner wird nicht finanziell nicht belohnt, sondern nur mit einem lächeln, und so serviert er die gerne, die ihm sympathisch sind und die anderen bringen ihm nichts.
    Der „professionelle“ Service mit einzelner Kassenabrechnung, Umsatzbeteiligung und vielleicht sogar mit gelerntem Servicepersonal ist natürlich eine andere Liga und das gibts eher in grösseren Häusern, wo auch gegessen oder übernachtet wird.
    Punkt zwei betrifft nicht den Service sondern den Artikel – der Umstand dass der langsame Service im Zähringer (hab ich auch schon erlebt, sind aber auch ziemlich viele Gäste pro Kellnerin gewesen) – soviele Gedanken beim Autoren auslöst, lässt einen schmunzeln und ist auch irgendwie sympathisch, auch wenn meiner Meinung nach komplett an der Sache vorbei – denn unprofessioneller Service hat NICHTS mit der Person des Gastes zu tun.
    Auch da kein Vorwurf, der Artikel ist ja nicht in einer Gastrozeitschrift, sondern im Stadtblog. 🙂
    Just five Cents von einem ehemaligen Kellner

    • Robin sagt:

      p.s. die Unprofessonalität – mit evtl. sogar liebevoll zubereitetem Gebäck und schönstem Caffee Macchiato etc. – zieht sich natürlich durch die ganze Kette von der Einrichtung über die Küche oder sogar „Management by Holy Herb“ etc. und gibt einfach lange Wartezeiten, das ist einfach normal.
      Wenn man die Nerven dafür hat, kann es aber auch schön sein, ein Genuss.

    • Sarah sagt:

      In Berlin rechnet in jedem kleinen Cafe jede Aushilfskellnerin einzeln ab. Das merkt man oft daran, dass sie zu Wechselzeiten kurz mit der Kellnerbörse an den Tisch kommen und bitten kurz für bisher Geleistetes zu bezahlen, da sie dann Feierabend haben. Das ist überhaupt kein Problem, die motivierte Kellnerin bekommt ihr, während der Arbeitszeit durch freundliches Auftreten selbst verdientes Trinkgeld, persönlich und alle sind glücklich.

  • zeecity sagt:

    ich muss sagen der Artikel stimmt zu 100% was den Service in Zürich angeht, ich war schon öffters miserabel bedient und ich hatte nicht ein Mal grosse ansprüche… muss aber sagen, dass ich seit neustem auch in einem/r Kaffe/ Bar arbeite und durfte jetzt die Erfahrungen von der anderer Seite sammeln. Leider gib es auch viele Kunden ( Anzug/ Krawatte oder einfach nur Jeans und Shirt) die mich nicht ein Mal mit ihrem “ ARSCH“ anschauen, während ich sie begrüsse oder bediene….wieso auch, bin ja nur eine Seviceangestellte… ich glaube es ist ein Nehmen und ein Geben und gute Manieren müssen von beiden Seiten sein, sonst ist es ein Teufelskreis.

    • Rigoletto sagt:

      Zuerich ist eben nicht Berlin, oder Paris oder New York.
      In Zuerich geht man einfach nicht aus!
      Dafuer gibt es 3 schoene Ziele die es nur da gibt: Flughafen Kloten, der HB und die Autobahn-Anschluesse Alles gut um schnellsten aus Zuerich wegzukommen.

  • Thomas sagt:

    So wies aussieht hat der Schreiber dieses Artikels gerade etwas Pech mit dem Servicepersonal gehabt.
    Besonders dramatisch ist das natürlich, wenn man unbedingt was konsumieren muss und nicht fähig ist sich einer Situation anzupassen.
    Trotzdem muss ich sagen, dass der Artikel eine interessante Entwicklung im Gastronomiegewerbe anspricht.
    Trotzdem würde ich diese Beizen nicht als versnobt und elitär bezeichnen.
    Verhängt und verplant ist zwar nicht viel besser, würde die ganze Szenerie aber passender darstellen 😀

  • Der Sommelier sagt:

    Die Kommentare sind ja erschreckend was in Zürich im Service so alles geboten oder eben nicht geboten wird. Ich gehe oft und sehr gerne Essen, ist so ein Hobby von mir, dass es so schlimm steht mit den Restaurants in Zürich ist mir nicht bekannt, komisch?
    War selber lange genug im Service tätig, Arroganz und Unfreundlichkeit sind das schlimmste überhaupt, freundlich und kompetent und trotzdem 20 Minuten warten macht mir gar nichts aus.
    Trotzdem! Ich muss unbedingt in Zürich eine richtig spannende Winebar eröffnen, mit freundlichen und kompetenten Mitarbeitern, man muss doch etwas tun gegen diese Missstände!

  • Urs sagt:

    Interessante Beobachtungen. Ich frage mich allerdings, warum man solche Erfahrungen mehr als einmal am selben Ort macht. Ich würde halt in dieses oder jenes Lokal nicht mehr hingehen. Oder, wenn man über eine ganze Kategorie lästert, auch alle ähnlichen Lokale meiden. Wenn ich mit dem BigMac vom MacDonald’s am Stauffacher nicht zufrieden bin, warum erwarte ich denn vom MacDonald’s im Niederdorf etwas anderes? 😉

  • Peter Müller sagt:

    Fragt sich nur wieso, dass Café Zähringer immer wenn ich dort bin, sehr gut besucht ist (bin nur etwa 3 mal pro Jahr dort). Die Gäste sind auch durchwegs durchmischt. Letzte Woche war ich im Clouds (Bar zuoberst im Primetower). Ich wurde auch lange nicht bedient und am schluss bekam ich eine falsche Rechnung. Lag vielleicht auch daran, dass ich mit meinen Trainerhosen nicht zum Ambiente passte. Naja schlussendlich auch egal, ich beschwere mich auch da nicht übers Personal und finde jetzt jedes teure Restaurant/Bar elitär oder sonst was. Ausserdem ist jeder selber Schuld, der nach 20min warten noch nicht auf sich aufmerksam gemacht hat, das ist dann schon eher elitär.

    • Der Sommelier sagt:

      „Trainerhosen sind gleichbedeutend mit Niederlage. Man hat die Kontrolle über sein Leben verloren, wenn man mit Trainerhosen auf die Strasse geht“ Zitat Karl Lagerfeld
      Welches Ambiente passt ausser einem Sportplatz oder einer Turnhalle zu einer Trainerhosen?

  • Peter Rettinghausen sagt:

    Ich ging Fussball gucken. An der Bar bestellte ich einen Grappa. Die Dame stellte ihn mir sofort hin. In einem schönen Schwenker. Eine halbe Stunde später bestellte ich noch einen. Ein Glatzkopf knallte ein fingerhutgrosses Glas auf den Tresen. Die Hälfte schwappte über. Lieber im Schwenker, sagte ich. Können wir nicht, sagte er. Die Dame vorher aber schon, sagte ich. Raus, sagte er. Ich: Spinnst du? Er: Raus, sofort. Ich: Einen Grappa, im Schwenker. Dann sprang er mich an und wollte mich an der Gurgel packen. Üble Keilerei. Ein zweiter Glatzkopf vom Personal sprang ihm bei. Noch üblere Keilerei. Weil der Gast seinen Wunsch deutlich geäussert hat. Coole Szenebeiz: El Local.

  • Peter Rettinghausen sagt:

    Hipster sind die grössten Bünzlis.

  • lucas sagt:

    tja, das ist halt wenn man keine profis einstellt. man mag zwar nicht viel bezahlen in der beiz, aber professioneller service wird gefordert. eine sevice lehre dauert 3 jahre, was denkt ihr lernen diese leute in der zeit??
    wenigstens hätte man hier differenziert schreiben können, als grad einen ganzen berufstand in den dreck zu ziehen.
    aber vielleicht sind sie ja auch nicht vom fach 😉
    en guete

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein, die positiven Beispiele kommen natürlich noch. Bald hier auf diesem Kanal 🙂

    • Sarah sagt:

      Freundlichkeit lernt man im Elternhaus und nicht in der Lehre.

    • Holderegger, Michele sagt:

      Ich finde nicht, dass hier ein Berufsstand in den Dreck gezogen wird. Und um freundlich zu sein, musss man nicht vom Fach sein, das geht auch so. Und noch was: Erstens: Das Zähringer ist so billig auch wieder nicht. Und überhaupt, wer eine Leistung gegen Geld anbietet, soll die auch erbringen. Und zwar richtig. Ach und ja: Ich bin vom Fach.

  • Réda El Arbi sagt:

    Liebe Leser,

    ich muss jetzt für ca 2 Stunden Mittagspause machen. Danach werden wieder Kommentare freigeschaltet.

    Herzlichen Dank für die Geduld.

    Der Autor

    • Adriano Granello sagt:

      Gehen Sie etwa zu Zähringers essen, nur so wegen 2 Stunden reservierter Zeit für die Mittagspause…?

    • Hans Müller sagt:

      Wofür braucht man denn 2 Stunden Mittagspause? Klingt für mich sehr nach dolce vita…

    • ada ziegel sagt:

      …gehen Sie doch in den Ziegel in der Roten was essen…denn da waren Sie ja länger nicht…muss einfach aus Gewohnheit auch noch erwähnt werden…war nicht anders zu erwarten…trotzdem Respekt…da ein gelungener Schlusssatz…WIR LIEBEN EUCH ALLE und bleiben dran…alle sind ungestört willkommen…für Sie gibt es ein halbes Süppchen gratis…Danke für die Werbung…

      • Réda El Arbi sagt:

        Doch, war ich diesen Sommer oft. Schöne Lage, gutes Essen. Trotzdem hat man an der Bar, wo man bestellt, des öfteren den Eindruck, man sei unerwünscht. Wenn man zum Beispiel einen zweiten Espresso in seinen Latte will 🙂

    • Gabriel sagt:

      2 Stunden Mittagspause? Get’s etwa nochmals ins Café Zähringer auf ein Szeni-Kafi (= normaler Kaffee mit 30 min Wartezeit, 30 min abschätziges Mustern aller Leute, 60 min ignorieren aller Leute)?

  • Sarah sagt:

    Man merkt es wie im Service so auch im Detailhandel, Arroganz, schlechte Beratung, teure Preise und fehlende Verhandlungsbereitschaft muss nicht sein, das geht im Ausland besser.

  • Martin A. de Zurich sagt:

    Die Erkenntnis ist fast so alt wie der Kaffee, auf den man jeweils zu warten hat. Zudem lebt die Servicewüste von ihren Konsumentinnen und Konsumenten, die sich das gefallen lassen und dann die 5 Franken 50 noch auf 6 Franken aufrunden. Der alternative Höhepunkt ist das Sphères. Dort darf man für ähnlich hohe Preise sogar den Service grad selber machen und sich in eine Warteschlange stellen. Aber: Überall ist’s voll.

    Es damit bewenden zu lassen, im Ausland sei es noch schlechter, erinnert an SBB und VBZ. Während deren Chefs sich und ihre Dienstleistungen konstant selber loben, werden sie Immer teurer, immer unpünkltlicher und immer dreckiger. Auch hier ist das Argument, im Ausland sei’s ja noch schlechter, irgendwie ein kleiner Trost.

    Das Fazit lautet für Zürich allgemein und das sage ich als Züricher: Selbstzufriedenheit.

  • Andreas sagt:

    Ich gebe dem Autor zu 100% recht! In einer Beiz sollte tadelloser Service eine Selbstverständlichkeit sein! Nichts geht mir mehr auf den Sack, als wenn mir jemand klar macht wie fest es Ihn oder Sie anscheisst mich jetzt heute zu bedienen! Ihr armen! Denkt Ihr eigentlich Ihr seit die einzigen die arbeiten, nur weil es mal ein wenig später wird!?!? Es gibt aber auch das absolute Gegenteil, sei hier vermerkt! Trotzdem, traurig wie oft man in ZH schlechten Service bekommt, dann lieber Zuhause gemütlich mit den liebsten Kochen!

  • Mariaelena sagt:

    ich kann dazu nur
    eines sagen:
    recht hat er!

    hippie kacke par excellence!;-)
    in zuerich seeeeeeehr verbreitet!

  • er der sagt:

    ich stimme dem schreibenden in sachen mangelndem service in zürcher cafes, restaurants und clubs absolut zu. finde es allerdings äusserst schade dass er hier im artikel mit namen um sich wirft. zwei betriebe müssen dafür den kopf hinhalten? echt jetzt? dahinter stehen personen die auch etwas bewegen. sowohl das kafi für dich als auch das zähringer setzen sich für kultur ein, veranstaltungen, konzerte, etc. (was viele andere nicht von sich behaupten können). dahinter stehen menschen und nicht zuletzt auch deren existenzen. diese einer vermeintlich allwissenden online-expertenrunde zum frass vorzuwerfen ist doch nicht nötig. ein differenzierter artikel zum thema hätte gereicht. die stadtblog-artikel des schreibenden sind generell voll von plumpem zündstoff. blablabla szeni, blablabla hipster, blablabla züripreise blablabla irgendwas und jetzt bitte alle klicken und kommentieren. achtung fertig los. bravo herr journalist.

    • Stefan sagt:

      Als Journalist soll man Probleme beim Namen nennen. Wenn gerade die zwei überprüften Beizen schlecht waren, dann muss das auch so gesagt werden. Erstens verdient der Leser diese Information und zweitens wäre der Artikel sonst zu allgemein und deshalb langweilig. Über die Wahl der Sprache muss ich dir aber zustimmen.

    • Holderegger, Michele sagt:

      Es ist richtig, wenn für schlechten Service auch Personen den Kopf hinhalten müssen. Wenn man ein Unternehmen führt, dann muss man auch Verantwortung tragen, genauso wie wenn man einen schlechten Job macht. Natürlich bewegen die Personen auch etwas, aber anscheinend nicht das Richtige, denn hauptsächlich sind sie Cafébesitzer und müssen diesen Job richtig und gut machen. Wenn sie dann auch noch Konzerte organisieren, dann ist das schön, aber noch lange kein Grund, beide Augen zuzudrücken. Wer seine Existenz auf einen Dienstleistungsbetrieb gründet, der hat eine Dienstleistung zu erbringen. Und differenzieren kann man nur, wenn da auch was zum Differnzieren ist. Wenn der Service schlecht ist, gibts nichts zu differenzieren, ausser differnzieren ist für sie Schönreden.

      • Xavier Zurbuchen sagt:

        Dafür lieben wir Reda! Er nennt immer alles beim Namen, ob es die Religionsgemeinschaft oder das Restaurant ist. Die Geschichten sind so süffig, weil sie auf erlebten Anekdoten aufbauen. Lieber Reda, bitte ja nicht differenzierter schreiben, irgendeine theoretische Abhandlung würde erstens niemanden interessieren und zweitens würde es auch nichts verändern. Mehr davon! Schön, dass es wenigstens diese beiden trifft.

    • er der sagt:

      @stefan: selbstverständlich muss man das. das „problem“, wenn man es überhaupt als solches bezeichnen will, ist allerdings der schlechte service generell in zürcher beizen. es geht für die lesenden nicht um die schlechte bedienung in genau diesen zwei lokalen. plump ist es in diesem fall deshalb, weil der autor mit zwei konkreten persönlichen (und damit unmöglich allgemeingültigen) beispielen auf etwas hinweist womit sich jede bzw. jeder identifizieren kann, denn wir alle wurden mit sicherheit schon oft schlecht bedient in zürich. dass sowas für gesprächsstoff sorgt liegt also auf der hand. das würde es auch bei einer allgemeineren formulierung. man könnte zum beispiel von einer genossenschafts-beiz und dem szenecafé berichten anstatt aufgrund einer persönlichen erfahrung zwei cafés namentlich an den online-pranger zu stellen. es geht hier ja nicht um etwas, was für die betroffenen gefährlich enden könnte. wer beim ersten besuch unzufrieden ist, soll seinem unmut vor ort ausdruck verleihen oder dem entsprechenden lokal zukünftig fern bleiben.

      • Stefan sagt:

        Das ist definitiv ein Problem. Der Autor benutzt die zwei Beispiele als Aufhänger, was die Geschichte attraktiver macht. Das ist Pech für die zwei Beizen, jedoch nicht plump oder unfair. Weil es wahr ist.
        Jedes Unternehmen muss mit schlechter Publicity rechnen, wenn ihre Leistung nicht stimmt. Mittlerweile kann jeder sich via Internet beschweren und Beizen bewerten. Wem das noch nicht bewusst ist, soll die Branche wechseln.
        Diese Art der Kritik ist wertvoll für uns als Gäste, weil sie den Wettbewerb ankurbelt und neue Standards setzt.

    • Xenia sagt:

      das mit dem Namen nennen ist schon richtig so. Ich hab das im Zähringer auch so erlebt… einmal und nie wieder! Ich war mit einer Freundin dort, die das Lokal lobte und fand, wir sollten dort eine Kleinigkeit essen (sie Studentin und recht alternativ. Das Lokal war nicht mal zur Hälfte besetzt.. es dauerte dennoch nur schon mal 10min bis wir überhaupt mal gefragt wurden, was wir denn wollen (2 Getränke und 2 Sandwich).. die Getränke kamen nach weiteren 10 Minuten… die Sandwiches nach nach geschlagenen 40!! Minuten, wären die Getränke nicht schon dagewesen, wären wir aufgestanden und wieder gegangen… und das mit völlig desinteressiertem Personal, dass auf Nachfrage hin, ob das mit dem Essen noch lange dauere sogar pampig antwortete… daher…. nie wieder Zähringer… 40min auf Sandwich (und das noch zu stolzem Preis) warten müssen und dann noch eine Bedienung, die danach böse guckte als sie merkte, dass es für die Meisterleistung sicher kein Trinkgeld gibt (und ich gebe sonst immer, wenn der Service stimmt!)… sowas muss ich mir freiwillig nicht ein weiteres Mal antun…

  • Martin Tanner sagt:

    Perfekt analysiert und exakt getroffen! Aber das versnobbte und elitäre Getue in In-Beizen ist ja gerade der Witz daran: Die Gäste, welche dieser Clientel entsprechen, dürfen sich als dazugehörig fühlen, als unter Ihresgleichen! Zürich lebt von solchen Subkulturen, wo Anzugträger unter sich und Jeans-Träger unter sich sind. Wer eine Quartierbeiz sucht, in welcher sich jeder halbwegs Normalo und auch schräge Vögel als normal fühlen durften, sind passé.

  • pinkpoet sagt:

    Ich glaub nicht mal, dass in erster LInie elitäre snobs am werke sind. Ich hab vor Jahrzehnten schon das Phänomen erlebt, dass Leute in gewissen Kollektiven einfach nicht realisieren, dass sie eine Dienstleistung anbieten und dass es notabene diese DL ist, die sie ernährt…heute nennt man’s auch Kundenorientierung, die ein Unternehmen erfolgreich macht.

  • Claude sagt:

    Da muss ich absolut zustimmen, aber habt etwas Geduld es wird sicher noch besser. Wir reisen seit Jahrzehnten regelmäßig nach Italien und dort war die Bedienung meist arrogant, wir mussten uns zuweilen fast entschuldigen dass wir den Barista um etwas zu trinken baten. Letzte Woche haben wir mit größter Verwunderung beobachtet, dass an den meisten Orten freundliche und zuvorkommende Bedienung ist. Vermutlich müssen unsere Szenenbars noch lernen, um Kunden zu kämpfen. Daher hier noch ein Tipp um den Prozess zu beschleunigen. Meidet die Bars, trefft euch zu Hause und bei schönem Wetter in Pärken.

    • Louisa sagt:

      Das ist uns in letzter Zeit in Italien auch positiv aufgefallen. Das Service-Niveau ist deutlich gestiegen. Ob die Krise auch dazu beigetragen hat dass die Angestellten sich Mühe geben und sich ehrlich über Gäste freuen? Den Betrieben in Zürich geht’s wohl einfach zu gut.

  • War früher oft im Café Zähringer doch es stimmt die letzten paar Male war der der Service miserabel und unfreundlich. Kann das Cafe Schlauch, Cafe Schwarzenbach oder das Restaurant Karl der Grosse im Niederdorf empfehlen.Zwischen HB und Limmatplatz wäre da noch mein Geheimtip das Restaurant Vulkan.

  • Xavier Zurbuchen sagt:

    Gratulation Reda, herrlich geschrieben wie immer und auf den Punkt gebracht! Die wollen sich von dem von ihnen verachteten Zürich und Zürchern abheben und anders sein, und genau dadurch sind sie eine sogar noch verschlimmerte Kopie. Hoffen wir, dass sie alle Pleite gehen und durch etwas Besseres ersetzt werden, wo Menschen einfach wie Menschen behandelt werden und die Leute Freude daran haben, gute Arbeit zu leisten. Natürlich sind an der Pleite dieser Idioten dann der böse Kapitalismus, der verachtenswerte Kommerz und die schlimmen Kapitalisten schuld, ich höre die Tiraden schon jetzt, haha! In die Pleite mit ihnen!

  • Adrian Zürcher sagt:

    na, na, na, das kafe für Dich hat wöchentlich 1-2 gratis Konzerte (mit Kollekte) von internationalen Künstlern, eine erstklassige Bierauswahl (Lägerebräu, Quöllfrisch), angenehme Preise und man wird schnell bedient. Und es gibt auch Ausnahmen, Hafenkneipe, Bar3000, Eldorado da wird man schnell bedient. Versuchen Sie mal in einem Wintersportort wie z.B. in Laax in der Crap Bar oder im No Name schnell bedient zu werden, wenn sie nicht zum ach so coolen „Freestyle Szene Kreis“ gehören.

  • David Oesch sagt:

    Ein Problem ist auch, dass wir in der Schweiz nicht gewohnt sind uns zu Beschweren. Der Gast ist stinksauer und frisst seinen Frust rein, die Angestellten sind schnell verletzt und können schlecht damit umgehen.

    Ich plädiere für mehr Kritik. Konstruktive, nett vorgetragen -Kein Gemotze.
    Wers nicht stottern kann, soll danach eine freundliche Email schreiben. Viele Betriebe haben das Feedback bitter nötig.

    • Sarah sagt:

      Sehr guter Ansatz, Optimierungen gibt es überall nur durch Kritik und nicht durch Schweigen.

      • Stefan Kobel sagt:

        Ja, gibt zu viele Feiglinge die nichtmal sagen können „entschuldig, das Essen war schlecht“ – Man kann ja auch wie der Autor hier einen Artikel schreiben – es geht darum aufzuzeigen dass etwas nicht stimmt!

  • Erwin Koller sagt:

    Ein neues Mosaiksteinchen: Der Monsieur hat „abverreckte Besetzertattoos“ und verkehrt eeinst in der Wohlgroth. Und ja – Junkie war er auch mal. Und jetzt tippselt er Textli über Themeli.

    • bruno sagt:

      was tut das denn zur sache?

    • Réda El Arbi sagt:

      Herr Koller, ich finds herzig, wie Sie sich die Zeit nehmen, die persönlichen Anspielungen in meinen Texten herauszusuchen und zu analysieren. Ich hoffe, Sie geniessen die Zeit, die Sie damit verbringen. Dann hätten wir auch bei Ihnen unser Ziel erreicht und Sie unterhalten. Viel Spass in Zukunft! (Ich werde extra für Sie immer wieder Brösel aus meinem Leben vor dem Stadtblog einfliessen lassen).

    • David Bühlmann sagt:

      Haha Herr Koller, Sie haben eben eine Menge Mosaik-Betonplättchen aufs Trottoir parkiert. Ohne Sie zu kennen, geschweige denn dieses zu wollen, behaupte ich folgendes:
      1) Sie sind gegen die 1:12 Initiative
      2) Sie wollen dass die Autobahnvignette weiterhin Fr. 40.– kostet.
      3) Sie sind gegen die Lieberalisierung von Marijuana.
      4) Sie sind ein sehr unglücklicher Mensch.

  • Molonel Cagnel sagt:

    Zürich ist die Service-Wüste schlechthin. Das ist nicht nur in diesen sogenannten „Szene-Beizen“ oder Hippster-Beizen so, sondern auch sonst überall. Man kann z.B. nicht mal mehr in den Beizen einen Jass klopfen. Man wüde so angeblich anderen Kunden den Platz wegnehmen.
    Neulich war ich mit meiner Freundin im Zähringer. Nach 15 Minuten winkens und kurz an die Kasse gehen haben wir kapituliert und sind entnervt – ohne etwas bestellt zu haben – gegangen.

    • Roman Rebitz sagt:

      Wäre mal interessant was passieren würde wenn man ein eigenes Getränk mitbringt, sich hinsetzt und es konsumiert, sozusagen als Überganglösung. Muss ich mal versuchen, ob die dann vielleicht schneller vorbeikommen 🙂

    • Andreas Mörker sagt:

      das ist so nicht ganz korrekt herr cagnel
      es gibt sehr wohl jassbeizli, wo ich und meine kollegen mind. einmal monatlich gern gesehen „en jass oder zwe chlopfed“.
      namentlich drei perlen:
      mühletal
      köchlistube
      jägerburg
      viel vergnügen beim ausprobieren!

      • Molonel Cagnel sagt:

        Aus dem Federal am HB wurde ich schon herausgeworfen, da das Jass Klopfen gegen die AGB des Lokals verstossen würden… LOL

  • Hans Chupor sagt:

    Nun, dies ist ein Auswuchs des hiesigen Raubtier-Casino-Kapitalismus. Das Service-Personal steht unter einem enormen Leistungsdruck. Die Löhne sind mies, die Arbeitsbedingungen schlecht. Meine Freundin arbeitet im Service. Manchmal bleibt nicht mal Zeit, eine Zigarette zu rauchen. Und warum? Nur weil in unserer Welt immer alles grösser, schneller, besser und profitabler werden muss. Es ist Zeit, zurückzuschalten und wieder den Dingen selbst Respekt zu zollen. Schon klar, dass hier nicht jeder Angestellte die beste Laune hat!

    • Felix Graf sagt:

      Entschuldigung – das ist einfach reines Blech. Aus ganz persönlicher Erfahrung: Mit guter Laune, Witz, Charme, Dienstbeflissenheit und Freude am Service verdienen Sie sich überall eine goldene Nase. Heute erst recht. Von wegen hiesigem Raubtier-Casino-Kapitalismus: In keinem Land sind die Arbeits- & Einkommensverhältnisse im Gastro-Bereich derart gut.

    • rosso sagt:

      ich habe selbst in einer sogenannten szenebeiz (z am park) gearbeitet und musste manchmal 7 stunden stunden ohne pause arbeiten. die ganze terrasse (mit 8 tischen à 3 ca. Leuten) und den raum drin mit nochmals 6 tischen musste ich alleine bedienen.
      nach einem beinahe nervenzusammenbruch habe ich gekündigt. das personal wird ganz einfach verheizt. ich war noch nie in meinem leben so gestresst und unglücklich wie in dieser szenebeiz. das blieb sicher auch dem gast nicht verborgen…

  • Kaspar sagt:

    Merci Reda! Musste mal gesagt werden!!

  • Jonas Beck sagt:

    Ich habe den Verdacht, dass hier mal wieder MASSLOS übertrieben wird (kenne beide Beizen gut).
    War mal wieder ein Beitrag fällig und dem Autor ist nichts eingefallen und dann hat er sich einfach was aus seinem After-Work-Bier zusammengereimt?
    Twittern Sie doch lieber, dann sind Ihre Ergüsse immerhin nur 140 Zeichen lang…

    • Billy Bob sagt:

      Nein hat er nicht. Ich, selber Urzücher kann ihm da nur recht geben. Es ist einfach so wie Reda schreibt. Der Servicegedanke gibts bei den meisten gar nicht mehr. Und ja ich kenne die Lokale. Beide.

    • Roland Wey sagt:

      Da muss ich widersprechen, es ist genau so wie Réda schreibt. Leider!

    • Nadita sagt:

      Der Autor trifft ins Schwarze herr Beck! Ich erlebe das genauso!! Und zwar NUR in Zürich!

    • Mario Heeb sagt:

      Artikel wohl nicht ganz gelesen/verstanden. Wenn sie beide Beizen gut kennen, dann gehören sie zur Clique. Um anständig bedient zu werden sollte das nicht Voraussetzung sein.

  • Simon sagt:

    Grundsätzlich mag ich diese launigen Glossen über ach so schlechte Service-Erfahrungen nicht. Sie versuchen, aus einigen subjektiven negativen Erfahrungen eine generelle Theorie aufzubauen, die immer irgendwie in die Richtung „Die Schweiz ist einfach nicht gastfreundlich!“ gehen. Das stimmt meiner Meinung nach überhaupt nicht.

    Dieser Artikel hier trifft den Nagel jedoch auf den Kopf. Gerade diese schnoddrige Ich-bin-eigentlich-für-was-Besseres-geboren-Ignoranz, mit der einem vom Personal an gewissen Orten signalisiert wird, dass man eigentlich unwillkommen ist, scheint in Zürich tatsächlich ausgeprägter als anderswo. Und sorgt dafür, dass ich diese ach so hippen Orte je länger, je mehr meide. Lieber besuche ich einen durch und durch uncoolen Ort, wo ich mich dafür nicht wie ein Aussätziger fühle.

    • starcevic sagt:

      Perfekt, teile Ihre Meinung, aber es muss schon mal gesagt werden, Subjektivität hin oder her, es scheint ein Bedürfnis zu sein, dass man wieder als Mensch geachtet wird. Und frage mich auch, warum diese Serviceangestellten, dann diesen Beruf überhaupt ausüben, wenn er doch sooooo schlecht bezahlt wird. Und diese haben immer noch nicht begriffen,
      je besser der Service, desto besser das Trinkgeld und umso besser, dass man wieder kommt und ev. auch Kollen und Freuden von dieser „Beiz“ berichtet und dies gewährleistet Ihnen zumindest Ihren Lohn, so schlecht er nun sei.
      Wenn die Gastronomiezunft diesen Beruf nicht mehr zu Ansehen verhilft, dann wird dieses raue und unangenehme Gefühl auf beiden Seiten bestehen bleiben. Und wir möchten ja nicht von Robotern bedient werden?

  • Ron sagt:

    Wenn der schwächste, einsame Machtlose Macht erhält, wird er (muss aber nicht) zum mächtigen und arrogantesten Schweinehund! Da sind Gasbetriebe u.a. gute Beispiele im Kleinen. Ein anderes Beispiel von dem Weg von Machtlosigkeit/Armut zu Macht und Arroganz (mit weitaus gravierenderen Folgen für die halbe Welt als die 30 Minuten auf ein Kaffee zu warten), lässt sich aus der Biographie eines gewissen Adolf aus Braunau beobachten.

    • Irene feldmann sagt:

      Ich finde den Holocausts hier einzuflechten, dear Ron, absolut und völlig daneben…..Arroganz oder eventuelle Dummheit vom servicepersonal her mit der Nazi -Zeit zu vergleichen…..ist wie, lass uns mal die verdächtigen vorsichtshalber schon mal erschießen, sicher ist sicher,,,,,

  • Malte Schwarz sagt:

    Ich kann bestätigen, was Reda El Arbi schreibt. In den gleichen Lokalitäten habe ich, obwohl ich mich durchaus als urban bezeichnen würde, ähnliche Erfahrungen gemacht. Verglichen mit anderen (auch europäischen) Städten ist Zürich sehr unfreundlich geworden. In London knallen Sie dir das Zeug nicht mit grösserer Begeisterung auf den Tisch, aber immerhin geht es schnell. Ich danke dem Schreiber jedenfalls für die Kolumne, die sicher mit einer Prise Salz zu geniessen ist.

  • Hanspi sagt:

    Ich meide Szenenrestaurants, weil ich festgestellt habe, dass ich oft schlecht oder lange nicht bedient werde (Ein Wink an den Leiter des Wirteverbandes!).
    Ich denke mir, dass Gast und Gastfreundschaft etwas miteinander zu tun haben.
    Aber es gibt ja zum Glück auch andere Lokalitäten …

  • Schtange! sagt:

    Danke, lieber Reda El Arbi, für deinen Kommentar; schön dass manchmal die hässliche Wirklichkeit durch die Ideologie dringen darf;-) Ich mag oft die sog. Szene Bars fürs Ambiente oder die bessere Getränkeauswahl. Aber seit ca 20 Jahren geh ich nur vereinzelt hin weil ich, wie du, einfach keinen Bock auf nervige Erlebnisse hab. In trad. Beizen ausserhalb Zürichs oder auch in Zürich, Cafés und altmodischen Restaurants fühlt man sich oft sogar willkommen, beim 2. Mal wissen sie was ich bekomme, sogar ohne dass ich erst eine viertelstunde den Affen machen muss. In SzeniOrten geb ich den Leuten konsequent entweder max 10 Min oder ich sage beim Hereinkommmen klipp und klar was ich möchte. Ist es dann in 5 Min nicht da, geh ich. Was mich stört beim Zähringer; deren Hänger-Geschäftsmodell basiert wahrscheinlich auf verbilligter Miete durch die Stadt oder Genossenschaft (ebenfalls durch Steuern subventioniert) Es ist also, um den Lieblingsbegriff der Linken ins Spiel zu bringen: UNGERECHT 😉

    • …wieso gleich so etwas behaubten…? völlig aus den fingern gesogen… besitzer des caffe zähringer ist eine genossenschaft und die hatt das caffe 1986 im stockwerkseigentum kaufen können, der caffe betrieb wirt von einem kolektiv betrieben das eine ganz normale miete (hypothek) abbezahlt… steht alles im handelsregister…

      • Schtange! sagt:

        „wahrscheinlich“ kennen sie das Wort? Habe gar nichts behauptet. Aber vielen Dank für die Info, es ist aus meiner Sicht selbstverständlich korrekt wenn das Kollektiv seine Geschäfte in dieser (unterirdischen 😉 Art führen möchte, da sie es ja selbst verantworten und bezahlen. Ich rede niemandem drein, im Unterschied zu vielen anderen.

  • paul real sagt:

    Reda hat so einen grossen Stock im Arsch, dass er nicht aufgestanden und zur Bar gegangen ist um sich seinen Kaffee zu holen sondern lieber 20 Minuten auf selbigem sitzt und innerlich durchdreht und das Personal in die 7te vereiste Hölle verflucht, lol. Werd mal erwachsen du Hosenscheisser.

    • Réda El Arbi sagt:

      Lieber Paul, du sprichst von einem Selbstbedienungskonzept. Aber ich kann dich beruhigen: Im gleichen Zähringer bin ich auch schon an die Bar, wo mir dann gesagt wurde. ich solle mich hinsetzen, sie würden gleich kommen …

  • …das cafe zähringer gibt es bereits seit 1981 und gehört somit sicher nicht mehr zu den hipen-scenen kneipen sondern ist genau so wie der ziegel in der roten fabrik ein klassiker in der etwas anderen gastro welt…. ganz klar finde ich auch dass die bedienung in div. kneipen zu wünschen übrig lassen und mich verwundert immer wieder die oftmalige kritikresistens der einzelnen angesprochenen personen oder betrieben…. fehler passieren, auch immer wieder die gleichen nur sollte man daraus lehren ziehen ansonsten führt es früher oder spähter zu grossen problemen… das ist auch richtig so und im caffe zähringer kriegt man genau desswegen einen markant niederigen lohn als ander’s wo und im zähringer wechseln desshalb oft die belegschaft….da die lage am predigerplatz so genial ist können die leute im zähringer das so durch ziehen, es gibt sehr viele gute gastronomen die ihre „lehre“ im zähringer gemacht haben…. das ist etwas sehr positives finde ich und auch wenn ich dort einmal nicht „gut“ bedient werde find ich hatt das zähringer seine absolute berechtigung in dieser gastro welt als eine art lehrbetrieb…

  • Lukas Eder sagt:

    Am besten find ich „Dini Mueter“

    Da steht sogar im Menü (!) so ein Schwachsinn von wegen:

    „Wenn die Zubereitung des Kaffees etwas länger dauert, dann liegt das daran, dass wir ihn mit extremer Sorgfalt servieren“

    Extreme Sorgfalt !!!! Für en fucking Kafi Crème us de Maschine !
    Ja, da warte ich dann gerne 15 Minuten. Aber man weiss es ja, und geht stattdessen lieber z.B. ins Brasserie Fédéral im HB, wo die Jungs sich darum streiten, wer einen zuerst bedienen darf.

    • Felix Graf sagt:

      Perfekte Beobachtung! Das ist genau diese verschrobene Überdrehtheit dieser Pseudogastro-Genies, die sich für etwas ganz Besonderes halten. Aber bei einem Publikum, dass gerne seinen Hintern abwetzt auf Sässelbähnlisässel und abgeschabten Gartenstühlen us de Sächzger Jaahr ist so ein fucking Kafi Crème natürlich ein kulturelle Highlight.

    • Irene feldmann sagt:

      🙂

  • Geezer sagt:

    hier noch ein paar bars in dieser stadt, in welchen der gast (erfahrungsgemäss) immer sehr anständig bedient wird. meiner meinung nach hebt sich das personal dieser lokale angenehm von den im artikel erwähnten service-wüsten ab:
    – hafenkneipe
    – acapulco
    – berta bar
    – eldorado
    – mata hari
    – rossi
    – mc gees
    – si o no
    – meyers
    es gibt sicher noch zahlreiche weitere bars und beizen, die da durchaus mithalten können….

    • Adriano Granello sagt:

      Ich bin überzeugt, dass JEDER Leser (Leserinnen eingeschlossen) hier eine Liste von Restaurants aufzählen könnte, wo für ihn PERSÖNLICH einfach alles stimmt, die Qualität der Speisen, der Service, das Ambiente und selbst die Art der Gäste. Nur sind halt die Geschmäcker und das Empfinden, was gut und was weniger gut ist, verschieden. Und so gefällt dem einen ganz besonders, was dem andern übel aufstösst. Doch zum Glück hat jeder die freie Wahl, ausschliesslich in jenen Lokal zu verkehren, die exakt auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sind – an möglichen Alternativen mangelt es in der Stadt Zürich und Umgebung wahrlich nicht!

      • Geezer sagt:

        dem ist sicher so. nur: guter und zuvorkommender service ist eine qualität, die sich ungeachtet der persönlichen vorlieben auf jede art von bar und restaurant 1:1 übertragen lässt; ob Dolder oder ‚chnelle‘ im kreis 4. ich habe an den oben aufgeführten orten in dieser hinsicht (z. t. über jahre schon) gute erfahrungen gemacht. daher habe ich die lokale aufgeführt.

    • Hans Frischknecht sagt:

      Ja da kommt mir ganz spontan das: SPORT in Zürich (hörit sich nicht so an ist aber auch eine Scenen Bar, auch da gibts die mit dem Personal ohne Opferhaltung, auch im Kafi Schnaps (zwar Selbstbedienung) aber normal und naturlicher Umgang, oder im Spheres etc. etc, bin auch der Meinung dass es in vielen Dienstleistungs Betrieben diese arrogante Art gibt, aber oft hilft auch ein entspantes Auftreten. Zugegebn nicht immer, es gibt hoffnungslose Fälle. Der Klassiker , Telefon mit bester Freundin über den zukünftigen-EX etc. in vielen Geschäften Live und ohne Eintritt, sprich ganz gratis, weil du kommst gar nicht zum kaufen, weil die Verkäuferin dich jetzt nicht brauchen kann, denn sie hat ein Problem, bitte komme dann auch nicht in den Laden!!! verstanden! … Ah ja eigentlich wollte ich eine Tasche kaufen,… bin dann in ein anderes Geschäft, da wurde ich zuvorkommend beraten, habe das richtige gefunden, (erst noch günstiger als im vermeindlichen Billig-Geschäft mit derm zukünftigen-Ex-Telefon-blabla), und ging zufrieden nach hause Packen für den Städte Tripp. (hätte mich auch aufregen können.)

  • Franz Pferdinand sagt:

    Zur Verteidigung muss man aber auch anmerken,dass im Zähringer viele Leute gar nicht bedient werden wollen. Ich meine mit einem Vanille Chai kommt man ja locker durch den ganzen Nachmittag!

  • Javier Bernal sagt:

    Reda, wie recht du hast! Du hast aber auch so ziemlich die beiden schlimmsten Lokale erwischt…vorallem das „Für Dich“ geht gar nicht! Wohne seit 7 Jahren gleich um die Ecke, gebe dem Lokal so ca. 1mal im Jahr eine neue Chance und werde immerwieder aufs gröbste enttäuscht.
    Es gibt aber auch super (Szene)Cafés/Bars im 4i mit super Service! Die verraten wir aber hier lieber nicht…

  • Daniel sagt:

    Gut bedient wird man in Beizen oder Restaurants eigentlich nur wenn dort ausländisches, v. A. deutsches Personal arbeitet. Nur leider werden das ja eher weniger als mehr.

    • Franz Pferdinand sagt:

      die erste behauptung ist etwa so unwahr wie die zweite.

    • Peter imboden sagt:

      Da muss ich Daniel recht geben (als Schweizer). Sind wohl die einzigen, die wissen was Service heisst…

    • Robert Estermann sagt:

      Solange sich der Deutsche noch in der Schweiz-Anbiederungsphase befindet mag das so sein. Wenn er sich aber als Zürcher Szeni fühlt und im Café für Dich arbeitet…

      • anton albers sagt:

        War bis zur Pensionierung im Gastgewerbe tätig, also ca. 45 Jahre. Bashing von Ausländer unter sich kam da fast nicht vor. Auf ein Tisch für 20 Pers. Gläser schnurstracksgerade zu stellen lernte ich von einem (damals) Jugoslaven, Organisieren von Service bei Banketten von einem Deutschen, Tricks im Service bei einem Italiener, Weinflaschen fachgerecht öffnen/einschenken von einem Franzosen, Cocktails mixen von einem Holländer, Lehrlingen im Service ausbilden von einem St.Galler, Abschlussprüfungen abnehmen von Servicelehrlinge von einem Welschen, die beste Planung für die Zukunft von einem Basler, laut ausrufen für nichts jedoch von einem schweizer Maître d’hotel in einem 5** Top of the World Hotel. Und vom Letzten habe ich am Wenigsten Gebrauch gemacht! Und das die Löhne in der Schweiz höher sind als in Ausland ist jeder wohl bekannt. Vergleicht man die Löhne im Gastgewerbe jedoch mit den Durchschnittslöhnen hier, kommt das Gastgewerbe schlecht weg. zB. Nach meinem Wissen gibt es noch immer kein Zuschlag für Samstag -und Sonntagsarbeit.
        Aber vielleicht, vielleicht hat sich das seit meiner Pensionierung in 2003 geändert. 😉

  • P. Rolet sagt:

    Danke. So wahr das Ganze. Die Liste der Bars und Cafés, die coolness mit Unfreundlichkeit verwechseln, wäre leider lang. Da lob ich mir das Kafi Dihei… Die Damen machen einen tollen Job und bringen auch bei vollem Haus ein Lächeln über die Lippen. Und wenn es mal länger geht oder was vergessen geht, bitten Sie sehr charmant um Entschuldigung. (Leider wird auch der Laden jetzt von den Hipstern überrannt. Wenn man den Tischgesprächen lauscht (pfui, ich weiss), dann hört man ständig „mein Atelier“ und „mein Projekt“ und „als ich letzte Woche in Berlin war“… gähn…)

    Noch besser finde ich das Konzept, wenn auf den Tischen der Hinweis steht, dass die Getränke an der Bar geholt werden müssen. Da weiss man wenigstens, dass man selber für die Logistik, und somit für sein eigenes Glück, verantwortlich ist…

    • rosso sagt:

      was soll eigentlich dieses hipster bashing. es gibt menschen die sich kreativ betätigen, ein atelier haben und berlin eine interessante stadt finden. es ist auch sehr engstirnig sich über so etwas aufzuregen. und wenn sie das so ermüdet, hören sie doch einfach weg oder suchen sie andere lokale auf. ich selbst bin zeichnungslehrerin und habe verwandschaft in berlin. nur weil es sie ermüdet, werde ich kein anderes leben führen. ich könnte kotzen, wenn menschen so schubladisiert werden.

  • Pablo sagt:

    Vielleicht sollte man seine eigenen Empfindungen ein wenig in den Hintergrund rücken und die Leistung des Servicepersonal im grösseren Kontext sehen. Der Beitrag genannter Berufsgruppe für die Stadt ist von unermesslichen Wert; ohne sie wären die S-Bahnen noch überfüllter, die Krippenplatz Wartelisten noch länger und die Mieten 20% höher. Also, lieber 50min auf den Kaffi warten als 60min Anreise in Kauf zu nehmen.

  • Lotti sagt:

    Lieber Réda El Arbi, Sie haben so was von recht. Mehr gibts nicht zu sagen.

  • Melanie sagt:

    Bezüglich dem Zähringer und der Roten Fabrik muss ich definitiv widersprechen..über das Café für dich kann ich nichts sagen. Die aller schlechtesten Erfahrungen habe ich definitiv in schicken Restaurants gemacht, namentlich das Uto Kulm und das Restaurant beim Rigiblick. Die Bedienung ist nicht nur unfreundlich, sondern auch extrem langsam, das heisst meistens Unterbesetzt (mehr ein Fehler der Planung als der Kellner), und für den unverschämt hohen Preis den ich dort zahle, würde ich doch einen exzellenten Service erwarten. Im Zähringer habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht!

  • Felix Graf sagt:

    Die Liste Zürcher In-Places mit halblässigem Schnudder-Service ist wirklich lang. Das Personal verströmt ein Flair von Weltläufigkeit…ewiger Provinztötschlis. Niemand in Madrid, Rio, Mexiko, LA, NYC oder Bangkok würde sich so viel Arroganz und Unprofessionalität leisten können. Gästebetreuung ist ein Beruf und kein Zeitvertreib. Spass machen soll’s auch noch – vor allem den Gästen. Der Unterhaltungswert mancher servierenden Szenentüpfis ist gleich null. Aber die halten sich für den Nabel der Welt.

  • Thomas Maurer sagt:

    Café Zähringer: Letztes Jahr im Sommer, Kollege und ich sitzen draussen und mein Kollege schreibt etwas für mich auf einen Zettel. Zufällig liegt die (mehr als versiffte!) Getränkekarte unter dem Zettel. ERROR! Sofort saust Serviererin heran und herrscht meinen Kollegen an, er solle die Getränkekarte nicht als Unterlage nehmen. Sie hätte keine Lust, ständig die Getränkekarten auszuwechseln (als ob die dort jemals ausgewechselt würden!). Der Laden ist für uns für alle Zeit gestrichen.

  • Adriano Granello sagt:

    Wer im Café Zähringer einkehrt, weiss in der Regel, worauf er sich einlässt. Ausser natürlich die ortsunkudigen Auswärtigen und die Touris, denen der Stadtführer den Predigerplatz auf Programm setzte und die sich nun vom Sight Seeing erschöpft an einem der Tische draussen vor der Tür niederlassen und erwartungsvoll und während längster Zeit vergeblich auf eine Möglichkeit zur Bestellung von Speis und Trank warten. Wer hier Arroganz vermutet, liegt allerdings falsch, vielmehr befinden sich die mit der Bedienung der Gäste beauftragten Genossenschafter und Genossenschafterinnen ganz wunderbar im Einklang mit Körper, Seele, Geist und Beiz. Und da der schnöde, weil dem herrschenden Establishment zugerechnete Mammon keinen wirklich interessiert (zumindest bis die Rechnung auf dem Tisch liegt), tut es der Sache auch keinen Abbruch, wenn die nach dem Zufallsprinzip dort gelandeten und sich völlig ausserhalb der Zähring’schen Ideologie befindlichen Passanten nach unzähligen Bestellversuchen genervt von dannen machen, um schnurstracks in einem den kapitalistischen Gesetzen verpflichteten Lokal ihren Durst und Hunger zu stillen.
    .
    Wer aber das Zähringer als Teil seiner eigenen rot-grün-biologisch-fairen Ideologie versteht, wird an diesem Ort augenblicklich Teil des harmonischen Ganzen, und wer mag sich da noch wegen des lausigen Services, halb verbrannten und versalzenen Speisen und die dann doch ziemlich städtisch anmutenden Preise enervieren…

    • Réda El Arbi sagt:

      Also, gegessen hab ich immer gut im Zäh. Wenn ich was bekommen hab. 🙂

    • Holderegger, Michele sagt:

      Wenn ich Teil eines harmonischen Ganzen werden will, gehe ich mediitieren oder ins Yoga. Gehe ich aber in ein Café, will ich Essen oder Trinken. Da lob ich mir den Kapitalismus, denn es ist und bleibt eine Tatsache, dass man von Ideologie alleine weder satt wird noch seine Steuern zahlen kann. Und nur weil es Leute gibt, die ihre Steuern zahlen, kann dann so eine Genosssenschaftsbeiz irgendwelche unmotivierten Kiffer anstellen. So ist das nämlich.

      • Beat sagt:

        Das ist nur die habe Wahrheit, denn nur im unreflektierten Kapitalismus kann man von Ideologie alleine weder satt werden noch seine Steuern zahlen. In künftig weiterentwickelten Systemen mag es schon mehr Stellen für Philosophen und Bürger- anstatt Industriepolitiker geben.

    • gast sagt:

      Im Zäh-ringer ist der Name wirklich Programm. Aber das liegt nicht an des Autors Anzug. Leider wurden wir wiederholt grauenhaft unfreundlich bedient, trotz „unauffälligen“ Outfits. Wir sind dann eine Gastro weiter wo die Bedienung erfrischend aufmerksam war…

  • andi sagt:

    solche BEDIENUNGSFEHLER sind entstanden, – als der Fixlohn eingeführt wurde -, früher WAR das PERSONAL auf die Trinkgelder ANGEWIESEN. Heute ist es noch das Zubrot (auf freiwilliger Basis) das in der Schweiz immer noch einen beträchtilchen teil ( über 50% des Lohns STEUERFREI! ) ZUM FIXLOHN von über 3600 dazu kommt.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Ja, ja, früher war alles besser. Entweder sind Sie extrem vergesslich oder haben ein selektives Gedächtnis. Früher war es in dieser Beziehung kein bisschen anders. Restaurants, in denen man schlecht bedient wurde, hat es immer gegeben. Mit dem Fixlohn hat das nichts zu tun. Davon abgesehen: ich könnte Ihnen unzählige Restaurants zeigen, in denen man schnell und sehr freundlich bedient wird. Aber die sind halt nicht in Zürich…

  • karin frech sagt:

    Selbst schuld, wer diesen Beizen auch noch Geld bringt. Wiederlich, wie einige Wichtigtuer meinen, es sei cool, den Gast zu ignorieren. In Städten wie z.B. New York wurde ich stets nett und rasch bedient. Dagegen ist das Gehabe in Zürich einfach kindisch.
    Danke für die Aufklärung, so weiss ich, wo ich bestimmt nicht hin gehe, wenn ich nächstes Mal aus der tiefen Winterthur- Provinz ins „mondäne“ Zürich muss.
    Uebringens: Winti ist sehr zu empfehlen in beizologischer Hinsicht!

    • Geezer sagt:

      stimmt genau! ich frage mich immer wieder, WARUM LEUTE DIESE LOKALE ÜBERHAUPT NOCH BESUCHEN. ich mache die vom autor beschriebene erfahrung genau zwei mal. spätestens dann ist ein anti-bedien-schuppen für mich ‚gestorben‘. warum soll ich mir das antun? es gibt genügend bars (man muss sie halt erst mal suchen), wo man als gast empfangen und anständig bedient wird. lobend erwähnen kann ich aus persönlicher erfahrung an dieser stelle zum beispiel die hafenkneipe. oder die olé olé bar, als Walti, Helen und Rita noch den laden schmissen (good times!). jetzt ist diese bar genauso eine wüste, wie der zürcher-durchschnitts-bar-brei.

  • Anna sagt:

    Der schlimmste Service erlebte ich in einem „Sternerestaurant“ in Laax im August: Für die Bedienung mussten wir 30 Minuten warten, das Essen kam 50 Minuten später. Leute, die nach uns gekommen waren, waren schon längst am Essen. Was wir bestellt hatten sah bei uns ganz anders aus als bei den Nachbartischen, obwohl wir das gleiche bestellt hatten. Es sah aus als wären die Zutaten ausgegangen, und man hatte mit irgendwelchen Resten improvisiert. Auch schienen unsere Portionen viel kleiner. Auf die Rechnung mussten wir dann auch noch 45 Minuten warten. Wir waren das erste Mal dort. Auch das letzte.

    • Franz Pferdinand sagt:

      „Was wir bestellt hatten sah bei uns ganz anders aus als bei den Nachbartischen, obwohl wir das gleiche bestellt hatten“! Nun manchmal wird man halt nicht gemocht,so ist das.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Super geiler Text, Reda! Sogar linke Szenelokale sind versnobbt, stimmt. Doch genau genommen waren sie das schon immer, auch vor zwanzig, dreissig Jahren. Am wenigsten noch das Ziegel oh Lac. In der Wolgroth gings manchmal auch ziemlich elitär zu und her. Das liegt wohl am moralischen Imperativ, der da bei jeder entgegen genommenen Beschtellung mitschwingt…

  • Edàr Le Rabi sagt:

    Es gibt halt in der Gastro-Szene einige ungeschriebene Gesetze, an die man sich zu halten hat. Als Hetero geht man ja auch nicht in eine Gay-Bar, das nimmt denen nur den Platz weg und verwirrt die Kundschaft.

    Also Herr Arbi, suchen sie sich gefälligst eine Bar, die ihrem naturell entspricht: Anti-Hipster und leicht vergestrigt, wie z.B. eine x-beliebige Hotelbar im Seefeld.

    • Josef Kiener sagt:

      Na lieber Edar? Haben wir die Pointe verpasst, gell….

      • Edàr Le Rabi sagt:

        Die Pointe war schwer zu verpassen, steht sie doch bereits im Titel des Artikels. Dass die Alternativ-Szene unter anderem ihren eigenen Dresscode besitzt und somit selbst snobistisch und elitär wirkt, ist ja auch nicht erst seit gestern bekannt und auch nicht nur in den oben genannten Lokalitäten zu beobachten. Diese Beobachtung kann einem einfallsreich-pointiert erscheinen, oder halt eben etwas trivial; dieses Urteil darf jeder selber fällen.

        Aber jedes Lokal hat halt so seine eigene Umgangskultur und wem dies bewusst ist, der sucht sich eines, welches dem eigenen Profil entspricht. Es gibt kein Menschenrecht auf schnelle und freundliche Bedienung. In Badehosen und Sandalen wird man im Savoy an der Hotelbar auch nicht bedient. Kein Grund darum ein „Zähringer-Gate“ aufzutun.

    • Ascar le Rouge sagt:

      Es geht um die Gleichbehandlung, die von den linker und alternativer Seite her immer so schön gefordert wird. Aber diese Erschöpft sich anscheinend bereits in ein paar Stammtischdiskussionen und für die Szene wird man bereits wieder ein Bünzli. Gerne sein und doch nur Schein.

    • Simon sagt:

      Nur, lieber Edàr, bekommen in Gay-Bars auch Heteros etwas zu trinken – in aller Regel schnell und freundlich. Und die Kundschaft dort ist nicht so leicht zu verwirren, da mach dir mal keine Sorgen.

      • Réda El Arbi sagt:

        🙂 Stimmt.

      • Nadita sagt:

        Stimmt!! Ich bin als 20 Jährige Frau mal vom Platzregen in die nächste Bar geflüchtet: Das Karusell an der Zähringerstrasse! Eine wirklich konsequente Schwulenbar – wovon ich keine Ahnung hatte! ich hab eine Cola bestellt, mich abgetrocknet und erst dann umgeschaut. Dann dachte ich: Wieso hats hier NUR Männer..?! Ich kam nach kurzer Zeit mit einem ca. 50ig Jährigen Gast und dem Barman ins Gespräch und erlebte einen unvergesslich witzigen Abend..! So erfuhr ich von Schwulenbars und andern Umgängen in meiner Stadt.

    • Beat sagt:

      Edar dann gehen Sie mal ins Stahlrohr in Berlin, da werden Sie auch als Hete mit viel Liebe empfangen.

    • Peter Panther sagt:

      @Edàr Le Rabi: Wo sind Sie denn stecken geblieben???

  • Peter Panther sagt:

    Danke REA! Super Artikel und sehr treffend beschrieben!!! Besuche solche Lokale schon lange nicht mehr, da mir diese „lumpen“-proletarische Coolness eher auf den S–k geht.

  • kellner sagt:

    Verehrter Schreiberling

    Für 4.50.- kriegst du ein Bier und nicht des Kellners Seele. Gespielte Freundlichkeit gibts anderswo, da kannst du deine Stange im Luftschloss geniessen.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, ein Gtränk. Innerhalb nützlicher Frist.

    • adr ramazottiiana sagt:

      wer will schon die Seele eines unfähigen Kellners?
      Super Artikel und sehr treffend beschrieben….
      schlimmer ist es nur noch in München…

    • beat sagt:

      Gastronomie beinhaltet das Wort Gast. Um sich als solcher fühlen zu können braucht es ein paar Grundverhaltensmuster des Gastgebers. Kein Schwein will des Kellners Seele sondern Anstand und Respekt. Und nätürlich ein Getränk in nützlicher Frist. Der Kunde ist König. Und mit der Kunde meine ich jeden Kunden. Wenn Sie unter ihresgleichen bleiben wollen, sollten sie das in Form eines Clubs abhandeln und nicht mittels eines öffentlichen Restaurants.

      • Erich Wührlich sagt:

        …Gastronomie beinhaltet auch das Wort Astronomie, dann hat es wohl auch mit den Sternen was zu tun, nicht wahr?

    • Holderegger, Michele sagt:

      Ich will nicht die Seele des Kellners. Gott bewahre. Aber ich will, dass er seinen Job macht. Und das heisst, dass man innert nützlicher Frist bestellen kann und dann das Bestellte erhält. So. Und freundlich sein hat nichts mit dem Preis zu tun, sondern mit den Respekt vor dem Gegenüber. Wenn sie ihr Job derart ansch…. dann suchen sie sich einen anderen.

    • Peter Stohler sagt:

      @kellner: sag mir wo du arbeitest und ich kaufe diese Beiz. Als nächstes stell ich dich auf die Strasse und sorge dafür, dass du nie mehr im Gastgewerbe arbeitest! Denn GASTgewerbe heisst, den Gast bedienen und nicht den Gast vergraulen. Wenn dir der Gast 4.50 für die Stange zahlt, bist du also dafür bezahlt im Minimum einmal freundlich zu lächeln! Dein Luftschloss kannst du dir dann auch beim RAV bauen..

    • clara müller sagt:

      wenn man ganz banale freundlichkeit (ich red nicht von a*-lecken) spielen muss in einem dienstleistungsbetrieb, dann ist man wirklich arm dran. wieso denn „falsche freundlichkeit“? weil man im zähringer „den klassenfeind“ bedienen muss? ich versuch nicht nur im beruf, sondern auch im alltag ganz allgemein freundlich zu sein, solange mir keiner dumm kommt. ich finde, es lebt sich generell besser, wenn man sich nicht wie ein a* benimmt.

      • Claudia sagt:

        Sie haben absolut Recht: jeder, der im Job etwas von mir will, ist Kunde. Und hat es verdient, freundlich bedient zu werden!

  • klaus peters sagt:

    http://blog.tagesanzeiger.ch/stadtblog/2013/10/13/nichts-zu-berichten/
    -> punkt 9, z.t. auch 3. bitte an die eigenen versprechen denken, bevor mal wieder die dumpfen vorurteile der masse bedient werden, hofnarr. danke.

  • Anton Stepinski sagt:

    Haahah @ roteFab Ende des texts und alles andere; soooo true ! p u n k t

  • David Bühlmann sagt:

    Apropos Pizzeria: vor langer langer Zeit hab ich mich in einer Pizzeria (MamaMia Glattbrugg) an einen Tisch gesetzt. Ich habe gewartet und gewartet und gewartet. Nichts. Nach zehn Minuten kam ein Pärchen rein, setzte sich an einen Tisch und schwups war der Kellner zur Stelle. Die haben bestellt und nach weiteren 5 Minuten assen sie schon ihren Vorspeise-Salat. Mittlerweile hab ich versucht, die Aufmerksamkeit eines Kellners auf meine Wenigkeit zu lenken. Vergebens. Ich hatte einen Riesenhunger und wollte eine verdammte Pizza, doch niemand kam. Niemand beachtete mich. Nach insgesamt 25 Minuten des Wartens überkam mich die Wut. Ich nahm ein leeres Weinglas und schleuderte dieses auf den Boden. Das Glas zerbarst in viele kleine Stücke. Der ganze Laden verstummte. Ich stand auf, wünschte allen einen guten Appetit und ging raus.

    • Hans Meier sagt:

      Sie sind mein Held! Was haben Sie danach gegessen?

    • Lena Luna sagt:

      Mega dramatischer Abgang. Vielleicht wäre es auch ein Anfrang gewesen den Service auf sich aufmerksam zu machen? Vielleicht hat er gadacht, sie wurden von einem Kollegen bedient. Manchmal hilft es aus dem Egotrip rauszukommen und mit anderen zu sprechen…?

      • Toni Dubs sagt:

        Lena Luna – es sollte normal sein, dass der Service SIEHT, dass der Kunde nichts auf dem Tisch hat und ihn dann zuegig bedient. Und nicht DENKT, dass der sicher von einem Kollegen bedient wird. Wenn da nix auf dem Tisch steht, dann sollte es so sein, dass er entweder beim Kollegen nachhakt oder selber den Kunden anspricht.

    • karin frech sagt:

      gefällt mir super gut! Leider hatte ich in vergleichbaren Situationen noch nie den Mut so etwas zu tun…

    • Marco Liebrich sagt:

      Ärmlich.

    • Paco Sanchez sagt:

      Bei Kommentaren wie Ihren, fehlt mir ein Like Button.

    • Alex sagt:

      Ich glaube nicht, dass sich das genauso zugetragen hat.

    • Luigi Denazzo sagt:

      Peinlich. Ich bin sicher ihre Frau hat sie verlassen.., wir anstrengend immer solche Diva Allüren mitzumachen wenn Mr. Ichbinimfallauöpper wieder in seinen Gefühlen gestört wird.

    • Agron sagt:

      Können Sie nicht reden??? Wie wär’s mit aufstehen (ohne was zu brechen) und den Service Personal oder Chef de Service rufen/verlangen. In welchem Jahrhundert leben wir doch!!!

    • Roman Rebitz sagt:

      Haha gut gemacht. Um etwas zu bestellen habe ich noch selten lange gewartet, bzw. bin ich dann einfach gegangen aber das ewige warten auf die Rechnung finde ich am mühsamsten. Gut funktioniert, 1-2 Mal rufen das man die Rechnung möchte, passiert nichts, einfach aufstehen und Richtung Ausgang laufen am besten am Kellner vorbei. Der fragt dann meist nach und man kann gleich bei der Kasse bezahlen. Seit die Raucher raus müssen, funktioniert es leider nicht mehr so gut.

  • Roger Biefer sagt:

    Hallo Réda, leider stimmt es (auch anhand des Blogs zu werten), dass es in diesen Lokalen (z.B. Cafe les Amis, Kafi Schnaps, etc) als Gast gar nicht willkommen bist. War für ein paar Tage in Österreich und bin immer wieder überrascht, dass es auch anders geht. Die Freundlichkeit und Einstellung, dass es möglich ist, ohne den Gast zu überbewirten, ist sehr erfrischend.
    Sehe nur drei Möglichkeiten: sich beklagen (mit Fakten), nicht mehr hingehen, hoffen, dass solche Blogs etwas bewirken. Danke, dass du so deutlich die Tatsachen auf den Tisch geleert hast.

  • Claudia Brüllmann sagt:

    Im Hotel Greulich wird man, auch nur mit einem Kaffee, sehr freundlich bedient. Ebenso im Grottino an der Hohlstrasse, dem Krokodil an der Langstrasse, dee bar im Lichergut und in der Brasserie Bernoulli (im Kraftwerk). Kann ich alle sehr empfehlen! In Zürich ist das mit dem Service nicht nur für amerikanische Entertainerinnen ein Spiessrutenlaufen. Aber Tatsache ist, dass auch die Gäste nicht immer wirklich so toll sind…

  • KarinS. sagt:

    … die „Macht“ der Konsumenten liegt schließlich und endlich im Verzicht – ja, auch auf Lokalitäten, bei denen man sich nicht wohl aufgehoben fühlt. Eine 20 minütige Wartezeit wäre bei überfülltem Gastraum und zu wenig Personal verzeihbar – nicht aber bei überschaubar belegten Tischen. Um als „Szenelokal“ zu gelten, wäre ein hervorragender Service doch Grundvoraussetzung, oder? Zudem – ich würde nirgendwo 20 Minuten warten – meist halte ich es so, dass ich den oder die ServicemitarbeiterIn mit einer freundlichen Bemerkung meine Bestellung en passant gleich mitgebe .. und dann klappt das schon.

  • Edwin Beeler sagt:

    Interessant, dass es im „Café“ Zähringer immer noch so arrogant und stinkfaul zu- und hergeht seitens der „Bedienung“ gegenüber dem unerwünschten Gast, wie ich es vor rund 25 Jahren dort erlebte… Interessant, dass sich diese Nicht-Beiz so lange halten konnte…

  • Toni Schuster sagt:

    Mein Tipp: Das libanesische Restaurant mit dem amüsanten Namen Yallah Habibi im Kreis 3 (Tramhaltestelle Lochergut). Eine dermassen nette Bedienung sieht man selten. Und sehr feines Essen. Vergessen habt ihr alle noch den Gartenhof im Kreis 4. Die Bedienung grenzt an eine menschenrechtsverletzende Frechheit.

    • Peter Panther sagt:

      Gartenhof im Kreis 4 ist auch ein Szenis-Tempel. Und in solchen Lokalen steht nun mal nicht der Gast im Mittelpunkt, sondern die Kellnerin oder der Kellner.

    • Melina sagt:

      Wir hatten die allerbeste Bedienung im Gartenhof! Bitte selber ausprobieren.

  • Annebäbi sagt:

    Bin gerade zurück aus den Ferien in England. In jedem noch so winzigen Pub wurde man herzlich bedient, sogar die Verkäuferinnen an der Kasse im Einkaufsladen waren von auserlesener Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit obwohl deren Lohn mit grosser Wahrscheinlichkeit weit unter dem hiesigen Lohnniveau liegt. Zurück in Zürich fühlt man sich gleich wieder wie auf einem anderen Planeten. Dabei wäre es doch so einfach und es wäre ja auch zum Vorteil des Betriebes.

    • Inside England sagt:

      Komische Wahrnehmung von der Insel. Meiner Erfahrung nach (Studium, viele Reisen durchs ganze Land) sind die Kassenangestellten absolut phlegmatisch und brauchen gefühlt 10 Minuten um 5 Artikel zu scannen. Darum wurden sie wohl überall durch Selbstscan-Kassen ersetzt. In den Pubs ist es nicht anders. Die Getränke kriegt man freundlich an der Bar aber Dinge wie Tischabräumen sind ein Fremdwort. Bei der Frage ob sie den Tisch abputzen könnte hat man dann gemerkt das sie das noch nie getan hat.
      In England sind eigentlich alle die orgendtlichen Service leisten und hart arbeiten aus Italien, Griechenland, Spanien und vorallem Polen.

  • Polpot sagt:

    @ Reda – war Heute im Cafe für Dich (Ironie Pur, oder gar Sarkasmus) um 9:30. Das Kafi war praktisch leer, trotzdem wurde uns nur umständlich ein Tisch gegeben mit der Mahnung pünklich eine Stunde später weg zu sein, und dem Verwis ihr müsst halt reservieren. Herablassend und teuer. Nur was für Leute die auf das ‚S‘ in S&M stehen.

  • FloW sagt:

    LOL….!! Ich bin gerne im Ausgang unterwegs, gehe gern mit meiner frau essen etc, und eins hab ich in 90% aller zürcher beizen und restis leider feststellen müssen: entweder wirst du nicht bedient, oder nach dem ersten bier wirst du ignoriert und musst lautstark auf dich aufmerksam machen. Der Bericht triffts auf den punkt, zh gastro ist bis auf wenige (und die sind dann super!!!) ausnahmen ne massive katastrophe, sry, ich kanns leider nicht verstehen, das gerade die sozie-sp-wählerklientel-kaffees, die über (komischerweise) die geilsten locations und das beste bier verfügen, ihr geschäftspotential nicht warnehmen und drbstens gehen lassen (beispiele sind unnötig)…, ist megaschade!
    Apropos kiffen@autor: in der roten ( in welcher ich sage und schreibe dem peilo an der kasse auf schriftdeutsch 3 mal nen kaffee ordern musste) haben sie ein paar armen kiffern einen platzverweiss erteilt…., mein voller ernst, also auch die ganzen pseudosozie-treffpunkte sind nicht mehr das was sie mal waren.
    Trotzdem sei hervorgehoben, das es auch noch beizen und restis gibt, in welchen man hervorragend bedient wird (bspw cinque langstrasse, aya bar beim abaton)

    • Marcus Ballmer sagt:

      Jetzt müssen Sie mir nur noch erklären, warum ich bisher in jedem Zürcher Lokal (im Zähringer war ich allerdings noch nie) freundlich und zuvorkommend bedient worden bin. Manchmal liegts eben auch am Gast. Bei Ihrer Schreibe kommt mir da ein starker Verdacht hoch…

      • FloW sagt:

        Erklären kann ich es Ihnen nicht…, wieso sollte ich das können da ich Sie ja gar nicht kenne..:-P….Fakt ist das das nicht der Realität entspricht, sonst hätte der Blogg wohl nicht so ein grosses Echo hervorgerufen, oder..? Und am Gast (also mir) sollte es eigentlich nicht liegen, da ich in erster Linie jedem eine Chance gebe, nur ist es so das man nach gewisser Zeit einfach keine Lust mehr auf gewisse Beizen hat, und in Zürich bin ich im Kreis 4/5 fast in jeder mal gewesen.

  • Jürg Wyss sagt:

    Hört doch auf, Eure negativen Kommentare zu posten. Das ist Zürich und Ihr wollt da wohnen. Gruss, ein Berner im Exil.

  • Peschti sagt:

    Unfreundlichkeit, Langsamkeit, Bevorzugung gewisser Kunden gegenüber anderen etc zeugen einfach davon, dass man kein berufliches Gewissen hat. Wenn man in anderen Berufen eine solche Einstellung an den Tag legt, geht man bald einmal stempeln.

  • chocolate sagt:

    sooooooooooooo gut!
    war vor ein paar jahren das letzte mal dort als eine ‚obercoole‘ bedienerin den freundlichen älteren damen am tisch nebenan auf ihre nette frage, ob sie denn einen kaffe bestellen könnten (nach eeeeeewigem warten!) antwortete, dass das zähringer eher ein ort für junge sei. und so.
    schnute auf und abmarsch. da waren nicht nur die 2 älteren ladies paff!
    es mag ja sein, dass sowas ein einzelfall ist. aber nicht einer, den ich wieder erleben möchte. zum glück gibts noch andere orte. und wenn ich wieder mal finde, die leute sind extrem unfreundlich, dann frag ich ganz freundlich, wo sie denn der schuh drückt. hilft meistens.
    (und an alles verdächtiger: ich bin immer freundlich und grüsse, wenn ich in eine beiz gehe. und erwarte, dass man dieses verhalten retourniert.)

  • Stefan Kunz sagt:

    naja, man kann die Bedienung ja auch ansprechen oder auf sich aufmerksam machen, gelingt in der Regel schon, wenn man will… Aber spannend find ich, dass das selbst verwaltete Zähringer, das ja quasi die Utopie Realität werden lässt und zeigen soll, dass Selbstverwaltung dem Kapitalismus überlegen ist – miserable Löhne zahlt und selbst an bester Lage zu wenig Rendite macht… Ist einfach brutal ineffizient, wenn man einen Tag lang über die Farbe der Servietten diskutieren muss, weil ja Einstimmigkeit vorausgesetzt wird und alles basisdemokratisch bestimmt werden muss…

  • Reto Müller sagt:

    Das Josef ist auch so ein Laden in dem man nichts kriegt. Ich war zweimal, und bin beides mal nach 20 min wieder gegangen.

  • don pedrito sagt:

    Der Artikel deckt sich ganz gut mit meinen Erfahrungen. Aber ich möchte auch die Lokale nennen, in denen ich bisher stets hervorragend bedient wurde:

    – Gnädinger
    – Scala Schaffhauserplatz
    – Tessiner Grotto
    – New Point (gespielt oder nicht…alle stets ultrafreundlich)
    – Der Kern
    – Die Bar im Erdgeschoss vom Prime Tower
    – Bar zum Rüdigen
    – Babus
    – Tinto
    – Libanesischer Take Away Schaffhauserplatz

    In anderen Lokalen kriege ich oft das Gefühl, ich müsse mich „entschuldigen“ um etwas zu bestellen: „Tut mir leid aber ich möchte bei euch Geld ausgeben“….

  • Matthias sagt:

    Ich war letztens im Münchner Umland beim Essen, es war schönes Wetter und wir sassen draussen im Wirtsgarten. Die Bedienung hat uns 20 Minuten übersehen bevor wir die Speisekarte bekamen. Die Frau hat es aber irgendwie dann doch gemerkt und hat gefragt wie lange wir schon gewartet haben. Ihr war es dann sehr peinlich und Sie hat sich mehrmals entschuldigt. Nachdem es die Wirtin selbst war hat sie uns nach dem Essen eine Runde Obstler spendiert.

    Man muss also nicht immer böses ahnen wenn man vom Service einmal nicht sofort bedient wird.

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein, aber wenn man keine Entschuldigung, sondern den Satz „Easy, kein Stress“ erntet, kann man sich nicht auf ein Versehen berufen.

  • Jan sagt:

    Hallo Reda: Unterstützt Du „jegliche linken Ideen“? Pauschal, einfach so? Das ist ungefähr so, als würde man pauschal jeden Rumänen als Bettler oder jeden zahlenden Gast als Ausbeuter ansehen… Erst denken, dann Schreiben.

    Xenix wurde ja schon genannt, kann ich bestätigen. So was von unfreundlich. Da ist so ne Kurzhaarige, die Bier in Plastikbecher laufen lässt. Habe ein Hunderternötli aus der Tasche geholt und noch ein paar Münz. So herablassend wie die geschaut hat. Ohne Danke, Bitte, Lächeln…
    Dann noch: Die Aussenbar am Dynamo. Die Màdels sind nett, aber so langsam und gleichgültig, wie die die Getränke aufnehmen, das ist an Gleichgültigkeit nicht zu überbieten. Da würde sicher ein Berner ebenfalls die Krise bekommen.

    • josef dietrich sagt:

      Ich habe diese kommentare gelesen.und gestaunt.bin koch von beruf.los angeles, new york, london, manchester, accapulco, kreuzfahrtschiff, st.moritz, bern, basel und zuerich gehoeren zu meinen stationen.ich sah und werde wohl noch viele gute und schlechte kellner../innen sehen.guter service ist eine hohe kunst.dies beherrschen nur noch wenige.trotzdem in zuerich wuerde ich als bedienung zum massenmoerder werden.zur politik:in der schweiz gab es nie weder eine richtige linke noch wahre faschisten.ddazu geht es uns zu gut.viel zu gut.denn wuerden wir wirklich ums ueberleben kaempfen muesste kein gast so lange auf den drink setzen und kein mao tse tung journalist haette zeit fuer 2 stunden mittagspause.cheers ihr cooksuckers

  • dude sagt:

    sälber schuld. probiers mal im Monti. am besten sonntags. obenuse unszenig

  • Joe DiMaggio sagt:

    DANKE, DANKE, DANKE!!!! Meiner Freundin und mir fehlt das Café Zähringer sehr, wir waren früher sehr oft da. Das letzte Mal (vor etwa einem Jahr) wurden wir so dermassen schlecht bedient, dass wir uns geschworen haben, nie wieder zu kommen. Traurig ist, dass das Zäh einfach extrem gut gelegen ist und es ihm allein schon aufgrund der Lage nie an Gästen fehlen wird. Deshalb merken die Damen und Herren es gar nicht, wenn ein paar Hundert Leute (oder mehr) den Laden boykottieren. Es wäre sehr schön, wenn das Team diesen Artikel lesen und ein wenig reflektieren würde.

  • Just Justin sagt:

    Waren erst kürzlich im CaZä. Bedienung bitzli kiffig-schlarggig aber ansonsten ganz ok. Und im Corazon nebenan wurden wir erst letzte Woche top bedient. Gut, haben auch jede Menge gebechert. Alles in allem ist der Serwiss in Züri besser geworden.
    Und weisst du, Reda, „Gastfreundlichkeit“ geht in beide Richtungen, also dass der „Gast“ „Freundlichkeit“ zeigt. Du magst ein Image zu verlieren haben, aber versuchs doch mal mit einem Lächeln, sonst wirst du noch wie diese Katze aus den USA.

  • Mar Wieland sagt:

    In den vergangenen 13 Jahren bin ich sowohl in der Roten Fabrik wie auch im Zähringer des öftern zu Gast. Immer bin ich meist freundlich und innert hungerstillender Frist bedient worden. Und, was aus der Küche kommt, schmeckt immer vorzüglich! Ich habe keine Rastas, bin nicht bekifft, komme nicht aus der Besetzerszene, gehöre keiner Clique an und bin auch nicht mit dem Servicepersonal befreundet… also ich weiss nicht woran es liegt, dass ich nur gute Erfahrungen gemacht habe bisher. Vielleicht ist es nur so, dass die Welt, so wie sie einem begegnet, eine Projektion seiner eigenen inneren Zustände ist ; ) ?

    • adam gretener sagt:

      Es gibt nicht das Zähringer oder die Rote Fabrik. Es ist schon auch immer abhängig davon, wer gerade Dienst hat und schiebt. Auch in der Bodega kann man bestens bedient werden, und nächste Woche dann komplett katastrophal.

      In meiner Zeit in der Toni Molkerei habe ich mich irgendwann geweigert, den Aeschbi zu bedienen. Der wird ziemlich schnell stinkig. Und der übelste Anlass an dem ich hinter der Bar gearbeitet habe. Auch in der Toni, ein Event der FDP Stadt Zürich. Da habe ich mich absichtlich etwas ungeschickt angestellt.

      • Holderegger, Michele sagt:

        Es ist wohl nicht an Ihnen zu entscheiden, wen sie jetzt kompetent bedienen wollen oder nicht. Als Vorgesetzter kann man von seinem Angestellten immer eine gute Leistung erwarten, auch wenn ihm der Aeschbi oder die FDB nicht passt. Dafür werden sie nämlich bezahlt. Ein Lohn ist eine Vergütung für Leistung, vergessen?

        • adam gretener sagt:

          Michele, na ja, im Nachtleben ist das etwas Anderes. Aeschbi und FDP wären mir eigentlich schnurzpiepegal. Aber benehmen muss man sich eben können.

          Und vergessen Sie nie: Legen Sie sich nicht mit dem Gastro-Personal an.

  • Peter Teller sagt:

    Haha, selten so gelacht ob der Hasstirade – stimmt genau! Obwohl, Ausnahmen gibts, zB fühl ich mich im Rosso – obwohl szenig – immer sehr freundlich bedient. Weiss der Geier wieso (ein waschechter Zürcher wird bei freundlichem Servicepersonal eh gleich mal argwöhnisch…)

  • Hans-Peter Meier sagt:

    Was Arroganz und Inkompetenz im Service betrifft, sollte das Les Halles nicht unerwähnt bleiben.

  • Peter B. Gröner sagt:

    All diesen Servicemitarbeitenden fehlt eines. PASSION
    Ich wohne ums Eck vom Kaffee für Dich. Ich war genau einmal dort.
    NIE WIEDER
    Es wird schwierig, wenn die Mitarbeitenden arroganter sind als die Kunden.
    Zum Glück gibt es grad im 4i genügend andere Beispiele. Ich werde jedoch
    einen Teufel tun, diese hier zu nennen.
    Es geht aber auch anders. In der Still-Zentrale der Szeni-Mütter (Volkshaus)
    wird man durchaus zuvorkommend und nett (zumindest morgens um 8, wenn
    man vom Einkaufen auf dem Helvti-Markt kommt) bedient.
    Dienstleistung und Gastfreundschaft scheinen nicht nur in den genannten Lokalen
    noch nie gehörte Begriffe zu sein. Sehr schade. Zumal es sich manchmal um
    Etablissements handelt, die durchaus Charme ausstrahlen.

  • Herbert sagt:

    Das ist Tssüri! Oder eben nicht mehr mein Tsüri. Lebe mittlerweile in Mittelamerika aber musste schmunzeln…die Dichte an Leute welche verkampft auf Szenie/Hipster/Cool weiss nicht was machen ist wahrscheinlich in Zuerich am Hoechsten. Das wirkt sich dann halt auch auf gewisse Beizen aus . Ich habe mich immer gefragt ob dahinter ein Geschäfts-Plan der Beizer steht solche Leute einzustellen oder deren Verhalten zu fördern um noch mehr Szenies als Gäste anzusprechen und die dann auch dazugehören wollen und das ganze Gebaren auch noch cool finden. Ich denke es geht in diese Richtung……Get a Life!

    • Marcel Claudio sagt:

      Wurde das letzte mal in Mittelamerika zwar superschnell und freundlich bedient – bekam aber Falschgeld als Wechselgeld – und vermutlich bewusst – als Gringo – da sind mir die bekifften Xenixler, Zähringer und Ziegler doch noch einiges lieber als eine geheuchelte Aufmerksamkeit mit bösen Hintergedanken – lieber ehrlich bekifft als bösartig nüchtern!

  • Hätte nicht treffender geschrieben werden können dieser Artikel – bravo! Dieses dämliche, unfreundliche Getue nervt nicht nur z’Züri, sondern überall!

  • Meinrad Frei sagt:

    Danke!! für den Bericht, Réda El Arbi…was Sie beschreiben nervt mich schon lange, nur war ich bis jetzt zu anständig erzogen um meinem Unmut verbal Luft zu machen. Ich bin viel in der Welt herum gekommen, aber so mies wie in Zürich wurde ich als Gast nicht mal in den übelsten Kaschemmen behandelt. Wer auf dem Ego-/Selbsterfahrungs-/Selbstfindungstrip ist, sollt nicht im Service arbeiten. Service ist eine Dienstleistung – kommt von Dienen – und das ist eine Kunst die nur noch wenige beherrschen. Zum Glück gibt es noch genug andere Restaurationsbetriebe in denen das Personal noch Berufsstolz hat.

  • GUV sagt:

    In diesen Beizen arbeitet grundsätzlich auch kein Fachpersonal, weil die Gäste dieser Scene Lokale von ihresgleichen bedient werden will und dies sind halt meistens Studenten.

    • Berger sagt:

      In den USA arbeiten oft Studentinnen i den Restaurants, und sie sind fast ausnahmslos zuvorkommend, höflich und kompetent – gegenüber ALLEN Gästen. Und weshalb das? Weil dort Trinkgeld nicht inbegriffen ist. Je besser der Service, desto höher das Trinkgeld. „Trinkgeld inbegriffen“ ist eine der dümmsten und demotivierendsten Regeln im Dienstleistungsbetrieb!

      • Marcel Claudio sagt:

        Also diese heuchelnden Amiservierdüsen sind mir auch suspekt!
        Aufdringlich und penetrant – da ist mir das ZäZiXe – Servicepersonal immer noch sympathischer – haben wenigstens auch eine alternative Arbeitsmoral – Ich liebe Servicewüsten – da schmeckt das Bier doppelt gut – wenn man es dann endlich bekommt – und ansonsten einfach vorrausplanend bestellen – alte Trinkerweisheit!!! Das ist nur eine logistische Herausforderung!

      • Lukas Aeschbacher sagt:

        Die Steigerung davon ist „gleicher Lohn für gleichen Job, ungeachtet der effektiven Leistung“. Weshalb sollte eine Serviceperson sich die Mühe machen, die Gäste prompt und höflich zu bedienen, wenn am 25. gleich viel auf das Konto einbezahlt wird wie auf jenes der Kollegin, die die meiste Zeit griesgrämig hinter dem Tresen sitzt und Sudoku macht?

      • Chris sagt:

        @ Berger: ein nicht-inklusives Trinkgeld in den USA ist kein super Vorteil. Erstens ist US Service sowas von kitschig überfreundlich dass ich mich schon fast wieder nerve und zweitens ist eine massive Verzerrung der Preise da man 18-20% draufpappen muss. Ja, Muss, denn wenn ich aufgrund von Unzufriedenheit weniger gab sah ich mich schon recht massiven Beleidigungen ausgesetzt.
        In Zürich gibts genug Orte wo man freundlich bedient wird, aber die ganzen supercool-alternativ Läden wie die genannten, aber zB auch das Les Halles muss man halt meiden.

  • Schato Brion sagt:

    Das sind dann meistens noch die Leute, die einen Mindestlohn von CHF 4’000.– fordern… Dass man dafür auch etwas Leistung an den Tag legen sollte, ist allerdings nie Thema.

  • janine blatter sagt:

    gut gibt’s den letzten satz im bericht – da hat man(n) wenigstens doch noch was zum lachen!

  • adam gretener sagt:

    Ich musste herzlich lachen, danke, man hört richig raus, wie in El Arbi der Hass langsam köchelt. Zähringer und Rote Fabrik sind aber auch die Speerspitze, dicht gefolgt vom Xenix. Schlimm ist auch die Gartenbeiz am Stadelhofen draussen auf dem Platz.

    Ich persönlich habe mir angewöhnt, wenn ich nicht gerade essen gehe und draussen sitze, ich laufe kurz rein, bestelle direkt bei der Düse und sage ihr auch gleich, wo ich sitze.

    • braxx sagt:

      )))))) Ein Vorgeschmack wie es in der Zukunft aussehen könnte…falls CH doch irgendwann mal sozialistisch, oder ähnlich kooperativ-kommunard wird)))). Alles schon erlebt, da in Sozialismus aufgewachsen. Aber, für die Ideologie nimmt man ja einiges in Kauf, nicht wahr? Nur, das Problem ist: falls es flächendeckend wird, dann wird ALLES auf beschriebenem Niveau angeboten – vom Arzt (ich kann ein Lied singen von den überfüllten Ambulanten in den „Heimen der Gesundheit(sic)“), bis zum ÖV (ja, wie der Bus in Karachi). Viel Spass dann in der angestrebten Utopie…

    • adam gretener sagt:

      Geh weg mit deinem politischem Schwall. Das hier ist nicht der Ort dafür, auch nicht die Zeit. Ich kann’s echt nicht mehr hören.

    • mark d. sagt:

      im xenix habe ich eher das gefühl, weil ich nicht lesbisch bin (als mann halt), werde ich so miserabel bedient.

  • Tom sagt:

    Wo ist genau das Problem? Jeder weiss, dass man sich im Café Zähringer halt kurz bemerkbar machen muss, wenn man was bestellen will. Halte es eher für „versnobt und elitär“, wenn man der Meinung ist, es müsse einem jeder Wunsch von den Lippen abgelesen werden. Der Rest der Gäste dort scheint damit auch kein Problem zu haben, immerhin ist der Laden immer bestens gefüllt. Und sonst geht man halt einfach woanders hin, wos nicht so läuft..

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, wenn das Zäh ein Privatclub wär …

    • Bruno Berner sagt:

      Aber, aber Tom… Falls Sie wirklich auch in Zürich leben und das vordergründige Gesellschaftsgebaren hier aus der Vergleichsmöglichkeit mit anderen Wohnorten (in meinem Fall u.a. Kleinstadt, Agglo, Berggebiet) betrachten können, so wüssten Sie doch, warum der Laden offenbar trotzdem immer gefüllt ist: Weil in Zürich vor allem die Devise gilt, sich so zu verhalten und dort zu verkehren, wo man sagt, das sei grad hipp oder einfach sonstwie angesagt. Ob überhaupt und zu welchem Preis objektiv was geboten wird, ist nebensächlich.
      Schauen Sie doch mal, wieviele mühsam in High Heels zum Uto hochstögeln und dann schmerzverzerrt in geheuchelte Lobeshymnen über die ach so schicke Location ausbrechen. Die Waid ist auch schön gelegen und besser zu erreichen, aber halt nicht Kult.. Und in Bern z.B. fährt die Standseilbahn wirklich bis zuoberst auf den Gurten und trifft dort auf ein familienfreundliches Migrosrestaurant – und ja, auch dort verkehren Krawattenträger. Genauso wie hier etwa, trotz 8-Minuten-Takt, selbst 90-jährige Grosis noch jedem Tram nachrennen, als wenn es das Letzte wäre, einfach weil das halt alle tun. Ist übrigens keine Einbildung: Eine hier Aufgewachsene schmunzelte kürzlich nur: Ach wissen Sie, wir Stadtzürcher sind einfach mit dieser Lebenseinstellung gross geworden…
      Hintergründig gibt es hier aber natürlich auch viele, die ganz unauffällig andere, eigenständige Philosophien leben, nur prozentual wohl einfach weniger als anderswo. Und drum werden in Zürich, nebst all den tollen Angeboten, wohl auch weiterhin überdurchschnittlich viele künstlich überbewertete Szene- und Snobbetriebe den Ruf als „mega-obercoole Mainstreamstadt“ eisern hochhalten. 😉

      • Berger sagt:

        „…hier Aufgewachsene…“,“…wir Stadtzürcher…“. …sind wohl langsam in der Minderheit in Zürich. Agglos und Pendler suchen doch primär die „coolen“ Plätze auf, um sich dann auf der Heimfahrt über die hohen Preise und den lausigen Service zu beklagen. Mind you – als durchaus anständiger Stadtzürcher kann man „auf dem Land“ in der Dorfbeiz, wo sich alle kennen, gelegentlich auch ganz schräg angesehen und als versobter Gross-Städter einfach so mies bedient werden.

        • Bruno Berner sagt:

          Da mögen Sie recht haben mit den Auswärtigen, dass die auch ihren Anteil daran haben. Ich habe übrigens bewusst nicht den Ausdruck „Einheimische“ oder „Urzürcher“ verwendet. Meinen Beobachtungen nach sind nämlich die raren alteingesessenen „Stammbaumzürcher“ oft verblüffend bodenständig, freundlich und von selbstbewusstem, aber gelassenem Wesen – selbst die gern kritisierten vom Zürichberg. Und das mit den Dorfbeizen (Spunten) ist zuweilen tatsächlich sowas wie ein Vorläufer der städtischen Szene-Lokale: Wenn man nicht dazugehört, wird man, je nach Region, unterschwellig geächtet. Aber nicht weil Sie explizit Zürcher sind, sondern generell als Fremder. Solche Beobachtungen kann man überall machen, aber wie gesagt: Interessant wäre die Ursachenforschung, weshalb ausgerechnet Zürich in der allgemeinen Wahrnehmung diesbezüglich eine Spitzenrolle einnimmt. Vielleicht wegen der vielen trendigen Bürolisten? Basel (Chemie) hingegen kennt dieses Imageproblem komischerweise nicht (gilt dafür als gewalttätig).

    • Simone sagt:

      Als Person mit Gastgewerbe-Erfahrung muss ich sagen, dass es keine höheren Lippenles-Kenntnisse braucht um zu erkennen, dass vor einem Gast noch kein Getränk steht. Das zu sehen gehört für mich zu Schritt Nummer 1 im ABC des Services. Schließlich sollte ja das Geschäft auch laufen. Oder etwa nicht?

  • Chris Toff sagt:

    autsch!

  • Chris sagt:

    Lieber El Rabi
    Es gibt zum Glück noch viele Servicemitarbeiter die Ihren Job liebem und mit Herzblut hinter den Tresen stehen und sich wirklich um das wohl der Gäste kümmern. Ist nur manchmal schwierig, wenn dem Gast nicht mal mehr ein Grüezi über die Lippen kommt.

    • Réda El Arbi sagt:

      Der Gast wird aber auch nicht für sein „Grüezi“ bezahlt. Ich weiss, dass der Servicejob manchmal hart ist. Aber das ist jeder Job, und es ist keine Ausrede, ihn deshalb schlecht zu machen. Das würde bei einem Hirnchirurgen auch nicht zählen: „Der Patient war unfreundlich. Da hab ich halt gemurkst“

      • Mario Toriasi sagt:

        Du bist ein faschoides Opfer der Luxus und Wohlstandsgesellschaft. Erfahrungen kann man nicht nur an einem Ort machen.

        Bleib doch nächstes Mal Zuhause wenn du nicht mal ein Grüezi über die Lippen bringts weil
        du so versnobt und intolerant bist.
        Warst halt schon immer ein unaustehlicher Typ.. gäll

        • Michel Rauber sagt:

          Mario, ich möchte mehr von deiner romantischen Naivität erfahren. Verzell!
          Aber zum Thema: Was meinst du genau mit „faschoid“. Hast du das Wort verwendet, damit deine sozial-elitäre Haltung besser zur Geltung kommt?

        • Nadita sagt:

          Sag mal Mario – bist du Kellner im Zähringer? oder wieso nimmst Du so einen Erfahrungsbericht (den ich schon seit 20 Jahren unterschreiben würde!) so persônlich?
          Das ist echt lustig!
          🙂
          Nadita

      • Viktor sagt:

        Das trifft es doch eben genau. Ich bin zum Beispiel jemand, der sich halt beschwert, wenn es mit der Bestellung nicht klappt. Bei langer Wartezeit wird gemotzt, ein falsch zubereitetes Steak (wurde „blutig“ bestellt, kommt „durch“) wird zurückgeschickt usw. Sogar meine Freunde sehen mich manchmal dabei an, als würde ich ganz was schlimmes machen, geben selbst zu, sie würden sich nie zu so was trauen. Mir scheint die Leute vergessen, dass man im Restaurant einen Service gegen Bezahlung in Anspruch nimmt, oder die Leute haben einfach zu viel Geld.

        Es ist doch völlig klar: bin ich bei jemandem zu Hause eingeladen, dann ist es mir Wurst, ob das Steak richtig durchgebraten ist, ob der Wein meinem Geschmack entspricht, ob die Suppe leicht versalzen ist, oder ob es nach der Vorspeise eine Ewigkeit dauert bis zur Hauptspeise etc. Darum geht’s ja dort nicht, es geht um’s Zusammensein mit dem Gastgeber, alles andere ist nette, geschenkte Beigabe.

        Nicht im Restaurant, und schon gar nicht in Zürich. Hier bezahle ich 3-15 mal den Warenwert, je nachdem wo und was man bestellt, und für dieses Geld erwarte ich einen sauberen Tisch oder Barabschnitt, eine gute Bedienung, und tadellos zubereite Mahlzeiten und Getränke, alles andere ist, für dieses Geld, nicht akzeptabel. Ist die Bedienung dabei noch freundlich, aufmerksam und speditiv, gibt’s auch ein angenehmes Trinkgeld, sonst wird höchstens aufgerundet auf den nächsten Franken und bei schlechtem Service ganz weggelassen.

        Übrigens, in den Betrieben, in denen ich verkehre (halt nicht so Szene), klappt das in der Regel ganz gut, und ich zahle dort auch nicht mehr.

        • Nadita sagt:

          Hahahahah..!!!
          Absolut korrekt! Genauso geht es mir auch: ähhm sorry, will Dich nicht lang mit meinem Anblick stören – aber darf ich kurz sagen was ich trinken will…?? Bezw. serviert ihr heute..??
          Und Deine Liste ist auch richtig:
          Scala (top!!)
          New Point (immer witzig und nett)
          Gnädinger!!
          Der Libanese der seinen Bodybuilder-Kollegen immer Canim (schätzchen) nennt und grinst!!

    • Nadita sagt:

      Wenn ich gerade damit beschäftigt bin zu gucken wie ich an den Tisch sitze ohne die Marmelade vom Vorgast an die Ärmel zu kriegen oder dem Hund vom Nachbargast nicht auf die Pfoten zu treten, kommt mein „Grüezi“ vielleicht verspätet. Nein sorry, am fehlenden“Grüezi“ vom Gast liegt es in diesen Lokalen sicher nicht! Denn die Aufmerksamkeit des Personals reicht nicht dahingehend ein „Grüezi“ wahrzunehmen! Es wird ja absichtlich in die Andere Richtung oder vor die eigenen Füsse gestarrt. Wenn man dann um Aufmerksamkeit buhlt, darf man sich nicht wundern über Sätze wie: Jaja.. ha di schi gseh.. bisch nöd di Einzig! chume denn schoo..!“
      hahahaha echte Komödie… nur in Zürich! Zu reich um sich um einen Gast zu bemühen..?! DAS ist Wohlstandsarroganz! Ein Lokal das sich sowas leisten kann!

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